BWL - Band VII - Unterweisung 177


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VII - Unterweisung 175 - 207
Download-Link - Buch des wahren Lebens - Band 7

Unterweisung 177:

1         Menschheit, die du in diesem Augenblicke durch diese Gemeinde repräsentiert wirst, welche reuevoll und furchtsam vor der Gegenwart ihres Herrn niederkniet: Womit kannst du deine Liebesschuld bezahlen und deinem Vater wahrhaft wohlgefällig sein?

2         Ich will euch die Art und Weise sagen, dies zu tun: indem ihr um euren Frieden und eure seelische Aufwärtsentwicklung ringt. So werdet ihr eure Schuld abwaschen und eure Seelen erheben.

3         Ich gewähre euch eine gewisse Zeit, um in ihr das Verlangen eurer Seele zu stillen. Das neue Zeitalter erhebt sich vor euren Augen wie ein strahlender Tag voller Verheißungen und Offenbarungen. Mit seinem Lichte will er euch sagen: Kämpft! Und in diesem Worte ist der Auftrag des Vaters enthalten. Kämpft für den Frieden, für die Erneuerung, für den Sieg der Vergeistigung.

4         Ich präge diese Worte in euer Gewissen, damit es euch dieselben auf Schritt und Tritt wiederholt.

5         Macht euch bewusst, dass meine Liebe eine Stadt ist, die ihr einnehmen müsst. Es gibt viele Hindernisse und viele Feinde, die ihr besiegen müsst. Sie werden euch eine Schlacht liefern, um euch aufzuhalten; aber in euren Händen funkelt ein unsichtbares Schwert, wenn ihr es zu führen versteht. Es ist das Schwert der Liebe.

Kämpft, bezwingt mit ihm und zweifelt nicht, denn am Ende werdet ihr die Stadt fallen sehen, weil eure Liebe den Vater erobert hat.

6         Ich wollte in eurer Mitte eine einige brüderliche und gastfreundliche Familie schaffen, damit die "Karawanen" von Heimatlosen, die nach Frieden und Barmherzigkeit verlangen, eure Heime betreten, um an der Liebe teilzuhaben, die Ich in euch gelegt habe. Aber eure Vorbereitung geschah langsam; ihr habt euch verspätet, und die Karawanen von Heimatlosen haben in der Wüste Halt gemacht, als sie sahen, dass der Stern, der ihre Schritte lenkte, auf seiner Bahn innehielt. Deswegen will Ich nicht, dass die Menschen euch "schlafend" antreffen oder sündigend, wenn ihr wach seid; denn dann werdet ihr meine Wiederkunft nicht bezeugen können, sondern werdet euren Meister verraten haben.

7         Ich gebe euch Zeit, damit ihr eure Verfehlungen bereut und euer Leben wiederaufbaut. Der Familienvater, der gegen seine Pflichten verstoßen hat, indem er die Seinen im Stich gelassen hat, soll sich aufmachen und das Heim wiederherstellen.

8         Jene, die sich denen zugesellt haben, die dem Laster verfallen sind, sollen sich erheben und die Schwächen des Fleisches überwinden, indem sie den Willen und die Kraft ihres Geistes einsetzen, bis sie wieder heil sind. Alle, welche Diener dieses Werkes sind, sollen sich im Geiste vereinen, sich lieben und einander beistehen. Dann wird der Stern, der auf seiner Bahn innegehalten und dadurch "die großen Karawanen in der Wüste" zum Stehen gebracht hat, seinen Lauf fortsetzen und jenen Menschenscharen den Weg weisen, der zum Lande des Friedens führt.

9         Wenn jene Menschen, die auf der Flucht vor dem Krieg, dem Tod und der Zerstörung herbeikamen und in ihren Herzen die Erinnerungsbilder von Hass und Verbrechen trugen, in den Kreis einer Gemeinschaft treten, in welcher sich in jedem Heim ein Heiligtum wahrer Liebe erhebt, wo in jeder Ehe das Licht meines Gesetzes erstrahlt, wo die Eltern die Kinder lieben, und die Kinder die Eltern lieben und ehren, wo die kleinen Kinder mit Zärtlichkeit und Weisheit angeleitet werden und wo die Alten geachtet werden ─ meint ihr nicht, dass sie angesichts solcher Zeichen von Ehrfurcht gegenüber meinem Gesetze bekennen werden, dass in dieser Gemeinschaft ein Wunder geschehen ist, das allein der Barmherzigkeit des Vaters zugeschrieben werden kann?

10      O Volk, du bist bis heute hart und undankbar gewesen! Ich habe von euch keine Opfergaben verlangt noch Unmögliches von euch gefordert. Wenn es euch manchmal schwer erscheint, meine Lehre zu befolgen, so liegt dies an eurem Mangel an Liebe. Für den, der liebt, gibt es weder Hindernisse, noch Abgründe, noch Unmöglichkeiten, weil die Liebe die göttliche Kraft ist, die alles beseelt, die alles bewegt.

11      Kommt auf meine Felder, o ihr Menschenscharen. Die Feldflur erwartet euch, um von eurer Liebe die Aussaat zu empfangen und später eure Mühen mit der süßen Frucht zu belohnen, die aus ihrem Schoße hervorgehen wird.

12      Schließt euch fest zusammen durch die Bande der Brüderlichkeit, denn die Versuchung lauert meinem Volke auf, der Krieg naht im Verlangen nach einem Einfallstor, wo der Wächter schläft, damit Seuchen, Hunger und Krankheiten mit neuen, unbekannten Eigenschaften in den Schoß dieser Nation vordringen.

13      Ich habe euch die irdische Wissenschaft gegeben, um diese Unglücke zu bekämpfen und diese Leiden zu beseitigen. Aber Ich habe euch eine Wissenschaft gelehrt, die höher ist, der sich alle Feinde des Lichtes, alle Zerstörer der Gesundheit und des Friedens beugen. Diese Wissenschaft ist die Kraft der Liebe, die sich im Gebete stärkt.

14      Denke über diese Worte nach, o Volk, und höre dann auf das, was dein Gewissen dir anrät.

15      Mein Geist sendet euch seinen Frieden, den ihr nicht immer zu bewahren versteht. Wann werdet ihr lernen, Mich in euch zu tragen, ohne dass irgendeine eurer Handlungen oder einer eurer Gedanken Mich abstößt?

16      Niemand sei verwirrt, wenn Ich ihm sage, dass Ich will, dass ihr Mich im Innersten eures Herzens tragen sollt, denn Ich will, dass mein Licht und mein Frieden in euch wohnen.

17      Meine Richterstimme ist es, die euch an diesem Tage euren Mangel an Pflichterfüllung, euren Mangel an Liebe für dies Werk verwirft, das Ich euch anvertraut habe und das eure Bestimmung darstellt. Es ist die göttliche Stimme, die euch nun durch das Gewissen erreicht und euer Herz erbeben lässt, wenn sie euch fragt: Was habt ihr mit all dem gemacht, das Ich euch in dieser Dritten Zeit offenbart und gelehrt habe?

18      Für Augenblicke seid ihr euch jener Verantwortung bewusst, die eurem Geiste zuteil wurde. Aber das Verständnis ist nur wie ein Lichtstrahl, der euch kurz durchdringt, und dann versinkt ihr wieder in Schwachheit, weil ihr euch immer für unreif, krank und bedürftig haltet, während ihr in Wirklichkeit einen Schatz an göttlichen Gaben in Reichweite habt.

19      Wenn ihr in meinem Worte einen Vorwurf findet, so ist dieser aus Liebe geboren. Ihr sollt Mich nicht ungerecht nennen, denn wenn Ich es wirklich wäre, und wenn ihr in Mir dem "Zorn" begegnen würdet, wie ihr zu sagen pflegt, so hätte euch meine Gerechtigkeit schon lange ausgelöscht. Aber Ich zerstöre nicht meine eigenen Werke; Ich stelle euch auf den Weg der Entwicklung, damit ihr auf ihm eure Vervollkommnung erreicht.

