BWL - Band VIII - Unterweisung 217


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VIII - Unterweisung 208 - 241

Unterweisung 217:
1. Kommt zu Mir, geliebte Jünger, ruht euch aus in meinem
Hause und setzt euch an meinen Tisch ─ jetzt, wo Ich bei euch bin.
Denn diese Zeiten werden nicht wiederkommen. Eine neue Zeit
wird für euch kommen, in der ihr auf eurem Entwicklungsweg einen
Schritt vorwärts machen werdet.
2. Ihr seid noch Kinder, die unter der Obhut des Vaters leben,
der nicht zulässt, dass ihr euch weit vom Vaterhause entfernt, damit
ihr nicht strauchelt, noch in einen Abgrund stürzt. Aber bald werdet
ihr stark und genügend vorbereitet sein, um alle Wege zurückzulegen.
3. Macht aus euren Herzen ein Schatzkästchen, in dem ihr
meine Worte wie Juwelen hütet.
4. Ich bin zu euch zurückgekehrt, obwohl Ich die Ungläubigkeit
der Menschen kenne. Ich erinnere euch an meine Passion und lasse
sie neu aufleben. Heute erinnere Ich euch an den Augenblick, in
dem der Meister, der zu euch spricht, zum göttlichen Throne
auffuhr, um ewig beim Vater zu sein. Es war, nachdem Jesus seine
Mission auf Erden vollendet hatte, als Er als sanftes Lamm in die
Gegenwart des Ewigen gelangte.
5. Gott offenbarte sich den Menschen schon in frühester Zeit,
und seine Unterweisungen wurden vernommen. Die Stimme des
Herrn machte sich für die primitiven Geschöpfe menschlich und
verständlich. Das Gewissen in ihnen, welches die göttliche Weisheit
ist, lehrte sie, das Gute und das Böse zu erkennen. Bei ihren guten
Taten fühlten sie Frieden, und wenn sie Böses taten, erfuhren sie
Schmerz. Es waren die ersten Lektionen, die ersten Äußerungen des
Gewissens.
6. Im Laufe der Zeit, als die Menschen nicht mehr auf diese
Stimme hörten, habe Ich Menschen voll Tugend und Weisheit
gesandt, die sie mit ihren Worten und ihrem Vorbild dazu brachten,
dem guten Wege zu folgen.
7. Erinnert euch daran, dass Ich in den frühesten Zeiten einen
Gerechten sandte, Abel, dessen Brandopfer der Liebe zu meiner
Göttlichkeit der Vorläufer des Gebets und der vollkommenen
Anbetung war.
8. Ich sandte euch Noah, den Frommen, der die Spötteleien
nicht beachtete und nur auf die Befolgung eines göttlichen Auftrags
achtete, für die vertrauensvollen Menschen die Arche der Errettung
zu bauen.
9. Unter euch waren Abraham, Isaak und Jakob, die den Stamm
eines Baumes bildeten, aus dem Äste, Blätter und Früchte
hervorgingen. Das Vorbild jener Patriarchen blieb schriftlich
erhalten ─ mit dem unerschütterlichen Glauben Abrahams, dem
Gehorsam Isaaks und der Treue und geistigen Stärke Jakobs. Eine
Frucht dieses Baumes war Moses, der Repräsentant meines
Gesetzes, die Verkörperung meiner Gerechtigkeit. In ihm konntet ihr
ein Abbild meiner Majestät erblicken.
10. Im Laufe der Zeit bin Ich immer mehr in das Gefühlsleben
der Menschen eingegangen, und deshalb musste Ich auch Mensch
werden, um eurem Herzen noch näher zu kommen. Doch um auf die
Welt zu kommen, war es notwendig, Mich durch die Propheten
anzukündigen.
11. Ich lebte unter den Menschen und machte aus meinem
Leben ein Vorbild, ein Lehrbuch. Ich lernte alle Leiden kennen, die
Versuchungen und die Kämpfe, die Armut, die Arbeit und die
Verfolgungen. Ich erlebte die Ablehnung durch die Angehörigen, die
Undankbarkeit und den Verrat; die langen Tageswerke, den Hunger
und den Durst, den Spott, die Einsamkeit und den Tod. Ich ließ zu,
dass die ganze Last der menschlichen Sünde auf mich fiel. Ich
erlaubte, dass der Mensch meinen Geist in meinem Wort und in
meinem durchbohrten Körper erforschte, wo man selbst die letzte
meiner Rippen sehen konnte. Obwohl Gott, wurde ich zu einem
Spottkönig, zu einem Entblößten gemacht und musste auch noch das
Kreuz der Schande tragen und damit den Hügel hinaufsteigen, wo
die Räuber starben. Dort endete mein menschliches Leben als ein
Beweis dafür, dass ich nicht nur der Gott des Wortes bin, sondern
der Gott der Taten.
