BWL - Band IX - Unterweisung 250


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band IX - Unterweisung 242 - 276

Unterweisung 250

1         Welche Seele, die Mich vom Lande der Verheißung sprechen hört, fühlt nicht die Sehnsucht, in ihm zu leben? Der Zweck meiner Kundgabe unter euch ist es, eurer Seele zu helfen, zur Welt des Lichtes und des ewigen Friedens zu gelangen, von wo aus man die Herrlichkeit eures Schöpfers wahrnehmen kann. Zu allen Zeiten ist euch ein Weg vorgezeichnet worden, damit ihr zu den Toren jener Ewigkeit, jenes Lebens gelangen würdet, das eure Seele erwartet.

2         Ich habe euch vergeben und euch eure Sühnelast erleichtert, damit ihr schneller vorwärts kommt, eure Schuld bereinigt und euch gestärkt fühlt, um die Wanderschaft erneut zu beginnen. Groß ist die Mission und der Kampf, den ihr auf Erden habt; aber in diesen Zeiten der Kriege und Katastrophen ist er noch größer, in denen ihr lernen müsst, mit solcher Hingabe zu beten, dass eure Seele — unsichtbar und unantastbar für andere — imstande ist, die Ausbreitung des Krieges aufzuhalten, und sie über die Völker den Mantel des Friedens ausbreitet.

3         Diese Nation, in der ihr lebt, ist nicht das Neue Jerusalem, denn diese Stadt erwartet euch im Geistigen. Aber sie ist für meine Kundgebung in dieser Zeit erwählt worden, und sie wird wie eine Tür sein, die euch zu der weißglänzenden Stadt führen wird, die mein Apostel Johannes in seiner Verzückung sah.

4         Eure Stadt werden Ausländer betreten, und sie sollt ihr als Brüder im Geiste betrachten, ohne sie gering zu schätzen, weil sie von anderer Rasse sind.

5         Erhebt eure Gedanken für einige Augenblicke, und Ich werde bewirken, dass zu eurem Herzen der Kriegslärm gelangt, das Klagen der Menschen, der Schmerz der Mütter, das Weinen der Kinder, damit ihr eure Mission begreift und darangeht, sie zu erfüllen. Jetzt ist eine Zeit des Gerichts, in der ihr seht, wie dem reichen Geizhals und den mächtigen und selbst süchtigen Nationen ihre Macht genommen wird, ebenso wie dem, der ohne Erlaubnis seines Besitzers Fremdes an sich gerissen hat, um seinen Reichtum zu vermehren. Auch für ihn ist der Tag gekommen, an dem er mitansehen muss, wie andere Hände ihm das wegnehmen, was er unrechtmäßig besaß.

6         Ihr in euer materiellen Armut denkt, dass ihr von meinem Gerichte ausgenommen seid. Doch Ich sage euch, dass ihr euch irrt, weil auch ihr zu reichen Geizhälsen werden könnt, und zwar des geistigen Reichtums, den Ich euch übergeben.

7         Heute habe Ich euch aufgefordert, eure Gedanken zu erheben, um zu versuchen, den Schmerz zu fühlen, den die Nationen erleiden. Doch Ich habe gesehen, dass ihr den Schmerz eurer Mitmenschen noch nicht mitzufühlen vermögt, selbst wenn die Luft, die ihr atmet, von diesem Schmerz durchdrungen ist. Wird es nötig sein, dass auch ihr durch jene Prüfung geht und jenen Kelch leert, damit ihr den Schmerz begreifen könnt, der die Menschheit niederdrückt? Euer Herz ist noch immer verhärtet, und das kristallklare Wasser der Liebe entströmt ihm nicht.

8         Wohl dem, der aufbricht, um seinen Mitmenschen zu dienen, weil er die Nöte gesehen hat, die sie quälen. Ich werde ihn an meiner Brust ruhen lassen, nachdem er seine Arbeit vollendet hat. Erinnert euch: als das Leben euch zugelächelt hat, habt ihr gleichgültig auf die geblickt, die leiden. Und andere, nachdem sie das Elend kennengelernt haben und ein glanzvolles Leben erlangt haben — statt denen zu helfen, die an ihre Türen klopfen, verjagen sie sie aus ihrer Gegenwart und sagen ihnen: "Geht eures Weges, leidet und kämpft, so wie ich litt und kämpfte, dann werdet ihr auch das haben, was ich mit so viel Mühe errang."

9         Meine Lehre lehrt euch: Obwohl ihr den Frieden, den euer Herz im Lichte eurer Geistseele genießt, durch große Prüfungen und Leiden erlangt habt, sollt ihr jene Juwelen unter eure Mitmenschen verteilen, ohne zu erfahren zu versuchen, ob sie Verdienste haben, um sie zu besitzen.

10     Mein Wort hat bei euch das gleiche bewirkt, wie damals, als es Lazarus zum Leben erweckte. Ein Todeshauch war in eure Herzen gedrungen und hatte jede Hoffnung zerstört, die sie gehegt hatten, um den Krieg zu überleben, der ständig euren Frieden bedrohte. Aber zur selben Zeit, in der die Nachrichten vom Kriege eintrafen, habt ihr erfahren, dass die Stimme des Meisters im Schoße einer Versammlung von schlichten und demütigen Herzen vernommen wird, und ohne euch eingehender zu fragen, ob dies wahr sei, ob ein solches Wunder möglich sei, seid ihr im Verlangen nach Mir herbeigekommen, weil ihr wisst, dass Ich der Friede bin.

11     Als ihr diese Stimme gehört habt, gerieten alle Saiten eurer Seele in Bewegung, und ihr habt ausgerufen: "Du bist es, mein Herr, der spricht!" Dennoch ist euer Glaube noch nicht absolut geworden, denn obwohl ihr bei Mir seid, fürchtet ihr euch noch immer, wie jene Jünger, die mit Mir in einem Kahn segelten. Als sie sahen, dass die Wellen des Meeres anschwollen, schrien sie: "Herr, Herr, rette uns, wir gehen zugrunde."

12     Warum fürchtest du dich, o Volk, obwohl du unter dem Schutze meiner Barmherzigkeit stehst? Warum misstraust du meiner Macht? Lass es nicht zu, dass deine Anstrengung, um Mich zu vernehmen, nutzlos und unfruchtbar wird. Bedenke, dass viele aus fernen Gegenden herbeikommen, um mein Wort zu hören. Andere müssen die Skepsis ihrer Familie überwinden. Wieder andere sehen sich genötigt, ihre irdischen Arbeiten und weltlichen Pflichten zu verlassen, und dieses Opfer darf nicht unfruchtbar sein.

13     Bedenkt: Wenn ihr imstande seid, statt Zweifeln und Misstrauen euren ganzen Glauben in mein Wort zu setzen, wird es, wenn es mit dem Feuer eurer Liebe in eure Seele geschrieben ist, euch in jedem Augenblick erleuchten und euch in jeder eurer Prüfungen ermutigen.

14     Vieles ist es, was eure Seele von den Ketten der Knechtschaft befürchtet, weil sie bereits den Geschmack jenes Leidenskelches kennt.

15     Ihr liebt den Frieden über alles, und jenes Sehnen eurer Seele ist es, was Mich zu dir hingezogen hat, o Volk. Denn du weißt, dass der Friede ganz in Mir konzentriert ist. Es wäre vergeblich, wenn du ihn in den verschiedenen menschlichen Institutionen, unter den Machtmenschen oder unter den fortschrittlichsten Theorien der modernen Wissenschaft suchen würdest, weil die Menschheit diesen Schatz verloren hat. Wenn der Mensch dieses Geschenk, das er weggeworfen hat, zurückgewinnen will, muss er es unwiderruflich bei Mir suchen, so wie es bei euch geschah.

