BWL - Band XI - Unterweisung 318


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -

Band XI - Unterweisung 310 - 338

Unterweisung 318

1         Wohl euch, die ihr im Verlangen nach meiner Unterweisung herbeikommt. Wohl euch, die ihr in meinem Worte den Schatz des ewigen Lebens zu entdecken versteht. Doch wer sind die, die sich an meinen Lektionen stärken, damit sie als Botschafter unter der Menschheit verbleiben, wenn mein Wort durch diese Sprachrohre einmal aufgehört hat? Ihr seid es, die ihr euch von alten Flecken aufgrund von Verstößen gegen mein Gesetz reinigt, die ihr den Leidenskelch leert, die ihr aus großer Trübsal herbeikommt und eure Seele in dem kristallklaren Wasser meiner Unterweisungen reinigt.

2         Wenn ihr heute zu dieser Kundgebung kommt, fühlt ihr euch meiner Gegenwart unwürdig. Doch Ich sehe, dass ihr euch erneuert, und diese Läuterung macht euch Meiner würdig. Fühlt meine Liebkosung, fühlt meine Liebe, sie ist der Balsam, der eure Leiden heilt.

3         Ihr gedenkt ─ zum letzten Mal in dieser Form ─ meiner Passion in der Zweiten Zeit. Ihr kommt nicht, um eine Tradition zu befolgen. Denn die Jünger des Heiligen Geistes sollen keine Traditionalisten sein, sie sollen meinem Gesetze gehorchen. Ihr kommt nur, um jener göttlichen Geschehnisse zu gedenken, der vollkommenen Lehrbeispiele, die Ich euch durch Jesus hinterließ, die euch ewig lehren werden, eure eigene Erlösung zu erringen.

4         Heute sehe Ich eure Seele beim Gedenken an jene Lehrbeispiele erschüttert und sage euch: O viel geliebte Kinder, weist diese Lektionen nicht von euch, denn sie sind euer Erbe!

5         Ihr dankt Mir für die Ermutigung, die euch mein Wort zuteilwerden lässt. Doch es gibt welche unter euch, die Mir folgende Frage stellen: "Vater, warum lässt Du in meinem Leben nicht das Wunder geschehen, das ich schon seit langem erwarte?"

Doch der Meister sagt euch: Ich habe euer Leben in dieser Zeit mit Wundertaten besät. Von meinem Geiste zu dem euren sind immerzu Wohltaten und Gnadengaben gelangt. Durch Vermittlung der Geistigen Welt habe Ich meine Liebe unter euch verströmt. Durch euren Glauben und gute Werke habt ihr diese Wundertaten Wirklichkeit werden sehen. Ich frage euch: Benötigt ihr etwa ein tägliches Wunder, um an Mich zu glauben?

6         Zu Beginn euer Entwicklung überschüttete Ich euch mit körperlich sichtbaren, fühlbaren Gnadengaben und Wohltaten. Doch als eure Erkenntnis und euer Glaube sich wie ein Licht in eurer Seele entzündeten, hörte Ich auf, euch diese materiellen Beweise zu geben. Heute muss euer Glaube als Jünger mit meinem Willen übereinstimmen, um alle Hindernisse und Widrigkeiten zu überwinden.

Ihr fragt Mich: "Meister, was ist der Glaube? Und der Meister antwortet euch: Der Glaube ist der geistige Blick, der weiter als das Herz und der Verstand sieht. Der Glaube ist der Blick, der die Wahrheit sieht und entdeckt. Daher erblickt euer Glaube die Manifestationen, die ihr oftmals nicht zu begreifen vermögt, und macht euch durch sie glaubensstark.

7         Dies ist eine bedeutsame Morgenandacht, o geliebtes Volk, denn Ich errichte unter euch gerade "Das Neue Jerusalem". Ihr seid die ersten Steine der weiß-glänzenden Stadt, die von Mir durch die Propheten angekündigt worden ist. Diese geistige Stadt wird ihre Grundmauern nicht auf dieser Welt haben. Denn wenn ihr glaubt, dass das Neue Jerusalem euer irdisches Vaterland ist, befindet ihr euch in einem schweren Irrtum: Das Neue Jerusalem erbaue Ich nun in eurer Seele, und diese Stadt ─ weißer als die blendende Weiße des Schnees ─ wird sich zu allen Menschen hin ausbreiten, wenn die Erlösung der ganzen Menschheit kommt.

