BWL - Band VIII - Unterweisung 209


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VIII - Unterweisung 208 - 241

Unterweisung 209:
1. In dem Maße, in dem die festgesetzte Zeit näher rückt, in der
diese Art, euch meine Unterweisung zu geben, endet, dringt ihr
immer mehr in meine Göttliche Botschaft ein.
2. Ihr wisst, dass die Welt, während Ich euch mein Wort gebracht
habe, dahingelebt hat, ohne Mich zu fühlen oder zu vernehmen.
3. Es sind nur wenige, die von meinem Kommen erfahren
haben. Der Rest der Menschheit lebt in der Erwartung, dass, wenn
Ich ─ wie versprochen ─ zurückkomme, Ich dies leiblich tue, das
heißt, dass Ich erneut Mensch werde.
4. Nur ihr wisst, dass ihr euch bereits in der Dritten Zeit
befindet, in der Ich durch die als Stimmträger meines Wortes
Erwählten zu euch spreche.
5. Die menschliche Wissenschaft gibt euch Beweise ihrer
Entfaltung. Erkennt, dass auch dies seelische Entwicklung offenbart.
Der Mensch hat in jedem Zeitalter seine Spur des Fortschritts
hinterlassen, den die, die später kommen, sich nach und nach zu
eigen machen.
6. Die Wissenschaft ist Licht meiner Weisheit, die den
Menschen ihre Geheimnisse offenbart. Der Wissenschaftler, der eine
hochstehende Seele besitzt, wird Mich nicht mittels Riten suchen,
denn seine Gabe der Wissenschaft wird ihn ständig dem Vater
näherbringen, der die göttliche Wissenschaft ist. Dieser Mensch
wird niemals mit seinem Werke prahlen, weil er, je mehr er
entdeckt, desto kleiner sich fühlt. Auch wird er mein Dasein nicht
leugnen können, denn auf Schritt und Tritt wird er in der Natur die
Spur des Schöpfers erblicken.
7. Jünger, auch in euch habe Ich Gaben gelegt, die ihr entfalten
sollt, damit ihr diejenigen sein könnt, die mit schlichten Worten, die
jedoch voller Wahrheit sind, diese Lehre in den Herzen eurer
Mitmenschen verankert.
8. Der Samen der Vergeistigung, den Ich immer in die Welt
gesät habe, werde Ich auch in dieser Zeit noch einmal hinterlassen.
Dieser Samen enthält das Geheimnis für ein besseres Leben.
9. Wenn die Menschen sich heute untereinander bekämpfen,
wenn sie in Glaubenslehren, in Klassen und in Rassen aufgeteilt
sind, wenn die Menschen einander nicht lieben, noch verstehen,
noch Barmherzigkeit haben, so deshalb, weil in ihren Herzen nicht
mein Liebessamen keimt. Doch in dieser Zeit, in der Ich wie ein Tau
der Gnade auf die Felder herabsinke, wird meine Saat, im Herzen
eines jeden menschlichen Geschöpfes behütet, aufkeimen und
Frucht bringen.
10. So, wie Ich euch in der Zweiten Zeit mein Kommen
ankündigte, so kündige Ich euch heute den Krieg der Glaubensbekenntnisse,
der Weltanschauungen und Religionen an, als Vorankündigung
der Errichtung meines Reiches der Vergeistigung unter
den Menschen.
11. Mein Wort wird wie ein feuriges Schwert den Fanatismus
zerstören, der die Menschen jahrhundertelang eingehüllt hat. Es
wird den Schleier ihrer Unwissenheit zerreißen und den hellen,
leuchtenden Weg zeigen, der zu Mir führt.
12. Wenn die Menschheit einmal dank ihrer Erneuerung für das
Geistige empfänglich ist, wird sie sowohl geistig, als auch irdisch
nicht mehr die Strenge der Gesetze, noch die Justiz der Erde
benötigen, um sich wohlzuverhalten, denn dann wird jeder Mensch
sein eigener Richter sein können.
