Die WOLKE



Die Wolke

Buch des Wahren Lebens – Unterweisung 101:52-54
52. Seit langem bereite Ich euch vor, denn es wird soweit kommen, dass man euch als Störenfriede der Ordnung und des geistigen Friedens in der Welt bezeichnet, weil man euch verleumden wird. Meine Unterweisung bildet jene heran, die morgen geduldige, demütige und sanfte Meister sein sollen, jene, die alle Fragen ihrer Mitmenschen liebevoll beantworten.
53. Jede Meiner Unterweisungen ist ein Buch, aus dem ihr alles lernen könnt, was euer Geist benötigt, um später eure Geschwister zu lehren. Meine Unterweisung bereitet für euch eine neue Welt, ein neues Leben schon auf dieser Erde vor. Aber wenn Ich zu euch von dieser Wahrheit spreche, und ihr an den Krieg denkt, den die Nationen führen, wo nur Schmerz, Angst und Elend herrschen, so seid ihr der Meinung, dass dies Wort unmöglich Wirklichkeit werden kann. Doch wahrlich, Ich sage euch, was Ich euch mitteile, ist nicht nur eine Lehre, sondern auch eine Prophetie.
54. Wenn eure Wissenschaft und eure Sünde euch das Paradies des Friedens, der Lauterkeit und der Brüderlichkeit verlieren ließen, so wird euch die Vergeistigung jene Gnade zurückgeben, welche
höher geschätzt werden wird als der hohe Entwicklungsgrad, den ihr heute besitzt, als (jenes Dasein), da ihr noch im Zustand der Unschuld wart.

Als Anna Maria von  Norddeutschland wieder zurück in die Wohnung kam war ihr, als ob sie ein Hauch des Dunklen übernimmt und einhüllt wie in Schatten. Sie fühlte das eindringen ohne etwas dagegen tun zu können, fühlte sich da hineingezogen und war wie in einem Sog, der sie umdreht und abwärts zieht und sie hatte das Gefühl zu fallen – ins Bodenlose.
Die geistige Klarheit war verschwunden. Vergebens suchte sie nach Halt in diesem Schatten aus Niemandsland bar jeder Geborgenheit und Freude und Frieden, Mangel spürend, Hunger und Durst nach Reinheit und Schönheit und Vergeistigung.
Ihr Herz blutete und sehnte sich nach Klarheit und sie hat innerlich gefroren. Der Schatten der Welt hielt sie gefangen und sie war in seinem Bann.
Es kostet Anstrengung, diesem zu entfliehen und sie versteht die Wirkungsweise der beiden Wolken (Geister).
Die Welt ist eine dunkle, geistige Wolke, in der der Geist sich eingesperrt fühlt wie in einem dunklen Kerker, aus dem er sich erheben muß zu den lichten Sphären.
Wenn sich die Seele unter den Geist stellt und dem Fleisch gebietet, wenn die weiße Wolke, der wache, helle Geist (Gott) das Leben bestimmt, findet der Mensch Frieden.
Jetzt kennt Anna Maria den Unterschied und weiß, wie man sich fühlt in einer der beiden Wolken und kann sagen, es ist ein Segen, wenn man sich erhebt und aufsteht, die weiße Wolke zu suchen und zu finden, denn in ihr ist Geborgenheit, wahrer Friede, Glückseligkeit, Wonne, Einsicht, Erkenntnis, Rat, Freiheit, Einssein.  Wenn man sie einmal erfahren, kennengelernt hat, genügt es, sich in einem Moment der Stille an sie zu erinnern, um wieder in ihr einzutreten und in ihr zuhause zu sein.
Die Wolken sind nicht die Wolken draußen am Himmel. Jene sind aber ein Abbild vom Zustand der Welt, wie alles in der Welt ein Abbild, eine sichtbare Form von etwas Größerem ist.
Es ist eine Frequenz und sie kommt mit dem Wind, mit dem Atem. Es ist eine Kraft, die sich unser bemächtigt, in unserem Inneren, in unserem Herzen, dem Sitz unserer Gedanken und Gefühle und Empfindungen.
Es kann eine Inspiration Gottes sein oder ein materielles Unwohlsein, was sich unser ermächtigt.
Nur wenn das Herz offen ist und empfänglich für die weiße Wolke, Gottes Eintreten in uns zu erlauben, finden wir Trost, können wir unsere Aufgabe recht bewältigen.
LUCIDA ist eine Kraft, nicht eine Person.
Wer die Anstrengung, sich zu erheben und den Berg zu ersteigen, auf  sich nimmt, kann die Weisheit, das Gold erringen in seinem Leben; er kann Gott in seinem Herzen gebären und aus der Taufe heben, auf daß es licht werde in seinem Inneren.
LUCIDA ist eine Pflanze im Garten Gottes, nicht so, wie LUZIFER, Sein Gegenspieler, der aber auch einmal wieder eins sein wird mit Gott, wenn alle Wesen eins geworden sein werden mit Gott, dem Schöpfer, dem Vater, dem Geist und eingepflanzt in seinen Garten.
Die weise Kraft ist es, die erschafft und lenkt.

BWL - Band V - Unterweisung 115


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 111 - 142 
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Unterweisung 115:
 1 Ich empfange dich, geliebtes Volk, und in dir die Menschheit, welche Meine Tochter ist. In dieser Zeit, in der Ich Mich durch das Verstandesorgan des Menschen kundtue, gebe Ich euch Kraft, damit ihr zum Weg der Vollkommenheit zurückkehrt, eure Lebensführung bessert und in eurem eigenen Herzen das Echo Meiner göttlichen Stimme spürt. Ich arbeite an euch in dieser dafür günstigen Zeit, damit ihr euren Geist erhebt, der heute schläft, so dass ihr euer Herz empfindsam macht. Denn Ich will in ihm nicht nur als ein vorübergehender Besucher sein, sondern als ein ewiger Bewohner, da ihr gerade in ihm nach Meinem Willen Meinen Tempel erbauen sollt.
2 Ich bin dasselbe "Göttliche Wort", das sich in der Zweiten Zeit in einer körperlichen Gestalt offenbarte, die Jesus genannt wurde, die mit euch zusammen lebte und euch die Sanftmut Seines Wortes brachte, die in Seinem vollkommenen Vorbild enthalten war. Jetzt bediene Ich Mich der menschlichen Instrumente, die Ich zubereitet habe und die schon vor ihrer Geburt für die Erfüllung dieser erhabenen Mission vorherbestimmt waren.
3 Ich habe euch gesagt, dass diese Erde nicht euer wahres Vaterland ist, denn es gab wirklich eine Zeit, in der ihr den Himmel als Wohnung hattet und beim Himmlischen Vater wart. Als ihr noch nicht zu diesem Planeten herabgekommen wart, wart ihr in der geistigen Heimat, wo alles Licht und Wahrheit ist. Aber diesen Eindruck habt ihr nicht fest in eure Seele eingeprägt, und darum lässt euer Gedächtnis euch im Stich und ihr erinnert euch an nichts aus jenem Leben, von eurem Aufenthalt in dem, was ihr Himmel nennt, welcher nicht dem entspricht, was ihr euch aufgrund eures Verstandes in dieser Welt, die ihr Erde nennt, vorstellt.
4 Vor eurer Erschaffung wart ihr in Mir; danach, als geistige Geschöpfe, wart ihr an dem Ort, wo alles in vollkommener Harmonie schwingt, wo die Essenz des Lebens und die Quelle des wahren Lichtes ist, von dem Ich euch nähre.
5 Der Schmerz wurde nicht vom Vater geschaffen. In den Zeiten, von denen Ich zu euch spreche, hattet ihr keinen Grund zum Seufzen, ihr hattet über nichts zu klagen, ihr fühltet den Himmel in euch selbst, denn in eurem vollkommenen Leben wart ihr das Sinnbild dieses Daseins. Aber als ihr jene Heimstatt verließet, gab Ich eurem Geiste ein Gewand und ihr sanket immer tiefer. Hernach entwickelte sich eure Seele Schritt für Schritt, bis sie zu der Daseinsebene gelangte, wo ihr euch jetzt befindet und wo das Licht des Vaters strahlt.
