1
Das göttliche Licht erstrahlt für euch, es wird
zum Worte, um euch eine neue Unterweisung zu geben. Gesegnet sei, wer sich
zubereitet, als ob sein Herz ein Heiligtum wäre, denn er hat sich zum wahren
Leben emporgereckt, als er mein Wort vernommen hat.
2
Kommt alle und erkennt mein Liebeswunder. Ich bin
gekommen, um Sünder durch die Lippen von Sündern zu retten.
3
In dieser Ära beweise Ich euch die Macht, die
ihr als Erbe oder Gabe besitzt, die Ich in euch gelegt habe. Es ist nicht die
Macht der Materie, sondern die des Geistes. Denn der Mensch ist nicht mächtig,
groß, noch weise durch das Fleisch, er ist es durch den Geist.
Ich spreche zu dem, der seine Schritte auf den Weg des
Guten lenkt und dem Willen seines himmlischen Vaters gehorcht — zu jenem, der
die Gesetze befolgt, die das Leben lenken und regieren. Dieser wird sich durch
machtvolle Kräfte unterstützt fühlen müssen, die ihn immer auf einen Weg des
Lichtes, des Friedens und der Wahrheit führen werden.
4
Jünger: Dieses schlichte Wort, das Ich euch als
geistiges Geschenk gebracht habe, um die Neue Zeit einzuleiten, ist in seiner Schlichtheit
und äußerlichen Bescheidenheit ein weiteres meines Meisterwerke. Diese Form,
den Menschen zu suchen, um ihm über seinen Verstand das Göttliche kundzutun,
hat einen Sinn, einen Sinngehalt und eine Bedeutung, die ihr alle entdecken
sollt.
5
Seht, wie meine göttlichen Gedanken zur Stimme
werden auf einigen menschlichen Lippen, die — obwohl unrein — im Augenblick
dieses Dienstes rein werden, um euch eine Nahrung geistigen Lebens zu geben.
6
Was wird euch der Tag, an dem sich sowohl eure
Seele, als auch euer Körper geläutert haben, um Mich zu empfangen, dann wohl
nicht gewähren?
7
Klein ist euer Glaube und schwach eure Liebe und
eure Zurüstung gewesen. Dennoch hat euch die Frucht, die ihr in meinem Worte
empfangen habt, aus eurer Lethargie gerissen, hat sie euch gelehrt, das Leben
der Seele, das in euren Missgeschicken eine trostlose Wüste war und das jetzt
für euer Leben voller Kämpfe und ständiger Prüfungen einer Oase gleicht, zu
verstehen, zu lieben, zu studieren und zu fühlen.
8
Wenn ihr diese Unterweisung zu verstehen
versucht, werdet ihr in dieser Zeit zu denen gehören, die die volle Erkenntnis
dessen haben, dass der Mensch ohne Mich nichts ist.
9
Seht euch diese Welt an — stolz, herausfordernd
und eingebildet auf alle Menschenwerke, mit denen sie die Generationen dieses
Jahrhunderts in Erstaunen setzen. In ihrer Mehrheit glauben sie nicht an das
Geistige, noch lieben sie es. Daher beten sie nicht, noch befolgen sie mein
Gesetz. Dennoch sind sie zufrieden und stolz darauf, eine von Wunderwerken
erfüllte Welt vorweisen zu können, die sie mit Hilfe ihrer Wissenschaft
geschaffen haben.
10 Doch
diese Staunen erregende Welt der Menschen, die sie während Jahrhunderten der
Wissenschaft, der Kämpfe, Kriege und Tränen errichtet haben, werden sie noch
mit ihren eigenen Händen und Waffen zerstören. Schon naht der Zeitpunkt, an dem
die Menschheit sich der Unhaltbarkeit und Gebrechlichkeit ihrer Werke bewusst
wird, welchen die Liebe, die Gerechtigkeit und der echte Wunsch nach
Vervollkommnung fehlte.
11 Schon
bald werdet ihr erfahren, dass ihr ohne Gott nichts seid, dass ihr nur von Mir
die Kraft, das Leben und die Intelligenz empfangen könnt, um zwischen dem Geist
und dem menschlichen Teil des Menschen ein harmonisches Dasein zu schaffen.
