BWL - Band II - Unterweisung 31


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters - 
Band II  - Unterweisungen 29 - 55
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Unterweisung 31
 1 Schließt eure materiellen Augen bei dieser Kundgebung und erhebt euren Geist zu eurem Schöpfer, denn euer Geist ist es, mit dem Ich sprechen will.
2 Ich versprach euch, zu euch zurückzukehren, und konnte nicht versäumen, zu dieser Verabredung mit eurem Geiste zu kommen.
3 Habt Frieden, hört Mir aufmerksam zu und erlaubt, dass der Meißel Meines Wortes euren Geist allmählich formt.
4 Ihr seid viel gewandert auf der Suche nach einem Ort, der euch Frieden schenken würde, und habt ihn nicht gefunden. — Als ihr zum ersten Mal zu diesen bescheidenen Stätten gekommen seid, Mein Wort zu hören, habt ihr euch nicht vorgestellt, dass ihr in ihnen — so ärmlich und unscheinbar, wie sie sind — den Frieden finden würdet, den ihr so sehr ersehntet.
5 Ich werde euch durch die Liebe für Mich gewinnen. Darum gebe Ich euch Meine Unterweisung, welche Quelle unerschöpflicher Segnungen ist. Ich werde euch diesen Quell hinterlassen, damit ihr in ihm eure Brüder, die "Reisenden", die "Wanderer", mit der gleichen Sorgsamkeit und Nächstenliebe empfangt, mit der Ich euch empfangen habe.
6 Nicht nur vom Brote lebt der Mensch, sondern auch von Meinem Wort. Es ist ein Hunger und Durst in euch, der nicht körperlich ist, und um neue Kraft zu gewinnen, sucht ihr das Wasser und das Brot des Geistes. Es war nötig, dass euch der Schmerz heimsuchte, damit ihr die Lehren begreifen konntet, die Ich euch in der Zweiten Zeit gab.
7 Einige fragen Mich betroffen: "Herr, ist die menschliche Liebe etwa unerlaubt und abscheulich vor Dir, und billigst Du nur die geistige Liebe?" Doch Ich antworte euch: Seid nicht bestürzt. Wohl kommt dem Geiste das Höchste und Reinste der Liebe zu.
Aber auch in die Körpermaterie habe Ich ein Herz gelegt, damit es auf Erden liebe, und Ich gab dem Menschen Sinne, damit er durch sie sich an allem erfreue, was ihn umgibt.
8 Ich vertraute den Geistern das menschliche Leben an, damit sie die Erde bewohnen würden, und um dann auf ihr ihre Liebe zu Gott auf die Probe zu stellen. Hierfür teilte Ich die menschliche Natur in zwei Teile und gab den einen den stärkeren und den andern den schwächeren Teil: jene Teile waren der Mann und die Frau. Nur vereint können sie stark und glücklich sein; dafür setzte Ich die Ehe ein. Die menschliche Liebe ist von Mir gesegnet, wenn sie durch die Liebe des Geistes erhöht ist.
9 Die nur durch den Körper empfundene Liebe ist den vernunftlosen Wesen eigen, weil sie keinen Geist besitzen, welcher das Leben der vernunftbegabten Wesen erleuchtet. Aus den Vereinigungen voll geistigen Verstehens müssen gute Früchte hervorgehen und Geister des Lichts in ihnen inkarnieren.
10 Es ist an der Zeit, euren Samen zu reinigen, damit ihr eine Familie bildet, die geistig und körperlich stark ist.
11 Versteht Mich, Meine Kinder, legt Meinen Willen richtig aus, schon nähert sich das Jahr 1950. Erinnert euch, dass es dasjenige ist, das Ich als das Ende dieser Kundgabe angezeigt habe. Ich will euch zu jenem Zeitpunkt zugerüstet finden; denn nur die, die das erreicht haben, werden auf der geistigen Reifestufe, die sie erreicht haben, standhaft bleiben. Diese werden es sein, die ein wahrhaftiges Zeugnis von Mir ablegen.
12 Nur die, die sich vergeistigt haben, werden Mein Werk in seiner neuen Form der Kundgabe zu offenbaren vermögen. Doch wie werden sie es anstellen, um die notwendige Inspiration zu erhalten, um Meine Gedanken zu empfangen und Meine geistigen Botschaften zu übermitteln? — Indem sie wachen und beten.
13 Ich will, dass alle diesen Fortschritt erreichen, dass nicht nur einige wenige soweit kommen, damit euer Zeugnis zum Wohle der Menschheit ist. Bedenkt: Wenn einige von euch auf die eine Weise und andere in anderer Form denken, werdet ihr euren Brüdern nur ein Durcheinander bringen.
14 Der Wesenskern dieses Wortes hat sich seit dem Beginn seiner Kundgebung durch Damiana Oviedo niemals verändert. Doch wo ist das Resultat jener Worte? Was geschah mit ihnen? — Verborgen sind die Niederschriften jener göttlichen Lehrworte, welche die ersten dieser Zeit waren, in denen sich Mein Wort so reichlich unter euch ergossen hat.
Diese Unterweisungen müssen ans Licht kommen, damit ihr morgen Zeugnis davon ablegt, wie der Beginn dieser Kundgebung war. So werdet ihr das vollständige Buch Meines Wortes in dieser Dritten Zeit besitzen, so werdet ihr das Datum Meiner ersten Unterweisung, ihren Inhalt, und den der letzten kennenlernen, die Ich euch im Jahre 1950 geben werde, wenn dieser Zeitabschnitt zu Ende ist.
15 Heute ahnt ihr noch nicht das Chaos, das in der Menschheit herrschen wird, nachdem Mein Wort aufgehört hat. Könnt ihr euch den Wirbel vorstellen, den ein solcher Zustand unter den Nationen entfesseln wird? — Es wird Zügellosigkeit in den Geistern geben, und ihr müsst vorbereitet sein, um dem entgegenzuwirken. Bedenkt, dass mit jedem Zeitalter eure Verantwortung größer wird, denn mit jedem neuen Zeitabschnitt, o Volk, hast du immer größere Kenntnis Meines Gesetzes.
Euer Erbe ist sehr groß, und es ist unerlässlich, dass ihr es euren Brüdern, die seiner bedürfen, hinterlasst, bevor ihr von dieser Erde scheidet.
16 Macht euer Herz empfindsam, damit ihr Mein Wort begreift, denn noch habt ihr es nicht verstanden. Wenn ihr euch nicht zurüstet, — wie wollt ihr da Meine Unterweisung empfangen und verstehen, wenn Ich sie euch morgen durch Inspiration anvertraue?
17 Vereinigt euch in der Wahrheit und im Geiste, dann werdet ihr euch nicht mehr entzweien, nicht einmal in den größten Prüfungen. Nur ein Gott, nur ein Wille, und nur ein Wort sind bei euch gewesen. Daher wird in der Zukunft kein andersartiges Gesetz aufkommen können als das, das Ich euch jetzt gegeben habe.
18 Werde nicht schwach, Volk! Denke jeden Augenblick daran, dass Ich dich stark genannt habe. Wenn Ich euren Glauben nicht enttäuscht und euch bewiesen habe, dass der geistige Gehalt Meines Wortes nicht veränderlich ist — warum solltet dann ihr eure Brüder enttäuschen, indem ihr ihnen ein schlechtes Beispiel gebt? Es ist Zeit, dass ihr allmählich das vorbereitet, was ihr den kommenden Generationen als Erbe hinterlassen werdet.
19 Viele sagen Mir im Innern ihres Herzens: "Meister, siehst Du etwa, dass wir im Begriff sind, untreu zu werden? Ist dies möglich?" — Doch Ich antworte das gleiche, was Ich Meinen Aposteln in der Zweiten Zeit sagte: "Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallet." Denn wenn ihr auch heute nur "Kindlein" seid, die danach trachten, sich in Meine Jünger zu verwandeln, so wird eure Beharrlichkeit euch eine edle Sühne erreichen lassen. Ich werde Mich nicht entfernen, bis Ich euch Ende 1950 Meine letzte Unterweisung gegeben habe.
20 Fühlt Meine Liebe nahe bei euch, vertraut Mir eure Sorgen an, besprecht euch mit Mir in Frieden, und wahrlich, Ich sage euch, danach werdet ihr euch gestärkt fühlen. Warum kommt ihr furchtsam zu Mir? Glaubt ihr etwa, dass Ich euch bei euren Brüdern verrate?
21 Ich höre, dass ihr Mir im Innersten eures Herzens sagt: "Meister, wie sollten wir von Dir empfangen werden, da wir durch unsere Sünden so befleckt sind, und Du die Vollkommenheit selbst bist?"
22 Ich antworte euch, Menschenkinder: Glaubt ihr, dass Ich nicht wusste, dass ihr befleckt seid, als Ich kam, um euch aufzusuchen? — Alles wusste Ich, nichts ist Mir unbekannt. Daher habe Ich Mich euch genähert, um euch Meine Lehre der Liebe zu übergeben, die euch aus jedem Fallstrick errettet und euch hilft, euch von jeder Sünde zu reinigen.
23 Warum fühlen sich die Armen, die Parias der Welt, als die Meiner Liebe Unwürdigsten? Etwa, weil sie gehört haben, dass Ich ein König bin? — Wie langsam seid ihr im Begreifen der göttlichen Lehren! Habt ihr nicht begriffen, dass Ich in der Zweiten Zeit Mensch wurde, um euch die größte Demutslehre zu geben? Erinnert euch, dass Ich in Jesus unter den Armen geboren wurde und unter ihnen lebte, dass Ich mit ihnen auf den Wegen wanderte, dass Ich ihre Wohnungen aufsuchte und Mich an ihren Tisch setzte, dass ich ihre kranken Körper heilte, ihre Kinder liebkoste, mit allen litt und weinte.
24 Seht, hier ist der gleiche Herr, aber heute kommt er im Geiste. Dieser König hat nicht Krone, Purpurmantel noch Zepter. Einfach lebe Ich in der Vollkommenheit und regiere mit der Liebe.
25 Wozu sollte Ich Mich in prächtigen Palästen, unter Pomp und Zeremonien kundgeben, wenn dies nichts für Mich ist? Wahrlich, Ich sage euch, die, welche Mich unter Luxus und äußerlichem Glanze wähnen, haben eine irrige Auffassung von dem, was Meine Göttlichkeit ist.
26 Es wird manchen geben, der sich darüber wundert, dass Ich als Christus Mir nun Göttlichkeit zuerkannt habe, und er mag sagen: "Wie kommt es, dass Du, der einst sagte, dass Er nur gekommen sei,
den Willen Seines Vaters zu erfüllen, jetzt zu uns sprichst, als ob du der Vater Selbst wärest?" — Doch Ich antworte euch: Begreift, dass Christus als Gottheit sprach, da er "Das Wort" Gottes ist, und dass heute von neuem Das Wort im Geiste zu euch spricht. Darum sage Ich euch, dass der Vater, Das Wort und der Heilige Geist ein einziger Gott ist.
27 Ihr seid aus Materie gemacht, in die Ich eine Seele gelegt habe, und diese habe Ich mit einem Geist ausgestattet. Sagt ihr etwa deshalb, dass drei Personen in jedem Menschen wohnen?
28 Diese drei Kräfte bilden ein einziges Wesen, auch wenn jedes seiner Teile sich auf verschiedene Weise äußert.
29 Wenn im Menschenwesen vollkommene Harmonie unter den drei Naturen besteht, aus denen es gebildet ist, hat es Ähnlichkeit mit der Harmonie, die in Gott besteht, denn es gibt in ihm dann nur einen Willen, nämlich den, den Gipfel seiner geistigen Vollendung zu erreichen.
30 Volk, schon seit langem lehre Ich dich für deinen Kampf. Doch nur jene bleiben bei Mir, die sich von ehrgeizigen, materiellen Zielen freigemacht haben und ihren Lebenssinn allein im Kennenlernen geistiger Lehren gesehen haben. Auch unter denen, die schon ins Jenseits abgeschieden sind, gibt es viele, die Mir von ihrer Entwicklungsstufe aus zuhören.
Wie viele der "Ersten" waren nicht fähig, auszuharren und Mir treu zu sein! Sie wollten nicht auf das Fruchttragen der ersten Samen warten. Sie wurden schwankend in ihrem Glauben, zweifelten, ahnten nicht das Große, das sich noch auf die "Letzten" ergießen sollte. Doch wenn sie zurückkehren, von dem Jauchzen und Jubeln dieses Volkes angezogen, werden sie den letzten Platz einnehmen müssen.
31 Dies soll jenen zur Lehre dienen, die heute, obwohl sie die Vervielfältigung des Saatkorns sehen, noch immer am Gedeihen dieser Lehre zweifeln.
32 Entmaterialisiert euch, bringt von heute an eure Verehrung Gottes in äußerst schlichte Formen, wodurch ihr euch für die Verbindung von Geist zu Geist, die ihr mit eurem Herrn haben werdet, vorbereitet und tauglich macht. Heute muss Ich zu euch noch durch Vermittlung dieser Körper sprechen, damit ihr in eurem Glauben bestärkt werdet und fühlt, dass Ich euch im Innersten eures Herzens nahe bin.
33 Erfülle (deine Aufgabe), Volk, dann werde Ich euch (Meine Verheißungen) erfüllen. Legt Zeugnis von Mir ab, dann werde Ich es von euch tun. Macht euch frei von jeder Selbstsucht, wenn ihr in Wahrheit zu Meinen Arbeitern gehören wollt, die Mein Wort unter den Menschen bekanntmachen sollen. Hört auf, euch nur um euch zu sorgen, und beginnt, euch um eure Mitmenschen zu kümmern. Ich will, dass ihr die höchste Wonne entdeckt, die man erreicht, wenn man fremden Schmerz lindert.
34 Bringt euren Brüdern in Meinem Worte des Trostes, des Lichtes und der Liebe den Balsam, den Ich euch anvertraut habe.
