BWL - Band II - Unterweisung 48


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters - 
Band II  - Unterweisungen 29 - 55
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Unterweisung 48:
 
 1 Ihr Scharen, die ihr den Schatten des weitausladenden Baumes aufsucht, wo ihr ausruhen könnt — hier vernehmt ihr Mein Wort, das euch Trost und Kraft gibt, damit ihr in Ergebung den Weg betrachten könnt, den ihr zurücklegen müsst.
2 Wenn ihr fühlt, dass euer Geist schwach wird, so bittet Elias um seinen Stab, damit ihr auf ihn gestützt zur kristallklaren Quelle des Vaters gelangen könnt, wo die Wasser Seiner Liebe und Weisheit als Anreiz und zur Wonne der Wanderer überfließen.
3 Ich lehre euch, den wahren Tempel zu errichten; denn es gibt viele, die Heiligtümer errichtet haben, ohne ihnen die Grundmauern des Glaubens gegeben zu haben. Mein Tempel muss wie ein Baum sein, dessen Äste sich liebevoll über das ganze Universum ausbreiten, wo die Vögel in verschiedenen Weisen jubilieren und beim Vereinen ihrer Stimmen ein harmonisches, liebliches und vollkommenes Konzert bilden, das sie dem Schöpfer darbringen. Dabei wird euer Geist aufwärts steigen, um seinen Herrn zu suchen — als Vater, als Meister, als Arzt; doch niemals sollt ihr Ihn als Richter suchen.
4 Der wahre Gott wird in wahrhaftiger Weise geliebt werden, die falschen Gottheiten werden zerstört werden, und die unreinen und unvollkommenen Kulte werden der Anbetung des Geistes weichen, welche ein Liebeslied an den Vater sein wird.
5 Wahrlich, Ich sage euch, viel habe Ich in dieser Zeit zu euch gesprochen, doch manchmal begreift ihr Mich nicht und ein andermal lasst ihr Mich nur ins Leere reden. Dennoch wird das Echo dieses himmlischen Wortes nicht verhallen und wird von den Menschen im gesamten Universum vernommen werden.
6 Wenn das Geistige sich in materielle Dinge verwandelte, würdet ihr euch in diesem Augenblick an einem Tisch von ungeheuren Ausmaßen sitzen sehen, und vor jedem von euch würdet ihr das Brot Meines Wortes erblicken, dargestellt durch erlesene Speisen.
7 Diejenigen, die sich allmählich vergeistigen, sagen Mir, dass sie Mein Wort nicht für die leckerste und verführerischste Speise vertauschen würden. Jene, die ihren Materialismus noch nicht zu besiegen vermochten, würden es vorziehen, dass ihr Vater, statt ihnen geistige Gaben und Güter zu bringen, ihnen im Überfluss die Reichtümer der Welt brächte.
8 Wie viele haben an Meinem Tische die Speisen stehen lassen, die Ich ihnen mit soviel Liebe anbot, ohne sie auch nur angerührt zu haben. Wann werden sie je wieder eine Gnadenzeit wie die gegenwärtige erleben, in der ihnen beschieden war, auf die Erde zu kommen, um Mein Wort zu vernehmen? — Sie sind harte Felsen, welche Unwetter benötigen und Zeit brauchen, um mürbe zu werden. Ihr Erbe wird ihnen vorenthalten werden, solange sie es nicht zu hüten und zu schätzen wissen. Doch sie werden es wieder besitzen, denn Ich habe euch gesagt, dass das, was der Vater Seinen Kindern gibt, ihnen niemals genommen, sondern nur für sie zurückbehalten wird.
9 Dies ist der mächtige Baum, unter dessen Schatten die Wanderer Rast machen, um von ihrer ermüdenden Wanderschaft auszuruhen und ihre Kräfte zurückzugewinnen, indem sie sich von seinen Früchten nähren.
10 Unter diesem Baume erwarte Ich alle; die einen werden durch die erfüllte Aufgabe befriedigt zurückkehren, die andern mit hängendem Kopf und leeren Händen.
11 Als der Friede aus euren Herzen gewichen ist und unaufhörlich Tränen über eure Wangen liefen, habt ihr nachzudenken begonnen, um den Grund für eure Betrübnis zu erkennen. Da hat euch das Gewissen offenbart, dass die Ursache eures Verdrusses und der Friedlosigkeit auf die geringe Vergeistigung zurückzuführen ist, die ihr gehabt habt, auf die mangelnde Erfüllung eures Auftrags, darauf, dass in euren Lebenswerken keine Liebe und Barmherzigkeit zu euren Brüdern vorhanden ist.
12 Euer jetziges Leben ist die Sühne dafür gewesen; denn ihr wisst nicht, von wie vielen Sünden, mit denen ihr eure Seele in vergangenen Leben befleckt habt, ihr euch heute reinigt. Das ist der Grund, warum ihr keinen Frieden in euren Herzen gehabt habt.
13 Wer selbst den letzten Rest von Frieden verloren hat, kämpft mühsam darum, ihn zurückzugewinnen, und kommt zu der Einsicht, dass jene Gnade nur auf dem Wege der Gerechtigkeit und des Guten existiert, auf den Ich die Menschen in jedem Augenblick durch das Gewissen hinweise. Daher kommt es, dass jene, die Mein Wort vernommen haben, sich bemühen, Meiner Spur zu folgen, weil sie wissen, dass auf Meinem Wege der Friede ist, und wenn eine Schwierigkeit oder eine Heimsuchung eintritt, Meine Barmherzigkeit nahe ist, um sie aufzurichten.
14 Mein Gesetz verlangt keine übermenschlichen Opfer, es bedeutet nicht Sklaverei und bindet auch niemanden mit Ketten. Gewiss ist es ein Kreuz, aber eines von Liebe, ein Kreuz, dessen Gewicht stärkt, statt zu erschöpfen.
15 Erinnert euch, dass ihr bei verschiedenen Gelegenheiten in eurem Leben wahren Frieden empfunden habt, und ihr werdet erkennen, dass dies geschah, als ihr das Gute getan habt, als ihr vergeben habt, als ihr euch mit jemandem ausgesöhnt habt, als ihr das bequeme Bett verließet, um zu dem eines Kranken zu gehen, um ihm Trost zu bringen. Da war der Friede Meines Reiches für einen Augenblick in eurem Geiste.
Euch, die Ich lehre, den Frieden euer ganzes Leben hindurch zu bewahren, sage Ich in Wahrheit, dass eure Aufgabe von Anbeginn der Zeit die gewesen ist, euren Brüdern Frieden zu bringen. Daher bitte Ich euch jedes Mal, wenn Ich Mich euch kundtue, dass ihr für die Menschen beten sollt; denn eure in einem einzigen Gedanken und in der gleichen Absicht vereinigten Seelen werden zu den Herzen als ein Hauch von Glück und Frieden gelangen. Auch habt ihr die Unterweisung und Vollmacht erhalten, den Wesen, die (für euch) unsichtbar im Geistigen Tale wohnen, innere Ruhe, Licht und Gelassenheit zu geben.
16 Voller Gefahren und Versuchungen sind die Wege der Welt. Daher geraten die Geister oftmals unter die Herrschaft der Welt und der Materie, obwohl sie voll Erkenntnislicht und Ahnungsvermögen, mit Waffen und Mitteln, um sich zu verteidigen und zu siegen, aus Mir hervorgegangen sind.
17 Ich fand euch besiegt, doch ihr habt auf Meine Stimme gehört, die euch mit Güte suchte, und so habt ihr euch voll Glauben und Hoffnung aufgerichtet. Wahrlich, Ich sage euch, es wird nicht einen Verirrten oder Besiegten geben, der diese Stimme nicht vernimmt, wenn der Zeitpunkt dafür gekommen ist.
18 In dieser Zeit werden jene, die sich am weitesten entfernten, die sich am meisten verirrten, diejenigen sein, die Mich am inbrünstigsten lieben und Mir folgen werden.
19 Der Meißel Meiner Liebe wird die härtesten Felsen behauen.
20 Um dieses Ziel zu erreichen, suche Ich euren Geist, weil er Meine Lehre verstehen kann; aber zuvor musste Ich zu eurem Herzen sprechen, wobei Ich Mich durch den Stimmträger begrenze und Mein Wort vermenschliche. Dies ist die Stufe, die euch zur Zwiesprache von Geist zu Geist emporführen wird. Dann wird es Meine geistige Stimme sein, die zu euch als Eingebung kommt, welche euch den Weg zu eurer Entsühnung weist; denn euer Körper ist manchmal eine schwere Kette oder ein dichter Schleier, der euch nicht über das Materielle hinaussehen lässt.
Um euch zu helfen, in diesem Kampfe zu siegen, habt ihr hier Meine göttliche Inspiration, die aus Liebe zu euch in menschliches Wort verwandelt wird, das wie eine Liebkosung für den Verstand und das Herz zu euch kommt.
21 Dies sind Tage des Gedenkens, und darum habt ihr euch der Andacht und Zurüstung hingegeben. Ach, wenn ihr doch diese Vergeistigung in eurem ganzen Leben zu bewahren vermöchtet, ohne in Fanatismus zu fallen; wie groß wäre eure Entwicklung.
22 Wonne ist in den Herzen dieser Zuhörerscharen, weil sie wissen, dass sich vor ihrem Geiste das himmlische Festmahl befindet, zu dem der Meister sie erwartet, um ihnen das Brot und den Wein des wahren Lebens zu essen und zu trinken zu geben.
23 Der Tisch, um den sich damals Jesus mit Seinen Aposteln versammelte, war ein Symbol des Himmelreiches. Dort war der Vater von Seinen Kindern umgeben, dort waren die Speisen, die das Leben und die Liebe darstellten; es erklang die göttliche Stimme, und ihr Wesen war die weltumfassende Harmonie, und der Friede, der damals herrschte, war der Friede, der im Reiche Gottes besteht.
24 Ihr habt versucht, euch in diesen Andachtsstunden zu reinigen, da ihr dachtet, dass der Meister euch in Seinen Worten ein neues Testament bringen werde, und so ist es: Heute erlaube Ich euch, dass ihr des Brotes und des Weines gedenkt, mit denen Ich Meinen Körper und Mein Blut darstellte. Doch ebenso sage Ich euch, dass ihr in dieser neuen Zeit jene Nahrung nur im göttlichen Sinn Meines Wortes finden werdet. Wenn ihr Meinen Körper und Mein Blut sucht, müsst ihr sie im Göttlichen der Schöpfung suchen, denn Ich bin nur Geist. Esset von jenem Brot und trinket von jenem Wein, doch füllt auch Meinen Becher, Ich möchte mit euch trinken: Ich habe Durst nach eurer Liebe.
25 Tragt diese Botschaft zu euren Brüdern und lernet, dass das Blut, da es Leben ist, nur ein Symbol des ewigen Lebens ist, welches die wahre Liebe ist. — Durch euch beginne Ich die Menschheit mit Meinen neuen Offenbarungen zu erleuchten.
