Herzensgespräche



Herzgespräche 
mit JaHuWah – Jehova  -  Christus  -  Jeshua - dem EINEN 
durch den Heiligen Geist

von Anna Maria Hosta


20.6.2019

Jeshua, du hast durchblicken lassen, daß es die Gartennachbarin war …. die Radialisfraktur … die Operation … der Klinikaufenthalt. Sie sei verdammt und sie wolle das Band zwischen dir und mir zerreißen. Sie denkt, sie sei die Herrin des Gartens.
Du sagst, es ist manchmal deine letzte Chance, Angriffe von Verwandten oder anderen auf deine Geliebten zuzulassen – von Bestien, Menschen, für die niemand mehr betet und die in Gefahr sind, ihre Seele zu verlieren. Deine Absicht ist es, daß jene, die angegriffen werden, für diese verlorenen Seelen beten, damit du sie erretten kannst vor der ewigen Verdammnis.
Ich übergebe diese dem Vater in Jesu Namen. Amen.
Verzeih, daß ich das bisher versäumt habe.
Jeshua, bitte, kannst du es mir erklären, warum du mir sagst: ‚Ich bin fertig mit dir‘ und ‚Du bist fertig!‘
wie du das genau meinst – was meinst du damit?
Da kommt:
52 er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.
53 Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen.
54 Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen,
55 das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
Lukas 1:52-55

Jeshua, danke für alles, was du für mich tust und an mir arbeitest, für alle deine unendliche Liebe zu mir.
Du hast gesagt, wir sollen uns hinsetzen,  einen Stift nehmen und alles mit dir teilen und es ist dir eine Freude, an uns Anteil zu nehmen und mit uns zu sprechen.
Nun, es ist – ich erkenne deinen Willen für mich, nicht mehr so oft zu mir zu kommen und nicht mehr so viel zu mir zu sagen. Dein Wille ist mir heilig.
Ich gestehe jedoch, daß es mir nicht leicht fällt und daß ich dich so gerne zu mir sprechen gehört habe, aber ich erkenne es an im Gehorsam deinem Willen gegenüber, daß das jetzt nicht mehr so oft der Fall sein wird, wie du mich hast wissen lassen.
Aber bitte, erlaube mir trotzdem, hier mit dem Stift mein Herz vor dir auszuschütten. Du bist mein Vater. Du inspirierst mich. Du hilfst mir in der Not und sendest mir dein Licht, das mich wieder aufbaut.
Ich war und bin ziemlich sauer auf die Gartennachbarin, bereit, mich ihren Attacken gegenüber offen zur Wehr zu setzen, es nicht mehr in mich hineinzufressen, sondern ihr die Wahrheit ins Gesicht zu sagen und ihr nicht mehr zu erlauben, auf mir herumzutrampeln, Dampf abzulassen und sie in ihre Schranken zu verweisen, als wäre es ein Dämon, über den du mir Macht gegeben hast, ihm zu gebieten in Jesu Namen. Du aber weise mich zurecht, wenn ich dein Gebot und dein Gesetz der Liebe verletze.
Ich übergebe sie dir und bete um ihrer Seele Rettung durch dich, ihren Herrn und Meister.

Es ist so beruhigend, dein Herz klopfen zu hören in mir. Es sagt mir, daß du da bist, daß du mich hörst und daß du auf göttliche Art zu mir sprichst.
„Enkel .. ich komm bald.“
Du sagtest: ‚nutzt die mein-Rhema-Seite‘
„in eurer glühenden Liebe zu mir.“
Du sagst ja doch was. Nett von dir.
„… die nicht …. heiraten sollte, sondern mich!“
Aber du hast es arrangiert …. und sagtest: ‚Ich kann nur einen Vater brauchen für das göttliche Kind (HOSTA) der noch nie eine Frau geschwängert hat‘.
„… Haus brennt … die NEUE..“
„ist die alte..“
Siehst du, du liebst ja auch beide.
„Sugar honey…
… und was ihr auf Erden gewirkt habst, das wird auch im Himmel so sein…
Josef ist Babylon …. Nimm den!“
Ich will dich.
„Natürlich, du machst was du willst.“
Vater, es stimmt, die Reibungen mit Josefs Familie haben mich seit Weihnachten unendlich viel Kraft gekostet und deswegen meinen Fokus gefangen gehalten auf ihnen und von dir weggezogen, aber es sieht im Moment gut aus und Josef ist zufrieden, er hat seine Verbindungen gepflegt und deshalb ist er zufrieden und ich kann mich mehr auf dich fokussieren.
Ich will zu dir, mit oder ohne Josef, ich will zu dir.
„Megaquake (Megabeben) …. Der Osten… das Militär kommt. Vessel (Gefäß). Ich kann sehen, wie du dich weiterhin in mir vermehrst.“

21.6.2019 (Sommeranfang)

Jeshua, ich gebe dir mich, damit es anderen gut geht….
„die nicht sehen können, daß du aus der Reue des einen bei den anderen Wunder wirkst.
Du spinnst die Fäden aus den Beleidigungen der Anderswelt. Verlobt!!
So schickst du denen Fäden, die entthront und entmachtet waren in der
Goldenen Stadt.
Zitat:Du bisch eine Schlange. Ich soll Bücher lesen. Konferenzen abhalten. Ich sei dümmer. Bringt mich zum weinen.
Jedoch ich bin
Elect (auserwählt) … aus Liebe.
Du kapierst bald überhaupt nichts mehr.
Wind zeigen entblättert dich. Die Sonne bringt es an den Tag.
Ihr habt das, was vergänglich ist, getrennt und das Richtige in eurem Herzen.
Die Heimstatt isch in Ordnung.
Du bist ein Player (Spieler) …. Im Helfen.
Ruh dich aus.
Das ist ‚tongue‘ (Zungenrede), biblische Folgen, die aufeinanderfolgen, Muster, Beispiele, Geschichten, an denen ein Mensch Gottes Handeln erkennt.
Die einen spalten mit ihrer Zunge die Menschheit, die andern heilen sie mit Zungenrede. Halt dich an mir fest. Du mußt nicht das Gefühl haben, du lebst außerhalb, alles ist auf eine Weise miteinander verbunden. Ohne zu sehen woher, empfinden andere am anderen Ende dasselbe, was du erfährst.

Ja, ist es nicht so, wenn die einen Krieg entfachen, fangen andere am anderen Ende miteinander an zu streiten und zu kämpfen oder sie fühlen das göttliche Licht und empfangen den göttlichen Frieden.
Schön hast du zu mir gesprochen, vielen Dank,Vati. Ich fühl dich jetzt wieder, deine Wärme in mir. Es ist wundervoll. Du bist ein wundervoller Vater. Ich segne dich, Vater.

BWL - Band 6 - Unterweisung 153


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 143 - 174
Download-Link - Buch des wahren Lebens - Band 6

Unterweisung 153:
 