35 Eines Tages werdet ihr begreifen lernen, dass die Weisheit des Geistes der Wissenschaft des Verstandes überlegen ist; denn die Intelligenz des Menschen entdeckt nur das, was sein Geist ihm offenbart. Ich gebe euch diesen Hinweis, weil viele von euch sagen werden: "Wie soll ich die Kranken heilen, wenn Ich die Heilwissenschaft nicht kenne?"
36 Erbarmt euch eurer Brüder, habt Glauben, versteht zu beten und macht euch mit diesen Verdiensten Meiner Gnade würdig. Wahrlich, Ich sage euch, dann werdet ihr erleben, wie es möglich ist, Wunder zu tun.
37 Wenn es trotz Meiner Unterweisung jemanden gibt, der zweifelt, dass dies Wort vom Vater ausgeht, der soll Meine Arbeiter, dies Volk, das Mir nachfolgt, fragen, und er wird Tausende von Zeugnissen bekommen, die ihm von wirklichen Wundern berichten, welche die Wissenschaftler, die sie erführen, in Erstaunen setzen würden.
38 Hört gut zu: Wenn Ich aufgehört habe, euch Mein Wort zu geben, soll dies Volk Sämann Meines geistigen Saatkorns sein. Doch Ich frage euch: Was wird euer Entschluss hinsichtlich der Anweisungen sein, die ihr von Mir erhalten habt? Werdet ihr bereit sein, Meine Inspirationen getreulich weiterzugeben? — Versprecht Mir nichts von dem, was ihr in jenen Tagen tun wollt, hört lieber weiterhin dieser Lehre zu und vertieft euch in sie. Heute seid ihr um den Meister vereint, vom "Morgen" wisst ihr nicht, wie viele von euch Mir den Rücken kehren werden, indem sie Meinen Geboten nicht gehorchen.
39 Lasst die Jahre nicht ungenutzt an euch vorübergehen, sorgt an jedem Tag dafür, auf dem geistigen Wege einen weiteren Schritt nach vorn zu tun. Wandert mit festem Schritt, niemand gehe mit Eile, nur um sich den andern voraus zu fühlen, denn sein Straucheln wäre sehr schmerzhaft.
40 Ich will, dass ihr stark werdet durch euer Denken, durch die Intuition, durch die Vergeistigung eurer Werke, damit ihr in eurem Leben nicht den geringsten Schmerz verursacht und euch bereitmacht, alle Leiden, die sich auf eurem Wege zeigen, zu lindern.
41 Ich habe dir viele Unterweisungen gegeben, o Volk, einige davon sind tiefschürfender als andere. Ich spreche zu allen Meinen Kindern, zu denen, die vorangehen, und zu den "Letzten". Dies ist nötig, weil immer neue "Kindlein" im Verlangen nach diesem Worte eintreffen, und wie Ich bei euch tat, werde Ich damit beginnen, ihnen die einfachsten Unterweisungen zu geben.
42 Ich frage die "Letzten": Meint ihr, dass ihr keinen geistigen Auftrag habt? Fühlt ihr euch nicht verantwortlich für die Menschheit? Wenn ihr so denkt, befindet ihr euch in einem Irrtum, denn eure Gaben und eure Aufträge sind ebenso groß wie die, die ihr jene innehaben seht, derer Ich Mich bediene, um euch Meine Unterweisung zu geben. Sie dachten dasselbe wie ihr, als sie Mich zum ersten Male hörten, und schaut sie jetzt an: Wie hatten sie sich geirrt!
43 Bleibt auf diesem Wege, denn bald werdet ihr alles verstehen, was ihr besitzt, und was für eine Mission es ist, die ihr auf Erden erfüllen sollt.
44 Begreift, dass Ich, euer Gott, keinen Anfang gehabt habe noch ein Ende haben werde. Ich bin ewig und offenbare euch in dieser Zeit viele der Geheimnisse des geistigen Lebens. Diese Kenntnis wird euch dazu bringen, das Gesetz in Liebe und Treue gegenüber eurer Bestimmung zu erfüllen.
45 Die Zeit ist gekommen, in der Ich euch neue Lehren offenbare, und dies erscheint euch so, als ob der Vater nach einer langen Abwesenheit zu Seinen Kindern zurückkehrte.
46 Ich gab euch die Gabe des freien Willens, denn eure Seele wurde an den Anfang eines langen Weges gestellt, an dessen Ende sich das Ziel ihrer Läuterung und Vollendung befindet. Um dies Glück zu erreichen, müsst ihr durch die Verdienste der Liebe, des Glaubens und der Standhaftigkeit hingelangen.
47 Wie schön ist die Gabe des freien Willens, und wie schlecht hat der Mensch sie angewendet. Doch nach dieser langen Erfahrung wird der Geist sich erheben, sich gegenüber den Leidenschaften der Welt durchsetzen und jene gesegnete Freiheit nur gebrauchen, um seinen Vater zu verherrlichen.
48 Die Blüten entsprießen den Pflanzen und bieten Mir ihren Duft. Dies ist ihre Bestimmung, der sie sich nicht entziehen könnten, weil ihnen der Geist fehlt und somit die Gabe der Freiheit. Die Vögel bieten Mir ihren Gesang dar, doch könnten sie nichts anderes tun, denn dafür wurden sie geschaffen, und sie besitzen keinen freien Willen.
49 Wie groß wird euer Verdienst sein an dem Tage, an dem auch ihr wie die Blumen oder wie die Vögel seid, obwohl das Herz aufgrund des freien Willens euch mit seinen Leidenschaften vom Wege der Erfüllung eurer Aufgaben abbringen möchte. Dies wird die Zeit des Geistes sein, denn er wird den Platz einnehmen, der ihm zukommt, und es wird auch die Zeit der Materie sein, wenn sie ihre untergeordnete Stellung eingesteht und beide sich durch das Gewissen führen lassen. Die Harmonie, die dann im Menschen besteht, wird die gleiche sein, die in allem Geschaffenen vorhanden ist. Meine Gegenwart wird nicht nur erkannt, sondern sogar gefühlt werden von den Menschen.
50 Die Zeit naht, in der die Menschen Mir den wahren Tribut darbringen, in der sie aufhören, den Weihrauch zu verbrennen, den sie Mir seit den ersten Tagen dargebracht haben — ein Weihrauch, der nicht immer von reinen Werken zu Mir spricht, sondern oft von menschlicher Bosheit durchdrungen war. Der Tribut, der den Weihrauch ersetzen wird, wird eure Liebe sein, die zu Mir gelangen wird.
51 Ihr wisst, dass ihr "Mir zum Bilde und Gleichnis" geschaffen wurdet; doch wenn ihr es sagt, denkt ihr an eure menschliche Gestalt. Ich sage euch, nicht dort ist Mein Ebenbild, sondern in eurem Geiste, welcher — um Mir ähnlich zu werden — sich vervollkommnen muss, indem er die Tugenden ausübt.
52 Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, bin die Gerechtigkeit und das Gute, und dies alles entstammt der Göttlichen Liebe. Versteht ihr nun, wie ihr sein müsstet, damit ihr "Mir zum Bilde und Gleichnis" wäret?
53 Der Grund für eure Erschaffung war die Liebe, die Göttliche Sehnsucht, Meine Macht mit jemandem zu teilen; und der Grund dafür, dass ich euch mit Willensfreiheit ausgestattet habe, war gleichfalls die Liebe. Ich wollte Mich von Meinen Kindern geliebt fühlen — nicht durch Gesetz bedingt, sondern durch ein spontanes Gefühl, das frei aus ihrem Geiste hervorbrechen würde.
54 Die Menschen, fortgerissen von der Gewalt ihrer Leidenschaften, sind so sehr in ihren Sünden gesunken, dass sie jede Hoffnung auf Erlösung aufgegeben haben. Doch es gibt niemanden, der nicht heil werden kann. Denn die Seele — wenn sie sich überzeugt hat, dass die menschlichen Stürme nicht aufhören werden, solange sie nicht auf die Stimme des Gewissens hört — wird sich erheben und Mein Gesetz erfüllen, bis sie zum Ziele ihrer Bestimmung gelangt, das nicht auf der Erde ist, sondern in der Ewigkeit.
55 Jene, die glauben, dass das Dasein sinnlos ist, und die dabei an die Nutzlosigkeit des Kampfes und des Schmerzes denken, wissen nicht, dass das Leben der Meister ist, der formt, und der Schmerz der Meißel, der vervollkommnet. Denkt nicht, dass Ich den Schmerz schuf, um ihn euch in einem Kelche zu reichen, denkt nicht, dass Ich euch zum Fallen veranlasst habe. Der Mensch wurde von sich aus ungehorsam, und darum muss er sich auch durch seine eigene Anstrengung wiederaufrichten. Auch sollt ihr nicht meinen, dass nur der Schmerz euch vervollkommnet; nein, auch durch Liebestätigkeit werdet ihr zu Mir gelangen, denn Ich bin Liebe.
56 So Ich euch auf einen langen und schwierigen Weg stellte — bedenkt, dass Ich euch auf ihm begleite, euch weiterhin lehre und euch helfe bei eurem Kreuz. Und um euch Beweise zu geben, dass Ich euch beistehe, bin Ich soweit gegangen, Mensch zu werden, um sichtbar und berührbar zu sein. Aber ihr seid töricht in euren Urteilen, ihr zweifelt, wenn ihr Mich vermenschlicht seht, und sagt, dass es nicht möglich ist, dass eure Augen Gott sehen können. Doch wenn Ich euch sage, dass Ich Geist bin, dann sagt ihr: "Wie ist es möglich, das zu erkennen, was man nicht sieht, und daran zu glauben?"
57 Ihr habt einen Grad der Entwicklung erreicht, auf dem ihr Mich in Meinem Göttlichen Wesen verstehen und als Geist empfinden könnt. Die Entwicklung und Reinkarnation des Geistes haben euch allmählich darauf vorbereitet, Meine neuen Unterweisungen zu empfangen.
58 Wenn das Dunkel, das die Menschheit eingehüllt hat, sich zerstreut, und es in den Geistern licht wird, werden sie die Gegenwart eines neuen Zeitalters fühlen, weil Elias zu den Menschen zurückgekommen ist. Doch da diese ihn nicht zu sehen vermochten, war es notwendig, dass sich sein Geist durch den menschlichen Verstand kundgab und er sich vor den Sehern in jenem Sinnbild des Propheten Elias zeigte: Über den Wolken in seinem feurigen Wagen.
59 Elias ist in dieser Zeit als Vorläufer gekommen, um Mein Kommen vorzubereiten. Er ist als Prophet gekommen, um euch das neue Zeitalter mit seinen Kämpfen und seinen Prüfungen, aber auch mit der Weisheit seiner Offenbarungen anzukündigen. Er kommt mit seinem Lichtgefährt, um euch einzuladen, es zu besteigen, um euch über die Wolken emporzutragen und euch zur geistigen Heimat zu bringen, wo der Friede regiert. Vertraut ihm als dem Guten Hirten, folgt ihm geistig, wie das Volk in der Ersten Zeit Mose nachfolgte. Betet, damit er euch bei der Erfüllung eures Auftrags hilft, und wenn ihr ihm nacheifern wollt, so tut es.
60 Bevor Elias durch den feurigen Wagen hinweggenommen und zu den Himmelshöhen getragen wurde, bat Elisa ihn, seine Prophetengabe und seinen Geist auf ihn zu übertragen, damit er so sei, wie Elias auf Erden gewesen war; und Elias ließ ihm zum Beweise dafür, dass er seinem Jünger dessen Wünsche erfüllte, seinen Mantel zurück. Doch der Geist Elias' und seine Prophetengabe waren in Elisa als ein offensichtliches Zeichen für die geistige Verbindung mit den Menschen und für die Reinkarnation des Geistes.
61 In jedem Zeitalter und bei jeder göttlichen Offenbarung erscheint Elias bei den Menschen.
62 Noch war der Messias nicht zur Erde gekommen, nicht mehr lange, so würde er als Mensch geboren werden, und schon war der Geist des Propheten in Johannes inkarniert, welcher später der Täufer genannt wurde, um die Nähe des Himmelreiches anzukündigen, welches die Gegenwart Des Wortes unter den Menschen sein würde.
63 Als Ich Mich später auf dem Berge Tabor verklärte, um Mich vor einigen Meiner Jünger im Geiste zu zeigen, kam Elias mit Mose, um seinen Platz neben seinem Herrn einzunehmen. Auf diese Weise gab er zu verstehen, dass ihm in der Zukunft eine Zeit anvertraut sei, in der er der Menschheit seine Gegenwart fühlbar machen müsste, um den schlafenden Geist der Menschen zum leuchtenden und vollkommenen Leben zu erwecken.
64 Dies ist die Elias anvertraute Zeit, damit er die Menschheit erwecke. Er ist der Vorläufer, der von Volk zu Volk, von Nation zu Nation, von Mensch zu Mensch gehen wird, um zu ihnen zu sprechen, wie es seinerzeit Johannes an den Ufern des Jordans tat, als er zu den Menschenmengen sprach und ihnen sagte, dass sie sich zurüsten sollen, weil das Reich Gottes schon nahe sei. Jetzt wird er ihnen mit seiner geistige Stimme sagen, dass sie sich innerlich sammeln sollen, weil die Gegenwart des Herrn als Heiliger Geist bei den Menschen ist.
65 Wenn Elias die Menschheit vorbereitet und die Wege des Herrn geebnet hat, wird er zum Vater zurückkehren.
66 Wenn dies geschieht, so bittet ihn nicht darum, dass er euch seinen Mantel zurücklässt, wie er ihn Elisa zurückließ; denn er hat sich geistig kundgetan, die Zeiten haben sich geändert, und ihr sollt die Sinnbilder vergessen. Doch wird er euch als ein Geschenk der Liebe und als ein Zeugnis dafür, dass er unter euch war, die Prophetengabe hinterlassen.
67 Rüstet euch zu, Jünger, lernt von Mir, damit Ich euch unter die Menschen sende, um Meine Kundgebung als Heiliger Geist bekannt zu machen und ihnen wie Johannes zu sagen: "Tut Buße, denn das Himmelreich ist den Menschen nahe gekommen."
Mein Friede sei mit euch!

