Die Wiederherstellung (PDF Download)




POEMS
Vierter Band
von
Anna Maria Hosta


Der Spiritualismus:
Die Lehre vom Heiligen Geist
Die Wissenschaft von der Vollendung der Seele

Auszüge aus dem Buch des Wahren Lebens
mit den
Göttlichen Unterweisungen für die Dritte Zeit

Der Spiritualismus ist die Lehre von der Zubereitung des menschlichen Herzens für die geistige Begegnung und das ewige Zusammensein mit Gott, welches dem Bilde nach einer Ehe gleicht.
Der Spiritualismus und die Wiederkunft Christi in der Dritten Zeit sind geistig und haben keine Form, kein Bild, keinen Gegenstand für die Anbetung; sie sind rein geistig und so ist auch die Lehre vom Heiligen Geist – rein geistig. Wenn Gott sagte, daß er auf der Wolke kommen wird, so bedeutet dies, daß er geistig kommen wird – unsichtbar für die materiellen Augen und unhörbar für die materiellen Ohren des Menschen. Er kann nur in der Stille und im Kern, im Innersten, im Herzen des Menschen vernommen werden, wo Er klopft, bis der Mensch Ihm öffnet und dann für immer gehört und gefühlt wird. Der Himmel ist kein Ort da draußen, es ist die von der Seele zu erlangende Vollkommenheit des Herzens gemeint. Der Himmel (die Liebe), aber auch die Hölle (das Böse) sind im Innneren des Menschen, in seinem Herzen, in seinem Geist, in seinem Wesen, in seinem Charakter. Der Mensch muß sich die Vollkommenheit auf dem Weg des göttlichen Gesetzes, welches Liebe ist und Barmherzigkeit, Gebet und verdienstvolle Werke, selbst erarbeiten.
Die Unterweisungen sind den Menschen für die Dritte Zeit in Mexiko von 1884 bis 1950 durch zubereitete Stimmträger von Gott während ihrer Extasen geistig gegeben und von Schreinbern mitgeschrieben worden als die Lehren, die den Menschen den spirituellen Weg des Aufstiegs weisen. Dieses neue Wort Gottes reinigt und läutert den Geist und die Seele, nährt das fühlende Herz des Menschen und begleitet ihn auf dem Weg seines Aufstiegs auf den Berg der Vollkommenheit in jeder Tugend, welcher der Sitz Gottes ist, damit auch der Mensch dort sein kann für immer, wo Gott ist und Gott will in seinem Herzen wohnen, für immer und ewig und sein immerwährender Meister sein.
Der Spiritualismus verzichtet auf jegliche äußere Formen der Anbetung, wie öffentliche Gebäude, Bilder, Figuren. Die Aufmerksamkeit des Betrachters richtet sich ausschließlich auf den Geist. Der Geist des Menschen ist ein Atom des Geistes Gottes, das der Vater im Menschen angelegt hat und auf das Er Sein universelles Gesetz der Liebe geschrieben hat, welches der Seele den Weg des Aufstiegs zu Gott weist. Dabei ist es der Geist, der die Seele führt und die Seele ist es, die den Verstand und den Körper führt, sofern der Mensch sich dessen bewußt ist und diesem universellen Gesetz folgt.

Die Lichtfackeln der Dritten Zeit


68. Ihr habt euch im Verlangen nach meinem Worte aufgemacht,

weil ihr die Stimme des Göttlichen Hirten kennt, auf dessen Spuren

ihr schon seit langem herbeikommt.

69. Es ist kein Zwang gewesen, der euch dazu getrieben hat,

Mir auf diesem Wege nachzufolgen, noch ist es Furcht gewesen,

sondern der Wunsch, euren Nächsten nützlich zu sein, um dem

Herrn wohlgefällig zu sein.

70. So bereiten sich die neuen Jünger zu, um die Fackeln zu

sein, die die Welt erhellen. Wohl denen, die Mich verstehen und an

mein Wort glauben, denn sie werden weder Hunger noch Durst in

ihrer Seele fühlen.

71. Ich will nicht, dass euer Herz morgen von Eitelkeit und

Selbstherrlichkeit erfüllt wird, wenn es die Wundertaten miterlebt,

die durch eure Gaben Wirklichkeit wurden. Aber Ich will euch auch

nicht zaghaft sehen, denn dann würdet ihr kein Vertrauen in euren

Mitmenschen erwecken. Seid von dem überzeugt, was ihr sprecht

und tut.

72. Ihr müsst eure Zubereitung verstärken und eure Vorgehensweise

vervollkommnen, damit ihr nach meinem Abschied anerkannt

werdet.

73. Euch allen habe Ich die Gabe der Heilung anvertraut, mit

der ihr unter den körperlich und seelisch Kranken Wunder

vollbringen könnt.

