BWL - Band X - Unterweisung 288

Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band X - Unterweisung 277 - 309

Unterweisung 288

1         Ich komme zu eurem Herzen herab, weil es mein Heiligtum ist. Mein Wort bereitet euch für das Tagewerk vor, das ihr in Angriff nehmen müsst. Diese Vorbereitung ist geistig und ist im Einklang mit der Mission, die ihr durchführen werdet.

2         In der Ersten Zeit, als das Volk schon bereit war, das Ägypten seiner Gefangenschaft und seiner Prüfungen zu verlassen, um durch die Wüste zum Gelobten Lande zu gehen, sah es alles voraus und bereitete es alles vor. Es hatte den Wanderstab, die Sandalen und das Reisebündel bereitgelegt, damit ihm auf der Wanderschaft nichts fehlen würde.

3         In der gleichen Weise müsst ihr jetzt Vorsorge treffen und euch vorbereiten, damit euch bei der "Wüstendurchquerung" nichts fehlt.

4         Aber vergesst nicht, dass jenes Volk sich nicht nur mit Lebensmitteln für den weiten Weg versorgte, sondern dass es auch daran dachte, zu beten, Buße zu tun, um sich zu läutern und den Vorsatz zu fassen, immer vereint zu bleiben und eine einzige Familie zu bilden. Wenn ihr wissen wollt, warum jenes Volk trotz seiner vielen Prüfungen und Missgeschicke das Gelobte Land zu betreten vermochte, so sage Ich euch, dass es aufgrund seines Glaubens, seines Gebetes und seiner Einigkeit geschah.

5         Jene geistige Saat ist unter euch.  Warum solltet ihr nicht jenes Beispiel zum Vorbild nehmen, um zum neuen Ziele zu gelangen?

6         Ihr wisst sehr wohl, dass es nicht die Sandwüste ist, die euch erwartet, sondern die Menschheit. Es ist kein Land auf der Erdoberfläche, das ihr suchen werdet, sondern das Vaterland des Geistes, das jenseits des Menschlichen liegt.

7         Wahrlich, Ich sage euch, "Israel" wird neu erstehen, um wie eine Fackel inmitten der Menschheit zu sein.

8         Ich erwecke euch derzeit, damit ihr erfahrt, dass ihr meine Kinder seid, dass ihr Teil jenes Volkes des Friedens, des Lichtes und der Vergeistigung seid.

9         Lasst euer Herz alles fühlen, was die Menschheit bewegt oder peinigt. Betet für den Frieden aller, lasst eure Gedanken im Verstande der anderen aufleuchten. Ich segne im Voraus jene, die ihre Aufgabe erfüllen, ihre Mitmenschen zu lieben und ihnen zu dienen.

10     Ich will, dass eure Gegenwart dazu dient, Frieden zu stiften, zu trösten, euren Mitmenschen zu Segnungen zu verhelfen.

11     Heute seid ihr noch Schüler angesichts meiner Unterweisung und euch ängstigt der Kampf, wenn ihr seht, wie sich der Schmerz, das Laster, das Elend, der Egoismus ausgebreitet haben. In jenen Augenblicken, wenn euer Gewissen von euch geistige Erfüllung, Arbeit und Aktivität verlangt, und euer Herz furchtsam fragt: "Was soll ich angesichts eines so großen Chaos tun" — warum fürchtest du dich und warum zweifelst du, Volk? Erkenne, wie euch mein Wort vorbereitet, wie euch das Leben ständig praktische Lektionen erteilt, und auch das, wie euch der Kampf und die Prüfungen die unbedingt nötige Widerstandsfähigkeit für das Tagewerk geben, das euch erwartet.

12     Ich sende euch nicht aus, um eine Mission auszuführen, für die ihr nicht genügend befähigt seid. Ich werde euch weiterhin lehren, und wenn ihr stark seid, werde Ich euch sagen: "Nehmt das Kreuz auf euch und folgt meiner Spur."  Wenn ihr bis dahin nur beten könnt, so betet für eure Mitmenschen. Wenn ihr Kranke zu heilen versteht,  so bringt ihnen diesen Trost. Wenn ihr das Verlangen habt, eure Moral zu bessern,  so tut es. Aber tut etwas zum Wohle eurer Seele, das ihr als Vorbereitung für den Zeitpunkt dienen soll, da ihr euch auf den Weg macht und euer Kreuz auf euch nehmt.

13     Heute, da ihr euch noch nicht eurer geistigen Mission widmet, aber doch den Wunsch habt, etwas zum Wohle eurer Nächsten zu tun, rate Ich euch, zu beten, damit ihr die Kraft und die Macht kennenlernt, die das Gebet besitzt. Dieses Licht sollt ihr erlangen, noch bevor euer Kampf beginnt.

14     Wer sich im Gebet inspiriert, ist unbesiegbar in den Prüfungen und vollbringt Wunder an seinen Mitmenschen.

15     Ich will, dass dies Volk, das eingehend von Mir gelehrt worden ist, das vollkommene Gebet auszuüben vermag — jenes, das es in Verbindung mit dem Geistigen Reiche setzt, damit es später seine Mitmenschen beten lehrt, ihnen alles erklärt und aufzeigt, was es auf seinem Wege an Erfahrung gewonnen hat.

16     Warum eure Gedankenwelt auf den Erdkreis beschränken, da ihr doch eine Lichtwelt jenseits des Materiellen offensteht? Warum die Seele dem menschlichen Leben unterwerfen, da ihr doch ein unendlicher Raum jenseits eures Blickes und eures Verstandes zur Verfügung steht?

17     Diese Welten des Gedankens und der Seele sind ungenutzt, da ihr nicht zu ihnen gelangen wolltet, weil ihr nicht zu beten verstandet.

18     Denkvermögen und Geist, vereinigt im Gebet, schaffen im Menschen eine Kraft, die jeder menschlichen Kraft überlegen ist.

19     Im Gebet wird der Schwache gestärkt, der Feige wird von Mut erfüllt, der Unwissende wird erleuchtet, der Schüchterne wird unbefangen.

20     Wenn der Geist harmonisch mit dem Verstand zusammenzuwirken vermag, um das wahre Gebet zu erreichen, wird er zu einem unsichtbaren Soldaten, der vorübergehend von dem, was sein Wesen betrifft, Abstand nimmt, sich an andere Orte versetzt, sich vom Einfluss des Körpers befreit und sich seinem Kampfe widmet, Gutes zu tun, Übel und Gefahren zu bannen, den Bedürftigen einen Funken Lichtes, einen Tropfen Balsam oder einen Hauch von Frieden zu bringen.

21     Begreift aufgrund all dessen, was Ich euch sage, wie viel ihr inmitten des Chaos, das diese Menschheit ergriffen hat, mit dem Geist und mit dem Verstand zu tun vermögt. Ihr seid in einer Welt gegensätzlicher Gedanken und Ideen, in der die Leidenschaften toben und die Gefühle des Hasses aufeinanderprallen, in der das Denken durch den Materialismus verwirrt ist und die Seelen von Finsternis umfangen sind.