Lügen, Lügen, Lügen


Worte von Jesus an Byron Searle
Jeremia 27:14-15
14 Darum gehorcht nicht den Worten der Propheten, die euch sagen: "Ihr werdet nicht dienen müssen dem König zu Babel!" Denn sie weissagen euch falsch,
15 und ich habe sie nicht gesandt, spricht der HERR; sondern sie weissagen falsch in meinem Namen, auf daß ich euch ausstoße und ihr umkommt samt den Propheten, die euch weissagen.

Transkript
Mein Sohn, Meine Kinder haben überhaupt keine Einsicht. Sie folgen jedem Wind der Prophezeiung und Lehre. Sie beten nicht für etwas, was sie lesen oder sehen, sondern akzeptieren es einfach. Ich habe dir in den letzten Tagen gesagt, dass es viele falsche Propheten und viele falsche Christen geben würde. Meine Kinder, Sie wurden getäuscht und belogen und richten sich jetzt gegen meine wahren Propheten und Wächter, ausschließlich auf Lügen basierend. Hast du Mich gesucht und nach der Person gefragt, die verleumdet wurde ???
Viele falsche Propheten streben nach Gewinn. Sie haben große Meetings, verkaufen viel und leben als Prominente. Meine wahren Propheten und Wächter nehmen kein Geld, leben im Dunkeln und bleiben stundenlang auf der Suche nach mir. Hören sie alle richtig? Nein, nicht immer, denn ich trainiere sie für etwas Besonderes, und sie MÜSSEN meine Stimme kennen!
Meine Leute behandeln meine wahren Propheten und Wächter wie eine Krankheit und wollen nur, dass sie den Mund halten und gehen! So spricht der Herr: SIE WERDEN IHN NICHT SCHLIESSEN, NOCH WERDEN SIE AUFGEBEN, denn ich habe in jedem von mir ERWÄHLTE ein Inneres Brennen entfacht! SIE WERDEN LAUTER UND MEIN GEIST WIRD AUF ihnen sein !!!
Mein Sohn, die falschen Propheten sind diejenigen, die richten und gegen meine wahren Propheten und Wächter antreten. Ihr Stolz und ihre Arroganz machen es ihnen schwer, den Strahl in ihrem eigenen Auge zu sehen! Sie sagen: "Ich habe Jahre unter meinem Gürtel geweissagt - Sie hast es nicht!" Aber ich sage, ich werde durch einen Esel sprechen, bevor ich durch euch spreche! ICH BIN GOTT - NICHT Ihr !!!
Gib mir deinen stolzen, hochmütigen Geist, und ich werde dir vergeben und dich gebrauchen. Aber ich kann kein Schiff benutzen, das stolz ist! Demütige dich selbst, vergib denen, denen du in Meinem Namen entgegengetreten bist! Suche die Vergebung derer, die du verleumdet und zerstreut hast!

Die Worte, die ich meinen Auserwählten gebe, werden nicht von stolzen und störrischen Kindern gestoppt werden !! Diejenigen, die die Worte gehört hätten, die du beendet hast, als sie starben, werden Blut auf deinen Händen sein, wenn du vor mir stehst!
Mein Sohn, ich weiß, das ist nicht das, was du heute Abend hören wolltest, aber es muss gesagt werden! Ich liebe alle meine Kinder, aber alle meine Kinder lieben mich nicht!
Ich komme bald - BLICK DICH UM !!!
Amen.
Messias Jesus