6 Ich bin der Meister der Liebe; wenn ihr daher nicht auf Meinen Wegen wandelt und die Menschen nicht mit der Liebe liebt, die Ich euch gelehrt habe, trifft euch der Schmerz aufgrund eures Ungehorsams. So gewinnt ihr mit jedem neuen Fall weitere Erfahrung.
7 Der Mensch als Gottes Geschöpf ist ein Bruder aller Geschöpfe von dieser und der anderen Welten, denn jede Lebensform ist ein Gedanke des Vaters in unterschiedlicher Sichtbarwerdung. Da ihr mit Vernunft begabt seid, so begreifet, dass ihr ein Teil dieser Schöpfung seid und in diesem Sinne Geschwister aller Wesen, und ihr müsst euch in bewusster Form über die Stellung klar sein, die ihr in der Schöpfung einnehmt, im göttlichen Plan und im universellen Konzert. Warum handelt ihr nicht im Einklang mit der Mission, die Ich euch offenbart habe? Seid Apostel Meiner Lehre, in der klaren Erkenntnis, dass ihr euch von Stufe zu Stufe entwickeln müsst. Habt Erbarmen mit euch selbst, nähert euch so schnell wie möglich dem Weg des Heils, welcher kein anderer als jener der vollkommenen Liebe ist, die in diesem einfachen Lehrsatz enthalten ist: "Liebt Gott mehr als alles Geschaffene und euren Nächsten wie euch selbst."
8 Lehrt eure brüderlichen Mitmenschen nicht nur mit Worten, sondern mit euren Werken der Liebe. Obwohl Ich "Das Wort" des Vaters bin, wurde Ich in der Zweiten Zeit Mensch, um euch mit
Meinem eigenen Vorbild zu lehren, die göttlichen Gesetze zu befolgen. Denn wenn Ich euch nur mit Meinen Worten gelehrt hätte, hättet ihr gesagt: "Er redet und vollbrachte kein einziges Werk." Daher war Ich unter Meinen Jüngern immer als Meister.
9 Bewahrt Meine göttlichen Lehren und Beispiele, sie werden morgen wie ein Stab sein. Bittet Mich in diesen Augenblicken, in denen Ich Mich durch den Wortträger kundtue, und sofern eure Bitten edel und gerecht sind, werde Ich sie erhören. Doch wenn ihr grundlos bittet, so seid gewärtig, dass Ich euch nur das geben werde, was ihr empfangen sollt. Bringt Mir geistige Verehrung dar und seid nicht wie jene, welche Tempel und Altäre errichten, die mit Gold und Edelsteinen bedeckt sind, die lange Wallfahrten unternehmen, sich mit rohen und grausamen Geißelungen züchtigen, unter Lippengebeten und Gebetslitaneien sich auf die Knie werfen und die doch noch nicht fähig waren, Mir ihr Herz zu übergeben. Ich habe euch über das Gewissen ermahnt, und darum sage Ich euch: Wer redet und davon spricht, was er tat und es ausposaunt, hat keinerlei Verdienst beim Himmlischen Vater.
10 Wenn ihr auf den geraden Wegen des Herrn wandeln wollt, so tut, was Ich euch in Meinem Worte, Meinen Beispielen und mit Meiner Liebe gelehrt habe. Seid demütig, vergeltet Böses durch Gutes, ohne dass euch die menschliche Undankbarkeit wichtig ist. Nehmt euer Kreuz geduldig auf euch und folgt Mir nach.
11 Ich, "das Wort", wurde in der Zweiten Zeit Mensch, um euch Meine göttliche Liebe zu zeigen. Ich verschmähte es nicht, im menschlichen Fleische unter euch zu leben. Ich wollte ein Kind dieser Menschheit sein, um Mich ihr stärker zugehörig zu fühlen, und damit sie Mich aus größerer Nähe erlebe. Jene Frau, die ihren Schoß darbot, damit in ihr "Das Wort" Mensch würde, war aufgrund ihrer Reinheit und Unschuld der würdige Tempel, um dessentwillen Ich sie als menschliche Mutter gewählt hatte. Maria war die Blüte eines Geschlechtes, das viele Generationen, bevor sie geboren werden sollte, vom Herrn zubereitet worden war.
12 Die mütterliche Liebe, deren Wesen und Zärtlichkeit im Vater sind, inkarnierte in Maria, jener Jungfrau, welche eine Blume der Reinheit und Unschuld war.
13 Maria als Frau ist die Verkörperung der universellen Mutter, ist die mütterliche Liebe, die in Meiner Göttlichkeit existiert und welche Frau wurde, damit es im Leben der Menschen ein Licht der Hoffnung gäbe. Maria als Geist ist die göttliche Zärtlichkeit, die zur Erde kam, um über die Sünden der Menschheit zu weinen. Ihre Tränen vermischten sich mit dem Blute des Sohnes, um die Menschen zu lehren, ihre Aufgabe zu erfüllen. In der Ewigkeit erwarten ihre offenen Arme liebevoll die Ankunft ihrer Kinder.
14 Von Anbeginn der Menschheit wurde euch das Kommen des Messias geweissagt; auch Maria wurde euch angekündigt und verheißen.
15 Jene, die die göttliche Mütterlichkeit Marias leugnen, verkennen eine der schönsten Offenbarungen, welche die Gottheit den Menschen gegeben hat.
16 Jene, die die Göttlichkeit Christi anerkennen und Maria verleugnen, wissen nicht, dass sie sich des Besitzes des zartesten und lieblichsten Wesenszuges berauben, der in Meiner Göttlichkeit existiert.
17 Wie viele gibt es, welche die Schriften zu kennen glauben und doch nichts wissen, weil sie nichts verstanden haben; und wie viele gibt es, welche trotz ihrer Meinung, die Sprache der Schöpfung entdeckt zu haben, im Irrtum leben!
18 Der mütterliche Geist ist liebevoll in allen Wesen tätig, ihr könnt sein Abbild überall erblicken. Seine göttliche Zärtlichkeit ist als gesegneter Same in die Herzen aller Geschöpfe gefallen, und jedes Reich der Natur ist ein lebendes Zeugnis von ihr, und jedes Mutterherz ist ein vor jener großen Liebe errichteter Altar. Maria war eine göttliche Blüte, und die Frucht war Jesus.
19 Ich wurde Mensch in jenem Geschöpf, ein Meisterwerk der Liebe Gottes, um den Menschen die großen Geheimnisse Meines Reiches zu offenbaren, indem Ich mit Werken und Worten der Liebe zu ihnen sprach.
20 Alles an Christus sprach, weil Er das "Ewige Wort" ist, dasselbe, dem ihr gerade lauscht.
21 Geliebte Jünger, studiert Meine Unterweisungen mit Liebe und gutem Willen, und ihr werdet schließlich alles verstehen, was Ich euch über die Zeiten hin geoffenbart habe.
22 Wahrlich, Ich sage euch, ihr und all jene, die diesem Werke auf den Grund gehen, werden die wahrhaftigen Ausleger der Schriften sein.
23 Die Geschichte Meines Volkes ist voller Zeichen und Wunder, welche den Glauben jener Menschenscharen an das Dasein und die Macht Gottes entflammten — des lebendigen, unsichtbaren und wahren Gottes.
24 Das Zeugnis dessen, was jenes Volk sah und erlebte, ging in die Geschichte ein und es wurde in Schriften festgehalten, welche alle Generationen bis in eure Tage gekannt haben. Aber jene Zeugnisse sind jetzt auf Menschen ohne Glauben und ohne geistige Vorbereitung gestoßen, welche, um glauben zu können, es für notwendig halten, darüber nachzudenken, zu grübeln und zu forschen und alles ihrer
Wissenschaft, ihrer Vernunft und Logik zu unterwerfen. Diese Menschen haben gezweifelt, andere sind verwirrt worden, einige haben es verneint, und manche haben darüber gespottet.
25 Es ist nur natürlich, dass jene, die die göttliche Wahrheit zu finden versuchen, indem sie dieselbe mit ihren Augen oder ihrem beschränkten Verstande suchen, keine drei Schritte tun, ohne dass sie gestrauchelt sind oder in einen Abgrund geraten sind. Den Weg zur Wahrheit kann nur der Geist finden.
