BWL - Band VII - Unterweisung 205


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VII - Unterweisung 175 - 207
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Unterweisung 205:
1. Nehmt die Essenz meines Lehrwortes in euch auf, lasst eure
Seele stille werden, bringt den Verstand und das Herz zur Ruhe.
2. Nähert euch Mir auf solche Weise, dass ihr euch in den
Frieden eures Meisters versunken fühlt.
3. So wie ihr herbeigekommen seid, so werdet ihr eure
Geschwister aus fernen Ländern herbeikommen sehen, weil sie alle
nach dem Lichte dieser Botschaft verlangen.
4. Allen werde Ich die ersten Lektionen geben, die sie vorbereiten,
um später die Unterweisungen für die Seele zu verstehen.
5. Denkt über das Wort nach, seht euch jeden Satz genau an und
sucht immer nach dem Sinngehalt, der Essenz meiner Lehre.
Begreift, dass ihr, die Menschen, sich an meine Gesetze halten
müssen, und sich nicht mein Gesetz euren Vorstellungen und eurem
Gutdünken anpassen muss.
6. Wenn Ich euch gewähren ließe, dass ihr meine Lehre nach
eurem Willen und nicht nach dem meinen auf euer Leben anwendet
─ wahrlich, Ich sage euch, ihr würdet niemals aus eurem geistigen
Stillstand herausfinden und eurer Seele niemals ihre Entwicklung,
ihre Entfaltung und Vervollkommnung erlauben.
7. Da seht ihr die in ihren Religionen träge gewordenen
Menschen, die keinen Schritt mehr hin zum Lichte machen, weil sie
sich nicht dem unterworfen haben, was das göttliche Gesetz befiehlt,
sondern das Gesetz ihrem Willen zu unterwerfen versucht haben,
indem sie es mit Mythen und Irrlehren anfüllten.
8. Es ist notwendig gewesen, dass viele Menschen dieser Zeit
sich von jeder Religion freimachten, um Mich mit dem Geiste z
suchen und all jene Eigenschaften, Gaben und Fähigkeiten entfalten
zu können, die sie im Innersten ihres Wesens fühlen.
9. Diese sind es, die die Botschaften aufzunehmen vermochten,
die zu ihnen vom ewigen Leben sprechen.
10. Euch musste Ich von den verschiedenen Nebenwegen
abbringen, auf denen ihr ginget, um euch auf diesen Weg zu bringen,
auf dem meine Offenbarungen erstrahlen und meine Botschaften
widerhallen. Denn Ich will, dass ihr zu denen gehört, die das Leben
von einer größeren Höhe seelischer Erhebung aus betrachten.
11. Was ist der Körper ohne Seele? ─ Ein Verband unbeseelter
Zellen. Die Seele ist das Leben des Körpers, aber das eine wie das
andere geht aus Gott hervor.
12. Habt ihr einmal daran gedacht, dass ─ da alles aus Gott
hervorgeht ─ Er in euch ist? Doch weshalb ist Er in euch und wozu?
Etwa, um dort zu verharren, ohne sich zu offenbaren? Dann wäre Er
nicht Gott, denn Er erscheint, spricht, erleuchtet, macht sich fühlbar
und offenbart sich überall. Seid also nicht der Auffassung, dass Gott
in euch ist, um verborgen zu bleiben, ohne euch seine Botschaft zu
geben. Denkt nicht, dass Er ohne Ideen in euch sein kann. Wisset,
dass Gott sich durch euch voll offenbaren will.
13. Würdet ihr Mir antworten können, wenn Ich euch fragen
würde, warum Gott in euch ist? Warum Er, obwohl Er alles ist, in
dem ist, was ihr Seele nennt, in jenem Teil eures Wesens? Warum Er
will, dass ihr ein williges Werkzeug seiner Offenbarung sein sollt?
Noch könnt ihr Mir nicht antworten, Jünger, weil euch niemand zur
inneren Betrachtung angeleitet hat. Deshalb wisst ihr nicht,
inwiefern ihr den Vater offenbart, und warum ihr Ihn durch eure
Werke zum Ausdruck bringt. Aber wenn ihr euch mit Liebe dem
Studium und der Ausübung meiner Lehre widmet, so zweifelt nicht,
dass ihr bald diese und andere, noch tiefer-gehende Fragen
beantworten könnt. Und wenn ihr einmal das Licht dieses Wissens
erlangt habt, werdet ihr in Wahrheit wissen, warum und wozu der
Vater in jedem seiner Kinder wohnt.
