BWL - Band 6 - Unterweisung 161


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 143 - 174
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Unterweisung 161:
 
 1 Ich bin der unzertrennliche Freund des menschlichen Herzens. Ich habe euch zu allen Zeiten auf allen Wegen begleitet. Wenn ihr mich als Ratgeber gesucht habt, habt ihr heilsame und liebevolle Ratschläge erhalten. Wenn ihr euch im Verlangen nach Linderung an mich gewandt habt, fandet ihr mich als Arzt, der euren Geist stärkt. In glücklichen Tagen habe Ich an eurer Freude teilgenommen und habe gelächelt, wenn ihr bei euren gesunden Freuden, denen ihr auf eurem Lebensweg begegnet, voll Unschuld gelächelt habt. Ruft mich ehrfurchtsvoll an, wenn ihr euch in Abhängigkeit von Lastern befindet, da ihr wisst, dass ihr dann eurer Seele schadet und an eurem Körper Entartung hervorruft. Sucht mich nicht im Schatten oder im Materialismus eines komplizierten oder gekünstelten Lebens. Sucht mich im Lichte und gebraucht eure Fähigkeiten zu eurem eigenen Wohle und dem eurer Mitmenschen. Ich wandle euch um, damit ihr zum Zustand der Vollkommenheit zurückkehrt, der euch im Anbeginn zu eigen war. Ich will, dass ihr diese Lehre, die Ich so oft wiederholt habe, eurem Geiste einprägt, denn bald wird mein Wort nicht mehr durch die Stimmträger zu vernehmen sein. Ich will nicht, dass sich die, die meine Unterweisung empfangen haben, nach dieser Zeit von mir entfernen. Seid bereit für die Zwiesprache von Geist zu Geist und lernt, meine Weisungen und Prophetien durch Intuition zu empfangen. Hört in der Tiefe des Gewissens meine Stimme, die euch führt.
2 Der Geist ist aufgrund seiner Willensfreiheit Herr darüber, seinen Weg zu wählen, und es war mein Wille, dass er von seiner Vernunft und seiner Willenskraft Gebrauch machen, dass er seine Liebe und Anerkennung mir gegenüber beweisen sollte. Dem Geiste ist das Gesetz eingeprägt, doch das Fleisch ist schwach. Ich habe Geist und Materie zubereitet, damit sie eine einzige Wesenheit bilden, die fähig ist, eine große Bestimmung zu erfüllen, welche Weisheit und Vollkommenheit enthält.
3 Schon zu Beginn der Zeiten gab es zwei mögliche Wege für die Bestrebungen der Seele, auch zwei Repräsentanten derselben: Abel und Kain. Abel ist das erste Beispiel von Gehorsam, und Kain der erste, der sein Herz mit Bosheit und den Versuchungen der Welt nährte.
4 Mein Licht erleuchtet alles Geschaffene, und jeder, der gerettet sein will, befolge das Gesetz und bezwinge seine Widerspenstigkeit. Ich als Vater leide um dessentwillen, der in Versuchung gefallen und auf Abwege geraten ist; aber ihr alle werdet zu mir kommen. Die Zeit des Erwachens des Geistes ist gekommen, und Ich habe die Menschheit gerufen. Ich will, dass ihr zu der gesegneten Stadt gelangt, die euch schon im Anbeginn der Zeiten verheißen worden ist.
5 Ich zeige euch meinen Weg und lade euch dazu ein, ihn aus Liebe zu gehen. Ich zwinge euch nicht, ihr seid nicht meine Sklaven. Ihr alle tragt mein Licht in euch und könnt den Weg wählen, der euch gefällt. Ich habe gesehen, dass die Welt euch Überdruss bereitet hat und dass ihr euch zurüstet, um Schritt für Schritt dem Himmelreich entgegenzugehen. Betet für die Menschen von jener Lebensstufe aus, auf der ihr euch befindet, und sendet ihnen Lichtstrahlen mit euren Gedanken. Alles, was ihr in meinem Namen tun werdet, werde Ich segnen.
6 Wer offenbarte dem Menschen die Geheimnisse des Fleisches? Das Fleisch selbst. Wer offenbarte die Geheimnisse der Wissenschaft? Der Verstand. Doch Ich sage euch, das Dasein Gottes kann ihm nur der Geist offenbaren.
7 Das schöne Gleichnis vom Paradies, vom Baume der Erkenntnis des Guten und des Bösen, wurde den Ersten durch Inspiration gegeben. Es war eine tiefsinnige Botschaft für die Menschen aller Zeiten und aller Altersstufen. Aber der wahre Sinn jener Belehrung wurde von den einen nicht begriffen und von anderen verfälscht.
8 Aus diesem Unverständnis heraus entstand ein Streit, der jene, die die göttlichen Offenbarungen studiert haben, und jene, die sich in die Natur vertiefen, entzweite. So entbrannte der Kampf zwischen denen, die mich mit dem Geiste suchen, und denen, die alles in materieller Weise erwarten.
9 Wie töricht waren jene, die die Ansicht vertraten, dass die Wissenschaft in den Augen Gottes verwerflich ist! Ich habe mich niemals als Gegner derselben erklärt, da Ich der Anfang und das Ende aller Wissenschaften bin. Doch jene, die aus ihrer Wissenschaft ihr Gesetz machten, waren Materialisten. Um ihrer Wissenschaft zu huldigen, vergaßen sie Gott, jenen, der mit seiner göttlichen Weisheit alles geschaffen hat.
10 Was war der wahre Sinn jenes Gleichnisses, das Ich den Ersten gab? Sein Sinngehalt wurde durch die göttliche Stimme erklärt, die sich im Menschen durch sein Gewissen zum ersten Mal bemerkbar machte, um ihn vor den Prüfungen zu warnen, die das Leben für ihn bereithalten würde. Es war die väterliche Stimme, die dem Kinde in aller Liebe sagte: "Bereitet euch vor, wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallt. Habt acht! Erwecket eure Sinne und Fähigkeiten, damit ihr die Prüfung bestehen könnt, in die Ich euch in der Auseinandersetzung des Geistes mit dem Fleische gestellt habe, in welcher die ewigen Werte über die Armseligkeit des vergänglichen Körpers siegen sollen. Schaut euch alles an, was euch umgibt, aber geht behutsam, damit ihr nicht strauchelt. Der Körper, den ihr besitzt, und durch den ihr all diese Wunder und Herrlichkeiten der Schöpfung wahrnehmt, ist ein schwaches Geschöpf, das ihr durch den Geist führen müsst. Lasst nicht zu, dass es euch seine irdischen Wünsche und Neigungen aufzwingt. Lehrt es, nur von dem Gebrauch zu machen, wessen es in der Befolgung meines Gesetzes bedarf.
11 Wer kann euch bei jedem eurer Schritte beraten? Das Gewissen, jenes göttliche Licht, das Ich in euch beließ, damit es eure Leuchte und euer Führer auf der Lebensreise sei. Und wie könnt ihr für diese Stimme und diesen Ruf hellhörig werden? Durch das Gebet, welches die Art und Weise ist, mit eurem Vater in Verbindung zu treten. Wenn ihr euch so vorbereitet, wird euer Dasein auf Erden ein immerwährendes Eden sein!
12 Doch Ich sage euch, die Inspiration, die Ich in den Menschen legte, wurde nicht beachtet, und so trat in seinem Leben der Schmerz in Erscheinung.
13 Viele machen sich heute über jene Inspirationen lustig, die die Menschen über das Geistige bekamen. Aber in dieser Zeit, welche die des Lichtes ist, wird die Menschheit die in vergangenen Zeiten offenbarten Lehren verstehen. Doch um so weit zu kommen, wird sie noch manche Früchte von der Ernte des Baumes der Wissenschaft kosten müssen, den sie großgezogen hat.
14 Ja, wenn die Menschen vom ersten Augenblick an, in dem sie die Erkenntnis des Guten und des Bösen hatten, den Baum der Wissenschaft mit wahrer Liebe gepflegt hätten; Ich sage euch, die Früchte, die sie geerntet hätten, wären völlig anders gewesen. Seht, wie viel Gutes all jene der Menschheit erwiesen haben, die von diesen Früchten in edler Absicht Gebrauch gemacht haben.
15 Wie viel Zeit haben die Menschen benötigt, um sich von ihren Irrtümern zu überzeugen, und wie viel Zeit wird noch verstreichen müssen, um das Böse, das sie gesät haben, wiedergutmachen zu können. Doch Ich werde ihnen in allem, wessen sie bedürfen, beistehen, damit sie ihrem Geist die ursprüngliche Reinheit zurückgeben.
16 Ich werde euren Geist empfangen, wenn die letzte menschliche Generation auf dieser Welt wie in einem Heiligtum gelebt hat, wenn sie aus ihrem Dasein ein wahres Paradies gemacht hat, erreicht durch die Vergeistigung ihres Lebens.
17 Dies bezieht sich auf Menschen anderer Zeiten; aber es ist gut, wenn ihr über diese Lehren nachdenkt, damit ihr den Weg derer, die nach euch kommen, ebnet, und diese für ihre Nachkommen, bis die Zeit kommt, auf die Ich mich in dieser Lektion bezogen habe.
18 Mein Geist sendet sein Licht und erhellt den Pfad, auf dem euer Geist zu mir kommen muss, und in dem die Spur Jesu eingeprägt ist. Wer auf meinem Weg vorwärtsschreitet, fühlt, dass er sein verlorenes Erbe zurückgewinnt, so wie jener, der sich von ihm entfernt, sich enterbt fühlt.
19 Es ist Gerichtszeit, doch dessen ungeachtet ist es nicht mein Bestreben, dass die Menschen sich meinem Gesetz aus Furcht vor meiner Gerechtigkeit unterwerfen, sondern dass sie sich meiner Göttlichen Liebe beugen.
20 Ihr seid eine Schöpfung meiner unendlichen Barmherzigkeit, und Ich werde euch zur Vollkommenheit führen. Jahrhunderte und ganze Zeitalter werden über euren Geist hinweggehen, und mein Meißel wird nicht ablassen, ihn zu glätten. Kein göttliches Werk kann ohne Vollendung bleiben.
21 Der Mensch hat unter Anwendung seiner Willensfreiheit seinen Entwicklungsweg verbogen, bis er vergessen hatte, aus wem er hervorgegangen ist; und er ist bis zu dem Punkt gelangt, dass seiner Wesensnatur die Tugend, die Liebe, das Gute, der Friede, die Brüderlichkeit befremdlich erscheinen, und er die Selbstsucht, das Laster und die Sünde als etwas völlig Natürliches und Erlaubtes betrachtet.
22 Das neue Sodom ist auf der ganzen Erde, und eine neue Säuberung ist nötig. Der gute Same wird gerettet werden, und aus ihm wird sich eine neue Menschheit bilden. Auf fruchtbare Felder, die mit Tränen der Reue bewässert wurden, wird mein Same niederfallen, welcher im Herzen der zukünftigen Generationen keimen wird, die ihrem Herrn eine höhere Form der Verehrung darbringen werden.
23 Der Meister fragt euch: Hat euer Geist sich vorbereitet, um die Zwiesprache von Geist zu Geist aufzunehmen, wenn mein Wort beendet ist?
24 Eure Kinder werden mich nicht mehr durch das Verstandesvermögen dieser Stimmträger vernehmen, aber ihr sollt ihnen den Weg bereiten, dann werden sie in der Vergeistigung einen Schritt nach vorne tun.
25 Das Licht, das diese Zeit erhellt, ist das des sechsten Siegels. Sehet den Leuchter, der gleich einer Lichtquelle von unerschöpflichem Glauben alles erleuchtet, die Lebenden und die Toten.
26 An diesem Lichte inspiriert sich der Wissenschaftler, von ihm macht der Philosoph Gebrauch und jeder, der zu den Geheimnissen vordringen will.
27 Doch was sind die sieben Siegel? Was ist das Sechste Siegel? Könnt ihr mit Bestimmtheit auf diese Frage antworten, die der Meister euch stellt, und könntet ihr dies in zutreffender Weise gegenüber dem Theologen und der Menschheit tun, wenn diese euch auf dieselbe Art befragen würden?
28 Kurz ist die Zeit, in der ihr noch wie kleine Kinder sein werdet. Denn hernach sollt ihr zu Jüngern werden und schließlich zu Meistern, die den Samen meiner Wahrheit auf die Wege der Menschheit tragen sollen.
29 Ich werde meine Schatzkammer an diesem Tage öffnen, werde einen Schleier wegziehen und euch ein Geheimnis offenbaren, damit ihr stark seid unter den Menschen, damit ihr Meister werdet.
30 Ich habe erwartet, dass ihr durch Vertiefung in eure Studien schließlich den Inhalt jenes Geheimnisses entdecken würdet, aber bisher habt ihr euch beim Studium meines Werkes keine besondere Mühe gegeben.
31 Darin habt ihr nicht wie die Wissenschaftler gehandelt, die ihr Leben dem Studium widmen. Ich sage euch damit nicht, dass ihr Wissenschaftler werden sollt, denn die Weisheit meiner Lehre steht über allen Wissenschaften. Ich sage euch nur: Eifert ihnen in ihrer Beharrlichkeit nach. Sie pflegen den Baum der Wissenschaft, dessen Früchte Ich euch (allen) gegeben habe, als Ich euch den Baum des geistigen Lebens übergab, damit ihr ihn pflegt und seine Früchte genießt, um euren Geist zu nähren.
32 Betet, damit Ich euch zubereitet und würdig antreffe, denn mein Wort wird für die künftigen Generationen niedergeschrieben werden, und ihr sollt mit euren Werken von ihm Zeugnis geben.
33 Es ist das Lamm, das zu euch spricht, das euch diese Lehren offenbart und diese Geheimnisse entziffert, denn bis heute ist nur dieses würdig gewesen, die Siegel zu lösen. Doch das Opfer des unbefleckten Lammes macht euch alle dieses Lichtes würdig, und zur rechten Zeit wird dies Wissen an alle Enden der Erde gelangen.
34 Ich spreche zu euch auch als Schöpfer, denn der Vater ist im Sohne, so wie der Sohn im Vater und im Heiligen Geiste ist.
35 Jünger, aus mir sind die drei Wesensnaturen hervorgegangen: die göttliche, die seelische und die materielle. Als Erschaffer und Eigentümer alles Geschaffenen kann Ich in göttlicher und zugleich verständlicher Weise zu euch sprechen. Da die materielle Natur aus mir hervorging, kann Ich meine Stimme und mein Wort auch körperlich hörbar und damit dem Menschen verständlich machen.
36 Ich bin die vollkommene Wissenschaft, der Ursprung von allem, die Ursache aller Ursachen und das Licht, das alles erhellt. Ich stehe über allem Geschaffenen, über aller Gelehrsamkeit.
