1
Geliebte Jünger: Obwohl es viele Religionen
gibt, ist das Gesetz ein einziges, und meine Lehre eine einzige.
2
Meine Unterweisung ist die Lehre des Geistes,
die die Menschen lehrt, die Liebe zu pflegen. Doch was hat die Menschheit, die sich selbst christlich nennt, aus meiner Lehre
gemacht? Sie hat Formenwesen, Riten, Lippengebete daraus gemacht, und dahinter
verbirgt sie ihre Heuchelei.
3
Ich sage euch, dass die einzige Wahrheit die
Liebe ist, und dass, wenn ihr — obwohl ihr meinen Namen mit Worten und Gesängen
preist und verherrlicht — keine Werke der Liebe tut, ihr nicht auf dem Weg der
Wahrheit sein werdet.
4
Die Wahrheit ist die im Universum offenbarte
Göttliche Liebe. Wer die Wahrheit nicht kennt, kennt Gott nicht.
5
In welchem Irrtum befinden sich die Menschen,
wenn sie mittels Liturgien und Zeremonien an Gott glauben!
6
Gott ist nicht noch kann Er das sein, was der
Mensch auf der Erde geschaffen hat.
7
Gott hat keine Grenze, Er ist Essenz und
Allmacht. Um Ihn zu erkennen und Ihn zu fühlen ist es notwendig, mit Ihm eins
zu werden, indem ihr das Gute tut, einander liebt und gerecht seid.
8
Wenn Ich so zu euch spreche, könnt ihr euch
nicht vorstellen, dass die Völker dieser Zeit mit ihrer materialistischen
Zivilisation eine Lehre der Liebe begreifen und annehmen können. Doch Ich sage
euch, dass meine Unterweisung der Same ist, den die Welt benötigt, dass sie das
Wasser ist, das sie ersehnt, um ihren Durst zu löschen.
9
Dieser Hunger und dieser Durst, den die Menschen
haben, kommen von ihrem Bedürfnis nach Liebe und Wahrhaftigkeit in ihrem Leben.
Dieses seelische und moralische Elend ist die Folge ihrer Kriege, ihrer
Entfremdungen und ihrer ehrgeizigen irdischen Bestrebungen.
10 Für
kurze Zeit, wenn die Menschen sich schließlich müde fühlen, sich zu bekriegen,
des Zerstörens überdrüssig sind und von so vielem Leiden verbittert sind,
versuchen sie den rettenden Weg zu suchen, den Ich euch aufzeige. Aber obwohl
sie verschiedene Formen, meine Lehre auszulegen, anstreben, geraten sie bei
allen wieder in abergläubische Riten, in nutzlose Kulte und äußerliche Formen,
um Mich anzubeten.
11 Nicht
in jeder Seele vermochte der Schrei nach Freiheit entstehen, weil der Nebel,
der sie umgibt, sehr dicht ist. Aber mein Licht ist machtvoll und wird die
Finsternis durchbrechen, indem es bis zum Empfindsamsten des Menschenherzens
durchdringt.
12 Welcher
Art wird dieses Licht sein? Es ist mein neues Wort, meine Lehre mit ihren neuen
Offenbarungen, die die Menschen die wahre Art und Weise, Gott zu verehren,
lehrt. Zugleich zeigt sie ihnen die Vorgehensweise, das kristallklare Wasser zu
finden, das den Durst ihrer Seele löscht.
13 Ich
werde allen die wahrhaftige Art und Weise der Verehrung Gottes eingeben und
auch die rechte Art, im Einklang mit dem Göttlichen Gesetze zu leben, dessen
Erfüllung das einzige ist, was der Herr jedem von euch zurechnen wird.
14 Schließlich
werdet ihr den Inhalt oder den Sinngehalt meines Wortes erkennen, o ihr
Menschen. Dann werdet ihr entdecken, dass meine Lehre nicht allein die
göttliche Stimme ist, die zu den Menschen spricht, sondern auch der Ausdruck
aller Geister.
15 Mein
Wort ist die Stimme, die ermutigt, ist der Schrei nach Freiheit, ist der
rettende Anker.
16 Meine
Lehre ist frei von jedem Ritualismus. Wenn es nicht so wäre, würde sie ihre
Essenz verlieren.
