BWL - Band V - Unterweisung 116


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 111 - 142 
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Unterweisung 116:
 
 1 Ihr seid das Volk, in das Ich ein weiteres Mal Mein Wohlgefallen gelegt habe, denn immer, wenn der Schmerz sehr heftig bei euch war, habt ihr eure Augen zu Mir erhoben und Mich gerufen.
2 Dies ist eine Zeit der Prüfungen; aber Mein Wort hat als göttlicher Balsam Trost und Hoffnung in eure Drangsal gebracht. Doch Ich frage euch: Warum weint ihr, hungert ihr, seid ihr krank und bedürftig? Warum habt ihr geschlafen? Warum hattet ihr aus eurem Herzen Meine Worte des Lebens getilgt, welche die Nahrung für eure Seele sind?
3 Ihr wart nicht vorbereitet, als euch Meine Gegenwart überraschte, aber wenigstens konntet ihr Mich fühlen, als euch bewusst wurde, dass Meine Stimme euch rief, um euch eine neue Offenbarung zu geben.
4 Im Verlangen zu Mir zu kommen, nutzte es euch viel, dass ihr arm an materiellen Gütern wart. Aber nicht, weil ihr freiwillig auf sie verzichtet habt, um nach Vergeistigung zu streben, sondern weil Meine fürsorgliche Liebe euch von den verführerischen und überflüssigen Reichtümern absonderte, damit ihr frei wäret, wenn Ich an die Türen eurer Herzen pochen würde.
5 Als ihr zum ersten Mal herbeikamt, um das Wort zu vernehmen, interessierte euch der geistige Zweck Meiner Kundgebung nur wenig oder gar nicht. Das, was euer Herz ersehnte und worum es Mich bat, waren nur irdische Güter, an denen ihr große Bedürftigkeit fühltet. Doch hernach wurde euch bewusst, dass die Gaben, die euer Meister reichlich austeilte, geistiger Art waren, und schließlich habt ihr begriffen, dass die Güter der Erde niemals den Wert jener Gaben haben würden.
6 Als dies Licht in eurem Verstande aufleuchtete, habt ihr das Elend der großen Nationen verstanden, das Leid derer, welche — obwohl sie reich sind und Herren in der Welt — nur dem äußeren Schein nach alles besitzen. Ihr habt die Falschheit des Glanzes, der Lüge, der Pracht und des Lebensgenusses entdeckt.
7 Ihr habt die Unfähigkeit der Religionen erlebt, die Menschheit zu vereinen und zu erneuern, und auf Schritt und Tritt wart ihr Zeugen ihrer Uneinigkeit.
8 Als ihr ein so stark gestörtes Gleichgewicht und solche Verwirrung unter den Menschen saht, sind eurem Herzen Gefühle des Dankes gegenüber dem Vater entsprungen, denn als ihr Ihn in dieser Zeit hörtet, habt ihr in Seinem Worte einen sicheren Hafen für eure Seele gefunden.
9 Doch ebenso, wie ihr euch all dieser Wahrheiten bewusst geworden seid, ist es notwendig, dass ihr euch auch der Verantwortung bewusst werdet, die ihr gegenüber euren Mitmenschen habt, denn ihr müsst folgendes begreifen: Habe Ich den Frieden, dessen ihr euch erfreut, und das Licht, das euer Dasein erhellt, nur gebracht, um diesem Volke zu helfen? Nein, Meine Zuhörer, Meine Gnadengaben sind nur als eine Erstlingsfrucht oder als ein Vorschuß von dem auf euch niedergegangen, was Ich später der Menschheit geben werde. Erkennt, warum Ich euch sage, dass ihr in Erwartung der Heimatlosen wachen sollt, die auf der Suche nach Schatten und einem Zufluchtsort herbeikommen werden. Wären eure Herzen nicht erfreut, wenn die Menschen, die aus anderen Völkern kommen werden, in eurer Mitte ein Beispiel von Nächstenliebe, von Geistigkeit und Frieden fänden?
10 Dies wird eure Aufgabe sein, nachdem Ich aufgehört habe, euch Meine Unterweisung zu geben. Und ebenso, wie Elias im Geiste Mein Vorläufer war, so wird dies Volk Mein Nachfolger sein, das mit seinem Leben, seinen Worten und seinen Werken das beste Zeugnis davon ablegt, dass Ich unter euch gewesen bin.
11 Groß wird eure Genugtuung sein, wenn ihr versteht, eure Mitmenschen liebevoll aufzunehmen und ihnen etwas von dem vielen zu geben, das Ich euch anvertraut habe. Doch denkt daran, dass euer Schmerz noch größer sein wird, wenn die Menschen an die Tore eurer Stadt pochen würden und deren Bewohner schliefen oder mit der Ausübung unnützer Dinge beschäftigt wären.
12 Seid nicht zu selbstsicher in eurem Handeln, denn die Versuchungen lauern euch auf, und es kann leicht geschehen, dass derjenige, welcher bereits auf dem Pfade der Vergeistigung fortgeschritten war, durch das Fehlen eines wahrhaftigen und hohen Ideals wieder auf die Wege des Vergnügens, zum egoistischen Materialismus, zu einem hoffärtigen Leben zurückkehren möchte.
13 Ich sage euch dies, damit ihr wachsam lebt. Doch denkt nicht, dass Mein Gesetz quält oder versklavt. Zwar ist der Schritt von der Finsternis ins Licht, vom Bösen zum Guten, vom Niederen zum
Hohen häufig leidvoll für den Menschen. Doch wenn es ihm dann gelingt, sicheren Schrittes auf Meinen Wegen zu wandeln, ist alles, was ihm auf seiner Lebensreise begegnet, Frieden, denn für den Geist bedeutet die Ausübung der Tugend keinerlei Opfer.
14 Wer von euch könnte Mir sagen, dass Ich ihn nicht dazu aufgefordert habe, auf dem Pfade der Tugend zu wandeln? Seht, Ich will Mich nicht mit den Wohltaten brüsten, die Ich euch gewährt habe, aber Ich bitte euch doch, Mir zu sagen, ob Ich nicht an euch und euren Familien Wunder vollbracht habe, ob Ich nicht allein aufgrund eures Gebets oder eurer Tränen die Kranken geheilt habe, ob Ich euch nicht vom Tode befreit habe, als ihr euch bereits am Rande des Abgrunds befandet. Wie hätte Ich unterlassen können, dies an euch zu tun, da Ich weiß, dass ihr viel Glauben und Kraft brauchen werdet, um Meinen Weg zu gehen?
15 Ich habe euch Mein Licht gebracht, damit ihr euch an seiner Betrachtung erbaut. Ich habe es nicht getan, um eure Augen zu blenden, noch um eure Seele zu verletzen.
16 Geht den Weg mit Gelassenheit und Bedacht, damit er euch weder kürzer erscheint, als er in Wirklichkeit ist, noch allzu weit. Ihr sollt nur daran denken, dass die Prüfungen im Leben der Weg sind, um den Frieden in der Ewigkeit zu erreichen, von der ihr aufgrund eures Geistes ein Teil seid. Geht auf diesem Weg in Frieden, mit dem wirklichen Ideal der Vervollkommnung, und ihr werdet ihn niemals lästig oder beschwerlich empfinden. Es wird für euch wie eine jener Wanderungen sein, bei denen man einen schönen Weg vor sich sieht, eine liebliche Landschaft, und wo man möchte, dass es nie zu Ende geht.
17 Wenn Ich euch alles in diesem Leben gegeben hätte, würdet ihr kein Verlangen mehr haben, eine weitere Stufe höher zu steigen. Aber das, was ihr in diesem Dasein nicht erreicht habt, erstrebt ihr in einem anderen, und was ihr in jenem nicht erreicht, verheißt euch ein anderes, höheres, und so geht es bis in alle Ewigkeit schrittweise weiter auf dem endlosen Entwicklungsweg der Seele.