26 Es ist notwendig, dass Ich euch sage, dass das Zeugnis der Menschen, die Mir nachfolgten, wahrhaftig war; das, was sie der Nachwelt vermachten, war richtig. Sie stellten die Lehren dar, die sie mit ihrem schlichten und unschuldigen Glauben aufgenommen hatten — so, wie sie dieselben sahen und wie sie alle Geschehnisse erfasst hatten.
27 All jene Ereignisse, Werke und Prüfungen, von denen die Alten zu euch sprechen, enthalten eine Wahrheit, ein Licht, eine Offenbarung. Jene glaubten, ohne nachzuforschen, weil sie die Ereignisse miterlebten. Euch obliegt es, den Dingen auf den Grund zu gehen und dann zu glauben, um den geistigen Inhalt aus dem herauszuziehen, was euch offenbart worden ist.
28 Alles hat eine so einfache und einleuchtende Erklärung. Aber Ich sage euch noch einmal, dass, um sie zu finden, der Geist beim tiefen Nachdenken Fortschritte machen muss.
29 Groß wird das Erstaunen dieser vermaterialisierten Menschheit sein, wenn selbst ihre Wissenschaft und ihre Beobachtungen ihr die Wahrheit vieler jener Geschehnisse beweisen, die sie nicht annehmen wollte. Dann wird sie überrascht sagen: "Es war die Wahrheit". Doch all das, was ihr heute Wunder nennt, ist nichts anderes als die materielle Verwirklichung einer göttlichen Botschaft, einer Botschaft, deren Stimme euch unablässig von etwas spricht, das jenseits eures Planeten und eures Verstandes ist, von etwas, das direkt von Meinem Geiste zu eurem gelangt.
30 Heute ist Meine Väterliche bei euch. Ich höre eure Bitten, selbst die leiseste eurer Klagen. Ich will, dass ihr lernt, mit eurem Vater zu sprechen. Aber denkt nicht, dass Ich nur zu euch gekommen bin. Nein, Ich bin auf alle Meine Kinder herniedergekommen, denn das Wehgeschrei dieser Menschen gelangte bis in die Himmelshöhen wie ein Angstruf, wie ein Flehen nach Licht.
31 Wenn ihr Mein Wort in dieser Form empfangt, fragt ihr euch innerlich, ob Ich als Vater oder als Richter komme. Dann sage Ich euch, dass, schon bevor ihr Mein erstes Wort dieses Tages vernehmt, das Gewissen euch bereits jede eurer Verfehlungen und auch jedes eurer guten Werke angezeigt hat.
32 Doch wenn Ich euch in Meinem Worte richten sollte — warum fürchtet ihr euch? Geht Mein Gericht nicht aus der Liebe hervor, die Ich euch entgegenbringe?
33 Ich erwecke euch, damit euch die Prüfungen nicht unvorbereitet treffen, damit die Unwetter und Wirbelstürme dieser Zeit euch nicht vom Lichte trennen.
34 Gewiss ist dies eine Zeit der Heimsuchungen, weshalb es notwendig ist, stark und zugerüstet zu sein, um nicht zu unterliegen.
35 Das Leben auf der Erde ist für den Menschen immer von Prüfung und Sühne begleitet gewesen; doch niemals war dieser Entwicklungsweg so voll von Schmerz gewesen wie jetzt, niemals war der Kelch so voller Bitterkeit.
36 In dieser Zeit warten die Menschen nicht bis zum Erwachsenenalter, um sich dem Lebenskampf zu stellen. Wie viele Geschöpfe kennen schon von Kindheit an Enttäuschungen, das Joch, Schläge, Hindernisse und Misserfolge. Ich kann euch noch mehr sagen: In diesen Zeiten beginnt der Schmerz des Menschen, noch bevor er geboren wird, das heißt schon im Schoße seiner Mutter.
37 Groß ist die Sühnepflicht der Wesen, die in dieser Zeit zur Erde kommen! Doch sollt ihr daran denken, dass alles Leid, das auf der Welt existiert, das Werk der Menschen ist. Gibt es eine größere Vollkommenheit in meiner Gerechtigkeit als zuzulassen, dass dieselben, die den Weg des Lebens mit Dornen besäten, diese jetzt ernten müssen?
38 Ich weiß, dass nicht alle den gleichen Schuldanteil an dem Chaos haben, das ihr erlebt. Das ist wahr, aber Ich sage euch, dass die, die nicht die Verursacher des Krieges sind, für den Frieden verantwortlich sind.
39 Dir, Volk, sage Ich: Hab Erbarmen mit dir und deinen Nächsten. Doch damit dies Erbarmen wirksam wird, erkennt eure Geistesgaben durch das Studium Meines Werkes. Wer seine Mitmenschen liebt, liebt Mich, denn sein Mitmensch ist Mein vielgeliebtes Kind.
40 Du bist ein Volk, das Ich für das Gebet zubereite, für das Lehren der Wahrheit, für das Heilen. Das Leben mit seinem Elend, seinen Mühsalen und Bitterkeiten ist wie eine Wüste geworden. Doch Ich sage euch, dass ihr nicht stehenbleiben oder in der Wüste ausharren sollt, denn dann werdet ihr nicht den wahren Frieden kennenlernen.
41 Habt das Beispiel Israels vor Augen, von dem die Geschichtsschreibung berichtet, als es lange Zeit durch die Wüste irren musste. Es kämpfte, um der Gefangenschaft und dem Götzendienst Ägyptens zu entkommen, aber auch, um ein Land des Friedens und der Freiheit zu erreichen.
42 Heute gleicht diese ganze Menschheit jenem Volk in der Gefangenschaft des Pharao. Man auferlegt den Menschen Glaubensbekenntnisse, Doktrinen und Gesetze. Der größte Teil der Nationen sind Sklaven anderer, die stärker sind. Harter Überlebenskampf und Zwangsarbeit unter den Peitschenhieben des Hungers und der Erniedrigung sind das bittere Brot, das heute ein großer Teil der Menschheit isst.
43 All dies bewirkt immer mehr, dass in den Herzen der Menschen eine Sehnsucht nach Befreiung, nach Frieden, nach einem besseren Leben entsteht.
44 Das Getöse des Krieges, das menschliche Blut, das vergossen wird, die Selbstsucht, das Machtstreben und der Hass, die auf tausenderlei Weise Früchte tragen, erwecken die Menschen aus ihrer tiefen Lethargie. Doch wenn dies Sehnen aller Meiner Kinder sie in einem einzigen Ideal vereint, so wie sich das Volk Israel in Ägypten unter der Inspiration Moses' einte — welcher Mensch, welche Drohung, welche Macht könnte dann diese Herzen aufhalten? In Wahrheit niemand, denn in dieser Sehnsucht wird Mein Licht sein, in diesem Kampf wird Meine Kraft zugegen sein, in diesem Ideal werden Meine göttlichen Verheißungen wirksam sein.
45 Braucht die Welt, um sich von ihren Ketten zu befreien, einen neuen Moses? Ich sage euch, dass die Unterweisung, die Ich euch in dieser Zeit gebracht habe, das Licht ist, das Moses inspirierte. Es ist Wort der Gerechtigkeit und Prophetie, es ist Kraft, die den Schwachen, den Furchtsamen, den Feigen aufrichtet und ihn in einen Mutigen, Entschiedenen, Inbrünstigen verwandelt. Es ist Gesetz, das auf den Weg der Wahrheit leitet und führt; es ist Manna, das in den langen Tagen der Wanderschaft am Leben erhält, und schließlich ist es Befreiung, ist Frieden, ist Wohlergehen für die Menschen guten Willens.
46 Du fühlst dich durch Mein Wort ermutigt, Volk, und als ob ein wunderbarer Balsam auf eure Wunden niederträufelt, fühlt ihr euch gestärkt, erneuert, voll Hoffnung auf den Morgen. Daher frage Ich euch: Glaubt ihr nicht, dass, wenn ihr die gleiche Botschaft den unterdrückten Völkern der Erde bringt, sie bei ihnen dasselbe Wunder bewirken würde?