17 In
dieser Zeit bringe Ich euch eine reine und vollkommene Unterweisung, weshalb
Ich euch sage, dass euch am Ende eures Tagewerkes nur das zugute gehalten wird,
was ihr im Leben mit wahrer Liebe getan habt, denn es wird beweisen, dass ihr
die Wahrheit erkannt habt.
18 Niemals
ist der Mensch ohne meine Offenbarungen gewesen, welche das Licht des Geistes
sind; aber er hat sich davor gefürchtet, sie zu ergründen. Nun frage ich euch:
Was könnt ihr über die Wahrheit und über das Ewige wissen, wenn ihr dem
Geistigen hartnäckig aus dem Wege geht?
19 Betrachtet
die materialistische Auslegung, die ihr meinen Offenbarungen der ersten und
zweiten "Zeit" gegeben habt, obwohl sie nur vom Göttlichen und
Geistigen sprechen. Seht, wie ihr die materielle Natur mit der geistigen
verwechselt, mit welchem Mangel an Achtung ihr das Tiefgründige in
Oberflächliches und das Hohe in Niederes verwandelt. Doch weshalb habt ihr dies
getan? Weil ihr im Verlangen, etwas im Werke Gottes zu tun, nach der
Vorgehensweise sucht, meine Lehre eurem irdischen Leben, euren menschlichen
Bequemlichkeiten anzupassen, die euch am meisten am Herzen liegen.
20 Denkt
über alles nach, was Ich euch gesagt habe, Jünger, damit, wenn ihr sagt, dass
ihr Spiritualisten seid, dies geschieht, weil ihr das, was eure Lippen
predigen, wirklich lebt.
21 Wie
leicht ist es, zu sagen: "Ich bin Spiritualist", aber wie schwer ist
es, es in Wahrheit zu sein.
22 Wie
viele gibt es, die mein Wort vernehmen, die zu großen Auslegern desselben
geworden sind, und dennoch sind sie nicht die besten Tat-Jünger meiner Lehre,
erfüllen sie nicht das göttliche Gebot, das euch sagt: "Liebet
einander."
23 Seht
dagegen, wie leicht sich jener umwandelt, der auch nur ein Atom meiner Unterweisung praktisch anwendet. Wollt ihr ein
Beispiel dafür?
Da gab es jemanden, der Mir sein ganzes Leben lang durch
Wort-Gebete sagte, dass er Mich liebe — Gebete, die andere formulierten, die er
nicht einmal verstand, weil sie aus Worten bestanden, deren Bedeutung er nicht
kannte. Doch bald begriff er, wie die wahre Art zu beten sei, und indem er
seine alten Gewohnheiten beiseite schob, konzentrierte er sich auf das Innerste
seiner Seele, sandte seine Gedanken zu
Gott empor, und zum ersten Mal fühlte er Dessen Gegenwart.
Er wusste nicht, was er
seinem Herrn sagen sollte, seine Brust begann zu schluchzen und seine Augen
Tränen zu vergießen. In seinem Verstande formte sich nur ein Satz, der lautete:
"Mein Vater, was kann ich Dir sagen, wo ich doch nicht mit Dir zu sprechen
verstehe?" Aber jene Tränen, jene Schluchzer, jene innere Wonne und selbst
seine Verwirrung sprachen zum Vater in einer so schönen Sprache, wie ihr sie
niemals in euren menschlichen Sprachen noch in euren Büchern werdet finden
können.
24 Jenes
Stammeln des Menschen, der mit seinem Herrn geistig zu beten beginnt, ähnelt
den ersten Worten von Kleinkindern, welche für ihre Eltern Wonne und Entzücken
sind, weil sie die ersten Äußerungen eines Wesens vernehmen, das sich zum Leben
zu erheben beginnt.
25 Da
die Menschen den Offenbarungen, die ihnen seit den frühesten Zeiten gegeben
worden sind, nicht die wahre und richtige Auslegung zu geben verstanden, komme
Ich heute im Geiste, um ihnen eine klare Darstellung und richtige Auslegung all
dessen zu geben, was Ich sie gelehrt habe.
26 In
der heutigen Zeit erkennt ihr die Fähigkeiten der Geistseele und die des
Körpers, ohne sie miteinander zu verwechseln.
27 Geist,
Verstand und Gefühle werden die wahre Harmonie finden, wenn meine Lehre als
Licht eines neuen Tages schließlich diese schlafende Menschheit erweckt.