16     Klar und für alle meine Kinder erfassbar ist die Unterweisung, die Ich euch gegeben habe. Denn Ich will euch vorbereiten, damit ihr die Boten dieser Frohen Botschaft seid, die der Menschheit die beste Art und Weise aufzeigen, Mich zu suchen, um den Frieden zu finden.

17     Hier ist das Wort erfüllt, das Ich euch gab, als Jesus in der "Zweiten Zeit" seinem Vater dankte, weil er seine Weisheit den Gelehrten und Gebildeten verborgen hat, sie jedoch den Demütigen gegeben und offenbart hat. Ja, mein Volk, denn jene, die ihr Gelehrte nennt, blähen sich auf und wollen das einfache Volk niederhalten, indem sie es nur das lehren, was sie für die Krümel des Brotes halten, das sie von Mir empfangen haben. Die Armen hingegen, die "kleinen Leute", die durchaus die Nöte kennen, die das Leben mit sich bringt und auch die damit verbundenen Entbehrungen — wenn sie einmal etwas ihr eigen nennen können, dann haben sie das Gefühl, dass es allzu viel für sie ist, und daher teilen sie es mit den anderen. Ich füge nun noch hinzu: Wenn der Habgierige zu einem freigiebigen Menschen wird und der Hochmütige zu einem demütigen, werden sie augenblicklich all dessen teilhaftig werden, was Ich für jenen bereithalte, der tugendsam zu leben versteht. Denn meine Liebe ist nicht parteiisch, sie ist allumfassend, ist für alle meine Kinder.

18     All dies müsst ihr wissen. Denn wenn jemand in meiner Lehre weise werden will, soll er nicht vergessen, dass er, um dies zu erlangen, zuvor demütig sein muss wie Salomon, den Ich zum König und so weise machte, dass sein Name in der Welt jener Epoche berühmt und hochgeachtet war, die er durch die Weisheit seiner Ratschläge und seiner Urteile in Erstaunen setzte. Aber seine ganze Macht, Erkenntnisfähigkeit und Herrlichkeit wurden unter der Macht meiner Gerechtigkeit zunichte, als er gegen meine Gebote verstieß.

19     Volk, kämpfe und wirke für den Frieden, so wie Israel das Gelobte Land nach so vielen Schwierigkeiten und Konflikten einnahm, die es durchleben und überwinden musste. Ich weiß, dass eure Seele Mich gut versteht, wenn Ich zu ihr von Israel spreche, denn diesen Samen tragt ihr in eurem Wesen, und jene Historie ist in eurem Geiste niedergeschrieben.

20     Dort ist seine Erfahrung, Entwicklung und Erkenntnis, dort ist das Buch in seiner Seele geöffnet, zeigt ihm das Gesetz und erspart ihm, Irrtümern anheimzufallen. Ich habe bewirkt, dass eure Seele in dieser Zeit reinkarnierte, fern von alten irdischen Besitztümern, die euch materialistisch gemacht hätten, wie es bei anderen Rassen und Völkern geschah, damit eure einzige Leidenschaft die sein würde, der Menschheit eine geistige Bresche zu schlagen, ihr zu zeigen, wohin sie ihre Schritte wenden soll, und sie zum Frieden meines Reiches der Gerechtigkeit und der Liebe zu führen.

21     Heute kommt ihr im Verlangen nach Barmherzigkeit, und wer kann sagen, dass er sie nicht empfangen hat? Die Kranken sind gesund geworden, die müden Wanderer haben Frieden gefunden, die nach Vergeistigung Hungernden und Dürstenden haben ihren Hunger und Durst gestillt. Aber noch immer gibt es unter denen, die Mir nachfolgen, einige, die nicht erwacht sind, die zweifeln und Beweise verlangen, um zu glauben. Ihnen gewähre Ich das, was sie benötigen, nach meinem Willen. Doch es sind nicht irdische Besitztümer, die Ich ihnen gebe. Ich habe für meine Kinder die Güter der Seele, und von ihnen werde Ich dem, der Mich mit seinen Werken der Barmherzigkeit und Liebe für seine Mitmenschen darum bittet, uneingeschränkt geben.

22     Ich suche die Geistseele, die Teil meines Wesens ist, um sie zu unterweisen und zu führen, will sie erhöhen und zu Mir kommen lassen, doch nicht alle erkennen Mich, noch verstehen sie Mich zu empfangen. Die Welt und ihre zahllosen Prüfungen haben euer Herz verbittert, und ihr habt keine Kraft mehr, um an das Geistige Leben zu denken. Doch Ich sage euch, dass ihr heute, da die Welt sich feindlich gegen euch gewandt hat, mit noch mehr Inbrunst Zuflucht in meiner unendlichen Liebe suchen müsst.

23     Meine Lehre tröpfelt langsam auf euch herab wie unaufhörliche Tropfen kristallklaren Wassers. Sie legt nach und nach die Fundamente des Glaubens, der Hoffnung, des Vertrauens auf das Werk, das Ich jeder Seele anempfohlen habe.

24     Die Naturgewalten sind gegen den Menschen entfesselt. Ihr sollt euch nicht fürchten, weil ihr wisst, dass Ich euch eine Vollmacht gegeben habe, um das Böse zu besiegen und eure Mitmenschen zu schützen. Ihr könnt jenen Elementen der Zerstörung befehlen, dass sie innehalten, und sie werden gehorchen. Wenn ihr betend und wachend bleibt, werdet ihr Wunder tun können und die Welt in Staunen versetzen können.

25     Betet aufrichtig, schafft Gemeinschaft mit meinem Geist, sucht dafür keinen bestimmten Ort auf. Betet unter einem Baum, unterwegs, auf dem Gipfel eines Berges oder im Winkel eurer Schlafstelle, und Ich werde hernieder kommen, um mit euch zu sprechen, euch zu erleuchten und euch Kraft zu geben.

26     Wenn ihr dieses Wort hört, so öffnet eure Herzen und lasst sein Licht euch beleben, und später, wenn ihr rein und zubereitet seid, gehet hinaus in die Welt und verbreitet das Zeugnis dessen, was ihr empfangen habt.

Viele bringen Mir voll Freude ihre ersten Früchte dar, während andere ihren Samen ängstlich verbergen. Diese setzten ihre ganze Kraft ein und erhielten doch nicht die ersehnte Frucht. Aber Ich sehe ihren Eifer, ihre Liebe und sage ihnen: Hoffet, bleibt beharrlich, und ihr werdet ernten.

27     Wachet, damit nicht der schlechte Same gedeiht, er nicht auf der Erde keimt. Arbeitet heute, da die Zeit für die Aussaat günstig ist, und Ich werde euch beim Anbau beistehen.

28     Ich habe eure Nation zum Abbild des Zweiten Jerusalems bestimmt. Bald werden zu ihr eure Geschwister aus verschiedenen Rassen kommen, und wenn sie sie erblühen sehen, werden ihre Machtgelüste erwachen, und sie werden euch ausplündern wollen. Ich warne euch und sage euch: Ich habe eure Nation vorbereitet, damit sie den müden Wanderern Frieden anbietet, Brot den Hungernden und Licht den Seelen. Ich will nicht, dass die Fremden zu Herren und ihr zu Sklaven werdet. Ich inspiriere euch Liebe, Gerechtigkeit, Rechtschaffenheit, damit ihr in Frieden lebt.

29     Nutzt die Zeit und studiert meine Unterweisung, denn schon rückt das Jahr 1950 näher, in dem Ich aufhören werde, durch dieses Mittel zu sprechen. Lasst zu, dass Ich euch korrigiere und euch Schritt für Schritt zur Vollkommenheit bringe.