47 Darum sage Ich euch immer wieder, dass ihr euch vorbereiten sollt, damit ihr den Zeitpunkt nicht verzögert, an dem ihr als Boten dieser inspirierten Botschaft euch aufmachen könnt. Wenn Ich euch sage, dass ihr euch vorbereiten sollt, so deshalb, weil diese gute Kunde auf solche Weise verbreitet werden soll, dass sie nicht Anlass für einen Schmerz ist, dass sie keinen brudermörderischen Streit hervorruft oder ein einziger Tropfen Blut ihretwegen vergossen wird.
48 Meine Botschaft ist überzeugend, sanft, voll Wahrheit. Sie berührt sowohl das Herz und spricht ebenso den Verstand an und überzeugt den Geist.
49 Hört Mich, studiert, setzt in die Tat um, und ihr werdet in der Lage sein, für die Menschen Breschen zum Glauben, zum Lichte, zur Freiheit und zum Frieden zu schlagen.
50 Dafür lehre Ich euch die vollkommene Verehrung Meiner Göttlichkeit. Ich will, dass ihr begreift, dass ihr nur zu Mir beten sollt, denn Ich bin der Geber, ohne dessen Willen oder Zulassung nichts geschieht.
51 Maria, eure Himmlische Mutter, ist Besitzerin von Gaben und Gnaden. Wenn also eure Erhebung gering ist oder eure unzureichende Erhebung euch unwürdig macht, mit Mir zu sprechen, so betet zu ihr, sucht ihren Beistand und ihre Fürsprache, und wahrlich Ich sage euch, auf diesem Wege werden eure Bitten schnell zu Mir gelangen.
52 Ich gebe euch diese Erläuterungen, weil ihr den Geist vieler Gerechten zu Gottheiten gemacht habt, die ihr bittet und anbetet, als ob sie Götter wären. Welche Unwissenheit, o Menschheit! Wie können Menschen die Heiligkeit und Vollkommenheit eines Geistes nur nach seinen menschlichen Werken beurteilen?
53 Ich bin der Erste, euch zu sagen, dass ihr den guten Vorbildern nacheifern sollt, welche eure Brüder und Schwestern mit ihren Werken, mit ihrem Leben und ihrer Tugend geschrieben haben, und Ich
sage euch auch, dass ihr beim Gedenken an sie ihren geistigen Beistand und ihren Einfluss erhoffen dürft. Doch warum errichtet ihr ihnen Altäre, die nur dazu dienen, die Demut jener Seelen zu beleidigen? Warum schaffen die Menschen Kulte zu ihrem Gedächtnis, als ob sie Gott wären, und setzen sie an die Stelle des Vaters, den sie vergessen, da sie ihre Geschwister anbeten? Wie leidvoll ist für diese der Ruhm gewesen, den ihr ihnen hier habt zuteil werden lassen!
54 Was wissen die Menschen von Meinem Urteil über jene, die sie Heilige nennen? Was wissen sie vom geistigen Leben jener Wesen oder von dem Platz, den sich jeder von ihnen vor dem Herrn verdient hat?
55 Niemand soll meinen, dass Ich mit diesen Offenbarungen die Verdienste aus euren Herzen tilgen will, welche Meine Diener unter euch erworben haben. Im Gegenteil, ihr sollt wissen, dass die Gnade, die sie bei Mir gefunden haben, groß ist, und dass Ich euch vieles durch ihre Gebete gewähre. Aber es ist notwendig, dass ihr eure Unwissenheit beseitigt, aus welcher der religiöse Fanatismus, das abgöttische Wesen und der Aberglaube entspringt.
56 Wenn ihr fühlt, dass der Geist jener Wesen eure Lebenssphäre umgibt, so vertraut ihnen, da sie Teil der Geistigen Welt sind, damit sie und ihr im Wege des Herrn vereint das Werk geistiger Brüderlichkeit vollbringt — jenes Werk, das Ich als Resultat aller Meiner Unterweisungen erwarte.
57 Ich lehre euch in dieser Form, damit ihr eure Aufgabe mit reinem Herzen vollbringt.
58 Wahrlich, dies Dasein ist ein neuer Entwicklungsabschnitt für euren Geist, welcher ein Werk, das ihm anvertraut worden war, unvollendet gelassen hatte und welchem jetzt die Gelegenheit gegeben worden ist, dasselbe auf dem Wege zur Vollkommenheit ein wenig weiter voranzubringen.
59 Auch Ich, der Göttliche Meister, musste zu den Menschen zurückkehren, weil Mein Werk von damals unvollendet blieb. Manche lehnen diese Behauptung ab und sagen, dass das Werk Jesu seinen Abschluss fand, als Er am Kreuze starb. Doch dies sagen sie, weil sie vergessen haben, dass Ich euch Meine Rückkehr ankündigte und versprach. Doch sollt ihr; denen Ich jetzt diese Lehren offenbare, begreifen, dass für Mich die Reinkarnation nicht unbedingt nötig ist, denn in Meinem Geiste liegt die Macht, Mich der Menschheit auf tausenderlei Weise zu offenbaren. Auch bin Ich nicht auf der Suche nach Vervollkommnung Meines Geistes zurückgekommen. Wenn Ich jetzt zu euch komme, geschieht es nur, um euch weiterhin den Pfad zu zeigen, der euch zum Lichte führt. Erinnert euch, dass die Propheten euch in der Ersten Zeit sagten: "Er ist die Pforte". Sagte Ich euch nicht außerdem, als Ich Mensch wurde unter euch: "Ich bin der Weg"? Sage Ich euch nicht jetzt: "Ich bin der Gipfel des Berges, den ihr derzeit ersteigt" ?
60 Wahrlich, Ich sage euch, Ich bin immer in der Vollkommenheit gewesen. Heute macht es Mir Freude, euch sicher auf Meinem Weg gehen zu sehen. Morgen wird universeller Jubel sein, wenn ihr alle in der geistigen Heimat lebt, welche schon seit langem die Ankunft der Kinder des Herrn erwartet.
61 So spreche Ich zu eurem Geiste, weil Ich weiß, dass er nun diese Lehre begreifen kann und ihm sagen kann, dass er kein Kind dieser Erde ist, dass er sich hier auf dieser Welt nur als Gast betrachten soll, weil sein wahres Vaterland geistig ist.
62 Fasst dies Wort in seinem rechten Sinne auf, denn sonst könntet ihr schließlich denken, dass Meine Lehre gegen jeden menschlichen Fortschritt gerichtet ist. Doch es wäre nicht gerecht, wenn ihr solche Irrtümer eurem Vater zuschreiben würdet, welcher nur die Vervollkommnung Seiner Kinder auf ihren unterschiedlichen Lebenswegen erstrebt.
63 Das, was Meine Gerechtigkeit unversöhnlich verfolgt, ist das Böse, das im Menschenherzen verschiedene Formen annimmt und sich zuweilen in egoistischen Gefühlen, in niederen Leidenschaften, in maßloser Habgier und selbst als Hass kund tut.
64 Jünger, studiert genau, was Ich euch jetzt in bildlichem Sinne sage: Das Leben ist ein Baum, seine Zweige sind unzählbar, und von diesen Zweigen gibt es nicht zwei, die gleich sind, doch jeder davon erfüllt seine Aufgabe. Wenn eine Frucht missrät, wird sie vom Baume abgestoßen, und wenn ein Zweig Wildwuchs zeigt, wird er beschnitten, denn vom Baume des Lebens dürfen nur Früchte des Lebens hervorgehen.
65 Wahrlich, Ich sage euch, jede Wissenschaft, die Böses verursacht hat, und jede Religion, die nicht wirkliches Licht verbreitet hat, könnt ihr als Zweige und Früchte betrachten, durch die der Saft des Lebensbaumes nicht fließt, weil sie von ihm abgestoßen wurden.
Mein Friede sei mit euch!

BWL - Band V - Unterweisung 114


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 111 - 142 
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Unterweisung 114:
 1 Wann immer diese zweifelnde, ungläubige und materialistische Menschheit einer göttlichen Offenbarung oder dem, was sie Wunder nennt, begegnet, sucht sie sofort Gründe oder Beweise, um darzulegen, dass es kein übernatürliches Werk gibt, noch solch ein Wunder gegeben hat. Wenn ein Mensch erscheint, der eine geistige Fähigkeit zeigt, die ungewöhnlich ist, erfährt er Spott, Zweifel oder Gleichgültigkeit, um seine Stimme zum Schweigen zu bringen. Und wenn die Natur als Werkzeug Meiner Göttlichkeit ihre Stimme der Gerechtigkeit und ihre Alarmrufe an die Menschen richtet, schreiben diese alles dem Zufall zu. Aber niemals ist die Menschheit derart unempfindlich, taub und blind für alles Göttliche, Geistige und Ewige gewesen wie in diesen Zeiten.
