BWL - Band VII - Unterweisung 206


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VII - Unterweisung 175 - 207
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Unterweisung 206:
1. Mein Erbarmen mit euch entspringt meiner Liebe und
verströmt sich unablässig auf alle Wesen. Meine Liebe segnet und
vergibt euch immerzu und hilft euch, euch auf eurem Entwicklungswege
zu erheben, damit ihr euch Mir nahe fühlt und euch würdig
macht, euch als meine Kinder zu erkennen.
2. Ich habe euch mein Gesetz gegeben, damit ihr euch in eurem
Verhalten nach ihm richtet. Dies ist der Weg, den Ich euch seit
Anbeginn der Zeiten vorgezeichnet habe, dies ist die Grundlage, das
Fundament, auf dem ihr eure Werke errichten sollt. Dies Gesetz
wird euch die für euch notwendigen Prinzipien zeigen, weil in ihm
meine weisen Gebote enthalten sind.
3. Dies Wort, mit dem Ich euch heute unterweise, ist die
Fortsetzung jener Unterweisung, die Ich euch von den ersten Zeiten
an gegeben habe, und die nicht aufhört, weil sie weder Anfang noch
Ende hat. Und in dem Maße, wie sich eure Seele entwickelt, werdet
ihr meine weisen Lektionen, mein Verlangen, euch zu vervollkommnen,
immer besser verstehen.
4. Ich inspiriere euch die höchste Art der Vergeistigung, damit
ihr Mich in der würdigsten Weise liebt, und damit ihr für meine
Kundgebungen empfänglich seid und sie richtig auslegen könnt.
5. Wenn ihr mein Wort studiert habt und ihm seinen Sinngehalt
zu entnehmen versteht, werdet ihr euch gestärkt, völlig zufrieden
gestellt fühlen. Dann sollt ihr liebevoll zur ganzen Menschheit
sprechen, die von meinem Kommen in dieser Zeit nichts weiß, und
ein Gefühl des Mitgefühls wird euer ganzes Wesen erfüllen. Ihr
werdet euch euren Mitmenschen zuwenden, um ihnen das zu
offenbaren, was Ich zu euch gesprochen habe, und werdet ihnen den
ganzen Reichtum geben, den Ich euch hinterlassen habe, als ob es
ein heiliges Gut in euren Händen wäre.
6. Die Menschheit braucht Licht, um einen Schritt nach vorne
tun zu können. In allen Geschöpfen gibt es, gestützt auf den
Glauben, Hunger, Verlangen nach Leben, nach Erkennen der
Wahrheit und auch danach, zu erfahren, wohin die Reise geht. Ich
werde sie durch jene unterweisen, die sich vorbereitet haben und bei
ihrer schwierigen Mission alle Fehler liebevoll zu korrigieren
verstehen, die sie in ihren Kulthandlungen entdecken werden. Ihr
werdet mit dieser Mission beginnen und Mich zum Vorbild zu
nehmen versuchen. Macht keinen Unterschied zwischen arm und
reich in eurem Bemühen, den Schmerz zu lindern. Zwingt euren
Glauben nicht auf und nötigt niemanden, eure Erkenntnis anzunehmen.
Entzweit euch nicht wegen meines erneuten Kommens und
bekämpft nicht jene, die die vergangenen Testamente besitzen, wenn
sie meine letzten Unterweisungen nicht kennen oder annehmen
wollen.
7. Bringt Licht in die Finsternis, bringt den Herzen Frieden und
stillt die Ungeduld derer, die Mich erwartet haben. Kommt euren
Mitmenschen zu Hilfe, dann werde Ich über eure Familien und eure
Güter wachen.
8. Wenn ihr auf diese Weise tätig seid, werdet ihr in der Seele
der Menschen den Tempel erbauen, der bestehen bleiben wird und
in dem die Anbetung vollzogen wird, die Ich immer von den
Menschen, meinen vielgeliebten Kindern, erwartet habe.
9. Achtet darauf, dass eure Werke aufrichtig sind. Sagt immer
die Wahrheit, seid meine Jünger. In diesem Worte spreche Ich zu den
Menschen kommender Zeiten, zu all jenen, die Mir nachfolgen und
Mich zum Vorbild nehmen möchten.