26 Männer und Frauen, Kinder, Jünglinge und Greise werden das Apostolat Christi in dieser Dritten Zeit bilden. Doch wahrlich, Ich sage euch, mehr als Herzen — der Geist wird es sein, den ich suche.
Wenngleich nicht die ganze Menschheit Mein Wort vernimmt, will Ich, dass sie Meine Gegenwart in dieser gesegneten Stunde fühlt. Die Familienväter in ihren Heimen, die Kranken auf ihrem Lager, die nach Gerechtigkeit Hungernden, die von den Menschen Bestraften, die, welche keinen Frieden in ihren Herzen haben, die Beleidigten, die Armen — ihr alle, gehet still hinein in Mein Heiligtum, damit ihr die Stimme eures Herrn hört, der euch sagt: "Friede sei mit euch!"
27 Volk, in diesem Augenblick umgeben Mich im Unsichtbaren — wie in damaliger Zeit — Meine Apostel, die nun im Geiste sind:
Petrus, Johannes, Jakobus der Ältere und der Jüngere, Thaddäus, Thomas, Matthäus, Bartholomäus, Simon, Philippus, Andreas und sogar Judas, der von Schmerz erfüllt ist. Sie alle begleiten Mich bei diesem neuen Abendmahl. An welchem andern Ort der Erde könnte man euch das Bild vor Augen führen, das Ich euch zeige? — Man wird euch Darstellungen ohne Leben zeigen, während Ich veranlassen kann, dass jene Geistwesen sich in der Vollkraft des Lebens und des Lichtes kundtun.
28 Wie zu jener Zeit ist Freude und gleichzeitig Schmerz in Meinem Geiste, denn noch sind nicht alle Meine Kinder erlöst.
29 Während ihr Mein Wort vernehmt, das euch sagt, dass ihr euch an Meinem Tische befindet, kommen eure Gedanken nicht von jenem Jünger los, der in einem Augenblick der Verwirrung seinen Meister und seine Brüder verriet; dann stellt ihr euch die Frage, ob es in dieser Zeit auch einen Verräter geben wird, und euer Geist fragt Mich: "Vielleicht werde ich es sein?" — Tränen kommen euch in die Augen und ihr bittet Mich um Stärke, um niemals in Versuchung zu fallen. Wahrlich, Ich sage euch, auch in dieser Zeit wird es solche geben, die Mich verraten; doch wird es nicht an Meinem Körper sein wie in der Zweiten Zeit, sondern sie werden die Wahrheit Meiner Lehre mit ihren Werken zu verbergen suchen und damit bewirken, dass die Menschen das, was ein Unterricht der Göttlichen Weisheit gewesen ist, für Betrug halten.
30 Ihr alle gelobt, Mich zu lieben und Mir nachzufolgen bis in den Tod; doch Ich sage euch, dass ihr wachen und beten müsst, denn auch Judas hatte gelobt, sein Leben für Mich hinzugeben.
31 Wenn damals Meine körperliche Marter eine Nacht und einen Tag währte, und der Tod die Qualen des Leibes beendete, so empfinde Ich jetzt im Geiste den Schmerz in all denen, die leiden; in jedem Angeklagten werde Ich von den Richtern der Erde verurteilt, und in jeder Gefängniszelle bin Ich gefangengesetzt im Herzen derer, die jene Sühne erleiden. Weint nicht nur bei der Erinnerung an jene Stunden des Schmerzes, die Jesus auf der Welt erlebte, denn noch immer ist Meine Passion nicht zu Ende.
32 Schon beginnt euer Geist an Meiner Traurigkeit teilzuhaben, da er begreift, dass er erst noch Verdienste erwerben muss durch seine Werke der Liebe und Barmherzigkeit, um die Wonne und den Frieden zu erlangen, die Mein Wort dem verheißt, der Mir bis zum Ende folgt.
33 Erhebt euren Geist im schlichten Gebet, denn das Gebet ist Verbindung und Annäherung an den Herrn.
34 Dieses Abendmahl besteht aus Liebe, vergesst es nicht. Nehmt das Brot vom Tische und teilt es mit euren Brüdern; und wenn ihr einmal alle in der Ewigkeit seid, werdet ihr begreifen, dass diese Offenbarung, die Ich euch derzeit zuteil werden lasse, ein Symbol des ewigen Lebens war. Kommt herbei, ihr Menschenscharen, denn wenn es in der Zweiten Zeit nur zwölf waren, die sich an Meinem Tische niederließen, so werden es heute hundertvierundvierzigtausend sein: doch Mein Liebesruf gilt allen Menschen. Ich will, dass ihr Mich alle in dieser Zeit begleitet.
Manche erbeben bei Meinem Worte, einige weinen, und andere fühlen sich unwürdig, es zu hören. Ich, der weiß, wer jeder von euch ist, sage euch, dass unter diesem Volk, das jetzt in Scharen herbeieilt, um Meine Unterweisungen zu hören, auch jene herbeikommen, denen seinerzeit Wunder zuteil wurden, um an Mich zu glauben; dass jene dabei sind, die an Jesus zweifelten, und auch die, die vor Pilatus schrien: Kreuzige Ihn, kreuzige Ihn!
35 Viele (von euch) sahen Mich mit dem Kreuz auf den Schultern nach Golgatha gehen, ohne zu wissen, Wen sie begleiteten, und sahen die Tränen Marias, ohne sich bewusst zu sein, wer jene war, die da weinte. Seht, wie Ich jetzt aufs neue diejenigen lehre und in Meine Jünger verwandle, die Mich damals nicht zu erkennen vermochten.
36 Am Kreuze bat Ich um Vergebung für euch, weil ihr nicht wusstet, was ihr tatet. Jene Vergebung fand ihren Ausdruck in einer neuen Gelegenheit, die der Vater euch bietet, damit ihr eure Augen für die Wahrheit öffnet, euch rettet und euch Mir nähert. Doch trotz Meiner Barmherzigkeit euch gegenüber gibt es noch manche, die Unvollkommenheiten in Meinem Worte suchen, um so einen Grund zu haben, nicht zu glauben und Mir nicht nachzufolgen. Aber wahrlich, Ich sage euch, in der geistigen Essenz Meines Wortes ist keinerlei Makel enthalten; hingegen habe Ich mit diesem unscheinbaren und schlichten Worte viele Makel aus euren Herzen getilgt.
37 Ihr alle untersteht Meinem Gericht. Es wird nichts geben, was euch nachdrücklicher bewegt, als die Barmherzigkeit Meiner Liebe zu euch; denn Mein Gericht besteht aus Liebe.
38 Seinerzeit öffnete Joseph von Arimathia die Tore seines Hauses, damit der Meister in ihm im Kreise Seiner Jünger das Passahfest feiern würde, als diese noch nicht wussten, dass das Lamm, das an jenem Fest geopfert würde, Jesus sein werde.
39 Jetzt bitte Ich euch, in euren Herzen die Herberge zu bereiten, wo Ich einkehre, um euch mit Meinem Worte an die Werke und die Unterweisung zu erinnern, die Ich damals mit Meinem Blut besiegelte. Beschränkt euch jedoch nicht darauf, Meine Passion nur während dieser Gedenktage ins Gedächtnis zurückzurufen. Ihr müsst das Heiligtum in eurem innersten Wesen errichten, wo ihr euch ewiglich an die Liebeslektion erinnert, die euch Christus auf die Erde brachte. Jenes Heiligtum wird unzerstörbar sein in den Stürmen, die darauf abzielen, den Glauben der Menschheit zu zerstören.
40 Heute bewirke Ich, dass Meine Stimme in vielen Provinzen, Städten und Dörfern vernommen wird, damit viele zu Berufenen werden. Auf Meinem Wege säe Ich Balsam, Trost und Frieden in die Herzen, erwecke die Hoffnung in denen, die sich für das Leben der Gnade verloren glaubten, und gebe denen Leben, die im Laster und in der Sünde tot waren.
41 Auch in der damaligen Zeit ging Ich von einer Provinz in die andere, und Meine Anwesenheit löste Jubel aus unter den Notleidenden, den Kranken und den geistig Armen. Nicht alle folgten Meinen Schritten, doch blieben diese als lebende Zeugen der Wunder zurück, die Ich an ihnen tat. Männer, Frauen und Kinder kamen zu Jesus, ihre bekümmerten Gesichter und ihre Klagen sprachen zu Mir von ihrem Elend und ihrem Leiden. Sie hatten Gerüchte und Nachrichten über Meine Wundertaten gehört, und sehnsüchtig erwarteten sie den Durchzug des Rabbi aus Galiläa, um ihre Hände nach Ihm auszustrecken und Ihn um einen Beweis Seiner Macht zu bitten.
Es waren einfache Herzen, doch es gab auch andere, die Schriftgelehrten, die Gesetzeslehrer und die Pharisäer, die in ihrer Abneigung gegen Jesus schließlich von Ihm verlangten, dass Er ihnen Seine Hände zeigen solle, um zu sehen, ob an ihnen die Macht erkennbar war, mit der Er die Kranken durch bloßes Berühren heilte.
42 Mein Mitleid galt unterschiedslos allen. Ich war der Vater, der kam, um alle Seine Kinder von ihren Schmerzen zu erlösen. Jesus, der Arzt, war ganz Balsam, und es war nicht nötig, dass Er den Körper eines Kranken berührte, um ihm die Gesundheit zurückzugeben. Manchmal — um den Menschen einen Beweis dessen zu geben, was der Glaube vermag — ließ Ich zu, dass irgendein Kranker an Mich herantrat und Mein Gewand berührte, um ihn gesund zu machen.
43 In der heutigen Zeit ist es nicht mehr der Mensch Jesus, der auf der Suche nach den Sündern und Notleidenden zu eurer Welt kam. Jetzt ist es Jesu Geist, der sich der Menschheit kundgibt, um unter den Menschen dieser Zeit die neuen Jünger zu entdecken, die Ihm bis ans Ende treu sein werden. An einem geistigen Tische hat Er ihnen Brot und Wein angeboten, unsichtbar für menschliche Augen, aber real für den Geist. Viele von denen, die heute Mein Wort inbrünstig hören, glaubten Mir einst nicht; doch Ich frage euch: Auf welche Wunder und auf welche Zeiten warten jene, die — obwohl sie Mich jetzt hören — nicht an Meine Kundgabe glauben? Sie zweifeln, weil Ich Mich durch ungebildete und einfache Leute kundtue und nicht durch Gelehrte oder Theologen; doch Ich sage euch, dass ihr Mich zu allen Zeiten immer unter "Geringsten" finden werdet.
44 Jene, die den Wert dieses Wortes erfasst und es erforscht haben, bis sie seinen göttlichen Sinngehalt fanden, sind diejenigen, die es als den Samen der Vergeistigung hüten werden, den sie morgen unter den Menschen werden verbreiten müssen.
