BWL - Band 6 - Unterweisung 144


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 143 - 174
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Unterweisung 144:
 1 Erhebt euren Geist und überschreitet die Schwellen des Materiellen, damit ihr euch mit meinem Göttlichen Geist verbindet.
2 Warum wollt ihr euren Geist der Erde unterwerfen und ihn so der geistigen Freuden berauben? Vergesst nicht, dass er einer anderen Welt angehört.
3 Lasst euren Geist in mein Heiligtum eintreten, damit er sich dort mit Licht sättigt und hernach der Lenker eurer Schritte, der Meister und der innere Richter sei.
4 Diese Menschenscharen hier, die mein Wort vernehmen, haben in dieser Zeit ihre geistigen Augen dem Lichte geöffnet, denn es gab kein menschliches Wesen, das mit der Reinheit, Wahrheit und Lauterkeit gepredigt hat, mit der Ich euch meine Unterweisung gegeben habe. Zu allen Zeiten haben die Menschen meine Wahrheit verfälscht und mein Gesetz vor der Menschheit verborgen.
5 Nun, Ich habe gesehen, dass die Lehre, die Ich euch in der Zweiten Zeit lehrte, verborgen ist, unvollkommen und nicht der geistigen Entwicklung entsprechend ausgelegt wird, die ihr heute habt, sondern gemäß dem Verständnis der Menschen vor vielen Jahrhunderten. Doch Ich bin zu euch gekommen, und als Ich euch hungrig sah, habe Ich euch "Brot" im Überfluss gegeben, damit ihr euch sättigt und hernach an die Menschen weitergebt, die noch kommen werden.
6 Denkt daran, dass euch eine neue Zeit erwartet, dass mein Wort zu Ende gehen wird, und dass ihr mit meiner Unterweisung allein zurückbleiben werdet. Wenn ihr euch dann vorzubereiten versteht, werdet ihr von mir zu sprechen vermögen. Doch wenn ihr trotz eurem Wissen in Versuchung fallt, wenn ihr mein Wort verfälscht oder es nicht richtig auslegt, dann wird meine Unterweisung auf euren Lippen keine Nahrung für eure Mitmenschen sein.
7 Noch ist es Zeit, dass ihr betet und euch für eure Pflichterfüllung vorbereitet. Wartet nicht, bis meine Gerechtigkeit euch heimsucht, wartet nicht, bis Schmerz und Krieg euch geißeln wie jene Brudernationen von euch, die die Felder mit Blut tränken und die Heime elend zurücklassen. Stützt eure Nation durch euer Gebet und lasst nicht zu, dass sie wie Jerusalem zerstört wird. Pflegt mit euren Werken einen Garten, in welchem die Blumen aus Vergebung, aus Liebe, aus Gebet und Wohltätigkeit bestehen. Jener Garten wird in euren Herzen seinen Anfang nehmen und in eurem Geiste seinen Abschluss finden. Widmet einige Augenblicke des Tages der Besinnung, lasst euren Geist sich erheben, damit meine Inspiration zu euch gelangt. Seht, ihr habt keine Bücher zur Hand, und nur mittels jener Inspiration werdet ihr in dieser Zeit Licht empfangen können. Denkt daran, dass der Augenblick kommen wird, an dem ihr von meiner Wahrheit Zeugnis geben müsst, und dass ihr dann auf das Buch zurückgreifen müsst, das in eurem Herzen ist. Lernt in jenem unsichtbaren Buche zu lesen, damit sich euer Verstand nicht trübt. Versenkt euch in euch selbst, damit die Stimme eures Geistes auf euren Lippen zum Ausdruck kommt.
8 Jede Religionsgemeinschaft und jede Sekte bereitet sich vor, weil sie die Nähe der Auseinandersetzung ahnt. Ihr werdet zwischen ihnen stehen, doch sollt ihr dann zugerüstet sein, denn Ich werde euren Verstand gebrauchen, um mich zu bekunden.
9 Heute sehe Ich euch noch schwach, denn als ihr zum Dank für eure Liebeswerke den Undank eurer Mitmenschen empfingt, habt ihr im stillen geweint und mir gesagt: "Ist dies das Kreuz, das Du mir auf die Schultern gelegt hast?" Darauf antworte Ich euch mit einer anderen Frage: Habt ihr das Beispiel Jesu unter den Menschen schon vergessen? Wenn die Welt euch verletzt, so klagt sie nicht bei mir an, habt Mitleid mit ihr, Ich werde eure Wunde wieder schließen.
10 Lasst die Menschen euch für armselig halten; wenn ihr demütig seid, werde Ich euch groß an Geist machen. Schweigt, wann immer ihr könnt, aber arbeitet intensiv. Gebt Zeugnis von mir, denn Ich werde es auch von euch geben.
11 Wenn euer Geist das Bedürfnis empfindet, sich emporzuschwingen, so deshalb, weil es Augenblicke gibt, in denen er sich in dieser Welt fremd fühlt, in der er sich wie ein Ausländer fühlt. Er begreift, dass sein wahres Vaterland, sein Heim, im Jenseits liegt.
12 Die zwölf Stämme Israels sind über die Welt verstreut. Sie werden sich in der Erfüllung ihrer Mission vereinen, auch wenn sie voneinander entfernt sind. Sie durchforschen die Unendlichkeit in Erwartung meiner neuen Offenbarung. Doch die Prophetien werden in Erfüllung gehen, und sie werden
das Licht schauen. Unter ihnen sind die großen Geister, solche mit geschultem Verstand, Herzen von großem Edelmut und starker Inspiration. Viele von ihnen werden zu euch kommen, und ihr werdet über ihre hohe Geistigkeit — obwohl sie mich in dieser Zeit nicht gehört haben — erstaunt sein. Lasst nicht zu, dass diese sich über eure geringe Zurüstung wundern.
13 Die Zeit rückt näher, in der Gemeinschaften hervortreten, die euch wegen ihrer Spiritualität und der Entfaltung ihrer Geistesgaben überraschen, und in der Propheten auftreten, denn das Licht meines Heiligen Geistes bestrahlt jeden Geist und jede Intelligenz, um ihr die Zeit, in der sie lebt, zu offenbaren, und einem jeden seine Aufgabe anzuzeigen.
14 Die Tore dieser Nation werden sich bald öffnen, um Männern und Frauen Obdach zu gewähren, die von fremden Nationen kommen werden. Sie alle werden Hunger, Schmerz und Not mitbringen, und unter euch sollen sie Wärme, Brot und Trost finden. Bereitet eure Herzen, damit ihr sie liebevoll aufnehmt.
15 Wie viele von euch werden in fremde Länder gehen müssen, und ihr werdet dann darauf angewiesen sein, dass sie euch als Brüder empfangen!
16 Wenn Ich von euch gehe, sollt ihr ein einziges Herz bilden.
17 Sprecht zusammen mit den Geistern des Lichtes: "Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden den Menschen guten Willens." So ertönt der Lobgesang der Engel.
18 Volk, macht euch mit ganzer Hingabe bereit, meinen Worten zu lauschen, dann werdet ihr innewerden, dass es eine Gnade gewesen ist, erneut das Licht des Meisters gesehen zu haben. Meine Inspiration ist Menschenwort geworden und sucht die Seelen, die seiner bedürfen oder nach Licht dürsten. Der süße Trost, der euch einst verheißen wurde, kommt im Wesenskern dieses bescheidenen und zartfühlenden Wortes, das euch zu überzeugen trachtet. In ihm ist ein himmlischer Duft, und es lässt die Herzen höher schlagen, wie jene meiner Jünger der Zweiten Zeit in der Nacht des letzten Abendmahles höher schlugen.
19 Seid willkommen bei meiner Unterweisung. Ihr kommt aufgrund der Verheißung eurer Rettung, ihr kommt aufgrund des Wortes, das euch das wahre Leben zeigt. Nehmt mich zum Vorbild, liebt euer Kreuz, küsst das Kreuz eures Lebens, segnet den Willen eures Vaters.
20 Ich sage euch, dass ihr euer Kreuz lieben sollt; denn wenn ihr euch dagegen auflehnt, während ihr es auf den Schultern tragen müsst, wird der Schmerz in euren Herzen eine tiefe Wunde reißen. Ich liebe mein Kreuz wirklich, o Volk; doch wisst ihr, was Ich mein Kreuz nenne? Mein Kreuz besteht aus euch, o Menschen, die Ich so sehr liebe.
21 Ihr sollt nicht lästern auf der schweren Wanderschaft; jeder neue Schmerz ist ein neues Licht in eurem Herzen, jede Prüfung wird in eurem Wesen die Blumen der Erfahrung emporsprießen lassen. Begreift: Wenn euch ein Schmerz trifft, dann deshalb, weil ihr ihn benötigt. Auch müsst ihr verstehen, dass dann, wenn Freude von euch Besitz ergreift, ihr auch diese gerade nötig hattet.
22 Gesegnet seien, die ihre Leiden verschweigen und ihre Mitmenschen an allen ihren Freuden teilhaben lassen, auch wenn diese sehr klein sind.
23 Gesegnet sei, wer beim Annehmen des Schmerzes weiß, dass dieser ihn vervollkommnet und ihn zum Gipfel führen wird, weil er sich bewusst wurde, dass der Schmerz das Erbe des Menschen ist und dies dazu dienen wird, ihn zu läutern, um zum Vater zurückkehren zu können.
24 Ich gewährte dem Menschen alle notwendigen Mittel, um mit ihnen durch Liebeswerke eine Leiter zu bauen, die ihn zu mir emporführt. Ich habe ihm meine Weisheit und meine Liebe als Erbe gegeben. Doch da er keinen guten Gebrauch von diesen Gaben machte, hat sich der Schmerz eingestellt, um jene Leere auszufüllen.
25 Die Wiege steht am Beginn des Menschseins, das Grab ist das Ende, und Ich sehe, dass ihr in der Zeitspanne eures Daseins, welche diese beiden äußersten Zeitpunkte vereint, mehr leidet als euch freut. Ihr weint beim Geborenwerden, solange ihr lebt und zuletzt beim Sterben. Ich, der Ich euren Schritten folge, will und muss euch retten. Meine Lehre ist die Stimme, die euch ruft, damit ihr den Weg des Friedens findet. Zu allen Zeiten war mein Gesetz das der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens. Es hat euch den Weg gewiesen und erkennbar gemacht, auf dem ihr euch retten könnt.
26 Viele der Menschen dieser Zeit werden, wenn sie hören, dass das Wort Liebe in meiner Lehre häufig wiederholt wird, sich sagen: "Was für eine Liebe ist es wohl, die sie so eifrig predigen?" Meine Nachfolger müssen dann Werke vollbringen, die erläutern und erklären, was die Liebe ist, die Ich euch gelehrt und inspiriert habe. Auch in der Zweiten Zeit fragten mich die Menschen, welcher Art die Liebe sei, von der Jesus so viel zu den Menschen sprach; und da der Meister sich gerade bei einem Rosenstrauch niedergelassen hatte, dessen Blüten trocken und welk waren, streichelte er sie mit seiner Hand, während er predigte, und jene Blüten lebten unter dem Einfluss seiner Liebkosung auf, und alle, die ihn umgaben, waren wirklich ergriffen angesichts eines derartigen Wunders. Solches wird auch an den Herzen der Menschen geschehen, wenn sie einander zu lieben verstehen. Die Rosenstöcke werden wieder erblühen, und die welken Rosen werden wiederaufleben.
27 Nicht alle Menschen werden derselben Meinung sein, wenn sie dieses Licht empfangen, denn die Zeitdauer der Entwicklung ist nicht bei allen Menschen die gleiche. Manche verbringen mehr Zeit als andere auf dem Weg des Lebens; auch sollt ihr wissen, dass alle Menschen im Wissen und in der Aufwärtsentwicklung zurückgeblieben sind, weil sie vom Pfade der Entwicklung abgewichen sind.
28 Der Mensch hat lange gelebt, aber er hat wenig Nutzen aus seinem Leben gezogen und zwar, weil er den materiellen Befriedigungen größte Bedeutung gegeben hat, und er die Kunst, mit Liebe und mit Gerechtigkeit zu leben, verachtet hat.
29 Ich bringe der Welt eine neue Lektion, die wie ein göttlicher Regen sein wird, welcher die verwelkten Herzen zu neuem Leben erweckt und die im Stillstand verharrenden oder kranken Seelen belebt.
30 Erinnert euch, dass Ich euch sagte: "Bittet, so wird euch gegeben", und darum kommt ihr mit euren vielerlei Bitten herbei. Doch jetzt sage Ich euch, dass ihr zu bitten und zu empfangen lernen sollt: Bitten mit Demut und empfangen mit Ergebenheit.
31 Euer Herz sagt mir: "Meister, wie oft haben wir Dich wohl durch törichte und unwissende Bitten beleidigt?" Doch Ich sage euch, dass ihr mich nicht beleidigt habt, wenn ihr es aus Unwissenheit tatet.
