BWL - Band 5 - Unterweisung 141


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 111 - 142 
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Unterweisung 141:
 
 1 Volk, Ich sehe deinen Kampf und deine Anstrengungen, Ich sehe auch deine Geduld im Leiden, und die Erfüllung der Lektionen Meiner Lehre. Der Kampf ist auf allen Wegen, die der Mensch zu durchlaufen hat. Begreift, dass nicht nur ihr ihn erlebt. Jetzt müsst ihr mehr denn je stark sein. Wachet und betet und seid mit jedem Tagesanbruch bei Mir, und Ich werde euch in diesem Augenblick erleuchten, damit Mein Licht euch bei allen Werken begleitet, die ihr an diesem Tage ausführt.
2 Es ist nicht von Bedeutung, wenn ihr keine Worte oder Ideen habt, um ein Gebet zu formulieren. Mir genügt es, wenn ihr eure Gedanken zur Unendlichkeit erhebt, denn Ich werde die Sprache eures Herzens zu deuten verstehen.
3 Ihr seht das geistige Ringen dieser Zeit sich in vielen Heimen widerspiegeln: Ehepaare, die nicht die gleichen Ideale miteinander teilen. Die einen, bei denen Mir der Mann nachfolgt, andere, bei denen die Frau es ist, die allem die Stirn bietet, um Mir voller Glauben nachzufolgen, während der Gefährte sie auf Schritt und Tritt mit seinem Spott und seiner Ungläubigkeit verletzt. Oftmals, wenn sie in ihrem Schlafzimmer beisammen sind, leben ihre Seelen entfernt voneinander. Die Aufmerksamkeiten und die Zärtlichkeiten von früher haben heftigen Worten und verletzenden Ausdrücken Platz gemacht. Dann flackert die Flamme des Glaubens, die im Herzen brennt, gepeitscht von dem Sturm der Leidenschaften und aufgewühlten Gefühlen.
4 Es gibt Familien, in denen die Kinder — die einen als Kleinkinder und andere als Jugendliche — davon beeindruckt sind, Zeugen dieses Kampfes zwischen ihren Eltern zu sein, und auch sie fühlen, dass in ihrem Herzen die Unruhe, der Zweifel aufsteigen, und sie fragen sich: Wem soll ich recht geben? Wer besitzt die Wahrheit? Wem von ihnen soll ich folgen, und von welchem Rat soll ich mich leiten lassen?
5 Dieser Kampf ist bitter und schmerzlich, aber er musste unter euch ausbrechen, weil ihr nicht genug vorbereitet wart, um Meine neuen Unterweisungen zu verstehen. Dasselbe geschah in der Zweiten Zeit im Schoße der Familien; denn während die einen der Familienmitglieder ihr Leben hingaben für die Behauptung, dass Jesus Christus der Messias war, sprachen ihnen die anderen jede Wahrheit ab und wünschten sehnlichst, dass Seine Lehre ausgetilgt würde.
6 Euch, die ihr Mir zuhört und die ihr diese Schlacht in eurem Heime habt, sage Ich, dass ihr von Meiner Lehre das Licht nehmen sollt, damit ihr den nötigen Takt habt, um in rechter Weise zu handeln; dass in eurem Herzen Nächstenliebe sein soll; dass Intelligenz und Liebe eure Handlungsweise in euren Heimen leiten sollen; dass ihr euch an Meinem Worte stärkt, damit ihr Geduld habt in der schweren Prüfung, die eure Sühne darstellt.
7 Habt keine Furcht; denn wenn ihr eure Aufgabe in der Weise erfüllt, die Ich euch derzeit lehre, werdet ihr Wunder unter den Euren erleben, und zuweilen werden die Widerspenstigsten, die Ungläubigsten hernach die Inbrünstigsten sein. Ich rühre diese Herzen an und gewähre ihnen den Beweis, den sie benötigen, um glauben zu können.
8 Weine nicht, Volk, gehe mit Liebe dieser Prüfung auf den Grund, denn die Geduld und der Glaube, mit denen ihr sie ertragt, werden euer Lohn sein.
9 Begreift schließlich, dass ihr alle denselben Gott liebt, und streitet nicht wegen der Verschiedenheit der Form, in welcher der eine oder andere diese Liebe verwirklicht hat. Ihr müsst verstehen lernen, dass es Wesen gibt, in denen die Glaubensüberzeugungen, die Traditionen und Bräuche so tiefe Wurzeln geschlagen haben, dass es euch nicht leicht werden wird, diese im ersten Augenblick, da ihr sie lehrt, auszureißen. Habt Geduld, und im Laufe der Jahre werdet ihr es erreichen.
10 Manche hören Mich einmal, und von diesem Augenblick an übergeben sie sich Mir voller Glauben. Dagegen gibt es andere, die im Verlangen nach Meinem Worte ein, zwei und viele Male herbeikommen, ohne dass es ihnen gelingt, jene innere Erleuchtung zu empfinden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass nicht alle Seelen im Gleichschritt gehen. Denn während die einen bereits nahe daran sind, Mich zu fühlen, müssen sich andere noch weiter entwickeln und in den Prüfungen stark werden, die die Seele läutern, um Meine Offenbarungen zu verstehen.
11 Der Spiritualismus ruft eine weltweite Schlacht unter den Ideologien, Glaubensbekenntnissen und religiösen Kulten hervor. Aber nach dieser Auseinandersetzung wird diese Lehre den Menschen
gesegneten Frieden bringen, den sie so sehr benötigen, und bewirken, dass über allen Seelen die Sonne Meiner göttlichen Gerechtigkeit erstrahlt.
12 Diese Epoche des Lichtes — denn dies ist Meine geistige Kundgebung gewesen — wird für viele unbeachtet vorübergehen. Dennoch werden überaus klare Zeichen und Ereignisse als eine untilgbare Spur zurückbleiben, welche zwei für die Menschheit bedeutsame Begebenheiten kennzeichnen: der Beginn und das Ende Meiner Kundgebung; damit die Menschen studieren, erforschen und schließlich anerkennen, dass der Herr ein weiteres Mal unter ihnen gewesen ist. Ich werde Meine Kinder zubereiten, damit sie das Buch gestalten, das Meine Lehransprachen und Unterweisungen enthalten wird und das ein Strom kristallklaren Wassers, ein Fluss des Lebens werden wird, welcher den Durst nach Vergeistigung und die Sehnsucht nach Licht in dieser Menschheit stillen wird.
13 Jetzt, da zwei Zeitalter über euch hinweggegangen sind und das dritte beginnt, komme Ich im Geiste auf der Suche nach eurer Frucht, und in der Stille eurer Herzen höre Ich, dass ihr Mir sagt: "Vater, wie wenig an Gutem können wir Dir vorweisen, und wie wenig sind wir auf dem Wege vorangekommen." — Die Zeit ist bereits knapp, in der Ich weiterhin in dieser Form zu euch sprechen werde, und ihr müsst eure Schritte beschleunigen und eure Werke verbessern, denn die Religionsgemeinschaften beobachten euer Vorbild. Die Menschenmassen sind bereit, euch zu folgen und euch nachzueifern, aber ihr müsst mit euren Werken der Liebe Zeugnis ablegen, um Glauben zu finden.
14 Studiert gründlich Meine Unterweisungen und denkt über Meine Anordnungen nach, damit, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, ihr zu den Wegen aufbrecht, die euch eure Mission zeigt, und ihr jene aus ihrer Lethargie herausführen könnt, die stehengeblieben sind, und ihr zugleich den retten könnt, der am Scheideweg in die Irre gegangen ist. Ich will, dass ihr den Pfad kennt, bevor ihr ihn beschreitet. Habe Ich euch nicht gesagt, dass Mein Wort der Weg ist? Hört Mir also zu und studiert.
15 Niemand soll sich aufmachen, um den Weg nach seinem Willen festzulegen, noch Gesetze schaffen, oder Meine Anordnungen zu verfälschen, denn er wird zusammen mit denen, die er verführt, ins Verderben gehen.
16 Wenn ihr die Überzeugung und den Glauben habt, dass ihr das Volk des Herrn seid, das schon seit langem die Wüste dieses Lebens durchquert, so vergesst keinen Augenblick das Gesetz, seid eurem Vater nicht untreu, noch verliert den Pfad, der zu dem Ziel führt, das euer Geist erstrebt — jenes, das ihr "das Gelobte Land" nennt und das der Ort vollkommenen Lichtes ist, wo euch euer Vater erwartet.
17 Wer kann sagen, dass er schwach ist, wenn er in jedem Augenblick Meine Kraft empfängt? Wer kann sagen, dass er Hunger hat, wenn er sich so viele Male an Meinen Tisch gesetzt hat, um das Brot des wahren Lebens zu essen? Ihr alle habt ein Erbe, Gaben, und wenn ihr euch manchmal schwach oder arm fühlt, so deshalb, weil euer Glaube noch gering ist. Euer Fleisch ist zu widerspenstig, um all das, was die Seele an Gutem besitzt, erkennen zu lassen. Wie leicht lässt es hingegen die schlechten Neigungen oder ungesunden Tendenzen, die die Seele beherbergt, sich widerspiegeln. Überprüft dies bei den kleinen Kindern, die von sich aus den Schleier ihrer Unschuld zerreißen oder sich angesichts guter Handlungen rebellisch zeigen. Nicht alle, die zur Erde zurückkehren, kommen geläutert. Manche müssen die bittersten Leidenskelche trinken, die das Leben mit seinen Lektionen beschert, und die schwersten Prüfungen ertragen, damit sie sich beugen, sich besänftigen und sich bekehren.
18 Die Welt wird durch das Licht Meiner neuen Offenbarungen erzittern, und die Menschen werden die Wahrheit erkennen.
19 Wenn Ich zu euch als Vater spreche, öffnet sich vor euch das Buch des Gesetzes. Wenn Ich zu euch als Meister spreche, ist es das Buch der Liebe, das Ich Meinen Jüngern zeige. Wenn Ich zu euch als Heiliger Geist spreche, ist es das Buch der Weisheit, das euch mit Meinen Unterweisungen erleuchtet. Diese bilden eine einzige Lehre, denn sie stammen von einem einzigen Gott.
20 Schon ist der Tag nahe, an dem diese Kundgebung enden wird. Deshalb verkündige Ich Mein Wort in reichem Maße, damit das Volk stark und zugerüstet ist.
21 Ihr alle könnt sagen, dass ihr Mich in dieser Zeit gesehen habt, die einen mit dem Herzen, andere mit dem Verstand, und wieder andere mit dem Geiste. Wenn ihr euch an Meinen göttlichen Unterweisungen erquickt habt, habt ihr Mich gesehen; wenn ihr die Erfüllung einer Meiner Prophetien erlebt habt, dann habt ihr Mich erblickt, und wenn ihr in eurem Wesen die Gegenwart geistiger Mitteilungen fühlt, habt ihr Mich geschaut. Ich habe Mich auf verschiedene Weisen erblicken lassen, damit ihr von Meinem Kommen in dieser Dritten Zeit Zeugnis ablegt. Glaubtet ihr, dass die einzige Art,
Mich zu sehen, die mit den Augen eures Körpers ist? Aus geistiger Sicht sind eure materiellen Augen die begrenzteste Form zu sehen. Dachtet ihr, dass es unerlässlich war, Mich als Mensch zu sehen, wie Mich die Welt in der Zweiten Zeit sah, damit ihr sagten könntet: "Ich habe Ihn gesehen?" — Nein, Jünger, der Geist fühlt mit größerer Vollkommenheit als das Herz, der Verstand oder die Sinne; und er ist es, der Mich verstanden hat. Mein Wort erweckt die einen zur Wahrheit, und andere lässt es zum wahren Leben auferstehen; denn der Materialismus ist der Tod.
22 Das Buch des Wissens öffnet sich, um euch zu offenbaren, wie viele Geistesgaben und Eigenschaften ihr besitzt, viele davon sind für euch noch unbekannt.
23 Ihr wisst, dass Ich euch eine weitere Meiner Unterweisungen übergeben werde, um euch hernach auszusenden, damit ihr den Menschen die Gute Botschaft überbringt. Erwartet ihr, in das Herz eines eurer Geschwister Einlass zu erhalten, ohne zu wissen, was das Herz ist und was Geist ist? Wie viel Zeit ist vergangen, seit ihr vom Vater euer Erbe empfangen habt, und noch immer wisst ihr nicht, was euer Geist besitzt. Aber endlich ist das Zeitalter der Vergeistigung für die Menschheit gekommen. Alles Unbekannte wird bekannt werden, das Verborgene wird ans Licht kommen, und jedes Geheimnis wird aufgeklärt sein, weil der Geist der Wahrheit sich auf jeden Geist und auf alles Fleisch ergießt.