45 In der Ersten Zeit wurde die Stimme des Herrn im Allerheiligsten vernommen, in der Zweiten Zeit gab Ich euch Meine Liebeslehren im Worte Jesu; jetzt hört ihr Mein Wort durch einen menschlichen Stimmträger, und morgen wird es Meine Inspiration sein, die jeden Geist in einer innigsten Verbundenheit zwischen dem Vater und Seinen Kindern erleuchtet.
46 In der Zweiten Zeit sagte Ich euch: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das von Gott kommt." Daher war das Brot, mit dem Ich Meinen Körper zur Darstellung brachte, nur ein Symbol. Heute sage Ich euch: Nehmt das Brot Meines Wortes, trinkt den Wein seines geistigen Sinnes, und ihr werdet euch für ewig nähren.
47 Begreift, dass Ich vom Reich des Friedens zum Tal der Tränen komme, vom Wohnsitz der Gerechten niedersteige, um mit den Sündern zu sprechen. Ich trage weder Krone noch Zepter eines Königs, Ich komme voll Demut, um Mich euch durch einen unbeholfenen Körper kundzutun, den Ich durch Mein Licht verwandle, und überrasche euch durch die unbegrenzte Wahrheit Meiner Unterweisung.
48 Ich schäme Mich eurer nicht, und trotz eurer Sünden und Unvollkommenheiten werde Ich niemals leugnen, dass ihr Meine Kinder seid, weil Ich euch liebe. Vielmehr sind es die Menschen gewesen, die sich Meiner schämen, wenn sie Mich bei vielerlei Gelegenheiten verleugnen.
49 Heute gieße Ich Meinen Geist unter euch aus, damit ihr lernt, Mir eine geistige und schlichte Verehrung darzubringen, frei von Materialismus, von Traditionen und Fanatismus.
50 Ihr, die ihr die falschen Götter gestürzt habt, welche ihr in vergangenen Zeiten angebetet habt, werdet in das Heiligtum einzutreten verstehen, das Ich derzeit mit Meinem Worte in eurer Seele bilde.
51 Ich sehe in euren Herzen den Wunsch, dass Ich bei euch bleiben und euch immerzu in dieser Form lehren soll; dies darf jedoch nicht sein, denn wenn Ich eure Bitte erfüllte, würdet ihr keine Anstrengungen machen, um Mich durch eure Liebeswerke zu suchen, und ihr würdet euch damit begnügen, Meinen Unterweisungen zuzuhören.
52 Von alters her habe Ich euch gesagt, dass Mein Reich nicht von dieser Welt ist; und wahrlich, Ich sage euch, geistig ist die Erde auch nicht eure Heimat. Das Reich des Vaters ist in Seinem Lichte, in Seiner Vollkommenheit, in Seiner Heiligkeit. Dies ist euer wahres Zuhause, dies ist euer Erbe. Erinnert euch, dass Ich euch sagte, dass ihr die Erben des Himmelreiches seid.
Dieser Planet ist wie eine Wohnung, die euch vorübergehend beherbergt, in der eure Seele den Prüfungen ihrer Läuterung unterworfen ist, damit sie bei der Rückkehr zur geistigen Heimat Weiterentwicklung und Fortschritt erlangt hat. Daher sollt ihr euch nicht fragen: "Warum habe ich in dieser Welt keinen vollkommenen Frieden und kein vollkommenes Glück gefunden?" Wahrlich, Ich sage euch, nicht einmal die, welche rein gewesen sind, haben in diesem Erdental den wahren Frieden gefunden.
53 Wenn diese Erde euch alles bescheren würde, was ihr wünscht, wenn es auf ihr nicht die großen geistigen Prüfungen gäbe — wer von euch hätte dann Verlangen, in Mein Reich zu kommen?
Lästert oder verflucht auch nicht den Schmerz, da ihr ihn mit euren Verfehlungen geschaffen habt. Tragt ihn mit Geduld, dann wird er euch läutern und euch helfen, Mir näherzukommen.
54 Erkennt ihr, wie stark eure Verwurzelung in den Herrlichkeiten und Befriedigungen dieser Welt ist? Nun, der Zeitpunkt wird kommen, in dem das Verlangen, euch von ihr zu entfernen, sehr heftig sein wird.
55 Wer seine Prüfungen durch geistige Erhebung zu bestehen vermag, erlebt in dieser Überwindung Frieden. Wer auf Erden mit zum Himmel gerichtetem Blick wandelt, strauchelt nicht, noch verletzen sich seine Füße an den Dornen auf seinem Weg der Sühne. Ihr, die ihr Mich hört — ertragt mit Liebe eure Prüfungen, damit ihr zum Vorbild werdet. Trachtet danach, dass ihr immer mehr in eurer Vervollkommnung fortschreitet. Denn wenn es nicht so wäre — wozu seid ihr dann an diesem Tage gekommen? Warum habt ihr eure Arbeit verlassen, um euch auf diese harten Bänke zu setzen?: Weil ihr auf der Suche nach Frieden, nach Licht, nach der Heilkraft des Balsams seid.
Unter diesen Scharen sind jene, die Meine Weisheit und Meine Offenbarungen suchen, um diese Botschaft morgen in die Provinzen zu tragen. Auch solche sind da, die viel gesündigt haben, die Mir mit tränenüberströmtem Gesichte gesagt haben: "Vater, wir sind nicht wert, Dein Wort zu hören." Doch Ich sage euch, dass Ich gerade um euretwillen gekommen bin, um jener willen, die vom Entwicklungswege abgeirrt sind. Nie bin Ich gekommen, um Gerechte auf Erden zu suchen — sie sind schon gerettet. Ich suche nach denen, die in sich selbst nicht mehr die Kraft finden, um sich zu retten; ihnen schenke Ich Meinen Segen und Meine zärtliche Liebe.
56 Wenn jemandem von euch gesagt wurde, dass sein Geist wegen seiner Sünden verloren ist, und er möchte noch seine Fehler wiedergutmachen und sich retten, der komme zu Mir und Ich werde ihm Meine Vergebung zuteil werden lassen und ihn zu einem neuen Leben erheben. Er wird wie Lazarus sein, der sich erhob, als er die Stimme Jesu vernahm, da Er zu ihm sprach: "Stehe auf und wandle."
57 Ebenso suche Ich den Unwissenden, um vor seinen Augen das Buch der Wahrheit aufzuschlagen, das "Buch des Wahren Lebens". Ich will, dass die, die Mich früher leugneten und gegen Mich lästerten, sich heute unter den Menschen erheben und ein Volk bilden, das ein Vorbild der Vergeistigung, Demut und Nächstenliebe ist, das durch Liebeswerke für ihre Brüder von Meiner Unterweisung Zeugnis ablegt.
58 Ich sehe, dass ihr euch Meinen Unterricht zunutze macht; doch noch immer seid ihr ferne der Vollkommenheit. Ihr seid noch schwach, denn ihr macht keine drei Schritte, und schon bringt euch die Versuchung zu Fall.
59 Seid stark, und wenn euch eure Eltern oder eure Kinder wegen Meiner Lehre verkennen, so gebt Beweise von Festigkeit und Glauben und fürchtet euch nicht, denn Meine Macht und euer Vorbild werden sie von dieser Wahrheit überzeugen. Wenn einige von denen, die euch verkannten, diese Welt verließen, ohne dass ihr sie bekehrt habt, so verliert nicht den Mut; denn den Samen, den ihr in sie gelegt habt, nahmen sie in ihrem Geiste mit, und er wird in andern Welten erblühen.
60 Ergründet die Lehren, die Ich euch in der Zweiten Zeit mit Meiner Passion gab. Ich lade euch ein, euch mit Mir jener Lehren zu erinnern und über sie nachzudenken. Bedenkt, dass Ich nur noch wenige Male über sie zu euch sprechen werde. Ihr wisst nicht, was danach kommt, doch müsst ihr euch zubereiten, um die neuen Offenbarungen zu empfangen, die Ich euch geben werde.
Wenn jene Gedenktage für euch gekommen sind und ihr in eurem Geiste Frieden haben und eurem Herrn Wohlgefallen wollt, so tut Werke der Barmherzigkeit an den Notleidenden, vergebt euren Feinden und habt mit niemandem "unbeglichene Rechnungen"; denn wenn ihr in den Augenblicken, in denen Ich Meine sieben Worte (am Kreuze) spreche, Gewissensbisse in eurem Geiste hättet — wie bitter und schmerzlich würden jene Worte in euer Herz fallen! Denn euer Gewissen wird euch dann sagen, dass — als Ich euch um Wasser bat, um Meinen Durst zu löschen — ihr Mir Galle und Essig zu trinken gabt.
61 Betet, denn ihr lebt in Zeiten der Versuchungen und Verführungen und wisst nicht, ob die, welche in diesem Moment in Frieden sind, nicht innerhalb weniger Augenblicke im Streit liegen oder Gott lästern. Haltet immer im Gedächtnis, was Ich euch heute sage, damit ihr allezeit bereit seid in (geistiger) Wachsamkeit und im Gebet.
62 Seht, wie Meine göttliche Essenz fähig ist, durch die Lippen eines Sünders zu euch zu gelangen. Ist dies nicht ein Wunder an Macht und Liebe? Es geschieht, weil Ich Der bin, der Wasser aus dem Felsen und Licht aus der Finsternis hervorbrechen lässt.
63 Durch bescheidene Vermittler habe Ich zu den "Geringsten" gesprochen; denn wenn die Herren der Welt der Menschheit diese Botschaft vermittelt hätten — wahrlich, Ich sage euch, ihr wäret ohne die Kenntnis eurer Gaben geblieben und ohne Ämter, die ihr erfüllen dürft. Ihr hättet nicht von diesem Festmahle gegessen und hättet euch damit begnügen müssen, dem Fest von ferne zuzusehen. Durch diese Verstandesorgane (der Stimmträger) hingegen, die unberührt sind von Theorien, Wissenschaften und religiösen Vorurteilen habe Ich an die ganze Menschheit einen Ruf ergehen lassen, ohne jemanden wegen seiner Gesellschaftsklasse, seiner Nationalität, seiner Religion oder seiner Sprache zu bevorzugen.
64 Meine Stimme kommt aus dem Reiche des Geistes, wo Ich König bin, aus jenem Paradies, wo ihr alle bei eurem Herrn sein werdet, wenn ihr wie Dimas von eurem Kreuze aus demütig und voll Glauben zu Mir sprecht: "Herr, gedenke meiner, wenn Du in Deinem Reiche bist." Euer Kreuz ist jenes, das Ich euch anvertraut habe, als Ich euch diese Aufgabe übertrug: zu lehren, Kranke zu heilen, zu trösten, der Menschheit Meine göttlichen Botschaften kundzutun. Diese Mission ist schwer, weil sie Verantwortung einschließt, weil sie heikel ist, weil sie lauter ist, und bei der Ausübung derselben gehen die Spöttereien der Ungläubigen, der Verleumder und der Spötter auf euch nieder, die die Wahrheit in Meiner Lehre nicht finden wollten.