28 Ihr
bittet Mich, euch zu helfen, an diesem Tage die Vereinigung und den Frieden in
euren Herzen zu erlangen, um euch vor Mir als ein Wesen zu erweisen, das sich
des Vorgangs bewusst ist, dem es beiwohnt, wenn es meine Unterweisung durch das
Verstandesvermögen eines Stimmträgers hört. Und Ich empfange eure Seelen.
Alles, was ihr Mir in eurem Gebet und in euren Handlungen rein und schlicht
darbringt, nehme Ich als gerechten Tribut der Kinder gegenüber ihrem
Himmlischen Vater entgegen.
29 Die
dringlichste Bitte, die ihr an Mich richtet, ist die, dass auf der Erde Frieden
ist — dass zu den Menschen das patriarchalische Leben früherer Zeiten
zurückkehrt. Doch Ich sage euch, dass dieser Friede erst zurückkehren wird,
wenn ihr, meine neuen Jünger, die Fundamente einer neuen Welt gelegt habt,
wofür Ich euch vorbereite.
30 Wenn
ihr einmal in jedem eurer Nächsten einen Bruder seht, wenn ihr die Unterschiede
zwischen euch und anderen verschwinden lasst und Mich in ihnen liebt, werdet
ihr die Morgenröte einer neuen Zeit erblicken, und das Leben wird fröhlich und
leicht für den Menschen sein, und Ich werde als Vater erkannt werden.
31 Mein
Wort dieser Zeit ist das gleiche wie das, welches Ich euch in Jesus gab. Es ist
die gleiche kristallklare Flut, die eure Seele umflutete, als ihr Mir durch die
Länder Palästinas nachgefolgt seid. Sein Sinngehalt ist euch bekannt, ihr
werdet seinen "Geschmack" niemals verwechseln können, weil es eurer
Seele sein göttliches Siegel aufprägte.
Doch heute, da Ich herabgekommen bin, um Mich mittels
dieser Männer und Frauen kundzugeben, und ihr das Wort hört, das von ihren
Lippen kommt, erkennt ihr, dass es von Mir kommt, und ihr fragt Mich, warum Ich
nicht eine andere Form gewählt habe, um meine Botschaft dieser Zeit zur
Menschheit gelangen zu lassen.
32 Ihr
sagt Mir, dass es unter euch keine Menschen von besonderer Tugend gibt, die
fähig sind, Mir zu dienen. Es gibt keinen Moses, noch die Propheten der Ersten
Zeit, auch keinen Petrus oder Johannes. Aber wahrlich, Ich sage euch, zu allen
Zeiten habe Ich tugendhafte Seelen ausgesandt, und unter ihnen diese, die Mir
in Demut gedient haben. Liebt sie und tröstet sie, denn ihre Last ist sehr
groß.
Ich habe ihren Verstand und ihr Herz wie eine reine Quelle
behütet, und oftmals ist der Schmerz das beste Mittel gewesen, um sie zu
läutern. Ihr Leben ist ähnlich dem meiner Abgesandten anderer Zeiten. Ich segne
euch. Wohl denen, die Mir so nachgefolgt sind und die die ganze Bedeutung des
Auftrags empfunden haben, den Ich ihnen gegeben habe!
33 Ich
lade euch ein, mein Reich zu betreten. Ich rufe alle Völker der Erde ohne
irgendeine Bevorzugung; doch Ich weiß, dass nicht alle auf Mich hören werden.
Die Menschheit hat ihre Lampe ausgelöscht und wandelt im Dunkeln. Doch dort, wo
sich Irrtum bemerkbar macht, wird ein von Mir Erleuchteter auftreten, der in
seiner Umgebung Licht verbreitet — ein geistiger Wächter, der wacht und auf
mein Zeichen wartet, um den Alarmruf erschallen zu lassen, der erweckt und
erschüttert.
Lasst die Liebe jener Sendboten in euren Herzen
fruchttragender Same sein. Lehnt sie nicht ab, wenn sie sich vor euch in
äußerlicher Armut zeigen. Hört auf sie, denn sie kommen in meinem Namen, um
euch eine Fähigkeit zu vermitteln, die ihr derzeit nicht kennt. Sie werden euch
das vollkommene Gebet lehren, werden euch von den Banden des Materialismus
befreien, mit denen ihr gefesselt seid, werden euch helfen, die geistige
Freiheit zu erlangen, die euch zu Mir erhebt.