32 Wegen eures Mangels an Erkenntnis erweise Ich mich ein weiteres Mal als Meister unter euch, und hier bin Ich also und lehre und berichtige meine Jünger mit Liebe.
33 Ihr tut gut daran, auf meinen Ruf hin herbeizueilen, denn alle Geschicke gründen in mir. Nicht die Welt erlegt sie euch auf, noch sind es die Gesetze der Erde, die euer Schicksal bestimmen. Eure Willensfreiheit hat auch ihre Grenzen, der Mensch ist nicht unabhängig. Ich bin der einzige Unabhängige, in dessen Sein alles Geschaffene gründet. Dennoch sage Ich euch, dass mich nach eurer Vollkommenheit dürstet.
34 Warum sehe Ich euch niedergeschlagen wie Gescheiterte durch dieses Leben gehen? Erhebt euer Angesicht, habt Vertrauen zu eurem Schicksal, blickt immer nach vorn, denn dort, am Horizont, werdet ihr mich schauen.
35 Menschheit, erkenne meine Lehre. Die Geistigkeit, die sie vermittelt, wird euch in den Augenblicken der Einsamkeit oder des Schmerzes meine Stimme vernehmbar machen. Sie wird euch in den Stunden der Prüfung unbekannte Kräfte verleihen, und wenn das Geschwätz der Welt euren Verstand ermüdet hat, und ihr Traurigkeit in euren Herzen fühlt, werdet ihr aus der Unendlichkeit das himmlische Konzert vernehmen. Wenn ihr dann aus eurer Verzückung erwacht, werdet ihr fragen: "Aus welchem Buch habe ich das wohl gelernt?" Doch Ich werde euch sagen: "Im Buche meiner Weisheit und meiner Liebe."
36 Wenn dies geschieht, werdet ihr von Geist zu Geist Zwiesprache haben. Dann werdet ihr in den Tempel des Herrn eingetreten sein.
37 Euer Geist muss sich emporschwingen, damit der Körper erstarkt und euch im Lebenskampfe beisteht. Wenn ihr wahrhaft auf mich vertrauen würdet, hättet ihr es nicht nötig, vergeblich an die Türen eurer Mitmenschen zu klopfen, deren Herzen fast immer für Hilfsbereitschaft verschlossen sind.
38 Meine Lehre schmiedet euren Geist. Arbeitet mit eurem Vater zusammen, erzieht das Herz eurer Kinder in meiner Lehre.
39 Heute seid ihr meine Jünger, morgen werden es eure Kinder sein.
40 Denkt an jene, die ihren Vater schon als Kinder verlieren.
41 Denkt an die, die nie die Zärtlichkeit einer Mutter erfuhren.
42 Nur der Weg meines Gesetzes wird ihren Mangel ausgleichen und sie zur Pforte des Heils führen können. Daher ist allen Pfaden eures Lebens meine Spur unzerstörbar eingeprägt.
43 Geliebtes Volk, morgen, wenn die Kunde umgeht, dass Ich bei euch gewesen bin, werden Scharen von Menschen herbeikommen, um euch auszufragen. Wenn zu jener Zeit das Leben in euren Heimen rein und eure Verehrung für den Vater so ist, wie Ich es euch gelehrt habe — glaubt ihr nicht, dass dies die beste Antwort sein wird, die ihr geben könnt, und der beste Beweis dafür, dass ihr mein Wort gehört habt?
44 In dieser Zeit, in der selbst die Luft, das Erdreich und das Wasser durch die Übeltaten der Menschen vergiftet sind — wie wenige sind derer, die sich nicht vom Bösen oder von der Finsternis anstecken lassen!
45 Welche von euren Mitmenschen werden, wenn sie eine Gemeinschaft antreffen, die in der Tugend und im Frieden lebt, leugnen können, dass der Vater sie gelehrt hat? Es könnten entthronte Monarchen herbeikommen, die ihre verlorene Macht beweinen, und sie könnten im Schoße dieses Volkes ihren Seelenfrieden zurückgewinnen, wenn sie das Falsche der irdischen Eitelkeiten erkennen. Es werden Geistliche von Sekten und Religionsgemeinschaften kommen, welche, wenn sie die Spiritualität dieser Gemeinde und ihre Gottesverehrung voller Lauterkeit erleben, in ihrem Herzen das Urteil ihres eigenen Gewissens fühlen, das ihnen ihre Irrtümer vorhält.
46 Jenes Volk ist das des Herrn, der seine Stimme über allen Völkern der Erde erschallen lassen und sie mit dem Lichte der Wahrheit besiegen wird; und, einmal besiegt, bewirken wird, dass sie ein Teil dieser Familie werden, denn alle Geister sind Kinder des Volkes Gottes.
47 Heute wisst ihr, wem ihr zuhört, und ihr macht euren Geist bereit, dies Himmelsbrot in ihm zu empfangen. Ihr bereitet euren Geist, weil der, der euch lehrt, kein menschlicher Lehrer ist. Er ist kein Gelehrter, Philosoph, noch ein Wissenschaftler oder ein König auf Erden, und dennoch ist er mehr als all dies zusammen. Aufgeschlagen liegt vor euch das Buch, das euch den Weg zur Vollkommenheit lehrt.
48 All dies wissen meine Jünger, doch die "Letzten", die gerade erst hinzukommen, wundern sich darüber, mich inmitten dieser materiellen Armut anzutreffen; und dann ist es nötig, ihnen zu sagen, dass Ich nichts auf Erden besitze, und als Ich unter euch wohnte, Ich in Bescheidenheit lebte, denn so lehrte Ich euch zu begreifen, dass mein Reich nicht von dieser Welt ist und dass das, was Ich suche, Menschenherzen sind. Die "Krone", die ihr auf meinem Haupte seht, setzte nicht Ich mir auf, sondern die Menschen, und sie bestand aus Dornen.
49 Kommt zu mir und vertraut mir euer Sehnen an, bekennt eure Schwachheiten und bittet mich um Stärke. Hier bin Ich bei euch, Ich entferne mich nicht von meinen Kindern und folge euch, wohin ihr auch geht; denn selbst wenn ihr ins Gefängnis kommt, bin Ich dort, um euch zu trösten. Wenn ihr eine lange Reise unternehmt, habt ihr auf ihr meine Begleitung. Wenn ihr krank werdet, habt ihr mich zu euren Häuptern als Krankenpfleger und Arzt. Wenn ihr einsam seid, lasse Ich euch meine Gegenwart fühlen.
50 Erkennt mich hier, wie Ich meinen Samen pflege. Ich spreche unermüdlich zu euch seit der Zeit, da Elias durch den Mund Roque Rojas' die neue Zeit ankündigte. Viele haben die Saat und das Ackergerät im Stich gelassen, doch Ich arbeite weiterhin auf meinen Feldern. Aber wenn manche glauben, dass Ich mich immerzu in dieser Weise mitteilen werde, sind sie im Irrtum, denn die Zeit ist schon knapp geworden, in der ihr mich in dieser Form vernehmen werdet. Es ist notwendig, dass diese Kundgebung zu Ende geht, damit ihr beginnt, euch zu vergeistigen, euch direkt mit meinem Geiste zu verbinden, und ihr euren Herrn auf der Wolke eurer geistigen Erhebung schauen könnt.
51 Macht ihr euch noch keine Gedanken wegen der Abwesenheit dieses Wortes? Habt ihr etwa schon genügend für euch und für eure Mitmenschen angesammelt? Oder meint ihr, dass dies Werk am Tage meines Abschieds enden werde?
52 Ich lösche Andachtsformen, Riten und Traditionen aus, damit ihr euch in den kommenden Zeiten auf die Erfüllung des Gesetzes beschränkt und nicht wie in den vergangenen Zeiten handelt, als ihr euch mit eurem ganzen Enthusiasmus den Traditionen und Festlichkeiten widmetet und das Gesetz beiseite ließt.
53 Wisst ihr nicht, wie sehr der Geist Moses' im Jenseits geweint hat, als er die Treulosigkeit und die Schwachheit des Volkes sah, das er so sehr liebte. Seine Saat wurde später mit dem Blut des Erlösers bewässert.
54 Wie traf Ich das Volk an, dem Ich im Namen seiner Patriarchen ein Erbe hinterlassen hatte? Geteilt, getrennt in zwei Reiche (Judäa und Galiläa), die sich gegenseitig als Fremde betrachteten. Ich kam, um sie zu vereinigen, und nicht nur sie, sondern alle Völker der Erde. Alles, was Ich brachte, ließ Ich hier zurück; von der Welt nahm Ich nur Undank und Schmerzen mit. Ich hinterließ der Welt mein Wort als ein ewiges Erbe, ebenso mein Blut, das bis zum letzten Tropfen vergossen wurde. Mein Körper sank in die Erde, und meinen Geist verströmte Ich unter meinen Aposteln. Dies war mein Testament. Nach meinem Hinscheiden erkannten mich die Menschen an. Mein Same keimte und breitete sich zu anderen Nationen hin aus. Meine Verfolger waren hernach meine Soldaten. Die mich verlästert hatten, segneten mich später.
55 Für die Völker bedeutete das Erblühen des christlichen Samens eine Epoche des Friedens und der Gesittung. Die Tugend trug Früchte, das Ziel und das Ideal waren der Himmel. Später kehrte die Schwäche zurück, die nur scheinbare Befolgung meiner Lehre — eine Erfüllung, welche die Welt mit Festlichkeiten und prächtigen Riten hinters Licht führt, die die Menschen beeindrucken, die jedoch den Vater nicht zufriedenstellen, noch den Geist erheben.
56 Das Chaos ist zurückgekehrt, weil es keine Tugend gibt, und wo keine Tugend ist, kann es keine Wahrheit geben. Der Grund dafür ist nicht, dass das Gesetz, das der Vater Moses übergab, keine Kraft hätte, noch dass die Lehre Jesu nur auf die vergangenen Zeiten anwendbar wäre. Beide sind in ihrem geistigen Gehalt ewige Gesetze, doch erkennt, dass sie wie eine Quelle sind, deren Wasser zu trinken niemand gezwungen wird, sondern dass jeder, der sich diesem Brunnquell der Liebe naht, es aus eigenem Willen tut.
57 Ich übergab in der ersten Zeit dem Volk das Gesetz, damit alle Stämme in ihm vereint leben sollten. Doch als Ich kam, traf Ich sie geteilt an, sich gegenseitig verkennend, mein Gesetz entweihend und der Abgötterei verfallen.
58 Meine Lehre der Liebe kam später, alle Völker in einem einzigen Gesetze zu vereinen. Doch jetzt, da Ich zu den Menschen zurückkomme, sehe Ich sie erneut in Sekten, Religionsgemeinschaften, Ideologien und Theorien aufgespalten. Jede davon übt ihren Glauben gemäß ihren Vorstellungen oder dessen Vorteilhaftigkeit aus. Alle behaupten, denselben Gott zu lieben, dennoch sind sie getrennt. Doch Ich sage euch, wer seinen Mitmenschen nicht liebt, liebt auch mich nicht. Zwar gehen nicht alle Seelen ihren Weg in gleichem Schritt und Tritt, da sie einen unterschiedlichen Entwicklungsstand haben; doch welcher Mensch, der meine Gesetze und meine Lehre kennt, weiß nicht, dass diese als Wesenskern die gegenseitige Liebe enthalten? Viele nennen sich Christen, aber Ich sage euch noch einmal, dass nicht Christ sein kann, wer keine Liebe hat.
59 Wahrlich, Ich sage euch, die Welt kennt viele geistige Unterweisungen meiner Lehre nicht; denn anstatt die Deutung meiner Unterweisungen zu suchen, um sie danach anzuwenden, hat sie sich mit Riten und Traditionen begnügt. Das ist der Grund, weshalb die großen Heimsuchungen unter der Menschheit eingetreten sind und Konflikte entstehen, für die die Menschen keine Lösung finden.
60 War das Chaos dieser Zeit für die Menschheit etwa etwas Unvorhersehbares? Nein, es war ihr angekündigt, damit sie es vermeiden könnte. Ich gab meinem Jünger Johannes die Offenbarung dieser Zeiten, so dass, wenn ihr sie auszulegen verstanden hättet, wenn ihr derselben den Wert beigemessen hättet, den sie hat, statt sie gleichgültig beiseite zu legen, ihr erfahren hättet, dass diese Zeit zum sechsten Siegel des Buches der Offenbarung gehört, ihr gewacht und gebetet und euch vor großen Übeln bewahrt hättet.
61 Seht, wie euch mein Wort auf die kommenden Zeiten vorbereitet. Darum sage Ich euch, dass ihr es nutzen sollt. Denn diese Kundgebung wird ebenso vorübergehen wie es bei Moses war, der durch die Wüste zog und nicht bis nach Kanaan gelangte; so wie es auch bei Jesum war, der durch die Welt zog und seinen Lebensweg am Kreuze beendete.
62 Ich bereite euch auf die Zeit vor, die auf das Ende dieser Kundgabe folgen wird. In jeder Versammlungsstätte soll es dann ein Buch geben, das mein Wort enthält, damit ihr euch versammelt und euch an seiner Lesung erquicken könnt.
