BWL - Band X - Unterweisung 298


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band X - Unterweisung 277 - 309

Unterweisung 298

1         Heilt alle Leiden, sowohl die des Körpers als auch die der Seele, denn ihr habt die Aufgabe, eure Nächsten zu trösten, zu stärken und zu heilen. Doch Ich frage euch: Wie könntet ihr den Notleidenden Gesundheit vermitteln, wenn ihr selbst krank wäret? Was an Frieden könnte eurer Seele entströmen, wenn sie von Sorgen, Leiden, Gewissensqualen und niederen Leidenschaften verstört ist?

2         Nur das, was ihr in eurem Herzen angesammelt habt, werdet ihr euren Mitmenschen anbieten können.

3         Heute müsst ihr so viel wie möglich von den Gütern ansammeln, die Ich in diesem Volk verteile, und lernen, sie während Anfeindungen und Widrigkeiten zu bewahren, damit, wenn die Zeit gekommen ist, eure Mission zu erfüllen, ihr im Kampfe siegreich zu sein vermögt. Der Friede, das Licht und der Balsam werden mit eurem Wesen einen einzigen Körper bilden — in einer solchen Weise, dass ihr einen Kranken nicht nur durch Handauflegen heilen werdet, sondern ihr durch euer Wort, eure Gedanken, euren Blick Gesundheit, Frieden und Stärkung übermitteln werdet, und in vielen Fällen wird eure bloße Gegenwart diese Kräfte ausstrahlen.

4         Aber glaubt nicht, dass es für euch genügen wird, zu wissen, dass Ich euch diese Gaben gewährt habe. Nein — ihr müsst außerdem wissen, dass ihr die Macht benötigt, sie zu manifestieren, und es ist unerlässlich, dass ihr diese durch den Glauben an Mich, durch Liebestätigkeit gegenüber euren Nächsten, durch Reinheit der Gefühle und Selbstlosigkeit erlangt. Wer nicht nach diesen Prinzipien wirkt, wird — auch wenn er durch Mich begnadet ist — nichts Gutes weitergeben. Denn diese Gaben erblühen und mehren sich nur durch edle, reine und erhebende Gefühle.

5         Zwar gibt es viele, die trotz ihres Unvorbereitetseins eine Spur von Wundertaten auf ihrem Wege hinterlassen. Aber nicht sie sind es, die sie tun — Ich bin es, weil Ich Mitgefühl mit den Notleidenden, den Kranken, den geistig Armen und den Menschen guten Glaubens habe. Doch dann schreiben sich jene "Arbeiter" meine Wundertaten sich selbst zu.

6         Es gibt andere Fälle, in denen der, der für das, was Ich ihm anvertraut habe, noch nicht befähigt ist, weil er die Art und Weise, sich vorzubereiten, nicht kennt. Aber sein Glaube ist groß, und er fühlt Barmherzigkeit für seinen Nächsten. Ihm gewähre Ich, dass er Wunder vollbringt, um ihn bei seiner Arbeit zu ermutigen, damit er beharrlich bleibt und sich vervollkommnet.

7         Zu sagen, dass Ich dem, der von seinen Gaben keinen guten Gebrauch macht, diese entziehe, ist ein Irrtum. Aber der, der sie nicht zu den Zwecken verwendet, die Ich ihm angezeigt habe, verliert sofort die Macht, sie anzuwenden.

8         Wie sollte Ich den Menschen seiner geistigen Gaben berauben, da diese doch die Mittel sind, um sein Heil zu erlangen, und seine einzigen Waffen, um sich zu verteidigen? Wenn meine Gerechtigkeit so vorgehen würde, wie ihr glaubt, hätte Ich bereits vielen Menschen das Licht ihres Gewissens entzogen, und vielen Gehirnen hätte Ich die Intelligenz vorenthalten. Doch Ich sage euch noch einmal, dass Ich den Menschen ihre Gaben nicht vorenthalte, denn gerade diese Eigenschaften sind es, durch die sie sich erlösen und zur Vollkommenheit erheben werden müssen.

Ihr sagt Mir, dass manche den Verstand verlieren, und manche vorzeitig das Leben oder irgendeine Fähigkeit verlieren. Gewiss, aber nicht Ich bin es, der ihnen das entreißt, was ihnen bereits gehört. Sie selbst sind es, die sich durch Schwäche, Torheit und Verblendung dessen berauben, was ihnen ihr Vater als Erbe gegeben hat.

9         Ist nicht in all dem meine gerechtigkeitsliebende Hand gegenwärtig?

10     Aber wenn ihr ein wenig die Art und Weise beobachtet, in der Ich meine vollkommene Gerechtigkeit anwende, werdet ihr euch davon überzeugen, dass es meine Liebe ist, die sich in jedem dieser Fälle zeigt und den einen das Licht, anderen den Frieden, und wieder anderen das Leben zurückgibt, obschon Ich euch auch sage, dass sie, um das, was sie verloren haben, zurückzugewinnen, zuvor eine große Läuterung durchleben müssen.