24 Wenn die Menschen geistig erfahren, wer sie sind, und sie ihren Ursprung kennen, werden sie nicht genug Tränen haben, um die Fehler zu beweinen, die ihre Widerspenstigkeit aus Unwissenheit und Hochmut sie begehen ließ. Aber nach der Läuterung wird Mein Mantel der Vergebung die Welt bedecken, und ein neues Zeitalter wird beginnen. Glaubt ihr nicht, wenn es Licht wird im Leben der Menschen und ihr Gewissen sie erleuchtet, dass es eine Veränderung in ihrem Leben geben wird? Ja, denn die Trübsale, die Kriege — alles, was die einen betrübt und die anderen zugrunde richtet, geschieht aus Mangel an geistigem Licht, was ihr Gewissen, Gerechtigkeit, Liebe nennen könnt.
25 O Volk, schon rückt der Tag näher, an dem Ich nicht mehr in dieser Form zu euch spreche. Nutzt Meine Unterweisungen, damit ihr den Wirbelstürmen standhalten könnt, die euch bedrohen. Die Menschen werden zu euch kommen, um Beweise von euch zu fordern, dass ihr mit Jesus gesprochen habt, und dass ihr von Ihm Seine Unterweisungen empfangen habt.
26 Ihr durchblättert das Buch Meiner Belehrung, in welchem das Gesetz, die Propheten und Mein zu allen Zeiten gegebenes Wort niedergeschrieben sind, alles wird schließlich in eurem Geist eingeprägt sein. Dies ist das Erbe, das Ich euch hinterlasse. Prüft, erprobt und studiert Mein Werk, untersucht es gründlich. Wenn ihr seinen Wesenskern entdeckt und erkannt habt, werdet ihr euch vom Vater unendlich geliebt fühlen, und Ihr werdet Mich auch lieben.
27 Falls eure Mitmenschen verächtlich über euch reden, weil ihr Meinem Ruf gefolgt seid, so verschließt eure Ohren und schweigt; sie sind unwissend. Doch wenn ihr diese Sache zum Anlass nehmen solltet, um sie zu richten, dann wehe euch, denn ihr seid bereits vom Licht eures Gewissens erleuchtet und wisst, was ihr tut.
28 Ich bin der Richter jedes Geistes und weiß, wer Mich in Wahrheit liebt. Nicht jeder, der Mich Vater nennt, ist mit Mir. Viele von denen, die behaupten, dass sie Meine Auserwählten sind und dass sie Mir dienen, haben Mich nicht verstanden. Ihr könnt euch gegenseitig etwas vormachen — doch wer könnte Mich täuschen?
29 Ich habe euch die Gleichheit, die Liebe, die Demut gelehrt. Auch wenn euer Schicksal scheinbar verschieden ist — das Endziel, das Ich allen gezeigt habe, ist das gleiche.
30 Lasst euch von eurem Gewissen leiten, es wird immer mit Gerechtigkeit zu euch sprechen, und ihr werdet wissen, ob ihr innerhalb Meines Gesetzes lebt, ob ihr Taten vollbracht habt, die würdig sind, sie eurem Vater darzubringen. Ich liebe das Reine, und wenn ihr Mir gefallen wollt, so seid rein.
31 Es wird eine Zeit kommen, in der die Welt euch in Bedrängnis bringt, sie wird machtvolle Werke von euch fordern, die von euren großen Geistesgaben sprechen, und wenn ihr nicht dafür zugerüstet seid, werden Mich viele als Vater verneinen und sagen, dass sie Mich niemals gehört haben, dass sie Mich nicht kannten; doch ihr wisst, dass Mein Wort lange Zeit eure Nahrung und euer Trost gewesen ist.
32 Um was habt ihr Mich gebeten, das Ich euch nicht gewährt hätte? Ich habe euch viele Liebesbeweise gegeben, um euren Glauben zu bestärken. Selig die Sanftmütigen und Demütigen, welche die Prüfungen des Lebens mit Ergebung anzunehmen verstehen, ohne zu verzweifeln.
33 Ergründet Mein Wort, fühlt es und bringt es in Anwendung, damit euer Glaube täglich fester wird.
34 Heute öffnet ihr dem Lichte Meiner Unterweisung die Türen eures Herzens und eures Verstandes. Mit welchen Werken werdet ihr Mich verherrlichen? Ihr alle schweigt, es schweigt der Geist und auch der Körper vor Mir. Ihr neigt euren Nacken und demütigt euch. Doch Ich will nicht, dass Meine Kinder sich vor Mir demütigen. Ich will, dass sie würdig sind, ihr Angesicht zu erheben und das Meine zu schauen, denn Ich komme nicht auf der Suche weder nach Dienern noch nach Sklaven; Ich suche keine Geschöpfe, die sich als Geächtete, Verstoßene fühlen. Ich komme zu Meinen Kindern, die Ich so sehr liebe, damit sie beim Hören Meiner Vaterstimme ihre Seele auf den Pfad zu ihrer geistigen Aufwärtsentwicklung erheben.
35 Doch siehe da, Ich komme zum Hause Jakob und finde nur Furcht in ihm, Ich hoffe, ein Fest vorzufinden, und es herrscht nur Stille. Warum, Mein Volk? Weil euer Gewissen euch eure Verfehlung vorwirft und euch hindert, dass ihr bei Meinem Kommen Freude empfindet. Der Grund dafür ist, dass ihr euch nicht geliebt habt, dass ihr nicht gearbeitet habt, wie Jesus euch lehrte.
36 Es hat euch an geistiger Zurüstung gefehlt, um den Schatten des Schmerzes zu ahnen, der euch auflauert, und so ist es nötig, dass euer Vater sich materiell hörbar macht und in eurer Sprache zu euch spricht, damit ihr erfahren könnt, dass der Engel des Krieges näherrückt, dass seine Waffen sehr mächtig sind, und dass ihm gegenüber der Engel des Friedens schluchzt.
37 Auf den Flügeln des Windes reitend, nähert sich die Seuche immer mehr, und im geistigen Raume schweben Tausende von Wesen, die Tag für Tag auf den Feldern des Hasses und der Zwietracht fallen und deren Verstörtheit euren Verstand und euer Herz verfinstern.
38 Die Naturgewalten sind entfesselt und reißen die Wissenschaftler aus ihren Träumen; aber diese — starrsinnig in ihrer Selbstherrlichkeit — betreiben weiterhin ihr zerstörerisches Werk unter der Menschheit. Während ihr zu beten vergesst, erfüllt ihr nicht die Aufgabe, die der Vater euch anvertraut hat.
39 Ihr wisst sehr wohl, dass die Aufgabe, Frieden zu stiften, seit jenen Zeiten auf eurem Geiste lastet, da Ich Jakob sagte: "Siehe, Ich werde dir eine zahlreiche Nachkommenschaft geben, durch welche alle Völker der Erde gesegnet werden sollen." Deshalb schweigt ihr vor Mir.
40 Wollt ihr etwa warten, bis die Gesetze der Menschen euch enterben und zwingen, eure Lippen zu verschließen, die Ich geschult habe, um von Mir Zeugnis abzulegen?
41 Seid keine kleingläubigen Menschen. Wenn Ich euch erwählt habe, so deshalb, weil Ich weiß, dass ihr fähig sein werdet, Mir zu dienen, und verstehen werdet, es zu tun.
42 An diesem Tage sage Ich euch: Wenn die Nationen den Frieden wollen, so mache Ich ihn erreichbar, entsprechend ihrer Liebe. Wenn sie noch mehr Krieg wollen, sollen sie ihn haben; doch durch ihn wird das Zepter Meiner Gerechtigkeit auf die Erde fallen.
43 Wenn die Menschheit Meine neuen Jünger verfolgt und zu verhindern suchen sollte, dass sie die Kranken heilen und von Meiner Lehre sprechen, werden sich unter den Menschen die seltsamsten Krankheiten ausbreiten. Die Wissenschaftler werden erkranken, die Augen vieler werden geschlossen werden, andere erleiden Gedankenverwirrung.
44 Die Tore des Jenseits werden sich öffnen, und Legionen von verwirrten Seelen werden ganze Landstriche verheeren und die Menschen zu Besessenen machen. Dann, angesichts der Ohnmacht der Wissenschaft, werden Meine demütigen Arbeiter sich aufmachen und Beweise ihres Wissens geben, durch welche viele gläubig werden. Schon seit langem wurde euch all dies Unheil angekündigt; trotzdem bleibt ihr taub und blind. Ihr seid undankbar.
45 Manchmal ist es notwendig, dass Ich so zu euch spreche. Doch verwechselt Mein Wort der Liebe nicht mit einer Peitsche. Ich liebe euch. Kommt herbei, damit ihr Meine Wärme spürt. Nähert euch Mir, damit ihr den Frieden Meines Reiches fühlt. Ihr seid die, die Mich während der Durchquerung der "Wüste" gesucht haben, seid die, die immer Meiner Verheißung nachgejagt sind.
46 Seid ihr dieses Lebens müde geworden? Dann ruht euch einen Augenblick im Schatten dieses Baumes aus. Sagt Mir hier eure Sorgen und weint euch an Meiner Brust aus. Wann werdet ihr für immer bei Mir sein? Ich will den Frieden schon in jeder Seele sehen.
47 Lasst "die Lerche" jetzt ihre Flügel über das ganze Universum ausbreiten, damit ihr ihren Frieden und ihre Wärme fühlt.
48 Frauen, ihr seid es, die mit eurem Gebet den geringen Frieden erhaltet, der auf der Erde vorhanden ist, jene, die als treue Behüterinnen des Heimes dafür sorgen, dass ihm nicht die Wärme der Liebe fehlt. So vereinigt ihr euch mit Maria, eurer Mutter, um den menschlichen Hochmut zu brechen.
49 Männer, Ich habe euch zu Herren auf dieser Erde gemacht, damit ihr Mich auf ihr repräsentiert. Euer Geist ist ähnlich dem des Vaters, und euer Körper gleicht dem Universum. Beurteilt die Vollkommenheit eures Körpers nicht nach seinen Maßen, sondern nach dem wunderbaren Leben, das in ihm existiert, seiner Ordnung und seiner Harmonie. Doch selbst bei größter Vollkommenheit ist der Körper begrenzt, und der Zeitpunkt kommt, wo er zu wachsen aufhört. Die Intelligenz und die Empfindungen entwickeln sich jedoch weiter, bis der Tod ihn aufhält. Aber alle Weisheit und Erfahrung, die er auf Erden erwarb, bleiben in der Seele eingeprägt, welche bis in alle Ewigkeit wächst und sich entfaltet.
50 Macht aus eurem Heim einen zweiten Tempel, aus euren Zuneigungen eine zweite Verehrung Gottes. Wenn ihr Mich lieben wollt, so liebt eure Ehefrauen und liebt eure Kinder, denn auch aus diesem Tempel werden große Werke, Gedanken und Vorbilder entspringen.
51 Ihr alle seid in dieser Zeit Schafe Elias'. Die einen leben in seiner Hürde, andere sind noch verirrt. Das Licht des Sechsten Siegels erleuchtet in dieser Zeit alle inkarnierten und nicht mehr inkarnierten Seelen. Während auf der Erde die einen dies Gesetz für den Fortschritt und das Heil ihrer Seele gebrauchen, verwenden es andere dazu, um in die Geheimnisse der Wissenschaft einzudringen und neue Wunder zu entdecken. Es sind die profanen und ungehorsamen Hände, die noch immer die Früchte vom Baum der Wissenschaft brechen, um das Herz der Menschen zu vergiften. Ihr lebt im sechsten Zeitabschnitt, den die Menschheit auf der Erde als ein Abbild des Weges zurücklegen wird, den sie in der Ewigkeit durchlaufen muss.
52 Ich sage euch in diesem Augenblick in Gegenwart von Elias, dass ihr in der sechsten Zeitepoche lebt, die die Menschheit auf der Erde durchgehen wird, wie ein Sinnbild von einer der sieben Stufenleitern, die euer Geist im Jenseits erklimmen wird.
53 In der ersten Epoche verkörperte Mich Abel auf der Erde, in der zweiten Noah, in der dritten Jakob, Moses in der vierten, Jesus in der fünften, in der sechsten, der gegenwärtigen, Elias, und in der siebten wird der Heilige Geist regieren.
54 Was habt ihr mit Meinen Boten gemacht? Der erste fiel unter dem Schlag seines eigenen Bruders, den der Neid dazu trieb. Der zweite wurde von Scharen Ungläubiger und Götzenanbeter verkannt und verspottet.
55 Der dritte gab in seinem Leben Beweise Meiner Macht und empfing dafür den Undank, selbst seiner Angehörigen.
56 Der vierte musste die Gesetzestafeln zerbrechen wegen des geringen Glaubens seines Volkes, das er so sehr liebte.
57 Der fünfte — obwohl sein Kommen angekündigt war — wurde nicht erwartet, fand keinen Glauben noch Liebe, und nachdem Er der Welt Seine Botschaft der Liebe gegeben hatte, empfing Er von den Menschen den schmachvollsten Tod, den ein Prophet oder Sendbote jemals erlitten hat.