 1 Aufs neue erscheint unter euch der Meister, um euch seine Unterweisung der Dritten Zeit zu geben.
2 Wahrlich, Ich sage euch, euer Glaube an meine Kundgebung durch das menschliche Verstandesvermögen wird euch in den Prüfungen eures Lebens Halt geben, denn mein Wort wird euch überallhin begleiten. Seid nicht wie einige von denen, die mir gemeinsam mit euch zuhörten und die, des Zuhörens müde, wieder weggingen, ohne das Erbe kennengelernt zu haben, das sie in sich trugen.
3 Der Augenblick wird kommen, an dem ihr euch für alles verantworten müsst, was Ich euch anvertraue.
4 Ihr Anwesenden zeigt mit eurer Beharrlichkeit euren Willen und Eifer, meiner Spur zu folgen. Ich sehe, wie die Liebe, die in euren Herzen zu meiner Göttlichkeit bestand, mit eurer (geistigen) Erhebung und der Ausübung der Nächstenliebe wächst.
5 Ich bin die Liebe des Vaters, die zu eurem Geiste spricht und ihn mit Frieden erfüllt. Mein Wort läutert euch, denn es erreicht das Innerste eures Wesens. Es bedeutet Rettung, weil es euch von den schlechten Wegen abbringt und euch den Weg der Wahrheit anbietet, und während ihr mir zuhört, geratet ihr durch dasselbe in Verzückung, wobei ihr alle ein einziges Herz und einen einzigen Willen bildet.
6 Ich spreche zur ganzen Menschheit und rufe den Sünder, der hartnäckig an seinen Lastern festhält, zur Erneuerung auf, denn auch für ihn halte Ich einen Platz in den Reihen meiner Soldaten bereit.
7 Mein ewiges und universelles Wort wird begrenzt, wenn es durch den Stimmträger vermenschlicht wird, aber niemals verliert es die Vollkommenheit seines Sinngehalts. Mein Wort verletzt nicht, noch straft es. Warum glaubt ihr, dass Ich strafe, wo es doch der Mensch ist, der seinen Weg mit Dornen bestreut, um danach auf ihnen zu gehen?
8 Erkennt, dass alles, was existiert, innerhalb eines Gesetzes lebt, und dass jener, der sich vom rechten Wege entfernt und nicht den Geboten gehorcht, die euch regieren, sich sogleich durch das Gesetz gerichtet sieht, damit er seinen Fehler erkennt.
9 Betrachtet für einige Augenblicke das Universum, das euch umgibt, und ihr werdet die Harmonie, den Gehorsam und die Genauigkeit bewundern, mit der alle Reiche und alle Wesen ihre Bestimmung erfüllen. Meint ihr, mein Werk wäre auch dann vollkommen, wenn nicht alles Geschaffene einem einzigen Gesetze gehorchen würde? — Ihr, die ihr mein Meisterwerk seid, wurdet mit Entscheidungsfreiheit, Willen, Intelligenz und allen Fähigkeiten ausgestattet, die dem Geiste eigen sind, damit ihr durch die Verdienste, die ihr durch die Entfaltung eurer Tugenden erlangt, die geistige Vollkommenheit gewinnt, in welchem Zustand ihr Frieden und Glück erfahren und das volle Licht finden werdet, das Ich für euch bereitet habe, damit ihr das Gelobte Land erreicht.
10 Der Weg, der zur Rechten des Vaters führt, ist so schmal und geradlinig, dass er selbst Mensch wurde in Christus, um mit den Spuren seines Opfertodes und seines vergossenen Blutes dem menschlichen Geiste den Weg zur Vollkommenheit vorzuzeichnen.
11 Jener Weg, welcher das Gesetz der Liebe ist, wird durch menschliche Ideen nicht ausgelöscht werden, denn für jeden Geist kommt der Zeitpunkt seiner Erlösung, und er findet sie nur in Gott.
12 Heute hört ihr mir zu, doch morgen, wenn Ich mich nicht mehr in derselben Weise kundgebe, sollt ihr mir auf den Wegen der Welt nachfolgen und mich zum Vorbild nehmen. Falls euch dann ein Augenblick der Schwachheit ankommen sollte, wird euch mein Wort auf dem Wege überraschen, und in der Erinnerung an meine Liebesunterweisung werdet ihr Rettung finden und eure Mission, eure Mitmenschen zu lieben, fortsetzen.
13 In dieser Zeit bin Ich unberührbar und unsichtbar zu euch gekommen, und ihr habt mich nur mit eurer geistigen Empfindsamkeit wahrgenommen. Ich habe auf diese Weise euren Glauben auf die Probe gestellt. Ich habe euch viele Kundgaben gewährt, durch die ihr euren Glauben bestärkt habt. Eure geistigen Augen haben sich geöffnet, und eure Sinne erwachen nun, um mich zu begreifen und hernach zu bezeugen.
14 Auch wenn eure Lippen nicht von meiner Wahrheit gesprochen haben, auch wenn euer Herz noch immer zweifelt — der Geist liebt mich und glaubt. Er sehnt sich danach, zu mir zu gelangen, und in
seinem Gebet bittet er mich um Licht, um das "Fleisch" zu überzeugen, und um Stärke und Geduld, um es zu überwinden. Noch gibt es keine Einigung zwischen dem Geist und dem Fleisch, und oftmals seid ihr von den Eigenwilligkeiten desselben besiegt worden und habt eure Fähigkeiten und euren Willen in dessen Dienst gestellt. Doch darum bin Ich heute gekommen, um den Geist zu nähren, um ihn zu stärken und ihm sein Erbe zurückzugeben.
15 Immer habe Ich den Geist gesucht und zu ihm vom ewigen Leben gesprochen, welches sein Ziel ist. Er gehört mir, und deshalb fordere Ich ihn für mich. Ich habe ihn auf den Weg der Entwicklung und der Wiedergutmachung gestellt, denn es ist mein Wille gewesen, dass er sich durch Verdienste aufwärts entwickelt und sich durch sie vervollkommnet. Die Körperhülle hat nur eine kurze Lebenszeit. Wenn sie ihre Aufgabe erfüllt hat, zollt sie mir ihren Tribut, und der Geist geht weiter seine Bahn, ohne sich aufzuhalten.
16 Heute ist eine Zeit größter Wiedergutmachung für die Seele. Mein Gericht ist eröffnet, und eines jeden Werke sind auf eine Waage gelegt worden. Wenn dieses Gericht auch schwer und leidvoll für die Seelen ist, so ist ihnen der Vater doch nahe, welcher mehr liebender Vater als Richter ist. Auch umgibt euch die Liebe Marias, eurer Fürsprecherin.
17 Meine Kinder erwarten mich inmitten des Chaos, in welchem sie heute leben. Im Wissen darum, dass Ich kommen werde, sind sie furchtsam, weil sie gegen mein Gesetz verstoßen haben; als Ich mich ihnen genähert und sie gefragt habe, ob sie mich erkennen, haben sie mir folgendes geantwortet: "Herr, ich habe Deine Gebote vergessen, ich bin in Materialismus geraten und bin verwirrt. Doch heute, da Deine Stimme mich ruft, werde ich mich bessern und mich von Deinem Lichte leiten lassen."
18 Und als Ich zu euch kam, die ihr das erwählte Volk darstellt, und euch bat, mich in eurer Mitte aufzunehmen, hat euer Geist sogleich geantwortet: "Forme und vervollkommne unser Wesen durch Deine Unterweisung." Doch während der Geist seine Bestimmung kennt und sie annimmt, bäumt sich das Fleisch dagegen auf, und es beginnt ein Kampf zwischen beiden, in welchem ihr die notwendigen Verdienste für eure Erlösung erwerben sollt.
19 Schon vor langer Zeit kündigte Ich euch die Ereignisse an, die ihr habt Wirklichkeit werden sehen. Ich sagte euch: Wachet und betet, denn der Tag ist nahe, an dem der Krieg und anderes Unheil entfesselt ist. Doch euer ungläubiges Herz sagte mir: "Vater, ist es denn möglich, dass Du unter uns Krieg zulässt, da Du doch Deine Liebe, Güte und Vergebung kundgetan hast?" — Als Ich euch diese Geschehnisse ankündigte, geschah es, damit ihr euch zubereiten und für die ganze Menschheit beten solltet, damit ihr fortan ein Leben der Verinnerlichung und der Bußfertigkeit führen und im Schoße eurer Familie Frieden stiften und meine Lehre zur praktischen Anwendung bringen sollt. Um all dies bat Ich euch, damit der Schmerz gemildert würde. Ich wollte euch damit nicht sagen, dass ihr auf diese Weise verhindern würdet, was geschrieben steht, aber Ich bot euch an, Vermittler zwischen der Welt und meinem Geiste zu sein.
20 Alles, was vorausgesagt worden war, trat im Jahre 1939 ein: starke Nationen, die die schwachen unterwarfen, andere, noch mächtigere, die sich vereinten, um über die ersteren herzufallen; und der sich ausbreitende Krieg, der alles auf seiner Bahn zerstörte und den Schmerz säte. — Das Gebet einiger meiner Jünger war dieses: "Herr, wir hoffen, dass dies Wort nicht in Erfüllung geht." Andere warteten die Geschehnisse ab, um zu glauben. Doch mein Wort ging in Erfüllung, und heute fragt ihr mich, ob jede Gefahr vorüber ist. Doch Ich sage euch, dass der Friede, den ihr heute erlebt, nur ein Scheinfriede ist, was bisher geschah, nur der Beginn der Leiden ist, welche die Welt heimsuchen werden.
21 Ihr seid noch gebrechlich, meine Jünger, denn obwohl ihr mein Wort habt, zweifelt ihr noch. Mein Vatergeist erwartet die (geistige) Wiedergeburt der Menschheit. Jeder von euch soll im Kreise seiner Familie ein Lehrer dieser Unterweisung sein, damit, wenn der Tag der Heimsuchung kommt, ihr vorbereitet und stark seid. Seht die widerspenstigen Herzen um euch, die euch zum Weinen gebracht haben, so dass ihr mir in eurem Leiden gesagt habt: "Warum prüfst Du mich inmitten meiner Angehörigen um Deiner Lehre willen?" Ich aber sage euch: Jener euer Bruder, der euer Ideal nicht verstanden hat, wird sich durch eure Geduld und Barmherzigkeit wandeln und wird hernach euer bester Freund und Vertrauter sein.
22 Schon kommen jene herbei, die meine letzten Worte hören werden. In kurzer Zeit werden sie den geistigen Gehalt meiner Lehre begreifen. Gebt ihnen den besten Platz, heilt sie und haltet sie nicht auf
ihrem Entwicklungswege auf. Wenn ihr seht, dass ihre Geistesgaben sich schnell entfalten, so lasst sie voranschreiten, dann wird ihr Arm euch helfen, das Kreuz zu tragen, und ihr alle werdet Fortschritte machen.
23 O geliebtes Israel, in das Ich immer wieder mein Wort ergossen habe — du hast noch nicht begriffen, wie sehr Ich dich liebe! Wie oft wart ihr bewegt, wenn ihr mein Wort vernahmt, und als ihr meine Wunder empfingt, habt ihr mir versprochen, dass ihr mir bis ans Ende nachfolgen werdet. Seid gesegnet. Vertraut eurem Vater, der immer wieder über euch wacht. Ihr lebt nicht in einer Welt vollkommenen Friedens, aber in ihr wird es euch gelingen, das eurem Geiste verheißene Reich zu erahnen. Meine Liebe ist mit euch. Verlangt nach mir als Vater und nicht als Richter. Habt nicht den Wunsch, vor meinem Richterstuhl zu stehen. Bereitet eure Seele zu, damit, wenn ihr zu mir kommt, Friede und Zufriedenheit in euch ist und Freude in meinem Geiste.
24 Zu allen Zeiten habe Ich mich als Vater offenbart. Am Anfang der Welt sprach Ich geistig zu den Menschen, sie sahen mich oftmals herniederkommen, um sie zu beraten oder zu berichtigen. Ich sprach zu Adam, und er hörte demütig auf mich. Ich war bei Abel, und welche Begnadung fand Ich in jenem Geschöpf. Doch Ich nahte mich auch Kain, denn Ich liebe alle, die Gerechten und die Sünder. Ich sandte große Geister, die mein Licht brachten, um das Gesetz und die göttlichen Gebote zu lehren und zu offenbaren. Doch wie wenige waren bereit, ihren Geist zu erwecken und auf die Stimme ihres Gewissens zu hören. Einige bereuten es, wenn sie sündigten, aber andere kehrten dem strengen und unbeugsamen Gesetz Jehovas den Rücken. Doch mein Gesetz war in allen, und obwohl mein Licht sie erleuchtete, sah Ich, dass die Sünder in der Überzahl waren, dass das Böse zugenommen und den Seelen schwer geschadet hatte. Da ließ Ich zu, dass sich eine große Reinigung vollzog. Nur Noah und seine Familie überlebten, und sie waren der Samen, der Beginn einer neuen Welt. Ich schloss ein Bündnis mit dem gerechten Manne, und der Regenbogen des Friedens erschien, das Zeichen des Bündnisses.
25 Bald erlagen die Nachkommen jener Menschen wieder der Versuchung. Die Herzen, die ein Erbe der Liebe empfangen hatten, wurden gefühllos und hart. Ein anschauliches Vorbild wurde für ihre Erlösung notwendig. Da wurde Christus Mensch und wohnte unter ihnen. Er aß von eurem Brot, er erlebte und durchlitt die Härten eures Lebens. Er tat Wunder, um sich erkennbar zu machen, er lehrte euch den rechten Weg. Ihr habt in seiner Nähe gelebt und saht seinen Gang durch die Welt. Doch als das Ende seiner Mission gekommen war — wie wenige waren da zubereitet, um seine Himmelfahrt zu schauen, um seinen Opfertod zu begreifen und ohne Zaudern den Pfad zu beschreiten, der durch sein Blut der Liebe und Vergebung vorgezeichnet war.
26 Heute komme Ich zum zweiten Male als Meister. Mein Blick sucht nach denen, die mir nachfolgen müssen, nach denen, die sich zurüsten müssen, um zur Welt von meinem Kommen als Tröstergeist zu sprechen. Aber mit Schmerzen betrachte Ich die zartfühlenden und unschuldigen Herzen, die sich verhärtet haben. So viele Tränen sind geflossen, dass ihre Quellen, die Augen der Menschen, vertrocknet sind. Es gibt keine Liebe mehr für mich, noch Mitgefühl der Menschen untereinander, und mein Vatergeist leidet um der Menschheit willen. Mein Blick ruht auf jedem Herzen, doch Ich empfange nur den Schmerz, den ihr in dieser Zeit geerntet habt.
27 Der Meister sagt euch: Ihr habt die Gaben nicht zu nutzen verstanden, die Ich euch gewährt habe. Doch die Zeit wird kommen, in der ihr diese Unterweisung besser versteht und euch mir sehr nahe fühlt und mir dankt.
28 Betet, wachet und bittet für die Welt. Wenn dann die Zeit des Kampfes kommt, so erhebt euch und verbreitet mein Licht, ermutigt und tröstet, beseitigt Krankheiten, tut Wunder, damit, wenn ihr ans Ende eurer Reise gelangt, ihr voller Verdienste zu mir kommt und in Frieden vor meinem Richterstuhl erscheint.
29 Doch wann wird sich dies Volk der geistigen Mission bewusst werden, die es gegenüber den anderen Völkern der Erde hat?
30 Ich habe euch gesagt, dass ihr nicht den Wunsch haben sollt, mehr zu sein als irgend jemand, noch sollt ihr den Anspruch erheben, über anderen zu stehen. Dennoch ist eure Bestimmung groß, und selbst die Nation, die euch ihren Schutz bietet, muss den Teil erfüllen, der ihr in diesem Werke zukommt.
31 Ich habe euch gelehrt, damit ihr euren Mitmenschen die Frohe Botschaft weitergebt, und wenn die Zeit dafür gekommen ist, meine Botschaft den anderen Nationen bringt. Aber Ich sehe euch noch immer schlafen, ohne dass ihr die große Tragweite eurer Mission erahnt.
32 Wollt ihr etwa, dass es Schmerz, Elend, Krankheit und Hunger sind, die euch aus eurer Lethargie wachrütteln?
33 Der Kelch, den ihr trinkt, ist sehr bitter, und sehr schwer sind die Ketten, die ihr mit euch schleift. Ihr seid noch immer das geknechtete Volk Pharaos. Je mehr ihr euch nach eurer Freiheit sehnt, desto größer sind die Mühsale, die man euch auferlegt, und desto höher ist euer Tribut. Welches Maß an Bitternis werdet ihr noch erreichen?
34 Es ist nötig, dass die Erwachten die anderen, die noch weiterschlafen, aus ihrer Lethargie wachrütteln und ihnen sagen, dass der Herr, derselbe wie vor Zeiten, sie auf dem Berge erwartet, um sie seine Vaterstimme hören zu lassen und ihnen den Weg zu zeigen, der sie zur Freiheit und zum Frieden führt. Aber die einen wie die anderen müssen mein Wort richtig auffassen, denn andernfalls werdet ihr euch fragen: "Wer ist der Pharao? Was ist die Knechtschaft, von der hier die Rede ist? Auf welchem Berge wird der Herr zu uns sprechen? Wohin wird der Weg uns führen, den er uns weist?"