65 Ebenso ging Jesus auf dem Leidensweg und ertrug die Last des Kreuzes, die unvergleichlich geringer war als die der Undankbarkeit jener Menschenscharen.
66 Hier ist der Meister, der Seine Kinder an Taten früherer Zeiten erinnert und diese mit Werken der Gegenwart in Beziehung bringt, damit ihr Meine Unterweisungen besser versteht. Ich will, dass diese Lehre sich über die Welt ausbreitet, dass sie die Menschheit erleuchtet, damit sie angesichts eines Lebens, das sie nicht kannte, erwacht und sich aufmacht, um in der Welt ein einziges Heim zu bilden, eine einzige Familie. Diese wird das wahre Volk Israel sein, das Volk Gottes, in welchem Unterschiede der Abstammung, Gesellschaftsschichten und Stämme verschwinden werden, weil sie alle Zweige sein werden, die aus einem einzigen Stamm hervorgehen, wo alle Mein Gesetz erfüllen, das euch sagt: "Liebet einander."
67 Ihr, die ihr dies Kreuz auf eure Schultern genommen habt — erkennet die Verantwortung, die ihr habt, der Menschheit die Wahrheit Meiner Kundgebung und Meiner Wunder vor Augen zu führen. Daher fordere Ich von euch Adel der Gesinnung und vollkommene Erkenntnis dessen, wer ihr in Bezug auf Gott und die Menschheit seid, und hierzu gebe Ich euch Meine Lehre der Vergeistigung.
68 Bereitet euch in dieser Weise vor, und ihr werdet die guten Soldaten dieses Kampfes sein, die wahren Israeliten nach dem Geist, die treuen Jünger. Scheut keine Anstrengungen, um die Wahrheit dieses Wortes zu beweisen. Vergesst nicht, dass Christus, um Zeugnis von der Wahrheit abzulegen, die Er predigte, zuließ, dass Sein Körper zerstört wurde. Warum hätte Er das Leben jenes Körpers verteidigen sollen, da er zuvor gesagt hatte, dass Sein Reich nicht von dieser Welt ist? — Ebenso auch ihr — denkt, dass man, um das ewige Leben zu erreichen, das euren Geist erwartet, ihm viele ehrgeizige Ziele opfern kann.
69 Wenn ihr von eurem Bruder die dunklen Flecken entfernen wollt, die er in seiner Seele trägt, müsst ihr zuvor selbst fleckenlos werden; wenn ihr Vergebung erlangen wollt, müsst ihr zuvor vergeben.
70 Wie schön wird es für eure Seele sein, wenn ihr letzter Augenblick auf Erden gekommen ist, und der Geist, von Frieden erfüllt, so zum Vater sprechen kann: "Herr, alles ist vollbracht!"
Mein Friede sei mit euch!

Groll


Die drei Botschaften, die Anna Maria heute bekommen hat, lehren sie folgendes hinsichtlich ihrer jüngsten Erfahrungen mit dem Thema Groll.
Also, der Groll, den sie in ihrem Innern zu fühlen versucht,
ist wie ein glühendes Eisen, das ihr den Schweiß in die Stirn treibt
und ihr Fleisch sich mächtig aufbäumen läßt,
ihr Herz sich dumpf fühlen läßt und ihren Verstand vernebelt.
Ihr Fleisch will bersten und auseinanderbrechen.
Da ist kein Licht, sondern Dunkelheit und Blokade.
Das ist keine Erhebung des Geistes, sondern Bedrückung und tiefes Hinuntergezogensein in einen Abgrund und es fühlt sich an wie ersticktes Leben.
Da ist eine Unfähigkeit, zu beten, Vertrauen zu fassen, für sich oder andere zu bitten oder die helfende Hand zu reichen oder zu ergreifen, Mut zu fassen, das Gespräch zu suchen, zu vergeben oder zu bereuen noch sich zu versöhnen.
Es herrscht eine gewisse Starre, wie bei einem Toten, der sich selbst nicht mehr helfen kann, der keine Hoffnung mehr hat und nicht glaubt, dass ihm noch zu helfen ist und daher auch keine Anstrengung mehr unternimmt, um Rettung zu bitten, weil er glaubt, zutiefst unwürdig zu sein.
Der Atem stockt und es findet kein Austausch mit dem Äther, dem universellen tem statt, zumindest nicht bewußt. Man vegetiert nur noch vor sich hin.
Anna Maria bat am frühen Morgen Jesus, mit ihr in die Vergebung zu gehen, da sie sich selbst dafür außerstande fühle. Kaum hatte sie diese Bitte an Jesus geäußert, fühlte sie, wie sie von einer neuen Kraft durchdrungen wurde und nach und nach inspiriert wurde, um dann später die klärenden sms an ihren Schwiegervater und ihren Mann zu schreiben. Und als sie damit fertig war überkam sie ein Gefühl von Ruhe und Wahrheit und Klarheit. Später schrieb ihr Mann ihr, dass er denkt, dass sie alles gemeinsam wieder hinbekommen werden und sie selbst war auch dieser Meinung und schrieb es ihm auch.
Jetzt, wo das alles so bewußt geworden ist, was sich da im inneren abspielt, beginnen im Inneren langsam kleine Bewegungen des Bewußtseins damit, sich wieder zu verbinden – zwar mit flauem, mulmigem Gefühl im Bauch, aber doch nicht mehr ohne Hoffnung und einen Schimmer von Licht. Ein Schaudern schüttelt das Fleisch und dahinter ist das Licht verborgen, das gerne die Abgestumpftheit durchbrechen und wieder hervorbrechen möchte.
Ein tiefer Atemzug, Erleichterung und Beruhigung und eine gewisse Zuversicht kehrt wieder zurück und das Gefühl, wieder mit der Quelle – der Liebe Gottes – verbunden zu sein.
Dass also der Geist sich aufgerappelt  und sich aus der toten Materie gewunden und das geistige Reich des Lichtes und des Lebens wieder betreten hat und wieder verbunden ist mit der Quelle des Lichtes und der Liebe und des Friedens.
Jesus sagt mir gerade dazu:
„Es ist der Kapitalismus. Er ist ein Gefängnis.“ 

Die erste Botschaft war diese gewesen:
Jesus erklärt… Wie es zu einem Fall kommt & Die Taktiken des Feindes…
Spielt nicht mit dem Feuer!
5. Mai 2016 – Worte von Jesus an Schwester Clare
Jesus begann… “Viele von euch haben Dinge erkannt, die von dem Feind in eure Herzen gepflanzt wurden und ihr habt euren Kurs korrigiert. An euch habe Ich grosse Freude. Ihr habt eine grosse Menge gelernt und zu Herzen genommen in einer sehr kurzen Zeit. Ihr kennt jetzt also den Feind immer besser. Was Ich als Nächstes habe für euch sind weitere Segnungen. Es ist Zeit, weiter zu machen und in Meinen Segnungen zu leben, bis Ich für euch komme.”
“Einige von euch haben Salbungen. Ihr könnt fühlen, wie sie in euch hochkommen, Dinge zu tun, für welche ihr vorher nie den Mut gehabt hättet. Ihr werdet abgelehnt und bekämpft werden, aber ignoriert den Widerstand und haltet euch an die Inspiration. Schützt es wie ein neugeborenes Baby, denn es ist gewiss so voll Leben, aber auch verwundbar gegenüber Spott und Verachtung von Jenen, die es vorziehen, zu bleiben wo sie sind und die nichts anpacken wollen, was in einem Versagen enden könnte. Aber die Weisheit, die ihr angesammelt habt bezüglich der Taktiken des Feindes gegen euch ist etwas, das ihr euch einprägen müsst. Lasst nicht zu, dass der Feind es aus eurem Gedächtnis stiehlt.”
“Ich werde segnen, was ihr für Mich unternehmt. Macht einfach vorsichtig weiter, im Wissen, dass aus Allem, was ihr in Meinem Namen versucht zu tun, reichlich Frucht hervorgehen wird und so wird es auch der Widerstand. Ignoriert ihn und folgt der süssen Salbung in eurem Herzen.”
“Da gibt es Einige, die dieser Botschaft nicht zuhören werden und für sie ist es der Anfang ihres seelischen Verfalls und Einige werden sich niemals davon erholen.”
“Sie besassen eine solche Süsse in Meiner Gegenwart hier, Clare. Sie machten wirklich Fortschritt in ihrer Beziehung zu Mir. Jeden Tag wurden sie heiliger und sich ihrer Sünden immer mehr bewusst. Aber jetzt haben sie Mir und diesem Kanal ein taubes Ohr zugedreht und verfolgen stur ihren Groll unter der Verkleidung, für die Wahrheit zu kämpfen.”
“Oh wie Ich um Diese weine! Ihre Seelen befinden sich auf dem Abstieg, Einige werden sich niemals davon erholen. Ja, Einige werden den ultimativen Preis bezahlen. Wenn die Teufel sie nicht zur fleischlichen Sünde verleiten konnten, um sich an Mir zu rächen für diesen Kanal, fallen sie durch Arroganz und Stolz und sie nehmen so Viele mit sich, wie sie können. Sie haben jegliches Gefühl der Überzeugung und der heiligen Weisheit verloren.”
“Sie sind geblendet von Verbitterung und Stolz, unfähig, die Gaben zu erkennen, die Ich vor sie gesetzt habe. Sie haben die Erinnerung an ihren Fortschritt auf diesem Kanal verloren, sie schlittern zurück in ihre alten Wege und sie haben Mich aus den Augen verloren in ihrem Leben. Für sie war Ich bloss ein Phantom, eine Täuschung, die niemals existierte. Meine Liebesangebote werden jetzt verachtet und mit Verbitterung, Neid und Stolz ersetzt.”
“Oh wie Ich um Jene trauere, die Mir durch die Finger gerutscht sind. Betet für sie, Meine Lieben, betet für ihre Erlösung. Denn das Urteil, welches sie über diesen Kanal weitergegeben haben, wurde zu ihrem Eigenen vor den Höfen des Himmels. Ich werde sie jedoch nicht aufgeben. Aber versteht ihr? Ich habe ihnen auserlesene Früchte aus Meinem Königreich angeboten… Meine Liebe, Meine Gemeinschaft, Mein eigenes Herz. Und jetzt wurde alles davon weggewischt und unter einen Teppich der Verbitterung gekehrt, der aus verführerischen Fäden der Selbstgerechtigkeit, des Neides, des Stolzes und der Arroganz gewoben wurde.”
“Mein Herz schmerzt wegen ihnen. Und Alles, was Ich über sie geschüttet hatte, wird jetzt an andere Seelen gehen, die Mich in ihrer Mitte haben. Seelen, die auf Meine liebevollen Einladungen reagieren werden, heiliger zu werden, wie Ich sie mit Meiner Hand führe.