20      Ich sage euch, dass die wahrheitsgemäße Vorstellung von Gott auf der Erde noch nicht bekannt ist, obwohl Ich Jesus gesandt habe, damit ihr Mich durch ihn kennenlernen konntet. Begreift: Wenn Ich wüsste, dass der Mensch nicht das Heil erlangen wird, so würde Ich nicht mit der Liebe zu ihm kommen, mit der Ich ihn immer aufgesucht habe. Meine Gegenwart unter euch ist der schlagende Beweis dafür, dass ihr zu Mir kommen werdet, denn der Vater kennt sehr wohl die Zukunft und die Bestimmung aller seiner Kinder.

21      Ich werde bewirken, dass das Wort, das Ich euch in dieser Zeit gegeben habe, mit Klarheit niedergeschrieben wird, damit die Menschheit in jenem Buche die Erklärung für viele der Unterweisungen findet, die sie nicht verstanden hatte, und die richtige Auslegung meiner Lehre. Dann wird jener Kenntnis die wahre Furcht entspringen ─ nicht die Furcht vor göttlicher Strafe, sondern der Kummer darüber, sich durch die Sünde zu beflecken, den Schöpfer zu beleidigen, mit befleckter Seele zum Vater ins Jenseits zurückzukehren, ohne auf dem Pfade der Vergeistigung und des wahren Wissens einen weiteren Schritt vorwärts gemacht zu haben.

22      Womit werdet ihr die Liebesschuld begleichen können, die ihr gegenüber eurem Vater habt? Womit werdet ihr Jenen bezahlen können, der fortwährend eure Beleidigungen und eure Undankbarkeiten vergibt? Ich werde es euch sagen: Indem ihr meiner Göttlichkeit würdige Werke vollbringt, einander dient und liebt.

23      Ein neues Jahr liegt vor euch, und bei dem, das gerade zu Ende geht, verlange Ich keine Rechenschaft von der Natur noch ihren Elementen: Ich mache Mich in eurem Gewissen bemerkbar und frage euch, was ihr bezüglich eurer Mission getan habt, und welchen Gebrauch ihr von der Zeit und den Gaben gemacht habt, die Ich euch anvertraut habe.

24      Das Jahr, das zu Ende geht, sprach zu Mir von euren Kämpfen, euren Tränen, von Anstrengungen, Mühen, aber auch von Trauer, Blut, Ruinen und Hass. Diese schmerzliche Bilanz brachte das nun vergangene Jahr vor meine Gegenwart.

25      Ein neues Jahr gewähre Ich euch, und vor eurem Blick zeigt es sich am Horizont wie ein Lichtstreifen, der eure Hoffnung auf die Zukunft entzündet. Jenes Licht ist die Stimme, die euch täglich sagen wird: Kämpft!

26      Ja, Menschen, kämpft für den Frieden, kämpft für die Erneuerung, kämpft für die Gerechtigkeit!

27      Vier Jahre wird euch mein Wort nur noch geben, um von diesem "Tag" Abschied zu nehmen. Versteht diese kostbare Zeit zu nutzen. Mein Werk wird 1950 nicht zu Ende sein, weil es der Ewigkeit zugehörig ist, noch wird eure Aufgabe zu jener Zeit enden. Vielmehr wird dann euer Kampf erst richtig beginnen, weil ihr während der Zeit meiner Kundgabe nur in der Vorbereitung gewesen seid.

28      Versteht die geistige und die irdische Aufgabe in einem einzigen Gesetz zu vereinen, damit ihr dem Vater eine gute Erfüllung darbringen könnt.

29      Ich lehre euch nicht nur, Mir zu geben, was Mir zukommt; Ich lehre euch auch, dem Kaiser zu geben, was des Kaisers ist.

30      Die Welt wird bald von euch erfahren, und durch euch werden die Menschen von meinem Kommen, von meinen Wundertaten und meinen Unterweisungen erfahren. Die Menschen werden diese Versammlungsorte erforschen und euer Leben beurteilen. Unter ihnen werden Männer der Macht, Geistliche der Sekten und Kirchen, Wissenschaftler und jene herbeikommen, die das Jenseits erforschen. Es ist mein Wunsch, dass ihr im Schoße eurer Versammlungen und im Schoße eures Heimes ─ wenn schon nicht Vollkommenheit, so doch dieselbe Harmonie, Moral, Achtung, Liebe untereinander und Vergeistigung zeigt.

31      Was würden jene denken, die im Verlangen nach Wahrheit herbeikomme, wenn sie unter euch in euren geistigen Andachtsformen Fanatismus entdecken würden, und sie in eurem privaten Leben die Ehegatten getrennt oder die Kinder verlassen vorfinden würden, weil ihre Eltern nicht ihre Pflichten zu erfüllen verstanden?

32      Seht die Vögel, die ihre Nester in den Zweigen der Bäume bauen, und nehmt euch an ihnen ein Beispiel, wenn ihr es nötig habt. Fragt nicht Mich danach, wie sich die lieben sollen, die sich ehelich verbinden, und wie sie ihre Kinder lieben sollen. Schaut zu diesen Nestern hinauf, und ihr werdet dort eine Lektion der Treue und Zärtlichkeit entdecken. Wenn sich doch alle Menschen so lieben würden!

33      Wachet und kämpfet, damit ihr, wenn das Jahr 1950 zu Ende geht, dem Vater Früchte darbringen könnt, die seiner würdig sind. Denn wenn ihr dann nicht zugerüstet seid, wird es im Augenblicke meines Abschieds großen Schmerz unter den Menschenscharen geben.

34      Wenn ihr euch nicht vorbereiten solltet, um die Abwesenheit meines Wortes zu ertragen ─ wie schmerzlich wird dann für euch mein Lebewohl sein und auch jenes, das euch meine Geistige Welt sagt.

35      An diesem Tage, an dem mein Geist euch mit Frieden und Segnungen erfüllt hat ─ worum könntet ihr Mich noch bitten?

36      Jetzt bin Ich es, der euch bittet, der an die Türen eurer Herzen klopft und euch bittet, dass ihr einander liebt.

37      Betet aufrichtig für den Frieden der Nationen, fühlt zutiefst den Schmerz der Menschheit.

38      Wahrlich, Ich sage euch, Seuchen und Tod umlagern eure Nation. Ihr habt keine wissenschaftlichen Mittel, um das Eindringen der Plagen und Nöte aufzuhalten. Aber macht Gebrauch vom Gebet, und ihr werdet in ihm Waffen und Kräfte entdecken, um diese unheilvollen Gefahren zu bekämpfen. Betet und vereinigt euer Gebet mit guten Werken, dann werdet ihr wirkliche Verdienste vor eurem Herrn haben, der allmächtig ist, der euch um eurer Demut willen Wunder gewähren wird, die fähig sind, die Welt in Staunen zu versetzen.

39      Wenn die Naturgewalten entfesselt sind und dabei Zeichen des Gerichts geben, dann betet, bleibt gefasst, und weint nicht euretwegen, sondern um der anderen willen. Doch trocknet die Tränen dessen, der nach euch verlangt, vernehmt seine Klage und gebt ihm den Heilbalsam.

40      Vielgeliebte Menschheit, glaube nicht, dass Ich in dieser Zeit deshalb zurückgekommen bin, um von euch mein in der Zweiten Zeit vergossenes Blut zu fordern ─ nein, jene Lebensessenz bleibt in euren Seelen verankert. Dies Blut wird in jedem von euch sprechen, wenn der Zeitpunkt dafür gekommen ist. Bis dahin erwarten viele, dass der Sohn Gottes zurückkommt, um noch einmal sein Blut von ihm zu fordern. In jedem Herzen meiner Kinder durchlebe Ich derzeit meine göttliche Passion.

41      Ich werde im Menschen geboren in seiner Unschuld, wenn er zum Glauben erwacht. Ich leide in ihm, wenn seine Leidenschaften entfesselt sind und ihn geißeln. Ich trage das schwere Kreuz seiner Sünden, seiner Undankbarkeiten und seines Hochmuts. Ich sterbe in seinem Herzen, wenn er Mich verleugnet und erklärt, dass er keinen anderen Herrn, noch einen andern König hat als die Welt. Dort, im Tiefsten und verborgensten seines Wesens finde Ich mein Grab.