30     Maria bittet für euch, und wenn ihr sie auch nicht seht, fühlt ihr, dass ihre Liebe und ihr Trost als ein Tau der Gnade in euer Wesen herabsinkt. Die Betrübten sind dann voll Hoffnung gewesen, die Sünder läutern sich, und ihr alle seid von Ihr gesegnet und "gesalbt" worden. Sucht in der Göttlichen Mutter den Trost für eure Leiden. Meint ihr, dass Sie ihren Kindern ihren Beistand und Schutz versagen kann, wenn man sich in Liebe an Sie wendet? Nein, Volk, in ihrem Göttlichen Geiste werdet ihr nur Liebe, Herzlichkeit und Barmherzigkeit finden.

31     Ihr Frauen der Welt, nehmt euch Maria zum Vorbild, ruft euch die Zeit ins Gedächtnis, in der sie als tugendsame Frau und aufopferungsvolle Mutter bei euch lebte, und ihr werdet fühlen, wie eure Seele von neuem Mut erfüllt wird.

32     Und ihr Männer, die ihr als mein Ebenbild geschaffen worden seid und durch den Weg der Prüfungen geht und die göttliche Gerechtigkeit fühlt — seid von Mut beseelt, gebraucht eure Gaben und regiert euer Leben mit Liebe und Klugheit.

33     Um euch zu ermutigen, sage Ich euch: "Esst von diesem Brote, und ihr werdet niemals 'sterben'. Trinkt von diesem kristallklaren Wasser, und ihr werdet niemals mehr Durst haben."

34     In dieser Ära habe Ich Mich euch in dieser Form kundgetan, um eure Seele für die Zwiesprache von Geist zu Geist vorzubereiten. Ich spreche ausführlich zu euch, damit ihr den göttlichen Sinngehalt meines Wortes erkennt und nicht von anderen Lehren verwirrt werdet.

35     Ich habe euch einen Weg der Erneuerung betreten lassen, damit ihr keine Scham fühlt, wenn ihr in meiner Gegenwart seid, und damit ihr euch würdig fühlt, Mich zu vernehmen.

36     Ich blicke bis in das Innerste eures Herzens. Ich entdecke auch das, was ihr noch tun werdet. Daher müsst ihr euch nicht wundern, dass Ich euch manchmal korrigiere, noch bevor ihr einen Fehler begangen habt.

37     Als der Vater die Welt schuf und ihr die Bestimmung gab, ein Ort der Sühne zu sein, wusste Er bereits, dass seine Kinder auf ihrem Wege Schwachheiten und Verfehlungen anheimfallen würden, dass eine Heimstatt nötig wäre, um den ersten Schritt zur Erneuerung und Vervollkommnung zu tun.

38     Als die ersten menschlichen Wesen die Erde bewohnten, legte der Schöpfer seine Liebe in sie und gab ihnen eine Seele, entzündete sein Licht in ihrem Geiste, wobei ihnen gleichzeitig die Willensfreiheit gegeben wurde.

39     Doch während die einen sich Mühe gaben, im Guten standhaft zu bleiben, indem sie alle Versuchungen bekämpften in der Absicht, rein zu bleiben, des Herrn würdig und im Einklang mit ihrem Gewissen, schmiedeten die anderen von Sünde zu Sünde und von einer Verfehlung zur nächsten Glied für Glied eine Kette der Sünden, nur von der Stimme der Sinne geführt, beherrscht von ihren Leidenschaften, und säten den Irrtum und die Versuchung unter ihre Mitmenschen. Aber zur Seite dieser verwirrten Seelen sind auch meine Propheten als Engelsboten meiner Göttlichkeit gekommen, um die Menschheit zu erwecken, sie vor den Gefahren zu warnen und ihr mein Kommen anzukündigen.

40     Die Seelen der Finsternis, die den Weg der Menschheit kreuzen, verwirren sie, indem sie sie zu Abgötterei, Heidentum, Fanatismus verleiten.

41     Meine Propheten, meine Boten, meine Diener haben die Verderbtheit und die Lüge bekämpft, haben gelitten und sind für ihre Mitmenschen gestorben, und haben mit ihrem Zeigefinger auf den Weg der Wahrheit, der Gerechtigkeit und der Liebe gezeigt.

42     Sucht das Wort der Propheten, und ihr werdet in ihm feststellen, dass sie euch schon zu jener Zeit vorbereiteten und von Geschehnissen sprachen, die in Erfüllung gehen würden. Seht, wie Joel zu euch von diesen Zeiten geistiger Offenbarungen sprach. Macht euch bewusst, dass alle Propheten die Abgötterei bekämpft haben, um die Zwiesprache von Geist zu Geist zu lehren.

43     Als Christus zur Welt kam, hatte die Menschheit schon viel gesündigt, hatte die Sintflut bereits die Erdoberfläche gereinigt. Sodom und Gomorrha waren vom Feuer verzehrt worden, und Babylon war zerstört worden. Er forderte Rechenschaft wegen des Ungehorsams gegenüber seinem Gesetze und dem Blute seiner Propheten, und auch Er musste verurteilt und getötet werden — von seinen eigenen Kindern!

44     Das "Wort" wurde Mensch und nahm Fleisch an von einem jungfräulichen Schoße. Er sprach von Demut, von Vergebung, von Liebe und seelischer Erhebung und wurde verfolgt und verurteilt. Obwohl Er Gott war, litt Er und starb Er, wurde Er als Mensch verhöhnt und gegeißelt.

45     Die Menschen, die in die Geheimnisse jener Offenbarungen einzudringen vermochten, haben die Wahrheit entdeckt, und heute verneigen sie sich vor ihr.

46     Doch in dieser Zeit zeigt sich erneut die Verwirrung, und die Menschen voller Stolz auf ihre falsche Größe versuchen den Namen Jesu und seine Lehre aus dem menschlichen Herzen zu vertreiben — daher die Finsternis — während der Vater in Erfüllung der Prophetie Joels ein neues Zeitalter eröffnet und seinen Geist auf alles Fleisch und jede Seele ausgießt. Er lässt sich vernehmen, macht sich fühlbar und schaubar, indem Er Sich auf vielerlei Weise offenbart.

47     Die Natur öffnet ihren Schoß und überrascht die Welt und die Wissenschaft, wenn sie Geheimnisse offenbart, die den Menschen in Staunen versetzt haben und die Stimmen sind, die von einer Weisheit und einer Macht sprechen, die über allem menschlichen Wissen stehen. Die Gräber bewahren die toten Körper; aber die Seelen entweichen und machen sich vernehmbar, um Zeugnis vom Überleben der Seele zu geben.

48     Die Augen der Menschen — sowohl beim Kind, als auch beim Jugendlichen oder beim Erwachsenen — durchdringen das Materielle, um sich in das Jenseits zu vertiefen und das Geistige Leben zu schauen.

49     Hört diese unbeholfenen und anspruchslosen Sprachrohre, die göttliche Unterweisungen aussprechen, und ihr werdet feststellen, dass diese Kundgebung zu den größten dieser Zeit gehört, die schon viele Jahrhunderte zuvor angekündigt worden ist.

50     Wer hat noch nicht Träume gehabt, die wirkliche Prophezeiungen gewesen sind und die ihr hernach in Erfüllung gehen saht? Jetzt ist die Zeit des Lichtes, des Erwachens der Seele, die durch die Wissenschaft in Schlaf versunken war, fasziniert von den materiellen Entdeckungen.

51     Die Menschen haben diese Zeit gleichfalls die des Lichtes genannt — wegen ihrer Wissenschaft. Seht, wie sie die Himmelshöhen wie Vögel durchqueren. Seht, wie sie die Meere und die Erde beherrschen, und wie sie Licht entdeckt haben, um die Nacht zu erhellen. Täglich entdecken sie Kräfte und Elemente, um sie zu kombinieren und neue Überraschungen für die Menschheit zu schaffen; aber dieses Licht hat sie blind gemacht. Der Materialismus und die Eitelkeit haben sie taub gemacht für die Stimme des Herzens und des Gewissens.

