BWL - Band 6 - Unterweisung 157


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 143 - 174
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Unterweisung 157:
 
 1 Volk Israel, du offenbarst mir dein Herz. Ich will, dass du mich als deinen Vater liebst. Mein Geist sehnt sich nach deiner Liebe. Die Welt hat mich vergessen, und wenn sie mich sucht, tut sie es mittels unvollkommener Kulte, und da sie keine Beweise meiner Gegenwart hat, verliert sie ihren Glauben und wird ungläubig. Wenn ihr jemandem sagen würdet, dass Ich derzeit zum Volke Israel spreche, so würde er es nicht glauben, würde Beweise von mir fordern und wäre wie Thomas. Doch Ich habe euch gesagt: "Selig, wer ohne zu sehen glaubt."
2 Der Tempel, den Ich für mich bereitet habe, ist im Geiste des Menschen selbst, wie Ich euch immer gelehrt habe.
3 Studiert meine Kundgebungen und denkt daran, dass Ich ein weiteres Mal zu euch gekommen bin, weil ihr nicht zu mir zu kommen verstandet. Obwohl ihr das Gesetz, mein Wort und die Prophetien hattet, habt ihr eure Bestimmung nicht verstanden und eure Mission nicht erfüllt. Wenn ihr sie richtig erfasst hättet, würdet ihr die Ereignisse erwarten, die dies neue Zeitalter anzeigen.
4 Ich bin gekommen, euch wie in der Zweiten Zeit meine Unterweisung zu geben. Viele werden mich nicht anerkennen, nur jene, die sich vergeistigen, werden diese Kundgebung klar erkennen. Ihr, die ihr mich hört, habt Mitgefühl für die Menschheit, die meine Spur nicht entdeckt hat, und bereitet euch vor, um zu lehren, und werdet zu Meistern. Mit welcher Freude werdet ihr bei euren Schülern deren Glauben und Kenntnis in meiner Lehre wachsen sehen.
5 Viele Herzen werden zu mir kommen. Die von Hochmut erfüllt sind, werden demütig herbeikommen. Andere werden von ihrem Gewissen geleitet ankommen, ihre Werke ermessend und mit großer Reue. Ich erwarte sie, um sie vorzubereiten, damit ihr Geist wie eine reine Quelle ist und mein Wort wie kristallklares Wasser, das ihren Durst löscht.
6 Elias wurde gesandt, jene vorzubereiten, die dies Licht empfangen sollten. Er überraschte die Menschheit, in tiefem Schlafe befangen und taub für alles, was geistig ist. Nur einige wenige waren vorbereitet, um die Botschaft zu empfangen. Welche Glückseligkeit war in jenen Kindern, als sie meine Verheißung erfüllt sahen! Und welche Liebe war in meinem Geiste für alle Menschen! Die Jahre sind vergangen, und mein Wort voll Lebenskraft ist herabgeströmt, um die Herzen zu nähren. Andere werden später erwachen, wenn diese Kundgebung vorüber ist. Doch sie sollen nicht darüber klagen, denn eine Zeit größter Gnade kommt für alle, in der ihr bestrebt sein werdet, ohne körperliche Mittler mit mir Zwiesprache zu halten.
7 Die Wissenschaftler werden von mir heimgesucht werden. Viele fremdartige Krankheiten werden aufkommen, und sie werden sie nicht zu heilen verstehen; sie werden unfähig sein, den Schmerz zu lindern. Nur jene, die sich geistig emporwenden, werden die Fähigkeit zum Heilen haben. Es wird Geistliche geben, die voll Verlangen, sich zu vergeistigen, sich dem "Volk Israel" anschließen werden. Viele, die "Erste" gewesen sind, werden "Letzte" sein. Von vielen Institutionen und Kirchen, die nicht auf Fundamente der Liebe gegründet gewesen sind, wird kein Stein auf dem anderen bleiben. Ich säubere derzeit die Felder, und Ich will nicht, dass neben dem Weizen das Unkraut wächst.
8 Besucht die Heime, wendet euch dem Krankenlager zu, steht denen bei, die in Gefängnissen und an Sühneorten leiden, tröstet alle, geht hin in meinem Namen und betätigt eure Geistesgaben.
9 Nehmt euch die geistige Welt zum Vorbild, eifert ihr nach in ihrer Geduld und in ihrer Liebe zur Menschheit, in ihrem Kampf um euer aller Wohlergehen.
10 Viele, die die Welt sehr geliebt, aber später auf mich gehört haben, erkannten ihre Irrtümer und spürten in sich das Verlangen wachsen, sich zu läutern. Sie durchleben einen inneren Kampf, und hernach fragen sie mich: "Herr, ist es notwendig, das 'Fleisch' und die Welt zu verleugnen, um zu erreichen, dass unser Geist sich befreit?" Darauf antworte Ich ihnen: "Das Verdienst besteht nicht in der Verleugnung des 'Fleisches', sondern darin, die Harmonie zwischen dem Geist und dem Körper, der ihm als Hülle dient, zu erlangen." Doch wie diese Harmonie erreichen, wenn der Geist sich nicht zuvor von seinem Gewissen leiten lässt?
11 Meint ihr, dass Ich euren Körper als einen Feind eures Geistes eingesetzt habe? "Nein", antwortet ihr mir. Aber so haben sie sich immer verhalten — wie Feinde. Immer hat das eine mit dem anderen in
einem beständigen Krieg gelegen — das "Fleisch", weil es die Welt mit ihren falschen Festgewändern bevorzugt, und der Geist, weil er das Verlangen fühlt, sich zu befreien und einen Grad höherer Vollkommenheit zu erreichen.
12 Nur meine Unterweisungen, die die Erläuterung des Gesetzes sind, werden euch zur Eintracht, zur inneren Versöhnung eures Wesens bringen können. Glaubt mir: Wenn ihr diese Schlacht gewonnen habt, dann wird euch der ganze Weg leicht werden.
13 Ihr sollt dies so verstehen: Das "Fleisch" ist das Schiff, der Geist ist der Steuermann. Wie sollte es richtig sein, dass das Schiff den Steuermann lenkt, wie es ihm gefällt?
14 Aus diesem Mangel an Harmonie im Menschen sind die großen Unwetter entstanden, bei denen in der Mehrzahl der Fälle der Geist der Besiegte war. Doch wenn das "Fleisch" schließlich durch die Überzeugungskraft und das Vertrauen, mit dem sich der Geist auf sein großes Ziel zubewegt, gefügig geworden ist und ohne Aufbegehren die Aufgabe annimmt, die ihm zukommt, und seiner Seele nicht mehr das entzieht, was ihr zusteht, dann wird die Harmonie zwischen den beiden Naturen erreicht sein, aus denen das menschliche Geschöpf besteht. Ihr werdet diese Erhebung erreichen, wenn Körper und Seele gemeinsam auf dem Pfade der geistigen Entwicklung wandeln, den ihnen mittels ihres Gewissens die Liebe und die Weisheit ihres Schöpfers weist. Das "Fleisch" wird sich dann aufgrund seines Gehorsams, seiner Folgsamkeit und Sanftmut gegenüber den Befehlen des Geistes am Kreuz des Opfers und der Entsagung kreuzigen, um seinem Geiste die Erhebung und die Freude zuteil werden zu lassen, seinen Platz im ewigen Leben erreicht zu haben.
15 Die Willensfreiheit ist der höchste Ausdruck, ist das vollendetste Geschenk der Freiheit, die dem Menschen auf dem Lebensweg gewährt wurde, damit seine Beharrlichkeit im Guten, die er durch den Rat des Gewissens und durch die im Kampfe bestandenen Prüfungen erlangt hat, ihn den Schoß des Vaters erreichen lassen soll. Doch die Willensfreiheit ist durch die Zügellosigkeit ersetzt worden, das Gewissen wird überhört; man hört nur noch auf die Forderungen der Welt, und die Vergeistigung ist durch Materialismus ersetzt worden.
16 Angesichts so großer Verwirrung und einer solchen Verirrung, wird den Menschen dieser Zeit meine Lehre absurd erscheinen. Doch Ich sage euch, dass es die rechte Unterweisung ist, um zu erreichen, dass die Menschen sich von der Lethargie, in die sie geraten sind, frei machen.
17 Erdenpilger, legt euren Wanderstab und euer Reisebündel ab und ruht euch aus von eurer langen Wanderschaft. Setzt euch her zu mir, esst von meinem Brot und sprecht mit eurem Meister. Lasst euren Geist in einer vollkommenen Gemeinschaft zu mir kommen.
18 Ihr seid das gleiche Volk, das mir zu anderen Zeiten im Verlangen nach Vervollkommnung seiner Seele nachgefolgt ist, doch jetzt fragt ihr mich überrascht: "Warum bist Du zu uns zurückgekehrt?" Und Ich antworte euch: Es steht geschrieben, dass der Geist meiner Kinder für alle Ewigkeit zur Rechten seines Herrn leben wird. Doch damit ihr zu mir gelangen könnt, ist es notwendig, dass ihr in der Nachfolge eures Meisters lernt und Verdienste erwerbt.
19 Ich habe zu allen Zeiten meinen Samen in euch gesät, doch wie wenige sind derer, die mich geliebt haben. Ich habe meine Macht durch Abgesandte, durch Erwählte aus einer großen Zahl von Geistwesen offenbart — seit dem gerechten Abel, welcher ein Vorbild der Demut war, Joseph, dem Sohn Jakobs, welcher mit Weisheit und Heiligkeit gesalbt war; Johannes dem Täufer, der nur lebte, um von mir Zeugnis abzulegen, ohne irgend etwas von der Welt zu gebrauchen, das seinem Körper oder seiner Seele geschadet hätte. Und wie diese, die reinen Geistes waren, gibt es so viele andere, die ihr kennt und deren Werk im Laufe der Jahre wächst und riesige Ausmaße annimmt. Doch haben euch so viele Beweise und so viele Rufe, die ihr in der Unendlichkeit habt verhallen lassen, nicht genügt, weil ihr in meinen Sendboten nicht den Abglanz meiner Göttlichkeit erkennen wolltet.
20 Ihr habt um die Gegenwart eures Herrn gebeten, um ihm ganz nahe zu sein und seine Stimme zu hören, die in eurer eigenen Sprache spricht, und es wurde euch gewährt, damit ihr euer Seelenheil erlangt. Doch obwohl Ich euch so nahe war und Ich zu meinem Volk gesprochen habe, seid ihr mir nicht nachgefolgt und habt mich genötigt, zu euch zurückzukommen.
21 Meine Lehre der Zweiten Zeit steht im Buche eures Gewissens geschrieben. Ich lehrte euch, die Liebkosung und die Zärtlichkeit Marias zu lieben und zu empfangen. Ich war glücklich, die Wärme des
mütterlichen Schoßes zu spüren und auch die Nahrung zu genießen, die ihr Busen mir darbot. Ich konnte mit ihr fröhlich sein und teilte auch die Mühsal und das schwere Tagewerk mit ihr. Ich empfing die Liebkosung der Strahlen des Königsgestirns und genoß den Anblick der Berge, der Felder, des Meeres, und allem ließ Ich meine Segnungen zuteil werden. Ich segnete die Getreidefelder, die Gewässer und alles, was den Menschen Nahrung gibt.
22 Ich reichte die Freundeshand, freute mich über die Unschuld der kleinen Kinder, die Anmut und edle Gesinnung der jungen Männer und die Herzensreinheit der Jungfrauen. Es erfüllte mich mit Befriedigung, die Selbstlosigkeit und Opferbereitschaft der Mütter und die Tatkraft der Männer zu betrachten. Dreiunddreißig Jahre lebte Ich auf der Welt, damit der Mensch die Vollkommenheit und das Vorbild seines Herrn unmittelbar miterleben sollte, den er aus der Nähe betrachten konnte, um zu lernen, mich beständig zum Vorbild zu nehmen. Ich lehrte euch die Liebe zu Gott sowie die Befolgung seiner Gesetze. Ich sagte euch, wie ihr eure Eltern, eure Geschwister und eure Kinder lieben solltet, sprach zu euch von der Liebe zwischen Ehegatten, zeigte euch den anständigen Weg der Arbeit, der gegenseitigen Achtung und Hilfsbereitschaft, lud euch dazu ein, in vollkommener Gemeinschaft mit dem Vater zu leben und auch im Einklang mit der Natur.
23 Dennoch — viele waren berufen, und nur wenige waren auserwählt. Zwölf waren es, denen Ich die Fülle meiner Weisheit zuteil werden ließ. Sie machte Ich für das Zweite Testament verantwortlich, für die Lehren, die beinahe alle in bildlichem Sinne gegeben wurden, für meine unzähligen Gleichnisse; und all dies war für immer in den Geist der Menschen geprägt, damit es weder die Zeit, noch die wechselvollen Geschicke auszulöschen vermöchten.
24 Ich gab jenen Geschöpfen Mut, damit nichts sie einschüchtern sollte in dem Kampfe, der sie erwartete, und sie den Schriftgelehrten die Stirne zu bieten und sich über die menschliche Wissenschaft hinwegzusetzen verstünden. Ich sagte meinen Jüngern: "Ich lasse euch als Hirten der Menschen zurück, jener Herde, die heute zerstreut ist und die in einer einzigen Hürde vereint werden muss." Auch sagte Ich ihnen: "Erbauet den Tempel"; doch als Ich dies zu ihnen sagte, meinte Ich nicht aus Steinen erbaute Tempel, Ich sprach zu ihnen vom Geiste, welcher der passende "Ort" ist, um eine Wohnung für euren Herrn zu errichten. Der Mensch kann sich meinen Tempel nicht einmal vorstellen, denn ihn bildet das Universum mit allen seinen Geschöpfen, und in ihm befindet sich der wahre Altar, die Opfergabe und das Licht.
25 Das Herz meiner Jünger war zubereitet, das Gefäß war innen und außen rein und voller Güte, Glaube und Hoffnung. So brachen sie auf, um der Menschheit die Frohe Botschaft zu bringen. Als sie nach meinem Abschied zu ihren Mitmenschen sprachen, sagten sie ihnen: "Ihr alle könnt den Herrn empfangen; in seinem Worte ist das Blut und der Körper des Meisters enthalten."
26 So sprachen sie, und Ich führte sie Schritt für Schritt. Sie verstanden zu lehren und alle ihre Worte durch Taten zu bestätigen. Wo immer sie waren, waren sie innerhalb des Tempels — ob in der Wüste, in der Heimat oder in den verschiedenen Ländern, die ihr Fuß betrat. Ihr Mund war wie ein Quell kristallklaren und erfrischenden Wassers, der die Völker läuterte.
27 Sie trugen wie Jesus weder Krone, noch Zepter, noch Purpurmantel; sie waren demütig. Ich sagte ihnen: "Seid demütig, seid die 'Letzten', wohin ihr auch geht. Gebt euren Mitmenschen alles, was ihr von mir empfangen habt, verheimlicht nichts und sorgt dafür, dass mein Saatkorn sich mehrt und zu allen Herzen gelangt."
28 Meine Jünger achteten stets das menschliche Leben, sie wagten niemals, meinen Platz als Richter einzunehmen. Sie wussten eine Angelegenheit, ob gerecht oder ungerecht, mir zu überlassen, denn nur Ich konnte sie richtig lösen. Sie fragten die Menschen nicht, warum sie sündigten, und gegenüber allen hatten sie Mitgefühl und Erbarmen.