63 So, wie Ich für die Übermittlung meines Wortes in dieser Zeit jene erwählte, die ihm Ausdruck verleihen sollten, so werde Ich es auch sein, der jene bestimmt, die es durch die Lesung übermitteln sollen, wenn Ich mich nicht mehr in dieser Form kundgebe. Doch Ich sage euch schon jetzt, dass ihr am Ende gar keinen Samen ernten könnt, wenn ihr euch damit begnügt, meine Unterweisungen nur anzuhören, ohne den Vorsatz, sie in Anwendung zu bringen. Ihr müsst begreifen, dass meine Lehre nicht dazu da ist, damit ihr sie zum Anlass nehmt, Bräuche und Traditionen zu schaffen, sondern dass ihr sie als wahren Weg der Pflichterfüllung für euren Geist betrachtet, und damit ihr durch eure Werke Zeugnis von ihr ablegt.
64 Nach 1950 wird mein Volk sich in das Studium dieser Unterweisung vertiefen, um zu bedeutenden Schlussfolgerungen zu kommen.
65 Die Bücher, die die "Goldfedern" derzeit nach einem göttlichen Diktat schaffen, werden wie Juwelen von unendlichem Wert hoch geschätzt werden. Denn jedes Mal, wenn ihr sie in euren Zusammenkünften aufschlagt, wird die Geistessenz, die sie enthalten, wie ein Lufthauch vom Himmel über euren Seelen und euren Leiden sein. Dies Buch wird euch viele Geheimnisse aufklären, die im Buch der sieben Siegel verschlossen sind.
66 Ihr sollt diese Unterweisungen studieren, ohne in Diskussionen darüber zu geraten, dann wird das Licht des Heiligen Geistes euch erleuchten, damit ihr die richtige Erklärung dessen geben könnt, was euch früher als ein Mysterium erschienen war.
67 Schon ist das während dieser ganzen Kundgebung angekündigte Jahr nahe, um euch mein Lebewohl zu sagen, und es ist mein Wille, euch alles zu übergeben, was Ich euch zu sagen habe. Verliert nicht eine meiner Lehransprachen, nicht eine seiner Silben, denn Ich gebe euch derzeit die letzten Worte dieses neuen Testamentes, durch welches die beiden Vorhergehenden und die Kommenden verstanden werden.
68 Ich habe euch zu Beginn meiner Kundgabe keine Aufklärung über die sieben Siegel gegeben, weil ihr mich damals nicht verstanden hättet. Doch jetzt habe Ich Licht in dies Mysterium gebracht, damit ihr es ergründet und von jeder Unwissenheit, jedem Zweifel oder Irrtum frei werdet.
69 Die Welt wird sich schließlich für all diese Göttlichen Offenbarungen interessieren, und weil sie von eurer Auslegung erfährt, wird sie euch aufsuchen, um euch zu befragen. Wenn dies geschieht — werdet ihr euch dann vor euren Mitmenschen verstecken? Ihr, die ihr zu allen Zeiten meine Offenbarungen vor den anderen gehabt habt — werdet ihr sie ihnen verweigern?
70 Schlaft nicht, werdet nicht wankend oder uneins. Die Menschen sollen euch nicht mit Äußerlichkeiten beschäftigt antreffen; denn dann werdet ihr statt Mitmenschen, die euch fragen, Feinde herbeikommen sehen, die euch angreifen, und ihr könnt nicht sicher sein, ob sie euch nicht mit ihrer Anfeindung lehren wollen, was es heißt, mein Gesetz zu erfüllen, und euch dazu zu bringen, die Wahrheit zu respektieren. Dann werdet ihr fragen: "Herr, hast Du Deinen Gerechtigkeit schaffenden Arm etwa meinen Feinden verliehen?"
71 Ich habe euch gesagt, dass ihr an euch arbeiten sollt, damit ihr, wohin immer ihr auch blickt, nur Geschwister antrefft. Ich will, dass das göttliche Zeichen, das Ich auf euch gelegt habe, das Licht sei, das euch dazu dient, als meine neuen Jünger erkannt zu werden.
72 Wie schön wird es für euren Geist sein, zum Vater zurückzukehren und ihm eure erfüllte Aufgabe vorzuweisen. Ein Abbild dieses Glückes hat hier auf der Welt das Kind erlebt, das zum Vaterhause zurückgekehrt ist, nachdem es eine Weisung seines Vaters gehorsam befolgt hat. Welche Freude umfängt das Herz beider, wenn sie sich umarmen — der Vater im Bewusstsein, dass ihm gehorcht und er respektiert wurde, und das Kind, das sich gelobt und empfangen sieht von seinem Vater.
73 Habt ihr eine Vorstellung davon, wie das Fest für den Geist sein wird, der zum Hause des Himmlischen Vaters zurückkehrt? Wie der Kuss ist, mit dem der Vater sein Kind empfängt, und der Jubel der Wesen, die jene Heimstatt bewohnen?
74 Bleibt nicht stehen auf dem sicheren Weg, kommt auf ihm herbei, Menschen, und wendet eure Blicke nicht zurück, bis ihr vor das große Tor gelangt, wo Ich euch erwarte, um euch zu empfangen.
75 Seid inbrünstig, lernt, in euren Herzen die Flamme des Glaubens und des Vertrauens auf mich zu entzünden, damit ihr immer mit den Prüfungen einverstanden seid, die Ich euch sende.
76 Ich erleuchte euch. Unzählige Lichtstrahlen fallen auf die Menschheit herab, um dorthin Licht zu bringen, wo ihr zuvor Finsternisse geschaffen hattet. Die Morgenröte einer neuen Zeitepoche ist erschienen, die alle dazu auffordert, zu erwachen und den Rückweg zu mir zu beschreiten. Ich rufe euch, denn schon naht die Stunde, in der Ich meinen Samen von der Erde einsammeln muss, wie Ich es euch angekündigt habe.
77 Ihr, meine Zuhörer, habt mein Wort sich kundgeben sehen, habt gesehen, wie Männer und Frauen unter seinem Einfluss erlöst wurden; wie jene, die an Glauben und Hoffnung tot waren, zum Leben zurückkehrten, wie die an Körper und Seele Kranken gesund wurden. Der Grund dafür ist, dass Ich zu euch zurückgekehrt bin, um euch beizustehen und euch eure Wanderschaft weniger leidvoll zu machen. Wachet und betet, damit nichts eure Ankunft beim Vater verhindert oder verzögert. Kommt auf dem Wege der Liebe und des Opfers, und wenn ihr euren Geist zum Vater erhebt und mich um Kraft bittet, werde Ich euch erhören und stärken, bis ihr ans Endziel eurer Pilgerschaft gelangt, wo Ich euch den Frieden geben werde.
78 Verwirklicht alles, was Ich euch im Ablauf der Zeiten gelehrt habe. Macht bereitwillig wieder gut; doch sage Ich euch auch: Lehrt eure Mitmenschen mit der Liebe und der Geduld, mit der Ich euch gelehrt habe.
79 Ihr habt mich in verschiedenen Religionsgemeinschaften und Sekten gesucht, welche die Menschheit geschaffen hat, doch Ich will, dass ihr auf Riten verzichtet und aus euren Herzen jede Spur von Fanatismus tilgt. Kommt zu mir im Geiste, liebt mich aufrichtig, respektiert und befolgt meine Gesetze, dann werdet ihr mir auf diese Weise die wahre Verehrung entgegenbringen.
80 Kommt zu mir, ihr betrübten, einsamen und kranken Menschen. Ihr, die ihr Ketten der Sünde mit euch schleppt, ihr Erniedrigten, nach Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden, seid bei mir; in meiner Gegenwart werden viele eurer Übel verschwinden, und ihr werdet spüren, dass eure Last leichter wird.
81 Wenn ihr die Güter des Geistes besitzen wollt, werde Ich sie euch gewähren. Wenn ihr mich um irdische Güter bittet, um guten Gebrauch von ihnen zu machen, werde Ich sie euch gleichfalls geben, weil euer Begehren edel und gerecht ist. Dann sollt ihr zu guten Verwaltern werden, und Ich werde euch die Mehrung dieser Güter gewähren, damit ihr eure Mitmenschen an ihnen teilhaben lasst.
82 Seht euch die Menschen an, wie sie es müde sind, vergeblich zu kämpfen, ohne den Sinn ihres Daseins zu finden. Sie zeigen mir ein Leben ohne Ideale, weil sie sich vom Weg der Tugend entfernt haben und nur dort das Vergnügen suchen, wo Unnatur und Tod herrschen. Sie vermochten die Lebensfreude nicht in der Liebe, in der Hilfsbereitschaft und im Wohlwollen zu finden. Sie haben nicht auf das inständige Bitten des Vaters gehört, der sie so sehr liebt und der für alle nur Frieden und Erlösung will.
83 Die Welt, in Religionsgemeinschaften und Sekten gespalten, ruft mich in dieser Stunde, weil sie mich für abwesend oder zumindest ferne hält. Obwohl Ich bei ihr bin, hat sie meine Gegenwart nicht empfunden. Aber euch sage Ich, dass ihr eines nach dem anderen in die Hürde des Herrn eingehen und dort alle beisammen sein werdet, wenn ihr meine Unterweisung verstanden habt.
84 Pflegt diesen Samen und geht weiter voran. Das Licht wird euer Führer sein, und in eurer Gefolgschaft werden die großen Menschenscharen kommen, die Ich euch anvertrauen werde.
85 Geht auf Flügeln des Gebets, um unter euren Mitmenschen Licht zu verbreiten. Geht in die Gefängnisse und Krankenhäuser und hinterlasst dort euren Trost.
86 Wenn ihr müde seid, so kommt zu mir, denn Ich werde euch stärken. Habt keine Scheu, Ich bin die Vergebung, die Gnade und die wahre Gerechtigkeit.
87 Ich bin die Quelle, die sich in Strömen auf die Felder ergießt im Verlangen nach Samen und Arbeitern.
88 Das Erdreich ist vorbereitet, damit die Menschen sich beeilen, ihren Teil der Arbeit aufzunehmen.
89 Das Feld erwartet euch; bestellt es liebevoll und aufrichtig, und wenn ihr dann seht, dass der gute Samen Frucht zu tragen beginnt, so vernichtet das Unkraut, das diesen in seiner Entfaltung stören könnte. Vernichtet alles, was von der Giftpflanze stammt, und werdet nicht untätig, denn dann werdet ihr keine gute Ernte großziehen.
90 Zeigt mir die Felder, wenn auf ihnen die goldenen Ähren glänzen. Dann könnt ihr ernten und eure Kornkammern füllen, damit die Anzahl an Seelen, die einem jeden zugewiesen ist, auf ihrem Lebensweg keinen Hunger leidet.
91 Die abgöttischen Kulthandlungen, die unter den Menschen überwiegen, werden als falsch verworfen werden. Die Lehren, die Ich euch offenbart habe, besitzen die Vernunft der Wahrheit, und sie werden schließlich anerkannt werden.
92 Der Gelehrte sucht den Grund für alles, was ist und was geschieht und hofft, mit seiner Wissenschaft zu beweisen, dass es außerhalb der Natur keinerlei Prinzip, noch Wahrheit gibt. Doch Ich betrachte sie als unreif, schwach und unwissend.
93 Als der zwölfjährige Jesus den Fragen, Blicken und Urteilen der Menge standhalten musste, hatte er keinerlei Bücher gelesen. Dennoch hielt er eine Lehransprache voller Weisheit, weil im Verstande jenes Kindes das Licht des Höchsten erstrahlte, und auf seinen Lippen erblühte das Wort Gottes selbst. Euch sage Ich dies, weil auch ihr dies tun könnt, wenn ihr euch den Verhören und Prüfungen stellen müsst, denen ihr unterzogen werdet. Dann werdet ihr überzeugen, weil ihr von den Unterweisungen Gottes sprecht, die immer ein Prinzip, eine logische Basis und Begründung haben. Es gibt kein Wunder, das keinen logischen und natürlichen Grund hat, nichts geschieht ohne Ursache. Kein Blatt am Baume bewegt sich ohne meinen Willen.
94 Man wird euch fragen: "In Anbetracht dessen, dass die Majestät des Herrn so unermesslich groß ist — warum bedient er sich da des unbedeutendsten Sterblichen, um seine Weisheit zu verbreiten?"
95 Darauf sollt ihr antworten, dass die Liebe Gottes zu seinen Kindern keine Grenzen hat, und dass der Mensch sie deshalb häufig nicht zu begreifen vermag.
96 Ihr sollt demütig sein; denn wenn euer Meister sein Reich verließ, um auf dieser Erde zu leben und sich demütig zu erweisen, so müsst ihr mir vor den Augen jener nacheifern, die euresgleichen sind.
97 Wenn es notwendig wäre, wie in der Zweiten Zeit, in die Materie zurückzukehren, so würde Ich kommen, selbst wenn Ich wüsste, dass Ich jenen für Körper und Geist schmerzvollen Leidensweg zurückzulegen hätte. Doch jetzt komme Ich im Geiste, und ihr müsst euch zurüsten, um meine göttliche Wahrheit zu erfassen.
Mein Friede sei mit euch!