52     Heute strömt das Licht des Heiligen Geistes auf die Welt herab, damit die Menschen ihr Gesicht emporrichten und erkennen, dass es nur einen einzigen Gott gibt und sein Gesetz ein einziges ist, in dem sie alle sich vereinigen müssen, damit die Werke der Menschheit groß und des Schöpfers würdig sind.

53     Irret euch nicht; denn bevor das "Sechste Siegel" zu Ende geht, werden große Ereignisse eintreten: Die Sterne werden bedeutungsvolle Zeichen geben, die Nationen der Erde werden stöhnen, und von diesem Planeten werden drei Teile verschwinden und nur einer wird übrigbleiben, auf dem die Saat des Heiligen Geistes als neues Leben empor sprießen wird. Die Menschheit wird dann ein neues Dasein beginnen, in einer einzigen Lehre, einer einzigen Sprache und einem einzigen Bande des Friedens und der Brüderlichkeit vereint.

54     Wie ferne seid ihr der Zeit, in der ihr unter dem Naturgesetz gelebt habt und in eurem Geiste die Stimme des Herrn vernahmet, die den Ersten sagte: "Wachset und mehret euch, erfüllet die Erde."

55     Jetzt wird euch die Vergeistigung zur Schlichtheit und Natürlichkeit zurückkehren lassen. Aber in eurer Seele habt ihr das Licht, das ihr auf dem langen Entwicklungswege geerntet habt.

56     Das Licht des Geistes, das die ersten Schritte des Menschen erhellte und ihn auf Wegen und Pfaden, auf Gipfeln und in Abgründen begleitete, wird ihn zum Anfang des Weges zurückkehren lassen. Der Geist geht niemals in die Irre, weil er mein eigenes Licht ist. Habt ihr etwa gehört, dass er euch jemals gesagt hätte: Tötet eure Mitmenschen — dass er euch befohlen hätte, den Vater abzulehnen, der euch zeugte, oder die Mutter, die euch empfing? Habt ihr etwa je vernommen, dass er euch geraten hätte, vom Verbotenen Gebrauch zu machen? Nein, meine Kinder, der Geist ist ein guter Führer, Ratgeber und Richter gewesen, denn im Geiste bin Ich.

57     Daher habe Ich euch immer gesagt, dass Ich überall, wo ihr seid, bei euch bin. Weshalb sucht ihr Mich, obwohl Ich allmächtig bin, in Objekten, die von euren Händen geschaffen wurden? Wozu solltet ihr in bestimmte Versammlungsorte gehen, um dann zu sagen: "Hier ist der Herr, denn dies ist sein Haus", obwohl ihr wisst, dass Ich universell bin? Warum lasst ihr euch von Feierlichkeiten und Ornamenten blenden, obwohl ihr wisst, dass Ich in der Herrlichkeit der Natur und im inneren Heiligtum eurer Seele wohne und Mich kundtue?

58     Studiert meine Unterweisung als gute Jünger, und in eurer Seele wird mehr Licht sein.

59     Während mein Wort Tag für Tag zu euch herabkommt, entzündet sich in den einen der Glaube, und in anderen erhebt sich der Zweifel. Die einen fassen Vorsätze zur Besserung, und andere zweifeln, ob es wirklich Ich bin, der sich in diesem Worte begrenzt, um zu glauben und sich zu erneuern. Diese spüren das Verlangen, Mich zu sehen, um an Mich zu glauben und sich nicht mehr zu quälen. Aber da sie Mich nicht mit ihren körperlichen Augen sehen, suchen sie geistige und übernatürliche Phänomene, um ihren Glauben zu entzünden.

60     Andere schließen ihre Augen und versuchen, in das Unsichtbare einzudringen, um mein Angesicht zu schauen, und bei ihrer Anstrengung sind sie müde geworden. Doch wenn dann ihr ermüdeter Verstand in Schlaf gefallen ist, während die erhobene Seele in den geistigen Räumen verweilt, bin Ich herabgekommen, um mit ihr zu sprechen, ihr meine Unterweisung zu geben und ihren Glauben zu entzünden.

Beim Erwachen aus jenem tiefen Schlafe haben sich sowohl die Seele, als auch der Körper erneuert gefühlt und haben das Leben von einem neuen Lichte erhellt gesehen. Dann erinnert ihr euch wage an euren Traum und sagt ihr: "Ich träumte von Jesus. Ist der Meister wirklich bei mir gewesen?"

61     Wahrlich, Ich sage euch, die Seele hat viele Augen, um Mich zu schauen. Erkennt diese Gabe und entfaltet sie. Denn durch sie wird sich das Wort jenes Propheten erfüllen, der sagte, dass die Zeit kommen würde, in der die Menschen prophetische Gesichte und Träume haben würden.

62     Auch sage Ich euch: Studiert diese Unterweisungen gut, damit ihr nicht die falschen Propheten und Seher dieser Welt sucht und an sie glaubt.

63     Zu allen Zeiten habe Ich eure Seele zubereitet, damit sie sich mit Mir direkt verbindet, und in dieser Dritten Zeit müsste sie bereits eine große Erhebung erreicht haben. Wenn dies der Fall gewesen wäre, als Ich im Geiste kam, hättet ihr nicht gezweifelt, noch hättet ihr Mich mit euren Händen berühren wollen.

64     Wenn Ich zu euch von den früheren Zeiten spreche, versteht ihr nichts, weil ihr die Schriften nicht einmal gelesen habt.

65     Ich mache meine dritte Unterweisung seit dem Jahre 1866 bekannt, und obwohl alles vorhergesagt war, haben viele von euch gezweifelt — die einen aus Unwissenheit, die anderen aus Verwirrung wegen schlechter Schriftauslegungen. Deshalb habe Ich euch heute, da Ich den Essraum und den Tisch vorbereitet habe, damit ihr die Speise des ewigen Lebens esst, ohne Vorbereitung angetroffen und musste Ich Mich in Erwartung eurer Erhebung und eures Erwachens mit unendlicher Geduld kundgeben.

66     Erneuert euch, gebt euren religiösen Fanatismus auf, hört auf, Heuchler und Egoisten zu sein, und ihr werdet euch wie neue Menschen fühlen. Dann werdet ihr euch nicht mehr fragen müssen, ob Ich es bin, der zu euch herniederkommt. Denn die Reinheit eures Herzens wird eure Seele meine Gegenwart fühlen lassen. Der Glaube ist eine der größten Tugenden — erlangt sie.

67     Ihr begegnet immer wieder Blinden, Lahmen, hoffnungslos Kranken. Diese müsst ihr durch euren Glauben heilen und in den Herzen eurer Mitmenschen das Licht entzünden.

68     Unter euch gibt es bereits Beispiele für das, was ihr durch euren Glauben an Mich erreichen könnt. Es gibt viele Zeugnisse der Wundertaten, die ihr durch den Glauben erlangen könnt.

69     Lasst nicht zu, dass das Jahr 1950 euch schwach in eurem Glauben überrascht. Denn dann würde eure Trübsal groß sein, weil ihr euch wie Waisen fühlen würdet.

70     Heute präsentiere Ich Mich vor den "Wanderern", um ihnen den wahren Weg zu weisen. Ich halte Mich nicht damit auf, zu beurteilen, ob ihre Kleider königlich oder erbärmlich sind, sondern Ich suche in ihrem Herzen ein Heiligtum.

71     Dem, der von Müdigkeit überwältigt zu Boden fällt, helfe Ich wieder aufzustehen, und mache ihm begreiflich, dass er, wenn er Gott gelästert hat, meine Kraft und mein Licht zurückgewiesen hat.

72     Betet, damit euer Gemüt nicht außer sich gerät in den Prüfungen. Denn in einem Augenblick der Gewalttätigkeit könnt ihr "blind" werden und alles verlieren, was ihr in eurer Seele besitzt.