11     Über alles werde Ich in diesem Worte zu euch sprechen, denn meiner Lehre darf kein einziges Kapitel fehlen. Über alles werde Ich euch unterrichten, damit ihr morgen keinerlei Zweifel, keinerlei Ungewissheit habt.

12     Ich will aus euch ein Volk machen, das sich seiner Bestimmung bewusst ist, ein Kenner seiner Mission ist, das darauf vorbereitet ist, mit ganzer Wahrhaftigkeit und Reinheit diesen gesegneten Samen auszusäen und zu verbreiten, den Ich zum Segen und geistigen Fortschritt der Menschheit in euer Herz fallen ließ.

13     Als Ich daher meine Lehransprache dieses Tages begann, sagte Ich euch als Erstes, dass ihr euch heute bei mir heilen und stärken sollt. Denn von dem, was in eurem Herzen ist, werdet ihr euren Mitmenschen weitergeben.

14     Vertraut niemals darauf, dass Ich meine Barmherzigkeit trotz euer Unvollkommenheiten und eures Unvorbereitetseins auf die Notleidenden, die euch aufsuchen, ergieße. Denn schon jetzt sage Ich euch, dass, auch wenn ihr hier auf der Welt das Böse verheimlichen könnt, vor Mir und wenn euer Gericht gekommen ist, euch nur eure Verdienste vor einer leidvollen Wiedergutmachung werden bewahren können.

15     Begreift ihr, was diese Unterweisung euch erklärt hat? Dann vergesst sie niemals!

16     Geliebtes Volk: Ich habe Mich auf dem Weg eures Lebens manifestiert, habe euch in unterschiedlichen Formen geprüft und habe gesehen, dass ihr Mich liebt. Ihr seid über die Felsbrocken des Weges gestolpert, aber ihr habt von eurem Glauben Gebrauch gemacht und habt euch wiederaufgerichtet.

17     Meine Lehre rettet euch, und mein Wort erhebt euch, weil ihr Glauben an meine Gegenwart habt und an meine Kundgabe durch das Verstandesvermögen dieser Stimmträger.

18     Eure Seele hat die Befriedigung gehabt, in ihrem Körper die Feinfühligkeit zu entdecken, die euch ermöglichte, meine Gegenwart in dieser Kundgebung zu erkennen.

19     Wie viele gibt es, die durch die Schriften vergangener Zeiten die Prophetien kennen, die diese Ära ankündigten. Und dennoch — wenn sie meinen Kundgebungen beiwohnen würden, würden sie ihnen keinen Glauben schenken, noch würden sie sie als Erfüllung jener Verheißungen auffassen! Es sind die, die nicht den Entwicklungsgrad erreicht haben, der ihnen erlauben würde, dieses Licht zu erkennen.

Wie viele dagegen von denen, die heute ihr Leben hingeben würden, um zu bezeugen, dass Ich es bin, der sich in dieser Zeit bei den Menschen kundgibt, hatten nicht einmal Kenntnis davon, dass es Prophetien gibt, die von diesen Ereignissen sprechen. Der Grund dafür ist, dass ihre Seele bereits darauf vorbereitet und bereit war, das Licht zu empfangen.

20     Propheten, Erleuchtete und Seher nahmen mein Kommen im Geiste wahr, sie schauten das Buch, das sich auftat, um seinen Inhalt auf das Verstandesvermögen der Menschen zu ergießen, sie bestätigten die Gegenwart der Geistigen Welt bei den Menschen. Sie sahen den neuen Berg, wo der Herr kommen würde, um sein Volk zu vereinigen. Doch wahrlich, Ich sage euch, so wie ihr herbeigekommen seid und Mich gefühlt habt, so wird ein Volk nach dem anderen und ein Mensch nach dem anderen hinzukommen, sobald für jeden die vorbestimmte Zeit für sein Erwachen gekommen ist.

21     Glaubt nicht, dass Ich Mich in jeder Nation und in jedem Volk der Erde in der Form kundgeben werde, die Ich euch gewährt habe. Aber in meiner unendlichen Macht und Weisheit werde Ich an die Türen aller Herzen zu klopfen verstehen.

22     Ich muss euch sagen, dass ihr diesen geistigen Samen, den Ich euch in dieser Zeit anvertraut habe, auf dem ganzen Erdball verbreiten und bekanntmachen müsst.

23     Die Zeit meiner Kundgabe ist die Zeit der Zubereitung dieses Volkes gewesen. Lange und ausführlich ist die Unterweisung gewesen — so lange, dass Ich einige Generationen von dieser Erde scheiden und andere kommen sah, um diese zu ersetzen. So ist dies notwendig gewesen, damit die Saat aufgehen, reifen und Frucht tragen würde.

24     Die Unterweisung geht nun ihrem Ende zu, vernehmet daher, dass Ich euch in jeder Lehransprache die Vorgehensweise offenbare, in der ihr in der Zukunft arbeiten müsst.

