Ich bin euer Meister, ihr seid meine Jünger


38. Kommt herbei, dies ist euer Weg, hier ist das Brot für die

Armen und der Trost für die Betrübten. Kommt und fürchtet nichts.

39. Gesegnetes Volk Israel, der Vater sagt euch: Vernehmt die

Stimme eures Gewissens, schult euer Verstandesvermögen, denn Ich

werde mein Wort in jedem von euch unauslöschlich niedergeschrieben

zurücklassen. Vernehmt das lebendige Wort, das Ich

derzeit überfließen lasse, das der Quelle der Weisheit entströmt,

welche mein Geist ist.

40. Ich habe alle Wege geöffnet, damit alle meine Kinder zu Mir

kommen. Jetzt ist die Zeit des Erwachens, in der Ich mein Wort der

vergangenen Zeiten und die neuen Offenbarungen klar aufzeigen

werde, die Ich euch geben werde, und die die Vervollständigung, der

dritte Teil des Buches sind, dessen Besitzer ihr sein werdet.

41. Ich habe vor euch den Schleier weggezogen, der die Größe

meiner Lehre verbarg. Ich gab euch in der Zweiten Zeit den Samen,

damit ihr ihn aussäen und pflegen und zum passenden Zeitpunkt

vorzeigen würdet.

42. Doch Ich habe von den beauftragten Sämännern die Frucht

verlangt und habe nach einer langen Zeitspanne nur wenig Korn

geerntet. Ich hatte euch bereits gesagt: Neue Generationen werden

zur Erde kommen, und sie werden meine letzte Botschaft

empfangen. Ich bereite sie derzeit vor und sage euch: Die Zeit kam,

in der Ich dieses neue Zeitalter einleitete.

43. Der Wegbereiter weihte die ersten Arbeiter meines Werkes

ein, und danach öffnete der Meister das Buch, um seinen ganzen

Inhalt zu zeigen, welcher Licht, Weisheit, Rettung für die Menschheit

ist. So kam für euch jener Augenblick der Gnade. Ich vereinigte

Männer und Frauen unterschiedlicher Glaubensbekenntnisse und

Weltanschauungen. Ich drang in ihre Herzen und sah nur Bitternis

und Enttäuschung. Und als sie mein Wort hörten, wiesen sie es nicht

zurück, verschlossen sie ihre Herzen nicht, stellten sie es nicht in

Frage, sondern nahmen es mit Liebe und mit Respekt auf.

44. Ich sorgte dafür, dass sie sich dem Studium aller

Kundgebungen meiner Göttlichkeit widmeten, und sie fanden diese

glaubwürdig, voll großer Bedeutung, und ihre Herzen wurden

ermutigt. Doch der Augenblick kam, in dem Ich ihnen sagte: "Ich

habe euch liebkost, ihr habt euch an meinen Liebkosungen erfreut,

doch jetzt ist es an der Zeit, zu kämpfen." Und die Lippen, die zuvor

unbeholfen und stumm waren, sprachen mit dem Göttlichen Worte.

Ich ergoss mein Wort durch sie selbst, und sie wurden meine

Stimmträger.

Andere, die Ich voller Glauben antraf, machte Ich zu

Gemeindeleitern und sagte ihnen: Zieht die Herzen an und bildet aus

ihnen Gemeinden. Wappnet euch mit Seelenstärke, denn ihr werdet

mit der Hartherzigkeit der Menschen zusammenstoßen. Ihr werdet

mit den Ungläubigen ringen, denn der Same von Thomas ist

bewässert worden und ist in den Herzen aufgegangen. Doch Ich

werde diese Saat mit der Wurzel ausreißen und euch bei eurer Arbeit

beistehen. Jeder von euch wird wie eine Fackel sein, die den Weg

eurer Mitmenschen erhellt.

Wenn die Zeit meiner Kundgabe endet, und ihr mit Mir nur noch

von Geist zu Geist in Verbindung tretet, werdet ihr weiterhin

unterweisen. Und die Menschen werden sich wundern und fragen,

wo ihr gelernt habt. Ihr werdet ihnen dann das Buch eures Herzens

zeigen, in dem meine Unterweisung eingeprägt ist und dem neue

Inspirationen entspringen werden.

45. Ich werde darum ringen, euch für die Zeit nach meinem

Abschied zubereitet zurückzulassen. Dafür setzte Ich einen langen

Zeitraum an, damit ihr in ihm viele Gelegenheiten haben würdet,

mein Werk zu verstehen.

Doch Ich bin nicht sichtbar gewesen für die materiellen Augen.

Ich habe euch zwar gesagt, dass Mich in dieser Zeit jedes Auge

sehen wird ─ das des Sünders und des Nicht-Sünders ─ , doch dies

müssen nicht die Augen des Körpers sein, sondern es ist der geistige

Blick, der Mich schaut, erleuchtet durch den Geist und die Seele als

einem Heiligtum, das Mich fühlt.

46. Ich habe in vielen Gegenden "Arbeiter" vorbereitet, um

mein Werk zu offenbaren. Wie viele Glücksmomente hat eure Seele

gehabt, während ihr meine Unterweisung vernommen habt! Wie

wart ihr über die Wundertaten entzückt, die Ich euch gewährt habe!