29 Jetzt in der Dritten Zeit, während mein Volk sich dem Ende meiner Kundgabe nähert, rüste Ich neue Jünger zu. Alles hat sich nach meinem Willen vollzogen. Ich erbaue derzeit im Geiste meiner Kinder den unzerstörbaren Tempel.
30 Präsentiert mir keine weiteren Symbole und stellt mich nicht mehr in körperlicher Gestalt dar. Hört und befolgt nur meine Inspirationen. Dies wird genügen, um eure Vergeistigung zu erreichen.
31 In dieser Zeit habt ihr meine Stimme in der gleichen Weise gehört, in der Ich sie euch in der Ersten Zeit hören ließ, in der Ich den Geist der Menschen erbeben ließ.
32 Jetzt gebe Ich euch meine Unterweisung nicht mehr durch Jesum, mein inkarniertes Wort. Ich habe zu euch durch menschliche Geschöpfe gesprochen, denn nun seid ihr höherentwickelt und könnt mich verstehen und mein Wort übermitteln.
33 Schon ist das Ende dieser Kundgebung nahe, um sie dann in einer höheren Form wiederaufzunehmen durch den Beginn der Zwiesprache von Geist zu Geist mit eurem Schöpfer, welche die höheren Geistwesen gebrauchen, die bei mir wohnen.
34 Fürchtet nicht den Tag meines Abschieds, denn Ich werde niemals ferne von euch sein. Nach meiner Himmelfahrt in der Zweiten Zeit zeigte Ich mich meinen Jüngern, begrenzt in der Gestalt Jesu, um ihnen Trost zu spenden. Heute wisst ihr nicht, wie viele Tage ihr mich nicht fühlen werdet, doch am Ende derselben werdet ihr mich wieder erblicken und werdet spüren, dass Ich euch inspiriere, und dass eurem Verstande neue Worte zuströmen. Ich bitte euch nur um Vereinigung, ein einziger "(Gemeinde)Körper" und ein einziger Wille, damit ihr auf diese Weise würdig seid, zum Ziele zu gelangen. Es werden an diesem Tage (des Abschieds) die zwölf Stämme des auserwählten Volkes zugegen sein, die zwölf Apostel werden euch gleichfalls begleiten, damit ihr euch durch ihr Beispiel ermutigt fühlt. Denn wie sie lasse Ich euch wie Schafe unter hungrigen Wölfen zurück. Doch Ich werde mit euch sein in eurer Verfolgung, im Gefängnis, in jedem Augenblick, in dem ihr mich benötigt.
35 Ich werde meinen Samen beschützen.
36 Ihr müsst euch noch viel Mühe geben, damit, wenn Ich dann sehe, dass unter meinem Volke die Liebe, die Reinheit und die Schlichtheit regiert, Ich euch als Meister der Menschheit zurücklasse. Wenn sie euch um Unterweisung bitten, so gebt sie ihnen, wenn sie euch zum Schweigen bringen, so schweigt in Demut. Säet stets auf eurem Wege, wie Ich es euch gelehrt habe.
37 Liebt eure Mitmenschen, damit ihr unter ihnen die Fundamente des Friedens und der Eintracht legt.
38 Volk, wann wirst du Frucht tragen? Viel Zeit ist schon vergangen, seit Ich euch lehre, und noch immer erstehen nicht die Apostel, die die Menschen so sehr benötigen für ihren geistigen Aufbruch.
39 Kurz ist die Zeit, die euch bleibt, um mich zu hören, und es ist erforderlich, dass ihr meine Lektionen lernt, damit es euch leichter ist, von ihnen Zeugnis abzulegen.
40 Denkt daran: Wenn mein Wort an euch aufgehört hat, hängt es von eurem Vorbild und euren Werken ab, ob viele der Herzen, die nicht das Glück hatten, mich bei dieser Kundgebung zu hören, zum Glauben erwachen und sich zu meinem Werke bekehren.
41 Ich nenne euch als ein Beispiel für diese Worte die Bekehrung des Saulus, später Paulus genannt, der seinen Körper und seinen Geist völlig dem Dienste seines Herrn widmete.
42 Paulus zählte nicht zu den zwölf Aposteln, er aß nicht an meinem Tische, noch folgte er mir auf den Wegen nach, um meine Unterweisungen zu hören. Vielmehr glaubte er nicht an mich, noch blickte er mit freundlichen Augen auf die, die mir nachfolgten. In seinem Herzen existierte die Idee, den Samen, den Ich meinen Jüngern anvertraut hatte, welcher sich gerade auszubreiten begann, zu vernichten. Aber Paulus wusste nicht, dass er einer der Meinen war. Er wusste, dass der Messias kommen musste, und er glaubte daran. Doch konnte er sich nicht vorstellen, dass der demütige Jesus der verheißene Heiland sein sollte. Sein Herz war voll des Hochmuts der Welt, und deshalb hatte er die Gegenwart seines Herrn nicht empfunden.
43 Saulus hatte sich gegen seinen Erlöser erhoben. Er verfolgte meine Jünger sowie die Leute, die sich an sie wandten, um meine Botschaft von den Lippen jener Apostel zu vernehmen. Und so überraschte Ich ihn, als er dabei war, die Meinen zu verfolgen. Ich berührte ihn an der empfindsamsten Stelle seines Herzens, und sogleich erkannte er mich, weil sein Geist mich erwartete. Deshalb hörte er meine Stimme.
44 Es war mein Wille, dass jener weithin bekannte Mann sich auf diese Weise bekehren sollte, damit die Welt auf allen seinen Wegen jene überraschenden Werke miterleben konnte, die ihr als Ansporn zum Glauben und zum Verstehen dienen sollten.
45 Wozu noch im einzelnen das Leben dieses Mannes durchgehen, der von da an sein Leben der Liebe zu seinen Nächsten widmete, inspiriert von der Liebe zu seinem Meister und seinen göttlichen Unterweisungen?
46 Paulus war einer der größten Apostel meines Wortes, sein Zeugnis war immer von Liebe, Aufrichtigkeit, Wahrhaftigkeit und Licht durchdrungen. Sein früherer Materialismus wurde zu einer sehr hohen Geistigkeit, seine Härte zu unendlicher Sanftmut; und so wurde der Verfolger meiner Apostel zum eifrigsten Sämann meines Wortes, zum unermüdlichen Wanderprediger, welcher die göttliche Botschaft seines Herrn, für den er lebte und dem er sein Leben weihte, in verschiedene Nationen, Provinzen und Dörfer brachte.
47 Hier hast du, geliebtes Volk, ein schönes Beispiel von Bekehrung und einen Beweis dafür, dass Menschen, auch wenn sie mich noch nicht gehört haben, große Apostel von mir werden können.
48 Heute sage Ich euch: Wo ist mein Volk? Wo ist jenes, das klug in den Prüfungen, mutig in den Schlachten und standhaft in den Kämpfen ist? Es ist über die Welt verstreut. Doch Ich werde es mit meiner Stimme zum Aufbruch veranlassen und es geistig vereinen, damit es allen Völkern vorangeht. Aber Ich sage euch, dass es heute von Menschen aller Rassen gebildet werden wird, die begreifen werden, welcher Art das Bündnis ist, das Ich von allen Menschen erwarte.
49 Dies Volk soll mutig und kämpferisch sein, doch soll es keine brudermörderischen Waffen noch Kriegswagen haben, auch soll es keine Vernichtungsgesänge anstimmen. Sein Banner soll der Friede sein, sein Schwert die Wahrheit, und sein Schild die Liebe.
50 Niemand wird entdecken können, wo dies Volk ist: Es ist überall. Seine Feinde werden versuchen, es zu vernichten, aber sie werden es nicht können, denn nirgendwo werden sie es irdisch vereint finden, weil seine Einheit, seine Ordnung und seine Harmonie geistig sein werden.
51 Während ein Moses es einst befreite, auf ausgedörrten und einsamen Wegen führte und mitten durch feindliche Scharen ziehen ließ, die es umzingelten, bis er es zu den Toren des Gelobten Landes gebracht hatte, wird heute ein Elias, der unsichtbar, aber doch spürbar und gegenwärtig ist, das Volk zum Kampfe rufen und ihm lichtvolle Wege weisen, um es mit festem und sicherem Schritt zu den Schwellen der Heimstätte zu bringen, die Ich für euren Geist in Bereitschaft halte.
52 Das geistige Gesetz, das ihm als Richtschnur und Führer dient, ist das gleiche, das Ich in Stein prägte, und das euch auf dem Berge Sinai offenbart wurde. Das geistige Brot, das es erhält, ist dasselbe, das in dem Wort enthalten ist, das euch durch Jesum gegeben wurde. Das Licht, das ihm Hoffnung und Mut gibt, um niemals mehr vom Weg der Wahrheit abzuirren, wird die Inspiration sein, die in dieser Zeit aus der Unendlichkeit herniederkommt, um dem menschlichen Geist alles zu offenbaren, was ihm unbekannt war.
53 Jeder, der in den Fähigkeiten, die Ich ihm gewährt habe, sowie in den Geistesgaben Fortschritte zeigt, der außerdem ein unermüdlicher Wahrheitssucher ist, oder der die Vergeistigung liebt — wahrlich, Ich sage euch, er wird einer der Soldaten dieses Volkes sein und wird den Ruf seines Herrn vernehmen, wenn er ihn zum Kampfe ruft, ebenso, wenn er ihn zum Frieden auffordert.
54 Erscheint euch dies Bild nur als ein schöner Traum?
55 Als sich Moses in Ägypten an Israel wandte und ihm die Segnungen des Gelobten Landes ankündigte, zweifelte das Volk, weil es sich daran gewöhnt hatte, ans Joch der Knechtschaft und an die Leiden der Sklaverei gekettet zu sein, weshalb es ihm unmöglich erschien, dass es für sie ein Land der Freiheit und des Wohlergehens geben könnte. Dennoch machte sich jenes Volk auf den Weg und näherte sich immer mehr jenem Land, das ihm zuerst nur als ein schöner Traum erschien, bis es schließlich die Frucht seiner Beharrlichkeit und seiner Treue erreichte.
56 Macht euch keine Vorstellung von mir mit Krone und Zepter; nein, seht mich lieber demütig und schlicht.
57 Ich will, dass ihr die Essenz meines Wortes aufnehmt, welche die Nahrung für jede Seele ist. In ihr werdet ihr das Brot des Lebens, den Wein geistiger Freude, die Frucht wahrer Liebe finden.
58 Es ist nötig, dass ihr, während ihr mit mir an diesem Tische der Liebe und Vergeistigung speist, lernt, mit mir zu sprechen und mich zu hören. Denn diese Kundgebung, der ihr derzeit beiwohnt, ist nur
vorübergehend, und es ist unerlässlich, dass ihr lernt, geistig mit mir Zwiesprache zu halten, damit, wenn ihr meine Stimme nicht mehr in dieser Form hört, ihr euch nicht verlassen, allein oder verwaist fühlt.
59 Erquicket euch in dieser Zeit, da ihr meine Kundgabe habt. Aber verdrängt niemals den Tag aus eurem Bewusstsein, der nach meinem Willen festgesetzt ist, an dem ihr zum letzten Mal mein Wort empfangt.
60 Ich sage euch dies: Weil für jene, die sich zu sehr an meine Kundgabe gewöhnt haben, der Tag, an dem sie mich nicht mehr hören können, der "Tod" ist, sie dann der Versuchung ausgesetzt sein werden, durch unerlaubte Mittel eine Kundgebung zu erlangen, die die Leere ihres Herzens etwas ausfüllt. Doch dort wird nicht mein Licht sein.
61 Ihr müsst schon jetzt begreifen, dass, wenn diese Kundgabe kein festgesetztes Ende hätte, ihr niemals einen Schritt nach vorn machen könntet, denn ihr hättet kein Interesse daran, mein Wort zu studieren, noch euch um die geistige Zwiesprache zu bemühen. Wozu dies tun, wenn ihr Tag für Tag dies Wort vernehmen und ihr diesen Trost jedes Mal empfangen könntet, wenn ihr ihn erbittet? Aber wenn die Unterweisung abgeschlossen und die Botschaft übergeben ist, wird alles anders sein. Wenn ihr mich dann nahe fühlen wollt, müsst ihr über all das nachsinnen, was euer Gedächtnis bewahrt hat, und wenn ihr euch stark fühlen wollt, müsst ihr euch einer wirklichen geistigen Pflichterfüllung widmen, bei der ihr zu Sämännern des Friedens, des Lichtes, des Heilbalsams und der Liebestätigkeit werdet.
62 Um euretwillen soll die Zeit, in der ihr mich durch das menschliche Verstandesorgan hört, nur kurz sein, denn ihr seid so kindlich und gebrechlich, dass ihr euch schon nach kurzer Zeit, in der ihr mich hört, an meine Gegenwart in dieser Form zu gewöhnen beginnt. Ihr fühlt nicht mehr jene Gemütsbewegung, die euch in den ersten Tagen erfasste, und immer weniger erlebt ihr jene Freude, jene Beseligung, wenn ihr mir zuhört — ein Glücksgefühl, das euch in vielen Nächten sogar den Schlaf raubte beim Gedanken daran, dass ihr mich vernehmen würdet und im Verlangen danach, dass der Tag und der Augenblick wiederkäme, an dem ihr jene Stimme hört, die zu vernehmen euch zuweilen unmöglich erschien.
63 "Ist es wirklich wahr", habt ihr euch in eurem Herzen gefragt, "dass ich die Stimme meines Herrn vernehmen kann? Bin ich etwa würdig, durch dies wunderbare Wort der Kundgebung meines Schöpfers beizuwohnen? O Meister, welch große Wonne hast Du unserem Geiste beschert, indem Du uns Deine väterliche Stimme, Dein Wort als Meister, Dein Göttliches Wort hören lässt!" Ihr wurdet nicht müde, mich zu vernehmen, und wolltet kein einziges Wort versäumen und alle meine Weisungen befolgen. Aber die Zeit verging, und es wurde euch zur Gewohnheit, mich zu hören, und da ihr euch nicht mehr zu vertiefen bemühtet, begann euch mein Wort zu ermüden, das ihr eintönig fandet — "immer dasselbe, immer gleich" — ohne euch bewusst zu machen, dass ihr es wart, die nicht mehr vorbereitet herbeikamen wie in den ersten Tagen, als ihr euch andächtig und erfüllt von Ehrfurcht, Staunen, Glauben, Liebe und Demut nahtet.
64 Ich kann euch sagen, dass es kein einziges Herz gegeben hat, dem, nachdem es mich einige Zeit vernommen hat, mein Wort und meine Kundgebungen nicht zu etwas Alltäglichem geworden wären, weshalb Ich euch nochmals sage, dass ihr infolge eurer menschlichen Unreife und Schwäche nicht für lange Zeit in der Vergeistigung standhaft zu bleiben vermögt, und es besser ist, dass Ich die Zeit meiner Kundgabe um euretwillen begrenze. Denn wenn Ich es nicht tue, würdet ihr schließlich alle keine Achtung mehr für etwas fühlen, das eine Gnade gewesen ist, die euer Meister in Erfüllung eines Versprechens der Zweiten Zeit euch jetzt gewährt hat.
Mein Friede sei mit euch!

