Die unsterbliche Geistseele des Menschen ist das Ebenbild des Schöpfers
DE_BW - 10.9.2026 - Anna Maria Hosta
BWL – Band 10 – Unterweisung 295 : 43 - 48
43. Ich bin die Liebe, und wer Mich
sucht, muss es von der Liebe inspiriert tun.
44. Der Mensch ist ein Abglanz des
Schöpfers, ein Ebenbild Gottes. Die Kinder müssen zwangsläufig dem Vater
ähnlich werden, aus dem sie hervorgingen. Diese Ähnlichkeit ist in der
Geistseele begründet, da sie mit Eigenschaften Gottes versehen ist und darüber hinaus
ewiges Leben hat. Die Materie, das heißt: der menschliche Körper ist nur ein
vorüber-gehendes Gewand der Seele.
45. Der Vater sandte die Seelen aus, um
diese Erde zu bewohnen, damit sie auf ihr Mittel für ihre Entfaltung finden
würden, Prüfungen, um stark zu werden, Lektionen, um von Licht erfüllt zu werden,
Gelegenheiten ohne Ende, um Verdienste zu erwerben, die sie über dieses Leben
erheben, sie von der Materie frei machen und sie zum Geistigen Reiche führen.
Aber der Mensch hat die Schlacht noch
nicht gewonnen, hat die Materie nicht beherrscht, hat die Welt nicht zu seinem
Diener gemacht. Im Gegenteil — er hat sich von Kräften und Elementen beherrschen
lassen, die unter ihm stehen. Der Mensch glaubt, Herr der Welt zu sein, während
er in Wirklichkeit nichts als ein Sklave der Materie ist.
46. Solange er diese Schlacht nicht
gewinnt, wird er das Geistige Leben nicht für sich erobert haben.
47. Glaubt jedoch nicht, dass Ich will,
dass die Menschen sich von den irdischen Gesetzen lossagen, um sich
ausschließlich dem Geistigen zu widmen. Nein, Volk, Ich will, dass ihr das, was
der Vater geschaffen und der Menschheit angeboten hat, zu eurem Wohle
gebraucht, für eure Entwicklung und für euren Aufstieg — dass ihr über das materielle
Leben mit seinen Naturreichen, Kräften und Wesen zu herrschen lernt. Doch um
dies zu erreichen, ist es nötig, über das hinauszugelangen, was eure
Intelligenz erreicht, das heißt, mittels der Geistseele zu wirken, damit der
Vater, wenn er eure edlen Ziele sieht — die Liebe, die ihr in eure Werke legt,
und den Platz, den ihr eurer Geistseele zu geben verstandet, den Vorhang von
seiner geheimen Schatzkammer wegzieht und euch einen Funken seiner Weisheit
gewährt, der eure Seele erleuchten soll.
48. Das Richtige ist, wenn der Geist dem menschlichen Verstande Weisheit offenbart, und nicht der Verstand dem Geiste “Licht" gibt. Viele werden das, was ich euch hier sage, nicht begreifen, und zwar, weil ihr schon seit langem die Ordnung eures Lebens verkehrt habt.

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