25     Mein Werk hat ein großes Endziel, und es ist mein Wort, das euch zu diesem Ziele führt.

26     Ich weiß, dass ihr noch Tränen vergießen werdet, obwohl ihr euch in den Reihen des Volkes befindet, das meine Stimme gehört hat. Ihr werdet eure Geteiltheit beklagen, weil die Prüfungen euch schwach antreffen werden. Dann werden es der Schmerz und die Schläge sein, die die Welt austeilt, die euch in eure Rechte das Banner des Friedens, der Vereinigung und des guten Willens nehmen lassen, von dem Ich seit den ersten Tagen meiner Kundgabe zu euch gesprochen habe.

27     Seid gesegnet, wenn ihr beim Vernehmen dieser Worte dem Schmerz zuvorkommt und euch aus Brüderlichkeit vereint. Ich sehe den Schmerz und die Traurigkeit in denen, die von der Brüderlichkeit dieses Volkes geträumt haben und noch kein Anzeichen eines Zusammenschlusses sehen konnten. Diese sind es, die Mir im Stillen sagen: "Herr, deine Liebe sei es, die uns vereint. Gib uns noch eine kurze Zeit, um für unser Heil zu kämpfen."

28     Andere fragen Mich: "Meister, warum muss sich das Herz läutern, und warum gibt es Leid, obwohl wir Dein Wort vernehmen?" Doch Ich sage euch: Volk, noch immer bist du nicht von jedem Flecken rein, noch seid ihr nicht frei von Schmerz. Es gibt Saiten in eurem Wesen, die noch nicht heimgesucht worden sind, und es ist nötig, sie zu prüfen, damit die Geistseele und das Herz Festigkeit erlangen.

29     Wenn ihr allein durch die Tatsache, dass ihr Mich vernehmt, keinen Schmerz mehr zu fühlen bekommen würdet — würdet ihr euch dann in eurem Leben bemühen, euch zu läutern und Mir näher zu kommen? Wahrlich, Ich sage euch, ihr würdet dann nichts mehr tun, um eure seelischen und moralischen Verfassungen zu bessern.

30     Wisset, Jünger, dass das Ziel eures Kampfes jene Seelenverfassung ist, welche kein Schmerz mehr erreicht, und dies Ziel wird durch Verdienste, Kämpfe, Prüfungen, Opfer und Entsagungen erreicht.

31     Beachtet jene Fälle von Geduld, Glauben, Demut und Ergebung, die ihr manchmal bei einigen eurer Mitmenschen entdeckt. Es sind von Mir gesandte Seelen, damit sie ein Beispiel von Tugend unter der Menschheit geben. Dem Anschein nach ist das Schicksal dieser Geschöpfe traurig, dennoch wissen sie in ihrem Glauben, dass sie gekommen sind, um eine Mission zu erfüllen.

32     Große Beispiele meiner Boten und Jünger habt ihr in eurer Geschichte empfangen — Namen, die euch bekannt sind; aber verkennt deswegen nicht die kleinen Vorbilder, denen ihr auf eurem Lebenswege begegnet.

33     Oftmals vollbringt ihr Taten von großer Erhebung, die den Vater als Tribut erreichen, die seines Gedenkens würdig sind, und die denen, die euch umgeben, als Beispiel dienen. Nicht immer werdet ihr euch des Wertes jenes Werkes oder des Verdienstes jener Handlung bewusst, und dies ist so besser für euch, damit das Herz nicht auf seine Verdienste stolz wird, denn dann verdirbt die Saat.

Aber die Seele hat dennoch Kenntnis vom Werte ihrer Werke. Wenn es nicht so wäre — wie oft würde sie dann ihre Zeit für mittelmäßige Werke verschwenden, im Glauben, mit hochstehenden und nützlichen Handlungen beschäftigt zu sein.

34     Jünger, ihr seid in den Leiden standhaft geworden, aber jetzt müsst ihr euch durch die Vergeistigung aufwärtsentwickeln. Es ist nicht von Bedeutung, dass euch das menschliche Leben mit seinen Nöten, seinen Sorgen und seinen Versuchungen gefangen nimmt. Diese Bezwingung ist nur scheinbar, wenn ihr die Vorgehensweise zu entdecken versteht, euch frei zu machen. Doch wie ist diese Vorgehensweise beschaffen, der Seele Ausdehnung und Freiheit zu verschaffen? Durch das Gebet, das Nachdenken über mein Werk, die Beschäftigung mit edlen Werken, das Erheben über die Missgeschicke.

35     Wer dies erreicht, wird in eine Welt von Licht und Frieden eingegangen sein, ohne zu unterlassen, seine Aufgabe in der materiellen Welt zu erfüllen.

36     Dies ist der Weg, den Ich euch vorgezeichnet habe, damit ihr dem Materialismus, den irdischen Nöten, dem Schmerz, den Versuchungen und den Lastern entkommt.

37     Ich lade euch zum Gebet ein, zur Meditation und zu den guten Werken, damit ihr dank der Vergeistigung zu den Regionen gelangt, wo ihr euren Durst mit dem Wasser der Wahrheit löschen werdet, und wo ihr vom Lichte eures Vaters umflutet sein werdet. Nur dort werdet ihr euch für die gute Erfüllung eurer Pflichten inspirieren können — sowohl der geistigen, als auch der menschlichen.