Die verlorenen Schafe / Lämmer


Worte von Jesus Christus an Byron Searle
Johannes 10: 11-16
11 Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte gibt sein Leben für die Schafe.
12 Wer aber ein Mietling ist und nicht der Hirte, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und lässt die Schafe und flieht, und der Wolf fängt sie und zerstreut die Schafe.
13 Der Mietling flieht, weil er ein Mietling ist, und kümmert sich nicht um die Schafe.
14 Ich bin der gute Hirte und kenne meine Schafe und bin von ihnen gekannt.
15 Wie der Vater mich kennt, so erkenne ich den Vater, und ich lege mein Leben für die Schafe nieder.
16 Und andere Schafe habe ich, die nicht von dieser Herde sind; die muss ich auch bringen, und sie werden meine Stimme hören; und es wird eine Herde und einen Hirten geben.
Transkript:
Mein Sohn, höre meine Schreie und höre mein Weinen um meine verlorenen Lämmer. Sie sitzen in Kirchen und glauben, dass es ihnen gut geht. Sie besuchen kleine Gruppen und sprechen über verschiedene Themen. Sie glauben, dass sie im Glauben wachsen und reifen.
Diese verlorenen Lämmer wissen nicht einmal, dass sie verloren sind, aber sie sind es, weil sie Satan in das Heiligtum gelassen haben. Sie haben Hexerei in das Heiligtum und alle Arten von Götzendienst eingelassen. Sodomiten leiten die Anbetung, und meine verlorenen Schafe denken nicht daran. Hirten, die Meine Verlorenen Schafe zur Rettung führen sollen, führen sie stattdessen eine Straße der Perversität hinunter!
Viele meiner verlorenen Schafe lesen nicht einmal Mein Wort, sondern Bücher darüber, wie man sich selbst verbessern kann. Meine verlorenen Schafe sprechen nicht mit mir, es sei denn, es kommt eine Prüfung auf sie zu. Weil sie falsch beten, antworte ich nicht.
Mein Sohn, diejenigen, die ich ausgewählt habe, um mein Überrest zu sein, MÜSSEN den verlorenen Schafen helfen, das Licht zu sehen! Mein Überrest MUSS IM GEBET STARK SEIN, IM GLAUBEN, WAS SIE BETEN WERDEN !!
Die Zeit ist nahe für viele Prüfungen und Erschütterungen, die den Glauben meiner verlorenen Schafe erschüttern werden, aber du, mein Überrest, weißt, was kommt, und du musst stark genug sein, um  den verlorenen Schafen zu sammeln! Die verlorenen Schafe gehören mir, und ich werde sie nicht verlassen, aber sie müssen gehütet werden.
Mein Sohn, ich komme sehr bald für mein Volk, aber viele Dinge werden passieren, die den Glauben derer stärken, die an mich glauben. Viele rufen nach mir, um meine Braut nach Hause zu bringen, aber ich sage, sie ist nicht rein, sie trägt kein Weiß.
Amerika, du bist nicht der Apfel meines Auges! Du bist eine von Sünden durchtränkte, verunreinigte Nation, die nur durch meine Gnade steht!
Mein Sohn, wenn Amerika verkrüppelt ist, dann werden die Verlorenen Schafe feststellen, dass sie in den Schlaf gelullt worden sind! Die verlorenen Schafe werden meinen Überrest nach Antworten ersuchen auf die Fragen WARUM???
Bleib in meinem Wort, denn alle Antworten sind da! In dieser Zeit werden viele falsche Propheten und falsche Lehrer im Überfluss sein! MEIN REST, BLEIB NUR IN MEINEM WORT !!!
Mein Sohn, gefährliche Zeiten stehen vor der Tür. AMERIKAS WEHE WERDEN MIT EINEM KNALL BEGINNEN UND NIE AUHÖREN !!
Seid  bereit, seid  bereit, Meinen verlorenen Schafen zu  helfen! Ich liebe euch alle sehr!
Ich bin der gute Hirte, und ich werde ALLE meine Schafe nach Hause führen! Sogar meine verlorenen Schafe werde ich finden! 
Ich komme bald! Seid bereit!
Amen.
Messias Jesus
Quelle:  https://byronsearle.blogspot.com/2019/06/the-lost-sheeplambs.html

Die Kinder .....



Die, die haben, aber nicht haben
treiben seit langem ihr Spiel mit denen,
die in ihren Augen nichts sind.
Darum hat ER, der hat, weil ER alles, was ist, gemacht hat
und weil IHM daher das alles gehört,
SICH einiger erbarmt
und sie in SEINE Nähe gerufen
und sie sollen IHM dienen und ihren Nächsten
und sich so SEINER würdig erweisen.

Die, die haben, aber nicht haben
geben  jenen, die in ihren Augen nichts sind,
Verhaltensanweisungen und Kontrolle, Tadel und Bestrafung.
Eine eigene Meinung ist ihnen nicht erlaubt, sonst verbieten sie ihnen den Mund.
Sich rechtfertigen ist ihnen nicht erlaubt, sonst verbieten sie ihnen das Haus.
Sie sagen, es gehört mir und ich bestimme, wer dieses Haus betreten darf und wer nicht.