34 Ihr,
die ihr Mich hört, erwartet sehnsuchtsvoll die Erfüllung aller meiner Worte.
Ihr wünscht euch, diese Welt in einen Jünger von Mir verwandelt zu sehen. Ihr
bittet Mich, zu denen zu gehören, die Ich mit schwierigen Missionen in andere
Länder sandte. Doch wahrlich, Ich sage euch, ihr müsst euch vorher zubereiten,
weil der Kampf, der euch erwartet, sehr groß sein wird.
Doch nicht alle Boten, von denen Ich zu euch spreche, sind
unter euch, nicht alle werden mein Wort durch Stimmträger gehört haben. Viele
von ihnen werden aus Intuition heraus sprechen, weil Ich ihre Seele vorbereitet
habe, und Ich habe sie weise verteilt, um mein Licht überallhin gelangen zu
lassen.
35 Wie
könnt ihr glauben, dass, während Ich zu euch herniedergekommen bin, Ich andere
Nationen vernachlässigen könnte, wo ihr doch alle meine Kinder seid? Wollt ihr
etwa glauben, dass jemand ferne oder außerhalb von Mir ist, obwohl mein Geist
allumfassend ist und alles Geschaffene umgibt und versteht? Alles lebt und
nährt sich von Mir. Daher ist mein Universeller Strahl auf den ganzen Erdkreis
herabgekommen, und die Seelen haben meinen Einfluss auf dieser und anderen
Welten empfangen, weil Ich gekommen bin, um alle meine Geschöpfe zu retten.
36 Ich
will nicht, dass ihr diese Zeit vergeudet, noch dass ihr durch die Welt geht,
ohne eine Spur eurer Schritte zu hinterlassen. Ich will, dass ihr wirkliche
Pfleger des Samens seid, den Ich euch anvertraue, und ihr, wenn ihr diese Welt
verlasst, weiterhin arbeitet, bis ihr eure Saat in der Seele eurer Mitmenschen
zum Erblühen gebracht habt.
37 Ich
will euch nicht an meine Weisungen binden. Ich rege euch nur liebevoll an, weil
Ich keine andere Auftragserfüllung annehmen werde als die, die aus eurer in
meiner Unterweisung zubereiteten Seele geboren wird. Seid frei innerhalb meiner
Gesetze, aber macht euch den Gehorsam zur Gewohnheit. Erfüllt die zwei Gesetze,
die den Menschen regieren, und die im Kern ein einziges darstellen, weil beide
aus Mir hervorgehen.
38 Betet
für alle Menschen, wünscht die Harmonie und das Verständnis aller für Mich, und
dass euer Gebet wie ein Gesang, wie ein inbrünstiger Hymnus empordringt, der
die Seelen erleuchtet und ihnen den Weg zeigt, auf dem sie zum Ziel ihrer
Bestimmung gelangen werden.
39 Angezogen
von der Macht meines Wortes kommt ihr zu diesen Orten, geliebtes Volk. Ihr
braucht nicht unbedingt zu diesen Versammlungsstätten zu kommen, um in ihnen
meine Gegenwart zu suchen und Mir eure Sorgen vor Augen stellen zu können. Denn
ihr wisst, dass Ich allgegenwärtig bin, dass Ich überall bin, dass Ich euch
überall vernehme.
40 Es
ist mein Wort, um dessentwillen ihr herbeikommt, es ist die göttliche Essenz,
die eurer Seele als Nahrung dient, die ihr sucht.
41 Ihr
alle wisst, dass Ich euch den Zeitpunkt angezeigt habe, an dem Ich aufhören
werde, in dieser Form zu euch zu sprechen, und deshalb beeilt ihr euch, jedes
Mal herbeizukommen, wenn mein Wort durch den Stimmträger ertönt. Denn ihr wollt
selbst die letzte der Offenbarungen, die Ich euch mache, in eurer Seele
bewahren.
42 Das
innere Wissen über die geistige Mission, die zu erfüllen ihr gekommen seid,
erwacht allmählich in euch, und euch beginnt eure Verantwortung zu
beschäftigen, weil ihr begriffen habt, wie schwierig und schwer es ist, mein
Gesetz mit Werken, Worten und Gedanken zu predigen.