“Aber Ich trauere über die Dunkelheit, die sich auf so Viele niedergelassen hat, weil sie ihre Verbindung zu Mir verloren haben. Sie sind Jene, die jetzt unter den Bann der verführerischen Geister der Selbstgerechtigkeit und Religion fallen, die sie loben für ihren Heldenmut, sich Mir entgegenzusetzen und dich zu verunglimpfen.”
“Dies ist das Los Jener, die ablehnen, Mich zu suchen, bis sie Mich finden. Das Los Jener, die Demut und Bescheidenheit verschmähen und die versuchen, grösser auszusehen als Andere. Dies ist das Los Jener, die aufgehört haben zu beten. Sie nahmen Täuschungen von Menschen an, die ihnen angeboten wurden, damit sie Ritter werden könnten, die einen Übeltäter zu Fall bringen, viel lieber, als einzudringen und den guten Kampf zu kämpfen und den eigenen Fehler, die Verbitterung und die Eifersucht zu erkennen.”
“Meine Kinder, gebt niemals die beängstigende Aufgabe auf, zu prüfen, zu unterscheiden und zu erkennen, niemals. Eure eigene Seele ruht auf diesem Wissen und der Fähigkeit, das Gute von dem Bösen unterscheiden zu können. Wenn ihr das einmal verliert, seid ihr wie ein Pilot im Nebel, ihr könnt oben von unten nicht mehr unterscheiden und wenn ihr eure Funkverbindung nicht hinbekommt, kracht ihr schlussendlich auf den Boden.”
“Ihr könnt euch niemals leisten, Meinungen und Ansichten mit dem Prüfen und Erkennen zu vertauschen. Niemals. Bitte, lasst es euch eine Lektion sein, geschrieben mit Meinem Blut… Zieht niemals eine Meinung einem herzzerreissenden Gebet und einer Prüfung vor. Die Tage des trockenen Holzes nähern sich und die Kampagnen, das Gute mit Bösem zu ersetzen, haben begonnen. Viele die dachten, dass sie nicht anfällig seien für Täuschungen, nähern sich ihnen jetzt, ohne zu erkennen, dass sie in Gefahr sind.”
“Satan wird die schwächsten Stellen ihres Charakters nutzen, um sie zu ködern. Für Viele ist es finanzielle Sicherheit, für Andere ist es Popularität und Solidarität. Sie haben den Groll in ihrem Geist nicht erkannt, ganz am Anfang. Sie haben lieber mit dem Bösen gespielt und den Lügen zugehört. Bald haben jene Lügen Wurzeln geschlagen und sie wurden zu Verbreitern der Täuschung. Böses hat ihren Sinn für Wichtigkeit und Selbstgerechtigkeit genährt. Sie fingen an, die Fesseln des tiefen, ausdauernden Gebets abzuschütteln zu Gunsten der Auszeichnungen für das Verunglimpfen von Unschuldigen. Die Teufel um sie herum jubelten und sie fühlten sich erhöht und wichtig. Dies wiederum spornte sie zu immer grösseren Verleumdungen an. Jetzt haben sie alle Fesseln des Anstandes verworfen und laufen mit den Dämonen, die sie antreiben und sie sammeln immer weitere Argumente für ihre Fehler.”
“Meine Kinder, verwerft niemals das Gebet und das Prüfen und Erkennen zugunsten der Meinungen von Menschen oder von Dämonen. Reagiert niemals auf Groll und schlägt euch niemals auf die Seite der Übeltäter. Tauscht niemals die Villa im Himmel mit einem Ort im Ofen ein, der für die Teufel vorbereitet wurde. Seid niemals faul in Sachen Gebet und Prüfen. Versteht… Ihr riskiert eure eigene Erlösung, wenn ihr euch unter das Joch der Verleumdung und des Tratsches begebt.”
“Jetzt werde Ich euch erklären, was mit jenen ‘Christen’ passiert, die ihre Erlösung verlieren. Sie sind wie der Same, der auf steinigen Boden fiel. Zuerst empfangen sie die Botschaft mit Freude, wenn aber die Flitterwochen verblassen und sie zu einem heiligen Leben aufgefordert werden, stocken sie. Satan hält Ausschau nach Solchen, dann kommen die Krähen und schnappen sich die Keimlinge und verschlingen sie.”
“Ich bot ihnen Liebe an, aber sie verachteten die Korrektur des Herrn. Sie erkannten den hohen Preis, der involviert ist, Andere zu lieben und ihre sündige Natur zu besiegen und Meine Demut anzuziehen. Diesen hohen Preis wollten sie nicht bezahlen. Im Stillen gratulierten sie sich selbst, dass sie OK seien und sogar besser und weiser als Andere. Sie dachten, dass sie mit Bösem, mit Verleumdung und mit Lügen spielen könnten und dabei unbewegt bleiben. In der Zwischenzeit fütterten sie die Teufel mit den cleversten und logischsten Argumenten, die Meine einfache Güte in Stücke rissen.”
“Ich kannte sie nie in dem Sinn, dass sie Mir ihr Leben jemals endgültig zu Füssen gelegt und Mir erlaubt hätten, chirurgisch die Sünden aus ihrem Leben zu entfernen. Sie waren eingeladen in die Tiefe, aber sie hielten nicht durch, bis sie Mich und Meine Güte wirklich kannten. Sie waren wankelmütig, sie hielten sich an ihrem Intellekt fest und sie hinterfragten jene Dinge, die tief in ihren Seelen nachhallten. Lieber, als es wie ein kleines Kind anzunehmen, zertrennten sie es mit ihrem Intellekt und haben dadurch ihren unschuldigen Glauben verloren.”
“Ja, die Teufel sind clever, besonders bei Jenen, die von Mir zurückhalten und ihr eigenes Ich nicht ein für alle Mal sterben lassen.”
“Da gibt es Andere, die unschuldig waren, aber getäuscht wurden. Ihr einziger Fehler war, dass sie sich dem Gift geöffnet haben. Sie wussten, dass es böse war, aber sie hörten so oder so zu. Mein Geist warnte sie, aber sie ignorierten die Warnung. Ganz ähnlich, wie du es tust, Clare, wenn du dir verschiedene Lehrer und Propheten anhörst.”
“Sie fühlten die Unreinheit des Streit’s und Groll’s, aber zur Unterhaltung und vielleicht, um noch etwas zu lernen, hörten sie sowieso zu. Ich warnte sie. Viele dieser Seelen waren hier, als Ich sie ausführlich warnte bezüglich Tratsch und Verleumdung.”
“Ich sage euch… Viele sehr clevere Dämonen wurden beauftragt, euren Charakter zu töten. Viele geistliche Dämonen, hoch qualifizierte Theologen, Pharisäer und Religiöse, haben diesen Auftrag des Feindes angenommen, der ihnen Belohnungen für jede Seele anbot, die sie der innigen Beziehung mit Mir entreissen können.”
“Da habt ihr die traurige Wahrheit und wie die Dynamik des Feindes Erfolg hatte bei Seelen, die ihre Ohren diesen Dingen geöffnet haben, vor welchen Ich sie warnte und sagte, dass sie sich davon fernhalten sollen. Es existiert eine gewaltige Kraft in Worten. Das ist der Grund, warum Ich dich daran gehindert habe, ihre Kommentare zu lesen. Ich will nicht, dass dein Glaube an Mich irgendwie geschwächt wird. Solange du gehorchst, Clare, wird es dir gut gehen. Wenn du aber neugierig wirst, wirst du den Preis der Qual und der Verletzung deines Herzens bezahlen.”
“Bitte gehorcht Mir hier. Bleibt weg von Verleumdung und übler Nachrede. Wenn ihr an einem Kommentar vorbeikommt, der anfängt, von euch zu entziehen, löscht ihn sofort. Erwägt nicht, es zu lesen und versucht nicht, mit dem Schreiber darüber zu argumentieren. Ihr könnt mit einem Dämon nicht argumentieren. Sie werden immer das Loch in eurem Panzer finden und euch dort treffen, wo es am Meisten wehtut. Hebt lieber das Schild des Glauben’s hoch und schneidet den bösen Kopf ab, bevor es euer Herz erreicht.”
“Ich habe jetzt viele neue Brüder und Schwestern in diesen Kanal geführt und in diesem Lehrgang rate Ich euch – Denkt nicht, dass ihr mit dem Feuer spielen könnt ohne verbrannt zu werden. Ihr habt geprüft und erkannt, dass es wirklich Ich bin auf diesem Kanal. Wühlt nicht im Müll herum aus lauter Neugier. Folgt eurem Herzen und eurer Erkenntnis. Erlaubt euch nicht die Freiheit, der Neugier nachzugeben. Schützt eure Beziehung zu Mir. Ich habe die gute Arbeit in euch begonnen und wenn ihr treu und gehorsam bleibt, werde Ich sie zu Ende bringen. Ihr habt die Wahl. Wählt weise.”
“Ich segne euch jetzt mit der Gnade, das Böse zu erkennen und es auszuschalten, bevor es Wurzeln schlägt in eurem Herzen.”

Die zweite Botschaft war diese gewesen:
Warum verlassen die Menschen meine Kirche? Jesus gibt Antworten…
12. Juli 2015 – Worte von Jesus an Schwester Clare
Übersetzt und gesprochen von Jackie
Jesus begann… “Meine Geliebte, Wir haben mit der gestrigen Botschaft eine ziemliche Kontroverse aufgewirbelt und Ich möchte etwas klarstellen, dass Ich niemals sagte, gebt die Gemeinschaft mit den Brüdern auf. Aber wenn das Zusammensein inhaltslos wird und die Geschäftigkeit und Gewohnheit jene Inhaltslosigkeit zudecken, dann ist es Zeit, etwas zu ändern. Viele Pfarrer wollen keine Veränderung riskieren, da sie Angst haben, dass sie die Menschen verlieren werden, die es so mögen, wie es ist. Dies ist Götzendienst und bedeutet, sich den Menschen zu beugen. Aber genau das, was sie versuchen zu vermeiden, geschieht sowieso. Die guten Leute, die sich danach sehnen, mit Mir voran zu schreiten, sind enttäuscht und gehen. Jene, die glücklich sind in ihrer Komfortzone, bleiben und die Kirche stirbt langsam. Dies ist, was Ich anspreche.”
“Wenn Menschen als Anbetungleiter und Lehrbeauftragte gewählt werden, weil sie beliebt oder reich sind und respektiert werden, dann gibt es Kompromisse. Sofern nicht Ich sie wählte, wird ihr Wirken flau, leblos und leer sein. Menschen werden Meine Gegenwart nicht erleben und die Herzen werden weder geöffnet noch geheilt werden, eine echte Gemeinschaft mit Mir wird nicht im Gottesdienst nicht stattfinden. Unter einer solchen Lehrtätigkeit werden die Menschen nicht wachsen, weil das gelehrt wird, was sicher ist und keine Herausforderung bedeutet. Könnt ihr es nicht erkennen? Ihr könnt nicht Gott und den Menschen dienen? Habt ihr nicht genug Verfall und Tod gesehen, um wagemutig und bereit zu sein, Meiner Führung zu folgen?”