Damit ihr Mich anerkennen würdet, habe Ich euch zahllose Beweise

gegeben, denn Ich will, dass ihr, sobald ihr zubereitet seid, diejenigen

empfangt, die von Mir dazu bestimmt sind, diese

Unterweisung kennenzulernen. Ihr sollt euch wie ältere Geschwister

um die Herzen bemühen, die leiden, um ihnen beizustehen und

ihnen als Stütze zu dienen. Bringt die verirrten Schafe zurück zur

Hürde, lindert Leiden, rettet eure Mitmenschen.

47. Ich werde euch bei eurem Kreuze helfen, wenn ihr erschöpft

seid, und werde euch lehren, den Berg der Auftragserfüllung zu

ersteigen. Was könntet ihr erwarten, wenn ihr nicht erfüllt. Wie

könntet ihr Stärke fühlen, wie könntet ihr leben, wenn ihr, nachdem

ihr Mich gehört habt, kein Zeugnis von diesen Unterweisungen

ablegt?

48. Seid stark, liebet einander, dann wird mein Segen wie Tau

auf euch niedergehen, um euch immer zu ermutigen.

 

Aus: Das Buch des Wahren Lebens – Band VIII - Unterweisung 241:38-48

Wer ist das Volk Gottes ?


22. Diejenigen, die morgen herbeikommen werden, um von

meinem Kommen zu erfahren, kann man in zwei Gruppen einteilen:

Die einen, die zweifelnd kommen und gläubig und zerknirscht

weggehen, weil sie die Liebe meines Wortes anrührte. Und die

anderen, die ungläubig kommen und ebenso unzufrieden bleiben

werden, weil sie mehr Körper als Seele sind, mehr Beschränktheit

als Nachdenklichkeit. Euch jedoch, die ihr meine neuen Jünger

genannt worden seid, und die ihr vom Heiligen Geiste gekennzeichnet

worden seid, sage Ich: Wann beginnt ihr, die Welt durch das

Beispiel eurer Liebeswerke zu erleuchten?

23. Höret: Als Ich bei euch auf Erden war, kamen die Menschen

in Scharen zu Mir ─ Menschen in hohen Stellungen, voller Eitelkeit,

Regierende, die Mich heimlich aufsuchten, um Mich zu hören. Die

einen bewunderten Mich, aber aus Furchtsamkeit bekannten sie es

nicht offen; andere lehnten Mich ab. Es kamen Menschenscharen zu

Mir, die aus Männern, Frauen und Kindern bestanden und Mir am

Morgen, am Nachmittag und in der Nacht zuhörten, und immer

fanden sie den Meister bereit, ihnen das Wort Gottes zu geben. Sie

sahen, dass der Meister sich selbst vergaß, und konnten sich nicht

erklären, zu welcher Stunde Er Nahrung zu sich nahm, damit sein

Körper nicht schwach und seine Stimme nicht matt würde. Der

Grund war, dass sie nicht wussten, dass Jesus aus seinem eigenen

Geiste Kräfte erhielt und in sich selbst Nahrung fand.

24. Ebenso werdet auch ihr eines Tages erfahren, dass jener, der,

von der Göttlichen Liebe inspiriert, sein Dasein der Aufgabe

widmet, seine Mitmenschen zu trösten, zu unterstützen und zu

lieben, in seiner eigenen Seele eine unbekannte Kraft und Nahrung

finden wird, die ihn aufrechterhält, ohne einen Augenblick im

Kampfe zu ermatten.

25. Auf diese Weise werde Ich Mich in jenem Volke bekunden,

das dasselbe wie heute ist, und das morgen auf der ganzen Welt eine

einzige Gemeinschaft bilden wird: das Volk Gottes.

26. Lernt von Mir und nutzt eure Gaben, damit ihr die große

Schuld bezahlt, die ihr euch selbst und der Menschheit gegenüber

habt. Nehmt eure Sühne bereitwillig an und habt nicht den Wunsch,

diese Schuld mit etwas zu begleichen, das euch gefällt und nicht

schwer fällt. Denn oftmals werdet ihr Opfer oder Verzicht leisten

müssen.

27. Ich verlange von euch nicht euer Leben, sondern nur einige

Stunden, nur einen Teil eurer Zeit.

28. Erinnert euch, dass Jesus, um bei euch zu sein, seine Mutter

verließ ─ jene liebevollste Mutter, die das einzige war, was Er auf

Erden hatte. Er entfernte sich im Leben von ihr und lag nur in ihren

Armen, als Er leblos vom Kreuze herabgenommen wurde. Von euch

verlange Ich nicht so viel, sondern nur einen kleinen Teil dessen,

was Ich euch gab und lehrte.

29. Gebt euer Leben hin, indem ihr den Betrübten tröstet, den

Kranken heilt und den Verirrten rettet, doch lasst euch nicht töten,

nur um zu zeigen, dass ihr bereit seid, für Mich zu sterben.