22     Nur wer mittels des Gebetes gelernt hat, sich gedanklich und geistig in die Regionen des Lichtes, die Sphären des Friedens zu erheben, wird die Welt der Kämpfe, in der sich alle menschlichen Leidenschaften widerspiegeln, betreten können, ohne besiegt zu werden, und im Gegenteil etwas Nutzbringendes für jene zurücklassen, die des Lichtes des Geistes bedürfen.

23     Bereitet euch vor, geliebte Jünger, und Ich werde euch erlauben, in jene Welt des Schmerzes und des Elends einzudringen. Dorthin soll eure Seele als ein Bote von Mir gelangen und Licht bringen.

24     Da ihr all dies schon auf dieser Welt erkennen und wissen könnt — wozu dann warten, bis man im Geistigen ist? Wartet nicht, bis die Tage und Zeiten vorüber sind, ohne eurer Seele Fortschritt und Befreiung zu ermöglichen. Tut ihr euren Teil, und Ich werde das Übrige tun.

25     Ich bin Macht, daher kann Ich einen eurer Gedanken, eines eurer Gebete in etwas für eure Mitmenschen Berührbares und Sichtbares verwandeln.

26     Um in dieser Weise zu wirken — werdet ihr da etwa nicht in Wirklichkeit einen Friedensengel in eurem Wesenskern haben? Und was wäre dies Volk, wenn es sich insgesamt mit wahrer Harmonie und Brüderlichkeit auf jenen geistigen Kampf vorbereiten und dafür vereinigen würde? Es wäre ein Heer, das kämpfen würde, um die Rettung der Menschheit zu erreichen.

27     Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr bereits im Geiste, im Denken und Wollen vereint wärt, würde euer Gebet allein genügen, um die Nationen aufzuhalten, die in der Vorbereitung auf die Stunde leben, in der sie sich aufeinander stürzen wollen. Ihr würdet die Feindschaften beseitigen, wäret ein Hindernis für all jene bösen Pläne eurer Mitmenschen, wäret wie ein unsichtbares Schwert, das die Mächtigen besiegt, und wie ein starker Schild, der die Schwachen schützt. Die Menschheit würde angesichts dieser offensichtlichen Beweise einer höheren Macht einen Augenblick innehalten, um sich zu besinnen, und diese Besinnung würde ihr viele schwere Stöße und Heimsuchungen ersparen, die sie andernfalls durch die Natur und deren Elemente erhalten wird.

28     Der Baum der Wissenschaft wird beim Wüten des Orkans durchgerüttelt werden und seine Früchte auf die Menschheit fallen lassen. Doch wer hat die Ketten jener Elemente gelöst, wenn nicht der Mensch? Zwar haben die ersten Menschenwesen auch den Schmerz kennengelernt, um zur Wirklichkeit zu erwachen, um zum Lichte des Gewissens erweckt zu werden und sich einem Gesetze anzupassen. Aber der entwickelte, bewusste und gebildete Mensch dieser Zeit — wie kann er es wagen, den Baum des Lebens zu schänden?

29     Das Leben der ersten Menschen war in jenes Gleichnis gehüllt, das euch offenbart, wie der Mensch das Paradies der Unschuld, in dem er lebte, verlor, und wie er eine Welt der Besinnlichkeit und des Friedens für eine Welt des Kampfes, der Arbeit, der Entwicklung und Verdienste verschmähte. All dies war im Rahmen dessen, was geschehen sollte, im Sinne der Ratschlüsse des Schöpfers. Jene Verschmähung war notwendig, damit die Seele bei der Stimme ihres Gewissens, welche göttliches Licht im Innern des Menschen ist, erwachen würde, und dieser seinen Weg begänne, indem er Verdienste erwirbt, von der tieferen Lebensebene zu der höheren aufsteigt, die der Seele vom Schöpfer bestimmt ist.

30     So ist es wahr, dass alles für die Zeit vorhergesehen war, in der der Mensch seinen ersten Schritt in den Kampf um das Leben, die Entwicklung und Erhebung seines Wesens tun würde, damit er vom ersten Moment an, da sich die ersten Bedürfnisse auf seinem Wege bemerkbar machten, eine Welt, eine Natur, ein Leben vor sich in seiner Reichweite haben würde wie eine schöne, belebende und süße Frucht, deren Gehalt ihm jedoch unendlich viele Lektionen an Weisheit, Liebe und Gerechtigkeit geben würde.

31     Wie viel Schatten und wie viele Früchte hat der Baum des Lebens und der Wissenschaft dem Menschen gegeben! Warum erscheint dann die Menschheit heute, da sie auf der Welt als eine entwickelte Menschheit existiert, blind und fordert sie selbst die Elemente, die ihr das Leben gegeben haben, heraus und misshandelt sie den Baum, der ihr niemals die Frucht der Weisheit verweigert hat? Ich werde euch sagen, warum: Weil der Mensch aufgehört hat, zu beten, und weil er nicht mehr betet, hat er alles vergessen, was zum Leben der Geistseele gehört. Als er sich dann dem Leben auf der Erde verschrieben hatte, ist es sein höchstes Ziel, sein größter Ehrgeiz gewesen, mächtig, reich, gelehrt, absoluter Herr zu sein, und all dies hat ihn ins Verderben gerissen, weil er auf einen vergänglichen Ruhm aus war.

32     Ich will zwar, dass ihr Sehnsüchte habt, dass ihr strebsam seid, dass ihr davon träumt, groß, stark und weise zu sein, aber an ewigen Gütern des Geistes. Denn, um jene Güter zu erlangen, sind alle Tugenden erforderlich, wie die Barmherzigkeit, die Demut, die Vergebung, die Geduld, die Hochherzigkeit, mit einem Wort: die Liebe. Und alle Tugenden erheben, läutern und vervollkommnen die Seele. In dieser armseligen Welt, in dieser vorübergehenden Heimstatt musste der Mensch — um groß, mächtig, reich oder gelehrt zu sein — egoistisch, falsch, rachsüchtig, grausam, gleichgültig, unmenschlich und hochmütig sein, und all dies musste ihn in einen äußersten Gegensatz zu dem bringen, was Wahrheit, Liebe, Friede, wahre Weisheit und Gerechtigkeit ist.

33     Was wird geschehen, wenn die Menschen sich bewusst werden, dass ihre maßlose Liebe zur Welt und ihre Verehrung für das Irdische sie zu einem leiderfüllten Scheitern gebracht haben? Sie werden versuchen, den verlorenen Weg wiederzufinden, jene Prinzipien und Gesetze aufzuspüren, von denen man sich abgekehrt hatte, und in diesem Bestreben werden sie sich Doktrinen schaffen, werden sie sich Vorschriften machen, werden Philosophien, Weltanschauungen und Theorien hochkommen.