2 Millionen von Menschen nennen sich Christen, doch in der Mehrzahl kennen sie die Lehre Christi nicht. Sie behaupten zwar, all die Werke zu lieben, die Ich als Mensch tat, aber in ihrer Art zu glauben, zu denken und die Dinge zu betrachten beweisen sie, dass sie den Wesenskern Meiner Lehre nicht kennen.
3 Ich lehrte euch das Leben des Geistes, offenbarte euch die Fähigkeiten, die in ihm sind; dazu kam ich zur Welt.
4 Ich heilte die Kranken ohne jede Arznei, sprach mit den Geistern, befreite die Besessenen von fremden und übernatürlichen Einflüssen, unterhielt Mich mit der Natur, verwandelte Mich als Mensch in ein Geistwesen und als Geistwesen wieder in einen Menschen, und jedes dieser Werke hatte immer zum Ziel, euch den Weg zur Entwicklung des Geistes zu zeigen.
5 Den wirklichen geistigen Gehalt Meiner Lehre haben die Menschen verheimlicht, um euch stattdessen einen Christus zu zeigen, der nicht einmal ein Abbild Dessen ist, der starb, um euch das Leben zu geben.
6 Heute erlebt ihr das Resultat eurer Entfernung vom Meister, der euch lehrte. Ihr seid von Schmerz umgeben, seid niedergedrückt von eurer Armseligkeit, gequält von Unwissenheit. Doch die Zeit ist gekommen, in der die im Menschen schlummernden Fähigkeiten und Gaben erwachen und wie Herolde verkünden, dass eine neue Zeit angebrochen ist.
7 Die Religionsgemeinschaften, die Wissenschaft und die Justiz der Menschen werden das Vordringen dessen zu verhindern suchen, was für sie ein fremder und schädlicher Einfluss ist. Doch es wird keine Macht geben, die das Erwachen und den Fortschritt des Geistes aufhalten kann.
8 Der Tag der Befreiung ist nahe.
9 Auch in dieser Zeit habe ich Meine Propheten gehabt, wie Ich sie in früheren Zeiten hatte. Jeder Stimmträger ist ein Prophet gewesen, denn durch seinen Mund habe Ich zu euch vom Kommenden gesprochen.
10 Mein Wort in dieser Dritten Zeit, in Schriften gesammelt, enthält viele Prophetien für die Menschheit von morgen. Ich habe euch vorausgesagt, was geschehen wird, wenn viele Jahre vergangen sind, und habe euch von Prüfungen gesprochen, die in anderen Zeitaltern eintreten werden. Um euch die Wahrheit Meiner Prophetien zu beweisen, habe Ich euch einige gegeben, die ihr bereits in Erfüllung gehen saht. Daher gibt es unter diesem Volke Herzen mit unerschütterlichem Glauben, welche verwundert und voll Beglückung die Erfüllung Meines Wortes erlebt haben.
11 Nicht nur der Stimmträger während Meiner Kundgebung ist Prophet in dieser Zeit. Wenn dies Volk seinen Geist erhebt, wenn es Mir lauscht, hat es das Erwachen seiner schlummernden Geistesgaben empfunden und ist zum Propheten geworden. Die einen sehen, die anderen hören, und wieder andere erahnen.
12 Der Meister sagt euch: Bereitet euch vor, entfaltet eure Geistesgaben, denn sie sollen euch auf dem Pfade des Lichtes führen, damit eure Werke, Worte und Gedanken immer die Essenz in sich tragen, die aus der Wahrheit hervorgeht.
13 Die Geschichtsschreibung hat die Namen der Propheten des Altertums aufbewahrt, von denen viele die Zeit ankündigten, die ihr derzeit erlebt. Von Joel bis Johannes haben sie für euch die Geschichte der Menschheit im voraus kundgetan.
14 Jener Namen wird man sich wieder erinnern, wenn die Völker nach und nach zur Wahrheit erwachen, welche jene von Mir ausgesandten Menschen euch bereits offenbart hatten.
15 Heute sage Ich euch, dass die Prophetien Meiner neuen Unterweisungen sich mit den Prophetien früherer Zeiten verbinden werden, denn sie alle sprechen zu euch als eine einzige Offenbarung.
16 Wohl den Kindern dieser Zeit, die in ihrem Glauben, in ihrem Eifer und in ihrer Liebe zum Vater jenen früheren Propheten gleichen, denn durch ihren Mund wird Mein Geist zu den Menschen dieser Zeit und der zukünftigen Zeiten sprechen.
17 Grämt euch nicht, wenn Ich euch sage, dass eure Namen nicht in die Geschichte eingehen werden. Wenn ihr bereits demütig seid, werdet ihr mit eurer Rechten Barmherzigkeit zu üben wissen und darauf achten, dass die Linke es nicht weiß.
18 Bete, Volk, lasse dich von dem Lichte Meines Wortes erleuchten, damit das Licht eures Gewissens euch auf allen euren Wegen leitet.
19 Heute habe Ich euch Erben Meiner Herrlichkeit genannt, weil ihr dazu bestimmt seid, Mein Reich zu besitzen.
20 Als ihr aus Mir hervorgingt, wurdet ihr mit allen notwendigen Eigenschaften ausgestattet, um den weiten Weg des Lebens zu durchlaufen und zum Ausgangspunkt zurückkehren zu können. Keine dieser Gaben ist unterwegs erworben worden, alles besaß die Seele von ihrem Ursprung her. Das Gewissen ist der Seele angeboren, es ist Licht. Ohne Unterlass rät es ihr, Verdienste zu erwerben, um ihr zu helfen, zum Vater zurückzukehren.
21 Zuweilen irrt die Seele vom Pfade ab, hernach findet sie ihn wieder; für kurze Zeit geht sie schnell voran, dann verweilt sie wieder. Der Grund dafür ist, dass es keinen längeren Weg und keinen mit mehr Prüfungen gibt als den der Entwicklung der Seele.
22 Wie viel Schaden haben jene auf sich gezogen, die glauben, dass sie im Augenblick des Sterbens das geistige Himmelreich erlangen können! Diese Seelen vermögen in diesem Leben nicht über das hinauszublicken, was sie in ihrer Phantasie geschaffen haben.
23 Als Dimas, welcher die Macht Jesu erkannte, von seinem Kreuze aus seinen Glauben an die Göttlichkeit Christi bekannte und Ihn demütig bat, dass Er eines Sünders gedenke, versprach Er ihm, ihn noch am selben Tag ins Paradies zu bringen, da Er sah, wie dieser Mensch in jenem Augenblick durch die Reue, durch den Glauben und durch den Schmerz die Läuterung erreichte.
24 Der Meister wollte euch damit begreiflich machen, dass die Seele, wenn sie sich läutert, zu Regionen des Friedens und des Lichtes aufsteigt, von wo aus sie jenen Auftrag erfüllen kann, ihre Geschwister zu lieben, inspiriert von der Liebe des Vaters, welche die einzige geistige Leiter ist, die es gibt, um zum vollkommenen Reich zu gelangen.
25 Alle habt ihr das Anrecht, Mein Reich zu besitzen, alle seid ihr dazu bestimmt, zu Mir zu kommen — auch wenn es sich um die größten Sünder und Unvollkommenen handelt —, sobald ihr wie Dimas durch eure Liebe und euren Glauben, durch eure Demut und Hoffnung jene Welt des Friedens errungen habt. Von dort aus werdet ihr eurem Gott jene Werke darzubringen beginnen, welche der vollkommene Tribut des Geistes an den Vater sind, der euch mit so viel Liebe erschuf und euch dazu bestimmte, mit ihm im Vollkommenen zu leben.
26 Ich habe niemanden enterbt, in allen sind die Gaben, die sie eines Tages bereuen lassen werden, gesündigt zu haben, Mich verletzt zu haben, und später werden diese sie zu den größten Werken inspirieren.