38     Solange ihr auf der Erde leben müsst, tut es in der bestmöglichen Weise. Aber zeigt nicht eure Ablehnung, wenn der Schmerzenskelch seinen Inhalt in euer Herz ergießt, indem ihr bekundet, dass ihr nicht mehr auf dieser Welt leben wollt. Die Erde ist das "Tal", wo die Seele sich läutert, und wo man Verdienste erwirbt, um eine höhere Heimstatt einzunehmen. Wenn ihr wüsstet, wie viel es eure Seele kostet, um sie zu bewohnen.

39     Es ist notwendig, dass ihr den Generationen den Weg ebnet und die Heimstätte vorbereitet, die kommen werden, um euer Werk fortzusetzen. Doch wenn ihr nicht den Teil erfüllen solltet, der euch zukommt, werden sie das tun müssen, was ihr nicht getan habt, und das, was diesen dann anbefohlen ist, werden sie anderen überlassen müssen. Meint ihr, dass ihr so dem Willen eures Vaters gerecht werdet?

40     Als ihr diesen Weg hier betreten habt, habt ihr auf euren Lippen die Frucht früherer Generationen empfangen. Dies war das Geschenk, das sie euch als Erbe hinterließen. Meint ihr nicht, dass ihr in derselben Weise etwas Vorbereitetes für die hinterlassen solltet, die bald kommen werden, um euch zu ersetzen?

41     Wach auf, Volk! Das Jenseits beobachtet eure Schritte auf der Erde! Diese Welten kennen eure Werke! Wenn sie diese Menschheit im Meer ihrer Feindschaften und Leidenschaften untergehen sieht, sind sie erschüttert und beten sie für euch.

42     Seid getrost, ihr seid nicht verlassen. Vertraut auf euren Vater und habt Vertrauen zu denen, die euch lieben und vom Geistigen Reiche aus beschützen.

43     Wenn ihr euch in der Zeit, in der Ich euch meine Unterweisung gebe, wirklich meinem Werke widmet — wahrlich, Ich sage euch, diese Zeit wird dafür ausreichen, dass ihr vorbereitet seid, um den festen Schritt auf den neuen Zeitabschnitt hin zu tun, der auf euch zukommt.

44     Diese drei letzten Jahre meiner Kundgabe habe Ich zur Repräsentation jener Jahre bestimmt, in denen Ich meine Lehre in der Zweiten Zeit predigte. So werdet ihr die Liebe, die Willenskraft und die Hingabe der Jünger, die Mir damals nachfolgten, besser verstehen können, da ihnen eine kurze Zeit genügte, um zu Jüngern des Göttlichen Meisters, zu Aposteln der Wahrheit zu werden.

45     Zwölf Erwählte waren es damals, die Mir direkt nachfolgen sollten, und von den Zwölfen kam nur einer in der Stunde der Prüfung zu Fall, als mein Abschied nahte.

46     Heute habe Ich eine große Zahl von Jüngern an meinen Tisch gesetzt, damit sie, indem sie Mich ständig vernehmen und Schritt für Schritt meinen Unterweisungen folgen, als Starke zum Ende dieser Zeit der Kundgabe gelangen — stark genug, um ihren Meister nicht zu verraten, noch sich selbst zu verraten.

47     "Wache und bete", sage Ich dir, Volk, so wie Ich es zu meinen Jüngern sagte, als die Stunde dafür gekommen war. Seid wach, denn der Körper ist schwach und kann in einem Augenblick der Schwachheit seine Seele verraten, und Ich will nicht, dass ihr später als Mensch oder als Geistwesen wegen eines Augenblicks der Verwirrung oder der Schwäche bittere Tränen vergießen müsst.

48     Meint nicht, dass die Folgen eines Ungehorsams sich sofort bemerkbar machen — nein. Was Ich euch jedoch sage, ist dies, dass ihr euch früher oder später für eure Werke verantworten müsst; auch wenn es für euch manchmal den Anschein hatte, dass eure Verfehlung keine Folgen nach sich zog, in Anbetracht dessen, dass die Zeit verging und meine Gerechtigkeit keinerlei Zeichen gab. Aber ihr wisst bereits durch mein Wort, dass Ich als Richter unerbittlich bin und dass, wenn euer Gericht gekommen ist, ihr eure Augen für das Licht des Gewissens öffnen werdet.

49     Niemand möge dieses Gericht auf sich laden, niemand habe Verlangen nach diesem Kelch des Schmerzes, der Angst, der Gewissensbisse und der Verzweiflung, denn eure Seele wird in einer Weise leiden, die ihr euch nicht vorstellen könnt, wenn ihr Gewissen sie unaufhörlich "Ungehorsame", "Verräterin", "Undankbare" nennt, nachdem sie von ihrem Meister "geliebte Jüngerin", "Liebling" und "Erbin meines Reiches" genannt worden ist.