8         Wenn Ich heute zu euch komme, um Die Große Stadt zu errichten zu beginnen, sehe Ich unter meinem Volke den Mangel an Harmonie, an Vergeistigung, und mein Göttlicher Geist leidet, weil ihr noch nicht völlig bei Mir zu sein versteht. ─ Trotz der vollkommen Lektionen, die Ich euch im Laufe der Zeit gegeben habe, haltet ihr hartnäckig an den niederen Leidenschaften, an der Uneinigkeit und an der Abgötterei fest.

9         Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr groß sein wollt, dann sucht die Größe nicht in den Eitelkeiten der Welt, denn sie sind vergänglich. Sucht sie im Geistigen, das ewig ist.

10     Um diese Erhebung zu erreichen, bedarf es einer ständigen Anstrengung, eines unbeugsamen Willens, eines bedingungslosen Glaubens. Nur so werdet ihr die Verherrlichung der Seele erlangen können.

11     Der Weg bietet sich dafür an, Verdienste zu erwerben, da er mit Prüfungen übersät ist. Da werdet ihr lernen können, euren Hochmut zurückzuweisen, den Schmerz mit Geduld anzunehmen, die Eitelkeiten und Leidenschaften zu verwerfen. Andererseits gehen auf dem Wege viele Notleidende, denen ihr helfen könnt, damit sie gleichfalls zum Ziel gelangen.

12     Jeder Mensch ─ ob er Vergeistigung in seinem Leben hat oder nicht ─ trägt ein Kreuz. Mein Wort lehrt, es mit Liebe zu ertragen, um es leicht zu machen und sogar notwendig, um leben zu können. Wer sein Kreuz liebt, liebt sein Schicksal, weil er weiß, dass Ich es gewesen bin, der es vorzeichnete. Dieser liebt meinen Willen, und wer meinen Willen tut, hat Anteil an meinem Frieden, meinem Lichte und meiner Kraft.

13     Wer der Last seiner Aufgabe ausweicht, wer den rechten Weg verlässt oder die Verpflichtungen außer acht lässt, die seine Seele Mir gegenüber eingegangen ist, um statt dessen Verpflichtungen nach seinem Geschmack oder Willen zu übernehmen, der wird keinen wahren Frieden in seinem Herzen haben können, da seine Seele niemals zufrieden und ruhig sein wird. Es sind jene, die immerzu Vergnügungen suchen, um ihre Pein und ihre Ruhelosigkeit zu vergessen, indem sie sich durch falsche Freuden und flüchtige Befriedigungen betrügen.

14     Ich lasse sie ihren Weg gehen, weil Ich weiß, dass sie, auch wenn sie sich heute entfernen, Mich vergessen und Mich sogar leugnen, bald die Bedeutungslosigkeit der Reichtümer, der Titel, der Vergnügungen und Ehrungen der Welt begreifen werden, wenn die Wirklichkeit sie aus ihrem Traum von Größe auf Erden aufweckt, wenn der Mensch sich der geistigen Wahrheit, der Ewigkeit, der göttlichen Gerechtigkeit stellen muss, denen niemand entkommen kann.

15     Niemandem ist dies unbekannt, da ihr alle einen Geist besitzt, der euch durch die Gabe des Ahnungsvermögens die Wirklichkeit eures Lebens offenbart ─ den Weg, der für euch angelegt ist, und alles, was ihr auf ihm verwirklichen sollt. Aber ihr wollt euch unbedingt von jedem geistigen Gelöbnis entbinden, um euch frei zu fühlen und als Herren eures Lebens.

16     Ist die Mehrheit der Menschen etwa nicht bemüht, ihren religiösen Pflichten nachzukommen? Ich sage euch, ihr habt die Religionen geschaffen, um meinem Gesetze zu entkommen zu versuchen und euch selbst glauben zu machen, dass ihr es erfüllt.

17     Auf diese Menschheit könnte Ich die gleichen Worte anwenden, die Ich damals dem jüdischen Volke sagte, als Ich ihm vor Augen führte, dass es, um alte und bereits nutzlose Traditionen zu befolgen, das Gesetz vergessen hatte.

18     Überall zeigt sich das Sinnbild des Christentums, das Kreuz. Überall finde Ich die Kirchen aus Stein, die Mehrheit der Menschen spricht meinen Namen aus, man bringt Mir Huldigungen dar und vollzieht täglich Riten für Mich. Dennoch entdecke Ich im Herzen der Menschen keine Bekundung von Liebe, welche die Essenz, der Anfang und das Endziel meiner Lehre ist. Doch ihr alle glaubt im Gesetz und in der Wahrheit zu sein. Daher beklagt ihr euch, wenn Ich euch das Gegenteil offenbare, und wenn euch jemand eure Irrtümer aufzeigt, lasst ihr zu, dass euch Zorn erfasst.