37 Damit Gott sich "Vater" nennen konnte, ließ er aus seinem Schoße Geistwesen hervorgehen, Geschöpfe, die ihm in ihren göttlichen Eigenschaften ähnlich waren, und verwandelte sie in menschliche Wesen, damit ihnen die drei Naturen zu eigen wären. Aber zuvor bereitete ihnen der Vater ihre Heimstätte, die Erde, mit ihrem Inneren aus Fels und Feuer, mit ihrer Luft, dem Wasser, den Metallen, den Gasen und dem Licht. All dies war wie ein Reich, stark und unerschütterlich, um der Heimstatt des Menschen als Grundlage zu dienen: das Mineralreich.
38 Der Schöpfer wollte diese Heimstatt ausschmücken, und dafür ließ er aus der Erde die Pflanzen, die Bäume mit ihren Blüten und Früchten hervorsprießen, damit der Mensch an ihnen Nahrung, Schatten,
Erquickung, Inspiration, Balsam und Freude fände, und dies war gleichsam ein neues Reich: das Pflanzenreich.
39 Der Mensch sollte nicht allein sein, und so gab der Vater ihm die tiefer stehenden Wesen, die Wildtiere, die Vögel und die Fische als Freunde und Diener. Alle Wesen, die im Inneren und auf der Oberfläche der Erde leben, solche, die sich im Winde wiegen, und jene, die die Gewässer bevölkern, damit das Kind an den einen Lebensunterhalt, an anderen Freundschaft und an wieder anderen Unterstützung finden sollte. Als diese Gattung dergestalt geschaffen war, gab es ein neues Reich auf der Erde: das Tierreich.
40 Diese drei Reiche bildeten in ihrer Harmonie eine einzige. Welt. Als alles wie ein großes Fest war, das der Herr mit Leben, Licht und Gnade beseelt hatte, sandte er den Menschen, das Wesen, das seinem Schöpfer ähnlich war und in dem sich die Gottheit widerspiegelt; in das Gott einen Funken seines Geistes gelegt hatte, das Gewissen, damit dies in solcher Weise ausgestattete Wesen auf seinem Entwicklungswege die Vollkommenheit der Seele erreichen sollte.
41 Diese drei Reiche, die eure Welt bilden, wurden in sieben Entwicklungsabschnitten geschaffen, die manche Menschen "Tage" genannt haben.
42 Mit vollkommener Geduld schuf der Vater alles Notwendige für den Weg und das Leben seiner Kinder. So erschuf er in einem Zeitabschnitt die Sonne und die Sterne, in einem anderen die Erde mit ihren Pflanzen und den Meeren, in einem weiteren die Tiere und schließlich den Menschen.
43 Alles wurde vorbereitet, geordnet und vorausgeplant, damit der Mensch keinerlei Unvollkommenheit anträfe, sondern auf Schritt und Tritt Wunder und Vollkommenheiten erlebe und überall die Liebe seines Vaters und dessen Gegenwart in allem Geschaffenen fände.
44 Als alles bereitstand, sagte Ich dem Menschen: "Hier ist Deine Heimstatt, hier ist Dein vorübergehendes Reich. Mache Dich auf den Weg, trinke von den Quellen, koste und genieße die Früchte, lerne alles kennen und erhebe Dich zum Herrn über die Erde*, es ist Dein Reich." — Als der Mensch seine Augen dem Lichte und dem Leben öffnete, fühlte er Seligkeit, als er von den Strahlen des Königsgestirns liebkost wurde, er labte sich an der Frische der Gewässer und am Wohlgeschmack der Früchte, die sich seinem Munde darboten.
* In den meisten Bibelübersetzungen heißt es (gelegentlich missverstanden): „Macht euch die Erde untertan.“ Die vorliegende Übersetzung entspricht dem spanischen Originaltext, und in den nachfolgenden Versen wird deutlich, dass der Mensch sich dieser Berufung und hohen Verantwortung auch würdig erweisen soll, gemäß den Göttlichen Geboten und dem Beispiel Jesu Christi, der ja auch Herr über uns ist. Wir weisen in diesem Zusammenhang auf 162, 5254 hin, wo wir auch an die Weisheit und Vollkommenheit in den Werken unseres Schöpfervaters erinnert werden, und auch 167, 39 macht deutlich, daß das Liebesgebot selbstverständlich für die gesamte Schöpfung gilt.
45 Doch ihr wisst, dass der Mensch aufgrund seiner Willensfreiheit von Anfang an Schwächen hatte, durch die er den Schmerz, die Arbeit, die Mühsal, die Finsternis, die Stürze kennenlernte.
46 Alles war im voraus bedacht und bereitgestellt, damit der Geist den Weg zu seiner Entwicklung fände. Da offenbarte der Vater ihm durch das Gewissen sein Gesetz, damit er den Weg des Lichtes und die Harmonie mit der Gottheit und mit der Natur erkenne. Schon damals offenbarte die Intuition dem Menschen das Dasein seines eigenen Geistes, dessen Gewissen, welches mein eigenes Licht ist, ihn das Gute vom Bösen zu unterscheiden lehrte und ihn innerlich dazu anregte, den rechten Weg zu gehen. Dann bereitete der Vater für den Geist des Menschen den Weg und das Heiligtum.
47 Im Anbeginn der Zelten ließ der Herr die Menschen sich mehren und die Erde bevölkern. Er bekundete sein Dasein, seine Gegenwart und seine Gerechtigkeit, indem er zu den Menschen durch die Naturkräfte sprach, die — das eine Mal wohltätig und ein andermal feindlich und unbarmherzig — die Verfehlungen korrigierten oder die guten Taten belohnten.
48 Aber nicht nur die Stimme der Elemente sprach zu euch von mir, Ich sandte der Welt auch Menschen, welche zur Tugend rieten, den Geist der Menschen wach hielten und sie das Dasein eines göttlichen Wesens lehrten, dem sie dienen und das sie verehren sollten.
49 Dies war die Erste Zeit, das erste geistige Reich, in welchem der Vater im Herzen des Menschen regierte, der voller Gnaden in jener Heimat lebte, die für seinen Geist geschaffen war.
50 Doch diese Heimstatt, die der Herr im Herzen seiner Kinder zu errichten begann, musste er gleichfalls in drei Zeitaltern oder Reichen heranbilden.
51 Die Zweite Zeit oder das zweite Reich begründete der Vater, als sein Wort in Jesum Mensch wurde und unter den Menschen lebte; und die Dritte Zeit, mit der dies Werk geistiger Vervollkommnung zum Abschluss kommt, leitete er mit seinem Kommen als Heiliger Geist in dieser Zeit ein, was das dritte Reich darstellt.
52 Im ersten offenbarte sich der göttliche Geist als Gerechtigkeit, im zweiten war er Liebe, und um dies Werk in der Dritten Zeit zum Höhepunkt zu bringen, zeigte er sich als Licht der Weisheit und Offenbarung.
53 Seht hier drei Reiche, die ein einziges bilden, drei Zeitalter, in denen ein Werk geistiger Vervollkommnung vollendet wird, drei Epochen, die ein Geheimnis enthielten, das der Meister euch an diesem Tage enthüllt hat. Aber seid euch bewusst, dass diese drei Reiche in sieben Abschnitten herangebildet wurden, wovon ihr ein Abbild bei der Erschaffung der materiellen Natur habt — sieben Etappen, deren letzte die vollkommene Heimat des Geistes ist.
54 Die erste dieser geistigen Entwicklungsetappen auf der Welt wird von Abel repräsentiert, dem ersten Diener des Vaters, welcher Gott sein Brandopfer darbrachte. Er ist das Symbol des Opfers. Die Missgunst erhob sich gegen ihn.
55 Die zweite Etappe repräsentiert Noah. Er ist das Symbol des Glaubens. Er baute die Arche aufgrund göttlicher Inspiration und führte die Menschen hinein, um sie zu retten. Gegen ihn erhob sich die Volksmenge mit ihrem Zweifel, Spott und heidnischer Gesinnung im Geiste. Doch Noah hinterließ seinen Samen des Glaubens.
56 Der dritte Zeitabschnitt wird durch Jakob versinnbildlicht. Er verkörpert die Kraft, er ist Israel, der Starke. Er sah geistig die Himmelsleiter, auf der ihr alle aufsteigen werdet, um euch zur Rechten des Schöpfers zu setzen. Gegen ihn erhob sich der Engel des Herrn, um seine Kraft und seine Beharrlichkeit auf die Probe zu stellen.
57 Der vierte wird durch Moses symbolisiert; er verkörpert das Gesetz. Er weist die Tafeln vor, auf denen es für die Menschen aller Zeiten niedergeschrieben ist. Er war es, der mit seinem unermesslichen Glauben das Volk befreite, um es auf dem Weg der Errettung zum Gelobten Land zu führen. Er ist das Sinnbild des Gesetzes.
58 Der fünfte Zeitabschnitt wird durch Jesum, das göttliche Wort, das unbefleckte Lamm repräsentiert, welcher zu allen Zeiten zu euch gesprochen hat und weiterhin zu euch sprechen wird. Er ist die Liebe, um derentwillen er Mensch wurde, um in der Menschenwelt zu leben. Er erlitt den Schmerz derselben, zeigte der Menschheit den Weg des Opfers, der Liebe und der Barmherzigkeit, auf dem sie die Erlösung von all ihren Sünden erreichen soll. Er kam als Meister, um zu lehren, wie man in bescheidenen Verhältnissen aufwächst und doch in der Liebe lebt, bis zur Selbstaufopferung geht und liebend, vergebend und segnend stirbt. Er verkörpert die fünfte Etappe und sein Symbol ist die Liebe.
59 Den sechsten Zeitabschnitt repräsentiert Elias. Er ist das Symbol des Heiligen Geistes. Er kommt auf seinem Feuerwagen und bringt das Licht zu allen Nationen und allen Welten, die euch unbekannt, mir aber bekannt sind, weil Ich der Vater aller Welten und aller Geschöpfe bin. Dies ist die Etappe, in der ihr derzeit lebt — jene des Elias. Sein Licht ist es, das euch erleuchtet. Er ist der Repräsentant jener Lehren, die verborgen waren und die dem Menschen in dieser Zeit offenbart werden.
60 Der siebte Zeitabschnitt wird durch den Vater selbst verkörpert. Er ist das Ziel, der Höhepunkt der Entwicklung. In ihm ist die Zeit der Gnade, das siebte Siegel.
61 Hiermit ist das Geheimnis der sieben Siegel gelöst. Das ist der Grund, weshalb Ich euch sage, dass diese Epoche das Sechste Siegel beinhaltet. Denn fünf von ihnen sind schon vergangen, das sechste ist nun gelöst, und das siebte bleibt noch verschlossen, sein Inhalt ist noch nicht gekommen, es braucht noch Zeit, bis diese Etappe bei euch Einzug hält. Wenn sie da ist, wird Gnade, Vollkommenheit und Friede walten. Aber um sie zu erreichen — wie viele Tränen wird der Mensch noch vergießen müssen, um seine Seele zu läutern.
62 Wenn die Läuterung zu Ende ist, wird die Versuchung zurückgehalten werden. Die Kriege zwischen den Menschen werden aufhören, und es wird keine Zerrüttung noch Verderbtheit mehr geben.
Dann wird das Reich des Friedens und der Gnade kommen, die Menschheit wird großen geistigen Fortschritt erreichen, und ihre Verbindung mit dem Geist des Vaters wird direkt sein.
63 Ebenso wie Ich euch offenbart habe, dass der Mensch seinem Schöpfer ähnlich ist, sage Ich euch jetzt, dass dies materielle Reich, das von mir mit Gnade und Vollkommenheit geschaffen wurde, ein offenes Buch ist, das zu euch immer von den drei Reichen, den drei Zeiten und der Machtvollkommenheit des Vaters gesprochen hat. Die Schöpfung wurde gleichfalls so erschaffen, dass die sieben Etappen ihrer Entstehung ein Vorbild für die sieben Siegel sein sollten, jenem großen Buch des Lebens, dessen Schleier, der sein Geheimnis verhüllte, Ich mit dem Lichte meines Wortes weggezogen habe.
64 Lasst zu, dass das Licht des sechsten Siegels euch erleuchtet.
65 Ich allein werde sagen können, wann die sechste Etappe endet und die siebte beginnt. Ihr lebt in der sechsten Etappe, in der Zeit Elias', in der Dritten Zeit. Doch obwohl ihr ganz vom Licht meines Geistes, das meinem Worte entströmt, umgeben seid, habt ihr euch noch nicht von der Sünde freigemacht, noch habt ihr die Vollkommenheit erreicht, indem ihr euch von Geist zu Geist mit meiner Göttlichkeit verbindet. Aber eure Kinder, die kommenden Generationen, werden diese Reinheit erreichen und werden meine Jünger sein, die geistig mit ihrem Meister Zwiesprache halten, wahrhaftige Propheten auf dem Wege der Welt. Sie werden in Frieden und im Einklang mit allen Gesetzen leben und schließlich die wahre Heimstatt des menschlichen Geistes auf Erden schaffen.
66 Wahrlich, Ich sage euch, bis diese Prophetien in Erfüllung gehen, werden noch viele Sonnen vorübergehen, viel Wasser wird noch vom Himmel fallen, viele Jahre werden noch verstreichen und von den Menschen vergessen werden, und auch viele Generationen. Aber zuletzt wird jene Zeit kommen, in der der Vater sein Werk auf diesem Planeten krönt.
67 Nehmt diese schlichte Unterweisung mit euch, die klar ist wie das Licht des Tages und durchsichtig wie das Wasser, damit ihr in der Stille eures Kämmerleins, in den besinnlichen Stunden der Nacht, das ergründet und überdenkt, was Ich euch offenbart habe, und ihr werdet euch an seiner Vollkommenheit erquicken können.
Mein Friede sei mit euch!

BWL - Band 6 - Unterweisung 160


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 143 - 174
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Unterweisung 160:
 
 1 Die Frucht des Lebens, die süße und für den Geist bekömmliche Frucht ist es, die Ich euch in meinem Worte gebe. Esst und fühlt, dass ihr um den Tisch des Herrn versammelt seid. O Propheten der Dritten Zeit! Rüstet euch zu, damit ihr erblickt, was nur den Gekennzeichneten zu schauen gegeben ist. Während viele derer, die diese Schar hier bilden, in ihrem Herzen und Geist meine Gegenwart nicht fühlen, könnt ihr Zeugnis von euren Gesichten geben, ein Zeugnis voller Licht und Wahrheit, sowohl vom Inhalt, als auch von der Form her. Wahrlich, Ich sage euch, wann immer sich einer von euch innerlich bereitet, dringt der Geist in das Licht des geistigen Lebens ein, wo er sich sättigt und inspiriert, um seine Vision dann denen erläutern zu können, die sein Zeugnis erwarten.
2 Wenn dies Volk sich vergeistigt und lernt, meine Gegenwart zu fühlen, wird es nicht mehr nötig haben, dass der Seher ihm Beweise dafür gibt, dass meine Kundgebung Wahrheit gewesen ist. Dann werde Ich euch sagen können: "Wohl denen, die ohne zu sehen geglaubt haben."