58 Der sechste ist in dieser Zeit im Geiste gekommen. Dennoch verfolgen ihn die Pfeile des Zweifels, der Gleichgültigkeit und des Spottes.
59 Wenn das Siebte Siegel gelöst wird und statt eines Abgesandten der Geist des Ewigen selbst es ist, der die Menschen erleuchtet — wer wird dann Mich zu verwunden oder zu töten versuchen?
60 Ich spreche so zu euch, damit ihr morgen nicht verwirrt seid durch Theologen.
61 Jedes Siegel hat zu seiner Zeit seinen Glanz gehabt und sein Licht im Geiste meiner Kinder hinterlassen. So konnte auch im Sechsten Siegel die Stimme des Wortes auf der Erde gehört werden.
62 Volk, bete zu Maria, sie ist die Göttliche Zärtlichkeit, zur Frau geworden in der Zweiten Zeit — von der vermaterialisierten Menschheit nicht verstandene Reinheit, Jungfräulichkeit, die vom Verstand der Menschen nicht ergründet werden kann und nur von jenem erfühlt werden kann, dessen Empfindungen geläutert sind.
63 Der Mantel eurer Himmlischen Mutter hat der Welt von der Ewigkeit aus Schatten gespendet und beschützt liebevoll Meine Kinder, die von ihr sind. Maria, als Geist, wurde nicht auf der Welt geboren; ihr mütterlicher Wesenskern ist immer ein Teil von Mir gewesen.
64 Sie ist die Gattin Meiner Reinheit, Meiner Heiligkeit. Sie ist Meine Tochter, als sie zur Frau wurde, und Meine Mutter, als sie das "inkarnierte Wort" empfing.
65 Der Meister sagt euch: Ihr habt euch viel mit euch selbst beschäftigt, und deswegen habt ihr die anderen vergessen. Es ist notwendig, eure Gleichgültigkeit gegenüber fremdem Schmerz und fremden Bedürfnissen zu verlassen und euch von eurer Selbstsucht loszulösen.
66 Wenn sich der Schmerz auf eurem Wege zeigt, so seid bereit, ihn anzunehmen. Wenn ihr die Prüfung sehr nahe seht, so betet, wie Jesus es im Garten tat am Vorabend Seines Todes, und sprecht wie Er: "Mein Vater, wenn es möglich ist, so entferne diesen Kelch von Mir, aber Dein Wille geschehe und nicht der Meine." — Wachet, Meine Kinder, denn wenn ihr euch zubereitet, werde Ich in vielen Fällen den Leidenskelch von euren Lippen entfernen. Doch wenn es nötig sein sollte, dass ihr ihn trinken müsst, werde Ich euch — auf Grund eurer Ergebenheit und Unterwerfung unter den Willen Gottes — mit Kraft versehen, um durchzuhalten.
67 Vergesst nicht, dass der Schmerz läutert, und dass, wenn er mit Liebe und geistiger Erhebung ertragen wird, er nicht nur die eigenen Flecken abwäscht, sondern auch die fremden.
68 Überlasset Mir euren Schmerz, und er wird nicht unfruchtbar sein. Wie viel nutzlosen Schmerz hat es unter der Menschheit gegeben! Doch wer bis ans Ende seiner Wiedergutmachung zu leiden und sein Kreuz zu tragen vermochte, ist auf die Höhe des Berges gelangt, als er glaubte, für immer zu fallen.
69 Die Welt hat in den Prüfungen durch eure Gebete und Verdienste nicht den Frieden erlangt, den sie empfangen sollte. Denn wenn ihr diesen Prüfungen unterworfen seid, denkt ihr nur an euch, bedauert euch selbst und rebelliert, anstatt zum Vater zu beten und Ihm zu sagen: Wenn ein einziger meiner Nächsten ein Atom von Frieden erlangt durch den bitteren Kelch, den ich trinke — mit welcher Befriedigung werde ich ihn bis zum letzten Tropfen trinken! Und der Meister sagt euch: Wer so betet und fühlt, wird erreichen, dass seine Liebe vielen seiner Mitmenschen Gutes zu tun vermag.
70 Volk, ein scheinbarer Friede herrscht nun in den Nationen, doch ihr sollt nicht verkünden, dass der Friede gekommen ist. Verschließt eure Lippen. Der wahre Friede kann sich nicht auf Fundamenten von Furcht oder materieller Annehmlichkeiten erheben. Der Friede muss der Liebe, der Brüderlichkeit entspringen.
71 Die Menschen bauen derzeit auf Sand und nicht auf Fels, und wenn dann die Wellen wieder aufschäumen und gegen jene Mauern schlagen, wird das Gebäude zusammenstürzen.
72 Ich habe den Menschen durch ihr Gewissen Meinen Frieden vorgeschlagen und ihnen gesagt: Hier bin Ich, aber sie haben nicht auf Mich hören wollen. Zuweilen handeln sie wie kleine Kinder und wie Dummköpfe. Ich sage euch, dass sie wie Kinder handeln, weil sie in ihren Handlungen nicht das Licht offenbaren, das der Geist während einer langen Entwicklungszeit gewonnen hat. Obwohl sie in der Dritten Zeit leben, sind sie sich noch nicht bewusst geworden, was der Friede bedeutet. Ihr Geist ist träge, und noch mehr ist es ihr Herz, das nicht fühlt, was echte Barmherzigkeit ist, noch hat es in Liebe zu den Menschen geschlagen. Aber ein noch bitterer Schmerz als der Wermut wird sie erfassen, durch den sie erwachen und gefühlvoller werden. Nicht Ich werde es sein, der den Menschen diesen Kelch reicht, denn in Mir kann jene Bitterkeit nicht existieren.
73 Aller von Menschen verursachter Schmerz wird in einem einzigen Kelch zusammengefasst, der von denen getrunken werden wird, die ihn verursacht haben. Und die, welche sich angesichts des Schmerzes nie erschüttern ließen, werden jetzt in ihrem Geiste und in ihrem Körper erzittern.
74 Die Stunde rückt näher, in der ihr erleben werdet, dass die Völker von seltsamen und überraschenden Ereignissen erschüttert werden. Ihr werdet über Menschen erfahren, die groß in der Welt waren und die ihre Völker und Nationen verlassen werden, um in der Einöde, in der Einsamkeit, den Frieden mit ihrem Gewissen zu suchen. Andere, die wegen ihrem Hass und ihrem Machtstreben bekannt gewesen sind, werden die Welt überraschen, weil ihr Mund plötzlich Worte der Liebe und des Friedens sprechen wird. Der Grund ist, weil Mein Licht sie einhüllen und Mein Geist durch ihre Lippen sprechen wird.
75 Seid ihr auf diese Ereignisse vorbereitet, um auf die Fragen die richtige Lösung und Erklärung zu finden und um dem bestürzten oder verwirrten Verstand der Menschen Licht zu bringen?
76 Seit langem schon schule Ich euch, und noch immer könnt ihr nicht die Soldaten des Friedens sein. Seht euch die Nationen an, wie wenig Zeit ihnen genügt, um sich für den Krieg vorzubereiten, und wie sie sogar das Innere der Erde erschüttern. Seht, wie die Kräfte ihres Hasses ihren Einfluss bis zu den entferntesten Orten fühlbar machen, während ihr nicht fähig seid, sie Meinen Frieden fühlen zu lassen.
77 Ist der Hass etwa stärker als die Liebe? Ist die Finsternis mächtiger als das Licht? Hat das Böse eine größere Auswirkung als das Gute? — Nein, Meine Kinder.
78 Ich tadle euch nicht, Ich wecke euch nur liebevoll auf, um euch zu sagen, dass es nicht schwer ist, in dem Weinberge Jesu zu arbeiten, und dass ihr in eurer Besserung beharrlich sein sollt. Wenn ihr für Augenblicke den Vorsatz in euch tragt, euch zu erneuern, erfreut sich euer Geist und fühlt sich seinem Vater näher. Doch die Versuchungen lauern euren Schritten auf und bringen euch zu Fall.
79 Richtet euch endgültig empor, werdet euch bewusst, dass ihr eine Zeit durchlebt, die anders ist als die Erste und die Zweite, in der die materiellen und die geistigen Elemente überall in Erregung sind. Es ist eine Schlacht, die nur für den sichtbar ist, der geistig zubereitet ist, und unsichtbar für den, der es nicht ist. In diesem Wirbelsturm bewegen sich Millionen von menschlichen und geistigen Wesen, die einen entzünden Licht, die anderen suchen es; die einen verbreiten Finsternis, die anderen fliehen vor ihr.
80 Wehe dem, der auf der Suche nach dem Licht in dieser Zeit schwach wird! Millionen unsichtbarer Augen beobachten euch, um euch zu Fall zu bringen. Ich will, dass ihr der gute Same seid, der die Felder erobert, auf denen das Unkraut gewachsen ist. Wie ein Meer, das über die Ufer tritt, so dringt das Böse vorwärts und verwirrt ein Herz nach dem anderen, seine unreinen Wasser überfluten die Heime, das Herz der Kinder, den Verstand der Jugend, die reinsten Gefühle der Frau. Eure edelsten Institutionen sind herabgewürdigt, ebenso das Heiligste. Was tut ihr währenddessen? Gehört auch ihr zu den Blinden, die nichts bemerken? Kapselt ihr euch in eurer Selbstsucht ab, um ein wenig Frieden für euer Herz zu suchen? Schließt ihr euch in den vier Wänden eures Schlafzimmers ein, um zu verhindern, dass das Getöse des Krieges und die Klagen der Menschen bis dahin gelangen?
81 Ihr sollt nicht sagen, dass der Meister nicht prophetisch zu euch sprach, wenn ihr jetzt die Zeit kommen seht, die Ich euch ankündige. Aber bevor Friede unter den Menschen sein wird, wird das Feuer das Unkraut auf der ganzen Oberfläche der Erde verbrennen, die entfesselten Wasserfluten werden sie reinwaschen und der Schnee sie läutern.
82 Wachet auf, Jünger; seid vorbereitet, damit man euch nicht überrumpelt, denn ihr werdet mit Worten, mit Taten und durch Bücher bekämpft werden. Waffen und Verleumdungen werden gegen euch vorbereitet. Auch werdet ihr Zeugen einer Schlacht der Ideologien, der Lehren und Theorien sein. Die Theologen werden versuchen, mehr auszuforschen, als sie bisher erforscht haben. Die Philosophen werden neue Ideen in die Welt setzen. Die Wissenschaftler werden ihr Wissen als die einzige Wahrheit verkünden. Die Fanatiker der Religionen werden als Parteien auftreten und aufeinanderstürzen.
83 Dies wird die Zeit sein, für die ihr zugerüstet sein müsst, denn eure Stimme wird die einzige sein, die man als ruhig und als bewusst anhört.
84 Erkennt ihr nun, wie sehr Ich euch reklamiere? Seht ihr nun, wie klein ihr seid und wie viele Makel und Unvollkommenheiten ihr noch habt? Und doch werdet ihr Mir dienen, und eure Opfergabe wird wohlgefällig und wohlriechend sein vor Meiner Göttlichkeit.
85 Das Tabernakel, die Bundeslade und das Gesetz sind in eurem Herzen. Euch, die ihr demütig seid, werde Ich offenbaren, was die Gelehrten nicht zu erfassen vermögen.
86 Volk, in dieser Zeit kehrst du wie der Verlorene Sohn zum Hause des Vaters zurück. Ich habe euch empfangen und habe euch gesagt: Ihr seid der Erstgeborene, doch in eurer Abwesenheit zerstreuten sich die anderen Geschwister. Ich blieb allein und habe in Meiner Einsamkeit geweint. Jetzt seid ihr zurückgekehrt, und Ich sage euch: Setzt euch an Meinen Tisch, dort sind Brote, Früchte und Wein. Im Nebenraum sind die Arbeitsgeräte. Ihr habt dann eure Undankbarkeit und euren Ungehorsam beweint und erkannt, dass ihr unter den anderen Völkern, die nicht das empfingen, was ihr empfangen habt, Parias gewesen seid. Ihr habt gebeten, dass euch eure Geistesgaben zurückgegeben würden, und euer Reichtum ist euch zurückgegeben worden.
87 Ich habe euch erkennen lassen, dass ihr an der Zwietracht der Menschheit große Verantwortung tragt. Dann habe Ich euch ein Schwert der Liebe anvertraut, damit ihr mit ihm jene gefügig macht, die brudermörderische Kriege verursachen, und sie in Meine Gegenwart bringt.
88 Eure Mission ist die des Friedens, der Brüderlichkeit und der Vergeistigung. Ich mache eurem Herzen keinen Vorwurf wegen seiner gegenwärtigen Werke, sondern erinnere euren Geist an seine Vergangenheit und lasse ihn die erhabene Mission begreifen, die ihn in der Ewigkeit erwartet.
Mein Friede sei mit euch!