43 Bald
werdet ihr ohne mein Wort sein. Doch damit ihr nicht wankelmütig werdet, müsst
ihr euch am Beispiel meiner Jünger der Zweiten Zeit inspirieren, die sich
vereinten, nachdem der Meister von ihnen gegangen war. Durch ihre Vereinigung
gaben sie einander Stärke, Ermutigung, Kraft und Glauben.
44 Von
eurer Eintracht wird es abhängen, ob ihr meine Gegenwart bei euren
Versammlungen fühlt, und dass ihr die Zeit meiner Kundgabe nicht vermisst.
45 Bisher
habt ihr euch beim Zuhören gestärkt, morgen werdet ihr euch noch mehr beim
Studieren stärken. Denn wenn ihr in den Kern meiner Unterweisungen eindringt,
werdet ihr erstaunt sein, wenn ihr den Sinngehalt jeder meiner Unterweisungen
entdeckt.
46 Ich
segne schon jetzt diejenigen, die sich für diese Zeit vereinigen und vorbereiten,
um die Lehre, die Ich euch bringe, zu ergründen. Denn bei diesem Studium werden
die Jünger die wahre Auslegung meines Wortes entdecken. Und Ich sage euch, dass
ebenso, wie mein Wort Licht ausstrahlt, auch eure Auslegung den Pfad eurer
Nächsten erhellen wird.
47 Die
guten Ausleger dieser Lehre werden ihre in der Routine ihrer Kulthandlungen in
Schlaf versunkenen Mitmenschen zu erwecken verstehen, und sie werden ihnen die
Hand reichen und sie davor bewahren, aufgrund eines Mangels an Nachdenken unter
Verwirrungen Schiffbruch zu erleiden.
Später wird sich dieses Volk auf der Welt ausbreiten und
von dem, was es vernahm, Zeugnis ablegen und gleichzeitig mit klaren Worten
mein Gesetz und meine Lehre erklären — nicht nur das, was Ich euch jetzt gesagt
habe, sondern alles, was Ich euch während der Zeitalter, die ihr durchlebt
habt, offenbart habe.
48 Fürchtet
nicht, von euren Mitmenschen ausgelacht oder abgelehnt zu werden.
49 Ich
versichere euch, wenn dieses Volk von Spiritualisten unter der Menschheit
erscheint, Ich ihr bereits viele und sehr große geistige Manifestationen
gegeben haben werde. Diese Manifestationen werden bewirken, dass viele von
denen, die Mich geistig erwarten, ahnen, dass Ich bereits gekommen bin und
gesprochen habe. Glaubt ihr nicht, dass sie, wenn sie euch kommen sehen und
euer Wort hören, euch als meine Boten anerkennen werden?
50 Wahrlich,
Ich sage euch, selbst die Theologen werden sich den Grund für so viele
Ereignisse erklären.
51 Mein
Volk wird sich auf der Erde wie ein großes Heer ausbreiten. Auf dem Volke wird
mein Geist sein und es in seinem Kampfe ermutigen, damit selbst das letzte
meiner Worte in Erfüllung geht, die Ich euch in dieser und in den vergangenen
Zeiten gegeben habe.
52 Warum
weint ihr, wenn ihr an die Tage denkt, in denen ihr mein Wort nicht mehr
vernehmen werdet? Seid unbesorgt, ihr Menschenscharen, denn Ich werde euch
nicht allein lassen.
53 Erinnert
ihr euch daran, wie Ich nach meinem Scheiden in der Zweiten Zeit Maria im
Schoße der Apostel zurückließ?
54 Die
liebevolle Ratgeberin, die Mutter, der Trost für die Betrübten, blieb eine
Zeitlang unter jenen Jüngern.
55 Als
der Schmerz, den sie auf Golgatha erlitten hatten, als sie sich ohne ihren
Meister, ohne sein Wort sahen, von jenen Herzen gewichen war, begriffen sie die
Mission, die sie zu erfüllen hatten, und sie begannen die Frohe Botschaft auf
der Erde zu verbreiten. Der Herr hob Maria von der Erde empor, da sie ihre
liebevolle Sanftmut bereits als Erbe für die Menschheit hinterlassen hatte.