35 Doch ihr müsst die Sinnbilder ergründen lernen, in denen Ich zu euch spreche, damit ihr sie hernach euren Mitmenschen erklären könnt, ohne Irrtümern zu erliegen.
36 Die gesellschaftliche Umgebung, in der ihr lebt, die euch in dieser Zeit umgibt, ist der Pharao dieser Zeit. Sie ist von Selbstsucht, Hass, Habgier und allen Sünden der Menschheit durchdrungen.
37 Die Ketten sind eure Bedürfnisse, die euch zwingen, euch dem herrschenden Egoismus, der Ungerechtigkeit und selbst der Sittenverderbnis zu unterwerfen.
38 Der Berg, auf dem Ich euch erwarte, ist im Gewissen eines jeden von euch, das sich nach meinem Willen in eurem Herzen vernehmbar machen soll, denn in ihm ist mein Gesetz niedergeschrieben.
39 Der Weg ist die Lebensrichtung, die euch ermöglichen wird, den ersehnten Frieden und jene Freiheit zu gewinnen, nach der ihr verlangt, und welche die Erfüllung eben dieses Gesetzes mit sich bringt.
40 Ahnt ihr nun die Bedeutung eurer Mission? Bete, Volk, damit eure Nation bei meinem Rufe erwacht. Wachet, damit, wenn euch die Menschenscharen aufsuchen, ihr ihnen entgegenzugehen und sie durch euer Beispiel anzuspornen versteht.
41 Ergründet meine Unterweisungen, Jünger, kommt und vernehmt mein Wort, denn diese Zeiten werden nicht wiederkommen. Heute könnt ihr mich noch durch das Verstandesorgan der Stimmträger hören, doch diese Zeit wird vorübergehen, und mein Werk wird euch eine neue Offenbarungsphase eröffnen.
42 Erquickt euch beim Hören meiner Unterweisung und bewahrt sie in euren Herzen. Macht aus eurem Gedächtnis eine Truhe, welche die Essenz meiner Lehren birgt, als ob es ein Juwel von unschätzbarem Wert wäre.
43 Heute, da Ich zur Verwunderung der einen und angesichts der Ungläubigkeit oder dem Glauben der anderen zu euch zurückgekehrt bin, erwartet ihr, dass der Meister über die Lehren zu euch spricht, die er euch in vergangenen Zeiten gab.
44 Hört mir zu: Gott offenbarte sich dem Menschen vom Beginn des menschlichen Lebens an als Gesetz und Gerechtigkeit. Der göttliche Geist materialisierte sich in Anbetracht der Unreife und Einfalt der ersten Geschöpfe, indem er seine Stimme vermenschlicht und verständlich hören ließ. Die Empfindungsfähigkeit jener Wesen erwachte, bis sie den Vater auf dem Weg über die Natur zu deuten verstanden. Solange sie im Gehorsam lebten, erfuhren sie die göttliche Huld durch alles, was sie umgab. Auch Fehltritte und Bitternisse blieben ihnen nicht erspart, die ihnen anzeigten, dass sie sich gegenüber ihrem Herrn vergangen hatten. Ich bewirkte, dass das Licht des Gewissens in ihnen erstrahlte, welches auf ihrem Lebensweg der Leuchtturm, der Richter und der Ratgeber sein musste. Instinktiv wussten die ersten Menschen, dass jener unsichtbare Vater immer das Gute gebot, und dass dieses Gebot auf dem Gesetz beruhte, nach welchem sie leben sollten. Jenes innere Licht nanntet ihr "Das natürliche Gesetz".
45 Später, als der Mensch sich vermehrte und bei seiner Vermehrung vergaß, jenes Gesetz zu erfüllen, wobei er nicht auf die Stimme seines Gewissens hörte und jede Scheu verlor, sandte ihm der Vater, der
dem Kinde in seine Wüste nachgegangen war, Menschen zu, die durch ihre Tugend und Weisheit mit einem hohen Geiste begabt waren, um sie an den Weg zu erinnern, von dem sie abgewichen waren.
46 Erinnert ihr euch nicht an den gerechten Abel, für dessen Blut Ich noch immer Rechenschaft fordere? Er starb neben seiner Opfergabe.
47 Und an den tiefgläubigen Noah, der den Spott der Leute ertrug und bis zum letzten Augenblick den Willen seines Herrn verkündete? Sie erinnerten euch mit ihren Taten an mein Dasein und mein Gesetz. Dann sandte Ich euch einen Abraham, ein Vorbild an Gehorsam und unendlichem Glauben an seinen Herrn, einen tugendhaften Isaak und einen Jakob, der getreu und voller Stärke war, damit sie den Stamm des Baumes bilden würden, von dem ein Ast Moses hervorbringen sollte, den Ich sandte, um mich zu vertreten und den Menschen mein Gesetz zu übergeben.
48 In Moses erblickte die Menschheit einen Abglanz meiner Majestät. Sie sah in ihm Gerechtigkeit, Rechtschaffenheit, unbeugsamen Mut, Glauben, Gehorsam und Nächstenliebe. Ihr habt erfahren, dass er angesichts der Schwachheiten seines Volkes die Gesetzestafeln zornig zerbrach, die er soeben vom Vater empfangen hatte. Doch wisst ihr auch, dass Ich sie sogleich wiederhergestellt in seine Hände zurückgab, um euch begreiflich zu machen, dass nur ein göttliches Gesetz euch zu allen Zeiten regieren soll: das des unsichtbaren Gottes.
49 Als dann eine gewisse Zeit vergangen war und sich die Notwendigkeit zeigte, dass die Menschheit ihren Vater eingehender kennenlernen musste, sandte dieser — unermüdlich in seinem Liebeswerk — der Welt seine Propheten, um der Menschheit anzukündigen, dass er zur Erde kommen und Mensch werden würde, um ihr seine Liebe fühlbar zu machen und sie durch seine Geburt, sein Leben und seinen Tod zu lehren, was ein vollkommenes Leben ist. Aber während die einen an meine Propheten glaubten, zweifelten die anderen, töteten sie und bereiteten mit dieser Opferung meinen Weg vor.
50 Das Wort meiner Sendboten ließ das Herz derer, die sündigten, erzittern, denn sie kündigten das Kommen jenes an, der mit seiner Wahrheit die Unwahrheit aufdecken würde. Während die Menschen sagten: "Gott rät das Gute an, die vollkommenen Werke der Liebe, Vergebung und Gerechtigkeit, weil er vollkommen ist; doch wir Menschenwesen können dies nicht sein", kam Jesus auf die Welt.
51 Er war Gott selbst, der zur Welt kam, um in menschlicher Gestalt sein Gesetz und seine Lehre zu bringen. Heute würdet ihr gerne erfahren, wie der Körper Jesu geschaffen wurde. Dazu sage Ich euch: Ihr müsst euch damit begnügen, zu wissen, dass jener Körper gezeugt und empfangen wurde durch das Wirken der unendlichen Liebe, die Ich für euch empfinde. Von jenem Zeitpunkt an begann Jesus den Kelch der Bitternis zu trinken, den er bis ans Ende trinken musste. Er durchlebte alle menschlichen Wechselfälle, ertrug die Prüfungen, lernte Mühsal kennen, Verfolgung, das lange Tagewerk der Menschen, Durst und Einsamkeit; er fühlte am Körper das Verrinnen der Zeit und betrachtete das menschliche Leben mit seinen Tugenden und seinem Elend aus der Nähe, bis der Zeitpunkt kam aufzubrechen, um zu sprechen und machtvolle Werke zu tun.
52 Da ließ Ich es zu, dass die Menschen sich um mich scharten, um mich zu hören, mich zu betrachten, mich mit Worten und in geistiger Weise auszukundschaften. Ich ließ zu, dass der Mensch meinen Körper auf der Suche nach dem Göttlichen durchbohrte, bis er meine Knochen erblickte, meine Seite geöffnet wurde und Wasser herausfloss. Ich ließ zu, dass die Welt mich zu ihrem Angeklagten machte, zu ihrem Spott-König, zu einem Entblößten, und mich so mit dem Kreuz der Schande auf den Schultern zur Hinrichtungsstätte schleppte, wo mich zwei Räuber erwarteten, um mit mir zu sterben.
53 So wollte Ich sterben, an meinem Kreuz, um euch zu lehren, dass Ich, euer Gott, nicht nur ein Gott des Wortes bin, sondern auch einer der Tat. Aber die mich sterben sahen und meinen Todeskampf miterlebten und meine letzten Worte vernahmen, sagten: "Wie kann der Sohn Gottes sterben? Wie kommt es, dass, obwohl er der Messias ist, wir ihn zusammenbrechen sahen und ihn klagen hörten?"
54 Die Menschen verlangten einen weiteren Beweis, und in meiner Liebe gab Ich ihnen diesen. So, wie Ich als Mensch aus dem Schoße einer heiligen Frau geboren wurde, um der menschlichen Mutterschaft Tribut zu zollen, so sank Ich auch in das Innere der Erde zurück, um dieser Tribut zu zollen und dort meine Mission als Mensch zu vollenden. Doch die Erde konnte jenen Körper nicht festhalten, der nicht ihr, sondern dem Schoße des Vaters gehörte, von dem er gekommen war und zu dem er zurückkehrte.
55 Jetzt sage Ich euch: Wenn ihr an Christi Göttlichkeit gezweifelt habt, als ihr ihn am Kreuze sterben saht, könnt ihr mir dann sagen: Welcher Mensch ist am dritten Tag nach seinem Tode aus dem Grabe auferstanden, ohne es zu beschädigen, und ist mit seinem eigenen Körper gen Himmel aufgefahren? Niemand! — Ich tat es, weil Ich das Leben bin, denn Ich konnte weder im Geiste noch im Fleische sterben.
56 Zweifel gab es nicht nur unter den Zuschauermassen. Selbst unter meinen Jüngern gab es einen, der daran zweifelte, dass Ich mich nach dem Tode unter ihnen zeigen könne. Es war Thomas, der sagte, dass nur, wenn er seine Finger in die Wunde an meiner Seite legen könnte, er es glauben würde, dass jenes möglich wäre. Kaum hatte er dies gesagt, als Ich ihn meinen Gruß vernehmen ließ: "Mein Friede sei mit euch!" Jener hatte noch die Kraft, sich zu nähern und die tiefe Wunde zu betrachten und sie mit seiner Hand zu berühren, um zu glauben, dass der Meister wirklich gestorben und auferstanden war.
57 Selig, die glauben, ohne vorher gesehen zu haben. Ja, meine Kinder, denn auch der wahre Glaube ist ein Blick, der schaut, was weder der Verstand noch die Sinne entdecken können. Nur der Glaube kann dem Menschen einige der Geheimnisse der Schöpfung offenbaren.
58 Doch jener, der von den Toten auferstand, kommt in dieser Zeit im Geiste voller Herrlichkeit, um erneut zu euch zu sprechen.
59 Wie viele von denen, die heute auf Erden wohnen, wissen, dass sich vor der Menschheit ein neues Zeitalter aufgetan hat? Mit Sicherheit wissen nur die, die dies Wort vernommen haben, dass im Jahr 1866 eine neue Zeitepoche anbrach: die des Heiligen Geistes.
60 Durch das Verstandesorgan von Roque Rojas sprach der Geist Elias', des Wegbereiters, der sich auf diese Weise kundgab, um den Weg des Herrn zu bereiten.
61 Mittels jenes gerechten Mannes öffnete Ich das Buch meiner Unterweisungen, meiner neuen Offenbarungen vor der Menschheit und forderte sie auf, einen weiteren Schritt auf dem Wege voranzuschreiten.
62 Ich bin in dieser Zeit "auf der Wolke" gekommen, das heißt geistig und für Menschenaugen unsichtbar. Diese "Wolke" ist das Symbol für das Jenseits, von wo aus Ich einen Lichtstrahl sende, der jene Verstandesorgane erleuchtet, durch die Ich mich kundtue. So ist es mein Wille gewesen, und daher ist es ein vollkommenes Werk. Ich kenne den Menschen und liebe ihn, denn er ist mein Kind. Ich kann mich seiner bedienen, denn Ich habe ihn erschaffen, dazu habe Ich ihn gemacht. Ich kann mich im Menschen offenbaren, denn Ich schuf ihn gerade dafür, mich in ihm zu verherrlichen.
63 Der Mensch ist mein einziges und wahres Ebenbild, denn er besitzt Leben, Intelligenz, Willen und Fähigkeiten wie sein Gott.
64 Bevor Ich mich in der Gegenwart in dieser Form offenbarte, erforschte Ich das Herz der Menschen. Ich fragte jene, die ihren Geist in verschiedenartigen Religionsgemeinschaften nähren: Seid ihr befriedigt? Worauf sie antworteten: "Wir haben Hunger und Durst nach Dir."
65 Viele haben das Erscheinungsbild und das Antlitz ihres Vaters gesucht, ohne ihn zu finden. Sie hofften auf jenes Wunder, doch das Wunder wurde nicht Wirklichkeit, weil sie kein Brot gefunden haben, das ihren Geist wirklich nährte. Doch Ich hatte diesen Baum, diese Quelle und diese Felder vorbereitet und habe die nach Frieden hungernden und dürstenden Scharen, die sich nach Liebe sehnen und sich geliebt fühlen wollen, herbeigerufen. Als sie in meine Gegenwart gekommen sind, haben sie dies Wort vernommen, das sich in allen bestehenden Versammlungsorten in gleicher Weise offenbart, und jedes Mal, wenn es ertönt, ist es wie die liebevolle Berührung einer Hand, die den aufweckt, der schläft, und wie die Stimme eines Freundes, die berät.
66 Nachdem ihr mir einige Zeit zuhörtet, habt ihr begriffen, dass ihr nicht nur Bewunderer sein könnt, die ihr Leben nur in geistiger Betrachtung verbringen, und habt mir gesagt: "Herr, beim Essen dieser Frucht, die du uns gegeben hast, haben wir gegenüber Deiner Göttlichkeit die Pflicht auf uns genommen, ihren Samen anzubauen und zu verbreiten."
67 Wenn ihr gewahr werdet, dass euer Meister noch immer sein Kreuz der Liebe auf den Schultern trägt, weint ihr und sagt ihm: "Herr, laß uns Dein Kreuz tragen, lasse zu, dass die Galle und der Essig von uns getrunken wird." Doch Ich sage euch: So wie ihr es erbeten habt, ist es bereits geschehen. Habt ihr nicht bemerkt, wie schwer eure Mission in letzter Zeit war? Merkt ihr nicht, wie bitter diese Zeit gewesen ist, und dass ihr derzeit etwas durchlebt, was ihr noch nie erlitten habt? Zeigt weiterhin diese Bereitwilligkeit und betet.
68 Ich habe euch einfache Leute erwählt, denn wenn Ich durch den Mund von Gelehrten, Theologen und Wissenschaftlern sprechen würde, würde mir nicht geglaubt. Wenn Ich dagegen durch einen einfachen Menschen spreche, setze Ich die Menschen in Erstaunen. Wer hat die großen Scharen hergebracht? Ihr alle wart es, weil ihr bereit wart, Zeugnis abzulegen. Hier sind jene, die zu euch sagten: "Wie ist es möglich, dass Christus in der Welt ist?" Und auch jene, die ausriefen: "Es ist unmöglich, dass der Meister aller Vollkommenheit sich durch einen Menschen kundgibt!" Hier sind sie, die an euren Worten und Beteuerungen zweifelten.
69 Volk, wenn Jesus die Saat, die der Vater in der Ersten Zeit in die Herzen der Menschen säte, mit seinem Blut bewässerte, so lässt heute mein göttlicher Geist den Tau der Gnade auf jene Felder niedergehen, um sie fruchtbar zu machen.
70 Der Tag meines Abschieds rückt näher. Mein Verweilen unter euch in dieser Zeit ist länger gewesen als in vergangenen Zeiten, länger als es mit Israel in der Wüste war, länger als die Zeit, die Jesus unter den Menschen lebte. Wer von denen, die mich in dieser Zeit vernommen haben, hat sich durch dies Wort vergiftet gefühlt? Wer hat sich durch dasselbe in Laster oder in Irrtum verstrickt? Wahrlich, Ich sage euch, wenn es euch nicht Gutes gebracht hat, weil ihr es nicht in euch aufgenommen habt, so hat es euch auch nichts Böses verursacht.
71 Erinnert euch, dass Ich euch einmal sagte: Ich habe euch nicht geschaffen, damit ihr wie Schmarotzerpflanzen seid. Ich will nicht, dass ihr euch damit begnügt, niemandem etwas Böses zu tun.
Ich will, dass ihr eure Befriedigung darin findet, Gutes getan zu haben. Jeder, der nicht Gutes tut, obwohl er es tun könnte, hat mehr Böses getan als jener, der, weil er keine guten Werke zu tun imstande war, sich darauf beschränkte, Böses zu tun, weil es das einzige war, das er zu tun verstand.
72 So hat an diesem Tage jener zu euch gesprochen, welcher, für die Welt gestorben, zur Herrlichkeit des Vaters auferstand, um in dieser Dritten Zeit im Geiste zu euch zu kommen.
73 Seht hier meine Wiederauferstehung am dritten Tag, an dem Christus seinen neuen Jüngern erscheint und ihnen sagt:
Mein Friede sei mit euch!