BWL - Band II - Unterweisung 30


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters - 
Band II  - Unterweisungen 29 - 55
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Unterweisung 30:
 1 In den Unterweisungen, die Ich euch gebe, habe Ich euch "Volk Israel" oder "Same Jakobs" genannt, und in dem Maße, in dem ihr Meine Lehren allmählich versteht, seid ihr euch bewusst geworden, dass ihr geistig zum Geschlechte jenes alten Volkes gehört, auserwählt unter den Nationen der Erde, um den Auftrag zu erfüllen, der Menschheit Meine Offenbarungen zu übermitteln.
2 Der Same, den Ich Jakob anvertraute, betrifft den Geist und nicht den Körper, wie die Menschen fälschlicherweise angenommen haben. Denn Ich sage euch: Wenn das Erbe, das die ersten Patriarchen Israel vermachten, körperlich gewesen wäre, würde es noch immer Propheten, Sendboten und Erleuchtete hervorbringen. Stattdessen — seht, wie jenes Volk Ketten geistigen und materiellen Elends an sich trägt, wobei es weiß, dass es das Kommen eines Messias nicht mehr erhoffen kann, weil es begriffen hat, dass Jener, welcher ihm verheißen war, im Schoße ihres Volkes gelebt hat und nicht erkannt wurde.
3 Der Geist Israels als Rasse ist eingeschlafen, in einen Traum versunken, der schon Jahrhunderte währt, und es kann die Wahrheit nicht schauen, weil es nur für die Freuden der Welt gelebt hat, in der Erwartung, hier sein Gelobtes Land, sein Gericht und seine Herrlichkeit zu erlangen. Doch denkt nicht, dass sein Schlaf ewig sein wird. Nein, jetzt, da das Elend, der Schmerz und die Erniedrigung als ein neuer Leidenskelch von jenem Volke getrunken worden ist, beginnt sein Geist zu erwachen und sich durch Nachdenken zurechtzufinden und dabei entdeckt er allmählich, dass alle Prophetien und Zeichen, die ihm das Kommen des Messias angekündigt haben, sich treulich in Christus erfüllten.
4 Nicht ferne ist sein Erwachen in der umfassendsten Weise; schon naht sein geistiger Tagesanbruch. Aber zuvor wird er erleben, wie sich der Materialismus der Menschheit aufgrund seiner ehrgeizigen Bestrebungen, seiner Selbstsucht und seiner niederen Leidenschaften zerstört.
5 Wenn sich jenes Volk davon überzeugt, dass das Reich des wahren Friedens und der Gnade nicht auf der Erde ist, dann wird es Christus suchen, den Verstoßenen, den Verkannten, und Ihm sagen: "Meister, Du hattest recht, die Freiheit ist nur in denen, die die Vergeistigung lieben. Denn wir, die wir die materiellen Güter erstrebt haben, haben damit nur erreicht, Sklaven zu werden."
6 Wenn aus jenen Herzen dies Bekenntnis zu Mir aufsteigt, werde Ich unter ihnen Meine neuen Propheten erscheinen lassen, die ihnen helfen werden, sich auf dem Wege der Vergeistigung zuzurüsten, welcher der ihrer Befreiung sein wird. Wundert euch nicht, dass es jenen, die in ihrer Entwicklung durch Jahrhunderte stehengeblieben sind, in kurzer Zeit gelingt, den Weg zurückzulegen, für den andere, die ihnen vorangegangen sind, so lange Zeit brauchten, und dass sie dieselben sogar überholen.
Vergesst nicht, dass viele von ihnen einen Geist besitzen, der von den ersten Zeiten an zur Erde gesandt wurde, und dass, wenn einmal ihre Sühne zum Abschluss gebracht ist, sie wieder ihren Platz unter den vom Herrn Auserwählten einnehmen werden, um ihren Brüdern aus allen Nationen das Licht zu bringen.
7 Wenn die, welche den Namen "Israel" aufgrund ihrer Rasse tragen, mit denen, die es durch den Geist sind, auf dem gleichen Wege zusammentreffen, werden sich beide vereinen, da sie erkennen, dass sie beide zu jenem gesegneten Samen gehören, der durch die Propheten, durch die Patriarchen der Ersten Zeit emporspross, und der mit dem Blute des Erlösers begossen wurde, um in dieser Zeit des Lichtes, in der ihr Mir zuhört, zu erblühen. Jetzt habt ihr Mich im Geiste bei euch, auch wenn ihr manchmal daran zweifelt und sagt: "Wie kann ich glauben, dass der Meister mit uns in Verbindung steht und hierfür einen so unvollkommenen und armseligen Mittler verwendet?" — Doch es ist nicht das erste Mal, dass ihr an Meiner Gegenwart unter euch zweifelt; auch in der Zweiten Zeit sagten die Menschen: "Wie kann der Sohn des Zimmermanns der erwartete Messias sein?"
8 Meine Kinder, in Meine hohen Ratschlüsse könnt ihr nicht eindringen. Doch jetzt, da Ich euch die Geheimnisse aufkläre, die ihr nicht begriffen habt — öffnet eure Sinne und eure Herzen, damit ihr den tieferen Sinn vieler göttlicher Kundgebungen erfahrt, soweit euer Herr es euch zu offenbaren für gut hält.
9 Als in der Zweiten Zeit unter Meinen Jüngern oder unter den Scharen, die Mir folgten, jemand fragte, ob Ich vielleicht zu euch zurückkehren würde, hatte Ich keinen Grund, es ihnen zu verheimlichen, und Ich erklärte ihnen, dass Meine Rückkehr in einer Zeit großer Prüfungen für die Menschheit sein würde, welcher große Ereignisse und Umwälzungen auf den verschiedenen Gebieten eures Lebens vorausgehen würden.
10 Jenes Versprechen, das Ich euch gab, habe Ich erfüllt, denn keines der vorausgehenden Zeichen hat gefehlt, ebenso auch keines der angekündigten Ereignisse. Trotzdem hat die Menschheit, in geistige Lethargie versunken, die Zeichen Meiner Gegenwart unter den Menschen unbeachtet vorübergehen lassen.
11 Niemand erwartete Mich, Ich fand eure Herzen kalt, erloschen die Lampe der Liebe. Ihr schlieft einen mehrere Jahrhunderte währenden Schlaf. Nur einige wenige erwachten beim Rufe des Boten des Herrn, der sich euch nahte, um euch zu verkünden, dass Ich an eure Herzenstüren pochte.
12 Meine erste Kundgabe fand eines Nachts statt, während die Menschen schliefen, gleich wie in jener Nacht, in der Ich Mensch wurde, um unter euch zu leben. Wenn es wenige waren, die Mich bei jener Gelegenheit empfingen, so waren es noch weniger, die bei Meinem neuen Erscheinen zugegen waren. Doch fasst Meine Worte nicht als einen Vorwurf auf, denn es ist keiner: Ich bin die vollkommene Liebe, die euch immerdar belebt.
13 Ich bin gekommen, euch den Weg vorzuzeichnen, der euch inmitten dieses weiten Meeres von Schlechtigkeit zu eurer Erlösung führen soll. Doch Monate und sogar Jahre sind seit dem Augenblick Meiner ersten Kundgabe vergangen, und seit damals sind die "Wanderer" — einer nach dem andern — auf der Suche nach der Gegenwart des Meisters herbeigekommen, und heute sind es nicht einige wenige, die bei Meinen Kundgebungen anwesend sind, jetzt bilden sie große Menschenmengen.
14 Glaubt nicht, dass alle, die Mir zuhören, von dieser Wahrheit überzeugt sind. — Nein. — Während für einige dies Werk das Größte ist, was ihr Herz beseelt, ist es für andere etwas, das sie nicht begreifen können, und dann richten sie, analysieren und forschen sie, und wenn sie die Wahrheit nicht in der Form finden, in der sie diese wünschen, verlangen sie von Mir Beweise, um zu glauben, ebenso wie Thomas tat. Darauf habe Ich ihnen gesagt: Stellt Mich nicht auf die Probe, Ich gebe euch genug Beweise von Meiner Gegenwart, von Meiner Wahrheit und Meiner Liebe. — Doch sie bestehen auf ihrer Forderung und sagen: "Wenn der Meister in der Zweiten Zeit, als Er bereits im Geiste war, sich vor Thomas materialisierte*, um seinem Unglauben einen Beweis zu geben, — warum tut Er jetzt nicht uns, den Ungläubigen, den Gefallen, sich vor uns zu materialisieren, und sei es auch nur für einen Augenblick?"
* sichtbare Gestalt annehmen
15 Ja, Meine Kinder, ihr hättet Recht, Mich um Beweise zu bitten, wenn eure Unmündigkeit der Wirklichkeit entspräche und eure Unwissenheit wahr wäre. Aber ihr tragt einen entwickelten Geist in euch, der keine materiellen Beweise braucht, um zu glauben. Was ihr tun müsst, ist, euch zu entmaterialisieren*, dann werdet ihr euch bewusst werden, dass ihr fähig seid, Meine neuen Unterweisungen zu verstehen, und dass es nicht nötig ist, dass Ich Meine Gegenwart materialisiere.
* sich vergeistigen
16 Glaubt an Mich aufgrund des geistigen Sinnes Meines Wortes, er ist klar und wird euch nicht in Verwirrung bringen. Erinnert euch, dass Ich euch schon seinerzeit sagte: "Der Baum wird an seiner Frucht erkannt." Jetzt sage Ich euch: Mein Wort wird an seinem geistigen Sinn erkannt werden.
17 Oftmals haben sich die Menschen gefragt, warum Jesus, selbst nachdem er gekreuzigt worden war, sich von der Sünderin Magdalena sehen ließ und hernach Seine Jünger aufsuchte, man hingegen nichts davon weiß, dass Er Seine Mutter besucht hätte. Darauf sage Ich euch, dass es nicht notwendig war, Mich bei Maria in der gleichen Weise kundzutun, wie Ich es bei jenen tat. Denn die Verbindung zwischen Christus und Maria bestand schon immer, schon ehe die Welt war.
18 Durch Jesus offenbarte Ich Mich der Menschheit, um Sünder zu retten, und Ich ließ Mich nach der Kreuzigung von ihnen betrachten, um den Glauben derer zu beleben, die Mich benötigten. Doch wahrlich, Ich sage euch, Maria — als Mensch Meine liebevolle Mutter — brauchte sich von keiner Befleckung reinzuwaschen, und sie konnte auch gar keinen Mangel an Glauben haben, weil sie wusste, wer Christus war, noch bevor sie Ihm ihren mütterlichen Schoß darbot.
19 Es war nicht nötig, Meinen Geist zu vermenschlichen, um jene zu besuchen, welche mit der gleichen Reinheit und Sanftmut, mit der sie Mich in ihrem Schoße empfing, Mich dem Reiche zurückgab, von dem Ich gekommen war. Doch wer konnte die Form kennen, in der Ich in ihrer Einsamkeit zu ihr sprach, und die göttliche Liebkosung, mit der sie Mein Geist umgab?
20 So antworte Ich denen, die Mir diese Frage gestellt haben, weil sie häufig dachten, dass der erste Besuch Jesu Seiner Mutter hätte gelten sollen.
21 Wie verschieden musste die Form, in der Ich Mich Maria kundtat, von derjenigen sein, die Ich verwandte, um Mich Magdalena und Meinen Jüngern fühlbar zu machen.
22 Maria fühlte Mich in ihrem Geiste. Maria trauerte nicht um Mich, noch beweinte sie den Tod Jesu. Ihr Schmerz galt der ganzen Menschheit, welche sie zu Füßen des Kreuzes ihres Sohnes als ein göttliches Geschenk des Ewigen empfing, und für die sie die Reinheit ihres Körpers und ihres Blutes dargeboten hatte, damit Das Wort Mensch würde.
23 Als Ich jedoch auf dem Wege nach Emmaus einige Meiner Jünger einholte, erkannten sie, obwohl sie Mich sahen, in jenem Wanderer ihren Meister nicht, bis Ich sie Mein göttliches Wort hören ließ. Und als Thomas Mich sah, ließ er sich die Wunde an Meiner Seite zeigen, um sich zu überzeugen, dass Jener, den er für tot hielt, in Wirklichkeit lebte. Denn dazu bin Ich gekommen: zu bewirken, dass die einen zum Glauben geboren werden und die andern wieder zu ihm auferstehen.
24 Heute wollte Ich euch nicht nur Meine Botschaft offenbaren, sondern euch auch die beste Form lehren, sie bekannt zu machen.
25 Während der Zeit Meines Predigens habe Ich eurer Seele in ihrer Entwicklung beigestanden, indem Ich Härten beseitigte, Charaktere milderte, die Jünger erweckte, damit sie ihr Herz der Nächstenliebe, der Erfüllung Meines Gebotes widmen sollten, das Ich euch so oft wiederholt habe, wenn Ich euch sagte: "Liebet einander." Doch obwohl die Zeit, in der ihr darangeht, Mein Wort zu verbreiten, noch nicht gekommen ist, weil ihr nicht die nötige Zurüstung erlangt habt, habe Ich all jenen, die aus dieser Quelle der Gesundheit, der Moral und des Lebens trinken, zugebilligt, dass sie Meine göttlichen Lehren auszuüben beginnen, damit sie sich schulen und für den kommenden Kampf stählen, um mit ihren guten Werken neue Herzen zu überzeugen, die später auch Arbeiter und neue Sämänner auf den Feldern des Herrn sein werden.
26 Heute sehe Ich, dass — während einige allzu furchtsam und verschwiegen sind — andere sich stattdessen prahlerisch aufführen. Doch Ich will nicht, dass ihr in eines dieser Extreme fallt. Ich will nicht, dass die Furcht vor den Urteilen eurer Nächsten bewirkt, dass ihr euch versteckt, denn damit würdet ihr beweisen, dass euch das Vertrauen in Meine Unterweisung fehlt, und wenn ihr keinen Glauben an die Macht habt, die der Same enthält, den ihr weiterreichen wollt — wie wird da die Ernte eurer Saat sein?
27 Fürchtet jedoch, dass euer schlechtes Benehmen euch bei euren Brüdern schadet. Aber solange ihr Reinheit in eurem Leben habt, sollt ihr würdig auftreten, Mein Wort predigen und eure Mitmenschen mit Meiner Unterweisung bekanntmachen.
28 Prahlt nicht mit euren Gaben und euren Erkenntnissen der Wahrheit, die ihr habt. Ich sage euch, wenn ihr dies tun würdet, würdet ihr euch der Gefahr aussetzen, durch eure Brüder großen Prüfungen unterworfen zu werden.
29 Ich habe euch Mein Wort nicht gegeben, damit ihr es auf Straßen und Plätzen verkündet. Jesus tat dies zwar; aber Er wusste auf jegliche Frage zu antworten und diejenigen einer Prüfung zu unterziehen, die Ihn zu prüfen versuchten.
30 Ihr seid klein und schwach, deshalb dürft ihr nicht den Zorn eurer Brüder herausfordern. Versucht nicht, die Aufmerksamkeit auf euch zu lenken, denkt, dass ihr nichts Besonderes habt. Strebt auch nicht danach, den Menschen zu beweisen, dass sich alle im Irrtum befinden und dass nur ihr die Wahrheit kennt; denn auf diese Weise werdet ihr nichts Gutes mit eurer Saat erreichen.
