Finsternis und Licht

 
Unterweisung 96 Verse 37 – 44
37. Ich, der Meister, der Vater, bin durch dieses Licht bis zu eurem Geiste herniedergekommen, und aus diesem Grunde habt ihr diese Offenbarung Spiritualismus genannt. Wenn man euch also fragt, was Spiritualismus heißt, so sagt, dass es die Lehre ist, die in der Dritten Zeit durch den göttlichen Meister offenbart worden ist: Die Lehre von der Vergeistigung.
38. Doch wenn man euch fragt, was Vergeistigung ist, so sagt, dass es Erhebung der Gedanken, Reinheit in den Werken und in den Worten, erhöhtes und hochherziges Leben ist.
39. Ihr als Schüler dieser Unterweisung sollt euch häufig fragen, ob ihr eine Anstrengung macht, um euch zu Recht Spiritualisten zu nennen. Um euch bei diesem Werk zu helfen, habe Ich euch Mein Licht gegeben, denn ihr seid die dazu Beauftragten, Meiner Göttlichkeit den geistigen Tempel zu errichten. Durch euer Zusammenwirken werdet ihr den Tempel bilden: Die einen werden durch ihre Standhaftigkeit die Fundamente sein; jene, die größere Reife erreichen, werden die Mauern sein; andere werden mit ihrer Liebestätigkeit die Tempelstufen sein; und wieder andere werden mit ihrer Gabe des Wortes den Glocken gleichen, die mit ihrem Läuten die Menschen herbeirufen. Manche werden durch ihre Inspiration hohe Türme und Kuppeldächer der Versammlungsstätten symbolisieren; und es gibt solche, die durch ihre Liebe zu den Menschen wie Tore sind, die immer für den Bedürftigen, den Dürstenden, den Kranken, den Unverstandenen offen stehen.
40. Dieser Tempel wird vollendet sein, wenn die Eintracht unter Meinen Jüngern Wahrheit geworden ist. Seine Basis wird auf der Erde sein, und seine Kuppeln werden den Himmel berühren. Sobald er einmal fest gegründet ist, werdet ihr ihn im ganzen Universum antreffen. Habt Vertrauen zu diesem Werk und arbeitet ohne Unterlass.
41. Niemand trenne sich von der Aufgabe, die ihm anvertraut ist, damit es seinem Heiligtum nicht an Festigkeit mangelt. Ihr alle müsst euch bemühen, die gleiche Erkenntnis zu erreichen, damit dieser Tempel mit eurer Vergeistigung aufgebaut wird.
42. Wachet und betet. Liebt einander in Wahrheit, damit sich nicht der Hochmut eures Herzens bemächtigt; denn dies ist der Same, der die Demut und die Barmherzigkeit zerstört. Hütet euch, dass euch nicht dasselbe widerfährt wie den Erbauern von Babel, welche ihr Hochmut zugrunderichtete. Erinnert euch, dass der schlechte Same der Grund für die Entzweiung jener Menschen war. Der Turm blieb unvollendet, und die Verwirrung der Volksstämme war so groß, dass sie sich in Völker aufteilten, die bis heute noch immer getrennt leben.
43. Ein einziges Licht ist auf euch herniedergefallen: das Meines Geistes, welches wie ein strahlendes Leuchtfeuer ist und ein erster Anstoß für eure Einswerdung und eure Harmonie.
44. Nehmt als Licht für eure Handlungsweise die Erfahrung der ersten Völker. Denkt über ihre Prüfungen nach und zieht Nutzen aus ihrem Beispiel. Baut auf und arbeitet, heute im Fleische und morgen im Geiste, und fahrt in dieser Weise immerzu fort, bis ihr alle durch die Tore der Liebe in den Tempel der Wahrheit eingetreten seid.

Mittags, als sie zum Garten gehen will, trifft Anna Maria ihre Nachbarin. Diese erzählt ihr, daß Traubenhyazinthen zwar schön anzuschauen, aber hochgiftig seien.  Anna Maria sorgt sich, weil bei ihr im Garten viele wachsen und entschließt sich, alle abzuschneiden. Später sucht sie im Internet danach und erfährt, daß Traubenhyazinthen zwar nicht giftig, aber auch nicht eßbar sind. Sie sind eine sehr alte Art und vom Aussterben bedroht und man soll sie auch nicht pflücken. Sie bilden Zwiebeln, um sich in der heißen Jahreszeit in die Zwiebel zurückziehen zu können, um zu überleben.  Anna Maria gibt dies der Nachbarin und schämt sich, alle abgeschnitten zu haben. 
Als die Nachbarin, ein Skorpion, wieder einmal Anna Maria benutzt, um ihre Tochter zu verteufeln, dreht sich Anna Maria einfach um und geht weg in den Garten. Es tut ihr weh, und sie möchte es nicht, daß die Nachbarin so über ihre Tochter mit ihr spricht.
Als sie im Garten ist und gerade am Teich meditiert, kommt der Gartennachbar in den Garten. Sie schließt die Augen und sammelt sich. Sie sieht ihn dieses Jahr das erstemal wieder und noch sitzt der Konflikt mit seiner frischgebackenen Ehefrau vom vergangenen Jahr tief in ihrem Bewußtsein. Diese Frau hatte eine andere Gartennachbarin bei Anna Maria verteufelt, weil diese – eine Mutter einer Großfamilie – angeblich Absichten auf ihren damals noch nicht Ehemann habe. Damit habe ich nichts zu tun, hatte Anna Maria ihr gesagt und sie wollte nicht, daß die Gartennachbarin mit ihrer Eifersucht die Eintracht zerstört. Daraufhin verdächtigte die Frau Anna Maria, Absichten auf ihren Begleiter zu haben. Anna Maria wurde von ihr attackiert, als sie auf ihrem Grundstück den Rasen mähte – da stand die Frau plötzlich hinter ihr mit der Gießkanne, holte aus und sagte: ‚Verschwind aus meinem Garten.‘ Anna Maria durfte sich nicht mehr dem Zaun nähern, der die beiden Grundstücke trennt, weil die Frau dann wütend wurde. Jemand hat auch das Schloß ihres Gartentörchens herausgerissen.
An all das erinnert sie sich jetzt, als der frischgebackene Ehemann in den Garten kommt.  Anna Maria versucht, ruhig zu bleiben. Sie schließt einfach die Augen und geht in ihr Herz. Der Mann beeilt sich, schnell fertig zu werden und geht wieder. Als Anna Maria nach Hause geht, versucht sie, das Ganze wegzulächeln, aber tief im Inneren ist sie traurig und verstört. 
Am Abend will Anna Maria die restlichen ISBN bestellen für Band 6 – 12  Das Buch des Wahren Lebens, aber die Transaktion der Bank wird aus unbekanntem Grund nicht ausgeführt. Eine Stimme fragt:
„Enttäuscht?“  
Anna Maria ist ratlos und bittet um ein Rhema. Sie bekommt dieses:
Jesus sagt…
Dies ist Mein aktuelles Rhema für dich
7. Schrifttext-Erklärung – Lukas 23:52
Der Glaube als Handlanger der Liebe bittet um den Leichnam Jesu
Aufgezeichnet durch Jakob Lorber am 02.01.1844
Offenbarungen mit ausführlichen Erklärungen und Auslegungen zahlreicher wichtiger und bisher schwer deutbarer Bibelstellen durch Jesus selbst. Ein wichtiges Buch vor allem für jene, die Neuoffenbarungen auf ihre geistige Übereinstimmung mit der Bibel prüfen und die biblischen Texte besser verstehen wollen.
1. Wieder sei euch auch hier die freie Wahl gelassen, eine solche Zentralsonne aus dem Buche des Lebens zu zitieren; und also wählet einen Text! –
2. »Dieser ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu.« Lukas 23:52
3. Ihr hättet den Text; aber Ich kann euch nicht helfen, wenn ihr gerade solche Texte wählet, die schnurgerade auf unsere Sache passen!
4. Joseph von Arimathia ging hin zum Pilatus und bat um des Herrn Leichnam, der ihm von Pilatus auch gegeben ward.
5. Dieser Joseph von Arimathia war ein Freund des Nikodemus und tat solches mehr im guten Namen seines Freundes als in seinem eigenen. Denn Nikodemus war ein großer geheimer Verehrer Christi, aber er getraute sich aus einer gewissen Furcht vor den Hohenpriestern und Pharisäern etwas solches nicht ganz offenbar zu unternehmen; daher übertrug er solches seinem Freunde, der ebenfalls auch ein großer Freund Christi war, aber ganz im geheimen. – Dieses kurze Prognostikon ist notwendig, damit man das Folgende klarer fasse.
6. Wie paßt denn aber demnach dieser Text und überhaupt diese kleine Begebenheit auf unsere Sache?
7. Stellet euch unter ,Nikodemus’ die verborgene Liebe zum Herrn vor; unter ,Joseph von Arimathia’ aber stellet euch den Glauben an den Herrn vor!
8. Was ist der Glaube bezüglich der Liebe? – Er ist derselben Handlanger! Also war auch Joseph von Arimathia hier ein Handlanger des den Herrn geheim liebenden Nikodemus.
9. Was verlangte aber der Glaube von Pilatus? – Er verlangte den Leichnam des Herrn, wickelte denselben, als er ihn vom Kreuze genommen hatte, in weiße Leinen, nachdem er den Leichnam zuvor mit köstlicher Spezerei gesalbt hatte, und legte ihn dann in ein frisches Felsengrab im eigenen Garten, in welchem Grabe noch nie jemand gelegen war.
10. Was bezeichnet wohl solches alles? – Das alles bezeichnet die Wißbegierde des Glaubens in ihrer Befriedigung. Diese an und für sich edle Wißbegierde sucht alles Erdenkliche auf, um in dem eine lebendige Befriedigung zu finden.
11. Zum Pilatus geht sie und erbittet sich die Erlaubnis; d.h. soviel als: Solche Wißbegierde geht zur Welt und sucht in derselben alles Mögliche auf, was ihr zur Bestätigung der Wahrheit dienen könnte.
12. Hat sie von der Welt alles empfangen, was sie suchte, dann wendet sie sich zu dem Gekreuzigten. Aber wie? Sie sucht da alle Worte und Erklärungen ins helle Licht zu stellen, alsonach zu befreien von den geheimnisvollen scheinbaren Widersprüchen, welche in der Heiligen Schrift vorkommen.
13. Dieses genügt ihr auch; sie hat den Leichnam richtig von dem Kreuze, das in seiner Gestalt eben einen Widerspruch darstellt, befreit. Aber was hat sie, diese edle Wißbegierde nämlich, nun vor sich? – Sehet, einen toten Leichnam, in dem nun kein Leben ist!
14. Diese edle Wißbegierde sieht das auch ein; aber sie ist dennoch in sich erfreut über diese glückliche Befreiung vom Kreuze. Sie salbt den Leichnam mit köstlichen Spezereien, wickelt ihn in weiße Leinen und legt dann denselben in ein neues Grab, darin noch nie jemand gelegen ist.
15. Was will das wohl besagen? – Durch solche gründliche Beleuchtung des Wortes in der Heiligen Schrift wird unfehlbar die Göttlichkeit desselben ersichtlich und wird auch also geachtet und hochgeehrt. Das ist die Salbung. Denn nicht selten drückt sich da jemand in den erhabensten Ausdrücken aus über die Würde und göttliche Hoheit der Heiligen Schrift; aber alles das ist die Salbung des Leichnams.
16. Der Mensch mit dieser edlen Wißbegierde umwickelt solche erkannte Wahrheit mit der höchsten und reinsten Hochachtung, – ja er erschaudert über die Größe der Weisheit in diesem Buche; und das ist nichts anderes als die Einwicklung des Leichnams in weiße Linnen. Wie unschuldsvoll und rein an und für sich solche Linnen sind, also auch ist eine gleiche demütige Erkenntnis; aber der Leichnam, die Salbe, wie die Linnen sind nicht lebendig und geben auch kein Leben.
17. Man wird aber nun diesen Leichnam in ein neues Grab legen. Was ist denn das? – Die Erkenntnisse, die der Mensch zufolge seiner edlen Wißbegierde sich zu eigen gemacht hat, geben ihm kein Leben, keine lebendige Überzeugung; daher faßt er sie alle zusammen und legt sie in das Grab seines tieferen Verstandes, legt da einen Stein darüber, was soviel beißt als: er legt über alle diese rein erkannten Wahrheiten einen recht schweren Zweifel; denn er spricht: »Alle diese Lösungen der verborgenen Geheimnisse in der Heiligen Schrift lassen sich wohl überaus gut hören; aber die anschauliche Überzeugung geben sie dennoch nicht!«
18. Und sehet nun, das ist ja der buchstäbliche Zustand eines jeden Viellesers! Er kann all das Gelesene noch so gut verstehen, vom naturmäßigen bis zum innersten geistigen Sinne; will er aber von all dem wohl Erkannten eine tatsächliche Probe, da erfährt er, daß sich nicht einmal ein Sonnenstäubchen vor seinem Willen beugt! Und will er das Leben des Geistes schauen, so begegnet ihm anstatt desselben allezeit die Grabesnacht, in die er den Leichnam gelegt hat; oder mit anderen Worten gesagt: er bekommt über das Jenseits keine in sich selbst anschauliche Gewißheit, sondern alles ist bei ihm eine Diktion (unbewiesene Behauptung) und durchaus nicht mehr, also ein Leichnam im Grabe.
19. Was aber ist ihm wohl damit geholfen? – Wenn er noch so viel gelesen hat, kann aber durch all das Gelesene zu keiner lebendigen Überzeugung gelangen, so gleicht er fortwährend einem Joseph von Arimathia, der wohl einen Leichnam um den andern vom Kreuze nimmt und salbt ihn und wickelt ihn in weiße Linnen, – aber der Leichnam bleibt Leichnam und wird allezeit ins Grab getragen.
20. Betrachten wir aber daneben wieder unsere Magdalena! Diese hat zwar auch aller dieser Aktion beigewohnt; aber sie wickelte den Leichnam oder das Wort nicht in Leinen und legte es nicht in das Grab, sondern in ihr liebeglühendes Herz; und als sie dann zum Grabe kam, war der Stein des Zweifels durch die Macht der Liebe hinweggewälzt. Die Leinen lagen gut geordnet zusammengelegt im Grabe, welches soviel sagt als: ihre Liebe hat das göttliche Wort in ihr lebendig geordnet. Sie fand keinen Leichnam mehr; aber dafür fand sie den Lebendigen, der aus dem Grabe auferstanden ist.
21. Was ist nun wohl besser: den Leichnam in das Grab legen – oder den Lebendigen über dem Grabe finden? – Ich meine, es wird offenbar das Zweite besser sein denn das Erste.
22. Warum aber fand die Magdalena, was Joseph von Arimathia nicht gefunden hat? – Weil sie wenig gelesen, aber viel geliebt hat; Joseph aus Arimathia aber hat viel gelesen – wie der Nikodemus, aber dafür weniger geliebt. Daher hatte er auch mit dem Leichnam zu tun, Maria Magdalena aber mit dem Lebendigen!
23. Ich meine, das wird auch klar sein; aber nächstens dennoch wieder eine Zentralsonne mehr!