14. Manche sagen, dass es Gott nicht gibt, und andere, die zwar
bekennen, dass sie an sein Dasein glauben, interessieren sich nicht
dafür. Doch in Unkenntnis darüber, dass sie Ihn in sich tragen,
wissen die einen wie die anderen nicht, dass sie ohne Ihn nicht leben
können.
15. Wenn ihr einmal alle von dieser Wahrheit Kenntnis habt und
aufrichtig glaubt, dass ihr geistige Kinder jener göttlichen Essenz
seid, werdet ihr euch oftmals fragen, bis zu welchem Grad ihr Gott,
der in eurer Seele gegenwärtig ist, durch euch habt sich offenbaren
lassen.
16. Die Zeiten werden vergehen, ihr werdet einen langen Weg
zurücklegen, und eines Tages werdet ihr innehalten, um verwundert
die Werke zu betrachten, die der Herr durch eure Vermittlung tat.
Dann werdet ihr euch an Jesus, den Meister, erinnern, der an sich
den Willen seines Vaters geschehen ließ.
17. Wann werdet ihr begreifen, dass Gott, der euch das Leben
gab, es dazu verwenden will, sich zu offenbaren? Bedenkt, wie
manchmal eine einzige dieser Botschaften hier genügt, um euch viel
weiter sehen und erkennen zu lassen als bis dahin, wohin ihr gelangt
seid. Und dieses Verstehen wird euch befähigen, Wunder zu
vollbringen. Denn ihr werdet euch selbst erkennen, und deshalb
werdet ihr euer geistiges Erbe anzuwenden verstehen.
18. O geliebte Jünger, ihr müsst lernen, Liebe zu geben, Gutes
zu tun und mit der Seele zu schenken. Ich sage euch, dass der,
welcher der Welt die Macht seiner Seele offenbart und aus jener
Wissensquelle schöpft, um es den anderen anzubieten, den Willen
des Vaters vollziehen wird.
19. Ihr müsst alle Fähigkeiten und Kräfte kennen, die ihr in
euch habt, damit sich die Essenz eures Wesens zu offenbaren
beginnt. Ihr werdet dann erleben, wie leicht es ist, die Probleme des
Lebens zu lösen, wie ruhig und sanft das Ringen um den Aufstieg
ist.
20. Das Elend, der Schmerz und die Krankheit werden durch
die Macht des Geistes schwinden, der sie durch das Gebet vertreiben
wird.
21. Macht euch bereit, Mich zu empfangen, habt oft Augenblicke
seelischer Vorbereitung, in denen ihr bereit seid, mit eurem
Herrn Zwiesprache zu halten.
22. Wenn ihr glauben würdet, dass ihr Gott wirklich in eurem
Wesen tragt ─ könnten euch dann Krankheiten befallen oder
Versuchungen zu Fall bringen? Wie könnte euch die schwache Kraft
des Körpers beherrschen?
23. Ich mache euch frei und stark, damit ihr die Welt und das
Fleisch besiegt. Denn Ich führe euch und bringe euch näher zur
vollkommenen Zwiesprache mit dem Vater.
24. Glaubt nicht, dass ihr bereits mit derjenigen, die ihr mittels
dieser Verstandesorgane habt, die vollkommene Zwiesprache habt.
Und es ist auch nicht die einfache Intuition, die manchmal euren
Verstand erleuchtet. Die höchst-stehende Zwiesprache, die eindringlichste,
die ihr erreicht, wird niemals mittels eures Leibes
geschehen.
25. Der Körper, Jünger, ist nur ein Gehäuse. Aber in seinem
Inneren gibt es ein "Riechfläschchen", dessen Parfüm oder Essenz
die Seele ist. Meint ihr nicht, dass es falsch ist, dass jenes Parfüm
verschlossen ist, obwohl sein Duft eine ganze Wohnung wohlriechend
machen könnte? Die "Wohnung" könnte heute euer Heim
sein, morgen wird sie die Welt sein, später der endlose Raum.
26. Volk: Öffnet euren inneren Tempel, damit ihr in ihm die
Essenz empfangt, die dies Wort enthält. Wenn ihr im Äußeren bleibt,
wenn ihr euch nicht bemüht, in euer Heiligtum einzutreten, werdet
ihr Mich später nicht mehr hören wollen und wegbleiben und auf
euren Schultern weiterhin die Last tragen, die ihr bei eurem
Kommen trugt ─ eine Last der Mühsale, der Krankheiten, der
Enttäuschungen.