30. In meiner Lehre soll es keine Angeklagten noch Ankläger

geben, weder Beleidigte noch Beleidiger. In ihr soll es nur die

geben, die danach streben, sich durch die Ausübung meiner Unterweisungen

aufwärts zu entwickeln.

31. Ihr besitzt alles, um zu Mir zu gelangen: Die Welt ist eine

Schule, das Leben ist ein Lehrbuch, meine Inspiration ist ein Licht.

Der Meister bin Ich, die Menschen meine Jünger. Daher rufe Ich

euch unablässig, und Ich sage euch: Ihr alle findet Platz in meiner

Liebe.

32. Lasst Mich nicht allein bei meinen Unterweisungen, seid

nicht kalt angesichts dieser Liebe, die Ich euch entgegenbringe.

Bedenkt, dass euch einige menschliche Lippen das Wort meines

Geistes erleuchtet.

33. Wenn ihr auf der Erde sagt, dass Ich euch mit meiner Lehre,

mit meinem Gesetz Religionen gebracht habe, so sage Ich euch,

dass es in meinen Augen nur einen Gottesdienst gibt, welcher der

der Liebe, der Liebe zum Vater, zu den Nächsten oder Mitmenschen

und zu allem ist, was aus dem Schöpfer hervorgegangen ist.

34. Jenes göttliche Höchstgebot, einander zu lieben, wird das

Gesetz sein, das alle Menschen vereint, das sie erleuchtet, damit sie

sich als Geschwister fühlen, einander beschützen, beistehen, vor

Versuchungen bewahren und anerkennen, ohne an Unterschieden

der Rassen oder Glaubensüberzeugungen Anstoß zu nehmen.

35. Stellt euch eine solche Welt vor, und ihr werdet sie euch im

Frieden vorstellen, als eine einzige Familie, die von den Gesetzen

der Liebe, der Achtung und der Gerechtigkeit regiert wird.

36. Diese Prophezeiungen werden Wirklichkeit werden, denn

eure Welt ist nicht dazu verdammt, ewig ein Tal der Finsternis und

Sünden zu sein.

37. Im Herzen der Menschen wird die Tugend erstrahlen wie die

Blumen in den Gärten. Denn Ich sage euch: Die Blumen in ihrer

Schönheit gleichen den Ideen und Inspirationen, die aus Gott

hervorgehen, um die Sünder zu retten.

Aus: Das Buch des Wahren Lebens – Band VIII - Unterweisung 241:22-37

BWL - Band IX - Unterweisung 245


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band IX - Unterweisung 242 - 276

Unterweisung 245

1         Mein Geist ist erfreut, weil ihr im Verlangen nach Mir herbeikommt. Warum erinnert ihr euch am heutigen Tage in erhöhtem Maße an die Menschen, die ins Jenseits hinübergegangen sind, obwohl es für die Seele keine Tage noch Daten gibt? Lasst euch nicht von den "Toten", die ihre "Toten" betrauern, beirren. Ihr seid keine "Toten", noch sind es die, die euch als eure Eltern, Kinder, Geschwister, Verwandten oder Freunde angehörten. Warum nicht auch die, die euch Böses angetan haben, wenn sie sich geläutert haben?

2         Ihr seid begierig nach Licht, und mein Werk befriedigt jenes Verlangen eurer Seele wirklich, die, je mehr sie erleuchtet wird, sich immer mehr vom scheinbaren "Tod" entfernt.

3         Euer Herz wird traurig, wenn ihr eure Mitmenschen ohne Hoffnung und ohne Trost um ihre "Toten" weinen seht. Betet für sie und arbeitet, damit ihr lernt, die "Toten" dieser und der anderen Welt zum Leben zu erwecken.

4         Wenn die Menschen einmal die Wirklichkeit dieser Unterweisungen begriffen haben, werden sie nicht mehr über den Gräbern weinen, die einige Überreste aufbewahren, und ihr Weinen in Achtung gegenüber den Orten verwandeln, die zu Ruhestätten für die Körper bestimmt sind, und in Gebete für die Seelen, die im "Geistigen Tale" wohnen — in Gebete, die eine Umarmung, ein Gruß, ein Kuss und eine Liebkosung sind.

5         Ihr lebt bereits in der "Dritten Zeit", und noch immer ist die Menschheit spirituell zurückgeblieben. Ihre Seelsorger, ihre Theologen und geistlichen Hirten offenbaren ihr recht wenig und manchmal gar nichts über das Ewige Leben. Auch ihnen offenbare Ich die Geheimnisse des Buches meiner Weisheit, und so frage Ich euch: Warum schweigen sie? Warum fürchten sie sich davor, die schläfrigen Seelen der Menschen aufzuwecken?

6         Ihr, die ihr Mich derzeit hört, versteht bereits hier die Entwicklung und den Fortschritt für die Zukunft eurer Seelen zu erarbeiten. Aber wie viele kennen diese Wahrheiten nicht oder vergessen sie, und der Tod überrascht sie unvorbereitet.