BWL - Band 6 - Unterweisung 152


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 143 - 174
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Unterweisung 152:
 
 1 Es ist ein Tag des Gedenkens, an dem die verschiedenen Religionsgemeinschaften große Scharen versammeln, die nach dem Worte Gottes hungern. Seht, wie jede von ihnen der Passion Jesu in anderer Weise gedenkt.
2 Es ist ein Gedenktag, an dem das Herz des Menschen sich für eine kurze Zeitspanne von den irdischen Vergnügungen abwendet, und er ahnt, dass seine Bestimmung nicht auf dieser Welt endet, sondern dass er wie Jesus in diesem Leben die Straße der Bitternis durchlaufen muss, um sich zur Rechten des Herrn zu erheben.
3 Wie wenige sind derer, die die Passion des Meisters ohne Riten und sinnbildliche Darstellungen in ihrem Herzen nachzuerleben vermögen! Ihr Spiritualisten, die ihr mich durch das menschliche Verstandesorgan vernehmt — erwartet nicht, dass Ich jenes Drama in Form einer sinnfälligen Schaustellung wiederhole. Ich werde euch nur zugestehen, dass ihr durch mein Wort der Werke und Lehren gedenkt, die Ich euch in jenen Stunden gab. Aufs neue sind die Jünger bei mir, und Ich habe ihnen gesagt: Wachet und betet, seid auf der Hut vor den Fallen der Versuchung, bedenkt, dass das Fleisch schwach ist.
4 Wenn Ich euch seinerzeit sagte, dass Ich euch ein neues Gebot geben will, indem Ich sagte: "Liebet einander", so sage Ich euch heute, dass dies Gebot auch weiterhin das erste und das letzte ist.
5 Ich sagte meinen Jüngern in der Zweiten Zeit: "Sehr bald werdet ihr mich nicht mehr sehen, denn Ich gehe zum Vater. Doch bald werde Ich erneut unter euch sein, denn Ich werde euch den Tröster senden, den Geist der Wahrheit." Und hier bin Ich, Jünger der Dritten Zeit, und erfülle mein Wort und meine Verheißung.
6 Als die Stunde nahte und das Abendmahl zu Ende war, hatte Jesus seinen Jüngern die letzten Anweisungen gegeben. Er brach auf zum Olivengarten, wo er zu beten pflegte, und sprach zum Vater: "Herr, wenn es möglich ist, so nimm diesen Kelch von mir. Doch nicht mein, sondern Dein Wille geschehe." Dann näherte sich jener meiner Jünger, der mich ausliefern sollte, begleitet von der Schar, die mich ergreifen sollte. Als jene fragten: "Wer ist Jesus, der Nazarener?" — näherte sich Judas seinem Meister und küsste ihn. Im Herzen jener Männer war Furcht und Betroffenheit, als sie die ruhige Gefasstheit Jesu sahen, und sie fragten noch einmal: "Wer ist Jesus?" Da ging Ich auf sie zu und sagte ihnen: "Hier bin Ich, Ich bin’s." Da begann meine Passion.
7 Sie brachten mich vor Priester, Richter und Machthaber. Sie verhörten mich, urteilten über mich und klagten mich an, gegen das Gesetz Moses' zu verstoßen und ein Reich schaffen zu wollen, welches das des Kaisers zerstören sollte.
8 Wie viele Herzen, die wenige Tage zuvor meine Werke bewundert und gesegnet hatten, vergaßen diese, zeigten sich undankbar und schlossen sich denen an, die mich schmähten. Doch es war notwendig, dass jenes Opfer sehr groß war, damit es niemals aus den Herzen der Menschen gelöscht würde.
9 Die Welt und ihr als Teil von ihr habt mich verlästert, verspottet und erniedrigt gesehen, wie es kein Mensch hätte sein können. Doch geduldig leerte Ich den Kelch, den ihr mir zu trinken gabt. Schritt für Schritt erfüllte Ich meine Liebesbestimmung unter den Menschen und schenkte mich allen meinen Kindern.
10 Selig, die an ihren Gott glaubten, obwohl sie ihn blutüberströmt und keuchend erlebten.
11 Doch etwas Schwereres erwartete mich noch: Zwischen zwei Räubern an ein Holz genagelt zu sterben. Aber so stand es geschrieben, und also musste es in Erfüllung gehen, damit Ich als der wahre Messias erkannt würde.
12 Als Ich von der Höhe des Kreuzes herab meine letzten Blicke auf die Menschenschar richtete, erblickte Ich Maria, und sagte ihr mit Bezug auf Johannes: "Mutter, dies hier ist Dein Sohn", und zu Johannes: "Sohn, dies ist Deine Mutter."
13 Johannes war der einzige in jener Stunde, der den Sinn des folgenden Satzes verstehen konnte, denn die Volksmenge war so blind, dass, als Ich sagte: "Mich dürstet", sie der Meinung war, dass es körperlicher Durst war, und sie mir Galle und Essig reichte, während es doch Durst nach Liebe war, den mein Geist litt.
14 Auch die beiden Übeltäter rangen neben mir mit dem Tode, doch während der eine lästerte und sich ins Verderben stürzte, ließ sich der andere vom Lichte des Glaubens erleuchten, und obwohl er seinen Gott an den schmachvollen Kreuzesbalken genagelt und dem Tode nahe sah, glaubte er an seine Göttlichkeit und sagte zu ihm: "Wenn Du im Reich der Himmel bist, so gedenke meiner", worauf Ich, von soviel Glauben bewegt, antwortete: "Wahrlich, Ich sage Dir, heute noch wirst Du mit mir im Paradiese sein."
15 Niemand kennt die Stürme, die in dieser Stunde im Herzen Jesu tobten. Die entfesselten Naturgewalten waren nur eine schwache Widerspiegelung dessen, was in der Einsamkeit jenes Menschen vor sich ging, und der Schmerz des göttlichen Geistes war so groß und so real, dass das Fleisch, das sich für einen Augenblick schwach fühlte, ausrief: "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?"
16 So, wie Ich die Menschen zu leben lehrte, lehrte Ich sie auch zu sterben, wobei Ich selbst denen vergab und sie segnete, die mich schmähten und marterten, als Ich zum Vater sprach: "Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun."
17 Und als der Geist diese Welt verließ, sagte er: "Vater, in Deine Hände befehle Ich meinen Geist." Das vollkommene Lehrbeispiel war vollbracht, als Gott und als Mensch hatte Ich gesprochen.
18 Doch hier bin Ich, Volk, wie Ich es euch versprach. Ich komme nicht im Körper, das heißt im Fleische, sondern im Lichte, und sage euch: Die Zeit ist vorbei, in der Ich, um meinen Samen zu säen, ihn mit Blut bewässern musste; doch wie sehr müsst ihr euch stattdessen läutern und zubereiten.
19 Inspiriert vom Lichte des Heiligen Geistes werdet ihr Schritt für Schritt diese Lehre aussäen, sie dem "Tauben" zu Gehör bringen und sie den "Blinden" schauen lassen. Ihr werdet wie der Meister Verhöhnung, Verleumdungen und Erniedrigungen erleiden, selbst von euren Angehörigen verspottet werden, doch ihr werdet nicht schwach werden. Denn sogleich werdet ihr euch daran erinnern, dass der Sohn des Höchsten, der ganz Macht und Weisheit war, nicht vor den Prüfungen der Menschen floh, damit er ihnen durch dieselben seine Wahrheit bezeugte.
20 Das ist der Grund, weshalb Ich euch immer wieder sage: Entnehmt meinem Worte die geistige und moralische Kraft für euren Lebenskampf, denn wer im Geiste stark ist, wird es auch in irdischen Dingen sein. Und Ich kann euch auch dies sagen, dass ihr manchmal sogar bis zum Opfertod gehen werdet, wie Ich es euch durch Jesum in der Zweiten Zeit lehrte.
21 Wache und bete, Volk, nicht nur wegen der materiellen Gefahren, sondern auch wegen der Fallstricke, die eure Augen nicht erkennen können — jene, die von unsichtbaren Wesen stammen.
22 Die großen Legionen verwirrter Seelen führen Krieg mit den Menschen, wobei sie deren Unwissenheit, Stumpfheit und Mangel an geistigem Schauen ausnützen; und die Menschen haben ihre Waffen der Liebe nicht vorbereitet, um sich vor ihren Angriffen zu schützen, weshalb sie bei diesem Kampfe wie schutzlose Wesen erscheinen.
23 Es war notwendig, dass meine geistige Lehre zu euch kam, um euch zu lehren, wie ihr euch zurüsten müsst, um bei diesem Gefecht siegreich zu bestehen.
24 Von jener unsichtbaren Welt, die in eurer eigenen Welt lebt und webt, gehen Einflüsse aus, welche die Menschen heimsuchen, sei es in ihrem Verstande, in ihren Gefühlen oder in ihrem Willen, und sie zu ergebenen Dienern, zu Sklaven, zu Werkzeugen, zu Opfern machen. Überall erscheinen geistige Kundgaben, und dennoch wollen die Erdenmenschen weiterhin nicht wahrnehmen, was ihren Geist umgibt.
25 Es ist nötig, die Schlacht zu beginnen, das Dunkel zu zerstören, damit, wenn das Licht in den Menschen anbricht, alle sich in einer wahren Gemeinschaft vereint aufmachen und durch das Gebet in dem Kampfe siegen, den sie gegen die Mächte aufnehmen, die sie so lange Zeit hindurch beherrscht haben.
26 Menschen und Völker sind der Macht jener Einflüsse erlegen, ohne dass die Menschheit es bemerkt. Seltene und unbekannte Krankheiten, die von ihnen erzeugt werden, haben die Menschen niedergeworfen und die Wissenschaftler verwirrt.
27 Wie viel Zwietracht, wie viel Verwirrung und Schmerz hat der Mensch auf sich gehäuft. Das Fehlen von Gebet, Moral und Geistigkeit hat die unreinen und verstörten Wesen angezogen. Und was kann man schon von denen erwarten, die ohne Licht und ohne Zurüstung abgeschieden sind?
28 Dort sind jene, die ihr betrogen und unterdrückt habt, die ihr verstört und gedemütigt habt. Nur Verwirrung und Finsternis können sie euch zusenden, sie können nur Rache üben, und sie machen euch nur Vorwürfe.
29 Nennt mich jetzt nur Zauberer und Hexenmeister, weil Ich euch diese Dinge offenbare, während doch nicht Ich es bin, der sie veranlasst hat, sondern ihr. Ich will nur alle miteinander vor dem Dunkel, dem Schmerz und dem (geistigen) Tode bewahren, denn Ich bin das Licht, das vor den Menschen und vor den Legionen verwirrter Seelen erstrahlt. Wer von ihnen wird mich zuerst erkennen?
30 Als Ich in der Zweiten Zeit einen Besessenen befreit hatte, sagten jene, die dies sahen, dass Jesus einen Pakt mit dem Geist des Bösen habe. Der Geist hingegen, der jenen Menschen quälte, sprach zu mir und sagte: "Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes."
31 Dennoch gab es auch solche, die, verwundert über jene Werke, sagten: "Aufgrund welcher Autorität und Vollmacht befiehlt er den unreinen Wesen, und sie gehorchen ihm?" Sie wussten nicht, dass diese Geistesgabe in allen Menschen ist, dass ihr alle jene Waffen mit euch führt. Später wiederholten meine Jünger die Werke ihres Meisters und bewiesen damit, dass Christus gekommen war, um die Menschen zu unterweisen; nicht nur, um seine Macht zu zeigen, sondern um den Menschen die Geistesgaben und die Vollmacht zu offenbaren, die sie alle besitzen.
32 Betet, sagte euch der Meister, das Gebet verleiht den Waffen der Liebe strahlenden Glanz, mit welchen ihr für die Menschheit den Frieden erringen sollt. Es bewirkt, dass die Geistesgaben erwachen, die Seele hellfühlend, der Blick erkennend und das Herz empfindsam wird.
33 Volk, Ich habe dich gelehrt, dich aus den unsichtbaren Schlingen zu befreien und euch dagegen zu verteidigen, euch von den fremdartigen Krankheiten zu heilen und von den schlechten Einflüssen frei zu machen. Aber wahrlich, Ich sage euch — wie Ich euch bereits offenbart habe — nur das Gebet und die Tugend können euch dazu dienen, diese Prüfungen zu überstehen. Wenn ihr euch als Ersatz dafür andere Maßnahmen ausdenkt, werdet ihr Opfer solcher Einflüsse werden, und anstatt euren Weg licht zu machen, werdet ihr das Dunkel vermehren. Dann wird euch die Welt zu Recht Hexenmeister, Zauberer nennen, während Ich euch eine kostbare Gabe gegeben habe, um allen bedürftigen Seelen Licht und Frieden zu bringen.
34 Wann werdet ihr es erreichen, dass sich jene ganze Welt der Finsternis, des Leidens und der Verirrungen in eine Welt des Friedens verwandelt? Wann werdet ihr das Licht der hohen geistigen Sphären auf euch zu ziehen vermögen, damit ihr mit allen euren Mitmenschen in Einklang kommt in jener Heimstatt, die Ich euch bestimmt habe?
35 Aufgrund der Unterweisung, die Ich euch in meinem Worte gegeben habe, sind wirkliche Wunder unter euch geschehen. Die Seelen erwachen für einen neuen Tag, die Herzen schlagen voller Hoffnung. Jene, die die Wahrheit nicht zu erkennen vermochten, weil ihre Unwissenheit wie eine Binde war, die ihre geistigen Augen bedeckte, sehen jetzt und blicken verwundert um sich. Die körperlich (wie auch seelisch) Kranken werden gesund, wenn sie in ihrem Wesen, in ihrem Herzen die Essenz meiner Worte aufnehmen.