18 Wenn ihr Mein Wort hört, erscheint es euch unmöglich, dass eure Seele fähig sein soll, eine so große Vollkommenheit zu erreichen; doch Ich sage euch, dass ihr nur deshalb die hohe Bestimmung der Seele in Zweifel zieht, weil ihr nur das betrachtet, was ihr mit euren materiellen Augen seht: Armseligkeit, Unwissenheit, Bosheit. Aber dies kommt nur daher, weil die Seele bei den einen krank ist, bei anderen ist sie gelähmt; andere sind blind und manche geistig tot. Und angesichts eines solchen geistigen Elends müsst ihr an der Bestimmung zweifeln, welche die Ewigkeit für euch bereithält. So lebt ihr in dieser Zeit der Liebe für die Welt und den Materialismus. Doch schon ist das Licht Meiner Wahrheit zu euch gelangt und hat die Finsternis der Nacht einer Zeit vertrieben, welche bereits vergangen ist, und hat mit seiner Morgenröte das Kommen eines Zeitalters angekündigt, in welchem die Seele die Erleuchtung empfangen wird durch Meine Unterweisung.
19 Dies Licht wird euch von der Unwissenheit, von der Lüge freimachen. Wie viel Unwahrheit, wie viel Verfälschung und Betrug werden von seiner Helle für immer aufgedeckt werden. Weh denen, die das Gesetz verfälscht haben. Weh denen, die die Wahrheit verheimlicht oder verfälscht haben. Sie können sich nicht vorstellen, wie ihr Gericht sein wird.
20 Mein Wort ermahnt die Welt zur Besinnung, damit aus ihr die Reue geboren werden kann und aus dieser die Erneuerung. Aber ebenso, wie das durch diese Stimmträger gegebene Wort euch erweckt und innerlich bewegt, so haben sich auch in anderen Ländern, in anderen Gegenden, auf anderen Wegen Abgesandte von Mir aufgemacht, um das Volk aufmerken zu lassen, es an die Lauterkeit Meines Gesetzes und an die Wahrheit Meiner Lehre zu erinnern. Sie haben sich im Lichte Meiner Inspiration zubereitet, und obwohl sie Spott und Verachtung erfahren, gehen sie Schritt für Schritt in der Erfüllung ihrer Aufgabe voran. Ich sage euch, dass Ich ihnen ihren Lohn aufbewahre und der Augenblick kommen wird, an dem auch sie das kennenlernen werden, was ihr jetzt empfangt.
21 Nicht alle, die auf Straßen und Gassen umhergehen und von den Ereignissen vergangener Zeiten sprechen und Prophetien auslegen oder Offenbarungen erläutern, sind Meine Sendboten; denn viele haben jene Botschaften aus Eitelkeit, aus Verbitterung oder aus menschlichem Eigennutz missbraucht, um zu beleidigen und zu richten, um zu demütigen oder zu verletzen, und sogar um zu töten.
22 Es ist notwendig, dass dies Licht, das so liebevoll in eure Herzen gelangt ist, sich von einem Punkt der Erde zum anderen ausbreitet, damit die Menschen sich daran erinnern, dass Christus nicht verletzt,
nicht demütigt und noch weniger den Tod bringt. Denn Er ist Leben, Brot, Gesundheit, Trost, und all dessen ist die Menschheit heute bedürftig.
23 Volk, Ich habe mit euch gesprochen. Denkt an Meine Worte, richtet euch nach deren Hilfe, betrachtet das Leben und alles, was euch umgibt, mit diesem Licht, das Ich euch gebe, damit, wenn ihr Mich ein weiteres Mal hört, Ich euch für die Durchführung eurer Mission bewusster und besser vorbereitet antreffe.
24 Ich habe zu allen Zeiten in Sinnbildern zu euch gesprochen, doch nun seid ihr am Beginn einer neuen Epoche, in welcher Ich in klarer Weise zu euch sprechen werde, denn nun könnt ihr Mich verstehen.
25 Alles in der Schöpfung spricht zu euch von Gott und vom ewigen Leben, alles, was euch umgibt und im Leben geschieht, ist gleichsam ein Ebenbild des Geistigen. Doch ihr habt euch nicht mit den Werken begnügt, die Ich geschaffen habe und mittels derer Ich zu euch spreche, euch Offenbarungen gebe und euch belehre. Jedes Volk, jede Religionsgemeinschaft oder Sekte schafft sich Bildnisse, Symbole, Kultformen und Plastiken für die Darstellung des Göttlichen. Ihr habt dies für notwendig gehalten, und Ich habe es euch erlaubt, o Menschheit. Doch jetzt, da euer Geist erleuchteter, entwickelter ist als in früheren Zeiten, kann er das Leben klar erkennen und begreifen. Ich werde allen diese Botschaft senden, damit sie zum Lichte erwachen und der Wahrheit voll ins Angesicht schauen.
26 Die Geistesgaben, welche verwelkt waren durch die Vernachlässigung, in welcher der Mensch sie gehalten hat, werden den Tau Meiner Liebe auf sich niederfallen fühlen, und wenn dann die Menschen erneut ihre Gedanken in Reinheit zu Mir erheben, werden sie schauen, was sie zuvor nicht gesehen haben. Sie werden die Stimme des Vaters vernehmen, die auf vielerlei Art und Weise zu ihnen sprechen wird, und sie werden auf Schritt und Tritt Seine Gegenwart fühlen.
27 Dann werden sie damit aufhören, religiöse Symbole und Kultformen zu schaffen, denn da sie das strahlende Antlitz des Vaters in der ganzen Schöpfung erblicken, werden sie nicht mehr das Bedürfnis nach diesen Objekten fühlen, denen sie besondere Fähigkeiten zuschreiben, um an sie zu glauben, als ob sie das Abbild des Vaters wären.
28 Euch Jünger, die ihr dies Wort in Meinen Unterweisungen vernommen habt, frage Ich: Warum habt ihr geglaubt, es nötig zu haben, für euren Gottesdienst Symbole schaffen zu müssen, obwohl ihr Mich vor Augen hattet, Mich hörtet und fühltet?
29 Falls ihr auf diese Frage antwortet, dass ihr nur das respektiert, was euch die Vorgänger vermachten, so sage Ich euch, dass diese, überwältigt von dem Lichte Meiner Offenbarung, das mit Sinnbildern erfassten, was die Vergeistigung ist.
30 Dies Volk hat eine große geistige Mission zu erfüllen inmitten dieser Menschheit, die vom grenzenlosesten Materialismus bedroht ist, welcher anwächst und vorwärtsschreitet als ein neues Heidentum, als ein neuer und größter Kult mit der Materie, der Welt und ihren Leidenschaften.
31 Und angesichts dieser Prüfungen — wollt ihr da noch immer Erinnerungen an abgöttische Kulte beibehalten? Ist dies das Vorbild von Vergeistigung, das ihr geben sollt, und sind dies die Waffen, die ihr schmiedet, um damit zu kämpfen?
32 Lasst Mein Wort in eurem Herzen keimen, damit ihr euch bald aufmachen könnt, Meine Lehre mit euren Werken zu bezeugen.
33 Wenn Ich Mich euch nicht mehr kundtue, weil dieser Zeitabschnitt zu Ende gegangen ist, so irrt nicht vom Wege ab, unterlasst nicht, Mich in euren Trübsalen zu suchen, vertraut weiterhin Meiner Unterweisung.
34 Ich bin das enge Tor, durch das ihr gehen müsst, und Maria die Leiter, auf der ihr emporsteigen werdet in Liebe und Gehorsam zu eurer Mutter. Wenn ihr Mir glaubt und Mich verehrt, werdet ihr keinen Fallstricken begegnen und den Weg verkürzen.