Anna Maria erkennt: Es ist nicht SEIN Wille. Er läßt es zu, daß die Transaktion der Bank schiefgeht.
Anna Maria ist enttäuscht. Sie ist enttäuscht, weil sie diese Arbeit offensichtlich nicht mehr tun soll, die sie an die Welt bindet, wie Martha, ihr aber nicht die Chance läßt, nichts zu tun, und dem Herrn zu Füßen zu sitzen, um ihm zu lauschen. Sie ist enttäuscht, viel gelesen zu haben, wie Nikodemus und wenig geliebt zu haben wie Magdalena. Sie ist enttäuscht, weil sie nach dem Wort des Herrn im Wort geblieben ist, als sie es gelesen hat und daß das offensichtlich nicht das war, was der Herr gewollt hat. Was nun? Sie ist ratlos.

3.4.2019

Anna Maria hadert die ganze Nacht mit Christus. Sie hat einen unruhigen Schlaf und träumt dann dies:
Traum
Nebenan versammeln sich die Treuen zum Gebet. Der Geistliche Leiter überlegt, ob er ihr die Eintrittskarte geben oder entziehen soll wegen ihrer Unentschlossenheit. Eine Mitschwester überlegt, wem noch eine Eintrittskarte fehlt. Ihr will sie keine geben und lächelt dabei zufrieden in sich hinein, weil sie eine Eintrittskarte hat. Sie will jemand anderem die noch übrige Eintrittskarte geben, der schon in dem Gebetsraum sich eingefunden hat. Anna Maria, die Nr. 31, ist rausgeflogen. Trotzdem ist sie noch da, das ist klar.

Der Traum, daß ein Feuerball ihr Haus in Flammen setzt und es einstürzt, von gestern, ist wahr geworden – geistig.
„Nimm den!“  sagte Christus und Er meinte, Anna Maria soll ihren Mann nehmen.
Dies ist der Grund für ihren Wankelmut. Sie hadert die ganze Nacht mit Gott, auch wegen dem Rhema, das er ihr gab, daß Magdalena nicht gelesen, sondern geliebt hat. Nimm deine Magdalena, denkt sie, und geh mit ihr. Die NEUE nicht!. Vieles geht ihr durch den Kopf, was alles war, froh, daß ihr Mann bei ihr geblieben ist.
„Wenn er doch sonst niemand mehr hat.“
„Es geht ihm nicht gut.“
Mir auch nicht.
Um 6 Uhr geht sie enttäuscht ins Bad und läßt die Gebetsstunde ausfallen.
„Leg dich hin! Du darfsch bleiben.“
Aber Anna Maria will nicht und macht Frühstück. Der Kaffee, den ihr alle, einschließlich Gott, verbieten wollen, weckt ihre Lebensgeister.  Danach entschließt sie sich, nun zu sitzen.
Sie geht an ihrer inneren Tür vorbei, die Gott selber ist und die er geschlossen hat und gesagt hat: „Liebe MICH!“ und läßt ihn stehen.  Sie will wieder zu ihrem inneren Feuer und anstatt sich davor hinzulegen, mit dem Gesicht auf den Boden, begibt sie sich direkt in das Feuer hinein – wenn schon ihr Haus von einem Feuerball in Brand gesetzt werden wird, (Traum) kann sie auch selber im inneren Feuer verbrennen.
„Krise. Darfsch bleiben!“
„Du suchsch mich ja doch!“
In dem Feuer zu sein wird zur wahren Quelle der Freude, Harmonie und Schönheit. Sie verbrennt nicht, sondern wird selbst zum geistigen Feuer. Da ist so viel Licht, Wärme, Frieden, daß es sie durch und durch vergeistigt. Sie ist die reine Liebe und es gibt nichts, was diesen Frieden stören kann in diesem Moment im Feuer ihres Herzens.
„Ich wußte, daß du dich für mich entscheidest.“
und
„Wohl denen, die auch ihre Liebsten nicht verraten.“
Wieder einmal hat Anna Maria dunkle Wolken im Feuer verbrannt und in Licht umgewandelt in ihrem inneren Herzensraum.
„Hier fallen viele dem Satan in die Hand.“
Wer keine Verbindung geschaffen hat zu seinem inneren Herzraum, der hat es schwer, gegen Satan zu bestehen.
Anna Maria hat soeben alle noch fehlenden ISBN erfolgreich gekauft.
„Jetzt bekommst du die Einkommensteuer-Rückzahlung“
Darauf warten sie und ihr Mann bereits seit Januar.
Die Traubenhyazinthen sind Zwiebelgewächse und werden sich jetzt zwar nicht vermehren, aber im kommenden Frühling wieder blühen.