10. Wenn einmal das Jahr 1950 vergangen ist, so verlangt nicht
nach einem bestimmten Ort, um zu beten oder um mein Wort zu
studieren. Wählt dafür ein Heim oder einen Platz im Freien oder den
Ort, an dem ihr euer Brot verdient. Nehmt euch meine zwölf Jünger
zum Vorbild, die überall, wo sie sich aufhielten, einen Tempel zu
finden verstanden, weil sie ihn in sich selbst hatten, in ihrer Seele,
und das Große und Erhabene in ihren Taten auf ihre Erhebung und
ihre Gemeinschaft mit Mir gegründet war.
11. Solange es Leiden auf Erden gibt, solange es Elend gibt,
wird die Fürsprache Marias keinen Augenblick lang aufhören, und
ihr Geist wird das Leben all ihrer Geschöpfe erhellen.
12. Ihr bietet Mir die Wohnung eures Herzens an, von wo aus
ihr Mich gerufen habt, und Ich bin unverzüglich zu dem Stelldichein
geeilt.
13. Auf meinem Wege habt ihr die seelische Ruhe erfahren, die
ihr auf Erden nie zuvor gefunden habt. Im Verlangen nach Süßem
für euren Gaumen habt ihr viele Wege zurückgelegt, bis ihr den
Honig meines Wortes gefunden habt.
14. Von der Kindheit an, während der Jugendzeit und bis ins
reife Alter hinein habt ihr unermüdlich den rechten Weg gesucht,
weil ihr vom Pfade abgeirrt seid, und Nebelschwaden eure Schritte
hemmten. Aber das Licht meines Geistes erschien vor euch, und
dieser Tag war der eurer Auferstehung, der ebenso wichtig ist wie
der Tag eurer Geburt.
15. Vergesst nicht den Tag, an dem ihr mein Wort zum ersten
Mal vernommen habt, denn es war der Augenblick, in dem ihr zum
Leben des Lichtes zurückgekehrt seid.
16. Ihr seid bedürftig herbeigekommen und habt mein Wort
erforscht, die einen demütig und andere stolz, alle von der Macht
meiner Gegenwart angezogen. Ihr musstet zu Mir kommen. Es gab
so vieles, das euch erwartete! Doch während manche meine
Liebkosung verachteten, Mir den Rücken zukehrten und einen
ungewissen Weg einschlugen, sind andere bei Mir geblieben, um
sich an meinen Worten zu erfreuen und sich dem Dienst an meinem
Werke zu widmen.
17. Ich bin in allen meinen Kindern, selbst im Herzen eines
Mörders. Von niemandem entferne Ich Mich, und Ich bin dem am
nächsten, der sich am unwürdigsten zu sein glaubt.
18. Die, die herbeigekommen sind, sind angehalten, für jene zu
beten, die gefallen sind. Aber seid nicht ihre Richter, denn auch sie
werden das Licht erlangen.
19. Erwartet nicht die Erneuerung der Menschen aus sich selbst
heraus, ohne dass ihr für sie ein Vorbild gewesen seid. Ich will nicht,
dass ihr zu Schmarotzerpflanzen werdet.
20. Ihr sollt den zügellosen Lauf der Menschen durch die Gabe
des Wortes, das Ich euch gegeben habe, aufhalten. Ich werde euch
die Menschen wie zarte Pflanzen anvertrauen, die Bewässerung und
Pflege brauchen. Denn die Menschen werden von allen Wegen zu
Mir kommen, und selbst aus Gefängnissen werden Menschen
kommen, um zu meinen Jüngern zu werden. Aber wenn ihr heute
eure Aufgabe nicht erfüllen solltet, wird eure Seele wiederkommen
müssen, um den "Toten" zum Leben zu erwecken, den ihr auf dem
Wege verlassen zurückließet ─ werdet ihr wiederkommen müssen,
um den Kranken zu heilen, den ihr nicht beachtet habt, werdet ihr
euch um das Brot bemühen müssen, um es dem Hungernden
anzubieten, um den ihr euch nicht gekümmert habt. Doch weshalb
eine so schmerzliche Sühne suchen, obwohl ihr sie jetzt durch eure
Pflicht erfüllen könnt?
