Wessen Stimme folge ich ?



Traum:
In dem Traum ging es darum, was kochen wir.Ein Mann fing an, ein Menü mit allen möglichen Extras zu produzieren und ich fragte mich, wie ich da meine einfachen Pfannkuchen integrieren soll – aber die waren nicht gefragt. Das Essen mußte was Besonderes sein. Dann war da ein Knabe, sehr dick und rund. Er saß am Tisch und schaute auf den Vater, wartend, bis das Essen fertig ist. Ich suchte den Kontakt zu dem Knaben, aber er ignorierte mich. Ich setzte mich in vorwurfsvoller Haltung zu ihm an den Tisch, als er mir eine Grimasse schnitt und sagte: ‚Ich mach immer nur, was mein Vater macht.‘ Da ging ich traurig wegund fühlte mich sehr verloren.
Anna Maria dachte – ist das Hosta? Das kann doch nicht sein, daß der Vater das Kind so verwöhnt, daß es mich und mein einfaches Essen ablehnt.
Dann sah sie Gott Vater in einer Vision, ihr Dunkel durchdringend mit seinem hellen Licht. Er war im Licht und bedeutete ihr, daß das nicht Er ist, sondern ihr Mann im Epilepsiezentrum, welcher dort für die Bewohner kochen muß.
Schon des öfteren hat ihr Mann ihr vorgehalten, daß sie nicht nur die Stimme Gottes hört, sondern daß sie ein unreiner Kanal sei und die Stimmen von Dämonen höre und deshalb kann er ihr nicht glauben.
Schon des öfteren hat Anna Maria Stimmen gehört, die sie in Unruhe versetzt haben, die wie ein Urteil waren und sie dachte, es käme von Gott. Später hat es sich dann manchmal herausgesellt, daß es die Stimmen ihrer Geschwister waren – böse Gedanken oder Absichten, die  verletzten.
Was von Gott kommt, ist Wahrheit und Klarheit und Licht für die Seele. Es bewirkt Klarheit und macht stark, wach und klar.
Wir leben in einer Welt, in der alles mit allem verbunden ist und interagiert.
Dämonen sind nichts anderes als Gedanken und Absichten im Herzen der Geschwister. Wir alle sind Geschwister – Kinder Gottes und manchmal sind die Gedanken oder Absichten so böse, so dämonisch. Wenn sie uns treffen und wir mit ihnen in Resonanz gehen, sind wir verwirrt, unklar – wir sind verletzt und reagieren.
„Ihr werdet im Frieden leben. Satan wird es nicht mehr geben“
hat der Vater gesagt.
Ja. Aber die bösen Neigungen im eigenen Herzen und Geist sind da und müssen geläutert werden – vorher wird es unter den Geschwistern keinen wirklichen Frieden geben.
Deshalb wird uns noch manche Prüfung treffen, bis wir geläutert, geistig stark und klar sein werden.
Diese Prüfungen wird Gott zulassen, weil sie uns einen Spiegel von dem vorhalten, was in unserem Leben dem Frieden im Wege steht, damit wir es erkennen und lernen, es zu verändern um des wahren Friedens willen in unserem Herzen und in unserem Geist.

Video:
Wer Stimmen hört muss nicht krank sein - Angst Stimmen zu hören !?! 
Quelle:

Buch des Wahren Lebens - Band V - Unterweisung 125 - Verse 1-3
1. Seht, hier bin Ich in eurer Welt und spreche zu euch durch euer Gewissen, denn Ich bin euer Richter. Euch allen habe Ich eine Aufgabe anvertraut, und heute komme Ich, um euch zu fragen, was ihr aus derselben gemacht habt.
2. Nicht heimlich bin Ich in dieser Zeit gekommen. Seit den ersten Zeiten wurde Meine geistige Kundgebung angekündigt. Deshalb dürft ihr nicht überrascht sein.
3. Warum verblieb dann niemand wachend und erwartete Mein Kommen? Wer säuberte sein Heim, damit Ich es betreten würde? Wer wusch seine Hände, um das Brot auf dem Tisch aufzuteilen? Wessen Herz war von Liebe erfüllt, um Mich zu empfangen? Niemand. Und doch bin Ich hier und erfülle unter euch Meine Verheißung.


Nach dem Mittagessen befindet sich Anna Maria in einem Zustand von innerem Frieden und möchte versuchen, endlich durch IHN ins Innere ihres Herzens einzutreten, anstelle durch die früher offen gestandene Türe zum inneren Feuer.

Da sagt SEINE Stimme:
„Warum kann ich nicht Sachen einkaufen, die ich bis zum Lebensende bewahren werde?
Ich hab hier auf dich gewartet. Komm halt.“
Es ist keine Tür da, es ist vielmehr ein Zustand, in dem sie sich befindet, während sie versucht, hineinzugehen. Es ist ein so heller Schein in ihr bei geschlossenen Augen, ein Lichtschein, der die äußere Sonne bei weitem überstrahlt. Es ist wärmer als die Heizung im Wohnzimmer und durchdringt sie in allen Zellen bis in die Zehenspitzen. Es ist völlig formlos. Es ist ein unbeschreiblicher Frieden, ein Glanz, der nicht blendet, aber heller strahlt als das Tageslicht der Sonne. Sie schätzt sich glücklich, solch einen tiefen Frieden in sich erleben zu dürfen und die Freude und das Wissen, daß es Gott ist, Gottes Frieden, den sie gerade empfindet, einen Frieden, den sie in der Welt so noch nie gesehen hat, der sie so in der Welt noch nie durchdrungen hat, weil in ihm nichts fehlt und nichts stört – vollkommene Harmonie ist in ihm, nicht wie der Strahl einer Lampe, der hell macht, nicht wie der Strahl der Sonne, der blendet oder verbrennt, nein, völlige Harmonie und vollkommener Frieden in der hell strahlenden und wonnigwarmen Wohnung des Vaters. Völlig formlose, nicht materiellle aber fühlbare Wärme und Helligkeit und Geborgenheit im Zustand des Friedens bei geschlossenen Augen im eigenen Inneren.
Da gibt es auch kein Ausweichen, da wird nichts zurückgehalten, da ist sie aufgenommen – der Vater hält einfach still, bis sie drin ist in seinem Frieden und eins damit.
Ganz anders, als vergangene Nacht, als ihr Inneres in tiefes Dunkel getaucht war und sie sich so verloren gefühlt hat und voller Angst. Das ist völlig verschwunden.
Da braucht man nirgendswo hingehen, niemanden treffen, keine Besorgungen machen, es ist alles da, was es braucht, um glücklich zu sein.
Es bedarf nur eines stillen Momentes des inneren Friedens und Leere im Inneren, die eintauchen will in diesen heiligen Raum göttlichen Licht- und Feuermeeres, um davon gefüllt zu werden.
Und da braucht es nur eine winzige Regung eines Wunsches, den der Vater bereitwillig und freudig sofort zu erfüllen bereit ist.
Anna Maria ist so dankbar für diese Erfahrung.


Hat sie damit ihren Auftrag erfüllt?

Hat sie Gott in sich geboren?
Hat sie davon Zeugnis abgelegt, daß sie Gott in sich geboren hat – daß sie den göttlichen Funken in sich entfacht hat?
Das ist, was jedes ihrer Geschwister tun muß – den göttlichen Funken in sich entfachen – Gott in sich gebären!!
Erst dann wird die Welt Frieden haben für immer!! 








Buch des Wahren Lebens – Band V – Unterweisung 126 – Verse 1; 7-8; 12-14
1. Von wem ist die Stimme, die bis zum Grunde eures Herzens dringt? Wohin führt sie euch und weshalb verlangt ihr nach ihr? — Ihr sucht sie, weil ihr in ihr die Gegenwart Dessen findet, der die
Menschen beharrlich gesucht hat. Und da euer Geist das Bedürfnis hat, seinen Gott zu verehren, wenn er Ihn nahe fühlt, will er sich nicht mehr von Ihm trennen.
7. Mein Licht strahlt aus der Unendlichkeit in die Seelen und bewirkt, dass ihr die Pfade, die ihr geschaffen habt — sei es, um euch von Mir zu entfernen oder um Mich zu suchen — mit größerer
Klarheit erkennt. Bewegt euch auf Mich zu, auf das Vollkommene. Nur wer zum Gipfel des Berges aufsteigt, kann erfahren, wie viel er unter sich gelassen hat, wie viele Fortschritte er gemacht hat,
 und von wie vielem er sich frei gemacht hat. Glaubst du, Menschheit, dass Ich — weil du so sehr gesunken bist — dich nicht suchen und dich aus deiner Sünde retten würde? Hier habt ihr Meine Gegenwart, Ich werde eure Wunden heilen und eure Tränen trocknen, euch in eurer Trübsal trösten und euch in eurer Einsamkeit begleiten. Ich will mit eurem Geiste Zwiesprache halten, um euch Meinen göttlichen Kuss spürbar zu machen.
8. Meine Liebe wird die aus dem Morast ziehen, die in ihn geraten sind, und wird sie retten, denn auch sie gingen aus dem göttlichen Schoße hervor, um eine Liebesmission zu erfüllen.
12. Ich bin die Morgenröte, die in dieser Zeit zu leuchten beginnt, und ihr gehört zu den ersten, die bei diesem Tagesanbruch erwachen. Es ist kein neues Licht, es ist dasselbe, das zu allen Zeiten euer Gewissen erleuchtet hat. Die Stimme, die euch heute sagt: "Erhebt euch mittels der Vergeistigung zu Mir", ist dieselbe, die euch einstens sagte: "Bleibt beharrlich im Guten, und ihr werdet
heil sein", und die euch sagte: "Liebet einander". Dieser geistige Weg, von dem Ich jetzt zu euch spreche, ist derselbe, den Ich in fernen Tagen Jakob zu erkennen gab, als Ich ihm die Stufenleiter zur
Vollkommenheit offenbarte. Da steht jene Himmelsleiter vor jeder Seele als der Weg, der euch zum Aufstieg einlädt. Ihr Ausgangspunkt ist diese Welt der Menschen, doch gibt es darunter noch Abgründe, die jedoch nicht Ich geschaffen habe. Nach oben zu gibt es Stufen in unendlicher Zahl wie eine Anhöhe, die zum Gipfel der Vergeistigung führt.
13. Wer wird kaum auf der ersten Stufe sein? Wer in der Finsternis des Abgrunds? Wer auf der höchsten Stufe? — Dies sind Geheimnisse, die nur Meine Gerechtigkeit kennt.
14. Euch sende Ich ins flache Land, in das Tal, um dort eure Wanderschaft zu beginnen, und zeige euch am Horizont das Gebirge, das ihr ersteigen müsst.

Der Fuchs am Waldrand in dem Märchen ‚Der goldene Vogel‘, tiefenpsychologisch gedeutet von Eugen Drewermann, versinnbildet die Schwelle zwischen Bewußtsein und Unterbewußtsein. Der Fuchs ist ein Helfer und er ist klug, ja weise.  Immer, wenn der Verstand keinen Ausweg mehr sieht, tritt der Fuchs in Erscheinung, um einen guten Rat zu erteilen.
Das ist nichts anderes als die Stimme des himmlischen Vaters mit einer Inspiration oder Intuition, eine weise Stimme, die dann weiterhilft, wenn der Vertand keinen Ausweg mehr findet.
Was ziehst du den Splitter aus dem Auge deines Bruders – gehe und entferne zuerst den Balken in dienem eigenen Auge.

Anna Marias Schwiegervater ist Jakob. Jakob will sich keinem Menschen unterordnen, nicht einmal Gott. Jakob hat mit Gott gekämpft, die ganze Nacht, bis er Gott besiegt hat, das dachte er jedenfalls. Dann kam Gott und zeigte ihm die Himmelsleiter und sagte zu ihm: ‚Da mußt du hinaufsteigen, wenn du zu mir willst.‘
Jakob hat das falsch verstanden. Er glaubte, wenn er immer reicher wird, dann steigt er auf der Leiter zu Gott und zum Himmel hinauf. Ein tragisches Missverständnis. Wie steigt man die Leiter hinauf, fragt Anna Maria ihren Mann. Er sagte, er weiß es nicht. Die Leiter steigt man hinauf, indem man hinabsteigt, in Demut, Barmherzigkeit und geschwisterlicher Liebe und indem man zu einem niemand wird vor den Menschen.
‚Liebet einander!‘ (vgl. Vers 12)
„Kauft euch Liebe von eurem lebendigen Gott und bewahrt sie bis an euer Lebensende!“
Als Anna Maria so über diese Dinge nachdenkt sagt der Fuchs:
„beleidigt!“
Ja, sie ist beleidigt über die Schmähungen Ihres Schwiegervaters Jakob. 
Sie braucht den Rat des weisen Fuchses, der göttlichen Stimme ihres Gewissens, um einen Ausweg aus diesem Dilemma zu finden. 