73     Jetzt könnt ihr euch wohl denken, weshalb die Menschheit immer mehr all das verloren hat, was sie geistig groß und edel gemacht hat.

74     Ich bin euch entgegengegangen, weil Ich sah, wie ihr nahe daran wart, in einen Abgrund zu stürzen — bereit, zu bitten, dass eure Tage abgekürzt würden. Doch als ihr mein Wort vernommen habt, habt ihr euch wiederaufgerichtet, weil ihr begriffen habt, dass ihr bis zu dem von meiner Göttlichkeit festgesetzten Augenblick auf der Erde leben müsst.

75     Um euch zu beweisen, dass euch eure Geistesgaben erneut zur Verfügung stehen, habe Ich euch gesagt: Streckt eure Hand in meinem Namen aus, wenn die Naturgewalten entfesselt sind, und ihr werdet sehen, dass sie euch gehorchen.

76     Diese Wundertaten werden euren Glauben mehren, und wenn ihr es am wenigsten denkt, werdet ihr euch in meine "Arbeiter" verwandelt haben.

Dann werdet ihr von eurem Meister tiefer-gehende Lektionen erhalten, damit ihr eine große Zurüstung erreicht und jene zu empfangen versteht, die kommen werden, um euch auf die Probe zu stellen, und die, die euch vernichten wollen.

77     Wenn ihr wirklich von meinem Worte Zeugnis abzulegen versteht, werdet ihr viele eurer Mitmenschen Mich preisen und das Gebot erfüllen sehen, das euch sagt: "Liebet einander."

Mein Friede sei mit euch!

BWL - Band IX - Unterweisung 249


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band IX - Unterweisung 242 - 276

Unterweisung 249

1         Geliebtes Volk, hier ist "Das Wort" unter euch, dasselbe, das in der Zweiten Zeit zu euch sprach, das sich heute durch das Verstandesvermögen des Menschen geistig kundgibt.

2         Wahrlich, Ich sage euch, das Dasein Jesu unter den Menschen war nicht leicht. Von meiner Kindheit an gelangte zu meinen Lippen der Kelch der Bitternis. Doch dazu kam Ich: Um von Anfang bis zum Ende zu leiden, um euch den Weg zur Erlösung zu zeigen und euch zu lehren, dass wenn Ich, der Herr des Lebens, des Friedens und der Seligkeit auf meine Herrlichkeit verzichtete, um durch euch auf der Erde zu leiden — was kommt dann euch zu? Was könnt ihr von den Beglückungen, Vergnügungen und Erfolgen auf eurer Erdenwelt schon erwarten?

3         Die christliche Welt gedenkt noch immer des Tages, an dem Jesus auf die Welt kam. Aber selbst in den Tagen des Gedenkens hört man das Getöse des Krieges und töten sich die Menschen. Die Frauen bleiben schutzlos und die Kinder verwaist zurück. Währenddessen breitet Maria, die Mutter, ihren Mantel der Liebe über den Erdball aus. Sie ist die Herzlichkeit, die Wärme, der ewige Schoß, das Heim. Die vollkommenste Mutter Jesu als Mensch erteilte gleichfalls ihre göttliche Lektion, die an der Krippe im Stall begann und am Kreuz von Golgatha endete.

4         Friede sei mit den Menschen guten Willens, die lieben, segnen und für die Menschheit bitten.

5         Meine Geschöpfe, die ihr Mich sucht, ohne etwas von Mir zu erbitten und nur das erwartet, was mein Wille euch gewahrt: Wenn ihr meine Liebe und meine Wohltaten fühlt, empfangt ihr sie mit tiefer Liebe, vertraut ihr Mir eure Gedanken an und sagt ihr Mir, dass ihr euch zu vervollkommnen wünscht.

6         Ihr seid wie die Vögel, die nach einem Nest suchen, um Schutz zu finden. Ihr habt euch einander im Verlangen nach Wärme genähert, und mein Wort hat euch genährt und euer Herz befriedigt.

7         An diesem Tage stellt ihr Mir eure Werke vor Augen. Ihr lasst Tränen und Leiden hinter euch und habt die Hoffnung, dass das neue Jahr den ersehnten Frieden für die Menschheit bringt.

8         Ihr dankt Mir, dass ihr Mich gefunden habt, nachdem ihr Verständnislosigkeit und Enttäuschungen erlitten habt, und wenn ihr euch von Mir geliebt fühlt, stimmt ihr ein Danklied an.

9         Ihr entdeckt nun den Schatz, das Erbe, das ihr gesucht habt, und als ihr in eure Seele eingedrungen seid, wart ihr erstaunt, als ihr eure Gaben entdecktet, als ihr Fähigkeiten saht, die verborgen und vergessen waren.

10     Ihr habt in Mir die Liebe gefunden, die ihr gesucht habt, den wahren Meister, den treuen Freund. Alle edlen Saiten eurer Seele sind erwacht, und ihr fühlt das Verlangen, der Menschheit zu sagen, dass mein Geist über jedem Wesen vibriert, dass mein Licht zum Wort geworden ist, um von allen gehört zu werden, und dass das Werkzeug, das Ich erwählt habe, der Mensch ist, der durch meinen Willen zu einem Sprachrohr meiner Unterweisung geworden ist.

Wenn die Frohe Botschaft durch eure Vermittlung zu den Menschen gelangt und ihr Gehör findet, werdet ihr euch freuen. Wenn sie euch nicht anhören, so seid unbesorgt, denn Ich werde Mich auf vielerlei Weise kundgeben, um die menschliche Widerspenstigkeit zu besiegen.

11     In der Zweiten Zeit sagte Ich meinen Jünger: "Ich werde wiederkommen und zur Seele des Menschen sprechen, wenn dieser die Sünde auf ihrem Höhepunkt kennengelernt hat." Doch Ich zeigte ihnen an, auf welche Weise Ich wiederkommen würde, nämlich geistig, und hier bin Ich in Erfüllung meines Versprechens.

Jene Jünger fragten Mich: "Wie werden wir Dich erkennen?" Und Ich gab ihnen die Zeichen für mein Kommen. Doch nun seht ihr, dass, obwohl jene Apostel nicht auf Erden sind, ihr bei denen, die Ich in dieser Zeit erwählt habe, um euch meine Unterweisung zu übermitteln, die Stimme eures Vaters erkannt habt.

12     Als Ich auf Golgatha anlangte und meinen Leidenskelch leerte, waren viele derer zugegen, die Mich heute durch Vermittlung eines Menschen sprechen hören. Sie begriffen nicht, wer Jener war, der zu ihnen sprach, und dies seid ihr, die ihr meine Unterweisung missachtet habt und Mir heute sagt: "Meister, wir lieben Dich, wir wollen Dir nachfolgen. Wenn wir Dich in einer anderen Zeit nicht erkannt haben — jetzt sehen wir unseren Irrtum ein und bitten Dich um Vergebung. Lass uns deinen Schritten direkt nachfolgen."

13     Doch Ich sage euch: O Jünger, die ihr euer Herz geöffnet habt und zulasst, dass mein Wort als fruchtbarer Same keimt, wächst und Frucht bringt — erlaubt, dass diese Unterweisung alle ihre Wohltaten in euch hinterlässt, und dass diese zum Wohle eurer Mitmenschen sind.

14     Die Zeit rückt näher, in der der menschliche Geist die Wahrheit sucht. Dann wird meine Saat auf der ganzen Erdoberfläche ausgesät sein, und überall werden Apostel erscheinen.

15     Bereitet euch heute vor, seid geduldig im Kampfe. Alle eure Leiden werden belohnt werden. Fühlt meine Liebkosung und meine Vergebung, die eure Leiden lindern. So läutert ihr euch, um rein zu Mir zu kommen. — Wenn Ich so zu euch spreche, fühlt ihr Frieden und euer Herz wird stille.