42      Zuweilen vernimmt jenes Herz, als ob es ein fernes Echo wäre, die Stimme des Meisters ─ Jenes, den er in sich selbst ertöten möchte, damit er ihm keine Hindernisse auf seinen Weg legen würde. Es ist die Stimme seines Gewissens, der es gelingt, die Mauer des Materialismus, die jenes Herz umgibt, zu überwinden, bis sie sich schließlich Gehör verschafft.

43      So, wie Ich in jedem Herzen der Menschheit ein Kreuz und ein Grab gefunden habe ─ wahrlich, Ich sage euch, ebenso wird es in allen einen dritten Tag geben, an dem Ich voller Licht und Herrlichkeit auferstehen werde.

44      Heute sind die Saatfelder unfruchtbar. Zuweilen wollt ihr eurem Leben Wert verleihen, indem ihr das Gute in irgendeiner seiner Formen sät. Doch hernach gebt ihr es auf und beklagt euer Unterfangen, denn statt Ackerland, das euch die Aussaat erlauben würde, habt ihr nur Steine angetroffen; und zwar deshalb, weil ihr nicht begriffen habt, dass ihr vor dem Aussäen die Felder kennen müsst, auf denen ihr es zu tun vorhabt. Schreitet sie ab, bereitet sie vor, säubert sie und macht sie fruchtbar. Dies, meine Kinder versteht ihr noch nicht zu tun. Das ist der Grund, weshalb eure guten Vorsätze, Ideen und Eingebungen oftmals gescheitert sind.

Aber verzagt deshalb nicht in eurem Kampfe; vielmehr könnt ihr eure Mitmenschen zum Erwachen bringen, indem ihr ihnen die Augen öffnet über die Wahrheit und das Licht dieser Zeit, damit die Menschen sich bewusst werden, dass jeder Schmerz, den die Menschen als einen Leidenskelch zu trinken gezwungen sind, die Gerechtigkeit schaffende Sichel ist, die das Unkraut mit der Wurzel abschneidet. Es ist die weise und unerbittliche Gerechtigkeit, die die Felder umpflügt und vorbereitet.

Denn danach wird sie die Menschen, die Völker und Nationen zum Erwachen bringen, und es wird nicht mehr nötig sein, dass der Schmerz alle Verfehlungen abwäscht; denn an seiner Stelle wird die Reue, die Besinnung und die Erneuerung derer übrig bleiben, die das gleiche Ziel erreichen möchten, welches das der Läuterung ist.

Doch wenn ihr diese erlangt habt, wird eine Zeit kommen, in der man dies Wort auf der ganzen Welt als ein Lied der Liebe und der Rückkehr zum Frieden vernehmen wird.

45      Heute sehe Ich euch verständnislos gegenüber allem, was auf euch zukommt, weil unter den Menschen eine völlige Unwissenheit und Verwirrung herrscht.

46      Der größte Teil der Menschen nennt sich Christen, und dennoch beweisen sie bei den meisten Gelegenheiten mit ihrem Leben und ihren Taten das Gegenteil.

47      Wenn sie etwas Gutes tun, machen sie es bekannt und prahlen damit, und wenn sie einen Fehler begangen haben, es bereuen und Mich um Vergebung bitten, tun sie es auf eine solche Weise, dass sie damit beweisen, dass sie nicht einmal wissen, worin meine Vergebung besteht.

48      Nun kannst du der Welt sagen, o Volk, dass du dies Wort hörst, dass mein Licht erneut zu den Menschen gekommen ist, zumal du ihnen auch ankündigen kannst, dass die Menschheit bald ihre Lethargie abschütteln wird.

49      Ich werde euch nicht noch einmal menschliches Blut geben, um euch aus der Sünde zu retten. Wenn mein göttliches Blut, das in jener Zweiten Zeit vergossen wurde, zu euch von göttlicher und unendlicher Liebe, von erhabener Vergebung und ewigem Leben sprach, so sollt ihr begreifen, dass jenes Blut nicht einen Augenblick lang aufgehört hat, sich auf euch, auf euer Wesen zu ergießen, um mit seiner Spur den Weg zu euer Aufwärtsentwicklung zu weisen.

50      Niemand soll Mich als Mensch erwarten oder suchen. Denn wenn Ich bereit wäre, euch diesen Wunsch zu erfüllen, wäre eine solche Manifestation nicht zeitgemäß, und ihr müsst begreifen, dass der Meister niemals etwas tun wird, das nicht vollkommen ist, weil seine Lehren immer vollkommen sind, weil Er das Vollkommene lehrt.

51      Ebenso wird es, wenn diese Kundgebungsform, die Ich jetzt bei euch verwendet habe, ihr Ende findet, kein Bitten und kein Flehen geben, das Mich dazu veranlasst, das, was Ich euch angekündigt habe, nicht zu erfüllen. Diese Kundgabe wird für immer zu Ende sein, weil ihre Zeit dann abgelaufen und ihre Aufgabe beendet ist.

52      Bald werden 2000 Jahre um sein, seit Ich als Mensch unter euch gewesen bin, und das Blut, das Ich euch als einen Beweis meiner Liebe vermacht habe, ist das Erbe, das noch immer frisch ist.

53      Dennoch verlangt die Welt ein weiteres Mal mein Blut, und Ich will es ihr geben; aber nicht jenes, das den Körper belebt, sondern das der Seele ewiges Leben gibt. Mit meinem Licht werde Ich den Menschen Leben und Gesundheit senden. Es wird wie eine Sonne sein, die ihre Wärme zu den frierenden Herzen dieser Menschheit gelangen lässt.

54      Über alle wird sich meine Barmherzigkeit breiten, als ob es

die Flügel einer Lerche wären, die ihre Jungen bedeckt. Meine Liebe wird sanfter und schöner sein als das blaue Firmament, das eure Augen so sehr bewundern. Ihr werdet meinen Lebenshauch spüren, als ob es ein himmlisches Lüftchen wäre, das nur eure Seele wahrnehmen kann. Ich bin die Zeit, das Leben und auch die Ewigkeit. Ich bin der Frühling und der Sommer, der Herbst und der Winter eures Lebens, und jeder dieser Lebensphasen ist eine spürbare und lebendige Lehre, die der Göttliche Meister seinen Kindern gibt.

55      Lasst den göttlichen Morgentau in eure Seele dringen, damit sie einen ewigen Frühling erleben kann. Lasst zu, dass das Herz unter der brennenden Sonne des Lebenskampfes ermattet, dabei aber im Innersten eures Wesens die Blumen der Tugend, des Glaubens und der Liebe frisch bleiben.

56      Warum seid ihr traurig?: Ihr wisst es nicht. Ich weiß sehr wohl, dass euch der Kummer niederdrückt, weil ihr zugelassen habt, dass eure Seelen zugleich mit den Körpern krank geworden sind. Wenn euch der Sturm der Leidenschaften oder Prüfungen geißelt, oder der "Schnee des Winters" euch frieren lässt, dann verliert ihr alle Hoffnung und Lust zu leben.

57      Auch mein Geist wird betrübt, weil Er diese Menschheit immer weinen sieht, welche nicht erwachen und sich bewusst werden will, dass diese Erde noch immer eine irdisches Paradies ist. Ich sehe euch vor Hunger umkommen, obwohl ihr von Fruchtbarkeit und Leben umgeben seid. Es ist diese Menschheit, die Ich meine, wenn Ich euch sage: "Sie haben Augen und sehen nicht."

58      Die Menschen sind ohne Maß und Ziel hinter der Wissenschaft hergelaufen, und sie haben viele "Wunder" entdeckt. Aber jenes Wunder, welches wahren Frieden, wirkliche Gesundheit und wahres Glück schenkt, das haben sie unter allen Gütern der Erde nicht entdeckt, weil es jenseits des Menschlichen ist, wohin der Mensch gerade nicht gelangen wollte. Jene "göttliche Wissenschaft" lehrte Jesus, als Er euch sagte: "Liebet einander."

59      Sucht das Reich Jesu, das nicht von dieser Welt ist, und ihr werdet in ihm das notwendige Licht und den nötigen Frieden finden, um dies Erdenleben schöner und leichter zu machen.