BWL - Band 5 - Unterweisung 140


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 111 - 142 
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Unterweisung 140:
 
 1 Ich bin unter euch gegenwärtig, um eurem Geiste den Weg des Friedens, des Lichtes und des Guten zu lehren.
2 Ich komme zu euch, denn Ich allein weiß, dass der Schmerz und die Angst, in der die Menschen leben, nichts anderes als Hunger, Durst und Elend des Geistes sind.
3 Ein Mensch heute und morgen ein anderer, sie werden ihre Augen dem Lichte der Wahrheit öffnen, schließlich davon überzeugt, dass sie mit Vergnügungen, Reichtümern und weltlichen Befriedigungen niemals ihre Vervollkommnung erreichen können, wobei sie ahnen, dass etwas jenseits des Materiellen existiert, dessen Wesensgehalt, Schönheit und Wahrheit jenes Brot ist, jene Nahrung und jene Freude, die dem Geiste so sehr fehlen.
4 Damit das Herz der Menschen von Meinem Lichte erfüllt werden kann, muss es sich zuvor von allem reinigen, was in ihm ist. Wie wollt ihr Mein Gesetz erfüllen, wenn euer ganzes Wesen vom Materialismus durchdrungen ist? Zuerst muss es sich von jedem Schmerz, vom Bösen und vom Hass befreien, die es in sich trägt, bis es rein ist, und dann wird Meine Gnade in es einziehen.
5 Wisset, dass Ich in jedem Menschen einen für Mich bestimmten Platz geschaffen habe; aber ihr habt ihn in Besitz genommen und mit Unlauterkeiten, Unvollkommenheiten und Entweihungen gefüllt. Dies ist die Wahrheit, der Mensch hat in sich selbst das Heiligste entweiht, das Ich seinem Geiste gewährt habe.
6 Nur Ich konnte Mitleid haben mit den Menschen, denn die Nächstenliebe entfernte sich von ihnen. Heute kennen sie diese nicht mehr, und so bin Ich gekommen, um ihnen alle ihre Fehler, welche die Ursache für ihre Bitterkeiten sind, vor Augen zu führen.
7 Was nützen den Menschen ihre Religionen? Ich sehe, dass alle als Grundsatz den Glauben an Gott haben und als Gesetz das Gute. Befolgt ihr etwa, was eure Religionen euch lehren und gebieten? Ihr könnt Mir nicht sagen, dass ihr es erfüllt, denn ihr würdet dies durch die unvollkommenen Werke, die ihr täglich auf der Welt vollbringt, Lügen strafen.
8 Man glaubt nicht an Mich, noch liebt man Mich, noch leistet man Mir Gehorsam. Das Leben der Menschen auf Erden wäre ein anderes, wenn sie Mir glaubten, Mich liebten und Mir gehorsam wären.
9 Ich zeigte Mich der Welt und gab ihr Beweise Meiner Gegenwart, Meiner Wahrheit und Meiner Macht, damit sie mir nachfolgen sollte. Und den größten Beweis Meiner Weisheit offenbarte Ich ihr mit dem Wort: "Liebet euch einander" — ein einfacher Satz, der aber das Geheimnis der wahren Größe enthält, die den vergeistigten Menschen vorbehalten ist.
10 "Liebet euch einander" war das letzte Gebot, das Ich Meinen Jüngern damals hinterließ. Gebot ist dasselbe wie Gesetz, daher vereinigte Ich in diesem Gesetz, euch als Geschwister in Gott zu lieben, alle Vorschriften, alle höchsten Lehrsätze und weisen Aussprüche, damit ihr wüsstet, dass die Liebe das Gesetz ist, welches das Leben regiert.
11 Nur Christus, das Lamm, offenbarte der Welt jenes Licht, weshalb Ich euch sage, dass die Stunde kommen wird, in der sich alle Menschen in der Wahrheit dieses Gebotes vereinigen.
12 Es ist nun an der Zeit, dass der Mensch Mir seinen Tribut der Liebe darbringt, wie es alle Wesen der Schöpfung tun. Bisher hat die Menschheit Mir nur die Galle und den Essig angeboten, die der Hauptmann bei Meinem Todeskampf an Meine Lippen hielt.
13 Wisst ihr nicht, dass mit Bitterkeit niemals der Durst nach Liebe gelöscht werden kann? Und doch ist es das, was ihr Mir immer angeboten habt. Ich dagegen bringe einen Mantel von unendlicher Barmherzigkeit, um euch zu bedecken, einen Kelch mit dem Wein des Lebens und Brot des Geistes, Brot der Weisheit, des Glaubens, der Liebe und Wahrheit, um euch zu erheben — nicht an einem Kreuz des Schmerzes, sondern auf einen Berg der Vollkommenheit.
14 Meine Jünger sollen ihre Ausübungen innerhalb Meiner Lehre nicht mit Geheimnissen umgeben. Diese ist einfach, von jener Schlichtheit, die ihr in der Natur vorfindet. Das Gebet, das Ich euch lehre, ist jenes, das aus dem Herzen hervorkommt. Was könnt ihr Mir verbergen, das Ich nicht weiß? Wenn in eurer Seele ein Gewitter tobt, wie könnt ihr Mir dann in einem Gebet sagen, das nicht von euch ist, dass ihr ruhig seid und dass ihr keine Hilfe braucht? Formuliert täglich euer eigenes Gebet gemäß euren Bedürfnissen. Fühlt Mich nahe, und wenn diese Welt euch mit ihren Problemen und Trübsalen ermüdet, so kommt zu Mir, wendet euch auch an die Geistige Welt, wo ihr Beschützer und Freunde, wahre Liebe, reine Zuneigung finden werdet, und ihr werdet ihre Begleitung und ihren Trost fühlen.
15 Ich regiere und betrachte alle Welten und werde mit Liebe sehen, wie die Geschwister sich einander nähern, die auf verschiedenen Sphären wohnen, um miteinander übereinzustimmen und sich die Hand zu reichen. Später werdet dann ihr nur noch Geister sein und jenen nacheifern, die Beispiele von Tugend gewesen sind — diese eure Beschützer und eure Fürsprecher, denen Ich erlaubt habe, sich in dieser Zeit vor dem Volk Israel kundzutun, damit sie eine große Mission unter der Menschheit erfüllen.
16 Lernt, für kurze Zeit auf höheren Sphären zu leben. Fliegt in jene Regionen, wo man Friede und Harmonie atmet, dann werdet ihr euch bei eurer Rückkehr stärker und getröstet fühlen.
17 Ihr habt alles Nötige, um in Meinen Gesetzen zu leben. Ihr könnt Mir nicht sagen, dass eure Lebensbedingungen euch nicht erlauben, sie zu erfüllen. Selbst inmitten des Lebenskampfes könnt ihr beten, lieben und euren Mitmenschen Gutes tun.
18 Die Türen Meines Herzens stehen offen, damit ihr eintretet und Mein Wort studiert.
19 Ihr seid die Geister, die seit Anbeginn der Schöpfung eine Mission erhalten haben. Ihr seid Funken Meines Geistes und seid mit Vernunft, Wille und Intelligenz begabt worden. Ich habe euch nach Meinem Bild und Meiner Ähnlichkeit geschaffen, und deshalb seid ihr befähigt, zu denken, zu fühlen und zu lieben.
20 Ihr seid wie Edelsteine, die in dieser Zeit leuchten sollen, um unter den Menschen Licht zu verbreiten, wie Juwelen liebe Ich euch. Für Mich habt ihr einen unschätzbaren Wert. Erwacht und lasst zu, dass Mein Meißel euch glättet, damit ihr, bereits zubereitet, in den Provinzen sorgfältig wirken könnt und Meine Wahrheit bekanntmacht, wobei ihr durch wahre Werke der Liebe Zeugnis von ihr ablegt.
21 Glaubt ihr etwa, dass Ich nach 1950 aufhören werde, Mich unter euch zu manifestieren? Zwar wird Mein Wort durch das menschliche Verstandesorgan enden, aber Meine Gaben werden in euch bleiben. Ich habe euch gesagt, dass ihr die Fundamente einer Welt der Liebe seid, und Ich will, dass ihr stark seid, damit ihr Stein für Stein aufbaut und dies Erbe den kommenden Generationen hinterlasst.
22 Erfüllt eure Mission, denn Ich werde mit Zuwachs jedes eurer Werke bezahlen. Der Weg, um zum Ziel zu gelangen, ist noch weit, doch ihr könnt ihn mit gutem Willen abkürzen.
23 Ich empfange euren Geist, denn er ist es, der sich zu den Höhen der Vollkommenheit aufschwingen kann. Ich erwarte, dass ihr euch vergeistigt, damit wir Eins sind, denn ihr alle werdet euch mit Mir verschmelzen. Inzwischen erleuchte Ich euren Geist.
24 Ihr werdet durch eure Prüfungen siegen, und Ich werde euch willkommen heißen. Meine Liebe wird es sein, die zu eurem Empfang euch entgegenkommt. Meine Liebe fragt nicht, wie ihr kommt, sie sagt nur: kommt.
25 Damit ihr mit eurem ruhigen Geist in Meine Gegenwart gelangen könnt, sorgt für ihn, denn er ist euer wahres Wesen. Vergesst ihn nicht, denn dies wäre, als ob ihr euch selbst und Gott vergessen würdet. Hört auf, euch zu sehr mit Befriedigungen, Annehmlichkeiten, Persönlichkeitskult und menschlichen Vergnügungen zu beschäftigen.
26 Ich spreche zu denen, die ihren Geist vernachlässigen, und frage sie: Was habt ihr für euer ewiges Leben hingegeben, für das, was heute ist und morgen nicht mehr sein wird, für das Leben der andauernden Veränderungen, wo der Triumph nur von kurzer Dauer ist, der Schmerz dagegen dessen unmittelbare Folge ist.
27 Denkt tief über diese Worte nach. Mein Gesetz und Meine Lehre bleiben immer unwandelbar für euch, sie erinnern euch und lehren euch eure geistigen und auch menschlichen Pflichten. Ich habe euch bereits gesagt, dass euer Leben euren Werken entspricht. Wenn die Menschheit eine Kette von Schmerzen mit sich schleppt, so habe nicht Ich jene Kette ihr angelegt, sondern sie selbst. Noch werdet ihr viel Weinen und Leiden erleben. Studiert Meine Worte, damit ihr jene Kette der Bitterkeiten und menschlichen Prüfungen nicht noch verlängert. Habt Mitleid mit euch selbst, denn Ich habe euch bereits vergeben.
28 In der Zeit, in der Ich als Jesus auf Erden war, sagten Mir die sündigen Herzen: "Rabbi, wie seltsam ist eure Lehre, die uns, den Sündern, die Vergebung Gottes bekanntgibt." Mein Wort kam ihnen seltsam vor, denn sie wussten, dass sie Verbrecher oder Ehebrecher waren und dass das einzige Gesetz, das sie kannten, lautete: Auge um Auge, und Zahn um Zahn. Deshalb fragten sie Mich verwundert: "Wieso sprecht ihr von der Vergebung der Sünden? Wieso zeigt ihr, o Rabbi, Liebe für die Verkommenen? Wenn eure Lippen sprechen, lassen sie einen himmlischen Glanz erstrahlen, und eure Lehre ist eine brennende Botschaft, die von reinster Liebe zeugt." Ihnen antworte Ich mit jedem Meiner Werke.
29 Meine Unterweisungen sind keine seltsamen Lehren, es ist die Lehre der Liebe, der Pfad, auf dem die Seele sich entwickeln kann, auf dem sie ihren Gedanken, ihren Worten und Werken die wahre Richtung geben kann, und welche ihr bis zum Ende ihres Sühneweges folgen werden.
30 Es ist notwendig, dass der, der gesündigt hat, den Tempel betritt und dort, von Reue erfüllt, dem Fest der Göttlichen Liebe beiwohnt.
31 Ihr könnt eure Reise durch die Hinterhalte des Lebens verkürzen, mit weniger Stürzen als andere, mit weniger Fehltritten, wenn ihr von dem Schlüssel Gebrauch zu machen versteht, der die Türe des Tempels zu eurer geistigen Zurüstung öffnet.
32 Wenn ihr das Böse, das ihr verursacht habt, wahrhaft bereut, werdet ihr immer willkommen sein. Doch es ist nötig, dass ihr eure Reue durch Werke beweist, denn nur durch sie werdet ihr euch läutern.
33 Drei Tugenden müsst ihr erstreben: Reue, Vergebung und Liebe. Wenn in eurem Wesen diese Gefühle, diese Tugenden nicht erstrahlen — wie wollt ihr dann für euren Geist das Licht Meines Reiches erlangen? Wie wollt ihr die Seligkeiten genießen, die denen vorbehalten sind, die sich emporzuheben verstehen, um sie zu erreichen?
34 Wer diese Seligkeit erlangt, trägt die Herrlichkeit seines Vaters in sich. Nur auf dem Wege der Liebe werdet ihr zu eurer wahren Heimat gelangen, jenem Reiche, das niemand auf irgendeine andere Weise erlangen kann, das ihr zu keinem Preis kaufen könnt, es sei denn, es wird mit dem Herzen gewonnen.
35 Die Liebe erleichtert die Last während der Lebensreise, und jeder Schmerz geht vorüber. Das Wort "Liebe" bedeutet Leben. Liebe und Leben sind Meine Lehre.
36 Drei Eigenschaften sind bei Meinen Jüngern notwendig, um ihr Leben zu ändern: Die erste ist die, Mich anzuhören, die zweite, Mich zu verstehen, und die dritte, Meine Unterweisung in die Tat umzusetzen.
37 Wenn ihr euch vom Wirbelsturm eures Lebens entfernt und mit reinsten Gedanken herbeikommt, wird Mein Wort Licht in eurem Verstande sein. Aber ihr kommt verwirrt vom Lebenskampfe und von euren Werken, die nicht immer dem entsprechen, was der Vater euch zu tun geboten hat. Ich erinnere euch besonders an das Werk, das ihr unfertig gelassen oder vergessen habt: das geistige Werk, das ihr vergessen habt, als ihr auf die Welt kamt oder danach.
38 Eure Augen erleben eine beglückende Erhebung, wenn ihr im Morgengrauen den Aufgang der Sonne in all ihrer Pracht erlebt. Doch ihr wisst nicht, was für eine Freude es für den Geist ist, wenn er das Erscheinen Meines Göttlichen Lichtes als eine Sonne unendlicher Liebe erblickt.
39 Ach, wenn ihr doch eure innerlichen Sinne zu erwecken verstündet, um Den zu schauen, Der euch erwartet und Den ihr in euch habt! Wie groß wird die Überraschung derer sein, die Mich eines Tages in sich selbst entdecken, nachdem sie Mich auf so vielen Wegen gesucht haben.
40 Hört gut zu: Eine Quelle mit kristallklarem Wasser wird das Licht der Sonne getreulich widerspiegeln, während eine andere mit trübem Wasser es nicht mit derselben Klarheit widerspiegeln kann. So ist eure Seele; eure Aufgabe ist es, die Quelle zu reinigen und sie danach mit klarem Wasser zu füllen.
41 Ihr könnt das Himmelreich nicht in einem Augenblick gewinnen; es ist nötig, Schritt für Schritt zu ihm zu gelangen. Das Licht der Sonne überflutet die Erde nicht plötzlich, es erscheint allmählich und sanft, ohne Heftigkeit, bis es euch zärtlich aus eurem Schlaf erweckt. Ebenso soll euer geistiges Erwachen sein.
42 Jünger, Ich will zu euch von Maria sprechen, Meiner Mutter als Mensch, und der geistigen Mutter von euch.
43 Es ist nötig, dass das menschliche Herz von Grund auf die kostbare Botschaft kennenlernt, die ihr Geist der Welt brachte, und nachdem ihr die ganze Wahrheit kennt, sollt ihr jede abgöttische und schwärmerische Verehrung, die ihr ihr geweiht habt, aus eurem Herzen tilgen und ihr dafür eure geistige Liebe darbringen.