50     Wenn Ich nicht wüsste, dass ihr noch immer eines Irrtums, eines Ungehorsams oder einer Herabwürdigung fähig seid, würde Ich nicht in dieser Weise zu euch sprechen. Aber Ich weiß um eure Schwachheit, und es ist notwendig, dass Ich euch wachrüttle. Doch warum habt ihr noch keine volle Erkenntnis der Art und Weise erlangt, in der ihr jede meiner Weisungen auslegen müsst, obwohl ihr bald am Ende meiner Kundgabe angekommen seid? Weil ihr euch bis zu dem Grade an mein Wort gewöhnt habt, dass ihr es für immer unbedeutender haltet, und euch dagegen für immer bedeutender.

51     Ich spreche zu euch um eures Wohles willen, denn meinem Geiste oder meinem Werke wird kein menschlicher Irrtum irgendetwas anhaben können. Ihr jedoch werdet euch durch eure Fehler sehr wohl viele Übel verursachen können, und Ich möchte, dass ihr euch dieses Übel erspart.

52     Ihr wisst, wie in der Zweiten Zeit ein Augenblick der Schwachheit von einem meiner Jünger nicht nur seinem Meister, sondern auch seinen Brüdern und allen, die Mich liebten, so viel Schmerz bereitete, wie von jenem Augenblick an für die, die Mir nachfolgten, alles anders wurde.

Der Meister wurde den Armen der Jünger entrissen, die Worte der Liebe, die seine Lippen so oft aussprachen, endeten. Jener gesegnete Körper, durch den sie die Gegenwart Gottes auf der Welt fühlten, verschwand. Sie fühlten, dass die Schatten des Schmerzes und der Verlassenheit ihr Leben umgaben. Doch nicht nur sie weinten über jenen Opfertod, sondern die Menschheit aller Zeiten beweinte ihn.

53     Nun frage Ich euch: Glaubt ihr, dass der Fehler jenes verräterischen Jüngers verhindert hat, dass mein Werk vollendet wird? Glaubt ihr, dass jene Verfehlung das von Mir Vorgesehene verändert hat? — In keiner Weise. Mein Werk, meine Wahrheit und meine Mission gingen mit höchster Vollkommenheit in Erfüllung, so wie alle vorgesehenen Lebensumstände eintreten mussten, die jene Jünger ihrem Herrn vor Augen führen würden. Denn der göttliche Wille wird niemals den menschlichen Handlungsweisen unterworfen sein können. Dieser vollzieht sich ungeachtet der Sünde der Menschen und wird dies immer tun.

54     Erkennt, dass Ich alle auf den Tag der Prüfung vorbereite, der näherrückt. Doch Ich sage euch, dass Mir ein einziger gewissenhafter und vorbereiteter Stimmträger genügen würde, um meine letzten Worte zu übermitteln, um mit ihnen die Wahrheit zu besiegeln, die Ich euch während so vieler Jahre und durch so viele Stimmträger offenbart habe.

55     Erkenne, Israel, wie klein die Schar ist, die sich unter dem Baum des Lebens niederlässt. Die einen haben meine göttliche Unterweisung nicht verstanden, andere hat die Versuchung auf ihren Wegen überrascht. Doch Ich gebe euch als Vater gute Ratschläge, und als Meister unterrichte Ich euch.

56     Diese Unterweisung sollt ihr eurem Herzen einprägen, damit ihr meiner Spur folgt, damit ihr dem Blinden das Licht gebt, damit der Taube den Ruf meiner Liebe vernimmt, damit der Lahme geht und Mir nachfolgt, damit die Menschheit das Licht des Mittags schaut.

57     Ich bereite derzeit die Menschen vor, um sie von jeder Sünde frei zu machen. Mein Licht erhellt ihre Herzen, damit sie die Liebe untereinander ausüben.

58     Seit dem Zeitpunkt, an dem Elias euch zur Hürde führte, seid ihr vorbereitet gewesen, um zur Vergeistigung und zum Aufstieg euer Seele zu gelangen. Ihr kamt zu Mir und habt gesagt: "Herr, vollziehe deinen Willen an mir." Ich gab euch ein neues Beinkleid, beseitigte die Lumpen, die ihr Mir darbotet, und schmückte eure Seele mit einem reinen Gewande. Ich legte in eure Seele das Zeichen meines auserwählten Volkes Israel und sagte euch: Dies sind die Reihen, zu denen ihr gehört, damit ihr gegenüber meinem Auftrag Ergebung und Gehorsam zeigt. Und ihr habt Mir gesagt: "Vater, vollziehe an mir deinen Willen."

59     Ja, meine Kinder, Ich habe euch erleuchtet, damit ihr nicht unwissend seid, damit ihr als Starke meine Unterweisung ausübt, damit ihr Mir in euren Herzen Herberge gewährt und euch vom Schlechten trennt, damit ihr den Schmerz der Menschen fühlt, die ihren Weg aus Vermaterialisierung blind gehen. Ich habe euch den geistigen Balsam gegeben, damit ihr sie heilt und ihnen neues Leben gebt, damit ihr sie zu Mir führt.