27 Ein weiteres Mal offenbare Ich Mich unter euch. Jede Seele ist ein Tempel des Herrn, jeder Verstand ist eine Wohnung des Höchsten, jedes Herz ist das Heiligtum des Göttlichen Hirten, der Seine Schafe zu ewigem Leben führt. Der Herr sucht die Seelen mit Seiner Gerechtigkeit heim und läutert mit Seinem Lichte die Gedanken.
28 Wahrlich, Ich sage euch, Ich bin kein Besucher, sondern Ich bin der ewige Bewohner eurer Seele, bin das Licht und das gegenwärtige Leben in euch. Wer könnte Mein Licht in eurem Geiste auslöschen? Lasst also diesen leuchtenden Stern sich auf eurem Wege offenbaren.
29 Ach, wenn die Menschen doch Meinen Willen befolgten, indem sie sich Jesus zum Vorbild nähmen, welcher auf Erden nur den Willen Seines Himmlischen Vaters tat — wie groß und schön wären die Manifestationen eures Geistes in Werken, in Worten oder Gedanken!
30 Ich bereite Meine Heimstätte im Innern der Menschen — sowohl in denen, die Mich lieben, als auch in denen, die Mich nicht kennen, damit Mein Licht eure Seele als Reich hat. Erkennet Mein Licht,
das zur Offenbarung und Lehre geworden ist. Es ist die Botschaft des verheißenen Trösters, Jenes, von dem Ich euch ankündigte, dass Er kommen würde. Der lange Zeit Erwartete ist nun da, Er wartet nur noch darauf, dass das schlummernde Herz der Menschen erwacht, um in ihnen wie das Licht einer neuen Morgenröte zu erstrahlen. Dann werdet ihr erkennen, dass trotz der inzwischen verstrichenen Zeit die Wahrheit immer noch dieselbe ist, weil sie unwandelbar ist. Die Wahrheit ist Gott, und einen Beweis dafür könnt ihr in der Natur finden, einer der vielen Äußerungen eures Schöpfers. Und so, wie Ich Mich durch die Natur zeige, so möchte Ich Mich auch in euch offenbaren.
31 Menschheit, erwache! Ergründe das Wort Dessen, der kommen sollte, und der nun unter euch ist! Er, der die Seelen nährt, ist nun da. Der den Weg eurer Entwicklung erhellt, sendet derzeit Sein Licht aus der Höhe, indem Er das menschliche Gehirn dazu verwendet, die göttlichen Inspirationen in Worte zu übertragen — Worte, die zum betrübten Herzen, zur verwirrten Seele, zum Kranken und Hungernden gelangen. Wer dies Licht auf seiner Seele empfängt, sieht ihre Kräfte gemehrt. Meine göttliche Kraft bewegt das Universum und kommt zu euch als eine Liebkosung. Jede dieser Botschaften ist ein Gedanke eures Herrn.
32 Menschen, Ich werde euch retten und bewirken, dass ihr zum vollkommenen Übermittler werdet, der Meinen Willen besser zum Ausdruck bringt. O Jünger, die ihr Mich in diesen Augenblicken hört — wenn ihr nicht alles verstehen könnt, so fühlt wenigstens diese Liebe, diese Ausstrahlung von Leben, die zu euch gelangt. Mein Licht wird euch in dieser Zeit erretten.
33 Welche Größe könnte das Menschliche ohne das Göttliche haben? Mein Licht ist es, das alles, was existiert, verschönt. Lasst es in eurem Wesen und in euren Werken erstrahlen, und ihr werdet die Seligkeit fühlen, in Meiner Nachfolge zu leben.
34 Erkennet, dass Ich, obwohl Ich "das Wort" bin, nicht nur Wort bin, sondern auch Tat. Den Beweis dafür gab Ich euch, als Ich damals Mensch wurde, um mit euch zu leben und euch ein Vorbild zu sein. Ich wurde in Wahrheit Mensch, doch jener Körper beging bei seiner Heranbildung nicht die kleinste Sünde und hatte nicht den geringsten Makel. Er war ein wirklicher Tempel, aus dessen Innern das "Wort Gottes" hervorging. Jener, der die Demütigen aufrichtete und mit einem Worte die Kranken heilte — Jener, der die Kinder segnete und sich an den Tisch der Armen setzte, ist Der, welcher nun kommt, ist dasselbe "Wort". Es ist das Licht der Wahrheit, das ihr im Osten erscheinen saht und dessen Strahlenglanz nun den Westen erhellt. Heute erscheine Ich nicht in einem Menschen inkarniert, Ich offenbare Mich durch von Mir vorbereitete Menschen, die dazu geboren sind, diese Aufgabe zu erfüllen. Wahrlich, Ich sage euch, jene, durch die Ich euch Mein Wort gegeben habe, habe Ich darauf vorbereitet, schon ehe sie zur Erde kamen. Hernach habe Ich sie von ihrer Geburt an geführt, und jetzt, da Ich Mich ihrer bediene, schule Ich sie weiterhin.
35 Ich möchte zu euch über viele geistige Themen sprechen, aber ihr könnt sie noch nicht verstehen. Wenn Ich euch offenbaren würde, bis zu welcher Art von Heimstätten ihr auf die Erde herabgesunken seid, könntet ihr nicht begreifen, wie ihr an solchen Orten gelebt habt. Heute könnt ihr verneinen, dass ihr die geistigen Sphären kennt, weil eurer Seele, solange sie inkarniert ist, die Kenntnis über ihre Vergangenheit verboten ist, damit sie nicht eitel wird noch niedergedrückt, noch angesichts ihres neuen Daseins verzweifelt, in welchem sie wie in einem neuen Leben von vorn beginnen muss. Auch wenn ihr es wolltet, könntet ihr euch nicht erinnern; Ich gestatte euch nur, dass ihr eine Ahnung oder eine Intuition von dem bewahrt, was Ich euch offenbare, damit ihr im Lebenskampfe ausharrt und die Prüfungen bereitwillig ertragt.
36 Ihr könnt an allem zweifeln, was Ich euch sage, doch jene geistige Sphäre war wirklich eure Heimstatt, solange ihr Geist wart. Ihr wart Bewohner jener Stätte, an der ihr kein Leid kanntet, an der ihr die Herrlichkeit des Vaters in eurem Wesen fühltet, da in ihm kein Makel war. Doch ihr hattet keine Verdienste, und so war es nötig, dass ihr jenen Himmel verlassen und zur Welt herabkommen musstet, damit eure Seele durch ihre Anstrengung jenes Reich gewinnen würde. Doch mehr und mehr seid ihr moralisch gesunken, bis ihr euch dem Göttlichen und dem Geistigen, eurem Ursprung, sehr ferne gefühlt habt.
37 Meine — des Meisters — Stimme hat immer zu euch gesprochen, um euch zu lehren; ihr habt sie an ihrem liebevollen Wesen erkannt. Aber wenn ihr an euren Fehlern festgehalten habt, dann hat euch der Schmerz als unerbittlicher Lehrer euren Ungehorsam bewusst werden lassen. Heute ein Dorn und morgen ein anderer — so hat sich nach und nach auf eurer Stirne ein Kranz leidvoller Erfahrung gebildet. Warum lernt ihr nicht von Mir die Liebe und lasst euch von Meiner Unterweisung leiten, die niemanden verletzt, vielmehr eure Herzen gütig macht, wenn sie euch sagt: "Liebet einander"? Wer seine Mitmenschen liebt, liebt in ihnen den Vater.
38 Ich liebte euch, bevor ihr existiertet, Ich liebkoste euch in Mir, und als ihr geboren wurdet, ließ Ich euch Meine göttliche Zärtlichkeit fühlen. Wenn ihr euren Vater ebenso liebt, müsst ihr eure größeren und eure geringeren Geschwister lieben, in dem Bewusstsein, dass jeder Mensch, der existiert, da ist, weil Gott es so gewollt hat, und dass jedes Geschöpf die (sichtbare) Gestalt eines göttlichen Gedankens ist. Denkt außerdem daran, dass ihr nicht nur Geschwister der Menschen seid, dass es viele Geschöpfte gibt, die, obschon ohne Geist, eure Geschwister sind und die ihr zwar die geringeren nennen könnt, die jedoch deshalb nicht aufhören, Denselben zum Vater zu haben, der euch erschuf. Erkennt euren Platz inmitten des Lebens, damit ihr eure Aufgabe gebührend erfüllt.