3 Groß und ernst ist die Verantwortung des Sehers, denn oftmals hängt von seinem Wort der Glaube vieler schwacher Herzen ab, die Beweise suchen, um glauben zu können.
4 Eine große Intuition muss der Scher entfalten, um zu erkennen, ob das, was er im Geiste schaut, die Frucht einer guten Zurüstung ist oder nicht; ob das, was er geschaut hat, seinen Geschwistern bezeugt werden soll, oder ob er es verschweigen soll. Aber wie wenige derer, die diese Gabe empfangen haben, haben sie mit der Liebe, dem Eifer und der Vergeistigung zu fördern verstanden, die sie erfordert!
5 Die Gabe des Sehertums ist eine der schwierigsten, weshalb Ich euch sage, dass der Blick des Sehers niemals ohne Vergeistigung in die geistige Region eindringen kann.
6 Vergeistigung bedeutet Erhebung der Gefühle, Reinheit im Leben, Glaube, Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Demut vor Gott und tiefe Achtung vor den empfangenen Gaben. Wenn ihr etwas von diesen Tugenden erreichen könnt, beginnt ihr mit eurem geistigen Blick in die Heimstatt der Liebe und der Vollkommenheit vorzudringen. Ebenso könnt ihr, wenn ihr Vergeistigung erlangt, schon auf Erden sagen, dass ihr in der geistigen Heimat lebt, auch wenn es nur in den Augenblicken eures Gebets ist. Zugleich werdet ihr das Licht empfangen, das euch Geschehnisse offenbart, die in der Zukunft liegen, da für den sich emporschwingenden Geist das Kommende kein Geheimnis mehr ist.
7 Ja, Jünger, nur im menschlichen Leben weiß der Mensch nicht, was in der Zukunft geschehen wird, was morgen kommen wird. Er kennt nicht seine Bestimmung, weiß nicht den Weg, den er gehen muss, und wie sein Ende sein wird.
8 Der Mensch könnte die Kenntnis aller Prüfungen, die er in seinem Dasein zu bestehen hat, nicht aushalten. Daher habe Ich in meiner erbarmenden Liebe zu ihm zwischen seine Gegenwart und seine Zukunft jenen Schleier des Geheimnisses gelegt und so verhindert, dass sein Verstand bei der Betrachtung oder im Wissen um all das, was er noch erleben und durchleiden muss, auf Abwege gerät.
9 Der Geist dagegen, eine Wesenheit, die mit Kraft ausgestattet und für die Ewigkeit geschaffen ist, hat in sich die Fähigkeit, seine Zukunft zu kennen, die Gabe, seine Bestimmung zu erkennen, und die Stärke, alle Prüfungen, die ihn erwarten, zu verstehen und (auch) anzunehmen, weil er weiß, dass er am Ende des Weges, wenn dieser im Gehorsam gegenüber dem Gesetze zurückgelegt wurde, zum Lande der Verheißung, dem Paradiese des Geistes gelangen wird, welches der Zustand der Erhöhung, Reinheit und Vollkommenheit ist, den er schließlich erreicht haben wird.
10 Nehmt mich für eure Durchgeistigung zum Vorbild, denn dazu bin Ich damals Mensch geworden. Jedes meiner Werke war eine bleibende Lehre für die Menschen. Doch wenn meine Werke eine Belehrung für die Menschheit waren, müsst ihr sie euch auch zum Vorbild nehmen, damit ihr euch höherentwickelt und die Gaben des Geistes und der menschlichen Fähigkeiten entfaltet und euch immer mehr dem Vorbild annähert, das Ich euch mit meinem Leben, meinen Werken und Worten gab.
11 Denkt daran, dass Ich als Mensch immer wusste, was meine Bestimmung auf dieser Welt war, dass Ich die Zukunft kannte und von Kindheit an davon Zeugnis gab. Durch Jesum sprach Ich zu meinen Jüngern über alles, was in den letzten Tagen meines Verbleibens auf Erden geschehen würde, wie meine Passion und mein Opfertod sein würden. Ich offenbarte der Menschheit ihre geistige Zukunft, sagte ihre Kämpfe und ihre Prüfungen voraus, verkündigte im voraus die Geschehnisse in den Nationen von den
damaligen Zeitläuften an bis zu der Zeit, die Ich als meine neue Offenbarung bezeichnete, und die ihr "die Wiederkunft" nennt.
12 Die Vergeistigung des Körpers Jesu erlaubte ihm, seine Bestimmung zu kennen, weil mein Geist es ihm offenbarte, und eben diese Vergeistigung gab ihm die Kraft, den Willen des Vaters mit absoluter Liebe und Demut anzunehmen.
13 Ihr könnt nicht den Vergeistigungsgrad eures Meisters erreichen, um wissen zu können, was eure Bestimmung für euch bereithält, was euch die Zukunft bringt; aber durch eure innere Erhebung werde Ich euch die Nähe irgendeines Ereignisses ahnen lassen.
14 Dieses Ahnungsvermögen, dieser geistige Blick in die Zukunft, dieses Wissen um euer Geschick werdet ihr nur in dem Maße erlangen, wie euer Wesen, aus Körper und Geist bestehend, sich nach und nach höherentwickelt auf dem Wege der Vergeistigung, welche, um es noch einmal zu sagen, Glaube ist, Lauterkeit, Liebe gegenüber dem Leben, Liebe und Hilfsbereitschaft für eure Nächsten, Demut und Liebe gegenüber eurem Herrn.
15 Um euch bei der Läuterung eures Wesens zu helfen, übermittle Ich euch meine Gedanken, die ihr, zum Wort geworden, über das Verstandesvermögen meiner Stimmträger empfangt und die euch einen Weg zum Lichte weisen. Ich segne den, der an diese Wahrheit glaubt, wie Ich auch den segne, der zweifelt, denn ihr alle seid meine Jünger, meine vielgeliebten Kinder.
16 Meine Unterweisungen durch diese Kundgabe werden unter den Menschen eine Straße der Vergeistigung hinterlassen, die meine Jünger daran erinnern wird, dass Ich in einer neuen Art bei ihnen gewesen bin, um meine Verheißung zu erfüllen.
17 Dies ist der neue Tag, den die Lerchen mit ihrem Trillern begrüßt haben, um der Menschheit die Gegenwart der Dritten Zeit zu verkünden.
18 Meine neue Offenbarung war so angekündigt worden, dass sie mit der Zeit des Kampfes zwischen dem Aufwärtsstreben des Geistes und der Vermaterialisierung der Leibeshülle, der Zeit des Krieges zwischen der Wahrheit und der Lüge, der Schlacht zwischen Gut und Böse, zwischen Licht und Schatten, zusammenfallen sollte.
19 Betrachtet jene eurer Mitmenschen, die sich mächtig nennen. Sie wollen tötend triumphieren, wollen ihr neues Reich auf Trümmern, Ruinen und Leichen errichten.
20 Euch sage Ich, dass es Zeit ist, den Samen des Lichtes und des Friedens auf die Felder zu säen, die ihr mit eurer Liebe fruchtbar gemacht habt.
21 Ich suche das Herz des Menschen, um ihn aus seiner Drangsal zu erretten und aus seiner Verwirrung zu befreien. Denn Ich werde siegen, indem Ich euch ewiges Leben gebe, um schließlich über Lebende regieren zu können.
22 Meine geistigen Heerscharen stehen mitten im Kampf um die Rettung ihrer Geschwister auf Erden, und wahrlich, Ich sage euch, sie werden nicht geschlagen zurückkehren, sondern im Gegenteil, sie werden bei ihrer Ankunft Triumphlieder anstimmen.
23 Ich komme, um euch durch die Macht der Gedanken zu erlösen, ohne dass die Notwendigkeit besteht, dass mein "Wort" aufs neue Mensch wird, um unter euch zu wohnen. Was ist daran verwunderlich, dass mein Geist sich dem euren durch Gedanken kundgibt? Was ist seltsam daran, dass der Hirte seine verirrten Schafe sucht?
24 Wahrlich, Ich sage euch, noch bevor ihr existiert habt, liebte Ich euch, und da Ich euer Schicksal kannte, hatte Ich bereits an eure Rettung gedacht. Daher war es mein Wille, als Mensch mit den Menschen zusammenzuleben, denn mit meiner Liebe wollte Ich euch den Weg zum Lichte zeigen, der euch eines Tages dahin führen würde, in der Ewigkeit, in meinem Vaterhaus zu leben.
25 Ich offenbarte auf Erden durch Jesum meine göttliche Macht: Ich erweckte Lazarus, bekehrte Magdalena, gab den körperlich und geistig Blinden das Augenlicht zurück, flößte den Herzen Glaube und Hoffnung ein, bahnte den in Stillstand verharrenden Seelen einen neuen Weg; und schließlich bewässerte Ich die Erde mit meinem Blut und überließ euch meinen Körper als Beweis dafür, dass Ich aus Liebe unter euch gewesen bin, um mich ganz denen hinzugeben, die Ich sehr liebe.
26 Heute wie damals schenke Ich mich der Menschheit im Geiste, um euch zu retten, indem Ich euch nützlich mache; denn der Same, den Ich euch übergeben habe, damit ihr ihn sät, ist der Same der Nützlichkeit, der bewirken wird, dass ihr nicht länger geistig unfruchtbar und Parasiten des Lebens seid.
27 Zögert ihr noch, ans Werk zu gehen? Ja, meine Kinder, aber was für euch Jahre und Jahrhunderte sind, sind für mich nur Augenblicke. Ich bediene mich der Zeit, damit in den Köpfen, den Herzen und Seelen die Frucht der Liebe reift.
28 Dies ist die Zeit, in der das göttliche Licht in meinen Nachfolgern voll erstrahlen wird, welche die Gaben des Geistes offenbaren und beweisen werden, dass sie weder irdische Güter noch weltliche Wissenschaften benötigen, um Gutes zu tun und Wunder zu vollbringen. Sie werden in meinem Namen heilen, die hoffnungslos Kranken wiederherstellen, das Wasser in Balsam verwandeln und die Toten von ihrem Lager auferwecken. Ihr Gebet wird die Macht haben, die Stürme zu besänftigen, die Naturgewalten zu beruhigen und die Seuchen und schlechten Einflüsse zu bekämpfen.
29 Die Besessenen werden durch das Wort, das Gebet und die Vollmacht meiner neuen Jünger von ihren Besessenheiten, ihren Verfolgern und Bedrückern frei werden.
30 Doch wahrlich, Ich sage euch, wenn Ich mein Volk zugerüstet sehe, werde Ich es die Stunde wissen lassen, in der es zum Kampfe des Lichtes gegen die Finsternis aufbrechen soll. Und wenn ihr auf Ablehnung stoßt, so denkt mit Gleichmut daran, dass es nicht das erste Mal ist, dass der Mensch meinen Samen verschmäht. Seit den ersten Zeiten hat der Mensch Zweige vom "Baume" abgetrennt, um sie nach seinem Gutdünken zu verpflanzen, so dass er später deren Ursprung nicht mehr kannte. Doch Ich will, dass ihr wisst, dass im Grunde genommen Ich dieser Baum bin — in meinem Werk, auf das der Mensch keinerlei Einfluss nehmen, sondern von dem er nur die Wohltaten entgegennehmen und dessen Samen er verbreiten soll.
31 Den Kampf des Guten gegen das Böse gibt es nicht nur in eurer Welt, ihr könnt ihm auch in der geistigen Welt begegnen, wo große Schlachten stattfinden, deren Einfluss bis zu euch reicht und sich in Kriegen niederschlägt. Lasst nicht zu, dass die geistige Welt, die euch bisher beschützt hat, durch Wesen mit geringem Erkenntnislicht ersetzt wird. Wachet über eure Schritte und beschwört beständig den Frieden für diese Welt, in der ihr lebt.
32 Betet und arbeitet. Vergeistigt euch, damit ihr in allen Prüfungen siegen könnt. Erinnert euch an die Lehrbeispiele, die euch jenes Volk mit Namen Israel gab, das auf den Ruf seines Herrn hin aufbrach. Es wurde in die Wüste geführt, um eine große Lektion zu lernen. Es lernte dort das Gesetz kennen, lernte, sich mit seinem Vater in Verbindung zu setzen, und erweckte seine Geistesgaben. Es lernte, den göttlichen Geboten zu gehorchen, sich nach dem Gesetze auszurichten und gemeinsam ein Leben in Harmonie und Brüderlichkeit zu führen.
33 Jener Gehorsam rettete es aus gefährlichen Situationen und Hinterhalten. Seine Einigkeit machte es stark gegenüber seinen Widersachern. Seine Ordnung machte seine Wüstendurchquerung erträglich und oftmals auch beglückend. Seine Beharrlichkeit und sein Glaube ließ es den Sieg erringen und die Erfüllung der göttlichen Verheißung erleben. Wenn die Menschen dieser Zeit sich die Geschichte jenes Volkes vergegenwärtigen, wundern sie sich über den so großen Glauben jener Menschen und sind überrascht über die vielen Wunder, die der Herr auf ihrem Wege tat. — Wenn Ich höre, dass eurer Brust Seufzer entschlüpfen angesichts jenes Glaubens und jener Vergeistigung, so sage Ich euch, dass es ganz am Menschen liegt, dass jene Wunder wiederkommen. Wann immer Ich sie zubereitet sehe, werde Ich mich ihnen offenbaren.
34 Jetzt ist es die Aufgabe aller, die bereits zugerüstet und erwacht sind, die Befreiung der Welt zu verkünden. Erinnert euch daran, dass Elias, der für diese Zeit Verheißene, derzeit alles vorbereitet, um die Nationen der Erde, die vom Materialismus versklavt sind, aus der Gewalt des Pharaos zu erretten, wie es einst Moses in Ägypten mit den Stämmen Israels tat.
35 Sagt euren Mitmenschen, dass sich Elias bereits durch das menschliche Verstandesvermögen kundgetan hat, dass seine Gegenwart im Geiste gewesen ist und er weiterhin den Weg aller Völker erhellen wird, damit sie vorankommen.
36 Euer Hirte hat die Aufgabe, alle Geschöpfe auf ihren wahren Weg zurückzubringen, ganz gleich, ob dieser dem geistigen, dem moralischen oder dem materiellen Bereich angehört. Deshalb sage Ich euch,
dass die Nationen gesegnet sein werden, die durch Elias den Ruf ihres Herrn empfangen, denn sie werden durch das Gesetz der Gerechtigkeit und Liebe vereint bleiben, das ihnen als Frucht ihres Verständnisses und ihrer Brüderlichkeit den Frieden bringen wird. Solchermaßen vereint, werden sie zum Kampfplatz geführt werden, wo sie gegen die Verderbtheit, den Materialismus und die Lüge streiten werden. In diesem Kampfe werden die Menschen dieser Zeit die neuen Wunder erleben und den geistigen Sinn des Lebens erfassen — jenen, der von Unsterblichkeit und Frieden spricht. Sie werden aufhören, sich gegenseitig zu töten, weil sie erkennen, dass sie nur ihre Unwissenheit vernichten müssen, ihre Selbstsucht und die verderblichen Leidenschaften, aus denen ihre Stürze und Nöte hervorgegangen sind — sowohl die materiellen als auch die geistigen.