12 Ich
komme mit meinem neuen Worte, um die Welt zum Leben zu erwecken, weil die
Menschheit während Jahrhunderten und Zeitaltern nur den Tod hat herrschen
sehen. Was ist der Grund dafür gewesen, dass in eurem Dasein der Tod geherrscht
hat? Der Mangel an Liebe.
13 Wahrlich,
Ich sage euch, die Liebe ist die unwandelbare Macht, die das Universum bewegt.
Die Liebe ist Ursprung und Sinn des Lebens.
14 Ich
leite nunmehr eine Zeit geistiger Auferstehung für alle ein — eine Zeit, in der
Ich jenen gesegneten Samen der Liebe zum Erblühen bringen werde, den Ich von
der Höhe eines Kreuzes herab auf die Welt verströmte und euch damit ankündigte,
dass, wenn die Menschen sich lieben, wie Ich es euch lehrte, der
"Tod" aus der Welt geschafft sein würde und an seiner Stelle das Leben über die Menschen herrschen und
sich in all ihren Werken bekunden würde.
15 Heute
esst ihr Tag für Tag die bitteren Früchte des Baumes der Wissenschaft, der von
den Menschen so unvollkommen gepflegt wurde, weil ihr euch nicht um die
harmonische Entfaltung aller eurer
Gaben bemüht habt. Wie könntet ihr also eure Entdeckungen und eure Werke in
gute Bahnen lenken, da ihr nur die Intelligenz geschult, aber die Seele und das
Herz vernachlässigt habt?
16 Da
gibt es Menschen unter euch, die wie wilde Tiere sind, die ihren Leidenschaften
völlig freie Hand lassen, die gegen ihre Nächsten Hass fühlen, die blutdürstig
sind und danach trachten, die Brudervölker zu Sklaven zu machen.
17 Falls
jemand glauben sollte, dass meine Lehre
den moralischen Zusammenbruch des Menschen verursachen könnte — wahrlich, Ich
sage euch, dann befindet er sich in einem großen Irrtum; und um dies den
Zweiflern, den Materialisten und den Hochmütigen dieser Zeit zu beweisen, werde
Ich ihnen gestatten, dass sie die Frucht ihrer Wissenschaft ernten und essen,
bis sie genug davon haben, bis sich ihrer Seele das Bekenntnis entringt, das
Mir sagt: "Vater, vergib uns, Deine Macht allein wird imstande sein, die
Kräfte aufzuhalten, die wir in unserer Unvernunft entfesselt haben."
18 Dann
werde Ich ihnen zu Hilfe kommen und ihnen den Frieden geben, weil ihnen ihr
Hochmut bereits viel vom Leidenskelch zu trinken gegeben haben wird. Ich werde
sie zum Seelenfrieden und zur Selbstbesinnung bringen, damit sie — dann bereits
in einem neuen Leben — den Wert des Geistigen zu entdecken und dieses auf ihre
Werke in Anwendung zu bringen verstehen. Ich werde ihnen begreiflich machen,
dass das Leben einer Leier gleicht, deren Saiten die Liebe, die Vergeistigung
und die Wissenschaft darstellen, dass diese jedoch, weil sie nicht in Einklang
waren, nicht den lieblichen Klang der Liebe hervorzubringen vermochten, welcher
der erhabene Klang der Vergeistigung ist.
19 Die
Zeit des Gerichtes ist gekommen, in der Ich die einen fragen werde: "Warum
hast du Mich geleugnet?" Und andere: "Warum hast du Mich
verfolgt?" Hat der das Recht dazu, die Existenz meines Reiches zu leugnen,
der nicht in sich selbst einzudringen vermochte? Dass ihr meine Wahrheit nicht
erkennt, dass ihr sie nicht zu entdecken versteht, bedeutet nicht, dass sie
nicht existiert. Wenn ihr glaubt, dass nur das existiert, was ihr begreifen
könnt, so sage Ich euch, dass eure Unwissenheit groß ist und euer Hochmut sehr
groß.
20 Wahrlich,
Ich sage euch, wer Gott und sein Reich leugnet, hat sich selbst geleugnet. Wer
aus sich selbst Kraft schöpfen will, weil er sich für unabhängig hält und das
stolze Gefühl hat, auch ohne Gott groß sein zu können, dessen Schritte auf der
Welt werden sehr kurz sein. Er wird bald in die Irre gehen, und seine Leiden
werden sehr schmerzvoll sein.
21 Wo
sind die wahren Gelehrten?