60      Jetzt kommt ihr herbei, um den göttlichen Auftrag zu empfangen. Ich sehe euch bereit, meinem Gesetze zu gehorchen, indem ihr der Spur zu folgen versucht, die Jesus hinterließ.

61      Es ist lange her, dass Ich unter euch gewesen bin, doch auch jetzt noch klopfe Ich an die Türen eurer Herzen, damit ihr euch liebt.

62      Wohl dem, der sich vorzubereiten verstand, um in seinem Herzen den himmlischen Vater zu empfangen, denn dieser gibt ihm zu jeder Zeit die Gelegenheit, Gutes zu tun, im Hinblick darauf, dass der Jünger bei seinem Meister sein möchte.

63      Wenn ihr in diesem Jahr, das für euch beginnt, einer Prüfung begegnet, so seid stark und verzagt nicht. Dann werdet ihr euren Mitmenschen die Kraft beweisen können, die in eurem Geiste existiert. Sie werden dann die Quelle kennen lernen wollen, aus der ihr getrunken habt, und werden entdecken, dass Ich, Christus, die Quelle bin, von der sie sich so weit entfernt haben.

64      Wahrlich, Ich sage euch, zu dieser Quelle werden Menschen aller Rassen und Religionen kommen, weil in allen Kultformen, welche die Menschen Mir dann weihen, Spiritualität vorhanden sein wird, und schließlich werden alle der Wahrheit, der Einheit sehr nahe kommen.

65      Jünger, es gab Augenblicke, in denen ihr meine Gerechtigkeit gespürt habt, und Ich euch demütig vor meinem göttlichen Geiste habe beichten sehen. Dann habe Ich meinen Blick von euren Sünden abgewandt und ihn nur noch darauf gerichtet, dass ihr meine Kinder seid, die Ich liebe und denen Ich vergebe. So lehre Ich euch, eure Nächsten zu lieben und ihnen zu vergeben.

66      Lasst die Zeit nicht verstreichen, ohne sie zu nutzen, denn niemand weiß, wie lange er noch auf dieser Welt lebt. Darum sage Ich euch: Wartet nicht auf eine passendere Zeit als die gegenwärtige, um euch an die Arbeit zu machen. Euch soll nicht, während ihr auf bessere Zeiten wartet, der Tod überraschen, ohne Ernte und ohne Auftragserfüllung.

67      Das Jahr 1950 rückt näher, in dem Ich euch hinsichtlich dieser Kundgabe mein Lebewohl sagen werde, und jenes Lebewohl wird von euch so empfunden werden, wie es meine Jünger der Zweiten Zeit empfanden, als Ich ihnen ankündigte, dass die Stunde meines Abschieds gekommen sei.

68      Wenn jene den Trost hatten, Mich nach meinem Tode nochmals zu sehen, so geschah dies, um die Wahrheit des Geistigen Lebens mit Feuer in ihre Seele zu prägen. Doch unter euch werden nur einige die menschliche Gestalt Jesu schauen. Die anderen werden ihn zutiefst fühlen, und dies wird die Art und Weise sein, sich mit Mir von Geist zu Geist zu verbinden.

69      Wachet und betet für den Frieden der Erde, damit die vielen Nöte ein Ende haben, denn auf ihr befindet sich die Saat der neuen Generationen.

Mein Friede sei mit euch!

Was will Jeshua mit seiner Offenbarung bei den Menschen erreichen?


Aus dem Buch des Wahren Lebens – Band 7 – Unterweisung 175 – Verse 4; 12-16; 76-77;
4. Ihr fragt Mich, was Ich erreichen will, wenn Ich Mich der Menschheit dieser Zeit geistig offenbare? Darauf antworte Ich euch: Wonach Ich trachte, ist euer Erwachen zum Lichte, eure Vergeistigung
und eure Einigung, da ihr zu allen Zeiten gespalten wart. Denn während die einen die Schätze des Geistes erstrebt haben, haben die anderen sich der Liebe zu den Reichtümern der Welt gewidmet ─ Spiritualismus und Materialismus in fortwährendem Kampfe; Spiritualisten und Materialisten, die sich nie untereinander verstehen konnten.
12. Ihr alle habt eine "Verabredung" mit Mir und werdet euch versammeln müssen, um Mich zu vernehmen; denn ihr alle müsst Mich anhören.
13. Alles wird auf die Waage meiner Gerechtigkeit gelegt werden, auf der alle Werke gewogen werden, die nicht gerichtet sind. Meine Gegenwart und meine Macht werden sich fühlbar machen, wie sie sich noch nie bekundet haben. Denn nach dem Chaos soll alles auf die rechte Bahn zurückkehren.
14. Bete und wache unablässig, damit du nicht überrascht wirst, o Volk. Doch wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr wacht und für die Welt betet, wird es einen unsichtbaren Mantel geben, der euch
beschützt, weil ihr eure Mitmenschen geliebt und ihren Schmerz wie den eigenen gefühlt habt.
15. Ich sage euch noch einmal, dass Ich meine Gegenwart, meine Macht und meine Gerechtigkeit spürbar machen werde. Wenn Ich zugelassen habe, dass der Mensch in seiner Boshaftigkeit alles
entweiht, was es an Heiligem in seinem Leben gibt, so werde Ich seiner Verkommenheit eine Grenze setzen. Wenn Ich ihn auf dem Wege seiner Willensfreiheit habe dahinziehen lassen, so werde Ich
ihm beweisen, dass alles auf ihm, ein "bis hierher und nicht weiter" hat. Wenn Ich ihn sein Streben nach Macht und Größe in der Welt habe ausleben lassen, so werde Ich ihn auf seinem Wege aufhalten
und dafür sorgen, dass er sein Werk durch sein Gewissen betrachtet, damit er auf meine Fragen antworten kann.
16. Ich habe zugelassen, dass Schmerz, Zerstörung und Tod sich in eurem Leben fühlbar machen, damit diese so bitteren Früchte euch die Art von Bäumen begreifen lassen, die ihr kultiviert habt. Doch Ich werde auch bewirken, dass der Schmerz verschwindet und die Seele zur Ruhe und Besinnung kommen lässt; denn von ihm soll sich eine Liebeshymne zu seinem Schöpfer erheben.
76. Ich habe euch die Gabe der Willensfreiheit gegeben und habe diese gesegnete Freiheit respektiert, die Ich meinen Kindern gewährt habe. Aber Ich legte in euer Wesen auch das göttliche Licht des Gewissens, damit ihr, von ihm geleitet, eure Fähigkeiten in die rechten Bahnen lenken solltet. Doch Ich sage euch, dass im Kampf zwischen der Seele und der Materie die Seele eine Niederlage erlitten hat, einen schmerzhaften Fall, der sie immer mehr vom Quell der Wahrheit entfernt hat.
77. Doch ihre Niederlage ist nicht endgültig, sie ist nur vorübergehend, denn sie wird sich aus der Tiefe des Abgrunds erheben, wenn sie ihren Hunger, ihren Durst, ihre Nacktheit und ihre Finsternis nicht mehr ertragen kann. Denn der Schmerz wird ihre Rettung sein, und indem sie auf die Stimme ihres Gewissens hört, wird sie sich stark und strahlend, feurig und inspiriert erheben und ihre Gaben erneut gebrauchen; aber nicht mehr mit jener Freiheit, sie für das Gute oder das Böse zu verwenden, sondern indem sie dieselben nur noch der Erfüllung der göttlichen Gesetze widmet, welches die beste Gottesverehrung ist, die ihr eurem Vater darbringen könnt, der euch so sehr liebt.