12. Im Jahr 1866 öffnete meine Barmherzigkeit das Tor zu
einem neuen Zeitalter: dem des Heiligen Geistes. Weiß etwa die
ganze Menschheit die Zeit, in der sie lebt? Dies weiß nur das
spiritualistische Volk, das Ich derzeit "unter dem Schatten dieser
Bäume" versammle. Mein Werk wird auf der Welt erst nach großen
Schlachten und Ereignissen, nach "Kriegen" der Lehrmeinungen
und Weltanschauungen anerkannt werden, sodass die Menschen sich
erheben und bestätigen, dass ein neues Zeitalter angebrochen ist.
13. Es ist schon einige Zeit her, dass von dieser Erde jener
schied, durch den Ich Mich in dieser Zeit zum ersten Male kundtat:
Roque Rojas, der Abgesandte, dessen Schritte vom Geiste Elias',
dem Wegbereiter, geleitet wurden. Auf diese Weise löste Ich das
Sechste Siegel und schlug damit eine unendlich große Bresche für
den Spiritualismus.
14. Und seit Roque Rojas bis zu diesem Tage habt ihr gekämpft,
o Trinitarisch-Marianische Spiritualisten, und habt in diesem
Kampfe eure Kräfte, eure Jugend, euer Leben und alles, was ihr
besaßet, eingesetzt, um Mir nachzufolgen und dies Werk zu ehren.
Im Stillen und demutsvoll habt ihr euch bemüht, den Menschen die
Wiederkunft des Herrn bekannt zu machen.
15. Mein "Wort" ist nicht nochmals Mensch geworden. Ich bin
in dieser Zeit "auf der Wolke", dem Sinnbild für das Jenseits, von
dem mein Strahl ausgeht, welcher den Verstand des Stimmträgers
erleuchtet.
16. Es hat mir wohlgefallen, mich durch den Menschen
mitzuteilen, und mein Entschluss ist vollkommen. Ich kenne den
Menschen, denn ich habe ihn geschaffen. Ich halte ihn für würdig,
denn er ist mein Kind, denn er ging aus mir hervor. Ich kann mich
seiner bedienen, denn dafür schuf ich ihn, und ich kann meine
Herrlichkeit durch seine Vermittlung offenbaren, weil ich ihn schuf,
um mich in ihm zu verherrlichen.
17. Der Mensch! Er ist mein Ebenbild, weil er Intelligenz,
Leben, Bewusstsein, Wille ist, weil er etwas von all meinen
Eigenschaften besitzt und sein Geist der Ewigkeit angehört.
18. Oftmals seid ihr unbedeutender, als ihr geglaubt habt, und
ein andermal seid ihr größer, als ihr euch vorstellen könnt.
19. Der Stolze glaubt groß zu sein, ohne es zu sein. Und
armselig ist, wer sich mit den unnötigen Reichtümern dieses Lebens
begnügt, ohne die wahren Werte des Herzens und des Geistes zu
entdecken. Wie armselig sind seine Wünsche, seine Begehrlichkeiten,
seine Ideale! Mit wie wenig ist er zufrieden!
20. Doch wer zu leben versteht ist jener, der gelernt hat, Gott zu
geben was Gottes ist, und der Welt, was der Welt ist. Jener, der sich
im Schoß der Natur zu erquicken versteht, ohne zu einem Sklaven
der Materie zu werden, versteht es, zu leben. Und selbst wenn er
dem Anschein nach nichts besitzt, ist er Herr der Güter dieses
Lebens und ist auf dem Weg, die Schätze des Gottesreiches zu
besitzen.
21. Das, was Ich euch in dieser Zeit sage, lehrte Ich euch nicht
in den vergangenen Zeiten. Dies ist mein Neues Testament. Ich bin
der zudringliche Pilger, der unablässig an eure Haustür pocht und
euch nicht schlafen lässt. Ich bin der Schatten, der euch überallhin
folgt. Was wollt ihr mehr? Meine Liebe ist unendlich.