16     Lasst eure Trübsal hinter euch, sucht Mich nicht auf dem Wege des Schmerzes. Kommt zu Mir, der Ich Liebe bin.

17     Ich will euch stark sehen, will euch euer Kreuz mit Geduld tragen und auf eurem Wege Gaben austeilen sehen. Achtet auf jedes eurer Werke, damit ihr immer würdig seid des Friedens, den Ich euch anbiete.

18     Ihr Menschenscharen, meine Kinder, die ihr im Verlangen nach Licht herbeikommt: Ihr erwartet meine Worte, meine Gedanken, um eure Leiden vergessen zu können.

19     Ihr habt euch hier versammelt und habt im Sinngehalt meiner Unterweisung mein Licht gefunden. Wenn ihr miteinander gesprochen habt, habt ihr verstanden, dass es ein-und-derselbe Grund war, der euch dazu veranlasste, Mich in diesem Worte zu suchen, und dass dieser Grund der Durst nach Wahrheit, der Durst nach Liebe war.

20     Recht wenig ist es, was Ich dir geben musste, Volk, weil ihr alles, um was ihr Mich gebeten habt, bereits in eurer Seele tragt. Ich musste euch nur unterweisen, auf das Ewige eures Wesens zu blicken, damit ihr dort euer Erbe und euren Reichtum entdeckt.

21     Nur mein Licht öffnet die Augen der Seele für die Wahrheit, nur dieses erhellt den nicht endenden Weg zur wahren Weisheit, den Weg zu eurer Erlösung.

22     Je mehr ihr auf diesem Wege sucht, desto mehr werdet ihr finden, je mehr ihr euch vertieft, auf desto größere Schätze werdet ihr stoßen — Schätze, die verborgen waren, die aber in eurer Seele und in dem Leben, das zu ihr gehört, vorhanden sind.

23     Wie viele Reichtümer, die ihr vergessen hattet, und wie viele Wunder werdet ihr auf diesem Wege entdecken!

24     Ihr müsst noch viel lernen, um euch für meine Inspirationen und meine Rufe empfänglich zu machen. Wie oft nahmt ihr die Schwingungen des Geistigen wahr, ohne dass ihr zu begreifen vermochte, wer euch ruft! Jene "Sprache" ist so verwirrend für euch, dass ihr sie nicht verstehen könnt und ihr die geistigen Manifestationen schließlich Halluzinationen oder materiellen Ursachen zuschreibt.

25     Hart sind eure Herzen und töricht eure Verstandeskräfte, die der Seele nicht erlauben, den Einfluss ihrer wahren Heimat zu empfangen. So war das Volk Gottes in den früheren Zeiten nicht: Die Vergeistigung wurde von jenen Menschen mit schlichtem Herzen und erhobener Seele gepflegt, die sich um die Erfüllung des Göttlichen Gesetzes und die Befolgung der Gesetze der Erde bemühten.

26     Ich will, dass Ich wieder wie in jenen Zeiten gefühlt und geliebt werde, aber auf eine geistigere Weise.

27     Dies wurde durch Propheten, durch mein Wort und durch einen meiner Apostel angekündigt. Wenn es euch wirklich gelänge, all jene Offenbarungen in einer einzigen zu vereinen, wäret ihr erstaunt über die Klarheit, mit der sie von dieser Zeit, die ihr derzeit durchlebt, sprechen, und von den Manifestationen, die ihr miterlebt.

28     Kurz wird meine Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen sein. Denn wenn sie verlängert würde, würdet ihr stehenbleiben, würdet ihr euch nur darauf einstellen, euch an meinem Worte zu erfreuen, und würdet ihr euch schließlich an meine Gegenwart gewöhnen. Daher wird meine Kundgebung in dieser Form bald enden, und dann werdet ihr euch genötigt sehen, das zu studieren, was ihr vernommen habt, euer Gebet zu vervollkommnen, um meine Gegenwart zu fühlen, und euch besser zuzubereiten, um meiner Wundertaten würdig zu werden.

29     Ich will, dass ihr zwei Fehler vermeidet: dass ihr in der Gewohnheit eurer gottesdienstlichen Handlungen stehenbleibt, und dass ihr allzu schnell vorankommen wollt. Geht Schritt für Schritt unbeirrt auf das Ziel zu, das Ich euch vorzeichnete. So werdet ihr allmählich aufsteigen, die Flecken eurer Seele reinigen und Schulden abzahlen. Ihr werdet euch immer mehr dem Ewigen Leben nähern, das für alle Seelen als Heimat bestimmt ist, wenn sie den Stand der Vollkommenheit erlangt haben.

30     Wenn ihr Mich hört, o meine kleinen Kinder, beten die einen und bitten Mich um Vergebung, andere weinen. Ich sehe Tränen der Liebe, der Reue, der Furcht — Ich nehme sie alle entgegen. Erkennt, auf wie viele Weisen ihr von eurem Meister vernommen werdet, der alle "Sprachen" zu deuten versteht.

31     Wenn ihr Mich vernehmt, möchtet ihr nicht, dass diese Stunde vorübergeht. "Wie viel Frieden, welche Ruhe, welch unendliche Wonne!" sagt Mir eure Seele. Doch Ich antworte euch: Diesen Frieden, diese Wonne, diese Seligkeit des Fühlens, Liebens, Wissens und Könnens werdet ihr im Geistigen Leben haben — nicht für eine Stunde, sondern für alle Ewigkeit.

32     Ich werde euch in jenem Verheißenen Lande erwarten, und mein Licht wird euch auf eurem Wege begleiten, bis ihr zu Mir gelangt. Denn Ich bin das Licht, das herabstrahlt, um euren Weg zu erhellen.

33     In meinem Worte habe Ich euch Prophezeiungen gemacht, die ihr in Erfüllung gehen saht, damit die, die euer Zeugnis vernehmen, an eurem Glauben teilhaben. Wie viel Wonne wird es bei denen geben, die bisher ohne Glauben gelebt haben und plötzlich ihre Augen öffnen, über sich das ewige Leben entdecken und in sich die Ähnlichkeit mit der Göttlichkeit selbst! In diesem Augenblick wird sich das Dasein für jene Wesen wandeln; denn sie werden nicht mehr zu denen gehören, die bitten, sondern zu denen, die danken. Denn wer bittet, tut dies, weil er nicht erkennt, dass er genügend hat, und wer dankt, tut dies, weil er überzeugt ist, dass er mehr hat, als er verdient.

34     Wenn ihr die Wunder der Natur betrachtet und euch bewusst wird, dass ihr ein Objekt der göttlichen Liebe und Barmherzigkeit gewesen seid — ist da euren Herzen nicht Dankbarkeit entströmt? Welchen größeren Beweis von Dankbarkeit könnt ihr Mir in diesem Augenblicke geben als eure Bewunderung, eure Demut und euer Bekenntnis meiner Größe? Es ist dann weder Schmerz, noch Not, noch Eigennutz gewesen, was euer Herz für Mich entflammt hat.

35     Wann immer ihr ein Dankgebet flüstert, begleitet es mit Werken, die jenes Gefühlt bestätigen.

36     Ich muss bei euch jeden Irrtum beseitigen, denn die Zeitspanne, in der Ich in dieser Form zu euch spreche, ist bereits sehr kurz, und wenn das Jahr 1950 endet, sollt ihr ein größeres Verständnis meines Werkes haben, weil ihr meine Unterweisung mit dem Beistand der weisen Ratschläge meiner Geistigen Welt eingehender studiert habt. Die Stimmträger, denen die Aufgabe anvertraut wurde, die göttliche Botschaft zu übermitteln, werden sich mit größerer Kenntnis ihrer Verantwortung vorbereiten.