21. Die menschliche Wissenschaft ist groß, aber die Seele des
Wissenschaftlers ist eingeschlafen und lässt zu, dass die Menschen
dahinsterben. Daher habe Ich in eure Hände den Heilbalsam gelegt,
damit ihr, zu Ärzten der Menschen geworden, ein Beispiel von
Hilfsbereitschaft und Liebe gebt.
22. Auf der Welt werden Epidemien ausbrechen, und ein großer
Teil der Menschheit wird daran zugrunde gehen. Es werden
unbekannte und seltene Krankheiten sein, denen gegenüber die
Wissenschaft machtlos sein wird.
23. Die ganze Welt wird vom Unkraut befreit werden. Mein
Gericht wird die Selbstsucht, den Hass, das unersättliche Machtstreben
beseitigen. Große Naturphänomene werden in Erscheinung
treten.
24. Nationen werden verheert werden und ganze Landstriche
verschwinden. Es wird ein Alarmruf für eure Herzen sein.
25. Der Weg ist bereitet. Ich bin euer Führer, bin untrennbar auf
eurem Lebensweg.
26. Gesegnetes Volk Israel: Sei willkommen in der Gegenwart
deines Herrn ─ jenes Herrn, der sich sanftmütig und demütig bei
euch an diesem Orte niederlässt. Doch es ist nicht der materielle
Ort, an dem Ich Mich zeige. Die Wohnung ist in eurem Herzen,
unsichtbar, es ist jene, die ihr Mir im Augenblick eurer seelischen
Erhebung anbietet.
27. Ich weiß, dass euch mein Wort fehlt. Was würde aus euch
ohne dasselbe, mein Volk? Ich weiß, dass ihr Mich braucht, und Ich
komme unermüdlich, um euch zu stärken. Mein Wort berät euch und
erhebt euch ─ dies reine und lichtvolle Wort, das ihr in keinem von
Menschenhand geschriebenen Buche findet.
28. Die Wissenschaftler, die Mich vernommen haben, bekennen
nicht vor euch, dass dies Wort mit keinem anderen vergleichbar ist.
Aber im Innersten ihres Herzen erkennen sie dies.
29. Ich habe euch auf diesem Wege den seelischen Frieden
fühlen lassen, den ihr zuvor auf der Erde nicht hattet finden können.
Ihr habt viele Wege durchlaufen. Viele Honigarten habt ihr von
Blüte zu Blüte ausprobiert wie der unwissende Kolibri, aber keiner
war süßer für euren Gaumen. Doch dies Wort, das auf euren Lippen
zu Honig wurde, hat alle Arten von Geschmack ausgelöscht, die ihr
früher probiert habt.
30. Ihr habt unablässig den rechten Weg gesucht und habt
verschiedene Pfade gefunden. Ihr habt gegen die Finsternis
gekämpft, doch euer schneller Lauf war langsam und müde
geworden.
31. Aber das Licht meines Göttlichen Geistes erstrahlte für
euch, und jener für euren Geist und eure Seele unvergessliche Tag
ist im Erinnerungsbuch des Jenseits festgehalten, in dem ihr mit
euren geistigen Augen alles werdet lesen müssen, was ihr auf Erden
getan habt, und alles, was ihr vom Meister vernommen habt. Jener
Tag war für eure Seele ein Tag der Auferstehung zu einem Leben der
Gnade.
32. Manche von euch kamen als Erfolgreiche hierher, andere als
Bedürftige. Für die einen wie die anderen war der Zeitpunkt
festgelegt. Ihr musstet zu eurem Vater kommen, der euch liebevoll
erwartete, der euch willkommen hieß und euch zu einem geistigen
Leben auferstehen ließ.