36 Dann entströmt dem Innersten, dem Reinsten dieses Volkes ein Dankgebet für die Werke, die Ich an ihm tue, und es sagt mir: "Danke, Herr, denn Du hast uns für würdig erachtet, dass sich diese Wunder in uns vollziehen."
37 Wenn diese Männer und Frauen sich dann erheben, gestärkt durch mein Wort der Liebe, des Trostes und der Weisheit, haben sie ihre Mitmenschen aufgesucht und auf ihrem Wege Wunder vollbracht, oftmals ohne sich dessen bewusst zu sein.
38 Durch ihren Glauben heilen sie Herzen, durch ihr Zeugnis vertreiben sie die Finsternis und rütteln jene wach, die gleichgültig waren. Mit ihrer Intuition lösen sie die Probleme des Lebens, und durch ihre Kraft vermögen sie den Prüfungen standzuhalten. Ihre Hände lernen die Kranken zu "salben", ihr Verstand findet den Weg, mein Wort zu ergründen und freut sich an ihm; ihr Gebet hilft ihnen, ihre Geistesgaben zu entfalten, die eingeschlummert waren, und indem sie so Schritt für Schritt vorangehen, erreichen sie, dass ihr Herr ihren Weg mit Wundern besät.
39 Die Versammlungsstätten, in denen sich mein Wort kundgetan hat, haben sich vervielfacht, wobei jede von ihnen wie eine Schule wahren Wissens ist, wo die Menschen sich versammeln, die meine Jünger bilden und begierig herbeikommen, um die neue Lektion zu lernen.
40 Wenn jede dieser Gemeinden von all den Wohltaten Zeugnis ablegen würde, die sie aus meiner Barmherzigkeit empfangen hat, so würde das Bezeugen jener Wunder kein Ende haben. Und wenn ihr alles in einem Buche sammeln müsstet, was Ich vom ersten meiner Worte bis zum letzten durch alle meine Stimmträger gesprochen habe, so wäre dies ein Werk, das ihr nicht vollbringen könntet.
41 Doch Ich werde der Menschheit durch Vermittlung meines Volkes ein Buch zukommen lassen, in welchem die Essenz meines Wortes und das Zeugnis der Werke enthalten ist, die Ich unter euch vollbrachte. Fürchtet euch nicht, diesen Auftrag zu übernehmen, denn Ich werde euch inspirieren, damit in diesem Buch die Unterweisungen festgehalten werden, die unerlässlich sind.
42 Meint ihr etwa, dass das, was meine Apostel der Zweiten Zeit niederschrieben, alles war, was Ich auf Erden sprach? Wahrlich, Ich sage euch: Nein. Bedenkt, was mein Jünger Johannes sagte: "Der Werke, die Jesus vollbrachte, sind so viele, dass ich dafürhalte, dass die Welt die Bücher nicht fassen würde, die hierfür geschrieben werden müssten."
43 Seht, Jünger, auch ihnen habe Ich im Augenblick der Niederschrift nur das inspiriert und in Erinnerung gerufen, was unbedingt nötig war, um als ein Testament und Zeugnis für die zukünftigen Generationen erhalten zu bleiben.
44 In dieser Epoche habe Ich mein Wort erneut unter den für das Leben der Gnade Toten zu neuem Leben erweckt. Ich nenne euch so, weil ihr in eurem Wesen einen Geist habt, der sich nicht vom Brot des Lebens zu nähren wusste und deshalb nicht begriffen hat, dass er der Ewigkeit angehört.
45 Ich kam, um die Fruchtbarkeit des Wortes zu sehen, das Ich der Welt in der Zweiten Zeit übergab, und stellte fest, dass das Böse weiterhin in Blüte war und seine bitteren Früchte unter die Menschen gestreut hat. Ich suche die Spur, die mein Opfertod im Herzen des Menschen hinterlassen sollte, doch das Blut, das Ich entdecke, ist jenes, das von den Menschen in ihren brudermörderischen Kriegen vergossen worden ist — sündiges Blut bei dem einen, unschuldiges bei anderen. Immer spricht es zu mir von Feindschaften, niederen Leidenschaften, geistiger Finsternis, von Tod.
46 Das ist die Welt, der du die Stirne bieten musst, o Volk. Doch fürchtet euch nicht, denn der Geist der Menschen hat sich sehr entwickelt, und wenn ihr mit Worten zu beraten versteht, die von Herzen kommen, wie Ich es euch gelehrt habe, werdet ihr erleben, wie sich ihre Augen dem Lichte öffnen und sie euch in Liebe und Barmherzigkeit ihre Arme entgegenstrecken.
47 Die gegenwärtige Zeit muss der Zurüstung und der Besinnung gewidmet sein, Volk, denn wenn du sie jetzt nicht nutzt, wirst du ihr noch nachtrauern.
48 Ihr müsst viel an euch arbeiten, damit ihr vorbereitet seid, euch aufzumachen und mein Wort zu predigen. Ihr müsst die völlige Erneuerung eures ganzen Lebens erreichen, damit, wenn jener, der die Lehre vernimmt, die ihr predigen werdet, euer Heim in Augenschein nimmt oder euren Schritten folgt, um euch auszukundschaften, nur Reinheit und Wahrheit in euren Werken findet.
49 Wenn ihr den Wunsch habt, der Welt die Größe der Lehre zu zeigen, die Ich euch in dieser Zeit gelehrt habe, so denkt daran, dass ihr zuvor wie klare Spiegel werden müsst, die mein Licht widerspiegeln können. Vertraut nicht immer auf die Beredsamkeit eures Sprechens oder auf die mehr oder weniger große Fähigkeit eures Wortes. Wahrlich, Ich sage euch, die schönsten Worte werden niemals die Überzeugungskraft erreichen, die ein gutes Werk hat, so unscheinbar dieses auch sein mag.
50 Geliebtes Volk, dies ist der "dritte Tag", an dem Ich mein Wort unter den "Toten" zu neuem Leben erwecke. Dies ist die Dritte Zeit, in der Ich vor der Welt in geistiger Weise erscheine, um ihr zu sagen: "Hier ist derselbe Christus, den ihr am Kreuze sterben saht, und er spricht derzeit zu euch, denn er lebt und wird leben und wird immer sein."
51 Dagegen sehe Ich, dass die Menschen ein hinsichtlich des Glaubens, der Liebe und des Lichtes totes Herz im Leibe haben, obwohl sie in ihren Religionsgemeinschaften behaupten, die Wahrheit zu verkünden. Sie meinen, dass sie ihr Seelenheil gesichert haben, wenn sie in ihren Kirchen beten und an ihren Riten teilnehmen. Doch Ich sage euch, die Welt muss erfahren, dass das Heil nur durch das Vollbringen von Werken der Liebe und Barmherzigkeit erlangt werden wird.
52 Die Versammlungsstätten sind nur eine Schule. Die Religionsgemeinschaften sollen sich nicht nur darauf beschränken, das Gesetz zu erklären, sondern sie sollen dafür sorgen, dass die Menschheit versteht, dass das Leben ein Weg ist, auf dem man das zur Anwendung bringen muss, was man vom göttlichen Gesetze gelernt hat, indem man meine Lehre der Liebe ausübt.
53 Wer nur der Unterweisung zuhört, wer sich damit begnügt hat, der Lehrstunde, der Unterweisung beizuwohnen, und damit bereits seine Pflicht erfüllt zu haben glaubt, befindet sich in einem schweren Irrtum, denn wenn er die Lektion lernte, die ihm offenbart wurde, und sie nicht in die Tat umsetzte, wurde er weder seinem Meister, noch seinen Mitmenschen, noch sich selbst gerecht. Er war dann nur ein Schüler, der die Unterweisung zu verstehen vermeinte und dabei das Wichtigste derselben vergaß, das heißt: Liebe, Vergebung, Mitgefühl, Geduld, Glauben und alles, was eine göttliche Unterweisung an Gutem enthält und anrät, zur Tat werden zu lassen.
54 Geliebtes Volk, lerne, der "Letzte" zu sein, damit du in meinen Augen der Erste bist. Ich will euch von Herzen demütig haben, schlicht und tugendsam. Lasst euch nicht von den falschen Herrlichkeiten der Erde verführen, die nur dazu dienen, den Geist vom wahren Wege abzubringen oder ihn nicht weiter vorankommen zu lassen und ihn dadurch kostbare Zeit für seinen geistigen Fortschritt vergeuden lassen. Sucht immer den Platz, wo ihr nützlich sein könnt, und zieht diesen immer jenem vor, der euch als angesehener erscheint.
55 Seid nicht eitel noch leichtfertig, liebt nicht die Ehrenplätze, wie es die Pharisäer taten, um sich vor dem Volke aufzuspielen, damit dieses ihnen Ehren erweise.
56 Der wahrhaft hohe Geist befleckt sich nicht mit solchen Armseligkeiten, denn ihn stoßen Prahlerei und Schmeichelei ab. Wer das Gesetz Gottes erfüllt, indem er es im geistigen und im menschlichen Leben verwirklicht, dem genügt der Friede vollauf, den er nach jedem seiner Werke von seinem Herrn empfängt.
57 Das Verlangen nach höherer Stellung, nach bewundernden Blicken und Schmeicheleien bedeutet, sich selbst mehr zu lieben als alle anderen, und dies bedeutet, sehr weit von der Erfüllung des Gesetzes Gottes entfernt zu sein.
58 Habe Ich euch nicht gesagt: Du sollst Gott mehr als alles Geschaffene lieben? Dies ist der Sinn des ersten Gebotes. Sagte Ich euch nicht: Du sollst deine Nächsten wie Geschwister lieben? Dies ist das Zweite, was ihr tun müsst. Erkennt also, dass eure Eigenliebe an letzter und niemals an erster Stelle stehen soll.
59 Deshalb nannte Ich jene Pharisäer heuchlerisch, die von sich behaupteten, die Eifrigsten im Dienste Gottes zu sein, und die doch immer bestrebt waren, die ersten in der Synagoge zu sein, die es genossen, die Huldigung der Leute zu empfangen, und die darauf bedacht waren, ihren Körper immer mit schönen Festgewändern zu kleiden, um unter ihnen ihre ganze Bosheit zu verbergen.
60 Ich will euch nicht Heuchler nennen. Wenn ihr euch nicht rein fühlt, so seid wenigstens zurückhaltend und stellt nicht Reinheit zur Schau; denn es wäre sehr traurig, wenn jemand, der bereits an eure Weisheit und Tugend glaubt, die Wahrheit entdeckt und sieht, dass euer Zeugnis falsch war.
61 Immer soll Aufrichtigkeit und Wahrheit in euren Handlungen zum Ausdruck kommen.
62 Immer soll Bescheidenheit euer Leben bestimmen, bittet euch der Meister.
63 Ihr werdet dann erleben, wie echte Tugend in eurem Herzen wohnen wird. Ihr werdet es merken, wenn eure rechte Hand ein gutes Werk getan hat, und eure linke davon nicht einmal etwas bemerkt hat.
64 Sagt der Welt, dass es nicht nötig ist, dass Christus in jeder Generation geboren wird und stirbt, damit ihr gerettet werden könnt; sagt, dass mein Wort der Zweiten Zeit noch immer lebendig ist und alle Seelen anrührt und das Herz jeder Generation ruft.
65 Ich übergebe euch meine neue Botschaft, damit sie euch das Verständnis der ganzen früheren Offenbarung erleichtert.
66 Ich bin zu den Menschen zurückgekehrt, um ihnen in ihren gegenwärtigen Prüfungen beizustehen. Der Meister sagt euch: Beunruhigt euch nicht, wenn ihr die Zeichen meiner neuen Kundgebung kennenlernt, freut euch vielmehr, weil Ich euch erlaubt habe, diese Unterweisungen direkt mitzuerleben.
67 So, wie Ich mich der Magdalena in der Zweiten Zeit nach dem Opfertod im Geiste zeigte, und diese überrascht und zugleich voll Freude ausrief: "Herr, gepriesen und verherrlicht seist Du für immer!", so bin Ich jetzt bei euch erschienen, als ihr glaubtet, dass der Meister abwesend sei oder gleichgültig gegenüber euren Leiden; und nach eurer Überraschung habt ihr mich gesegnet. Ihr habt in eurem Geiste mein Licht empfangen, und nachdem ihr eine so große Gnade empfangen habt, habt ihr euch an eure
Mitmenschen erinnert und für sie Fürbitte eingelegt mit den Worten: "Ich habe das Glück, Dein Wort zu vernehmen, während andere diese Unterweisungen nicht kennen!" Doch der Meister sagt euch: Ich habe meinen Geist auf mancherlei Weise in allen Nationen kundgetan. Die sich innerlich bereitet haben, erkennen, dass sie in einer Zeit der Gnade und der Gerechtigkeit leben, und sie haben meine Gegenwart empfunden.
68 So, wie Ich Magdalena vergab, vergebe Ich euch allen, doch Ich will, dass ihr euch wie sie meiner würdig macht.
69 Wie viele Lehrbeispiele, die wert sind, als Vorbild zu dienen, könnt ihr von euren Geschwistern aus anderen Zeitepochen zusammentragen! Ihr Wirken ist wie ein offenes Buch. Doch ihr — wollt ihr nicht, dass euer Wirken als Vorbild niedergeschrieben bleibt? Ich werde jene eurer Werke, die Ich als würdig befinde, euren Nachkommen vor Augen führen. Ihr werdet heute, da ihr im materiellen Körper lebt, weder Ruhm noch Verehrung ernten. Seid demütig und lasst andere eure Werke bewerten.
70 In dem großen Tagewerk, das euch erwartet, werde Ich euer (Helfer wie ein) Simon von Kyrene sein.
71 Meine Lehre wird große Umwälzungen auf der Welt hervorrufen, es wird große Wandlungen in den Sitten und Ideen geben, und selbst in der Natur werden Veränderungen eintreten. All dies wird den Beginn eines neuen Zeitalters für die Menschheit anzeigen, und die Geister, die Ich in Kürze auf die Erde senden werde, werden von all diesen Prophetien sprechen. Sie werden mein Wort erklären und die Werke erläutern, um bei der Wiederherstellung und Aufwärtsentwicklung dieser Welt mitzuhelfen.
Mein Friede sei mit euch!