13. Meine Lehre führt weder Dogmen noch Riten ein, sie
inspiriert nur das Gute. Meine Geistlehre unterwirft niemanden
bestimmten Kultformen; sie ist eine ständige Einladung auf den Weg
der Wahrheit.
14. Ihr kommt in den Schatten des mächtigen Baumes, wo ─
wie ihr wisst ─ Jener ist, der euch das Brot des Ewigen Lebens
anbietet, jene Nahrung, die euch Kraft gibt, um die Lebensreise zu
bestehen.
15. "Das Wort" ist zu euch gekommen, um ein neues Zeitalter
zu eröffnen.
16. Immerzu habe Ich euch geistige Botschaften gesandt, die
euch zur Aufwärtsentwicklung auffordern. Denn die Körpermaterie
kettet die Seele wie ein schweres Kettenglied an die Erde.
17. Im Verlaufe eurer Entwicklung habt ihr schließlich
begriffen, dass euer Schicksal nicht von der Materie, sondern von
meinem Willen abhängt.
18. Nicht immer ist der Mensch mit meinen Absichten einverstanden,
und er zeigt mir seine Ablehnung und seinen Ungehorsam.
Schon viele Male hat er Mich ungerecht genannt und hat versucht,
sich in meine hohen Ratschlüsse einzumischen. Andere zweifeln an
meiner Macht, wenn sie von Mir nicht das bekommen, was sie
begehren, und hernach, wenn sie es doch erlangt haben, schreiben
sie es nur ihrer Anstrengung zu. Daher halten sie sich schließlich für
Götter und Könige und vergessen Jenen, der eine Geistseele in den
Menschen legte und ihn mit einer wunderbaren Natur umgab.
19. Könnte der Mensch mit all seiner Wissenschaft etwas von
dem erschaffen, was Ich geschaffen habe? Nein, Volk.
20. Die menschliche Wissenschaft hat ihre Grenzen, doch Gott,
der Schöpfer hat diese nicht. Die Wissenschaft ist Licht, aber in den
Händen vieler Menschen wird sie zu Finsternis. Im Universum
dagegen zeugt alles von Mir. Alle Naturreiche stimmen ihr Lied an
auf das Leben und die Liebe. Doch ungeachtet dessen, dass Ich euch
durch alles Geschaffene sage: "Hier bin Ich", sucht ihr mein Abbild
in unvollkommenen, von Menschenhand gemachten Werken.
Danach verneigt ihr euch vor ihnen und betet sie an, womit ihr eure
Seele an jeder Erhebung hindert.
21. Ich schenke euch Liebe, denn Ich finde keinen Menschen,
dessen Herz sich ein wenig öffnet, um fremdes Leid zu seinem
eigenen zu machen. Jene, denen Ich Reichtum und Macht anvertraue,
um ihren Nächsten zu dienen, verweigern jedes Mitgefühl,
und selbst die, die von sich behaupten, dass sie Mich auf Erden
vertreten, umgeben von Luxus und wie Könige gekleidet,
verschließen ihre Ohren und ihr Herz vor den Klagen dessen, der
nach Liebe und Barmherzigkeit verlangt.
22. Dies sind nicht meine Wege. Der schmale Weg, den Ich
vorgezeichnet habe, ist der des Guten. Daher sage Ich euch noch
einmal: Mein Wort ist mein Weg, denn es spricht zu euch immer von
Rechtschaffenheit, Moral und Liebe.
23. Ich mache euer Herz empfindsam, um ihm meine
Unterweisungen einzuprägen, und ihr euch wirklich vom Brot des
ewigen Lebens genährt fühlt.
24. Ich liebe alle gleichermaßen. Dennoch werden nicht alle
Mich in dieser Ära vernehmen. Wie in der Ersten und Zweiten Zeit
habe Ich einen Ort auf der Erde ausgesucht, um dort jene zu
versammeln, die Mich hören sollen.