 

BWL - Band V - Unterweisung 127


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 111 - 142 
Download-Link Buch des wahren Lebens - Band 5

Unterweisung 127:
(verkündet am 1. Januar 1945)
 
1 Schließt eure körperlichen Augen bei dieser Kundgebung, denn es ist euer Geist, mit dem Ich sprechen will.
2 Ich versprach euch zurückzukehren, und so konnte ich nicht umhin, bei diesem geistigen Stelldichein mit euch anwesend zu sein.
3 Habt Frieden, damit ihr Mir aufmerksam zuhört und zulasst, dass der Meißel Meines Wortes in der Lage ist, eure Seele zu formen.
4 Ihr seid viel gewandert auf der Suche nach einem Ort, der euch Frieden bescheren könnte, und habt ihn nicht gefunden; und als ihr zum ersten Mal zu diesen bescheidenen Versammlungsräumen gekommen seid, um Mein Wort zu hören, habt ihr euch nicht vorgestellt, dass ihr in ihnen — ärmlich und einfach — den Frieden finden würdet, den ihr so sehr ersehnt hattet.
5 Ich will euch durch Liebe für Mich gewinnen. Darum gebe Ich euch diese Unterweisung, und damit ihr durch sie eure Mitmenschen, die Reisenden, die Wanderer mit derselben Sorgfalt und Liebe lehrt, mit der Ich euch empfangen habe.
6 Nicht vom Brot allein lebt der Mensch, denn in ihm sind Hunger und Durst vorhanden, die nicht aus dem Körper kommen, und um sie zu stillen, müssen sie das geistige Wasser und Brot suchen. Doch es ist notwendig, dass der Schmerz euch heimsucht, damit ihr Meine Unterweisungen versteht.
7 Einige fragen Mich: "Herr, ist vielleicht die menschliche Liebe vor Dir unzulässig und abscheulich, und billigst Du nur die geistige Liebe?"
8 Nein, Volk. Zwar stehen dem Geiste die höchsten und reinsten Empfindungen der Liebe zu, doch auch in den menschlichen Körper legte Ich ein Herz, damit es liebe, und Ich gab ihm Gefühle, damit es durch dieselben alles liebe, was es umgibt.
9 Ich vertraute das menschliche Leben den geistigen Wesen an, damit sie auf der Erde leben sollten, und einmal auf ihr, sie ihre Liebe zu Mir unter Beweis stellen. Zu diesem Zweck teilte Ich die menschlichen Wesen in zwei Teile und gab dem einen die stärkere und dem anderen die schwächere Eigenart. Diese Teile waren der Mann und die Frau. Nur vereint konnten beide Wesen stark und glücklich sein, und dafür wurde die Ehe gestiftet. Die menschliche Liebe ist von Mir gesegnet, wenn sie von der Liebe des Geistes veranlasst ist.
10 Die Liebe, deren Wurzeln nur im Körperlichen liegen, ist den vernunftlosen Wesen eigen, weil ihnen ein Gewissen fehlt, das ihren Weg erhellt. Außerdem sage Ich euch, dass aus den guten Vereinigungen immer gute Früchte hervorgehen sollen und in ihnen Geister des Lichtes inkarnieren werden.
11 Nun ist es an der Zeit, dass du deinen Samen läuterst, o Volk, damit du eine Familie bildest, die geistig und körperlich stark ist. Versteht Mich, Meine Kinder, damit ihr Meinen Willen richtig deutet, denn schon naht das Jahr 1950, und ihr sollt nicht vergessen, dass es jenes ist, das Ich als letztes Meiner Kundgabe bezeichnet habe. Ich will, dass Ich euch an jenem Tag zubereitet finde, denn nur die, welche diese Zurüstung erlangt haben, werden in ihren Stellungen fest bleiben können. Diese werden es sein, die in der Zukunft ein wahres Zeugnis von Mir ablegen.
12 Denkt daran, dass nur jene, die sich zu vergeistigen vermochten, Mein Werk bekanntgeben können; denn jene, die sich nicht für die neue Form der Verbindung zubereitet haben — wie könnten sie die nötige Inspiration haben, um Meine Gedanken zu empfangen und Meine Botschaften wiederzugeben?
13 Ich will, dass ihr alle diesen Fortschritt erreicht, damit euer Zeugnis zum Wohle der Menschheit ist. Sehet, wenn die einen auf die eine Art und andere auf eine verschiedene Weise denken würden, so würden sie den Menschen nur Verwirrung bringen.
14 Die Essenz dieses Wortes hat sich seit dem Beginn seiner Kundgebung niemals verändert, als Ich durch Damiana Oviedo zu euch sprach. Der Sinngehalt Meiner Lehre ist der gleiche gewesen.
15 Doch wo ist die Essenz jener Worte? Was geschah damit? Verborgen sind die Schriften jener göttlichen Botschaften, welche die ersten in dieser Zeit waren, in der Mein Wort so reichlich unter euch verbreitet wurde. Es ist notwendig, dass diese Unterweisungen ans Licht kommen, damit ihr morgen zu bezeugen imstande seid, wie der Beginn dieser Kundgebung war. So werdet ihr das Datum Meiner ersten Unterweisung kennenlernen, ihren Inhalt und den der letzten, welche euch das Jahr 1950 bringt — das bezeichnete Jahr, mit dem diese Offenbarungszeit enden soll.
16 Heute ahnt ihr noch nicht das Chaos, das in der Menschheit sein wird, nachdem Mein Wort verstummt ist, noch könnt ihr euch den Wirbelsturm vorstellen, den ein solches Geschehen unter den Nationen entfesseln wird. Ihr müsst darauf achtgeben, dass eure Verantwortung jedes Mal größer wird, denn mit jeder neuen Zeit werdet ihr mehr und mehr Erleuchtung erlangen. Euer Erbe ist bereits sehr groß, und es ist unbedingt notwendig, dass ihr eure Mitmenschen, die Bedürftigen, daran teilhaben lasst, bevor ihr von dieser Erde geht.
17 Macht eure Herzen empfindsam, damit ihr Mein Wort begreift, denn noch habt ihr es nicht verstanden. Wie wollt ihr dann Mein Wort empfangen und erfassen können, wenn Ich es euch morgen durch Intuition gebe?
18 Vereint euch in Wahrheit und im Geiste, und entzweit euch nicht, nicht einmal in den größten Prüfungen. Ein einziger Gott, ein einziger Wille und ein einziges Wort sind mit euch gewesen. Daher werden in der Zukunft keine unterschiedlichen Weisungen auftauchen können als die, die euch derzeit gegeben worden sind.
19 Wird es jemand wagen, Meinen Willen zu missachten? Dies würde bedeuten, dass Zwist und Feindschaft im Schoße dieses Volkes entstünden; denn während die einen an der Wahrheit festhalten würden, würden andere falsche Worte gebrauchen, um die Gemeinden vom wahren Wege abzubringen.
20 Werde nicht schwach, Volk, erinnere dich in jedem Augenblick daran, dass Ich dich "stark" genannt habe. Wenn Ich euren Glauben nicht betrogen habe und euch bewiesen habe, dass der Sinngehalt Meines Wortes nicht veränderlich ist — wie könntet ihr eure Mitmenschen betrügen, indem ihr ihnen ein schlechtes Beispiel gebt? Es ist Zeit, dass ihr das vorbereitet, was ihr den kommenden Generationen hinterlassen werdet.
21 Viele sagen Mir in ihrem Herzen: "Meister, siehst Du etwa voraus, dass wir Dir untreu werden? Wie wäre dies möglich?" Und Ich antworte euch dasselbe, was Ich Meinen Aposteln in der Zweiten Zeit sagte: "Wachet und betet, damit ihr nicht in der Versuchung fallet"; denn euch allen ist bekannt, dass es unter jenen Einen gab, der Mich verraten und verkaufen sollte, und ihr wisst nicht, wer es in dieser Zeit tut, obwohl er sich Mein Jünger nennt.
22 Mein Geist ruft euch, Meine Stimme kommt als Lehrer zu euren Herzen, und immerdar wird der Geist eures Himmlischen Vaters um euch sein, der euch suchen wird, um euch zu liebkosen.
23 Ich bin die Höchste Stufe, die jeder Geist anstreben soll, denn wer sie erreicht, wird die ganze Schönheit der Schöpfung und die Herrlichkeit der Werke Seines Vaters zu schauen verstehen.
24 Mein Wort bearbeitet wie ein Meißel eure Herzen, bildet eure Seelen, bis es sie Meinem Geiste an Licht ähnlich gemacht hat.
25 Bedenkt, dass ihr euch nicht vor verwirrten Gehirnen befindet, sondern vor Dem, der euch die Vollkommenheit und die Wahrheit Seines Geistes beweist. Ich habe euch näher zum Baum des Lebens gebracht, an dessen Zweigen die guten Früchte hängen. Heute ist ein Fest in Meinem Hause, viele befinden sich an meinem Tische. Doch welche der Anwesenden werden Mir morgen den Rücken kehren? Ich allein weiß es.
26 Jeder, der nach einem geistigen Erbe trachtet, komme an Meinen Tisch, setze sich zu Mir und esse von diesem Brote, damit, wenn er aufsteht, er sich als Eigentümer Meines Friedens fühlt und sein Geist zu einem weiteren Glied der Liebeskette wird, die Ich derzeit bilde und mit der Ich Meine Kinder vereine.
27 Kommt, kommt herbei und klopft an Meine Türen. Kommt herzu, ihr Ausgestoßenen, esset und bekleidet euch, doch geht hernach auf Meinen Spuren. Lernt die Gesetze kennen, die von Mir erlassen wurden, und befolgt sie, damit ihr nicht den Kelch der Bitterkeit trinkt. Begreift: Wer sich vom vollkommenen Weg entfernt, entfernt sich von Meinem Reiche und ist in Gefahr, den Tod zu finden.
28 Ich gebe euch mehr, als was ein jeder benötigen kann. Weshalb? Damit ihr euren Mitmenschen von dem vielen weitergebt, das Ich euch anvertraut habe. Aber vergeistigt euch, damit euch nicht nur die Leiden bewegen, die eure Augen sehen, sondern auch jene, die jenseits eures Blickes sind, denn sie befinden sich nicht außerhalb des Bereiches eurer Liebestätigkeit. Eure Empfindsamkeit soll sich auch nicht darauf beschränken, die Leiden der Wesen dieser Welt mitzufühlen. Nein, ihr sollt auch ahnen,
sich euch unsichtbar eine Seele naht im Verlangen nach liebevoller Hilfe. In diesen Fällen wird euch nur die Vergeistigung deren Bedürfnisse offenbaren.
29 Welche Freude wird Meinen Geist erfüllen, wenn er sieht, dass der Strom des Lebens, der aus Meinem Busen hervorging, von einem zum anderen strömt, deren Durst stillt und sie von ihren Unlauterkeiten reinwäscht.
30 Nutzt euer Leben, denn es ist kurz; ein Jahr ist ein Augenblick, der sich in der Unermesslichkeit der Zeit verliert. Folgt willig den Vorhaben des Vaters, und ihr werdet keinen einzigen der kostbaren Augenblicke des Lebens, das euch anvertraut wurde, vergeuden.
31 Ich habe euch gesagt, dass Mein Wohlgefallen zu Ende ist und dass ihr gründlich nachdenken müsst, damit ihr begreift, was Ich euch sagen will. Die Duldsamkeit, die Ich mit eurem selbstsüchtigen und vermaterialisierten Leben hatte, hat ihre Grenze erreicht. Dennoch werde Ich euch neues Wohlwollen geben, doch dieses wird geistiger Art sein.
32 Das Buch ist aufgeschlagen, Ich war es, der es öffnete. Seine Seiten werden euch beständig ihren göttlichen Inhalt zeigen.
33 Mein Blick umfängt euch in diesen Augenblicken, in denen euer Gebet zu Mir gelangt ist. Auf euren Geist ist Mein Licht als Vater, als Meister und als Richter herabgekommen. Ja, Volk, denn es ist der Tag, an dem Ich komme, um eure Opfergabe entgegenzunehmen, um euch zu fragen, welches die Frucht der Werke ist, die ihr Mir heute vorzeigt.
34 Euer Geist schweigt, euer Herz setzt kurz aus, und euer Gewissen wohnt eurem Gericht bei.