22 Wissen
ist, meine Gegenwart zu fühlen. Wissen ist, sich von meinem Lichte leiten zu
lassen und meinen Willen zu tun. Wissen ist, das Gesetz zu verstehen. Wissen
ist, zu lieben.
23 Wer
seinen Nächsten gerne aus Liebe nützlich sein möchte, widmet sich dem Guten auf
irgendeinem der vielerlei Wege, die das Leben bietet. Er weiß, dass er ein
Menschenwesen ist, das sich bereit finden soll, vom göttlichen Willen für sehr
hohe Ziele verwendet zu werden. Ich will, dass ihr, o Jünger, Wissen erlangt,
damit ihr jene von ihren Irrtümern befreit, die den Weg zur Aufwärtsentwicklung
verloren haben.
24 Die
wahre Liebe — jene, die über die menschlichen Gefühle des Herzens hinausgeht,
ist die Frucht der Weisheit. Seht, wie Ich in meinem Worte Weisheit in eure
Vorstellungswelt säe, und hernach erwarte Ich die Frucht eurer Liebe.
25 Es
gibt viele Arten, Gutes zu tun, viele Arten zu trösten und zu dienen. Alle sind
Ausdruck der Liebe, welche eine einzige ist — der Liebe, welche Weisheit des
Geistes ist.
26 Die
einen mögen auf dem Wege der Wissenschaft wandeln, andere auf dem des Geistes,
wieder andere vom Gefühl bestimmt sein, doch die Gesamtheit aller wird die
geistige Harmonie ergeben.
27 Lernt,
die verschiedenen Wege, die es gibt, zu unterscheiden, sowie die
unterschiedlichen Missionen zu achten, die eure Mitmenschen durchführen. Dafür
einen aufgeschlossenen Verstand, richtiges Urteilsvermögen, ein ruhiges Gemüt
und einen tiefen Blick haben. Wenn ihr diese Eigenschaften nicht habt, werdet
ihr euch ohne berechtigten Grund empören, wenn ihr entdeckt, dass es mehr
Religionsgemeinschaften gibt, als ihr glaubtet, und eine größere Zahl von Riten
und Kulten als die, die ihr kanntet.
28 Wenn
ihr euch nicht vorbereitet, werdet ihr euch an dem Tage, da ihr euch inmitten
des nahenden Kampfes befindet, verwirrt und betroffen fühlen.
29 Die,
die Mich vernehmen, ohne daran interessiert zu sein, zu verstehen, werden nicht
zu denen gehören können, die diese Lehre ergründen und erklären. Andere dagegen
versuchen den Sinngehalt meines Wortes zu erkennen, sie erfühlen es, lieben es,
tragen es in ihrer Seele, in ihrem Herzen und in ihrem Gehirn. Diese dringen
täglich mehr in die Erkenntnis meiner Unterweisung ein.
30 Wenn
dieses Verlangen, mehr zu wissen, um in vollkommener Weise zu lieben, unter
diesen Jüngern zur Geltung kommt, werdet ihr auf ihren Gesichtern die Schönheit
der Güte, der Nächstenliebe, die Hoheit der Vergeistigung sich widerspiegeln
sehen.
31 Dennoch
könnte selbst in diesem Augenblick niemand sein Gesicht als Spiegel der
Wahrheit zeigen, in dem sich die Tugenden der Geistseele widerspiegeln, jenes
höheren Wesens, das in jedem Menschen wohnt.
Doch was soll Ich euch von jener Geistigen Welt sagen, die
jenseits von euch lebt und webt, und die durch eure Werke, Worte und Gedanken
gleichfalls ihr Angesicht zeigen kann? Für jene Wesen ist jeder Mensch ein
Mittel, um sich kundzutun, jede inkarnierte Seele ein Band der Vereinigung, und
jedes Gehirn ein Mittel, um mit der Menschenwelt in Verbindung zu treten.
32 Wenn
die Gedanken der Menschen dem Guten zuneigen, werden sie von hochstehenden,
leuchtenden Wesen benutzt werden, die sich hohen Zielen widmen. Aber wenn die
Gedanken der Menschen jeden guten Einfluss zurückweisen und diese zulassen,
dass ihre Gefühle und ihre Fähigkeiten von tiefstehenden Seelen benutzt werden,
so werden diese nur niedere Leidenschaften zur Entfaltung bringen.
33 Ich
sage euch, dass es nicht einen menschlichen
Verstand gibt, der nicht unter dem Einfluss der Geistigen Welt lebt.