25. In jeder Religionsgemeinschaft übernehmen Menschen die
Führung derselben, die sich meine Boten, meine Erwählten, meine
Bevorzugten nennen. Doch Ich sehe nicht einen Gerechten, durch
den die Menschheit gerettet werden könnte. Es gibt keinen Mund,
der so sprechen könnte, wie Ich in Jesus seinerzeit zu euch
gesprochen habe.
26. Die Menschen werden inmitten eines Wirbelsturm hin- und
hergerissen, und in ihrem Chaos leiden und stöhnen sie angesichts
des drohenden Krieges.
27. Jene Völker hätten sich, während Ich zurückkehrte, von
meinem Worte der Zweiten Zeit geistig nähren können, aber jenes
Brot wurde verborgen oder verfälscht. Und so seht ihr die einen
Menschen sich frei bewegen, andere gleichgültig, die meisten
fanatisch und hartherzig.
28. Wann wird der wohlhabende Reiche bereit sein, seine
Reichtümer unter die Armen zu verteilen?
29. Wann wird der prächtig Gekleidete bereit sein, seine
Gewänder abzulegen, um den Nackten zu bedecken? Die Menschheit
hungert nach Vorbildern und braucht Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.
30. Die Menschen haben vergessen, dass Ich auf mein Reich
verzichtet habe, um unter euch zu leben und euch alles zu geben,
was in Mir ist. Wo sind meine Stellvertreter, die Mich wirklich zum
Vorbild nehmen?
31. Euch sage Ich: Ich habe euch gerufen, um euch erneut zu
Erben zu machen, und gebe euch die Vollmacht, die Kranken mit
dem Balsam meiner Liebe zu heilen, welches mein eigenes Blut ist.
32. Erkennt euch selbst, damit ihr begreift, dass Ich euch auch
ohne Verdienst meiner Gnade würdig gemacht habe und blickt auf
jene Menschenwesen, die wie verirrte Schafe ihre Klage erheben.
Seht, wie die Männer mit leeren Händen nach Hause kommen, hört
die Stimme des Schmerzes und der Verzweiflung.
33. Schaut eure Hände an, in ihnen werdet ihr Macht und Trost
finden, um diese Leiden zu lindern. Warum zweifelt ihr an dieser
Gnade? Lasst in euren Herzen das Licht des Glaubens brennen, bis
es zu einer Fackel wird. Verschließt nicht eure Herzen, denn dann
werdet auch ihr zu reichen Geizhälsen werden. Erkennt, dass ihr
Mich bezeugen und von Mir sprechen müsst. Doch wenn ihr es nicht
tun solltet, werden die Steine von Mir Zeugnis ablegen.
34. Ich bin Macht und Gerechtigkeit, aber wartet nicht ab, bis
Ich euch diese Lektionen mittels des Schmerzes oder der entfesselten
Naturgewalten gebe. Hofft darauf, dass euch meine Göttliche
Ausstrahlung umgibt, und meine Liebe euch immerdar segnet.
35. Mein Göttlicher Geist kommt zu euch, um eure Leiden zu
lindern. Denn ihr seid auf eurem Wege sehr geprüft worden. Der
Meister der Demut kommt herab, um euch seine Lehre und seinen
Trost zu bringen.
36. Zuweilen ziehe Ich euch wegen eures Mangels an Erfüllung
meines Gesetzes zur Rechenschaft. Denn Ich habe es euch schon vor
langer Zeit gegeben und euch mit ihm den vollkommenen Weg
vorgezeichnet.
37. Es ist nicht mehr zeitgemäß, dass ihr meine Lehre in eurem
Herzen verbergt. Lernt, Mich zu schauen und zu fühlen, damit ihr
nicht Irrtümern anheimfallt.
38. Ich habe euch zu Eigentümern unendlicher Herrlichkeiten
gemacht; aber ihr versteht es nicht, eure Mitmenschen an ihnen
teilhaben zu lassen.
39. Es ist notwendig gewesen, die Lektion, die Ich euch seit
1866 gebe, oftmals zu wiederholen, damit diese sich euch einprägt.