19     Wahrlich, Ich sage euch, Christen: Wenn Ich in der heutigen Zeit als Mensch auf die Welt kommen würde, wärt gerade ihr diejenigen, die Mich zum Kreuz eines neuen Kalvarienberges schleppen würden, wenn ihr auf meinen Lippen die Wahrheit vernehmen würdet. Aber Ich werde zu eurer Welt nicht mehr als Mensch kommen. Ich bin im Geiste gekommen, ihr werdet Mich nicht mit den Augen eures Körpers sehen, aber ihr müsst Mich vernehmen. Ihr wollt Mir begegnen, um Mich zu vernichten. Doch wenn ihr Mir einmal begegnet, wird dies geschehen, um Mich anzubeten. Denn wer geistig zu Mir spricht, wird den Beweis dafür erbringen, dass der Glaube in seinem Herzen erstanden ist und seinen Verstand erleuchtet hat.

20     Heute entdecke Ich unter meinen neuen Jüngern noch die Schwachheit von Petrus, den Zweifel von Thomas, den Ehrgeiz von Judas, und so ist es nötig, dass Ich euch weiterhin als Meister lehre.

21     Erinnert euch bei diesem letzten Gedenken, das Ich heute, in diesem Jahre 1950, bei euch abhalte, an den Tag, an dem Jesus in Begleitung seiner Jünger triumphierend in das erste Jerusalem einzog, um seine göttliche Mission am Kreuze zu vollenden.

22     Erlebt diese Augenblicke geistig mit wahrer Andacht ─ nicht als ein schlichtes Gedenken. Nein ─ fühlet, dass Ich euch gerade meine letzten Lektionen durch die Stimmträger in der Dritten Zeit gebe. Diese Worte werden für eure Seele während ihrer ganzen Wanderschaft das Brot ewigen Lebens sein. Diese Unterweisungen werden eure Schutzwehr und euer Stab sein. Ihr müsst sie euch zu eigen machen, sie mit dem Feuer meiner Liebe in euer Gewissen prägen, damit ihr sie später so, wie Ich sie euch gegeben habe, in das Herz eurer Mitmenschen prägt.

23     Ein großer Teil der Menschheit feiert diese Tradition, und mein Geist macht allen seinen Kindern seine Liebe fühlbar.

24     Es ist die Zubereitung, die Ich den Seelen gebe. Wenn sich die seelische und menschliche Erneuerung einmal bei allen Menschen vollzieht, wird die Vergeistigung als Frucht die Brüderlichkeit und die Liebe unter den Völkern mit sich bringen. Dann wird von diesem Planeten das helle Licht geistiger Harmonie ausstrahlen, das auf allen Welten erblickt werden wird. Es wird die blendendweiße Stadt sein, die mein Apostel Johannes in seiner Verzückung sah.

Es wird nicht mehr die gottesmörderische Stadt sein, die ihren Meister auf einem Kreuz erhöht, um Ihn bluten und sterben zu sehen. Es wird die erneuerte Stadt sein, die das Kommen ihres Herrn, des Vaters erwartet, der vom Kreuze seines Martyriums herabsteigt, um ewig im Herzen seiner Kinder zu leben.

25     Als der Meister im einstigen Jerusalem weinte, geschah es nicht wegen jener Rasse, es geschah wegen der Blindheit der Menschen, die ─ obwohl sie dem Vater so nahe waren ─ Ihn nicht erkannt haben.

Der Meister breitete seine väterlichen Arme aus, um seine Kinder zu umarmen. Doch das Herz der Kinder verschloss sich, durch seine Finsternis blind geworden, und so konnte der Vater nicht die Liebkosung der Seinen fühlen. Stattdessen empfing Er Unglauben, Spott, Hohn und den Tod. Da es jedoch nicht die irdische Stadt war, um derer willen Jesus weinte, ließ Er ihre Zerstörung zu, um der Menschheit zu zeigen, dass das, was der Vater suchte und immer suchen wird, das in den dunklen Wäldern der Sünde verirrte geistige Schaf ist.