31 Wenn ihr euch geistig und sittlich entwickeln wollt, so richtet nicht die Fehler eurer Brüder, um nicht in den gleichen Irrtum zu fallen. Verbessert eure Unvollkommenheiten, betet demütig zu eurem Meister, damit ihr euch von Seiner Sanftmut inspirieren lasst, und erinnert euch an Seinen Rat, niemals eure guten Werke bekannt zu machen, so dass eure linke Hand nie erfährt, was die rechte getan hat.
32 Auch sage Ich euch, dass es nicht nötig ist, die Menschen aufzusuchen, um zu ihnen über Meine Lehre zu sprechen; denn Meine Barmherzigkeit wird euch die eurer Hilfe Bedürftigen zuführen. Doch falls es Augenblicke gibt, in denen ihr in Erfüllung Meines Gesetzes das Bedürfnis fühlen solltet, ein Werk der Nächstenliebe zu tun, und ihr in eurer Nähe keinen Bedürftigen habt, so werdet deshalb nicht bekümmert und zweifelt nicht an Meinem Worte. Dies wird gerade die Stunde sein, in der ihr für eure abwesenden Brüder beten sollt, welche Meine Barmherzigkeit empfangen werden, wenn ihr wahrhaft Glauben habt.
33 Strebt nicht danach, mehr als eure Brüder zu wissen. Verstehet, dass ihr alle die eurer Entwicklung gemäße Erkenntnis erlangt. Wenn Ich euch Mein Licht gewähren würde, ohne dass ihr Verdienste hättet, würdet ihr euch groß dünken und in eurer Eitelkeit verderben, und eure Weisheit wäre falsch.
34 Ich will euch demütig sehen. Doch um es vor Mir zu sein, müsst ihr es auch gegenüber euren Nächsten bekunden.
35 Jünger, die Liebe und die Weisheit sind niemals getrennt, das eine ist Teil des andern. Wie kommt es, dass manche bestrebt sind, diese beiden Tugenden zu trennen? Beide sind der Schlüssel, der die Pforten des Heiligtums öffnet, das euch ermöglichen wird, zur vollen Erkenntnis Meiner Lehre zu gelangen.
36 Ich habe euch gesagt: Wollt ihr viele Freunde haben? — Dann macht Gebrauch von der Güte, der Zärtlichkeit, der Duldsamkeit und der Barmherzigkeit. Denn nur mit Hilfe dieser Tugenden wird euer Geist auf dem Pfade seiner Nächsten erstrahlen können, da sie alle unmittelbarer Ausdruck der Liebe sind. Denn der Geist birgt in seinem innersten Wesen die Liebe, da er göttlicher Funke ist, und Gott Liebe ist.
37 Mit Meiner Unterweisung forme Ich euch geistig, damit ihr an dem geistigen Festmahle teilnehmt, bei dem ihr die Speisen der Weisheit und der vollkommenen Liebe genießen könnt.
38 Versteht, dass es eure Bestimmung ist, zu leben, wie Ich es euch lehrte, das heißt in der Demut, in der Liebe, in der Vergeistigung, und dass ihr dabei durch euer Wesen einen unerschöpflichen Strom von Nächstenliebe fließen lasst.
39 In Meiner Unterweisung zeige Ich euch einen weiten Horizont, und wenn ihr euer Leben ähnlich dem gestaltet, welches das Meine war, so seid versichert, dass ihr in Mein Reich zur wahren Ruhe kommen werdet.
40 Mein Werk sichert euch das ewige Glück in eurem Geiste. Habt ihr nicht in eurem Herzen eine süße und harmonische Stimme vernommen, die jedes Mal zu euch spricht, wenn ihr etwas Gutes tut, wenn ihr einen Trost spendet, oder wenn ihr großmütig Verzeihung gewährt? Wer ist Jener, der so in eurem Innern zu euch spricht und eure Güte belohnt? — Es ist euer Meister, der sich nicht von Seinen Jüngern trennt.
41 Mit diesen Unterweisungen mache Ich euch verständlich, dass die Tugenden die einzigen Güter sind, die eure Seele schmücken können. Auch sage Ich euch, dass ihr die Irrtümer, die Verfehlungen und die bösen Gefühle mit Lumpen vergleichen könnt, mit denen ihr zuweilen eure Seele bedeckt. Ich will euch rein und geschmückt sehen, denn mit Lumpen des Elends werdet ihr im universellen Palaste eures Vaters nicht glänzen können.
42 Die guten Werke sind das kristallklare Wasser, mit dem sich die Seelen reinigen. Macht Gebrauch davon!
43 Ich spreche so zu euch, damit ihr begreift, dass ihr außerhalb eures Reiches seid, und dass ihr zu ihm zurückkehren müsst; denn Gott erwartet euch.
44 Ich will aus jedem Menschen einen Apostel machen und aus jedem Apostel einen Meister. Denn Ich liebe euch mit unendlicher Liebe, und bevor ein einziger von euch verloren geht, würde Ich lieber auf Meinem Geiste allen Schmerz fühlen, der in der Menschheit vorhanden ist und vorhanden war.
45 In eurem Herzen sagt ihr Mir: "Meister, so sehr liebst Du uns?" Doch Ich sage euch, dass ihr Meine Liebe noch nicht begreifen könnt, dass euch aber genügen soll, zu wissen, dass jedes Kind, das zu Gott zurückkehrt, ein Schatz ist, der zum Vater zurückkommt. — Ich muss euch darauf aufmerksam machen, dass alles in den Schoß Gottes zurückkehren wird. Alle Früchte, die aus dem schöpferischen Samen hervorgegangen sind, werden in Seine Kornkammer zurückkehren.
46 O geliebte Jünger, arbeitet an euch, damit ihr euch mir starkem Glauben danach sehnt, zum wahren Tempel zu gelangen, welcher durch Meine Barmherzigkeit in eurem Innern errichtet ist. Denn dort werdet ihr Mich finden, und Ich werde euch auf eurem Entwicklungswege zu Mir begleiten.
47 Ich bin es, der euch führt, denn Ich bin vollkommen. Ich weiß immer, wohin Ich gehe und wohin Ich euch bringe. Ich bin der Gute Hirte, der euch behütet, euch liebkost und euch in solcher Weise liebt, dass Ich nicht einen Augenblick zögerte, euch mit Meinem Opfer am Kreuze die Lehre zu geben, die euch zum wahren Leben führen wird.
48 Die Menschen glaubten, wenn sie Jesus das Leben nähmen, würden sie Meine Lehre vernichten, ohne zu wissen, dass sie damit an Meiner Verherrlichung mitwirkten.
49 Ich bin zur Menschheit zurückgekehrt und werde Mich in diesen Versammlungsstätten bis 1950 durch Menschen geringen Verstandes kundgeben, die durch Mich für diese Aufgabe bestimmt sind. Während Ich in dieser Form mit euch in Verbindung stehe, werde Ich die Ankunft der Gelehrten erwarten, die Mich befragen und leugnen werden.
50 Dies Wort, einfach und bescheiden in seiner Form, jedoch tief in seinem Sinn, wird die Gelehrten in ihrem Hochmut und in ihrer Eitelkeit wiederum verwirren und ihnen beweisen, dass die Lehre Christi, des Erlösers, niemand auslöschen kann, weil Er das Leben ist.
51 Niemand wird mit Mir ein Ende machen können, Ich erwache zu neuem Leben, so wie Ich in jener Zeit auferstand, nachdem ein Volk Mich aus seinem Schoße hinausgeworfen hatte und Mich zu einem schmachvollen Tode verdammte. Doch wenn Ich jetzt von neuem in dieser Welt erscheine, geschieht es, weil Ich euch alle liebe.
52 O Gelehrte, Philosophen und Doktoren! Ihr werdet erfahren, dass Ich euer Herr bin, wenn ihr herbeikommt, um Mich zu erforschen, denn ihr werdet erleben, wie Ich eure bösen und böswilligen Fragen beantworte, und ihr werdet bei Meinen Gegenfragen verstummen. Doch wenn ihr reuig und verzagt seid, werde Ich euch, ohne dass ihr Mich um Beweise bittet, diese geben, und diese Beweise werden aus Liebe und Vergebung bestehen.
53 Ich bin der Einzige, der eure Konflikte lösen kann, der eure Krankheiten wahrhaft heilt, die Kinder liebkost und die Alten segnet, der, wenn Er zum Menschen spricht, dessen Geist liebkost und erleuchtet. Die Menschen und die Jahrhunderte werden vergehen, doch nicht Mein Trinitarisch-Marianisches Geisteswerk.
Wahrlich, Ich sage euch, dieses Werk, welches Mein Gesetz und Meine Lehre ist, wird die Menschheit erleuchten. Zweifelt nicht an Meiner Weisheit und fordert nicht länger Meine Gerechtigkeit heraus. Wenn Ich eure Herausforderung annähme, würde Meinerseits ein schwacher Hauch Meiner Naturgewalten genügen, um eure Wissenschaft und eure Theorien in Staub oder in Nichts zu verwandeln. Sucht Mich nicht als Richter, sucht Mich als Vater, denn Ich bin Liebe.
54 O geliebtes Volk, dessen Aufgabe es ist, Mein Wort unter den Menschen zu verbreiten, die heute durch ihren Materialismus versteinert sind — lernt, sie zu lieben, und habt immer Mitleid mit jenen, die Meine Lehren der unendlichen Liebe nicht begreifen.
55 Verschließt eure Lippen der Klatscherei, dem Spott, dem Richten oder Kritisieren. Steckt dies zweischneidige Schwert in die Scheide, das zur Rechten und zur Linken verletzt, wenn ihr es schwingt. Wenn ihr in Meinem Namen kämpfen wollt, so ergreift das Schwert der Liebe.
56 Schließt eure Lippen, damit sie nicht von neuem Lästerungen aussprechen oder Schande verursachen. Öffnet stattdessen eure Augen, damit ihr das Böse entdeckt und euch von ihm trennt. Doch verurteilt nicht eure Geschwister, die Menschheit, denn ihr gehört zu ihr und leidet an den gleichen Gebrechen. Wenn eure Lippen und euer Herz sich in den Wassern der Reue und der guten Werke reinigen, werden sie mit der Wahrheit Meines Wortes zu sprechen beginnen, das Ich euch eingeben werde.
57 Wenn ihr über Meine Lehre sprechen würdet, ohne euch zuvor erneuert und zugerüstet zu haben, werdet ihr, statt den Glauben in den Herzen zu erwecken, nur den Spott derer empfangen, die von euren Fehlern unterrichtet sind. Wenn dagegen der Spott und die Kritik zu euren Herzen gelangen, nachdem ihr "gewacht" und gebetet habt, werden sie euch nicht zu verletzten vermögen, weil ihr euch bereits mit den Waffen geschützt habt, die Ich euch gab, welche Geduld, Barmherzigkeit, Sanftmut und Liebe sind.
58 Seid demütig, dann werden jene, die euch lieben, dies in Wahrheit tun. Wenn ihr jene Zurüstung des Geistes und des Körpers nicht erreicht habt, wäre es besser für euch, nicht daranzugehen, Mein Wort zu predigen, denn es wird euch dann nicht gelingen, Mein Saatkorn mit der Reinheit zu säen, mit der Ich es euch ausgehändigt habe, und immer wird es mit euren Unvollkommenheiten vermischt sein. Bevor ihr sät, müsst ihr Meine Lehre erforschen und sie studieren, damit ihr fähig werdet, Meine Unterweisung zu verstehen und zu befolgen.
59 Wenn ihr den Schlag auf die rechte Wange hinzunehmen versteht, und zum Zeichen der Vergebung, der Liebe und Demut eurem Beleidiger die linke darbietet, dann könnt ihr darauf vertrauen, dass ihr Meine Jünger zu werden beginnt. Erst wenn die Vergebung unter den Menschen in Erscheinung tritt, werden ihre brudermörderischen Kriege aufhören und die Einheit aller Nationen ihren Anfang nehmen.
60 Mit diesen Unterweisungen will Ich verhindern, dass ihr eines Tages zu Heuchlern werdet, dass ihr von Liebe, selbstloser Hilfe und Vergeistigung redet und mit euren Werken gerade das Gegenteil tut. Ich sage euch dies, weil es unter euch manche gibt, die ausposaunen, dass sie Mich lieben; doch in ihren Herzen ist keine Liebe zu ihren Brüdern.
61 Ich will, dass ihr im Geistigen und Materiellen aufrichtig seid, damit Ich euch Meine würdigen Kinder nennen kann. Denn andernfalls wird Meine Stimme unversöhnlich zu eurem Geiste gelangen und euch Heuchler nennen, wie Ich in der Zweiten Zeit die Sekte der Pharisäer nannte, die das lebende Abbild eines Grabmals waren — außen weiß angestrichen, poliert und mit Blumen bedeckt, aber in seinem Innern nur Fäulnis und Tod bergend.
62 Ich höre die, welche Mir sagen: "Meister, wir halten die Prüfung für sehr hart, die linke Wange jenem hinhalten zu müssen, welcher uns auf die rechte schlug. Trotzdem wollen wir jedoch Deine Jünger sein."
63 O Volk, das beim Hören Meines Wortes dasselbe immer in seinem materiellen Sinne auffasst, ohne innezuhalten, um es in seinem geistigen Sinn zu verstehen. Ich sage euch, dass ebenso, wie ihr auf die Wange geschlagen werden könnt, ihr in eurem Herzen, in moralischer Hinsicht, oder auch in eurer Seele verletzt werden könnt. Doch sollt ihr nicht glauben, dass diese Prüfung, die Ich von euch verlange, die größte ist, die ihr ertragen könnt. In dieser Dritten Zeit fordere Ich von euch ein wenig mehr, wenn Ich euch in Meinem Lehrwort frage: Wenn der Mörder eures Vaters sich von der menschlichen Justiz verfolgt sähe und an eure Türen klopfte, um euch um Schutz zu bitten, würdet ihr ihm Obdach gewähren, ohne ihn zu verraten, zum Zeichen der Vergebung?
64 Dies ist die Prüfung, die Ich jetzt von all jenen verlange, welche in dieser Zeit Jünger des Heiligen Geistes sein wollen.
65 Wenn ihr diese Unterweisungen zur Tat werden lasst — wahrlich, Ich sage euch, ihr werdet euch einen hohen Lohn erarbeiten. Doch dürft ihr die Belohnung nicht erwarten, solange ihr auf dieser Welt seid.
Noch einmal schärfe Ich euch ein, nicht über die Handlungen eurer Brüder zu richten; denn so, wie euer Urteil wäre, wird eure Verurteilung sein. Überlasst Mir die Sache, ob gerecht oder ungerecht, bekannt oder unbekannt, da Ich euren Brüdern geben werde, was ihnen gebührt, und euch, was euch zukommt.
66 Seid demütig bei allen Handlungen eures Lebens, fühlt euch unwissend gegenüber der Klugheit eurer Mitmenschen.
67 Selig, wer sich zurüstet, denn er wird Mich in Wahrheit hören. Selig, wer sich reinigt und den Geboten Seines Herrn gehorcht, denn er wird Mich sehen. "Selig sind die geistig Armen, denn ihrer ist das Himmelreich."
Mein Friede sei mit euch!