BWL - Band 6 - Unterweisung 151


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 143 - 174
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Unterweisung 151:
 
 1 Aus vielen Quellen habt ihr getrunken, in der Hoffnung, euren Durst nach Liebe gestillt zu sehen, und in dieser Zeit seid ihr durstiger denn je. Was habt ihr mit dem Wasser des Lebens gemacht, das Ich euch schon damals gab?
2 Ich habe der Frau aus Samaria gesagt: "Wer von dem Wasser trinkt, das Ich gebe, wird nie mehr dürsten." Doch heute sage Ich euch: Wenn die Menschen von jenem Wasser getrunken hätten, würden sie nicht soviel Elend mit sich tragen.
3 Die Menschen verblieben nicht in meiner Unterweisung und zogen es vor, meinen Namen zu verwenden, um Religionen und Konfessionen gemäß ihrer Auslegung und Bequemlichkeit zu schaffen. Ich verwarf Traditionen und lehrte sie die Lehre der Liebe, doch heute kommt ihr zu mir und präsentiert mir leere Riten und Zeremonien, die den Geist nicht im geringsten fördern. Wenn keine Spiritualität in euren Werken zum Ausdruck kommt, kann ihnen keine Wahrheit innewohnen, und was nicht Wahrheit in sich birgt, erreicht euren Vater nicht.
4 Als jene Samariterin fühlte, dass das Licht meiner Augen bis auf den Grund ihres Herzens drang, sagte sie zu mir: "Herr, ihr Juden sagt, dass Jerusalem der Ort ist, an dem man unseren Gott anbeten muss." Da sagte Ich ihr: "Wahrlich, Ich sage dir, Frau, der Zeitpunkt rückt näher, an dem ihr weder auf diesem Berge noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet, wie ihr es jetzt tut. Die Zeit kommt, in der man den Vater im Geiste und in der Wahrheit anbetet, denn Gott ist Geist."
5 Dies ist meine Lehre aller Zeiten. Seht, obwohl ihr die Wahrheit vor Augen hattet, wolltet ihr sie nicht sehen. Wie könnt ihr sie leben, wenn ihr sie nicht erkennt?
6 Eben deshalb seid ihr dürstend in meine Gegenwart gekommen. Doch als ihr dies Wort vernommen habt, hat euer Herz die Frische des Wassers des Lebens empfunden, und ihr wolltet euch nicht mehr von der Quelle entfernen.
7 Ihr habt mir gesagt: "Herr, Du hast uns angekündigt, dass dies Wort, das Du heute durch die Stimmträger gibst, sein Ende haben wird. Was sollen wir dann tun, damit uns der Durst nicht erneut überkommt?" Der Meister sagt euch: Ich bin gekommen, euch beten zu lehren, euch die Geistesgaben zu offenbaren, die ihr besitzt und nicht beachtet habt, mittels derer ihr mein Gesetz ausüben und mir nacheifern könnt. Wer in seinem Leben Vergeistigung hat, kann nicht Durst, Müdigkeit, Hunger oder Elend fühlen. Ferner sage Ich euch: Ich werde euch nach 1950 aufgrund eurer Vergeistigung näher sein.
8 Daraufhin fragt ihr mich: "Wie erlangt man Vergeistigung?" Und Ich sage euch: Ihr werdet sie erreichen, indem ihr von Geist zu Geist betet, indem ihr darauf achtet, bei allen euren Handlungen gerecht zu sein, indem ihr an euren Mitmenschen tätige Nächstenliebe übt. Wenn man so lebt, wird die Seele frei und lenkt die Schritte des Menschen, erleuchtet vom Lichte des Geistes. Er fühlt sich nicht mehr einsam auf Erden, weil er begreift, dass die Gegenwart des Herrn und die der geistigen Welt ihn begleiten. Bei jedem Schritt, den er durchs Leben macht, entdeckt er ein neues Licht und gewinnt für sich eine neue Erkenntnis. Er fühlt sich nicht mehr als Geächteter oder als Elender und erquickt sich an den von seinem Vater geschaffenen Wundern, die er jetzt durch die Gabe der Inspiration und Offenbarung entdeckt.
9 Ich sage euch auch in dieser Zeit, dass wer von dem Wasser trinkt, das Ich gebe, welches mein Wort ist, nie mehr Durst haben wird, so, wie Ich euch sage, dass ihr keinen bestimmten Ort aufsuchen sollt, um zu beten, da ihr mich überall finden könnt.
10 Ich habe euch vor allem gewarnt, was in eurem Leben Mutlosigkeit bewirken kann, damit ihr auf eurer Lebensreise nicht einen Augenblick lang verzagt. Ich habe euch angekündigt, dass die Zeit kommen wird, in der alle Religionen versuchen werden, diese Lehre zu erforschen, und wenn sie sich für sie interessieren, sie dieselbe nach euren Taten, Worten und Zeugnissen beurteilen werden.
11 Ihr wisst bereits, dass ihr ins Gerede kommt und bekämpft werdet, dass sie so viele Argumente gegen den Glauben, an dem ihr festhaltet, ins Feld führen werden, dass viele sich furchtsam verbergen, andere demoralisiert sein werden und die meisten sich verwirrt vom guten Weg abkehren werden.
12 Vergesst nicht, dass Ich euch all dies schon angekündigt habe, doch Ich darf euch auch daran erinnern, dass jene, die trotz aller Widerstände standhaft bleiben und im stillen beten, ohne dass ihr Glaube und ihre Hoffnung wanken, wie das Samenkörnchen des Gleichnisses sein werden, das sich vor dem Sturme rettete. Als dann die vorbestimmte Zeit gekommen war, begann es zu keimen, zu wachsen und sich danach zu vermehren, bis es die Felder bedeckte, weil es zu warten verstand, bis die Winde nachließen, um leben und sich vervielfältigen zu können.
13 Möchtet ihr nicht das kleine Samenkorn dieses Gleichnisses sein, um morgen den Ruhm zu haben, von eurem Vater "Kinder des Glaubens" genannt zu werden, so, wie Ich Noah nannte? Fürchtet euch nicht, denn der Sturm wird sich nicht nur gegen euch richten.
So, wie ihr die Völker und Mächte der Erde sich rüsten saht für den Kampf, so machen sich auch die verschiedenen Religionsgemeinschaften bereit, um die Schlacht zu schlagen.
14 Es ist nötig, dass sich für kurze Zeit der Himmel für alle verschließt, und dass er sich erst wieder öffnet, wenn ein einziger Schrei von der Erde aufsteigt, weil man erkennt, dass es nur einen einzigen Vater aller Wesen gibt.
15 Ich will, dass ihr schon jetzt begreift, worin die Aufgabe besteht, die ihr inmitten dieser Auseinandersetzung zu erfüllen habt — eine Aufgabe, die nicht nur das Geistige umfasst, sondern auch das Materielle betrifft.
16 Die Gerechtigkeit des Vaters hat diese Nation mit seinem Zepter berührt, um ihr Vollmacht gegen den Krieg, die Ungerechtigkeit und die Falschheit zu geben. Ihre Bewohner sind in ihren Herzen und Seelen gesalbt worden, damit sich der Krieg von ihnen fernhält. Sie sind vorbereitet und geläutert worden, damit sie Geduld haben und nicht den Mut verlieren angesichts der Leiden, wenn sich auf der Welt die Verwüstung ausbreitet und man die Klagen der Bewohner der Nationen vernimmt. Von diesem Volk werden dann Gebete emporsteigen, es wird die Form der Verehrung seines Vaters klären, die Liebeswerke, die es auf seinem Wege tut, werden sich vervielfachen. Denn dies wird die angekündigte Zeit sein, in der alle Länder zubereitet sein werden, um diesen Liebessamen zu empfangen.
17 Stellt euch im voraus durch eure Zurüstung auf den Kampf ein, entfaltet eure Geistesgaben, gebt euren Waffen Glanz. Schreckt nicht vor den Prüfungen zurück, denn sie geben eurem Geiste Festigkeit und Standhaftigkeit.
18 Reinigt euer Herz, damit ihr rein und vorbereitet in diese Auseinandersetzung geht, dann habt ihr nichts zu befürchten. Die geistigen Mächte und die Elemente der Natur werden auf der Seite all jener stehen, die sich als Soldaten meiner Sache der Liebe, des Friedens und der Gerechtigkeit erheben.
19 In dieser Epoche suche Ich die Herzen der Menschen, um ihnen den rechten Weg zu zeigen.
20 Ihr, die ihr noch Traditionen habt, erinnert euch an meine Gegenwart unter euch in der Zweiten Zeit: Ihr gedenkt des Einzugs Jesu in Jerusalem, erinnert euch mit Liebe an jene Zeit und denkt über die Bedeutung einiger jener Textstellen nach, und Ich sage euch: Heute ziehe Ich nicht in die gesegnete Stadt ein, sondern in das Herz aller meiner Kinder guten Willens. Wenn ihr mich als Gast aufnehmen wollt, so bereitet euch zu, dann werde Ich bei euch sein. Ich habe euch immer in gleicher Weise geliebt, mein Geist ist unwandelbar. Ihr, die ihr mich liebt und mir sehnsuchtsvoll nachfolgen wollt, seht vor euch die Himmelsleiter, die zu mir führt. Mein Weg ist allen bekannt, euer Geist weiß, dass er, um zu mir zu gelangen, alle Gebote des Gesetzes befolgen muss.
21 Ich will, dass ihr reinen Geistes seid. Ich bin bereit, mich in jeden zu ergießen, der sich vorbereitet.
22 Die gerechten Geister, die bei mir leben, beklagen das Unverständnis des menschlichen Herzens, wenn sie mein Werk der Dritten Zeit betrachten. Noch immer zweifeln manche und stellen Bedingungen, um gehorsam zu sein; doch Ich setze meinen Kampf fort aus Liebe zu euch und rufe die Herzen im Verlangen nach Liebe und Mitgefühl wie ein einfältiger Pilger.
23 Der Weg ist der des Opfers, aber er führt zum Gipfel des Berges. Kommt mit mir und lasst uns zusammen wandern. Hört das Wort, das in dieser Zeit zu euch spricht. Es ist ganz schlicht, doch es wird die empfindsamen Saiten des Herzens derer anrühren, die für das Leben der Gnade gestorben sind, und wird sie zu neuem Leben erwecken.
24 In der Zweiten Zeit waren zwölf Jünger beim letzten Abendmahle bei mir. Jetzt lade Ich die ganze Menschheit ein, das Brot des Geistes zu sich zu nehmen. Ich biete euch auch den Frieden meines Reiches an, denn in mir ist die Macht, euch diese Gaben anzubieten. Wer mir nachfolgen will, sei willkommen. Doch wer von der Welt gerufen wird und ihr dienen will, wird, wenn er einst meinen Weg sucht, mit großer Anstrengung und großem Schmerz die Zeit aufholen müssen, die er verloren hat.
25 Dient mir, und ihr werdet mit eurem Gewissen im reinen sein. Ich werde euch das für euren Lebensunterhalt Notwendige obendrein geben. Solange ihr mit der Erfüllung eurer geistigen Aufgabe beschäftigt seid, werden meine Engel über eure Güter wachen.
26 Ich habe gesehen, wie ihr euch (innerlich) vorbereitet, und wahrlich, Ich sage euch, Ich werde euch meinen "Körper" zu essen und mein "Blut" zu trinken geben.
27 Der Geist ist bereit, die Lehren zu studieren, die Ich euch in der Zweiten Zeit gab und deren Erklärung Ich euch derzeit gebe.
28 Seht hier den Tisch, auf dem sich das Brot des Lebens und der Wein der Gnade befindet. Die Jünger umgeben mich, und in ihrem Herzen fragen sie sich: "Obwohl der Vater bei uns ist, warum offenbart sich in seinen Worten Trauer?" Doch unter denen, die so fragen, gibt es andere, deren Geist ahnt, dass der Meister ihnen nun etwas Schweres sagen wird. Es sind jene, die daran denken, wie der Herr sein Brot in den Wein tauchte, um es jenem anzubieten, der ihn verraten würde.
29 Als Jesus mit seinen Jüngern jenes Passahmahl feierte, wie es der Tradition jenes Volkes entsprach, sagte er ihnen: "Etwas Neues offenbare Ich euch nun: Nehmt von diesem Wein und esst von diesem Brot, die mein Blut und meinen Körper darstellen, und tut dies zu meinem Gedächtnis."
30 Nach dem Hinscheiden des Meisters gedachten die Jünger des Opfers ihres Herrn, indem sie Wein zu sich nahmen und Brot aßen, was Sinnbilder für jenen waren, der aus Liebe zur Menschheit alles hingab.
31 Im Laufe der Jahrhunderte gaben die in Konfessionen aufgespaltenen Völker meinem Worte unterschiedliche Auslegungen.
32 Heute will Ich euch sagen, was Ich in jener Stunde, bei jenem Mahle empfunden habe, bei dem jedes Wort und jede Handlung Jesu die Lektion eines Buches von tiefer Weisheit und unendlicher Liebe war. Wenn Ich dazu Brot und Wein verwendete, so geschah es, um euch verstehen zu lassen, dass sie der Liebe gleichen, welche die Nahrung und das Leben der Seele ist, und wenn Ich euch sagte: "Tut dies zu meinem Gedächtnis", dann wollte der Meister damit sagen, dass ihr eure Nächsten mit einer Liebe ähnlich jener von Jesum lieben und euch den Menschen als wahre Nahrung hingeben sollt.
33 Jesus gab euch nicht nur sein Wort. Seine Unterweisungen und Werke waren nicht nur Gleichnisse oder Sinnbilder. So, wie er seinen Körper und sein Blut gegenüber seinen Jüngern zu deren Belehrung mit Brot und mit Wein versinnbildlichte, gab er am darauffolgenden Tag seinen Körper vor den Augen einer Volksmenge hin und vergoss all sein Blut, um der ganzen Menschheit das Brot des ewigen Lebens, der vollkommenen Liebe, zu essen zu geben.
34 Jeder Ritus, den ihr mit diesen Unterweisungen macht, wird unfruchtbar sein, wenn ihr meine Lehren und Beispiele nicht in eurem Leben zur Anwendung bringt. Gerade das ist das Schwierige für euch, aber eben darin besteht das Verdienst.
35 Jesus lehrte euch die Barmherzigkeit, die Sanftmut, die Liebe; er lehrte euch, euren Feinden von Herzen zu vergeben. Er sagte euch, dass ihr die Lüge fliehen und die Wahrheit lieben sollt. Er verkündete euch, dass ihr das Böse, ebenso wie das Gute, das ihr empfangt, immer mit Gutem vergelten sollt. Er lehrte euch die Achtung vor jedem eurer Nächsten und offenbarte euch die Art und Weise, wie man Gesundheit für den Körper und die Seele findet und wie ihr mit eurem Leben den Namen eurer Eltern ehrt, damit auch ihr von euren Kindern geehrt werdet.
36 Dies sind einige der Gebote, nach denen sich jeder richten muss, der in Wahrheit christlich sein will.
37 Damit jene Unterweisung in den Herzen den Glauben entzünden würde, damit sie von den Menschen geliebt werden konnte, tat Ich dabei Wunder, und damit jene Wunder möglichst eindrucksvoll waren, tat Ich sie an den Körpern der Kranken: Ich heilte die Blinden, die Tauben, die Stummen, die Gelähmten, die Besessenen, die Aussätzigen und erweckte auch Tote zum Leben.
38 Wie viele Wunder der Liebe tat Christus unter den Menschen! Ihre Namen gingen als Lehrbeispiele für kommende Generationen in die Geschichte ein.
39 Heute gebe Ich euch erneut mein Wort; der geistige Gehalt ist der gleiche wie der, den Ich euch in der Zweiten Zeit übergab. Ich spreche zu euch mit derselben Liebe. Ich zeige euch ein weiteres Mal den Weg, auf dem man zum Vater gelangt. Ich lehre euch mit größter Selbstlosigkeit.