BWL - Band 6 - Unterweisung 156


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 143 - 174
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Unterweisung 156:
 
 1 Willkommen seien die Jünger, die im Verlangen nach Weisheit zum Meister kommen. Hier bin Ich ein weiteres Mal unter euch, meine Kinder, weil Ich sehe, dass ihr Jünger seid, die begierig sind nach Unterweisung. Ihr denkt daran, dass ihr noch nicht genügend zubereitet seid, um euren Mitmenschen mein Wort zu überbringen, und eilt herbei, jenen zu hören, der alles weiß. Morgen seid ihr dann belehrt und werdet Meister sein.
2 Ihr erbittet meine Gnade, um mein Wort verstehen zu können, und Ich gewähre sie euch. Doch erkennt, dass Ich in dieser Zeit mit absoluter Klarheit zu euch spreche.
3 Nehmt mein Wort und nährt euch von ihm, denn Ich will euren Geist stärken.
4 Meine Unterweisungen sind immer unterschiedlich, doch enthalten sie dieselbe Essenz, dieselbe Liebe. Ich beginne immer damit, voll Liebe zu euch zu sprechen, und ende damit, meine Barmherzigkeit auszugießen. Von diesen beiden Tugenden ist mein Gesetz umschlossen. Schöpft aus dieser Quelle Kraft und Licht. Dies ist mein Wille, den Ich euch kundtue — nicht als Befehl, denn der Meister, welcher unendliche Weisheit ist, bittet euch, dass ihr versteht und durch den eigenen Willen eure Aufgabe erfüllt.
5 Ich habe euch Willensfreiheit gewährt und weise euch nur den Weg, den ihr gehen sollt. Und immer werde Ich euch sagen, dass dieser Weg ein Weg zur Vollkommenheit ist — ein Weg, dessen Ende nicht der körperliche Tod ist, sondern der sich jenseits dieses Lebens fortsetzt, das von eurer Seele überlebt wird.
6 Ich habe euch gesagt, dass Ich euch die Seligkeit im Jenseits verspreche und ihr euch nicht mehr mit dem Schmutz und den Leidenschaften des Fleisches beflecken werdet, wenn ihr eure Aufgabe auf dieser Welt erfüllt,
7 Ihr wisst nicht, wie viele Etappen ihr noch auf diesem Planeten zu leben habt. Wenn Ich es gerecht finde, dass ihr erneut inkarniert, müsst ihr einen neuen irdischen Leib annehmen, aber mit einer höher entwickelten Seele, die sich dem göttlichen Willen nicht widersetzen wird. Ihr werdet eure Arbeit zum Wohle eurer Mitmenschen fortsetzen. Ihr werdet euch weiter aufwärtsentwickeln und euch voller Vertrauen und Hoffnung auf meine Gerechtigkeit vervollkommnen.
8 Ihr werdet stark sein müssen, um Gefahren und Versuchungen zu bestehen, und angesichts eures Beispiels und eurer Beweise von Seelenstärke wird man euch Erleuchtete und Auserwählte des Herrn nennen. Denn die geistige Welt des Lichtes wird euch auf euren Wegen beistehen und zu allen Zeiten über euch wachen. Indem ihr gemeinsam nach meinem Willen lebt, werdet ihr bewirken, dass mein prophetisches Wort in Erfüllung geht.
9 Arbeitet weiterhin, auch wenn eure körperlichen Augen die Frucht eures Kampfes nicht sehen. Vielleicht werdet ihr sie im Geiste erblicken oder in einer neuen Leibeshülle.
10 Dies wird die Arbeit der Menschheit von morgen sein, in welcher ein jeder für das Wohl aller wirken wird, und die Nationen um den Frieden der Welt ringen werden.
11 In jener Zeit wird der Kampf der Weltanschauungen und Glaubensbekenntnisse beginnen. Es wird eine Zeit der Auseinandersetzungen und Diskussionen sein, in der die Intellektuellen dieser Welt euer Wissen auf die Probe stellen werden.
12 Man wird die unterschiedlichen Deutungen erörtern, die man meinem Wort der Zweiten Zeit und allem, was Ich durch meine Erleuchteten gesprochen habe, gegeben hat. Dann wird von vielen Geheimnissen der Schleier hinweggezogen, und die Heuchelei vieler wird durch die Wahrheit meiner Unterweisung bezwungen werden.
13 Mein göttliches Verlangen ist es, dass die Menschen sich über ihre Doktrinen hinweg verstehen lernen und so einen Schritt auf die geistige Vereinigung hin tun.
14 Bereitet euch auf diese Zeit vor, dann werdet ihr mit eurem einfachen und schlichten Worte Gelehrte und Verständige überzeugen; denn mir wird eure geistige Erhebung genügen, um euch meine Weisheit zu inspirieren, die unerschöpflich eurem Munde entströmen wird. Folgt dem von eurem Herrn vorgezeichneten Weg.
15 Ich sehe, dass ihr wegen der Missachtung leidet, die euch die Welt zuteil werden lässt, und auch deshalb, weil ihr mir auf einem Wege der Demut und Nächstenliebe nachgefolgt seid.
16 Weint nicht um euretwillen, denn in Wirklichkeit läutert sich eure Seele dabei. Weint um derentwillen, die noch immer den Freuden der Welt hingegeben leben und weiterhin Gefangene des Fleisches sind. Denkt nicht, dass Ich mich an euren Leiden ergötze, denn dies hieße die Tugend eures Vaters, welche die Liebe ist, zu verleugnen. Bedenkt, dass Ich gerade deshalb zu euch komme, um eure Tage der Trübsal zu verkürzen und eure Schmerzen zu lindern. Ich rate euch, im Guten auszuharren, denn es ist besser, wenn ihr jetzt leidet, weil ihr Gutes tut, als wenn ihr Böses tätet.
17 Über euren Leiden werde Ich euch meinen Frieden fühlen lassen, jene göttliche Gnade, welche die Mächtigen trotz all ihrer Reichtümer nicht zu genießen vermögen.
18 Ich habe euch gelehrt, die körperlich und seelisch Kranken zu heilen. Wer eine solche Tugend ausübt und sich selbst krank fühlen sollte, wird am Kopfende seines Bettes die Gegenwart des höchsten Arztes fühlen. Lernt, meine Gegenwart sowie die der geistigen Welt zu spüren, damit ihr euch niemals verlassen fühlt, damit der Verwaiste sich nicht schutzlos, die Witwe sich nicht allein oder hilflos fühlt, damit der allein gelassene Mann oder die verlassene Frau keine Leere in ihrer Seele empfindet, und damit die, die auf Erden keine Liebe erfahren haben, in ihren Herzen die Liebe ihres Himmlischen Vaters wahrnehmen.
19 Liebt eure Nächsten, dient ihnen, widmet ihnen wenigstens einen Teil eurer Zeit, denn so werdet ihr es erreichen, dass euer Geist seine Aufgabe erfüllt. Dann werdet ihr imstande sein, euch die Lehren eures Göttlichen Meisters in eurem Leben zum Vorbild zu nehmen, welcher, seine Leiden und seine Bitternisse vergessend, sich nur der Aufgabe widmete, zu segnen und den Trost seiner Unterweisung auf all seinen Wegen auszuteilen.
20 Volk: Jetzt, wo Ich in dieser Form bei euch bin, erbebe vor Glück, wenn du mein Wort vernimmst.
21 Erquickt euch, ihr Armen, die ihr nie etwas besessen habt, ihr Kranken, Gedemütigten, die Hunger und Durst nach Gerechtigkeit hatten, ihr Betrübten und Unterdrückten. Erfüllt euer Herz mit Hoffnung, denn wahrlich, Ich sage euch, diese Hoffnung wird nicht enttäuscht werden. Begreift, dass die Stunde des Gerichts gekommen ist, und dass alle, die ihre Sühne mit Geduld ertragen haben, die ihren Leidenskelch mit Sanftmut leerten und ihre Prüfungen liebevoll erduldeten, ihren Lohn empfangen werden.
22 Offenbarungen, Wissen, Brot, Arbeitsmöglichkeit und Heilbalsam — all dies und mehr wurde denen gegeben, die die Stunde meiner Wiederkunft zu erwarten verstanden.
23 Jünger, vervielfacht euch, damit mein Friede und mein Licht sich über den ganzen Erdkreis ausbreiten. Meine Botschaft ist nicht an bestimmte, bevorzugte Geschöpfe gerichtet, sie wendet sich an alle meine Kinder. Gesegnet seien, die sie empfangen, und alle, die sie erwarten.
24 Ihr seid noch Kleinkinder gegenüber den Unterweisungen des Vaters, und deshalb lebt ihr noch nicht in Einklang mit der Vollkommenheit des geistigen Lebens. Noch habt ihr nicht die Fülle des wahren Lebens erreicht; um euch beizustehen, ist es nötig gewesen, dass euer Herr herniederkommt, um euch zu helfen, damit ihr mit seinem Beistand alles kennenzulernen vermögt, was ihr nicht wisst, was ihr nicht verstanden und was ihr vergessen habt.
25 Christus ist und soll euer Vorbild sein; dafür bin Ich damals Mensch geworden. Was war die Offenbarung, die Jesus der Menschheit brachte? — Seine unendliche Liebe, seine göttliche Weisheit, seine Barmherzigkeit ohne Grenzen und seine Macht.
26 Ich sagte euch: Nehmt mich zum Vorbild, und ihr werdet die gleichen Werke tun, die Ich tue. Da Ich als Meister kam, solltet ihr begreifen, dass dies nicht geschah, um euch unmögliche Lehren zu geben, oder solche, die jenseits des Auffassungsvermögens der Menschen liegen.
27 Begreift also: Wenn ihr Werke tut, die jenen gleichen, die Jesus euch lehrte, ihr dann die Fülle des Lebens, von dem Ich euch zuvor sprach, erreicht haben werdet.
28 Wie viele Menschen meinen aufgrund des Wissens, das sie erlangt haben, geistige Größe zu besitzen, und sind für mich doch nicht mehr als einige auf ihrem Entwicklungswege stehengebliebene Kinder. Denn sie müssen bedenken, dass es nicht nur die Entfaltung ihres Verstandes ist, wodurch sie den Aufstieg ihres Geistes erlangen können, sondern es muss durch die Entwicklung der Gesamtheit ihres Wesens geschehen, und es gibt viele Begabungen im Menschen, die entwickelt werden müssen, um die Vollendung zu erreichen.
29 Das ist der Grund dafür, dass Ich — als eines meiner Gesetze der Liebe und Gerechtigkeit — die Reinkarnation der Seele einsetzte, um ihr einen längeren Weg zu gewähren, der ihr alle notwendigen Gelegenheiten bietet, um ihre Vervollkommnung zu erreichen. — Jedes Erdendasein ist eine kurze Lektion, denn andernfalls wären die Gelegenheiten eines Menschen, um die Erfüllung meines ganzen Gesetzes zu vollbringen, zu gering. Aber es ist unumgänglich, dass ihr das Ziel dieses Lebens erkennt, damit ihr aus ihm den Sinngehalt aufnehmt und seine Harmonie erreicht, welche die Grundlage menschlicher Vollkommenheit ist — damit ihr zu einer höheren Lebensebene fortschreiten könnt, bis ihr zum geistigen Leben gelangt, wo Ich für euch so viele Lektionen bereithalte, die Ich euch noch lehren muss, und so viele Offenbarungen, die Ich noch zu geben habe.
30 Niemals haben alle Menschenwesen hier auf der Welt auf derselben geistigen Stufe gelebt. Zusammen mit Menschen von großer Erhebung lebten andere, die zurückgeblieben waren. Ich muss euch darauf hinweisen, dass die gegenwärtige Zeit auch nicht die einzige sein wird, in der Menschen von sehr hochstehendem Geiste in Erscheinung treten können.
31 Zu allen Zeiten, selbst in fernen Zeiten der Menschheitsgeschichte, habt ihr Beispiele von Menschen hohen Geistes gehabt. Wie könntet ihr euch erklären, dass es bereits in den frühesten Zeiten Menschen mit entwickeltem Geiste gab, wenn sie nicht durch aufeinanderfolgende Reinkarnationen gegangen wären, die ihnen halfen, sich aufwärtszuentwickeln?
32 Der Grund dafür ist, dass der Geist nicht zur selben Zeit wie die Körperhülle entsteht, und der Anfang des Menschengeschlechts auch nicht mit dem des Geistes zusammenfällt. Wahrlich, Ich sage euch, es gibt keinen einzigen Geist, der auf die Welt gekommen ist, ohne dass er zuvor im Jenseits existiert hat. Wer von euch kann die Zeit ermessen oder kennen, die er in anderen Sphären gelebt hat, bevor er kam, auf dieser Erde zu leben?
33 ln anderen Welten erfreuen sich die Geister gleichfalls der Willensfreiheit und sündigen und geraten auf Abwege, oder sie bleiben beharrlich im Guten und erreichen es auf diese Weise, sich aufwärtszuentwickeln, so wie ihr es auf der Erde tut. Doch wenn der vorbestimmte Zeitpunkt da ist, kommen jene, die dazu bestimmt sind, auf dieser Welt zu leben, zu ihr herab, um eine edle Aufgabe zu erfüllen, und andere, um ihrer Sühnepflicht nachzukommen. Aber je nachdem, wie sie diese Erde sehen wollen, wird sie sich den einen als Paradies und anderen als eine Hölle präsentieren. Wenn diese daher die Barmherzigkeit ihres Vaters begreifen, sehen sie nur noch ein wunderbares Leben, das mit Segnungen und Lebenslehren für den Geist besät ist — einen Weg, der sie dem Gelobten Lande näherbringt.
34 Die einen gehen von dieser Welt, mit dem Wunsche zurückzukehren, andere tun es mit der Furcht, zurückkehren zu müssen. Der Grund dafür ist, dass eure menschliche Wesensnatur noch nicht die Harmonie zu begreifen vermochte, in der ihr mit dem Herrn leben sollt.
35 Ich habe euch schon offenbart, dass mein Volk über die ganze Erde verstreut ist, das heißt, dass der geistige Samen auf dem ganzen Erdkreis ausgestreut ist.