“Da gibt es eine strikte Hierarchie in den meisten Kirchen, um den Pfarrer und die Mitarbeiter zu schützen, damit Alle glücklich sind. Den Pfarrer oder irgendetwas zu schützen zeugt von Angst und nicht von der Liebe zu Gott, nicht von der Liebe zu den Schafen. Wenn Entscheidungen getroffen werden, die auf dem Ist-Zustand basieren, wird die Salbung vertrieben und was übrig bleibt ist altes Brot. Der Pfarrer hat sich somit selbst isoliert von der Kritik und Korrektur und die Schafe haben keine andere Wahl als sich zu fügen oder zu gehen. Sehr oft haben Familien viele Verbindungen in der Kirche und das Verlassen ist eine schmerzhafte Alternative. Und überhaupt, wohin sollen sie gehen, wo ist es besser?”
“Dies ist im Moment eine Plage im Leib und die Menschen sterben an dieser Plage. Meine Antwort ist… Wenn ihr ein Hirte seid und ihr nicht Meinem Rat entsprechend führt, werdet ihr zur Rechenschaft gezogen werden für den Verlust von Seelen. Sie mögen in den Bänken sitzen, aber wenn sie hinausgehen, kehren sie sofort zu ihren Sünden zurück, weil es keine Überzeugung gibt, kein inneres Feuer. Wenn Ich eine Herde führe, spreche Ich die Krankheiten an. Ich heile die Wunden. Bevorzugung und Politik ist verboten, sie existieren nicht in Meiner Kirche. Ein Pfarrer nach Meinem eigenen Herzen wird in seiner Aufgabe niemals dem Druck der Herde nachgeben. Niemals.”
“Er wird weglaufen und sie verlassen, bevor er sich ihren Ratschlägen beugt, wenn diese sich Mir entgegen stellen.”
“Hirten, wem hört ihr zu, wenn ihr Anbetungsleiter, Lehrer und Fürbitter auswählt? Wen befähigt, zu wachsen, um Mir zu dienen? Wo sind die Dienste, die die Probleme in den Ehen ansprechen, die Probleme der Teenager und der Älteren? Sorgt ihr für alle Schafe oder nur für das Eine mit dem dicksten Schafspelz? Beobachtet ihr, wovon sie essen oder werden sie von attraktiven aber giftigen Pflanzen vergiftet? Korrigiert und ermahnt ihr unmoralisches Benehmen oder geht ihr den Konflikten aus dem Weg?”
“Wie ihr seht, die Schafe sehen alles. Sie wissen, wo sie an euch vorbeihuschen können… eure Schalter, eure Umgehungen, eure Favoriten – sie lesen euch wie ein Buch. Viele haben aus Meinen Kirchen soziale Clubs gemacht, wo die Elite aus der Welt die Führer in der Kirche sind, weil Jeder ihre weltlichen Erfolge respektiert. Diese mögen alles sein, aber sie sind bestimmt nicht wie Ich. Dies bedeutet, dass sie schimmliges Heu verfüttern – aber nicht frisches, lebendiges und grünes Gras. Jeder bekennt sich zu Mir, aber tief im Innern sind sie leer und müde. Sie sehen äusserlich gesund aus, aber ihre inneren Organe verfaulen. Müssen sie auf das Urteil warten, um heraus zu finden, dass sie innerlich tot sind? Wisst ihr nicht, dass es dann zu spät ist?”
“Eure Aufgabe ist es, die Herde gesund zu erhalten. Wenn Eines verseucht ist, muss es isoliert und behandelt werden und sich nicht unter die Gesunden mischen, damit nicht die ganze Herde krank wird. Also z.B., wenn einer eurer Diakone Ehebruch begeht mit der Frau eines anderen Diakonen, dann wollt Ihr dies eigentlich nicht ansprechen, aber es verschwindet nicht – vielmehr breitet sich die Plage auf die anderen Schafe aus. Sie wissen, dass ihr auf die andere Seite blickt und ihr Gewissen ist so betäubt, da ihr es nicht angesprochen habt, was Ich gewollt hätte, dass es angesprochen wird und jetzt sind die Dinge so weit fortgeschritten und aus dem Gleichgewicht, dass sie den Wölfen verwundbar überlassen sind. Der Pfarrer schläft tief und fest oder ist beschäftigt mit dem Neubau und die Wölfe gehen direkt vor seiner Nase an die Arbeit.”
(Clare) Als Randbemerkung, Familie, Ich habe wirklich Probleme mit dieser Botschaft. Ich mag es nicht wirklich, solche Botschaften wie diese zu übermitteln, also prüfe ich es doppelt, um sicher zu sein, dass es wirklich Jesus ist und Er sagt nur, “Schreib einfach weiter.” Jetzt, nach dem vierten Mal, um sicher zu sein, dass Er es ist, fliessen Tränen über Seine heiligen Wangen.
“Schreib einfach weiter Clare, schreib einfach weiter.”
“Seht, ihr habt die Weltlichen gewählt, euch zu führen. Sie werden zwangsläufig Jeden direkt in die Welt hinausführen. Ihr habt den Beliebtheits-Wettkampf gewonnen, aber ihr habt die Seelen verloren. Ihr habt euer grosses Heiligtum, aber ihr habt auch die Verabredungen in den Toiletten. Klingt das absurd für euch? Nehmt euch Zeit, nehmt eure Augen weg von den neuen Möbeln für das Heiligtum und überprüft Einige eurer Leute, um zu sehen, wo sie sind und was sie tun. Wie viele Male haben ihre Ehefrauen angerufen, um heraus zu finden, wo sie sind? Geht herum, tut etwas Aussergewöhnliches in eurem Terminplan und findet heraus, was vor sich geht.”
“Ich sage euch, Meine Kirchen sind zu Sozialen Clubs geworden. Diejenigen, die sich nach Mir sehnen und gesalbt sind, um Menschenherzen von der Welt weg und in Mich hinein zu führen, werden übersehen, weil ihr finanzielles Profil nicht dementsprechend ist. Das ist es, warum sie gewählt haben, lieber mit Mir Zeit zu verbringen als an der Wallstreet und mit entscheidenden Deals. Ich habe Einige gerufen, die finanziell oder sogar ausbildungstechnisch unqualifiziert sind, weil sie Meine Salbung haben und in Meinen Augen qualifiziert sind zu führen. Sie werden die Komfortzone herausfordern und erfolgreich sein. Sie mögen Anpassungen und Training nötig haben, aber ihre Herzen sind richtig vor Mir und sie sind fügsam.”
“Aber solange die Weltlichen das Sagen haben in den geistigen Ämtern, werden sie weltliche Resultate erzielen und was ein wirklich dynamischer Leib für Mich hätte sein können, ist zu einem Ort geworden, wo man sich integriert und gut aussieht, während man im privaten Leben weiterhin sündigt.”
“Wenn Ich euch Seelen sende, die offensichtliche Gaben haben, fördert ihr sie? Oder drängt ihr sie zurück an einen sichern Ort, wo sie Andere im Dienst nicht gefährden können? Nehmt ihr euch Zeit, mit ihnen zu arbeiten? Oder überlässt ihr sie sich selbst und ermutigt sie, einen Wirkungsbereich ausserhalb der Kirche zu finden? Wenn ein Anbetungsleiter, der ein offensichtliches Problem mit Eifersucht und Revierverteidigung hat, zu euch kommt und ein Anderes mit Talent herabstuft… weist ihr sie zurecht oder stellt ihr sie zufrieden?”
“Fördert ihr sich abzeichnende prophetische Gaben und gebt ihr ihnen die Chance und Position, in welche Ich sie gerufen habe? Oder entmutigt ihr sie und bringt Ausreden vor, warum sie keinen Dienst ausführen können in der Kirche. Ich könnte unendlich weiterfahren, um euch aufzuzeigen, warum eure Kirche tot ist. Mich interessiert nicht, wie talentiert oder beliebt der Anbetungsleiter ist – wenn sein Herz nicht richtig ist mit MIR, wird die Musik die Menschen nicht in MEINE Gegenwart führen – Nehmt zur Kenntnis… Ich sagte mit Mir und nicht mit der kontrollierenden Gruppe oder mit den Verwandten. Es wird Unterhaltung sein, aber nicht Anbetung. Und ihr fragt Mich, warum die Menschen eure Kirche verlassen?”
“Ich sage euch dies jetzt, bevor es zu spät ist. Ihr müsst Mir folgen, wenn ihr eine gesunde Kirche wollt. Ihr müsst predigen, wie Ich euch führe. Ihr müsst in Geist und in Wahrheit anbeten, nicht in Unterhaltung. Da gibt es sehr wenig Zeit, um euer Haus in Ordnung zu bringen. Seid ihr willig, alles zu verlieren, um Mich zu gewinnen? Seid ihr willig, das sechsstellige Einkommen zu verlieren und am Rande der Armut zu leben, um Meine Schafe auf die grünen Weiden zu führen? Wirklich, wählt heute, wem ihr dienen werdet, wenn der Tag kommt, wenn das Holz, das Heu und die Stoppeln verschlungen werden von dem Feuer und Jene, die ihren eigenen Motiven gedient haben, werden nackt vor Mir stehen, genauso wie all die Seelen, die sie verloren haben.”
“Wirklich, Ich rufe euch, den Apfelkarren über den Haufen zu werfen. Lasst sie Alle zu Boden fallen und prüft Jeden vorsichtig, bevor ihr ihn wieder hineinlegt. Entfernt die verfaulten Äpfel, Jene, die laufend ihr Revier verteidigen, manipulieren und nach mehr Einfluss streben und Andere an ihrer Seite versammeln, um ihre Macht spüren zu lassen und Spaltungen zu verursachen. Ihr wisst, wer sie sind; es sind Jene, die euch zusammenzucken lassen, wenn das Telefon klingelt. Es sind Jene mit ihren eigenen Absichten und wenn ihr euch nicht fügt, kostet es euren Kopf.”