22. Schon naht die Stunde meines Abschieds. Mein Besuch in
dieser Zeit ist lang gewesen: von 1866 bis 1950.
23. Wahrlich, Ich sage euch, wenn jemand sagen sollte, dass
mein Wort euch nichts Gutes gebracht hat, so hat es euch auch
nichts Böses angetan. Aber erinnert euch, dass ich nicht will, dass
ihr wie die parasitären Pflanzen seid; dass Ich nicht will, dass ihr
euch damit begnügt, nichts Böses zu tun, sondern dass es euch
Befriedigung gibt, das Gute zu tun. Denn der, der es nicht tut,
obwohl er es tun könnte, hat mehr Böses getan als jener, der, weil er
keinerlei Gutes zu tun fähig ist, nur Böses tut, weil es das Einzige
ist, was er seinem seelischen Entwicklungsgrad entsprechend zu tun
vermag.
24. Ich rief euch auf diesen Weg, weil Ich euch traurig sah in
eurer Seele. Ihr suchtet mein Licht in unterschiedlichen Anbetungsformen,
hattet Sehnsucht nach Wundern, um den Glauben an Mich
zu bezeugen. Doch als Ich euren Weg kreuzte, um euch zu fragen,
ob ihr befriedigt wart, habt ihr geantwortet: "Ich habe davon
gekostet, aber es hat weder mein Herz, noch meine Seele gestärkt.
25. Währenddessen erwartete der Baum des Lebens den
Wanderer, um ihm seine Früchte zu bescheren, und der Quell
kristallklaren Wassers hat den durstigen Pilger überströmend
erwartet als eine Verheißung von Frieden. Ich bin der göttliche
Gärtner, der betrübt abwartete und den Ablauf der Jahreszeiten auf
den Feldern betrachtete.
26. Jetzt sind die großen Scharen der nach Liebe, Frieden,
Wahrheit und Arbeit Dürstenden angekommen. Ihr habt von den
Früchten gekostet, und nachdem ihr den Hunger und den Durst
gestillt hattet, habt ihr die Arbeitsgeräte ergriffen, um ebenfalls zu
Gärtnern zu werden.
27. Es gibt unter euch keine vergänglichen Reichtümer mehr.
Wo sind eure Güter geblieben? Ihr denkt nicht mehr daran, noch
klagt ihr darüber, dass ihr sie verloren habt, denn heute habt ihr den
geistigen Schatz meiner Wahrheit zurückgewonnen, der in meinem
Worte liegt ─ in diesem Worte, das Ich euch durch ein demütiges
Kind gebe. Denn wenn Ich zu euch durch einen Gelehrten oder
einen Philosophen sprechen würde, würdet ihr Mir nicht glauben.
28. Menschen aller Klassen kommen zu Mir. Doch diese
Klassenunterschiede sind vor dem Meister bedeutungslos. Nicht
alle, die gekommen sind, Mich zu hören, sind bei Mir geblieben.
"Viele sind berufen, aber nur wenige sind auserwählt." Viele werden
noch kommen, doch nicht alle werden Mir nachfolgen. Aber
wahrlich, Ich sage euch: In alle habe Ich mein Wort gesät, und der
Same Christi stirbt niemals. Meine Saat ist nicht vergeblich, und das
Herz des Menschen, für kurze Zeit unfruchtbar, wird fruchtbar
werden und Früchte tragen.
29. Ihr Frauen, die ihr den Weg dieser Welt mit euren Tränen
benetzt und mit Blut euren Weg durch dieses Leben kennzeichnet:
Erholt euch bei Mir, damit ihr neue Kräfte gewinnt und weiterhin
der Hort der Liebe, das Feuer des Herdes, das feste Fundament des
Hauses seid, das Ich euch auf Erden anvertraut habe, damit ihr auch
fernerhin die Lerche seid, deren Flügel den Gatten und die Kinder
bedecken. Ich segne euch.
30. Ich erhöhe den Mann und den Platz der Frau zur Rechten
des Mannes. Ich heilige die Ehe und segne die Familie.
31. In dieser Zeit komme Ich mit dem Schwert der Liebe, um
alle Dinge zurechtzurücken, da sie zuvor durch den Menschen
verschoben worden sind.
32. Jünger meiner Göttlichkeit: Ich bin hier unter euch und
zeige euch eine weitere Seite des Buches meiner Unterweisungen.