27. Lernt von denen, die sich schon vorbereiten, um Mich zu
vernehmen, indem sie vor allem den inneren Tempel betreten, der in
der Seele existiert. Sie stärken sich und heilen mit meiner
Liebesbotschaft.
28. Euch fehlt der Glaube, um euer Angesicht emporzurichten
und hoffnungsvoll zu lächeln und der Zukunft ohne Befürchtungen,
ohne Misstrauen ins Gesicht zu blicken, denn in der Zukunft bin Ich.
29. Wie oft seid ihr krank, nur weil ihr dies denkt; denn auf
Schritt und Tritt meint ihr, dass euch das Verhängnis verfolgt und
der Schmerz auflauert. Dann zieht ihr durch euer Denken dunkle
Kräfte an, mit denen ihr euer materielles Leben und euren geistigen
Aufstiegsweg überschattet.
Doch Ich bin hier bei euch, um aufs Neue den Glauben an das
Leben, an die Wahrheit, an das Ewige, an den vollkommenen
Frieden zu entzünden, und auch um euch zu lehren, das Licht
anzuziehen.
30. Jünger, der göttliche Plan ist gewesen, ist noch immer und
wird sein, euch vollkommen zu machen. Doch wenn Gott euch für
eure Heranbildung die Vorstellung der Vollkommenheit gewährte ─
weshalb dann das Licht dieser Wahrheit verdunkeln, die der Vater in
euer Wesen hineinlegte, so wie in alles, was Er entwarf? Wisset,
dass der Mensch dem Universum gleicht, und das Universum dem
Menschen. Das Universum ist die große Heimstatt der Kinder des
Herrn. Doch in ihr gibt es viele Lebensräume, durch die ihr für eure
Vervollkommnung gehen müsst, und die Seele des Menschen ist das
Heiligtum, in dem euer Herr wohnen soll.
31. Wenn ihr mein Wort versteht, werdet ihr bald sagen: "Vater,
öffne schon heute die Tore meines inneren Tempels, damit deine
Essenz, welche Leben und Gesundheit, Weisheit und Kraft ist, in
mich eindringt."
32. Ich sage euch: Wenn ihr so zu Mir sprecht, wird es
geschehen, weil die Seele ihre Aufgabe angenommen hat. Dann
werdet ihr Mich sich durch euch offenbaren sehen, auch durch euren
Körper, das unbedeutende Ding, das dennoch in seiner
Ausgestaltung Größe besitzt.
33. Heute bewohnt ihr diese Welt, morgen werdet ihr eine
andere jenseits der Erde bewohnen, und von jeder Welt werdet ihr
das für eure Vervollkommnung Notwendige verwenden.
34. Überall werdet ihr euren Geschwistern begegnen, denn das
Universum ist voller Geschöpfe, und alle sind Kinder Gottes.
35. Sonnen, Sterne, Welten, Naturreiche, Wesen jeder Art,
Atome, Kräfte, alles, vom höchsten Engel bis zum unbekannten
Kriechtier, sie alle sind Kinder des Absoluten Wesens, alles stammt
von Ihm. Ihr wisst, dass es keinen Reichtum gibt, der keinen
Besitzer hat, und der Eigentümer dieses universellen Reichtums ist
Gott.
36. Nun frage Ich euch, Jünger: Ist es möglich, dass ihr krank
seid? Ist es möglich, dass ihr betrübt seid, obwohl diese Unterweisung
dazu da ist, euch frei und glücklich zu machen?
37. Für die Offenbarung, die Ich euch gebracht habe, ist geistige
Aufklärung nötig, die nur Ich, der Meister der Seele, euch gebe.
38. Wenn ihr euch immer mehr als Körper denn als Seele
gefühlt habt, so lehre Ich euch nun, mehr Seele als Körper zu sein
und sich zu fühlen. Dies ist Erlösung, Rettung und Friede.
39. Manchmal fragt ihr euch, warum ihr in dieser Zeit mehr
leidet als die Menschen vergangener Zeiten, und warum ihr kommen
musstet, um eine geistige Mission zu erfüllen, die ihr früher nicht
hattet. Doch Ich sage euch: Diese Aufgabe, geistig auf den Wegen
des Guten und des Lichtes zu wandeln, um auf den Gipfel des
göttlichen Berges zu gelangen, ist immer in eurer Seele gewesen.