Durch sie wisst ihr, dass Ich euch niemals zum Rückschritt
veranlasse. Ich stehe euch liebevoll bei, um euch auf den rechten
Weg zu bringen. Ich habe zu euch in eurer Sprache mit größter
Einfachheit gesprochen, um Mich verständlich zu machen, und
damit ihr mein Wort erfassen könnt.
40. Ich sehe, dass ihr auf halbem Wege stehengeblieben seid,
und dass eure Aufwärtsentwicklung dürftig ist. Doch wendet euch
um und blickt auf die Welt, die Tränen vergießt, auf den
Ungläubigen, der über mein Wort spottet. Seht auch den nach Liebe
und Licht Dürstenden. Ihr jedoch, Jünger, könnt nicht behaupten,
dass ihr unwissend seid, noch krank, noch bedürftig oder schwach.
Denn es würde bedeuten, alles zu verleugnen, was Ich euch gegeben
habe. Daher müsst ihr euch an jenes meiner Worte erinnern: "O ihr
kleingläubigen Menschen!"
41. Es sind nur wenige Herzen, die sich aufzuschwingen
vermochten, und die mein Wort dort vernehmen, wo es ist. Und
viele sind derer, die ─ statt ihre Seele zu Mir zu erheben ─ nur
herbeikommen, um Mir ihr irdisches Leben mit seinem Elend und
seiner Not vor Augen zu führen. Das ist der Grund für eure
Schwachheit und den Mangel an Einigkeit unter dem Volk. Wann
werdet ihr euch selbst vergessen und Mich für die Welt bitten?
42. Die Mütter weinen, weil ihr Rat von den Kindern nicht
befolgt wird. Die trostlose Stadt zeigt Mir die Öde ihres Daseins.
Die Ehefrau zeigt Mir ihr vom Lebensgefährten unverstandenes
Herz. Doch ihr alle vergesst, dass dies der Weg ist, der ins
Verheißene Land führt: der des Opfers. "In meiner hohlen Hand liegt
das Schicksal eines jeden von euch."
43. Seid ergeben, und wenn ihr sehr leidet, bin Ich bei euch.
44. Macht euren Schmerz nicht noch größer, indem ihr nach
euren Maßstäben das beurteilt, was nur Ich beurteilen kann.
45. Denkt daran, dass Ich euch liebe. Ich bin nicht gleichgültig
gegenüber euren Leiden und verstehe euch wirklich. Seht, ihr seid
Mir so nahe, und doch begeht ihr noch so viele Verfehlungen. Doch
Ich vergebe euch.
46. Manche zweifeln angesichts der Last ihrer Prüfungen an
meiner Gegenwart, entfernen sich vom rechten Weg und wenden
sich jenem zu, den sie hinter sich ließen ─ in der Hoffnung, das
wiederzufinden, was sie verloren zu haben glauben. Aber sie kehren
ihre Blicke erneut meinem Werke zu, wenn sie ihre Hände leer
sehen und ihren Geist ohnmächtig gegenüber den großen,
weltweiten Leiden, den Seuchen und dem Tode, die an die Türen der
Nationen klopfen und auch euch bedrohen. Denn die Vorahnung
eines neuen Krieges beunruhigt sie.
47. Seid nicht wie jene Ungläubigen, die von Mir Beweise
verlangen, um an mein Dasein zu glauben, die zu Mir sagen:
"Mache, dass der Krieg augenblicklich endet, überhäufe alle Tische
mit Brot, dann werde ich an Dich glauben."
48. Ich sage euch ein weiteres Mal, dass euch nur noch drei
Jahre bleiben, bis diese Kundgabe an euch endet, und dass ihr diese
kurze Zeit nutzen müsst, damit ihr die Welt mit ihren Kirchen und
Sekten auf den Weg des Lichtes und der Vergeistigung einladen
könnt, wo alle mit Mir von Geist zu Geist in Verbindung treten
können.
49. Dies wird geschehen, wenn der Fanatismus und die Abgötterei
aus dem Herzen der Völker ausgerottet sein werden.
50. Ihr werdet dann wie Seefahrer in einem tobenden Meer sein,
die auf ihr Rettungsboot vertrauen.