74. Ihr sollt den Verkommenen selbst im Morast aufsuchen, um

ihm die rettende Hand zu reichen. Wenn ihr meint, dass dort mein

Same nicht aufgeht, irrt ihr euch. Ich kann euch beweisen, dass dem

Morast Blumen so weiß wie Schnee entsprießen können. Je

verdorbener eine Seele ist, desto mehr Liebe ist nötig, um sie

aufzusuchen, und wenn diese die Liebkosung oder den Heilbalsam

spürt, wird sie einen Lichtstrahl in sich eindringen fühlen und wird

zu den Inbrünstigsten gehören. Ihre Dankbarkeit wird sehr groß

sein, denn es wird ihr ihre Schuld vergeben werden, die gleichfalls

sehr groß war.

75. Diese sollt ihr aufsuchen, so wie Ich euch immerzu

aufgesucht habe. Vergesst nicht, dass die Gerechten bereits bei Mir

sind.

Aus: Das Buch des Wahren Lebens – Band VIII - Unterweisung 241:68-75

Bild: Roque Rojas, Mexiko (1866)


Das Herz wird durch Auftragserfüllung geläutert


57. Euer Herz wird bei der Auftragserfüllung geläutert. Jeder

kommt gemäß seiner Liebe, seines Einsatzes und seines Verlangens,

Mir zu dienen, voran. Mein Wort ist für alle dasselbe gewesen, und

dennoch habe Ich "Arbeiter" entdeckt, die große Schritte auf die

Vergeistigung zu tun, und andere, die in ihrer Entwicklung

zurückgeblieben sind.

58. Um den Kern meiner Unterweisung zu erkennen, müsst ihr

sie befolgen. Wenn ihr meine Unterweisungen nur hört und sie

danach vergesst, werdet ihr sie nicht bewahren können, noch jene

köstliche Essenz weitergeben können, die meine Unterweisung

enthält. Sie ist so einfach, dass ihr sie vom ersten Augenblick an, an

dem ihr sie hört, ausüben könnt. Die Liebe ist das erste Gesetz, das

Ich euch bekanntgemacht habe, und aus ihm gehen alle anderen

Gesetze und Gebote hervor.

59. Ich habe euch gesagt, dass Ich alle gleich geschaffen habe

und alle liebe. Warum liebt ihr einander nicht ohne Unterscheidung

von Rassen, Klassen oder Glaubensbekenntnissen? Warum liebt ihr

die einen und missachtet die anderen? Liebt nicht nur die, die euch

Gutes tun, sucht alle auf und knüpft mit ihnen Bande der Liebe. Übt

die universelle Liebe aus, die alles umfasst, und liebt eure irdischen

und geistigen Geschwister. Mein Werk stellt alle Seelen auf die

gleiche Ebene. Ich will alle meine Familie bilden sehen, die sich

untereinander liebt und den universellen Frieden schafft, die sich

mit meiner Göttlichkeit verbündet, damit jeder von euch mein

Stellvertreter ist, wo immer ihr euch befindet.

60. Bereitet euch zu, damit jeder von euch eine Frucht des

Großen Baumes ist, und diese Frucht sich unendlich vervielfacht.

61. Betet für die Welt, und dieses Gebet soll wie ein Mantel

sein, der die Menschheit beschützt, wie ein Gegenmittel gegen den

Krieg, der ständig näherrückt und den Menschen zu Fall bringt.

62. Ich segne alle meine Geschöpfe und lasse sie in meinen

ausgestreckten Armen vereint.

63. Kommt zu Mir, die ihr gerade Tränen vergießt, Ich bin der

Trost. Die Liebe nähert sich euch, denn ihr seid die Geschöpfe, die

in ihrer Einöde die Liebkosung des Vaters benötigen, um sich

wiederaufzurichten.

64. Ihr alle tragt ein Kreuz auf euren Schultern, damit ihr darin

dem Meister gleicht. Aber Ich will dieses Kreuz nicht zu einer

unerträglichen oder beschwerlichen Bürde werden sehen aufgrund

eures Mangels an Verständnis und Erhebung.

65. Die Wechselfälle des Lebens peitschen euer Leben wie

Wirbelstürme. Aber jene Liebe zum Vater und das Vertrauen, das ihr

Ihm entgegengebracht habt, geben euch Seelenfrieden in den

Prüfungen und lassen euch siegreich aus ihnen hervorgehen.

66. Wer wirklich auf Mich vertraut, wird niemals betrogen sein.

67. Der Schmerz macht das verhärtete Herz feinfühlig, er wird

aus den Felsen kristallklares Wasser sprudeln lassen. Die Prüfungen

halten die Seele wach.

 

Aus: Das Buch des Wahren Lebens – Band VIII - Unterweisung 241:57-67


Das Werk der Erneuerung und Vergeistigung der Menschheit braucht Zeit



53. "Arbeiter", Ich habe von euch Vereinigung verlangt, damit

ihr einen einzigen Geist, einen einzigen Verstand und ein einziges

Herz bildet, damit überall, wo immer sich eure Mitmenschen

aufhalten, sie von euch dasselbe Wort, bei allen das gleiche Zeugnis

vernehmen und meine göttliche Liebe in euch widergespiegelt

sehen.