33. Ihr werdet durch meine Worte mit Freude erfüllt und fühlt,
dass die körperliche Materie, die euch umhüllt, euch daran hindert,
euch meinem gesegneten Werke ganz hinzugeben. Aber ihr fügt
euch ─ weil ihr wisst, dass es den Jüngern nicht erlaubt ist, sich in
meine hohen Ratschlüsse einzumischen, dass der Jünger ergeben
und folgsam sein soll, dass ihr durch diesen Materiekörper sowohl
den Weg des Lichtes, als auch die Pfade der Lüge und der Finsternis
kennenlernen werdet.
Ihr werdet im Schatten des mächtigen Baumes die Frucht des
Wohlergehens genießen und den Zankapfel entfernen. Ihr werdet
euch im Schatten der grünen Palme erquicken und darüber wachen,
dass ihre Blätter nicht von Raupen zerstört werden, noch Raubvögel
ihre Nester auf ihr bauen.
34. Ich habe euch auf euren Wegen gelassen, damit ihr den
Geschmack aller Arten von Honig kennenlernt und zuletzt den mit
dem besten Geschmack für euren Gaumen wählt. Ich habe euch die
beiden Extreme kennenlernen lassen, damit ihr, vom Hauch meines
göttlichen Atoms geleitet, zu unterscheiden vermögt und euch
immer dem Guten zuneigt.
35. Der Meister hat euch gesagt: Hinter jener Tür, die ihr
verschlossen findet und die ihr "Tod" nennt, ist das Leben. Das
Leben bin Ich. Der Tod ist das, was euch die Versuchung beschert,
die eure Augen blind macht und die euch nicht an meiner Seite
leben lässt. Doch ihr habt eine mächtige Waffe, um euch von der
Versuchung zu befreien: Es ist das Gebet. Es ist die Waffe, die euch
das Gefühl gibt, stark zu sein, die euch meiner Göttlichkeit näher
bringt und euch auf eurem seelischen Entwicklungswege mit Mir
zusammen euren Weg gehen lässt.
36. Ich, der Vater, habe niemanden von meinem Schoße der
Liebe und Vergebung zurückgewiesen, nicht einmal die, die sich von
der Versuchung betören ließen und in den Abgrund gestürzt sind. Ich
habe niemanden verdammt. Weder auf der Erde, noch im "Geistigen
Tale" gibt es schutzlose Wesen. Wer von euch könnte von meinem
Schoße verstoßen werden, weil er ein Sünder ist und unwürdig,
meine Barmherzigkeit zu empfangen? Ich lebe im Herzen des
verstockten Sünders, der das Licht meines Göttlichen Geistes nicht
empfangen konnte, weil er nicht auf den Ruf geachtet hat, der von
der Stimme seines Gewissens ausgeht. Meint ihr, dass Ich Mich
wegen seiner Kette von Übeltaten von ihm entfernt habe? Nein,
fürwahr. Ich bin der Vater aller Geschöpfe, ohne irgendeines meiner
Kinder abzulehnen. Ich bin Liebe, und als liebevoller Vater
vernachlässige Ich keinen, mein Volk.
37. Euch kommt es zu, für den Verirrten zu beten, zu bitten,
dass das Licht meines Geistes seine Seele erleuchtet, damit er
erwacht, die Fesseln der Versuchung zerreißt und das Dunkel
vertreibt, das ihn blind gemacht hat.
38. Aber Israel hat geschlafen. Israel erwartet, dass die
Menschen ihre Erneuerung durch eigene Verdienste erlangen. Es hat
nicht den Platz eingenommen, der ihm zukommt, denn seine
Aufgabe ist es, ein Vorbild für die anderen zu sein.
39. Doch dir, Volk, sage Ich: Bei wem habe Ich mein Gesetz
gelassen? Etwa in den Händen der verstockten Sünder? Das Gesetz
ist in euren Händen. Wer ist also verantwortlich dafür, dass meine
Gebote noch nicht befolgt werden? ─ Israel! Doch darüber hinaus
sage Ich euch: Warum habt ihr euer Gewächs zu einer
Schmarotzerpflanze auf Erden gemacht? Warum seid ihr nicht
aufgebrochen, um die Aufträge zu erfüllen, die Ich euch gegeben
habe? Warum lasst ihr zu, dass der Sünder seinem Weg in
zügellosem Laufe weiter folgt? Warum bringt ihr ihn Mir nicht
näher mit jener Gabe des Wortes, die Ich euch anvertraut habe, und
sprecht zu ihm in meinem Namen? Wollt ihr, dass die Finsternis
weiterhin das Auge des Menschen blind macht? Wisst ihr nicht, dass
durch eure Vermittlung die Finsternis beseitigt werden muss?