35 Ihr befindet euch in der Zeit des Kampfes des Guten gegen das Böse. Ihr seid gerufen worden, um in dieser Schlacht, die bereits begonnen hat, mit Mir zu wirken. Ich habe euch gelehrt, wie ihr kämpfen sollt, um die Finsternis zu vertreiben und in jede Seele Licht zu bringen. Mein Wort hat euch geleitet, damit ihr wachend und betend lebt, damit ihr euch nicht von falschen Lichtern verführen lasst, noch trügerischen Stimmen Gehör schenkt.
36 Wenn diese Zeit einst vergangen ist und ihr Meine Kundgabe als weit entfernt betrachtet, und ihr in Erfüllung Meiner Weisungen euren Nachkommen diese Frohbotschaft überliefert, werdet ihr euch nach
diesen Zeiten zurücksehnen und werdet euch glücklich fühlen, dazu auserwählt gewesen zu sein, Meine Göttliche Kundgebung mitzuerleben. Doch bereits zu jenem Zeitpunkt soll alles, was ihr dieser Lehre an Unlauterem beigemischt habt, verschwunden sein, und Mein Wort soll aus eurem Geiste kristallklar und rein hervorbrechen und nur Licht und Wahrheit offenbaren.
37 Wenn ihr von euren Mitmenschen befragt werdet, sprecht, ohne etwas von dem zu verschweigen, was Mein Werk enthält, und erinnert in ihrer Gegenwart an den Meister in jeder Seiner Unterweisungen.
38 Ich mache euch verantwortlich für die Generationen, die, von euch abstammend, noch kommen werden. Denkt daran, dass Mein Wort dieser Zeit nicht nur für einige wenige Generationen gegeben worden ist, sondern für alle, die auf euch folgen werden, und dass diese sich mit größerer Vergeistigung zurüsten müssen, um den Gipfel zu erreichen, den Ich den Menschen als Ziel bezeichnet habe.
39 Ich segne die, welche dem aufwärtsführenden Weg folgen und im Laufe der Zeit eine größere Erhebung erreichen beim Studium Meines Werkes, und die sich anschicken, Meine Stimme in ihrem Geiste zu hören, sobald diese Zeit Meiner Kundgabe durch das Verstandesorgan des Menschen vorüber ist. Wohl denen, die Meinem Werke Glauben schenken und es durch ihre Vergeistigung zu ehren wissen.
40 Wie viele eurer Mitmenschen könnt ihr durch eure Gebete erretten? Diese Welt ist am Rande eines Abgrundes, und Ich sende euch zu ihr, damit ihr ihren Sturz verhindert. Haltet die Jugend in ihrem rasanten Lauf auf, der zur Zerstörung ihrer Moral führt; läutert ihre Seelen, damit sie die Grundlagen für ein rechtschaffenes und tugendhaftes Leben bilden.
41 Durchwandert die Wege der Welt und tragt als Maßstab eures Lebens die Wahrheit Meiner Unterweisungen mit euch. Doch achtet das Land, das ihr betretet, dann werden die von euch zurückgelegten Pfade vorbereitet sein, und es wird ein Bündnis zwischen den Nationen geben, und ihr werdet aus dieser Erde ein Heim machen, in welchem ihr alle die Wärme des Himmlischen Vaters fühlt und euch untereinander als Geschwister erkennt.
42 Ich habe gelitten, als Ich die Undankbarkeit Meiner Geschöpfe sah; doch wenn diese Mich als Vater verleugnet haben, so habe Ich niemals geleugnet, dass ihr Meine Kinder seid, auch wenn manche befleckt sind. Ich habe große Nationen gesehen, die sich von Mir abgewandt und sich nur ihrem materiellen Leben, ihren Problemen hingegeben haben, ohne irgend etwas von Mir zu erwarten. Doch bald wird die Zeit des Erwachens kommen, und angefangen von den Kindern bis zu den Greisen werden sie ihr Leben dem Studium und der Ausübung Meiner Unterweisung widmen. Die Alten werden voller Güte sprechen und mit dem Lichte ihrer Erfahrung den Weg weisen. Die Kinder werden die Welt durch die Entfaltung ihrer Geistesgaben und durch die Hingabe an Mein Werk überraschen.
43 Geliebtes Volk, ziehe heute aus Meiner Lehre die höchste Moral für euer Leben. Wenn ihr wünscht, dass die Welt an diese Offenbarung glaubt, so gebt durch euer Leben das größte Zeugnis für Meine Wahrheit. Ich habe euch gesagt, dass ihr die reinen Spiegel sein sollt, ein Volk, das ein Beispiel von Glauben, Gehorsam und Reinheit zu geben versteht.
44 Sorgt dafür, dass unter euch die Lauterkeit und das Gute Macht gewinnt, und damit werdet ihr jene korrigieren, die ohne ehrliche Absichten in eure Reihen eingedrungen sind.
45 Ihr, die ihr die Wahrheit und die Vollkommenheit Meiner Lehre begriffen habt, habt die Pflicht, mit euren guten Werken all dem Bösen entgegenzuwirken, das jene diesem Werk antun, die seinen Endzweck nicht erfasst haben.
46 Erkennet, wie sich die böse Saat unter euch vermehrt hat, bis sie beinahe den wahren Samen überwuchert hat. Die Lüge, der Aberglaube, die Heuchelei, die Gewinnsucht, schlechte Einflüsse, Fanatismus und all die Unreinheiten sind das Unkraut gewesen, das sich unter diesem Volke verbreitet hat, das Ich frei von jedem Makel sehen möchte, um es als Abgesandte von Mir zu anderen Völkern und Nationen zu senden.
47 Diese Säuberungsaufgabe vertraue Ich jenen an, die das Wahre, das Reine lieben. Es ist ein Werk von großer Beharrlichkeit. Doch wie groß wird das Glück dieses Volkes sein, wenn es dann erlebt, dass sein Licht schließlich die Finsternis aufgelöst hat. Dann erst werde Ich euch als Boten dieser Frohbotschaft betrachten und euch in die Welt senden, um gegen das Reich des Bösen zu kämpfen, indem ihr seiner Macht durch die Erneuerung eurer Mitmenschen entgegenwirkt. .
48 Bedenkt, mit wie viel Liebe und göttlicher Geduld Ich euch gelehrt und berichtigt habe, indem Ich euch sagte, dass ihr es zulassen sollt, dass Ich euch auf eure Irrtümer und Fehler hinweise und euch zur
Vollkommenheit führe. Doch ach wie viele sind derer, die für diese Worte taub bleiben und in ihrer Trägheit, in ihrer Herzenshärte kostbare Augenblicke der Zurüstung verstreichen lassen, ohne an die Prüfungen glauben zu wollen, die auf sie zukommen.
49 Eines Tages wird die Welt sich vornehmen, dies Volk zu richten und zu erforschen, und nur der; der "gewacht" hat, wird dann bestehen. Doch wer Mein Werk für egoistische und schädliche Zwecke benutzt hat, wird die Justiz der Erde auf sich fallen sehen, und dann wird er zu spät beklagen, dass er sich sein eigenes Reich, seinen Thron von Schmeicheleien und Annehmlichkeiten innerhalb Meines eigenen geistigen Werkes schaffen wollte, welches ein Werk der Liebe, der Demut und der Entsagung ist.
50 Ich sage euch allen noch einmal: "Wachet und betet", und wenn ihr wirklich an Mein Wort glaubt, so verschiebt es nicht auf morgen, dasselbe zu befolgen, denn morgen könnte es zu spät sein.
51 Siehe, Volk, die Erde ist bereits zu klein geworden, um so viel menschliches Leid zu fassen. Früher erschien dieser Planet dem Menschen als ein "Tal" ohne Ende, jetzt hat er es erobert und bevölkert.