54. Ich habe euch die Liebe, die Geduld, die Demut gelehrt,

damit ihr eure Mission als ein sanftes Kreuz tragt. Das Werk der

Erneuerung, Reinigung und Vergeistigung der Menschheit ist ein

Werk, das Zeit braucht. Eine Generation wird der nachfolgenden

den gleichen Kampfgeist und dieselbe seelische Erhebung

übermitteln, bis die Welt sich im Laufe der Zeit vervollkommnet

und zur Erfüllung ihrer Aufgabe gelangt.

55. Fürchtet euch nicht vor dem Morgen. Befürchtet auch nicht,

zu weit voranzuschreiten und den Weg zu verlieren. Der Weg ist so

weit, dass ihr nicht so bald an sein Ende gelangen werdet. Ich bin

bei jedem eurer Schritte dabei, sowohl vor, als auch hinter euch, zu

eurer Rechten wie zu eurer Linken. Die Kraft meines Geistes

bekleidet euch; jene innere Kraft, die euch ermutigt, unermüdlich zu

kämpfen, wird euch nicht verlassen. Einige von euch haben sich

Jahr für Jahr abgemüht und haben den Anbruch jedes Tages wie den

ersten erblickt, in dem sie für mein Werk gearbeitet haben.

56. Sucht alle Vollkommenheit in Mir, doch verlangt nicht

absolute Gerechtigkeit und Vollkommenheit von den "Arbeitern".

Sie sind Menschen und sind der Gefahr ausgesetzt, schwach zu

werden. Auch sie ringen um ihre Erlösung.

Jene Vollkommenheit, die eure Seele zu sehen ersehnt, ─ sucht

sie bei den Seelen, die hohe geistige Ebenen bewohnen, wo alles

Liebe, Schönheit und Licht ist.

Aus: Das Buch des Wahren Lebens – Band VIII - Unterweisung 241:53-56


Die wahren Freuden kommen aus dem Geist



49. Wenn ihr die Wonnen des Lebens fühlt, schreibt ihr dieses

Vergnügen der Welt zu. Doch Ich sage euch: Ich will euch fröhlich

sehen. Deshalb sende Ich euch jene Momente der Glückseligkeit.

Denn wenn das Kind lächelt, lächelt auch der Vater. Sucht die

gesunden Freuden, die die Seele nicht verstören, und ihr werdet

Mich in ihnen finden. Doch wohl euch, wenn ihr inmitten eurer

Leiden lächeln könnt!

50. Mein väterlicher Blick ruht auf euren Herzen, o geliebte

Kinder, und Ich sehe eure Andächtigkeit. Ihr habt das vergessen,

was zu eurem materiellen Leben gehört, und nährt euch an meinem

Worte, um euch mit seiner Essenz zu erfüllen, und um meine

Gegenwart tief in euch selbst zu fühlen. Ich offenbare Mich euch,

weil Ich euch liebe und will, dass ihr mein Sehnen versteht.

Von Dankbarkeit erfüllt zeigt ihr Mir demütig euer Herz und

sagt Mir: "Meister, lese in ihm wie in einem offenen Buch und

wirke in uns deinen Willen. Wir werden mit dem einverstanden sein,

was Du über uns verfügen solltest."

51. Ich sehe euren Glauben und euer Vertrauen in meine

Göttlichkeit. Ihr wisst, dass Ich euch liebe und euch alles gewähre,

was gerecht und zu eurem Wohle ist. Deshalb habt ihr Vertrauen und

bittet Mich um Beistand.

Es ist eine Zeit der Wiedergutmachung, in der ihr lebt, in der ihr

keine vollkommenen Freuden noch dauerhaften Frieden haben

werdet. Diese Erde ist nicht euer Vaterland. Ihr seid zeitweilige

Bewohner derselben und erarbeitet euch je nach euren Verdiensten

ein besseres, höheres Leben als dieses.

52. Auf der Erde werdet ihr, wenn ihr zubereitet sein werdet,

den Frieden meines Geistes fühlen ─ jenen Frieden, dessen ihr euch

erfreut habt und den die übrige Welt nicht kennt ─ jene Sanftheit,

die sich in meinem Worte verströmt ─ jene Herrlichkeit, die ihr

erlebt habt, wenn ihr in der Gemeinschaft mit Mir erhoben seid.

Die Welt hat diesen Anreiz nicht, doch sie benötigt ihn, erwartet

ihn, weil sie weiß, dass er kommen muss, und manche bereiten sich

vor, weil sie ahnen, dass der Zeitpunkt näherrückt, an dem Ich zu

ihnen komme.

Doch Ich sage euch: Ihr alle werdet diesen Frieden besitzen, alle

werden das Licht der Wahrheit kennenlernen. Mein Wort wird sich

verbreiten und von Mund zu Mund, von Heim zu Heim und von

einer Nation zur anderen gehen mittels meiner "Arbeiter". Aber Ich

habe bei ihnen und beim Volke ihr nur langsames Voranschreiten,

ihre Furchtsamkeit gesehen, und daher ist mein Werk nicht über die

engen Grenzen hinausgekommen, in die sie es eingesperrt haben,

und dies ist nicht mein Wille.

Aus: Das Buch des Wahren Lebens – Band VIII - Unterweisung 241:49-52

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