26     Da Ich euch in der Zweiten Zeit sagte: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt" ─ warum habt ihr dann gedacht, dass meine Manifestation als Heiliger Geist nochmals in der begrenzten Gestalt Jesu geschähe? Erinnert euch, dass Ich zu der Frau aus Samaria sagte: "Die Stunde kommt, in der die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden."

27     Ich bin zu euch im Geiste gekommen, habe euch mein Versprechen erfüllt. Doch werdet nicht fanatisch hinsichtlich eurer Nation, denn sie ist nur euer Schutzort in dieser Zeit gewesen, wie es jedes andere Volk der Erde hätte sein können. Aber ihr, die dazu Bestimmten, mein Wort in dieser Zeit zu vernehmen, seid wirklich die dafür Erwählten, in der Vereinigung eurer Seelen das Neue Jerusalem zu errichten zu beginnen.

28     Heute seid ihr noch weit davon entfernt, auf eurer Welt das Friedensreich zu schauen. Macht euch frei von jedem Egoismus, und obwohl ihr im gegenwärtigen menschlichen Leben keinen Frieden genießt, sollt ihr nicht aufhören, euch darum zu bemühen.

Ich habe euch gelehrt, euch selbst zu vergessen und an die anderen zu denken. Warum müsst ihr immer nur euer Wohlergehen erstreben und lasst zu, dass Ich der einzige bin, der sich um die ganze Menschheit kümmert? Es gibt viele Mitmenschen von euch, denen eure Worte, Gebete und eure Liebe fehlen. Ihnen fehlt der Reichtum an Wohltaten, den diese Offenbarungen schenken, die ihr vergeudet habt. Bearbeitet diese Felder, macht sie fruchtbar mit eurer Liebe. Falls ihr die Arbeit unvollendet zurücklasst, wenn Ich euch ins Jenseits abberufe, so seid unbesorgt, denn der körperliche Tod wird eurer Auftragserfüllung kein Ende setzen.

29     Ich bin das Leben, Ich bin ewig, und Ich habe euch bei Mir wohnen lassen, damit ihr das Werk, das ihr begonnen habt, niemals im Stich lasst. Vertraut auf Mich, und wahrlich, Ich sage euch, keine einzige Saat wird verloren gehen, und eure Ernte wird vollkommen sein.

30     Denkt an die kommenden Generationen, die nach euch kommen werden, und sät für sie die Saat der Liebe, lasst eure Spur der Tugend erkennbar zurück. Wisst ihr etwa, ob Ich euch nicht in jenen Generationen zurückkehren lasse? Seid tugendsam im Vergnügen und im Leiden, im Frieden und im Kampfe.

31     Befolgt mein Gesetz der Gerechtigkeit und Liebe, es gibt kein "unmöglich", das euch an der Erfüllung meiner Höchstgebote hindert. Ich verlange von euch keine vollkommenen Werke, denn noch immer sehe Ich euch im stürmischen Ozean des Lebens um euer Leben ringen. Ihr kämpft dort, an das Rettungsboot eures Gewissens geklammert, um nicht im aufgewühlten Meer der Verderbtheit umzukommen.

32     Die großen Kataklysmen der Seele und die Verfinsterungen, die die Lehren des Materialismus verursachen, werden den Leidenskelch und große Ereignisse für die Menschheit vorbereiten.

33     Noch immer ist euer Planet kein Ort der Liebe, der Tugend noch des Friedens. Ich sende eurer Welt reine Seelen, und ihr gebt sie Mir unrein zurück, weil das Leben der Menschen von Sünde und Verderbtheit durchdrungen ist.

34     Ich sehe die Tugenden wie kleine, vereinzelte Lichter unter den Seelen, die von den Stürmen des Egoismus, der Rache- und Hassgefühle gepeitscht werden. Das ist die Frucht, die Mir die Menschheit darbringt.

35     Lange Zeit, bevor eure Seele den Frieden und die Harmonie auf dieser Welt finden würde, hat eure Materie diese Seligkeit genossen.

36     Damit der Mensch diesen Planeten bewohnen würde, erschütterte und bereitete Ich diese Erde mit meiner vollkommenen Weisheit und durch die Naturkräfte. Aber bevor sie der Mensch bewohnen würde, gab es die primitiven Bestien, die auf ihr lebten.