34 Viele
werden dies leugnen, doch niemand wird beweisen können, dass es unmöglich ist,
dass der Verstand des Menschen die Gedanken und die Schwingungen nicht nur der
Geistwesen und seiner eigenen Mitmenschen, sondern auch die meinen empfängt.
35 Dies
ist eine Offenbarung für die ganze Menschheit — eine Offenbarung, die, wenn sie
verbreitet wird, offene Herzen finden wird, die sie mit großer Freude
aufnehmen; ebenso wird sie auch auf hartnäckige Gegner und Bekämpfer stoßen.
36 Doch
was werden diese tun können, um zu verhindern, dass das Licht des Geistigen
Reiches im Leben der Menschen erstrahlt? Welcher Mittel werden sich die
Ungläubigen bedienen können, um jene Schwingung auszuschalten? Wer ist jener,
der sich für außerhalb des universellen Einflusses stehend hält, welcher die
schöpferische und belebende Kraft Gottes ist?
37 Ich
spreche zu eurem Geist, zu eurer Seele und zu eurer Vernunft, doch Ich sage
euch nochmals, dass ihr von anderen Daseinsebenen Botschaften, Ideen und
Inspirationen empfangt, und dass, ebenso wie ihr nicht wisst, woher eure Seele
zur Inkarnation in diesen euren Körper kam, ihr auch nicht wisst, wer sich ihr
unsichtbar und unfühlbar kundgibt.
38 Euch,
die ihr diese Unterweisungen hört, sage Ich, dass ihr nicht meinen sollt, dass
die Stimmträger gerecht und rein sind, weil es meine Inspiration ist, die in
ihren Verstandesorganen vibriert. Nein, sie sind nur mit einer Fähigkeit
ausgestattet worden, um mein Licht zu empfangen und es in Form von Worten zu
übermitteln. Sie sind die Wegbereiter jener geistigen Kundgabe, die eine
Verheißung für die kommenden Zeiten ist, wenn die Menschen eine völlige
Erkenntnis dessen haben, dass das Licht der Geistigen Welt immer in ihr Dasein
hineingestrahlt hat, und sie sich zubereiten und vergeistigen, um die ewige
Botschaft Gottes in vollkommener Weise zu empfangen und zu übermitteln.
39 Menschheit,
du leugnest das, was du materiell nicht beweisen kannst. Ich sage dir, dass du
nur das weißt, was zur Welt gehört. Denn wenn du ein wenig vom Geiste wüsstest,
würdest du nicht wagen, das Dasein, den Einfluss, noch die Kundgabe der Geistigen
Welt zu leugnen!
40 Eine
große Zahl von Lichtwesen setzen sich für euch ein. An dem Tage, an dem ihr
euch mit ihnen im Gebet, im Denken und im Glauben zu vereinigen versteht,
werdet ihr in eurem Leben eine unbesiegbare Kraft, eine übermenschliche Kraft
erfahren und werdet niemals straucheln.
41 Um
die Menschen herum existiert auch eine unsichtbare Welt der Finsternis und
Verwirrung. Von dem Tage an, an dem ihr vorbereitet seid, um gegen ihre
tückischen Angriffe zu kämpfen, werdet ihr in eurem Leben eine unbekannte
Freiheit und einen unbekannten Frieden fühlen.
42 Wisset,
dass ein Verstand niemals aufhören wird, die Schwingung und den Einfluss meiner
Göttlichkeit und der Geistigen Welt zu empfangen.
43 Der
Mensch hat das zur Materie Gehörige geliebt, dort hat er seine Werte, darauf
hat er sein Herz, seinen Verstand und seine Sinne ausgerichtet. Deshalb
missachtet und ignoriert er alles, was sich auf den Geist bezieht. Wenn der
Mensch den Geist als Ideal hätte, hätte er seine Sinne in einer solchen Weise
verfeinert, dass ihm nichts von dem unbekannt wäre, was Ich euch heute gesagt
habe.
44 Er
würde wissen, dass der Geist Gottes aufgrund seiner Beschaffenheit mit jedem
Geistwesen im Universum in Verbindung steht, und da er davon Kenntnis hätte und
durch den Glauben erleuchtet wäre, würde er bemüht sein, dass die Ausstrahlung
meines Geistes, welche Kraft, Leben und Licht ist, was alles Geschaffene
belebt, bis zu ihm gelangen würde.