BWL - Band IV - Unterweisung 109



Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band IV - Unterweisung 83 - 110 
Download-Link Buch des wahren Lebens - Band 4

Unterweisung 109:
 
 1 Ihr kommt demütig zu Meiner Kundgebung, wie jene Hirten aus Judäa zum Erlöser kamen, als Er gerade geboren war. Sie beugten ehrfurchtsvoll ihre Knie angesichts der Lieblichkeit und Schönheit des Bildes, das ihre verzückten Augen betrachteten.
2 Jenes unterdrückte und erniedrigte Volk erwartete den Messias seit Jahrhunderten, weshalb Er, als Er von Armut umgeben zur Welt kam, von den Demütigen erkannt wurde. Auch die Herren, die Großen und die Reichen erwarteten den Messias, doch sie stellten sich Ihn anders vor. Darum wurde jener Stern, der am Firmament erschien und das Kommen des Heilands ankündigte, nur von denen geschaut, die wachten und beteten, obwohl er für die ganze Welt und vor allen Seelen erstrahlte.
3 Niemand wusste mit Sicherheit, wie der Messias kommen würde, wie Er sein würde, noch in welcher Gestalt Er sich zeigen würde. Doch dieses Geheimnis wurde aufgeklärt, und das ganze Volk und mit ihm die Menschheit wussten danach, dass Er vom Vater kam, dass Er durch göttliche Gnade empfangen wurde, und dass Seine Lehre voll Gerechtigkeit, Liebe, Barmherzigkeit und Demut war. Nur die schlichten Herzen, die geistig Armen und die Menschen guten Willens glaubten an jenen Meister, welcher hinter Seiner Sanftmut und Armut die ganze Majestät und Macht Gottes verbarg. Wie viel wurde seit damals über Christus diskutiert, wie viele Wortstreitigkeiten und Auseinandersetzungen gab es, wie viele Urteile und Stellungnahmen wurden abgegeben! Die Reichen wollten nichts von Selbstlosigkeit und Liebestätigkeit wissen; die Mächtigen anerkannten kein anderes Reich noch eine andere Macht als die von dieser Welt; die Wissenschaftler verneinten die Existenz des Geistigen Lebens, und die Religionsgemeinschaften verfälschten viele der göttlichen Offenbarungen.
4 Die Kindheit Jesu ging schnell vorüber; Ich kann euch sagen, dass der schmerzensreiche Weg schon vor Seiner Geburt begann und sich nach dem Tod am Kreuze fortsetzte, wenn man in Betracht zieht, dass Mein Name und Meine Lehre unablässig verfolgt und gerichtet wurden. Daher ist Mein Leidensweg sehr lang gewesen, ebenso auch für den Geist Marias, Meiner zärtlichen Mutter, als sie Mensch war.
5 Wenn ihr Herz sich auf Erden oft tödlich verwundet fühlte, so musste sie auch im Geiste den Schmerz erfahren, ihren Namen und ihre Reinheit durch Lästerungen, Zweifel, Verurteilungen und Spott der vermaterialisierten Menschen geschändet zu sehen.
6 Das "fleischgewordene Wort" ist immer vielen Herzen begegnet, deren Türen für die Wirklichkeit verschlossen waren, obwohl alle Meine Werke vom hellsten Licht der Wahrheit durchdrungen waren.
7 Heute kommt Mein Wort zu euch zurück; doch ist es nicht im Schoße der Jungfrau Maria ins Fleisch gekommen, um wie in der Zweiten Zeit Mensch zu werden. Dennoch ist Maria, der Inbegriff der Mütterlichkeit, immer im Geiste gegenwärtig.
8 Dem Stroh des Stalles, auf dem Jesus zur Welt kam, sowie dem Kreuz von Golgatha, an dem Er den letzten Odem aushauchte, werde Ich in dieser Zeit in den Herzen der Menschen begegnen. Doch zuletzt, nach der Finsternis, wird es in allen Seelen licht werden, und Ich werde verherrlicht werden.
9 Der gegenwärtige Zeitabschnitt wird von Kampf bestimmt sein; doch wenn dann alles vollbracht ist, wird die Menschheit einen Jubelgesang zu Mir emporsenden. Denn am Ende, nach so vielen Auseinandersetzungen; werden die Feinde des Friedens zu Menschen guten Willens werden.
10 Euer gegenwärtiges Leben ist eine beständige Mühsal gewesen, und wenn ihr andere seht, die sich an Vergnügungen und Befriedigungen ihrer Wünsche erfreuen, fragt ihr euch daher, warum eure Bestimmung so hart und streng ist. Die Antwort ist in euer Herz gelangt, als ihr gebetet habt und Mir eure Sorgen, Mühen und Widrigkeiten dargelegt habt. Dies ist der Augenblick gewesen, in welchem euch die Intuition gesagt hat, dass ihr euren Kelch mit Geduld annehmen sollt, da jeder Geist Mir gegenüber eine Schuld auf sich geladen hat, welche das menschliche Herz nicht kennt.
11 Jünger, macht euch die Überzeugung zu eigen, dass ihr in dieser Zeit nicht zur Erde gekommen seid, um Ruhm und Ehrungen einzuheimsen, noch um euch an der Frucht des Vergnügens zu ergötzen, sondern um eine Wiedergutmachung zu erfüllen und die Seele in den Prüfungen dieses Lebens und in der Ausübung Meiner Unterweisungen zu läutern. Dennoch will Ich euch nicht sagen, dass ihr all jene gesunden Befriedigungen von euch weisen sollt, die an eure Türe pochen, denn ihr würdet dann in Fanatismus geraten und euren Lebensweg sehr leidvoll machen.
12 Ergründet, was Ich euch sage, denn wenn ihr euch nicht dem Studium Meines Wortes widmet, könntet ihr dem Fatalismus anheimfallen. Doch seht, Meine Lehre ist die Fackel des Glaubens und der Hoffnung, welche den Pfad derer erhellt, die in die Finsternis der Enttäuschung, der Verwirrung und der Verzweiflung geraten sind.
13 Dringt in euer Inneres ein, versucht euch mittels Meiner Unterweisungen zu erkennen, und ihr werdet das wunderbare Leben des Geistes entdecken, das euch offenbart, dass ihr nicht arm, noch klein und enterbt seid, und das euch begreifen lässt, dass ihr in der Schöpfung eures Vaters die bevorzugten Kinder seid. Ich lehre euch deshalb, damit ihr keine Kleinkinder bleibt, die nichts wissen und sich selbst nicht kennen.
14 Zwar habt ihr durch die Wissenschaft viel Wissen über euren Körper erlangt, doch nun wisst ihr, dass euer Wesen nicht auf die Materie beschränkt ist, sondern dass in ihr ein anderes Wesen von unterschiedlicher Natur lebt, das ihr noch nicht kennt und das eure Seele ist.
15 Recht wenig ist es, was die Religionsgemeinschaften den Menschen über die Seele offenbart haben. Doch nun werden sie aus ihrer Lethargie erwachen und jene werden gesegnet werden, die Bedenken und Befürchtungen überwinden und der Menschheit die Wahrheit enthüllen, die sie verheimlicht haben. Ich werde sie mit dem Lichte Meiner Vergebung, Meiner Gnade und Meiner Weisheit erleuchten.
16 Wenn die Menschheit dann erkennt, dass die Religionsgemeinschaften nicht nur dazu da sind, dass die Menschen auf Erden moralisch leben, sondern dass sie die Aufgabe haben, die Seele in ihre ewige Heimat zu leiten, wird die Menschheit auf dem Pfade ihrer geistigen Entwicklung einen Schritt vorwärts gemacht haben.
17 Erhebe dich, Volk, damit Ich euch immer in geistiger Wachsamkeit antreffe, ihr nicht gegen Mein Gesetz verstoßt, in euren Heimen vereint seid und jene aufsucht, die sich von Meinem Wege entfernt haben. So werdet ihr Mich als Meister zum Vorbild nehmen. Doch beabsichtigt niemals, Meinen Platz als Richter einzunehmen. Euch steht es an, einander zu vergeben, und wenn ihr in irgendeiner Form Meinen Platz einnehmen wollt, so tut es lehrend, liebend und vergebend. Ihr habt viele Beispiele von Mir, damit ihr sie als Richtschnur für eure Werke verwendet. Mein Geist will sich nicht vor euch zur Schau stellen, doch müsst ihr begreifen, dass Ich euch als Meister Meine Lehrbeispiele zeigen muss, damit ihr sie zum Vorbild nehmt. Wenn Ich Meine Werke verbergen würde — wie könntet ihr sie dann nachvollziehen? Deshalb sage Ich euch: Liebt euch, wie Ich euch liebe.
18 Ihr erfleht Meine Vergebung, weil ihr Mich fortwährend verletzt, und Ich vergebe euch. Ihr dagegen seid nicht bereit, denen zu vergeben, die euch beleidigen. Darum habe Ich euch zugestanden, dass Meine Kundgebung bis 1950 weitergeht, damit ihr Meine Lehre durch Meine Unterweisungen verstehen und ihr den rechten Wert beimessen könnt.
19 Mein Gesetz und Meine Lehre, die über Zeitalter hinweg bekanntgemacht wurden, sind das einzige Buch, in welchem alles Wahrheit ist. Dennoch suchen die Menschen in den Büchern der Erde nach etwas, das ihnen das Ewige enthüllt und ihnen die Wahrheit offenbart, doch sie erreichen nur, dass sie ihren Verstand mit Theorien überfüttern, ohne wahres Licht für ihren Geist zu finden.
20 Es bedurfte Meiner fürsorglichen Liebe, damit diese Lehre in euren Herzen Wurzeln schlug, vieler mühevollen Geduld und Liebe, die nur Ich, euer Herr, aufbringen konnte. Was ihr in dieser Zeit wissen sollt, offenbare Ich euch in Meinen Unterweisungen. Doch wird das verborgen bleiben, was Ich zurückhalte, damit ihr es in kommenden Zeiten kennenlernt. Wenn Ich euch heute schon alles mitteilte, würden viele davon verwirrt, und andere, die zu verstehen glauben, wären von Eitelkeit erfüllt. Jenes Überlegenheitsgefühl würde sie verderben, und ihr sollt erkennen, dass Meine Lehre nicht den Zweck hat, euch vom Weg der Wahrheit abzubringen.
21 Betrachtet dies Leben als einen Kampf, kämpft in ihm bis zum Sieg. Kommt als gute Soldaten in Meine Gegenwart, und Ich werde euch einen Lohn geben, der euren Geist mit Licht und Gnade erfüllen wird. Doch jene, die geistig schlafen und sich in ihrer Untreue wie die törichten Jungfrauen des Gleichnisses verhalten, werden vom Tode überrascht werden, der sie mit erloschener Lampe antreffen wird.
22 Jeder Mensch, jedes Geschöpf hat einen zugewiesenen Platz, den er nicht verlieren darf; doch ebenso wenig darf er den Platz einnehmen, der ihm nicht zusteht.
23 Welche Verantwortung haben die, die Mich in dieser Zeit vernommen haben, auch wenn sie Mich nur ein einziges Mal gehört haben!
24 Als ihr Meinen Ruf empfinget, habt ihr euch eilends aufgemacht, um euch zu versammeln und geistig mit Mir zu besprechen. Ich will euren Geist voller Hoffnung und Glauben sehen gemäß seiner Mission, tapfer und gefasst in den Prüfungen. Werdet nicht müde zu kämpfen, zaudert nicht, wenn ihr fühlt, dass der Weg weit ist. Vergesst nicht, dass Mein Geist euch begleitet und dass ihr daher in den Prüfungen unbesiegbar sein könnt.
25 Euer Kelch hat sowohl Freuden und Frieden, als auch Schmerzen und Unsicherheiten enthalten. Ihr habt gelacht und geweint in eurem Leben, und manche sind vorzeitig gealtert, weil sie in der Prüfung schwach wurden und fühlten, dass ihnen die Kräfte versagten.
26 Ihr Frauen, Ich sehe eure Herzen verwundet. Die Mühsale haben eure Körperhülle erschöpft, aber noch ist Kraft im Geiste vorhanden, um tapfer weiterzugehen. Trotz des Leidens habt ihr Mir vertraut und auf Mich gehofft, weil ihr wisst, dass Ich Mich immer einstelle, um eure Tränen zu trocknen und eure Arbeit zu erleichtern. Erinnert euch, dass Ich euch sagte, dass "das Blatt vom Baume sich nicht ohne Meinen Willen bewegt". Habt ihr nicht daran gedacht, dass dieser Leidenskelch, den ihr geleert habt, der Schmelztiegel ist, in welchem sich eure Seele läutert? Wisst ihr nicht, dass ihr in einer Epoche geistigen Kampfes lebt, in der ihr Beweise eurer Stärke geben müsst? Seid gesegnet, denn in vielen Prüfungen seid ihr stark gewesen, und darum geben euch eure Verdienste ein Anrecht auf Meinen Frieden. Ich habe euch keine ewigen Wonnen auf Erden angeboten. Der Geist weiß, dass wenn er zu diesem Erdental kommt, ihn Mühsale und Kampf erwarten, um sich zu stählen und zu vervollkommnen. Doch in eurem schweren Lebenskampf ist Meine Vaterliebe immer wie ein Mantel gewesen, der euch beschützt hat.
27 Volk, bist du nicht befriedigt in dem Bewusstsein, dass Ich Mich derzeit in solch klarer Weise bei den Menschen offenbare, und dass Ich in allen Nationen Meine Auserwählten erwarte? Ich will für alle wie ein Freund sein, wie ein Bruder und Vertrauter eures Geistes.
28 Nicht alle glaubt ihr an Mich. Doch dies ist kein Hemmnis dafür, dass Ich euch liebe und zu euch komme. Wer könnte die Kraft Meines Geistes aufhalten, da Ich ganz Liebe für Meine Kinder bin? Und wer vermöchte Mein Werk zu richten und in Meine geheimen Ratschlüsse einzudringen?
29 Heute seid ihr bei Mir, Jünger; ruht euch aus, denn Ich wache über euch. Untergrabt nicht länger eure Gesundheit mit unnützen Werken. Wie viel habt ihr leiden müssen, um eurer Seele die Reinheit und die Tugenden zurückzugeben, mit denen sie ausgestattet wurde.
30 Ach, wenn ihr doch rein geblieben wäret, wie ihr es in der Kindheit wart, in jenem Alter, in dem das Fleisch unschuldig ist und die Seele einen neuen Lebensweg beginnt. Wie nahe wäret ihr Mir, und wie würden die Engel zu euch kommen, um einen Lobgesang mit euch anzustimmen! Doch in dem Maße, in dem der Mensch älter wird, entfernt sich seine Seele immer mehr vom reinen und leuchtenden Pfade und tritt in eine unaufhörliche Auseinandersetzung mit der Welt ein, in welcher manchmal die Seele siegt und manchmal das Fleisch. Ihr alle habt euch vom Pfade des Guten entfernt und müsst beten, um frei von Gefahren zu sein und euch vom Bösen abzukehren. Bei dieser Wanderung tragt ihr einen Stab, auf den ihr euch stützt, und dieser Stab ist der Schutzengel, der euch begleitet, wohin ihr auch geht.