35 Ich betrachte euch nicht mehr als kleine Kinder, denn ihr seid große Seelen, die von Mir schon seit der Ersten Zeit auf den Weg der geistigen Vollkommenheit gestellt wurden. Deshalb habe Ich euch Erstgeborene genannt und euch zu Vertrauten und Erben Meines Geistes gemacht. Deshalb fordere Ich nun Rechenschaft von euch und frage euch, was ihr mit eurer Seele gemacht habt und auch mit diesem Körper, der euch als Werkzeug anvertraut worden ist. Ich habe euch in dieser Dritten Zeit mit der schwierigen Mission ausgesandt, das Licht des Sechsten Siegels bekanntzumachen, und damit sich um euch die großen Scharen versammeln, die Mein Volk bilden sollen. Ich habe Mich durch den menschlichen Verstand kundgetan, um euch zu lehren und zuzurüsten, und habe als Ende für diese Kundgebung das Jahr 1950 festgesetzt. Bleibt euch dessen bewusst, denn dieser Tag rückt näher, und ihr müsst euch rechtzeitig im Lichte des Gewissens prüfen, damit ihr wisst, ob ihr die anvertraute Zeit genutzt habt oder nicht.
36 Ich habe euch die Gnade der Verbindung mit der geistigen Welt des Lichtes gewährt, damit sie euch den Arbeitstag erleichtere, und habe Elias vor Euch hergesandt, damit er euch den Weg bahne und euch in den Prüfungen ermutige. Ich habe euch den Engel des Friedens gesandt, damit ihr seinen Einfluss fühlt, der euch gegen die Bedrohung durch Kriege und entfesselte Naturgewalten schützt.
37 Ich spreche zu euch als Vater; doch sucht Mich nicht als Richter. Ich liebe euch und habe lange auf euch gewartet; doch vergesst nicht, dass Mein Gericht über das Universum unerbittlich sein wird und dass ihr in Mir geeint sein sollt, um das Wort des Meisters überall hinzutragen.
38 Wenn ihr nach Frieden und Glück trachtet und wenn ihr ein Anrecht auf Gesundheit und Wohlergehen haben wollt, so erkennt, dass ihr diese Gnadengaben nur erlangen werdet, wenn ihr eure Nächsten liebt, denen vergebt, die euch beleidigen, und euer Brot mit den Bedürftigen teilt — jenes unerschöpfliche Brot des Geistes, das Ich euch im Überfluss gegeben habe.
39 Seid Geister des Friedens in diesen Kriegszeiten, in denen euer Gebet wie ein Mantel der Brüderlichkeit sein soll, der sich über den ganzen Erdkreis ausbreitet.
40 Ich betrachte die mit Menschenblut gerötete Erde und die Menschen, die mit ihren Verbrechen nicht aufhören. Zieht Meinen Frieden herbei auf die Welt, denn anderenfalls wird Meine Gerechtigkeit von Nation zu Nation geschehen, und auch ihr werdet euch vor Mir verantworten müssen wegen eures Mangels an Nächstenliebe.
41 Ich will euch vor Mir nicht als Angeklagte sehen, will euch immer als Meine Kinder betrachten, für die Meine Vaterliebe immer zu helfen bereit ist. Ich habe euch zur Herrlichkeit Meines Geistes erschaffen und damit ihr euch an Mir erquickt.
42 Ich halte Mich nicht damit auf, eure Verfehlungen zu sehen, noch will Ich eure Sünde betrachten. Ich will in euch den Vorsatz zur Besserung sehen und den geistigen Eifer innerhalb Meines Werkes.
43 Lernet, Mich geistig zu lieben, wie ich euch liebe und eure Schandflecken durch Meine Vergebung abwische. Wenn dies Leben im Tal der Tränen für euch eine Verbannung ist, so weinet und schafft eurem Schmerz bei Mir Erleichterung, fasset neuen Mut, denn eure Seele läutert sich dabei. Tragt euer Kreuz mit Geduld und Ergebenheit, und lasst in eurem Herzen die Flamme des Glaubens und der Hoffnung leuchten.
44 Blickt euch um und betrachtet die des Friedens verwaiste Menschheit. Doch vergebt ihr, falls die Folgen des Krieges bei euch spürbar sein sollten.
45 Ich segne jene, die den Prüfungen standgehalten haben, die Ich ihnen gesandt habe, Ich segne, die in Meinem Weinberg gearbeitet haben. Ich segne die Hände, die Kranke geheilt haben, und die Männer und Frauen, die sich moralisch erneuert haben. Ich segne die Kranken, die Mich inmitten ihres Schmerzes gesegnet haben, und all jene, die die Wohltaten, die sie empfangen haben, Meiner liebevollen Fürsorge zuschreiben. Doch Ich segne nicht nur den, der Mich liebt oder anerkennt, Ich segne alle Meine Kinder mit derselben Liebe.
46 Es ist Mein Wille, dass ihr jeden Fanatismus beseitigt und ebenso alles, was in eurem religiösen Kult unnütz ist, denn Ich will in eurem Geiste das wahre Heiligtum für Meine Gottheit vorfinden.
47 Legt Meinen Heilbalsam in die Kranken; doch wenn ihr bei all eurer inneren Zubereitung und Nächstenliebe einige von ihnen nicht zu heilen vermögt, so überlasst die Sache Mir, und Ich werde dafür einstehen. Ich sage euch: Wenn irgendeiner Meiner Jünger die vollkommene Vergeistigung erreichen sollte, wäre er wie Jesus, der mit dem Blick, mit der Stimme, mit dem Willen oder durch bloße Berührung die Kranken heilte und Tote auferweckte.
48 Jünger, so wie Ich herabgekommen bin, um die Frucht dieses Volkes zu empfangen, so werde Ich die Ernte und den Tribut einholen vom ganzen Universum, von allen Naturkräften, von allen Reichen, von allen Welten und Wohnräumen, von allen den Menschen bekannten und unbekannten Wesen, von den vollkommensten bis zu den von der Vollkommenheit entferntesten. Auf alle gieße Ich Mein Licht aus und lasse sie Meine Gegenwart fühlen.
49 Die Menschheit lebt geistig in der Dritten Zeit. Doch jeder, der nicht weiß, was "Dritte Zeit" bedeutet, soll studieren und sich in Mein Wort vertiefen, das euch große Offenbarungen macht; wenngleich vieles von dem, was ihr noch verstehen lernen müsst, ihr nicht in diesem Leben kennenlernen werdet, weil eure Intelligenz nicht ausreicht, es zu begreifen. Wenn ihr in das Geistige Leben eingeht, werde Ich euch neue Offenbarungen geben.
50 In diesem Augenblick spreche Ich zu den Nationen der Erde. Alle haben Mein Licht; mit ihm sollen sie darüber nachdenken, dass sie gewagt haben, über das Leben zu verfügen, als ob sie die Eigentümer desselben wären. Wahrlich, Ich sage euch, eure Zerstörung und euer Schmerz hat bei vielen tiefe Reue hervorgerufen und hat Millionen von Menschen zum Licht erweckt, die Mich suchen und anrufen, und von ihnen steigt zu Mir ein Klageschrei empor, der fragt: Vater, wird der Krieg etwa 1945 nicht zu Ende sein, und wirst Du nicht unsere Tränen trocknen und uns den Frieden bringen?
Prophetie, empfangen am 1. Januar 1945
51 Hier bin Ich unter euch gegenwärtig, o ihr sieben Nationen! Sieben Häupter, die ihr euch in der Welt vor Mir erhoben habt!
52 ENGLAND: Ich erleuchte dich. Meine Gerechtigkeit wird dich noch schwer heimsuchen; doch Ich gebe dir Kraft, berühre dein Herz und sage dir: Deine ehrgeizigen Ziele werden zu Fall gebracht, deine Reichtümer werden dir genommen werden, und sie werden niemandem gegeben werden.
53 DEUTSCHLAND: Ich suche in diesem Augenblick deinen Stolz heim und sage dir: Bereite dich, denn dein Same wird nicht untergehen. Um neue Länder hast du Mich gebeten, doch die Menschen haben sich in Meine Hohen Ratschlüsse eingemischt. Ich beuge deinen Nacken und sage dir: Nimm Meine Kraft und vertraue auf Mich, und Ich werde dich retten. Doch wenn du nicht auf Mich vertrauen wirst und dich deinem Stolze hingeben solltest, wirst du fallen und Sklave der Welt sein. Doch dies ist nicht Mein Wille, denn es ist die Zeit, in der Ich die Herren stürze und die Sklaven und Gefangene befreie. Nimm Mein Licht und erhebe dich.
54 RUSSLAND: Mein Geist sieht alles. Die Welt wird nicht dein sein. Ich werde es sein, der über euch alle regiert. Du wirst nicht imstande sein, Meinen Namen auszulöschen, denn Christus, der zu dir spricht, wird über alle Menschen herrschen.
55 Befreie dich vom Materialismus und bereite dich für ein neues Leben vor, denn falls dies nicht geschieht, werde Ich deinen Hochmut brechen. Ich übergebe dir Mein Licht.
56 ITALIEN: Du bist nicht mehr der Herr wie in den vergangenen Zeiten; heute haben dich Spott, Knechtschaft und Krieg zugrunde gerichtet. Infolge deiner Entartung durchlebst du nun eine große Läuterung. Doch Ich sage dir: Erneuere dich, entferne deinen Fanatismus und Götzendienst, und erkenne Mich als den Herrn der Herren. Ich werde neue Inspirationen und Licht auf dich ausgießen. Nimm Meinen Heilbalsam und vergebt einander.
57 FRANKREICH: Du bringst deinen Schmerz vor Mich. Dein Wehklagen gelangt bis zu Meinem hohen Thron. Ich empfange dich. Früher hast du dich zum Herrn erhoben, jetzt zeigst du Mir nur die Ketten, die du mit dir schleppst. Du hast weder gewacht noch gebetet. Du hast dich den Vergnügungen des Fleisches hingegeben, und der Drache hat dich zur Beute gemacht. Doch Ich werde dich retten, denn die Klage deiner Frauen und das Weinen der Kinder dringt zu Mir empor. Du willst dich retten, und Ich reiche dir Meine Hand, aber wahrlich, Ich sage dir: Wache, bete und vergebe!
58 VEREINIGTE STAATEN: In diesem Augenblick empfange Ich auch dich. Ich betrachte dein Herz — es ist nicht aus Stein, sondern aus Metall, aus Gold. Dein Gehirn aus Metall sehe Ich verhärtet. Ich finde keine Liebe bei dir, entdecke keine Vergeistigung. Ich sehe nur Größenwahn, Ehrgeiz und Habgier.
59 Fahret fort, doch Ich frage euch: Wann wird Mein Same bei euch tief Wurzel fassen? Wann werdet ihr euer "Goldenes Kalb" und euren "Turm von Babel" niederreißen, um stattdessen den wahren Tempel des Herrn aufzurichten? Ich berühre eure Gewissen, vom ersten bis zum letzten, und vergebe euch. Ich erleuchte euch, damit in der höchsten Stunde, wenn die Prüfung ihren Höhepunkt erreicht, euer Verstand sich nicht verwirrt, sondern mit Klarheit denkt und euch erinnert, dass Ich vor euch komme.
60 Ich gebe euch Licht, Kraft und Vollmacht. Schaltet euch nicht in Meine Hohen Ratschlüsse ein, denn wenn ihr Meinen Anordnungen nicht gehorchen solltet oder die Grenze überschreiten solltet, die Ich ziehe, werden Schmerz, Zerstörung, Feuer, Seuche und Tod über euch kommen.
61 JAPAN: Ich empfange dich und spreche zu dir. Ich bin in dein Heiligtum eingetreten und habe alles betrachtet. Du willst nicht Letzter sein, hast immer Erster sein wollen, doch wahrlich, Ich sage dir: Dieser Same ist nicht wohlgefällig vor Mir. Es ist nötig, dass du den Leidenskelch trinkst, damit sich dein Herz läutert. Es ist erforderlich, dass sich deine Sprache mit anderen Sprachen vermischt. Es ist nötig, dass die Welt sich dir nähert. Wenn die Welt sich zubereitet und rein befindet, wird sie dir den Samen bringen, den Ich ihr übergeben werde; denn Ich sehe niemanden zugerüstet.
62 Ich sehe bei dir nicht den Samen Meiner Göttlichkeit. Doch Ich werde den Weg bahnen. Bald wird es ein Chaos der Ideen im Universum geben, eine Verwirrung der Wissenschaften, Meinungen und Theorien; und nach diesem Chaos wird das Licht zu euch gelangen.
63 Ich bereite euch alle zu und vergebe euch und sorge dafür, dass ihr den rechten Weg beschreitet. Wenn der Zeitpunkt bestimmt ist und der Friede zu den Nationen kommt, so seid nicht widersetzlich, schaltet euch nicht in Meine Hohen Ratschlüsse ein, noch widersetzt euch Meinem Willen. Wenn die Nationen Frieden geschlossen haben, so sollt ihr sie nicht verraten, denn dann werde Ich Mein Gericht über euch kommen lassen.
64 Sieben Nationen! Sieben Häupter! Der Vater hat euch empfangen. Vor euch, unter eurer Herrschaft befindet sich die Welt. Ihr seid Mir für sie verantwortlich!
65 Das Licht des "Buch der Sieben Siegel" sei in jeder der Nationen, damit die Menschen sich zurüsten, wie es Mein Wille ist.
Mein Friede sei mit euch!