A.M. bereitet einen leckeren Kartoffelsalat und folgt der Einladung ihres Mannes zum Sommerfest des Schachclubs ihres Mannes.
Jeshua läßt seine Stimme hören und sagt:
„Ich prüf dich!  Benjeshecke“
Der Treffpunkt ist die Gemeinschaftshütte einer Kleingärtneranlage. Dort angekommen sucht man sich einen Platz, um zur Kaffeezeit Kuchen zu essen. Da sitzen die Schachspieler an einem runden Tisch, der umrahmt ist von einem lebenden Zaun, einer grünen Hecke. (Jeshua hat es Benjeshecke genannt und A.M. sagt ihm das). Der Schachvorstand winkt und man setzt sich, der Einladung folgend, dazu an den runden Tisch. A.M. gedenkt Jeshuas Worten: ‚Ich prüf dich‘ und sie will auf keinen Fall etwas giftiges sagen und läßt all ihr verfügbares Feingefühl walten. Als sie einen Regentropfen abbekommt, sagt sie dies und einer der Schachspieler meint: ‚Das war ein Vogel!‘
A.M. muß lachen und erwidert: ‚Ah ja, die müssen ja auch mal pipi machen.‘ Alle sind vergnügt darüber. Ein anderer Schachspieler, ein Doktor und seine koreanische Frau kommen dazu. Sie murmelt etwas von ‚Du hast eine Glatze…. Keine Haare‘ zum Schachvorstand und dieser pariert mit einer schlagfertigen Rechtfertigung, alle sind ein wenig pikiert.
Nach dem grillen gehen A.M. und ihr Mann unmittelbar nach Hause. Er muß noch die Unterlagen für die Steuererklärung sortieren und A.M. geht schlafen.
Sie hat unruhige Träume, an die sie sich nicht genau erinnert, aber es geht um winklige Schachzüge im Verhalten der Anwesenden beim Sommerfest, darum, daß jeder bestrebt ist, der Beste sein zu wollen, es geht um Konkurrenz und Intellekt.
Jeshua sagt:
„Du warst sofort umgewandelt.“ (im Streben danach, eine der Besten sein zu wollen)
Ja, da herrscht ein Zwang, konzentriert standzuhalten in einer Welt des Intellekts, um sich nicht ‚zu blamieren‘ und dann unten durch zu sein. Es fühlt sich nicht gut an, denn es ist eine kalte Welt. Nur an der Oberfläche erscheinen alle kultiviert und freundlich, doch der Schein trügt.
Da ist viel Konkurrenz. Frauen sind nicht zugelassen in dieser Männerwelt der Schachspieler. Etwas ist isoliert. Es ist das fühlende Herz, es ist die bedingungslose Liebe.
Sobald eine Frau auftaucht und den Mund auftut, gehen die Wallungen bei den Männern hoch und diese Frau ist unten durch, verpönt, taugt nichts. So entstehen Konflikte, Kriege – weil die Männer und die Frauen nicht miteinander klarkommen. Männer und Frauen kamen niemals miteinander klar auf Erden, solange es die Geschlechter gibt.
Im Schachclub ist es so, daß nur zum Sommerfest es den Frauen erlaubt ist, zu erscheinen.
Jeshua sagt weiter zu A.M.:
„Sie haben versucht, dich zu vernaschen, aber du hast es gut gemacht. Du darfst in die geistige Welt zu mir fliegen.“
A.M. ist eines klar geworden:
Der Grund, wenn sie giftet, ist es, daß sie spürt, daß jemand versucht, sie zu vernaschen, ob es ihm bewußt ist oder nicht. In der Nacht gegen 2 Uhr, als sie wegen der Hitze nicht schlafen kann, will sie auf den Balkon, um sich abzukühlen, aber sie geht gleich wieder ins Haus, als sie auf einem Nachbarschaftsbalkon einen Mann seine verdatterte Frau angiften hört. Es geht um Eifersucht und Besitzansprüche.
Was will Jeshua uns Menschen lehren?
Jeshua will uns Menschen die engelgleiche Liebe lehren, denn wenn wir das auf Erden nicht lernen, wo sollen wir es dann lernen. Wenn wir es auf der Erde nicht lernen, müssen wir immer wieder inkarnieren, solange, bis wir es schließliche und endlich gelernt haben werden, d.h. bis wir im Geiste zu lieben verstehen.
Der Grund, warum Jesus am Kreuz gestorben ist, ist dieser und dies hat er A.M. einmal im Vertrauen selbst mitgeteilt:
Männer und Frauen kamen niemals mit einander klar auf Erden, seit es die Geschlechter gibt. Die Geschlechter sind die Ursache und der Grund aller Konflikte, aller Kriege und allen Streites unter den Menschen.
Eintracht und Frieden untereinander sind der einzige Weg – die Vergeistigung ist der einzige Weg, die engelgleiche Liebe zu erlernen, um in das geistige Reich zu gelangen und um das Reich unseres Himmlischen Vaters betreten zu können und dort für immer bleiben zu dürfen.

BWL - Band 7 - Unterweisung 176


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VII - Unterweisung 175 - 207
Download-Link - Buch des wahren Lebens - Band 7

Unterweisung 176:

         1           Seid stark gegenüber den Versuchungen der Welt und des Fleisches. Wann immer euch eine Prüfung Schmerzen bereitet, denkt an meine Lektionen der Zweiten Zeit und folgt meinem Beispiel.

         2           Ihr fragt Mich, wie es möglich war, dass Jesus die Versuchungen der Welt berührten? Darauf antworte Ich euch, dass es keine niederen Versuchungen waren, die das Herz eures Meisters heimsuchten.

         3           Der Körper, den er auf der Welt hatte, war menschlich und empfindsam, er war das Werkzeug, das mein Geist gebrauchte, um der Menschheit meine Lehren zu bringen. Er kannte die Prüfung, die ihn erwartete, weil mein Geist es ihm offenbarte, und jene materielle Wesensseite litt unter dem Schmerz, der sie erwartete.

         4           Ich wollte, dass jener Körper euch jene Zeichen von Menschlichkeit geben würde, damit ihr überzeugt sein solltet, dass mein Schmerz real war und mein Opfer als Mensch wahrhaftig.

         5           Wenn es nicht so gewesen wäre, hätte mein Opfer in den Augen der Menschen keinen Wert gehabt. Deshalb rief Jesus dreimal die Kraft meines Geistes an, der ihn beseelte, um in der harten Prüfung zu siegen: Das erste Mal war es in der Wüste, das zweite Mal im Olivengarten, das dritte Mal am Kreuz.

         6           Es war notwendig, dass Ich Mensch wurde und euch meinen

Körper und mein Blut überantwortete, damit in jenem Körper der Schmerz wirksam würde, den die Menschen ihm zufügen würden. Wenn Ich im Geiste gekommen wäre ─ welches Opfer hätte Ich für euch erbracht? Worauf hätte Ich verzichtet, und welchen Schmerz hättet ihr Mich fühlen lassen können?

         7           Der göttliche Geist ist unsterblich, er kennt keinen körperlichen Schmerz. Aber das Fleisch ist empfindsam für Schmerz, es ist begrenzt in seinen Fähigkeiten, ist von Natur aus sterblich. Daher wählte Ich jenes Mittel, um Mich der Welt zu offenbaren, und ihr mein wirkliches Opfer darzubringen, um euch den Weg zu eurem Heile zu weisen.

         8           Vergegenwärtigt euch jene Passion, solange ihr Sünder seid, und gedenkt jenes Blutes, damit ihr euch in Reue über eure Verfehlungen läutert und Mir in jenem Beispiel grenzenloser Liebe, das Ich euch gab, nachzufolgen versucht.

         9           Solange ihr Menschen seid, gedenket meiner an jenem Kreuze ─ meinen Henkern vergebend, sie segnend und heilend, damit ihr auf eurem ganzen, schweren Lebensweg gleichfalls jene segnet, die euch verletzen, und jenen alles nur mögliche Gute tut, die euch etwas Böses angetan haben. Wer so handelt, ist mein Jünger, und Ich sage ihm in Wahrheit, dass sein Schmerz immer nur kurz sein wird, weil Ich ihn in den Augenblicken seiner Prüfung meine Kraft fühlen lassen werde.

       10         Sehr wenige sind es, die danach streben, ihre Geschwister durch die Beispiele des Meisters zu unterweisen. In dieser Gemeinschaft wie in der Mehrheit der Religionsgemeinschaften erteilt man die Unterweisung durch Worte, die keine Kraft haben, weil es ihnen daran mangelt, dass sie durch Werke und Beispiele von Liebe bestätigt werden.

       11         Jetzt habt ihr Gelegenheit, die Auslegung meiner Lehre zu vernehmen, die euer Herz nach und nach abschleift, bis es zubereitet ist, um die Mission durchzuführen, die Ich eurem Geiste anvertraut habe.