56 Ihr,
die ihr die neuen Schüler vor dem Göttlichen Lehrstuhl seid, denkt, dass Ich
euch allein lassen werde, wenn ihr einmal meiner Kundgebung durch den Mund
eines Stimmträgers "beraubt" seid. Doch Ich sage euch: Maria ist
nicht gestorben, eure geistige Mutter ist bereit, euch in der Prüfung, in den Tagen
beizustehen, in denen ihr euch verlassen glaubt und Mich abwesend fühlt, obwohl
Ich euch näher als jemals bin. Ihre Mutterliebe wird euch helfen, euch stark zu
fühlen und den wahren Sinn der Unterweisungen zu verstehen, die Ich euch mit
Worten und Taten vor Augen geführt habe.
57 Ihr
sollt Soldaten meines Gesetzes und Sämänner der Vergeistigung sein. Doch schon
heute erkläre Ich euch, dass der Spiritualismus seinen Stützpunkt nicht auf der
Erde haben wird, noch einen Repräsentanten in einem Menschen. Seine Herrschaft
wird nicht von dieser Welt sein, und euren einzigen Führer werdet ihr durch
euer Gewissen in Christus haben.
58 Euer
intuitiver Blick wird unter den Menschenscharen die neuen "Arbeiter"
zu entdecken wissen. Aber nicht eure Hände sollen es sein, die
"salben" oder weihen. Denn der einzige, der einer Seele Gaben,
Aufträge oder Missionen anvertrauen kann, bin Ich — der einzige, der die
Bestimmung jedes Wesens niederschreibt.
59 Ich
sage euch all dies, um euch davor zu bewahren, Irrtümern oder Handlungsweisen
und Riten zu verfallen, die keine Wahrheit enthalten.
60 Ihr
werdet nur meine Sämänner, meine Propheten, meine Boten sein. Aber die geheime
Schatzkammer wird weiterhin in den Händen eures Herrn sein.
61 Es
ist mein Wille, dass unter euch völlige Harmonie und Brüderlichkeit herrscht,
damit nicht in einem Volke, in dem alles Ordnung, Liebe und Vergeistigung sein
soll, Herren, Herrscher oder Tyrannen emporkommen.
62 Wenn
ihr euren Auftrag in der Weise, die Ich euch anzeige, erfüllt, wird euer
Beispiel anerkannt werden, und eure Macht wird dem Spiritualismus Breschen
schlagen müssen.
63 Begreift,
dass es das Licht meiner Unterweisung sein muss, das die Verkehrtheit der
Abgötter entlarvt, das den hochmütigen Herrscher und den despotischen Herrn von
seinem Sockel reißt, das die vergängliche Macht der Herrschaft des
Materialismus zerstört.
64 Das
Volk, das Ich heute vorbereite, damit es morgen das geistige Leben predigt,
wird nicht reich sein, wird keine Schätze noch materiellen Güter besitzen. Denn
mit ihren Werken wird es der Welt beweisen müssen, dass die Wahrheit, die Liebe
und die Gerechtigkeit Gottes nicht nötig haben, sich auf die Macht eurer
trügerischen Reichtümer zu stützen.
65 Die
Liebe, der Glaube, der feste Wille werden die Kräfte sein, die dieses Werk
unter der Menschheit bekannt machen sollen. Nehmt das Beispiel Christi und
seiner Jünger, denkt über jene Leben und die Unterweisungen nach, die sie euch
gaben, und ihr werdet sehen, dass Ich euch die Wahrheit sage.
66 Meine
Hand berührte niemals ein Geldstück. Als Mir bei einer bestimmten Gelegenheit
eines davon absichtlich gezeigt wurde, um Mich zu bitten, meine Ansicht über
die Pflichten gegenüber dem Kaiser zu äußern, schaute Ich jenes Geldstück nur
an, und ohne es zu berühren antwortete Ich dem, der Mich fragte: "Gebt
Gott, was Gottes ist, und dem Kaiser, was des Kaisers ist."
67 Dies
ist eine meiner letzten Unterweisungen, doch nicht die letzte. Ich werde noch
für kurze Zeit weiter zu euch sprechen, und dann werde Ich gewiss nicht mehr
durch das Verstandesvermögen eines Menschen sprechen.
68 Ich
werde euch dann eine Zeit der Besinnung geben, damit ihr nach meinem Abschied
nachdenkt. In jener Zeit wird nach und nach in verschiedenen Formen die
Intuition von Geist zu Geist aufzuleben beginnen.
69 Alles,
was ihr jetzt nicht verstanden habt, werdet ihr in jenen Tagen der geistigen
Besinnung begreifen, und gleichzeitig werdet ihr durch neue Offenbarungen und
Prophetien überrasche werden.