36 Heute seid ihr uneinig und missachtet euch sogar gegenseitig wegen Kleinigkeiten. Doch wenn die materialistischen Lehren euch alle zu überwältigen drohen, dann werdet ihr alle, die ihr mit dem Geiste denkt und fühlt, endlich eins werden. Wenn jene Zeit kommt, werde Ich euch ein Zeichen geben, damit ihr euch erkennen könnt — etwas, das ihr in derselben Weise sehen und hören könnt. Wenn ihr euch dann gegenseitig Zeugnis davon gebt, werdet ihr verwundert sein und sagen: "Es ist der Herr, der uns besucht hat."
37 Begreift, dass eure geistigen Geschwister nicht nur diese Nation bewohnen, sondern dass sie sich auch in anderen Völkern, Regionen und Nationen aufhalten. Wisset, dass ihr euch vorbereiten müsst, um größte Reinheit in eurem Leben zu erreichen, damit ihr ein wahrhaftiges Zeugnis von all dem gebt, was ihr hier vernommen und empfangen habt. Ich rühre alle Seelen an, damit, wenn die Stunde gekommen ist, sie euch ein getreues und vollständiges Zeugnis all dessen geben können, was sie ihrerseits empfangen haben, und damit sie vorbereitet sind, euch mit Liebe anzuhören.
38 Es werden keine menschlichen Kräfte sein, die dies Volk auf Erden bewegt, wenn es sich vereint. Es wird geistig ein einziges sein, ohne für sich eine eigene Stadt zu suchen, noch wird es eine geistige Regierung geben, die die Welt regiert.
39 Ein höheres Licht wird es leiten und es inmitten von verschiedenartigen Ideologien, Doktrinen, Bewegungen, Religionen, Glaubensbekenntnissen und Sekten inspirieren, und dann wird die Menschheit, die bisher in tiefsten Materialismus versunken gelebt hat, erstaunt sein, wenn sie das Auftreten dieses belehrten Volkes betrachtet.
40 Mein Volk vollbrachte in den vergangenen Zeiten keine Werke, die es der vollkommenen Gemeinschaft mit seinem Schöpfer näherbrachte, vielmehr geriet es in Entweihung und Ungehorsam. Dennoch vernichtete Ich es nicht, denn meine Liebesgerechtigkeit wollte es erhalten und auf Erden mehren, damit es sich von seinen vergangenen Verfehlungen läutere und dann mit größerem Licht im Geiste die Mission durchführe, die ihm schon in den ersten Zeiten anvertraut wurde. Sie besteht darin, ihren Geschwistern die göttliche Botschaft zu bringen, für die anderen Völker geistig bahnbrechend zu sein und mit ihren Werken und ihrem Beispiel zu lehren, wie man das göttliche Gesetz des Vaters beachtet und befolgt.
41 Begreift, dass Ich euch als Segen für die Menschheit zur Welt sandte. Betet und wachet, damit ihr in jener Stunde zubereitet seid, in der ihr alle im Geiste, in Gedanken und in euren Werken vereint sein werdet, auch wenn ihr körperlich einander ferne seid. Nur durch Vergeistigung werdet ihr den Drachen des Materialismus bekämpfen und besiegen können, welcher Schritt für Schritt vorrückt, Völker verschlingt und Schmerz und Elend sät.
42 In dieser Zeit sage Ich euch: Seid gesegnet, die ihr dazu bestimmt gewesen seid, mich in dieser Zeit zu empfangen und mein Wort zu hören. Ich habe euch zugerüstet, und mein Licht hat euren Geist umflutet. Dadurch werdet ihr stark sein, und selbst wenn große Prüfungen über euch kommen sollten, werdet ihr euch nicht besiegen lassen. Wenn ihr einst in der geistigen Heimat seid, werdet ihr erkennen, wie groß das Vorrecht war, das euch zuteil ward, und ihr werdet euch glücklich fühlen.
43 Als ihr mein Wort zum ersten Mal vernommen habt, fühltet ihr, dass Ich es war, der zu euch sprach; und in Gedanken an eure Werke habt ihr gedacht, dass ihr nicht rein seid, dass ihr euch würdig machen solltet, und ihr begannt ein neues, täglich vollkommeneres Leben. Doch wie schwierig ist es für euch, in diesem Vorsatz fest zu bleiben. Ihr opfert euch oftmals auf, ohne dass Ich es von euch gefordert habe, und werdet bald müde. Ich sage euch, es ist mir wohlgefällig, wenn ihr den Weg mit Geduld beschreitet. Wie wollt ihr euch in kurzer Zeit vervollkommnen, wenn das Werk, das ihr in Angriff nehmt, so groß ist?
44 Ihr liebt mich, und dies ist eure Grundlage. Ihr zeigt mir euren Glauben, und selbst dann noch sagt ihr mir, wenn euch Heimsuchungen treffen: "Meister, immer werde ich daran gehindert, Deine Gesetze zu erfüllen. Der Unglaube meiner Angehörigen lässt mich schwach werden, andauernd tritt die Versuchung an mich heran, um mich zu Fall zu bringen, und auch ich selbst habe meinen Vorsatz gebrochen!" Doch Ich sage euch, ihr müsst inmitten dieser Auseinandersetzung wirken; jene Hindernisse, die euch begegnen, sind Prüfungen für euren Glauben, und durch sie läutert sich die Seele immer mehr. Habt Zutrauen zu euch selbst, begreift, dass ihr meinen Geist in euch habt, und dass ihr vorbereitet seid, um an dieser großen Schlacht teilzunehmen.
45 Ihr macht noch kaum die ersten Schritte, und auch wenn Ich die einen zu Gemeindeleitern, andere zu "Stimmträgern" berufen habe, müsst ihr doch alle an euch arbeiten, um euren Auftrag kennenzulernen und ihn durchführen zu können. Doch verkenne Ich nicht euer Verdienst: Ihr habt meiner Sache den ersten Platz in eurem Herzen eingeräumt, und euer größter Wunsch ist es, mir nachzufolgen. Ich, euer Vater, habe euch angeleitet, habe euch geführt und mein Herz geöffnet, damit ihr in ihm meine Liebe und meine Barmherzigkeit erkennt.
46 Meine Geduld hat keine Grenzen. Ich habe euch drei Zeitalter und zahllose Reinkarnationen gewährt, damit ihr eure geistige Erhebung erreicht, und auch in dieser Zeit spreche Ich zu euch, ohne den menschlichen Unglauben und Materialismus zu beachten. Ihr seid in der dritten Zeitepoche geistiger Offenbarungen, und wenn ihr eure Geistesgaben zu nutzen versteht, werdet ihr die Macht eures Geistes erkennen und erfahren, dass Ich immer höhere Wesen aus euch machen wollte, die fähig sind, große Werke zu vollbringen. Alles habe Ich bereitgestellt, damit ihr euch von meinem Liebesgesetz regieren lasst und es beachtet. Zur Rechten jedes "Arbeiters" befindet sich ein Schutzengel, und wenn diese Wesenheiten sich euch mitteilen, haben sie euch ihre Demut, ihren Gehorsam offenbart. Sie haben euch auf eurem Lebensweg begleitet und haben mit euch die Härten des Weges erlitten. Hört auf sie, denn in ihrem Worte voller Licht werdet ihr die Erläuterung meiner Offenbarungen finden. Nach dem Jahre 1950 werdet ihr euch an das Beispiel dieser tugendsamen Wesenheiten erinnern, die nicht von euch entfernt sein werden, sondern weiterhin euren Geist inspirieren und die Menschheit beschützen werden.
47 Schult euch, damit ihr meinem Worte keine Unvollkommenheit unterstellt. Erkennt seinen (geistigen) Gehalt. Wenn der Stimmträger, dessen Ich mich bediene, nicht vorbereitet sein sollte, wenn sein Geist meine Diktate nicht aufmerksam aufnehmen sollte, wird das Wort, das von seinen Lippen kommt, nicht meine Vollkommenheit widerspiegeln. Dringt also in den wirklichen Sinngehalt desselben ein, und ihr werdet erfahren, was Ich zum Ausdruck bringen wollte. Schreibt nicht mir die Unvollkommenheit zu; begreift, dass Ich euer Gott bin, dass Ich vollkommen bin.
48 Erhebet euch voller Eifer und verteidigt meine Sache. Berichtigt alles mit Liebe und Gerechtigkeit, was ihr im Tun der "Arbeiter" als außerhalb des Gesetzes stehend vorfindet.
49 Ich nehme von eurer Aussaat das entgegen, was Wahrheit und Reinheit enthält, und was nicht zur Reife gekommen ist, lasse Ich in euren Händen zurück, damit ihr es weiterhin pflegt und korrigiert.
50 Doch kommt zu mir, meine Kinder, Ich empfange euch. Ihr seid wie müde Wanderer, die auf verschiedenen Wegen umhergeirrt sind, und jetzt, nach großen Prüfungen und Enttäuschungen, sucht ihr meinen Segen und meinen Beistand. Ihr habt mich bei eurem Kommen gesegnet und mir gedankt, weil ihr einen Ruheplatz gefunden habt, und der Meister sagt euch: Ich erfülle euch mit Gnade und es ist mein Wille, dass ihr neue Kräfte gewinnt, dass ihr von Mut beseelt werdet; denn nachdem ihr meinen Unterweisungen verzückt gelauscht habt, sollt ihr euch vorbereiten, um euch einem Kampfe zu stellen, der auf alle Menschen und besonders auf das Volk Israel zukommt. Erinnert euch, dass ihr ein Teil jenes Volkes seid, dessen Aufgaben zu allen Zeiten sehr groß gewesen sind. Unter euch befinden sich die Propheten, die Ausleger meines Wortes, die Weisen.
51 Ihr wurdet vollkommen geschaffen. Euer Geist ist erleuchtet worden, damit ihr die Herrlichkeit meiner Schöpfung erkennt, damit ihr beim Studium ihres geistigen Wesensteils begreift, dass ihr mir ähnlich seid, und in Kenntnis der materiellen Natur euch derselben bedienen könnt, denn sie ist von mir als eine demütige Dienerin gegenüber dem Menschen geschaffen worden. Wann werdet ihr soweit sein, sie zu erkennen und zu beherrschen? Wann werdet ihr so würdig sein, dass ihr einer Naturgewalt befehlen könnt, dass sie zum Wohle eurer Mitmenschen verweilt oder sich wandelt? Zwar gehorchen sie Gesetzen, die mit Gerechtigkeit und Liebe erlassen worden sind, doch ihr habt Vollmacht, und Ich habe euch gesagt, dass, wenn ihr euch vergeistigt, ihr in meinem Namen den Krankheiten, der Unbarmherzigkeit der Witterung, der Härte der Unglücksfälle und der Sünde Einhalt gebieten könnt. All dies könnt ihr tun, wenn ihr Glauben habt. Der Zeitpunkt wird kommen, an dem jeder Geist erschüttert wird und jeder Verstand erwacht; und wenn er die Quelle sucht, aus der das Licht und die Vollkommenheit hervorgehen, wird er mich finden.
52 Ein Zeitalter der Erneuerung naht. Ihr, meine Jünger, sollt die Fundamente für die Entstehung einer neuen Welt legen. Ihr sollt arbeiten, wie die Heere des Guten, die Engel, arbeiten, welche aus Liebe zu euch darum ringen, den geistigen Aufstieg der Menschheit zu erreichen.
53 Die Liebe ist die mächtigste Kraft, mit der der Mensch seine Erneuerung erreichen kann.
54 In der Zweiten Zeit zweifelten viele an mir; sie konnten nicht glauben, dass der demütige Mensch inmitten der Scharen Notleidender, Kranker und Sünder der Meister, das Wort des Vaters sei. Und als sie meine Wohltaten und Werke der Liebe und Vergebung sahen, sagten sie: "Ist er ein Zauberer oder ein Prophet?" Als jene Frau, die Ehebruch begangen hatte, in meine Gegenwart kam, wollten sie mich auf die Probe stellen und sagten zu mir: "Richte diese Frau, die gesündigt hat; sie ist verdorben und verdient nicht, unter uns zu sein. Verjage sie, denn sie ist es nicht wert, Deine Unterweisungen zu hören, noch Dein Brot zu teilen." Ich sagte ihnen: "Ihr kennt die Schuld dieser Frau, ihr alle seid der Meinung, dass sie sündig ist. Doch jener, der rein ist, frei von jeglicher Sünde, der werfe den ersten Stein." Ich berührte die, die sie anklagten, durch ihr Gewissen, und bald erkannten sie, dass ihre Schuld sehr groß war, größer als die jener Frau. Beschämt zogen sie sich zurück, und jene, die von jener Schar angeklagt und verurteilt worden war, bat mich um Vergebung, erkannte ihre Schande, und ihre Reue war so groß, dass sie sich geläutert fühlte und in ihrem Herzen die Liebe entbrannte. Da richtete Ich sie auf und sagte ihr: "Ich vergebe Dir, gehe hin und sündige hinfort nicht mehr."
55 Wann immer ihr euch also von der Last einer Schuld gequält fühlt und bereut, sollt ihr euch durch das Gebet und durch gute Werke reinigen. Kommt zu mir, gewinnt den Frieden zurück und sündigt nicht aufs neue. Doch sage Ich euch auch dies: Warum richtet ihr fremde Verfehlungen ohne Mitgefühl und blickt nicht in euer Inneres? Ich vergebe euch, schon bevor ihr eine Verfehlung begeht, doch wie wenige reuige Frauen habe Ich auf meinem Wege gefunden. Aber Ich kündige euch ein weiteres Mal an, dass die Sünde verschwinden wird.
56 Die Erde wird rein sein. Der Mensch wird wieder auf die Stimme seines Gewissens hören. Ich lade euch ein, bei mir zu wohnen, und dies ist der einzige Weg, zu mir zu gelangen.
57 Immer, wenn ihr wacht und betet, werdet ihr frei von Leiden und Versuchungen sein. Gebraucht die Zeit, die Ich euch gebe, um Werke zu tun, die euren Glauben als Jünger beweisen. Die Welt wird an euch herantreten und wird erstaunt sein, wenn sie euren Frieden erkennt, und wird sagen: "Wie ist es möglich, dass dies Volk inneren Frieden genießt, während die Nationen zu einem Feuerbrand des Hasses geworden sind?" Der Meister wird ihnen antworten: "Ich finde dies Volk geläutert und würdig vor, doch bin Ich zu allen herniedergekommen. Jeder, der mich sucht, wird mich finden, und Ich werde ihm so nahe sein, dass er mich in seinem eigenen Herzen fühlen wird."
Mein Friede sei mit euch!