       12         Fürchtet euch nicht, meinen Schritten zu folgen, denn Ich werde von niemandem verlangen, dass er es Mir in meinem Opfer gleich tut. Auch muss Ich euch sagen, dass allein jener Körper den Kelch leerte, den mein Geist ihm reichte ─ ein anderer Mensch hätte ihn nicht getrunken. Denn mein Körper erhielt Leben und stärkte sich in der Tugend und Reinheit Jener, die ihren Schoß anbot, um ihn zu empfangen: Maria.

       13         Meditiere, Volk, und nutze diese gesegnete Stille, in die du eingehst, wenn du meine Unterweisungen vernimmst. Wahrlich, Ich sage euch, in jenen Augenblicken der Betrachtung und Spiritualität wird mein Same in euren Herzen keimen.

       14         Ihr erreicht an diesem Tage Einheit und Frieden unter euren Herzen, um euch vor Mir als ein einziges Wesen zu zeigen, das sich des Geschehens, dem es beiwohnt, bewusst ist, wenn es mein Wort durch einen Stimmträger hört. Und Ich empfange euren Geist. Alles, was ihr Mir in eurem Gebet und in euren Kulthandlungen rein und schlicht darbringt, nehme Ich als gerechten Tribut der Kinder für ihren Himmlischen Vater an.

       15         Die dringlichste Bitte, die ihr vorbringt, ist die, dass auf dieser Welt Frieden wird, dass das patriarchalische Leben anderer Zeiten zu den Menschen zurückkehrt; doch Ich sage euch, dass jener Friede erst zurückkehren wird, wenn ihr, meine neuen Jünger, die Grundmauern einer neuen Welt gelegt habt, wofür Ich euch schule.

       16         Wenn ihr in jedem Nächsten einen Bruder seht, wenn ihr deren unterschiedliche Beurteilung aufgebt und Mich in ihnen liebt, werdet ihr die Morgenröte einer neuen Zeit erblicken. Das Leben wird dann heiter für den Menschen sein, und Ich werde als Vater anerkannt und geliebt werden.

       17         Mein Wort in dieser Zeit ist das gleiche wie jenes, das Ich euch in Jesus gab. Es ist derselbe kristallklare Strom, der eure Seelen erfrischte, als ihr Mir durch die Landschaften Palästinas folgtet. Sein Wesenskern ist euch bekannt, niemals werdet ihr seinen "Geschmack" verwechseln können, weil sein göttliches Siegel in eurem Geist geprägt blieb. Und nun, da Ich herniedergekommen bin, um Mich durch diese Männer und Frauen kundzutun, und ihr das Wort hört, das von ihren Lippen kommt, erkennt ihr, dass es nur von Mir stammen kann, und ihr fragt Mich, warum Ich nicht eine andere Form wählte, um meine Botschaft dieser Zeit zur Menschheit gelangen zu lassen.

       18         Ihr sagt Mir, dass es unter euch keine Menschen von untadeliger Tugend gibt, die fähig sind, Mir zu dienen. Es gibt keinen Moses, noch die Propheten der Ersten Zeit, auch nicht Petrus oder Johannes. Aber wahrlich, Ich sage euch, zu allen Zeiten habe Ich tugendsame Geister gesandt, und unter ihnen sind diese, die Mir in Demut gedient haben. Liebt und unterstützt sie, denn ihre Aufgabe ist sehr groß. Ich habe ihren Verstand und ihr Herz als eine reine Quelle bewahrt, und oftmals ist der Schmerz das beste Mittel gewesen, um sie zu läutern. Ihr Leben ist ähnlich dem meiner Sendboten anderer Zeiten. Ich segne sie. Wohl denen, die Mir so nachgefolgt sind und die ganze Bedeutung des Amtes empfunden haben, das Ich ihnen gegeben habe.

       19         Ich lade dich ein, in mein Reich einzugehen, o geliebtes Volk. Ebenso rufe Ich alle Nationen der Erde ohne irgendeine Bevorzugung; doch Ich weiß, dass nicht alle Mich vernehmen werden. Die Menschheit hat ihre Lampe ausgelöscht und wandelt im Finstern. Aber dort, wo man nur Verwirrung wahrnimmt, wird einer meiner Erleuchteten erscheinen, der in seiner Umgebung Licht verbreitet ─ ein geistiger Wächter, der wacht und mein Zeichen erwartet, um den Weckruf erschallen zu lassen, der seine Mitmenschen erweckt und aufrüttelt.

Lasst zu, dass die Liebe jener Abgesandten fruchtbarer Same in euren Herzen ist. Verkennt sie nicht, wenn sie sich bei euch in materieller Armut zeigen, hört auf sie, denn sie wirken in meinem Namen, um euch eine Vollmacht zu vermitteln, die ihr jetzt noch nicht kennt. Sie werden euch das vollkommene Gebet lehren, werden euch von den Banden des Materialismus, an den ihr gebunden seid, befreien, um euch die geistige Freiheit zu geben, und damit ihr euch zu Mir erheben könnt.

       20         Ihr, die ihr Mich hört, erwartet sehnlichst die Erfüllung aller meiner Worte. Ihr möchtet die Menschheit in meine Jünger verwandelt sehen, bittet Mich, zu jenen zu gehören, die Ich mit schwierigen Missionen in andere Länder sende. Doch wahrlich, Ich sage euch, ihr müsst euch zuvor schulen, weil der Kampf, der euch erwartet, groß ist.

Doch nicht alle Abgesandten, von denen Ich zu euch spreche, sind unter euch, noch haben alle mein Wort durch Stimmträger vernommen. Viele, viele von ihnen werden intuitiv sprechen, weil Ich sie geistig vorbereitet habe. Ich habe sie weise verteilt, um mein Licht zu all euren Geschwistern gelangen zu lassen.

       21         Wie könnt ihr annehmen, dass ─ während Ich zu euch hernieder kam ─ Ich andere Nationen vernachlässigen könnte, wo ihr doch alle meine Kinder seid? Meint ihr, dass irgendjemand ferne oder außerhalb von Mir ist, obwohl mein Geist universell ist und alles Geschaffene umfasst? Alles lebt und nährt sich von Mir. Darum ist mein Universeller Strahl auf den ganzen Erdball herabgekommen, und der Geist hat meinen Einfluss in dieser und in anderen Welten empfangen, denn Ich bin gekommen, um alle meine Kinder zu retten.

       22         Ich will nicht, dass ihr diese Zeit vergeudet, dass ihr durch die Welt geht, ohne eine Spur auf eurem Lebenswege zurückzulassen, sondern dass ihr wirkliche Pfleger des Samens seid, den Ich euch anvertraue, und um den ihr euch weiterhin bemüht, wenn ihr diese Welt verlasst, bis ihr eure Saat in der Seele eurer Geschwister zum Erblühen bringt.

       23         Ich will euch nicht an meine Aufträge binden; Ich inspiriere euch nur dazu, denn Ich werde keine andere Erfüllung annehmen als diejenige, die aus eurer bewussten und zubereiteten Seele geboren wurde. Seid frei in den Grenzen meiner Gesetze, aber gewöhnt euch an den Gehorsam. Erfüllt die beiden Gesetze, die den Menschen regieren, die im Kern ein einziges sind, denn beide stammen von Mir.

       24         Betet für alle Wesen, ersehnt Harmonie und Verständnis aller Mir gegenüber, und dass euer Gebet sich wie ein Gesang, wie ein jauchzender Hymnus emporschwingt, der die Seelen erhebt und ihnen den Weg weist, auf dem sie ans Ziel ihrer Bestimmung gelangen werden.

       25         Meine Lehre lässt den Menschen sich in all seinen Wesensaspekten entwickeln: sie sensibilisiert und veredelt das Herz, erweckt und vertieft den Verstand und vervollkommnet und erhebt die Seele.

       26         Macht aus meiner Lehre ein gründliches Studium, das euch ermöglicht, die rechte Art der Ausübung meiner Unterweisungen zu verstehen, damit eure Entfaltung harmonisch ist; damit ihr nicht nur den Verstand entwickelt, ohne euch um die Ideale der Seele zu bemühen, die ihr anregen sollt.