51. Ich werde auch an all jene den Ruf ergehen lassen, die zu
den Stämmen Israels gehören und weit verstreut sind, damit auch sie
ihre Mission erfüllen. Dann wird die Menschheit meine Stimme
hören und das strahlende Licht der Morgenröte schauen, das alle
Bewohner der Erde erhellt.
52. Gewöhnt euch nicht an mein Wort, und wenn ihr es hört, so
achtet nicht darauf, durch welchen Stimmträger Ich es euch
übermittle. Dringt in es ein und erfasst seinen Sinngehalt, damit euer
Erkenntnisgewinn vollkommen ist.
53. Der Sinngehalt ist der Ausdruck des Göttlichen.
54. Was ihr nun hört und seht, ist nicht die gewohnte Liturgie,
noch ein Ritus, der eure Sinne beeindruckt. Denn die Feierlichkeit
dieser Kundgebung ist im Innern eurer Seele.
55. In diesen Augenblicken befindet ihr euch nicht innerhalb der
vier Wände dieses Versammlungsortes. Vielmehr habe Ich eure
seelische Erhebung abgewartet, damit ihr in dem wahren innerlichen
Gottesdienst die Zwiesprache mit meiner Göttlichkeit erlangt. Ich
habe euch den Bau dieser Versammlungsorte erlaubt, damit ihr in
ihnen Andacht, Stille und Sammlung eurer Gedanken findet,
wodurch ihr meinen göttlichen Strahl anzieht. Doch diese vier
Wände sind nicht mein Tempel. Diese Versammlungsstätten sind
Orte, die für eure Zusammenkünfte bestimmt sind. Denn der wahre
Tempel, mein Heiligtum, ist in eurem Herzen.
56. Ihr fragt Mich, ob diese Versammlungsorte nach 1950
verschwinden werden, und Ich antworte euch: Nein, ihr wisst nicht,
wie lange Ich euch diese Orte gewähre. Denn solange im Volke
nicht die Kenntnis meines Werkes, die Erhebung und die
Beharrlichkeit in meinem Gesetze vorhanden sind, könnt ihr nicht
auf sie verzichten. Nach meinem Abschied werdet ihr euch
an dem der Ruhe geweihten Tag versammeln ─ nicht als eine
Tradition oder zum Gedenken, sondern um euch an mein Wort
und das der Geistigen Welt zu erinnern und es auszulegen.
Damit ihr euch gegenseitig wahrhaftige Zeugnisse meiner
Wundertaten auf euren Wegen gebt; damit ihr in der Liebe zu
Mir vereint bleibt und Mir eine wohlgefällige Verehrung darbringt
und eure Herzen nicht erkalten noch überdrüssig, fanatisch
oder materialistisch werden.
57. Ihr wisst nicht, wie lange Ich euch noch diese Versammlungsorte
überlasse. Denn nach 1950 werden weiterhin neue
gegründet werden ─ nicht, damit in ihnen mein Wort durch den
Stimmträger ertönt, noch damit sich die Geistige Welt einstellt ─
denn diese Zeiten werden dann vorbei sein ─ sondern damit in ihnen
mein Wort und meine Lehre rein und unverfälscht vermittelt wird,
so, wie Ich sie euch gegeben habe. In dieser Atmosphäre des
Friedens wird meine Gegenwart sein, die der Maria, die Gegenwart
Elias' und der Geistigen Welt. Dort wird der Kranke gesund werden,
wird der Blinde seine Augen dem Lichte öffnen, der Weltliche
Achtung kennenlernen, der Sünder bereuen, und alle werden das
empfangen, was sie benötigen, damit sich das kristallklare Wasser,
die gute Frucht und die gute Saat ausbreitet.