Die Hände des Schöpfers


Worte von Jesus an Byron Searle  
Jeremia 18:3-6
3 Und ich ging hinab in des Töpfers Haus, und siehe, er arbeitete eben auf der Scheibe.
4 Und der Topf, den er aus dem Ton machte, mißriet ihm unter den Händen. Da machte er einen andern Topf daraus, wie es ihm gefiel.
5 Da geschah des HERRN Wort zu mir und sprach:
6 Kann ich nicht also mit euch umgehen, ihr vom Hause Israel, wie dieser Töpfer? spricht der HERR. Siehe, wie der Ton ist in des Töpfers Hand, also seid auch ihr vom Hause Israel in meiner Hand.

Transkript
Mein Sohn, ich bin der Töpfer. Ich nehme kaputte Gefäße, verzerrte Gefäße, und mit Meiner Berührung mache ich es wieder ganz. Es gibt viele meiner Kinder, die das Gefühl haben, dass sie gebrochen oder zu schlecht sind, um dem Meister von Nutzen zu sein. Aber ich sage euch: Meine Kinder, es ist nichts zu gesprungen oder zu gebrochen, zu verschmutzt oder zu verunstaltet, was ich, der Herr, nicht reparieren kann. Ich werde all die zerbrochenen Teile nehmen und sie wieder auf das Rad meines Töpfers legen und aus dir eine neue Kreation formen!
Mein Sohn! Satan hat Meine Kinder unablässig angegriffen, und viele fühlen sich zu müde oder zu kaputt, um weiterzumachen. Ich sage euch, Meine Kinder, das Rennen ist fast vorbei, also gebt nicht auf und laßt nicht nach! Wendet euch an den Töpfer, um die Risse zu reparieren und die fehlenden Teile zu ersetzen! Meine Hände sind groß und können jede Gefäßgröße umfassen. Ich werde die harten Bereiche glätten und euch auf das vorbereiten, was kommt. Meine Kinder, ihr werdet stark sein, ganz glänzend und neu, so wie Mein Wort sagt! Ich bin der Töpfer und kann euch für meine Verwendung reparieren!
Viele von euch wissen, dass die Tage der Turbulenzen angekommen sind. Satan hat Meine Kinder angegriffen, die ich abgesondert und gekennzeichnet habe. Das Testen von Meinen Kindern war sehr schwer. Einige hatten Schlaganfälle, andere hatten Gebrechen und Schmerzen, die scheinbar nicht aufhören. Diese Angriffe sind auf euch gerichtet, um euren Glauben zu erschüttern, um aufzugeben oder zu liquidieren, wozu ich euch berufen habe. Steht auf mein Wort und im Gebet !! Gib dem Satan nicht den Sieg und kündige !! Nehmt euch täglich Zeit für mich - bleibt mit mir allein und erzählt mir alles darüber. Ich liebe euch, meine Kinder, und ich sage euch jetzt, die Angriffe werden schlimmer werden, je näher wir dem Tag kommen!

Mein Sohn, ich bin der Töpfer. Ich habe jedes einzelne Gefäß gemacht und kann jegliche Unvollkommenheit beheben, die aufgetreten ist. Bitte sie, umzukehren, Mich um Vergebung zu suchen und wendet euch von euren bösen Wegen ab. Meine großen Hände werden sie heilen!

Ich komme bald, um alle meine Gefäße zu mir zu sammeln. Meine Kinder, ihr seid Lehm in meinen Händen, und ich mache euch zu einem Gefäß, das würdig ist, zu dienen - Vertrau mir!
Amen.
Messias Jesus

BWL - Band II - Unterweisung 29


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters - 
Band II  - Unterweisungen 29 - 55
Download-Link Buch des wahren Lebens - Band 2

Unterweisung 29:
 
