Die Bedeutung von Armut und Reichtum




Der Ruf Gottes ist Aufforderung zu geistiger Arbeit,in seinem Werk gibt es Arbeit für alle.
Scheue dich nicht, dem materiellen Leben diese Augenblicke zu rauben, 
deine Seele wird es dir danken.
Sag nicht: "Herr, ich habe Armut unter denen gesehen,
die Dir nachfolgen. Bei denen jedoch, die sich nicht einmal mehr an
Dich erinnern, noch Deinen Namen aussprechen, sehe ich Überfluss,
Vergnügungen und Genüsse."
Diese Fälle sind kein Beweis, daß der Jünger zwangsläufig arm sein muß.
Den Frieden des Jüngers können jene trotz ihres Reichtums nicht erlangen. 

Manche verstehen es, die Güter der Welt und die des Geistesgleichzeitig zu besitzen.
Anderen werden jene der Welt nicht zuteil, weil sie die des Geistes vergessen
und wieder andere sind nur an denen der Welt interessiert, weil sie meinen,
dass die göttlichen Gesetze ein Feind der irdischen Reichtümer sind.
Güter sind und bleiben Güter, doch nicht alle wissen sie recht anzuwenden.
Nicht alles hat Gott denen gegeben, die viel besitzen. 
Manche haben das, was sie von Ihm empfangen haben, als Ausgleich,
so wie es andere gibt, die alles, was sie besitzen, gestohlen haben.
Der beste Beweis, den die Menschen für ihre Pflichterfüllung im Leben erhalten können,
ist der Friede der Seele, nicht das Klimpern der Münzen.

Zu jedem, der Gott folgt, spricht er und erweitert sein Wissen,
damit diese die Fragen ihrer Mitmenschen mit Klarheit beantworten können.
Die Zeugen seiner Kundgabe sind dazu bestimmt, die Menschenscharen
von morgen zu empfangen, so wie sie selbst von Gott empfangen wurden.
Besiegt und niedergeschlagen kamen sie zu Ihm.
Sie haben sich an jene gewandt, die mehr als sie besaßen, doch diese gaben ihnen nichts.
Sie haben die mit Kenntnissen aufgesucht, doch sie unterwiesen sie nicht.
Sie haben ihren erschöpften, kranken Körper vorgezeigt und erhielten die Gesundheit nicht zurück.
Sie fanden keine Barmherzigkeit bei den Brüdern und wurden als Fremde angesehen.
Deshalb haben sie den Glauben und die Hoffnung verloren; einige haben  dann gelästert,
andere geflucht und wieder andere den Tod herbeigesehnt.

So kamen sie zu Gott und haben erfahren, daß seine Quelle der Barmherzigkeit
die einzige ist, die niemals versiegt und man sie nur aufsuchen muß,
um die Erquickung der Seele zu fühlen.
Bald wirst du die ganze Menschheit von sich selbst enttäuscht sehen,
überzeugt davon, dass all ihre menschliche Macht, ihr Reichtum oder ihre Wissenschaft
keine ausreichenden Kräfte sind, um ihre Fragen zu beantworten,
um ihrer Seele Frieden zu geben, oder um ihren Schmerz zu lindern.
Dann werdet ihr sie die Quelle der Wahrheit jenseits ihrer Welt suchen sehen,
jenseits der Menschen und ihrer falschen Macht.

Viele  werden Ihn suchen und unmittelbar von Geist zu Geist befragen!
Er wird ihnen antworten, aber viele werden auch deinen Weg kreuzen und fragen
und dich um Licht bitten. Diese sollst du in meinem Namen empfangen
und ihnen von dem geben, was Ich euch anvertraut habe.
Wenn du ihnen wirklich mit Liebe, mit Licht und Vergeistigung gibst,
wirst du nicht nur den Glauben an den Vater in ihnen entzünden,
sondern ihnen auch das Vertrauen in die Menschen zurückgeben,
das unter euch als Kinder Gottes bestehen soll.
Es gibt nicht einen Augenblick, in dem Gott nicht bei dir ist, um dich zu inspirieren.
Deine Werke und Verdienste sind ihm bekannt.

Noch immer versuchen dich die Laster, die Leidenschaften, die Abgötterei.
Doch du betest in jenen Augenblicken, und dein Glaube hilft dir, davor bewahrt zu werden.
Deine Seele ist nach vielen Leben darauf vorbereitet, deine schlechten Neigungen abzulegen
und deinen Herrn zu vernehmen und zu verstehen.
Jene, die sich nicht vorbereitet haben, werden diese Kundgebungnicht als Wahrheit anerkennen.
Deshalb seht ihr im Schoße eurer Familien Entzweiungen:
Eltern, die aus diesem Grunde ihre eigenen Kinder verkennen;  Kinder, die zu Richtern ihrer Eltern werden; Geschwister, die sich früher verstanden, und die sich heute ansehen, als ob sie Fremde wären; und Eheleute, die streiten und sich sogar gegenseitig ablehnen, weil der eine glaubt und der andere verneint.

Gott hat dieses Werk nicht in der Absicht gebracht, die materielle Armut zu beseitigen
oder vor anderen groß dazustehen. Er hat uns geistige Güter gebracht:
Barmherzigkeit, Trost, Balsam, die wir mit größter Uneigennützigkeit weitergeben sollen.
Wer für seine Dienste einen Preis verlangt, hat es nicht für Gott, sondern für sich selbst getan.
Die Unterweisung ist liebevoll wie auch die Mittel, mit denen Gott uns korrigiert.
Nicht der Lohn der Welt wird es sein, der uns Frieden und Befriedigungen gibt.
Diese werden als Belohnung für eine Pflichterfüllung voller Nächstenliebe kommen,
die wir an unseren Mitmenschen ausüben.
Seid Menschen guten Willens – wenn ihr den Frieden liebt, wird er bei euch bleiben.
Es gibt keinen Schatz, der mit dem Frieden der Seele vergleichbar wäre.