All dies wird der Beginn einer neuen und großen Schlacht sein — nun nicht mehr veranlasst durch unlauteres Streben nach irdischer Macht. Keine mörderischen Waffen werden mehr Leben vernichten, Heime zerstören oder menschliches Blut vergießen. Die Schlacht wird anders sein, denn dann werden die großen Religionsgemeinschaften gegen die neuen Lehren und die neuen Religionen ankämpfen.

34     Wer wird in dieser Schlacht siegen? Keine Religion wird aus diesem Streit als Sieger hervorgehen, ebenso wie in diesem mörderischen Krieg, den ihr heute erleidet, kein Volk siegreich bleiben wird.*

* In dem hier angesprochen Zweiten Weltkrieg gab es zwar sogenannte Siegermächte, aber der Kampf um die irdische Vorherrschaft ging nach Kriegsende weiter bis heute. In diesem Ringen wird jedoch am Ende keine Weltmacht siegreich bleiben.

35     Über dem Krieg zur Erlangung der irdischen Vorherrschaft wird meine Gerechtigkeit walten, und später, bei jener Schlacht zur Durchsetzung irgendeiner Doktrin oder Religion, wird meine Wahrheit obsiegen.

36     Die einzige und höchste Wahrheit wird wie das Licht eines Blitzes in einer Sturmnacht aufleuchten, und jedermann wird diesen göttlichen Lichtblitz an dem Ort, an dem er sich befindet, schauen.

37     Bis dahin wirst du, Volk, Zeit haben, auf den Pfaden voranzukommen und dich auf dem Wege deiner Mitmenschen als Bote, Wegbereiter und Prophet des himmlischen Lichtes zu offenbaren.

38     Während die einen die Wege von Hindernissen frei machen, werden andere den geistigen Samen säen, und wieder andere werden kämpfen, weil meine Botschaft bis zu den Grenzen der Erde gelangen soll.

39     Manchmal wird eure Gegenwart und euer Wort die Verwirrung der Menschen vermehren. Aber wenn dieser Same einmal ausgesät ist, wird er früher oder später aufgehen. Denn — da er göttlichen Ursprungs ist — kann er nicht zugrunde gehen wie der Same der Erde, wenn er nicht gepflegt wird.

40     Unter euch soll es keine "Erlöser" noch Richter geben. Aber dennoch werde Ich durch euch erlösen und richten können. Ihr sollt als Diener eures Vaters, als Jünger unterwegs sein und in die Provinzen gehen.

41     Wenn ihr wirklich demütig und barmherzig seid, werden eure Werke, eure Worte und eure Gedanken trotz ihrer Einfachheit die Seele derer berühren, die in irgendeiner Weise gegen die Wahrheit verstoßen haben.

42     Ihr werdet auf eurem Wege denen begegnen, die behaupten, Mich zu vertreten, und es nicht mit ihren Werken beweisen. Ihr werdet bei Wissenschaftlern Unfähigkeit entdecken, die für gelehrt gehalten werden. Ihr werdet euch vom Mangel an Gerechtigkeit bei den Richtern überzeugen und von der falschen Größe der Mächtigen. All dies und noch viel mehr werden eure Augen sehen. Aber dennoch sollt ihr niemanden verurteilen, weil dies nicht eure Aufgabe ist.

43     Meine Barmherzigkeit wird euch dort hinführen, damit euer Herz, von den menschlichen Nöten und Schwachheiten ehrlich bewegt, jene Liebe als Balsam verströmt, die Ich in eure Seele gelegt habe.

44     Wenn ihr seht, dass andere eurer Mitmenschen den Namen und das Wort Christi lehren, so seht nicht auf sie herab. Denn es steht geschrieben, dass meine Wiederkunft dann geschehen würde, wenn das Wort, das Ich euch in der "Zweiten Zeit" brachte, sich über die ganze Erde verbreitet haben würde. Doch Ich sage euch, dass es noch immer Orte auf der Welt gibt, die jene Botschaft noch nicht erhalten haben. Wie könnte die heutige, zutiefst geistige Lehre jene Völker erreichen, ohne dass sie zuvor den göttlichen Liebessamen empfangen haben, den der Erlöser euch in seinem Worte und seinem Blute gab?

45     Zu allen wird meine Botschaft gelangen, und ihr alle werdet zu Mir kommen. Alles habe Ich für die kommenden Zeiten vorbereitet, und an allen wird sich mein Wille vollziehen, weil Ich der Herr der Seelen, der Welten, der Rassen und der Völker bin.

46     Eine Welt von Geistwesen wartet nur auf die Stunde, um dieses Erdental zu bewohnen. Es sind Lichtwesen, die es nicht verschmähen, im Schoße der zurückgebliebenen Völker zu inkarnieren, weil ihre Mission gerade die sein wird, jene zu erwecken, die schlafen.

47     Wenn diese großen Legionen von Lichtgeistern die Erde bewohnen, ausgesät und verteilt durch die Weisheit des Vaters, wird man die Annäherung unter den Menschen, den Wunsch nach Verständigung, nach Harmonie und Frieden zu bemerken beginnen. Man wird sehen, wie ein Volk sich mit anderen Völkern vereinigt, als ein Anzeichen für die universelle Vereinigung, zu der alle meine Kinder gelangen müssen.

48     Wer wird meine Pläne ändern können oder Mich bei dem, was Ich vorgesehen habe, scheitern lassen können? Alles innerhalb des Menschlichen hat seine Grenze, weshalb Ich euch sage, dass ihr nun zur Grenze des schlechten Gebrauches gelangt, die ihr von der Gabe der Willensfreiheit gemacht habt.

49     Der rasende Lauf des Menschen hat ihn schnell an diese Ziel gebracht, und er selbst wird sich das Gericht schaffen durch die Frucht seiner eigenen Werke.

50     Wer von denen, die Mich vernommen haben, und der daher die Pläne des Herrn kennt, wird angesichts dessen, was täglich auf der Welt geschieht, in Aufregung oder Verwirrung geraten können? Und wer, der Mich gehört hat, wird gleichgültig, untätig oder stumm bleiben können inmitten einer Welt, die geistige Orientierung benötigt, was dasselbe ist, wie zu sagen: eine höhere Moral?

51     Meine Gerechtigkeit und meine Liebe sind stärker als die Schlechtigkeit der Menschen, weshalb Ich euch sage, dass mein Wille sich bei allen vollziehen wird.

52     Wenn einmal der Friede unter den Menschen eintritt, und die Menschheit wieder den Wert begreift, den das Gebet und das Fasten hat, werdet ihr wissen, dass Ich der Baum des Lebens bin, in dessen Ästen, die bis ins Unendliche ausgebreitet sind, ihr die Arme des Meisters erkennen könnt, die wie an jenem Kreuze ausgebreitet sind, wo Er sein Blut für euch vergoss und damit jene Worte in die Gewissen prägte, die sagen: "Ich bin das Leben, wer zu Mir kommt, wird niemals 'sterben'."