ER, der hat, weil ER alles gemacht hat, und weil IHM alles gehört
teilt reichlich alles, was ER hat, mit allem, was ist.
ER gibt allen mehr, als sie je erbitten können.
ER schickt SEINEN Kindern Prüfungen, um sie zu reinigen, zu läutern und zu vervollkommnen,
weil ER will, daß auch sie da sein sollen, wo ER ist.
ER tut es aus Liebe, mit Weisheit, immer auf das Wohl SEINER Kinder bedacht,
SICH niemals an IHREM freien Willen vergreifend.
SEINE Vaterliebe erweckt Vertrauen in dem Kind.

Die, die haben, aber nicht haben,
mißachten das göttliche Gesetz der Liebe.
Sie entfesseln Konflikte, Kampf, Streit und Kriege,
um das, was sie haben, aber nicht haben, zu verteidigen
und sie sind unfähig, miteinander in Frieden zu leben.

Die, die nichts haben, aber von der barmherzigen Liebe
Gottes in SEINE Nähe gerufen wurden
tragen in ihrem Herzen SEIN Licht.
Sie werden gereinigt und geläutert auf dem Weg zum Vaterherzen.
Sie empfangen den Frieden, der ihr ewiges Erbe sein wird.
Er macht sie teilhaftig an allem, was ER hat, der hat,
weil ER alles gemacht hat und weil IHM daher alles gehört.

Lebt die Einheit


Gestern Abend macht sich Anna Maria an die Arbeit. Sie definiert ihre Gefühle bezüglich der feindseligen Gartennachbarin und schreibt alles auf, um ihre Seele von dem Druck zu befreien.
„Genau richtig. Das hast du aber gut gemacht!“ sagt Vater Geist.
Anna Maria hat einen Traum – sie erinnert sich nur sinngemäß
Sie hat geträumt, daß da viiele Kinder geboren worden sind.
Mehr weiß sie nicht mehr.
Sie fragt sich, wo sind diese?
„Du bist allein. Sie sind gestorben.“
Aber sie sind doch Geist. Der Geist  stirbt nicht.
Sie erkennt, daß die Feindseligkeit der Gartennachbarin gegen das Band zwischen ihr und dem Herrn gerichtet ist, daß sie diese Verbindung zerreißen will.
„Du bist verheiratet, dann kann der Satan das Band nicht so leicht zerreißen. Maria war das nicht!“ hatte Jesus ihr früher einmal gesagt und jetzt sagt er:
„Unterstützt einander gegenseitig. Economic collapse.“
„G.“
Warum sagst du so oft diesen Namen so komisch?
Anna Maria fühlt, wie G. ihr die Energie wegzieht, an ihr saugt und sie schwächt.
„Sie wollen ihn einladen!“
Schon wieder. Er war doch gerade erst bei ihnen am Lago. Sie wollen das Band zerreißen. Er soll bei ihnen wohnen kommen. Das wollten sie schon an Weihnachten.
Anna Maria fragt sich, ob sie denn noch Rente bekommt,wenn die Wirtschaft zusammenbricht.
„Ein uraltes Spiel.. das geht wieder weiter!“
Vor kurzem sagte der Vater:
„Lebt die Einheit. Sprecht miteinander. Dann kann ich viele einladen, in diese Stadt zu kommen.“
Dann sagt der Vater noch:
„Jetzt noch bei den anderen (Eltern ihres Mannes) des auch machen (Gefühle definieren). Wenn sie es nicht erreichen (das Band zu zerreißen) können laufen die Amokfarben rund.“
Zur politischen-wirtschaftlichen Situation:
Donald Trump hat gerade einem Staatsempfang bei der Queen Elizabeth von England beigewohnt und besucht nun den Premierminister von Irland und dann ist noch ein Besuch beim Papst vorgesehen – alles dreht sich um den Peace Deal und die Palästinenserfrage. Trump will eine 1-Staaten-Regelung (Nachtigall ich hör dir trapsen … teile mein Land und ich werde deines teilen) und die Saudis haben bei ihrem kürzlichen Summit eine 2-Staaten-Regelung gefordert.
Die englische Premierministerin Theresa May erklärte weinend in einem Video ihren für den 7.6.2019 geplanten Rücktritt – dies kann bedeuten BREXIT ade. Dieser Rücktritt kommt direkt nach dem Besuch von Trump bei der Queen.  

“Es ist Zeit aufzustehen und stark zu sein!” -  Diana Pulliam
Am Morgen des 19. Mai 2019 wachte ich erholt und ausgeruht auf. Als ich aufstand, hörte ich mich im Geiste sagen (als würde ich mit jemandem sprechen): "Es ist Zeit aufzustehen und stark zu sein!"
Später am Morgen sagten sie während eines Telefongesprächs mit einem Freund mehrmals: „Diana, du scheinst so anders zu sein. Ich spüre eine Energie, die von deinem Geist ausgeht. Was ist mit dir passiert?"
Zu diesem Zeitpunkt erinnerte ich mich, wie erholt ich mich beim Erwachen gefühlt hatte und welche Worte ich selbst gesprochen hatte. In diesem Moment antwortete der Heilige Geist aus meinem Mund:
„Wir sind in eine neue Saison gestartet. Es ist Zeit für Sein Volk, sich zu erheben und stark zu sein! "
Als die Worte erschienen, sah ich im Geiste eine Gruppe von Heiligen, die eine scheinbar lange Zeit in der Wildnis hinter sich hatten. Sie waren niedergeschlagen, gequetscht und kampfmüde. In ihrer Erscheinung wirkten sie schwach und erbärmlich. Aber der Herr offenbarte, dass etwas von großem Wert tief in ihrem Herzen verankert war.
Das Vertrauen in ihr Fleisch besteht nicht mehr. Sie wissen von sich selbst, dass sie NICHTS tun können! Ihre einzige Hoffnung liegt in dem, der sich als Zuflucht und Festung erwiesen hat. Als sie den Ruf hörten, sich zu erheben und stark zu sein, standen sie auf ihren Füßen.
Zu dieser Zeit stand ich auch auf und schloss mich meinen Brüdern und Schwestern im Geiste an, als wir unseren Mund öffneten und sagten:
"WIR KÖNNEN ALLES DURCH CHRISTUS JESUS ​​TUN, DER UNS STÄRKT!"
Heilige, die ganze Schöpfung stöhnt wie nie zuvor in Trübsal und wartet erwartungsvoll auf die Manifestation der Söhne Gottes (Röm 8,19-22).
Der Prinz dieser Welt kommt. Die Dunkelheit nimmt zu, der Druck steigt - und wird bald auf ein Niveau ansteigen, das wir noch nie erlebt haben.
Aber wenn sich die Dunkelheit sammelt, um alles Heilige anzugreifen, sammelt und positioniert der Herr sein Volk. Heilige, was kommt, ist der größte Kampf in der Geschichte der Menschheit ... Dies ist der Showdown!
Vor einem Jahr wurde "The Showdown" veröffentlicht (Links unten). In Teil 2 sagte der Herr:
"Wo sind meine Eliase, die diesen Propheten von Baal entgegentreten werden?"
"Ich rufe meine Johannese die Täufer auf, die Pharisäer und Sadduzäer des Landes zu tadeln!"
„Öffne deinen Mund, mein Volk! Denn du bist meine Stimme, die in der Wüste schreit! Bereite dir den Weg des HERRN! “
Brüder, wir sind in eine neue Saison eingetreten! Ich glaube, der Heilige Geist teilt dies allen Seinen Leuten mit. Es ist Zeit für uns, uns zu erheben und stark zu sein! Der Herr wird bald damit beginnen, seine „Verborgenen“ auszusenden.
Persönliche Anmerkung:
Ich habe gesehen, was diese Gruppe tut, als sie anfängt, ihren Mund zu öffnen, und was der Herr als Antwort tut! Wenn Gott will, wird dies das Thema des nächsten Posts sein, der in Kürze veröffentlicht wird!
Bitte nimm, was hier vor dem Herrn im Gebet geteilt wurde, um zu verstehen, wie dies auf dich zutreffen kann.
Schriftstellen:
  1. Mose 8: 2: „Und du sollst daran denken, dass der Herr, dein Gott, dich diese vierzig Jahre in der Wüste den ganzen Weg geführt hat, um dich zu demütigen und zu prüfen, um zu wissen, was in deinem Herzen war, ob du seine Gebote halten willst oder nicht. "
Johannes 15: 5: "Ich bin der Weinstock und du bist der Zweig. Ohne mich kannst du nichts tun."
Philipper 4:13: „Ich kann alles durch Christus tun, der mich stärkt.“
Epheser 6,10: „Schließlich, meine Brüder, sei stark im Herrn und in der Kraft seiner Macht.
Psalms 91: 2: "Ich werde vom Herrn sagen:" Er ist meine Zuflucht und meine Festung; Mein Gott, auf Ihn werde ich vertrauen. “
Römer 8: 19-22: „Die ernsthafte Erwartung der Schöpfung wartet eifrig auf die Enthüllung der Söhne Gottes… denn die Schöpfung selbst wird auch aus der Knechtschaft der Verderbnis in die herrliche Freiheit der Kinder Gottes befreit. Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung bis jetzt mit Geburtswehen stöhnt und arbeitet. “
Maleachi 4: 5: Siehe, ich werde euch den Propheten Elia senden, bevor der große und schreckliche Tag des HERRN kommt.
 

BWL - Band 6 - Unterweisung 143


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band V - Unterweisung 143 - 174
Download-Link - Buch des wahren Lebens - Band 6

Unterweisung 143:
 
 1 Ich stärke euren Geist, damit er im kommenden Kampfe standhält, denn groß wird der Kampf der Ideologien, Lehren und Glaubensbekenntnisse sein. Wahrlich, Ich sage euch, wenn die Verfolgung der Spiritualisten anbricht, werden neue Apostel voller Glauben und Mut aufstehen. Sie werden es sein, die verkünden werden, dass Ich in dieser Zeit wahrhaftig bei euch gewesen bin, und sie werden Wegbereiter und Propheten in ihren Völkern sein. Unter ihnen werden jene auftreten, die meine Inspirationen niederschreiben, die meine Lehre ergründen und geistige Visionen schauen.
2 In jener Zeit werde Ich mich sowohl in Männern als auch in Frauen offenbaren, in Jugendlichen wie in Kindern und in Greisen.
3 Die ganze Welt wird Offenbarungen empfangen, Kundgebungen und Gesichte, denn es steht geschrieben, dass jedes Auge mich schauen wird.
4 Ich habe mich am Arbeitsplatz des Wissenschaftlers bemerkbar gemacht, und meine Gegenwart hat ihn in Staunen versetzt. Ich habe die Kriegsheere inmitten des Kampfes überrascht, indem Ich ihr Vordringen durch die Naturgewalten aufgehalten habe. Ich habe mich bekundet, indem Ich mein Erbarmen über die verelendeten Heime ergoss, wo es kein Brot mehr gab. Ein Jüngling kam an die Haustüre und brachte in seinen Händen einen Brotlaib, und die Männer und Frauen haben sich gefragt: "Wer ist das wohl?"
5 Studiert mein Werk, Jünger, denn ihr müsst stark sein, damit, wenn alle sichtbaren und unsichtbaren Elemente wüten, ihr von meiner Lehre der Liebe Zeugnis ablegt. Sieben Gaben habe Ich euch in dieser Zeit anvertraut für die Entfaltung eures Geistes und für die Erfüllung eurer Mission:
Hier gibt es den Leiter, den "Fundamentstein", den Stimmträger, den Bevollmächtigten, den Seher, die "Goldfedern" und die "Säule"*. Doch ist es nicht das erste Mal, dass Ich diese Gaben dem Volke Israel gewähre. Auch als ihr die Wüste durchquertet auf der Suche nach dem Lande der Verheißung, übertrug Ich euch die gleichen Gaben. Moses war Führer, und gleichzeitig übermittelte er mein Wort und zeigte dem Volk meinen Willen. In seine Hände legte Ich den Grundstein meines Gesetzes, welches das Fundament des Tempels ist, den ihr in euren Herzen errichten sollt. Der Stamm Juda war die starke Säule, welche den Mut und die Zuversicht der Menschenmassen stützte. Der Stamm Levi war die Legion geistiger Arbeiter, welche von mir befähigt wurden, den Glauben an den Herrn lebendig zu erhalten. Die Geschichte, die Prophetie und die Offenbarung wurden von dafür vorgesehenen Händen niedergeschrieben, und durch meine Inspiration schauten die Propheten die Zukunft mit den Augen des Geistes.
* 1. Der Leiter: Vorsteher der Gemeinde.
2. Der Fundamentstein: Ein erfahrener, beratender Ältester.
3. Der Stimmträger: Ein Übermittler der Kundgaben.
4. Der Bevollmächtigte: Besonders für die Krankenheilung zuständig.
5. Der Seher: Besonders mit der Gabe des geistigen Sehens Begnadeter.
6. Die Goldfedern: Die für die Niederschrift (stenographische Mitschrift) der Kundgaben Verantwortlichen.