BWL - Band 6 - Unterweisung 155


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 143 - 174
Download-Link - Buch des wahren Lebens - Band 6

Unterweisung 155:
 
 1 Viele der Unterweisungen, die Ich euch in dieser Zeit gebe, erscheinen euch neu, weil sie bei euch in Vergessenheit gerieten. Doch jetzt ist die Zeit, in der Ich sie euch erneut vor Augen führe. Ich habe für euch ein großes Arbeitsfeld vorbereitet, zu dem Ich euch einlade, um darauf den Samen der Ewigkeit zu säen, den Ich euch derzeit übergebe.
2 Ich bilde meine neuen Jünger heran, die durch ihren Glauben und ihre Nächstenliebe immer mehr Macht über die Krankheiten des Leibes und der Seele erlangen werden — eine Vollmacht über die Naturgewalten und auch über die geistige Welt.
3 Begreift, dass die Zeiten der Unwissenheit vorbei sind. Jetzt lebt ihr in Zeiten des Verstehens und umfassender Verwirklichung meiner Unterweisung. Könnt ihr euch vorstellen, wie weit ihr es schon gebracht hättet, wenn ihr meine Lehren von den ersten Zeiten an ausgeübt und meine Gebote befolgt hättet? Aber ihr habt lange Zeit geschlafen und habt auch lange Zeit damit verbracht, den Körper durch Lustbarkeiten zu befriedigen, und all dies hat euch auf dem geistigen Entwicklungswege aufgehalten. Daher erscheint euch heute, da Ich mit einer neuen geistigen Unterweisung zu euch gekommen bin, dieselbe fremdartig und nicht im Einklang mit eurer Art zu denken, zu fühlen und zu leben. Aber ihr braucht nur über eine meiner Kundgaben nachzudenken, um die Wahrheit meines Wortes zu erkennen. Dann seht ihr, dass meine Lehre nicht fremdartig ist, sondern dass eure Art zu leben befremdlich ist.
4 Kommt auf mein "Land", Ich werde euch dort an alles erinnern, was ihr vergessen hattet. Ich werde all das tilgen, was ihr nicht als geistigen Samen beibehalten sollt, und werde euch all das vor Augen führen, was ihr bisher nicht gesehen habt. Mit einem einzigen Schritt werde Ich euch dem Stillstand entreißen, in den ihr versunken seid, und werde euch in ein neues Leben eingehen lassen — in jenes, das ihr von Anfang an hättet leben müssen.
5 Seht ihr, wie schlicht dies Wort ist, das auf den Lippen der Stimmträger erblüht? Doch wahrlich, Ich sage euch, es wird die Menschen in all seiner Schlichtheit und Bescheidenheit der Ausdrucksweise zum Verstehen jener Weisheit bringen, die sie mittels der Wissenschaften und mit Hilfe der Theologien nicht zu begreifen vermochten.
6 Die guten Jünger, die Beharrlichen, die Getreuen werden die großen Erforscher dieser Lehre sein. Auch sie werden bescheiden sein, aber trotz ihrer Schlichtheit werden sie ihre Mitmenschen durch das Licht des Wortes in Staunen versetzen.
7 Mein Volk soll nicht nur mit den Lippen sprechen, sondern meine Unterweisungen mit seinen Werken predigen und dadurch lehren, wie man mein Gesetz erfüllt und achtet. Es soll selbstlos weitergeben, was es von seinem Herrn empfangen hat. Es soll seinen Eifer für die Wahrheit und die Unverfälschtheit des Schatzes beweisen, der ihm anvertraut wurde.
8 Lehrt eure Mitmenschen durch gute, aufrichtige und hochherzige Taten. Denkt daran, dass ihr eure Seele schon hier läutern müsst, damit sie beim Übergang in die andere Welt würdig ist, sich dort aufzuhalten, und sie nicht verstört ist, noch in die Irre geht.
9 Ihr habt die notwendige Kraft, um alles aus eurem Wege zu entfernen, was eure Schritte aufhält. Ihr wisst bereits, dass die Waffe, die alles besiegt, die Liebe ist. Sehr groß wird der Jubel jenes sein, der in diesem menschlichen Ringen obsiegt und sich als der siegreiche Soldat zeigt, nachdem er diese Schlacht gewonnen hat.
10 Erinnert euch, dass Ich es bin, der euch die Waffen gegeben hat, und dass Ich mich nicht damit begnügt habe, sondern dass Ich euch auch zu kämpfen gelehrt habe, um die Schlachten zu gewinnen.
11 Was habt ihr also auf anderen Wegen zu suchen, da Ich euch derzeit alles auf dem Wege der Wahrheit gebe?
12 Ich habe das Verstandesvermögen der Ungeschulten erschlossen, damit sie sich an der Auslegung meiner Worte erquicken können. Ich habe die Augen der "Blinden" für das Licht der Wahrheit aufgetan, damit sie sich von ihren Sünden reinigen, da sie sich von ihrem Herrn geliebt fühlen.
13 Wurde euch nicht seit den ersten Zeiten prophetisch verkündet, dass der Tag kommen würde, an dem jedes Auge den Vater schauen würde? Also wird der, der rein ist, mich schauen, und dies wird seine Belohnung sein; und jener, dessen Herz befleckt ist, wird mich gleichfalls schauen, und dies wird seine
Rettung sein. Wer seine Augen gegenüber meinem Lichte öffnet, dringt zum Geheimnis vor und erkennt das Warum. Er erfährt den Anfang und das Ende. Er muss in der Zukunft festen Schrittes gehen.
14 Legt meine Unterweisung richtig aus; denkt nicht, dass mein Geist Freude daran haben kann, wenn er eure Leiden auf Erden sieht, oder dass Ich komme, euch alles zu entziehen, was euch Freude macht, um mich daran zu ergötzen. Ich komme, damit ihr meine Gesetze anerkennt und respektiert, denn sie sind eures Respekts und eurer Beachtung würdig, weil sie euch die Glückseligkeit bescheren, wenn ihr ihnen gehorcht.
15 Ich lehrte euch, Gott zu geben, was Gottes ist, und dem "Kaiser", was des "Kaisers" ist; doch für die Menschen von heute gibt es nur den "Kaiser", und ihrem Herrn haben sie nichts darzubringen. Wenn ihr wenigstens der Welt nur das Notwendige zuteil werden ließet, so wären eure Leiden geringer. Aber der "Kaiser", den ihr euer Tun und Lassen bestimmen lasst, hat euch widersinnige Gesetze diktiert, hat euch zu Sklaven gemacht und nimmt euch das Leben, ohne euch irgendetwas dafür zu geben.
16 Bedenkt, wie anders mein Gesetz ist, das weder den Körper noch den Geist bindet. Es überredet euch nur liebevoll und führt euch voller Güte. Alles gibt es euch ohne Eigennutz und Selbstsucht, und alles belohnt und vergütet es euch im Laufe der Zeit.
17 Begreift, Jünger, studiert meine Lektionen, damit ihr erfahrt, dass Ich mit euch ein Volk heranbilden will, auf das der Vater sein Vertrauen setzt, denn es wird zubereitet sein, um große Missionen zu erfüllen. Ein Volk, das nicht beim ersten Alarmruf verzagt, ein Volk, das jenem zu begegnen versteht, der sich sein Feind nennt, und das ihm vergibt, ihn liebt und unterweist.
18 So sollt ihr nach meinem Willen für den Tag meines Abschieds zugerüstet sein. Ihr alle wisst, dass 1950 das durch meinen Willen festgesetzte Datum ist, von dem ab Ich mich nicht mehr durch das Verstandesorgan des Stimmträgers kundgebe; und da mein Wort immer in Erfüllung geht, wird dieser Zeitpunkt meine Kundgebung zum Abschluss bringen, welche für euch den Beginn des Dritten Zeitalters kennzeichnet.
19 Hegt nicht den Wunsch, dieses Datum zu ändern, und versucht auch auf keinerlei Weise, die Kundgebung meines Wortes in der bisherigen Form beizubehalten, noch jene der geistigen Welt. Schon jetzt sage Ich euch, dass die, die es dennoch tun sollten, nicht mehr durch das Licht des Meisters erleuchtet sein werden.
20 Doch warum solltet ihr eine solche Entweihung begehen, da Ich euch angekündigt und auch verheißen habe, dass ihr nach dieser Zeit von Geist zu Geist mit mir Zwiesprache halten werdet, auch wenn ihr keine Stimmträger gewesen seid?
21 Auch habe Ich euch gesagt, dass jene, die Ich zu Propheten dieser Zeit berufen und ausgerüstet habe, die Aufgabe haben werden, die Menschenscharen zu warnen und sie nicht schlafen zu lassen. Ihnen werde Ich große Lehren offenbaren, damit sie euch helfen, nicht in Versuchung zu fallen.
22 Ich spreche zu euch mit größter Klarheit, auch wenn Ich ein Sinnbild verwende, weil Ich weiß, dass ihr mich so besser verstehen könnt. Als Ich in der Zweiten Zeit zu den Menschenmengen sprach, tat Ich es oftmals mittels Gleichnissen, damit sie mich verstehen sollten. Doch wenn Ich mich nur an meine Jünger wandte, tat Ich es mit zwar einfachen, aber in der Belehrung tiefgehenden Worten.
23 Begreift also, dass Ich durch Gleichnisse spreche und ein Sinnbild verwende, damit die "Letzten", jene mit ungeschultem Verstand oder die, die ihren Geist noch wenig entwickelt haben, den ganzen Sinngehalt meiner Unterweisung zu begreifen vermögen. Wenn Ich euch Offenbarungen mache, ohne Sinnbilder zu verwenden, sind sie für jene bestimmt, deren Entwicklung und Kenntnis geistiger Lehren ihnen ein besseres Verstehen ermöglicht.
24 Vergebens werden viele Menschen sagen, dass diese Lehre neu ist, oder dass sie keine Beziehung zu den göttlichen Offenbarungen hat, die euch in vergangenen Zeiten gegeben wurden. Ich versichere euch, dass alles, was Ich euch in dieser Zeit mittels des menschlichen Verstandesvermögens gesagt habe, seine Wurzeln und seine Grundlagen in dem hat, was euch bereits in der Ersten und Zweiten Zeit prophetisch verkündet wurde.
25 Doch die Verwirrung, von der Ich zu euch spreche, kommt daher, weil diejenigen, die jene (früheren) Offenbarungen auslegten, den Menschen ihre Deutungen aufgenötigt haben, und diese waren teils zutreffend und teilweise irrig. Auch geschieht es, weil jenes geistige Licht meiner Lehren den
Menschen vorenthalten und manchmal in verfälschter Form gegeben wurde. Daher haben heute, da die Zeit gekommen ist, wo mein Licht euch aus der Finsternis eurer Unwissenheit befreit, viele Menschen verneint, dass dies das Licht der Wahrheit sein kann, da es nach ihrer Meinung nicht mit dem übereinstimmt, was Ich euch früher gelehrt habe.
26 Ich versichere euch, dass keines meiner Worte verlorengeht, und dass die Menschen dieser Zeit schließlich erfahren werden, was Ich euch in den vergangenen Zeiten (tatsächlich) gesagt habe. Wenn die Welt dann den Spiritualismus kennenlernt, wird sie sagen: "In der Tat, all dies hat bereits Jesus gesagt!"
27 Und wirklich, Ich habe euch (damals) bereits alles gesagt, auch wenn Ich von vielen der offenbarten Wahrheiten euch nur das Grundsätzliche derselben verkündete. Ich hinterließ sie euch, damit ihr sie allmählich begreifen lernen solltet, denn zu jener Zeit war die Menschheit noch nicht fähig, all das zu verstehen, was Ich euch jetzt in vollem Umfang zeige.
28 Bei einer bestimmten Gelegenheit war Jesus mit einem Mann zusammen, der im Gesetze bewandert war, und als Antwort auf dessen Fragen machte ihm der Meister eine Offenbarung.* Da sagte der Mann, erstaunt angesichts dessen, was ihm nie in den Sinn gekommen wäre: "Herr, aber wie kann dies möglich sein?" Worauf der Göttliche Meister antwortete: "Wenn ihr nicht an die irdischen Dinge, die Ich euch sage, glauben könnt — wie könntet ihr dann an die himmlischen Dinge glauben?" Doch nun ist es an der Zeit, dass ihr mich versteht, weil der entwickelte Geist des Menschen jenes intensive Licht der Gottheit empfangen kann, das alles offenbart, enthüllt und erklärt, und das ihr das Licht des Heiligen Geistes, das heißt, den Geist der Wahrheit, nennt.
* Über die Reinkarnation des Geistes mit der Seele im nächtlichen Gespräch mit Nikodemus (Joh 3,1-21)
29 Sei also guten Mutes, geliebtes Volk, denn die Unterweisung, die Ich euch in dieser Zeit gebracht habe, wird für euch das Brot des ewigen Lebens sein.
30 Auch heute gebe Ich euch die Lehren, die ihr erst in der Zukunft völlig verstehen werdet, nur in angedeuteter Form, denn jetzt würdet ihr sie nicht verstehen, noch würden viele von euch sie glauben. Damit will Ich euch sagen, dass ihr noch nicht das Ziel, den Gipfel geistiger Erkenntnis erreicht habt, noch sind meine göttlichen Unterweisungen an ihre Grenze gelangt.