45 Wahrlich,
Ich sage euch — und vergesst es nicht: Es ist nicht unmöglich, dass Ich Mich
durch das menschliche Verstandesvermögen kundgebe. Unmöglich wäre, wenn Ich
Mich nicht kundgeben könnte.
46 Eure
Aufgabe, Jünger, ist es, die Seele und den Verstand empfindsam zu machen, um
alle geistigen Schwingungen wahrzunehmen, sie zu fühlen, ihnen zu glauben, sie
zu leben, zu lieben und ihnen zu gehorchen.
47 Ich
sage euch noch einmal: Selbst wenn die ganze Menschheit bemüht wäre, zu
vermeiden, dass das geistige Licht zu ihr gelangt, würde sie dies niemals
erreichen, denn gerade das Leben, das der Mensch hat, nimmt er von meinem
Geiste, der in allem schwingt, was existiert.
48 Ihr
vernehmt derzeit meine Lehre, die in jeder Hinsicht fremdartig erscheinen mag,
die ihr aber versteht. Ihr wisst: Auch wenn sie sich an so ärmlichen und
bescheidenen Orten wie diesen Versammlungsräumen kundtut, sind diese doch keine
gewöhnlichen Orte, sondern schlichte Herbergen, die der Andacht, der
Vergeistigung und der Vorbereitung gewidmet sind, um die himmlische Botschaft
empfangen zu können.
Ihr wisst, dass Ich Mich derzeit mittels des menschlichen
Verstandesvermögens kundgebe, aber dass es nicht der Verstand ist, der spricht,
sondern der Geist, der das Licht meiner Inspiration empfängt — ein Licht, das,
wenn es den Verstand durchstrahlt, zum Gedanken wird, und wenn es zu den Lippen
gelangt, sich in Worte verwandelt.
49 Dies
ist eines der schönsten Gaben gewesen, die Ich euch in der Dritten Zeit
offenbart habe, damit ihr euch eine Vorstellung von den Eigenschaften machen
könntet, die es in eurem Geiste gibt, sowie von dem, was ihm noch vorbehalten
ist.
50 Dringt
in euer geistiges Inneres ein, damit ihr euch besser kennenlernt. Denn wenn ihr
der Auffassung wärt, dass ihr nur Materie seid, würdet ihr eure Größe leugnen
und euren Wesenskern verkennen.
51 Solange
ihr euch nicht dafür interessiert, die Wahrheit des Geistes kennenzulernen,
werdet ihr schwach und unwissend sein und all das, was ihr seid und was ihr
besitzt, sich nicht durch den Körper offenbaren lassen.
52 Die
materialistische Wissenschaft der Menschen hat eine unerträgliche Last auf die
Schultern der Menschen geladen. Ihr alle seid müde, geht euren Weg in dieser
Zeit nur mühsam, doch Ich erwarte alle.
53 Volk,
lade deine Mitmenschen, die nicht mehr weiter können, zu diesem geistigen
Festmahle ein. Ihr werdet sie in ihrem Verstande einen Schatz an Wissen tragen
sehen und werdet sagen: "Was kann ihnen mangeln?" Dennoch haben sie
in ihrer Seele eine trostlose Leere.
54 "Kommt
zu Mir, ihr Intellektuellen, die ihr des Todes überdrüssig und im Herzen
enttäuscht seid. Kommt zu Mir, die ihr verwirrt seid und statt zu lieben
gehasst habt. Ich werde euch Ruhe geben und euch begreiflich machen, dass der
meinen Geboten gehorsame Geist niemals ermüdet. Ich werde euch in eine
Wissenschaft einführen, die niemals die Intelligenz verwirrt."
55 Sie
sollen sich nicht scheuen, zu Mir zu kommen, weil ihr Herz kalt ist oder ihr
Urteil streng. Ich werde für jeden einen Satz, ein Wort haben, das wie ein
Lichtstrahl sein wird, der jene durch fehlende Liebe enttäuschten Herzen
erhellt. Es ist nicht von Bedeutung, dass ihr Mir nicht glaubt noch Mich liebt.
Das ist kein Grund dafür, dass Ich euch von meinem Tische ausschließe. Es sind
die Sünder, für die Ich gekommen bin.