Und andererseits haben sich in der gegenwärtigen Existenz alte
Schulden angesammelt ─ nicht zum Abschluss gebrachte Werke und
nicht zu Ende geführte Missionen.
40. Wer den Sinn eines neuen Lebens nicht zu begreifen
vermag, wird gegen meine Gerechtigkeit aufbegehren und seine
Sühnepflicht als Strafe auffassen. Wer dagegen in einem neuen
Dasein die Gelegenheit erkennt, Schulden zu bezahlen und Flecken
abzuwaschen, der wird den Namen des Herrn segnen.
41. Noch seid ihr kleine Kinder, und als kleine Kinder sollt ihr
aufrichtig sein. Schämt euch nicht, Mich in euren Gebeten um
Kleinigkeiten zu bitten. Das Wesentliche ist, dass ihr betet, dass Ich
euch inspiriere und erziehe.
42. Betet, verwendet meine Ausdrucksweisen, stärkt und heilt
durch den Glauben und die Kraft, die diese verbreiten.
43. Morgen, wenn euer Gebet nicht mehr dazu bestimmt ist,
eure Krankheiten zu heilen, sondern euch an der Zwiesprache mit
dem Vater zu erquicken, wird eure Seele durch Regionen schweifen,
die dem Verstande nicht bekannt sind. Zu einigen werdet ihr euer
Licht bringen, von anderen werdet ihr Botschaften mitbringen, von
wieder anderen werdet ihr Ermutigung und Beglückungen für die
Seele empfangen.
44. Gott, der in euch ist, wird seine Botschaften durch euren
Mund kundtun, wenn eure Seele und euer Körper sie zu übertragen
verstehen.
45. "Wie ist es möglich, dass Gott durch den Menschen spricht",
könnt ihr euch fragen. Doch Ich sage euch: Seinerzeit wurde "das
Wort" Mensch, um das Wort Gottes auszusprechen. "Das Wort",
welches der Ausdruck der Weisheit ist, nahm Fleisch an, und sein
Körper war der Mensch Jesus.
46. Warum solltet ihr, die ihr die Jünger von Jenem seid, in
welchem "das Wort" sprach, dieses nicht mittels der Seele und selbst
des Fleisches offenbaren?
47. Heute seid ihr noch Schüler und seid nicht immer fähig,
meine Lektion zu verstehen. Doch sprecht vorerst zu Gott mit eurem
Herzen, mit euren Gedanken, und Er wird euch im Innersten eures
Wesens antworten. Seine Botschaft, die in eurer Seele sprechen
wird, wird eine klare, weise, liebevolle Stimme sein, die ihr nach
und nach entdecken werdet, und an die ihr euch später gewöhnen
werdet.
48. Es ist notwendig, dass ihr am Anfang über die Botschaften
nachdenkt, die ihr auf euer Gebet hin empfangt, damit ihr wirklich
diejenigen erkennt, die ihr von eurem Vater erhaltet, und sie niemals
mit jenen Stimmen, Ideen, Gedanken und sogar Offenbarungen
eurer irrenden Seele verwechselt. Nur in der Stille und in der
Meditation werdet ihr den Weg erkennen können, auf dem jede
Botschaft zu euch gelangt.
49. Welcher Mensch könnte sagen, in welche geistigen
Regionen seine Seele eindringt, und bis zu welcher Höhe des
Lichtes sie sich aufzuschwingen vermag? ─ Niemand. Daher irrt
sich oftmals der, der die Wege des Gebetes, der Gemeinschaft mit
Gott, der geistigen Betrachtung nicht kennt. Denn anstatt dem
Lichte entgegen zu gehen, dringt er in dunkle Sphären ein, von
denen er schlechte Inspirationen und falsche Botschaften empfängt.
50. Strengt euch an, versucht, das Wissen zu erlangen, das zum
ewigen Lichte des Geistes führt ─ dorthin, wo euer Ursprung und
euer Ziel ist.
51. Ströme von Gesundheit verbreitet mein Wort. Wenn ihr
euch vorbereitet, um zu empfangen, werdet ihr gesund werden.
Wenn ihr so die Gesundheit zu erlangen vermögt, werdet ihr
beweisen, dass ihr euch durch den Geist geheilt habt.
52. Bittet, betet, wendet euch an Mich. Ich werde euch zudem
einige Fortschritte gewähren. Doch bemüht euch darum, Verdienste
zu erwerben.
53. Lasst euer Leben immer harmonischer werden, indem ihr
mit all euren Geschwistern ─ gegenwärtigen und abwesenden, sichtbaren
und unsichtbaren ─ eine einzige Familie bildet.