31 Ich bin zu euch gekommen, um euch durch Beweise von Liebe und Gerechtigkeit zu erlösen und euch Meine Lehre zu lehren, damit ihr Mir nachfolgt.
32 Von euren guten Werken nehme Ich das Verdienstvolle an, das an ihnen ist, auch von jenen, die ihr für sehr klein haltet; denn Ich bin der einzige, der ihren wahren Wert beurteilen kann. Wer die Menschen liebt und ihnen dient, liebt Mich und dient Mir. Ich verlange nur von euch, dass ihr euch liebt, und dies wird Mir genügen, um mit eurer Hilfe große Werke zu vollbringen. Dafür habe Ich euch viele Beweise gegeben, denn Ich bin immer gegenwärtig gewesen, wenn ihr dem Bedürftigen die Hand gereicht habt, und habe bewirkt, dass euer Geist den Frieden erfährt, den die Erfüllung der Pflicht gegenüber dem Vater und den Mitmenschen schenkt.
33 Ihr tragt ein unauslöschliches Zeichen, das euch von allen andern Religionsgemeinschaften unterscheidet. Dies Kennzeichen ist ein Licht, das Ich in eurer Seele zum Leuchten gebracht habe. Auch habe Ich euch in dieser von Mir vorbereiteten Nation erscheinen lassen, damit eure Seele in ihr aufwärtsstreben und ein geeignetes Betätigungsfeld für ihre Pflichterfüllung finden kann.
34 Hütet den Schatz, den Ich euch in Meinem Worte gegeben habe, und lasst nicht zu, dass ihn euch unlautere Hände entreißen. Gebt ihn jedem, der ihn kennenzulernen wünscht, oder der in ihm sein Heil sucht.
35 Falls ihr nicht imstande sein solltet, Mein Vermächtnis zu verteidigen, werde Ich es verteidigen; aber dann werdet ihr euch wegen eures Kleinmuts vor Mir verantworten müssen. Arbeitet mit Liebe zur Erfüllung der geistigen und materiellen Gesetze. Wenn ihr eure geistigen Pflichten beachtet, wird euch die materielle Arbeit leicht werden. Ihr sollt eure Tugenden nicht zur Schau stellen; wenn ihr Mein Wort wirklich erfühlt und es ausübt, so verwahret eure Werke eifersüchtig dort, wo nur Ich sie sehen kann, dann wird euer Beispiel von Bescheidenheit eure Geschwister dazu ermuntern, eurem Beispiel zu folgen.
36 Liebt euch mit der gleichen Liebe, mit der Ich euch gelehrt habe, im Bewusstsein, dass ihr aus Mir hervorgegangen seid, dass ihr alle aus derselben Substanz gebildet worden seid, und dass ihr ebenso, wie ihr im Anfang in Mir gewesen seid, dies am Ende auch sein werdet, wenn ihr zu eurem Herrn zurückkehrt.
37 Ich suche euch auf, damit ihr euch der Quelle des Lebens nähert. Hier ist der Weg, der zu ihr führt. Um sie zu finden, muss man zuweilen Opfer bringen, man muss kämpfen und in der Tugend beharrlich bleiben.
38 Hört auf Meine Stimme, die euch beständig wachrüttelt, jene innere Stimme, die von euch die Erfüllung Meines Gesetzes fordert. Denn bisher habt ihr nach eurem Gutdünken gelebt und das getan, was euch in eurem Leben gefiel.
39 Ich habe eure in den Wechselfällen des Lebens verhärteten Herzen liebevoll gemacht, indem Ich ihnen das Brot der göttlichen Liebe zu kosten gab, und eure Herzen wurden davon innerlich bewegt.
40 In Mir ist der Richter, der Vater und der Meister — drei verschiedene Offenbarungsphasen in einem einzigen Wesen, drei Kraftzentren und eine einzige Wesens-Essenz: Liebe.
41 So offenbare Ich Mich bei euch, um euch zu helfen, die Mission zu erfüllen, die Ich schon im Anbeginn der Zeiten in euren Geist gelegt habe.
42 Ich unterrichte euch nun aufs neue, damit ihr die Menschheit dieses Wort lehrt. Wenn dieses Mein Volk zubereitet ist, werden die Menschen bei ihm Trost in ihrem Kummer, Balsam in ihren Leiden und Licht für ihren Geist finden.
43 Die gegenwärtige Generation soll nicht vergehen, ohne dass ihr aufgebrochen seid, um von Meinem Zweiten Kommen Zeugnis abzulegen. Doch Ich habe euch gesagt: Falls ihr euch nicht dazu aufrafft, Meine Unterweisung auszuüben, werden die Steine sprechen und von Meiner Gegenwart zeugen; doch darüber werdet ihr Mir Rechenschaft ablegen.
44 Wenn auf eurem Pfade Hindernisse vorhanden sind, die euch daran hindern, Mir nachzufolgen, so zeigt Mir euren guten Willen und euren Eifer, dann werde Ich den Weg freilegen, werde Ich euch beistehen.
45 Ich will, dass ihr zugerüstet seid, denn die Welt wird euch auf die Probe stellen, und wenn ihr nicht imstande sein solltet, die Wundertaten zu bezeugen, die Ich unter euch vollbracht habe, werden in euren Mitmenschen Zweifel aufkommen.
46 Ich sehe unter euch solche, die die Ketten zu zerbrechen vermochten, die sie an die Welt banden, und die Mich um Stärke bitten, um in ihrem edlen Vorsatz zur Erneuerung standhaft zu bleiben, und Ich ermutige sie durch Meine Worte und Meine Gegenwart. Sie werden noch mehr Prüfungen erfahren, die ihnen dazu dienen werden, ihren Weg festen Schrittes zu gehen. Wachet und betet, damit euch die Prüfungen nicht im Schlaf überraschen, denn euer Erwachen wäre bitter, wenn ihr gewahr würdet, dass ihr den Weg wieder von vorne beginnen müsst.
47 Wenn ihr zu Fall kommen solltet, so erinnert euch sogleich an euren Vater und betet, damit ihr in Mir neue Kräfte findet, um zu siegen. Wenn ihr euch so vorbereitet, wird die Stimme eures Gewissens klar vernehmbar sein in eurem Innern.
48 Ihr sollt nicht mehr Sklaven der Versuchung sein. Ringet darum, eure geistige Freiheit zu bewahren. Ich will, dass Meine Jünger gute Geschwister unter den Menschen sind, die immer eine brüderliche und aufrichtige Hand erwarten, die sich ihnen entgegenstreckt.
49 Die Menschen suchen begierig das Licht der Wahrheit, und viele erwarten Mein Kommen und wissen nicht, dass Meine Gegenwart bereits unter euch ist.
50 Nicht alle werden Mich in der Zeit Meiner Kundgabe vernehmen, aber Ich lehre derzeit dies Volk, damit jeder von denen, die Mir zuhörten, ein Führer von Menschenherzen werde, wenn Mein Wort sich nicht mehr durch diese Stimmträger kundgibt. Bis dahin sollt ihr euch vergeistigt haben und Mein Wort und Meine Aufträge durch Intuition empfangen, und ihr werdet dann von noch nicht bekannten Lehren sprechen, welche wirkliche Offenbarungen sein werden.
51 Schon jetzt habe Ich euch vieles von dem offenbart, was den Menschen verheißen war, und durch euch habe Ich Ereignisse angekündigt, die ihr Wirklichkeit habt werden sehen. Deshalb könnt ihr sagen, dass ihr nicht nur Meine Sprachrohre gewesen seid, sondern auch Meine Propheten.
52 Ihr habt es noch nicht erreicht, auf den Grund Meines Wortes vorzudringen; doch werden die neuen Generationen kommen, die Ich euch versprochen habe, und sie werden euch die tiefschürfende und richtige Aufklärung darüber geben, was ihr nicht verstehen konntet. Aber auch Menschen anderer Nationen werden kommen, die Meine Unterweisungen auszulegen verstehen. Dennoch sage Ich euch, dass die, die Mich mündlich hörten und Meine Gegenwart fühlten, die ersten sein werden, die Mein Werk begreifen, um es dann zu lehren und zu erläutern.
53 Ich will nicht, dass ihr in den Jahren, in denen ihr Mich noch hören könnt, euch Vorwürfe zuzieht, denn dann würde Meine Unterweisung einen Stillstand erfahren, während es Mein Wille ist, Mich in jeder weiteren Lehrstunde mit größerer Klarheit zu offenbaren, damit ihr euch am Ende Meiner Kundgabe weit genug fortgeschritten fühlt, um zu Meistern zu werden. In euch habe Ich Mein göttliches Sehnen gelegt, damit ihr Liebe und Weisheit erlangt, indem Ich euer Verständnis für geistiges Wissen erschloss.
54 Ich lehre euch, um euch darauf vorzubereiten, die göttliche Inspiration zu empfangen, damit ihr euren Mitmenschen offenbart, dass alle Menschen Besitzer dieser Gnade sein können.
55 Lasst Mein Wort eine bleibende Heimstatt in euren Herzen haben, damit, wenn ihr einst Meister seid, ihr es immer in eurem inneren Tempel gegenwärtig habt.
56 Fürchtet nicht, wegen Meiner Lehre von den Menschen "zerrissen" zu werden. Das Herz der Menschen ist der nichtigen Theorien und Worte so überdrüssig, dass es, wenn es diese Frohbotschaft empfängt, auf seinem Geiste das Licht der Wahrheit fühlen wird, das wie ein erfrischender Tau herniederfällt, um ihm Leben zu geben.
57 Der Vollkommene Freund ist zu euch gekommen, um euch zu sagen, dass ihr euch nicht fürchten sollt; denn wenn ihr auch in vielen Herzen Gift, Bosheit und Verrat vorfindet, werden diese Prüfungen den treuen und zugerüsteten Jünger nicht einschüchtern können.
58 Seid wie jene Apostel, die Mir in der Zweiten Zeit nachfolgten. Wenn ihr den Kranken noch nicht zu heilen vermochtet, so verstärkt eure geistige Vorbereitung, indem ihr euch bei der Liebestätigkeit läutert und in Kontakt mit dem Schmerz bleibt. Wenn ihr nicht innerlich zugerüstet seid, so berührt den Kranken nicht in der Erwartung, dass er gesund wird, denn dann werdet ihr dies Wunder nicht schauen. Doch wenn ihr euch geistig und körperlich vorbereitet, werdet ihr — wenn es Mein Wille ist — bald das Wunder empfangen, das ihr von Mir erbittet.
59 Wenn euer Glaube an Meine Macht nicht groß und eure Liebe zu den Mitmenschen nicht wahrhaftig ist, wird euer Werk keine Rettung bringen und eure Mühe wird vergeblich sein. Doch wenn ihr Vergeistigung erreicht, werdet ihr wirkliche Wunder auf eurem Wege Wirklichkeit werden sehen.
60 Wenn ihr nicht unter euren Angehörigen Frieden erreicht habt, oder wenn die Bande der Eintracht und der Liebe zerrissen sind, so wachet und betet, verbindet euch mit Meinem Geiste, und der Friede wird mit euch sein.
61 Falls ihr noch nicht von Mir zu sprechen versteht, so verschließt eure Lippen, doch erhebt euren Geist; denn dieser wird mittels des Gedankens zu den geistig Bedürftigen sprechen.
62 Wenn ihr Meine Unterweisung nicht zu verstehen vermochtet und ihr in deren Sinngehalt eindringen wollt, so vergeistigt euch, und wenn ihr Mich dann vernehmt oder euch Meines Wortes erinnert, werdet ihr über euer tiefes Verstehen überrascht sein. Mein Wort ist schlicht und einfach, damit ihr es erfassen könnt, aber es enthält einen Wesenskern, der göttlich ist, damit ihr Meine Gegenwart fühlt.
63 Heute halte Ich ein neues Abendmahl, von Jüngern und Schülern umgeben, die nachdenken und des Tages und der Stunde gedenken, in welcher "Das Wort" Mensch wurde in Jesus. Ihr schließt eure Augen und versucht euch den Ort Meiner Geburt vorzustellen, die Feierlichkeit jener Stunde, die Reinheit der Mutter, die Sanftmut des gerechten und keuschen Gefährten Marias und alles, was jenes Ereignis umgab. Dann begreift ihr die göttliche Demut Christi — eine Demut, die Er schon vom ersten Augenblick an durch Seine Werke und Sein göttliches Wort predigte.
64 Geliebtes Volk, erlebt jene Augenblicke innerlich und erquickt euch an deren Erinnerung und Betrachtung, denn eurem Nachdenken darüber wird das Licht entströmen, das eure Unwissenheit beseitigt.
65 Sucht Mich im Verborgensten und Erhabensten eures Wesens, fühlt Meine Gegenwart in eurem Geiste und erkennt Meine Manifestationen in den unscheinbarsten Dingen eures Lebens. Bedenkt: Je höher und geistiger Meine Kundgebung ist, desto größer ist eure Wonne, denn es wird der Beweis dafür sein, dass ihr bereits fähig seid, Meine tiefgründigen Lektionen zu verstehen.
66 Ihr gehört zu denen, die in dieser Zeit Mein Kommen im Geiste bejahten und ohne zu sehen geglaubt haben. Doch es gibt solche, die Mich in der Form erwarten, in der Ich in der Zweiten Zeit auf der Welt war, und andere, die Mich in unterschiedlichen Formen erwarten gemäß der Auslegung, die ein jeder den Prophetien gegeben hat. Ich segne alle, die Mich erwarten, und sende ihnen Mein Licht, damit, wenn sie erfahren, dass Meine Gegenwart und Meine Kundgabe in dieser Zeit geistiger Art ist, sie davon nicht verwirrt werden.
67 Ich segne auch jene, die Mich nicht erwarten. Die einen wurden schwach im Glauben, und andere wurden von den vielen menschlichen Vorstellungen und Lehren verwirrt. Doch Ich ergieße Mein Licht auf alle ihre Wege, damit sie das Heil (ihrer Seele) erlangen.
68 Manche erwarten Mich geistig, und dennoch werden sie verneinen, dass Ich es bin, der sich kundgibt, weil sie Mich im Glanze eines blendenden Lichtes kommen sehen wollen, um glauben zu können. Sie wollen Mich mit der Majestät eines Königs der Erde kommen sehen, weil sie die wahre Größe, die in der Demut liegt, nicht begreifen. So muss Ich euch noch einmal sagen: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt."
Mein Friede sei mit euch!