BWL - Band V - Unterweisung 126


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 111 - 142 
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Unterweisung 126:
(verkündet im Jahr 1944)
 
1 Von wem ist die Stimme, die bis zum Grunde eures Herzens dringt? Wohin führt sie euch und weshalb verlangt ihr nach ihr? — Ihr sucht sie, weil ihr in ihr die Gegenwart Dessen findet, der die Menschen beharrlich gesucht hat. Und da euer Geist das Bedürfnis hat, seinen Gott zu verehren, wenn er Ihn nahe fühlt, will er sich nicht mehr von Ihm trennen.
2 Auf vielen Wegen kommen die Menschen auf der Suche nach Mir. Es sind die verschiedenen Religionsgemeinschaften, die es auf der Erde gibt; und innerhalb derselben, welche Mich am nächsten fühlen, sind jene, die größere Vergeistigung haben, jene, die bei der Ausübung ihrer Tätigkeit Liebe säen.
3 Meine Stimme ist die eines Vaters, weil sie euch liebkost. Mein Wort ist das eines Meisters, weil es euch unterweist. Als Kleinkinder und Kinderschüler betrachte Ich euch, und daher lasse Ich euch Meine Fürsorge zuteil werden.
4 Ich weiß, dass diese Form, in der Ich mit euch in Verbindung trete, dass dies Wort, das Ich euch derzeit gebe, von vielen bekämpft und verneint werden wird. Doch weiß Ich ebenso, dass es hernach verstanden und geglaubt werden wird. Dann wird Mein Licht im Herzen der Menschen mit Glanz zu strahlen beginnen. Diese Zeit wird wie ein neuer Tag für die Menschheit sein. Doch nicht, weil das Göttliche Licht mit größerer Intensität als vorher strahlt, denn es ist unwandelbar. Der Grund wird darin bestehen, dass die Augen eures Geistes sich öffnen und in die Wahrheit eindringen werden.
5 Heute begegne Ich einer Menschheit, die geistig geschwächt ist aufgrund des Missbrauchs, den sie mit der Gabe der Willensfreiheit getrieben hat. Ich entwarf einen Weg der Gerechtigkeit, der Liebe, der Barmherzigkeit, des Guten. Der Mensch hat einen anderen von scheinbarem Licht geschaffen, der ihn ins Verderben geführt hat.
6 Bei Meinem Wiederkommen zeigt euch Mein Wort eben jenen Weg, den ihr nicht gehen wolltet, und es wäre derjenige ungerecht und unvernünftig, der sagen würde, dass diese Lehre verwirrt oder teilnahmslos macht.
7 Mein Licht strahlt aus der Unendlichkeit in die Seelen und bewirkt, dass ihr die Pfade, die ihr geschaffen habt — sei es, um euch von Mir zu entfernen oder um Mich zu suchen — mit größerer Klarheit erkennt. Bewegt euch auf Mich zu, auf das Vollkommene. Nur wer zum Gipfel des Berges aufsteigt, kann erfahren, wie viel er unter sich gelassen hat, wie viele Fortschritte er gemacht hat, und von wie vielem er sich frei gemacht hat. Glaubst du, Menschheit, dass Ich — weil du so sehr gesunken bist — dich nicht suchen und dich aus deiner Sünde retten würde? Hier habt ihr Meine Gegenwart, Ich werde eure Wunden heilen und eure Tränen trocknen, euch in eurer Trübsal trösten und euch in eurer Einsamkeit begleiten. Ich will mit eurem Geiste Zwiesprache halten, um euch Meinen göttlichen Kuss spürbar zu machen.
8 Meine Liebe wird die aus dem Morast ziehen, die in ihn geraten sind, und wird sie retten, denn auch sie gingen aus dem göttlichen Schoße hervor, um eine Liebesmission zu erfüllen.
9 Erkennt: Wann immer ihr einem Irrtum verfallen seid, sucht ihr den Tod, ohne zu begreifen, dass ihr geschaffen worden seid, um zu leben. Ihr lauft dem Leidenskelch nach, obwohl Ich euer Dasein mit hohen Freuden und wirklichen Seligkeiten besät habe.
10 Seht, Volk, wie anders Meine Gerechtigkeit ist, als ihr sie euch vorstellt, wenn ihr glaubtet, dass Mein Herrscherstab auf euch fallen würde, um euch auszulöschen, weil ihr Meinen Gesetzen ungehorsam wart. Ich habe die gerufen, die sich am meisten befleckt haben, um ihnen schöne Aufgaben und edle Aufträge zu geben, die sie bei den anderen würdig machen und sie vor ihren Irrtümern bewahren. Dies gesegnete Werk soll durch Taten bekannt werden, und damit ihr zu denen gehört, die für andere ein Vorbild sind, müsst ihr euch geistig zubereiten.
11 Ich lege Mein Wort, welches Gesetz, Lehre und Same ist, in euren Geist, nicht in euer "Fleisch". Der Geist ist der Verwalter, der Verantwortliche. Wenn ihr dort dies Wort bewahrt, wird es nicht ins Leere fallen, wird es keine Verfälschung erleiden.
12 Ich bin die Morgenröte, die in dieser Zeit zu leuchten beginnt, und ihr gehört zu den ersten, die bei diesem Tagesanbruch erwachen. Es ist kein neues Licht, es ist dasselbe, das zu allen Zeiten euer Gewissen erleuchtet hat. Die Stimme, die euch heute sagt: "Erhebt euch mittels der Vergeistigung zu Mir", ist dieselbe, die euch einstens sagte: "Bleibt beharrlich im Guten, und ihr werdet heil sein", und die euch sagte: "Liebet einander". Dieser geistige Weg, von dem Ich jetzt zu euch spreche, ist derselbe, den Ich in fernen Tagen Jakob zu erkennen gab, als Ich ihm die Stufenleiter zur Vollkommenheit offenbarte. Da steht jene Himmelsleiter vor jeder Seele als der Weg, der euch zum Aufstieg einlädt. Ihr Ausgangspunkt ist diese Welt der Menschen, doch gibt es darunter noch Abgründe, die jedoch nicht Ich geschaffen habe. Nach oben zu gibt es Stufen in unendlicher Zahl wie eine Anhöhe, die zum Gipfel der Vergeistigung führt.
13 Wer wird kaum auf der ersten Stufe sein? Wer in der Finsternis des Abgrunds? Wer auf der höchsten Stufe? — Dies sind Geheimnisse, die nur Meine Gerechtigkeit kennt.
14 Euch sende Ich ins flache Land, in das Tal, um dort eure Wanderschaft zu beginnen, und zeige euch am Horizont das Gebirge, das ihr ersteigen müsst.
15 Seht, wie diese Lehre eurer Seele förderlich ist, denn während die Körpermaterie sich mit jedem Tag, der vergeht, ein wenig mehr dem Schoß der Erde nähert, nähert sich die Seele dagegen immer mehr der Ewigkeit.
16 Der Körper ist der Stützpunkt, in welchem die Seele ruht, solange sie auf Erden wohnt. Warum zulassen, dass er (der Körper) zu einer Kette wird, die fesselt, oder zu einem Kerker, der gefangenhält? Weshalb zulassen, dass er das Steuer eures Lebens ist? Ist es etwa richtig, dass ein Blinder den führt, dessen Augen sehen?
17 Ich bin es, der euch das Leben in all seinen Phasen bekanntmacht. Es dient sowohl der Erhaltung des Körpers als auch der Seele. Wer die Gesetze des Geistes und die menschlichen Gesetze erfüllt, hat sein ganzes Leben dem Schöpfer geweiht.
18 Ich werde euer Wegbereiter sein, wenn ihr im Begriff seid, zur geistigen Heimat zu kommen. Immer gehe Ich vor euch her. Nie soll eure Seele dem Müßiggang anheimfallen, immer soll sie bemüht sein, einen weiteren Schritt auf dem Wege zu geistigem Fortschritt zu tun, welcher Vervollkommnung ist.
19 Begnügt euch nicht damit zu sagen: Ich glaube an den Herrn
— zeigt euren Glauben in dem, was ihr tut. Sagt nicht nur mit Worten: "Ich liebe den Vater" — stellt euch auf die Probe, damit ihr erfahrt, ob ihr Mich wahrhaft liebt.
20 Ich habe zu euch gesprochen, und Mein Wort ist Salbung. Ich habe euch somit zu Lehrern berufen.
21 Warum verkennen Mich weiterhin die Menschen immer mehr, obwohl der menschliche Verstand durch neue Fortschritte erleuchtet wurde? — Weil sie darauf achteten, nur den Baum der Wissenschaft zu pflegen, haben sie die Vervollkommnung der Seele vernachlässigt.
22 Einst habe Ich euch gesagt: "Wachet und betet, damit ihr nicht in der Versuchung fallet." Aber selbst das Gebet, das die Sprache ist, die der Geist gebraucht, um mit seinem Herrn zu sprechen, ist in Vergessenheit geraten. Es ist eine für die Menschen dieser Zeit unbekannte Sprache.
23 Wenn sie einmal das Bedürfnis fühlen zu beten, so finden sie keine Worte, um sich Mir gegenüber auszudrücken. Dennoch verstehe Ich vollkommen, was jeder erbittet, ohne dass es der Worte oder selbst der Gedanken bedarf. Doch wenn Mein Geist ihnen antwortet, verstehen sie Mich nicht, weil sie sich nicht zubereitet haben. Dann ist die Stimme ihres Meisters, die ihnen vertraut sein sollte, für sie unbekannt.
24 Wenn das Gebet, das Ich die Menschheit gelehrt habe, reinen Herzens in Anwendung gebracht worden wäre, hätten die Menschen von Generation zu Generation jedes Mal höhere Vergeistigung erreicht, um Meine Stimme zu vernehmen. Dann würde ihnen ihre geistige Verbindung mit dem Göttlichen in dieser Zeit dazu dienen, eine liebevollere, gerechtere und wirklichkeitsnähere Welt zu schaffen als die, die sie mit ihrem Materialismus geschaffen haben.
25 Warum habt ihr geglaubt, dass der Spiritualismus (Lehre der Vergeistigung) etwas ist, das sich der Entfaltung eures materiellen Lebens entgegenstellt? Wann habe Ich eure Wissenschaft verurteilt, wenn sie zum Wohle der Menschheit angewandt wurde? Wenn jemand dies zu behaupten wagte, wäre er nicht gerecht zu seinem Vater.
26 Durch die Vergeistigung erlangt man einen Grad der Erhebung, die dem Menschen ermöglicht, Ideen jenseits dessen zu empfangen, was sein Verstand ahnen kann, und Macht über das Materielle zu haben.
27 Überlegt einmal: Wenn die geistige Erhebung der Seele umgesetzt wird beim Studium der materiellen Schöpfung, welche die Natur euch vorstellt, oder bei irgendeinem anderen menschlichen Ziel, dann könnt ihr euch die Früchte vorstellen, die ihr ernten könntet, wenn eure Entdeckungen nicht nur dem Forschen mit dem Verstand zuzuschreiben wären, sondern wenn auch die geistige Offenbarung teilnehmen würde, die euch Jener geben würde, Der alles geschaffen hat.
28 Wachet und betet, sage Ich euch nochmals, damit ihr Meine Stimme zu erkennen lernt, damit Meine Inspiration zu euch kommt und ihr sie verstehen könnt, denn viele sind die Unterrichtsstunden, die Ich euch noch zu geben habe.
29 Ich errette euch aus eurem Schiffbruch. Ich bin das Leuchtfeuer, das in der Finsternis erstrahlt. Sucht Mich, vertraut auf Mich, und Ich werde euch helfen, euer Leben in eine Welt des Friedens, der Tugend und der geistigen Erhebung umzuwandeln.
30 Teilt mit Mir die Freude, die Meinen Geist jedes Mal erfüllt, wenn ihr einen der Bäume pflanzt, die den Menschen ihren Schatten spenden sollen. Sieben Versammlungsstätten öffneten ihre Türen im gegenwärtigen Jahr 1944 als eine Vertretung der sieben, die Roque Rojas 1866 gründete. Doch wenn jene ersten sich entzweiten und nicht in Eintracht miteinander zu leben verstanden, so sollt ihr dagegen euren Auftrag gehorsam und brüderlich ausführen. Nehmt euch die sechste Versammlungsstätte, aus der ihr hervorgegangen seid, zum Vorbild und bleibt Meinen Geboten treu. Bildet aus den sieben einen einzigen schützenden Schatten und gebt allen die gleichen Früchte. Bevor sich euren Herzen der Schwur entringt, Mir nachzufolgen, prüfe Ich euch, läutere und stärke Ich euch, damit euer Vorsatz unzerbrechlich ist und das Gewissen euch sagt, dass dies Gelöbnis vor der Lade des neuen Bundes geschrieben wurde.
31 Das Bündnis, das ihr mit Mir schließt, ist keine irdische Verpflichtung, es ist ein geistiger Auftrag, den ihr von eurem Vater anzunehmen bereit wart — von Jenem, Der alles Geschaffene gemacht hat. Ich zeige euch, eure geistige Mission zu erfüllen. Doch Ich empfehle euch gleichfalls dringend, jede Verpflichtung und jedes Versprechen zu erfüllen, das ihr in menschlichen Dingen ablegt, damit man euch an der Wahrhaftigkeit eures Geistes und an der Aufrichtigkeit eures Herzens erkennt. Lasst euer Ja immer "ja" sein und euer Nein immer "nein". Dann wird man darauf vertrauen, dass eure Entschlüsse immer fest bleiben. Brecht niemals einen geheiligten Bund, wie es der der Ehe, der Elternschaft und der Freundschaft ist.
32 Wenn die Verleugnung menschlicher Pflichten und Versprechen so große Leiden nach sich zieht — was wird dann erst geschehen, wenn ihr einer geistigen Mission den Rücken kehrt, zu der ihr euch gegenüber eurem Herrn verpflichtet habt? Zwar verlangt Meine Sache Entsagungen und Opfer, doch sage Ich euch zugleich, dass sie das Ideal ist, das niemals den enttäuscht, der ihm nachjagt. Wer das Ziel erreicht, wird die Unsterblichkeit erlangen. Jetzt sage Ich euch: Studiert Mein Wort gründlich, damit ihr auf der Erde keine abgesonderte Gruppe bildet. Erreicht einen solchen Grad des Verständnisses und der Zurüstung, der euch erlaubt, geistig mit allen zu leben und nicht getrennt. Meine Lehre will keine Saat der Zwietracht säen.
33 Die Zeit rückt näher, in der die Wahrheit, die Vernunft und das Licht sich gegen Macht, Gewalt und Furcht durchsetzen werden. Doch wann wird der Mensch wie Christus sagen können: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt", und wird er erkennen, dass die irdischen Güter vergänglich sind — ohne dass er etwas vom Geschaffenen verkennt und er alles im rechten Maße gebraucht. Begreift, dass die wahre Macht im Geistigen ist, dass die Macht der Erde, ihre Eitelkeiten, ihre Herrlichkeiten und der Glanz ihrer Wissenschaft, so lange ihre Herrschaft auch währen mag, angesichts der Ewigkeit unterliegt.
34 Durch ihr Streben nach falscher Größe hat die Menschheit viele Enttäuschungen erlitten, und wahrlich, Ich sage euch, sie wird noch andere, größere erleiden. Was wird mit den Menschen geschehen, wenn ihr Gewissen — welches ihr Richter ist — sie erweckt und sie ihre Werke betrachten? Ihr Schmerz wird grausam sein, ihre Reue groß, und dann wird ihre Reaktion sein, einen geistigen Weg zu suchen, um ihre Verfehlungen zu sühnen. Diese Zeit wird von religiöser Überspanntheit geprägt sein, welche die höchste Höhe des Fanatismus erreichen wird. Daraufhin werden die Kämpfe und "Schlachten" unter den Religionsgemeinschaften und Sekten folgen. Ihr jedoch sollt wachsam bleiben und nicht warten, bis es der Lärm jenes Kampfes ist, der euch aufschreckt, denn dann werdet ihr nicht wissen, wo eure Waffen zum Kämpfen sind. Seht, wie Ich die Zahl dieser Versammlungsstätten — die Ich sinnbildlich "Bäume" nenne — derzeit vermehre, damit deren Äste sich ausbreiten und ihre Früchte darbieten.
35 Ich errichte derzeit den Tempel des Heiligen Geistes. Doch wenn dieser erbaut sein wird, wird es keine Versammlungshäuser, Kirchen und Wallfahrtsorte mehr geben, oder sie werden ihre Daseinsberechtigung verloren haben, zusammen mit ihren religiösen Symbolen, ihren Riten und
Traditionen. Dann werdet ihr Meine Größe und Meine Gegenwart fühlen, werdet als Kirche das Universum und als Gottesdienst die Liebe zu euren Nächsten anerkennen. Dem Schoße der Mutter Natur werden neue Erkenntnisse entspringen, die aus eurer Wissenschaft einen Weg des Wohlstandes machen werden, denn sie wird vom Gewissen — welches die Stimme Gottes ist — auf den rechten Weg gebracht werden.