70 Die
Inspiration des einen wird durch die eines anderen bestätigt werden, und so
wird in den Jüngern kein Zweifel aufkommen.
71 Roque
Rojas und Damiana Oviedo waren meine ersten Stimmträger für meine geistige
Kundgabe in dieser Zeit. Der Mann empfing in seinem Verstandesvermögen den
Strahl Elias', die Jungfrau empfing das Licht des Meisters. Damit wollte Ich
euch zeigen, dass sich in meiner Apostelschar die Frau ebenso wie der Mann an
meinen Tisch setzt. Die Geistseele ist in beiden gleich. Warum sollte Ich in
dieser Dritten Zeit einen Unterschied zwischen beiden machen, da es das
Zeitalter ist, in dem Ich die Geistseelen suche?
72 Roque
Rojas und Damiana Oviedo sind eure Wegbereiter. Sie hörten die göttliche Stimme
inmitten der Wüste, und ohne zu fragen, ob sie Wahrheit ist, glaubten sie. Der
eine vernahm die Stimme des Propheten, die andere fühlte die Berührung der
Barmherzigkeit des Meisters.
73 Wie
viele Geheimnisse habe Ich euch seit damals offenbart! Die ersten Stimmträger
starben, und andere erschienen, und so aufeinanderfolgend bis in die Gegenwart.
Nicht alle sind in ihrer Absicht rein gewesen. Einige sind ein Beispiel von
Glaubenseifer, Wahrheitsliebe, Selbstverleugnung und Aufopferung gewesen. Doch
manche sind eitel gewesen, haben Schmeichelei und Belohnung geliebt.
74 Ich
lehrte die Hörerscharen von Anfang an, die wahre Frucht zu erkennen, und euch
Anwesenden sage Ich, dass ihr meine Wahrheit als Nahrung zu euren Mitmenschen
bringen sollt, während ihr die Spuren im Feuer der Wahrheit verbrennen sollt.
75 Ich
muss euch sagen, dass ihr eure Stimmträger niemals zu umsorgen verstandet, weil
euch Verständnis und Mitgefühl für sie fehlten. Doch da ihr jene Herzen weder
aufzumuntern noch zu pflegen verstandet, so behütet wenigstens in der Zukunft
das, was von ihren Lippen kam, welches mein Wort war: das neue Manna.
76 Wenn
die Spiritualisten sich auf der Erde vervielfachen, wird es viele geben, die
sie mit gewöhnlichen Wahrsagern verwechseln und an sie herantreten, um sie nach
der Zukunft zu fragen. Die Wissenschaftler werden sie über das Leben der
Geister und über das Leben auf anderen Welten oder Planeten befragen.
Ich sage euch all dies voraus, damit, wenn ihr euch von
törichten Fragen bestürmt seht, ihr euch daran erinnert, dass ihr beten sollt,
damit euer Vater euch das inspiriert, was ihr sagen müsst — was sein Wille ist,
dass ihr es angesichts der Torheit oder der Neugier eurer Mitmenschen mitteilt.
77 Ich
weise euch an, dass ihr keine einzige meiner Offenbarungen verändert, und auch
nicht versucht, das zu erforschen, wofür es noch nicht an der Zeit ist, dass es
offenbart werde. Ihr sollt immer eure Zurüstung bewahren — so, als ob ihr eine
Quelle wäret, die bereit ist, das kristallklare Wasser zu empfangen, das den
Durst eurer Mitmenschen nach Licht löscht, und es soll nicht eure Hand sein,
die den Schleier des Geheimnisses lüftet. Gab es auf Erden etwa irgendeine, die
würdig war, das Buch der sieben Siegel zu öffnen? Nur die des Lammes ist würdig
gewesen, das heißt: nur Dieses hatte die Macht, es zu tun. Wisset, dass es
viele Unterweisungen gibt, die dem Menschen hier auf der Erde offenbart werden
werden, aber auch, dass es viele andere gibt, die ihm erst enthüllt werden,
wenn er in den hohen Heimstätten des Geistes wohnt.
78 Überall
werdet ihr Mich finden, meine Gegenwart ist an allen Orten des Weges. Ich
verwandle Mich sowohl in eine Oase inmitten der Wüste, als auch in einen
Leuchtturm in stürmischer Nacht.
Mein Friede sei mit euch!