Wer geheilt ist wird ausgesandt um zu heilen
DE_BW - 18.8.2026
- Anna Maria Hosta
BWL 9 – U. 257 : 8 – 24
8. Befolgt meine Unterweisung und macht
Gebrauch von euren Gaben.
9. Habt ihr eure Wunden schon untersucht?
Habt ihr den Balsam, den Ich euch gegeben habe, in sie fließen lassen?
10. Wenn ihr an der Wirksamkeit meines
Balsams zweifelt, so behandelt sie aufs neue. Doch wenn ihr glaubt, dann lasst
sie unbehandelt, und ihr werdet erleben, wie meine Liebe sie heilt, und wenn
ihr sie dann sucht, werden sie sich bereits geschlossen haben. Anderen werde
Ich gewähren, dass sie ihre Gesundheit durch den Glauben, das Gebet, die
Gedankenkraft finden. Es werden Scharen von Geistwesen kommen, die ihre Macht
und ihre Kraft vereinen und euch "salben" werden, und ihr werdet mit
ihrer Hilfe heilen.
11. Mein Wort muss in Erfüllung gehen:
"Euer Glaube und eure Verdienste werden euch retten." Denn danach,
wenn ihr gesund seid, werde Ich euch in den Kampf senden, um das Höchste in
eurem Leben zu erreichen: die Liebe zu euren Nächsten.
Würde es euch nicht gefallen, für die
anderen Licht zu sein? Würde es euch nicht gefallen, wenn eure Worte
Wahrheitsessenz hätten? Würde es euch nicht gefallen, etwas zum Unterweisen
derer zu haben, die bei euch Trost suchen? Denn wenn euch dies gefällt, könnt ihr
es tun, denn vieles hängt von eurem guten Willen und eurer Anstrengung ab, es
zu erreichen. Alles übrige tue Ich.
12. Der Vergeistigte sagt: "Wie schön
ist das Leben!" Der Alltagsmensch, der Materialist sagt: "Wie bitter,
wie traurig, und wie düster ist das Leben!"
Der Mensch ohne höhere Gesinnung stößt
sich an allem, alles verletzt ihn. Wer geistig erhoben ist, bemerkt die
Widrigkeiten des Weges nicht einmal. Wenn sich ein hochstehender Verstand mit
den anderen beschäftigt, tut er es, um die Tugenden anderer zu loben oder um
deren Fehler zu entschuldigen, niemals, um zu richten oder zu verurteilen. Der
niedrig gesinnte Verstand richtet, verleumdet, verbreitet die Verfehlungen
anderer und findet Gefallen daran.
13. Jene, die richten und sich mit den
Angelegenheiten ihrer Mitmenschen befassen, frage Ich: Erscheint euch eure
Sündenlast zu leicht, dass ihr Gefallen daran findet, die der anderen noch
hinzuzufügen? Wenn ihr euch von eurer Last nicht befreien könnt — warum
vermehrt ihr sie noch mit der eurer Mitmenschen? Warum zieht ihr es vor, statt
Juwelen bei euren Mitmenschen zu suchen, um sich an ihrem Lichte zu erfreuen,
euch mit Schmutz zu befassen, um euch selbst zu beflecken?
14. Viele Wohnungen hat das Haus des
Vaters. Doch die, die in den hohen geistigen Regionen wohnen, helfen den
Menschen, sich von ihrer Last frei zu machen, oder sie helfen ihnen, sie zu
tragen, aber ohne sie zu richten, noch sich an ihrem Elend zu ergötzen.
15. Ich habe euch an einem Tag lästern und am nächsten Tag bereuen sehen. Ich habe euch
meine Kundgabe verneinen und danach bezeugen sehen, dass sie Wahrheit ist. Ich
sah euch an einem Tag verleumden und am nächsten Tag das verteidigen, was ihr
verleumdet habt. Es ist zwar gut, dass ihr eure Irrtümer berichtigt, aber
besser wäre es, wenn ihr nichts Schlechtes mehr begehen würdet, damit ihr es
nicht berichtigen müsst.
Ich sah euch eines Tages jenem Wohltaten
erweisen, der sie nicht benötigte, und Ich sah, wie ihr sie dem wirklich Armen
verweigert habt. Doch Ich will euch nicht beschuldigen, noch euch richten, Ich
komme mit dem Lichte meiner Unterweisung, um euch zu erleuchten, damit ihr
nicht mehr sündigt. Auch kann Ich euch sagen, dass Ich euch hilfsbereit,
hochherzig, wohltätig und verständnisvoll gesehen habe, und dass diese
Verdienste von Mir immer berücksichtigt und zugute gehalten wurden. Begreift
jedoch, dass in euren Herzen bereits mehr Weizen als Unkraut sein sollte.
16. Betet nicht, ohne zu fühlen, indem ihr
die Lippen mechanisch bewegt. Betet mit Gefühl, ohne zu sprechen. Gebraucht
jene Leichtigkeit, mit der ihr in früheren Zeiten falsche Gelöbnisse gemacht
und vergeblich geschworen habt, heute dazu, um die Wahrheit zu sagen.
17. Nehmt nichts Fremdes weg. Wer Fremdes
an sich nimmt, muss es mit Schmerz und mit Scham zurück erstatten. Ich zeige
auf niemanden, doch Ich will, dass jeder von meinem Worte das aufnimmt, was ihn
betrifft.
18. Ich werde euch wegen dem, was ihr
getan habt, als ihr euren Weg in der Finsternis der Unwissenheit, der Unreife
und der Vermaterialisierung ginget, nicht beschuldigen noch zur Rechenschaft
ziehen. Doch wenn ihr heute, da ihr volle Kenntnis dessen habt, was mein Gesetz
ist, im Unerlaubten, im Unreinen verharrt, werdet ihr euch wegen eurer
Handlungsweisen vor Gott verantworten müssen, der sich für euch in eurem
eigenen Gewissen als unerbittlich erweisen wird.
19. Ihr alle seid mein Same, und der
Meister erntet ihn. Wenn unter den guten Samen der Unkrautsame gelangt, nehme
Ich auch ihn liebevoll in meine Hände, um ihn in goldenen Weizen umzuwandeln.
20. Ich sehe in den Herzen den Samen des
Unkrauts, des Morastes, des Verbrechens, des Hasses, und dennoch ernte und
liebe Ich euch. Ich liebkose und reinige diesen Samen, bis er wie Weizen in der
Sonne glänzt.
21. Meint ihr, dass die Macht meiner Liebe
nicht fähig ist, euch zu erlösen? Ich werde euch, nachdem Ich euch gesäubert
habe, in meinen Garten säen, wo ihr neue Blüten und neue Früchte tragen werdet.
Zu meiner göttlichen Aufgabe gehört es, euch meiner würdig zu machen.
22. Ich komme, um Mich an euch zu freuen,
um mit eurem Herzen zu sprechen. Meine Gegenwart gibt euch Kraft, damit ihr die
Mission erfüllen könnt, die Ich euch anvertraut habe.
23. Doch ihr — fühlt ihr nicht den Schmerz
der Menschen? Fühlt ihr keine Trauer, wenn ihr seht, wie der Tod anstelle des
Lichtes des Gewissens die Sünde dieser Welt hinwegrafft?
24. Als Jünger Jesu in der Dritten Zeit
habt ihr eine sehr große Mission durchzuführen, da ihr zu denen gehört, die
mein Wort vernommen und von Mir gelernt haben.

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