36 Das Gehirn wird nicht mehr der Herr der Welt sein, sondern der Mitarbeiter des Geistes, welcher es führen und erleuchten wird.
37 In diesen Zeiten, in denen die Liebe und die Barmherzigkeit aus den Herzen der Menschen entflohen sind, sagt euch der Vater: Werdet gelassen und seid unbesorgt.
38 Ich habe euch zu allen Zeiten geprüft, und mehr noch in der gegenwärtigen. Ihr habt euch gefragt, was der Grund für eure Schmerzen ist. Ihr richtet euren Geist empor, um mit Mir zu sprechen, und sagt Mir: "Meine Leiden sind größer als die meiner Mitmenschen." Nein, Meine Kinder, der Krieg mit all seinen Folgen hat eure Nation nicht erreicht. Andere leiden mehr als ihr. Wenn ihr Schmerz fühlt, so deshalb, weil ihr die Last einer großen Verantwortung tragt und weil ihr den fremden Schmerz mitfühlt. Wenn ihr um sie leidet, so seid gesegnet, denn euer Werk wird gute Früchte tragen. Wirkt unter den Menschen, und Mein Wort wird euch zu jeder Zeit ermutigen.
39 Ihr fühlt, dass der Richter euch in dieser Zeit sehr nahe ist, und jeder hält sich bereit, über seine Arbeit Rechenschaft abzulegen. Ihr geht in die innere Sammlung, erforscht euer Herz und erwartet, dass die Stimme eures Gewissens euch eure Fehler zeigt. Doch Ich sage euch: Ich habe gesehen, dass ihr euren Geist und euer Herz in eure Werke gelegt habt, dass ihr manchmal mehr als eure Pflichten getan habt und bis zur Aufopferung gegangen seid, um Meine Weisungen zu erfüllen. Dafür segne Ich euch; doch in Wahrheit habe Ich von euch keine Opfer verlangt. Es gibt Werke, die Ich für euch tun werde, weil sie jenseits eurer Möglichkeiten sind. Ihr sollt nur beten und vertrauen.
40 Heute, da Ich Mich den Menschen kundtue, finde Ich, dass sie selbst und ihre Gebräuche sich gewandelt haben, und um Mich zu verstehen und Mir nachzufolgen, müssen sie sich mehr anstrengen. Die Sünde hat sich vervielfacht, und die Umwelt ist verseucht. Die schlechten Einflüsse machen sich breit und verursachen Verwirrung, verfinstern den Verstand und das Herz, und inmitten dieser Atmosphäre kämpft "das Volk Israel", um seine Befreiung zu erreichen und der Menschheit zu helfen. Eure Verdienste werden größer sein, wenn ihr geduldig und demütig für Mein Werk arbeitet und die schwierigen Lebensbedingungen überwindet, die ihr erleidet.
41 Wenn ihr euch zugerüstet fühlt, von Meiner Lehre zu sprechen, so tut es. Wenn ihr noch keine Klarheit gewonnen habt und euer Wort keine Überzeugungskraft hat, so lasst euch mehr Zeit. Hört Mir weiterhin zu, bis ihr euch Meine Unterweisung zu eigen gemacht habt.
42 Wie viele gibt es, welche — obwohl sie Mein über das menschliche Verstandesorgan gegebene Wort vernommen haben — Mir weder geglaubt noch sich überzeugt haben! Wie viele weitere werden an euch zweifeln, wenn ihr euch nicht zubereitet! Die Welt wird mit ihren Waffen, mit ihren Theorien zu euch kommen, und wenn ihr dann nicht vorbereitet seid, werdet ihr schwach werden. Man wird euch erbarmungslos verhören, wird euch befragen, wie ihr die Offenbarung Meines Kommens erhalten habt, auf welche Weise ihr Meine Lehre empfangen habt, und ihr werdet auf jede ihrer Fragen antworten. Ihr sollt wohlwollend und nachsichtig sein, sollt in der einfachsten Art und Weise suchen, um die Wahrheit Meines Wortes zu erklären, ihnen dessen Sinn verständlich zu machen, und sollt ihnen beistehen, damit sie Erleuchtung finden können.
43 Ich lasse Meinen Frieden unter euch zurück, genießt ihn, erfreut euch desselben, soweit euer Leben es euch erlaubt, denn das Reich des Friedens ist noch nicht zu den Menschen herabgekommen; doch Ich habe euch das Gegenmittel für jedes Übel gebracht und verheiße euch in Erfüllung Meines Wortes der vergangenen Zeiten, dass der Friede gleich einer strahlenden Morgenröte aufgehen und eure Seele erhellen wird, und dass von dieser Zeit der Schmerzen keine Spur zurückbleiben wird.
44 Schon naht die Zeit, in der neue Generationen voll göttlichen Wohlwollens die Erde bewohnen und die eine geheiligte Mission mit sich bringen. Dann wird Mein Wort in Erfüllung gehen, das euch sagt: "Die Letzten werden Erste sein und die Ersten Letzte." Ein jeder erfülle (seine Aufgabe) zu seiner Lebenszeit, denn ihr wisst nicht, ob Ich euch gewähre, in der Zeit des Friedens wiederzukommen.
45 Fühle Meinen Trost, Menschheit. Lebt in Mir, und ihr werdet die Härte der Prüfungen nicht fürchten.
46 Maria, eure Fürbitterin, segnet euch. Ich segne euch gleichfalls.
47 Die Christenheit vergisst häufig die geistigen Werke Jesu, weil sie einigen Seiner materiellen Taten größere Bedeutung beimisst. So zum Beispiel verwechselt sie Seine menschliche Armut mit Seiner Demut und Seinen körperlichen Schmerz mit der wahren Passion, die Er im Geiste durchlebte. Und sie glaubt, Sein körperliches Blut ist das, was die Sünden der Welt reinwusch, wobei sie vergisst, dass das wahre Blut, welches ewiges Leben für die Seele ist, die Essenz Seines Wortes ist.
48 Der Meister sagt euch: Wenn jener Körper einen Grund gehabt hätte, für immer unter euch zu wohnen, so hätte der Vater ihn vor seinen Henkern geschützt; oder wenn er — nachdem er tot war — in irgendeiner Weise für eure Rettung von Nutzen gewesen wäre, so hätte Er ihn euch überlassen. Aber nachdem seine Aufgabe an jenem Kreuz beendet war, konnten ihn eure Augen nicht mehr sehen, damit ihr beim Göttlichen Meister das suchen würdet, was ihr von Ihm übernehmen solltet: Sein Wort, Seine Werke, Seine Demut und alle Seine Beispiele vollkommener Liebe.
49 Nachdem jene menschliche Gestalt von der Erde verschwunden war, verblieb in den Gewissen nur die göttliche Essenz des "Wortes", das aus Jesus sprach. Das ist es, nach dem ihr Verlangen haben sollt: die Essenz, der geistige Sinn jener Botschaft von Leben und Liebe.
50 Unterlaßt es, euren Vater durch materielle Kultformen zu verehren, damit ihr lernt, Ihn direkt mit dem Geiste zu lieben.
51 Als jemand Jesus fragte: "Bist du der König?" antwortete der Meister: "Darum bin Ich gekommen." Doch alle bezweifelten — in Anbetracht der Ärmlichkeit Seiner Kleidung —, dass jener ein König sein könnte. Niemand ahnte hinter der Bescheidenheit jenes Menschen die Majestät Dessen, der sprach, noch vermutete jemand in der Tiefe jenes Wortes die Verheißung eines Reiches des Friedens, der Liebe, des Glückes und der Gerechtigkeit.
52 Der menschliche Blick bleibt immer an Äußerlichkeiten hängen. Er dringt nicht tiefer, und daher kommen die ungerechten und falschen Auslegungen der Menschen.
53 Wisst ihr, dass Jesus damals verhört, beschimpft und sogar ganz abgelehnt wurde? Wisst ihr, dass nicht einmal seine eigenen Jünger zu sagen vermochten, wer Er war, wenn man sie fragte? In gleicher Weise wird sich die Welt in dieser Zeit fragen, wer Der ist, der zu euch gesprochen hat, und viele werden verneinen, dass es Christus gewesen ist, der mit euch Zwiesprache gehalten hat. Dann werden einige Meiner Jünger verwirrt werden und sich fragen, wer denn zu ihnen gesprochen hat, ob es der Vater gewesen ist, "Das Wort" oder der Heilige Geist. Darauf sage Ich euch, dass ebenso, wie die Wahrheit eine einzige ist, so ist auch die göttliche Essenz eine einzige, die Ich euch im Laufe der Zeiten gegeben habe, ob ihr sie Gesetz, Lehre oder Offenbarung nennt.
54 Wer diese Wahrheit geliebt hat und diesem Licht gefolgt ist, hat seinen Vater geliebt und ist Ihm nachgefolgt.
55 Der geistig geprägte Jünger soll immer die Essenz Meiner Werke suchen, damit er die Wahrheit in Meinen göttlichen Botschaften entdeckt. Ihr werdet dann erleben, wie einfach es ist, den tiefen Sinn all dessen zu entdecken, was die einen in Geheimnisse hüllen und andere durch ihre theologischen Dogmen komplizieren.
56 Vergeistigung bedeutet Einfachheit. Weshalb dann kompliziert darstellen, was so einfach, klar und durchsichtig ist wie das Licht?
57 In dieser Zeit habt ihr euch auf die Suche nach Meinem Worte gemacht, um in ihm euren Durst nach Gerechtigkeit und Liebe zu löschen. Ihr hört Mir als gute Jünger zu und seht aufmerksam die Seiten des Buches der Unterweisungen an euch vorbeiziehen. Ihr seid die Auserwählten, seid nicht überrascht, wenn Ich euch diese Belehrungen gebe. Doch ihr seid nicht die einzigen Bevorzugten. In Meinem Werke der Gleichheit und der Liebe habe Ich alle Seelen mit kostbaren Eigenschaften ausgestattet. Ihr, die ihr früher gerufen worden seid, sollt euch nicht besser dünken. Bereitet euch nur innerlich zu, damit ihr eure Aufgabe erfüllen könnt und von euren Mitmenschen verstanden werdet und sie euch nachfolgen.
58 Immer habt ihr Mich gesucht, um Mir für die Wohltaten zu danken, die Ich euch gewähre. Und Mein Geist, den ihr nicht zu schauen vermögt, ist es, der klar zu euch in dieser jetzigen Form spricht. Ich werde nicht zulassen, dass die Stimmträger, derer Ich Mich bediene, lügen. Ich werde Mich in ihrem
Gewissen bemerkbar machen, und sie werden aufgrund des Friedens, den ihr Herz empfindet, erfahren, dass ihre Arbeit wohlgefällig ist.
59 Ich werde euer Verlangen nach Fortschritt erfüllen. Alle stelle Ich an den Anfang des Weges, damit ihr das Tagewerk beginnt.
60 Erkennt, dass der Grund Meines dritten Kommens zu euch Meine Liebe zur Menschheit ist. Ich bin im Geiste gekommen, um Meine Verheißung zu erfüllen.
61 Ich sagte euch einstens: "Wer den Sohn kennt, kennt den Vater." Ich gab Zeugnis von Mir. ln der heutigen Zeit kläre Ich mit dem Lichte Meines Geistes auf, was für die Menschheit ein Geheimnis war. Ich erleuchte euch, damit ihr die Gebote Jehovas, das Wort Jesu und die Offenbarungen, die Mein Heiliger Geist euch in dieser Zeit macht, in einem einzigen Buche vereint und ihr bestätigt, dass Ich zu euch gekommen bin, um Meine Wahrheit in den Drei Zeiten zu bezeugen.
62 Mein Wort aus früheren Zeiten ist nicht richtig ausgelegt worden, doch der Same befindet sich in den Seelen, und dort wird er von Mir gepflegt werden.
63 Israel kann von einer hohen geistigen Ebene aus mit seinem Gott sprechen. Kommt zu Mir, und wenn ihr Zweifel habt, so fragt. Es war Mein Wille, dass ihr in beständiger Verbindung mit Mir verbleibt, aber ihr seid im Verlangen nach Vergeistigung in Schwärmerei oder in Fanatismus geraten. Doch Mein Wille ist es, dass ihr Mein Wort versteht, welches bei allen euren Taten zu Einfachheit und Lauterkeit rät.
64 Heute kommt ihr in geringer Zahl, um Mich zu hören, doch die geistigen Legionen, die sich bei diesen Kundgebungen um Mich scharen, sind unermesslich groß. Mein Wort ist wie läuterndes Wasser, das alle reinigt. Ich unterweise euch, damit ihr eure Verantwortung fühlt und Mir später nicht sagt: "Ich wusste nicht, was ich tat, mir mangelte es an Erleuchtung, meine Eltern gaben mir keinen Rat, mein Heim war ein Ort der Zwietracht." — Ich habe gesehen, dass die Kinder ihre Eltern verkennen, dass Eltern ihren Kindern kein gutes Beispiel geben, dass sich Geschwister gegenseitig bekriegen, und so frage Ich euch: Wann werdet ihr untereinander einig sein? Ich habe euch immer tugendhafte Wesen zur Erde gesandt, damit sie euch beraten und euch in eurer Welt zum geistigen Fortschritt anregen.
65 Wenn ihr Eheleute seid, so seid euch bewusst, dass der Mann und die Frau, die sich in der Ehe vereint haben, aus ihrem Heim einen Tempel machen sollen, damit sie in ihm ihre Kinder umsorgen und erziehen können. Hinterlasst ihnen kein leidvolles Erbe. Jeder einzelne wird auf seinem Lebensweg eine gerechte Vergütung für seine Werke finden.
66 So wie ihr einem Freunde zu gefallen sucht, so sucht auch Mir zu gefallen. Fleht, bittet, und Ich werde euch geben. Ich habe euch zur Freude Meines Geistes erschaffen, und es bereitet Mir Befriedigung, euch das zu gewähren, was euch in eurer Entwicklung hilft.
67 Die Versuchung flößt euch Hass ein, und der Mensch, der von Natur aus schwach ist, verursacht vernichtenden Schaden im Herzen seiner Mitmenschen. Doch Ich frage euch, welches Recht habt ihr, das zu zerstören, was Ich geschaffen habe? Warum tötet ihr den Glauben, warum richtet ihr? Die Menschheit vollbringt in dieser Zeit keine Werke, die Mir wohlgefällig sind; doch das Licht Meines Geistes leuchtet und bereitet euch, damit ihr das Böse bekämpft. Ich fordere euch auf, dass ihr alles Schädliche von euch werft, alles, was euch in eurer Entwicklung zurückfallen lässt.
68 Kräftigt euch bei Mir. Nährt euch von Meinem Worte, damit euch nimmermehr hungert. Heute habt ihr ein Festmahl an Meinem Tische, ihr genießt Mein Brot, und immerdar werdet ihr euch daran erinnern, dass der Meister Seine Jünger an Seinen Tisch setzte, mit ihnen sprach und sie für eine Ewigkeit nährte. Ich habe euch gesagt, wenn immer ihr Mich mit lauterem Herzen anruft, dass Ich bei euch bin. Ich habe euer Bittgebet vernommen, und darum bin Ich herabgestiegen. Schaut Mich mit den Augen des Glaubens, die Ich zubereitet habe. Ich befinde Mich vor euch, und Ich habe euch für Meine Gegenwart würdig gemacht. Erkennt Mich an der Wahrheit Meines Wortes. Dies ist der Schoß, aus dem ihr euch entfernt hattet. Doch wenn die Welt euch von Mir abbringt, müsst ihr eine Anstrengung machen, um zurückzukehren, und dies liebende Herz wird immer offen sein, euch zu empfangen.
69 So wie Ich in der Zweiten Zeit als Zeichen der Verbundenheit mit den Menschen zu euch kam und dann zum Vater zurückkehrte, bin Ich heute für eine Zeit gekommen; doch Mein universeller Strahl wird 1950 zurückbehalten werden. Deshalb habe Ich euch gesagt, dass ihr diese Kundgebung nach jenem Jahr nicht mehr haben werdet. Dann sollt ihr euch mit Mir von Geist zu Geist verbinden, und Meine Gnade wird auf euer Herz herabkommen. Der Tag wird kommen, an dem ihr euch Mir sehr nahe fühlen werdet,
ihr schlichten Herzen Meines Volkes. Dienet Mir, indem ihr euren Mitmenschen dient. Werdet zu Ärzten, und wenn man eure Liebestätigkeit mit einem Lächeln bezahlt, sollt ihr zufrieden sein. Ich werde eure Werke im Jenseits aufschreiben.
70 Liebt Maria, eure liebevolle Mutter, sucht sie geistig. Stellt kein Bildnis vor euch hin, um sie euch nahe zu fühlen. Sie ist die mütterliche Liebe Jehovas, die ihr zu allen Zeiten sich offenbaren gesehen habt. Sie ist eure göttliche Fürsprecherin. Liebt sie, damit Ich aufs neue zu ihr sagen kann: "Mutter, dies ist dein Sohn!"
Meine Friede sei mit euch!