 1 Jünger, wieder bin Ich unter euch; doch weil die Form, in der Ich Mich kundgebe, neu ist, zweifelt ihr, ohne zu begreifen, dass ihr euch nicht bei den Formen aufhalten dürft; denn so werdet ihr nicht herausfinden, wo die Wahrheit ist.
2 Das Mittel, durch das Ich Mich in dieser Zeit kundtue, ist der Mensch; dies ist der Grund, weshalb ihr an Meiner Kundgabe zweifelt. Meine Botschaft liegt im Wesenskern des Wortes, das über die Lippen des Stimmträgers kommt.*
* Bezeichnung der Personen, durch deren Verstand als Werkzeug sich der Herr kundtut. Im Spanischen heißt das Wort "portavoz", also: Stimmträger, Wortvermittler oder Sprachrohr.
3 Heute zweifelt ihr von neuem. Wollt ihr, dass Ich wie in der Vergangenheit komme? Erinnert euch, dass ihr damals auch gezweifelt habt!
4 Ich spreche nicht durch einen Gelehrten oder Philosophen zu euch, denn dann hättet ihr das Wort nicht Mir, sondern ihm zugeschrieben. Stattdessen offenbare Ich Mich durch den Demütigen, den Unwissenden und Unbeholfenen, damit, wenn ihr die Bedeutungslosigkeit und Armseligkeit seiner menschlichen Erscheinung mit der Größe und Weisheit des Wortes vergleicht, das aus seinem Munde kommt, ihr zu der Einsicht gelangen solltet, dass allein der Herr so zu euch sprechen kann.
5 Es gibt auch solche, die sich in ihrem Zweifel fragen: Ist es in Wahrheit der Meister? Bin ich auf einem guten Weg? Ist dies nicht ein Werk der Versuchung? — Doch wenn ihr euch so fragt, hört ihr Mein liebevolles Wort, das euch sagt: Habt ihr Frieden empfunden auf diesem Wege? Habt ihr Trost gefunden und seid ihr von euren Krankheiten genesen? — Dann bekennt ihr vor eurem Gewissen und sagt: Ja, all dies habe ich erlebt und empfangen.
6 Noch ist nicht die Zeit, in der ihr alle glaubt. Die Zeiten, die Prüfungen und die Ereignisse werden die Menschen wachrütteln, und morgen werden sie sagen: Wahrlich, Der, welcher hier gewesen ist und zu uns sprach, war der Göttliche Meister.
7 Ich offenbare euch viele Geheimnisse des Geistes, damit ihr euch erkennen könnt und auf diese Weise euren Vater besser erkennt.
8 Die Menschen, die Gott studieren, sind sich nicht einig. Welche sind in der Wahrheit? Die Wissenschaftler widersprechen sich. Welche sind im Recht? Religion und Wissenschaft haben immer im Widerspruch zueinander gestanden, ohne dass die Menschen begreifen, dass das Geistige und das Materielle in vollkommener Harmonie zusammenleben und mit ihr das wahre Werk des Schöpfers bildet. Die einen haben einen andersartigen Auftrag unter den Menschen als die andern; doch sie sollten es dem göttlichen Werke gleichtun, indem sie wie alle Wesen der Schöpfung miteinander im Einklang sind.
9 Wie viele Bannflüche hat die Religion gegen die Wissenschaft geschleudert, und wie oft hat die Wissenschaft gegenüber der Religion das Vorhandensein des Geistigen Lebens geleugnet! Die Religion stützt sich dabei auf die Übel, welche die Wissenschaft der Menschheit zugefügt hat, und die Wissenschaft bedient sich als Waffe des Fanatismus' und des Aberglaubens, den die Diener der Religionen der Menschheit beigebracht haben.
10 Wahrlich, Ich sage euch, den einen fehlt es an Kenntnis der Wahrheit, welche die Natur in sich birgt, und den andern an gebührender Auslegung Meines Gesetzes.
11 Ich bin der Friedenskönig. Ich habe Mein Schwert gezückt und komme in der Absicht, zu kämpfen, um jede Sünde und Finsternis zu zerstören. Die Mir folgen, dürfen sich nicht fürchten, falls sie von ihren Eltern oder ihren Kindern verkannt werden, da Meine Liebe sie in ihrem Kampfe entschädigen wird.
12 Schon in der Zweiten Zeit verkannten die einen die andern; denn während die einen auf Jesus hörten, lehnten Ihn die andern ab.
13 Meine neuen Soldaten werden sich aufmachen müssen, um diese Botschaft unter den Menschen, die Meine Wahrheit vergessen haben, durch ihre Werke und ihr Vorbild zu verkünden. Heute finde Ich Mein Wort nur in verstaubten Büchern. Die Menschheit hat sich vom wahren Weg entfernt und hat sich an die Sünde, das Laster und die Zügellosigkeit gewöhnt. Die Sünde stößt sie nicht mehr ab, das Verbrechen erfüllt sie nicht mehr mit Entsetzen, und auch der Ehebruch macht sie nicht betroffen.
14 Menschheit, hier hast du Mein Wort in begrenzter Form, damit du es verstehen kannst. Doch wenn du Beweise Meiner Gegenwart willst — Beweise habe Ich dir schon gegeben und werde Ich dir noch mehr geben; aber weine nicht und raufe dir nicht die Haare, wenn sie sich einstellen.
15 In der Zweiten Zeit machte Jesus einmal eine Wanderung, gefolgt von einigen Seiner Jünger. Sie hatten einen Berg erstiegen, und während der Meister jene Männer durch Seine Worte mit Bewunderung erfüllte, sahen sie plötzlich den Körper ihres Herrn verklärt, welcher im Raume schwebte und zu seiner rechten den Geist Moses und zu seiner Linken den Elias' hatte.
16 Bei jenem übernatürlichen Anblick warfen sich die Jünger zur Erde, geblendet vom göttlichen Lichte. Doch sie beruhigten sich sogleich und schlugen ihrem Meister vor, über Seine Schultern den Purpurmantel der Könige zu legen, ebenso über Mose und Elias. Da hörten sie eine Stimme, die aus der Unendlichkeit herabkam, welche sprach: "Dies ist Mein lieber Sohn, an dem Ich Wohlgefallen habe; hört auf Ihn!"
17 Große Furcht befiel die Jünger, als sie jene Stimme hörten, und als sie aufblickten, sahen sie nur den Meister, der ihnen sagte: "Fürchtet euch nicht und sagt dieses Gesicht niemandem, bis Ich von den Toten auferstanden bin." Da fragten sie ihren Herrn: "Warum sagen die Schriftgelehrten, dass Elias zuvor kommen muss?" Und Jesus antwortete ihnen: "Wahrlich, Elias wird zuvor kommen und alle Dinge zurechtrücken. Doch Ich sage euch, dass Elias schon gekommen ist, und sie erkannten ihn nicht; vielmehr taten sie an ihm, was sie wollten." Da verstanden die Jünger, dass Er von Johannes dem Täufer zu ihnen sprach.
18 Wie oft habe Ich in dieser Zeit vor euren Augen den Körper, durch den Ich Mich mitteilte, zum Verschwinden gebracht*, um euch zu ermöglichen, Mich in der menschlichen Gestalt, in der die Menschheit Jesus kannte, zu schauen, und dennoch habt ihr euch angesichts der neuen Verklärung nicht niedergeworfen.
* Der Herr nimmt dabei Bezug auf die vielen Zeugnisse der Geistigen Seher unter den Zuhörern, welche aussagten, dass der Körper des Stimmträgers verschwand und sie an seiner Stelle die Gestalt Jesu sahen.
19 Mein Werk ist der Geistige Berg, zu dem Ich euch einlade, ihn auf Pfaden der Liebe, der Barmherzigkeit und Demut zu besteigen. Es ist der neue Berg Tabor, auf dem die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft in eins verschmelzen, und wo das Gesetz, die Liebe und die Weisheit zu einer einzigen Essenz vereinigt werden.
20 Mose, Jesus und Elias — dies ist der Weg, den der Herr dem Menschen vorgezeichnet hat, um ihm zu helfen, sich zum Reiche des Friedens, des Lichtes und der Vollkommenheit zu erheben.
21 Fühlt in eurem Leben die Gegenwart der Boten des Herrn. Keiner von ihnen ist gestorben, sie alle leben, um den Weg der Menschen, die sich verirrt haben, zu erhellen und ihnen zu helfen, sich von ihren Stürzen zu erheben und sie zu stärken, damit sie sich in den Prüfungen ihrer Schuldabtragung derselben mit Liebe widmen.
22 Erkennt das Werk, das Mose durch die Inspiration Jehovas auf Erden erfüllte. Erforscht eingehend die Lehre Jesu, durch welchen das Göttliche Wort sprach, und sucht den geistigen Sinn Meiner neuen Offenbarung, deren Zeitalter von Elias vertreten wird.
23 Wenn ihr vollständige Kenntnis dieser göttlichen Offenbarungen erlangt habt, so bildet davon ein Buch, das in drei Teile geteilt sein soll, und ihr werdet finden, dass der erste vom Gesetz spricht, der zweite von der Liebe und der dritte von der Weisheit. Dann werdet ihr verstehen, dass es das Gesetz ist, das führt, dass die Liebe erhebt und die Weisheit vervollkommnet. Schließlich werdet ihr begreifen, dass diese Offenbarungen euch in vollkommener Ordnung gegeben wurden, wobei sie das menschliche Leben erhellen: dass euch die Lehre der Liebe gegeben wurde, als ihr schon ein umfangreiches Wissen von der Gerechtigkeit besaßet, und dass ebenso die Weisheit zu euch kommen wird, wenn ihr im Einklang mit den Lehren lebt, welche die Liebe in sich birgt.
24 Immer hat der Herr durch Menschen zur Menschheit gesprochen, denn zwischen dem Göttlichen Wesen und dem Menschenwesen steht euer Geist, der die himmlische Botschaft wiedergibt, der das Ewige wahrnimmt und erahnt.
25 Mose, Jesus und Elias stellen die drei Entwicklungsstufen dar, in denen Ich Mich euch kundgetan habe: der Arm Moses, welcher die Tafel des Gesetzes hielt und den Weg zum Gelobten Lande wies; die
Lippen Jesu, die das göttliche Wort verkündeten; und Elias, welcher mit seinen geistigen Kundgebungen die Tore öffnete, die euch zum Unendlichen und zur Erkenntnis dessen führen, was ihr Geheimnis nennt.
26 Ich unterhalte Mich mit euch, spreche zu eurem Herzen; während ihr, um Mich zu hören, dies durch das menschliche Sprachrohr tun müsst, höre Ich euch, wenn ihr zu Mir im Innersten eures Wesens sprecht.
27 Ich bin Christus, den man verfolgt, verlästert und zum Angeklagten gemacht hat in dieser Welt. Nach allem, was ihr Mir in der Zweiten Zeit in Jesus angetan habt, komme Ich zu euch, um euch einmal mehr zu beweisen, dass Ich euch vergeben habe und euch liebe.
28 Nackt habt ihr Mich ans Kreuz geschlagen, und ebenso komme Ich zu euch zurück; denn Ich verberge euren Augen Meinen Geist und Meine Wahrheit nicht hinter dem Gewand der Heuchelei oder der Lüge. Doch damit ihr Mich erkennen könnt, müsst ihr zuvor euer Herz reinigen.
29 Ihr möchtet Mich in Meiner ganzen Größe schauen, und so möchte sich der Meister Seinen Jüngern zeigen; aber noch immer treffe Ich euch an, wie ihr die ersten Schritte macht, und muss Ich Mich begrenzen, bis Ich von euch verstanden werden kann.
30 Was würde geschehen, wenn ihr plötzlich Mein Licht in seiner ganzen Herrlichkeit schautet?: Ihr würdet erblinden. Und wenn ihr Meine Stimme in ihrer ganzen Macht hörtet?: Ihr würdet den Verstand verlieren. — Wenn sich in dem Stimmträger, durch den Ich Mich kundtue, Meine ganze Kraft entlüde — was würde aus ihm?: Sein Körper würde zunichte werden.