“Hört auf mit den Vertuschungen, zieht den toten und leblosen Programmen, die sich nur darum drehen, von den Menschen gesehen zu werden, die aber keine Substanz oder Heiligkeit vor Mir beinhalten, den Stöpsel. Kümmert euch um die Schwachen, die Leidenden und um Jene, die beiseite geschoben werden, weil ihre Salbung eine Gefahr darstellt. Darf Ich euch etwas sagen? Wenn ihr einen Führer habt, der sich laufend bedroht fühlt von der Salbung der Anderen, werdet ihr einen Geist der Eifersucht durch die ganze Gemeinde senden. Es wird sich wie eine Plage ausbreiten und es wird das neu geweckte Leben auslöschen, welches Ich über Andere ausgiesse. Der eigentliche Ursprung des Lebens und die Salbung wird in jedem einzelnen Dienst ausgelöscht werden. Es ist eine Plage, wenn ihr euch dem einmal beugt, überkommt es die ganze Kirche. Menschen, die so unsicher sind, sollten nicht in einer Führungsposition sein. Ein richtiger Führer fördert und sorgt sich um Stellvertreter. Sein Herz bemüht sich um die Ausbildung und Befähigung von Anderen und nicht im Blockieren und sie in eine dunkle Ecke schieben.”
“Hättet ihr die Führer mit dem richtigen Herzen gewählt, hättet ihr nicht dieses Durcheinander. Lasst die Äpfel fallen, wohin sie fallen werden. Hebt die Gesunden auf und lasst die Verfaulten für sich selbst sorgen. Ich möchte einen Hirten nach Meinem eigenen Herzen und nicht nach dem Herzen eines Anderen.”
“Ich komme bald. Da ist sehr wenig Zeit übrig. Bringt Ordnung in euer Haus und Ich werde Segen über Segen über Segen auf euch häufen, weil ihr ein Hirte nach Meinem eigenen Herzen geworden seid.”

Und die dritte Botschaft ist diese gewesen:
Kosmisches Leben
Jesus Christus offenbart durch Gottfried Mayerhofer
Lebensgeheimnisse Kapitel 23 vom 14. Juli 1876
So spricht der Herr:
1. Schon manches habe Ich euch gesagt in Bezug auf Leben, habe es euch in verschiedenen Phasen gezeigt, wie es sich äussert und was es eigentlich ist, und doch bleibt stets noch etwas darüber zu sagen übrig, wie dieses Leben als scheinbare Ausströmung einer geistigen Potenz eigentlich nichts anderes ist, als die Willenskraft aus Mir, die sich in Millionen verschiedener Äusserungen kundgibt!
2. Um euch nun auch in dieses geistige Leben einzuführen und euch noch deutlicher den Unterschied zwischen Geist und Materie zu zeigen, so soll dieses Wort unter dem Titel “kosmisches Leben” euch das geistige Leben im allgemeinen und ferner auch im einzelnen näher erklären, wie es immer dasselbe Prinzip, dasselbe Motiv ist, welches vom kleinsten Ätheratom angefangen bis zum höchsten Engelsgeist nur Mein göttliches Wesen ist, welches auf verschiedenen Stufen und in verschiedenen Formen sich äussernd, nach Entwicklung und Vervollkommnung ringend, den geistigen Fortschritt erweckt, ihn bedingt und als Leben in allem sichtbar auftritt.
3. Wenn Ich sage “kosmisches Leben”, so nehme Ich den Begriff so, wie dieses aus der altgriechischen Sprache hergeleitete Wort es bezeichnet und ein “allgemeines das ganze Universum umfassendes Leben” besagen will.
4. Denn alles, was existiert, muss einen Grund-Gedanken gehabt haben, warum es erschaffen wurde, zu was es bestimmt war, und zu was es endlich auch führen soll!
5. Gemäss euren wissenschaftlichen Forschungen und deren regelmässigen Untersuchungen bestreben sich auch eure Gelehrten, alles auf den letzten Grund zurückzuführen, auf die letzten und einfachsten Grundkräfte, welche alles bewegen und zu Ende führen. Und so will auch Ich euch eben diesen letzten Motor (Antrieb) aufdecken, welcher der Grund oder die Basis alles Wesenden ist und alles zur weiteren Entwickelung nach und nach vorbereitet.
6. Wenn ihr das ganze Universum mit geistigem Auge betrachtet, mit der Kraft des Gedankens das Gebiet des unendlichen Ätherraumes durchfliegt, so werdet ihr darin nichts anderes entdecken können als “Äther-Atome” oder allerfeinste Bestandteile von materiellen Stoffen, aber eure Werkzeuge wie Mikroskope, Elektrometer usw. würden nie imstande sein, diese eurem fleischlichen Auge bemerkbar zu machen.
7. Diese feinsten Ätherteilchen haben alle in ihrem Zentrum einen Ableger geistigen Inhaltes von Mir, von Meinem Wesen, welcher ihnen dadurch die ewige Fortdauer und den immerwährenden Trieb nach Entwicklung, Erhaltung und Fortschritt einprägt. Ein geistiger Partikel (Teilchen) Meines Ich ist in jedem Atom, so wie, um es euch deutlicher zu machen, etwas in eurem Organismus innerlich und äusserlich bis in die letzten und feinsten Ausläufer eures Nervensystems als Gefühl in der Haut besteht, welches als seelisches Prinzip keinen anderen Zweck hat, als den Körper zu bilden, ihn zu erhalten, und ihn zu vergeistigen.
8. So wie nun eure Seele im Bereich eures Körpers allwissend ist, eben wegen des feinen Nervenfluidums, welches euren Körper durchströmt und selbst noch als Dunsthülle (Atmosphäre, Aussenlebensäther) von aussen euch umgibt, so ist auch in jedem Ätheratom etwas von Mir, und dadurch, wie Ich es in einem andern Wort anführte, gibt es keinen Punkt in dem sicht- und unsichtbaren Reich Meiner geistigen und weltlichen Schöpfung, wo Ich nicht stets gegenwärtig wäre, alles sehe und fühle, was sich ereignet.
9. Auf dieses gründet sich eben die sogenannte Allwissenheit und Allgegenwart, wie ihr sie ebenfalls in eurem Körper habt, nur mit dem Unterschied, dass das geistige Leben in euch, die Seele und der Geist das Physische und Psychische aufbauen, wo bei Mir das erstere hinwegfällt, da Ich keine Materie, sondern nur Geistiges sehe, auch da wo ihr Elementarstoffe zu entdecken glaubt.
10. Nun, um wieder zu den Äther-Atomen zurückzukehren, so muss Ich euch vorerst erklären, wie dieses Atom beschaffen ist, was es für eine Mission hat, und welches sein Zweck ist, warum es existiert! Nun höret also:
11. Ein Äther-Atom ist, wenngleich nach euren Begriffen ein unkörperliches, oder mit gelehrtem Ausdrucke bezeichnet, ein imponderables Ding; aber doch ein für sich Abgeschlossenes, Begrenztes, da es sonst ohne Grenzen sich wieder in etwas anderes auflösen müsste.
12. Ein solches Atom hat also trotz seiner Kleinheit doch Dimensionen der Breite, der Tiefe und Länge, wie jeder Körper.
13. In diesem Atom ist ein Funke von Mir eingeschlossen; denn Ich habe es erschaffen, es muss also etwas von Mir und ebendeswegen nur Meine Eigenschaften besitzen.
14. Es ist in ihm der Trieb des Weiterbildens, und da ein jedes Atom in quantitativer und in qualitativer Beziehung von anderen Atomen verschieden sein muss, um alle Elementarstoffe darzustellen, welche zur Erschaffung des Universums nötig sind, so entwickelte sich zwischen den Atomen mittels ihrer sie umgebenden Dunsthüllen die Assimilation und die Assoziation; wo sodann (wie bei vielen Insekten die Fühlhörner) (nach Abschrift Joh. Busch korrig.) die respektiven (jeweiligen) Dunsthüllen das Homogene (Gleichartige) anziehen und das Heterogene (Fremdartige) abstossen.
15. Auf diese Art bildeten sich aus Atomen Moleküle, aus diesen Zellen und Kristalle; es entwickelte sich Wärme, Licht und Leben und beschleunigte die Bildung grösserer Körper.
16. Nach Bildung der Weltkörper begann sodann das organische Leben, aus diesem das Geistige und aus dem Geistigen das Streben, dem Göttlichen ähnlich zu werden, wodurch endlich der in die kleinsten Atome gelegte Gottesfunke stufenweise dahin wieder zurückkehren muss, von wo er ausgegangen ist.
17. Dass natürlich da, wo Ich lebende Wesen erschaffen will, Ich ihnen vorerst einen Wohnort und einen Trieb geben musste, der sie fähig machte, als einzelne Wesen inmitten der ganzen Unendlichkeit ihren geistigen vorgezeichneten Lebensweg zu gehen, das versteht sich von selbst.
18. Da Ich aber neben der Eigenschaft als Schöpfer, wie ihr es aus vielen Meiner Worte wisst, auch nur die Liebe in Person bin, und Liebe nur darin besteht, andere glücklich zu machen und im Glücke anderer, in ihrer Seligkeit seine eigene wiederzufinden, so musste Ich als Gott der Liebe euch Wohnorte der Seligkeit erschaffen, musste die Wesen selbst als Ebenbilder Meines Ich mit Formen ausstatten, die die Liebe als Göttliches in denselben ausdrücken sollten. Und so entstanden aus den kleinen Ätherteilchen die Welten, und nach ihrer materiellen Ausbildung erst die lebenden Wesen, die alle gewisse Eigenschaften Meines Ich repräsentierten (darstellten), wo dann, wie zum Beispiel bei euch auf Erden, der Mensch als der Schlussstein der materiellen Schöpfung in seiner Mission als Erdenmensch die nächste geistige Stufe als künftiger Bewohner eines Geisterreiches anbahnen muss, da kein Sprung, sondern nur ein sanfter Übergang von einer Stufe zur andern, der allmähliche Fortschritt in Meinem Reiche bedungen ist!
19. So formten und bildeten sich auch die Welten aus dem ungeheuren Vorrate im Ätherraum, und ebendeswegen das Herumkreisen derselben, welches durch die Reibung, mit welcher sie sich fortbewegen, Wärme und Licht entwickelt, die feinsten Atome aus ihrer Ruhe aufjagt und sie zur Amalgamierung (innigen Verbindung) zwingt, wo sie in ihren grossen Zeitumläufen durch Regionen geführt werden, wo das Verbrauchte stets wieder Neues findet, und zwar meistens dasjenige, was in früheren Stellungen nicht vorhanden war.
20. Das Umkreisen einer Welt um die andere, das sich Umherschwingen um ihre eigene Achse hat keinen andern Zweck, als durch diese beiden Bewegungen Leben zu wecken und Leben zu verbreiten!
21. Sehet, überall regt sich dieser Trieb, nichts in Ruhe zu lassen; denn alles, was eine Schwere besitzt, sucht einen Ruhepunkt und würde auch dort verbleiben, wenn nicht entweder im Innern der Zersetzungsdrang oder die Einflüsse der Aussenwelt stets an seinem Bestande rütteln würden.
22. Bewegung ist Leben, und dieses Bewegen, sei es das grosse kreisförmige der Welt, sei es das vibrierende des Lichtes und der Wärme, alle müssen dazu beitragen, den Gegenstand oder das Wesen aus seiner Lethargie herauszureissen, es zur weiteren Entwicklung, zur Neugestaltung zu zwingen, da nichts Geschaffenes bleibend ist, sondern stets sich verändernd fortschreiten muss.