44 Die Botschaft Marias war die des Trostes, der Mütterlichkeit, der Demut und der Hoffnung. Sie musste zur Erde kommen, um ihr mütterliches Wesen bekanntzumachen und ihren jungfräulichen Schoß anzubieten, damit in ihm "Das Wort" Mensch würde. Doch ihre Mission endete nicht auf der Erde. Jenseits dieser Welt war ihre wahre Heimat, von der aus sie einen Mantel des Erbarmens und der Mütterlichkeit über alle ihre Kinder ausbreiten kann, von wo aus sie die Schritte der Verirrten verfolgen und ihren himmlischen Trost auf die Leidenden ausgießen kann.
45 Viele Jahrhunderte, bevor Maria zur Welt kommen sollte, Fleisch geworden in einer Frau, um eine göttliche Bestimmung zu erfüllen, kündigte sie ein Prophet Gottes an. Durch ihn habt ihr erfahren, dass eine Jungfrau einen Sohn empfangen und gebären würde, welcher Immanuel genannt würde, das heißt: Gott mit uns.
46 In Maria, einer Frau ohne Makel, in welcher sich der Geist der Himmlischen Mütterlichkeit herabsenkte, erfüllte sich die göttliche Verheißung, die von dem Propheten angekündigt worden war.
47 Seit damals kennt die Welt sie, und die Menschen und Völker sprechen ihren Namen mit Liebe aus, und in ihrem Schmerze verlangen sie nach ihr als Mutter.
48 Schmerzensmutter nennt ihr sie, weil ihr wisst, dass die Welt das Schwert des Schmerzes in ihr Herz stieß, und aus eurem Bewusstsein weicht nicht jenes leidvolle Antlitz und jener Ausdruck unendlicher Trauer.
49 Heute will Ich euch sagen, dass ihr aus eurem Herzen jenes immerwährende Bild des Schmerzes entfernen sollt und stattdessen an Maria als sanft lächelnde und liebevolle Mutter denken sollt, die geistig wirkt und allen ihren Geschöpfen dabei hilft, sich auf dem vom Meister vorgezeichneten Weg aufwärtszuentwickeln.
50 Erkennt ihr nun, dass die Mission Marias sich nicht auf die Mutterschaft auf Erden beschränkte? Auch war ihre Manifestation in der Zweiten Zeit nicht die einzige, sondern ihr ist eine neue Zeitepoche vorbehalten, in der sie von Geist zu Geist zu den Menschen sprechen wird.
51 Mein Jünger Johannes, Prophet und Seher, schaute in seiner Verzückung eine Frau mit der Sonne bekleidet, eine Jungfrau strahlend vor Licht.
52 Diese Frau, diese Jungfrau, ist Maria, die in ihrem Schoße nicht wieder einen neuen Erlöser, sondern eine ganze Welt von Menschen empfangen wird, die sich in ihr von Liebe, von Glauben und Demut nähren, um den göttlichen Spuren Christi nachzufolgen, des Meisters aller Vollkommenheit. Der Prophet sah, wie jene Frau litt, als ob sie gebären würde, doch jener Schmerz war der der Läuterung der Menschen, der Sühne der Seelen. Wenn der Schmerz vorüber ist, wird es in den Menschen Licht werden, und Freude wird den Geist eurer Universellen Mutter erfüllen.
53 Kommt heute zu Mir, geliebte Jünger, kommt und nehmt den Platz ein, der euch gebührt. Und ihr Anfänger, seid auch ihr bei Mir. Heute, da ihr eure ersten Schritte tut, beginnt den Weg der Aufwärtsentwicklung. Ich empfange den, der zum ersten Mal kommt, Mein Wort zu vernehmen, und Trost für sein Herz und Licht für seinen Geist sucht, und sie alle heiße Ich willkommen.
54 Ich nenne euch glückselig, weil ihr in dieser Zeit des Materialismus, in der die Menschheit lebt, euch aufmacht und Meine Spuren sucht, eure Ohren dem Gerede verschließt und euch nur die Hoffnung herbeiführt, die ihr in Mich gesetzt habt. So, wie Ich euch jetzt erblicke — unschuldig und rein —, will Ich euch immer sehen. Und so, wie Ich euch an diesem Tage empfange, an dem ihr Meinen Frieden fühlt, so werde ich euch immer empfangen.
55 Mein Geist ist betrübt, wenn er sieht, dass sich nicht alle in gleicher Weise zubereiten. Es gibt manche, die keinen Glauben haben. Andere, die glauben, sind nicht bereit, sich den kommenden Auseinandersetzungen zu stellen. Einige fühlen sich in ihrem Egoismus nicht vereint mit ihren Geschwistern und haben sich getrennt. Doch Ich sage euch: Nur die Liebe wird euch stark machen, und der Glaube wird euch retten. Wachet immerdar, damit ihr nicht plötzlich überwältigt werdet.
56 Erwachet, die ihr noch schlaft, seht das Licht, das die Welt erleuchtet, und bereitet euch, damit ihr Mein Kommen in dieser Zeit erkennt. Viele eurer Mitmenschen wollen euch von diesem Weg abbringen, indem sie euch Wohlergehen im Erdenleben und Fortschritt für euren Geist anbieten. Doch in ihnen gibt es weder Liebe noch Aufrichtigkeit, und so frage Ich euch: Wer wird euch auf der Welt den wahren Frieden in dieser Zeit geben können? Die Nationen, die sagen, dass sie zum Frieden zurückgekehrt sind, haben sich nicht vergeben, die Regierenden haben sich nicht versöhnt, deshalb haben sie nicht die Fundamente für einen dauerhaften Frieden gelegt.
57 Bevor ihr gekommen seid, um Mich zu hören, fuhret ihr auf einem zerbrechlichen Boot, euer Glaube wankte. Die geistigen Belehrungen, die ihr empfangen hattet, waren sehr gering, und euer Geist hatte nicht die Ruhe und die Freude, die ihr erfahren habt, als ihr Mein Wort hörtet. Wenn ihr euch in euren Glaubensüberzeugungen verletzt fühlt, so schweigt nicht aus Furcht; bekennt, dass ihr Meine Jünger seid. Denn wenn ihr, die ihr Mich gehört habt, schweigt, dann werden die Steine sprechen, die Naturkräfte werden von diesen Unterweisungen Zeugnis ablegen. Ich will bei euch keine Feigheit sehen, die euch alles verleugnen lässt, was Ich euch gegeben habe. Denn wenn ihr dies tut, wird viel Schmerz in eurem Herzen sein. Wenn die, die sich krank und bedürftig an euch gewandt haben, nach ihrer Heilung euch verleugnen, so weint nicht. Freut euch an dem Gedanken, dass ihr eure Pflicht erfüllt habt und dass deren Leiden gestillt sind. Viele, nachdem sie euch ihre Dankbarkeit versagt haben, werden euch aufsuchen und eure Gaben anerkennen.
58 Nur wer Glauben an Mich hat, kann Wunder tun. Und Ich bediene Mich derer, die so glauben, um denen Wohltaten zu gewähren, die Beweise von Mir fordern. Ich will bei euch Liebe sehen, die wahre Liebe, die alle Kräfte wieder herstellen und der Menschheit die Gnade zurückgeben soll, indem sie die Menschen lehrt, sich einander zu lieben.
59 Das Licht Meiner Lehre wird die Welt erleuchten. Meine Macht wird durch Meine Arbeiter offenbart werden, und so, wie die Leiden sehr groß gewesen sind, so werden die Wunder noch größer sein, die Ich unter Meinen Kindern tun werde.
60 Wenn ihr euch zurüstet, werdet ihr über Meine Werke erstaunt sein und werdet Schritt für Schritt den Gipfel der Vollkommenheit erklimmen.
61 Jugend, bete und halte Meine Gesetze, denn Ich will Mich deiner bedienen. Legt eure Seelen nicht in Ketten durch die falschen Herrlichkeiten der Welt. Seid frei, mit jener Freiheit, die Ich den Menschen im Rahmen Meiner Gebote gewähre. Sät nicht den Schmerz, damit ihr nicht diese Saat erntet.
62 Euch Familienväter sage Ich: Führet eure Kinder mit Liebe, lehrt sie wahre Nächstenliebe, wacht eifrig über ihre Tugend, dann werdet ihr Frieden erlangen.
63 Wachet über eure Regierenden und achtet ihre Entschlüsse. Ich habe diese Nation in Frieden erhalten, weil Ich will, dass sie Zuflucht für müde Herzen und ein Heim des Friedens auf Erden sei. Lasst nicht zu, dass sie der Krieg erfasst. Doch wenn ihr ihn herbeiruft, wenn ihr es so wollt, dann geschieht nicht Mein Wille, sondern der eure. Wenn es nötig ist, dass ihr die Härte der Prüfungen kennenlernt, um empfindsam zu werden, damit ihr lernt, mit dem fremden Schmerz Barmherzigkeit zu haben, so geschehe, wie ihr es verlangt. Bedenkt, dass das Kriegselement nur auf euren Ruf wartet, um sich einzustellen und Landstriche und Nationen zu besetzen. Während einige nach Krieg verlangt haben, haben andere für den Frieden der Welt gebetet. Diese eure Nation hat ihr Brot und ihre Kleidung mit jenen geteilt, die große Heimsuchungen durchlebt haben. Ich habe ermöglicht, dass euer Land, das reich an Früchten ist, denen seine Hilfe anbietet, die Mangel daran haben.
64 Viele mächtige Männer in jenen Nationen haben sich als Bedürftige gesehen, Schicksalsgenossen mit denen, die nichts haben. Sie haben Gelegenheit gehabt, das Elend und den menschlichen Schmerz kennenzulernen, und haben darüber nachgedacht, was Größe und Besitztümer auf Erden bedeuten. Sie, die nicht an das geistige Leben gedacht haben, bereiten sich heute zu und erheben ihren Geist zu Mir, weil der Schmerz sie geläutert hat.
65 Arbeiter, bereitet euch vor für die Zeit, in der Ich euch den Auftrag gebe, diese Botschaft in andere Provinzen und Nationen zu tragen.
66 Kommt heute vorbei und ruht euch aus, bringt euren Verstand zur Ruhe, damit ihr das Wort empfanget, das vom Heiligen Geiste ausgeht. Es ist das Wort, das den Menschen die Wahrheit offenbart, erhellt und erklärt, welches die Herzen mit Trost erfüllt und die Seelen mit Frieden überströmen wird.
67 Der verheißene Tröster ist es, der zu dir spricht, o Volk, es ist Meine Gegenwart im Geiste, welche das Versprechen erfüllt, das Ich euch in vergangenen Zeiten gab. Wenn Ich Mich einfinde, heißt ihr Mich willkommen, geliebte Scharen, und sogleich beginnen eure Herzen, ihre Bitterkeiten und ihre Sorgen vor Mich zu bringen.
68 Wann werdet ihr — statt Trübsal — Mir eure Befriedigung zum Ausdruck bringen, indem ihr Mir sagt: Meister, komm und erfreue Dich an unseren Werken, komm und ernte die Blumen, die in unserem eigenen Geiste gepflanzt worden sind. Dann werde Ich eintreten, als ob Ich ein Gärtner wäre, Ich werde in eure Herzen kommen, und von dort werde Ich, als ob es schöne Blumen wären, eure Gedanken und eure guten Werke ernten.
69 Der einzige Messias, der einzige Rabbi ist es, der heute durch diese Stimmträger zu euch spricht. Es sind eure Geschwister, die euch Mein Wort übermitteln.
70 Jedes Meiner Kinder wird drei Fähigkeiten haben, die wesentlich sind, damit ihre Worte das Herz der Menschheit erreichen können. Diese sind: Vollmacht, Liebe und Weisheit.
71 Wenn ihr die eine oder andere oder verschiedene Versammlungsstätten besucht und durch deren Stimmträger dasselbe Wort vernehmt, so wird euer Herz von Wonne und Glauben erfüllt, und ihr fasst jene Lektion als einen echten Beweis dafür auf, dass jene Gemeinschaften aufgrund ihrer Vergeistigung vereint sind. Wenn ihr jedoch einer mangelhaften Kundgebung beiwohnt, habt ihr das Gefühl, dass man euch in euren Herzen verwundet hat, und ihr begreift, dass dort nicht die Einigkeit besteht oder sich nicht manifestiert, die in diesem Volke vorhanden sein soll.
72 Dies ist die Wahrheit. Nicht alle lieben sich in Meinem Werke, auch wenn sie sich in ihm befinden, noch haben es alle verstanden. Deshalb kann Ich euch sagen, dass die einen zu Meinem Werke gehören, und die anderen das ihre tun.
73 Die Mir aus Liebe nachfolgen, lieben Mein Wort, weil sie wissen, dass es sie korrigiert, ohne sie zu verletzen, und ihnen ihre Fehler anzeigt, ohne sie bloßzustellen. Dies veranlasst sie, bei der Vervollkommnung ihrer Lebensweisen beharrlich zu bleiben.
74 Jene, die statt dem Streben nach Vervollkommnung nur Lobhudelei, Überlegenheit, Schmeichelei oder ihren Lebensunterhalt suchen, anstatt die Vervollkommnung der Seele zu erlangen, diese ertragen Mein Wort nicht, wenn es ihnen ihre Fehler aufzeigt. Dann müssen sie ein Werk errichten, das anders als das Meine ist, wo sie frei sind, um ihren Willen zu tun. Sie haben noch nicht begriffen, dass das einzige, was die Zuhörer während der Zeit Meiner Kundgebungen zu tun haben, darin besteht, dass sie Mir mit größter Erhebung zuhören, um hernach Meine Botschaft ergründen zu können.
75 Nachdem Ich so vieles zu euch gesprochen habe — was ist es, das ihr bisher begriffen habt? Sehr wenig, weil ihr euch mit vielen oberflächlichen Kulthandlungen abgelenkt habt, die euch Meine Lehre nicht lehrt, und zudem seid ihr durch die verschiedenen Auslegungen verwirrt, die ihr den Unterweisungen gebt, die ihr empfangen habt.
76 Dies ist die Gelegenheit, eine Lektion zu lernen, die euch die Erde niemals geben kann. In den Büchern der Menschen könnt ihr die materielle Wissenschaft kennenlernen, doch die Göttliche, die vom ewigen Leben zu euch spricht, kann euch nur "Das Wort" lehren, welches das Buch der wahren Weisheit ist.
77 Diesen Trost, dies Mitgefühl, dies Verständnis, mit einem Wort: diese Liebe, die Ich heute auf euch ergieße, ist das, was euch die Welt nicht geben kann. Wenn ihr traurig seid, sammle Ich liebevoll eure Tränen ein, wenn euch ein Leid quält, nahe Ich Mich euch, um es zu lindern. Ich habe die Aufgabe, die Menschheit zu retten und bis zum letzten der Menschen zu erlösen. Wundert euch nicht, dass Ich gelegentlich an eure Türen klopfe und euch bitte, Mir Herberge zu gewähren.
78 Glückselig die, welche beim Hören Meines Rufes in ihren Herzen die Vorahnung Meines Kommens haben und Mir sagen: Trete ein in mein bescheidenes Haus, o Herr, es ist das Deine; denn in ihm werde Ich euch Meine Botschaft geben.
79 Morgen werden viele von euch in andere Länder und Nationen gesandt werden und den Platz Meiner neuen Sendboten einnehmen. Ihr werdet mit Mir zu sprechen vermögen, um hernach euren Mitmenschen Meine Unterweisung zu übermitteln — mit Worten, die Frieden, Weisheit und Brüderlichkeit zum Ausdruck bringen. Euren Händen wird Heilbalsam und Trost entströmen, fähig, "Tote" wiederaufzurichten. Euer Beispiel wird viele Meiner Kinder erwecken, so dass sie Mir nachfolgen können, angespornt durch euer Vorbild.
Mein Friede sei mit euch!