Heute ist Er zu uns zurückgekehrt und hat uns aufs Neue Seine Lehre der Demut gelehrt.
Die Finsternis, in die die Menschheit in dieser Zeit gehüllt ist, ist schwärzer als die
jener Nacht, in der Jesus geboren wurde.
Die Härte der Herzen, die die Kunde von Seiner Wiederkunft empfangen haben, ist wie die Felsen jener Grotte, in der der Kindgott seine Augen dem Lichte dieser Welt öffnete.
Die Gleichgültigkeit der Menschen gegenüber dem Ewigen, dem Geistigen
und ihr Mangel an Liebe untereinander sind wie die Kälte jener gesegneten Nacht.
Und die Sprödigkeit der Verstandesorgane, durch die Er Sich in dieser Zeit kundtut,
die Rauheit ihrer Herzen sind wie das harte Stroh der Krippe.

So begann Er aufs Neue Seine Unterweisung unter uns.
Wird Er sie wie damals auch an einem Kreuz beenden?
Blickt auf Seine Spur und folgt ihr. Wenn ihr auf ihr dem
Leiden, dem Opfer, der Entsagung, der Demütigung begegnet,
so richtet euren Blick auf Jesus, und Er wird euch Seine Kraft
senden und euch Seinen Arm als Kreuzträger geben, um euch zu
helfen, euer Kreuz zu tragen.

A.M. Hosta
Quelle: Das Buch des Wahren Lebens – Band VII – Unterweisung 197 – Verse 23 – 61

Die Götzendiener werden erwachen (Gleichnis)






Um Goldfische aus dem Teich im Haus zu überwintern, haben A.M. und ihr Mann ein kleines Aquarium angeschafft und Goldfische, die noch zu klein sind, um einen strengen Winter im Teich zu überstehen, ins Aquarium geholt.
Am Wochenende fing das Wasser an, milchig trüb zu werden und es entwickelte einen unangenehmen Geruch und es schien so, als ob es kurz davor wäre, zu kippen.
A.M. fischte die Goldfische heraus und setzte sie in einen Eimer. Dann ging die Pumpe des Filters bei der Reinigung entzwei und dann funktionierte er nicht mehr.
Ihr Mann ging und kaufte eine neue Pumpe. A.M. tauschte den Sand und das Wasser des Aquariums aus und als alles fertig war und die Pumpe wieder lief setzten sie die Goldfische wieder in das Aquarium und es ging ihnen im klaren Wasser wieder gut.
Daran mußte A.M. denken, als sie heute das folgende Gleichnis in der Unterweisung 196 aus dem Buch des Wahren Lebens, Verse 46 - 49 las:
Gleichnis:
46. Höret und ergründet mein Gleichnis:
47. Im Verlangen nach Barmherzigkeit näherte sich einem Hause eine Menschenmenge von Hungrigen, Kranken und Nackten. Die Verwalter des Hauses rüsteten es unablässig zu, um die Durchziehenden an ihrem Tische zu bewirten. Der Gutsbesitzer, Eigentümer und Herr jener Ländereien kam dazu, um den Vorsitz des Festmahls einzunehmen. Die Zeit verging, und die Bedürftigen fanden in dem Hause immer Nahrung und Obdach.
48. Eines Tages sah jener Herr, dass das Wasser auf dem Tische trübe war, dass die Speisen nicht gesund und wohlschmeckend und die Tischtücher befleckt waren. Da rief er die mit der Zurichtung der Speisetafel Beauftragten zu sich und sagte ihnen: "Habt ihr die Leintücher gesehen und die
Speisen gekostet und von dem Wasser getrunken?"
"Ja, Herr," antworteten jene.
"Dann lasst, bevor ihr diesen Hungrigen zu essen gebt, zuerst eure Kinder davon essen, und wenn sie die Speisen gut finden, gebt diesen Gästen davon."
Die Kinder nahmen von dem Brot, den Früchten und was es auf dem Tische gab; doch der Geschmack war widerwärtig, und es gab Unzufriedenheit und Aufruhr dagegen, und sie beschwerten sich heftig. Da sagte der Gutsbesitzer denen, die noch warteten: "Kommt unter einen Baum, denn ich werde euch die Früchte meines Gartens und wohlschmeckende Speisen anbieten." Doch zu den Dienstleuten sagte er dies: "Reinigt das Befleckte, beseitigt den schlechten Geschmack von den Lippen derer, die ihr enttäuscht habt. Ich habe keinen Gefallen an euch, denn ich habe euch aufgetragen, alle Hungernden und Dürstenden zu empfangen, um ihnen die besten Speisen und reines Wasser anzubieten, und ihr habt es nicht befolgt. Eure Arbeit ist mir nicht wohlgefällig."
49. Der Herr jener Ländereien bereitete nun das Festmahl selbst vor: Das Brot war gehaltvoll, die Früchte gesund und reif, das Wasser frisch und erquickend. Dann lud er jene ein, die darauf warteten ─ Bettler, Kranke und Aussätzige ─, und alle sättigten sich, und ihre Freude war groß. Bald waren sie gesund und frei von Leiden, und sie entschieden sich, auf dem Landgut zu bleiben. Sie begannen die Felder zu bestellen, wurden zu Feldarbeitern, doch sie waren schwach und wussten den Anweisungen jenes Herrn nicht zu folgen. Sie vermischten verschiedenartige Samenkörner, und das Erntegut entartete, der Weizen wurde vom Unkraut erstickt. Als die Zeit der Ernte da war, kam der Gutsherr und sprach zu ihnen: "Was tut ihr da, wo ich euch doch nur die Verwaltung des Hauses aufgetragen habe, um die Gäste zu empfangen? Die Aussaat, die ihr ausgebracht habt, ist nicht gut, andere sind zur Bestellung der Felder bestimmt. Geht und säubert das Land von Disteln und Unkraut und verwaltet dann wieder das Haus. Der Brunnen ist ausgetrocknet, das Brot kräftigt nicht, und die Früchte sind bitter. Tut an den Durchziehenden, was ich an euch getan habe. Wenn ihr die, die sich an euch wenden, genährt und geheilt habt, wenn ihr den Schmerz eurer Nächsten beseitigt habt, dann werde ich euch in meinem Hause ausruhen lassen."
(Ende des Gleichnisses) 