58. Ihr wisst nicht, ob ihr in der gegenwärtigen Inkarnation den
wahren Tempel meiner Göttlichkeit kennenlernen werdet. Aber ihr
habt die Aufgabe, den Weg zu bereiten. Wenn ihr das Ziel nicht
erreicht, so hinterlasst wenigstens den Weg für eure Kinder vorbereitet,
oder so, dass deren Kinder den Tempel meiner Göttlichkeit
betreten können. Dann werdet ihr begreifen, dass meine Gegenwart
nicht nur in diesen Versammlungsorten vorhanden ist, dass eure
Seele nicht nur in ihnen anbeten soll. Ihr werdet erkennen, dass der
Tempel der Göttlichkeit das Universum ist, euer Herz der Altar, euer
Glaube der Leuchter und die Opfergabe.
Auch die Schöpfung ist ein Tempel, selbst der Staub, auf den
eure Füße treten. Die Berge sind Altäre, die sich zu Mir erheben.
Die Täler mit ihren Matten und ihren Blumen bringen Mir ihr Opfer
dar. Das Königsgestirn, alle Sterne und Planeten sind Welten, die
Mir ihren Liebestribut entrichten, und überall, wohin ihr geht oder
blickt, ist mein Göttlicher Geist als Vater. Erkennt also, dass ihr
ewig innerhalb des Tempels lebt.
59. Jeder trägt in seinem Inneren einen Tempel, und auch euer
Heim ist ein Heiligtum, denn in ihm wohnt die menschliche
Familie, die der geistigen Familie gleicht. Dort im Schoße der
Familie ist mein bester Tempel.
60. Doch heute sehe Ich, dass das wahre Licht von den
Menschen nicht verstanden wird, die fern des Weges gehen. Ich
sehe, dass der einzige Ort, an dem sie sich zu Mir erheben, die
materielle Kirche ist.
61. Ich sehe das Chaos in der Menschheit, die Missachtung der
menschlichen und göttlichen Gesetze. Meine Lehre wurde in dieser
Zeit verborgen und als etwas betrachtet, das der Vergangenheit
angehört. Daher scheitern die Menschen, die Institutionen entzweien
sich und verspotten das Heiligste. So finde Ich die Menschen vor:
sich gegenseitig ablehnend, sich zerstörend, sich tötend, wobei sie
die Seele mit dem Körper verwechseln, das Göttliche mit dem
Menschlichen und das Licht mit der Finsternis.
62. In dieser Zeit der Verwirrungen und Übeltaten habe Ich eine
verkannte und geringgeschätzte Nation erwählt: die mexikanische
Nation, um den Ruf an sie und die Erwählten ergehen zu lassen, die
in anderen Nationen leben, um sie um Mich zu versammeln, sie mit
dem Meißel meines Wortes zu glätten, ihnen Aufgaben zu übertragen,
und sie dann vorbereitet und voller Liebe als Botschafter
meines Werkes über den ganzen Erdkreis hinweg auszusenden.
63. Dies ist die Verantwortung, die auf den Menschenscharen
ruht, die mein göttliches Wort vernehmen.
64. Ich läutere mein Volk und beseitige seine Unvollkommenheiten.
Aber diese Läuterung wird nicht nur in euren
spirituellen Betätigungen stattfinden, sie wird auch eure Heime
betreffen. Ich bin wie ein Wirbelwind erschienen, und seine Kraft
lässt alle schlechten Früchte herabfallen, sodass im Laubwerk des
geistigen Baumes und des menschlichen Baumes nur die guten
Früchte zurückbleiben. Denn es naht die Zeit der Prüfungen, in der
die Menschen euch ausfragen werden.
65. Mein Werk wird als eine neue Sekte betrachtet werden. Die
Menschen werden euch in eurem Privatleben, zu Hause, bei der
Arbeit, bei allen euren Pflichten ausfragen, und wenn ihr dann nicht
darauf vorbereitet seid, von Mir Zeugnis abzulegen, wenn ihr mein
Wort nicht mit euren Taten bestätigt, werdet ihr wie jene
heuchlerischen Pharisäer sein, die unter ihrem untadeligen Mantel
die Fäulnis ihres Herzens verbargen.