53     Ich bin das Saatkorn, aus dem Ich das Neue Volk Israel schaffen werde — das Volk, das der Welt Schatten spenden und ihr Früchte geistigen Lebens bescheren soll.

54     Noch immer seid ihr sehr unbeholfen und furchtsam, euer Glaube ist gering und euer Wissen beschränkt. Der Beweis dafür ist, dass bis heute keine Patriarchen unter euch erstanden sind, deren Tugend, Eifer in meinem Gesetze und Güte einem Volke Leben geben sollen — wie jene gerechten und rechtschaffenen Männer, die Israel in seinen frühen Tagen Gestalt und Namen gaben. Erinnert euch an Abraham, einem Führer, dem es gelang, aus allen Sippen eine einzige Familie zu machen — an Moses, der mit seinem Glauben, seiner Kraft und seiner Liebe die israelitischen Stämme zu einem einzigen Volke zu vereinen verstand.

55     Die Gabe des Geistigen Gesichtes ist unter euch ausgegossen, und dennoch vernehmt ihr die Stimme eurer Propheten kaum, weil sie noch sehr schwach und unsicher ist.

56     Damit Ich in dieser Form zu euch spreche, und um von euch Werke zu erwarten, die als Beispiel für die zukünftigen Generationen überdauern können, habe Ich euch zuvor den Entwicklungsweg durchlaufen lassen und euch dabei die Mittel zur Verfügung gestellt, um euch entfalten zu können, indem Ich euch ein-umsandere Mal zur Erde sandte, um Erfahrung zu sammeln, welche Erkenntnislicht ist, und um euch in den Prüfungen zu läutern, welche seelische Aufwärtsentwicklung bedeutet.

57     Glaubt irgendjemand von euch, dass sein gegenwärtiges Dasein das erste ist, das er auf der Erde lebt? Nein, Volk, wenn es so wäre, hätte Ich euch in dieser Dritten Zeit nicht aufgesucht.

58     Euer gegenwärtiges Leben ist ein weiteres der Reisewege zur seelischen Entfaltung, die ihr auf dieser Welt gemacht habt. Ich vergebe euren Zweifel, weil er nicht aus dem Geiste, sondern aus dem "Fleische" stammt.

59     Ihr mögt die Ärmsten unter der Menschheit sein, mögt als Ungebildete und Unwissende betrachtet werden können, eure Arbeit mag bis heute nicht von Bedeutung gewesen sein, eure Gottesverehrung mag etwas Unbestimmtes sein. Aber nun von Mir geistig beurteilt sage Ich euch erneut, dass Ich einen Grund hatte, euch für meine Kundgebung und meine Offenbarungen zu erwählen.

60     Mit dem Meißel meines Wortes forme Ich eure Seele, euer Herz und euren Verstand, wobei Ich euch genügend Wissen gebe, dass euer Vertrauen in euch selbst groß wird, weil ihr wisst, wer ihr seid, von wem ihr abstammt, wozu ihr zur Welt gesandt worden seid und was euer Ziel ist.

61     Ich habe zu euch von Wissen und von Vertrauen gesprochen, damit ihr euch auf das richtige Ziel einstellt, das jenes ist, das euch euer Gewissen aufzeigt. Denn so wenig wie ihr euch für minderwertig halten sollt, indem ihr Demut mit Mangel an Vertrauen in euch selbst verwechselt, ebenso wenig dürft ihr euch niemandem für überlegen halten. Denn Eitelkeit, Hochmut und Stolz sind nicht Lichtseelen eigen, sondern Seelen, die vom Lichte geblendet worden sind.

62     Ihr wisst nun also, dass ihr "Wanderer" seid, und dass euch bei der jetzigen Gelegenheit das Glück zuteil wurde, meine Botschaft zu empfangen, und die Überträger, die Übermittler und Stimmträger meiner Kundgabe zu sein.

63     Keinerlei Unsicherheit oder Zweifel hinsichtlich eurer geistigen Mission wird euch kommen können. Alles ist gesagt, alles ist wie ein Pfad voller Klarheit gebahnt. Ihr müsst nur noch im Gebet und in der Befolgung meiner Unterweisung stark werden, damit ihr ganz den Weg betretet, den die Patriarchen, die Volksführer, die Propheten, die Jünger, die Apostel, die wahren Zeugen Gottes zurückgelegt haben.

64     Von allen Punkten der Erde werde Ich die Kinder dieses spiritualistischen Volkes kommen lassen. Denn Ich wiederhole für euch, dass dieses Volk keine Rasse ist noch menschlichen Ursprung hat. Es ist eine geistige Legion, deren Zahl sich ständig erneuert, damit es auf der Welt immer solche gibt, die von Geist zu Geist meine Inspiration empfangen.

65     Physisch werdet ihr nicht entdecken können, welche diesem Volke angehören. Nur an ihrer Vergeistigung und der Entfaltung ihrer Gaben und Fähigkeiten werdet ihr sie erkennen können.

66     Was ist die wesentliche Mission dieses Volkes, dem Sendboten des Herrn? Die Menschheit von jeder Knechtschaft zu befreien, sei es die der Seele oder die des Denkens; sie an das Gesetz zu erinnern, an die göttlichen Verheißungen zu erinnern; sie in ihren Verirrungen zu verwarnen, sie zum Guten zu ermahnen, sie zum "Gelobten Lande" zu führen, welches das Reich der Liebe, der Weisheit und des Friedens ist, wohin alle Wesen, alle Völker und alle Welten kommen werden, um eine einzige Familie zu bilden: die Familie Gottes.

Mein Friede sei mit euch!

 

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BWL - Bnd X - Unterweisung 287


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band X - Unterweisung 277 - 309
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Unterweisung 287

1         Die Stimme meines Geistes, die in eurem Gewissen ertönt, ist wie das Läuten einer Glocke, die die Menschheit zur Besinnung ruft.

2         Das Buch der geistigen Weisheit wartet aufgeschlagen, dass die großen Menschenscharen, die großen Pilgerzüge zu ihm kommen, um ihren Durst nach Licht zu löschen.

3         Verkostet, verkostet mein Wort, aus dessen Essenz Süße, Weisheit, Balsam und Frieden fließt.

4         Ich sage dem Menschen, dass er sich selbst ein Unbekannter ist, weil er nicht in sein Inneres eingedrungen ist, weil er sein Geheimnis nicht kennt, weil er seinen Wesenskern nicht kennt. Doch Ich will ihn in dieser Zeit den Inhalt des Buches lehren, das so lange Zeit hindurch für ihn verschlossen gewesen war, und wo alle Geheimnisse aufbewahrt sind, bezüglich derer Ich euch bereits in der Zweiten Zeit verhieß, sie euch durch das Licht meines Geistes zu erklären.

5         Jetzt ist die Zeit gekommen, da ihr euch wirklich kennenlernt und in das Innere eurer Seele eindringt. Dann werdet ihr sagen können, dass ihr zu wissen beginnt, wer ihr seid.