52 Ich gab dem Menschen diese Welt zur Heimstätte und sagte ihm: "Wachset und mehret euch und füllet die Erde", und tatsächlich hat er die Erde gefüllt, doch er hat es mit Sünde und Leid getan.
53 Diese Welt, die das Heim einer einzigen Familie sein sollte, die die ganze Menschheit umfasst, ist Zankapfel und Anlass zu unsinnigem Machtstreben, zu Verrat und Krieg. Dies Leben, das zum Studium, zur geistigen Betrachtung und für das Bemühen genutzt werden sollte, das ewige Leben zu erlangen, indem man die Prüfungen und die Lektionen zum Wohle des Geistes nutzt, wird vom Menschen falsch aufgefasst, so dass er sein Herz von Groll, Verbitterung, Materialismus und Unzufriedenheit vergiften lässt.
54 Die Menschen vergessen die Sprache, mit der das Gewissen zu ihnen spricht, sie verlieren den Glauben und lassen die Gaben ihres Geistes erlöschen, so dass die einen sich dem Materialismus hingeben, während andere über dies Dasein schimpfen und ein unendliches Verlangen als Vorwand anführen, um von dieser Welt zu fliehen und in ein anderes Land einzugehen.
55 Diese frage Ich: Besitzt ihr bereits die notwendige Geistigkeit, um bessere Welten zu bewohnen? Habt ihr euch keine Gedanken darüber gemacht, dass, wenn ihr nicht reif seid — selbst wenn ihr die beste der geistigen Heimstätten betreten könntet —, ihr nicht den Wert jenes Lebens zu schätzen, noch seinen Frieden völlig zu genießen vermöchtet?
56 Wahrlich, Ich sage euch: Das Verdienst dieses Lebens, das ihr heute habt, besteht darin, dass der Geist alle Wechselfälle des Lebens und bestehenden Nöte zu überwinden versteht; und dies ist nicht alles, sondern außerdem, dass ihr damit einverstanden seid, sollt ihr in eurem Geiste das Glück erfahren, das daraus erwächst, euren Mitmenschen nützlich zu sein in einer Welt, in der so große Bedürfnisse herrschen.
57 An dem Tage, an welchem die Seele die Vollkommenheit erreicht hat, die erforderlich ist, um sich in Meinem Himmelreich zu fühlen, wird für sie der Ort oder die Welt, die sie bewohnt, oder ob sie inkarniert ist oder nicht, ohne Bedeutung sein. Sie wird in sich das Himmelreich tragen und sich dessen Gnade bei allen und jeder der Missionen erfreuen, zu deren Erfüllung ihr Vater sie aussenden wird.
58 Denkt darüber nach und werdet euch nun bewusst, dass dies Erdental ein ausgedehntes Land ist, das günstige Gelegenheiten dafür bietet, in ihm die notwendigen Verdienste zu erwerben, um jene Heimstätten zu erobern, die euer Geist ersehnt.
Mein Friede sei mit euch!

Niemand möchte hören


Worte von Jesus an Byron Searle  
Matthäus 13:13-15
13 Darum rede ich zu ihnen durch Gleichnisse. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht, und mit hörenden Ohren hören sie nicht; denn sie verstehen es nicht.  14 Und über ihnen wird die Weissagung Jesaja's erfüllt, die da sagt: "Mit den Ohren werdet ihr hören, und werdet es nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen, und werdet es nicht verstehen. 15 Denn dieses Volkes Herz ist verstockt, und ihre Ohren hören übel, und ihre Augen schlummern, auf daß sie nicht dermaleinst mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, daß ich ihnen hülfe."
Transkript
Mein Sohn, niemand möchte mich oder einen meiner wahren Propheten oder Wächter hören. Ihre Ohren sind gelangweilt zu hören und wenn Wahrheit präsentiert wird, nehmen sie es nicht wahr. Viele Leute versuchen, mir einen Zeitplan zu geben - ich sage Ihnen WIEDER, MEINE ZEIT IST NICHT EURE ZEIT, denn ich weiß, wann alle vorhergesagten Ereignisse eintreffen werden!
Viele Menschen sind so in die Angelegenheiten dieser Welt verstrickt, dass sie von meinen Warnungen geblendet  und völlig ahnungslos erwischt sein werden !! Viele so genannte selbstgerechte, religiöse Menschen nennen Meine WAHREN Propheten FALSCHE Propheten, weil die Warnungen nicht stattfanden, als SIE dachten, dass sie dies tun sollten !! Viele meiner Leute verstehen die Warnungen nicht einmal !!
Mein Sohn, diese Leute glauben, sie sehen, doch sie sind blind! Sie glauben, sie hören, aber sie sind taub! Sie denken, dass sie verstehen, aber trotzdem sind sie dumm! Das ist meine Kirche heute !! Sie sehen die Situation auf der ganzen Welt und sind doch blind in ihrer eigenen Stadt! Sie hören von Kriegen und Morden in verschiedenen Nationen, sind aber für die Schreie der Ungeborenen taub! Sie glauben, sie verstehen ALLE MEINEN SCHRIFTEN, aber sie sind so dumm, falsche Lehren und Häresien in meinen Körper zu lassen !!
Mein Sohn, niemand will mich hören, obwohl ich durch meinen Heiligen Geist zu ihnen spreche! Sie schlossen mich aus und nannten mich die Stimme eines Dämons! WENN SIE MICH JETZT NICHT während einer Zeit des relativen Friedens HÖREN KÖNNEN, WIE WERDEN SIE MICH DANN HÖREN, wenn ausländische Truppen ihre Straßen durchstreifen ??? Wie werden sie mich hören, wenn das Kriegsrecht aktiviert und die Noahide-Gesetze in Kraft gesetzt werden ???
In Zeiten von Chaos und Zerstörung schreien Sie mir zu, aber weil Sie nicht gelernt haben, meine Stimme zu hören, werden Sie nicht wissen, was zu tun ist oder wohin sie gehen sollen !!!
Mein Sohn, wer kann mir sagen, WANN ich für meine Braut zurückkomme? NIEMAND!! Aber niemand glaubt, dass sie für eine Zeit der Prüfung hier sein werden !! Glaubst du wirklich, dass meine Braut jetzt bereit ist ??? Wenn ich heute meine Braut abholen würde, könnte ich nur 5% nehmen !! Die Braut ist weder rein noch makellos - sie ist voller Sünde, ABER die Prüfung wird  MEINE BRAUT REINIGEN, und DANN werde ich kommen und sie nehmen !!
ICH LIEBE DICH, MEINE LEUTE, ABER DU MUSST AUS DEM FLESH GEHEN UND IN DEN GEIST 
GEHEN !! 
Ich komme bald wieder, und alle, die mich kennen, die mich wirklich kennen - werden meine Stimme hören !!! 
Amen.
Messias Jesus

Die WOLKE



Die Wolke

Buch des Wahren Lebens – Unterweisung 101:52-54
52. Seit langem bereite Ich euch vor, denn es wird soweit kommen, dass man euch als Störenfriede der Ordnung und des geistigen Friedens in der Welt bezeichnet, weil man euch verleumden wird. Meine Unterweisung bildet jene heran, die morgen geduldige, demütige und sanfte Meister sein sollen, jene, die alle Fragen ihrer Mitmenschen liebevoll beantworten.
53. Jede Meiner Unterweisungen ist ein Buch, aus dem ihr alles lernen könnt, was euer Geist benötigt, um später eure Geschwister zu lehren. Meine Unterweisung bereitet für euch eine neue Welt, ein neues Leben schon auf dieser Erde vor. Aber wenn Ich zu euch von dieser Wahrheit spreche, und ihr an den Krieg denkt, den die Nationen führen, wo nur Schmerz, Angst und Elend herrschen, so seid ihr der Meinung, dass dies Wort unmöglich Wirklichkeit werden kann. Doch wahrlich, Ich sage euch, was Ich euch mitteile, ist nicht nur eine Lehre, sondern auch eine Prophetie.