BWL - Band VII - Unterweisung 196


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VII - Unterweisung 175 - 207
Download-Link - Buch des wahren Lebens - Band 7

Unterweisung 196:

1         Hier ist der Vater, der kommt, um sich dem Volke zu offenbaren, das den Namen seines Gottes zu allen Zeiten angerufen hat und sagt, dass es ihn liebt. Ich sehe, dass ihr weint. Über eure Wangen fließen viele Tränen, doch nicht aus Liebe zu meiner Göttlichkeit, sondern aus Schmerz, weil euer Leben voller Bitternis ist. Es ist nicht ein Kreuz, das ihr tragt, es ist eine schwere Last, die ihr nicht mehr ertragt. Der Grund dafür ist, dass ihr die Unterweisung vergessen habt, das Buch geschlossen habt und euch von den Geboten entfernt habt, die es enthält.

2         O Volk, das dies Wort vernimmt! Nicht nur die Nationen haben sich entzweit, auch unter euch gibt es die Entzweiung. Habt ihr vergessen, dass ihr 1931 vor der Lade des neuen Bundes Vereinigung und Gehorsam gelobt habt? Ihr stellt eure Anordnungen und euren Willen über den meinen. Doch Ich werde eure Traditionen und unvollkommenen Gesetze zerstören, damit man mein Werk erkennt und mein Gesetz erfüllt. Ich werde die Selbstsucht, den Hochmut und jeden schlechten Samen mit meinem Gerichte heimsuchen. Die "Herren" werden aus diesem Volke verschwinden, und nur die Jünger, die Diener werden übrig bleiben. Für den, der sich über sein Volk erheben und es unterdrücken möchte, wäre es besser, von der Erde genommen zu werden.

3         Das Jahr 1947 geht nun zu Ende, und an seinem letzten Tag ist es notwendig, dass ihr einen festen Vorsatz zur Erfüllung eurer Aufgabe fasst, damit es nicht mein Gericht ist, das euch den Weg erkennen lässt.

4         Wollt ihr nicht, dass diese Unterweisung ans Licht kommt und die Menschheit sie kennenlernt? Wahrlich, Ich sage euch, es gibt welche, die, anstatt das Bekanntwerden meiner Lehre zu erleichtern, sich damit befasst haben, meine Schritte auf dem Wege aufzuhalten. Ich berühre das Herz der Menschen, damit sie diese Offenbarung erkennen, damit sie dieselbe rein empfangen, so wie Ich sie euch gegeben und anvertraut habe.

5         Wenn jemand nicht damit einverstanden sein sollte, einen Zweig des Baumes zu besitzen, so gebe er ihn Mir zurück. Es ist besser, wenn Ich ihn zurückbekomme, als dass ihr ihn verkrümmt wachsen lasst. Der Vater sagt euch dies, weil Ich Gemeinden sehe, die ihre Tore der Wohltätigkeit verschlossen haben, und die Notleidenden dort draußen schluchzen, und Ich die Toten sehe.

6         Diener meines Werkes, vernehmt meine Vorschriften und befolgt sie, denn die Menschen werden eure Schritte nicht aufhalten. Niemand kann verhindern, dass sich dieser göttliche Plan vollzieht, von dem Ich euch einen Teil anvertraut habe, wenn ihr dies Werk frei von jeder Geheimniskrämerei präsentiert, was ihr in diesen drei letzten Jahren meiner Kundgabe erreichen könnt. 1950 werden Menschen mit "unbeugsamen" Nacken kommen, die ─ von der Größe meiner Kundgebung und der Reinheit eurer gottesdienstlichen Handlungen bezwungen ─ vor ihrem Herrn niederfallen werden.

Der Zeitraum ist kurz, dennoch genügt er, um die Vermaterialisierung, den Fanatismus und alle Makel zu entfernen, an denen eure Gottesverehrung krankt. Meine Lehre ist geistig, deshalb nennt ihr euch Spiritualisten. Habt ihr jedoch darüber nachgedacht und studiert, was dies bedeutet? Erscheint es euch etwa als richtig, wenn ihr den Spiritualismus mit Worten predigt, mit euren Werken jedoch gerade das Gegenteil ausposaunt?

7         Wie groß und rein werdet ihr mein Werk erblicken, wenn ihr dies Licht nutzt, das Ich euch gerade sende!

8         Von denen, die jeder Gemeinde vorstehen, hängt es ab, ob das Volk sich geistig erhebt und meine Vorschriften befolgt. Auch wenn meine Goldfedern nicht mitschreiben würden, lasse Ich meine Worte mit unauslöschlichen Buchstaben im Geiste dieses Volkes zurück. Doch wenn ihr euch einmal auf einer größeren Höhe der Vergeistigung befindet, werden eure Augen staunen, wenn sie die Wunder erblicken, die Ich unter euch tun werde. Ihr werdet dann wegen des Abschiednehmens meines Wortes nicht leiden, weil ihr meine Gegenwart nahe fühlen werdet. Weil der Stimmträger fehlt, um Mich zu vernehmen, werden sich eure Geistesgaben stärker entfalten, wodurch euch große Freude und Glauben zuteil werden wird, weil ihr Mich als Helfer bei der Inspiration, dem geistigen Gesicht, den prophetischen Träumen, der Intuition haben werdet. Ihr werdet euch daran erquicken, euer eigenes Wort zu hören und eure Kranken genesen zu sehen.

9         Die Geistige Welt, die immer mehr Licht und immer größere Macht besitzt, wird der gute Beschützer und der treue Wächter des Volkes sein, damit alle auf meinen Feldern ihre Aufgabe erfüllen und arbeiten. Ich sehe nur Seelen, ohne einen Unterschied zu machen zwischen denen, die im Körper sind, und denen, die frei von ihm sind.