37 Woher kommt die Abgötterei und der religiöse Fanatismus, wenn nicht aus der Unwissenheit über die Gesetze, die den Geist regieren? Was ist der Grund für die Kriege, welche Verwirrung unter den Völkern säen und Menschen vernichten, wenn nicht maßlose Habgier oder unbändiger Hass?
38 Begreift also, dass der Endkampf nicht der von Menschen gegen ihre eigenen Brüder ist, sondern der des Guten gegen das Böse. Ich lege mein Schwert in die Rechte des Menschen, damit er sich selbst besiegt und zu den Toren des Verheißenen Landes gelangt. Doch erwartet nicht, dass dies ein bestimmtes Vaterland ist, das ihr als Erbe empfangt, denn dies neue Gelobte Land werdet ihr im tiefen Frieden eures Geistes entdecken. Ihr werdet die Umwandlung eurer zuvor unsicheren, feindseligen und elenden Welt in ein verschwenderisch reiches und liebenswertes Land erleben. Ihr werdet ein Dasein haben, in dem es Spiritualität, Gerechtigkeit und Liebe gibt. Dies wird den Menschen Fortschritte bringen als Folge davon, dass sie sich vom wahren Wissen genährt haben. Das menschliche Leben wird hochstehender sein, und wenn sich mein Geist unter den gereiften Menschen der Zukunft kundgibt, wird auf allen Gebieten eine Zeit der Offenbarungen kommen, und man wird die Zeichen und Wunder erfüllt sehen, die euch frühere Generationen prophetisch verkündet haben.
39 Wenn dann die Welt ihre erneute Befreiung erreicht und vom Lichte Elias' geleitet in dies gerechte und gute Leben eingeht, werdet ihr hier auf Erden einen Abglanz des geistigen Lebens haben, das euch jenseits dieses Lebens erwartet, um euch dann ewig des Friedens und des Lichtes eures Vaters zu erfreuen. — Doch wenn ihr euch fragt, wie sich alle Nationen in einem einzigen Volke vereinen werden, wie jene Stämme, die das Volk Israel bildeten, sage Ich euch: Seid unbesorgt, denn wenn die Völker einst alle in die "Wüste" gebracht sind, werden die Heimsuchungen sie zusammenschmieden, und wenn dies geschieht, wird auf alle bedürftigen Herzen ein neues Manna vom Himmel fallen.
40 Freue dich über meine Gegenwart, geliebtes Volk, richte ein Fest aus in deinem Herzen, juble vor Freude, denn endlich habt ihr den Tag des Herrn kommen sehen. Ihr fürchtetet euch vor dem Kommen dieses Tages, denn noch immer dachtet ihr wie die Alten und wart der Meinung, dass das Herz eures Vaters rachsüchtig sei, dass er Groll hege wegen der empfangenen Beleidigungen, und dass er deswegen die Sichel, die Geißel und den Leidenskelch bereithalte, um Rache an denen zu üben, die ihn so sehr und so viele Male beleidigt haben. Aber groß ist eure Überraschung gewesen, als ihr festgestellt habt, dass im Geiste Gottes weder Zorn, Grimm noch Abscheu existieren kann, und wenn auch die Welt schluchzt und klagt wie nie zuvor, der Grund nicht der ist, dass der Vater ihr diese Frucht zu essen und diesen Kelch zu trinken gegeben hat, sondern dass dies die Ernte ist, die die Menschheit nach und nach aufgrund ihrer Werke erntet.
41 Zwar wurden euch alle unheilvollen Ereignisse, die in dieser Zeit entfesselt wurden, vorher angekündigt. Doch denkt nicht deshalb, weil sie euch angekündigt wurden, dass euer Herr sie euch als Strafe schickt. Ganz im Gegenteil, zu allen Zeiten habe Ich euch vor dem Bösen, vor den Versuchungen gewarnt und habe geholfen, euch von euren Stürzen wiederaufzurichten. Außerdem habe Ich euch alle Mittel zur Verfügung gestellt, die nötig sind, damit ihr euch retten könnt. Aber ihr müsst auch erkennen, dass ihr gegenüber meinen Rufen immer taub und ungläubig gewesen seid.
42 Selbst heute sage Ich euch: Macht Gebrauch von meinem Werk, als ob es eine Arche wäre, und tretet in sie ein, damit ihr vor den herannahenden Stürmen sicher seid. Aber ihr werdet erleben, dass viele meiner Warnung keinen Glauben schenken wollen und sich nicht vorbereiten. Doch wenn dann die Prüfung kommt und sie peitscht, werden sie als erstes sagen, dass Ich mich an ihnen gerächt und sie gezüchtigt habe.
43 Höre mein Wort, o Volk, und labe dich an seiner Güte. Öffnet eure Herzen und ihr werdet den Besuch eures Vaters fühlen. Beichtet im Geiste vor mir, und ihr werdet einen Frieden empfinden, den ihr nie wieder zu verlieren wünschen werdet.
44 Wie hättet ihr mich auch erwarten sollen, da ihr voller Gewalttätigkeit wart, und mein Kommen bei euch Schrecken statt unendlicher Freude ausgelöst hat? Ich sage euch noch einmal, dass ihr von mir nichts zu befürchten habt, durch euch selbst hingegen können euch alle Arten von Übeln treffen. Fürchtet also die Sühne, die ihr euch aufgrund eurer Verfehlungen zuziehen könnt.
45 Ich bin zwar unerbittlich wachsam, aber gerecht, aufrichtig und unbestechlich. Da ihr rein aus mir hervorgegangen seid, erachte Ich es als gerecht, dass ihr im gleichen Zustand zurückkehren müsst. Ich habe euch gelehrt, dass das Befleckte nicht zu mir gelangen kann. Es muss sich zuvor reinigen, und das ist es, was in dieser Zeit auf der Welt geschieht.
46 In Jesum erblickte die Welt ihren Mensch gewordenen Gott. Die Menschen erhielten von ihm nur Lektionen der Liebe, Lehren von unendlicher Weisheit, Beweise vollkommener Gerechtigkeit, aber niemals ein Wort der Gewalttätigkeit, einen Akt oder ein Zeichen von Groll. Wie sehr wurde er hingegen beleidigt und verspottet. Er hatte Vollmacht und alle Gewalt in seiner Hand, wie sie die ganze Welt nicht hat, aber es war notwendig, dass die Welt ihren Vater in seinem wahren Wesen, seiner Gerechtigkeit und Barmherzigkeit kennenlernen sollte.
47 In Jesum erblickte die Welt einen Vater, der alles für seine Kinder hingibt, ohne dafür irgendetwas für sich zu verlangen — einen Vater, der die schwersten Beleidigungen mit unendlicher Liebe vergibt, ohne jemals Rache zu üben, und einen Vater, der, statt seinen Kindern, die ihn beleidigen, das Leben zu nehmen, ihnen vergibt und ihnen mit seinem Blut den Weg zu ihrer geistigen Erlösung vorzeichnet.
48 Wie wäre es möglich, dass Ich in dieser Zeit, in der Ich mich den Menschen im Geiste offenbare, aus ihren Herzen die Vorstellung tilgen sollte, die sie vom liebevollen und gerechten Vater haben, die sie sich von mir während ihres Lebens auf Erden geschaffen haben?
49 Ihr müsst euch vorbereiten, denn Ich bringe für alle Gerechtigkeit. Rüstet euch zu, denn die Majestät, mit der Ich mich einstelle, soll euren Herzen keine Furcht einflößen, sondern soll Anlass zu Jubel und Freude sein.
50 Wachet und betet, damit ihr in der Schlacht, die näherrückt, an meiner Seite sein könnt.
51 Seht, wie mein Licht die Nebel eurer Welt zerreißt. Zwar kämpfe Ich gegen Menschen, aber nur, um alles Böse auszutilgen, das in ihren Herzen lebt. Ich werde das Licht und die Kraft meiner Liebe in jene legen, die mir getreulich folgen, und diese werden dann sagen: "Lasst uns den Drachen suchen, der uns auflauert, das Untier, das uns dazu bringt, zu sündigen und den Herrn zu beleidigen." Sie werden es auf den Meeren, in der Wüste, auf den Bergen, in den Wäldern und im Unsichtbaren suchen und es nicht finden, weil es im Herzen des Menschen lebt. Nur dieses hat es gezeugt, und dort ist es gewachsen, bis es die Erde beherrscht hat.
52 Wenn das Blinken meines Lichtschwertes das Herz jedes Menschen erschüttert, wird die Gewalt, die vom Bösen ausgeht, immer schwächer werden, bis sie hinschwindet. Dann werdet ihr sagen: "Herr, mit der göttlichen Kraft Deiner Barmherzigkeit habe ich den Drachen besiegt, von dem ich glaubte, dass er vom Unsichtbaren aus auflauert, ohne daran zu denken, dass ich ihn im eigenen Herzen trug."
53 Wenn einmal in allen Menschen die Weisheit erstrahlt — wer wird es dann noch wagen, Gutes wieder in Böses zu verwandeln? Wer wird dann noch das Ewige für das Vergängliche hingeben? Wahrlich, Ich sage euch: Niemand, denn ihr alle werdet stark sein in der göttlichen Weisheit.
54 Die Sünde ist nur Folge von Unwissenheit und Schwäche.
55 Deshalb lade Ich euch dazu ein, meinem göttlichen Unterricht beizuwohnen, damit ihr wahre Kinder des Lichtes werdet.
56 Ein neues Zeitalter hat sich vor der Menschheit aufgetan. Während die Welt schläft, ohne das Licht gewahr zu werden, das sie erleuchtet, herrscht im Geistigen Frohlocken und Festlichkeit. Auf jeden Geist und auf alles Fleisch hat sich mein Geist in dieser Zeit ergossen.
57 Verstreut lebt der neue Same Abrahams, und er muss wieder vereint werden, um ihm meine neue geistige Unterweisung zu geben. Die Kriege, die Zerstörung, das Chaos und der Tod haben nicht genügt, um die Menschheit begreifen zu lassen, dass meine Gerechtigkeit herabgekommen ist, um sie auf den Weg meines Gesetzes zu rufen. Die Boten, die Ich gesandt habe, schlafen, und auf der Welt streben sie nur nach Annehmlichkeiten, Wohlergehen und irdischen Gütern; das Ideal geistiger Ewigkeit haben sie verborgen. Die Stimme des Gewissens hat zu ihnen gesprochen, doch sein Schrei ist im Materialismus des Verstandes und des menschlichen Herzens verhallt. Ich habe zugelassen, dass all der Schmerz, Bitternis, Hass und Erbarmungslosigkeit überschäumten, aber zugleich habe Ich die Menschen an mein Gesetz der Liebe und Gerechtigkeit erinnert und sie erkennen lassen, dass mein Kommen für eine Zeit wie diese vorausgesagt war.
58 Ein unbedeutender Erdenwinkel wurde von mir für meine Kundgebung ausgewählt. Einfache Männer und Frauen wurden in dieser Zeit ausgesucht, damit sie mir als Mittler für meine Kundgabe dienen sollten, welche das Glück hatten, die Ersten zu sein, die meine Göttlichen Worte in dieser Dritten Zeit vernahmen. Unaufhaltsam und kraft des geistigen Sinngehaltes dieses Wortes und der Wunder, die Ich unter meinen Kindern tat, wandelte sich jene erste Menschengruppe zu einer Menschenmenge und später zu einer großen Gemeinschaft.
59 Mein Wort hat darum gerungen, diese Herzen von materiellen Verstrickungen, von Selbstsucht und Heuchelei frei zu machen, auch darum, sie von Lastern und Unwissenheit zu befreien. Dies ist das einzige Kreuz, das Ich auf ihre Schultern gelegt habe; aber dies sind nur die ersten Schritte. Ich habe diesem Volk gesagt, dass der Tag kommen würde, an dem es mit seinem Blick, mit seinem Wort oder mit seinen Gedanken erstaunliche Werke vollbringen wird. Wann werden diese Ereignisse eintreten? — Wenn unter euch Vergeistigung herrscht.
60 Die vereinten Gedanken einer großen Menschengruppe werden fähig sein, die schlechten Einflüsse niederzuringen und die Götzen von ihren Sockeln zu stoßen.
61 Heute erzittert ihr noch unter dem Einfluss des Krieges und angesichts des Tobens der Naturgewalten und fürchtet das Urteil der Menschen. Der Grund dafür ist, dass ihr euch wegen der unzureichenden Entfaltung eurer Geistesgaben klein und unfähig fühlt.
62 Wohl dem, der sich zurüstet, denn er wird in dieser Schlacht der tapfere Soldat sein, der zuletzt siegreich hervorgeht. Was meint ihr, welche Kräfte es sind, die sich bekämpfen? Ihr antwortet mir mit menschlichen Mutmaßungen, doch Ich sage euch, dass es die Mächte des Guten und des Bösen sein werden, die sich im Entscheidungskampf gegenüberstehen. Welche dieser Mächte wird eurer Meinung nach siegen? Ihr sagt mir: "Zweifellos die Macht des Guten, Meister." Und tatsächlich wird das Gute das Böse in euch besiegen, wenn ihr einander liebt.
63 Ich zeigte euch einst, die Versuchungen der Welt und den Tod zu überwinden, damit die Liebe und die Wahrheit als Sieger hervorgehen. Jetzt will Ich, dass ihr mir nachfolgt, dass ihr die Leidenschaften aus euren Herzen verjagt, damit dort, in eurem Innern, der Friede des Göttlichen Geistes einzieht, und ihr mich einladet, in euch mein Heiligtum zu haben. Doch wenn ihr dann das Böse besiegt habt, werdet ihr überrascht sein, da ihr begreift, dass ihr die Versuchung durch eure Leidenschaften, Neigungen, Schwächen und Sünden geschaffen hattet, und als ihr sie besiegtet, jenen beherrschenden Einfluss in euch getötet habt.
64 Erwirb Verdienste, um Frieden zu erlangen, Volk, doch bitte mich nicht um diesen Frieden, ohne zuvor gekämpft zu haben, um ihn zu verdienen. Die Zeit ist weiter vorangeschritten, euer Geist ist gewachsen, und er muss sich nun alles erarbeiten, was er ersehnt und benötigt. Seine Kindheit, jenes Alter, in dem der Vater seine Kindlein mit allem versorgen musste, ist vorüber.
65 Ich werde der Menschheit beweisen, dass ihre Probleme nicht mit Gewalt gelöst werden, und solange sie von zerstörerischen und mörderischen Waffen Gebrauch macht, sie nicht imstande sein wird, unter den Menschen Frieden zu schaffen, so furchtbar und gewaltig diese Waffen auch erscheinen. Im Gegenteil, sie werden als Konsequenz nur größeren Hass und mehr Rachegelüste erwecken. Nur das Gewissen, die Vernunft und die Gefühle der Nächstenliebe werden die Fundamente sein können, auf denen das Zeitalter des Friedens ruht. Doch damit dies Licht im Innern der Menschen erstrahlt, müssen sie zuvor den Leidenskelch bis zum letzten Tropfen leeren.