54. Wenn eure Wissenschaft und eure Sünde euch das Paradies des Friedens, der Lauterkeit und der Brüderlichkeit verlieren ließen, so wird euch die Vergeistigung jene Gnade zurückgeben, welche
höher geschätzt werden wird als der hohe Entwicklungsgrad, den ihr heute besitzt, als (jenes Dasein), da ihr noch im Zustand der Unschuld wart.

Als Anna Maria von  Norddeutschland wieder zurück in die Wohnung kam war ihr, als ob sie ein Hauch des Dunklen übernimmt und einhüllt wie in Schatten. Sie fühlte das eindringen ohne etwas dagegen tun zu können, fühlte sich da hineingezogen und war wie in einem Sog, der sie umdreht und abwärts zieht und sie hatte das Gefühl zu fallen – ins Bodenlose.
Die geistige Klarheit war verschwunden. Vergebens suchte sie nach Halt in diesem Schatten aus Niemandsland bar jeder Geborgenheit und Freude und Frieden, Mangel spürend, Hunger und Durst nach Reinheit und Schönheit und Vergeistigung.
Ihr Herz blutete und sehnte sich nach Klarheit und sie hat innerlich gefroren. Der Schatten der Welt hielt sie gefangen und sie war in seinem Bann.
Es kostet Anstrengung, diesem zu entfliehen und sie versteht die Wirkungsweise der beiden Wolken (Geister).
Die Welt ist eine dunkle, geistige Wolke, in der der Geist sich eingesperrt fühlt wie in einem dunklen Kerker, aus dem er sich erheben muß zu den lichten Sphären.
Wenn sich die Seele unter den Geist stellt und dem Fleisch gebietet, wenn die weiße Wolke, der wache, helle Geist (Gott) das Leben bestimmt, findet der Mensch Frieden.
Jetzt kennt Anna Maria den Unterschied und weiß, wie man sich fühlt in einer der beiden Wolken und kann sagen, es ist ein Segen, wenn man sich erhebt und aufsteht, die weiße Wolke zu suchen und zu finden, denn in ihr ist Geborgenheit, wahrer Friede, Glückseligkeit, Wonne, Einsicht, Erkenntnis, Rat, Freiheit, Einssein.  Wenn man sie einmal erfahren, kennengelernt hat, genügt es, sich in einem Moment der Stille an sie zu erinnern, um wieder in ihr einzutreten und in ihr zuhause zu sein.
Die Wolken sind nicht die Wolken draußen am Himmel. Jene sind aber ein Abbild vom Zustand der Welt, wie alles in der Welt ein Abbild, eine sichtbare Form von etwas Größerem ist.
Es ist eine Frequenz und sie kommt mit dem Wind, mit dem Atem. Es ist eine Kraft, die sich unser bemächtigt, in unserem Inneren, in unserem Herzen, dem Sitz unserer Gedanken und Gefühle und Empfindungen.
Es kann eine Inspiration Gottes sein oder ein materielles Unwohlsein, was sich unser ermächtigt.
Nur wenn das Herz offen ist und empfänglich für die weiße Wolke, Gottes Eintreten in uns zu erlauben, finden wir Trost, können wir unsere Aufgabe recht bewältigen.
LUCIDA ist eine Kraft, nicht eine Person.
Wer die Anstrengung, sich zu erheben und den Berg zu ersteigen, auf  sich nimmt, kann die Weisheit, das Gold erringen in seinem Leben; er kann Gott in seinem Herzen gebären und aus der Taufe heben, auf daß es licht werde in seinem Inneren.
LUCIDA ist eine Pflanze im Garten Gottes, nicht so, wie LUZIFER, Sein Gegenspieler, der aber auch einmal wieder eins sein wird mit Gott, wenn alle Wesen eins geworden sein werden mit Gott, dem Schöpfer, dem Vater, dem Geist und eingepflanzt in seinen Garten.
Die weise Kraft ist es, die erschafft und lenkt.

BWL - Band V - Unterweisung 115


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 111 - 142 
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Unterweisung 115:
 1 Ich empfange dich, geliebtes Volk, und in dir die Menschheit, welche Meine Tochter ist. In dieser Zeit, in der Ich Mich durch das Verstandesorgan des Menschen kundtue, gebe Ich euch Kraft, damit ihr zum Weg der Vollkommenheit zurückkehrt, eure Lebensführung bessert und in eurem eigenen Herzen das Echo Meiner göttlichen Stimme spürt. Ich arbeite an euch in dieser dafür günstigen Zeit, damit ihr euren Geist erhebt, der heute schläft, so dass ihr euer Herz empfindsam macht. Denn Ich will in ihm nicht nur als ein vorübergehender Besucher sein, sondern als ein ewiger Bewohner, da ihr gerade in ihm nach Meinem Willen Meinen Tempel erbauen sollt.
2 Ich bin dasselbe "Göttliche Wort", das sich in der Zweiten Zeit in einer körperlichen Gestalt offenbarte, die Jesus genannt wurde, die mit euch zusammen lebte und euch die Sanftmut Seines Wortes brachte, die in Seinem vollkommenen Vorbild enthalten war. Jetzt bediene Ich Mich der menschlichen Instrumente, die Ich zubereitet habe und die schon vor ihrer Geburt für die Erfüllung dieser erhabenen Mission vorherbestimmt waren.
3 Ich habe euch gesagt, dass diese Erde nicht euer wahres Vaterland ist, denn es gab wirklich eine Zeit, in der ihr den Himmel als Wohnung hattet und beim Himmlischen Vater wart. Als ihr noch nicht zu diesem Planeten herabgekommen wart, wart ihr in der geistigen Heimat, wo alles Licht und Wahrheit ist. Aber diesen Eindruck habt ihr nicht fest in eure Seele eingeprägt, und darum lässt euer Gedächtnis euch im Stich und ihr erinnert euch an nichts aus jenem Leben, von eurem Aufenthalt in dem, was ihr Himmel nennt, welcher nicht dem entspricht, was ihr euch aufgrund eures Verstandes in dieser Welt, die ihr Erde nennt, vorstellt.
4 Vor eurer Erschaffung wart ihr in Mir; danach, als geistige Geschöpfe, wart ihr an dem Ort, wo alles in vollkommener Harmonie schwingt, wo die Essenz des Lebens und die Quelle des wahren Lichtes ist, von dem Ich euch nähre.
5 Der Schmerz wurde nicht vom Vater geschaffen. In den Zeiten, von denen Ich zu euch spreche, hattet ihr keinen Grund zum Seufzen, ihr hattet über nichts zu klagen, ihr fühltet den Himmel in euch selbst, denn in eurem vollkommenen Leben wart ihr das Sinnbild dieses Daseins. Aber als ihr jene Heimstatt verließet, gab Ich eurem Geiste ein Gewand und ihr sanket immer tiefer. Hernach entwickelte sich eure Seele Schritt für Schritt, bis sie zu der Daseinsebene gelangte, wo ihr euch jetzt befindet und wo das Licht des Vaters strahlt.
6 Ich bin der Meister der Liebe; wenn ihr daher nicht auf Meinen Wegen wandelt und die Menschen nicht mit der Liebe liebt, die Ich euch gelehrt habe, trifft euch der Schmerz aufgrund eures Ungehorsams. So gewinnt ihr mit jedem neuen Fall weitere Erfahrung.