40 Heute versinnbildliche Ich meinen Körper und mein Blut nicht mit Brot und Wein, noch komme Ich als Mensch, um mein Blut zu vergießen und euch meinen Körper an einem Kreuze zu übergeben. Dies ist eine andere Zeit. Jetzt komme Ich im Geiste, und es ist euer Geist, zu dem Ich über seine geistige Mission spreche, denn er ist nunmehr fähig, die früheren Unterweisungen und auch die neuen Offenbarungen zu verstehen. Ich bereite derzeit meinen Tempel in eurem Herzen.
41 Als Mensch hatte Ich Gestalt, als Gott habe Ich sie nicht. Seht, es ist nicht mehr an Körperlichkeit an mir als meine Wahrheit, noch gibt es einen anderen Wein als meine Liebe.
42 Mein Geist, der allgegenwärtig ist, wird empfunden, wenn ihr zubereitet seid. Sucht mich, und Ich werde vor eurem geistigen Blick den Schleier von vielen Geheimnissen wegziehen. Ich werde euer Herz zum Guten wenden, werde euch den Weg weisen, dem ihr folgen sollt.
43 Wie könnt ihr weiterhin an Blut und Körper denken, da es doch der Heilige Geist ist, der zu euch herniederkommt, da Ich nur komme, um mit meinem Worte euren Geist zu erleuchten, euch zu nähren und eure materielle Natur zu erschüttern?
44 Die Stimme eures Geistes rief mich in dieser Zeit; eure innere Erhebung, euer Durst nach Licht ließen mich euch näherkommen.
45 Bald werden die Jünger des Spiritualismus diese Unterweisung unter den Menschen verbreiten als die Lehre, die die Menschen dazu inspirieren wird, für den Aufstieg ihres Geistes zu kämpfen.
46 Bildet keine weiteren Sekten, nur die Gesinnung soll euch vereinen. Euer Gewissen wird euch anzeigen, wann ihr euch vom (rechten) Weg entfernt.
47 Ein einziges Gesetz habe Ich euch vom Anbeginn der Zeiten gegeben. Es kennzeichnet für euch einen Pfad voller Klarheit, welcher jener der Entwicklung eurer Seele ist.
48 In dieser Zeit werde Ich gleichfalls verraten, verkauft und überantwortet werden. Noch kennt ihr die Art und Weise nicht, doch öffnet eure Augen und arbeitet an euch, damit ihr nicht die Urheber solcher Werke seid.
49 Was wird aus jenem werden, der meinen Ruf vernahm, den Ich Jünger nannte, und den die Welt und sein Gewissen danach Verräter nennen?
50 Wachet und vergebet einander, denn meine Vergebung bedeckt das ganze Weltall.
51 An diesem Tage hat euer Herz mit Macht gepocht, weil Ich in ihm gewesen bin.
52 Menschen, die ihr mein Wort vernehmt: Wendet eure Gedanken ab von irdischen Plänen und richtet euch empor, damit euer Geist sich erquickt und an meiner Gegenwart erfreut. Haltet die notwendige Vorbereitung ein, denn der Augenblick ist feierlich. Der Vater spricht zu seinen Kindern, und wenn der Vater es mit soviel Liebe tut — warum sollten dann die Kinder ihm nicht mit der ganzen Ehrfurcht, derer sie fähig sind, zuhören?
53 Ihr Stimmträger: Übermittelt meine Lehre mehr durch euren Geist als durch eure Lippen.
54 Ihr "Goldfedern": Schreibt mein Wort mehr durch eure Liebe als durch eure Federn nieder.
55 Ich will, dass diese Botschaft die Menschen aus ihrem Schlafe aufweckt. Ich will, dass die Menschen, wenn sie meine Unterweisungen von euren Lippen hören oder sie in euren Schriften lesen, bewegt werden und erbeben.
56 Mein Volk wird sich aufmachen, die frohe Kunde weitergeben und meine Botschaft dieser Zeit bekanntmachen. Ihr sollt nicht nur mit euren Worten Beweise für meine Wahrheit geben, sondern mit allen euren Werken, indem ihr euer Leben auf die Befolgung dieser Lehre ausrichtet. Ihr werdet darauf bestehen, dass die Wiedereinkörperung des Geistes (mit der Seele)* eine der großen Wahrheiten ist, welche die Menschheit kennen und glauben soll. Manche ahnen sie, akzeptieren sie und glauben an sie aus Intuition heraus, als etwas, das in meiner liebevollen Gerechtigkeit gegenüber den Menschen nicht fehlen konnte. Doch wird es auch viele geben, die euch Gotteslästerer und Lügner nennen werden. Seid unbesorgt, das gleiche geschah meinen Aposteln, als sie die Auferstehung von den Toten predigten, wie sie Jesus lehrte. Die Priester und die Richter warfen sie ins Gefängnis, weil sie solche Lehren predigten. Später nahm die Welt jene Offenbarung an, obschon Ich euch versichern kann, dass sie nicht die ganze Bedeutung dieser Lehre zu erfassen vermochte, so dass es nötig ist, dass Ich in dieser Zeit komme und euch davon unterrichte, dass die "Auferstehung des Fleisches" sich nur auf die Wiedereinkörperung des
Geistes beziehen kann, da dieser das Wesentliche und der Grund für das Leben ist — das, was in Wahrheit ewig ist.
* In Klammern gesetzte Ergänzungen im Text wurden ebenfalls von den Übersetzern eingefügt.
57 Zu welchem Zweck sollten die toten Körper wiederauferstehen, da sie doch nur die vergänglichen Gewänder der Seele waren?
58 Das Fleisch sinkt in die Erde und vermischt sich mit ihr. Dort wird es gereinigt, verwandelt sich und ersteht unablässig von neuem zum Leben, während der Geist sich weiter aufwärtsentwickelt, weiterhin der Vollkommenheit entgegengeht. Wenn er zur Erde zurückkehrt, ist es für ihn eine Auferstehung zum menschlichen Leben, und auch für seine neue Körperhülle ist es eine Auferstehung in Verbindung mit der Seele. Doch das Materielle ist nicht von unvergänglicher Beschaffenheit, das Geistige hingegen wohl, daher sage Ich euch noch einmal, dass es euer Geist ist, den Ich suche, den Ich lehre und den Ich bei mir haben will.
59 Seinerzeit sagte Ich Nikodemus, der mich in guter Gesinnung aufgesucht hatte, um mit mir zu sprechen: "Was vom Fleische geboren ist, ist Fleisch, und was vom Geiste geboren ist, ist Geist. Wundere Dich nicht, wenn Ich Dir sage, dass man nochmals geboren werden muss." Wer verstand jene Worte? Ich wollte euch mit ihnen sagen, dass ein Menschenleben nicht genügt, um eine einzige meiner Lehren zu begreifen, und ihr viele Erdenleben benötigt, um das Lehrbuch zu verstehen, das dies Leben in sich birgt. Daher hat das Fleisch nur die Aufgabe, der Seele bei ihrem Gang über die Erde als Stütze zu dienen.
60 Die Seele empfängt vom Körper die Eindrücke, die dieser im Leben erhält. Je mehr ihre Empfindsamkeit und Reife zunimmt, desto größer ist die Ernte für die Seele. Der Körper ist nur das Werkzeug, der Übermittler, die Stütze und der Prüfstein.
61 Das Leben auf dieser Welt ist eine beständige Unterweisung und ein Abbild des ewigen Lebens der Seele. Ich spreche von ihrer Harmonie, ihrer Schönheit, ihrer Vollkommenheit.
62 Dies ist eine weitere meiner Unterweisungen, Volk; doch damit du sie besser verstehst, vertiefe dich mehr mit deinem Geist als mit deinem Verstande darin.
63 Ihr habt euer Herz bereitet, um mein Kommen zu erwarten. Ich bin in ihm euer Gast.
64 Der Schleier des Geheimnisses und des Schweigens ist zerrissen, schon von hier aus erblickt ihr die Lichtstrahlen des Reiches und hört ihr die Stimme eures Vaters. Eure Seele hat sich in den reinigenden Gewässern des Schmerzes gewaschen. Wer von euch hat keine Tränen vergossen? Wer hat nicht die Bitternis kennengelernt?
65 Ihr sehnt euch brennend nach Frieden, und in eurem Gebet sagt ihr mir: "Herr, möchten doch die Kriege auf der Welt ein Ende haben und der Friede Deines Reiches zu uns kommen!"
66 Ihr beginnt die Aufgabe zu fühlen, die Ich eurem Geiste von Anfang an gegeben habe. Ihr seid jenes Volk, das Ich erwählt habe, um zu ihm zu sprechen und ihm die Aufgabe anzuvertrauen, den Völkern der Erde den Frieden und das Licht der Wahrheit zu bringen. Auch ihr seid ein Teil jenes undankbaren Volkes, das mich in der Gestalt Christi nicht anerkennen wollte. Andere Menschen erkannten mich besser als die, die behaupteten, dass sie mich erwarten würden.
67 Ihr habt wegen eurer Vermaterialisierung und eurer Undankbarkeit viele Tränen vergossen, deshalb wacht ihr jetzt für den Frieden und betet, dass die Menschen sich lieben mögen. Im stillen fragt ihr euch, wie es möglich war, dass ihr in Jesum nicht euren Herrn entdeckt habt; wie es möglich war, dass ihr ihn zum Opfertod geschleppt und Kraft und Mut hattet, ihn sterben zu sehen; wie es möglich war, dass ihr ihn nicht beweint habt, als selbst die Sonne ihr Antlitz verbarg, um die Menschen ihre Blindheit begreifen zu lassen. Wundert euch nicht darüber, dass ihr zu jenen Verirrungen fähig gewesen seid; hier bin Ich in einer anderen Erscheinungsform, und es ist sehr wohl möglich, dass manche mich erneut leugnen.
68 Es ist kein Friede auf Erden, nicht einmal in jenen Tagen, die ihr der Erinnerung an die Passion eures Herrn widmet, und Ich frage euch: Wie habt ihr die Reinkarnationen verwendet, die Ich euch gewährt habe? Was habt ihr mit dem Leben eurer Nächsten gemacht? Ihr habt nur die Zeit verstreichen lassen und euer Leben und eure Ideale in falscher Weise genutzt. Ihr wolltet Herren sein, und in Wirklichkeit seid ihr Sklaven der Welt und der Sünde gewesen. Ihr träumt von Unsterblichkeit, doch lebt ihr nicht auf die Ewigkeit, sondern auf den Tod zu. Ich, der Ich die Auferstehung und das Leben bin, habe euch immer wieder aufgerichtet, damit ihr das wahre Leben lebt.
69 Wahrlich, Ich sage euch, Ich werde diese brudermörderische und selbstsüchtige Welt dem Gericht unterwerfen und sie läutern, bis Ich Liebe und Licht aus ihr emporsteigen sehe. Auch denen, die heute ihre Völker ins Verderben führen, die derzeit alle Laster säen und verbreiten, die ihr Reich der Ungerechtigkeiten geschaffen haben, werde Ich zur Wiedergutmachung den Auftrag erteilen, die Versuchungen zu bekämpfen, die Verderbnis zu beseitigen und den Baum des Bösen mit der Wurzel auszureißen. Unter dieses Gericht wirst auch du fallen, Volk, denn du hast Moses verkannt, hast Jesum geopfert, Elias verfolgt und die Propheten, sowie Apostel und Jünger getötet.
70 Ich biete der Welt den Frieden an, aber der Stolz der groß gewordenen Nationen mit ihrer falschen Macht und ihrem falschen Glanz weist jeden Ruf des Gewissens zurück und lässt sich nur von seinen ehrgeizigen Zielen und Hassgefühlen fortreißen.
71 Noch neigt sich der Mensch nicht zur Seite des Guten, der Gerechtigkeit und der Vernunft, noch immer erheben sich die Menschen und verurteilen die Sache ihrer Nächsten; noch glauben sie, Gerechtigkeit schaffen zu können. Meint ihr nicht, dass sie sich statt Richter eher Mörder und Henker nennen sollten?
72 Die Männer der Macht haben vergessen, dass es einen Eigentümer allen Lebens gibt, doch sie nehmen das Leben ihrer Nächsten, als ob es ihnen gehörte. Die Menschenmassen rufen nach Brot, Gerechtigkeit, Behausung, Kleidung. Die Gerechtigkeit werde Ich schaffen, nicht die Menschen noch ihre Lehren.
73 Der Mensch hat mich immer als Richter erblicken wollen, nie hat er mir als seinem König einen Thron oder als seinem Gott einen Altar zu errichten verstanden; er hat nur ein Tribunal zu schaffen vermocht. Also sage Ich euch, dass Ich von jenem göttlichen Gerichtshof aus nun jedes eurer Werke richte.
74 In ihrem Stolz haben die Menschen selbst die Natur und ihre Elemente unterwerfen wollen, ohne sich bewusst zu machen, dass diese zu Richtern werden, um den Hochmut und die Vermessenheit des Menschen zu züchtigen.
75 Was die Propheten verkündeten, wird in dieser Zeit in Erfüllung gehen. Mein neues Wort wird zu Philosophen und Theologen gelangen, viele werden darüber spotten, und andere werden sich empören. Doch während dies geschieht, werden ihre verwunderten Augen die Erfüllung der Prophetien schauen, die Ich euch jetzt angekündigt habe.
76 Ich habe euch nur gelehrt, das Gute zu lieben, und wenn Ich dafür gekommen bin, so geschah es, weil Ich weiß, dass ihr auf der Welt das Böse verehrt habt, dessen Macht aus euren Unvollkommenheiten entstanden ist.
77 Es verlangt mich danach, in anderer Weise zu euch zu sprechen — nicht Irrtümer richtigzustellen, nicht Fehler zu tadeln, sondern euch Lehrworte von hoher Weisheit und tiefer Offenbarung zu geben. Doch dies wird erst geschehen, wenn ihr euch außerhalb dieses Körpers befindet, der euch bindet, und außerhalb dieser Welt, die euch gefangen hält. Volk, du hörst meine Stimme, lasse dich nicht in dieser Wüste nieder, erinnere dich, dass du in jener Ersten Zeit der Welt für alle Zeitalter ein Beispiel des Glaubens, der Beharrlichkeit und Stärke gegeben hast, als du jene Wüste durchquertest, die voller Prüfungen, Hindernisse und Feinde war, bis du das hohe Ziel erreichtest, das du verfolgtest: das Land der Verheißung.
78 Nehmt euch dies Beispiel zum Vorbild, nehmt euch ein Beispiel an euch selbst, denn ihr seid ein Teil jenes Volkes. Ohne Unterlass ermutigte Ich den Glauben meiner Kinder, und schließlich belohnte Ich ihre Treue. Wahrlich, Ich sage euch, ein neues Manna halte Ich für euren Geist bereit, und erneut wird in der Stunde der Prüfung aus dem Felsen der Wüste Wasser hervorquellen.
79 Mit Gesängen und Lobpreisungen für Jehova erleichterte die Volksmenge ihre schwierige Wanderschaft. In der heutigen Zeit werden das Gebet und die guten Werke bewirken, dass ihr die Härten des Weges nicht spürt. Schon durchquert ihr die letzte Wüste. Habt Mut und Glauben, erringt den Bergesgipfel mit euren Werken der Liebe.
80 Jenseits dieser Welt gibt es ein Heimatland*, in das ihr alle im Geiste eingehen werdet. Wer hat dort nicht ein geliebtes Wesen? Wer möchte es nicht Wiedersehen, jemanden, an den er sich als Vater, als Mutter, als Bruder, als Kind, als Gatte oder Gattin oder als Freund erinnert?
* Siehe Fußnote unter 145, 29
81 Eure Erinnerungen, Gedanken und Gebete von heute sind Rufe, die jene Wesen in ihrer Heimstatt vernehmen. Morgen wird die Vergeistigung euch vereinen und bewirken, dass ihr alle eine einzige Welt bewohnt und das Gebot befolgt, das euch sagt: "Liebet einander."
Mein Friede sei mit euch!