BWL - Band V - Unterweisung 125


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 111 - 142 
Download-Link Buch des wahren Lebens - Band 5

Unterweisung 125:
 
 1 Seht, hier bin Ich in eurer Welt und spreche zu euch durch euer Gewissen, denn Ich bin euer Richter. Euch allen habe Ich eine Aufgabe anvertraut, und heute komme Ich, um euch zu fragen, was ihr aus derselben gemacht habt.
2 Nicht heimlich bin Ich in dieser Zeit gekommen. Seit den ersten Zeiten wurde Meine geistige Kundgebung angekündigt. Deshalb dürft ihr nicht überrascht sein.
3 Warum verblieb dann niemand wachend und erwartete Mein Kommen? Wer säuberte sein Heim, damit Ich es betreten würde? Wer wusch seine Hände, um das Brot auf dem Tisch aufzuteilen? Wessen Herz war von Liebe erfüllt, um Mich zu empfangen? Niemand. Und doch bin Ich hier und erfülle unter euch Meine Verheißung.
4 Wenn Ich euch zeige, ein Versprechen zu halten, so begreift, dass es nur recht und billig ist, dass ihr euch Mich darin zum Vorbild nehmt und eure Aufgabe erfüllt. Geliebtes Volk, wenn ihr hört, dass Ich euch Vorhaltungen mache, so erinnert euch, dass ihr keinen Frieden gehabt habt — obwohl ihr den Auftrag erhalten habt, für den Frieden der Welt zu beten —, weshalb ihr Mich gefragt habt: "Herr, warum kommt der Friede nicht zu den Nationen, obwohl ich wache und bete?" Doch Ich sage euch: Weil es nicht genügt zu beten, sondern es sind auch verdienstvolle Werke dafür notwendig.
5 Schon die Propheten gaben ihr Blut, um euch die Wahrheit zu verkünden. Ich war bereits als Mensch auf der Erde, um unter euch eine vollkommene Passion zu durchleben. Auch die Apostel und die Märtyrer gaben ihr Leben aus Liebe zur Menschheit hin. Jetzt ist es Zeit, dass ihr euer Kreuz auf euch nehmt und eure Mission erfüllt, damit ihr das Kommen des Friedens erlebt.
6 Volk, öffne dein Herz und erwache aus dem tiefen Schlaf, der dich übermannt hat. Kämpfe und zweifle nicht, denn wenn du die Wüste, die du durchquerst, für endlos hältst, so sage Ich dir, dass inmitten derselben, wenn die Sonne am stärksten brennend heiß auf eure Gesichter fällt, eine Wolke erscheinen wird, deren Gegenwart euren Herzen das Gefühl geben wird, dass Ich euch sehr nahe bin.
7 Ihr sagt mir aus tiefstem Herzensgrund, dass ihr weder Meiner Gnade noch Meines Friedens würdig seid. Doch weshalb seid ihr nicht würdig? Ich habe euch die ganze Natur zur Verfügung gestellt, damit ihr Mir besser dienen könnt, habe euch mit Gaben und Segnungen überschüttet, damit euer Leben angenehmer ist und aus euren Herzen eine Hymne der Liebe zu Mir aufsteigt.
8 Heute musste Ich euch sagen: Macht euer Leben einfach, damit ihr Zeit habt, um an eure Mitmenschen zu denken. Nur so könnt ihr eurer Seele die Gelegenheit bieten, sich von dem Materialismus frei zu machen, der sie umgibt, und die Aufgabe zu erfüllen, ihren Herrn in ihrem Nächsten zu lieben und Ihm zu dienen.
9 Kämpft, Meine Kinder, für die Sache des Friedens und der Brüderlichkeit, doch meint nicht, den Sieg nahe zu sehen, dieser ist noch ferne. Seid nicht selbstsicher, denn die Feinde lauern euch auf, und wenn sie geistig auch keine Macht haben, so haltet doch ihr sie für mächtig und für unbesiegbar.
10 Warum richte Ich dich, Volk? — Weil Ich nicht will, dass in euren Herzen heimliche Verfehlungen und Irrtümer existieren, denn Ich werde euch zu jenen bringen, die von euch Meine Botschaft empfangen sollen, und Ich will nicht, dass sie etwas an euch auszusetzen haben, denn so würdet ihr eurem Meister keine Ehre machen.
11 Was würde aus euch werden, wenn Ich euch eure Unvollkommenheiten verheimlichte? Würdet ihr euch in eurem Lebenswandel verbessern, wenn eure Verfehlungen keine schmerzhaften Folgen hätten?
12 Seht, wie viel Leid es unter den Menschen gibt. Dies ist die Frucht ihrer Aussaat. Ich spreche zu ihnen durch das Gewissen, um sie zur Reue und zur Besserung zu bewegen. Doch ihre Herzen sind für Meine Stimme taub geworden.
13 Ihr Männer, die ihr die Geschicke eurer Völker lenkt: Seid ihr des Blutes und der (zerstörten) Menschenleben noch nicht überdrüssig? Hört ihr nicht die Stimme des Gewissens oder der Vernunft? Ihr seid stolz und anmaßend, aber Meine Gerechtigkeit wird euren Hochmut niederwerfen.
14 Ihr seid hochfahrend, weil ihr mit eurer Wissenschaft den neuen Turm von Babel errichtet habt, von dem aus ihr Meine Macht herausfordert, indem ihr den Völkern sagt, dass euer Wissen die göttlichen Offenbarungen übertrifft. Dadurch habt ihr das Gesetz des Vaters mit Füßen getreten und habt das Wort
Jesu verfälscht, weil ihr befürchtet, dass die Wahrheit bekannt wird und ihr dadurch die Herrlichkeit und die Macht der Welt verliert.
15 Ich habe zugelassen, dass euer Turm höher wird und dass eure Wissenschaft wächst; doch Ich frage euch: Wer hat euch das Recht gegeben, über das Leben eurer Nächsten zu verfügen? Wer hat euch erlaubt, ihr Blut zu vergießen? Und wer schließlich darf in das Schicksal seiner eigenen Geschwister eingreifen, ohne dabei gegen das Recht zu verstoßen?
16 Menschheit, Tochter des Lichtes, öffne deine Augen, erkenne, dass du bereits im Zeitalter des Geistes lebst!
17 Warum habt ihr Meiner vergessen und habt eure Macht mit der Meinen messen wollen? Ich sage euch, dass ich mein Zepter in seine Hand legen werde an dem Tage, an dem ein Gelehrter mit seiner Wissenschaft ein Wesen schafft, das euch ähnlich ist und es mit Geist ausstattet und ihm ein Gewissen gibt. Doch eure Ernte wird vorerst eine andere sein.
18 Auf Leichen und Trümmern wird die Wissenschaft ihr Reich errichten, das sehr kurz sein wird, damit dann das Reich der Gerechtigkeit, des Friedens und der Liebe erstellt wird. Ich werde kommen und die suchen, die im Kampf gefallen sind, jene, die den Weg verloren haben, denen man einen anderen Pfad gewiesen hat. Ich werde sie suchen, um sie zum wahren Leben zu erheben, ohne Ansehen der Person, und werde Meinen Kuss der Liebe sowohl auf die reine Stirn als auch auf die befleckte drücken.
19 Der Vater spricht zu euch, Jener, der niemanden hat, vor dem er sich verneigt, um zu beten. Doch wahrlich, Ich sage euch, wenn es über Mir jemand Größeres gäbe, würde Ich Mich vor ihm verbeugen, denn in Meinem Geiste wohnt die Demut. Seht, wie ihr, obwohl ihr Meine kleinen Geschöpfe seid, Mich dazu veranlasst herniederzukommen, um zu euch zu sprechen, euch anzuhören und euch zu trösten, anstatt dass ihr darum ringt, zu Mir aufzusteigen.
20 Meine Geheimkammer hat sich für euch aufgetan, und es naht die Zeit, in der ihr die Wahrheit lieben und das fiktive und leere Leben, das ihr geschaffen habt, fliehen werdet. Der Glanz der materialistischen Epoche wird bald seinen Niedergang erleben und in sein Endstadium eintreten. Heute erfasst ihr erst wenig von dem, was Ich euch sage, doch bald werden es alle verstehen.
21 Wie sollte euer Leben nicht vom Materiellen beherrscht werden, wenn ihr selbst das Göttliche nur durch das Materielle begreift und nur an das glaubt, was ihr durch eure Sinne wahrnehmt?
22 Schlecht haben Mich auf Erden jene vertreten, die Mich zu kennen behaupten, und das ist der Grund dafür, dass viele Mir den Rücken gekehrt haben. Jene, die sich Atheisten nennen, werde Ich nicht deshalb zur Rechenschaft ziehen, weil sie Mich aus ihren Herzen verbannt haben, sondern jene, welche die Wahrheit verfälschten und einen Gott vor Augen führten, den viele nicht annehmen konnten.
23 Alles, was gerecht, gesund und gut ist, enthält die Wahrheit, die Ich zu allen Zeiten verkündet habe.
24 Die Stunde ist gekommen, in der ihr die Wahrheit wieder lieben sollt, das heißt, in der ihr wieder das Gerechte und Gute erkennen sollt. Da ihr aus Mir geboren seid, müsst ihr dahin gelangen, nach dem Hohen, dem Ewigen und dem Reinen zu trachten.
25 Ich habe niemanden gefangengehalten, niemanden habe Ich gezwungen, den Weg zu verlassen, den er erwählt hat. Wer zu forschen begehrte, dem habe Ich es erlaubt, wer sich zu vergnügen wünschte, dem habe Ich es gestattet; doch ihnen allen habe Ich Mein Gesetz, das alleinige, vor Augen geführt, damit sie nicht vom Pfade abirren.
26 Das, was am Ende des Weges sein wird, dem die Menschheit heute irrtümlicherweise folgt und was der Mensch finden wird, wenn er an das Ziel gelangt, wird Überdruss, Erschöpfung, Enttäuschung und Schmerz sein. Wird sich der menschliche Geist mit einer Ernte wie dieser abfinden können, und soll dies die Frucht sein, die er seinem Vater in der Ewigkeit überreicht? Nein, Volk, der Menschengeist wird angesichts der Folgen seiner Werke erwachen, und in jener Stunde wird er sein eigener Richter sein, um sich dann nach diesem Gericht voller Kraft zu erheben und sein Leben zu erneuern und wiederaufzubauen; dabei nutzt er seine Erfahrung und widmet sich der Aufgabe, zu lieben und nur die Wahrheit zu suchen. Dann wird er den Pfad gefunden haben, auf dem er Meine Stimme vernehmen wird, die ihm sagt: Sei willkommen, o geduldiges und kluges Israel, du bist nun in der Dritten Zeit zum Lande des Friedens gelangt.
27 Ich habe euch gesucht und sage euch: Lasst die Seele sich erheben und Mich schauen. Ich bin derselbe; die Zeit geht nicht über Mich hinweg. Ich bin der Meister, der an vielen Orten und auf vielen Wegen Judäas zu euch vom ewigen Reiche der Wahrheit sprach. Ihr hingegen habt euch gewandelt. Der Egoismus und die Schlechtigkeit der Welt haben eure Herzen vergiftet, und ihr fühlt euch manchmal Meiner Gegenwart unwürdig. Ich bin gekommen, weil Ich euch liebe, und Ich will, dass ihr euren Lebenswandel bessert und um euren geistigen Fortschritt kämpft.
28 Vergeudet nicht die Zeit, die Ich euch gewähre. Wachet und betet, und Ich werde euch sagen, wie ihr arbeiten sollt. Liebt, und ihr werdet Freude haben, schafft Frieden, und ihr werdet fühlen, dass das Leben auf Erden ein Abbild der ewigen Heimat ist.