37     Bis zu der Zeit, in der Ich mein Wort zurückziehe, muss es unter euch eine Säuberung der gottesdienstlichen Handlungen und Bräuche geben. Dann soll der, der Mir mir dem Banner der Wahrheit folgen möchte, aufbrechen und Mir nachfolgen, und der, der aus Egoismus und persönlicher Vorteilssuche darauf beharrt, das, was rein ist, zu verfälschen, wird gezwungen sein, die Folgen seines Ungehorsams und seiner mangelnden Wachsamkeit zu erleiden.

38     Nicht Ich werde es sein, der das Kind straft: Es wird seinen Urteilsspruch selbst fühlen. Jedes Unkraut wird mit der Wurzel ausgerissen werden.

39     Ich habe dieses spiritualistische Volk befreit, habe seine "Felder" erhellt und die Barrieren und Hindernisse für es beseitigt. Aber für so viele Wohltaten trägt es auch große Verantwortung.

Wachet, damit ihr die Stimme eures Gewissens klar vernehmt, das euch anzeigen wird, was ihr tun sollt und euch allezeit zur Wachsamkeit anhalten wird.

40     In diesem Jahr, das euch der Vorbereitung gedient hat, weil ihr euch bemüht habt, die Ketten zu zerbrechen, die euch an einen Fanatismus banden, der eure seelische Entfaltung verhinderte, hattet ihr den festen Willen, euch vieler Vorurteile zu entledigen. Seit diesem Zeitpunkt fühlt ihr euch freier und der Wahrheit näher. Nun werdet ihr euch stärker fühlen für den Kampf.

41     Wie viele Ereignisse werden geschehen! Wie viele kleine Welten, die der Mensch geschaffen hat, werden zerstört werden! Wahrlich, Ich sage euch, jede falsche Größe und jedes egoistische Werk wird zunichte werden.

42     Unter euch sind nur wenige, die meine Unterweisung verstanden haben. Doch wenn der Augenblick meines Abschieds gekommen ist, werde Ich meine Jünger mit der Kenntnis und notwendigen Kraft zurücklassen, um dem Kampfe die Stirne zu bieten. Denn der Meister ist nachsichtig mit euch, weil Ich euer Bemühen sehe, das — obschon gering — doch wertvoll ist, und das Ich entgegennehme.

Ihr habt die Überzeugung, dass ihr für die Seele arbeitet, dass das, was ihr heute mit Tränen sät, morgen süße Früchte tragen wird. Wer, der dies weiß, wird es wagen, seine Zeit zu vergeuden?

43     Bald werdet ihr erleben, dass meine Lehre in verschiedenen Sprachen veröffentlicht wird. Dann wird mein Wort, meine Unterweisung euch in Kontakt mit Menschen ferner Länder bringen, und obwohl ihr einander nie gesehen habt, werdet ihr euch anerkennen. Obwohl zwischen euch Länder und Meere liegen, werdet ihr vereint sein und durch mein Werk eins sein.

44     Wenn das Jahr 1950 zu Ende geht, wird es bei vielen von euch Unsicherheit und Zweifel geben. Warum zweifeln manche an meinen Offenbarungen, die sich einer Intelligenz erfreuen, die größer ist als die derjenigen, die an meine Bekundung glauben? Weil es nicht das menschliche Wissen ist noch der Verstand, welche meine Wahrheit beurteilen können, und wenn der Mensch dies begreift, wird er von Furcht gegen alles Neue erfasst, gegen alles, was ihm unbekannt ist, um es unbewusst abzulehnen. Doch ihr, die Schwachen, die Ungebildeten, die nicht zur Höhe der durch ihre Intelligenz anerkannten Menschen gelangen können, seid diejenigen, die glauben, und ihr vermögt euch in die Geheimnisse des Geistigen zu vertiefen. Weshalb? Weil es der Geist ist, der dem Verstande das Ewige Leben und seine Wunder offenbart.

45     Die menschliche Intelligenz stellt eine Kraft dar, mit der ihr nun den Kampf aufnehmen werdet, denn durch sie hat der Mensch sich Ideen und Vorstellungen vom Geistigen geschaffen, die ihm nicht durch den Geist offenbart worden sind.

46     Für diesen Kampf sollt ihr stark sein — mit einer Stärke, die gleichfalls dem Geiste entspringt. Eure Kraft wird niemals auf eurem Körper beruhen noch auf der Macht des Geldes, noch auf irdischen Hilfsmitteln. Nur euer Glaube an die Wahrheit, die in euch lebt, wird euch in der Auseinandersetzung siegen lassen.

47     Die Welt wird in Aufregung geraten, wenn mein Wort in den Nationen vernommen wird, denn der Geist der Menschen, der für diese Offenbarung vorbereitet ist, wird vor Freude und zugleich vor Furcht bewegt werden. Dann soll sich der, der die Wahrheit kennenlernen möchte, aus der Knechtschaft seiner materialistischen Vorstellungen freimachen und sich an den lichtvollen Horizonten erquicken, die sich seinem Blicke darbieten. Wer jedoch in seiner Geistesverfinsterung und im Ankämpfen gegen dieses Licht verharrt, hat weiterhin die Freiheit, dies zu tun.

48     Der Sinneswandel hin zur Spiritualität wird Freundschaft und Brüderlichkeit unter den Nationen herbeiführen. Doch ist es notwendig, dass ihr euch vorbereitet, denn die Auseinandersetzung wird groß sein. Wenn die Menschen sich in Kriegen gegeneinander erheben, geschieht dies nicht, weil es mein Wille ist, sondern weil sie das Gesetz Gottes nicht begriffen haben.

49     Da die seelische Entwicklung einem gerechten Gesetze unterworfen ist, wird der Mensch auf seinem Wege geläutert. Auf diese Weise wird er durch sich selbst gerecht vor Gott.

50     Die heutige Zeit hat die Menschheit sehr ferne vom rechten Wege überrascht. Der Krieg, der Hunger, die Seuchen, die Trauer und die Zerstörung sind Stimmen, die von Mangel an Barmherzigkeit, an Vergeistigung und Gerechtigkeit sprechen, der auf der Welt herrscht.

51     Begreift, dass Ich euch den Frieden inspiriere. Niemals habe Ich euch zum Krieg angestiftet.

52     Inmitten dieses Chaos habe Ich euch gelehrt und euch aus dem Wirbelsturm der Leidenschaften gezogen, um euch das zu offenbaren, was Ich euch in anderen Zeiten verhieß — um euch zu sagen, dass, obschon ihr klein und bescheiden seid, eure seelische Zubereitung und euer Glaube euch in mutige Soldaten und selbstlose Apostel meines Werkes verwandeln wird.

53     Die Welt wird in euch meine Gegenwart fühlen, wird sich an mein heute vergessenes Gesetz erinnern und die neuen Offenbarungen und Unterweisungen kennenlernen. Die Menschheit wird Mich in all meiner Herrlichkeit schauen, wenn sie das Zeugnis eurer Liebeswerke erhält.

54     Wenn euer Glaube angesichts der großen Prüfungen schwach wird, werdet ihr euren Mitmenschen keinen Glauben inspirieren können, werdet ihr den Kranken nicht heilen, noch das Herz des Sünders erschüttern, noch den Betrübten trösten können. Ihr werdet euch zeitweilig jener Macht beraubt fühlen, die Wege zu erhellen, den Notleidenden Türen zu öffnen. Ihr werdet euch unwürdig fühlen, den Blinden an der Hand zu nehmen, um ihn zu führen, und dann wird euer Herz bitterlich weinen. Nur wenn ihr mit all eurem auf Mich gesetztem Vertrauen betet, werde Ich euch empfangen, euch erhören, eurer Seele Frieden geben und die Leuchte eures Glaubens mit dem unauslöschlichen Lichte meiner Liebe entzünden.

55     Ich habe aus euch ein Volk, eine in meinem Gesetze vereinigte Familie schaffen wollen, die sich untereinander liebt, in der es kein Übelwollen gibt, damit ihr euren Mitmenschen als Vorbild dient und das Fundament meines Heiligtums seid.