37     Als diese Welt in eine Heimstatt voller Wonnen, Wunder und Schönheiten verwandelt war, bot Ich sie meinem vielgeliebten Kinde, dem Menschen an. So ließ Ich euch die Erde bewohnen, um auf ihr zu leben; denn auch das Leben lieben und verstehen bedeutet, Mich zu lieben und Mich zu verstehen. Wenn einmal die Liebe und das Verständnis für alles, was euch umgibt, wirklich vorhanden ist, dann werdet ihr Mich erkannt haben und werdet euch im wahren Wissen erlöst haben, weil Ich in allem Geschaffenen bin.

38     Diejenigen, die die Natur ohne Liebe erforschen, nur vom Wissen der menschlichen Wissenschaft geleitet, leugnen Mich, und zwar deshalb, weil sie nicht zu sehen verstanden, weil sie nicht wirklich verstanden haben und noch viel weniger gefühlt und geliebt haben.

Wie viele gibt es dagegen unter den Demütigen, unter den Verachteten, den durch den Stolz und die Unwissenheit derer, die sich für Gelehrte unter der Menschheit halten, Erniedrigten, die ohne zu wissen geglaubt haben, weil der Blick ihres Glaubens die Wahrheit direkt geschaut hat und sie verstanden haben, dass dieser Planet seit Anbeginn für den Menschen da war ─ ein Paradies der Gnade, der Harmonie und der Segnungen.

39     Ihr habt gestaunt, als ihr die Vollkommenheit jedes Wesens erkannt habt, wie jedes von Mir geschaffene Geschöpf seinen Platz auf seinem Wege einnimmt, alles einem Gebot unterworfen ist, alles meinem Gesetze gehorcht. Ihr braucht nicht am Ursprung eurer Natur zu zweifeln, weil ihr bereits auf die Genauigkeit und Zuverlässigkeit ihres Gesetzes vertraut. Ihr habt viele Lehren im Leben entdeckt und vertraut auf die Befolgung seiner Naturgesetze, die euch nicht betrogen haben.

40     Von der Erde habt ihr ihre Wohltaten empfangen. Sie ist für euch wie ein Segensborn, der euch immer Nahrung, ein Paradies voller Wonnen beschert hat, und am Ende eures irdischen Lebens hat sie ihren Schoß geöffnet, um euch liebevoll aufzunehmen. Aber während ihr im menschlichen Leben zu Beginn eures Daseins auf dieser Welt Schönheit vorgefunden habt, ringt eure Seele, obwohl sie sich in der Dritten Zeit befindet, noch immer darum, Frieden zu erlangen.

So, wie Ich diesen Planeten im Anbeginn durch die Naturgewalten erschütterte, um ihn euch als ein Paradies voller Segnungen anzubieten, so werden es in dieser Zeit erneut meine Naturgewalten sein, die euch erschüttern. Es wird meine vollkommene Gerechtigkeit sein, die den Seelen hilft, ihre Freiheit zu erlangen.

Ebenso werde Ich Mich inmitten der Religionsgemeinschaften, Sekten und Institutionen bekunden und ihre Feindschaften und Rachegefühle beseitigen, die die Menschen aus Mangel an geistiger Vereinigung entzweit haben.

41     Diese Ereignisse erwarten die Menschheit. Wachet und betet, Jünger, denn diese Prüfungen werden viele von euch miterleben. Ihr werdet die Lehren des Materialismus höchst aktiv werden sehen, wie sie die Menschen umschlingen und sie angstvolle Schmerzenschreie ausstoßen lassen.

42     Ich will euch mit diesem Weckruf nicht erschrecken, sondern euch, die ihr in dieser Prüfungszeit auf Erden lebt, warnen. All dies muss geschehen, damit alle Seelen ihr Heil erlangen.

43     Es wird mein Göttlicher Geist sein, der den Hochmut der Menschen auslöscht. Es wird meine Weisheit sein, die euch, die ihr im Finstern umhergeirrt seid, die Wahrheit enthüllt. Es wird das Licht des Heiligen Geistes sein, das die Seele der Menschen in ihren Wissenschaften erleuchtet und sie auf den Pfad der Vergebung, der Liebe und der Gerechtigkeit führt.

44     Wenn ihr einmal durch diese Prüfungen meiner Liebe gegangen seid, wird die seelische und körperliche Erneuerung der Menschheit eintreten. Dann werden die Menschen, wenn sie auf dem Pfade der Tugend und der Vergeistigung wandeln, sich wundern, wenn sie begreifen, dass dieses Leben das gleiche ist wie das, das Ich ihnen von Anfang an angeboten habe, dass nichts in ihm sich geändert hat. Sie werden erfahren, dass der Planet, den Ich ihnen als vorübergehende Heimstatt anvertraut habe, weiterhin verschwenderisch an Segensgaben ist ─ dass die Mutter Erde, barmherzig wie der Urheber des Lebens, ihnen weiterhin ihren Busen anbietet, um sie mit ihrer Liebe zu nähren. Denn dies ist die Aufgabe, die der Vater ihr anvertraut hat.