7         Ich will, dass reine Gedanken die Sprache sein sollen, in der ihr euch mit euren Geschwistern verständigt, die im Geistigen wohnen, dass ihr euch auf diese Weise versteht, und wahrlich, eure Verdienste und eure guten Werke werden für sie von Nutzen sein; ebenso wie der Einfluss jener meiner Kinder, ihre Inspirationen und ihr Schutz für euch eine machtvolle Hilfe auf eurem Lebenswege sein werden, damit ihr gemeinsam zu Mir kommt.

8         Vergeistigt euch, und ihr werdet in eurem Leben die wohltätige Gegenwart jener Wesen erfahren: die Liebkosung der Mutter, die ihr Kind auf der Erde zurückließ, die Warmherzigkeit und der Rat des Vaters, der gleichfalls hinscheiden musste.

9         Nachdem Ich euch diese Unterweisung gegeben habe, werdet ihr das Urteil über die verstehen, die sich das Leben nehmen — über die, die ihren Mitmenschen töten, und über die, die mörderische Kriege schüren. "Wachet" und betet für sie alle, von Kain bis zum letzten Mörder, damit ihr Gericht gemildert wird.

10     Wie dunkle Wolken, die ein Unwetter ankündigen, so schweben über euch Legionen verwirrter Wesen. Betet, damit ihr nicht zu Opfern ihrer Einflüsse werdet. Betet, damit diese dunklen Mächte zu Licht werden.

11     Werdet dieses Lebens nicht überdrüssig, begehrt in euren Leiden nicht auf, denn ihr wisst nicht, welche Schulden aus früheren Leben ihr gerade bezahlt.

12     Lebt in Harmonie und in Frieden im Schoße eurer Familie und eurer Gesellschaft, damit viele eurer Mitmenschen eurem Beispiel folgen können, die euch durch Lichtwesen zugeführt werden.

13     Seid frohgemut in dieser Dritten Zeit, denn mein Wort ist voller Glanz zu euch gekommen.

14     Es ist ein Augenblick des Friedens für jede Seele. Die Welten werden erhellt, wenn der Vater sein Licht auf sie ergießt. Es sind Augenblicke der Herrlichkeit für alle Menschenwesen, die vorbereitet sind, um dieses göttliche Geschenk zu empfangen. Diese Gnade ist zu eurer Welt gekommen, und auf ihr habe Ich die "Toten" ihre "Toten" begraben sehen, den Gütern der Erde Verehrung und Anbetung und Gott durch eitle Zeremonien materielle Opfergaben darbringen sehen.

15     Das Licht meines Heiligen Geistes ergießt sich in dieser Zeit auf alle Menschen, und durch dasselbe werden sie begreifen können, wie die dem Herrn wohlgefällige Opfergabe beschaffen ist: Die Seele wird sich als Opfergabe zubereiten, die in die Gegenwart des Schöpfers gelangen muss, wenn sie sich ihres Körpers entledigt — jener Materie, die wenn sie in die Erde sinkt, verwest und ihre Gestalt verliert und nur noch ein kleiner Haufen von Atomen sein wird. Dort, wo das Ende eines menschlichen Wesen ist, beginnt ein Leben, das die Menschen nicht zu begreifen vermochten.

16     Die Menschen halten an ihren Traditionen und Bräuchen fest. Es ist verständlich, dass sie eine unauslöschliche Erinnerung an die Menschen haben, deren Körper sie ins Grab gesenkt haben, und sie der Ort anzieht, wo sie deren Überreste beerdigten. Doch wenn sie sich in den wirklichen Sinn des materiellen Lebens vertiefen würden, würden sie erkennen, dass jener Körper bei seiner Auflösung, Atom für Atom, zu jenen Naturreichen zurückkehrt, aus denen er gebildet wurde, und das Leben sich weiter entfaltet.

17     Aber der Mensch hat infolge des fehlenden Studiums des Geistigen zu allen Zeiten eine Kette von fanatischen Kulten für den Körper geschaffen. Er versucht, das materielle Leben unvergänglich zu machen, und vergisst die Seele, die das ist, was in Wahrheit ewiges Leben besitzt. Wie weit sind sie noch davon entfernt, das Geistige Leben zu verstehen!

18     Jetzt versteht ihr, dass es unnötig ist, an jene Orte Gaben zu bringen, wo ein Grabstein, welcher "Tod" ausdrückt, "Auflösung und Leben" zum Ausdruck bringen sollte; denn dort ist die Natur in voller Blüte, dort ist Erdreich, das fruchtbarer und unerschöpflicher Schoß von Geschöpfen und Lebensformen ist.

19     Wenn diese Lehren begriffen sind, wird die Menschheit dem Materiellen seinen Stellenwert und dem Göttlichen den seinen zu geben verstehen. Dann wird der abgöttische Kult für die Vorausgegangenen verschwinden.

20     Der Mensch soll seinen Schöpfer von Geist zu Geist erkennen und lieben.

21     Die Altäre sind Trauerflore, und die Grabmäler sind ein Beweis für Unwissenheit und Abgötterei. Ich vergebe alle eure Verfehlungen, aber Ich muss euch wirklich wachrütteln. Meine Unterweisung wird verstanden werden, und die Zeit wird kommen, in der die Menschen die materiellen Gaben durch hohe Gedanken ersetzen.