33. Es ist das Brot ohne Sauerteig, das ihr in diesem
Augenblicke verzehrt. Und das Wasser, das ihr trinkt, ist von jenem,
das den, der es zu sich nimmt, nie mehr dürsten lässt.
34. Ihr seid wie Ausländer auf dieser Erde, weil euer wahres
Vaterland ein anderes ist. Ich weise euch einen Weg ─ es ist jener,
der zum "Gelobten Lande" führt. Mein Wort bringt euch auf den
Weg des Fortschritts. Ich bin der unermüdliche Meister, der euch
zubereitet, damit ihr nach meinem Scheiden die vollkommene
Zwiesprache mit meiner Göttlichkeit erlangt.
35. Heute formt und glättet der Meißel meines Wortes der Liebe
eure Herzen.
36. Wie in der Ersten Zeit durchquert ihr derzeit die Wüste der
Heimsuchungen. Doch werdet ihr auf der Wanderschaft nicht vor
Hunger und Durst umkommen. Aus eurem eigenen Herzen,
verhärtet wie ein Fels, werde Ich das kristallklare Wasser der Reue
und der Liebe hervorquellen lassen, das den Durst der Seele stillt.
Und wenn sich der Hunger nach Gerechtigkeit und nach Wahrheit
des Volkes bemächtigt, wird mein Wort wie das Manna der Wüste
auf euch niedergehen, damit ihr euch davon nährt.
37. Der Augenblick wird kommen, an dem ihr alle zu Mir
zurückkehrt. Doch bleibt jetzt unter den Menschen, damit ihr sie
lehrt, auf dem Wege der Wahrheit zu gehen. Ihr werdet euch auf
verschiedene Wege verstreuen, ohne ─ im Vertrauen auf Mich ─
eine zweite Reisetasche mitzunehmen. Aber ihr werdet im Stillen
wirken, bescheiden, ohne Prahlerei, und Ich werde euch im Kampfe
beistehen und euch in eurem Gebete stärken, ob ihr Mich im Winkel
eures Nachtlagers oder im Schatten eines Baumes anruft. Der Tag
wird kommen, an dem ihr bei Mir Anerkennung finden werdet.
38. Ihr müsst begreifen, dass mein Abschied nahe ist, damit ihr
eure Herzen öffnet und eure Seele erhebt, um Mich schauen zu
können.
39. Durch viele Stimmträger habe Ich Mich kundgetan, damit
ihr nicht an Mir zweifelt. Ich habe sie ausgewählt, ohne auf ihre
Gesellschaftsklasse, ihre Lebensverhältnisse oder ihre Rasse zu
achten. Durch ihrer aller Mund habe Ich euch euer Erbe gegeben,
damit ihr euch beim Ausbleiben meines Wortes nicht verwaist oder
verlassen fühlt.
40. Wenn ihr euch wirklich vorbereitet, werdet ihr der Baum,
die Quelle und der Tisch für das Festmahl sein, das alle "verlorenen
Söhne" empfängt, die sich vom Vaterhause entfernt haben. Dann
werden sich die Nationen zwar nicht vor euch verneigen, aber sie
werden euch anerkennen und vor Mir niederknien.
41. Zu allen Zeiten ist euch mein Gesetz zu unbeugsam
erschienen, um es zu erfüllen, und deshalb habt ihr Sekten und Riten
geschaffen, die für euch, für euer geistiges Fassungsvermögen
begreiflich waren.
42. Wenn ihr meine Gebote der Ersten Zeit befolgt hättet, hättet
ihr Jesus erkannt und ihn nicht geopfert. Wenn die Menschheit nach
meiner Lehre der Zweiten Zeit gelebt hätte, würde sie nicht an
meiner Kundegabe durch das Verstandesvermögen des Menschen
zweifeln.
43. Nicht ihr sollt die Nationen richten. Aber Ich werde, wie es
geschrieben steht, die Nationen und die Religionsgemeinschaften in
euch richten. Dies Volk soll Vorbild für Inbrunst, Reinheit und
Vergeistigung sein.
44. Das Klagen der Menschheit stieg zu Mir empor. Es ist das
Weinen der Kinder, es ist die Jugend, die nach Gerechtigkeit ruft, es
ist das Alter, das um Frieden bittet.
45. Der Grund dafür ist, dass die Menschen den Samen der
Liebe verloren haben, den sie, ohne es zu wissen, im Reinsten ihres
Herzens tragen ─ so tief innen, dass sie selbst ihn nicht zu
entdecken vermögen.