29 Denkt daran, dass Ich nicht gekommen bin, um euch materielle Reichtümer zu geben, sondern um euch aufzufordern, ein geistiges Leben der Entsagungen und der Demut zu führen. Und wiederum sage Ich euch: "Wer Mir nachfolgen will, nehme sein Kreuz auf sich und folge Mir nach." Dies Kreuz wird nicht schwer sein, wenn ihr es mit Geduld und Mut zu tragen versteht, und Ich versichere euch, dass ihr nicht mehr ohne es leben könnt, dergestalt, dass, wenn euch seine süße Last abgenommen würde, ihr Mich bitten würdet, sie euch wieder aufzubürden, selbst wenn ihr sie größer als zuvor spüren würdet. Der Grund dafür ist, dass ihr die Wichtigkeit des Auftrags, den Ich euch erteilt habe, verstanden habt, und dass das Kreuz eure Rettung darstellt.
30 Da Ich alles Geschaffene auf Erden zur Erquickung des Menschen gestaltet habe, so gebraucht es immer zu eurem Wohle. Vergesst jedoch nicht, dass es in euch eine Stimme gibt, die euch auf die Grenzen hinweist, innerhalb derer ihr von all dem Gebrauch machen dürft, was euch die Natur bietet, und dieser inneren Stimme sollt ihr gehorchen. So, wie ihr für euren Körper um ein Heim, für Schutz, Unterhalt und Befriedigung bestrebt seid, um euer Dasein angenehmer zu machen, so sollt ihr auch der Seele das gewähren, was sie für ihr Wohlbefinden und ihre Aufwärtsentwicklung benötigt. Wenn sie sich von höheren Regionen angezogen fühlt, wo sich ihr wahres Zuhause befindet, so lasst sie sich emporschwingen. Haltet sie nicht gefangen, denn sie sucht Mich, um sich zu nähren und zu stärken. Ich sage euch: Jedes Mal, wenn ihr zulasst, dass sie sich in dieser Weise befreit, wird sie glücklich in ihre Körperhülle zurückkehren.
31 Auf diese Weise werdet ihr euch zubereiten, die Gesetze des Geistes und jene zu erfüllen, die das Leben auf Erden regieren.
32 Ich versorge alle Wesen, und wenn Ich euch gesagt habe: "Die Vögel säen nicht und ernten nicht, noch spinnen sie, und doch werden sie mit so viel Liebe genährt und bekleidet" — warum zweifelt dann ihr an Meiner Macht, die ihr die bevorzugten Kinder seid? Inmitten des Kampfes für den täglichen Unterhalt sollt ihr nicht vergessen, dass es einen Vater gibt, der um euch besorgt ist und der euch niemals zugrunde gehen lassen wird. Auch sage Ich euch, dass, wenn ihr Meine Gebote befolgen würdet, euer Lebenskampf weniger leidvoll wäre, denn dann wäre eurerseits nicht so viel Mühe nötig, um euer Leben zu fristen, und in der Stunde eurer Prüfungen würdet ihr Wunder erleben.
33 In der Ersten Zeit durchlebte das Volk Israel große Mühsale, und als Moses die Verzweiflung sah, die sich der Volksmenge aus Mangel an Brot bemächtigte, sagte er ihnen: Betet, der Herr wird so gütig sein, Seinem Volke Nahrung zu senden. Moses betete und harrte mit Geduld und Zuversicht des göttlichen Willens. Und als Antwort und Belohnung für den Glauben jenes Mannes fiel das Manna herab, um die Bedürfnisse des Volkes zu befriedigen. Damit machte Ich deutlich, dass Ich ihr Gebet vernommen habe und dass Ich mit ihm war.
34 Jetzt habe Ich Meinem Volke gesagt, dass nochmals Heimsuchungen über es kommen werden, dass der Schmerz unter den Menschen groß sein wird, und dass das Brot nicht ausreichen wird, um die Menschen zu ernähren; dass die heute noch fruchtbare Erde für einige Zeit unfruchtbar werden wird, und dass ihr überall Schmerz, Hunger und Korruption mit ansehen werdet. Elendszüge von Männern und Frauen werden von Tür zu Tür gehen und um eine Liebesgabe flehen. Sehr bitter wird der Kelch sein, doch wenn ihr zu beten wüsstet, wird auf eurem Tische Brot sein, und ihr werdet Trost für euch und eure Mitmenschen haben.
35 Mit Gebet und Liebestätigkeit werdet ihr die Geister des Guten anziehen, die euch beschützen werden. Wenn ihr Mich euch sehr nahe fühlen wollt, müsst ihr euch seelisch erneuern, dann werde Ich an eurem Tische den Ehrenplatz einnehmen. Es wird euch nicht am Notwendigen mangeln, und ihr werdet dafür sorgen, dass eure Mitmenschen an derselben Gnade teilhaben.
36 Habt ihr etwa nicht genügend Liebe, um eure Nächsten in der Stunde der Prüfung zu beschützen? So, wie Ich zu euch gekommen bin, sollt ihr zu euren Mitmenschen gehen und an ihnen das tun, was Ich an euch getan habe. Ein weiteres Mal sage Ich euch, dass durch eine kleine Anzahl von Arbeitern, die sich mit wahrer Lauterkeit aufmacht, um Meine Lehre zu verbreiten, Mein Werk bekannt werden wird und im Herzen derer verankert bleiben wird, die später in allen Nationen Meine Wegbereiter sein werden.
37 In euch hat die Wissenschaft keine Wurzeln geschlagen. Ich sehe, dass ihr demütigen Sinnes seid, und darum habe Ich euch erwählt. Ich habe euch Mein Wort gegeben, damit ihr die wahre Wissenschaft zu eigen habt, denn die Kenntnisse, die die Menschen haben, können das Übel, das die Menschheit quält, nicht heilen. Jenes Licht, jene Wissenschaft, auf die der Mensch so stolz ist, bekehrt keine Herzen, noch rettet sie Seelen.
38 Mein Wort, das derzeit überreichlich durch die Stimmträger fließt, werdet ihr nach 1950 nicht mehr in dieser Form hören. Nur jene, die sich mit wahrer Zurüstung geistig erheben, werden Meine Inspiration empfangen, und wenn sie in Meinem Namen sprechen, werden sie Glauben finden. Seelische Erneuerung und Vergeistigung ist es, was eure Mission verlangt, um Wunder vollbringen zu können. Immer, wenn Ich euch als Werkzeug gebraucht habe, um einen Kranken zu heilen, habe Ich eure Zurüstung in Betracht gezogen. Ihr braucht euch nicht immer zu sehr anstrengen, um eure Mitmenschen von dieser Wahrheit zu überzeugen, denn ihr werdet finden, dass viele vom ersten Augenblick an Glauben fühlen, und andere werden in Demut bekennen, dass es die göttliche Kraft Meines Wortes war, die sie geheilt hat.
39 Ihr müsst euch im Innersten eures Herzens konzentrieren und in der Vereinigung eurer Gedanken einen einzigen Geist bilden, damit euer Gebet gleich kristallklaren Wassers zu Füßen dieses jungen Bäumchens herabfällt, das ihr großzieht. Der Strauch wird dann zu einem mächtigen Baum werden und euch reichlich Früchte geben, mit denen ihr euch in den Zeiten der Prüfungen ernähren könnt.
40 Seid nicht besorgt, weil ihr Mich nicht mit Gepränge und Prunk oder großartigen Zeremonien empfangen könnt. Eure Demut und Einfachheit sind das beste Umfeld, das ihr für Meine Kundgebung bereitstellen könnt. Ich will Seelen haben, denn sie sind es, die Ich suche; für sie kam Ich zu einer anderen Zeit zur Welt hernieder, und für sie gab Ich Mein Blut.
41 Ich war es, der damals den Ort und die Stunde für Meine Ankunft als Mensch anzeigte. Ich bestimmte auch den Ort und die Zeit, in der Ich in der Dritten Zeit zu den Menschen kommen würde. Alles wurde mit vollkommener Gerechtigkeit und Weisheit vorbereitet. Ein neues Land sollte Zeuge Meines neuen Kommens sein. Der Westen sollte mit dem Glanz Meiner Gegenwart erleuchtet werden. Höret: Vor langer Zeit lebte im Norden eures Landes (Mexiko) ein großer Volksstamm, aus dem ein von Meinem Lichte inspirierter Prophet hervorging. Er brach auf und führte jenes Volk zu einem schönen Land, wo er eine Stadt gründen sollte. Angesichts der angenehmen Verheißung machten sich jene Stämme auf den Weg in der Hoffnung, sich jener Gnade würdig zu erweisen. Sie durchzogen Urwälder, überquerten Wüsten und erstiegen Berge. Nichts hielt sie auf, und wenn sie auf ihrem Wege auf Hindernisse stießen, half ihnen der Glaube, sie zu überwinden, bis sie — wie die Israeliten der Ersten Zeit — zu dem verheißenen Ort kamen, der ein Abbild Kanaans war, das Gelobte Land der Israeliten, das Land, wo Milch und Honig floss.
42 Erkennt, dass kein Blatt vom Baum sich ohne Meinen Willen bewegt und nichts Meinen göttlichen Ratschlüssen und Plänen fremd ist.
43 Jener Volksstamm, inspiriert vom Glauben an eine Verheißung, die sich erfüllt hatte, erbaute seine Stadt, und in ihr brachte er seinem Gott seine primitive Verehrung dar; er baute seine Heime und verlieh seinem Reich einen Glanz, der in seiner Herrlichkeit jenem Salomons glich. Jenes Land war, den Verheißungen entsprechend, ein Land des Wohlstandes und Glückes. Der Mann war stark, die Frau war anmutig und zärtlich, und beide waren schön. Doch es kam die Zeit, in der dieses Volk den Namen und das Werk Christi, Seines Herrn, kennenlernen sollte; die Gute Botschaft gelangte zu ihm aus dem Munde fremder Männer, die von der anderen Seite des Ozeans kamen und die sie in ihren Träumen bereits gesehen hatten. Sehr groß war die Mission derer, die das Licht Meiner Lehre in diese Länder brachten. Doch wahrlich, Ich sage euch, dass nur sehr wenige das Gesetz der Liebe, der Barmherzigkeit und Menschlichkeit zu erfüllen wussten, welches Meine Lehren empfahlen; denn in ihrer Mehrheit ließen sich jene Männer von der Habgier beherrschen, vergaßen dabei jedes Prinzip der Brüderlichkeit, vergossen in Strömen unschuldiges Blut, um sich all dessen zu bemächtigen, was ihre Augen erblickten.
44 Die Eroberer stürzten die Götzenbilder jenes Volkes und verursachten dadurch, dass dieses gegen den Gott lästerte, den jene ihnen mit so viel Ungerechtigkeit und so viel Grausamkeit offenbarten. Konnten jene Götzenanbeter durch solche unmenschlichen Taten hindurch Christus erkennen, den Gott der Liebe, Jenen, der niemandem das Leben nimmt, sondern lieber das Seine hingibt, um gerade jenen zu retten, der ihn verletzt hat? — Jene Stämme gerieten in die Sklaverei und unter die Herrschaft des Stärkeren, so, wie in der Ersten Zeit Israel unter das Joch der Pharaonen und Cäsaren geraten war. Es waren Zeiten des Schmerzes, der Bitterkeit und der Tränen, die über jenes Volk kamen, und als dann sein Wehklagen im Himmel widerhallte, zog es die Liebe Marias auf sich, der huldvollen Mutter des Universums, gleich einem Mantel von unendlicher Güte.