22     Jünger: Wenn ihr die Prüfung durchlebt habt, einen geliebten Menschen zu verlieren, dann beginnt sich euch ein Gebet wie dieses zu entringen: "Herr, ich weiß, dass jener, der diese Welt verließ, bei Dir ist, dass er nur vor uns zur Reise aufgebrochen ist, dass der Augenblick kommen wird, an dem Du uns erlaubst, alle in derselben Heimat vereint zu sein. Es gibt keine Tränen in unseren Augen, weil wir wissen, dass nicht sie die Toten sind, sondern wir es sind, die wir auf dieser Welt sind — dass im "Geistigen Tale" die wahre Gleichheit und Brüderlichkeit herrscht. Denn während die, die das Licht bereits in Fülle erlangt haben, auf dem Wege der Aufwärtsentwicklung vorankommen, und andere, die nur einen schwachen Funken haben, der ihren Pfad erhellt, von den Ersteren unterstützt werden, existiert unter ihnen vollkommene Harmonie, Hilfsbereitschaft und Barmherzigkeit."

23     Warum also eure Erinnerungen an die, die hinschieden, auf ihr irdisches Dasein beschränken? Gedenkt ihrer in spiritueller Weise, damit ihr sie nicht verstört. Wenn sie einmal jede menschliche Neigung abgelegt haben, werde sie zu euch zurückkommen, wird es ihnen gewährt sein, sich eurem Herzen zu nahen, auch wenn ihr nicht wissen werdet, in welcher Weise.

Im Geistigen Leben gibt es nur ein Verlangen, einen Wunsch: den, sich der göttlichen Vollkommenheit zu nähern. Ich sagte euch seinerzeit: "Der Mensch wird nicht in das Himmelreich eingehen, solange er nicht Mir ähnlich wird."

24     Wenn jemand meine Unterweisung nicht versteht, dann deshalb, weil er sich nicht die Mühe gemacht hat, sie zu studieren; denn sie ist Licht für alle. Die Zeit wird kommen, in der die ganze Menschheit sich aufrichtet und sagt: "Ich glaube an Dich, an die Auferstehung zum ewigen Leben."

25     Jünger: Diese Atmosphäre des Friedens, die ihr erlebt habt, und die für euch wie ein offener Himmel gewesen ist, ist wirklich der Schoß des Zweiten Jerusalems, an dessen Firmament der Stern erstrahlt, der die Menschen leiten wird, die im Verlangen nach Frieden und Wahrheit herbeikommen.

26     Mein Geist freut sich, wenn er zu euch spricht, und meine Freude im Himmel ist ebenso groß, wenn ein reuiger Sünder in ihm ankommt, wie wenn ein Gerechter kommt. Denn dieser ist immer heil gewesen, während jener verirrt war und wiedergefunden wurde.

27     Haltet euch nicht für gerettet, weil ihr mein Wort vernehmt, und sagt nicht: "Wir waren verirrt, aber wir sind gefunden worden, und der Himmel ist uns sicher." Nein, ihr müsst begreifen, dass Ich nur gekommen bin, um euch auf den Weg zu stellen, der zu meinem Reiche führt, und ihr euch anstrengen müsst, um niemals von diesem Pfade abzuirren, und um jeden Tag einen Schritt voranzukommen, bis ihr zu der Tür gelangt, hinter der die ewige Heimat, die Wiege und das wahre Vaterland der Seele liegt, zu dem ihr alle gelangen müsst, um niemals mehr in die Irre zu gehen und so die im Lebenskampfe geerntete Frucht zu genießen, sowie die vom Vater versprochene Belohnung für alle, die im Glauben und in der Liebe beharrlich bleiben.

28     Ihr fühlt euch an das "Fleisch", die Welt und den Schmerz gekettet. Aber statt euch davon entmutigen zu lassen, weil ihr denkt, dass sie Hindernisse für eure Aufwärtsentwicklung sind, möchte Ich, dass ihr begreift, dass diese Hindernisse in Wirklichkeit die Mittel sind, um euren Glauben, eure Liebe und eure Beharrlichkeit im Guten auf die Probe zu stellen.

29     Ich bin euer Heiland, euer Befreier. Begreift jedoch, dass, wenn Ich euch meine Liebe schenke, um euch zu erretten, ihr Mir auch die eure schenken müsst. Ich werde meinen Teil und ihr den euren getan haben, indem Ich euch Gelegenheit dazu gebe, Verdienste zu erwerben, um zu Mir zu gelangen, im Bewusstsein eurer Werke und wohl wissend, zu Wem ihr kommt und weshalb.

30     Welches Verdienst wäre es für euch, wenn Ich euch aus Mitleid dieser Welt und dem Schmerz enthöbe und euch zu den himmlischen Regionen bringen würde? Wahrlich, Ich sage euch, ihr würdet euch nicht würdig fühlen, in ihnen zu wohnen, noch würdet ihr jenes Leben zu würdigen wissen — mit einem Worte: Ihr würdet nicht einmal wissen, wo ihr wohnt. Darum sage Ich euch, dass es mein Wille ist, dass, wenn ihr dorthin gelangt, es aufgrund eurer Verdienste geschehen soll. Denn dann werdet ihr all dessen würdig sein, was euch umgibt, und all dessen, was ihr besitzt.