40. Mache dich auf, Volk, sagt euch der Vater. Geh und richte
den Gefallenen auf. Neue Aufträge habe Ich der Menschheit zu
erteilen. Große und neue Aufträge werde Ich jeder Nation, jedem
ihrer Regierenden und jedem ihrer Einwohner geben.
41. Große Phänomene werden sich bei euch einstellen. Die
Jahreszeiten werden sich ändern. Die Winter werden hart sein, und
ihr werdet nicht wissen, wann der Frühling kommt. Denn die
Menschen haben den Zeitpunkt dafür festgelegt. Aber wer könnte
sich meinem Willen widersetzen? Die Regenfälle werden zurück-
gehalten werden und nicht auf eure Felder gelangen. Bereite dich
daher vor, Volk, denn es naht die Zeit des Chaos unter euch, und
Israel muss seinen Kampf vervielfachen.
42. Bei euch herrscht Frieden. Bewahrt ihn! Vertreibt diesen
Frieden nicht aus euren Herzen. Diese Nation wurde von Mir
erwählt, und es ist nicht mein Wille, dass sie angetastet wird. Seid
jedoch vorbereitet, denn durch eure geistige Auftragserfüllung soll
diese Nation und die Menschheit Licht empfangen.
43. Hier hast du Mich, Israel! Ihr vernehmt nur meine Stimme,
ohne Mich sehen zu können. Aber begnügt euch damit, den Klang
der himmlischen Glocke zu hören.
44. Ich folge der Stimme eures Rufes in den Winkel eures
Nachtlagers. Keines eurer Leiden kann von Mir unbeachtet bleiben,
und Ich werde euch all das geben, was zum Wohle des Körpers und
der Seele ist.
45. Ich gebe euch keine falschen Reichtümer, denn ihr würdet
euch zugrunde richten. Doch Ich will euch retten, um euch nach
diesem Leben zu meiner Rechten zu erheben.
46. Bittet Mich um Reichtümer für die Seele, und Ich werde sie
euch geben. Schmückt nicht euren Körper, während ihr die Seele
nackt sein lasst.
47. Mein Gesetz, das dem Menschen in den zwei ersten Zeiten
gegeben worden ist, ist noch nicht befolgt worden. Daher bin Ich
erneut bei euch, um euch zu erlösen.
48. Seit 1866 wird mein Wort in dieser Nation vernommen, in
der die kristallklaren Wasser sich aus ihren Quellen auf die seelisch
Dürstenden ergießen. Hier stelle Ich Mich ein, um die steinernen
Herzen meiner vielgeliebten Kinder zu glätten.
49. Ach, wenn doch alle herbeikämen, Mich zu vernehmen!
Aber manche ziehen es vor ─ obwohl sie Mich gehört haben ─ die
holprigen Wege voller Geröll zu wählen, statt auf dem Lichtpfad des
Herrn zu wandeln. Doch dies ist euer Bruder, der Undankbare, der
Ungehorsame, der statt des Brotes des ewigen Lebens lieber das
bittere Brot der Erde isst.
50. Wohl euch, die ihr bei Mir bleibt, weil ihr wisst, dass Ich
Christus bin, der den "verlorenen Sohn" erwartet.
51. Euer Vater ist gekommen, euch in seiner Lehre zu unterweisen
─ jener geistigen Unterweisung, die keinen Fanatismus
zulässt, die euch darin unterweist, das göttliche Gesetz und die
menschlichen Gesetze vollkommen zu erfüllen.
52. Ich habe euch nicht gelehrt, euren Körper zu verletzen oder
abzutöten, um meine Vergebung zu erlangen. Die einzige Buße, die
Ich von euch annehme, ist jene, in der ihr auf das Schädliche oder
Schlechte verzichtet, wenn auch oftmals mit Schmerz in eurem
Herzen. Wann immer ihr so gehandelt habt, hat euer Herz den
Frieden meines Geistes empfunden.