       27         Alle Anlagen eures Wesens können in meinem Worte den lichtvollen Pfad finden, auf dem sie wachsen und sich vervollkommnen können bis ins Unendliche.

       28         Ich habe euch genügend Zeit gegeben, um meine Unterweisungen in euch aufzunehmen und sie zu verstehen. Inzwischen ist es so, dass viele von euch, die einst als Kinder herbeikamen, nun Jugendliche sind, so wie andere, die als Jugendliche kamen, nun Erwachsene sind. Die einen sind auf diesem Wege gewachsen und gehören nun zu meinen "Arbeitern", und andere haben den letzten Atem ausgehaucht und haben nun ihren Platz unter meinen Erwählten.

       29         Ich habe diesem Volke genügend Zeit gewährt, damit in ihm ein fester und wahrhaftiger Glaube geboren wird und damit es in seinem Geiste eine tiefe Erkenntnis meines Werkes erlangt. Mein Wort bereitet euch für die Zeit vor, in der ihr diese Stimme nicht mehr vernehmt, und ihr euch auf das Innerste eures Herzens konzentrieren müsst, um meine Gegenwart zu fühlen und meine Inspiration zu empfangen.

       30         Meine Unterweisung ist in euer Gewissen geschrieben; dort ist die Lade, die mein Gesetz am besten bewahrt, damit ─ wenn die Zeit vergeht, und diese Stunden der seelischen Erquickung, die ihr mit eurem Meister verbrachtet, in die Ferne gerückt sind ─ die Essenz meines Wortes voller Leben in eurer Seele vibriert, von Liebe und Weisheit durchdrungen.

       31         In allen meinen Lehrstunden werdet ihr entdecken, dass Ich euch unablässig sage, dass ihr die Vergeistigung erreichen sollt, weil sie es ist, die euch auf Erden auszeichnen soll. Ohne Vergeistigung werdet ihr euren Mitmenschen nicht das Zeugnis geben, das ihr geben sollt.

       32         Fürchtet nicht den Tag, an dem Ich mein Wort unter euch beende. Mein Werk wird nicht zugrundegehen, noch wird eure Seele verzagen. Ich halte im geistigen Tale einige Wesen bereit, die auf der Erde inkarniert werden, um Führer und Propheten der Gemeinden zu sein ─ Lichtwesen, die euch lehren werden, auf dem durch mein Wort vorgezeichneten Wege einen Schritt voran zu machen.

       33         Heute will Ich euch sagen, dass ebenso, wie ihr hier darauf angewiesen seid, dass aus der Geistigen Welt Lichtwesen kommen, die euch auf eurem Wege beistehen, es auch geistige Heimstätten gibt, die darauf angewiesen sind, dass einige von euch mit der Botschaft meiner Unterweisung zu ihnen kommen.

Ihr wisst nicht, welche von denen, die Mich in diesen Augenblicken vernehmen, bald in Erfüllung einer geistigen Mission scheiden müssen. Das ist der Grund dafür, weshalb sich viele Herzen seit langem läutern müssen, und weshalb sie mit jedem Tag, der vergeht, ihre Seele immer mehr durch das Licht meiner Lehre erleuchtet fühlen.

       34         Ich will, dass ihr euch mit den geistigen Heerscharen vereint, damit ihr durch eure Liebe zu all euren Geschwistern für das Heil aller Wesen wirkt, die abseits des Weges des Lebens und der Wahrheit wandeln.

       35         Bewahrt dies Wort in eurer Seele, das euch in der Todesstunde, da ihr dies Dasein verlasst, zur Vorbereitung dienen kann, um euch geistig zu befreien.

       36         Begreift, welch schöne Zeit der Offenbarungen dies gewesen ist, geliebtes Volk ─ eine Zeit des Lichtes, das die Seelen erhebt! Wohl denen, die sich zurüsten, denn Sie empfangen mein Licht in Fülle.

       37         Doch denkt daran, dass es sich noch kaum um die Anfänge einer Ära handelt, dass euch nicht alles offenbart worden ist, was diese Zeit für die Menschen bereithält, noch ist alles, was ihr empfangen habt, von euch verstanden worden.

       38         Tage, Jahre und Jahrhunderte werden vergehen, in denen diese Menschheit Zeuge von wunderbaren Lichtbotschaften und geistigen Offenbarungen sein wird, die ihr Geist noch nie kennen gelernt hat.

       39         Jene Zeiten sind schon im Kommen, und daher müsst ihr denen den Weg bereiten, die eure Plätze einnehmen werden. Ihr müsst den Weg durch eure guten Werke segnen. Dann werdet ihr die Errichtung des wahren Tempels begonnen haben, welche andere aus eigenem Antrieb fortsetzen werden, und später werden weitere kommen, um ihn zu vollenden.

       40         Ich habe euch mit eurem Fleische kämpfen sehen, um seine Widerspenstigkeit niederzuringen. Ihr musstet große Schlachten mit eurem Herzen schlagen, um ihm Gehorsam und Ergebung abzunötigen. Seine Natur lehnt sich gegen die Weisungen des Gewissens auf; aber wenn ihr ausharrt im Gebet, wenn ihr achtsam seid, werdet ihr aus ihm den besten Mitarbeiter in der geistigen Erfüllung machen. Dieser Kampf gehört zu eurer Sühneleistung in dieser Zeit.

       41         Alle eure Eigenschaften sind von dem Augenblick an in euch gewesen, in dem ihr erschaffen wurdet. Die Intelligenz, die Empfindsamkeit, die Vernunft haben eure Seele erleuchtet, damit ihr die letzte Schlacht schlagen könnt. Wenn ihr dann über das Böse gesiegt habt und eure Seele der Pilot ist, der das Fleisch lenkt, werdet ihr in der Lage sein, zu euren Mitmenschen aufzubrechen und ihnen ein leuchtendes Beispiel zu geben, wie man die Entwicklung der Seele erlangt. Ohne mit Seelenstärke und Selbstbeherrschung zu prahlen, werdet ihr eure Werke zeigen, und diese werden Gehorsam und Achtsamkeit gegenüber meinem Gesetze offenbaren.

       42         Wenn ihr mein Wort nicht mehr durch die Stimmträger hört, und eure Seele das Verlangen fühlt, das zu befolgen, was Ich euch in dieser Zeit lehrte, so soll jeder meiner Jünger die Gruppe, die ihm angewiesen wird, als seine eigene Familie betrachten und sie unterweisen und führen.

Macht immer Gebrauch von der Barmherzigkeit, korrigiert mit Liebe und Weisheit, macht eine Atmosphäre des Friedens fühlbar wie die, die ihr heute geschaffen habt, dann wird mein Geist spürbar gegenwärtig sein, um alle zu inspirieren und zu segnen.

       43         Fragt niemanden, woher er kommt, noch weshalb er Mich sucht. Elias wird sie führen und seine Stunde wird dann gekommen sein. Schon heute bereite Ich jene vor, die herbeikommen werden, und heiße die willkommen, die an dies Wort glauben, das Ich euch durch das menschliche Verstandesvermögen gegeben habe.

       44         Ich lehre euch, damit ihr der "Wohlgeschmack" der Erde seid, damit ihr das Leben der Menschen mit der guten Nachricht versüßt, dass der Meister in dieser Zeit der Schmerzen zu ihnen zurückgekehrt ist und sein Wort als ein Erbe hinterlassen hat, damit alle sich davon nähren und ewig leben.

       45         Ich trage euch nicht die völlige Umwandlung dieser Menschheit auf. Bringt den Herzen mein Wort mit Überzeugungskraft, und es wird Wunder unter euren Mitmenschen tun. Wie viel Trost werden sie in ihren Tagen der Heimsuchung empfangen, wenn sie meine Unterweisung zu hören und auszulegen verstehen! Und ihr, wie werdet ihr euch nach diesen Stunden zurücksehnen, die ihr bei Mir verbrachtet und in denen ihr diese göttliche Essenz in euch aufgenommen habt, euch als kleine Kinder fühltet, um von eurem Vater seine ganze Zärtlichkeit und Liebe zu empfangen.