66 Werdet nicht kleinmütig, Jünger, wenn ihr Kriegsgerüchte hört, wenn ihr Hunger und Elend kommen seht, und die fremdartigsten Seuchen auftreten.
67 Im Grunde eures Herzens werdet ihr die Gewissheit haben, dass die Menschheit den Bodensatz des Leidenskelches trinken wird, wenn diese Heimsuchungen kommen. Ihr sollt zu jener Stunde nicht untätig oder gleichgültig bleiben, im Gegenteil, ihr sollt euch dann eurer Aufgabe widmen, dem Verstande des Verwirrten Licht zu bringen und Heilbalsam dem Kranken.
68 Wache und bete, Volk, damit die Einflüsse jener Macht des Bösen, in denen die menschlichen Leidenschaften aufleben und die verwirrten Geister ihr Unwesen treiben, nicht das Licht trüben, das Ich eurem Verstande zuteil werden ließ.
Mein Friede sei mit euch!

BWL - Band 6 - Unterweisung 159


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 143 - 174
Download-Link - Buch des wahren Lebens - Band 6

Unterweisung 159:
 
 1 Du große Schar, euer Geist ist voll Jubel, weil euch die Gnade zuteil wurde, die Morgenröte der neuen Zeit zu schauen, die euch durch die Propheten und durch den Herrn, euren Gott, angekündigt wurde. Achtet auf alles, was auf der Welt geschieht, denn Ich offenbare mich nicht nur euch.
2 Ich habe die Menschen in ihrem Materialismus heimgesucht, damit sie sich der Zeit, in der sie leben, bewusst werden und viele der Ereignisse als göttliche Zeichen erkennen, die sie mit gleichgültigen Augen betrachtet hatten, weil sie ihnen andere Ursachen zuschrieben.
3 In den vergangenen Zeiten gab es Epochen, in denen das Volk Gottes alles, was in seiner Umgebung geschah, geistig zu deuten verstand, weil es jenes Volk war, das in meinem Gesetze lebte, das mich liebte und ein einfaches und tugendhaftes Leben führte. Die Saiten seines Herzens waren noch empfindsam, so, wie es auch sein Geist war. Jenes Volk lebte in beständiger geistiger Zwiesprache mit seinem Herrn. Es vernahm die vermenschlichte Stimme seines Schöpfers, vermochte Botschaften der geistigen Welt zu empfangen, jener Wesenheiten, die es Engel nannte. Und in der Stille der Nacht, im Frieden seines Herzens und durch die Gabe der Träume empfing es Botschaften, Weisungen und Prophetien, denen es Glauben schenkte und gehorchte.
4 Gott war nicht nur auf ihren Lippen, er wohnte auch in ihren Herzen. Das Gesetz war für sie nicht nur etwas Geschriebenes, sondern es wurde von den Menschen gelebt. Es war natürlich, dass ihr Dasein voller Wunder war, die ihr jetzt nicht mehr erlebt.
5 Dies sind die Lehrbeispiele, die es wert sind, dass man sie sich zum Vorbild nimmt, die jenes Volk mit seinem Leben niederschrieb, und die der Weg und das Saatkorn für die Generationen sein sollen, die nach ihnen gekommen sind.
6 Begreift: Wenn jene Menschen aufgrund ihrer Schlichtheit und (inneren) Erhebung das Geistige um sich fühlten, ist es natürlich, wenn jetzt der Materialismus und der Mangel an Glauben der Menschen dieser Zeit sie von jenen Kundgaben entfernt haben. Doch Ich sage euch, dass es nun des armseligen, unfruchtbaren und elenden Lebens, das diese Menschheit lebt, genug ist; dass Ich euch deshalb aufgesucht habe, an die Herzen derer poche, die schlafen, den Blinden, die die Wahrheit nicht zu schauen vermögen, ihr Augenlicht wiedergebe und die verborgenen Saiten der Menschen anrühre, um sie für meine Gegenwart empfänglich zu machen.
7 Glaubt ihr, dass diese wissenschaftliche und materialistische Welt kaum noch einmal Neigung zur Vergeistigung fühlt? Ich sage euch, dass daran nichts schwierig ist, weil meine Macht unbegrenzt ist. Innere Erhebung, Glaube, Licht und das Gute sind für die Seele eine zwingendere Notwendigkeit, als es für euren Körper das Essen, Trinken und Schlafen ist.
8 Auch wenn die Gaben, Fähigkeiten und Eigenschaften des Geistes lange Zeit geschlummert haben, werden sie bei meinem Rufe erwachen und bewirken, dass zu den Menschen die Vergeistigung mit all ihren Wundern und Offenbarungen zurückkehrt, welche größer sein werden als die der vergangenen Zeiten, denn jetzt seid ihr besser in der Lage, sie zu verstehen.
9 Ich muss den Menschen dieser Zeit und der kommenden Zeiten sagen, dass sie nicht erwarten sollen, dieselben Zeichen oder Kundgebungen zu schauen, die die Menschen der Ersten Zeit sahen, denn ihr müsst begreifen, dass ihr jetzt in einem neuen Zeitalter lebt, dass ihr genug gewandert seid und euch entwickelt habt, um auf eine völlig andere Weise zu erfassen, zu verstehen und zu fühlen. Bittet daher nicht um äußerliche Zeichen, die nur eure Sinne beeindrucken, um euren Glauben auf sie zu gründen. Ich halte für euch unendlich viele Zeichen, Offenbarungen und Wunder bereit, die ihr mehr mit eurem geistigen Blick als mit dem eures materiellen Körpers schauen werdet.
10 Studiert und ergründet, was euch die Geschichte sagt, aber begreift, dass heute eine andere Zeit ist, dass ihr in einem anderen Zeitalter lebt, und dass ebenso, wie euer Geist eine größere Entwicklung besitzt als in jenen Tagen, auch die Form, in der Ich euch heute meine Unterweisungen gebe, nicht die gleiche ist, auch wenn ihr Sinngehalt derselbe und ewig gültig ist.
11 An diesem Tage, an dem ihr euren Meister mit einem Gebet erwartet habt, komme Ich wirklich zu euren Herzen hernieder. Empfange mich dort, Volk, denn Ich empfange euch in meinem väterlichen Geist.
12 Ich finde Frieden in eurer Seele und Harmonie in euren Gefühlen. Diesen Frieden verbreitet euer Wesen, und diese innere Zurüstung lädt meinen Geist ein, in seiner göttlichen Ausstrahlung herniederzukommen. Haltet alle eure Fähigkeiten bereit, damit ihr meine Unterweisung voll erfassen könnt.
13 Ich spreche zu euch augenblicklich nicht von den körperlichen Sinnen, sondern von denen des Geistes, die schon seit langem in ihm sind, die ihr jedoch nicht verstanden habt, denn ihr nehmt nur die äußeren Formen an und weist die geistige Essenz zurück.
14 Ihr nähert euch dem unvergänglichen Leben und Ich sage euch: Ihr seid noch unreif, denn die Neigungen eures Fleisches sind noch nicht im Einklang mit eurem Geist. Doch Ich habe euch Kraft und Mut gegeben, damit ihr durch Meditation und Gebet die Instinkte überwindet.
15 Mein durch den Stimmträger übermitteltes Wort ist immer klarer, tiefgründiger und vollkommener geworden und bewirkt, dass die verhärteten Herzen bescheiden und edelmütig werden.
16 Wer hat nicht sein "Golgatha" erlebt, und wer hat nicht gelitten im Leben? — Niemand, denn ihr alle tragt in der Nachfolge Christi ein Kreuz. Ich sehe euch ergeben und folgsam leben, ohne euch gegen die natürlichen Gesetze oder die Naturgewalten aufzulehnen, und als Ich sah, dass ihr diese Gesetze nicht gebrochen habt, habe Ich euch gesagt: Ihr seid des Vaters und des Meisters würdig und habt nun begriffen, dass es nicht das Opfer des irdischen Körpers ist, mit dem ihr dem Schöpfer huldigen sollt, denn ihr habt die rechte Art, ihn mit dem Geiste zu verherrlichen, verstanden, so dass ihr keine Heiden mehr seid.
17 Ihr lebt auf Erden und müsst euch der Elemente der Natur bedienen, um zu leben. Doch da alle einem Gesetz unterstehen, sollt ihr von ihnen nur im Rahmen dieses Gesetzes Gebrauch machen. Dadurch gebt ihr dem Geist das Seine und eurem Körper, was diesem entspricht. Ich verwehre euch nichts, denn nichts widerspricht meinen göttlichen Ratschlüssen; doch gebraucht alles mit Maßen.
18 Wenn ihr das Gesetz des Vaters kennt, habt ihr nichts zu befürchten, denn ihr werdet von dem Gebrauch zu machen wissen, was euch innerhalb meines Gesetzes zusteht.
19 Erfüllt das, was euch mein Wort aufträgt, denn Ich will aus euch ein Volk des Friedens und des Fortschritts machen, weil ihr das Volk seid, das Ich suche. Ihr seid Israel, in welchem sich Levi befindet, den Ich geläutert habe, damit er mir in dieser Zeit dient.
20 In der Ersten Zeit salbte der Vater den Levi, damit aus ihm die Diener der Gottesverehrung hervorgehen und sie die Übermittler meiner Inspiration und meines Gesetzes würden. Deshalb seht ihr, dass Ich selbst unter den Neuankömmlingen meine Diener suche — jene, die zu anderen Nationen gehen müssen, um meinen Auftrag zu erfüllen. Dies wird nach 1950 geschehen, denn mein Werk wird weltweit anerkannt werden.
21 Heute seid ihr noch wissbegierige Schüler, weil ihr erkennt, dass ihr euch noch nicht für Meister halten könnt; und so eilt ihr herbei, das Wort dessen zu vernehmen, der alles weiß.
22 Bereitet euren Geist, euer Herz und euren Verstand, und ihr werdet schließlich Meister werden und euch an euren Schülern erfreuen.
23 Ich empfange euer Gebet, in welchem ihr mich bittet, euch meine Gnade zuteil werden zu lassen, um mein Wort verstehen zu können.
24 Seht, Ich spreche nicht immer in Gleichnissen zu euch, Ich tue es mit aller Klarheit, damit ihr verstehen könnt.
25 Nährt und stärkt euren Geist an meiner Lehre, damit er sich entwickeln kann.
26 Die Unterweisung des Meisters beginnt immer in der gleichen Weise, weil sie die gleiche Liebe enthält. Sie beginnt mit Liebe und endet mit Barmherzigkeit, zwei Worte, in denen meine ganze Unterweisung enthalten ist. Diese hohen Empfindungen sind es, die dem Geist Kraft geben, die Regionen des Lichtes und der Wahrheit zu erreichen.
27 Erkennt, auf welche Weise Ich euch nach und nach dazu bringe, meinen Willen zu verstehen und zu erfüllen — nicht als einen Befehl, denn Ich als unendliche Weisheit weiß, dass aus euch selbst der Wille geboren werden wird, meinem Gesetze zu gehorchen, wenn Ich euch zur Liebe inspiriere und erwecke. Meine Liebe erleuchtet euch und lässt euch in Freiheit. Meine fürsorgliche Liebe weist euch nur den Weg zur Vollkommenheit, den ihr gehen sollt. Der Weg, von dem Ich so oft zu euch spreche, ist jener, der über den körperlichen Tod hinausführt; denn ihr sollt immer für diesen Augenblick des Übergangs
vorbereitet sein. Sagt euch euer Ahnungsvermögen oder euer Geist etwa nicht, dass es etwas gibt, das den erdgebundenen Körper überlebt, und dass dieses Etwas der Geist ist? Immer habe Ich euch diesen Weg gelehrt und euch vorbereitet, für das Passieren dieser Wegkreuzung, damit euer Geist, wenn er vom vergänglichen Leben der Welt zur geistigen Heimat hinübergeht, wo das ewige Leben ist, angesichts der Unendlichkeit nicht überrascht noch verstört ist.
28 Eure Sache ist es nur, hier eure Bestimmung zu erfüllen; dann verspreche Ich euch für die gute Erfüllung eurer Aufgaben und Pflichten ein beglückendes Dasein im geistigen Leben. Wenn dies geschieht, werdet ihr euch nicht mehr im Morast der Schlechtigkeiten dieser Welt beflecken. Euer Geist wird sich nicht mehr durch die niederen Leidenschaften des irdischen Körpers verfinstern.
29 Wahrlich, Ich sage euch: Damit ihr völlige Reinheit erlangt, wird eure Seele sich noch sehr läutern müssen, in dieser Welt und in der geistigen.
30 So oft es für euch notwendig ist, werdet ihr zu diesem Planeten zurückkehren müssen, und je öfters ihr die Gelegenheiten, die euer Vater euch gewährt, ungenutzt lasst, desto mehr werdet ihr euren endgültigen Eintritt in das wahre Leben verzögern und eure Verweildauer im Tal der Tränen verlängern.
31 Jede Seele muss während eines jeden Erdendaseins den Fortschritt und die Früchte ihrer Entwicklung vorweisen, indem sie jedes Mal einen festen Schritt nach vorn macht.
32 Seid euch bewusst, dass das einzig Gute, das dem eigenen Wohle zugute kommt, jenes ist, das aus wahrer Liebe und Barmherzigkeit zu anderen, und zwar selbstlos geschieht.
33 Wenn eine Seele gegenüber dem Willen ihres Herrn folgsam und ergeben wird, geschieht dies, weil sie auf ihn vertraut. Sie sträubt sich nicht dagegen, einen irdischen Körper zu verlassen und zum Jenseits zurückzukehren, weil sie ihren Urteilsspruch nicht fürchtet, und sie sträubt sich auch nicht dagegen, zur Erde zurückzukehren, wo sie Gefahren und Versuchungen erwarten, weil sie weiß, dass sie aus diesem läuternden Schmelztiegel reiner hervorgehen wird.
34 Wer die Versuchungen, die von außen und aus ihm selbst an ihn herantreten, besiegt, wird von anderen als ein vom Herrn Erleuchteter und Erwählter bezeichnet werden. Außerdem wird er an seiner Seite ein Geistwesen oder einen Engel des Lichts haben, der über ihn wachen wird, und gemeinsam werden sie arbeiten, bis sich mein Wille vollzieht.
35 Seid daher unbesorgt, wenn eure Augen die Erfüllung dieser Prophetien nicht in diesem Leben schauen. Ich werde eurem Geist gewähren, die Frucht, die er in vergangenen Zeiten gesät hat — ganz gleich, ob dies kurze oder lange Zeit zurückliegt — nicht nur zu schauen, sondern sogar zu ernten.