31 Seid für immer und ewig meine Jünger, wacht immerdar über mein Wort, das ihr niemals zu verändern versuchen sollt. Mein Gesetz und meine Lehre widersprechen sich niemals. Im Göttlichen ist alles Ordnung, Harmonie und Vollkommenheit, wovon ihr euch anhand der materiellen Natur, die euch umgibt, überzeugen könnt.
32 Niemand vermochte in der Zweiten Zeit der göttlichen Kraft zu widerstehen, die vom Worte Jesu ausging. Wer es hörte, war sogleich überzeugt, überwunden und eines Besseren belehrt. Der Sünder wie der Hochmütige, der Arme wie der Reiche, der Pharisäer wie der Schriftgelehrte, der Vertreter Gottes wie der Vertreter des Kaisers — alle, die an ihn glaubten, fühlten, dass ihr Geist angesichts der göttlichen Gegenwart des Sohnes Gottes erbebte.
33 Der Grund dafür war, dass das Wort Jesu nur die Erläuterung seiner Werke war, denn das Zeugnis für seine Existenz war in den Worten seiner Lehre enthalten.
34 Auf dieselbe Art lehrte Jesus seine Jünger, indem er ihnen zeigte, dass es für die Glaubwürdigkeit ihres Wortes notwendig war, diese durch das Beispiel ihrer guten Werke zu unterstützen.
35 Auch auf den Lippen jener Jünger musste das Wort Gottes diejenigen erschüttern, die es vernahmen, weil von ihren Augen Licht ausstrahlte und ihre Worte Wahrheiten enthielten, die man nicht ablehnen konnte. Auch sie lehrten durch ihr Vorbild, predigten durch ihre Werke und besiegelten sie wie ihr Meister mit ihrem Blut. Mit ihrem Tode bestätigten sie die Wahrheit der Worte, die sie zur Welt sprachen. Darum gewannen sie das Herz der Völker und der Nationen, denen sie den Samen der Wahrheit und der Liebe brachten.
36 Die Menschenmassen, selbst Adelige und Heiden, ergaben sich angesichts der Wahrheit und der Lauterkeit meiner Lehre, die rein und wahrhaftig ausgeübt und gepredigt wurde.
37 Keiner, der das Glück gehabt hat, mein Wort in seinem Herzen in seiner ursprünglichen Reinheit zu empfangen, ist jemals vom Wege abgeirrt. Doch wie elend war es um die bestellt, die mein Wort mit menschlichen Unlauterkeiten vermischt empfangen haben! Als diese jene Unvollkommenheiten
schließlich entdeckt haben, haben sie ihm den Rücken gekehrt, haben über das gespottet, was sie zuvor für absolute Wahrheit hielten.
38 Seht jene großen Völker der Erde, wie sie von der Selbstsucht beherrscht sind, welche die Verneinung meiner Lehre ist! Seht, wie sie im Materialismus versunken sind, nur für die Welt leben und jeden geistigen Anruf überhören! Ich sage euch, auch sie haben meine Unterweisungen kennengelernt. Aber es fehlte daran, dass diejenigen, die meinen Samen Weitergaben, durch ihr Leben und durch das Beispiel ihrer Werke von jener Wahrheit Zeugnis ablegen, was sie hätten tun müssen, so wie es jene Jünger des Herrn taten und auch einige andere, die später ebenso wie diese wirkten und die Wahrheit der Lehre unter Einsatz ihres Lebens weitergaben.
39 Wie ist es möglich, fragt ihr euch manchmal, dass, obwohl diese Welt mit dem Worte des Erlösers besät und mit seinem Blut und dem jener, die ihm nachfolgten, bewässert wurde, es Menschen und Völker gibt, die nichts von jener Unterweisung bewahrt haben?
40 Dazu sage Ich euch, dass in dieser Zeit Apostel der Wahrheit gefehlt haben, die mit ihren Werken der Liebe die Fehler der Menschen aufzeigen und die Wahrheit bezeugen, die in der göttlichen Unterweisung enthalten ist.
41 Von der Verwirklichung meiner Lehre, die euch nur die Liebe, die Barmherzigkeit, die Ehrfurcht, die Gerechtigkeit und den Frieden lehrt, ging man über zu einem abgöttischen Kult, zu Materialismus, zu religiösem Fanatismus, zur Entweihung, und als die Menschheit in all diesem ein Abweichen von der Wahrheit empfand, strebte sie nach ihrer Befreiung.
42 Heute haben sich viele nicht nur von der Befolgung meiner Lehre abgewandt, sondern haben sie bekämpft und versuchen sie restlos aus den Herzen der Menschen zu tilgen. Sie wissen nicht, dass Ich dabei bin, sie zu überraschen, indem Ich jenes Wort gebrauche, dem niemand widerstehen kann — mit jener Stimme, welche Könige und Herren erzittern ließ und Throne und Weltreiche zu Fall brachte. Doch zuvor muss jede Pflanze, die nicht von mir gesät worden ist, mit der Wurzel ausgerissen werden, damit mein göttlicher Same wieder in vorbereitetes Erdreich fällt.
43 Jünger, nehmt diese ganze Lektion tief in euch auf, damit ihr zu denen gehört, die in der Zeit der Prüfung wachen und beten.
44 Nichts stört euren Frieden in diesem Augenblick, nichts beeinträchtigt eure Andacht, die euch innere Erhebung erlangen ließ.
45 Immer, wenn ihr den Meister in dieser Weise empfangt, werdet ihr fühlen, wie die Trübsale verschwinden, die eure Herzen manchmal wie in Nebel hüllen.
46 Groß ist meine erbarmende Liebe, weil auch eure Leiden groß sind. Aber sagt nicht, dass sich die Zeiten geändert haben, und dass diese euch den Schmerz gebracht haben; denn die Zeit als solche ändert sich nicht, es sind die Menschen, die sich verändern.
47 Euer Leben hat sich aufgrund der Wissenschaft, der neuen Gesetze, Ideen und Sitten gewandelt. Wenn eure Seele sich immer an die Vergeistigung hielte, würde sie nicht von dem Materialismus, der sie umgibt, angesteckt werden; aber sie lässt sich häufig von den Einflüssen der Welt mitreißen. Doch auf dem Höhepunkt des Materialismus kommt mein göttliches Licht zu euch, das euch fragt: Welche Veränderungen habt ihr in der Natur, die euch umgibt, beobachtet? Keine!* Doch blickt über die materiellen Dinge hinaus, und ihr werdet die geistige und verstandesmäßige Entwicklung der Menschen erkennen.
* Es ist zu beachten, daß dies in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gesagt wurde. ─ Zudem: Die Abläufe in der Natur folgen zu allen Zeiten ohne jegliche Abweichungen den bekannten und eventuell auch noch nicht bekannten Naturgesetzen.
48 Dicht ist das Dunkel, das euch umgibt, doch der Geist braucht Freiheit. Diese Freiheit schenkt mein Wort, welches das Wunder vollbringen wird, dass der Geist sich mit dem Körper versöhnt, da er begreift, dass beide durch ein einziges Gesetz vereint sind. Dann werden Körper und Geist in Einklang mit dem Gewissen wirken, das euch offenbaren wird, wer ihr seid und wohin ihr geht.
49 Eure Werke werden gemäß eurer Art zu denken entstehen, und wenn euer Denken durch die Inspiration des Geistes erleuchtet ist und dieser auf die Stimme des Gewissens hört, werden eure Werke vollkommen sein, da der Geist aufgrund seiner Herkunft vollkommen ist.
50 Immer werde Ich euch sagen: Macht Gebrauch von den Befriedigungen, die eure Welt euch gewähren kann, aber genießt sie im Rahmen meines Gesetzes, und ihr werdet vollkommen sein.
51 Ihr vernehmt immer wieder den Vorwurf des Gewissens, und zwar deshalb, weil ihr Körper und Geist nicht durch das von mir gegebene Gesetz in Einklang gebracht habt.
52 Oftmals sündigt ihr weiterhin, weil ihr glaubt, dass euch nicht vergeben wird. Dies ist eine irrige Meinung, denn mein Herz ist eine Tür, die für den, der bereut, immerdar offensteht.
53 Lebt denn in euch keine Hoffnung mehr, die euch ermutigt, auf eine bessere Zukunft zu warten? Lasst euch nicht von Schwermut und Verzweiflung erfassen. Denkt an meine Liebe, die immer bei euch ist. Sucht bei mir die Antwort auf eure Zweifel, und ihr werdet euch bald von einer neuen Offenbarung erleuchtet fühlen. Das Licht des Glaubens und der Hoffnung wird tief in eurem Geiste aufleuchten. Dann werdet ihr eine Schutzwehr der Schwachen sein.
54 Jahre des Hungers kommen auf euch zu, doch wenn ihr euch wie Geschwister liebt, wird erneut das Wunder der Ersten Zeit eintreten und Manna auf euch herabfallen.
55 Ich werde die Zungen der Menschen in dieser Zeit lösen, damit sie mich an einer einzigen Sprache erkennen: Der geistigen, jener der Liebe. Dann wird die Weissagung Jesajas erfüllt sein, als er sagte: Die Zungen werden frei, weil Feuerzungen sie lösen werden.
56 Gebt meiner Barmherzigkeit sichtbaren Ausdruck, sprecht von meinem Werk, scheut nicht vor Aufopferung zurück. Macht Gebrauch von euren Waffen der Liebe, Barmherzigkeit, Hochherzigkeit und Sanftheit, und wenn ihr euch mit Glauben und Mut dem Kampfe stellt, wird der Sieg bald euer sein. Doch geht meinem Wort auf den Grund, damit ihr nicht das Gefühl habt, dass meine Lehre euch zur Befolgung zwingt; denn Ich lade euch nur dazu ein, mich anzuhören, und — wenn ihr mich erst einmal verstanden habt — jener an die Erfüllung seiner Aufgabe gehe, der es aus Liebe, aus Überzeugung, aus freiem Willen tut. Meine Pflicht als Vater ist es, immer den Weg zur Rettung meiner Kinder aufzuzeigen.
57 Meine Lieben, erkennt, dass ihr in dieser schlichten Unterweisung eine Möglichkeit habt, die Liebe eures Vaters kennenzulernen und zu begreifen. Auch mich verlangt nach der Schlichtheit und Aufrichtigkeit eures Herzens, um mich euch in Fülle zu offenbaren.
58 Jetzt in der Zeit meiner Kundgabe offenbare Ich mich in allen Stimmträgern und gebe durch dieselben Anweisungen und Lehren. Wer könnte wagen zu leugnen, dass Ich mich durch diesen oder jenen kundtue? Wer kennt schon in Wahrheit mein wirkliches Wesen? Liebt und achtet euch gegenseitig, damit euer Wirken im Himmel als Verdienst angerechnet wird. Auch ist es mein Wille, dass mein Wort im Druck erscheint, damit es die kommenden Generationen kennenlernen.
59 Damit ihr von euren Mitmenschen anerkannt werdet, müsst ihr darauf achten, dass immer die Liebe euer Tun lenkt. Seid mitfühlend mit fremdem Schmerz, beseitigt mit der Vollmacht, die Ich euch gegeben habe, die schlechten Einflüsse, die die Gesundheit eurer Mitmenschen untergraben, und ihr werdet von ihnen als Menschen mit geistiger Macht anerkannt werden. Höret mein
Gleichnis:
60 "Ein alter Mann wanderte langsam und mühsam auf einem Wege. Bald wurde er von zwei jungen Männern eingeholt, die auf demselben Wege schnell dahineilten und die zu ihm sprachen: 'Lieber Alter, ist Dein Ziel noch weit entfernt?' Worauf ihnen der Greis antwortete: 'Das Ziel ist noch ferne, der Weg ist noch weit und man muss ihn bedächtig gehen, um nicht zu ermatten. Obwohl ich müde bin, glaube ich, mit letzter Anstrengung ans Ziel zu gelangen!'
61 Nachdem jene jungen Leute ihn angehört hatten, setzten sie ihren Weg eilig fort, vergaßen die Worte des Alten und machten abschätzige Bemerkungen über die Zuversichtlichkeit jenes bejahrten Wanderers, der das Ziel des Weges zu erreichen hoffte, obwohl er ihrer Meinung nach beinahe am Umfallen war.
62 Der Alte ging weiter seines Weges, doch jene Jünglinge, die ihn so schnell hinter sich gelassen hatten, wurden später von Durst, Hunger und Müdigkeit überfallen, und schließlich brachen sie vor Erschöpfung zusammen. Sie schliefen tief, als sie von dem Alten eingeholt wurden, der sie aufweckte und gütig zu ihnen sagte: 'Ihr jungen Leute habt nun in Eurer Jugend erfahren, was Erschöpfung ist. Geht diesen Weg, der so weit ist, nicht eilenden Schrittes. Lasst uns bedächtig gehen, und ich versichere Euch, dass wir ankommen werden.' Aber jene erwiderten schlaftrunken: 'Lass uns zurück, wir haben uns bis zum Äußersten verausgabt und können nicht mehr weiter. Ihr habt einen Wanderstab und könnt weiterziehen, wir haben keinen.'
63 Als der Greis, der nicht verstanden wurde, sie so (daliegen) sah, bot er ihnen in Stück Brot an, mit dem er sie stärkte, führte ein wenig Wasser an ihre Lippen und löschte ihren Durst. Er half ihnen beim Aufstehen, begleitete sie auf der Wanderschaft und entzündete ihren Glauben, bis er sie schließlich ans Ziel gebracht hatte."
64 Denkt gründlich nach und lernt, geliebte Jünger, denn ihr habt die Aufgabe, Führer der Menschheit zu sein.
Mein Friede sei mit euch!