10      Dies ist das Licht des Sechsten Siegels, das in dieser Zeit durch meine Barmherzigkeit gelöst worden ist. Ich sandte euch schon zu jener Zeit Jesus, meinen göttlichen Sohn, den einzigen, der auf Erden meine Gebote befolgt und den Willen seines Vaters erfüllt hat. Doch Ich sandte Ihn, damit Er die Menschen zu seinen Jüngern machen würde, und sie in der Nachfolge des Meisters den Vater verherrlichen würden. Ich sandte Ihn, und Er gab euch Leben. Doch wie habt ihr Ihn Mir zurückgegeben? Heute komme Ich aufs Neue zu euch ─ nicht als Mensch, sondern als Tröstergeist.

11      Nutzt meine liebevolle Hilfe und erwacht ganz zum Lichte, damit euer Herz feinfühlig wird. Lasst eure Seele ein Leben der Ergebung und des Gehorsams führen und zu meinem Jünger werden. Glaubt an dies Wort, das Ich euch derzeit durch die Stimmträger gebe, und arbeitet an euch, damit ihr seine Essenz fühlt und seine Wahrheit verinnerlicht.

12      Die Sprachrohre, derer Ich Mich bedient habe, damit mein Wort zu euch gelangt, sind wahrlich nicht vollkommen. Doch sie sind von Mir ausgewählt worden, um meine Ratschlüsse auszuführen, und so mein Versprechen, zu euch zurückzukehren, zu erfüllen. Aber die Kundgebungen, die ihr heute miterlebt, werden 1950 aufhören, um einer höheren, reineren, geistigeren Offenbarung Platz zu machen, welche die Zwiesprache von Geist zu Geist sein wird, bei der das Kind mit seinem Himmlischen Vater sprechen kann, ohne die Vermittlung durch Menschen oder Geistwesen, und es Seine Inspiration ohne irgendeine Begrenzung empfangen kann.

13      Begnügt euch vorerst damit, Mich in dieser Form zu hören, solange ihr euch darauf vorbereitet, in die neue Zeit eingehen zu können. Ergründet mein Wort und sättigt euch an seinem Sinngehalt. Lasst die Seele sich erheben, damit sie zu Mir gelangt und aus dem Brunnquell trinken kann, bis sie ihren Durst löscht.

14      Haltet euch nicht damit auf, den Stimmträger zu beurteilen, dessen Ich Mich bediene, versucht auch nicht zu ergründen, warum er erwählt worden ist. Ich allein kenne seinen Ursprung und seine Bestimmung bei diesem schwierigen Auftrag, der für einige die Verwirklichung eines hohen Ideals ist, und für andere eine Sühneleistung und eine sehr große Prüfung darstellt.

15      Ihr alle könnt dahin gelangen, Mir zu dienen und die Zeit zu nutzen, die Ich euch gewährt habe. Eure Aufgabe ist es, das Böse abzuwehren, den Weg derer zu ebnen, die nach euch kommen werden, und die Fundamente einer Menschheit zu legen, die Mich zu lieben und mit Mir eins zu werden versteht.

16      Zu allen Zeiten habe Ich euch Gelegenheiten zum Wirken gegeben, damit ihr einen weiteren Schritt auf eurem Entwicklungswege macht. Ich habe euch die Unterweisung und die Mittel zum Aufstieg gegeben, damit ihr Mir näher kommen könnt. Aber wie viele haben, nachdem sie zum Ende des Lebensweges gelangt und zum "Geistigen Tal" zurückgekehrt sind, ihr Leben überprüft und haben es nichtig, ohne Verdienste befunden. Dann haben sie Mich um eine weitere Gelegenheit gebeten, um ihrer Seele die Würde und die Anmut zurückzugeben, derer sie sie beraubten, und Mir so eine bessere Auftragserfüllung darzubringen. Ich habe ihnen das erbetene Geschenk gewährt, und sie sind zur Erde zurückgekehrt.

17      Ich habe die Seele mit Intelligenz und Willen ausgestattet, damit sie den richtigen Weg wählt und sich von den Fallstricken und Gefahren fernzuhalten versteht, die ihr in jedem Augenblick auflauern. Ich habe zugelassen, dass das Gute und das Böse existiert, damit der Mensch aus Liebe zu Mir und aus Achtung vor sich selbst das Böse besiegt und sich von ihm fernhält. Wenn es nur einen Weg gäbe, und ihr eure Mission unbewusst, von der Macht der Naturgesetze getragen erfülltet, wie es die Sterne, die Naturkräfte oder die tieferstehenden Wesen tun, so hättet ihr keinerlei Verdienst, wenn ihr auf dem Wege der Tugend wandeln würdet. Es gäbe kein Ringen, kein Streben, noch Erfahrungen in eurer Seele. Doch Ich zeichnete einen Weg der Entwicklung vor und stellte euch an den Beginn desselben, damit ihr durch eure eigenen Anstrengungen aufsteigen würdet, damit ihr alle diesen Weg kennenlernen würdet, der der einzige ist, auf dem man zu Mir gelange kann.

18      Bringt meine Unterweisung und handelt nicht pflichtwidrig, noch wie die schlechten Jünger. Da ihr Fähigkeiten und Gnadengaben in euch tragt, mit denen ihr eure Mitmenschen führen und ihnen viele Übel, die sie heute treffen, erleichtern könnt, verheimlicht ihnen diese nicht. Lasst eure Seele mit der Erfahrung sprechen, die sie erreicht hat. So werdet ihr innerhalb dieses großen Werkes das aufbauen, was euch zukommt.

19      Ihr werdet dann die Schafe retten, die sich verirrt haben, und werdet dem Hirten, der Ich bin, dabei helfen, ihre volle Zahl in der Schafhürde zusammenzubringen. Auf diese Weise werdet ihr die Verdienste erwerben, um die Ich euch gebeten habe, damit ihr den Aufstieg eurer Seele erreicht.