       46         Die Menschheit ist heute ein fruchtbares Feld zur Bearbeitung. Die Felder sind sehr weit, und die Arbeiter knapp. Wie wollt ihr Mir diese Generation zu meiner Lehre bekehrt präsentieren, wenn ihr nicht arbeitet? Ihr habt nur eine begrenzte Zeit, und vieles ist zu tun. Die Stunde ist günstig. Baut die "Tempel", die im Innern der Herzen niedergerissen wurden, wieder auf! Helft, Heime wiederaufzubauen, predigt auf eurem Wege mit Gedanken, Worten und Werken Vergeistigung!

       47         Wachet, damit die Tugend zu den Menschen zurückkehrt, und die Kinder ein starkes Band zwischen dem Vater und der Mutter sind, und die Jugendlichen ein starkes Fundament der neuen Generationen, der Gatte und die Gattin ein Ebenbild Gottes und seiner Schöpfung sind, und alle, mit den Schutzengeln, die euch beistehen, vereint, die vollkommene Harmonie mit Mir bilden.

       48         Eure Bitten gelangen zu Mir, das Licht, das Ich verströmt habe, erleuchtet euer Wesen. Alle eure Werke sind gegenwärtig, und ihr könnt eure Verdienste beurteilen. Die Schmerzen, die ihr nun erlebt, werden vergehen, und der Friede wird auf dem ganzen Erdball erstrahlen.

       49         Betet für die Nationen, die sich im Krieg bekämpfen. Teilt euer Brot und eure Kleidung mit jenen, die in Not geraten sind. Öffnet eure Kornkammern und gebt ihnen zu essen. Zeigt eure Brüderlichkeit in dieser Stunde der Bedrängnis für die Welt. Übt tätige Nächstenliebe an den Kranken, bereitet die Seelen vor, die ins Jenseits scheiden müssen, richtet den Glauben der Betrübten auf, bringt all euren Mitmenschen Frieden. Bittet, und Ich werde Wunder unter der Menschheit tun.

       50         Eure Welt ist voll von Sklaven. Das ist der Grund dafür, dass in jedem Menschen eine tiefe Sehnsucht nach Freiheit lebt. Aber ihr dürft dafür nicht die Gesetze des Geistes, noch die menschlichen verantwortlich machen, sondern euch selbst. Denn das wahre Gesetz, ob göttlich oder menschlich, muss führen, anleiten, unterweisen und schützen, aber niemals fesseln.

       51         Begreift, dass ihr deshalb nicht frei seid im Geiste, weil ihr ─ ferne der göttlichen Essenz, dem Gesetz der Liebe zu eurem Vater vor allem Geschaffenen, der Liebe füreinander als Geschwister im Schöpfer ─ euch zu Sklaven des religiösen Fanatismus, der Abgötterei und des Aberglaubens gemacht habt.

       52         Ebenso wenig seid ihr innerhalb der menschlichen Gesetze frei, weil diese, die unter den Menschen Gerechtigkeit schaffen sollten, von der Selbstsucht der Völker, von der Ungerechtigkeit und der Lüge mit betroffen sind.

       53         Die Regierenden und jene, die den Auftrag haben, die Seelen zu führen, sind auch Kinder meiner Göttlichkeit. Die Gesetze, welche die einen wie die andern zur Anwendung bringen, müssen menschlich sein. Und doch ─ wie ferne voneinander wandeln und leben sie.

       54         Wann wird die Menschheit dahin gelangen, "Gott zu geben, was Gottes ist, und dem Kaiser, was des Kaisers ist"?

       55         Während die einen sich damit begnügen, nur den Normen der Welt gerecht zu werden und jedes göttliche Gesetz zu missachten, streben die anderen nach der Erhebung der Seele auf den Wegen, die ihnen die verschiedenen Religionsgemeinschaften vorschreiben, obwohl sie in ihren Herzen dagegen aufbegehren, und weichen der Unterwerfung unter die Gesetze der Erde aus.

       56         Wahrlich, Ich sage euch, weder die einen, noch die andern erfüllen ihre Pflicht.

       57         Seht ihr das Königsgestirn, das täglich im Osten aufgeht,

wie es alle gleich bescheint und erwärmt, ohne Bevorzugung irgendeines Geschöpfes?

       58         So ist die Liebe des Vaters zu allen seinen Kindern, und so sollte eure Liebe und eure Gerechtigkeit sein, damit meine Gesetze in dieser Weise auf die Menschen angewendet werden.

       59         Erkennt ihr nicht die vollkommene Harmonie, die zwischen dem Göttlichen und allem, was von eurem Herzen geschaffen worden ist, besteht? Weshalb kann es dann zwischen den Menschen, welche Kinder Gottes sind, nicht auch vollkommene Harmonie geben?

       60         Wohl dem, der diesen Ruf vernimmt und die Zeit des Lichtes, in der er lebt, erkennt, denn er wird auf dem Wege der seelischen Aufwärtsentwicklung fortschreiten können.

       61         Ihr seid nun in den letzten Jahren, in denen ihr mein Wort vernehmen werdet, das in eurem Leben wie ein Funke meiner Weisheit gewesen ist.

       62         Diese Unterweisung wird in Büchern niedergeschrieben bleiben und zusammen mit den Jüngern, die sich wirklich vorbereiten und unverbrüchlichen Glauben in ihren Herzen tragen, das lebendige Zeugnis sein, das Ich ─ wenn die Stunde meines Abschieds kommt ─ denen hinterlasse, die Mich in dieser Dritten Zeit nicht hörten.

       63         Wohl denen, die trotz der Prüfungen treu bleiben, denn sie werden Weisheit und Frieden erlangen.

       64         Damit jeder die Aufgabe erfüllen kann, die er empfangen hat, müsst ihr euch in einem einzigen Willen vereinen, die Trägheit eures Fleisches für geistige Unterweisungen ablegen, euer Interesse nicht mehr nur auf das richten, was euer materielles Leben betrifft, und auch an eure Seele denken.

       65         Ich bin das ewige Leben; wenn ihr es erreichen wollt, müsst ihr nur mein Gesetz erfüllen.

       66         Die Andacht, die ihr innerhalb meiner "Hürde" habt, wenn ihr meinem Worte lauscht, sollte ihr auch danach bewahren, und in eurem Leben soll Ordnung, Achtung, Disziplin, Demut vorhanden sein.

       67         Ich erleuchte eure Seele, euren Verstand und euer Herz, bringe euer Leben auf die rechte Bahn.

       68         Ich will, dass meine Unterweisung in euren Herzen Wurzeln schlägt, damit ihr sie nicht vergessen könnt; denn ihr wisst nicht, wie sehr sie euch in den Zeiten des Kampfes fehlen wird, noch kennt ihr die Zeit, die ihr auf dieser Erde verbleiben müsst. Tut daher Gutes aufgrund meiner Lehre, damit ─ wenn der Vater euch abberuft ─ dieser Ruf euch nicht überrascht, sondern als gute Arbeiter wirkend antrifft.

       69         Wahrlich, Ich sage euch, diese Unterweisung wird die Moral dieser Welt wiederherstellen, da sie ein Schritt hin zur Vergeistigung sein wird; denn sie wird die Herzen zur Brüderlichkeit erwecken.

       70         Derzeit bin Ich noch immer der Unverstandene; denn während die einfachen Leute Mir in ihrer Unwissenheit fanatische Kulte darbringen, sagen jene, die als Gelehrte oder als Mächtige gelten, dass sie sich selbst genügen.

       71         Wie wenige folgen Mir nach!

       72         Geliebtes Volk, lass mein Wort dich weiterhin zurüsten.

       73         Ich gebe Frieden eurem Herzen, Frieden eurem Heim und Freiheit eurem Geiste in den Augenblicken, in denen der Körper sich dem Schlafe hingibt.

       74         Bewahrt diese Gnade und empfanget meinen Segen.

Mein Friede sei mit euch!

Empfohlene Posts

Der Vorläufer

Der Beginn eines neuen Zeitalters DE_BW    -   2.8.2026   -  Anna Maria Hosta  BWL Bd. VIII _ U 234: 26. Jetzt ist ein Augenblick der Gnad...