31     Wisset, dass Ich bei jedem eurer Schritte, eurer Prüfungen oder Schwierigkeiten, bei euren Bestrebungen, Werken und Gedanken gegenwärtig bin, indem Ich euch meine Liebe schenke, zu euch spreche, euren Willen stärke und euren Glauben ermutige. Denn wer könnte der Vollkommenheit ohne meinen Beistand näherkommen?

32     Erwachet! Richtet euch empor! Erhebt euch zum Lichte und beginnt den Kampf! Ihr fühlt euch als Gefangene? Dann zerbrecht das Gefängnis eures Materialismus. Euch drückt der Schmerz und das Elend nieder? Dann lernet, euch über die menschlichen Nöte hinwegzusetzen. Ihr fühlt euch unbedeutend gegenüber den anderen? In euch ist ein großes Wesen, wenn sich die Seele mittels des Guten entfaltet. Ich habe keine Seelen erschaffen, die dazu bestimmt sind, immer unbedeutend zu sein, oder immer im Verborgenen zu leben. Wenn es in den hohen Heimstätten große Seelen gibt, dann nur, weil sie auf dem Weg der Liebe aufgestiegen sind. Doch ursprünglich waren sie gleichfalls klein.

33     Erkennt, weshalb mein Geist beglückt ist, wenn Er mit denen spricht, die noch klein sind — mit denen, die im Finstern wohnen oder an Schmerz und Elend gekettet leben. Denn Ich weiß, dass eure Seele durch meine Liebe zum Lichte erwacht, von Hoffnung durchflutet wird und dem Ideal der Aufwärtsentwicklung Glauben schenkt und es umarmt.

34     Ich will euch alle glücklich sehen, in Frieden und im Lichte wohnend, damit ihr nach und nach alles besitzt — nicht nur durch meine Liebe, sondern auch durch eure Verdienste; denn dann werden eure Genugtuung und euer Glück vollkommen sein.

35     Um euch bei eurer Aufwärtsentwicklung zu helfen, fällt mein göttlicher Strahl auf euch herab, um sich in Worte der Unterweisung zu verwandeln. Und Ich sage euch wie in der Zweiten Zeit: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." So habe Ich Mich auf eurem Pfade offenbart und euch aus dem Schmutz gezogen, um euch auf den Weg der Wahrheit, der Sittlichkeit und der völligen Vergeistigung zu stellen. Ich habe eure Ketten zerbrochen, damit ihr Mir nachfolgen könnt.

36     Jesus, der Nazarener, war in der Zweiten Zeit unter den Menschen, um euch ein lebendiges Beispiel zu hinterlassen, wie man den Vater lieben und Ihm dienen soll, und wie man die Menschen lieben soll.

Ich spreche so zu euch, damit ihr nicht den Glauben hegt, dass Ich nur gekommen bin, um eure Leiden zu heilen. Denn Ich bin auch gekommen, um euch zu lehren, euren Nächsten Gutes zu tun. Ich erinnere euch an den Verlauf meines Lebens und an meine Passion als Mensch, damit ihr begreift, dass der Weg, den Ich euch heute weise, der gleiche ist wie der, den euch Jesus vorzeichnete. Es ist der Weg von alters her, der einzige, der ewige.

37     Vielen von euch erscheint es als eine Vorspiegelung oder eine Unmöglichkeit, dass Ich Mich mittels des menschlichen Verstandesvermögens kundgebe. Doch auf diese Zweifel antworte Ich, dass Ich Mich zu allen Zeiten und seit Anbeginn der Menschheit durch Menschen kundgetan habe, durch deren Übermittlung Ich der Welt meine Gebote, meine Inspirationen und meine Offenbarungen gegeben habe. Was heute geschieht, ist, dass die Menschheit vermaterialisiert ist, an die Welt und die Materie gekettet ist und durch ihren religiösen Fanatismus befangen ist.

38     Ich spreche derzeit zu allen, denn Ich bevorzuge euch nicht, da Ich im Anfang nur gleichwertige Seelen aussandte, um die Erdkruste zu bewohnen.

39     Ich bin der Einzige, der die Bestimmung aller kennt, der Einzige, der den Weg kennt, den ihr zurückgelegt habt und den ihr noch durchlaufen müsst. Ich bin es, der eure Leiden und eure Freuden versteht. Ich weiß, wie viel ihr gewandert seid, um die Wahrheit und die Gerechtigkeit zu finden. Meine Barmherzigkeit ist es, die den angsterfüllten Ruf dessen empfängt, der Mich innerlich um Vergebung für seine Verfehlungen bittet.

40     Und als Vater erfülle Ich jede inständige Bitte, sammle eure Tränen, heile eure Gebrechen, lasse euch fühlen, dass euch vergeben ist und ihr von euren Schandflecken losgesprochen seid, damit ihr euer Leben neu gestaltet.