6         Der Mensch wird schließlich seinen Ursprung, seine Bestimmung, seine Mission, seine Gaben kennen und jenes ganze unendliche und ewige Leben, das in seiner Umgebung lebt und webt. Er wird seinen Nächsten nicht mehr beleidigen können, wird nicht mehr gegen das Dasein seiner Mitmenschen verstoßen, noch wird er wagen, irgendetwas von dem, was ihn umgibt, zu entweihen, weil er zu der Einsicht gelangt sein wird, dass alles heilig ist. Er wird das kennenlernen, was seine Seele enthält und sich darin verbirgt, und dann erst hat er eine klare Vorstellung und einen tiefen Glauben daran, dass, da die Seele wunderbar ist, auch die Heimstatt wunderbar sein muss, die der Vater ihr in der Ewigkeit bestimmt hat.

7         Ihr fragt Mich, warum Ich euch nicht alles von Anfang an offenbart habe, um euch Straucheln, Irrtümer und Stürze zu ersparen. Doch Ich sage euch: Ihr hättet meine Offenbarungen nicht verstehen können, solange euch seelische Entwicklung und Entfaltung fehlte. Damals war für euch die Erkenntnis meines Gesetzes ausreichend, als der gerade Weg, der euch zur Quelle unerschöpflicher Weisheit und ewiger Offenbarung führen musste. Ich habe meine Weisheit im Laufe der Zeit, der Zeitalter gelehrt, da sie so groß ist, dass ihr sie nicht in einem Augenblick hättet erkennen können.

8         Mir stehen alle Mittel dafür zur Verfügung, dass keines meiner Kinder ohne das Erbe meiner Weisheit bleibt, da Ich das Leben, die Macht und die Gerechtigkeit bin. Aus Mir ging eure Geistseele hervor, ebenso wie alle Lebenswelten und Körper, die ihr für euren Entwicklungsweg und eure seelische Vervollkommnung benötigt, aus Mir hervorgehen.

9         Der Mensch mag fallen und sich ins Dunkel stürzen und sich daher ferne von Mir fühlen. Er mag glauben, dass, wenn er stirbt, für ihn alles zu Ende ist. Für Mich dagegen stirbt niemand, geht niemand verloren.

10     Wie viele gibt es, die auf der Welt als verdorbene Menschen galten, und die heute voller Licht sind! Wie viele, die als Spur die Schandflecken ihrer Sünden, ihrer Laster und ihrer Verbrechen hinterließen, haben bereits ihre Läuterung erreicht!

11     Ihr fragt Mich: "Warum ist er Weg so weit, und der Pfad der Seele so voller Prüfungen?" Weil die Glückseligkeit sehr groß ist, die sie im vollkommenen Reiche genießen wird, das sie erwartet und das sie durch ihre Verdienst erreichen muss.

12     Die ersten Menschen — jene, die Urahnen der Menschheit waren, bewahrten eine Zeitlang den Eindruck, den ihre Seele vom "Geistigen Tale" mitnahm — ein Eindruck von Schönheit, von Frieden und Wonne, der in ihnen fortbestand, solange in ihrem Leben nicht die Leidenschaften des Fleisches und auch der Kampf ums Überleben in Erscheinung traten. Doch Ich muss euch sagen, dass die Seele jener Menschen, obwohl sie aus einer Lichtwelt kam, nicht den höchsten Heimstätten entstammte — jenen, zu denen ihr nur durch Verdienste gelangen könnt. Dennoch war der Zustand der Unschuld, des Friedens, des Wohlergehens und der Gesundheit, den jene Seelen bei ihren ersten Schritten bewahrten, als eine Zeit des Lichtes unvergesslich, dessen Zeugnis sie an ihre Kinder und diese an ihre Nachkommen weitergaben.

13     Der vermaterialisierte Verstand der Menschen, der den wahren Sinngehalt jenes Zeugnisses missverstand, glaubte schließlich, dass das Paradies, in dem die ersten Menschen gelebt hatten, ein irdisches Paradies gewesen sei, ohne zu begreifen, dass es ein seelischer Zustand jener Geschöpfe war.

14     Ahnt ihr etwa die geistige Heimstätte, die ihr verließet, um zur Erde zu kommen? "Nein, Meister", sagt ihr Mir, "wir ahnen nichts, noch erinnern wir uns an etwas."

15     Ja, Volk, es ist so lange her, seit ihr euch von der Reinheit und der Unschuld entferntet, dass ihr euch nicht einmal jenes Dasein in Frieden, jenen Zustand des Wohlergehens vorstellen könnt. Doch nun, da ihr geschult seid, um die Stimme des Geistes zu hören und seine Offenbarungen von ihm zu empfangen, ist der Weg für euch erreichbar, der jene zum verheißenen Reiche führt, die sich Mir zuwenden. Es ist nicht jenes Paradies des Friedens, von dem die "Ersten" schieden, sondern jene unendliche Welt des Geistes, die Welt der Weisheit, das Paradies der wahren geistigen Glückseligkeit, der Himmel der Liebe und der Vollkommenheit.

16     Wenn ihr, um von einem Kontinent der Erde zu einem andern zu reisen, viele hohe und niedrige Berge, Meere, Völker, Städte und Länder durchqueren müsst, bis ihr das Ziel eurer Reise erreicht, so bedenkt, dass ihr, um zu jenem Gelobten Lande zu gelangen, gleichfalls lange reisen müsst, damit ihr auf der langen Reise Erfahrung, Erkenntnis, Entfaltung und Entwicklung der Seele erlangt. Dies wird die Frucht des Lebensbaumes sein, die ihr schließlich genießen werdet, nachdem ihr viel gekämpft und geweint habt, um sie zu erreichen.

17     Kommt zum Meister, Jünger. Ihr Schafe: Nähert euch eurem Hirten.

18     Der Meister ist ein einziger, die Jünger sind viele, doch meine Unterweisung ist, da es nur eine ist, für alle bestimmt.

19     Ich suche euch mit unendlicher Liebe. Ich habe in eure Seele so viel Anmut und so viele Gaben gelegt, dass Ich nicht bereit bin, auch nur ein einziges meiner Kinder zu verlieren. Ihr seid Teil meines Geistes, seid etwas von meinem Wesen — kann Jener böse sein, der euch mit so viel Eifer und solcher Liebe sucht?

20     Immer, wenn Ich herabkomme, um euch mein Wort zu geben, finde Ich "Letzte" unter den Scharen; es sind jene, die Mich in ihren Herzen am meisten fragen. Doch Ich bin ihnen zu Gefallen und antworte immer auf ihre Fragen. Heute fragen Mich die zuletzt Gekommenen, was der Zweck meiner Wiederkunft ist, worauf Ich antworte, dass der Sinn der ist, den Menschen zu befähigen, durch sich selbst zu seiner ursprünglichen Reinheit zurückzukehren.