20      An diesem Tage, seit dem ersten Morgengrauen, erheben sich viele Seelen im Gebet für die, die sie "ihre Toten" nennen. Ich sage euch, dass es sehr gut ist, dass ihr ihrer gedenkt, dass ihr für sie einen Gedanken der Dankbarkeit, der Liebe, der Bewunderung habt. Aber was nicht gut ist, ist das, dass ihr ihretwegen weint, als ob sie Güter wären, die ihr verloren habt, und auch das, dass ihr sie für tot haltet. Denn wenn ihr sie in jenen Augenblicken sehen könntet, in denen eure Augen um ihretwillen Tränen vergießen, und eure Brust um derer willen seufzt, die dahinschieden, so wäret ihr erstaunt angesichts des Lichtes, das sie erleuchtet, und des Lebens, das sie beseelt. Dann würdet ihr ausrufen: "Wahrlich, sie sind es, die leben, und wir sind die Toten."

21      Lebt ihr nicht wirklich in einem Wahne, wenn ihr angesichts eines leblosen Körpers Tränen vergießt, wobei ihr vergesst, dass die Seele lebt, vibriert und pulsiert?

22      Auch muss Ich euch sagen: Wenn ihr mit denen, die in das Geistige Leben eingingen, anstatt ihnen nach dieser Tradition einen Tag zu weihen, immer durch das Band des Gebetes vereint wäret, so würde ihr unsichtbares, aber reales Wesen und ihr wohltätiger Einfluss in eurem Leben während eures ganzen Daseins von euch empfunden werden ─ in euren Kämpfen, in euren Prüfungen, und auch in euren lieblichen Augenblicken. Und jene Wesen hätten ihrerseits Gelegenheit, bei euren edlen Werken und Vorhaben mitzuwirken, wodurch sie mehr Licht erlangen würden.

23      Ich sagte einst: "Lasst die "Toten" ihre Toten begraben." Wenn ihr meine Worte mit Aufmerksamkeit und mit Liebe ergründet, werdet ihr erkennen, wie viel Grund Ich dazu hatte, als Ich euch dies sagte.

24      Ich sehe, dass ihr alle im Herzen und in eurer bildhaften Erinnerung das letzte Bild, den körperlichen Anblick eurer Angehörigen tragt. Wer in der Kindheit hinschied, an den erinnert ihr euch als Kind. Wer dies Leben erst im hohen Alter seines Erdenkleides verließ, an den erinnert ihr euch als einen Greis. Ebenso ist es bei dem, der sich eines vom Schmerz verzehrten Körpers entledigte oder während eines schmerzhaften Todeskampfes hinschied. Er bleibt so für immer in eurer Erinnerung. Doch es ist notwendig, dass ihr über den Unterschied nachdenkt, der zwischen dem, was Körper ist, und dem, was Seele ist, besteht, damit ihr zu dem Schluss kommt, dass dort, wo der Mensch stirbt, die Seele in ein neues Leben hineingeboren wird, und dort, wo sich die einen Augen für das Licht der Welt schließen, andere sich für das göttliche Licht öffnen, welches das ewige Leben der Seele erhellt.

25      Ich sagte euch einmal, dass der Mensch aus Neigung abgöttisch ist, und durch diesen Kult für seine "Toten" gibt er einen greifbaren Beweis seiner Abgötterei. Aber meine Lehre ist wie eine Morgenröte von unendlicher Schönheit in eurem Leben erschienen und hat die Schatten einer langen Nacht der Unwissenheit vertrieben, in der die Menschen immer haltlos gelebt haben. Doch dies Licht, das wie ein göttlicher Stern in die Unendlichkeit emporsteigt, wird seine schönsten Lichtfunken auf eure Seele ausstrahlen, in einer Schulung, die euch mit sicherem Schritte soweit bringen wird, jenes Lebens teilhaftig zu werden, in das ihr alle schließlich durch eure Aufwärtsentwicklung eingehen werdet.

26      Ihr werdet nicht mehr zu denen gehören, die um jene, die hingeschieden sind, um in einer besseren Lebenswelt zu leben, bitterlich weinen, noch werdet ihr zu denen gehören, die als Geistwesen um derer willen Tränen vergießen, die sie zurückgelassen haben, oder weil sie jenen Körper verlassen haben, der ihnen ein ganzes Leben lang als Hülle gedient hat.

27      Es gibt Wesen, die leiden und sich ängstigen, wenn sie den Zerfall des Körpers betrachten, den sie so sehr liebten. Doch ihr sollt zu jenen gehören, die, wenn sie sehen, dass das Ende einer von jenem menschlichen Körper vollbrachten Aufgabe gekommen ist, ein Danklied zum Schöpfer anstimmen.

28      Heute vergebe Ich euch alle eure Verfehlungen und zeige euch zugleich eine Seite des göttlichen Buches des Lebens, durch deren Unterweisungen ihr eure Seele und euren Verstand erleuchten könnt, damit ihr Werke tut, die Dessen würdig sind, der sie euch gelehrt hat.

29      Ihr übernehmt nun eine große Verantwortung gegenüber der Menschheit, und je mehr Unterweisungen ihr von Mir empfangt, desto größer wird diese Verantwortung. Denn ihr seid das Volk, das zur Welt von Vergeistigung sprechen muss. In euch eingepflanzt werde Ich unter der Menschheit die vollkommene Art und Weise, mit Mir Zwiesprache zu halten, zurücklassen, ohne abgöttische Riten und Kulthandlungen, einfach von Geist zu Geist.

30      Diese gesegnete Saat, die nun in euren Herzen ist, wird das Brot sein, das ihr mit euren Mitmenschen teilen sollt, und es wird auch das geistige Erbe sein, das ihr euren Kindern vermacht.

31      Als Ich euch sagte: "Liebet einander" ─ denkt nicht, dass damit nur die Achtung gegenüber euren Nächsten gemeint war, sondern auch jene von einer Welt gegenüber der anderen. Doch heute sage Ich euch: Wenn ihr an die denkt, die gegangen sind, so fühlt sie euch nicht ferne, und stellt sie euch auch nicht gefühllos vor. Liebt sie und erinnert euch an sie nicht als Tote, gedenkt ihrer nur als Lebende. Denn sie leben in der Ewigkeit und sind um euch.