41     Auch bin Ich der Einzige, der euch die Beleidigungen, die Mir von euch, die ihr meine Kinder seid, zugefügt werden, vergeben kann.

42     Ihr seid das Saatkorn, das Ich zubereite. Wenn ihr Mich in früheren Zeiten sogar abgelehnt habt, habe Ich euch vergeben und euch heute an meinen Tisch gesetzt, um euch in meine Jünger zu verwandeln.

43     Ich sehe eure Seele ermüdet, mit der Müdigkeit, die sie sich auf der Welt zugezogen hat, und sie hat nach dem Wege gesucht, der sie zur wahren Ruhe führt. Die tiefe Spur des Schmerzes, die die Leiden in euch zurückgelassen haben, wird in dem Maße ausgelöscht werden, in dem ihr auf diesem Wege geht, auf dem eure Seele mit der Ausübung der Liebe zu euren Nächsten beschäftigt ist. In diesem Bemühen wird sie niemals müde werden. Wenn dies Volk in seinem gegenwärtigen Dasein zum Endziel seiner Mission auf Erden gelangt, wird es nicht mehr zu ihr zurückkehren, weil seine Heimat dann für immer das Geistige Universum sein wird.

44     Ihr seid nicht von dieser Welt, aber ihr seid zu ihr gekommen, um tiefe Lektionen zu lernen, um Verdienste zu erwerben, um Schuld zu sühnen, um auf dem Wege der seelischen Vervollkommnung voranzukommen, um Gutes zu säen und von Mir Zeugnis abzulegen.

45     Die, die Mich in dieser Zeit vernommen haben, müssen ein größeres Verständnis für ihre Werke und ihre Verantwortung haben. Die Mich nicht vernommen haben, könnten dagegen als unwissend gelten. Die Ersteren werden sich für alles verantworten müssen, was sie gelernt, getan und zu tun unterlassen haben.

46     Wenn ihr euch erforschen würdet, würdet ihr entdecken, dass euch nichts fehlt, damit ihr Mir dienen könnt, und um zum Gipfel des Berges zu gelangen. Ob ihr Mir dient oder es nicht tut — ihr werdet weiterhin immer die Mission und die Gaben besitzen. Doch wozu wollt ihr Gaben und Vollmächtigkeit, wenn ihr sie nicht zur Anwendung bringen müsstet? Gleicht nicht dem reichen Geizhals, dessen Reichtum sehr groß sein mag, der jedoch nutzlos ist.

47     Wenn die Seele zur Erde kommt, ist sie von den besten Vorsätzen beseelt, ihr Dasein dem Vater zu weihen, Ihm in allem zu gefallen, ihren Nächsten nützlich zu sein. Aber sobald sie sich im Körper gefangen sieht, auf tausendfache Weise versucht und auf die Probe gestellt auf ihrem Lebensweg, wird sie schwach, gibt sie den Impulsen des "Fleisches" nach, erliegt sie den Versuchungen, wird egoistisch und liebt sich schließlich selbst über alles, und nur für Augenblicke schenkt sie dem Geist Gehör, wo die Bestimmung und die Gelöbnisse geschrieben stehen.

48     Mein Wort hilft euch, euch an euren geistigen Bund zu erinnern und die Versuchungen und Hindernisse zu besiegen. Niemand kann sagen, dass er niemals von dem von Mir vorgezeichneten Wege abgewichen ist. Aber Ich vergebe euch, damit ihr lernt, euren Mitmenschen zu vergeben.

49     Wer sind die, die Mich lieben? Wahrlich, Ich sage euch, Ich allein weiß es. Manche lieben Mich und wissen es nicht, und manche glauben Mich zu lieben und prahlen sogar damit, ohne Mich zu lieben.

50     Ihr werdet nach meinem Abschied nicht allein sein. Ich werde die Menschen, die Mich lieben, unter euch zurücklassen, denn in ihren Herzen wird kein schlechter Same noch Eitelkeit vorhanden sein. In ihnen wird Liebe, Barmherzigkeit und Demut sein.

51     Weil einige Mich mehr lieben, erfreuen sie sich dadurch doch nicht größerer Gaben — nein. Ich gebe derzeit allen Gelegenheit, zum wahren Leben zu erwachen, um die Werkzeuge meiner hohen Ratschlüsse zu sein.

52     An viele ließ Ich den Ruf in dieser Zeit ergehen, doch nicht alle eilten herbei. Die Nachricht von meiner Gegenwart unter den Menschen gelangte an viele Orte und zu vielen Herzen, und Ich kann euch sagen, dass die Menschheit gegenüber diesem Rufe taub gewesen ist. Doch wenn einmal die großen Prüfungen sich häufen, und die Naturgewalten ihre Rufe nach Gerechtigkeit erheben, wird die Menschheit aus ihrem langen Schlafe erwachen und erkennen, dass Ich wirklich bei eich gewesen bin.