54. Dann werdet ihr euch eines nie zuvor erlebten inneren
Friedens erfreuen, der der Befolgung des göttlichen Gebotes
entspringt, einander zu lieben.
55. Geliebte "Arbeiter": Ich sehe euch fleißig die Felder
bestellen, die Erde vorbereiten und den Samen in sie legen, der euch
morgen seine Früchte bringen wird und so eure Mühe vergelten
wird. Wählt den Samen aus und grabt die Erde um, denn ihr beginnt
nun ein Jahr, das das erste der drei letzten Jahre ist, in denen Ich
Mich in dieser Weise unter euch kundgeben werde. Die Zeit, die
noch bleibt, ist kurz, und ihr werdet euch bei eurer Vorbereitung
beeilen müssen. Denn Ich will euch nicht als schwache Kindlein,
sondern als fortgeschrittene Jünger zurücklassen, die schon nahe
daran sind, zu Meistern zu werden.
56. Nach meinem Scheiden werdet ihr die Verantwortlichen für
die Auslegung sein, die ihr meiner Unterweisung durch eure Worte
und eure Werke gebt. Die Menschen werden meine Lehre nach
euren Taten und eurem Leben beurteilen.
57. Meine Inspiration wird euch nicht fehlen. Durch sie werdet
ihr den Augenblick erkennen, in dem ihr sprechen müsst, und auch
das, was ihr sagen müsst. Mit klaren, genauen und schlichten
Worten sollt ihr das Dasein des Jenseits bekanntmachen, das Ich
euch offenbart habe, und so für eure Mitmenschen mit wahrer Liebe
einen geistigen Pfad anlegen, und immer sollt ihr eure Worte mit
Taten und Beispielen bekräftigen.
58. Allmählich lernt ihr, fremde Leiden wie eigene zu
empfinden. Der Grund dafür ist, dass eure Seele, wenn sie sich an
meiner Unterweisung sättigt, sich erhebt, Entfernungen überwindet
und in die Geheimnisse des Jenseits eindringt, wo sie entdeckt, dass
der Ursprung aller Wesen ein einziger ist: der Vater, in welchem ihr
alle Geschwister seid.
59. Aber nicht nur eure Seele hat in meinem Werke Anstöße zu
ihrem Fortschritt erhalten. Auch eure verstandesmäßigen Fähigkeiten
haben sich entfaltet, als ihr gefühlt habt, wie die geistige
Inspiration in euch immer stärker wurde, und ihr festgestellt habt,
dass das Verstehen all dessen, was ihr früher nicht klar erkannt habt,
sich mehrt, und die Geheimnisse sich aufklären.
60. Wenn es euch nicht gelingt, ganz in die Welt des Geistes
einzudringen, um alles, was sie enthält, zu begreifen und zu fühlen,
so deshalb, weil ihr noch dem Druck der Materie und dem Einfluss
der Welt ausgesetzt seid.
Ich habe euch vieles offenbart, aber wahrlich, Ich sage euch, der
Mensch wird niemals schon auf dieser Erde verstehen, wie die Welt
ist, die ihn erwartet, auf welche Weise dort die Seele lebt, welche
Seligkeiten sie angesichts der Göttlichkeit erlebt, und wie jener
seine Läuterung erhält, der voller Unvollkommenheiten ist.
61. Wenn der menschliche Verstand die Wonne der reinen Seele
im Jenseits begreifen würde, dann hätte jene Seligkeit Grenzen, wie
sie der Mensch hat. Darum sage Ich euch, dass ihr das von hier aus
nicht zu begreifen vermögt, wohl aber zu erahnen.
62. Ebenso wenig könnt ihr euch die Intensität des Schmerzes
vorstellen, den eine Seele erlebt, wenn ihr Gewissen sie vor meine
Göttlichkeit bringt. Daher sage Ich euch immerzu: Bereitet euch vor
und erhebt eure Seele, denn ihr werden die Unterweisungen offenbart,
die sie kennen muss. Erkennt, dass zwischen der Seele und
dem Verstande eine wirkliche Übereinstimmung bestehen muss,
damit ihr schon hier eine Ahnung von jener Wahrheit erlangen
könnt.