56     Ich verlange nichts Unmögliches von euch, Ich will nur, dass in euren Worten und Werken Wahrhaftigkeit enthalten ist. Wenn ihr meine Unterweisung mit Demut und Verständnis befolgt — wenn ihr in eurem Leben Tugend und Schlichtheit zum Ausdruck bringt, werdet ihr nicht sprechen noch euch anstrengen müssen, um die Seele eurer Mitmenschen zu erwecken. Das Zeugnis eurer tätigen Nächstenliebe wird dann genügen.

57     Ihr werdet nicht die einzigen sein, auf denen diese Verantwortung ruht. Es werden neue Menschenscharen, neue "Arbeiter" und neue "Soldaten" mit ebenso großer oder noch größerer Inbrunst und Liebe wie ihr sie habt hinzukommen, die es schaffen werden, auf dem Entwicklungswege einen Schritt vorwärts zu tun.

58     So wie Ich die zwölf Apostel der Zweiten Zeit lehrte, den Kranken zu heilen, den Nächsten zu lieben, Beleidigungen zu vergeben, den Besessenen zu befreien und den "Toten" mit Worten und Werken der Liebe zu neuem Leben zu erwecken, so habe Ich auch euch gelehrt, damit ihr wahre Apostel meiner Lehre seid.

59     Bringt euren Verstand zur Ruhe, schult eure Vernunft, denn wahrlich, Ich sage euch, ihr werdet eurer Zubereitung entsprechend von Mir empfangen, und Ich kann euch sagen: Hier bin Ich in Erfüllung meiner Verheißung, dass Ich aufs neue bei euch sein würde.

60     Sprecht zu Mir im Innersten eures Wesens, denn Ich vernehme eure geistige Sprache. Ihr weist Mich auf eure Missgeschicke hin, aber Ich sehe auch, dass ihr leidet, wenn ihr das Leid seht, das die Menschheit als einen Kelch der Bitternis in dieser Zeit leert, weil Mich die Welt abgelehnt hat, in die Fänge der Versuchung geraten ist und in ihrer Unwissenheit und Qual um sich schlägt. Ich nähere Mich voll Demut, um an die Türen jedes Herzens zu klopfen, um den Menschen Trost, Frieden, Brot für ihre Seelen zu geben. Doch der Mensch hat Mich vergessen, schleudert Mich weit von sich, weil er Mich nicht erkannt hat. Der Mensch weint über seine Vergangenheit, weil er Mich ferne glaubt, weil er dies Wort nicht vernommen hat, das Ich euch derzeit gebe. Daher erinnere Ich euch noch einmal an die erhabene Mission, die ihr unter der Menschheit zu erfüllen habt.

61     Ich habe euch mit meiner Macht erfüllt, damit ihr die Seelen erweckt, damit ihr meinen Frieden weitergebt, damit ihr für die betet, die nicht zu beten verstehen, damit ihr, den Schmerz eurer Mitmenschen fühlend, für sie bittet.

Ihr seid das Volk, das Ich erweckt und begnadet habe, damit ihr voll Liebe, Brüderlichkeit und Vergebung die ersten Schritte tut. Seid wahre Jünger, die die Unterweisung studieren und befolgen, die Ich euch gegeben habe. Denn Ich werde euch auf der Erde als meine Jünger zurücklassen.

62     Volk: Unter euch sind Ungläubige, die sich nicht mit dem Sinngehalt meines Wortes begnügen, die keinen wahren Glauben an meine geistige Kundgebung fühlen, Mich im Materialismus suchen, in den Gesängen und Wortgebeten, in den Riten und Zeremonien, weil ihre Seelen noch nicht in der Wahrheit stark geworden sind, und aus diesem Grunde entfernen sie sich von Mir.

63     Ich habe euch vieles gelehrt. Ich habe euch verheißen, in dem Heiligtum zu wohnen, das ihr Mir in eurem Herzen bereitet. Doch jene, die einen vermaterialisierten Kult praktizieren, glauben, dass sie Mir wohlgefällig sind und ihre Mission besser erfüllen. Doch Ich sage ihnen: Ich habe euch meine Unterweisung klar übergeben. Warum bleibt ihr weiterhin schlafend?

Ich habe viel zu euch gesprochen, doch ihr habt nur sehr wenig gelernt. Wenn Ich euch große Offenbarungen gemacht habe, habt ihr dagegen aufbegehrt und habt gesagt: "Diese Art und Weise, den Vater zu verehren, gefällt uns nicht, wir werden an unseren Anbetungsformen unverrückbar festhalten. Denn die Form, den Vater von Geist zu Geist zu verehren, haben wir nicht gelernt."

Doch Ich sage euch: Die Zeit wird vergehen, und ihr werdet weiterhin schlafen und werdet nicht das glanzvolle Erwachen haben, das eure Seele erhebt. Morgen werdet ihr euch als Waisen von Mir fühlen, und obwohl Ich euch so nahe bin, werdet ihr Mich nicht fühlen, weil ihr nicht gelernt habt, Mich zu fühlen.

64     Erinnere dich, o geliebtes Volk, dass euer Vater zu allen Zeiten zu euch gesprochen hat. In der Zweiten Zeit zeigte euch der Göttliche Meister den Weg zur Aufwärtsentwicklung und ließ seine Spuren auf ihm zurück, damit ihr zum wahren Vaterlande gelangen würdet. In der heutigen Zeit habe Ich eure Seele erleuchtet, habe euch durch mein Wort und meine Gnade zubereitet, damit ihr euch aufmacht, um wie Elias zu arbeiten. So könnt ihr zu Führern der Menschen werden.

65     Dies ist die Zeit, in der Ich die zwölf Stämme des auserwählten Volkes Israel vereinigt und versammelt habe, damit sie erneut die Unterweisung des Göttlichen "Wortes" empfangen. Als Meister habe Ich meine Unterweisung unter euch hörbar gemacht. Ich habe euch durch mein Wort zubereitet, orientiert. Doch diese Form der Kommunikation mit euch wird bald vorübergehen.

66     "Israel, werde zum Führer der Menschheit, gib ihr dies Brot des ewigen Lebens, zeige ihr dies Geistwerk, damit die verschiedenen Religionen sich in meiner Lehre vergeistigen und auf diese

Weise das Reich Gottes zu allen Menschen kommt."

67     Ich gebe euch Milch und Honig, weil ihr das Volk seid, das eine schwierige Mission zu erfüllen hat — eine Mission, die kein schweres Kreuz auf euren Schultern sein wird. Ihr seid das Volk, das Mich ein weiteres Mal erkannt hat, und voll Vergeistigung aufbrechen will, um sein Banner vor der Menschheit zu zeigen.

68     Ich habe euch gelehrt, mit Mir in Einklang zu leben und bei all euren Handlungen und Gedanken demütig und schlicht zu sein. Ich habe euch gelehrt, dass ihr — während der Mensch seine Kriege schürt, um sich zu töten — die Soldaten meiner Göttlichkeit sein sollt, die die Waffen des Lichtes in ihren Händen tragen, um den Hass und die Unwissenheit der Welt zu bekämpfen.

69     Erkenne, mein Volk, wie in eurer Umgebung die Menschen sich in ihrer Angst und ihrem Schmerz quälen, und ihr die dazu Berufenen seid, ihnen den Trost, die Ermutigung und die Liebe meines Göttlichen Geistes zu bringen.

70     Seht, wenn ihr auf diese Weise euren Auftrag erfüllt habt, werdet ihr meinen Frieden fühlen, und an diesem Frieden sollt ihr die Menschen teilhaben lassen. Gebt jeden irdischen Ehrgeiz auf und bekleidet euch mit meiner Liebe, damit sich meine Barmherzigkeit durch euch auf dem ganzen Erdball offenbart.

Mein Friede sei mit euch!


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