53. Ich spreche in dieser Weise zu euch, weil Ich nicht will, dass
eure Seele sich über den Staub der Erde schleppt, obwohl ihre
eigentliche Welt eine andere ist.
54. Wisst ihr, was euch nach diesem Leben erwartet? Wohin
wird eure Seele gehen? Ich sage euch nur: Wachet und betet. Lernet
und handelt. Ihr seid Wanderer auf dieser Welt, aber bald wird diese
Wanderschaft enden und ihr näher bei Mir sein.
55. In den drei Zeitaltern habe Ich unterschiedliche Formen von
Kundgaben an die Menschheit gewählt: In der Ersten Zeit durch
Moses, um eure Schritte zur Freiheit und zum Lichte zu lenken. In
der Zweiten Zeit, indem Ich Mensch wurde, als "das Wort" Mensch
wurde und für die Welt eine Spur der Erlösung hinterließ. Heute bin
Ich auf der "Weißen Wolke" gekommen, als Regenbogen des
Friedens, um euch zu sagen: Kommt im Verlangen nach dem Lichte
des Heiligen Geistes herbei. Ich will nicht, dass ihr auf neue Zeiten
wartet, um euch aufzumachen, denn die kommenden werden
größeren Schmerz und schwerere Prüfungen mit sich bringen.
56. Ich hinterlasse nun das Dritte Testament, damit ihr es
studiert und es befolgt. Denn schon nähert sich das Jahr 1950.
57. Wenn ihr meine Unterweisung nicht nutzt, werdet ihr bitterlich
weinen, wenn ihr den Meister zu euch "Lebewohl" sagen hört.
Wartet ihr etwa darauf? Wartet ihr, bis sich auch Seuchen und
Hunger ausbreiten und Trauer und Schmerz in euren Heimen
einziehen?
58. Ich will euch vereint und stark zurücklassen. Verkennt einander
nicht, liebt euch, und der Friede wird weltumspannend sein.
59. Welche unter euch werden morgen die Meere durchkreuzen,
Berge überqueren und ferne Lande betreten? Welche werden ihre
Familie, ihre Kinder verlassen müssen, um mein Wort zu den
Nationen zu bringen?
60. Wachet und betet, denn selbst vor dem Jahre 1950 habt ihr
das Brot, das Ich euch gegeben habe, allein gegessen. Ihr habt eure
Hand geschlossen, um die Reste dieses Essens zu verbergen, und
habt das Wasser versteckt, ohne an die Dürstenden zu denken. Aber
die Dinge werden sich ändern, und nach diesen drei letzten Jahren,
in denen Ich euch mein Wort geben werde, werdet ihr euch als
Meister aufmachen, um die Neulinge zu unterweisen.
Reinigt euch von vielen eurer Unvollkommenheiten, damit ihr
rein seid und für Kirchen und Sekten ein Vorbild sein könnt.
Bereitet euch vor, denn viele derer, die Mich derzeit vernehmen,
werden Mir den Rücken kehren. Andere werden aufbrechen und
ihren eigenen Willen tun. Unter euch ist jener, der Mich verraten
wird, der Mich ausliefern und verkaufen wird.
61. Studiert mein Wort, damit ihr morgen nicht sagt, dass Er ein
Mensch war, der sprach, und nicht euer Gott. Doch wer ist fähig, so
zu euch zu sprechen, wie Ich es tat? Welches menschliche Wesen hat
die Fähigkeit, ein Volk umzuwandeln und zu erneuern, wie Ich es tat?
62. Bald werdet ihr diese Stimme nicht mehr vernehmen, aber
ihr werdet im Gedächtnis behalten, dass Ich von 1866 bis 1950 bei
euch war, und dass Mich zwar viele vernommen haben, manche von
ihnen jedoch mein Wort aus ihrem Herzen vertrieben. Ihr, die ihr bei
Mir gewesen seid, werdet auch in der Ewigkeit beim Vater sein.
Mein Friede sei mit euch!

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