7 Der Mensch als Gottes Geschöpf ist ein Bruder aller Geschöpfe von dieser und der anderen Welten, denn jede Lebensform ist ein Gedanke des Vaters in unterschiedlicher Sichtbarwerdung. Da ihr mit Vernunft begabt seid, so begreifet, dass ihr ein Teil dieser Schöpfung seid und in diesem Sinne Geschwister aller Wesen, und ihr müsst euch in bewusster Form über die Stellung klar sein, die ihr in der Schöpfung einnehmt, im göttlichen Plan und im universellen Konzert. Warum handelt ihr nicht im Einklang mit der Mission, die Ich euch offenbart habe? Seid Apostel Meiner Lehre, in der klaren Erkenntnis, dass ihr euch von Stufe zu Stufe entwickeln müsst. Habt Erbarmen mit euch selbst, nähert euch so schnell wie möglich dem Weg des Heils, welcher kein anderer als jener der vollkommenen Liebe ist, die in diesem einfachen Lehrsatz enthalten ist: "Liebt Gott mehr als alles Geschaffene und euren Nächsten wie euch selbst."
8 Lehrt eure brüderlichen Mitmenschen nicht nur mit Worten, sondern mit euren Werken der Liebe. Obwohl Ich "Das Wort" des Vaters bin, wurde Ich in der Zweiten Zeit Mensch, um euch mit
Meinem eigenen Vorbild zu lehren, die göttlichen Gesetze zu befolgen. Denn wenn Ich euch nur mit Meinen Worten gelehrt hätte, hättet ihr gesagt: "Er redet und vollbrachte kein einziges Werk." Daher war Ich unter Meinen Jüngern immer als Meister.
9 Bewahrt Meine göttlichen Lehren und Beispiele, sie werden morgen wie ein Stab sein. Bittet Mich in diesen Augenblicken, in denen Ich Mich durch den Wortträger kundtue, und sofern eure Bitten edel und gerecht sind, werde Ich sie erhören. Doch wenn ihr grundlos bittet, so seid gewärtig, dass Ich euch nur das geben werde, was ihr empfangen sollt. Bringt Mir geistige Verehrung dar und seid nicht wie jene, welche Tempel und Altäre errichten, die mit Gold und Edelsteinen bedeckt sind, die lange Wallfahrten unternehmen, sich mit rohen und grausamen Geißelungen züchtigen, unter Lippengebeten und Gebetslitaneien sich auf die Knie werfen und die doch noch nicht fähig waren, Mir ihr Herz zu übergeben. Ich habe euch über das Gewissen ermahnt, und darum sage Ich euch: Wer redet und davon spricht, was er tat und es ausposaunt, hat keinerlei Verdienst beim Himmlischen Vater.
10 Wenn ihr auf den geraden Wegen des Herrn wandeln wollt, so tut, was Ich euch in Meinem Worte, Meinen Beispielen und mit Meiner Liebe gelehrt habe. Seid demütig, vergeltet Böses durch Gutes, ohne dass euch die menschliche Undankbarkeit wichtig ist. Nehmt euer Kreuz geduldig auf euch und folgt Mir nach.
11 Ich, "das Wort", wurde in der Zweiten Zeit Mensch, um euch Meine göttliche Liebe zu zeigen. Ich verschmähte es nicht, im menschlichen Fleische unter euch zu leben. Ich wollte ein Kind dieser Menschheit sein, um Mich ihr stärker zugehörig zu fühlen, und damit sie Mich aus größerer Nähe erlebe. Jene Frau, die ihren Schoß darbot, damit in ihr "Das Wort" Mensch würde, war aufgrund ihrer Reinheit und Unschuld der würdige Tempel, um dessentwillen Ich sie als menschliche Mutter gewählt hatte. Maria war die Blüte eines Geschlechtes, das viele Generationen, bevor sie geboren werden sollte, vom Herrn zubereitet worden war.
12 Die mütterliche Liebe, deren Wesen und Zärtlichkeit im Vater sind, inkarnierte in Maria, jener Jungfrau, welche eine Blume der Reinheit und Unschuld war.
13 Maria als Frau ist die Verkörperung der universellen Mutter, ist die mütterliche Liebe, die in Meiner Göttlichkeit existiert und welche Frau wurde, damit es im Leben der Menschen ein Licht der Hoffnung gäbe. Maria als Geist ist die göttliche Zärtlichkeit, die zur Erde kam, um über die Sünden der Menschheit zu weinen. Ihre Tränen vermischten sich mit dem Blute des Sohnes, um die Menschen zu lehren, ihre Aufgabe zu erfüllen. In der Ewigkeit erwarten ihre offenen Arme liebevoll die Ankunft ihrer Kinder.
14 Von Anbeginn der Menschheit wurde euch das Kommen des Messias geweissagt; auch Maria wurde euch angekündigt und verheißen.
15 Jene, die die göttliche Mütterlichkeit Marias leugnen, verkennen eine der schönsten Offenbarungen, welche die Gottheit den Menschen gegeben hat.
16 Jene, die die Göttlichkeit Christi anerkennen und Maria verleugnen, wissen nicht, dass sie sich des Besitzes des zartesten und lieblichsten Wesenszuges berauben, der in Meiner Göttlichkeit existiert.
17 Wie viele gibt es, welche die Schriften zu kennen glauben und doch nichts wissen, weil sie nichts verstanden haben; und wie viele gibt es, welche trotz ihrer Meinung, die Sprache der Schöpfung entdeckt zu haben, im Irrtum leben!
18 Der mütterliche Geist ist liebevoll in allen Wesen tätig, ihr könnt sein Abbild überall erblicken. Seine göttliche Zärtlichkeit ist als gesegneter Same in die Herzen aller Geschöpfe gefallen, und jedes Reich der Natur ist ein lebendes Zeugnis von ihr, und jedes Mutterherz ist ein vor jener großen Liebe errichteter Altar. Maria war eine göttliche Blüte, und die Frucht war Jesus.
19 Ich wurde Mensch in jenem Geschöpf, ein Meisterwerk der Liebe Gottes, um den Menschen die großen Geheimnisse Meines Reiches zu offenbaren, indem Ich mit Werken und Worten der Liebe zu ihnen sprach.
20 Alles an Christus sprach, weil Er das "Ewige Wort" ist, dasselbe, dem ihr gerade lauscht.
21 Geliebte Jünger, studiert Meine Unterweisungen mit Liebe und gutem Willen, und ihr werdet schließlich alles verstehen, was Ich euch über die Zeiten hin geoffenbart habe.
22 Wahrlich, Ich sage euch, ihr und all jene, die diesem Werke auf den Grund gehen, werden die wahrhaftigen Ausleger der Schriften sein.
23 Die Geschichte Meines Volkes ist voller Zeichen und Wunder, welche den Glauben jener Menschenscharen an das Dasein und die Macht Gottes entflammten — des lebendigen, unsichtbaren und wahren Gottes.
24 Das Zeugnis dessen, was jenes Volk sah und erlebte, ging in die Geschichte ein und es wurde in Schriften festgehalten, welche alle Generationen bis in eure Tage gekannt haben. Aber jene Zeugnisse sind jetzt auf Menschen ohne Glauben und ohne geistige Vorbereitung gestoßen, welche, um glauben zu können, es für notwendig halten, darüber nachzudenken, zu grübeln und zu forschen und alles ihrer
Wissenschaft, ihrer Vernunft und Logik zu unterwerfen. Diese Menschen haben gezweifelt, andere sind verwirrt worden, einige haben es verneint, und manche haben darüber gespottet.
25 Es ist nur natürlich, dass jene, die die göttliche Wahrheit zu finden versuchen, indem sie dieselbe mit ihren Augen oder ihrem beschränkten Verstande suchen, keine drei Schritte tun, ohne dass sie gestrauchelt sind oder in einen Abgrund geraten sind. Den Weg zur Wahrheit kann nur der Geist finden.
26 Es ist notwendig, dass Ich euch sage, dass das Zeugnis der Menschen, die Mir nachfolgten, wahrhaftig war; das, was sie der Nachwelt vermachten, war richtig. Sie stellten die Lehren dar, die sie mit ihrem schlichten und unschuldigen Glauben aufgenommen hatten — so, wie sie dieselben sahen und wie sie alle Geschehnisse erfasst hatten.