Stolpersteine


Worte von Jesus an Byron Searle
Jeremia 6:21-23
21 Darum spricht der HERR also: Siehe, ich will diesem Volk einen Anstoß in den Weg stellen, daran sich die Väter und Kinder miteinander stoßen und ein Nachbar mit dem andern umkommen sollen.
22 So spricht der HERR: Siehe, es wird ein Volk kommen von Mitternacht, und ein großes Volk wird sich erregen vom Ende der Erde,
23 die Bogen und Lanze führen. Es ist grausam und ohne Barmherzigkeit; sie brausen daher wie ein ungestümes Meer und reiten auf Rossen, gerüstet wie Kriegsleute, wider dich, du Tochter Zion.
Transkript
Mein Sohn, ich habe Stolpersteine ​​auf den Weg gelegt, und diejenigen, die fallen, haben das Wort nicht im Herzen. Dies sind zweideutige Männer, die in jeder Hinsicht verderblich sind. (Definition von verderblich: Sehr schädlich oder zerstörerisch, tödlich; schädliche Wirkung, insbesondere auf allmähliche oder subtile Weise; böse.)
Sie führen Mein Volk weit weg von der Wahrheit, denn die Wahrheit ist nicht in ihnen. Ich habe gesagt, dass es ein Abfallen geben wird, bevor ich zurückkomme, und viele in Meinem Körper sehen dies. Während ich die Schafe von den Ziegen und den Weizen von den Tränen trenne, weitet sich die Trennung jetzt aus.
Mein Sohn, die Stolpersteine der Sünde und der fleischlichen Begierden lassen viele in Meinem Körper fallen. Viele haben die Sünde als normal akzeptiert und zwingen sie Meinem Volk auf, indem sie sagen, dass sie von Mir ist. Sodomie ist eine Sünde, keine Lebensweise oder normale sexuelle Anziehung. Diese Sodomiten jagen Ihren Kindern nach und wissen, dass sie die Welt verändern können, wenn sie die Kinder verändern können!
Weh denen, die mir meine Kinder wegnehmen !! Es wäre besser, wenn du niemals geboren würdest, denn die Hölle erwartet dich!
Mein Sohn, während sich Mein Volk schneller gegen das Ende des Zeitalters  bewegt, werden viele Stolpersteine ​​auf dem Weg sichtbar. Ein anderer Stolperstein sind falsche Lehren, in denen viele lehren, dass es gut ist, zu sündigen und Mein Wort zu verdrehen, damit es ihren Lügen entspricht. Ihre Herzen lieben Geld und unter Gleichgesinnten als großartig bezeichnet zu werden. Diese falschen Lehrer kümmern sich nicht um meinen Körper, sondern nur um sich selbst. Viele Lehrer verdrehen Mein Wort, um Meinen Körper unter das Gesetz zu bringen. Viele werden über die Stolpersteine ​​der hebräischen Wurzeln und der Noahide-Gesetze fallen.
Mein Sohn, die Lehre von der klingenden Doktrin wurde eingeschränkt, und jetzt ist die Frucht dieses Baumes offensichtlich. Die Menschen sitzen in Kirchen, ohne die Überzeugung von Meinem Heiligen Geist für die Sünde zu spüren, sondern  sie sitzen und genießen einen Redner, der über die guten Dinge des Lebens spricht, und vergessen nicht, die Zehnten zu geben, die Steine ​​auf den Wegen derer, die nicht mehr wachsen wollen in mir.
Mein Sohn, ich habe viele, viele Male gesagt, was über diese Nation und diese Welt kommen wird. Ich habe meine Wächter BEREUT rufen lassen, aber sie (die Kirche) hören nicht zu. Sie verstecken sich hinter den Stolpersteinen und hoffen, dass nichts passiert und das Leben normal weitergeht.
So spricht der Herr: Ich stehe vor der Tür, und viele, die meine Stimme hören, werden in die Freuden eingehen, die ich vorbereitet habe. Diejenigen, die Meine Stimme nicht hören, werden nicht eintreten. Die Entscheidungen, die sie getroffen haben, werden ihre Stolpersteine sein, und die Zerstörung wird ihre Zukunft sein.
Mein Sohn, sag meinem Volk, dass es Buße tun und aus Ägypten und Sodom herauskommen und sich von ihren bösen Wegen und Gedanken des Herzens abwenden soll !! Folge mir und meinem Wort, und ich werde dich zum Reich Gottes führen und leiten. Tut Buße und sucht die Vergebung der Sünden und lebt in der Freiheit, für die ich gestorben bin, um sie euch zu geben.
Mein Sohn, Krieg ist an der Tür !! Tod und Hungersnot stehen kurz bevor !! Bereitet eure Herzen vor, Meine Kinder, denn was kommt, wird anders sein als alles zuvor!
ICH KOMME BALD UND MEIN LICHT WIRD IN JEDEM VON JENEN ZÜNDEN, DIE MICH WIRKLICH KENNEN !! SEID BEREIT, IN EINER DUNKLEN WELT ZU LEUCHTEN !!
Ich liebe euch alle!
Amen.
Messias Jesus

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