BWL - Band 5 - Unterweisung 139


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 111 - 142 
Download-Link Buch des wahren Lebens - Band 5

Unterweisung 139:
 (vom Jahre 1945)
 
 1 Seid willkommen, ihr Glieder Meines Volkes, denn ihr habt verstanden, den Stürmen und Prüfungen mit Geduld und Geistesgegenwart standzuhalten. Ich habe euch in den schweren Stunden beten und wachen gesehen, und Ich habe euch auch vernommen, dass ihr Meinen Willen segnetet, als das Leid über euch gekommen ist. Ich habe dann euren Glauben und guten Willen belohnt und euch Meinen Frieden gesandt, weil ihr das Boot wart, das dem Sturm trotzt, ohne zu kentern.
2 Auch segne Ich die, welche ihre eigenen Leiden vergessen und für den Frieden der Welt "wachen", oder die Kranken auf dem Schmerzenslager besuchen, denn diese Verdienste werde Ich nicht ohne Lohn lassen.
3 Während dieses Krieges, in dem die Welt gelebt hat, seid ihr Tag für Tag im Gebet vereint gewesen, und in Wahrheit sage Ich euch, dass Ich nicht aufgehört habe, unter jenen eurer Mitmenschen viele Wunder zu tun, für die ihr Mich so sehr bittet. Lasst nicht zu, dass euer Gebet schwach wird, o Mein Volk. Ich sage euch, dass die "Fastenzeit" noch nicht zu Ende ist, auch wenn die Völker sagen, dass der Krieg aufgehört hat. Nein, Israel, solange der Friede der Völker nicht auf der Liebe untereinander gegründet ist, sollt ihr fortfahren zu wachen und zu beten und Herzen zu gewinnen für dies Werk des Friedens und der Brüderlichkeit.
4 Bald werdet ihr erkennen, dass dieser Friede, von dem die Menschen derzeit sprechen, falsch war, dass er nur einen Waffenstillstand inmitten ihres unmenschlichen Kampfes bewirkte, um später in ihrem Werk der Zerstörung fortzufahren.
5 Über die Welt verstreut befinden sich jene, welche die Aufgabe haben, für den Frieden der Menschheit zu beten und zu wachen. Unter ihnen befindet sich Mein Volk, das Ich mit Meinem Worte belehre. Ihr alle habt die Pflicht, in den Herzen der Menschen, die eure Geschwister sind, den Tempel der Vergeistigung zu errichten, das Heiligtum des Friedens. Wenn dieses geistige Heiligtum sich zu den himmlischen Höhen erhebt und die Menschen in ihm die direkte Verbindung mit ihrem Herrn finden, werdet ihr sagen können, dass ihr auf der Welt den Samen gesät habt, den Ich euch in dieser Zeit anvertraute.
6 Volk, stärket euch an Meinem Wort und habt Vertrauen, dass euer Gewissen euch sagen wird, ob das, was ihr tut, den Unterweisungen Meiner Lehre entspricht. Betet, damit euer Geist und Verstand darum ringen, den Krieg zu verbannen. Werdet nicht mutlos, damit sein Einfluss nicht eure Vernunft oder eure Gefühle verwirrt.
7 Wenn einer von euch betet, ist er sich nicht bewusst, was er mit seinen Gedanken im Geistigen erreicht; daher sollt ihr wissen, wenn ihr für eure Mitmenschen betet — für jene Völker, die sich im Krieg vernichten —, dass ein Geist in diesen Augenblicken auch eine gedankliche Schlacht gegen das Böse liefert und dass euer Schwert, welches Friede, Vernunft, Gerechtigkeit und das Verlangen des Guten für sie ist, gegen die Waffen des Heeres der Rache, des Hochmuts aufeinandertrifft.
8 Dies wird die Zeit sein, in der die Menschen sich der Macht des Gebetes bewusst werden. Damit das Gebet wirkliche Kraft und Licht hat, ist es erforderlich, dass ihr es Mir mit Liebe emporsendet.
9 Ich spreche nicht davon, euren Nächsten den Gedanken mit bösen Absichten zu senden, denn Ich habe euch niemals Waffen gegeben, um sie zu unlauteren Zwecken zu gebrauchen, da ihr dann, wenn euch Ehrgeiz oder Hass blind macht, von dem für euch Heiligsten Gebrauch macht und es dazu verwendet, euch zu verletzen und sogar zu töten. Ich inspiriere euch für den wahren Kampf gegen das Böse und offenbare euch, welche die mächtigste und unbesiegbarste Waffe ist, damit ihr siegt. Daher rate Ich euch, zuerst euer Herz zu reinigen, um euch dann zu Mir zu erheben, wo ihr euch mit Licht und Kraft erfüllt, um dann eure Gedanken wie Lichtblitze unter die Völker ohne Frieden und unter die Menschen ohne Hoffnung zu senden.
10 Nehme hin meine Barmherzigkeit, o Volk. Ihr Männer und Frauen, für die diese letzten Zeiten sehr grausam gewesen sind, ihr Heime, die der Schmerz heimgesucht hat — fühlt Meinen Frieden, wo sich das tägliche Brot in Bitterkeit verwandelt hat, fühlt die Sanftmut Meiner Liebkosung.
11 Die Menschen von heute müssen schwer kämpfen, um für ihren Lebensunterhalt aufzukommen. Doch der Vater sagt euch: Ich verdreifache eure Kraft, damit ihr nicht verzagt.
12 Entzündet in der Jugend die Liebe zum Nächsten, gebt ihr große und edle Ideale, denn die Jugend wird es sein, die morgen darum kämpft, ein Dasein zu erreichen, in welchem Gerechtigkeit, Liebe und die heilige Freiheit des Geistes erstrahlt. Bereitet euch vor, denn die große Schlacht, von der die Prophetien sprechen, ist noch nicht gekommen.
13 Ziehet in Betracht, dass, je größer die Entwicklung ist, welche die Menschheit erreicht, desto größer auch die Waffen sind, mit denen sie bei ihrem Kampf rechnet. Schlafe nicht, geliebtes Volk, und sei bereit, für Meine Sache tätig zu sein.
14 Ein neuer "Krieg" rückt näher. An ihm werden alle Fähigkeiten und Kräfte des Menschen teilnehmen, und es ist notwendig, dass die Kinder dieses Volkes, denen es zuteil wird, in dieser Prüfung zu leben, dieselbe mit ihrer Standarte der Wahrheit zu bestehen wissen und eine tiefe Spur der Vergeistigung hinterlassen.
15 Die Wissenschaftler, die Theologen, die Gelehrten, die Philosophen — sie alle werden sich für jenen großen Kampf bereitmachen, in welchem die Lüge und das Böse vernichtet werden wird und das Gute und Wahre siegreich ersteht.
16 Groß wird die Verwirrung der Menschen sein, bevor zu ihnen die Erleuchtung kommt: Denn unter den Menschen wird es manche geben, die einen großen Glauben hatten und ihn verlieren werden, andere werden ihr Glaubensbekenntnis wechseln, und manche werden von Tür zu Tür, von Religion zu Religion gehen auf der Suche nach der Wahrheit für ihren Geist. Es ist notwendig, dass der ganze Weg durchlaufen wird, damit alles Böse aus den Seelen ausgestoßen wird und aus den Herzen verschwindet.
17 Ihr werdet auf den Straßen, in Städten und Dörfern Männer und Frauen auftreten sehen, die öffentlich ausrufen, Boten Gottes zu sein, und die behaupten, dass sie Propheten oder Gottgesandte sind. Doch schon heute sage Ich euch, dass ihr achtgeben sollt, damit ihr sie an ihren Werken erkennt. Sagt niemals, dass ihr Propheten, Seher oder Apostel seid, aber gebt mit euren Werken immer Beweise Meiner Gnade, von allem, was Ich euch anvertraut habe, und von der Lehre, die Ich in euer Herz gelegt habe. Dann werden es nicht mehr eure Lippen sein, die sagen, ob ihr Propheten oder Apostel oder Jünger von Mir seid — eure Mitmenschen werden es sagen um der Werke willen, die sie euch tun sehen. Ich sage euch erneut, dass ihr im Gebet verbleiben sollt, bis ihr seht, dass der Friede zu den Völkern zurückkehrt und die Freude zu allen Heimen der Welt.
18 In dieser Epoche stellt sich der Geist eures Vaters ein, wenn Er euren Ruf vernimmt. Hört jetzt Mein Wort, welches Nahrung für euren Geist ist. Von dem Tage an, an dem Mein Wort endet, sollt ihr euch wie seither gegenseitig Hilfe leisten, doch hernach werdet ihr — gleich den Vögeln, wenn sie flügge werden — lernen, mit euren Flügeln zu schlagen, und werdet selbständiger werden können. Dann werdet ihr durch eure geistige Erhebung imstande sein, zu Mir zu gelangen, um Inspiration und Frieden zu empfangen.
19 Wachet, lasst nicht zu, dass der Schlaf sich eures Herzens bemächtigt und euren Geist besiegt, denn die Zeit vergeht, und der Tag wird kommen, an dem ihr erwacht und wegen der verlorenen Zeit weint. Dann werdet ihr jene ungenutzten Augenblicke und Gelegenheiten ersetzen wollen, doch ihr werdet es nicht tun können; denn während die einen im Greisenalter sind, werden sich die anderen im Geiste im Jenseits befinden. Ihr werdet dann euren Vater um Milde und Barmherzigkeit bitten, ohne zu begreifen, dass ihr selbst es wart, die weder Barmherzigkeit noch Milde mit ihrer eigenen Seele hatten.
20 Habt Erbarmen mit euren Mitmenschen, was soviel ist, als ob ihr Erbarmen mit euch selbst hättet. Wenn ihr diese Aufgabe nicht erfüllt, werdet ihr die ersten sein, die weinen, weil ihr erleben werdet, dass eure Hand, die angehäuft mit Gaben war, leer sein wird, dass der Heilbalsam, mit dem ihr den Kranken heiltet, verschwunden ist, und jene Fähigkeiten, die Besessenen zu befreien, gleichfalls sich entfernt haben. Seid demütig, damit ihr nicht richtet, eure Geistesgaben zu verlieren, versucht nicht, höher als eure Mitmenschen zu erscheinen. Tut das, was Ich beim heiligen Abendmahl an Meinen Jüngern tat.
21 Ich zeige euch eure Fehler — nicht, um euch zu richten, sondern damit ihr euch bessert und das Volk werdet, das gehorsam in der Befolgung Meiner Unterweisungen ist.
22 Was Ich mit euch tue, wird zum Wohle der kommenden Generationen sein. Doch vergesst nicht, dass — um euch zu lehren — Ich euch niemals gekränkt habe noch eure Herzen bluten ließ. Lernt, den Baum geradezurichten, der krumm gewachsen ist, und auch die Wege in Ordnung zu bringen.
23 Meine Gerechtigkeit ist groß. Doch wenn Ich von ihr zu euch spreche, drohe Ich euch nicht, es geschieht nur, um eure Herzen mit Furcht zu erfüllen. Ich spreche zu euch mit Wahrhaftigkeit, denn Meine Gerechtigkeit wird in jedem von euch sein, und wenn ihr morgen nicht Tränen vergießen wollt, so erwerbt schon heute Verdienste.
24 Jedes eurer Werke wird von Mir aufgezeichnet, und die Werke, die wohlgefällig sind, verwende Ich als Saatkorn, das Ich zu pflegen habe, bis es sich unter den Menschen vervielfacht hat.
25 Sucht Mich nicht als Richter, denn ihr würdet dann Meine Stimme voll Gerechtigkeit und Strenge vernehmen; sucht Mich als
Meister und als Vater. Was erwartet ihr für morgen? Wollt ihr eure Verfehlungen im Jenseits sühnen? Wollt ihr euch schon jetzt einen Weg voller Dornen für eure Seele bereiten? Ich verkenne nicht eure Verdienste, doch sie sind noch wie der junge Weizen, neben dem das Unkraut wächst.
26 Übt Meine Lehre aus im Vertrauen auf Mich, denn während ihr Mein Wort erfüllt, werde Ich über euch und die euren wachen. Warum sehe Ich die einen stark und andere schwach? Weil die Starken nicht verstanden haben, den Schwachen ihre Stärke mitzuteilen.
27 Vereinigt euch alle, und alle werden stark sein. Liebt euch und seid mit Brüderlichkeit miteinander verbunden, dann werdet ihr erleben, dass die schwachen Sträucher zu dichtbelaubten Bäumen werden. Nehmt alle auf, denn niemand kennt die Aufgabe, die sein Nächster mit sich bringt. Niemand kennt seine Vergangenheit, deshalb darf niemand von euch abgewiesen werden. Je unbeholfener oder dümmer eure Mitmenschen sind, desto mehr Barmherzigkeit und Erbarmen sollt ihr mit ihnen haben und dabei in Betracht ziehen, dass es die sind, die gefallen sind, die, welche nicht verstanden haben, ihre Füße auf sicheren Weg zu bringen. Aus Herzen so hart wie Felsen weiß Ich Herzen zu machen, die Zärtlichkeit ausströmen; ihr könnt dies auch tun.
28 Reinigt eure Herzen, damit eure Werke rein sind. Bedenkt, dass ein schlechter Baum niemals gute Früchte tragen kann.
29 Für diesen Zweck habe Ich euch in dieser Zeit gerufen, um euch zu Bäumen zu machen, die dem Wanderer ihren Schatten und ihren Schutz anbieten; jene, die dies verstanden haben, haben ihr Herz geöffnet, um Mir zu sagen: Heute weiß ich, dass ich Dein Geschöpf bin und dass ich ausgesandt worden bin, um eine schwierige und edle Aufgabe zu erfüllen. Ich weiß, dass ich in Dir meinen Ursprung habe, und bei Dir mein Ende ist.
30 Ja, Ich bin der Weg. Jeder, der auf ihm gehen will, nehme sein Kreuz auf sich und folge Mir nach. Damit ihr diesen Pfad beschreiten könnt, bitte Ich euch nur, dass ihr euren Vater in euren eigenen Geschwistern liebt. Dies ist das Gesetz oder der Weg: Gott zu lieben und sich untereinander zu lieben. Es ist das Gesetz, das zu allen Zeiten den Weg der Menschen erhellt hat.
31 Mit einer einzigen Liebe habe Ich euch alle geliebt. Warum solltet ihr euch nicht alle in gleicher Weise lieben? Die Nationen erwarten die Ankunft der Friedensboten. Die Völker der Erde beklagen ihr Elend wie verirrte Schafe in Erwartung der Ankunft des Hirten, jenes, der sie in einer einzigen Hürde vereinen wird.