31 Seid deshalb damit einverstanden, dass der Vater sich begrenzt, um von den Menschen verstanden, empfunden und geistig geschaut zu werden, denn selbst in dieser Begrenztheit ist Er vollkommen, weise und unendlich. Viele von euch möchten gerne, dass Ich materielle Wunder vollbringe, um zu glauben, dass Ich es bin, der sich kundgibt. So machtet ihr es auch in der Ersten Zeit, als Mose das Volk aufrief, um es durch die Wüste ins Gelobte Land zu führen. Viele von euch forderten, dass er machtvolle Werke vollbringe, um zu glauben, dass er der Gesandte Gottes sei, und um ihm darum zu folgen.
32 Mose hatte genug Beweise geliefert, dass der wahre Gott mit ihm war; doch das Volk wollte mehr Zeugnisse, und als der Sendbote die Menschenmengen bis zum Fuße des Berges Sinai gebracht hatte, rief er die Macht Jehovas an, und der Herr erhörte ihn und gewährte ihm große Beweise und Wunder.
33 Wenn das Volk Durst hatte, nahm Ich dies zum Anlass und offenbarte durch den Glauben Moses Meine Macht, indem Ich aus dem Felsen Wasser quellen ließ. Wenn das Volk hungerte, gab Ich Beweise Meiner Gegenwart beim Gebete dessen, der Israel führte, indem Ich ihm das Manna sandte.
34 Das Volk wollte Jenen hören und sehen, den Mose durch seinen Glauben hörte und schaute, und Ich offenbarte Mich dem Volk in der Wolke und ließ es Meine Stimme stundenlang hören. Doch sie war so gewaltig, dass die Menschen vor Furcht zu sterben glaubten; ihr Körper zitterte, und ihr Geist schauderte bei jener Stimme der Gerechtigkeit. Da flehte das Volk Mose an, er solle Jehova bitten, nicht mehr zu Seinem Volk zu sprechen, weil sie Ihn nicht anhören konnten. Es erkannte, dass es noch viel zu unreif war, um mit dem Ewigen direkt in Verbindung treten zu können.
35 In der Zeit, in welcher Christus in Jesus unter den Menschen wohnte, sagten die Menschen, wenn sie Ihn sahen: Wie kann der Sohn des Zimmermanns und der Maria der verheißene Messias sein, jener, den die Propheten ankündigten und die Patriarchen erwarteten? Wie kann dieser unbedeutende Mensch der Sohn Gottes, der Befreier sein? — Aber der Meister sprach, und Sein Wort ließ die erzittern, die guten Glaubens zu Ihm kamen, und sogar die Ungläubigen. Auf Schritt und Tritt verlangten die Menschen von Jesus ein Wunder, und Er tat es. Es kam der Blinde, und zur Verwunderung der Pharisäer gab der Meister ihm das Augenlicht, indem Er ihn nur berührte. Ebenso gab Er dem Gelähmten die Beweglichkeit zurück, der Aussätzige wurde rein von seinem Übel, der Besessene befreit, die Ehebrecherin mit einem Worte umgewandelt, und die Toten erhoben sich bei Seiner Stimme.
36 Alles, was die Menschen erbaten, um zu glauben und Mich zu erkennen, gewährte Ich ihnen; denn in Mir war die Macht, ihnen alles zu geben, was sie verlangten, da in Jesus der Göttliche Geist verborgen war, um sich kundzutun und das Gesetz zu erfüllen.
37 Als Jesus am Kreuze hing, gab es keinen Geist, der sich nicht erschüttert gefühlt hätte bei der Stimme der Liebe und Gerechtigkeit Dessen, welcher starb — nackt wie die Wahrheit selbst, die Er in Seinem Worte brachte. Die, welche das Leben Jesu erforscht haben, haben erkannt, dass es weder vor
noch nach Ihm jemanden gegeben hat, der ein Werk wie das Seine vollbrachte, denn es war ein göttliches Werk, das durch Sein Beispiel die Menschheit retten wird.
38 Sanftmütig kam Ich zur Opferung, denn Ich wusste, dass Mein Blut euch umwandeln und retten sollte. Bis zum letzten Augenblick sprach Ich mit Liebe und vergab Ich euch, denn Ich kam, um euch eine erhabene Lehre zu bringen und euch mit vollkommenen Beispielen den Weg zur Ewigkeit vorzuzeichnen.
39 Die Menschheit wollte Mich von Meinem Vorhaben abbringen, indem sie die Schwäche des Fleisches suchte; doch Ich ließ nicht ab davon. Die Menschen wollten Mich zur Gotteslästerung verleiten; doch Ich lästerte nicht. Je mehr Mich die Menge beleidigte, desto mehr Mitleid und Liebe hatte Ich ihr gegenüber, und je mehr sie Meinen Körper verletzten, desto mehr Blut quoll aus ihm, um den für den Glauben Toten Leben zu geben.
40 Jenes Blut ist das Symbol der Liebe, mit der Ich dem menschlichen Geiste den Weg vorgezeichnet habe. Ich hinterließ Mein Wort des Glaubens und der Hoffnung den nach Gerechtigkeit Hungernden, und den Schatz Meiner Offenbarungen den geistig Armen.
41 Erst nach dieser Zeit wurde die Menschheit sich dessen bewusst, Wer in der Welt gewesen war. Daraufhin wurde das Werk Jesu als vollkommen und göttlich aufgefasst, als übermenschlich erkannt. — Wie viele Tränen der Reue! Wie viele Gewissensbisse in den Seelen!
42 In der heutigen Zeit erscheine Ich bei euch geistig auf dem Berge der Vollkommenheit und habe wie in dem Gesichte jener Jünger Mose und Elias an Meiner Seite — es sind die drei Boten, die den Menschen den Weg des Geistes durch die Erfüllung des Gesetzes vorgezeichnet haben.
43 Mose übergab der Menschheit das Gesetz in Stein gemeißelt, Jesus brachte Sein Gesetz der Liebe am Kreuz zur höchsten Entfaltung, und Elias erleuchtete in dieser Zeit als ein göttlicher Strahl jeden Geist mit der Weisheit. Jeder Abgesandte hatte seine Zeit, um der Menschheit die göttliche Botschaft, die Offenbarungen und die Prophetien verständlich zu machen.
44 Mose wurde aus dem Wasser gerettet, damit er als Erwachsener sein Volk befreie und ihm das Gesetz Gottes übergebe.
45 "Das Wort" wurde Mensch, um der Menschheit mit Seinem Vorbild zu sagen: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." Maria, die jungfräuliche Mutter, war die gesegnete Leiter, auf welcher Christus zu den Menschen herabstieg. Maria, die heilige und liebliche Mutter Jesu, nährte an ihrem Busen Den, welcher später alle Geister mit dem göttlichen Brote seines Wortes nähren sollte.
46 Alles, was Christus euch sagte und mit Seinen Werken lehrte, war ein Gesetz, welches dasjenige bestätigte, das ihr durch Mose empfangen hattet. Doch nicht alles war gesagt, nicht alles war offenbart, es stand noch aus, dass Elias in Erfüllung der Weissagungen und Meines Wortes kommen sollte, um von neuem Meine Ankunft vorzubereiten. Hierzu gab er sich durch den menschlichen Verstand als Vermittler kund mittels seines Lichtstrahls, um die Geister, die Herzen und die Sinne zu erleuchten, um ein Verstehen des schon Offenbarten zu bewirken und die Menschen auf die neuen Offenbarungen und Aufklärungen vorzubereiten, die Ich euch in diesem Worte anzuvertrauen haben würde.
47 Diejenigen, die 1866 den ersten Kundgebungen zuhörten, vernahmen jene Worte, welche lauteten: "Ich bin Elias, der Prophet der Ersten Zeit, jener der Verklärung auf dem Berge Tabor; bereitet euch vor, denn die Sieben Siegel werden euch bekanntgegeben und die Pforten des Geheimnisses werden euch aufgetan, damit ihr den Weg zu eurer Erlösung schauen könnt."
48 Auch in diesem Augenblick werde Ich zusammen mit Mose und Elias durch das geistige Gesicht jener erschaut, die diese kostbare Gabe entwickelt haben. — Die einen erschreckt und die andern reuevoll, so steht ihr vor dieser Verklärung; doch dies Licht und diese Gnade werden auf den ganzen Erdkreis ausgegossen werden.
49 "Mose"*, sieh dein Volk an. Es ist dasselbe, das du auf der Suche nach dem Gelobten Lande durch die Wüste geführt hast. Zerstreut und umherirrend zieht es durch die Welt. Während einige begriffen haben, dass das Land der Verheißung in Meinem Schoße ist und man zu ihm durch die Liebe gelangt, die Mein Wort lehrt, haben sich andere der Welt bemächtigt, als ob sie ihre letzte Heimat und ihr einziger Besitz wäre. Diese glaubten nicht an den Messias, noch haben sie die Gegenwart des Heiligen Geistes empfunden. Kehre im Geiste zu ihnen zurück und weise ihnen von neuem den Weg zum verheißenen Lande, zum himmlischen Vaterland. Doch wenn sie dir nicht glauben — so verfinstere sich die Sonne, der Mond verliere seinen Schein und die Erde erzittere, denn dies Volk soll erwachen und sich niemals mehr verirren."
* Der Herr spricht hier zu dem im Geiste anwesenden Moses.
50 Meine helfende Liebe ist mit der Menschheit. Bei jedem Tagesanbruch trage Ich den Menschen den Frieden an, doch sie haben Meine Liebe nicht gewollt. Sie haben den Krieg geschaffen, und sie verschaffen sich selbst ihr Recht. Darum wird das Unkraut ausgerissen werden, und alles Unreine in den Wassern der Liebe und der Erneuerung abgewaschen werden.
51 Nach dem Tode wird die Auferstehung zum wahren Leben kommen; nach dem Krieg wird Frieden werden, und sobald das Chaos vorüber ist, wird das Licht in den Gewissen aufleuchten; denn Ich bin das Licht der Welt.
52 Das Jahr 1950 wird kommen, und bis dahin werden viele Stimmträger Mein Wort übertragen. Auch in andern Nationen wird man Mich hören. Doch am letzten Tag Meiner Kundgebung wird das "Geistige Tal" seinen Blick auf euch gerichtet haben: die Seelen der Erdenbewohner, diejenigen eurer Eltern, und es werden die Patriarchen und die Gerechten zugegen sein. Wohl denen, die Meinem Gesetze gehorsam sind, denn sie werden als Schafe des Göttlichen Hirten eingestuft werden; doch wehe den Ungehorsamen, denn sie werden als Böcke gerichtet werden.
53 "Elias, du bist das Licht*. In dieser Zeit, welche die deine ist, wurde der Menschheit offenbart, dass es nicht drei Gesetze sind, die ihr gegeben worden sind, sondern ein einziges, erläutert in drei Zeiten, das in zwei Geboten zusammengefasst ist: Gott mehr als alles Geschaffene zu lieben, und sich gegenseitig zu lieben." — Heute tue Ich Mich kund, um Mein Volk an vergangene Unterweisungen zu erinnern, und auch, um ihm Meine neuen Offenbarungen zu verkünden.
* Hier spricht der Herr zu dem im Geiste anwesenden Elias.
54 An diesem Tage, an dem ihr des Augenblicks gedachtet, in welchem Elias für die Menschheit die Dritte Zeit eröffnete*, als er sich durch den Verstand des Menschen kundtat — fühlet die Liebe eures Meisters, macht euch frei von Bitterkeiten und festigt eure Schritte auf dem Wege zur Erlösung!
* Am 1. September 1866
55 Lebt im Einklang mit Meinen Offenbarungen der drei Zeiten und macht euer Dasein immerdar zu einem unerschöpflichen Borne der Gerechtigkeit, der Liebe und der Weisheit.
Mein Friede sei mit euch!

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