60     Ich bin in dieser Zeit gekommen, um den "Toten" Leben zu geben, um die Menschheit zu retten und ihren Abgründen zu entreißen, um von der ersten bis zur gegenwärtigen Buchseite die Unterweisung vorzutragen, die Ich ihr über die Zeiten hin gegeben habe. Hier ist meine Liebe, meine unendliche Weisheit. Wer Mich verstehen möchte, soll in Mir leben. Wer Mich lieben möchte, soll bei Mir sein und muss seinen Weg mit Vergeistigung folgen, damit ihn nicht mehr der Schmerz überfällt und er sich nicht mehr allein fühlt.

61     Dies ist deine Mission, Israel. Bereitet euch vor, denn ihr müsst meine Jünger sein, müsst eurem Meister mit ganzer Aufmerksamkeit zuhören. Denn jeder von euch muss morgen wie ein offenes Buch sein, in dem die Menschen studieren und mein Wort ergründen.

62     Eure Auftragserfüllung beschränkt sich nicht nur auf die vier Wände eines Versammlungsraumes. Nein, Israel, mein durchdringender Blick achtet auf jedes eurer Werke, und wenn ihr für kurze Zeit vom Wege abweichen möchtet, werde Ich es euch erlauben, weil ihr Willensfreiheit habt. Aber Ich sage euch: In eurem Ungehorsam werdet ihr auf Schritt und Tritt dem Schmerz begegnen. Doch wenn ihr bereuen werdet, werde Ich euch sagen: Kehrt zu Mir zurück, denn Ich erwarte euch, um euch Trost zu spenden.

63     Jeder, der zum Vater kommen möchte, muss sich von seinem Stolz, von seiner Eitelkeit und von jedem Gebrechen frei machen, das mein durchdringender Blick sieht.

64     Es hat Mir gefallen, Mich des Demütigen, des Unwissenden zu bedienen. Meine Liebe hat sein Herz bearbeitet. Ich habe ihm mein Gesetz anvertraut, habe ihn meine Gegenwart fühlen lassen und ihm gesagt: Gehe und lasse den Ruf an deine Mitmenschen ergehen, führe sie Mir zu, denn Ich werde ihnen alles geben, was sie für ihren geistigen Aufstieg benötigen.

Daher habe Ich euch gesagt, dass eure Mission groß und schwierig ist. Ihr müsst vieles verstehen und viel arbeiten auf eurem geistigen Wege. Doch ihr seid keine Armen, ihr seid Reiche, weil ihr Mich habt, weil ihr Mich vernommen und gefühlt habt, weil Ich euch ermutigt habe und euch gesagt habe: Seid unbesorgt, denn meine Barmherzigkeit wird immer mit euch sein.

Jedem "Arbeiter" habe Ich ein Stück Land übergeben, damit er es bestellt und gute Früchte erntet. Doch wenn die Früchte bitter sind, werde Ich sie nicht annehmen. Der Arbeiter wird sein Land noch einmal bestellen müssen, bis er die Früchte erntet, die einen guten Geschmack haben und würdig sind, zu Mir zu gelangen.

65     Mein Werk wird unbefleckt bleiben, und meine Wahrheit wird immer dieselbe sein.

66     Die Schandflecken und die Entweihungen dieses Volkes werden durch meine Gerechtigkeit ausgelöscht werden, und ihr werdet erleben, wie immer mein Wille geschieht.

67     Ihr wisst nun, was Ich von euch will, und was ihr nach meinem Willen nicht tun sollt. Lebt in Einklang mit eurem Gewissen, und es wird euch immer das sagen, was ihr tun müsst, um meinen Willen zu erfüllen.

68     Ich sage euch noch einmal, dass ihr wachen sollt und dass ihr beten sollt, damit es in dieser Zeit nicht einen gibt, der in der entscheidenden Stunde in Versuchungen gerät. Doch wenn sich jemand gegen meinen Willen erheben sollte, indem er das verrät, was Ich angeordnet habe, und er bewirken sollte, dass die Ereignisse einen anderen Verlauf nehmen würden — wahrlich, Ich sage euch, mein Werk wird dann keinen Schaden nehmen, weil es göttlich ist. Aber jene, die im entscheidenden Augenblick meinen Willen stolz missachten sollten, werden in ihrem Wesen die Folgen ihres Starrsinns fühlen.

 

Mein Friede sei mit euch!


 

Holen Sie sich unsere APP "Spiritualismus" kostenlos im Google Playstore unter diesem Link: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.app.spiritualismus

BWL - Band X - Unterweisung 297


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band X - Unterweisung 277 - 309

Unterweisung 297

1         Volk: Dein Wunsch, die Früchte deiner Saat zu ernten, ist edel. Doch Ich sage dir, dass du Geduld haben sollst, dass du nicht das Verlangen haben sollst, das Ergebnis deiner Werke sofort kennenzulernen, denn dies würde bedeuten, die Zeit bis zur Ernte zu verkürzen und euch damit zu begnügen, die Früchte unreif abzuschneiden.