36 Es kommt die Zeit der Auseinandersetzungen, in der die Menschen ihre Intelligenz und ihre Beredsamkeit bekunden werden, die sie zu Prahlerei und Eitelkeit führen. Wieder wird mein Wort der Zweiten Zeit zur Diskussion gestellt werden, und auch die unterschiedlichen Auslegungen wird man erörtern, die man ihm gegeben hat. Wahrlich, Ich sage euch, aus diesem Wirbelsturm wird das Licht hervorbrechen, viele Schleier werden zerrissen werden, und die Scheinheiligkeit wird durch die Wahrheit zu Fall gebracht werden.
37 Es ist mein göttliches Verlangen, dass die Menschen zur Vereinigung ihrer Vorstellungen und geistigen Anbetungsformen gelangen, denn Ich halte etwas für sie bereit, wenn dies geschieht.
38 Studiert meine Unterweisungen, macht sie euch zu eigen und lebt sie, damit ihr von den Weltweisen, den Wissenschaftlern und Schriftgelehrten nichts zu befürchten habt.
39 Betet, damit eurem Munde die unendliche Weisheit entströmt.
40 Volk, fürchtest du dich davor, in meine Gegenwart zu kommen und mich als Richter anzutreffen? Wahrlich, Ich sage euch, auch als Richter bin Ich vollkommen, weshalb ihr von meiner Seite keinerlei Ungerechtigkeit zu befürchten habt.
41 Es genügt, euch an den Fall der ehebrecherischen Frau zu erinnern, die ihre Richter bereits verurteilt hatten. Sie blieb unangetastet aufgrund der Worte Christi, desselben, der in diesem Augenblicke zu euch spricht.
42 Ich kann kein Urteil über euch fällen, das schwerer ist als das Gewicht eurer Verfehlungen. Daher sage Ich euch, dass ihr von mir nichts zu befürchten habt, sondern von euch selbst.
43 Ich allein kenne die Schwere, die Größe und die Bedeutung eurer Verfehlungen. Die Menschen lassen sich ständig vom äußeren Anschein beeindrucken, denn sie vermögen nicht in das Herz ihrer
Nächsten zu schauen. Ich dagegen blicke in die Herzen und kann euch sagen, dass Menschen zu mir gekommen sind, die sich schwerer Verfehlungen angeklagt haben und die voll Reue waren, weil sie mich beleidigt haben, doch Ich habe sie für rein befunden. Im Gegensatz dazu sind andere gekommen und haben mir gesagt, dass sie niemals jemandem etwas Böses getan haben, doch Ich wusste, dass sie lügen. Denn obwohl ihre Hände sich nicht mit dem Blut ihres Nächsten befleckt haben, ist das Blut ihrer Opfer, denen das Leben zu nehmen sie befohlen hatten, auf ihre Seele herabgeströmt. Es sind jene, die den Stein werfen und dabei die Hand verbergen. Wenn Ich in meiner Kundgabe die Worte "feige", "falsch" oder "Verräter" ausgesprochen habe, ist ihr ganzes Wesen erbebt, und oft haben sie sich aus meiner Lehrstunde entfernt, weil sie einen Blick auf sich ruhen fühlten, der sie gerichtet hat.
44 Weil die menschliche Justiz unvollkommen ist, sind eure Gefängnisse voller Opfer, und die Hinrichtungsstätten wurden mit dem Blut Unschuldiger befleckt. Ach, wie viele Verbrecher sehe Ich Freiheit und Achtung genießen auf der Welt, und wie vielen Verderbten habt ihr Denkmäler errichtet, um ihr Andenken zu ehren!
45 Wenn ihr diese Wesen sehen könntet, wenn sie dann in der geistigen Welt leben und in ihren Seelen das Licht aufgeht! Statt unsinniger und unnützer Huldigungen würdet ihr ihnen ein Gebet zusenden, um sie in ihrer schweren Reue zu trösten.
46 Ich komme, um ein Reich des Friedens unter den Menschen zu errichten, und obwohl dies manchen nur ein Lächeln entlockt, werde Ich weitermachen, bis Ich euch die Macht der Liebe und der Gerechtigkeit bewiesen habe — Kräfte, die ihr nicht kennt, weil ihr von ihnen nur sehr wenig Gebrauch gemacht habt.
47 Es wird nicht auf Trümmern noch auf Leichen sein, auf denen Ich dies Reich errichte, es wird auf fruchtbaren Feldern sein, die durch die Erfahrung fruchtbar und durch den Schmerz gedüngt wurden. Darauf wird meine Saat erblühen, dort werdet ihr meine Gerechtigkeit erstrahlen sehen.
48 Die Menschen dieser Zeit haben die Aufgabe, ihren irdischen Körper zu erneuern und zu läutern, damit sie denen, die nach ihnen kommen, ein gutes Erbgut hinterlassen; denn was die Seelen anbelangt, die in jenen Zeiten zur Inkarnation kommen müssen, so habe Ich sie bereits zubereitet und ausgewählt.
49 Begreife deine Bestimmung, Volk. Ergründe dies Wort, damit ihr eure Aufgabe erkennt. Ich will nicht, dass ihr euch mehr zu tun vornehmt, als euch in Wahrheit zukommt, noch dass ihr weniger tut, als was Ich euch anvertraut habe, denn dann wird euer Werk nicht dauerhaft sein.
50 Einige von euch sagen mir in ihrem Herzen: "Meister, warum machst Du uns in Deinem Worte manchmal für den Frieden der Menschheit verantwortlich?" Doch Ich sage euch, dass nicht ihr es sein werdet, die das Menschengeschlecht in dieser Zeit retten, denn es ist ein übermenschliches Werk. Aber dennoch seid ihr der Beginn einer neuen Art zu leben, der Beginn einer spirituell eingestellten Menschheit, und dieser Beginn soll durchaus zur Rettung und Befreiung der Völker und Nationen beitragen.
51 Ich muss euch ein weiteres Mal sagen, dass die Glaubensgemeinschaft, die ihr um meine Kundgaben bildet, keine Gemeinschaft ist, die der Vater in seiner Liebe über die anderen Gemeinschaften der Erde stellt. Der Herr hat nur deshalb seinen Blick auf sie gerichtet, weil er sie aus Seelen gebildet hat, die schon immer auf der Welt gewesen sind, wenn eine neue göttliche Offenbarung herniedergekommen ist. Es sind geistige Kinder jenes Volkes Israel, dem Volk von Propheten, Sendboten, Sehern und Patriarchen.
52 Wer könnte mich besser als sie in dieser Zeit empfangen, die neue Form meiner Offenbarung begreifen und die Erfüllung meiner Verheißungen bezeugen?
53 Ich sage euch dies, da nur Ich es euch offenbaren konnte. Denn es steht geschrieben, dass nur das Lamm das Buch der sieben Siegel öffnen könne. Ich lasse euch dies wissen, damit ihr die Verantwortung begreift, die ihr erneut gegenüber den anderen Völkern der Welt übernehmt, für die ihr wie ein Spiegel sein sollt, welcher mein Gesetz widerspiegelt.
54 Für dies Volk hier hat nur ein Gott existiert und es weiß, dass Christus das "Wort" war, durch welches der Vater zu den Menschen sprach. Weder Moses noch Abraham, weder Salomon noch Elias — keiner der Propheten wurde von ihm als Gottheit angesehen. Wie viele Boten des Herrn hat man dagegen in anderen Völkern vergöttlicht und dadurch den wahren Gott vergessen oder nicht erkannt!
55 Wenn Ich von meinem "Volk Israel" spreche, vom "Volk des Herrn", so meine Ich jene, die eine geistige Mission mit auf die Erde gebracht haben — jene, die mein Gesetz bekannt machten, die mich ankündigten, mir treu waren; jene, die das Dasein des lebendigen Gottes verkündeten, die den Samen der Liebe fortpflanzten und die im Sohne die Gegenwart und das Wort des Vaters zu erkennen vermochten. Diese sind es, die das Volk Gottes bilden, dies ist Israel, das starke, das getreue, das kluge Israel. Dies ist meine Legion von Soldaten, die dem Gesetze und der Wahrheit treu sind.
56 Jene, die meine Propheten verfolgten, die das Herz meiner Boten zerrissen; jene, die dem wahren Gott den Rücken kehrten, um sich vor Götzen zu verbeugen; jene, die mich leugneten, mich verspotteten und mein Blut und mein Leben forderten, gehörten nicht zum auserwählten Volk, auch wenn sie sich aufgrund der Rasse Israeliten nannten; sie gehörten nicht zum Volke der Propheten, zur Schar der Erleuchteten, zu den treuen Soldaten. Denn "Israel" ist ein geistiger Name, der unrechtmäßig verwendet wurde, um eine Rasse hervorzuheben.
57 Ihr sollt auch wissen, dass jeder, der den Wunsch hat, zu meinem Volk zu gehören, es mit seiner Liebe, seiner Barmherzigkeit, seinem Eifer und seiner Gesetzestreue erreichen kann.
58 Mein Volk besitzt keine bestimmten Länder oder Städte auf der Welt, mein Volk ist keine Rasse, sondern es ist in allen Rassen vertreten, unter allen Menschen. Diese Menschenschar hier, die mein Wort vernimmt und die neuen Offenbarungen empfängt, ist nur ein Teil meines Volkes. Ein anderer Teil ist über die Erde verstreut, und ein weiterer, der größte Teil, lebt in der geistigen Welt.
59 Das ist mein Volk, das mich kennt und mich liebt, das mir gehorcht und mir nachfolgt.
60 Vor dem Volk ziehen als Führer hundertvierundvierzigtausend Auserwählte her. Die einen sind im Fleische und die anderen im Geiste. Ihnen folgen große Legionen nach, sowohl von Geistwesen als auch von Menschen, die das Licht zu erringen trachten, um sich zu Recht "Kinder des Volkes Israel" zu nennen.
61 Die Kinder dieses Volkes gaben immer Beweise dafür, dass sie Macht über die Naturgewalten haben. Ihr Gang durch die Welt hinterließ eine Spur großer Wundertaten, die die Menschen jener Zeiten in Staunen versetzten. Diese Macht soll Israel auch weiterhin der Welt vor Augen führen, denn sie zeugt von der Überlegenheit des Geistes über die Materie.
62 Wenn einige eurer Mitmenschen euch die Macht ihrer Geheimwissenschaften vorführen, so habt keine Furcht und seid auch nicht verblüfft, denn Ich habe euch größere Wunder gelehrt. Auch sollt ihr über niemanden schlecht urteilen, denn jede Volksgruppe hat die Wahrheit über das geistige Leben gemäß ihrer Befähigung und ihrem Glauben gesucht.
63 Ich spreche zu euch über alles, damit ihr alles erfahrt und euch nichts überrascht. Ich gebe euch meine Unterweisung in ausführlicher Weise, damit ihr nicht in Wissensgebiete geratet, die ihr okkult nennt, in Geheimniskrämerei oder in stumme und nutzlose Grübelei.
64 Vergeistigung ist Klarheit, ist Einfachheit, ist Hinwendung zur Liebe und ist der Kampf, um die Vollkommenheit der Seele zu erreichen.
65 Wenn dies Volk aufbricht und mit Worten und Taten lehrend sich unter der Menschheit ausbreitet, wird es von Kirchen, Sekten und den Wissenschaften bekämpft werden. Die einen werden einen Teil angreifen, die anderen bestimmte Vorstellungen bekämpfen. Dann soll das Gottesvolk bereits stark, und der Glaube und die Erkenntnis eine reife Frucht in ihrem Herzen sein.
66 Welche von den Kindern dieses Volkes werden zu denen gehören, die diesen Samen bis zu den Grenzen der Erde tragen? Ihr wisst es nicht, aber Ich offenbare euch so viel, dass ihr der Beginn der Aussaat in dieser Zeit seid.
67 Der Jünger Johannes sprach vieles für euch. Seine Inspirationen sind Licht für euren Weg, sind Antwort auf eure Fragen und Thema für euer Studium. In seiner Offenbarung sah er den geistigen Kampf dieser Zeit, deren brudermörderische Kriege nur ein schwaches Abbild der großen Schlacht sind, die im geistigen Raum und (geistig) auf dieser Welt geschlagen wird.
68 Blind ist der Mensch gegenüber der Wahrheit dessen, was vor sich geht, und er braucht diese Offenbarung, um die Ursache des Kampfes und des Chaos, das auf der Welt herrscht, zu erkennen. Auch benötigt er Vergeistigung, um inmitten der Schlacht Waffen für seine Verteidigung zu haben.
69 Wohl denen, die an mein Wort glauben und sich zurüsten, denn sie werden gerettet sein. Doch wehe denen, die meine Ermahnungen gleichgültig anhören, denn sie werden von dem Wirbelsturm in völliger Hilflosigkeit erfasst werden!
70 Eher würden Himmel und Erde vergehen, als dass mein Wort nicht in Erfüllung ginge. Ihr seht ja — vor vielen Jahrhunderten schon wurde euch diese Zeit angekündigt, und sie traf ein, weil Ich es vorausgesagt hatte.
71 Ihr müsst beten, Menschenscharen, denn das Gebet wird den Weg derer ebnen, die später als Sämänner aufbrechen. Wisset, dass im Augenblick eurer Zwiesprache mit mir aus der Unendlichkeit mein Licht als Tau der Gnade auf jene herniederfällt, für die ihr betet.
72 Begreift eure Mission, damit jeder von euch ein würdiges Kind Israels ist, des Volkes Gottes.
73 Ich bereite euch zu, damit ihr jenen Aposteln nacheifert, die mir in der Zweiten Zeit folgten und die mit ihrem Beispiel einen Weg der Sanftmut, des Gehorsams und der Demut vorzeichneten. Ihr werdet Überbringer dieser Frohen Botschaft sein, und auf Schritt und Tritt werdet ihr die Stimme eures Gewissens vernehmen, die euch sagen wird, ob ihr auf eurem Wege mit euren Werken ein gutes Beispiel hinterlasst. Ich habe euch die weiten Saatfelder gezeigt, auf die mein göttliches Saatkorn niederfallen soll. Schon bereitet meine fürsorgliche Liebe alles vor und stellt es bereit.
74 Auf jeden Geist und alles Fleisch habe Ich das Licht meines Geistes ausgegossen, damit ihr alle mich fühlt und mich schaut, damit die ganze Welt Zeugnis von meiner Wahrheit gibt.
75 Der Mensch ist erwacht, hat sich geschult und seinen Verstand entwickelt, aber er hat die Gaben des Geistes schlummern lassen, welche für seine Vervollkommnung unerlässlich sind.
76 Der Mensch hat den Weg verfehlt, denn die Kriege, die er verursacht hat, sind Früchte seiner schlechten Wissenschaft, die er nicht im Lichte seines Gewissens läutern wollte. Wenn der menschliche Verstand sich einst im Gleichklang mit den durch das göttliche Licht erleuchteten Sinnen entwickelt, werdet ihr die Menschen mit Hilfe ihrer Wissenschaft Wunder entdecken und bewirken sehen, wenn sie von Liebe zu ihren Nächsten inspiriert sind.