Feuerball



Traum:
Wir sind einige Menschen, die sich  friedlich in einem Gebäude aufhalten. Plötzlich und wie aus dem Nichts trifft ein Feuerball mit hoher Geschwindigkeit das Gebäude. Jemand berechnet den Einsturz eines Teils des Gebäudes und bevor dieser Teil herunterstürzt, ergeht der Befehl, das Gebäude durch den nicht brennenden Teil zu verlassen und ins Freie zu entkommen. Zu spät merke ich, daß ich das Gebäude auf der falschen Seite verlassen habe. Jemand ruft mir zu: ‚Nicht dort, auf der anderen Seite.‘
Ich bin draußen und möchte zur anderen Seite und daran bin ich aufgewacht und habe die Stimme zu mir sagen gehört:
„Hier!
Nackt! ….. Angezogen!
Bist gesegnet!
Bist gleich bei mir!
Ich tanz schon!“

Aus dem Traum geht nicht hervor, ob Anna Maria gestorben ist.
Sie fragt den Vater:
Vater, diese Botschaft widerspricht anderen, von dir empfangenen Botschaften, die ich erhalten habe.
Was ist denn wirklich?
Da kommt in der Meditation:
„Nur die wahre Ergebung …. Geläutert.“ 

BWL - Band IV - Unterweisung 108


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band IV - Unterweisung 83 - 110 
Download-Link Buch des wahren Lebens - Band 4

Unterweisung 108:
 