23. So bildeten sich die Millionen und Millionen von Sonnen und Welten im grossen und weiten Ätherraum, so bilden sich noch jetzt die Kometen als erste Anfänge ganzer Weltensysteme, umkreisen in langen elliptischen Bahnen ihren grossen Zentralkörper, aus welchem sie hervorgegangen sind. Und so hat das scheinbar materielle Reich den Keim des Weiterbildens in sich, bis auch die Welten, sie mögen so gross sein als möglich, ihren Zyklus vollführt, alles in ihnen vergeistigt, verfeinert haben und andere Verbindungen eingehen, um dann als höherstehende Weltkörper ganz natürlich auch für höhere geistige Wesen Wohnorte zu bilden.
24. Wie die Materie von Stufe zu Stufe das in ihr wohnende Leben ausbildet, bis auch sie vom groben Sichtbaren zum feineren Ätherischen übergehen kann, ebenso bilden sich die Wesen aller Art, welche sich gradatim (stufenweise) vervollkommnen müssen, weil die Wohnorte für sie mit ihrem geistigen Zustande korrespondieren sollen.
25. Wie Ich einst sagte: “In Meines Vaters Hause sind viele Wohnungen”, so wiederhole Ich es jetzt: “Ja, sehr viele Wohnungen oder geistige Aufenthalte gibt es, wo die analogen (gleichartigen) geistigen Wesen jene Seligkeiten geniessen werden, die ihrer eigenen Geistes-Konstitution angemessen sind, und die da so beschaffen und so eingerichtet sind, dass sie neben dem stetigen Genusse auch das Vorgefühl von grösseren Seligkeiten und reineren geistigen Wohnorten haben können, da bei Mir kein Stillstand möglich, sondern eine stets grössere Annäherung zu Mir das Gesichtsfeld immer weiter eröffnet, weil Ich unendlich (bin) und Meine Welt denselben Charakter tragen muss.”
26. So sehet ihr das kosmische Leben, angefangen im kleinsten Ätheratom, sich hinaufringend vom unbewussten Materiellen zum geistig sich selbst bewussten Engelsgeist, der mit einem Blick die materielle Welt überschauend, Meine Ideen fassen kann und auch die Macht besitzt, dieselben auszuführen.
27. So bestehen diese Welten-Inseln als “Hülsengloben” (Galaxien), deren es unzählige gibt, die alle immer wieder als ein abgeschlossenes Ganzes im grossen Ganzen ihren Entwicklungsprozess machen müssen.
28. So bestehen diese grossen Welten mit ihren analogen Geschöpfen, wo eure Phantasie nicht hinreicht, weder ihre Entfernung noch ihre Grösse zu ermessen, welche alle, obwohl durch grosse Entfernung voneinander getrennt, im grossen Äther-Raum eine Selbstbewegung haben, um die auf ihnen lebenden Wesen und Bewohner zu ferneren Zwecken auszubilden und zu vervollkommnen, damit, wenn das materielle Reich einst seinem Ende entgegengeht, nur grossartigeres Geistiges aus dem Vorhandenen hervorgehen kann.
29. Daher sagt die Schrift: “Bei Mir sind tausend Jahre gleich einem Tage!” Ich aber sage euch: “Bei Mir sind Millionen Jahre nur ein Augenblick!”, denn unzählige materielle Welten kreisen in der grossen Schöpfung umher, wo Millionen von Jahren nicht zu zählen sind, welche vergingen, bis sie sich zu Welten gestalteten, bis sie ihre Planeten und Kometen bildeten, und bis sie sich soweit vervollkommneten, um Wohnorte für fühlende Wesen zu werden.
30. Eure Lebensjahre, der Umlauf eurer Erde um die Sonne, die ganze Umlaufszeit eures Sonnensystems um seinen Zentralpunkt, alles dieses ist weniger noch als eine Sekunde auf der grossen Zeitenuhr, wo Meine kosmische Schöpfung ihre Dauer oder ihre Existenz aufgezeichnet findet.
31. Daher euer Erstaunen und eure Bewunderung beim Betrachten Meiner Schöpfung, weil ihr einen zu kleinen Massstab anlegt, um die Schöpfung eines Gottes, eines unendlichen Wesens zu beurteilen oder zu bemessen.
32. Es gibt Sonnensysteme und ganze Hülsengloben, von wo der Lichtstrahl Millionen Jahre braucht, um zu euch zu gelangen. Was wisset ihr von diesen Welten, wie gross müssen sie sein, dass sie nur als kleinste Sterne für euch sichtbar werden! Wo ist eure Rechenkunst, die diese Entfernung in Zahlen begreift oder aussprechen kann, wo eure Phantasie, welche die Grösse solcher Welten zu denken und auszumalen wagt!
33. Und doch, Meine Kinder, auch diese Welten sind noch nicht die letzten Marksteine Meiner Schöpfung. Weit hinter diesen entfernten Welten stehen noch Weltensysteme, deren Strahl noch lange nicht bis zu euch gedrungen ist, und es werden vielleicht eure Erde und Sonne nicht mehr bestehen, ehe ein Lichtstrahl von dort den Platz durchfliegt, wo einst euer Sonnensystem kreiste.
34. Erhebet euch, und fasset diese Grösse, wenn auch nur der materiellen Welt, vertiefet euch in den Begriff der Allmacht, die dieses schuf, und zwar mit wenig Mitteln, mit Attraktion (Anziehung) und Repulsion (Abstossung), mit Licht und Wärme; begreifet diesen Herrn und Schöpfer, in dessen Auge eure Sonne mit all ihren Planeten und Kometen nur als ein Punkt erscheint. Der, wäre Er nicht, was Er wirklich ist, ein Vater Seinen Kindern, schon längst ein Geschlecht wie das eurige hätte in Verfall kommen lassen müssen, welches nach alle dem, was Er schon für dieses getan, so widerspenstig und abtrünnig sich gegen Ihn benimmt; begreifet diese Liebe, welche, wie er einst sagte, “die Sonne über Gute und Böse alle Tage aufgehen lässt”, und welche die Menschen trotz aller Verirrungen und Verleugnungen des Göttlichen doch in jeder Sekunde mit Millionen von Gnaden überhäuft!
35. Begreifet diesen Gott, Der zu euch schwachen Geschöpfen einst in Menschengestalt vom Himmel herabgestiegen ist, Der euch Lehren der Liebe, der Duldsamkeit, der Verzeihung hinterliess; vertiefet euch in den Gedanken Seiner Grösse, Seiner Macht, Seiner unendlichen Schöpfung, und bemesset aber dabei auch, was es heissen will, dass Er, dieser unendliche Schöpfer und Herr, euch nichts von diesen euch erdrückenden Attributen (Eigenschaften) fühlen lassen, sondern dass Er nur euer Vater, euer liebender Führer sein will, und Der jetzt sogar schon längere Zeit mit euch direkt verkehrt, euch zu Sich zu ziehen versucht, euch alle Geheimnisse Seines Ich, Seiner Schöpfung erklärt und aufdeckt, und nur deswegen, damit ihr Ihn lieben lernen, damit ihr euren geistigen Weg leichter finden sollt, welcher allen vorgezeichnet ist, die von Ihm und durch Ihn geschaffen wurden!
36. Dieses alles bedenket, und wenn ihr in ruhigen Stunden euer Herz zu Ihm erheben wollt, so trachtet, solches Seiner und euer würdig zu tun; denn nur so könnt ihr Erhörung eurer Wünsche von Ihm erwarten; denn “Er ist ein Geist, und wer Ihn anbeten will, der muss Ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten!”
37. Vor mehr als tausend Jahren sprach Ich dieses aus, und noch begreifet ihr es nicht, verliert euch in weltliche Sorgen, bittet Mich um nichtssagende Dinge, und vergesst dabei ganz, dass ihr Abkömmlinge von Mir, einst Teilnehmer geistiger Seligkeiten, andere, höhere Missionen und Endzwecke habt, als gerade in diesem irdischen Leben an flüchtigen Dingen zu hängen und darin euer ganzes Heil zu suchen!
38. Daher die Enttäuschungen, daher die nichterfüllten Hoffnungen; denn ihr habt nie Mich, noch Meine Welt verstanden, habt nie begriffen, dass Ich andere Absichten mit euch habe, welche oft euren Wünschen zuwiderlaufen müssen, weil ihr oft Nebensachen als Hauptsachen nehmt!
39. Ihr kennet, trotz aller Worte, die Ich euch bis jetzt zuteilwerden liess, noch nicht, was es heisst: “geistig leben”, was es ist: “kosmisches Leben!”
40. Dieses allgemeine Leben, welches das Grundgesetz der ganzen Schöpfung ist, worin ein jedes Warum seine Enträtselung findet, ihr kennet es nicht!
41. Würdet ihr diese grossen Gesetze ganz durchschauen können, ihr würdet bei weitem leichter begreifen, dass kein Wesen sich diesen Gesetzen entziehen kann, und dass jeder Übergehung (Übertretung) derselben die Strafe auf dem Fusse folgen muss.
42. Solange ihr nicht fähig seid, euch mit grossen, tiefen Ideen zu befassen, bleibt ihr an der Scholle dieser kleinen Erde hängen, habt nur einen kleinen Gesichtskreis zu überschauen, der nicht über euer häusliches Leben hinausreicht.
43. Deswegen Meine Worte, Meine Mahnungen, Meine Erklärungen; deswegen Meine vielfachen Aufdeckungen, wie durch das Kleine nur das Grosse erreicht werden kann, damit ihr Mir folgen sollet, damit ihr auch in eurem irdischen Leben klein werdet, um sodann geistig gross zu wachsen und euch zu erheben und euch hinaufzuschwingen auf jene Höhe des menschlichen Begriffes, wo ihr klar und ruhig den Bildungsverlauf der materiellen Welt in den kosmischen Gesetzen, aber auch deutlich erkennen lernet, wie selbst diese Gesetze geistig und unendlich für den materiellen Anfang, erst in der geistigen Vollendung ihren Kulminationspunkt (Höhepunkt) finden, wo von Stufe zu Stufe vorwärts schreitend, stets euch Mir nähernd, ihr erst erkennen werdet, was Ich als Schöpfer bin!
44. So bedingt sich die Liebe dann von selbst, wenn sie auf Achtung gegründet, nur die natürliche Folge der letzteren ist, da, wenn man den Meister aus Seinen Werken erkennen gelernt, es erst recht begriffen werden kann, welche Eigenschaften Ihn zieren müssen, und warum bei solcher Macht noch so viel Güte und Liebe vorwaltend ist!
45. So nehmet dieses Wort wieder aus Meiner Hand, es ist die Vaterhand, welche euch zu Mir hinaufziehen möchte, verschmähet sie nicht, denn sonst wird der Schaden nur auf eurer Seite sein! Amen!

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