77 Nur meine Stimme kann euch inmitten jener Begriffsverwirrung leiten, in der niemand mehr weiß, was Wahrheit ist, noch das Gute vom Bösen oder das Licht von der Finsternis zu unterscheiden vermag.
78 Euch, die ihr mir zuhört, sage Ich: Euer Erbe in dieser Zeit ist dasselbe wie in früheren Zeiten, nämlich das Licht meiner Botschaft zu den Nationen zu bringen.
79 Nicht nur mein Wort hat euch geschult — auch die Prüfungen, denen ihr ständig begegnet seid, waren ein Teil meiner göttlichen Lektion. Manchmal wart ihr imstande, die Prüfungen zu verstehen und zu nutzen, in anderen Fällen seid ihr gegenüber der Stimme des Meisters gefühllos und taub geblieben.
80 Ein Mensch, der von euch scheidet, um in der geistigen Heimat zu leben; etwas, das euch auf Erden genommen wird; eine Krankheit, die euch ans Bett fesselt und euch durch den Schmerz läutert — dies alles sind Prüfungen, die weise in euer Leben treten, um euch zu helfen, eure Bestimmung zu erfüllen, welche darin besteht, euch untereinander zu lieben.
Mein Friede sei mit euch!

BWL - Band 6 - Unterweisung 158


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 143 - 174
Download-Link - Buch des wahren Lebens - Band 6

Unterweisung 158:
 
 1 Das Göttliche Licht meines Geistes sei unter euch.
2 Seid willkommen, geliebte Jünger, die ihr beim Rufe des guten Hirten wie folgsame Schafe herbeieilt. Wenn irgendeines es wagen sollte, aus dem Kreis auszubrechen, nachdem es bereits in der Hürde war, werde Ich die übrigen in guter Obhut zurücklassen, um das verlorene zu suchen. Denn es ist nicht mein Wille, dass (auch nur) ein einziges meiner Schafe verlorengeht.
3 Ich wache für alle, gebe eurem Herzen meinen Frieden und eurem Verstande Licht, damit ihr dem guten Wege folgt. Doch wenn ihr ihn einmal verlasst und jenen vergesst, der alles hingegeben hat, um euch zu retten, und mit dem ihr gelebt und an dessen Wärme ihr Trost gefunden habt — wahrlich, Ich sage euch: Meine helfende Liebe wird euch überallhin folgen, und meine Stimme wird euch durch euer Gewissen unablässig rufen. Ihr könnt euch nicht verirren. Ich habe euch das Gesetz, dem ihr folgen sollt, klar kundgetan. Ihr könnt euch nicht selbst betrügen, weil ihr ein Gewissen habt, das jede eurer Handlungen richtig beurteilt, das euch sagt, was erlaubt ist und was nicht. Wisset: Wenn ihr nicht auf seinen Rat hört, werden euch eure Taten anklagen. Ich sage euch noch einmal: Erkennet euch selbst, damit ihr eure Mitmenschen erkennt.
4 Bereitet euch vor, damit ihr stark seid, denn meine neuen Apostel sollen nicht schwach sein, noch auf dem Wege nach wenigen Schritten zusammenbrechen. Sie sollen genügend Festigkeit haben, um zu beweisen, dass sie durch ihr Vorbild, ihr Wort und ihre Denkungsart den Menschen Vertrauen einflößen und sie führen können.
5 Ihr alle habt Fähigkeiten, um in der Zukunft echte Führer von Herzen und Seelen zu sein, und selbst die entkörperten Wesen, die in einem verstörten Seelenzustand leben, werdet ihr aus ihrer Finsternis befreien können, indem ihr sie zum Lichte führt.
6 Diese Aufgabe ist schwierig, doch Ich mache sie euch durch jeden Stimmträger begreiflich.
7 Wenn sich jemand aus Mangel an Verständnis meines Werkes vom Pfade entfernt, werde Ich ihn von neuem rufen, um ihn erkennen zu lassen, dass, wer einen Bund mit Gott geschlossen hat, auf seinem Entwicklungswege keine Rückschritte machen darf. Ich spreche zu eurem Geiste, für den alles in Dunkel gehüllt war, bevor er mich erkannte. Doch seit der Vater sich auf seinem Wege kundgab, überzeugte er sich von der Fürsorge und Liebe des Göttlichen Geistes, der sich in drei Zeitabschnitten, in drei unterschiedlichen, aber vollkommenen Offenbarungsphasen begrenzt hat, um sich dem Geiste des Menschen verständlich zu machen.
8 Einige möchten die Wahrheit auf anderen Wegen suchen. Ihnen sage Ich: Wenn ihr einen triftigen Grund habt zu suchen, so tut es, aber sucht richtig. Andere fühlen, dass sie in der Familie des Vaters sind, ohne dessen Gegenwart sie nicht mehr leben könnten.
9 Niemand wird euch behüten können wie Ich, niemand wird euch mit soviel Liebe wiederaufrichten, wenn ihr auf dem Pfade gestürzt seid. Ich bin der einzige, der euch den Weg des Lebens erhellt. Kommt zu mir, o meine Geliebten, wie Ich zu euch komme, mit innerer Erhebung, Liebe und Aufrichtigkeit. Alle eure Handlungen sollen von Vergeistigung durchdrungen sein, dann werdet ihr überwältigende Glückseligkeit erleben.
10 Es werden Jahre der Prüfung kommen, doch inmitten derselben müsst ihr eure Mission erfüllen. Diese Aufgabe wird darin bestehen, euren leidenden Mitmenschen beizustehen und dabei euch selbst zu vergessen.
11 Seid nicht gekränkt, wenn eure Nation von anderen als zweitrangig beurteilt wird. Zeigt, dass ihr alle in den Augen meiner Liebe und unter meinem Gesetze gleich seid. Euer Geist soll sich in euren Werken ungetrübt widerspiegeln, und eurem Verstande sollen Belehrungen und Aufklärungen über die Irrtümer der Menschen in ihren verschiedenen Ideologien entspringen.
12 Ich will, dass ihr über alles nachdenkt, was Ich euch gesagt habe, damit ihr diese Unterweisung im Gedächtnis bewahrt und durch sie stark seid auf eurem Wege.
13 Ich weise euch in dieser Zeit keinen andersartigen Weg und kann euch wie in der Zweiten Zeit im Tempel Salomons sagen: "Ich bin nicht gekommen, das Gesetz aufzulösen, sondern es zu erfüllen." Denn Ich sah, dass die Lehrer des Gesetzes es nicht verstanden, und deshalb haben sie mein Wort schlecht ausgelegt.
14 Ich, das "Wort", wurde Mensch in Jesum, um die Menschen eine Lehre der Liebe und Gerechtigkeit zu lehren, welche von dem Gesetz ausging, das der Menschheit vom Vater in früheren Zeiten übergeben worden war. Und die Lehre der Vergeistigung, die Ich euch in dieser Zeit offenbare, will euch die Befolgung der Lehre Christi zeigen, damit der Geist die Gipfel der Erkenntnis und der spirituellen Wahrheit erklimmt.
15 Die Menschheit ist geistig aufgespalten in Religionen, Sekten, Doktrinen und Ideologien. Doch Ich werde die Macht meines Wortes beweisen, indem Ich sie vereinige, obwohl Ich euch bereits gesagt habe, dass die Welt gesäubert werden wird und die Seelen erzittern werden wie die Wälder beim Windstoß eines Orkans, bevor dies geschieht. Wachet, denn obschon ihr unbekannt und unscheinbar seid, besitzt ihr das Licht, mit dem ihr jene aus der Finsternis befreien könnt, die in ihr wie Blinde umhertappen, indem ihr ihnen einen hellen Horizont und eine bessere Zukunft zeigt.
16 Seid nicht länger Bewahrer von Traditionen und schwärmerischen Riten. Übt mein Wort mit lauterer Gesinnung aus, denn Ich habe euch gesagt, dass es das geistige Bindeglied sein wird, das die Völker und Rassen vereinigt, weil mein Wort der Liebe universelles Gesetz ist.
17 Aus Liebe zu euch und damit ihr begreift, bis zu welchem Grad Ich euch meiner würdig mache, tue Ich mich durch euer Verstandesvermögen kund. Doch der Zeitpunkt wird kommen, ab welchem diese Form der Kundgabe nicht mehr nötig ist, und dann wird die Kraft eurer inneren Erhebung euren Geist dem Vater nahebringen, so dass ihr dessen "göttliches Konzert" hört, das euch als erstes sagen wird: "Liebet einander."
18 Heute sage Ich euch: "Kommt zu mir, und ihr werdet Frieden finden." Ich habe diese Versammlungsstätten hier bereitgestellt, damit sie wie Bäume sind, die euch Schatten spenden und unter denen ihr mein Wort hört. In der Zweiten Zeit habt ihr mich in den Tälern, am Ufer der Flüsse und auf den Bergeshöhen vernommen. Im Tempel der Natur habt ihr euch begeistern lassen und hattet Gemeinschaft mit mir. Heute sollt ihr gleichfalls jene Orte aufsuchen, und dort, fern der Welt, die sündigt und mich leugnet, werdet ihr die reine Atmosphäre spüren, die von Lebenskraft durchdrungen ist, wo alles von mir spricht. Wenn dann euer Geist frei und ledig ist, wird er sich mit dem Vater in vollkommener Gemeinschaft verbinden.
19 Viele Seelen suchen mich in verschiedenen Religionen, Sekten und Philosophien, und sie haben mich um Licht gebeten, um den wahren, den kürzesten Weg zu finden. Doch sie wissen nicht, dass Ich mich in dieser Nation kundgebe, in dieser euch bekannten Form. Ich führe euch alle zum Licht, weil meine Liebe keine Rassen und Nationen kennt. Ihr, die ihr mich hört — arbeitet an euch, wandelt euch, damit ihr meine Werkzeuge im Werk der Liebe, der Befriedung und der Aufwärtsentwicklung des Geistes seid.
20 Von euch soll das prophetische Wort ausgehen, das Wort, das heilt und tröstet. Wollt ihr der Menschheit dienen? Die grundlegenden Gesetze, die Ich euch gegeben habe, sind die Liebe zu dem, der euch erschaffen hat, und die Liebe untereinander. Alle Tugenden haben ihren Ursprung in der Liebe zu Gott und zum Nächsten.
21 Ihr alle seid aus mir hervorgegangen, mit gleichwertigen Begabungen. Ich habe nicht einige gegenüber anderen bevorzugt. Jeder Geist hat die Fähigkeiten und Gaben, um seine eigene Erhebung zu erringen.
22 Seid stark, nehmt eure Sühne an und arbeitet im Werk der Dritten Zeit mit, damit ihr die Errichtung meines Reiches im Geiste des Menschen erleben könnt. Steigt empor, damit ihr in höheren Welten als dieser leben könnt, wo es keine Leiden gibt, bis ihr euch vervollkommnet habt und zu mir gelangt. Auch wenn diese Erdenwelt noch so viele Befriedigungen gewährt und Schönheit und Anmut birgt — denkt an das geistige Leben, das euch erwartet, und nähert euch ihm schon heute. Ich werde euch gewähren, von diesem Erdental aus durch Gesichte jenes wunderbare Leben voller Frieden, Liebe und Harmonie zu schauen.
23 Ich sage euch nochmals, dass in mir die ganze Menschheit gerettet werden wird. Jenes auf Golgatha vergossene Blut ist Leben für jeden Geist. Doch es ist nicht das Blut an sich, da es in den Staub
der Erde fiel, sondern die Göttliche Liebe, die in ihm symbolisiert ist. Wann immer Ich zu euch von meinem Blute spreche, wisst ihr nun, was es ist, und welche Bedeutung es hat.
24 Viele Menschen haben ihr Blut im Dienste ihres Herrn und aus Liebe zu ihren Brüdern vergossen, doch dieses hat nicht die göttliche Liebe verkörpert, sondern nur die geistige, die menschliche.
25 Das Blut Jesu jedoch verkörpert die Göttliche Liebe, denn es gibt keinerlei Makel an ihm. Im Meister war niemals eine Sünde, und er gab euch sein Blut bis zum letzten Tropfen, um euch begreiflich zu machen, dass Gott alles für seine Geschöpfe ist, dass er sich ihnen völlig hingibt, ohne Vorbehalte, weil er sie unendlich liebt.
26 Wenn der Staub der Erde jene Flüssigkeit aufsaugte, welche im Körper des Meisters Leben war, so geschah es, damit ihr begreifen solltet, dass meine Lehre durch die göttliche Bewässerung mit ihrer Liebe, Weisheit und Gerechtigkeit das Leben der Menschen fruchtbar machen musste.
27 Die Welt — ungläubig und skeptisch gegenüber den Worten und Beispielen des Meisters — bekämpft meine Lehre und sagt, dass, obwohl Jesus sein Blut vergoss, um die Menschen aus der Sünde zu retten, die Welt nicht gerettet wurde; dass sie täglich mehr sündigt, obwohl sie entwickelter ist.
28 Wo bleibt die Macht jenes Blutes der Erlösung, fragen sich die Menschen, während jene, die die wirklichen Grundgedanken meiner Lehre aufzeigen sollten, die Fragen der nach Licht Hungernden und nach Erkenntnis der Wahrheit Dürstenden nicht befriedigend zu beantworten vermögen.
29 Ich sage euch, dass in dieser Zeit die Fragen derer, die nicht wissen, mehr Tiefe und größeren Gehalt haben als die Antworten und Erklärungen jener, die behaupten, die Wahrheit zu kennen. Doch Ich bin aufs neue gekommen, zu euch zu sprechen, und hier ist mein Wort für jene, die der Auffassung sind, dass jenes Blut tatsächlich die Rettung der Sünder vor der göttlichen Gerechtigkeit bewirkte — all jener, die verloren und zu schwerer Pein verurteilt waren. Ich sage euch: Wenn der Vater, der alles weiß, geglaubt hätte, dass die Menschen nicht nach und nach die ganze Lehre, die ihnen Jesus in seinen Worten und Werken gab, nutzen und verstehen würden — wahrlich, er hätte ihn niemals gesandt; denn der Schöpfer hat nie etwas Unnützes getan — nichts, das nicht dazu bestimmt ist, Früchte zu tragen. Doch wenn er ihn aussandte, um unter den Menschen geboren zu werden, heranzuwachsen, zu leiden und zu sterben, so geschah es, weil er wusste, dass jenes ausstrahlende und fruchtbare Leben des Meisters durch seine Werke einen unauslöschlichen Weg, eine unzerstörbare Spur vorzeichnen werde, so dass alle seine Kinder den Pfad finden, der sie zur wahren Liebe leiten und in der Befolgung seiner Lehre zu der Heimstatt führen soll, in der ihr Schöpfer sie erwartet.