21     Wenn ihm im Anbeginn gewährt wurde, nach Erkenntnis des Lebens zu streben, und ihm die Willensfreiheit gegeben wurde, um zu wirken, so hört er heute, da seine Seele wie nie zuvor beim Lichte seines Geistes erstrahlen kann, und seine Erfahrung sehr groß ist, wiederum die liebevolle und doch gerechtigkeitsfordernde Stimme jenes Vaters, der ihm sagte: "Wachset, mehret euch und machet euch die Erde untertan." Doch jetzt sagt sie ihm: "Kehret mit euren Verdiensten zu Mir zurück."

22     Durch Verdienste, Anstrengung und Opfer muss der Mensch zum Paradies zurückkehren, das er verließ, um viele Geheimnisse kennenzulernen, um im Kampfe, im Schmerze, in der Arbeit, in seiner Entwicklung zu einem würdigen Kinde Gottes zu werden — dem Paradies, zu dem er zurückkehren muss, um es niemals mehr zu verlassen.

23     Begreift: Damit diese Menschheit eine wahre Kenntnis über jene Rückkehr zum Reinen und Hohen erlangt, wird es Kampf, Erschütterungen und Verwirrungen im Verstand und in der Seele der Menschen geben. Meine klare, liebevolle und überzeugende Lehre wird der Welt den lichtvollen Weg der Rückkehr zeigen, und einer nach dem anderen werden die Menschen zu Mir kommen. Doch nicht mehr vom Gewicht ihrer Sündenlast niedergedrückt, sondern mit dem Blick auf die Höhen gerichtet, mit Glauben im Herzen und einem Kreuz der Liebe auf ihren Schultern.

24     Die Tür wird offenstehen, und mein Geist voller Liebe wird bereit sein, die Seele an ihren göttlichen Busen zu ziehen, von dem sich jene Seele niemals mehr loslösen wird.

25     Ihr Menschen: Wenn es nur der Instinkt wäre, der alle Handlungen eures Lebens leiten würde, hätte euch euer Vater nicht sein Gesetz offenbaren müssen, noch hätte er als Erlöser kommen müssen, um euch zu retten. Aber ihr hängt nicht von eurem Instinkt ab, höhere Kräfte bestimmen eure Handlungen, und jene Kräfte sind in der Geistseele.

26     Die Seele erfreut sich der Willensfreiheit, mittels derer sie Verdienste erwerben soll, um das Heil zu erlangen.

27     Wer führt, orientiert oder berät die Seele auf ihrem freien Entwicklungsweg, um das Erlaubte vom Unerlaubten zu unterscheiden und um sich daher nicht zu verirren? Das Gewissen.

28     Das Gewissen ist der göttliche Funke, ist ein höheres Licht und eine Kraft, die dem Menschen hilft, nicht zu sündigen. Welches Verdienst gäbe es im Menschen, wenn das Gewissen materielle Gewalt besäße, um ihn zu zwingen, im Guten zu verbleiben? Ich will, dass ihr wisst, dass das Verdienst darin besteht, auf jene Stimme zu hören, sich davon zu überzeugen, dass sie niemals lügt noch sich irrt in dem, was sie rät, und im treuen Befolgen ihrer Weisungen. Wie ihr sicherlich begreifen könnt, erfordert es Schulung und Konzentration auf sich selbst, um jene Stimme klar vernehmen zu können. Welche unter euch üben diesen Gehorsam derzeit aus? Antwortet euch selbst.

29     Das Gewissen hat sich immer im Menschen kundgetan; aber der Mensch hat nicht die notwendige Entwicklung erreicht, um sein ganzes Leben von jenem Lichte leiten zu lassen. Er benötigt Gesetze, Unterweisungen, Vorschriften, Religionen und Ratschläge.

30     Wenn die Menschen dahin gelangen, mit ihrem Geiste in Verbindung zu treten, und, anstatt das Geistige im Äußeren zu suchen, es in ihrem Inneren suchen, werden sie die sanfte, überredende, weise und gerechte Stimme vernehmen können, die immer in ihnen lebendig war, ohne dass sie auf sie hörten, und sie werden begreifen, dass im Geiste die Gegenwart Gottes ist, dass er der wahre Mittler ist, durch den der Mensch mit seinem Vater und Schöpfer in Verbindung treten soll.

31     Der erste Schritt zur Erneuerung der Menschen, um einen Zustand seelischer Erhebung zu erlangen, ist die Barmherzigkeit. Barmherzigkeit gegenüber der Seele, Barmherzigkeit gegenüber dem Körper, Barmherzigkeit gegenüber den Nächsten. Doch muss Ich euch sagen, dass dieses Gefühl nicht richtig gedeutet worden ist: Barmherzigkeit ist ein Name, den ihr bestimmten Handlungen gebt, die ihr vollbringt, und die in den meisten Fällen in ihrem Kern kein Mitgefühl oder eine wahre Absicht, eine Not zu lindern, in sich tragen.

32     Eure menschlichen Gefühle sind noch weit von der Realität entfernt. Daher müsst ihr euch immer die Worte und die Werke Jesu auf der Welt vor Augen halten, als das lebendige und wahrhaftige Beispiel für Barmherzigkeit.

33     Was wird mit einer Seele geschehen, wenn sie die wahre Barmherzigkeit durch Formen verschüttet hat, die nur Heuchelei enthalten? Ihr Erwachen wird sehr leidvoll sein an dem Tag, da sie mit ihrem Gewissen in Verbindung kommt und jene gerechtigkeitsliebende und unerbittliche Stimmt vernimmt.

34     Wie könnt ihr erwarten, dass die Völker sich versöhnen, dass die Regierenden sich einigen und die Kriege aufhören, wenn die Menschen taub für jede Stimme sind, die vom Gewissen ausgeht?

35     Wie leicht wird es für die Menschen sein, sich untereinander zu verstehen, wenn sie in sich stille werden und die Stimme ihrer höheren Vernunft vernehmen, die Stimme jenes Richters, den sie nicht hören wollen, weil sie wissen, dass er ihnen das völlige Gegenteil dessen befiehlt, was sie gerade tun.

36     Ich kann euch überdies sagen, dass, wenn ihr nicht bereit wart, den Weisungen eures Gewissens Gehör zu schenken, ihr auch nicht gehorsam und willig gewesen seid, meine Lehre auszuüben. Ihr anerkennt sie in der Theorie, wendet sie aber nicht in der Praxis an. Ihr sprecht ihr göttliche Essenz zu — sagt, dass Christus sehr groß war, und dass seine Unterweisung vollkommen ist. Aber niemand will groß sein wie der Meister, niemand will zu ihm kommen, indem er ihn wirklich zum Vorbild nimmt. Doch ihr sollt wissen, dass Ich nicht nur kam, damit ihr wüsstet, dass Ich groß bin, sondern auch, damit ihr alle es sein würdet.