7. Säule: Sieben bewährte Älteste der Gemeinde.
Siehe auch: Unterweisung 246, 31 (im Band 9), wonach die damaligen Leiter die Letzten sein werden.
6 Es gibt in dieser Zeit keine neuen Gaben für euren Geist, alles tragt ihr in euch seit dem Augenblick, da ihr aus mir erstanden seid.
7 Die Tage rücken näher, in denen Ich euch die großen Lehren offenbare, die ihr bisher nicht kanntet; denn nicht die Menschen werden es sein, die sie euch offenbaren. Zwar befinden sich in jeder Religionsgemeinschaft Boten von mir, aber nicht sie werden es sein, die meine Schatzkammer öffnen, noch weniger können es jene sein, die, ohne für diese Aufgabe bestimmt zu sein, sie aus eigenem Antrieb übernommen haben. Jene, die Ich für diesen Dienst ausgesandt habe, besitzen Weisheit durch Inspiration. Jene, die nicht meine Diener sind, haben das Wissen aus Büchern entnommen. Während die einen beten und lieben*, lesen und studieren die anderen; doch niemals wird der Verstand die hohe Schau des Geistes** erreichen. Wenn die ersteren sprechen, überzeugen sie, erschüttern sie, liebkosen und heilen sie. Die letzteren verblüffen, lassen sich bewundern, aber sie trösten und retten nicht.
* ln Klammern gesetzte Ergänzungen im Text wurden ebenfalls von den Übersetzern eingefügt.
11
** Im derzeitigen spanischen Originaltext wird nicht zwischen den Begriffen Geist und Seele unterschieden. Dort heißt es stets „espiritu“ = Geist. Im Deutschen ist dabei der Gebrauch des Begriffs Seele oft angemessener und manchmal auch unerlässlich. Wenn es angebracht erschien, z. B. erstmalig in einer Unterweisung, oder wo beide Begriffe in gewissem Sinne ihre Berechtigung hätten, sich der Übersetzer aber nach Abwägung für den Begriff Seele entschieden hat, wird in einer Fußnote über diese Anmerkung darauf hingewiesen. (Siehe auch: Anhang im Band II)
8 Seid demütig, Jünger, arbeitet, ohne einen Lohn zu erwarten. Seid frohen Mutes in der Liebe und im Wissen, dass ihr von eurem Himmlischen Vater geliebt werdet. Macht euch keine Vorstellungen über eure Belohnung, denn sie kann von eurem Verstande niemals erfasst werden.

9 Erneut sage Ich euch: Bereitet euch zu. Ihr wisst nicht, ob Ich euch nicht in diesem Jahr noch mit großen Offenbarungen überrasche. Das Licht des sechsten Siegels erleuchtet euch in dieser Zeit, und es ist gut, dass ihr den Inhalt dieses Mysteriums jetzt erfahrt. Ich werde diese Lektionen durch meine Stimmträger erläutern.
10 Johannes, mein Apostel, hörte und schrieb nieder, was er in Gesichten sah, ohne sie zu verstehen. Die gesegnete Hand jenes Propheten hinterließ in Sinnbildern beschrieben meine Verheißungen und Offenbarungen. Und in der heutigen Zeit gebe Ich euch die Erklärung für jene Worte und Inspirationen, denn Ich allein vermag es zu tun. Doch damit Ich euch dies Licht übermitteln kann und ihr dies Wort versteht, läutert euch, wachet und betet.*
* In der Regel steht neben der Aufforderung zu beten ─ sogar an erster Stelle ─ das oft übersehene „Wachet“. Es ist in mehrerlei Hinsicht zu verstehen: Zunächst erinnert es an die Bitte Jesu an drei seiner Jünger in jener schweren Stunde in Getsemane kurz vor seiner Festnahme, wach zu bleiben (Mt 26, 36-46 u.a.). Es ist die auch sonst gültige Aufforderung, am Schicksal anderer mit wachem Bewusstsein wohlwollend und damit unterstützend teilzuhaben, wie dies auch im fürbittenden Gebet geschieht. Darüberhinaus ist auch ein geistigseelisches Wachsein gemeint, eine ständige Bereitschaft, auf die oft leisen, schwachen Impulse des Geistes und des Gewissens zu achten, sie sich rechtzeitig bewusst zu machen und aus einem inneren Antrieb der Nächstenliebe und Barmherzigkeit heraus zu denken, zu fühlen und zu handeln; sich nicht von egoistischem, lieblosem Verstandesdenken bestimmen zu lassen, dessen Entscheidungen von einer höheren geistigen Warte aus betrachtet falsch sind, d.h. der Seele schaden, was meist erst im Nachhinein erkannt wird, wenn die Folgen sichtbar werden. Durch Kontemplation bzw. Meditation können ─ vor allem inneres, gedankliches und auch emotionales ─ Zurruhekommen und Achtsamkeit geübt werden, so dass Gedanken und Intuitionen von Diesseits wie Jenseits mit ihren Auswirkungen auf Emotionen und Handlungen sogleich bewusst werden und gesteuert werden können. (Siehe auch: Unterweisung 146, 60) In diesem Lichte sollten auch sich teils widersprechende Untersuchungen über Wirkungen von Schrift und Bild in verschiedenen Medien, von Comicheft bis Fernsehen und Internet, besonders bei Kindern und Jugendlichen, gesehen werden. Wach sein heißt aufmerksam sein, womit man auch aufnahmebereit ist, sowohl in Bezug auf die Umwelt und unseren Nächsten, als auch bei der innerlichen geistigen Kommunikation, beim Spüren nach dem, was Gottes Wille ist (Stimme des Gewissens/Inspiration). In diesem Zusammenhang seien auch Träume erwähnt, die durch Erinnerung ins Bewusstsein geholt werden, und es ist sogar möglich, sie während des regelrechten Schlafes mit einer Art Wachbewusstsein zu begleiten, d.
h. zu wachen, während der Körper schläft. Die Bedeutung von Träumen als mögliche Quelle tieferer Einsichten geht aus anderen Stellen in den Unterweisungen (z. B. U. 159, 3; U. 162, 4; U. 167, 47) wie auch aus biblischen Texten hervor. Sie sind auch abhängig von der seelischen Entwicklung und geistigen Erhebung bzw. Einstellung (U. 100, 30).