27 All jene Ereignisse, Werke und Prüfungen, von denen die Alten zu euch sprechen, enthalten eine Wahrheit, ein Licht, eine Offenbarung. Jene glaubten, ohne nachzuforschen, weil sie die Ereignisse miterlebten. Euch obliegt es, den Dingen auf den Grund zu gehen und dann zu glauben, um den geistigen Inhalt aus dem herauszuziehen, was euch offenbart worden ist.
28 Alles hat eine so einfache und einleuchtende Erklärung. Aber Ich sage euch noch einmal, dass, um sie zu finden, der Geist beim tiefen Nachdenken Fortschritte machen muss.
29 Groß wird das Erstaunen dieser vermaterialisierten Menschheit sein, wenn selbst ihre Wissenschaft und ihre Beobachtungen ihr die Wahrheit vieler jener Geschehnisse beweisen, die sie nicht annehmen wollte. Dann wird sie überrascht sagen: "Es war die Wahrheit". Doch all das, was ihr heute Wunder nennt, ist nichts anderes als die materielle Verwirklichung einer göttlichen Botschaft, einer Botschaft, deren Stimme euch unablässig von etwas spricht, das jenseits eures Planeten und eures Verstandes ist, von etwas, das direkt von Meinem Geiste zu eurem gelangt.
30 Heute ist Meine Väterliche bei euch. Ich höre eure Bitten, selbst die leiseste eurer Klagen. Ich will, dass ihr lernt, mit eurem Vater zu sprechen. Aber denkt nicht, dass Ich nur zu euch gekommen bin. Nein, Ich bin auf alle Meine Kinder herniedergekommen, denn das Wehgeschrei dieser Menschen gelangte bis in die Himmelshöhen wie ein Angstruf, wie ein Flehen nach Licht.
31 Wenn ihr Mein Wort in dieser Form empfangt, fragt ihr euch innerlich, ob Ich als Vater oder als Richter komme. Dann sage Ich euch, dass, schon bevor ihr Mein erstes Wort dieses Tages vernehmt, das Gewissen euch bereits jede eurer Verfehlungen und auch jedes eurer guten Werke angezeigt hat.
32 Doch wenn Ich euch in Meinem Worte richten sollte — warum fürchtet ihr euch? Geht Mein Gericht nicht aus der Liebe hervor, die Ich euch entgegenbringe?
33 Ich erwecke euch, damit euch die Prüfungen nicht unvorbereitet treffen, damit die Unwetter und Wirbelstürme dieser Zeit euch nicht vom Lichte trennen.
34 Gewiss ist dies eine Zeit der Heimsuchungen, weshalb es notwendig ist, stark und zugerüstet zu sein, um nicht zu unterliegen.
35 Das Leben auf der Erde ist für den Menschen immer von Prüfung und Sühne begleitet gewesen; doch niemals war dieser Entwicklungsweg so voll von Schmerz gewesen wie jetzt, niemals war der Kelch so voller Bitterkeit.
36 In dieser Zeit warten die Menschen nicht bis zum Erwachsenenalter, um sich dem Lebenskampf zu stellen. Wie viele Geschöpfe kennen schon von Kindheit an Enttäuschungen, das Joch, Schläge, Hindernisse und Misserfolge. Ich kann euch noch mehr sagen: In diesen Zeiten beginnt der Schmerz des Menschen, noch bevor er geboren wird, das heißt schon im Schoße seiner Mutter.
37 Groß ist die Sühnepflicht der Wesen, die in dieser Zeit zur Erde kommen! Doch sollt ihr daran denken, dass alles Leid, das auf der Welt existiert, das Werk der Menschen ist. Gibt es eine größere Vollkommenheit in meiner Gerechtigkeit als zuzulassen, dass dieselben, die den Weg des Lebens mit Dornen besäten, diese jetzt ernten müssen?
38 Ich weiß, dass nicht alle den gleichen Schuldanteil an dem Chaos haben, das ihr erlebt. Das ist wahr, aber Ich sage euch, dass die, die nicht die Verursacher des Krieges sind, für den Frieden verantwortlich sind.
39 Dir, Volk, sage Ich: Hab Erbarmen mit dir und deinen Nächsten. Doch damit dies Erbarmen wirksam wird, erkennt eure Geistesgaben durch das Studium Meines Werkes. Wer seine Mitmenschen liebt, liebt Mich, denn sein Mitmensch ist Mein vielgeliebtes Kind.
40 Du bist ein Volk, das Ich für das Gebet zubereite, für das Lehren der Wahrheit, für das Heilen. Das Leben mit seinem Elend, seinen Mühsalen und Bitterkeiten ist wie eine Wüste geworden. Doch Ich sage euch, dass ihr nicht stehenbleiben oder in der Wüste ausharren sollt, denn dann werdet ihr nicht den wahren Frieden kennenlernen.
41 Habt das Beispiel Israels vor Augen, von dem die Geschichtsschreibung berichtet, als es lange Zeit durch die Wüste irren musste. Es kämpfte, um der Gefangenschaft und dem Götzendienst Ägyptens zu entkommen, aber auch, um ein Land des Friedens und der Freiheit zu erreichen.
42 Heute gleicht diese ganze Menschheit jenem Volk in der Gefangenschaft des Pharao. Man auferlegt den Menschen Glaubensbekenntnisse, Doktrinen und Gesetze. Der größte Teil der Nationen sind Sklaven anderer, die stärker sind. Harter Überlebenskampf und Zwangsarbeit unter den Peitschenhieben des Hungers und der Erniedrigung sind das bittere Brot, das heute ein großer Teil der Menschheit isst.
43 All dies bewirkt immer mehr, dass in den Herzen der Menschen eine Sehnsucht nach Befreiung, nach Frieden, nach einem besseren Leben entsteht.
44 Das Getöse des Krieges, das menschliche Blut, das vergossen wird, die Selbstsucht, das Machtstreben und der Hass, die auf tausenderlei Weise Früchte tragen, erwecken die Menschen aus ihrer tiefen Lethargie. Doch wenn dies Sehnen aller Meiner Kinder sie in einem einzigen Ideal vereint, so wie sich das Volk Israel in Ägypten unter der Inspiration Moses' einte — welcher Mensch, welche Drohung, welche Macht könnte dann diese Herzen aufhalten? In Wahrheit niemand, denn in dieser Sehnsucht wird Mein Licht sein, in diesem Kampf wird Meine Kraft zugegen sein, in diesem Ideal werden Meine göttlichen Verheißungen wirksam sein.
45 Braucht die Welt, um sich von ihren Ketten zu befreien, einen neuen Moses? Ich sage euch, dass die Unterweisung, die Ich euch in dieser Zeit gebracht habe, das Licht ist, das Moses inspirierte. Es ist Wort der Gerechtigkeit und Prophetie, es ist Kraft, die den Schwachen, den Furchtsamen, den Feigen aufrichtet und ihn in einen Mutigen, Entschiedenen, Inbrünstigen verwandelt. Es ist Gesetz, das auf den Weg der Wahrheit leitet und führt; es ist Manna, das in den langen Tagen der Wanderschaft am Leben erhält, und schließlich ist es Befreiung, ist Frieden, ist Wohlergehen für die Menschen guten Willens.
46 Du fühlst dich durch Mein Wort ermutigt, Volk, und als ob ein wunderbarer Balsam auf eure Wunden niederträufelt, fühlt ihr euch gestärkt, erneuert, voll Hoffnung auf den Morgen. Daher frage Ich euch: Glaubt ihr nicht, dass, wenn ihr die gleiche Botschaft den unterdrückten Völkern der Erde bringt, sie bei ihnen dasselbe Wunder bewirken würde?