66. Das Urteil eures Herrn wird im letzten Jahr meines
Hierseins erfolgen, vor allem der Tag meines Abschieds wird von
allen empfunden und von jedem Auge ─ dem des Sünders und dem
des Sündlosen ─ geschaut werden. Ich bereite alle vor, damit ihr
wahrhaftige Überbringer meines Wortes seid ─ des Wortes, das euch
in dieser Zeit der Heilige Geist brachte.
67. Bewahrt Ruhe und Seelenfrieden, denn ihr seid in die Zeit
des Kampfes eingetreten, den Ich euch vor langer Zeit ankündigte.
Dieser Kampf wird unter euch selbst stattfinden. In diesem werdet
ihr dieselben Waffen ergreifen. Die, die Mich verstehen und lieben,
werden ihre Waffen für meine Sache ergreifen. Jene, die Mich nicht
verstanden haben, werden sie in den Dienst ihrer eigenen Sache
stellen. Doch am Ende wird die Wahrheit triumphieren.
Vor einiger Zeit sagte Ich euch: Erinnert euch an ein Gleichnis
der Zweiten Zeit: "Lasst den Weizen und das Unkraut zusammen
wachsen und mäht erst, wenn beide reif sind, um den Weizen
aussondern zu können und dann das Unkraut ins Feuer zu werfen."
Ich, der Gute Landmann, habe in euren Herzen den Weizen meines
Wortes zusammen mit dem Unkraut der Sünde wachsen lassen.
Doch nun ist die Zeit gekommen, mit der Sichel meiner
Gerechtigkeit zu mähen, damit im Herzen meiner Arbeiter und im
Schoße ihrer Heime allein der Same der Wahrheit und der Liebe
übrigbleibt.
68. Ihr geht meiner Unterweisung nicht auf den Grund, und
daher treffen euch die Prüfungen überraschend. Das ist der Grund
dafür, dass ihr euch entzweit und euch nicht versteht; denn als sich
mein Wort bestätigte, wart ihr nicht vorbereitet.
Noch immer bereite Ich euch vor, damit ihr gefasst seid und
Frieden habt und zulasst, dass der Wirbelwind alle schlechten
Früchte abreißt. Denn alles, was nicht Leben, Früchte oder Schatten
spendet, wird vergehen. Unter der Gewalt des Sturmwindes werden viele Bäume fallen, viele Arbeiter werden Mir den Rücken zukehren, viele Gemeindeleiter werden Mir die ihnen anvertraute Aufgabe zurückgeben. Doch
mein Wille wird euch zurechtbringen.
69. Die Zeit wird kommen, in der all jene, die Mir den Rücken
zugekehrt haben, erwachen und reuig zurückkehren und Mir sagen:
"Meister, wie rein ist Dein Werk."
70. Das, was heute im Schoße dieses Volkes geschieht,
geschieht in allen Nationen der Welt. Ich bin bei allen mit meinem
Schwerte der Gerechtigkeit erschienen, nicht nur auf diesem
Erdkreis, sondern auch in der Geistigen Welt und an jedem Ort, an
dem eine unvollkommene Seele wohnt, um sie zu erleuchten, zu
läutern und zu vervollkommnen. Derselbe, der in diesem Augenblick
zu euch spricht, sprach zu euch in der Zweiten Zeit. Aus allen
den Menschenscharen, die Mich in Galiläa vernahmen, erwählte Ich
nur zwölf, und durch sie verbreitete Ich meine Lehre auf weiten
Wegen über die Welt.
Damals erschien vielen das Wort Jesu als Fantasie. Auch heute
ist kein Mangel an denen, die das gleiche vom Geist der Wahrheit
denken. Doch eher werden Himmel und Erde vergehen, als dass
mein Wort nicht in Erfüllung geht.
71. Wer könnte euch verfolgen oder als Verbrecher anklagen
oder euch verleumden, wenn ihr meine Lehre befolgt? Doch ihr
werdet nur das lehren, was Ich euch gelehrt habe: Die Liebe, die
innerliche Anbetung, die Kenntnis des wahren Tempels meiner
Göttlichkeit.
Mein Friede sei mit euch!

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