11 Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr bisher noch keine höheren Unterweisungen vernommen habt, so nur deshalb, weil euch Erhebung und Reinheit gefehlt hat. Macht euch würdig durch Nächstenliebe, um in euren Herzen die Seiten zu empfangen, die das Buch der sieben Siegel enthält.
12 Ich komme zu meinen Kindern, um euch Tugend zu lehren, damit euer Geist stark sei und ihr die Versuchungen besiegen könnt, die die Neigungen eures Fleisches sind. Öffnet eure geistigen Augen und seht das Viele, das Ich in meiner Schatzkammer für euch bereithalte.
13 Ich bearbeite eure Herzen mit meinem Wort, damit ihr einen Teil des Tempels meines Heiligen Geistes bildet.
14 Geliebtes Volk: Der Meister gibt euch die Unterweisung, und in ihrem Sinngehalt ist das Licht, das euren Geist erleuchtet.
15 Ihr erhebt euch zu mir in eurem Gebet, weil ihr wisst, dass ihr durch dasselbe von eurem Vater erhört werdet, der euch Kraft gibt und euch gleich einem Simon von Kyrene hilft, euer Kreuz zu tragen.
16 In meinem Worte werdet ihr den Schild und die leuchtende Waffe finden, um in eurem Kampfe zu siegen. Ich bereite euch, damit ihr durch die Entwicklung eurer Seele und die Entfaltung eurer Geistesgaben fähig seid, den Versuchungen zu widerstehen.
17 Lebe wach, geliebtes Volk, handelt wie die klugen Jungfrauen des Gleichnisses, das meinen Jüngern in der Zweiten Zeit gegeben wurde. Seid wie sie, mit brennenden Lampen, damit ihr immer euren Glauben und eure Hoffnung auf mich setzt. In euch ist das Heiligtum, das Ich mit großer Liebe in dieser Dritten Zeit vorbereitet habe. Ihr seid die Bewahrer meines Wortes, und jeden Geist und jedes Herz habe Ich in einen Quell der Liebe, der Tugend, des Heilbalsams verwandelt, welche gleich kristallklarem Wasser unter die Menschheit strömen werden.
18 Groß ist dein Jubel, Israel, weil du erlebt hast, dass du den betrübten Herzen Trost bringen konntest und die vom Schmerz Gebeugten sich durch dein Wort ermutigt fühlten, wenn du zugerüstet gewesen bist. Seid gesegnet, die ihr in dieser Weise eure Aufgabe erfüllt. Ringt weiter darum, den Menschen meine Barmherzigkeit zu bringen. Ich komme mit meinem Wort, um euch in diesem Kampfe zu ermutigen. Ich lehre euch, das aufzubauen und wiederherzustellen, was die Menschheit mit ihrem Materialismus im Laufe der Zeit zerstört hat. Euer Geist kennt die Zeit, in der er lebt, er lernt die Prüfungen, denen er auf seinem Weg begegnet, immer besser zu bestehen, weil sein Glaube und seine Liebe zu meinem Werke groß sind.
19 Geliebte Kinder, Ich werde euch euren Lohn am Ende eures Kampfes geben. Derzeit wisst ihr noch nicht, wann und wie dies geschehen wird, aber wahrlich, Ich sage euch, mein Wort geht in Erfüllung, und Ich habe euch das Land der Verheißung angeboten, wo ihr Wonne, Erquickung und Glückseligkeit erfahren werdet. Ihr werdet voll und ganz meinen Frieden fühlen, denn dann wird euer Geist den Sieg davongetragen haben.
20 Ich zeige euch erneut den Weg, den euer Geist zurücklegen muss; auf ihm sind mein Licht, die Tugenden und die geistigen Ideale, mit denen ihr euren Weg gehen müsst. Ich bin in dieser Zeit mit einem Flammenschwert gekommen — nicht um den Geist zu töten, sondern um das Dunkel zu bekämpfen, das sich in eurer Umgebung ausgebreitet hat.
21 Seht, das ist die Macht meines Wortes, das Ich in Werken der Liebe vor euch offenbare! Ich gebe damit Zeugnis von mir selbst. Ich bewirke Wunder in jedem Herzen, um euch in Kinder des Lichtes zu verwandeln, denn euer Vater ist das Licht und die unendliche Weisheit. Jedem gebe Ich mein Wort, welches Gesetz ist. Doch erkennet, dass Ich euch nicht mit meiner Macht zwinge, es zu befolgen und in meinem Worte eine Geißel zu erblicken, die euer Herz verletzt. Wisst ihr nicht, dass Ich als Vater nicht den Schmerz für meine Kinder will? Erkennt, dass Ich euch durch meine Unterweisung reinige und euch von den Wunden heile, die ihr vor mich bringt; und wenn euch mein Wort für einen Augenblick richtet, dann deshalb, weil Ich die vollkommene Gerechtigkeit bin und euch damit den Schmerz erspare, den ihr euch schafft, wenn ihr die Erfüllung meines Gesetzes vergesst.
22 Ich will, dass ihr geistig frei seid. Doch geratet nicht in Zügellosigkeit, zu der euch der Körper anregt, denn Ich habe ihn euch anvertraut, damit er das willige Werkzeug sei, das eure Seele in ihrer Aufwärtsentwicklung unterstützt. Aber diese ist zum Sklaven dessen geworden, den sie regieren sollte. Ich lehre euch mit meinem Worte, damit ihr euch nicht vom Sturm eurer Leidenschaften mitreißen lasst und euch zu beherrschen versteht.
23 Mein Volk, liebt und legt bei jedem eurer Werke Zeugnis von mir ab. Übt die Tugenden aus und verbreitet mein Licht. Ich lasse es in euren Geist fließen und nähre ihn mit dem Brot des ewigen Lebens; er labt sich an der Frucht des Lebens, er empfängt meine Weisheit. Dies ist die Essenz meines Wortes. Ihr habt eure Herzen wie einen reinen Kelch zubereitet, und in ihn lasse Ich Tropfen für Tropfen mein Blut fließen.
24 Mein Volk, begreife den gleichnishaften Sinn meines Wortes und erquicke dich daran.
25 Eure materiellen Augen können mein strahlendes Antlitz nicht schauen, aber ihr versteht mich doch aufgrund des Wortes, das euer Geist in sich aufnimmt. Mein Wort ist die Schwingung, die allem Geschaffenen den Rhythmus gibt, damit alles in vollkommener Harmonie ist. So wird euer Geist der Gewalt meines Wortes nachgeben, damit ihr zur Pforte des Heils und hernach zum Gelobten Lande gelangt.
26 Hier ist meine Gegenwart! Seht die Macht meines Geistes, Gesetz geworden in euch selbst, ein Gesetz, das euch sagt: Liebet einander. Mit diesem unsichtbaren Gesetz vereinige Ich alle meine Kinder. Ich werde aus allen Herzen die Flamme der Liebe emporlodern lassen, damit alle in einem einzigen Ideal verschmelzen können.
27 Euer Meister bringt euch die Botschaft des Friedens und der Rettung, die ihr schon seit so langer Zeit erwartet. Ich allein kann euch mit meiner Unterweisung helfen, den Weg zu finden, der euch zur geistigen Heimat führt.
28 Ihr vernehmt mein Wort durch menschliche Lippen.
29 Was benötigt ihr, um den Weg zur Vergeistigung zu beschreiten? Wenn ihr Liebe habt, werdet ihr sehr hoch empor gelangen, und wenn ihr auf mich vertraut, werdet ihr in eurem Leben nicht straucheln, und die Fähigkeiten zu heilen, zu sprechen und zu überzeugen, die in euch sind, werden sich entfalten, und all dies wird dem Fortschritt eures Geistes dienen.
30 Ihr alle könnt meinen Spuren folgen, denn ihr alle seid zugerüstet, um aufwärtszusteigen und zu mir zu gelangen. Wer hat euch gesagt, dass die einen hingelangen werden und die anderen nicht?
31 Ich habe nicht Geister unterschiedlicher Hierarchien geschaffen; sie alle sind auf dieselbe Weise geschaffen, und ihr alle habt meine göttliche Salbung. Doch heute seid ihr nicht alle rein, wie ihr es wart, als ihr erschaffen wurdet, und darum sage Ich euch, dass ihr euch läutern müsst. Denn Ich will, dass das, was von euren Herzen ausgeht, rein ist, dass ihr meinen Inspirationen gehorcht, damit eure Arbeit selbstlos ist und eure Rechtschaffenheit sich in allen euren Werken widerspiegelt. Selbstsucht oder Neid sind keine Bekundungen eines hochstehenden Geistes. Wenn ihr euer Herz gereinigt habt, um dem Lichte freien Raum zu schaffen, dann werdet ihr zubereitet sein, um mein Werk bekannt zu machen, und dann erst könnt ihr Übermittler, Seher und Propheten der Wahrheit sein.
32 Mein universeller Strahl erleuchtet den Geist der Menschen, läutert und erhebt sie, denn Ich will, dass ihr über dem rein Menschlichen steht und Wunder tut, wie Ich es euch gelehrt habe.
33 Bedenkt, dass Ich wohlwollend bin und eure Werke nicht gerichtet habe. Ich gebe euch meinen Beistand, komme denen zu Hilfe, die leiden, denen, die vom Wege abgeirrt sind, und verurteile sie nicht, denn noch immer können sie bereuen und neue Stürze vermeiden. Ich habe niemanden bloßgestellt, habe nur euren Geist zugerüstet, damit ihr euch für alle und jede einzelne eurer Taten verantwortlich fühlt und ihr euch erheben könnt, indem ihr Verfehlungen wiedergutmacht und hinfort auf festen Grund und Boden baut.
34 Heilt die Kranken durch Glauben und Liebe. Entfaltet eure Fähigkeiten, damit ihr erfahrt, mit wie viel Gnaden Ich euch zubereitet habe, und ihr nicht sagt, dass das, was Ich von euch erbitte, außerhalb eures Vermögens sei.
35 Verlangt aufrichtig nach meiner Gegenwart, und macht euch krafterfüllt auf den Weg, und predigt die Liebe. Lehrt mit Beweisen und demonstriert, dass die Liebe einem Kranken die Gesundheit zurückgeben kann, da sie das machtvollste Heilmittel ist, das der Mensch kennt.
36 Erhebt euren Geist und denkt an die Millionen Kranken in der Welt, und gießt auf sie alle den Balsam eures Gebetes aus.
37 Christus ist nicht tot; er lebt ewiglich, um den Seelen Leben und Auferstehung zu geben. Wenn ihr leidend zu mir gekommen seid und beim Verlassen dieses Versammlungsortes eure Schmerzen sucht und sie nicht mehr findet, so deshalb, weil ihr mein Wort ergründet und in ihm den Heilbalsam gefunden habt, der euch Gesundheit und Frieden zurückgegeben hat.
38 Ich bin in dieser Zeit gekommen, um euch mein Gesetz zu zeigen — trotz der Ungläubigkeit der Menschen. Jene, die Ich erwählt habe, um mit ihnen meine Apostelschar zu bilden, haben beim Hören meines Wortes geglaubt, und ihr Glaube ist unerschütterlich. Doch jene, die sich, nachdem sie mich gehört hatten, entfernt haben und die leugnen, dass Ich es bin, der sich kundgibt, tragen bereits den Samen meiner Liebe in ihrem Geiste, und früher oder später werden sie zu mir zurückkehren.
39 Wenn ihr um meiner Sache willen verkannt werden solltet und man euch überzeugen möchte, dass ihr euch im Irrtum befindet — was würdet ihr dann antworten?
40 Ihr sagt mir, dass ihr mir bis ans Ende nachfolgen werdet, dass ihr in eurem Herzen ein Liebeslicht angezündet habt, und dass ihr die größten Prüfungen ertragen werdet, um von mir Zeugnis abzulegen; und Ich gebe euch Standhaftigkeit, denn es werden sich große Stürme erheben, um das Licht eures Glaubens auszulöschen.
41 Wenn ihr als Zeugnis für diese Wahrheit auf euer schlichtes und redliches Leben verweist und den Geist mit Vollmacht sprechen lasst, werdet ihr euren Glauben verteidigen, und man wird mir glauben. Die stärksten Waffen zur Überwindung eurer Feinde sind die Liebe, die Klugheit und die Gerechtigkeit. Achtet den Glauben eurer Mitmenschen, doch macht Licht in ihrem Geist. Seid demütig und verfeindet euch nicht wegen meiner Lehre. Alle sagen, dass sie meine Gebote befolgen und vollbringen Taten, die vor mir unwürdig sind. Rüstet euch zu und handelt nicht pflichtwidrig. Durch euch werde Ich zur Menschheit sprechen, denn jeder meiner Erwählten soll ein Sprachrohr meiner Lehre sein, ein Botschafter guten Willens.