30 Auch wusste er, dass jenes Blut, das von Lauterkeit, von unendlicher Liebe zeugt und bis zum letzten Tropfen vergossen wurde, die Menschen lehren werde, mit Glauben an ihren Schöpfer die Aufgabe zu erfüllen, die sie zum Gelobten Lande emporheben wird, wo sie mir die Erfüllung ihrer Aufgabe darbringen und dann sagen können: "Herr, alles ist vollbracht. "
31 Jetzt kann Ich euch sagen, dass nicht die Stunde, in der mein Blut am Kreuz vergossen wurde, jene war, welche die Stunde der Erlösung der Menschen anzeigte. Mein Blut blieb hier in der Welt gegenwärtig, lebendig, frisch und kennzeichnete mit der blutigen Spur meiner Passion den Weg zu eurer Entsühnung, der euch die Heimstätte erringen lassen wird, die euch euer Vater verheißen hat.
32 Ich habe euch gesagt: Ich bin der Quell des Lebens, kommt und reinigt euch von euren Flecken, damit ihr frei und heil zu eurem Vater und Schöpfer geht.
33 Meine Quelle besteht aus Liebe, ist unerschöpflich und grenzenlos. Das ist es, was euch mein damals vergossenes Blut sagen will. Es besiegelte mein Wort, es bestätigte meine Lehre.
34 Auch in der Wüste gab Ich meinem Volk, obwohl Ich ihm mein Gesetz anvertraute, ein Symbol: das Manna.
35 In dieser Zeit habt ihr ein anderes Manna; es ist nicht dasselbe wie jenes, welches das Volk körperlich nährte. Auch ihr habt mein Blut, obwohl es nicht jenes ist, das aus den Wunden Jesu strömte.
36 Ich bin im Geiste, und ihr hört mich derzeit als geistige Wesenheit. Ihr nährt euch von meinem Worte, welches Brot des ewigen Lebens ist, und ihr läutert euch, indem ihr meine Unterweisungen ausübt. Begreift jetzt, dass ihr, um euer Seelenheil zu erlangen, gleichfalls den Anteil, der euch zukommt, beitragen müsst, welcher Liebe und Hilfsbereitschaft gegenüber euren Mitmenschen ist.
37 Ich habe euch mein Blut gegeben; nehmt es in rechter Weise an. Wenn die bloße Tatsache, dass Ich es euch gegeben habe, genügen würde, um das Seelenheil zu erlangen — wahrlich, Ich sage euch, dann würde bereits niemand mehr sündigen, dann wäre die Erde für die Sühnung der Sünden nicht mehr nötig, denn dann würden bereits alle Menschen im Himmelreich wohnen.
38 Ich will, dass ihr euch durch eure eigenen Verdienste würdig macht, zum Herrn zu kommen, denn als bewusste Wesen verdient ihr die unendliche Gnade, das unsagbare Glück, zum Schoße des Vaters gekommen zu sein, weil ihr ihn geliebt habt, und weil ihr auch seine Geschöpfe geliebt habt, die eure Geschwister sind.
39 Auf meinen Verdiensten gründet die euren. Sie werden euch den Weg vorzeichnen, euch zur höchsten Höhe des Geistes führen, dorthin, wo das Licht, der Friede, das wahre Leben ist.
40 Hier ist der Meister, der eurem Verstandesvermögen mit seinen Göttlichen Unterweisungen Licht schenkt, denn ihr seid in der Zeit des Lichtes.
41 Ihr eilt schnell herbei auf meinen Ruf und zeigt Folgsamkeit gegenüber meinem Gesetz, weil ihr festgestellt habt, dass ihr durch die Ausübung desselben vor eurem Herrn bestehen könnt. Es ist das universelle Gesetz der Liebe, das die Menschheit erkennen und leben wird. Es wird das Gesicht der Welt verändern, indem es die haltlosen Menschen in Menschen von hoher Moral verwandeln wird.
42 Ich bediene mich selbst der Sünder und nutze deren Willen zur Erneuerung, um der Welt Vorbilder zu geben. Wundert euch nicht, dass Ich mich durch den Sünder kundgebe, da Ich nicht auf seine Sünde blicke, sondern auf seine Sehnsucht nach Rettung.
43 Wenn ihr bedenkt, dass Ich selbst in den kleinsten Wesen der Natur bin — wie sollte Ich euch da verleugnen und mich von euch trennen, nur weil ihr Unvollkommenheiten an euch habt, da ihr mich doch gerade dann am meisten benötigt?
44 Ich bin das Leben und bin in allen, deshalb kann nichts sterben. Denkt gründlich nach, damit ihr nicht an die Form des Ausdrucks gebunden bleibt. Bringt eure Sinne zur Ruhe und entdeckt mich im Kern des Wortes.
45 Ich will, dass ihr schon jetzt, da ihr noch inkarniert seid, die Fähigkeiten des Geistes erkennt, damit ihr mich zu lieben versteht und eure Gottesverehrung meiner würdig ist. So werdet ihr mich in euch und außerhalb von euch fühlen.
46 Es gibt viele Lehren, Religionen und Sekten. Alle bemühen sich, mich zu suchen, doch Ich sage euch: Der Weg, auf dem alle mich finden könnten, ist jener, auf dem mich die wenigsten suchen: der Weg der Liebe, welcher Wahrheit, Hilfsbereitschaft und Aufstieg bedeutet.
47 Ich verwende immer weniger Sinnbilder und Gleichnisse, denn es ist Zeit, dass ihr mich aufgrund dieses einfachen und schlichten Wortes versteht. Noch ist es nicht das Licht eures Glaubens, das euch den Weg erhellt, auch wenn es so sein sollte. Es ist die Erhellung durch meine Offenbarungen und Geheimnisse, die euch das Gute vom Bösen unterscheiden lassen. Aber das Licht des Glaubens wird noch in euch entflammen und euch mit Klarheit sehen lassen. Erinnert euch, dass Ich gesagt habe, dass ihr viele eurer Mitmenschen retten müsst. Fürchtet nicht die Zukunft, die Zukunft bin Ich, und in ihr werdet ihr mich gleichfalls finden.
48 Wer könnte besser als ihr die Leiden eurer Mitmenschen verstehen und lindern, da diese Leiden die gleichen sind, die ihr vor mich brachtet und von denen ihr euch derzeit läutert? Ich werde euch als Trost für die betrübten Herzen vorbereitet zurücklassen.
49 Bedenkt, wie Ich euch geholfen habe, die schwierige Mission zu verstehen und durchzuführen, die ihr von Ewigkeit her von eurem Vater empfangen habt.
50 Seid nicht furchtsam, denn wenn ihr an mich glaubt und auf mich vertraut, werdet ihr bestehen. Erinnert euch an jenen Mann, der sich mir in der Zweiten Zeit nahte und zu mir sagte: "Herr, ich glaube an Dich und bitte Dich darum, dass Du meinem Vater, der im Sterben liegt, die Gesundheit zurückgibst. Ich weiß, wenn Du es sagst, wird er gesund werden." Als der Meister so viel Glauben bei jenem Manne sah, sprach er zu ihm: "Gehe hin, und wenn Du zu Deinem Hause kommst, wird Dir Dein Vater gesund entgegenkommen." Und so geschah es.
51 So soll euer Glaube nach meinem Willen sein; doch wenn ihr das Wunder erlebt, sollt ihr euch nochmals dem Vater zuwenden, um ihm zu danken.
52 Ihr kennt weder den Frieden noch die wahre Liebe, doch Ich will, dass ihr meinen Frieden kennenlernt und meine Liebe in euren Herzen tragt.
53 Alle, die ihr ein besseres Leben zu haben wünscht, alle, die ihr durch die auf der Welt herrschende Verwirrung gequält lebt — vereint euch im Gebet, damit ihr nach und nach meinen Frieden zur Erde zieht. Versucht meine Lehre zu verwirklichen, damit mein Wort euch fühlbar macht, wie die Liebe von neuem in die Herzen einzuziehen beginnt. Bereitet euch für das Kommen meines Reiches unter euch, seid Boten und Wegbereiter meines Friedens.
54 Das Böse, welches die Gesamtheit aller menschlichen Sünden, der Laster und der Unwissenheit ist, hat lange Zeit über die Menschen geherrscht. Doch es ist mein Wille, dass sie nun selbst diese Macht zerstören. Dabei werde Ich ihnen beistehen, ihnen mein Schwert reichen, damit sie mit ihm das Böse besiegen. Diese Macht wird völlig vernichtet fallen, ihr Einfluss wird von allen Herzen zurückgewiesen werden; ihre Stimmen werden nicht erhört und ihre Einflüsterungen nicht mehr befolgt werden. Die Seele wird sich freimachen und über der Sünde stehen, der Körper wird sich schließlich beugen und die Leidenschaften zügeln.
55 Erfahrung, Überzeugung, Erkenntnislicht und Ausgeglichenheit, als Früchte der geistigen Entwicklung der Menschen, werden zum fruchtbaren Erdreich werden, auf das meine Saat herniederfällt.
56 Ich werde dann regieren, aber es wird in euren Herzen sein. Euch wird der Friede der Völker anbefohlen sein, und Ich werde euch aus der Unendlichkeit inspirieren. Die Unterschiede der Rassen werden allmählich verschwinden. Die bis heute für unüberwindlich gehaltenen Schwierigkeiten werden schließlich durch die Vernunft überwunden werden. Gerechtigkeit und ein gutes Urteilsvermögen werden in den Menschenwerken zum Ausdruck kommen, und jeder Mensch wird wachsam leben, damit der Friede der Welt nicht gestört wird.
57 Die Bitternis und der Schmerz werden eine unauslöschliche Erinnerung in den Seelen zurücklassen, und dieser Schmerz, diese Erinnerung werden wie ein Schreckgespenst sein, das die Menschen fürchten werden, wie sie bis heute den Tod gefürchtet haben.
58 Aber die Menschheit will noch mehr Prüfungen, und diese werden kommen. Aus diesen Heimsuchungen werden viele Herzen rein und viele Seelen frei hervorgehen. Der Krieg der Ideen, den ihr noch nicht durchgestanden habt, muss ausbrechen und um sich greifen, damit die Schlafenden erwachen und die, die im Stillstand verharren, ihre eingefahrenen Gleise verlassen und auf dem Weg zur Wiedergutmachung vorankommen. Mein Name und mein Wort werden als Waffen gebraucht werden, und mit ihnen werden sich die Menschen verletzen. Doch Ich sage euch, dass es weder mein Name noch mein Wort sein wird, die verletzen oder "töten", sondern dass es die Absichten sein werden, mit denen die Menschen sie verwenden.
59 Schließlich werdet ihr alle von meiner Lehre, von meiner Liebe überwunden werden, denn meinem Worte wird das Licht entströmen, das die Welt benötigt, um zu glauben, um zu wissen und um gerettet zu werden.
60 Arbeitet an euch, denn die Verantwortung derer, die mein Wort in dieser Zeit empfangen haben, ist sehr groß.
61 Seltsam erscheint euch alles, was unter euch in dieser Zeit vor sich geht: Männer und Frauen fühlen das Erwachen ihrer schlummernden Geistesgaben, sie hören Stimmen aus dem Jenseits, haben geistige Gesichte und prophetische Träume, erzittern unter dem Einfluss unbekannter Kräfte, spüren, wie sich ihr früher schwerfälliger Verstand klärt, und können tiefgründige Lektionen erfassen. Die Wortkargen sonnen sich im Lichte der Inspiration, die Besessenen befreien sich von ihrer Last und entdecken, dass sie die Gabe der Zwiesprache mit der geistigen Welt besitzen. Die Stimme des Herrn wird von den am meisten Zubereiteten vernommen, andere erreichen Wunder bei den Kranken, denen sie aufgrund der göttlichen Barmherzigkeit die Gesundheit zurückgeben.
62 Angesichts all dieser Wunder gab es Jubel unter all diesen Scharen, die sich von meiner helfenden Liebe verlassen glaubten, und plötzlich haben sie entdeckt, dass ihr Geist voller Gaben war. Schon vor langer Zeit wurde euch durch den Mund eines Propheten angekündigt, dass diese Zeit kommen werde.
63 Gekommen ist die Zeit, die euch Joel ankündigte. Doch Ich muss euch darauf hinweisen, dass jene Geistesgaben, die ihr jetzt aus eurem Wesen empordringen saht, euch nicht erst jetzt gegeben wurden. Sie haben seit dem Beginn (der Existenz) eures Geistes zusammen mit euch eine Umwandlung erfahren, und jetzt, in dieser Zeit, habe Ich euch zur Erde gesandt, um die Früchte eurer Entwicklung zu ernten.
64 Der Geist Elias' kam, diese Ära zu eröffnen, indem er mit dem Strahl des Lichtes, das in ihm ist, das Verstandesorgan des Menschen berührte — eine Tür, durch die später mein Licht als Wort fluten würde, um den Menschen eine ausführliche Unterweisung zu geben und mein Wort als Testament und Weg in eine neue Zeit zu hinterlassen.
65 Elias war der erste, der sich durch das menschliche Sprachrohr hören ließ, um euch die Nähe meiner geistigen Gegenwart unter euch anzukündigen, und er wird auch nach Beendigung meiner Kundgabe euer geistiger Hirte bleiben. Elias muss euch weiterhin führen, weil ihr nicht alles, was Ich euch lehre, von euch aus zu verstehen vermögt.
66 Elias wird die Lehre, die Ich euch seit den ersten Zeiten gegeben habe, in ihrem wahren Sinngehalt wiederherstellen. Er wird euch erleuchten, damit ihr die wahre Auslegung meiner Offenbarungen findet. Er wird jeden Geist und jedes Herz anrühren, um es zum Lichte dieses neuen Tagesanbruchs zu erwecken. Auch wird er euch von allen Flecken und Fehlern läutern, die ihr den durch euch bekundeten Geistesgaben beigemischt habt. Denn ihr sollt nicht denken, dass ihr in vollkommener Weise gehandelt habt, und dass alle eure Arbeit der Wahrheit entsprach.
67 Ich habe euch das Jahr 1950 als Ende dieser Form der Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen angezeigt. Aber es wird nicht das Ende der Entfaltung der verschiedenen Gaben, die ihr besitzt, bedeuten; im Gegenteil, danach wird euer Geist angesichts der Abwesenheit meines Wortes mein Licht, meine Gegenwart und meine Inspiration suchen, er wird sich anstrengen, um sie zu erlangen, und sich so täglich mehr vervollkommnen.
68 Gebt Zeugnis von mir durch eure Fähigkeiten, indem ihr sie zur Ausübung der Tugend, für den geistigen Fortschritt verwendet, um für eure Mitmenschen Frieden zu schaffen. Wachet, denn ein Augenblick der Schwäche, ein unüberlegter Schritt, eine Prüfung, die euch straucheln lässt, kann euch vom rechten Weg, vom schmalen Pfad der Wahrheit abbringen und bewirken, dass ihr euch auf Wege nur scheinbaren Lichtes verirrt, die euch immer weiter von eurer Pflichterfüllung entfernen.
Mein Friede sei mit euch!

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