Auch die Sonne wird dieselbe sein, die immerzu ihre belebende Wärme senden wird, als ein Symbol für die Gegenwart des Herrn. In jener Zeit wird es sein, o geliebtes Volk, da die Menschen begreifen, dass es ihre schlechten Werke gewesen sind, die ihnen ihr Dasein bitter gemacht haben. Daher werden sie zu meinen guten Arbeitern werden und sich darauf vorbereiten, in harmonischer Weise vollkommenere Heimstätten in der Ewigkeit zu bewohnen.

45     So bereite Ich euch, Jünger, auf die Zeiten vor, die euch erwarten, in denen es keine Hungernden bei Satten, Unwissende bei Gelehrten, noch Mächtige bei Machtlosen geben wird. Ihr alle werdet beim Festmahl des Herrn sein und euch am ewigen Konzert seiner Liebe erfreuen.

46     In jener Zeit, o Jünger, wird das Neue Jerusalem im Herzen der Menschen sein. Ihr werdet hohe Grade von Vergeistigung erreichen, und Ich werde nicht nur Seelen mit großer Entwicklung zur Inkarnation unter euch senden, damit sie euch meine Botschaften bringen. Ich werde euch auch die Seelen senden, die eure Tugend benötigen, und die, wenn sie unter euch leben, sich von ihren Sünden reinigen. In jenen Zeiten wird das Gegenteil von heute geschehen, wo Ich euch reine Seelen sende, und ihr sie Mir befleckt zurückgebt.

47     Schafft mit dem Sinngehalt meines Wortes im Herzen eurer Kinder ein Heiligtum der Vergeistigung, nicht des Fanatismus oder der Abgötterei. Führt sie auf den Weg meines Gesetzes. Es genügt nicht, niemandem Schaden zuzufügen. Es ist zwar richtig, nichts Böses zu tun, aber wenn ihr Gutes tut, werdet ihr Mir damit wohlgefällig sein.

48     Wie einleuchtend und schlicht ist die Wahrheit! Wie klar und einfach die Spiritualität! Und doch ─ wie schwer ist sie für den zu begreifen, der hartnäckig im Dunkel seines Fanatismus und seiner Traditionen verharrt. Sein Verstand kann nicht begreifen, dass es etwas mehr gibt als das, was er versteht; sein Herz sträubt sich, das zu verwerfen, was für ihn sein Gott und sein Gesetz war: die Tradition und der Ritus.

49     Meint ihr etwa, dass Ich jene verabscheue, die meine Wahrheit durchaus nicht erkennen wollen? Nein, meine Kinder, meine Barmherzigkeit ist unendlich groß, und gerade diese sind es, an die Ich Mich wende, um ihnen zu helfen, ihr Gefängnis zu verlassen, damit sie sich an der Betrachtung des Lichtes ergötzen. Ihnen sind die für ihr Erwachen zum Glauben notwendigen Prüfungen vorbehalten. Es werden keine über ihre Kräfte gehenden Prüfungen sein, es werden Lektionen sein, die jeder Seele, jedem Leben, jedem Menschen weise angepasst sind.

50     Von dort, unter jenen verfinsterten Gehirnen, unter jenen Herzen, die krank sind vor religiösem Fanatismus und vor Unwissenheit, werdet ihr die großen und leidenschaftlichen Soldaten der Wahrheit erscheinen sehen. Denn an dem Tage, an dem sie sich von ihren Ketten, ihrer Finsternis befreien und sie das Licht sehen, werden sie ihren Jubel nicht zurückhalten können und mit voller Kehle hinausschreien, dass Ich zurückgekommen bin, um die Welt zu retten, indem Ich sie auf der Stufenleiter der Vergeistigung zum wahren Reich emporhebe.

51     Um euch bei eurer Entwicklung zu helfen, habt ihr die Kundgebung Elias' gehabt, eures geistigen Führers, dem Wegbereiter der Dritten Zeit, der eure Seele vorbereitet hat. Doch er sieht mit Traurigkeit, dass viele verirrt sind, und wie groß ist dann der Schmerz Elias'. Er sucht seine Schafe gemeinsam mit seinen geistigen Dienern auf allen Wegen. Wer von euch wird sich vorbereiten, um die Abwesenden herbeizuholen ─ jene, die auf dem Weg des Schmerzes sind?