39 Wenn das Licht Meiner Lehre in Wahrheit von eurem Geiste angenommen ist, werdet ihr euch viel mehr nach dem Himmel sehnen, als ihr es jetzt nach den Gütern der Erde tut. Wer sich nach den Tugenden des Himmels sehnt, um den Aufstieg seines Geistes zu erreichen, spürt eine innere Flamme, die ihn erleuchtet, und hört in sich eine Hymne der Liebe zu seinem Vater. Dies Licht ist es, das euch die Gegenwart Jenes empfinden lässt, der in euch wohnt und der euch den kürzesten Weg weist, der zum Gelobten Lande führt, womit Er euch von jenen Wegen entfernt, auf denen die Menschen zu allen Zeiten Spuren des Schmerzes zurückgelassen haben.
40 Als Ich Mich einst unter Meinen Jüngern befand und Mein Abschied schon nahe war, sagte Ich ihnen bei einer bestimmten Gelegenheit: "Siehe, bald werdet ihr Mich nicht mehr unter euch haben, denn Ich werde zum Vater gehen, von dem Ich kam." Euch sage Ich jetzt: Handelt so wie Ich, und der Himmel wird euer sein, sogar für weniger, als was Ich tat — wenn ihr es wollt.
41 Dringt ein in das Licht dieser ewigen Morgenröte, damit ihr nicht mehr die Nacht erblickt, denn in der Seele der Erleuchteten, derer, die Meine Unterweisungen beachtet haben, darf sich keine Finsternis zeigen. Gleich der Nacht ist die Seele des Vermaterialisierten, der Morgenröte gleich ist die Seele dessen, der die Vergeistigung anstrebt. Lasst eure Seele ihr Licht offenbaren, was so ist, als ob ihr das Meine leuchten lasst.
42 Seid Lehrer dessen, was Ich euch gelehrt habe, doch zuvor seid taub für die Stimme der Versuchungen, für das weltliche Lärmen der Frivolitäten und Eitelkeiten. Hört Meine Stimme in der Stille, dann werdet ihr Meine Botschaft empfangen.
43 Niemand wird verlorengehen; die einen werden früher auf dem Wege ankommen, den Ich euch gewiesen habe, und die anderen werden auf den Wegen, denen sie folgen, später ankommen. In allen Religionen kann der Mensch jene Lehre annehmen, die er benötigt, um gut zu werden. Doch wenn er dies nicht erreicht, dann gibt er der Religion, zu der er sich bekennt, die Schuld und bleibt der, der er immer gewesen ist. Jede Religion ist ein Weg; die einen sind vollkommener als andere, aber alle zielen auf das Gute ab und bemühen sich, zum Vater zu kommen. Falls euch etwas an den Religionen, die ihr kennt, nicht befriedigt, so verliert nicht den Glauben an Mich. Geht auf dem Wege der Nächstenliebe, und ihr werdet das Heil finden, denn Mein Weg ist von der Kraft der Liebe erhellt.
44 So bereite Ich Mir Meine Wohnung, Meinen Tempel. Wenn Ich von Meiner Wohnung spreche, spreche ich nicht von eurem Körper, sondern von eurer Seele, denn diese Heimstatt errichte Ich auf ewigen Fundamenten, nicht auf dem, was vergänglich ist.
45 Viele sind hungernd nach diesem Wort des Lebens zu dieser Kundgebung gekommen, während andere diese Lehrworte noch nicht nachempfinden. Diese rühre Ich an, damit sie Hunger und Durst nach Liebe haben und Mein Licht suchen.
46 Menschheit, Ich sehe, dass du das Unwetter fürchtest, das sich über dir austobt. Fürchte es nicht, denn Ich werde es besänftigen, sofern ihr an Mich glaubt und auf Meine Stimme hört. Wenn ihr noch nicht wisst, wie man in der Stille hört, so kommt und lernet von Mir, der Ich euch durch diese vorbereiteten Verstandesorgane unterrichte, oder wartet, bis diese Botschaft von Geist zu Geist zu euch gelangt. Diese Botschaft hat Licht für alle Religionen, für alle Sekten und Glaubensgemeinschaften und für die verschiedenen Arten der Menschenführung. Doch was habt ihr mit Meinem Worte gemacht, Jünger? Wollt ihr auf diese Weise den Baum zum Erblühen bringen? Lasst zu, dass er Blüten treibt, denn sie werden ankündigen, dass er später Früchte trägt. Warum verbergt ihr diese Botschaften und bringt der Welt nicht mit dieser Frohen Botschaft die Überraschung dieser neuen Epoche? Warum wagt ihr der Welt nicht zu sagen, dass die Stimme Christi unter euch ertönt? Sprecht und legt Zeugnis ab von Meiner Unterweisung durch eure Liebeswerke; denn wenn manche ihre Ohren verschließen sollten, um euch nicht zu hören, so werden andere sie öffnen, und eure Stimme wird dann für sie so süß und wohlklingend sein wie der Gesang der Nachtigall.
47 Mein Wort dieser Zeit wird nicht die Worte auslöschen, die Ich euch in der Zweiten Zeit gab. Epochen, Jahrhunderte und Zeitalter werden vorübergehen, doch die Worte Jesu werden nicht vergehen. Heute erläutere und offenbare Ich euch den Sinngehalt dessen, was Ich euch damals sagte und was ihr nicht verstanden habt.
48 Ich bin derselbe Sämann wie einstens; heute baue Ich an, und morgen werde Ich die Frucht ernten, doch Meine Wahrheit ist dieselbe wie zu allen Zeiten. Nicht nur vom Brot der Erde lebt ihr, sondern auch von Meinen Unterweisungen. Euer Körper wird in den Schoß der Erde sinken, doch zu eurer Seele werde Ich sagen: "Steh auf und wandle, kehre zurück zu deinem Vater."
49 Mein "Wort" ist bereits zu einer anderen Zeit Mensch geworden, um euch mit dem Beispiel zu lehren, euch zu lieben; denn wenn Ich euch nur mit dem Worte gelehrt hätte, hätte die Welt gesagt: "Nur Worte, keine Taten." Ich war unter euch, um euch zu lehren, denn dazu war Ich gekommen. Was konnte Ich von den Menschen lernen, das Ich nicht gewusst hätte? Nichts. Ich widmete jenes Leben der Menschheit. In den Tempeln war Ich Licht unter den Gesetzeslehrern. Drei Jahre, bevor Ich die Erde wieder verließ, brach Ich auf, um die Menschen auf den Feldern, am Ufer des Meeres oder der Flüsse, auf den Marktplätzen zu lehren. Ich sprach zu allen, niemandem versagte Ich Meine Unterweisung.
50 Heute sagt ihr Mir: "Meister, die Welt ist noch immer dieselbe trotz Deiner Aufopferung, Deines Wortes und Deines vergossenen Blutes." Es ist wahr, die Menschen haben ihr Blut vergossen, bis die Erde davon getränkt war. Es ist nicht aus Liebe geschehen, sondern aus Habgier, aus Bosheit. Sie haben das Blut ihrer Mitmenschen vergossen, die sie nicht lieben.
51 Viele stellen ein Abbild von Mir her und bedecken es mit Seide, Gold und Edelsteinen, während sie die Armen vor Hunger und Kälte sterben lassen; doch Mein göttlicher Plan ist stärker als die Hartherzigkeit der Menschen und wird in Erfüllung gehen. Weh denen, die lügen! Es wäre besser, sie würden ihre Schuld bekennen, statt sich besser als die anderen zu fühlen, denn ihr Gewissen wird sie nicht einmal im Schlafe in Ruhe lassen. Jene, die versuchen, ihre Schandflecken mit dem Mantel der Heuchelei zu bedecken, sind getünchte Gräber, die in ihrem Innern Verwesung bergen. Weh euch, Schriftgelehrte und heuchlerische Pharisäer! Wenn ihr auf den Wegen des Herrn wandeln wollt, so tut, was Meine Lehre lehrt, nehmt Mich zum Vorbild, nehmt euer Kreuz auf euch und folget Mir nach.