2         Die Entfaltung dieses Werkes geschieht nicht in einem Augenblick, sie benötigt eine lange Zeit. Daher begreife jeder den Teil, den auf diesem geistigen Felde zu tun ihm zukommt, und danach anempfehle und vertraue er seine Arbeit denen an, die nach euch kommen, um euch beizustehen, indem sie die Feldbestellung fortsetzen, die ihr begonnen habt. Nach diesen werden andere kommen, und danach wieder andere. So kommt es, dass ihr nicht wisst, welchen es bestimmt ist, die Ernte an Glauben, an Bekehrung zur Vergeistigung zu ernten.

3         Jene, die das Früchtetragen erleben, werden wissen, dass dies nicht nur das Verdienst der Zuletztgekommenen ist, sondern dass es eine Arbeit war, bei der sich die Verdienste, Anstrengungen und Opfer der als Erste, als Zweite und als Dritte Gekommenen verbanden, um ein geistiges Werk zum Sieg zu führen, das allen vom Meister aufgetragen war.

4         Wisset, dass eine einzige Generation nicht fähig ist, das ganze Werk zu vollbringen, und wisset auch, dass jetzt nicht die Zeit der Ernte ist.

5         Wie könntet ihr mein Wort verständlich machen, wenn ihr es nicht befolgt? Wenn ihr so lange Zeit benötigt habt, um mein Wort zu verstehen, daran zu glauben und euren rebellischen Körper für die Erfüllung einer Mission zu schulen — wie könnt ihr dann verlangen, dass die Umwandlung der Welt sofort geschieht?

6         Ihr solltet auch nicht glauben, dass ihr bei dieser Arbeit allein arbeitet, denn ihr habt noch nicht genügend Kraft, um Werke von so großer geistiger Bedeutung zu vollbringen. Ihr müsst wissen, dass es Wesen gibt, die euch den Weg zeigen, dem ihr folgen müsst, und die euch den Weg und die Orte zeigen, zu denen ihr den Samen bringen müsst.

Diese Wegbereiter sind eure Geschwister aus anderen Welten, aus anderen Heimstätten, von denen aus sie über eure Schritte wachen und euch Breschen schlagen. Denn auch sie sind Arbeiter des Friedens, der Liebe und der Brüderlichkeit. Es sind Seelen von größerer Reinheit als die eure, von größerem Wissen und größerer Erfahrung, von denen ihr nichts Böses zu befürchten habt. Es sind die, die euch nicht zum Stillstand kommen lassen — diejenigen, die Unruhe in eure Herzen bringen, wenn ihr die Saat im Stiche lasst.

7         Ihr seid nicht allein, noch werdet ihr jemals euren eigenen Kräften überlassen werden.

8         Vertraut auf dieses Werk, schaut seine Größe. Erkennt, dass es kein dem Menschenverstande entsprungenes Werk ist, dass es keine neue Weltanschauung dieser Menschheit ist, sondern ein ewiges Licht, das schon immer den Pfad der Menschenseele erhellt hat, und in dessen Wahrheit jede Unvollkommenheit, jede Unreinheit und Sünde vergehen wird.

9         Aus meiner Wahrheit habe Ich eine Lehre gemacht, die von Liebe, Gerechtigkeit und Weisheit durchdrungen ist, durch die Ich euch ihre Macht beweisen werde, indem Ich jene bekehre und umwandle, die kurze Zeit vom rechten Pfade abgeirrt sind.

10     Weshalb den Menschen zur Vernichtung oder zu ewiger Qual verdammen, da doch seine Sünde nur vorübergehend und die Folge seiner Unwissenheit ist? Weshalb ein Wesen verdammen, das meine eigene göttliche Natur in sich trägt?

11     Wenn es für Momente oder längere Zeit eine Neigung zur Materie und einen Hang zum Bösen hatte, so wird es, wenn der Augenblick der Klarheit gekommen ist, in dem Ich meine Gnade zu seinem Herzen gelangen lasse, auf diese antworten und damit offenbaren, dass Gott in jeder Seele ist.

12     Dies ist die Natur, die der Mensch in sich selbst suchen muss — die Essenz, die er verloren hat, und die er oft vergeblich gesucht hat. Dafür habe Ich euch all die Fähigkeiten offenbart, die ihr habt, um euch selbst zu finden — um euch zu lehren, eure Seele zu entdecken, euch wirklich zu erkennen, ohne euch mit der Betrachtung des Äußerlichen, der körperlichen Gestalt aufzuhalten.

13     Lernt, das Geistige zu suchen, Jünger, und ihr werdet euch auch vom Fanatismus der Ausübung des äußerlichen Kultes befreien.

14     Dann werdet ihr erkennen, dass es nicht der Versammlungsraum, noch das Symbol, noch das Ritual ist, das die Größe des Geistwerkes enthält, sondern sein ewiger Sinngehalt und sein Endziel voller Gerechtigkeit.

15     Versucht nicht, dies Werk zu begrenzen, welches universell und unendlich ist, noch eurer geistigen Entfaltung Grenzen zu setzen, denn je mehr ihr euch in den Weg der guten Werke und des Studiums vertieft, desto größere Offenbarungen werdet ihr empfangen. Ihr werdet das göttliche Werk aus dem Unscheinbarsten empordringen sehen, werdet es in allem Geschaffenen manifestiert sehen, werdet es in eurem Wesen pochen fühlen.