53     Ich kam nicht, um nur ein bestimmtes Volk oder eine bestimmte Nation zu retten, Ich kam um der ganzen Menschheit willen, um alle das Gebet zu lehren, das sie in einer wirklichen geistigen Gemeinschaft mit dem Schöpfer verbindet.

54     Manche fragen Mich, wenn sie Mich sprechen hören: "Herr, sollen wir in Zukunft keine Lieder mehr zu Deiner Göttlichkeit emporsenden?" Darauf antworte Ich: "Kinder, die Vögel verherrlichen meinen Namen mit ihrem Tirilieren, sobald die Morgenröte erscheint. Wenn ihr es braucht, um eure Seele zu erheben, so tut es. Wenn nicht, so gibt es einen anderen Lobgesang, der der Seele entspringt, und dessen Töne nicht in euren Ohren erschallen, obschon sein Hall in der Unendlichkeit ertönt: das Gebet.

55     Niemand prahle mit seiner Vergeistigung. Wer kann sagen, dass er schon mehr Geist als Fleisch ist, und dass er auf dem Wasser wandeln kann, ohne zu versinken? Nicht eure materielle Natur wird es ein, die sich erhebt, sie wird in ihrer Sammlung nur der Seele helfen, die Entfernungen zu überwinden.

56     Mein Göttlicher Geist, der in eurem Herzen wohnt, sagt euch:

57     Geliebtes Volk, wenn es auf der Erde einen Gerechten gäbe, würde die Welt durch diesen Gerechten gerettet werden. Aber dieser mein Universeller Strahl strahlt herab, um den Weg zu erhellen, der von den frühesten Zeiten an vom Vater für die Menschen vorgezeichnet worden ist — jener Weg der Gesittung, der Tugend und Vergeistigung, der euch aufgerichtet hat, als ihr aus Schwachheit vor den falschen Göttern auf die Knie gefallen seid.

58     Seit der Ersten Zeit habe Ich Mich der Menschheit durch Menschen kundgetan, die von meiner Barmherzigkeit erwählt worden sind. Es waren die Propheten, die Inspirierten, die Gerechten, die Patriarchen, die euch meine Gebote und meinen Willen bekannt machten. Erkennt, wie sie alle euch von Anfang an auf den Weg der Vergeistigung führten, euch lehrten, zu dem unsichtbaren Vater zu beten und euer Herz als ein Heiligtum zu bereiten, damit der Herr bei euch gegenwärtig ist — sowohl im Winkel eures Nachtlagers, als auch auf einem Berg, unterwegs oder an den Ufern eines Flusses.

59     Für kurze Zeit hattet ihr euch durch die Wege des Materialismus verirrt, euch vom Vater entfernt, den wahren Gottes-Dienst verfälscht, indem ihr ihn durch Fanatismus und Abgötterei ersetztet, und schließlich verfielen viele dem Unglauben.

60     Aber ihr fühltet die Schritte des Herrn in dieser Zeit nahe, ihr hörtet sie wie den fernen Schall einer Glocke, und ihr musstet dem geheimnisvollen Rufe folgen, der an euch erging. Was sahen eure körperlichen Augen?: Einige bescheidene Versammlungsräume, in denen sich meine neuen Jünger und einige unbedeutende Geschöpfe versammeln, aus denen wie eine unerschöpfliche Quelle ein liebevolles Wort voll Herzlichkeit, Weisheit und Überzeugungskraft strömte. Seit damals ist dies Wort für viele das Brot des Lebens, das Wasser, das ihren Durst löscht und der Balsam gewesen, der ihren Schmerz lindert.

61     Angesichts des Wunders meiner erneuten Gegenwart unter den Menschen hat der Taube gehört, der Blinde gesehen, ist das verhärtete Herz empfindsam geworden, ist die für das Leben der Gnade tote Seele auferstanden.

62     Und die Männer und Frauen sind zu fleißigen "Arbeitern" geworden, zu kenntnisreichen Jüngern, die danach von der Wahrheit sprechen werden. Diese werden Mich nicht noch einmal leugnen, werden Mich nicht mehr verkennen, noch werden sie jemals wieder an meiner Macht zweifeln.

63     Sie werden auf dem Wege des Verirrten wie ein strahlender

Leuchtturm sein. Und so werden die Seelen in dieser Zeit den Pfad der Wahrheit finden, um ihrem Schöpfer einen weiteren Schritt näherzukommen.

64     Sucht, solange ihr noch einen Hauch von Leben habt, nach denen, die sich verirrt haben. Richtet eure im Lebenskampfe gestrauchelten Geschwister auf, heilt die Seele, das Herz oder den Körper des Kranken. Tut Gutes, und legt so von Mir Zeugnis ab. Es ist nicht von Bedeutung, wenn jene, die eine Wohltat empfingen, sich nicht zu meinem Werke bekehren. Der Same, den ihr gesät habt, wird niemals vergehen, er wird morgen oder in der Ewigkeit aufgehen.

65     Erkennt die Kraft eurer Gaben, die kein noch so gelehrter oder mächtiger Mensch euch hätte geben können, damit ihr wirklich zum Licht und Salz der Welt werdet.

Mein Friede sei mit euch!


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