42 Wenn ihr wollt, dass eure Mitmenschen mich aufnehmen, so tragt mich bei euch im Heiligtum eures Herzens. Ich lasse das Buch meiner Wahrheit offen, damit die Welt in ihm lesen kann.
43 Ich will euch vor dem Jahre 1950 geistig vorbereitet zurücklassen, will euch meinen Frieden geben, wenn Ich euch Lebewohl sage. Es ist mein Wille, dass ihr euch ein Anrecht darauf erwerbt, meine letzten Aufträge und Weisungen zu empfangen.
44 Nach jenem Jahr, in welchem die 144.000 mit dem Feuer meiner Liebe Gekennzeichneten vereinigt sein werden, die einen in der Materie, die anderen im Geiste — werden sie zugerüstet sein, und es wird keine menschliche Macht geben, die ihnen die von mir gewährten Geistesgaben wieder wegnehmen oder sie mit anderen Gaben versehen kann.
45 Wohl denen, die sich bis zu diesem Zeitpunkt vergeistigt haben, die zugelassen haben, dass sich ihre Seele entwickelt, indem sie dem aufwärts führenden Wege folgt, denn sie werden für die euch erwartende Zeit der Wandlung vorbereitet und stark genug sein, um sich gegenüber Sekten und Religionsgemeinschaften zu behaupten.
46 Ich habe euch meine Unterweisung zur Kenntnis gebracht, welche wie ein belebender Strom ist, der von mir ausgeht. Niemand wird seinen Lauf aufhalten können. Er ist von einem hohen Berge herabgeströmt, um die dürstende Erde fruchtbar zu machen.
47 Ich bin bei euch, und ihr braucht nichts zu fürchten. Meine Inspiration fließt ewig, und immerdar könnt ihr euch von mir nähren. Wie jener Engel sage Ich euch heute: Ehre sei Gott im Bewusstsein des vergeistigten Menschen und Friede auf Erden der Menschheit, wenn diese bestrebt ist, auf der Welt den Frieden zu errichten.
48 Geliebtes Volk, Ich verströme in euch das läuternde Feuer meines Wortes, damit ihr Kraft, Licht und Leben habt. Ich sende euch meine Gedanken durch diesen Stimmträger, ohne dass sie sich beim Passieren desselben beflecken können. Die Göttlichkeit wird nicht befleckt, wenn sie sich durch das menschliche Gehirn kundtut, auch wenn dieses nicht vergeistigt ist.
49 Ich muss meine Unterweisungen öfters wiederholen, damit die "Letzten", die unablässig vor mich kommen, den ersten Schritt tun und von diesem Zeitpunkt an, von dieser ersten Lektion an, den Wesensgehalt dieser Kundgebung kennenlernen.
50 Wisset, dass die, die sich lieben, sich über größte Entfernungen hinweg verständigen können; Ich liebe euch, und ihr liebt mich gleichfalls. Für den Geist gibt es keine Barrieren; auf eurem Lebenswege habt ihr viele Gelegenheiten, dies zu erfahren. Ihr lernt, mich zu lieben, und es gibt Augenblicke, in denen ihr das Gefühl habt, die wahre Liebe erreicht zu haben, die Ich dazu bestimmte, euer Herz zu erleuchten, damit sie euch auf eurer Lebensreise Kraft gibt.
51 Ich verlange nicht von euch, etwas zu tun, was ihr nicht kennt oder was ihr nicht vermögt. Wenn Ich dies tun würde, wäre Ich ungerecht mit euch. Wenn jemand den Entwicklungsgrad kennt, den ihr erreicht habt, so bin Ich es. Beachtet, dass Ich nicht von euch verlange, dass ihr mit mir von Geist zu Geist Zwiesprache haltet, ohne dass ihr zuvor eine Vorbereitung erhaltet. Diese Vorbereitung gebe Ich euch, wenn Ich mich durch die Stimmträger mitteile, durch deren Gehirn Ich euch meine Unterweisungen zukommen lasse.
52 Lernt zu lauschen, o Schüler, denn lauschen ist nicht dasselbe wie hören. Alle hören, aber es sind nur sehr wenige, die zu lauschen verstehen, und dies ist die einzige Art und Weise, in der die Wahrheit meiner Unterweisungen verstanden werden kann.
53 Wisset, dass der Meister diese Mühe der geistigen Annäherung zwischen dem Menschen und seinem Gott auf sich nimmt, wenn er euch seine Gedanken zusendet, damit sie euch beim Herabstrahlen erleuchten. Äußerlich ist die Sprache, die von den Lippen der Übermittler kommt, allzu schlicht, aber ihr Sinngehalt ist vollkommen wie euer Vater, der ihn euch sendet. Der beabsichtigte Sinn dieses Werkes ist jenseits dessen, was ihr euch vorstellt und begreift; daher sollt ihr es euch göttlich, groß und ewig vorstellen. Es ist mehr als ein Trost für die Mühseligen, mehr als ein Balsam für die Kranken. Es ist das höchste Geschenk für den Geist, das euch das Glück beschert, Gott zu lieben, und das euch die Erkenntnis des wahren Lebens vermittelt.
54 Wisset, dass der, der etwas von dem versteht und erkennt, das jenen Vorbehalten ist, die sich geistig erheben, seinen Geist nicht mehr von jenem Lichte losreißen kann, das ihm offenbart wurde. Ob er unbekannte Welten betritt oder ein ums andere Mal zur Erde zurückkehrt — was er einmal als einen göttlichen Lichtfunken empfing, wird immer wieder aus dem Reinsten seines Wesens empordringen als Ahnung, als eine göttliche Inspiration. Zuweilen wird es wie ein süßes Erwachen oder wie ein himmlischer Gesang aufleben, welcher das Herz mit Wonne überfluten wird, wie eine Sehnsucht nach Rückkehr in die geistige Heimat. Das ist es, was meine Lehre für die Seelen bedeutet, die in dieses Leben zurückkehren. Dem Anschein nach vergisst der Geist seine Vergangenheit, aber in Wahrheit verliert er die Kenntnis meiner Unterweisung nicht.
55 Denen, die daran zweifeln, dass es das Göttliche "Wort" ist, das in diesem Augenblick und in dieser Form zu euch spricht, sage Ich, dass wenn sie mir nicht jenen Namen geben wollen, wenn sie dies Wort nicht dem Göttlichen Meister zuschreiben wollen, sie sich den Sinngehalt dieser Unterweisung vornehmen und jedem seiner Gedanken auf den Grund gehen sollen; wenn sie beim Nachdenken über das, was sie vernommen haben, zu dem Schluss kommen, dass es Licht und Wahrheit für die Menschheit enthält, sollen sie es als Maßstab für ihre Schritte auf Erden verwenden und damit ihr Leben umwandeln.
56 Ich weiß, dass Ich euch die wahre Weisheit übergebe; was die Menschen glauben, ändert nicht das Geringste an meiner Wahrheit. Doch es ist notwendig, dass der Mensch sich dessen gewiss ist, was er glaubt, was er weiß und was er liebt. Nur deswegen begebe Ich mich bisweilen in meinen Kundgebungen auf das Niveau der Menschheit, um so zu erreichen, dass sie mich erkennt.
57 Denen, die Ich bereits Jünger nenne, muss Ich sagen, dass sie die heilige Pflicht haben, jene zu unterrichten und zum Verstehen dieser Lehre zu bringen, die Ich "Kindlein" nenne, denn sie verstehen noch nicht, was sie sehen oder was sie in meinen Unterweisungen hören. Um meine Jünger zu sein, genügt es nicht zu begreifen, sie müssen auch fühlen. Denn es gibt viele, die, obwohl sie genügend von den Unterweisungen verstehen, die Ich ihnen in meinem Worte übergeben habe, nicht fähig sind, jenem ihre Hand entgegenzustrecken, welcher die Göttliche Lehre noch nicht zu erfassen vermochte. Macht euch bewusst, dass meine "Kindlein" oftmals eurer Erläuterungen und eurer Erfahrung bedürfen. Schult euch, damit ihr sie unterrichten könnt und ihr erlebt, wie sich in ihnen der Glaube entfaltet und in euch die Gabe des Wortes. Ihr sollt tiefen Glauben entzünden, dem auch Vernunft und Verständnis zu eigen sind.*
* Hier sei daran erinnert, dass in früheren Zeiten und auch heute noch viele Gesetzmäßigkeiten unbekannt waren und sind. Durch Unwissenheit und Irrtümer bedingt entstand so der Widerspruch zwischen Glauben und Wissen, zwischen Religion und Wissenschaft. Dieser Widerspruch wird durch die Geistlehre aufgehoben, da sie statt „blindem“ Glauben einen auf geistiger Erkenntnis und Einsicht beruhenden Glauben ermöglicht ─ einen wissenden Glauben und dadurch eine zur geistigen und jenseitigen Wirklichkeit hin erweiterte und erleuchtete Wissenschaft.
58 Es stimmt nicht, dass ihr alle hartherzig seid. Ich habe euch oft um anderer willen weinen sehen und erlebt, dass eure Herzen von einem fremden Schmerz zerrissen waren.
59 Diese Epoche wurde mit der Kundgabe meines Strahles durch die Verstandesorgane* eröffnet, welche dafür erwählt waren, weil sie diese Mission in sich trugen. Glaubt nicht, dass sie wegen ihrer Reinheit erwählt worden sind, denn wenn es so wäre, hätte Ich keinen einzigen gefunden.
* Das Denk- und Sprechvermögen der "Stimmträger".
60 Sättigt euch an meiner göttlichen Stärkung und fühlt euch sicher, weil ihr bei mir seid. Morgen, wenn euer Herz zur Liebe erwacht und vom Gefühl der Nächstenliebe belebt wird, soll es unablässig an seinen Mitmenschen tun, was Ich an ihm getan habe.
61 Gedenket jenes Tages, der für die erste Versammlung von Jüngern dieses Werkes voller Licht und Jubel war. Es war der 1. September 1866, als sich das Licht Elias' als Inspiration auf jene ergoss, die sich um Roque Rojas* versammelten.
* Der Name dieses ersten Stimmträgers und Bevollmächtigten wird „Roke Rochas“ (schweizerisches „ch“) ausgesprochen.
62 An jenem Tage wurden jene geweiht, welche die ersten Leiter und die ersten Stimmträger werden sollten. Es war ein Tag der Inspiration, der Offenbarungen, der Verheißungen und Bündnisse.
63 Jene Jünger fühlten sich geistig an den Sinai oder den Berg Tabor versetzt, sie gedachten der großen Offenbarungen der Ersten und der Zweiten Zeit. Und sie irrten sich nicht in ihrem ahnungsvollen Gefühl, denn die geistige Gegenwart Moses', meine Gegenwart und die Elias' war bei ihnen, so wie es auf dem Berge Tabor in jenem geistigen Gesicht gewesen ist, das von einigen meiner Jünger geschaut wurde — die Offenbarung, die von den Menschen "die Verklärung Jesu" genannt wurde.
64 Euch, die ihr mich an diesem Tage vernehmt, sage Ich in Wahrheit, dass die geistige Gegenwart Moses', meine Gegenwart und die Elias' bei euch ist. Was hatten die Menschen der Zweiten Zeit, das ihr nicht habt? Ihr habt denselben Glauben wie jene, wie Ich euch auch sage, dass es bei euch ebenso Unvollkommenheit und Sünde gibt, wie es sie in jener Zeit gab.
65 Hier habt ihr die Gegenwart der drei Gesandten: die von Moses, von Jesum und von Elias — eine geistige Gegenwart, für menschliche Augen unsichtbar und nur den Sinnen des Geistes wahrnehmbar. Darum sage Ich euch: Bereitet euch, damit ihr euch des Lichtes erfreut, das sich in diesem Augenblicke auf euren Geist ergießt.
66 Öffnet euer Herz und fühlt in ihm die Gegenwart Moses'. Werdet feinfühlig und hört seine geistige Stimme, die euch ermutigt, die Wanderung fortzusetzen, so wie er sein Volk in der ersten Zeit ermunterte, als es die Wüste durchquerte.
67 Moses ist nicht untätig im Schoße des Vaters, sein Geist arbeitet ohne Unterlass und bewirkt, dass die Stimme des Gesetzes in jedem Geiste vernommen wird. Er sagt euch, dass ihr die wahren Kinder des Glaubens sein sollt, damit ihr zu jenem dem Geiste verheißenen Lande gelangt.
68 Volk, bewahrt in euren Herzen die Lektion, die ihr vernommen habt, damit ihr euch immer meiner geistigen Gegenwart erfreut, die euch während des ganzen Lebensweges geführt hat.
69 Betet, denn Ich nehme eure Gedanken auf, und solange eure Fürbitte anhält, werde Ich meinen Segen auf die Menschheit herabströmen lassen.
Mein Friede sei mit euch!

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