37     Der Mensch will das Heil erlangen, ohne seine geistige Natur zu kennen, und dies kann nicht sein.

38     Was nützt es ihm, dass viele an ein Leben nach diesem glauben, wenn sie ihr Dasein nicht darauf verwenden, Verdienste für die Ewigkeit zu erwerben? Ihr ganzer Glaube beschränkt sich darauf, dass ihre Seele nach dem Tode in ein Jenseits gehen wird, und sie warten bis zum letzten Augenblick, um die ganze vergeudete Zeit wiedereinzuholen und alle ihre Schandflecken durch einen Akt der Zerknirschung auszulöschen.

39     Dies ist ein trauriger Irrtum, weil die Verfehlungen nur durch Werke wiedergutgemacht werden können, die zur Voraussetzung haben, dass man den Vorwürfen des Gewissens gehorcht hat, und dass genügend Zeit vorhanden ist, um die begangenen Sünden zu sühnen. Und was die Reue bei denen anbelangt, die im Begriffe sind, in das Geistige hinüberzugehen, so sage Ich euch, dass es nur wenige sind, die in dieser Stunde wegen der Übel weinen, die sie verursacht haben, und dass das, was sie umtreibt, vielmehr die Furcht vor Strafe, vor Verurteilung oder vor Verdammnis ist, so wie sie sich diese vorstellen.

40     Fehlt euch etwa eine Lehre, die ausführlich zu euch spricht, euch vorbereitet und euch die Augen für das Licht öffnet, so wie Ich es durch mein Wort tue?

41     Erkennt, wie notwendig es ist, dass ihr diese Botschaft überall auf der Erde verbreitet. Damit würdet ihr ein wahres Werk der Barmherzigkeit an euren Mitmenschen tun.

42     Beseitigt den falschen Eindruck der Menschen, den sie von den spirituellen Lehren bekommen haben, als ob diese auf Unwissenheit, Täuschung und Betrug beruhen würden. Zeigt meine Lehre in ihrer ganzen Lauterkeit und Erhabenheit, damit sie die Unwissenheit, den Fanatismus und die Verhärtung auflöst, die die Menschen daran hindern, an ihr geistiges Ich zu denken, dem sie jede Handlungsfreiheit geraubt haben.

43     Ihr lebt in Furcht vor dem Geistigen und denkt nicht daran, dass ihr bald nur Geist sein werdet. Doch nicht immer habt ihr die Schuld an eurer Unwissenheit, sondern diejenigen, die euch führen.

44     Sie haben den Sinngehalt der wesentlichen Werte für euch unerkennbar gemacht, bis zu dem Grade, zu glauben, dass die Wahrheit im Widerspruch zur Wahrheit steht.

45     Gebraucht ihr nicht manchmal materielle Objekte so, als ob sie göttlich wären? Schreibt ihr nicht vergänglichen Gütern Ewigkeitswert zu? Ihr glaubt, Christus verstanden zu haben, und kennt Ihn nicht einmal.

46     Habe Ich euch etwa Beweise von Größe gegeben, indem Ich dafür Reichtümer oder Besitztümer der Erde gebrauchte? Jesus kam ohne materielle Reichtümer, Er zeigte sich auf der Welt in größter Armut. Er war groß aufgrund seiner Werke, seines Wortes, seiner Lehre, aber niemals aufgrund seiner äußerlichen Erscheinung.

47     Warum hätte Ich Gebrauch von den Gütern der Erde machen sollen, da diese doch vom Vater für die menschlichen Geschöpfe geschaffen wurden? Was konnte Ich von dieser Natur benötigen, da diese sich doch von Mir nährt?

48     Ich kam, euch die Schönheit eines höheren Lebens als das menschliche zu zeigen, euch zu hohen Werken zu inspirieren, euch das Wort zu lehren, das Liebe erweckt, euch das nie gekannte Glück zu verheißen, das jene Seele erwartet, die den Berg des Opfers, des Glaubens und der Liebe zu ersteigen vermochte.

49     All dies sollt ihr in meiner Unterweisung erkennen, damit ihr endlich begreift, dass es eure guten Werke sind, die eure Seele der wahren Glückseligkeit näher bringen werden.

50     Wenn einmal die erste Lektion verstanden ist und danach befolgt wird, wird sie euch eine wohlschmeckende Frucht bescheren, die euch dazu ermuntern wird, den folgenden Schritt zu tun.

51     Heute bricht für die Welt eine neue Etappe an, in der der Mensch größere Freiheit im Denken anstreben wird, in der er kämpfen wird, um die Ketten der Knechtschaft zu sprengen, die sein Geist mit sich geschleppt hat. Es ist die Zeit, in der ihr die Völker im Verlangen nach geistiger Nahrung und wahrem Lichte die Schranken des Fanatismus überschreiten sehen werdet, und Ich sage euch, dass keiner, der auch nur einen Augenblick das Glück erlebt, sich frei zu fühlen, um nachzudenken, zu forschen und zu handeln, jemals wieder freiwillig in sein Gefängnis zurückkehren wird. Denn nun haben seine Augen das Licht geschaut, und sein Geist war entzückt angesichts der Göttlichen Offenbarungen.

52     Volk, bevor noch die Kriege auf der Welt ein Ende haben, soll mein Liebesgesetz alle Seelen anrühren, wenngleich ihr heute noch nicht wissen könnt, auf welche Weise.

53     Diese Botschaft geistigen Lichtes wird die Menschen gleichfalls erreichen; doch dies wird erst geschehen, wenn ihr stark seid. Niemand wage zu sagen, dass dies Werk die Wahrheit ist, wenn er davon nicht überzeugt ist, denn dann wird euch niemand glauben. Aber wenn euer Glaube absolut und eure Überzeugung wahrhaftig ist, wird euch niemand daran hindern können, allen Herzen die Frohe Botschaft zu bringen.

54     Ihr Menschenkinder: Immer habt ihr die Existenz unsichtbarer Wesen geahnt, die durch den Raum schweben, die sich euch zuweilen nähern, die euch umgeben, und bei dem Gedanken, dass es Seelen sein könnten, die leiden, habt ihr versucht, etwas für sie zu tun. Die Absicht ist gut gewesen, aber immer hat euch die Kenntnis gefehlt, damit jene Barmherzigkeit wirksam wird. Bisher habt ihr nicht die rechte Art und Weise gewusst, in den verwirrten oder von Gewissensbissen gepeinigten Wesen das Licht anzuzünden.

55     Ihr habt ihnen sinnfällige Zeremonien und Gaben angeboten, und obschon ihr euer Herz zu beruhigen vermochtet, haben sie nichts empfangen, weil das, was der Welt angehört, nicht mehr zu ihnen gehört und sie nicht mehr erreicht. Diese Wesen suchen seelisches Mitgefühl, Trost, Liebe, Verständnis. Doch wie kann man ihnen eine geistige Hilfe anbieten? Mein Wort erläutert euch auch die Art und Weise, jenen Barmherzigkeit zu erweisen, die ihr nicht einmal seht.