56 Ich
weiß, dass sich viele in ihrem Hochmut weigern werden, zu kommen, um zu lernen,
weil sie meinen, dass sie schon alles wissen. Aber es wird genügen, dass sie
eine meiner Botschaften vernehmen, und Ich werde ihnen beweisen, dass sie noch
ein Herz haben, das sie für die wahre Liebe nicht tot sind, dass sie bei Mir
noch immer meine kleinen Kinder sind, und dass sie noch weinen können.
57 Meine
Liebesunterweisung war nicht für einige Wenige bestimmt, die sie durch die
Stimmträger vernommen haben. Meine Botschaft ist zur Welt gelangt, um allen
Menschen bekannt zu werden. Deshalb sage Ich euch, dass sie unter vielerlei Formen
bis zu den Grenzen der Erde gelangen wird, weil sie der Beginn des Trostes ist,
der der Menschheit schon in der Zweiten Zeit verheißen worden ist, wenn diese
den Höhepunkt der Zeiten der Trübsal auf Erden erreichen würde.
58 Heute,
da Ich die Menschen mit rasender Geschwindigkeit in die tiefsten Abgründe ihrer
Leidenschaften, ihrer Laster und ihrer Feindschaften stürzen sehe, weiß Ich,
dass es die Zeit ist, in der Ich zu ihnen kommen muss, um ihnen die rettende
Hilfe zu geben. Ganz gleich, wie tief sie gesunken sind, Ich werde meine Stimme
zu ihrem Geiste gelangen lassen, die ihnen sagen wird: "Ich bin bei euch,
kommt zu Mir, sucht das Licht, Ich werde euch helfen, der Finsternis zu
entkommen, und danach werdet ihr euch unter meinem Friedensschild erholen."
59 Meine
Stimme wird sich im inneren Tempel seines Wesens hören lassen — dem Tempel, den
der Mensch nicht zerstören konnte, weil er seine eigene Geistseele ist.
60 Erinnert
euch: Als ihr kleine Kinder gewesen seid, habt ihr alle in Unschuld gelebt,
glichet ihr den Blüten einer Rose. Aber später wuchsen aus den Stängeln die
Dornen und brachten keine Blüten mehr hervor. Dornen sind es, die Mir die
Menschheit ein weiteres Mal anbietet, und es wird nötig sein, dass das weise
Messer des Gärtners diese Pflanzen beschneidet, damit sie im nächsten Frühling
wieder Rosenblüten hervorbringen.
61 Lasst
heute für kurze Zeit die Erde hinter euch und kommt zu Mir im Geiste. Viele
Jahrhunderte lang hat sich der Mensch in seiner Art zu beten geirrt, weshalb er
sich nicht gestärkt noch seinen Lebensweg durch meine Liebe erhellt hat, da er
mit seinen Sinnen und nicht mit seinem Geiste gebetet hat.
62 Die
Bilderverehrung, zu der der Mensch eine so große Neigung hat, ist wie ein Gift
gewesen, das ihn die geistigen Wonnen des innerlichen Gebetes nicht hat
genießen lassen.
63 Wie
viel Elend haben die Menschen mit sich geschleppt, nur weil sie nicht zu beten
verstanden! Und das ist nur natürlich, Jünger: Welche geistige Kraft kann ein
Menschenwesen haben, um die Prüfungen des Lebens zu bestehen, wenn er nichts
tut, um der Quelle des Lebens näherzukommen, die in meinem Geiste existiert? Er
sucht Mich in den Abgründen, in den Schatten, obwohl er emporsteigen könnte, um
Mich auf den Gipfeln, im Lichte zu finden.
64 Ach,
wenn die Menschen dieser Zeit doch die Macht des Gebetes verstünden — wie viele
übermenschlichen Werke würden sie vollbringen! Aber sie leben in einer Epoche
des Materialismus, in der sie selbst das Göttliche zu vermaterialisieren
versuchen, um es zu berühren und es sehen zu können.
65 Meine
Diener in den vergangenen Zeiten — Noah, Abraham, Isaak und Jakob, Josef oder
Moses wussten um die Macht des Gebetes, und davon gaben sie der Menschheit
unauslöschliche Beweise und hinterließen ihre Art zu beten als ein Beispiel für
alle Generationen.