BWL - Band 6 - Unterweisung 154



Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 143 - 174
Download-Link - Buch des wahren Lebens - Band 6

Unterweisung 154:
 
 1 Das Licht meines Geistes erleuchtet euch an diesem Morgen der Gnade.
2 Meine Lehre und Lehrbeispiele der Zweiten Zeit sind von der Menschheit nicht verstanden worden, denn statt gegenseitiger Liebe finde Ich Zwietracht unter den Völkern und Streit zwischen den verschiedenen Ideologien, Sekten und Religionsgemeinschaften. Ich habe euch ein Beispiel von Demut gegeben, von der Wiege bis zu dem Augenblick, da Ich unter euch an einem Kreuze starb. Mein Leben, mein Beispiel, meine Lehren und mein Opfertod sind von den Menschen nicht zum Vorbild genommen worden.
3 Jene Seite im Buche Gottes war eine Lehre für alle Zeiten; auf ihr hinterließ Ich euch alles, was Ich euch damals zu sagen hatte, nichts davon konnte Ich vergessen. Ich kündigte euch an, dass Ich zu euch zurückkommen würde, und hier bin Ich in Erfüllung meiner Verheißung. Doch Ich sehe eure Welt in völliger Unordnung, sehe, wie die Menschen das Antlitz des Planeten gemäß ihren Überzeugungen und Doktrinen zu verändern versuchen. Aber Ich komme heute voller Liebe, um euch zu sagen: Wenn ihr die Lehren der Zweiten Zeit nicht begriffen habt — hier bin Ich, um euch mit meinem Worte zu helfen, sie zu verstehen.
4 Höret: Einst kam Jesus zum Ufer des Jordan und begegnete dort Johannes dem Täufer, der seine Jünger lehrte und ihnen das Kommen des Himmelreiches ankündigte. Als der Wegbereiter der Zweiten Zeit den leuchtenden Blick Jesu, die Freundlichkeit seines Angesichts und die göttliche Majestät erblickte, die Jesus ausstrahlte, erkannte er den Messias und verneigte sich vor ihm. Johannes, der gerade seine Jünger unterwiesen und von der Lehre sprechen gehört hatte, die Jesus lehrte, hatte ihnen gesagt: "Das Reich ist nahe herbeigekommen zu den Menschen", und als er vor dem Erlöser stand, erkannte er ihn sogleich und rief aus: "Seht, dies ist jener, dem gegenüber ich nicht wert bin, dass ich ihm die Riemen seiner Sandalen löse."
5 Doch da Johannes mein Prophet und mein Diener war, waren seine Lehren mit den meinen in Einklang, und seine Jünger waren auch die meinen.
6 Bei einer anderen Gelegenheit, als Jesus sich in der Nahe eines Dorfes aufhielt, sandte er seine Jünger aus, um Lebensmittel für ihren Unterhalt zu suchen, und als sie zurückkehrten, begegneten sie den Jüngern des Johannes, die gerade predigten. Als sie dann beim Meister ankamen, sagten sie: "Herr, Herr, wir sind einigen Männern begegnet, die eine Lehre verkünden und Wunder tun. Entspricht dies deinem Gesetz?" Jesus sagte ihnen: "Warum regt ihr euch auf? Jeder, der Nächstenliebe übt, steht innerhalb des Gesetzes."
7 Ich sage euch dies heute, Jünger der Dritten Zeit, damit ihr nicht jene für außerhalb meines Gesetzes stehend erachtet, denen ihr auf eurem Wege begegnet und welche Liebe, Barmherzigkeit und Licht säen, ganz gleich, wie der Name der Lehre, die sie befolgen, auch sein mag.
8 Seinerzeit wurde Ich nicht von allen als der göttliche Sämann erkannt. Für viele war Ich nur ein Galiläer, der auf Erden predigte. Nur jene, die im Worte Jesu die Stimme der Gottheit entdeckten, erkannten ihn als Sohn des Höchsten.
9 Der, der sich heute unter euch kundgibt, ist derselbe, der in der Zweiten Zeit zu euch sprach. Doch was die Menschen damals sahen, ist jetzt nicht mehr in gleicher Weise zu sehen. Jener Meister mit freundlichem Antlitz, sanftmütigem Blick und liebevollem Wort kommt heute im Geiste und spricht mittels eines Menschen.
10 Wer mich in dieser Form der Kundgabe fühlen und schauen möchte, lasse seinen Verstand und sein Herz stille werden.
11 Viele von euch haben den Seelenfrieden verloren. Doch als ihr den Frieden und das Vertrauen eurer Geschwister saht, habt ihr eure Zuflucht zu ihnen genommen, zu ihrem Glauben und ihrer Hoffnung, im Verlangen, den rettenden Hafen zu erreichen. Auf diese Weise werdet ihr euch gegenseitig helfen.
12 Ich werde in dieser Zeit ein Volk heranbilden, das mein Gesetz eifrig befolgt, das die Wahrheit liebt und die Barmherzigkeit. Dies Volk wird wie ein Spiegel sein, in welchem die anderen die Fehler, die sie begangen haben, sich widerspiegeln sehen können. Es soll niemandes Richter sein, aber seine
Tugenden, Werke und seine (geistige) Pflichterfüllung sollen den Geist all derer berühren, die seinen Weg kreuzen, und sie sollen allen ihre Fehler aufzeigen, die gegen mein Gesetz verstoßen.
13 Wenn dies Volk einmal stark und zahlreich ist, wird es die Aufmerksamkeit seiner Nächsten auf sich ziehen, denn die Reinheit seiner Werke und die Aufrichtigkeit seiner Gottesverehrung werden die Menschen in Staunen versetzen. Dann werden sich die Menschen fragen: "Wer sind jene, die, ohne Tempel zu haben, auf solche Weise zu beten verstehen? Wer hat diese Menschenscharen gelehrt, ihren Gott betend zu verehren, ohne dass sie das Bedürfnis fühlen, für ihren Gottesdienst Altäre zu errichten? Woher sind diese Wanderprediger und Missionare gekommen, die gleich den Vögeln weder säen, noch ernten, noch spinnen und dennoch weiter existieren?"
14 Und Ich werde ihnen sagen: Dies arme und demütige Volk, das jedoch voll Eifer nach meinem Gesetze lebt und stark ist gegenüber den Leidenschaften der Welt, ist nicht von irgendeinem Menschen herangebildet worden. Diese Scharen, die ihre Freude daran haben, Gutes zu tun, die durch Inspiration erleuchtet sind und die den Herzen die Botschaft des Friedens und einen Tropfen Heilbalsam bringen, sind nicht von Lehrern oder Geistlichen irgendeiner Kultgemeinde der Erde unterwiesen worden. Denn wahrlich, Ich sage euch, in dieser Zeit gibt es auf eurer Welt keinen einzigen Menschen, der die Verehrung Gottes in wahrer Geistigkeit zu lehren vermöchte. Es ist nicht im Glanz von Riten oder Zeremonien, noch im Reichtum oder in der irdischen Macht, worin die Wahrheit ihre Wurzeln hat, welche, da sie demütig ist, die reinen, edlen, aufrichtigen, die Lauterkeit liebenden Herzen als ihren Tempel sucht. Wo sind jene Herzen?
15 "Christlich" nennt sich ein großer Teil dieser Menschheit, ohne überhaupt zu wissen, was das Wort "Christus" bedeutet, noch seine Lehre zu kennen.
16 Was habt ihr aus meinem Worte, meinem Beispiel, meiner Lehre gemacht, die Ich euch einst gab?
17 Seid ihr tatsächlich entwickeltere Menschen als die jener Zeitepoche? Warum beweist ihr es nicht durch die Werke eures Geistes? Meint ihr etwa, dass dies Leben ewig ist, oder denkt ihr vielleicht, dass ihr euch nur durch die menschliche Wissenschaft entwickeln müsst?
18 Ich lehrte euch die wahre Erfüllung des Gesetzes, damit ihr diese Welt in einen großen Tempel verwandeln solltet, in welchem man den wahren Gott verehrt, wo das Leben des Menschen eine beständige Liebesgabe für den Vater sein würde, den er in jedem seiner Nächsten lieben und auf diese Weise seinem Schöpfer und Meister Tribut zollen sollte.
19 Doch heute, da Ich zu den Menschen zurückgekommen bin — was finde Ich da vor? Lüge und Selbstsucht haben die Wahrheit und die Nächstenliebe ersetzt; Stolz und Eitelkeit — die Sanftmut und die Demut; Abgötterei, Fanatismus und Unwissenheit — das Licht, die innere Erhebung und die Vergeistigung; Gewinnsucht und Entweihung herrschen, wo nur Pflichteifer und Rechtschaffenheit bestehen sollten; Hass und entfesselter Streit unter Geschwistern haben Brüderlichkeit, Frieden und Liebe ersetzt.
20 Doch Ich werde zu meinem Tempel kommen, um die Händler von dort zu verjagen, wie Ich es in der Zweiten Zeit im Tempel von Jerusalem tat, und werde ihnen ein weiteres Mal sagen: "Macht aus dem Hause des Gebets keinen Krämerladen." Ich werde die Menschen lehren, damit jeder vor dem wahren Altar dient, damit sie nicht länger im Irrtum befangen sind, noch aus Unwissenheit in die Irre gehen wegen der schlechten Auslegungen, die sie meinem Gesetze geben.
21 Der Meister sagt euch: "Der Geistliche" ist der Geist, während der Altar das Herz ist; das Gebet ist der nach oben gerichtete Gedanke, und die Opfergabe sind die guten Werke, die ihr darbringen könnt.
22 Wenn ihr fühlt, dass Hilfsbereitschaft und Liebe zu euren Mitmenschen euer wahres Leben ausmachen — wie sollte da die Welt nicht begreifen, dass das Herz nicht nur ein gefühlloses Organ, und dass der Geist mehr als der Körper ist? Wie sollte sie da nicht verstehen, dass die Inspiration wertvoller ist als die Bilder, die der Mensch geschaffen hat, um das Göttliche darzustellen, und dass die guten Taten, mit denen ihr von meinem Gesetze Zeugnis ablegt, verdienstvoller sind als die wertvollsten irdischen Güter?
23 Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr euren Glauben retten und so vermeiden wollt, dass eure Seele in diesem Unwetter zugrunde geht, müsst ihr euren Tempel in geistiger Form errichten. Lasst mein Reich in euer Herz herniederkommen, niemand darf gegen dessen Licht ankämpfen. Wenn dann der Sturm vorüber ist, werdet ihr erleben, wie sich unsichtbar, aber stark und groß der unzerstörbare Tempel erheben wird, dessen Fundamente in euren Herzen sein werden.
24 Schauet, wie in diesem Augenblick die Welt von dem hellen Lichte erhellt wird, das von meinem Geiste ausstrahlt. Das Licht hilft euch bei eurem Fortschritt und eurem Verstehen, und mit ihm erlangt ihr den Frieden.
25 Das Licht und die Liebe entspringen dem Herzen, der Friede ist im Geiste wie ein Abglanz der Ewigkeit.
26 Mein Wort ist liebevoll, doch ihr sollt seiner nicht überdrüssig werden, denn wenn ihr euch nur an irdischen Vergnügungen ergötzt, werde Ich eure Herzen leer vorfinden. Deshalb komme Ich häufig zu euch, um zu bewirken, dass euer Herz in einem anderen Rhythmus schlägt, wenn es in Kontakt mit dem Göttlichen kommt, denn fortwährend irrt ihr vom Pfade eurer Pflichterfüllung ab.
27 Warum gab und gibt es Menschen, die, nachdem sie durch den Gebrauch der Fähigkeiten, die der Schöpfer ihnen gewährt hat, die menschliche Wissenschaft kennengelernt haben, dieselbe dazu benutzen, um die göttliche Wissenschaft zu bekämpfen und abzulehnen? — Weil ihre Eitelkeit ihnen nicht erlaubt, die Schatzkammer des Herrn mit Demut und Hochachtung zu betreten, und sie ihr Ziel und ihren Thron auf dieser Welt suchen.
28 Unter den Sündern werde Ich jene auswählen, die mir in dieser Zeit zu dienen haben. Meine Macht wird in ihnen wirken, und Ich werde sie durch meine Gnade umwandeln.
29 Versöhnt euch mit eurem Gewissen, damit ihr von ihm Vergebung erlangt, denn solange ihr der Meinung seid, zugerüstet zu sein, und dabei nicht auf die innere Stimme hört, die euch eure Fehler aufzeigt, wird keine Zwiesprache mit mir bestehen, noch wird die Abgötterei völlig verschwinden können.
30 In dieser Zeit spreche Ich als Vater und als Richter zu euch. Doch fürchtet euch nicht, denn auch im Göttlichen gibt es die Liebe und Zärtlichkeit einer Mutter, die ihr Maria nennt.
31 Meine geliebten Kinder, fühlt Liebe zu ihr. Ich höre das Gebet, das eurem Geiste entspringt, um sie zu preisen, weil ihr wisst, dass eure Lippen zu unbeholfen dafür sind, weil ihr sie für unrein und lieber verschlossen haltet.
32 Doch Ich frage euch: Gibt es jemanden, der keine Liebkosung von der Himmlischen Mutter empfangen hat? Wahrlich, Ich sage euch, alle ohne Ausnahme haben von ihrer Liebe empfangen.
33 Seht jene, die früher verkommen waren und die jetzt die Höhen des Berges ersteigen. Ihr könntet heute unter dem Abschaum der Menschheit sein, doch bald werdet ihr in dieser Zeit geistiger Prüfungen durch meine Gnade und eure Verdienste an Geduld und Liebestätigkeit bewirken, dass auch ihr euch über jedes Elend erhebt. Vergesst nicht, dass der Schmerz der Bildhauer der Seele ist.
34 Die Seele und die Körperhülle sind im Begriff, ein harmonisches Wesen zu bilden, das sich seiner geistigen und menschlichen Pflichten bewusst ist. Ihr seid Zeugen der Entwicklung der Lehren gewesen, und in eurer geistigen Betrachtung seid ihr zum Verständnis dessen gelangt, wer der Schöpfer aller Schönheit eurer Welt ist, denn euer Verstand ist nicht mehr getrübt.
35 Ihr lebt in Frieden, weil ihr bestrebt seid, mit eurem Gott in Einklang zu sein, und der Friede ist für den Geist ein Schatz in dieser Welt. Man erfährt ihn, nachdem man alle Pflichten gegenüber dem Vater erfüllt hat.
36 Versucht immer, so zu leben, dass ihr diese Befriedigung habt, damit euer Geist im Augenblicke eures Aufbruchs von dieser Welt zur anderen von keinerlei irdischer Sorge belastet wird, noch von einem Schmerz wegen mangelnder Pflichterfüllung.
37 Ihr dürft nicht ermüden in der Liebestätigkeit, da ihr sie euch selbst erweist. Sprecht mit Liebe von meiner Unterweisung, und mein Wort wird in den Herzen erblühen.
38 Ich schule euch und erfülle euch mit Weisheit, denn Ich habe euch bereits gesagt, dass ihr mein Wort durch das menschliche Verstandesorgan nach 1950 nicht mehr vernehmen werdet, und wer meine Unterweisungen nicht nutzt, wird sein Herz leer fühlen und wird wie tot umherirren. Warum wie tot? — Weil er sich geistig und moralisch kraftlos fühlen und in seinen Prüfungen keine Stärke finden wird, um sich zu überwinden und meine göttliche Liebkosung wahrzunehmen.
39 Eure Aufgabe ist es, diese eure Geschwister zum Leben zurückzubringen, indem ihr sie vom Materialismus abbringt und sie von der so großen Gnade überzeugt, welche die Vergeistigung in sich birgt.
40 Nach 1950 werde Ich mich durch die Inspiration eines jeden von euch weiterhin kundgeben. Wenn ihr euch geistig vorzubereiten versteht, werde Ich Wunder tun. Ich verlange nur von euch, dass euer Glaube wenigstens so groß ist wie das des Senfkorns, dann werdet ihr mein Wort in Erfüllung gehen sehen.
41 Sprecht und tut Gutes ohne Furcht davor, ins Gerede zu kommen. Ihr müsst euren Nächsten eure Hand reichen, ohne Unterschiede zu machen, denn ihr wisst nicht, welche innerlich am meisten leiden. Ihr werdet oftmals erleben, wie eure Mitmenschen sich freuen werden, wenn sie euch zuhören, und sie werden euch deutliche Zeichen ihrer Dankbarkeit geben.
42 Ladet sie unermüdlich auf den Weg des Guten ein, und wenn sie dann auf ihm sind, werden viele Leiden von ihnen weichen.
43 Auf das Neue Jerusalem wird das Manna herabkommen.
44 Ich werde bewirken, dass unter euch die Freiheit der religiösen Überzeugung und des Wortes sowie Gerechtigkeit besteht, damit, wenn sich Menschen anderer Nationalitäten unter euch aufhalten, sie bei ihrer Rückkehr in ihren Herzen ein Geschenk der Liebe mitnehmen und ein Ideal von Brüderlichkeit und
Gerechtigkeit in ihnen entzündet ist.
45 Nach 1950 erwartet die Menschheit den wahren Frieden.
Doch Ich sage euch: Die todbringende Sichel muss weiterhin das Unkraut abschneiden, bis die Felder rein sind und die Ähren des Weizens erglänzen.
46 Ihr werdet angesehene Regierungsoberhäupter von dieser Welt scheiden sehen, welche Hindernisse für den Frieden sind, und die Nationen, die sich der göttlichen Gerechtigkeit widersetzen sollten, werden verschwinden, um neuen Völkern Platz zu machen, die dort entstehen werden.
47 Betet, damit ihr schon jetzt euren Samen des Friedens in sie hineinlegt. Vereint euch als ein einziges Herz und ein einziger Gedanke, dann werdet ihr meine Gegenwart sehr nahe fühlen.
48 Befolgt das Gebot, das Ich euch in zwei Zeitepochen hinterlassen habe: "Liebet einander."
49 So, wie das Gelobte Land an das Volk Israel verteilt wurde, so wird die ganze Erde an die Menschheit verteilt werden. Dies wird geschehen, wenn die Zeit dafür gekommen ist — nach der Reinigung. Da es mein Wille ist, dass diese Verteilung stattfindet, wird bei ihr Gerechtigkeit und Gleichheit walten, damit alle Menschen gemeinsam an einem einzigen Werke arbeiten können.
50 Heute essen die Völker die Krümel vom Tische der Mächtigen und der Herren, während diese sich bereichern, indem sie das Brot ihrer Diener und der von ihnen Abhängigen anhäufen. Aber wenn die Brotkrumen der Armen auch hart sind, so sind sie doch nicht so bitter wie die Speisen, die die Großen der Welt essen.
51 Die einen wie die anderen sind Opfer, daher ist es nötig, dass Ich euch befreie, dass Ich eure Ketten zerreiße. Es ist aber ebenso notwendig, dass die Knechtschaft und Verwüstung, die durch die Plagen hervorgerufen wird, noch vermehrt wird, denn andernfalls würden die Menschen nicht jenem nachfolgen wollen, der zu eurem Heile kommt. Erinnert ihr euch des Kelches, den Israel trank, als es in Ägypten in der Knechtschaft seufzte? Moses musste erscheinen, um ihm die Befreiung zu bringen. Erinnert ihr euch auch daran, wie das Volk in seinem eigenen Vaterland gefangen und erniedrigt war, und wie es um die anderen Nationen stand, als der Messias auf Erden erschien, um ihnen den Weg zum Heil zu zeigen?
52 Auch in dieser Zeit ergibt sich die Notwendigkeit, dass die Menschen vor der Befreiung Mangel, Elend, Unterdrückung, Ungerechtigkeit, Hunger und Durst kennenlernen, damit sie schließlich im Verlangen nach einem anderen, besseren Leben zu einem innerlichen Aufbruch kommen.
53 Wenn diese Menschheit ihrem Materialismus entsagt und erkennt, wie weitab von meinem Gesetze sie gelebt hat, wird sie aus tiefstem Herzen sagen: "Wie dumm und töricht sind wir Menschen gewesen, als wir uns freiwillig den Leidenschaften hingaben, um hernach deren Sklaven zu sein." Dort oben ist der Berg, von dem aus der Vater euch sein Gesetz vor Augen geführt hat. Ersteigt ihn auf dem Pfade, den Ich euch gewiesen habe. Das Land der Verheißung hält seine Pforten ewig offen in Erwartung der Menschenscharen, denen es Frieden und Segnungen beschert.
54 Wenn der Mensch in die Tiefe des Abgrundes gesunken ist und erschöpft vom Kämpfen und Leiden nicht einmal mehr die Kraft hat, sich selbst zu retten, wird er verwundert erleben, wie der Tiefe seiner eigenen Schwäche, seiner Verzweiflung und Enttäuschung eine unbekannte Kraft entspringt, die aus dem Geiste stammt. Wenn dieser sich bewusst wird, dass die Stunde seiner Befreiung gekommen ist, wird er die Flügel ausbreiten und sich über die Trümmer einer Welt der Eitelkeiten, der Selbstsucht und der Lügen erheben und sagen: "Dort ist Jesus, der Verschmähte. Er lebt. Vergeblich haben wir ihn auf Schritt und Tritt und tagtäglich zu töten gesucht. Er lebt und kommt, um uns zu retten und uns seine ganze Liebe zu schenken."
55 Dies wird die Stunde sein, in der der Mensch erkennt, dass, um wahre geistige Größe sowie ein hoheitsvolles Leben auf Erden zu erlangen, es kein anderes Gesetz gibt als das seines Gottes — noch eine andere Lehre als die, die Ich euch im Worte Christi gab.
56 Geht euren Konflikten auf den Grund, studiert die Probleme, die euch zu schaffen machen, und setzt dann meine Weisungen und meine Grundsätze in die Tat um. Dann werdet ihr erkennen, wie die Menschheit in ihnen die Lösung aller Probleme, die sie belasten, finden kann. Doch da ihr euch unfähig fühlt, die Worte und Lehrbeispiele, die euch der Göttliche Meister gibt, in die Praxis umzusetzen, wird es nötig sein, dass sich euch der Schmerz naht, welcher gleichfalls Lehrmeister ist, um euch von vielen Wahrheiten zu überzeugen, um euch empfindsam zu machen und euch außerdem zu beugen.
57 Ihr fragt mich: "Hat Dein Wort etwa nicht genügend Macht, um uns von unseren Fehlern zu überzeugen, zu retten und uns dadurch zu ersparen, durch den Schmelztiegel des Leidens zu gehen?" Doch Ich sage euch: Mein Wort hat mehr Macht, als ihr ihm Zutrauen könntet. Doch wenn der, der mich vernimmt, sogleich umgewandelt wäre, ohne Anstrengung, allein durch die Tatsache, dass er mein Wort vernommen hat — welches Verdienst bestünde dabei von eurer Seite?
58 Es ist notwendig, dass der, der es vernimmt, Glaube, Willen, Anstrengung und Liebe aufbringt. Dann wird er ein großes Verdienst haben, dessen Belohnung oder Auszeichnung darin bestehen wird, kein Leid zu erfahren, weil er mein Gesetz und meine Lehre als Waffe verwendet hat.
59 Ihr Scharen, die ihr mir gerade zuhört: Fühlt ihr nicht über eurem Geiste die Gegenwart meines Gesetzes? Spürt ihr nicht, dass euer Herz beim Hören meines Wortes wie neu belebt schlägt?
60 Betet, damit ihr versteht, und seid wachsam, damit ihr meine Unterweisungen verwirklicht, denn in dieser für die Menschheit bitteren und schwierigen Stunde tragt ihr große Verantwortungen.
61 Wenn ihr trotz der großen Heimsuchungen, die euch anfechten, nicht jene Spur von Vergeistigung verliert, die ihr zu erreichen vermochtet, werdet ihr auf eurem Wege wahre Wunder Wirklichkeit werden sehen, durch die euch euer Vater auf eurem schweren Lebensweg ermutigt.
Mein Friede sei mit euch!