32      Wahrlich, Ich sage euch, ihr seid das Volk Israel, das verschiedene Etappen durchlebt hat und bis in diese Zeit gelangt ist, ohne behaupten zu können, dass es den Auftrag erfüllt hat, der seit den ersten Zeiten auf ihm lastet. Es hat sich nicht vergeistigt, denn Ich vernehme noch immer seine Wehklagen, wenn es seine Angehörigen hinscheiden sieht, die es mit "Toten" verwechselt.

33      Daher gebe Ich euch Licht, Bewohner dieser Erde, denn ihr habt es nötiger als jene, die ins Jenseits geschieden sind, weil ihr die Toten seid, während sie in der Ewigkeit leben.

34      Jenen Wesen ist es von Mir gewährt worden, sich euch im Augenblick eurer Andacht zu nähern. Doch Ich sage euch, dass ihr ihrer nicht mehr in der menschlichen Gestalt, die sie hatten, gedenken sollt, weil sie nun Lichtgeister sind.

35      Seid nicht nur den Traditionen der Welt zugetan, wobei ihr die Gnade verschmäht, die sich in dieser Zeit auf euch ergießt. Bedenkt: Während ihr hier die Zeit vergeuden könnt, schreiten die Seelen im Jenseits weiter voran.

36      Beherrscht den Körper, damit ihr diese Gelegenheit zur seelischen Befreiung und Erhebung nutzen könnt. Denn Ich werde euch in das Geistige abberufen müssen, und ihr werdet dann das Gesetz der Entwicklung erfüllen müssen, und die Seele wird mit ansehen, wie sich der Körper im Innern der Erde zersetzt.

37      Wenn ihr nicht von Verwirrtheit umfangen an die Schwellen der Ewigkeit gelangen wollt, so kämpft um euren Fortschritt, erwerbt euch Verdienste auf der Welt, indem ihr die distanzierten Menschen meinem Werke näherbringt, für den Frieden der Nationen betet und euch einsetzt, Barmherzigkeit und Liebe unter euren Mitmenschen verbreitet.

38      Noch immer gibt es den, der Mir sagt: "Herr, wenn Du der allmächtige Gott bist, so gib mir einen Beweis Deiner Macht." Doch Ich sage euch: Wie unreif seid ihr, wenn ihr so zu Dem sprecht, der durch sein bloßes Wollen bewirken würde, dass die Erde zerfällt.

39      Ich mache Mich in der Seele fühlbar, die das ist, was zu Mir kommen muss, und die meine Essenz erkennen kann. Euer Leib ist Materie, der Ich ihre Schwachheiten vergebe.

40      Läutere dich, o Volk, damit ihr eure Seele mit ihrem Körper in Einklang bringen könnt, und ihr euch so durch eigene Verdienste zu Mir erhebt. Lasst die Menschen Mich in verschiedenen Kirchen und Sekten suchen, verurteilt sie nicht, denn ihr könnt auch noch keine vollkommenen Werke vollbringen.

41      Lasst die Götzendiener, Nachkommen und Nachahmer Aarons, Formgeber von Göttern, weiterhin ihre verschiedenen Gottheiten in Götzenfiguren und Bildern anbeten. Sie werden nun aus ihrem tiefen Schlafe erwachen.

42      Eure Sache ist es, die Saat der Vergeistigung zu säen, indem ihr den Menschen vor Augen führt, dass die innerliche Gottesverehrung die dem Vater wohlgefälligste ist. Auf diese Weise werden die Menschen die Gegenwart des Geistigen und des Göttlichen fühlen, ohne zu verlangen zu sehen, um zu glauben. So wie ihr in diesen Augenblicken die Gegenwart jener geistigen Wesen gefühlt habt, derer ihr in Liebe und Dankbarkeit gedenkt, und die sich euch wie ein Duft genähert haben, oder wie eine Verlockung, die euch einlädt, dem Weg zu folgen, den sie euch vorzeichnen. Jene Wesen nähern sich den Menschen, ohne noch das Verlangen nach den Eitelkeiten dieser Welt zu fühlen, und nur deshalb, um in den Seelen den Wunsch zu erwecken, jenes Leben zu erlangen, das euch erwartet.

43      Jene, die wegen des Verlustes ihrer Angehörigen Tränen vergießen, sind die "Toten", die ihre Toten beklagen, sind jene, die in ihrer Unwissenheit vermaterialisiert sind, die den Sinn des Lebens nicht verstehen, und die, obwohl sie behaupten, an die Unsterblichkeit der Seele zu glauben, mit ihrem Weinen und ihrer Trauer beweisen, dass sie keine Spur von Glauben haben. Denn sie weinen um "Tote", die in Wahrheit leben, nur weil sie sie nicht sehen, oder weil ihr Körper verschwunden ist.

44      Verbleibt im Frieden, dem Gebote Christi gemäß, der euch ein weiteres Mal sagt: "Liebet einander."

45      Kommt zu Mir und stärkt euch, auferstehet zum Leben der Gnade. Werdet zu meinen Jüngern, Botschaftern der Frohen Botschaft. Die Welt verlangt nach meiner Gegenwart, und Ich werde mein Wort durch eure Übermittlung zu ihr gelangen lassen. Da gibt es die, die Mich schon seit langem erwarten, solche, die geahnt haben, dass nun die Stunde meiner Gegenwart in der Welt gekommen ist, um die Seelen auf den Weg des Fortschritts und der Vergeistigung zu lenken.

Doch bevor Ich euch aussende, müsst ihr euch reinigen und ausbilden. Wenn die Leiden euch niederdrücken, und ihr euch müde fühlt, so erinnert euch daran, dass Ich euer Beistand bin und euch beim Kreuztragen helfe, damit ihr nicht unter seinem Gewicht zusammenbrecht. Wenn ihr betet und euch der Erfüllung eurer Aufgabe widmet, wird es keine Prüfung und kein Hindernis geben, das euch schwach werden lässt. Ihr werdet euren Weg mit einem Lächeln auf den Lippen und mit Hoffnung im Herzen gehen. Ihr werdet die Zukunft nicht fürchten, und jedes schlechte Urteil oder Vorhaben gegen euch wird zunichte werden. Verleugnet Mich nicht, auch wenn ihr sehr geprüft werdet. Denn ihr wisst nicht, ob es mein Wille ist, euch auf dem Höhepunkt der Prüfung ein Wunder zu gewähren, um zu bezeugen, dass ihr meine Jünger seid.