45 Aufgrund seiner Empfindsamkeit war dies Volk dazu bestimmt, Maria zu verehren; denn als es diese göttliche Wahrheit erkannte und liebte, fand es die geistige Himmelsleiter, welche die Seelen zu Mir führt.
46 Und wer ist dies Volk? — Es ist das eure, das nach seinen Kämpfen und seinem langen Entwicklungsweg die Ankunft der Dritten Zeit mit Meiner Wiederkunft erlebt hat.
47 Es ist Mein lebendiges Wort, das ihr derzeit vernehmt, damit ihr mit ihm jeden Fanatismus und jeden Götzenkult zerstört, mit dem ihr Meinen Namen umgeben haben könntet. Ich lehre euch eine Gottesverehrung, durch welche ihr Mich von Geist zu Geist suchen könnt. Sehr groß und stark im Geist wird dies Volk sein, wenn es die Verehrung Gottes lebt und ausübt, die Ich es lehre. Dann wird es die Lüge abschaffen können und die Botschaft der Vergeistigung und des Lichtes, die die Nationen erwarten, in andere Länder tragen.
48 Dies Volk wird für jenen Kampf vorbereitet sein, in welchem Meine Gerechtigkeit die große Schlacht der Ideologien, Glaubensbekenntnisse und Doktrinen leitet. Alle werden erstaunt sein, wenn sie inmitten des Wirbelsturmes eine ruhige und sichere Stimme vernehmen, welche diejenige Meiner Jünger sein wird, die ihre Mission geistiger Brüderlichkeit erfüllen.
49 Begreift einstweilen, dass, solange die Menschen nicht völlige Vergeistigung erreichen, sie materielle Kirchen nötig haben werden und vor ihre Augen Skulpturen oder Bilder stellen müssen, die ihnen Meine Gegenwart fühlbar machen sollen.
50 Den Grad der Vergeistigung oder des Materialismus der Menschen könnt ihr an der Art ihrer religiösen Verehrung bemessen. Der Materialist sucht Mich in den Dingen der Erde, und wenn er Mich nicht entsprechend seiner Wünsche zu Gesicht bekommt, stellt er Mich auf irgendeine Weise dar, um das Gefühl zu haben, dass er Mich vor sich hat.
51 Wer Mich als Geist begreift, fühlt Mich in sich, außerhalb von sich und in allem, was ihn umgibt, weil er zu Meinem eigenen Tempel geworden ist.
52 Von Zeit zu Zeit habe Ich euch immer fortgeschrittenere Offenbarungen gemacht, die die Menschen nicht zu erfassen vermochten, weil sie immer mehr und mehr Vergötterung um sich herum geschaffen haben. In jener Zweiten Zeit sagte Ich Meinen Jüngern: "Seht ihr, wie groß, majestätisch und prunkvoll der Tempel Jerusalems ist? Und doch wird von ihm kein Stein auf dem anderen bleiben." Mein Wort ging in Erfüllung, denn Ich löschte mit Meiner Lehre alle Vergötterung und Entweihung aus, die in ihm geschahen. Ich versprach, ihn in "drei Tagen" wieder aufzubauen, was gerade jetzt in dieser "Dritten Zeit" in Erfüllung geht, in der Ich im Herzen der Menschen den neuen Tempel, das neue Heiligtum errichte, das auf dem lautersten Grund der Seele der Menschen aufgebaut wird.
53 Erkennt Meine Barmherzigkeit als Vater, wenn ihr seht — sobald der Altar einer Abgötterei einstürzt —, wie bereits Mein Wort euch erwartet und ein neues Licht euren Weg erhellt, um euch nicht in die Finsternis stürzen zu lassen.
54 Wundert euch nicht, noch entrüstet euch, wenn Ich euch sage, dass aller Glanz, die Macht und der Prunk eurer Religionen verschwinden müssen, und dass — wenn dies geschieht — bereits der geistige Tisch gedeckt sein wird, an dem die nach Liebe und Wahrheit hungernden Menschenscharen sich nähren werden.
55 Viele Menschen werden — wenn sie diese Worte hören — bestreiten, dass es die Meinen sind. Doch dann werde Ich sie fragen, warum sie sich entrüsten und was sie eigentlich verteidigen? Ihr Leben? Das verteidige Ich. Mein Gesetz? Darüber wache ebenfalls Ich.
56 Habt keine Furcht, denn niemand wird durch Verteidigung Meiner Sache sterben; nur das Böse wird sterben, denn das Gute, die Wahrheit und die Gerechtigkeit werden ewig währen.
57 Volk, was für eine Stimme ist es, die ihr auf dem Grunde eures Herzens hört, auf welche Wege führt sie euch, und weshalb verlangt ihr nach ihr? Ich weiß, warum ihr Mir nachfolgt: Weil ihr wisst, dass die Stimme, die ihr vernehmt, die eures Gottes ist, den ihr im Laufe der Zeiten und eurer Entwicklung unter vielerlei Formen gesucht habt.
58 Ihr alle wisst, dass diese Stimme, die bis auf den Grund eures Wesens dringt, diejenige eures Vaters ist, denn Er behandelt euch wie Kinder, wie kleine Kinder mit vollkommener Liebe.
59 Ich zeige Mich euch als ein liebevoller Vater, als ein demütiger Meister, niemals gleichgültig gegenüber euren Leiden und immer nachsichtig, und barmherzig gegenüber euren Unvollkommenheiten, denn ihr werdet in Meinen Augen immer kleine Kinder sein.
60 Ich muss euch richten, wenn Ich sehe, wie die Geschöpfe, die mit so viel Liebe gestaltet und für das ewige Leben bestimmt wurden, auf Erden hartnäckig den Tod suchen, ohne sich um das geistige Leben zu kümmern, noch den Wunsch zu haben, die Vollkommenheiten kennenzulernen, die jenes Dasein für euch bereithält.
61 Studiert Mein Wort, damit ihr versteht, dass in ihm Mein Gesetz ist und dass es daher das Wort eines Königs ist, das niemals zurückgenommen wird. Ebenso wenig dürft ihr auf dem Wege zurückweichen, wenn ihr bedenkt, dass ihr in eurem Geiste Mein Wort tragt, welches Gesetz ist, und dass euer Körper eurem Geiste untergeordnet ist. Hört daher mehr auf die Stimme des Gewissens, in der Ich gegenwärtig bin, und nicht auf die Stimme des Fleisches.
62 Mein göttliches Wort senkt sich auf die Seele nieder, und ihr fühlt euch voll geistiger Kraft. Wenn dies Wort jedoch falsch wäre, würde sich eure Seele niemals befriedigt fühlen, nachdem sie es vernommen hat, noch würdet ihr aufs neue Zusammenkommen, um es mit dem Verlangen zu erwarten, mit dem ihr es jetzt tut.
63 Ich bin die Morgenröte, die eine neue Zeit für die Menschen angebahnt hat, in der ihr Geist den Weg erhellt sehen wird, der zu Mir führt. Wisst ihr etwa, auf welcher Stufe der Leiter zur Vollkommenheit ihr euch befindet? Wisst ihr etwa, ob ihr geistig hoch steht, oder ob ihr ins Reich des Bösen versunken seid? Wahrlich, Ich sage euch, niemand von euch könnte diese Frage befriedigend beantworten.
64 Denkt nicht, dass eure Seele, während sie inkarniert ist und auf Erden lebt, sich darauf beschränken muss, das materielle Dasein zu leben. Nein, ihr alle sollt wissen, dass ihr bereits von eurem irdischen Aufenthalt aus geistig in den Regionen des Lichtes wohnen könnt, wo das Reich ist, das ihr einst ewig bewohnen werdet.
65 Die Seele behauptet sich auf der Erde nur durch einen schwachen Stützpunkt, welches der Körper ist, der ihr dazu dient, auf der Welt zu leben und die Belehrungen oder Prüfungen zu empfangen, die der Vater ihr zu ihrem Wohle sendet. So lange und leidvoll die Sühnezeit auf der Welt auch sein mag, niemals sollt ihr sie als ein Gefängnis betrachten. Niemand ist zum Tode verurteilt worden, im Gegenteil, Ich sage euch, dass ihr alle dazu bestimmt seid zu leben. Jedes Geschöpf empfing bei seinem Lebensanfang vom Schöpfer einen Kuss, welcher ein Gegenmittel gegen das Böse und ein Panzer gegen Hinterhalte war.
66 Ich bin der Grund für eure Existenz, erkennt daher, dass euer Ursprung im Guten ist. Falls eure Vergangenheit auf Erden unlauter, sündhaft oder in irgendeiner Weise außerhalb Meines Gesetzes gewesen ist, so lasst nun euer Gewissen glänzen, erhebt euch zu einem neuen Leben, und lasst den Weg hinter euch, auf dem der Missbrauch irdischer Vergnügen zu dem Ergebnis führte, dass ihr unter den Einfluss des Lasters und des Schmerzes fielet. Sucht in dem Vorbild, das Ich euch durch Jesus gab, den lichtvollen Weg für eure Seele; denn Meine Schritte auf Erden, Meine Werke und Mein Wort waren die vollkommene Lehre und das Gleichnis des Ewigen Lebens, das Ich dem Menschengeiste als Erbe vermachte.
67 Ihr seid mit Meinem Heilbalsam und mit Meiner Vergebung gesalbt. Erkennt Mich, o Kindlein, denn die Kenntnis, die ihr von Mir habt, ist noch sehr gering. Was Ich euch in einer Unterweisung sage, ist
nicht alles, was Ich euch zu offenbaren habe. Kommt unermüdlich zu Mir, und das Buch des Lebens wird vor euren Augen aufgeschlagen werden.
68 Ihr habt bereits das Erste Testament empfangen, Mein Gesetz und Meine Gegenwart in der Zeit Moses'. Auch habt ihr in der Zweiten Zeit das Zweite Testament erhalten, den Menschen von Christus vermacht durch Sein Göttliches Wort. Jetzt empfangt ihr direkt aus Meinem Geiste das Dritte Testament, damit ihr mit der Vereinigung der drei Offenbarungen zu den großen Jüngern der Dritten Zeit werden könnt.
69 Volk, während du Mir zuhörst, gerätst du in Verzückung und schaust Meine Gegenwart in einem geistigen Gesicht. Es sind nicht eure Sinne, die Mich in jenem Gesicht schauen, noch ist es eine Vortäuschung eurer Einbildungskraft: Es ist der Glaube, mit dem ihr Mir zuhört, es ist eure Vergeistigung und Erhebung in diesem Augenblick. Hier spürt ihr Meinen Frieden; aber wie nahe von euch sind jene, die Schmerz verursachen. Es sind die Machthungrigen, die, um zu triumphieren, nicht zögern, ihre Mitmenschen zu töten. Macht euch für den Kampf bereit, damit diese bald erfahren, dass sie nicht auf hohe Positionen aus sein sollen, die auf falschen Fundamenten ruhen, denn die göttliche Gerechtigkeit zerstört alles, was nichtig ist.
70 Kranke, kommt zu Mir, Ich will euch heilen. Der Hungrige soll wissen, dass Ich ihn erwarte. Der Mörder, durch dessen Adern Hass strömt, komme zu Mir, denn Ich werde seine finstere Verwirrung in Licht verwandeln und seine Verbitterung in Wohlbefinden. Kommt alle, Mich zu hören und eure Seele zu bereiten, denn nach 1950 wird der Glanz der Herrschaft des Lichtes seinen Anfang nehmen. Heute seid ihr kaum ein Same, morgen werdet ihr Pflanzen sein, und schließlich werdet ihr Früchte der Liebe tragen.
Mein Friede sei mit euch!

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