46. Der Same der Liebe ist durch Hass, Eitelkeit und niedere
Leidenschaften erstickt worden. Und so füllt sich der Leidenskelch
ein weiteres Mal, um bis zu den Hefen getrunken zu werden.
47. Während die Welt inmitten des Unwetters Schiffbruch
erleidet, betrachtet ihr vom Rettungsboot aus seelenruhig das
Desaster.
48. Ihr schlaft im Schoße des Vaters, ohne an die zu denken, die
weinen. Doch sie feiern inmitten der Schicksalsschläge Gottesdienste,
die Mir geweiht sind, die Ich annehme, obwohl sie in
Fanatismus und Abgötterei gehüllt sind, weil Ich Vater bin. Doch Ich
mache ihnen begreiflich, dass mein Herz die vollkommene
Anbetung erwartet.
49. Von Altar zu Altar, von Ritus zu Ritus und von Sekte zu
Sekte ziehen die Menschen im Verlangen nach dem Brot des
Lebens, ohne es zu finden. Und aus Enttäuschung werden sie
Gotteslästerer, schlagen Wege ohne Ziel ein und leben ohne Gott
und ohne Gesetz. Doch bedenke, Volk, dass unter ihnen die großen
Geister sind, dass ich unter ihnen die Propheten und Jünger des
Heiligen Geistes entdecke!
50. Die Lichtgeister, die im Geistigen wirken, bereiten nun
Wege durch Ebenen, Meere, Berge und Wüsten, damit jene Rassen,
jene Völker in Karawanen und großen Scharen zu dieser Nation
aufbrechen, wo mein Wort ertönt ist und man meine Wundertaten
gesehen hat.
51. Wenn dann jene Menschen an eure Türen klopfen ─ was
werdet ihr ihnen anbieten? Bietet ihnen dann keine Unvollkommenheiten
an, denn ihrer sind sie überdrüssig. Sie kommen im
Verlangen nach Wahrheit, Barmherzigkeit und Liebe. Sie werden
kommen, um zu lernen, wie man einen Gottesdienst feiert, der so
rein ist wie der Duft von Blumen.
52. Heute sage Ich euch, dass ihr die Letzteren die Erfüllung
meines Gesetzes lehren sollt. In ihm sind die Unterweisungen der
Drei Zeiten enthalten.
53. Lasst euch dazu inspirieren, zu beten. Im Gebet vom Garten
Gethsemane habe Ich euch gezeigt, wie das vollkommene Gebet
sein soll.
54. Solange ihr nicht vorbereitet seid, werden die Wege von Mir
versperrt bleiben, und Ich werde den Ruf an die großen
Menschenscharen nicht ergehen lassen.
55. Ich will nicht während eurer Uneinigkeit, eures Ungehorsams
und Unverständnisses von euch scheiden.
56. Ich sehe, dass ihr für den Zeitpunkt meines Scheidens
bereits mein Kreuz vorbereitet ─ ein Kreuz der Undankbarkeit.
57. Noch ist Zeit, euren Einsatz zu verdoppeln, damit diese
Stunde nicht überraschend für euch kommt und ihr sagt: "Der Vater
ist weggegangen", weil ihr Mich nicht mehr durch den Stimmträger
vernehmt. Aber Ich werde gegenwärtig sein, und davon werden die
Seher Zeugnis ablegen. Ihr werdet meine Stimme durch Inspiration
hören, und wenn ihr in den Heimen und in den Provinzen lehrt,
werden es nicht eure Lippen sein, die sprechen, sondern Ich.
58. Die Zwiesprache von Geist zu Geist wird in jenen Zeiten
ihren Höhepunkt erreichen, und meine Gegenwart wird im Laufe
der Zeit und von Generation zu Generation mit immer größerer
Klarheit empfunden werden.
59. In Anbetracht dieser Offenbarungen wird niemand das
Ausbleiben meines Wortes beklagen können, und wer dennoch
Tränen vergießen sollte, wird dies tun, weil sein Gewissen ihm
vorwirft, die Zeit meines Hierseins unter euch nicht genutzt zu
haben, und er sich daher zu schwach und unbeholfen fühlt, um auf
dem Wege weiterzugehen.
60. Ich will, dass ihr als Zeugen dafür zurückbleibt, dass ihr bei
Mir gewesen seid ─ dass ihr den Menschen "die Bücher aus Gold"
zeigt, die zusammenzustellen Ich euch gewährt habe.