46      Höret und ergründet mein Gleichnis:

47      Im Verlangen nach Barmherzigkeit näherte sich einem Hause eine Menschenmenge von Hungrigen, Kranken und Nackten.

Die Verwalter des Hauses rüsteten es unablässig zu, um die Durchziehenden an ihrem Tische zu bewirten.

Der Gutsbesitzer, Eigentümer und Herr jener Ländereien kam dazu, um den Vorsitz des Festmahls einzunehmen.

Die Zeit verging, und die Bedürftigen fanden in dem Hause immer Nahrung und Obdach.

48      Eines Tages sah jener Herr, dass das Wasser auf dem Tische trübe war, dass die Speisen nicht gesund und wohlschmeckend und die Tischtücher befleckt waren.

Da rief er die mit der Zurichtung der Speisetafel Beauftragten zu sich und sagte ihnen: "Habt ihr die Leintücher gesehen und die Speisen gekostet und von dem Wasser getrunken?" "Ja, Herr," antworteten jene.

"Dann lasst, bevor ihr diesen Hungrigen zu essen gebt, zuerst eure Kinder davon essen, und wenn sie die Speisen gut finden, gebt diesen Gästen davon."

Die Kinder nahmen von dem Brot, den Früchten und was es auf dem Tische gab; doch der Geschmack war widerwärtig, und es gab Unzufriedenheit und Aufruhr dagegen, und sie beschwerten sich heftig.

Da sagte der Gutsbesitzer denen, die noch warteten: "Kommt unter einen Baum, denn ich werde euch die Früchte meines Gartens und wohlschmeckende Speisen anbieten."

Doch zu den Dienstleuten sagte er dies: "Reinigt das Befleckte, beseitigt den schlechten Geschmack von den Lippen derer, die ihr enttäuscht habt. Ich habe keinen Gefallen an euch, denn ich habe euch aufgetragen, alle Hungernden und Dürstenden zu empfangen, um ihnen die besten Speisen und reines Wasser anzubieten, und ihr habt es nicht befolgt. Eure Arbeit ist mir nicht wohlgefällig."

49 Der Herr jener Ländereien bereitete nun das Festmahl selbst vor: Das Brot war gehaltvoll, die Früchte gesund und reif, das Wasser frisch und erquickend. Dann lud er jene ein, die darauf warteten ─ Bettler, Kranke und Aussätzige ─, und alle sättigten sich, und ihre Freude war groß. Bald waren sie gesund und frei von Leiden, und sie entschieden sich, auf dem Landgut zu bleiben.

Sie begannen die Felder zu bestellen, wurden zu Feldarbeitern, doch sie waren schwach und wussten den Anweisungen jenes Herrn nicht zu folgen. Sie vermischten verschiedenartige Samenkörner, und das Erntegut entartete, der Weizen wurde vom Unkraut erstickt.

Als die Zeit der Ernte da war, kam der Gutsherr und sprach zu ihnen: "Was tut ihr da, wo ich euch doch nur die Verwaltung des Hauses aufgetragen habe, um die Gäste zu empfangen? Die Aussaat, die ihr ausgebracht habt, ist nicht gut, andere sind zur Bestellung der Felder bestimmt. Geht und säubert das Land von Disteln und Unkraut und verwaltet dann wieder das Haus. Der Brunnen ist ausgetrocknet, das Brot kräftigt nicht, und die Früchte sind bitter. Tut an den Durchziehenden, was ich an euch getan habe. Wenn ihr die, die sich an euch wenden, genährt und geheilt habt, wenn ihr den Schmerz eurer Nächsten beseitigt habt, dann werde ich euch in meinem Hause ausruhen lassen."

(Ende des Gleichnisses)

50     Mein Göttlicher Geist gibt euch dieses Wort, um euch auf dem Lebensweg zu leiten und vor den Gefahren zu warnen, die euch auflauern.

51     Ihr lebt in der Dritten Zeit, der Zeit der Vergeistigung.

52     Ich gebe eurem Herzen Frieden, Glauben und Hoffnung, und es ist mein göttlicher Wille, dass ihr diese Botschaft in eurem Herzen aufnehmt.

53     Bringt eure Sorgen vor den Herrn. Er hat euch geschaffen, und zu ihm müsst ihr zurückkehren.

54     Es ist Zeit, dass ihr das Wort des Meisters studiert, auch ist es Zeit, dass ihr euch in einer einzigen Gesinnung vereinigt, damit ihr mit dieser erhabenen Liebe verbunden bleibt.

55     Jeder einzelne von euch hat einen Auftrag, den ihr bis jetzt noch nicht erfüllt habt.

56     Wendet euch nicht ab von der Unterweisung, nehmt sie mit Liebe auf, damit ihr morgen nicht dem Irrtum anheimfallt ─ jenem Irrtum, der das Fortschreiten eurer Seele aufhalten und euch in den schlammigen Gewässern der Verirrung versinken lassen würde.

57     Meine Wahrheit offenbart sich klarer, wenn Ich euch vorbereitet sehe. Aber ihr seid noch Unwissende, solche, die Mich noch nicht verstanden haben. Doch sage Ich euch auch dies: Ihr seid diejenigen, die dem Vater am nächsten stehen, weil ihr auf dem Wege zur Vergeistigung seid, einem Wege, der kein Ende hat.

Mein Friede sei mit euch!

Wer sind die Lebenden - Wer die Toten ??