66 Für
jene Männer war der Ort, um zu beten, gleichgültig, sie wussten, dass sie im
Kern ihres Wesens den Tempel des Herrn in sich tragen. Der Weg, den sie
suchten, um sich meiner Quelle der Barmherzigkeit zu nähern, war der Glaube —
ein Glaube an meine Gegenwart, an meine Gerechtigkeit, an meine Vorsehung und
an meine Liebe. Jeden dieser Männer unterwarf Ich einer großen Prüfung — einer
so großen, dass davon für alle Zeiten Zeugnisse erhalten bleiben werden. Und in
jenen Prüfungen blieben sie treu, gehorsam, demütig, hingebungsvoll gegenüber
ihrem Schöpfer.
67 Meine
Antwort auf den Glauben und die Liebe jener Diener erfolgte immer unmittelbar,
indem Ich sie zu Objekten meiner Manifestationen von Macht machte, die nur den
Menschen großen Glaubens und guten Willens gewährt werden.
68 Meine
Liebe zu euch lässt Mich in dieser Zeit kommen, um euch in Schluchten und in
Abgründen zu suchen, um euch zu retten, so wie es der Hirte mit den Schafen
tut, die er sehr liebt.
69 Doch
wenn ihr meine Absicht hinsichtlich des Volkes, das Ich durch euch schaffen
will, kennenlernen wollt, mögt ihr erfahren, dass Ich euch derzeit
zusammenführe, indem Ich euch von verschiedenen Punkten der Erde herbeischaffe,
damit ihr diese himmlische Botschaft kennenlernt.
70 Durch
mein Wort, das in unzählige Lektionen oder Unterweisungen aufgeteilt ist, werde
Ich euch zu Schülern dieser Lehre machen. Und wenn euer Wesen sich einmal mit
dieser Essenz gesättigt hat, wenn ihr Traditionen und Irrtümer hinter euch
gelassen habt und die Vergeistigung zu leben und zu fühlen beginnt, werde Ich
euch die Zeit und Stunde eingeben, in der ihr euch auf den Weg zu den
Provinzen, Völkern und Nationen machen sollt, um den Menschenmassen die Frohe
Botschaft zu bringen.
71 Ihr
werdet euch mehren wie die Sterne des Himmels oder wie der Sand am Meer und
werdet den Heimen, Völkern und Vaterländern Segen bringen, wo man nach Frieden,
Gerechtigkeit und Wahrheit hungert.
72 Doch
vergesst nicht, dass, wenn ihr zu diesem Kampfe aufbrecht, dies geschehen soll,
weil ihr bereits das geistige Gebet ausübt, so wie Ich es euch zu allen Zeiten
inspiriert habe, wie Ich es euch nun in Erinnerung gebracht habe.
73 Ohne
die Macht des Gebetes werdet ihr im Kampfe nicht bestehen können, noch werdet
ihr den Prüfungen standhalten können, und noch viel weniger werdet ihr eure
Mitmenschen die vollkommene Art zu beten lehren können.
74 Doch
ist es notwendig, dass ihr Beweise für die Macht des geistigen Gebetes gebt, so
wie sie in den vergangenen Zeiten jene Männer gaben, an die ihr euch als
Patriarchen, als Führer und Propheten erinnert. Es werden nicht die gleichen
Beweise sein, die durch eure Vermittlung Wirklichkeit werden; denn ihr müsst
bedenken, dass jetzt eine andere Zeit ist, dass sich die Menschheit geistig und
materiell entwickelt hat, und dass deshalb die Beweise und Wundertaten, die ihr
durch das Gebet erlangt, nicht denen der früheren Zeiten gleichen können.
Dennoch werden sie wunderbar sein.
75 Nur
zwei Voraussetzungen werden für euch nötig sein, um euch so großer Wohltaten
würdig zu erweisen. Die erste wird eure Art zu leben sein: rechtschaffen,
nützlich, immer vom Guten und der Nächstenliebe inspiriert. Die zweite wird ein
Glaube sein, der euch allem, was es auf Erden gibt, überlegen macht, der euch
Kraft gibt, damit er euch, wenn der Augenblick gekommen ist, aus einer Gefahr
errettet, euch über jedes Elend erhebt, euch gegenüber dem Schmerz
unempfindlich macht und euch hilft, selbst den Tod zu besiegen.
76 Wahrlich,
Ich sage euch, mit Güte und Glauben wird es euch gelingen, machtvolle und
übermenschliche Werke zu tun, mit denen ihr in dieser Zeit das beste Zeugnis
für die Macht des Gebetes und der Liebe geben werdet.
Mein Friede sei mit euch!