61. Unter diesem Volke soll es weder Priester noch Geistliche
geben. Es wird nur Diener geben. Diese Versammlungsstätten
werden Orte der Zusammenkunft und des Studiums sein, in denen
die Gemeindeleiter auf die Auftragserfüllung des Volkes achten
werden.
62. Die Herrschaft vieler Lehren wird sehr kurz sein. Denn jede
von ihnen, die keinen Samen von Wahrheit, von Gerechtigkeit und
von Liebe enthält, wird zerstört werden.
63. Mein Werk der Liebe jedoch wird anerkannt werden. Es
wird der Ausländer kommen und an eure Tür klopfen. Lasst ihn ein,
bereitet ihm ein Lager, damit er ausruht. Doch wenn er zuvor etwas
essen will, so gebt es ihm. Wenn er sich gesättigt hat und schläft, so
hütet seinen Schlaf. Wenn er dann erwacht und das Tageslicht sieht,
werden vor seinem Geiste die begangenen Taten vorüberziehen, und
er wird mit seinen Tränen selbst den letzten Schandflecken
abwaschen. Ich werde ihm dann ein weißes Gewand geben und
werde ihn zu denen setzen, die bei Mir gewesen sind.
64. Ich bin in der Dritten Zeit und gebe der Menschheit meine
Unterweisung. Denn jenen Boten, die Ich euch gesandt habe, habt
ihr nicht vertraut.
65. Während die menschlichen Geschöpfe meine Gottheit,
meine Existenz und meine Lehre diskutieren, gibt es Welten, auf
denen ich in Vollkommenheit geliebt werde.
66. Zur gleichen Zeit, da manche größte geistige Reinheit
erlangt haben, erlebt euer Planet moralisch und geistig eine Zeit
großer Verderbtheit.
67. Doch ihr, die ihr Mich hört, sollt wissen, dass Ich euch unter
die Menschen gesandt habe, um ein Beispiel von Demut und
Gehorsam gegenüber meinem Gesetze zu geben. Ich sandte eure
Seele aus, bekleidet mit meiner Gnade, gehüllt in mein Licht und in
ihrem Gewissen das Gesetz tragend.
68. Wenn ihr für kurze Zeit ins Verderben gestürzt, in die
Finsternisse eingedrungen seid und den Schwachheiten erlaget, so
richte Ich euch mit meiner Stimme auf und beweise damit der
Menschheit, dass Ich meine Jünger selbst aus dem Schmutz
auswählen kann.
69. Ich bin die göttliche Güte, die sich auf Schritt und Tritt
offenbart. Wenn ihr nicht höherkommen wollt, indem ihr Mich
geistig sucht, und es vorzieht, zu verweilen, um die Natur zu
betrachten, dann werdet ihr Mich auch in ihr finden: Das
Königsgestirn, dessen Lichtstrahlen Leben und Wärme spenden,
spricht von Mir. Die Luft, die euch Leben ermöglicht, ist mein
eigener Atem.
70. Doch wenn ihr euch bei euren Werken oder im Gebet geistig
zu Mir erhebt, nehmt ihr die Gnade wahr, die im Jenseits existiert,
und einen Weg zum Lichte, der Wunder und Offenbarungen
verheißt in der himmlischen Schatzkammer des Vaters.
71. Ihr habt Kenntnis von diesen Schönheiten, die das Leben im
Jenseits bereithält, und daher arbeitet ihr mit Eifer im Weinberge
des Herrn.
72. Ich will, dass unter den Arbeitern Liebe herrscht, dass es
Barmherzigkeit gibt.
73. Das Holz, das Ich auf eure Schultern gelegt habe, ist nicht
schwer, es ist nicht unmöglich, dass ihr die eurer Seele anvertraute
Aufgabe erfüllen könnt. Wenn ihr auf meine Macht vertraut, werdet
ihr sehen, wie das Unmögliche für eure Schritte möglich gemacht
ist, und werdet feststellen, dass, wer im Gehorsam gegenüber
meinen Unterweisungen lebt, Mir nahe ist.
74. Ich werde jeden "Arbeiter", der genügend zubereitet ist, in
die Länder der Erde senden, um die Frohe Botschaft zu bringen.
75. Eure Seele führt heute einen großen Kampf mit dem Leibe.
Sie hat ihr Schwert gezückt, um der Versuchung entgegenzutreten,
die sie in meinem Namen besiegen wird.
Mein Friede sei mit euch!

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