52 Meine Kinder, findet ihr etwas Schlechtes in Meiner Botschaft? Schade Ich euch mit diesem Worte, das nur Liebe für alle enthält? Erforscht es, und ihr werdet in ihm nichts Unlauteres entdecken.
53 Diese Botschaft, die euch an die Zeit erinnern wird, in der Ich Mich kundtat, wird schriftlich erhalten bleiben, und viele werden kommen und sich erinnern, wie nahe Ich ihnen war. Auch in der Zweiten Zeit liebten Mich Meine Apostel, solange Ich bei ihnen war, nicht so sehr wie nach Meinem Abschied. Solange sie mit Mir zusammen waren, gaben sie ihr Leben nicht für Mich hin; hernach gaben sie alles, was sie hatten, aus Liebe zu ihrem Meister. Als die Stimme Jesu nicht mehr zu hören war, dann erst litten die Jünger, wünschten Mich wieder bei sich zu haben, und niemals liebten sie Mich wie damals. Der Grund dafür war, dass Ich bereits in ihren Herzen regierte. So soll es nach Meinem Willen auch bei euch geschehen.
54 An dem Frieden, den ihr in eurer Seele fühlt, könnt ihr Meine Gegenwart erkennen. Niemand außer Mir kann euch den wahren Frieden geben. Ein Geistwesen aus der Finsternis könnte ihn euch nicht schenken. Ich sage euch dies, weil viele Herzen die Fallstricke eines verführerischen Wesens fürchten, dem die Menschen ihrer Vorstellungskraft gemäß Leben und Gestalt gegeben haben.
55 Wie falsch hat man die Existenz des Fürsten der Finsternis gedeutet! Wie viele haben schließlich mehr an seine Macht als an die Meine geglaubt, und wie weit von der Wahrheit entfernt sind die Menschen dabei gewesen!
56 Das Böse existiert, aus ihm sind alle Laster und Sünden hervorgegangen, das heißt: Jene, die Böses tun, haben immer existiert, sowohl auf der Erde als auch auf anderen Heimstätten oder Welten. Aber
warum personifiziert ihr alles existierende Böse in einem einzigen Wesen, und warum stellt ihr es der Gottheit gegenüber? Ich frage euch: Was ist vor Meiner absoluten und unendlichen Macht ein unreines Wesen, und was bedeutet schon eure Sünde angesichts Meiner Vollkommenheit?
57 Die Sünde ist auf der Welt entstanden. Als die Geister aus Gott hervorgegangen waren, verblieben die einen im Guten, während die anderen, die von diesem Wege abirrten, einen andersartigen schufen, den des Bösen.
58 Die Worte und die Gleichnisse, die euch in früheren Zeiten in Sinnbildern als eine Offenbarung gegeben wurden, sind von der Menschheit irrtümlich ausgelegt worden. Das intuitive Wissen, das die Menschen vom Übernatürlichen hatten, wurde von ihrer Einbildungskraft beeinflusst, und so bildeten sie nach und nach rings um die Macht des Bösen Wissenschaften, Kulte, abergläubische Vorstellungen und Mythen, die bis in eure Tage fortbestehen.
59 Aus Gott können keine Teufel hervorgehen; diese habt ihr mit eurem Verstand ersonnen. Die Vorstellung, die ihr von jenem Wesen habt, das ihr Mir ständig als Gegner entgegenstellt, ist falsch.
60 Ich habe euch gelehrt, zu wachen und zu beten, damit ihr euch von Versuchungen und schlechten Einflüssen befreit, die sowohl von Menschenwesen als auch von Geistwesen stammen können.
61 Ich habe euch gesagt, dass ihr den Geist dem Fleische überordnen sollt, weil dieses ein schwaches Geschöpf ist, das beständig in Gefahr ist, zu Fall zu kommen, wenn ihr nicht über es wacht. Das Herz, der Verstand und die Sinne sind offene Türen, wodurch die Leidenschaften der Welt die Seele geißeln.
62 Wenn ihr euch vorgestellt habt, dass die Wesen der Finsternis wie Ungeheuer sind, so sehe Ich sie nur als unvollkommene Geschöpfe, denen Ich Meine Hand entgegenstrecke, um sie zu retten, denn auch sie sind Meine Kinder.
Mein Friede sei mit euch!

Die Schlingen der Bösen


Worte von Jesus an Byron Searle
Jeremia 5:26-28
26 Denn man findet unter meinem Volk Gottlose, die den Leuten nachstellen und Fallen zurichten, sie zu fangen, wie die Vogler tun. 27 Und ihre Häuser sind voller Tücke, wie ein Vogelbauer voller Lockvögel ist. Daher werden sie gewaltig und reich, fett und glatt. 28 Sie gehen mit bösen Stücken um; sie halten kein Recht, der Waisen Sache fördern sie nicht, daß auch sie Glück hätten, und helfen den Armen nicht zum Recht.
Trnskript
Mein Sohn, ich habe deine Fragen gehört - Warum wacht die Kirche nicht auf? Und warum sind die Pastoren so gegen deinen Heiligen Geist? Die Antworten finden sich in Meinem Wort, in den Versen, die ich dir gegeben habe.
Ich habe gesagt, dass Meine Kirche taub, blind und stumm ist und die Kirche nicht aufwachen wird, bis ich sie wecke, genauso wie ein Betrunkener nicht aus einem betrunkenen Schlaf aufwachen wird, bis er geweckt und geschüttelt wird. Dies ist Meine Kirche - so tief schlafend, dass Mein Heiliger Geist sie nicht zum Aufwachen bewegen kann! Aber ich schüttele die Kirche durch das Senden großer Erdbeben!
Genau wie der Betrunkene: Wenn er durch das Zittern nicht aufwacht, gießt man Wasser auf ihn, um ihn aufzuwecken. Das werde ich meiner Kirche antun! WENN SIE VOM SCHÜTTELN NICHT AUFWACHEN, WERDE ICH GROSSE WELLEN WASSER ÜBER SIE GIESSEN, DASS SIE AUFWACHEN!
Mein Sohn, die Schlingen der bösen Männer führen Meine Kirche in Fallen, die Meine Kinder mit unnötigen Belastungen und Jochen belasten, die zu Qualen führen. Meine Urteile werden am größten sein für diejenigen, die Meine Kinder in Betrug und Lügen geführt haben. So wie ihre Gotteshäuser voll von Menschen sind, die die Wahrheit suchen, ernähren diese Pastoren sie Lügen des Selbstwertgefühls und des Selbststolzes, anstatt gegen die Sünde zu kämpfen und Mir zu erlauben, sich unter Meine Kinder zu bewegen! Sie bringen mich zum Schweigen und predigen, alles was ihr für euer eigenes Verdienst sein könnt !!
Mein Sohn, Meine Kirche wird NICHT VOLLSTÄNDIG IN IHRE KRAFT KOMMEN, BIS DIE ARMEEN VON NORD UND OST GEGEN DIESE NATION KOMMEN, und Meine Kirche MUSS lernen, mir zu vertrauen, mich im Gebet zu suchen und in GROSSEM GLAUBEN zu gehen !! DANN werde ich ein Volk weiterführen, das sich selbst erniedrigt hat und von mir gelernt hat!
Mein Überrest – IHR WERDET WÄHREND DIESER ZEIT MÄCHTIG GEBRAUCHT, denn ihr habt gelernt, demütig zu sein, ihr habt gelernt, Mich zu suchen, ihr habt in den Prüfungen, die ich euch geschickt habe, Siege erlebt.
Ich liebe dich, meine Kirche, aber du bist in den Fallen von bösen Männern gefangen! Befreie dich von den Fallen, indem du mit Mir alleine im Gebet bist! Gib nicht auf! Drücke auf das Zeichen, den hohen Ruf, und ich werde dich treffen, ich werde dich führen und leiten. Ich werde dir alle Sünden vergeben und dich trösten! Komm, folge mir nach! Lies mein Wort! Bereue täglich! Suche nur Mich, keinen Menschen!

ICH KOMME, MEINE KIRCHE ZU BEFREIEN VON DEN SCHLINGEN DER BÖSEN !!!
Amen.
Messias Jesus

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