 
Gut ist es, daß ihr der „Toten“ gedenkt, nicht gut ist, daß ihr ihretwegen weint
und auch, daß ihr sie für tot haltet. 
Wenn eure Augen sie sehen könnten, so wäret ihr erstaunt
angesichts des Lichtes, das sie erleuchtet und des Lebens, das sie beseelt.
Ihr würdet wahrlich rufen: ‚Sie sind es die leben und wir sind die Toten.‘
Ist es nicht Wahn, um einen leblosen Körper Tränen zu vergießen,
während ihr vergesst, daß die Seele lebt, vibriert und pulsiert?
Wäret ihr, statt nach der Tradition an einem Tag ihrer zu gedenken,
durch das Band des Gebetes mit ihnen vereint,  würde ihr wohltätiger Einfluß
auf euer Leben von euch empfunden werden und ihr gäbt ihnen die Möglichkeit,
ihr Licht durch diese edlen Werke zu mehren.

Jesus sagte euch einst: ‚Laßt die Toten ihre Toten begraben!‘
Doch bedenkt den Unterschied zwischen dem Körper und der Seele.
Wer in der Kindheit hinschied, an den erinnert ihr euch als Kind.
Wer dies Leben erst im hohen Alter seines Erdenkleides verließ,
an den erinnert ihr euch als einen Greis.
Ebenso ist es bei dem, der sich eines vom Schmerz verzehrten Körpers entledigte.
Wo aber der Körper stirbt wird die Seele in ein neues Leben hineingeboren.
Wo sich die körperlichen Augen schließen öffnen sich die geistigen für das göttliche Licht.
Durch seinen Totenkult gibt der Mensch einen greifbaren Beweis seiner Abgötterei.
Aber die göttliche Lehre vertreibt die Schatten einer langen Nacht der Unwissenheit,
in der die Menschen immer haltlos gelebt haben.

Sie strahlt ihre schönsten Lichtfunken auf eure Seele aus in einer Schulung,
die euch mit sicherem Schritt zur Teilhabe jenes Lebens bringen wird.
Ihr werdet nicht mehr um die weinen, die hingeschieden sind,
noch werdet ihr als Geistwesen weinen um jene, die ihr zurückgelassen habt
oder weil ihr euren Körper verlassen habt.
Manche Wesen leiden und ängstigen sich beim Zerfall ihres zurückgelassenen Körpers,
doch ihr ihr sollt statt dessen ein Danklied zum Schöpfer anstimmen.
Gott vergibt euch alle Verfehlungen und erleuchtet euren Verstand,
damit ihr Werke tut, die dessen würdig sind, der sie euch gelehrt hat.
Ihr seid das Volk, das zur Welt von Vergeistigung sprechen muß
und die vollkommene Art und Weise, von Geist zu Geist, Zwiesprache zu halten.

Diese gesegnete Saat ist das Brot, das ihr mit euren Mitmenschen teilen sollt
und das geistige Erbe, das ihr euren Kindern vermacht.
„Liebet einander!“ – damit ist nicht nur die Achtung gegenüber
euren Nächsten gemeint,  sondern auch die von einer Welt gegenüber der anderen.
Wenn ihr an die denkt, die gegangen sind, fühlt sie euch nicht fern oder gefühllos.
Gedenkt ihrer nur als Lebende, sie leben in der Ewigkeit und sind um euch.
Ihr, das Volk Israel, habt verschiedene  Etappen durchlebt und seid bis in diese Zeit gelangt.
Ihr könnt nicht behaupen, daß ihr den Auftrag erfüllt habt, der seit der ersten Zeit
auf euch lastet.  Ihr habt euch nicht vergeistigt, weil ihr die Hingeschiedenen
unter Wehklagen mit ‚Toten‘ verwechselt.
Daher ergeht das Licht an euch, weil ihr die Toten seid, während sie in der Ewigkeit leben.
Jenen Lichtgeistern wird gewährt, sich euch im Augenblick eurer Andacht zu nähern.

Während ihr hier eure Zeit vergeuden könnt schreiten sie im Jenseits weiter voran.
Beherrscht den Körper und nutzt diese Gelegenheit zur seelischen Befreiung und Erhebung.
Wenn ihr nicht von Verwirrtheit umfangen an die Schwellen der Ewigkeit gelangen wollt,
so kämpft um euren Fortschritt,erwerbt euch Verdienste auf der Welt,
indem ihr die distanziertenMenschen meinem Werke näherbringt,
für den Frieden der Nationenbetet und euch einsetzt,
Barmherzigkeit und Liebe unter euren Mitmenschen verbreitet.
Das Götttliche macht sich in der Seele fühlbar, die das ist, was zu Ihm kommen muß,
und die seine Essenz erkennen kann.
Euer Leib ist Materie, dem Er seine Schwachheiten vergibt.
Läutert euch und bringt eure Seele mit eurem Körper in Einklang
Und erhebt euch so durch eigene Verdienste zu Ihm.

Wenn ihr im Gebet die Gegenwart jener geistigen Wesen fühlt,
derer ihr in Liebe und Dankbarkeit gedenkt, nähern sie sich euch
wie ein Duft, oder wie eine Verlockung,die euch einlädt,
dem Weg zu folgen, den sie euch vorzeichnen.
Jene Wesen nähern sich den Menschen, ohne noch das Verlangen nach
den Eitelkeiten dieser Welt zu fühlen, und nur deshalb, um in den
Seelen den Wunsch zu erwecken, jenes Leben zu erlangen, das euch
erwartet.

Jene, die den Verlust ihrer Angehörigen beweinen und ihre Toten beklagen,
sind die ‚Toten‘, weil sie in ihrer Unwissenheit vermaterialisiert sind.
Sie verstehen den Sinn des Lebens nicht, und, obwohl sie behaupten,
an die Unsterblichkeit der Seele zu glauben, beweisen sie mit ihrem Weinen
und mit ihrerTrauer, dass sie keine Spur von Glauben haben,
denn sie weinen, weil sie sie nicht sehen  und weil ihr Körper verschwunden ist.
Verbleibt im Frieden, dem Gebote Christi gemäß, der euch
ein weiteres Mal sagt: "Liebet einander."
Kommt zu Mir und stärkt euch, auferstehet zum Leben der Gnade.

A.M. Hosta
Quelle: Ds Buch des Wahren Lebens – Band VII – Unterweisung 196 – Verse 20 - 44

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