63. Ich habe zugelassen, dass eure Intelligenz zunimmt und in
der Unendlichkeit das Licht sucht, das sie benötigt. Ich habe euch
Willensfreiheit gewährt, damit ihr selbst euren Weg wählt. Aber Ich
habe meine Gebote über euren Willen gestellt. In jenem Gesetz
werdet ihr den rechten Weg erkennen können, in ihm werdet ihr die
Kenntnis finden, um eure Werke zu läutern. Falls ihr diesem Weg
nicht folgen möchtet, seid ihr frei, euch von ihm abzuwenden. Doch
ihr werdet euch nicht mehr selbst betrügen können, euer Gewissen
wird unablässig zu euch sprechen.
Auch dann, wenn ihr ─ bereits ohne Erdenkörper ─ vor Mich
gelangt, wird jener innere Gewissensrichter euch richten und euch
sagen, welchem Läuterungsweg ihr folgen müsst. Jenes Gerechtigkeitslicht
ist Teil von Gott selbst, der in euch ist und der euch lehrt,
das Gute zu lieben und das Böse zurückzuweisen.
64. In diesen Vorbereitungsjahren sollt ihr euch dem Studium
meiner Unterweisung widmen. Denn es gibt viele Herzen, die eures
Wortes bedürfen. Es gibt Überdruss an so viel Lasterhaftigkeit, es
gibt Hunger danach, geistig zu leben.
65. Die Jünger dieses Werkes werden die geistige Nahrung
erzeugen, werden die falschen Vorstellungen, die die Menschheit
bisher gehegt hat, korrigieren, werden die Frohe Botschaft dieser
Zeit, in der ihr lebt, weitergeben, werden die Weiterentwicklung von
Weltanschauungen und des Lebens, das diese Zeit mit sich bringen
wird, ankündigen, werden den Menschen zu Diensten sein, ohne
nach Klassen, Sekten, Religionen oder Rassen zu unterscheiden,
werden jedem geistigen oder physischen Bedürfnis Rechnung
tragen. Diese Jünger werden wie ein Leuchtturm sein, der das Boot
des Schiffbrüchigen erhellt, werden der Stern sein, der den rettet,
der orientierungslos in der Nacht umhertappt.
66. Sie werden keine Kirchen aus Stein erbauen, noch werden
sie Altäre errichten, um ihre Werke bekannt zu machen. Sie werden
einen großen geistigen Dom erbauen, dessen Steine die Herzen der
Menschen sind, die sich durch die Macht der Liebe miteinander
vereinen.
67. Lauscht aufmerksam meinen Unterweisungen dieser letzten
drei Jahre. Denn die Jünger, die diese Unterweisungen lernen,
werden nach 1950 die Lehrer sein. In jener Zeit, in der ihr euch nach
meinem Willen vereinigen und wirklich zu Mir erheben sollt, werde
Ich euch mit dem Lichte meiner Inspiration erleuchten, damit ihr
große und grundlegende Werke vollbringt. Doch bereitet euch
darauf vor, denn wenn der von Mir festgelegte Zeitpunkt gekommen
ist, werde Ich Mich nicht mehr des Stimmträgers bedienen.
68. Mein Licht wird in jedem meiner Kinder erstrahlen, das sich
auf die Zeit der direkten Zwiesprache mit dem Meister vorbereitet.
Aber es wird nicht in jenen sein, die mein Werk verkaufen und
zu Krämern werden. Bereitet euch vor, damit, wenn mein Wort im
Jahre 1950 endet, ihr die Vorgehensweise verstanden habt, um auf
dem Wege voranzukommen. Denn ─ hört gut zu!: All jene werden
in Verwirrung geraten, die sich nicht genügend vorbereitet haben.
69. Begreife, geliebtes Volk, die Art und Weise, in der ihr mein
Wort nach meinem Willen unter die Menschen bringen sollt. ─
Damit ihr nicht scheitert, sollt ihr euch nicht vornehmen, die
Gewohnheiten, die die Menschheit jahrhundertelang gehabt hat, von
einem Augenblick zum andern umzuwandeln. Gebt ihr meine Unterweisung,
und sie wird die Verirrungen begreifen, in denen sie gelebt
hat. Die Überzeugungskraft, die meine Lehre besitzt, wird ihr
Auffassungsvermögen erleuchten, und die Wahrheit wird erkannt
werden. Dann wird das, was in ihren Augen einst als falsch erschien,
in unendlichem Lichte erstrahlen.
70. Meine Kinder, Ich bin bei euch gewesen und habe euer Herz
berührt, damit ihr Mir in ihm einen Platz bereitet, in dem Ich für
immer wohnen kann.
Mein Friede sei mit euch!

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