Diejenigen, die gerade leiden, werde Ich stärken, damit sie nicht lästern, damit sie meine Gegenwart fühlen und sich eilig aufmachen in dieser Zeit, um mit dem Meister an einem Tische zu sein und sich von dem Brot und dem Wein zu nähren, die Ich mit meiner Liebe vorbereitet habe.

52     Ihr seid die Generation, die in dieser Dritten Zeit mein Wort vernimmt, damit euer Leben sich der Erfüllung meines Gesetzes anpasst, und Ich Mich durch das von Mir vorbereitete Verstandesorgan kundgebe, um mein Versprechen der Zweiten Zeit zu erfüllen.

53     In der vergangenen Zeit fühlten meine Apostel Traurigkeit, als Ich ihnen sagte, dass Ich sie bald verlassen würde, dass sie danach diejenigen sein würden, die meine Lehre verbreiten müssten. Doch Ich wies sie darauf hin, dass Ich wiederkommen würde, wenn die Welt sich auf dem Höhepunkt der Verderbtheit befände.

Die einen haben Mich nicht erkannt, doch es werden andere kommen, die ─ wenn sie die Essenz meines Wortes empfangen ─ ihren Meister verstehen und meine Gegenwart fühlen. Ihr werdet wiederum bei Mir sein, und Ich werde euch mit derselben Liebe wie immer empfangen, damit ihr an meiner Brust seid.

54     Ich habe euch meine Unterweisung gegeben, damit ihr ─ indem ihr sie lebt ─ euch würdig macht, in mein Reich einzugehen.

55     Schon in der Zweiten Zeit habe Ich euch unterwiesen, wie ihr die Versuchung zurückweisen sollt ─ all das, was euch von dieser Welt nicht zukommt, damit ihr bei Mir seid, so wie Jesus im Vater gewesen ist.

56     Bereitet euch vor, denn ihr seid die Jünger, die der Spur des Meisters folgen, der ein weiteres Mal den Kalvarienberg emporsteigt. Diese letzten Lehrworte sind wie die letzten Augenblicke im Leben Jesu. Denn wenn das Jahr 1950 zu Ende ist, wird mein Göttliches "Wort" nicht mehr durch diese Sprachrohre zu euch sprechen. Heute kommt ihr eilig herbei, weil ihr keine einzige meiner Lektionen versäumen wollt. Ihr bewahrt sie in eurem Herzen, weil ihr Zeugen meiner letzten Worte an die Menschheit sein wollt.

57     Ihr seid dieselben wie die, die in der Zweiten Zeit das Hosianna sangen, als Jesus Jerusalem betrat. Heute, da Ich Mich euch im Geiste kundtue, breitet ihr nicht mehr eure Mäntel auf meinem Wege aus, es sind eure Herzen, die ihr eurem Herrn als Wohnung anbietet. Heute kommt euer Hosianna nicht mehr aus voller Kehle, dies Hosianna entspringt eurer Seele als ein Hymnus der Demut, der Liebe und Erkenntnis des Vaters, als ein Hymnus des Glaubens an diese Kundgebung, die euer Herr euch in der Dritten Zeit gebracht hat.

58     Einst wie heute seid ihr dieselben wie die, die Mir bei meinem Einzug in Jerusalem gefolgt sind. Die großen Menschenmassen umgaben Mich, gefesselt von meinen Worten der Liebe. Männer und Frauen, Alte und Kinder erschütterten die Stadt mit ihren Jubelrufen, und selbst die Priester und Pharisäer, die befürchteten, dass das Volk rebellieren würde, sprachen zu Mir: "Meister, wenn Du den Frieden lehrst ─ warum erlaubst Du, dass Deine Anhänger einen solchen Aufruhr verursachen?" Doch Ich antwortete ihnen: "Wahrlich, Ich sage euch, wenn diese schweigen würden, würden die Steine reden." Denn es waren Augenblicke des Jubels, es war der Höhepunkt und die Verherrlichung des Messias unter den nach Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden ─ jenen Seelen, die lange Zeit hindurch die Ankunft des Herrn in Erfüllung der Prophetien erwartet hatten.