32 Bereitet euch vor, denn die Zeit ist nahe, in der ihr diese Weisungen (direkt) von Meinem Geiste empfangt, denn sie werden nicht mehr von irgendeinem Menschen auf Erden gegeben werden. Niemand wird etwas unternehmen, ohne vorher den göttlichen Auftrag empfangen zu haben. Ich kenne den Weg und will nicht, dass ihr auf ihm Tränen vergießt. Ich werde euch vorher zurüsten und euch den Zeitpunkt anzeigen, das "Tagewerk" zu beginnen.
33 Die großen Religionsgemeinschaften und Sekten beratschlagen unter sich, sie machen sich für die Auseinandersetzung bereit, weil sie die Schlacht vorausahnen. Beratet auch ihr euch, bereitet euch vor und betet, damit ihr nicht überrascht werdet; denn wenn ihr nicht so handeln würdet, dann würde Meine Lehre von den Menschen verurteilt und verleumdet werden, Mein Geist würde alle Schmähungen empfangen, und Ich würde euch Wunder zeigen, so ähnlich wie Jesus auf Golgatha.
34 Euer Geist erwacht derzeit zu einem höheren Leben. Schon beginnt sich in ihm das Ideal einer besseren Welt zu bilden.
35 Ich lehre euch, den Seelenfrieden zu gewinnen und ihn als den wahren Schatz des Geistes zu bewahren. Mein Wort wird euch in dieser Dritten Zeit vom Bösen befreien und euch von den ungewissen Wegen fernhalten, auf denen ihr so lange gewandert seid und gelitten habt.
36 Meine Stimme wird an den Türen jedes Herzens rufen, und der Geist wird es sein, der aus dem Inneren jedes Menschenwesens antwortet.
37 Die einen werden Meinen Ruf sofort erkennen. Andere werden sich unsicher fragen, wer es ist, der da ruft. Und so wird sich allmählich einer nach dem anderen aufmachen und dem Lichte zustreben.
38 Wie herrlich ist das Erwachen des Geistes, wenn der Mensch sich fragt: Wer regt sich in mir? Woher stammt meine Inspiration, und wer regt mich zum Guten an?
39 Auch Mein Wort lehrt euch, in eurem Geiste zu lesen, in ihn einzudringen, seinen Wesenskern zu entdecken, welcher Licht, Wahrheit, Liebe, Gehorsam und Reinheit ist.
40 Wenn der Mensch sich geistig selbst entdeckt, dann fühlt er in sich die Gegenwart seines Vaters. Doch wenn er weder weiß, wer er ist, noch woher er stammt, fühlt er Mich ferne, fremd, unerreichbar, oder er bleibt gefühllos.
41 Nur der erwachte Geist kann in das Reich der Wahrheit eindringen. Mit seiner Wissenschaft allein wird der Mensch sie nicht erkennen können.
42 Ich sehe, dass die Menschen Wissen, Ruhm, Kraft, Reichtum und Macht erstreben, und Ich biete ihnen die Mittel an, das alles zu erreichen — aber in seinen wahren, wesentlichen Eigenschaften, in seiner geistigen Wahrheit, nicht im Äußerlichen und Arglistigen der Welt, nicht im Vergänglichen und Trügerischen.
43 Wenn der Mensch sich dem Materiellen verschreibt und sich in dem kleinen Raum einer Welt wie der euren einschließt, wird er arm, er begrenzt und unterdrückt seine Seele, es besteht für ihn nichts mehr außer dem, was er besitzt oder dem, was er kennt. Dann wird es nötig, dass er alles verliert, damit er seine Augen für die Wahrheit öffnet, und nachdem er seinen Irrtum eingesehen hat, seinen Blick wieder dem Ewigen zuwendet.
44 Nichts ist besser als Meine Lehre, die von der göttlichen Liebe zu euch inspiriert ist und euch den wahren Weg weist. Wer könnte euch besser als Ich lehren, Gott zu geben, was Gottes ist, und dem Kaiser, was des Kaisers ist?
45 Dies ist der Grund, weshalb Ich Meine Stimme ein weiteres Mal in eurer Welt hören ließ, denn Ich habe euch in einem Meer von Finsternis und Irrtümern verloren gesehen.
46 Mein Licht der Liebe wird die Leuchte des Glaubens in den Herzen entzünden, die sich im Finstern befinden, und Meine Barmherzigkeit wird jene aufwecken, die für Mein Reich gestorben sind.
47 Wer nicht versteht, den Sinngehalt dieses Wortes zu entdecken, wird zu der Meinung kommen können, dass Meine Lehre ein Joch ist, das den Menschen festhält und versklavt. Doch wer ihr die richtige Auslegung zu geben vermag, wird sein ganzes Wesen von Licht überflutet fühlen, und sein Jubel wird grenzenlos sein. Aus seiner Seele wird ein innerer Lobgesang hervorbrechen, der ihn zu einem harmonischen Leben führt, das die beste Form der Verehrung für Mich sein wird.
48 Wer innerhalb Meines Gesetzes wandelt, wird nicht zu Fall kommen, so sehr er auch geprüft wird. Der Glaube wird ihm die notwendige Stärke geben, um siegreich zu sein. So bitter auch sein Kelch sein mag, wird er doch niemals lästern. Er wird geduldig sein und zu hoffen verstehen, so wie es der Wille seines Herrn ist. Wer Meine Unterweisungen so ausübt, wird Verdienste erwerben, so dass sich an ihm Meine Wunder offenbaren.
49 Der Glaube, die Ergebenheit und die Demut gegenüber dem von Mir Verfügten werden den Prüfungsweg kürzer machen, weil ihr dann den Leidensweg nicht mehr als einmal gehen werdet. Aber wenn in den Prüfungen Auflehnung, Unzufriedenheit und gar Gotteslästerungen aufkommen, wird die Heimsuchung länger dauern, denn ihr werdet dann jenen Weg aufs neue zurücklegen müssen, bis die Lektion gelernt ist.
50 Das Leben ist eine beständige Lektion für die Seelen. Als das Universum unter Meinem Befehl Gestalt annahm, hatte es keine andere Aufgabe als diejenige: zu lehren. Das Leben ist Schmelztiegel und Kampf für die Seele. Es ist keine absolute Wonne, wie es viele haben möchten. Freude, Triumph, Friede oder Seligkeit sind jenseits allen Kampfes, jenseits dieses Prüfsteins. Die Seligkeit des Geistes mit all seinem Glück besteht in der Vollkommenheit des Geistes.
51 Begreift diese Wahrheit, damit ihr nicht achtlos an dem Buche vorübergeht, das euch Tag für Tag neue Seiten der Weisheit zeigt. Erzieht eure Seele auf solche Weise, dass sie zu einem guten Beobachter wird. Erzieht euren Verstand durch Nachdenken, betet mit dem Gebet, das dem Geiste eigen ist, machet
den Verstand und das Herz empfindsam, damit ihr Meine göttlichen Botschaften empfangen könnt, und lernet die geistige Sprache des euch umgebenden Lebens, die euch den Weg zur Vollkommenheit zeigt.
52 Um euch beizustehen, komme Ich zu euren müden Herzen herab, um ihnen neues Leben zu geben.
53 Wenn der Verstand dieser Stimmträger sich in Reinheit zu Mir erhebt, gelangt Mein Wort direkt zu dem Geiste. Das schlichte Wort, das große Menschen schon bewegt hat, wird das Wunder vollbringen, dass du wieder zu Mir zurückkehrst, o geliebtes Volk, denn schon seit langer Zeit hattest du dich vom Weg der Wahrheit entfernt. Ihr hattet vergessen, dass ihr Mich in euch tragt, und als ihr herbeikamt, um Mich zu hören, fühltet ihr Meine Gegenwart aufs neue wie einen hellen Stern erstrahlen, der eure Herzen erhellt.
54 Ich empfange euch, aber bevor Ich dies mit eurem menschlichen Teil tue, wende Ich Mich an euren Geist, welcher das wahre Kind Meiner Göttlichkeit ist. Im Geist ist das Gewissen, die Intelligenz, und durch ihn werde Ich Meine Inspiration und Gedanken zum Menschenwesen gelangen lassen.
55 Volk, das Ich unendlich liebe, ein Gedanke von Mir, der auf den Lippen dieser Stimmträger zum Wort geworden ist, ist wie ein Weg voller Lichter für euren Geist.
56 Hört Mich an: Seid demütig auf der Welt und sät Gutes auf ihr, damit ihr die Früchte davon im Himmel erntet. Wenn es euch nicht gefällt, Zeugen zu haben, wenn ihr Böses tut — warum ist es euch angenehm, solche zu haben, wenn ihr gute Werke tut? Über was könnt ihr euch rühmen, da ihr nur eure Pflicht erfüllt habt?
57 Begreift, dass Lobreden eurer Seele schaden, da ihr noch so unerfahren und menschlich seid. Warum erwartet ihr sofort, nachdem ihr ein gutes Werk getan habt, dass euer Vater euch die Belohnung dafür gibt? Wer so denkt, handelt nicht uneigennützig, und daher ist seine Wohltätigkeit falsch, und seine Liebe ist weit davon entfernt, wahrhaftig zu sein.
58 Lasst die Welt sehen, dass ihr gute Werke tut, doch nicht mit der Absicht, Ehrungen zu empfangen, sondern nur deshalb, gute Beispiele und Belehrungen zu geben und Meine Wahrheit zu bezeugen.
59 An allen Orten des Universums befinden sich die Engel des Herrn und verteilen ihre Barmherzigkeit und ihre Liebe unter allen Kindern Gottes. In geistiger Stille sind sie unablässig tätig, um für ihre Geschwister Gutes zu tun. Wann habt ihr erlebt, dass sie zur Erde kommen, um sich damit, was sie euch gegeben haben, oder mit der Hilfe, die sie euch gewährt haben, zu brüsten?
60 Seid demütig, denn der Größenwahn des Menschen, sein Hochmut und seine Eitelkeiten gehören der Erde an, sind materielle Eigenschaften, und mit ihnen sinkt ihr ins Grab. Der Geist bewahrt nur das, was er in die Himmelshöhen mitnehmen kann, was im Lichte erstrahlen kann. Wenn die Größe nicht geistig ist, wenn sie nur Eitelkeit ist, wird er morgen in seiner Seele Betrübnis erleiden.
61 Es gibt Wahrheit und Falschheit, und es ist notwendig, dass ihr beide Wege kennt, damit ihr bei eurer Wahl dem wahren Weg folgen könnt. Öffnet eure Augen, erweckt euren Geist, verfeinert eure Sinne, damit ihr in allem Geschaffenen die Liebe eures Vaters wahrnehmt. Ich habe euch alles gegeben, ohne von euch irgend etwas für Mich zu verlangen. Wenn ihr in eurem Unverständnis gesagt haben solltet, dass es viel ist, was Ich für all das verlange, was Ich euch gegeben habe, so befindet ihr euch in einem Irrtum. Wenn Ich etwas oder viel von euch verlange, so ist es nur zu eurem Wohl, für eure Seligkeit in der Ewigkeit.
62 Ihr werdet eurem Vater über alles Rechenschaft ablegen müssen, was ihr im Leben getan habt. Doch wie wollt ihr in jener bedeutsamsten Stunde die Stimme des Gewissens zum Schweigen bringen? Was werdet ihr antworten, wenn euer Geist die Stimme des Herrn vernimmt, die ihn darauf hinweist, dass ihr das Böse niemals rechtfertigen könnt?
63 Nur die Anstrengungen, um euch vom Sturz wiederaufzurichten, die Liebe und der Eifer, mit dem ihr auf dem Pfade der Wiedergutmachung geht, werden bewirken, dass aus eurem Wesen die Spuren und Flecken der Sünde verschwinden, um euch vor dem Göttlichen Richter rein zu zeigen.
64 Lernt all dies schon hier. Bedenkt, dass, wo eure Interessen liegen, dort auch eure Gedanken und eure Herzen sind. Wenn diese materiell sind, werdet ihr vermaterialisiert sein, wenn sie geistig sind, werdet ihr auf dem Wege zur Vollkommenheit sein.
65 Lebt auf Erden, wie es euch Mein Wort gelehrt hat. Erlebt den Kampf, liebt und erstrebt das Gute, erfreut euch an allem, was Ich euch anvertraut habe, aber lasst euren Geist wie die Wolken in den unendlichen Räumen voller Reinheit und Liebe schweben.
66 Es ist vergeblich, dass die Menschen im lasterhaften Materialismus das vollkommene Vergnügen suchen. Alles ist traurig und leer ohne die Gegenwart des Vaters. Er ist die wahre Freude.
67 Lasst alle schlechten Gedanken von euch weichen und ziehet edle Gedanken an. Das Glück liegt nicht in dem, was man materiell besitzt, sondern in dem, was man geistig erkennt. Erkennen ist besitzen und danach handeln.
68 Wer wirkliches Wissen besitzt, ist demütig im Geiste. Er ist nicht stolz auf das Wissen der Erde, der nur danach strebt, alles (Irdische) kennenzulernen und alles leugnet, was man nicht begriffen hat. Wer in sich das Licht der inspirierten Erkenntnis trägt, vermag zur rechten Zeit Offenbarungen zu empfangen, ebenso wie er sie auch zu erwarten versteht. Gelehrte haben sich viele genannt, doch die Sonne, die Tag für Tag in vollem Lichte erstrahlt, ist für sie ein Geheimnis gewesen.
69 Viele haben geglaubt, alles zu wissen, doch wahrlich, Ich sage euch, die Ameise, die unmerklich ihren Weg kreuzt, enthält für sie ebenfalls ein unergründliches Geheimnis.
70 Die Menschen werden viele Wunder der Natur erforschen können, aber solange sie es nicht auf dem Pfade der göttlichen Liebe tun, werden sie nicht die wahre Weisheit erreichen, welche sich in dem unsterblichen Leben der Seele befindet.
71 Ihr Menschen, nähert euch Mir. Ihr braucht euch nicht den Kopf zu zerbrechen, um Geheimnisse und Mysterien zu entdecken. Ihr braucht nur euer Herz mit dem Schlüssel des Glaubens zu öffnen.
72 Habt den festen Willen, zum Vater zu gehen, bei Ihm zu sein, seine Wohnung zu betreten, und ihr werdet verwundert sein, und später werdet ihr dann auch Wunder vollbringen, wenn ihr in eurem Leben Meine Liebe und Vergebung ausübt.
Mein Friede sei mit euch!