56     Wenn ihr euren geistigen Geschwistern wirklich etwas Gutes tun wollt, und ihr euch gleichzeitig von ihren schlechten Einflüssen befreien wollt, müsst ihr für sie beten mit einem tiefempfundenen Gebet voller Mitleid und erhebenden Gedanken. Wenn ihr fühlt, dass sie sich in eurem menschlichen Leben in irgendeiner Weise bekunden, so zeigt ihnen gute Beispiele und gute Werke, damit sie Licht für ihre Seele in sich aufnehmen. Gebt ihnen die Gelegenheit, dass sie euch Kranke heilen sehen, dass sie euch dem vergeben sehen, der euch beleidigt hat, dass sie edle Ideen in eurem Verstande aufleuchten sehen, dass sie nur gute Worte auf euren Lippen vernehmen.

57     Welche Aufgaben habt ihr wohl an ihnen zu erfüllen und sie an euch? Welche Verschuldungen habt ihr euch gegenseitig zugezogen? Ihr wisst es nicht, doch wahrlich, Ich sage euch, es ist kein Zufall, der sie den Menschen in den Weg stellt, es gibt immer einen Grund dafür, wenn sie sich ihren Menschengeschwistern nähern.

58     Es wird für eure Seele sehr wohltuend sein, bei eurer Ankunft im "Geistigen Tale" von ihnen empfangen zu werden und für die Barmherzigkeit, die ihr ihnen erwieset, Zeichen der Dankbarkeit zu erhalten. Groß wird eure Freude sein, wenn ihr sie dann von Licht durchdrungen seht. Aber wie leidvoll würde es sein, wenn ihr jener Legion von Wesen begegnet, die durch Verwirrtheit verfinstert sind, und zu wissen, dass sie von eurer Seite eine Liebestat erwarteten und ihr sie ihnen nicht zukommen ließet. Wenn ihr über diese Verantwortung nachdenkt — seid ihr bereit, die Kenntnisse zur Anwendung zu bringen, die Ich euch in dieser Unterweisung gebe? Erkennt, dass Ich euch in ihr nicht ermächtige, dass ihr jene Wesen in irgendeiner Weise materialisiert — im Gegenteil, Ich inspiriere euch die Art und Weise, wie ihr sie zur Vergeistigung bringt, indem ihr ihnen das Beispiel eines tugendsamen und reinen Lebens darbietet, und dass ihr ihre Verwirrungen und Finsternisse beseitigt durch eure Gebete, deren Gedanken und Ideen in ihrem Auffassungsvermögen Licht entzünden sollen.

59     Jakob offenbarte euch in seinem Traume die Existenz der geistigen Stufenleiter, auf der unablässig Wesen aufstiegen und herabstiegen. Wer hat seinen Inhalt verstanden? Wer hat sein Geheimnis gedeutet? Dort, im Sinngehalt jenes Bildes, das von dem Patriarchen geschaut wurde, ist die Entwicklung der Seelen enthalten, das unaufhörliche Reinkarnieren der geistigen Geschöpfe in die Menschen, die Wiedergutmachung und Sühne der Wesen, die Kommunikation Gottes mit dem Menschen und die Zwiesprache von Geist zu Geist.

60     Es ist notwendig, dass ihr diese Botschaft erkennt, damit ihr den Offenbarungen vergangener Zeiten die richtige Auslegung gebt.

61     Erkennt, wie viele Zeitabschnitte für die Seelen verstreichen müssen, damit diese zum Kern meiner Unterweisungen gelangen.

Mein Friede sei mit euch!

 

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... dann kann sich Christus in euch erschaffen


A.M.Hosta

11.12.2022

D. hat gestern in unserer Telegram-Gruppe  ein Video von einem Channeler zur Unbefleckten Empfängnis Mariens gepostet, wo die Rede war, daß Joachim, der Vater Mariens, ihre Mutter Anna im Alter von 80 Jahren besucht hat und mit einem Kuss versiegelt, so daß Maria gezeuget war.

Maria, die Mutter unseres Herrn Jesus Christus, wurde auf die gleiche Weise erschaffen, wie Christus sich selbst in ihr erschaffen hat. Maria ist die dritte, göttliche Person, der Heilige Geist und dieser ist niemand anderes, als Christus selbst. 

In der Nacht, als ich darüber nachgedacht habe,  habe ich dann diese Worte gehört:

„..d.h., wenn ihr ganz vorbereitet seid und im Hier und Jetzt, dann kann Christus sich in euch erschaffen.“

Gegen Morgen hatte ich einen

Traum:

Ich saß in der Wohnung am Fenster und sah, wie draußen ein Mann umherging und von einer Wohnung zu anderen und bei sich dachte: „Die da hinten kommen auch noch dran.“

Dann sah ich, wqie ich einen Stift in das Türschloß gesteckt habe und den Stift umdrehte, so daß die Tür dann verschlossen war und ich mich sicherer fühlte. (Anmerkung: Wir haben vor kurzem von der Baugenossenschaft eine neue Schließanlage bekommen und neue, digitale Schlüssel, die man von der Zentrale aus sperren kann.)

Erst kam die Tür dran. Sie bauten ein schwarzes, kleines Kästchen vor das Türschloß und haben damit die Türe versiegelt. Dann sah ich dasselbe Kästchen auch am Telefon und am Router. Sie haben auch das Telefon und das Internet versiegelt. (Überwachung)

Als ich aufwachte, war mir unheimlich und ich fragte:

Herr, Jesus Christus, was hat das zu bedeuten? Und in mir kam das Wort:

„Aufklärung!“

Ich soll darüber aufklären, daß mit der Versiegelung von Haustüren und Telefon und Internet die Überwachung vorangetrieben wird.

 

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Frohen Nikolaustag wünscht Anna mit einem Medley


 Advents- und Weihnachtsmedley 

Advents- und Weihnachtslieder Medley 2022 

von Anna Msria Hosta  

Einen gesegneten NIKOLAUSTAG !!! 




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Völkergericht

 


Ein WORT heute aus dem Dritten Testament, Kapitel 53 - Völkergericht, das ich mit einem Zahlengenerator generiert habe als Tageslosung: 

DDT 53: 10 Die Sintflut, die Zerstörung der Städte durch Feuer, die feindlichen Einfälle, die Plagen, die Seuchen, die Hungersnöte und andere Heimsuchungen wurden allen Völkern der Erde vorausverkündigt, damit ihr euch vorbereiten solltet und nicht überrascht würdet. Ebenso wie heute ist von der Liebe Gottes immer eine Botschaft zur Wachsamkeit und Zurüstung herabgekommen, damit die Menschen erwachen, sich zurüsten und stark werden. (24, 74 - 77)

11 Ich sage euch: obwohl es zutrifft, dass dieser Welt sehr große Prüfungen bevorstehen, werden doch die Tage des Schmerzes verkürzt; denn das Leiden der Menschen wird so groß sein, dass es bewirken wird, dass die Menschen erwachen, ihre Augen zu Mir erheben und auf die Stimme ihres Gewissens hören, das von ihnen die Erfüllung meines Gesetzes fordern wird.

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