 1 Seid gesegnet, die ihr aus den Stämmen Israels herbeikommt — Meine Stimme hat euch gerufen. Ich vereinige derzeit geistig Mein Volk, das verstreut war, und erfülle so Meine Verheißung, es mit Meinem Lichte zu kennzeichnen und ihm sein Erbe zu geben. Ich habe es gesucht, denn der Zeitpunkt wird kommen, an dem ihm diese Lehre anvertraut wird und jeder Jünger sich aufmachen muss, um seine Mitmenschen aufzusuchen und ihnen Meine Botschaft bekanntzumachen. Aber erst wenn die Brüderlichkeit, die Einigkeit und der Friede im Herzen Meines Volkes regiert, wird es Meine Gegenwart voll in seinem Geiste fühlen.
2 Studiert Mein Wort, und seine Essenz wird euch begreifen lassen, dass ihr der geistigen Befreiung bereits sehr nahe seid.
3 Bei der Stimme des Meisters wurde euer Geist mit Mut erfüllt, und ihr habt euch erhoben und alle Hindernisse überwunden, die sich euch in den Weg gestellt haben und euren Lebenslauf schwierig gemacht haben. Meine Stimme ermutigt euch, im Kampfe standhaft zu bleiben, damit ihr bald nicht mehr Sklaven der Welt seid und zu Meinen Jüngern und Dienern werdet. Wachet und betet, damit ihr nicht wieder in Gefangenschaft geratet. Erkennt, dass Ich gekommen bin, euch durch das Licht Meiner Offenbarungen zu befreien, die euch ein neues Leben verheißen. Immer war es Mein Wille, dass Mein Volk groß und stark ist — doch nicht, um seine Mitmenschen zu erniedrigen, sondern damit es im Geistigen und auf allen andern Gebieten ein Bollwerk und ein Führer für die Nationen sei.
4 Ist dies Volk treu gewesen gegenüber Meinen Weisungen? Nein, es ist nicht stark gewesen, und aus diesem Grunde haben seine Feinde es immer zum Sklaven gemacht oder ihm sein Erbe entrissen.
5 Geliebtes Volk, Mein Wort rüttelt euch auf in dieser Zeit, weil ihr erkennt, dass nur Ich in dieser Weise zu euch sprechen kann, dass nur Ich euch Rettung anbieten und euch Meine Stimme der Vergebung hören lassen kann. So gebe Ich eurem Geiste das Erbe zurück, das zurückgehalten war.
6 Wenn Ich euch sage, dass diese Zeit eure geistige Befreiung ist, so deshalb, weil die Götter, die sich die Menschen geschaffen haben, einer nach dem andern stürzen. Lehrsätze, Wissenschaften, Theorien und Machtstreben — all dies wird nun von Meiner Gerechtigkeit heimgesucht. Ich schlage der Menschheit ein neues Leben vor und offenbare ihr eine neue Wissenschaft, die göttliche Wissenschaft; denn wahrlich, Ich sage euch, jene, die die Menschen ausposaunen und die die einen mit Eitelkeit, die andern mit Staunen erfüllt, ist noch weit davon entfernt, das Irdisch-Menschliche zu überschreiten. Ich dagegen werde euch ein Licht geben, das euren Geist erleuchten wird, und dann werdet ihr euch zu Recht über das wundern, was ihr kennenlernen werdet. Dies wird geschehen, wenn euer Herz und euer Gehirn auf die Stimme des Gewissens zu hören lernen und bereit sind, sich ihren Eingebungen zu unterstellen. Daher werden die Menschen (später) nicht sagen können, dass Ich Mich dem Gang des wissenschaftlichen Fortschritts entgegengestellt habe, denn Ich habe ihnen erlaubt, den Baum der Wissenschaft zu pflegen, bis sie ihn Früchte tragen sehen und deren Geschmack kennenlernen. Doch alles Menschliche hat eine Grenze, und der Verstand des Menschen hat auch ein "bis hierher und nicht weiter". Dennoch — wenn die Wissenschaft der Menschen sich geistige Ziele setzen wird und sich von jedem selbstsüchtigen Zweck geläutert hat, werde Ich sie in den Dienst der Menschheit stellen als ein Mittel zum geistigen Fortschritt. Dann wird die Natur ihre Schatzkammer öffnen, ihre Geheimnisse offenlegen und den Menschen unbekannte Kräfte und Bereiche offenbaren, und dann wird diese eure Wissenschaft bei ihrer Umwandlung in eine edle und gute Sache keine Grenze mehr haben.
7 Dies Licht ist noch immer ein verschlossenes Buch, das die Menschen nicht zu Gesicht bekamen, weshalb Ich euch sage, dass der Fortschritt der Wissenschaft der Zukunft größer sein wird als der, den ihr heute erreicht habt. Doch er wird nicht durch den Verstand, sondern durch den Geist erfolgen.
8 Ich habe euch gesagt, dass Ich euch als Sklaven des Materialismus angetroffen habe; doch Ich bin gekommen, euch von diesen Ketten zu befreien.
9 Bevor Ich Mich kundtat, kam Elias zu euch, den ihr "Prophet des Feuers" genannt habt. Er wird mit dem Strahl seiner Gegenwart eure Ketten zerbrechen und euch für ein besseres Leben vorbereiten. Elias, der Prophet, Sendbote, Wegbereiter und geistige Hirte wird ein weiteres Mal das Falsche der Götzenbilder und der Abgötter, die die Menschen geschaffen haben, offenkundig machen. Vor dem unsichtbaren Altar wird er Meine Macht anrufen, und aufs neue wird der Strahl Meiner Gerechtigkeit
herabkommen, um das Heidentum und die Bosheit der Menschen zu vernichten. Elias ist in dieser Zeit wie ein strahlender Stern, der aus der Unendlichkeit aufgetaucht ist und das menschliche Verstandesorgan für die Zwiesprache der Gottheit mit den Menschen vorbereitet hat. Es war seine Stimme, die sich zuerst durch dies Mittel hören ließ, weil er Mein Wegbereiter ist.
10 Zugleich mit der Vermehrung der Menschheit hat sich auch ihre Sünde vermehrt. Es fehlt auf der Welt nicht an Städten wie Sodom und Gomorrha, deren Ärgernis auf der ganzen Erde Widerhall findet und die die Herzen vergiften. Von jenen sündigen Städten blieben nicht einmal Spuren übrig; dennoch waren ihre Bewohner keine Heuchler, da sie am hellen Tage sündigten. Doch diese Menschheit von Heute, die sich im Dunkeln verbirgt, um ihren Leidenschaften frönen zu können, und die danach Rechtschaffenheit und Reinheit vortäuscht, wird ein strengeres Gericht haben als Sodom.
11 Es ist das unheilvolle Erbe aller vergangenen Generationen, deren Süchte, Laster und Krankheiten in dieser Zeit ihre Früchte tragen. Es ist der Baum des Bösen, welcher im Herzen der Menschen gewachsen ist — ein Baum, der durch Sünden fruchtbar gemacht worden ist und dessen Früchte weiterhin die Frau und den Mann in Versuchung führen und von Tag zu Tag neue Herzen zu Fall bringen.
12 Unter dem Schatten dieses Baumes liegen Männer und Frauen ohne die Kraft, sich von seinem Einfluss freizumachen. Dort sind zerstörte Tugenden, befleckte Menschenwürde und viele verstümmelte Leben zurückgeblieben.
13 Nicht nur die Erwachsenen werden von den Vergnügungen der Welt und des Fleisches angezogen und laufen ihnen nach; auch die Jugendlichen und selbst die Kinder, zu allen ist das Gift gelangt, das sich im Ablauf der Zeiten angesammelt hat, und jene, die dem unheilvollen Einfluss des Bösen zu entrinnen vermochten — was tun sie für jene, die sich verirrt haben? Sie richten sie, verdammen sie und empören sich über ihre Handlungen. Wenige sind derer, die für die vom Pfade Abgeirrten beten, und noch weniger sind derer, die einen Teil ihres Lebens darauf verwenden, das Böse zu bekämpfen.
14 Wahrlich, Ich sage euch, Mein Reich wird nicht unter den Menschen errichtet werden, solange der Baum des Bösen noch Leben hat. Diese Macht muss zerstört werden; dafür ist es erforderlich, das Schwert der Liebe und der Gerechtigkeit zu besitzen, das einzige, dem die Sünde nicht widerstehen kann. Begreift, dass nicht Urteilssprüche oder Strafen, sondern die Liebe, die Vergebung und die Barmherzigkeit, der Wesenskern Meiner Lehre, das Licht sein werden, das eure Pfade erhellt, und die Unterweisung, die der Menschheit das Heil bringt.
15 Volk, willst du zu denen gehören, die für die Erlösung dieser Menschheit arbeiten? Willst du deinen Beitrag leisten zum Werke der Errettung? Dann fühle dich nicht unfähig, diese Mission durchzuführen, wenn du deine unbedeutende Zahl mit der der Menschheit vergleichst; denn nicht alles wirst du vollbringen.
16 Begreift, dass jeder von euch, der einen schlechten Weg aufgibt, damit bewirkt, dass die Macht des Bösen einen Teil seiner Kraft verliert; dass euer Leben, wenn es rechtschaffen ist in seinen Werken, Worten und Gedanken, auf seiner Bahn eine gute Saat hinterlässt; dass eure Ratschläge, wenn sie aus einem frommen Herzen kommen, die Kraft haben werden, Wunder zu vollbringen; und dass das Gebet, wenn es aus einem mitfühlenden und liebevollen Gedanken geboren wird, eine Lichtbotschaft sein wird für jenen, für den ihr bittet.
17 Die Mächte des Bösen sind stark geworden, die Menschen bemühen sich, Waffen zu erfinden, mit denen sie ihren Hass, ihre Rachsucht und ihre Missgunst entladen können. Die Wissenschaftler widmen ihr Leben dem Studium der wirksamsten Mittel, jene zu vernichten, die sie für ihre Feinde halten. Doch wahrlich, Ich sage euch, in diesem Kampfe werden alle zugrunde gehen, denn Meine Macht wird nur auf der Seite der Gerechtigkeit, der Liebe, der Vernunft und der Wahrheit sein.
18 Wenn sich alle Betenden und alle Leidenden gedanklich vereinen und angesichts des Chaos, in das sich die Menschheit stürzt, ihren Schmerz in Lehren und gute Werke verwandeln, werde Ich ihnen Mein unbesiegbares Schwert anvertrauen, damit sie Ast für Ast vom Baume des Bösen abhauen, der den Menschen so viele Früchte des Todes beschert hat.
19 Die Früchte der Herrschaft des Bösen werden nicht obsiegen, sondern überall und in jedem Geiste wird das Licht regieren.
20 In dieser Zeit offenbare Ich Mein Göttliches Wort durch Männer, Frauen und Kinder und erfülle so jene Verheißung, die euch die Zeit ankündigte, in der Mein Geist sich auf jedes menschliche Geschöpf
ergießen würde. Ihr seid noch kaum am Beginn dieses Zeitalters; doch hernach werdet ihr auf der ganzen Erde das geistige Erwachen der Menschheit erleben.