Das Maritime Spiel






Der Geist hat Frauen wie Maria dazu gebracht, solche gegenkulturellen Gaben anzunehmen wie…
     Deborah war Israels politische und spirituelle Führerin in einer Zeit, in der Frauen nicht führten. Siehe Richter Kapitel 4-5.
     Miriam wird nach Micha 6: 4 zugeschrieben, dass sie zusammen mit ihren Brüdern Mose und Aaron die Nation Israel als Prophetin anführt. Finden Sie ihre Geschichte in Exodus 15: 20-21.
     Als Lehrerin begabt, unterrichtete Priscilla neben Paul die Leiter der aufstrebenden Kirche. Sie war auch Gemeindegründerin auf zwei Kontinenten! Ihre Geschichte: Apostelgeschichte 18.

Als Anna Maria gestern vom Garten heimgekommen ist, hat sie großen Hunger und ißt reichlich.
Sie hört den Geist sprechen:
„Online“
Was ist da?
„Kaffee! Iß“
Also, in Amerika ist das Saatgut von den vielen Umweltkatastrophen verrottet und kann in diesem Jahr nicht gesät werden. Keine Saat – Keine Ernte! Eine große Hungersnot steht vor der Tür. Weltweit!
Dann spricht der Geist ihre Gedanken, die sie gedacht hat, gegen jemanden anderen, gegen sie selbst aus. Anna Maria fängt bitterlich an zu weinen.
Sie sieht einen ausgerissenen Baum, der kopfüber ins Wasser getaucht wird.
Sie zittert und bebt in ihrem Inneren.
"Die Berge geraten ins Wanken! Lästern! Die reiß ich mit der Wurzel aus. Wo mehr Licht, ist auch mehr Schatten! Trinken darfsch!“
Und essen auch.
Anna Maria schläft erschöpft ein und wacht gegen 5 Uhr wieder auf.
„Honey ist overloaded! Dem Körper Angst machen wo er nicht Angst haben will. Verlieren, wo er nicht verlieren will.“
Honey ! Getröstet in den Armen Amerikas?
Anna Maria sieht eine Wurzel, einen kleinen weißen Rettich, mit zerrissenen Blättern
„Willsch mich mitsamt der Wurzel ausreißen?“
… weil Anna Maria im Garten immer wieder etwas ausreißt, was sie für Unkraut hält, sich aber dessen nicht sicher ist. Jesus hält Gericht über Anna Maria.
Du hattest halt nicht die Kraft, mich zu trösten, in meinem Kummer, da du selbst erschöpft bist und des Trostes bedurft hättest, doch auch ich war zu ermattet, um zu kommunizieren, die ganze Woche. Wir wollten alle drei nur regenerieren.
„Anna. Bleib. Bedanken.“
Habt Dank alle miteinander. Ich danke euch und segne euch. Ich segne dich, Himmlischer Vater.
Vor einer Woche hast Du bitterlich geweint – wegen allem. Jeder von uns hat schon bitterlich geweint. Es war für alle zu schwer zum Tragen. Es war  für jeden eine Überforderung.
Hals über Kopf … und dann …. Kummer und Sorgen …. Jeden Tag aufs Neue …. Ratlos.
Danke. Du bist dennoch geblieben. Aus Liebe.
Du hast so viel Mut und Kraft gezeigt, bis du in einen Weinkrampf ausgebrochen bist. Jeder von uns. Ich will einfach nur bei dir sein und heim zu dir.
Was soll man denn auch anderes machen als weinen von übergroßer und zurückgehaltener Liebe.
Ich hab den Kontakt zu dir gesucht, die ganze Woche – Fragen gestellt, geredet, aber keine Antwort bekommen.
Ich hab nur immer wieder das Herz deiner Seele pochen gehört in mir.
„Mutter, du mußt allen vorangehen!“
Das sagst Du, der allmächtige Gott; ich bin doch nur deine kleine Dienerin.
„Die wollen wieder kommen. Beide!“
Wer einmal den Geschmack des Himmels gekostet hat, der will ihn nie wieder missen.
„Hier offenbart sich das maritime Spiel:  TANZEN;  HÖREN;  VERANTWORTUNG!“
Anna Maria schaut die Bedeutung von ‚maritim‘ nach: das Meer betreffend, zum Meer gehörend.
„Laß doch. Komm!“
Komm Du.
Du willst halt auch getröstet werden.
„Du weißt, wie ich sein will?“
Du willst ein Kind sein, von der Mutter getröstet. Du suchst selbst eine Mutter. Sie soll dich halten, tragen, trösten, dich, den allmächtigen Gott, der alles erschaffen hat. Diese Sehnsucht hast du. Du möchtest am Herzen einer Mutter geborgen sein. Sie soll deine Zuflucht sein.
„Ich wußte nicht, daß du mich so siehst.“
Ich weiß es auch erst seit gerade eben.

Nachtrag:
Ich bin soeben vom Mittagsschlaf aufgewacht.
Vater Geist sagt mir gerade zur Erklärung:
"Der Vater ... der Rettich mit den zerrissenen Blättern... er hat ihn zerrissen."
D.h. der Vater meines Mannes hat meinem Mann (dem Rettich) die Blätter zerrissen, d.h. er hat ihn angegriffen, wegen meinem Dienst für Gott und mein Mann hat mich in Schutz genommen und verteidigt. Er hat mit der Wahrheit gekontert, ohne daß es zum Streit kam und so den Zorn des Vaters besänftigt. Mein Mann, der wieder da ist, lächelt, sagt Vater Geist, aber er hat Angst vor seinem Vater, so wie ich.
Dann sagt Vater Geist weiter:
"Es regnet ... noch!"

Deutschland wird auch mehr sehen als nur Regen. Große Teile von Deutschland werden überschwemmt werden.
Dies kann aber durch Gebet, Buße und Reue gemildert werden.
Jemand, der lästert, ist wie ein Baum, der mit deer Wurzel ausgerissen und kopfüber ins Wasser getaucht wird, wenn er nicht umkehrt und bereut und Buße tut.

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