59     Mit jenem Jubel und jener Freude feierte mein Volk auch die Befreiung aus Ägypten. Jenes Gedenken an das Passah wollte Ich für mein Volk unvergesslich machen. Aber wahrlich, Ich sage euch, Ich befolgte nicht bloß eine Tradition, indem Ich ein Lamm opferte ─ nein, Ich bot Mich in Jesus, dem Opferlamm, als den Weg an, durch den alle meine Kinder Erlösung finden würden.

Auch in der Dritten Zeit befolge Ich keine Tradition. Durch mein Wort habe Ich euch die Geschehnisse vergangener Zeiten nacherleben lassen. Doch wisset, Jünger, dass das Gesetz, das Ich euch auf dem Berge Sinai diktierte, in eurem Gewissen gegenwärtig ist. Die Opferung des Unbefleckten Lammes sowie die Offenbarungen, die Ich euch als Heiliger Geist gebracht habe, und die Unterweisungen, die Ich euch in den kommenden Zeiten gewähren werde ─ dies alles ist in der Ewigkeit gegenwärtig.

60     Später werdet ihr dieser Ereignisse gedenken, doch euer Gedenken soll aus Meditation, wahrhaftigen Vorsätzen zur Erneuerung und Erfüllung in meiner Lehre bestehen. Ihr werdet keine Feste begehen, werdet keine Zeremonien noch Riten abhalten in der Meinung, Mir damit wohlgefällig zu sein, und dabei das Gesetz vergessen. Ihr sollt keine Traditionalisten sein. Die spiritualistischen Jünger werden sich immer das Leiden ihres Herrn vergegenwärtigen, werden seine göttliche Gegenwart fühlen und ihre Mitmenschen lehren, wobei sie die Stimme ihres Geistes vernehmen.

61     Wenn der Zeitpunkt da ist, des Heiligen Abendmahls zu gedenken, sollt ihr es mit eurem Gebete tun, dann werdet ihr fühlen, dass mein Göttlicher Geist unter euch das geistige Brot und den geistigen Wein austeilt. Auf diese Weise werde Ich euch die Lektionen erhellen, die ihr noch als in Geheimnis gehüllt betrachten werdet.

62     Erwachet, Jünger! Ihr seid in eine Zeit eingegangen, in der die christliche Menschheit im Verlangen, die richtige Auslegung der früheren Offenbarungen zu erlangen, mein Wort und die Prophetien studiert. Bei einigen entdecke Ich ein wenig Licht, andere sind in die Irre gegangen. Bei einigen sehe Ich genügend Demut, Respekt und Liebe, um die Prophetien im Studium zu begreifen. Bei anderen sehe Ich Stolz und Eitelkeit, und sie erklären den Völkern den Sinngehalt der Schriften in ihrem Verlangen nach Berühmtheit. Doch wahrlich, Ich sage euch, mit ihren Irrtümern haben sie die Menschheit verwirrt.

63     Erinnert euch, dass Ich euch in der Zweiten Zeit sagte, dass Ich euch den "Geist der Wahrheit", den Heiligen Geist, senden würde, und dass Er euch die Offenbarungen erklären würde, die ihr in jener Zeit nicht verstehen konntet, und euch neue Unterweisungen geben würde.

64     Hier ist der Geist der Wahrheit, der Heilige Geist, und spricht zu euch von der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft.

65     Wache und bete, Volk, denn im Gebet wirst du das Licht finden, um meine Unterweisungen besser zu verstehen. Dies ist das Brot und der Wein ─ nährt euch, Jünger, stärkt euch, denn morgen werdet ihr diese Nahrung mit der Menschheit teilen müssen.

66     Lernt von Mir, überbringt mein Vorbild und meine Weisheit, o Volk, o vielgeliebte Jünger.

67     Ihr alle seid Arbeiter auf meiner Flur ─ die einen als "Erste", und die anderen als "Letzte", aber ihr alle werdet "Erste" sein können durch euren Eifer und eure Vergeistigung.

68     In dieser Andachtsstunde, in der eure Seele Mir ihr geistiges Hosianna darbringt, durchflutet euch mein Göttlicher Geist mit Frieden, Liebe und Segen.

69     Durch meine Segnungen empfangen Legionen von Seelen, die sich im Geistigen Tale geläutert haben, das Licht. In dieser Zeit erleben sie die Fortsetzung meines Werkes, die Aufrichtung des Neuen Jerusalem in den vereinigten Seelen der Menschen.

Mein Friede sei mit euch!

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