21 Symbolisch gibt es einen gedeckten Tisch, an den Ich euch lade, damit ihr euch hinsetzt und die Speisen des ewigen Lebens esst, die Ich eurem Geiste anbiete. Ihr könnt den Sinn dieser Worte gut verstehen, weil Ich seit den ersten Zeiten zu euch vom wahren Leben gesprochen habe, welches das ewige Leben ist, obschon ihr bisher diese Belehrung nicht verstanden habt.
22 Da Ich wusste, dass ihr euch nur wenig in Meine Lehren vertiefen würdet, und Ich die Irrtümer voraussah, denen ihr bei der Auslegung Meiner Offenbarungen anheimfallen würdet, kündigte Ich euch Meine Rückkehr an, indem Ich euch sagte, dass Ich euch den Geist der Wahrheit senden würde, damit er viele Geheimnisse aufkläre und euch das erläutere, was ihr nicht verstanden habt. Denn im Kern Meines prophetischen Wortes gab Ich euch zu verstehen, dass Ich in dieser Zeit nicht wie auf dem Sinai unter Blitz und Donner kommen würde, noch dass Ich Mensch würde und Meine Liebe und Meine Worte vermenschlichte wie in der Zweiten Zeit, sondern dass Ich im Glanze Meiner Weisheit zu eurem Geiste kommen würde, euren Verstand mit dem Lichte der Inspiration überraschen und an den Türen eurer Herzen mit einer Stimme rufen würde, die euer Geist versteht. Jene Voraussagen und Verheißungen gehen eben jetzt in Erfüllung.
23 Es genügt, euch ein wenig vorzubereiten, um Mein Licht zu schauen und die Gegenwart Meines Geistes zu fühlen, desselben, von dem Ich euch ankündigte, dass er kommen würde, euch zu lehren und die Wahrheit zu entdecken.
24 Die Zeit, in der ihr lebt, ist die des Gerichtes und der Prüfungen; doch ihr seid nicht verlassen. Klopfet an Meine Tür und ihr werdet sogleich hören, wie Meine Stimme euch antwortet. Wie stark werdet ihr sein, wenn ihr Mich geistig zu suchen versteht, wie hoch wird eure Vergeistigung sein, wenn ihr den Weg der Liebe betretet, und wie schön euer Leben, wenn ihr seinen Sinn begreift!
25 Kommt mit bedächtigem und festem Schritt auf Meinen Pfad. Ich verlange nicht von euch, dass ihr sofort Früchte der Vollkommenheit tragt, denn Mir wird eure Erneuerung genügen, damit diese der Beginn eures geistigen Aufstiegs sei.
26 Jünger, esset und trinket an Meinem Tische das Brot des Wissens und den Wein der Liebe. Wahrlich, Ich sage euch, wer das Brot und den Wein zu sich nimmt, die Ich anbiete, wird Mich in seinem Geiste tragen.
27 Auf einem Wege des Lichtes sandte Ich euren Geist aus, um auf Erden zu wohnen, und auf einem Wege des Lichtes wird er zu Mir zurückkehren. In der Zwischenzeit müsst ihr wie der in der weiten Wüste verirrte Wanderer dahinziehen, oder wie der im unermesslichen Meer verirrte Seefahrer. Doch gebt nicht Mir die Schuld an eurem Irrweg, denn ihr wäret ungerecht, da Ich euch, bevor Ich euch zur Erde sandte, mit einem Kompass versah und im Unendlichen einen Stern erscheinen ließ, damit sie eure Schritte lenken sollten. Dieser Kompass und dieser Stern sind euer Gewissen. Wenn ihr daher die Harmonie verlasst, die ihr mit allem, was euch umgibt, einhalten sollt, erscheint euch selbst der Staub der Erde feindlich; doch dabei kehrt sich nicht die Natur gegen euch, vielmehr seid ihr selbst es, die gegen die Gesetze der Harmonie verstoßen, die das Weltall regieren.
28 Wenn die Heiden dieser Zeit diese Lehre kennenlernen, werden sie sie ablehnen, und die Materialisten werden gegen sie argumentieren, aber sie alle werden staunend erleben, wie Meine Wahrheit sich durchsetzt.
29 Ihr habt bereits erkannt, dass Ich in vergangenen Zeiten neben der Verkündigung Meiner Lehre viele Werke jener Art vollbracht habe, welche die Menschheit Wunder nennt. So werde Ich auch in dieser Zeit nicht nur Mein Wort verkünden, das sich später über die ganze Erde verbreiten wird, sondern auch neue Wundertaten vollbringen. Ich werde Beweise Meiner Macht geben und die Menschen durch Werke in Erstaunen setzen, die sie veranlassen werden, sich der Wahrheit zu unterwerfen.
30 Ich habe euch Vieles zu offenbaren. Heute gebe Ich euch nur den Schlüssel, damit ihr die Pforte der wahren Weisheit öffnet. Dieser Schlüssel ist diese Unterweisung.
31 Wahrlich, Ich sage euch, auf dem Wege der Liebe werdet ihr alles Zulässige von Mir erlangen und werdet alles erfahren. Doch euch fehlt das Wissen, wie die Liebe sein soll, von der Ich zu euch spreche, und vor allem fehlt es daran, dass ihr sie tief empfindet.
32 Mein Reich ist den Kindern guten Willens vorbehalten, die aus Liebe zu ihrem Vater und ihren Nächsten ihr Kreuz umarmen. Dies Reich, von dem Ich zu euch spreche, befindet sich nicht an einem bestimmten Ort, es kann sowohl auf der Erde existieren, die ihr bewohnt, als auch auf allen geistigen Heimstätten; denn Mein Reich besteht aus Frieden, Licht, Gnade, Kraft, Harmonie, und all dies könnt ihr erlangen — wenn auch in begrenzter Form — schon in diesem Leben. Die geistige Fülle werdet ihr nur jenseits dieser Welt erlangen, die ihr derzeit bewohnt.
33 Warum sehnen sich viele Menschen danach, von diesem Leben in das andere abzuscheiden? Der Grund ist, dass sie glauben, dass alles, was sie umgibt, ihnen feindlich ist. Doch wahrlich, Ich sage euch, sie sollten, statt zu verzweifeln, darum ringen, wieder in Einklang mit den Gesetzen zu kommen, die Ich gleichsam als einen Weg anlegte, damit ihr auf ihm zur geistigen Vollkommenheit gelangt.
34 Zu allen Zeiten und in allen Völkern der Erde sind Apostel des Guten erschienen und haben die hohe Stufe ihres Geistes durch verschiedene Missionen bewiesen. Sie alle sind Meine Sendboten gewesen, denn das Gute stammt aus einer einzigen Quelle, Meinem Göttlichen Geiste, und mit Meinem Lichte erleuchte Ich das ganze Universum.
35 Von diesen Abgesandten sind die einen geistige Sämänner gewesen, andere haben euch das Licht der Wissenschaft gebracht, und wieder andere haben mit ihrem Sinn für das Gute der Menschheit Meine Liebesbotschaft gebracht. Die einen habt ihr Apostel genannt, andere nanntet ihr Heilige, die einen habt ihr als Gelehrte betrachtet, andere als Genies; doch es hat nicht einen gegeben, der zur Erde gekommen ist, ohne von Mir die Mission empfangen zu haben, die er unter den Menschen erfüllen muss.
36 Die Erde ist immer durch die schönen Vorbilder Meiner Boten bewässert und fruchtbar gemacht worden, und obwohl die Menschen in diesem Zeitalter Meine Lehren mit dem Unkraut vermischt haben, das auf der Welt wächst, ist der Same des Edelmutes, der Liebe und Brüderlichkeit nicht erstorben, weshalb Ich euch sage, dass dieser nur darauf wartet, dass die Sichel Meiner Gerechtigkeit diesen Planeten säubert, um dann von neuem die Herzen zu erleuchten.
37 Wie viele Menschen, die unter dem Chaos leiden, das die Menschheit durchlebt, und die den Frieden ersehnen, wissen nicht, dass in ihnen ein Geist ist, der nur auf die Gelegenheit wartet, um sich aufzumachen und den göttlichen Samen des Friedens zu säen.
Darum sage Ich euch, dass Meine Diener bald auf dem ganzen Erdkreis aufbrechen müssen, in einem Werke der Erneuerung und des Wiederaufbaus vereint. Jetzt frage Ich euch: Würde es euch nicht gefallen, mit ihnen geistig vereint zu sein?
38 Auch jeder von euch ist ein Diener und ein Abgesandter von Mir, dem Ich Anweisungen gegeben habe, damit er auf Erden eine geistige Mission erfüllt.
39 Seid wachsam, und ihr werdet Zeugen der Bekehrung derer sein, die Mich verleugnet hatten, wie ihr auch die Rückkehr derer erleben werdet, die sich vom wahren Weg entfernt hatten. Wissenschaftler, die ihr Leben der Suche nach Elementen und Kräften der Zerstörung widmeten, werden, wenn sie fühlen, dass ihr Gericht näherrückt, zum Weg der Wahrheit zurückkehren, um ihre letzten Tage dem moralischen und materiellen Wiederaufbau der Welt zu widmen. Andere, die in ihrem Hochmut versucht haben, Meinen Platz in den Seelen einzunehmen, werden von ihren Thronsesseln herabsteigen, um Mir in der Demut nachzueifern. Und auch Menschen, die einst die Völker aufwiegelten und Kriege auslösten, werden ihre Irrtümer erkennen und sich angstvoll um den Frieden der Menschen bemühen.
40 Welche unter euch werden all dies erleben? Ihr wisst es nicht, doch Ich kündige es euch an, Ich prophezeie es euch, denn bald werden die neuen Generationen zur Erde kommen, welche die Erfüllung (dieser Prophetie) erleben werden. Eure Aufgabe ist es, diese Lehre zu verbreiten und den Völkern das Licht dieser Frohen Botschaft zu bringen. Wenn ihr dies erfüllt, werden eure Mitmenschen auch euch "Boten des Herrn" nennen.
41 Meine geistige Gegenwart unter euch ist wie der Schatten eines einladenden und erholsamen Baumes. Wer gläubig zu ihm kommt, erlebt ein Gefühl von Leben, Kraft und Wohlbefinden, das ihn ausrufen lässt: "Es ist der Meister!" Doch auch der, der sich zweifelnd nahte, fragt sich innerlich beim Verlassen des Versammlungsortes, wo er Mein Wort vernahm: "Warum fühle ich in meiner Seele soviel Frieden?" Dies kommt daher, dass der Baum seine Äste für alle ausgebreitet hat, dass Mein Geist auf jedes Geschöpf herniedergekommen ist. Wenn daher jemand den göttlichen Wesenskern Meines Wortes nicht begriffen hat, musste Ich sagen, dass manche ein versteinertes Herz haben.
42 Ich bin als Vater unter euch und senke in eure Herzen den Trost, den Ich euch in der Zweiten Zeit versprach. Ich bin gekommen, um euch in euren Trübsalen beizustehen und eure Klagen zu vernehmen. Warum also fürchtet ihr euch vor den Prüfungen? Seht ihr nicht, wie sehr Ich euch liebe und wie Ich euch an eurem Verbannungsort suche? Wenn Ich Mich als Mensch ganz hingab, um eure Erlösung zu erreichen, so werde Ich Mich heute im Geiste auf euren Geist ergießen, um euch zum Reich der Gnade zu erheben.