47 Darum sage Ich euch immer wieder, dass ihr euch vorbereiten sollt, damit ihr den Zeitpunkt nicht verzögert, an dem ihr als Boten dieser inspirierten Botschaft euch aufmachen könnt. Wenn Ich euch sage, dass ihr euch vorbereiten sollt, so deshalb, weil diese gute Kunde auf solche Weise verbreitet werden soll, dass sie nicht Anlass für einen Schmerz ist, dass sie keinen brudermörderischen Streit hervorruft oder ein einziger Tropfen Blut ihretwegen vergossen wird.
48 Meine Botschaft ist überzeugend, sanft, voll Wahrheit. Sie berührt sowohl das Herz und spricht ebenso den Verstand an und überzeugt den Geist.
49 Hört Mich, studiert, setzt in die Tat um, und ihr werdet in der Lage sein, für die Menschen Breschen zum Glauben, zum Lichte, zur Freiheit und zum Frieden zu schlagen.
50 Dafür lehre Ich euch die vollkommene Verehrung Meiner Göttlichkeit. Ich will, dass ihr begreift, dass ihr nur zu Mir beten sollt, denn Ich bin der Geber, ohne dessen Willen oder Zulassung nichts geschieht.
51 Maria, eure Himmlische Mutter, ist Besitzerin von Gaben und Gnaden. Wenn also eure Erhebung gering ist oder eure unzureichende Erhebung euch unwürdig macht, mit Mir zu sprechen, so betet zu ihr, sucht ihren Beistand und ihre Fürsprache, und wahrlich Ich sage euch, auf diesem Wege werden eure Bitten schnell zu Mir gelangen.
52 Ich gebe euch diese Erläuterungen, weil ihr den Geist vieler Gerechten zu Gottheiten gemacht habt, die ihr bittet und anbetet, als ob sie Götter wären. Welche Unwissenheit, o Menschheit! Wie können Menschen die Heiligkeit und Vollkommenheit eines Geistes nur nach seinen menschlichen Werken beurteilen?
53 Ich bin der Erste, euch zu sagen, dass ihr den guten Vorbildern nacheifern sollt, welche eure Brüder und Schwestern mit ihren Werken, mit ihrem Leben und ihrer Tugend geschrieben haben, und Ich
sage euch auch, dass ihr beim Gedenken an sie ihren geistigen Beistand und ihren Einfluss erhoffen dürft. Doch warum errichtet ihr ihnen Altäre, die nur dazu dienen, die Demut jener Seelen zu beleidigen? Warum schaffen die Menschen Kulte zu ihrem Gedächtnis, als ob sie Gott wären, und setzen sie an die Stelle des Vaters, den sie vergessen, da sie ihre Geschwister anbeten? Wie leidvoll ist für diese der Ruhm gewesen, den ihr ihnen hier habt zuteil werden lassen!
54 Was wissen die Menschen von Meinem Urteil über jene, die sie Heilige nennen? Was wissen sie vom geistigen Leben jener Wesen oder von dem Platz, den sich jeder von ihnen vor dem Herrn verdient hat?
55 Niemand soll meinen, dass Ich mit diesen Offenbarungen die Verdienste aus euren Herzen tilgen will, welche Meine Diener unter euch erworben haben. Im Gegenteil, ihr sollt wissen, dass die Gnade, die sie bei Mir gefunden haben, groß ist, und dass Ich euch vieles durch ihre Gebete gewähre. Aber es ist notwendig, dass ihr eure Unwissenheit beseitigt, aus welcher der religiöse Fanatismus, das abgöttische Wesen und der Aberglaube entspringt.
56 Wenn ihr fühlt, dass der Geist jener Wesen eure Lebenssphäre umgibt, so vertraut ihnen, da sie Teil der Geistigen Welt sind, damit sie und ihr im Wege des Herrn vereint das Werk geistiger Brüderlichkeit vollbringt — jenes Werk, das Ich als Resultat aller Meiner Unterweisungen erwarte.
57 Ich lehre euch in dieser Form, damit ihr eure Aufgabe mit reinem Herzen vollbringt.
58 Wahrlich, dies Dasein ist ein neuer Entwicklungsabschnitt für euren Geist, welcher ein Werk, das ihm anvertraut worden war, unvollendet gelassen hatte und welchem jetzt die Gelegenheit gegeben worden ist, dasselbe auf dem Wege zur Vollkommenheit ein wenig weiter voranzubringen.
59 Auch Ich, der Göttliche Meister, musste zu den Menschen zurückkehren, weil Mein Werk von damals unvollendet blieb. Manche lehnen diese Behauptung ab und sagen, dass das Werk Jesu seinen Abschluss fand, als Er am Kreuze starb. Doch dies sagen sie, weil sie vergessen haben, dass Ich euch Meine Rückkehr ankündigte und versprach. Doch sollt ihr; denen Ich jetzt diese Lehren offenbare, begreifen, dass für Mich die Reinkarnation nicht unbedingt nötig ist, denn in Meinem Geiste liegt die Macht, Mich der Menschheit auf tausenderlei Weise zu offenbaren. Auch bin Ich nicht auf der Suche nach Vervollkommnung Meines Geistes zurückgekommen. Wenn Ich jetzt zu euch komme, geschieht es nur, um euch weiterhin den Pfad zu zeigen, der euch zum Lichte führt. Erinnert euch, dass die Propheten euch in der Ersten Zeit sagten: "Er ist die Pforte". Sagte Ich euch nicht außerdem, als Ich Mensch wurde unter euch: "Ich bin der Weg"? Sage Ich euch nicht jetzt: "Ich bin der Gipfel des Berges, den ihr derzeit ersteigt" ?
60 Wahrlich, Ich sage euch, Ich bin immer in der Vollkommenheit gewesen. Heute macht es Mir Freude, euch sicher auf Meinem Weg gehen zu sehen. Morgen wird universeller Jubel sein, wenn ihr alle in der geistigen Heimat lebt, welche schon seit langem die Ankunft der Kinder des Herrn erwartet.
61 So spreche Ich zu eurem Geiste, weil Ich weiß, dass er nun diese Lehre begreifen kann und ihm sagen kann, dass er kein Kind dieser Erde ist, dass er sich hier auf dieser Welt nur als Gast betrachten soll, weil sein wahres Vaterland geistig ist.
62 Fasst dies Wort in seinem rechten Sinne auf, denn sonst könntet ihr schließlich denken, dass Meine Lehre gegen jeden menschlichen Fortschritt gerichtet ist. Doch es wäre nicht gerecht, wenn ihr solche Irrtümer eurem Vater zuschreiben würdet, welcher nur die Vervollkommnung Seiner Kinder auf ihren unterschiedlichen Lebenswegen erstrebt.
63 Das, was Meine Gerechtigkeit unversöhnlich verfolgt, ist das Böse, das im Menschenherzen verschiedene Formen annimmt und sich zuweilen in egoistischen Gefühlen, in niederen Leidenschaften, in maßloser Habgier und selbst als Hass kund tut.
64 Jünger, studiert genau, was Ich euch jetzt in bildlichem Sinne sage: Das Leben ist ein Baum, seine Zweige sind unzählbar, und von diesen Zweigen gibt es nicht zwei, die gleich sind, doch jeder davon erfüllt seine Aufgabe. Wenn eine Frucht missrät, wird sie vom Baume abgestoßen, und wenn ein Zweig Wildwuchs zeigt, wird er beschnitten, denn vom Baume des Lebens dürfen nur Früchte des Lebens hervorgehen.
65 Wahrlich, Ich sage euch, jede Wissenschaft, die Böses verursacht hat, und jede Religion, die nicht wirkliches Licht verbreitet hat, könnt ihr als Zweige und Früchte betrachten, durch die der Saft des Lebensbaumes nicht fließt, weil sie von ihm abgestoßen wurden.
Mein Friede sei mit euch!

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