Die Nicht-Vereinigten Staaten von Amerika

Worte von Jesus an Byron Searle
I Könige 11:4-6; 9
4 Und da er nun alt war, neigten seine Weiber sein Herz den fremden Göttern nach, daß sein Herz nicht ganz war mit dem HERRN, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David.
5 Also wandelte Salomo Asthoreth, der Göttin derer von Sidon, nach und Milkom, dem Greuel der Ammoniter.
6 Und Salomo tat, was dem HERRN übel gefiel, und folgte nicht gänzlich dem HERRN wie sein Vater David.
9 Der HERR aber ward zornig über Salomo, daß sein Herz von dem HERRN, dem Gott Israels, abgewandt war, der ihm zweimal erschienen war
Transkript
Mein Sohn, diese Nation und ihre Könige haben in meinen Augen ein großes Übel getan, und obwohl diese Nation die Vereinigten Staaten von Amerika heißt, werde ich sie "Nicht-Vereinigt" nennen. Ich werde diese Nation nicht nur in zwei, sondern in vielerlei Hinsicht teilen.
Während Sie lesen, wie Salomo sein Herz von mir abwandte (Salomo repräsentiert die Nation Israel) und anderen Göttern nachging, nahm ich seinem Sohn das Königreich weg und teilte das Land. Diese Nation (Amerika) ist das geistige Israel, und auch ich werde dieses Land in viele Teile aufteilen, weil die Sünden des Königs (der König repräsentiert diese Nation) groß sind und es keine Reue vom Volk gibt.
Mein Sohn Amerika hat sich jetzt von Mir abgewandt, indem er der Sünde der Menschen erlaubt hat, ALLE Facetten des Lebens zu verschmutzen. Die Menschen vertrauen mir nicht, sie verfluchen mich mit jedem Atemzug! Die Leute glauben nicht, dass ich heilig bin, sie spucken bei jeder Gelegenheit auf Meinen Namen!
Ich werde nicht nur nach Rassen, sondern auch nach Geschlecht und politischer Sichtweise, nach liberalen oder konservativen Kriterien, differenzieren. Ich werde diese Nation teilen, bis sie nicht wieder geteilt werden kann - niemals! Das Land werde ich teilen, und ich werde meinen Körper teilen - diejenigen, die glauben und dem Weg folgen, und diejenigen, die dies nicht tun.
Mein Sohn, viele denken, ich sei gekommen, um Frieden zu bringen, aber ich bin gekommen, um zu teilen! LESTMEIN WORT !!! Ich habe bereits geteilt, aber weil Mein Volk tief und fest schläft, sehen sie die Trennungen nicht. Ich habe das Volk geteilt, ich habe die Kirchen geteilt, ich habe die Schafe von den Ziegen geteilt, und ich werde dieses Land teilen. Die Vereinigten Staaten werden nicht länger "Vereinigt", sondern "Geteilt" sein.
Mein Sohn, sag Meinem Rest, dass ich sie mir näher bringen werde, während die Teilung andauert. Ich werde Meinen Überrest bewegen und stärken, um ihnen die Macht zu geben, durch eine geteilte Nation zu siegen. Mein Überrest wird größere Dinge tun, als die ersten Anhänger jemals gesehen haben! Habe ich nicht in Meinem Wort gesagt, dass ihr größere Zeichen tun werdet? LEST MEIN
WORT !!!
Mein Sohn, das Gericht wurde über die Welt und über Amerika verhängt. Als eine Nation, die die Wahrheit erkannt und das Evangelium verbreitet hat, um in die Verderbtheit der Sünde zu fallen , wird Amerika mit Feuer gereinigt werden. Die Mehrheit der Menschen in dieser Nation ist weit von mir entfernt und die meisten kennen mich nicht.
Israel fiel tief in die Sünde und das Gericht stand fest - Gefangenschaft war das Endergebnis. Juda ging auf und ab, gute Könige und böse Könige, aber irgendwann kam die Gefangenschaft, weil der König NICHT bereuen und sich von seinen bösen Wegen abwenden würde.
Der König von Amerika wird weder Buße tun noch sein Herz Mir zuwenden. Stattdessen gibt er vor, jemand zu sein, der er nicht ist, um die Leute zu täuschen. Ich benutze ihn, um weiter zu teilen.
Mein Sohn, sag Meinen Kindern, dass DAS SEIN MUSS, WEIL ALLES IN MEINEM WORT GESCHRIEBEN WURDE.
Meine Kinder, dies sind die letzten Momente des Endes des Zeitalters. Ein neues Zeitalter wird sehr bald mit Meinem Königreich auf Erden beginnen.
Meine Kinder, jetzt ist alles an seinem Platz, und bald werde ich kommen und euch zu mir holen. Ich liebe euch alle so sehr, und ich komme bald und die Trennung wird aufhören.
Amen.
Messias Jesus

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