43 Deshalb sage Ich euch, dass ihr Mich in jeder Art suchen sollt, in der ihr Mich benötigt, sei es als Gott, als Vater, als Richter, als Meister, als Bruder, als Freund, als Arzt. Was Ich will, ist euer Friede und eure Rettung, geliebte Menschheit.
44 Kein einziger eurer Seufzer wird im Himmel ungehört bleiben, jedes Gebet findet seinen Widerhall in Mir, keine eurer Trübsale oder Lebenskrisen bleiben von Meiner Vaterliebe unbeachtet. Alles weiß ich, höre Ich, sehe Ich, und in allem bin Ich gegenwärtig.
45 Weil die Menschen meinen, dass Ich Mich wegen ihrer Sünden von ihnen zurückgezogen habe, fühlen sie sich schließlich fern von Mir. O menschliche Unwissenheit, die so viel Bitternis auf ihre Lippen gebracht hat! Wisset, dass wenn Ich Mich von irgendeinem Meiner Geschöpfe entfernen würde, dieses augenblicklich zu existieren aufhören würde. Doch dies ist nicht geschehen, noch wird es geschehen, denn als Ich euch den Geist gab, versah Ich euch alle mit ewigem Leben.
46 Wenn ihr den Sinn des Lebens erkennt, die Ursache des Schmerzes und das Endziel eures Daseins, werdet ihr Mich nicht mehr ferne fühlen, werdet ihr Meine Gegenwart wahrnehmen, die sich in eurem Herzen und in eurem Geiste fühlbar macht, und ihr werdet Meine Stimme vernehmen, die euch die Worte Meiner Lehre liebevoll wiederholen und euch lehren wird, sicher auf dem Pfade eures wahren Lebens zu wandeln.
47 Mein Göttlicher Strahl senkt sich in dieser Zeit herab, um euren Geist zu erleuchten, damit er Meine Unterweisung verstehen kann. Es ist das Licht, das euch helfen wird, die Wahrheit vom Betrug zu unterscheiden.
48 Ich sehe unter euch jene, die fest an Mein Wort geglaubt haben, sowie auch andere, deren Glaube schwach ist und die aus diesem Grunde unschlüssig sind; doch ungeachtet dessen haben sie ein sehnliches Verlangen nach diesen Häusern des Gebets, um bei Meinem Worte geistige Kraft und geistigen Frieden zurückzugewinnen. Ich will, dass ihr Mich am Wesensgehalt dieser Lehre erkennt, dass ihr Meine Gegenwart und die Nähe Meines Reiches fühlt.
49 Warum glaubtet ihr, dass Ich ferne bin, wo Ich euch doch versprochen habe, wiederzukommen, um mit euch zu sprechen? Ihr seid nicht allein in euren Leiden, denn Ich gehe euch voran, auch wenn ihr oftmals keinen Glauben und kein Vertrauen zu Mir habt und damit eure Ankunft in der Heimstatt, die euch erwartet, verzögert.
50 Verkennt nicht eure Pflichten, weil ihr denkt, dass euer Kreuz nicht schwer ist, wenn ihr es mit Ergebung und Liebe tragt. Ich will euch lächeln und in Frieden leben sehen, will in euren Heimen die heilsamsten Freuden sehen.
51 Ihr könnt nicht behaupten, dass Mein Wort nicht klar ist oder dass es Unvollkommenheiten enthält, denn von Mir kann keinerlei Unklarheit ausgehen. Wenn ihr in ihm irgendeinen Irrtum findet, so schreibt ihn der schlechten Übermittlung durch den Stimmträger zu, oder eurem schlechten Auffassungsvermögen, doch niemals Meiner Lehre. Weh dem Stimmträger, der Mein Wort verdirbt! Weh jenem, der Meine Unterweisung schlecht übermittelt und sie entwürdigt, denn er wird den unablässigen Vorwurf seines Gewissens erleiden und den Frieden seiner Seele verlieren!
52 Fürchtet nicht, in eurem Leben von euren Mitmenschen ausgeforscht oder auf die Probe gestellt zu werden. Fürchtet zu sündigen, denn selbst wenn ihr es im Verborgensten eures Herzens tätet, könntet ihr Mir nichts verbergen.
53 Dies ist das Zeitalter der Vergeistigung, in welchem ihr die Fundamente des wahren Tempels legen sollt, den jene Menschen betreten werden, die eine neue Menschheit bilden müssen. Bald werdet ihr auf Erden keiner Führer mehr bedürfen, denn dann wird euer Geist sich an Mich wenden, um Kraft zu schöpfen und euch nur durch Meine Inspiration zu führen.
54 Welche Freude werdet ihr erleben, wenn ihr Meine Aufträge erfüllt und dann die Zahl derer, die Mir nachfolgen, vervielfacht seht. Doch seid euch bewusst, dass ihr euch wirklich vorbereiten müsst, damit ihr von euren Mitmenschen angehört werdet und Glauben findet.
55 Mein Wort macht sich erneut in den Gewissen fühlbar, denn die Menschen wandeln nicht auf den Pfaden der Wahrheit.
56 Erkennt ihr das gestörte Gleichgewicht der Naturkräfte und das Durcheinander, das sie erlitten haben? Seid ihr euch bewusst, weshalb ihr von ihren entfesselten Gewalten heimgesucht werdet? Der Grund dafür ist, dass ihr die Harmonie zerbrochen habt, die zwischen dem geistigen und dem materiellen Leben besteht, wodurch ihr jenes Chaos hervorgerufen habt, in dem ihr versinken werdet. Doch sobald die Menschheit den Gesetzen gehorsam ist, die das Leben regieren, wird alles wieder Frieden, Überfluss und Glückseligkeit sein.
57 Noch habt ihr einen weiten Weg vor euch, um dies Ziel zu erreichen, und müsst euch im Kampfe bewähren, um würdig zu werden, euer Erbe ganz zu besitzen. Von euch hängt es ab, ob ihr euch täglich mehr jenen Regionen nähert, wo der Friede und die Gnade Meines Geistes wohnen. Der Weg ist bereitet, kommt zu Mir, Ich lade euch dazu ein.
58 Lehnt euch nicht auf gegen die Prüfungen, die euch auf eurem Wege begegnen. Erkennt, dass der Schmerz, den ihr Mir vor Augen führt, eine wohltätige Saat in eurem Geiste hinterlassen hat. Ich habe euch gesagt, dass Ich euch rein haben will, und ihr versteht euch nur durch den Schmerz zu läutern. Ihr habt euch nicht durch die Liebe und den Gehorsam gegenüber Meinen Gesetzen emporschwingen wollen. Darum müsst ihr jedes Mal, wenn Ich euch rufe, um euch einen neuen Auftrag zu geben, euch zuvor in der Quelle des Schmerzes läutern.
59 Wenn ihr Meines Friedens würdig sein wollt, so lasst den Meister euch führen, ohne euch den Prüfungen zu widersetzen, denen euch Mein Wille unterwirft. Es gibt Geschöpfe, die sich unter die Härte der Prüfungen gebeugt haben und geistig aufgestiegen sind, und andere, die, weil sie Meinen Willen nicht bejaht haben, gegen Mich gelästert haben und in die Finsternis der Verzweiflung gestürzt sind. Die Erstgenannten haben Demut und Vertrauen bewiesen und machen sich bereit, um in ihrem Geiste das Echo Meiner Worte zu vernehmen. Sie beugten sich Meinem Willen und segneten Meine Gerechtigkeit, während die andern Mich in ihrem Hochmut verwarfen und Mich aus ihren Herzen verbannten.
60 Zu allen Zeiten habe Ich Propheten gesandt, die als Vermittler zwischen Meinem Geiste und dem der Menschen dienen sollten. Aber die Menschen haben ihre Worte nicht gläubig und achtungsvoll angehört, und wann immer diese Meine Boten die Völker ermahnt und ihnen Gebet und Buße anempfohlen haben, haben diese ihnen den Rücken gekehrt und sie nur ins Leere reden lassen, ohne ihrer Botschaft Bedeutung beizumessen. Darum fordere Ich Vergeistigung von euch, damit ihr die Botschaften und Zeichen wahrnehmen könnt, die vom Reiche des Lichtes ausgehend zu eurem Geiste gelangen. Lasst jene, die nichts von Meinem Kommen wissen, gegenüber Meinen Kundgebungen gleichgültig sein, solange Mein Ruf nicht zu ihnen gelangt. Doch ihr, denen Ich so nahe bin — zweifelt nicht!
61 Ich sehe, dass ihr euch selbst sehr liebt, aber dass ihr nicht eure Nächsten liebt. Ich sehe auch, dass ihr das Urteil der Menschen fürchtet und nicht das Meine, und zwar deshalb, weil ihr die Stimme des Gewissens zum Schweigen gebracht habt, welche euer innerer Führer ist. Dabei habt ihr vergessen, dass Ich euch stählen und zurüsten will, damit ihr ein starkes, tugendhaftes und Meinem Willen ergebenes Volk werdet. Denn nur so könnt ihr eure Mitmenschen retten und die Mission erfüllen, die Ich euch derzeit übergebe.
62 Liebt Mich und bittet Mich, wie es einem Kind von Mir angemessen ist, doch setzt all euer Vertrauen in Mich, damit euer Dasein voll Zuversicht und Frieden ist.
63 Zweifelt niemals an der Erfüllung Meines Wortes und wartet nicht auf dessen Verwirklichung, um zu glauben, dass es wahr ist. Was Ich durch Meine Stimmträger — Männer, Frauen und Kinder — gesprochen habe, wird in Erfüllung gehen. Habt ihr nicht alle Ankündigungen und Prophetien in Erfüllung gehen sehen, die Ich durch Damiana Oviedo gegeben habe? Zeiten der Läuterung und des Schmerzes prophezeiten jene Lippen, und wahrlich, Ich sage euch, jene Worte sind eingetroffen. Wenn die Seher die Grenzen des Materiellen überschritten hatten, um im Zustand der Verzückung das Geistige Leben zu betrachten, haben sie Mich bei der Rückkehr zu ihrer Körperhülle gebeten, ihnen zu erlauben, an jener Stätte für immer zu verweilen, wo ihr Geist während ihrer Verzückung so große Seligkeit empfand. Darauf sagte Ich ihnen, dass es noch nicht an der Zeit ist, dass sie in jenen Heimstätten verweilen können, sondern dass sie auf Meinem Wege ausharren sollen, welcher der ist, der alle zur verheißenen Heimat bringen wird.
64 Wenn ihr die schweren Heimsuchungen betrachtet, die heute die Welt erschüttern, mangelt es euch an Mut, weiterzuleben. Betet, und bei Mir werdet ihr Kraft, Lebensmut und Geduld finden, um weiterzukämpfen, bis ihr den Gipfel des Berges erreicht.
65 Arbeitet in Meinem Werke, dann werde Ich euch den Heilbalsam, um den ihr Mich für die Kranken bittet, auch fernerhin anvertrauen, damit ihr ihn an die Notleidenden weitergebt. Die Frucht des Lebens, die die Herzen ohne Glauben so sehr benötigen — gebt sie ihnen, da ihr sie überreichlich empfangen habt. Bestreut den Weg eurer Mitmenschen mit Wohltaten, und ihr werdet durch sie eure Verdienste mehren, um schließlich in jener Lichtheimat zu leben, die von Ewigkeit her euren Geist erwartet.
Mein Friede sei mit euch!

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