16     Dies ist die Schlichtheit, mit der Ich den spiritualistischen Jünger lehre, damit auch er einfach sei wie sein Meister. Der Jünger soll durch die Wahrheit seiner Worte und die Kraft seiner Werke überzeugen und bekehren, ohne jemanden durch geheimnisvolle Kräfte oder außergewöhnliche Fähigkeiten beeindrucken zu wollen.

17     Der wahre Jünger wird durch seine Schlichtheit groß sein. Er wird seinen Meister verstehen und wird sich gleichzeitig seinen Mitmenschen verständlich machen.

18     Das Leben ist ein weites Meer, wo jeder in seinem Boot segelt. Doch während die einen Mittel und Wege suchen, um es in einen sicheren Hafen zu steuern, kentern die anderen aus Mangel an einem Ziel oder an Erfahrung.

19     Ich habe euch erneut meine Lehre gebracht. Ich will, dass ihr daran denkt, dass in ihr der rettende Hafen existiert. Weshalb sollte Ich euch ungenaue Unterweisungen, unbestimmte Worte oder Offenbarungen mit begrenztem Tiefgang bringen? Wenn es so wäre, würde Ich euch der Gefahr aussetzen, in einen neuen Fanatismus zu geraten, während ihr doch in einer Zeit lebt, in der euch das Gewissen nicht in Ruhe lässt — vor allem, wenn ihr versucht, die wahre Erfüllung des Gesetzes der Barmherzigkeit und Liebe, die Ich euch gelehrt habe, durch Vorspiegelungen zu verschleiern.

20     Höre Mich, Volk, vernehmet, Jünger: Ich gebe euch derzeit das Licht und befreie euch von Ketten, Banden und Finsternissen. Doch Ich ermächtige euch nicht dazu, aus diesem Werk eine weitere Religion zu machen, noch dass ihr es wie gewohnt mit Bildnissen und Riten erfüllt — nein! Erkennt genau, worin die Freiheit besteht, die Ich euch bringe, damit ihr sie nicht durch einen neuen Fanatismus ersetzt.

21     Seid ihr euch noch nicht bewusst geworden, dass euer Verstand und mit ihm die Seele in ihrer Entfaltung aufgehalten worden waren? Erinnert ihr euch nicht an die Flut der von euren Vorfahren ererbten falschen Ängste und Vorurteile, von denen Ich euch befreit habe, damit ihr die Wahrheit unverstellt erblickt und das Licht empfangen könnt?

22     Wenn ihr euch nicht zubereitet, wenn sich die Unlauterkeiten weiterhin bei euch zeigen, wird euer Licht hinter eurer Vermaterialisierung verschlossen, verborgen bleiben, und ihr werdet euch vor euren Mitmenschen als Unwissende präsentieren — wie die, die von dieser großen Offenbarung nichts wissen.

23     Seht immer zuerst den "Balken", den ihr im Auge habt, Jünger, um das Recht zu haben, den "Splitter" zu betrachten, den euer Bruder hat.

24     Damit will Ich euch sagen, dass ihr meine Lehre nicht dazu verwenden sollt, die Handlungsweisen eurer Mitmenschen innerhalb ihrer verschiedenen Konfessionen zu verurteilen. Wahrlich, Ich sage euch, auf all jenen Pfaden gibt es Herzen, die Mich durch ein edles und mit Opfern übersätes Leben suchen. Dennoch fragt der Jünger Mich immer wieder, warum Ich jene Unterschiedlichkeit der Weltanschauungen zulasse, die sich zuweilen widersprechen, Differenzen schaffen und Feindschaften zwischen den Menschen hervorrufen. Dazu sagt euch der Meister: Es ist deswegen zugelassen worden, weil es keine zwei Seelen gibt, die genau dasselbe Verständnis, das gleiche Licht, den selben Glauben haben, und weil euch außerdem Willensfreiheit gegeben wurde, um euren Weg zu wählen. Ihr seid niemals gezwungen worden, den Pfad des Gesetzes zu gehen, sondern seid dazu eingeladen worden, wodurch ihr die Freiheit behieltet, im Verlangen nach der Wahrheit wirkliche Verdienste zu erwerben.

25     Ebenso sollt ihr, geliebte Jünger, wissen, dass eure Aufgabe die ist, euch zu vereinigen, in Einklang zu sein, euren Arm auszustrecken und jeden an euren Fähigkeiten und Gaben teilhaben zu lassen, der euch, eure Heilkraft, euer Wort oder eure Hilfe benötigen könnte.

26     Wahrlich, Ich sage euch, wenn der Hochmut in eurem Herzen aufkeimt, werdet ihr keine Spiritualisten sein. Die erleuchtete Seele kann nicht durch jene kleinen Eitelkeiten befriedigt werden, die nur dem selbstsüchtigen Herzen schmeicheln.

27     Es ist nicht die scheinbare Auftragserfüllung, die die Jünger in meinen Augen groß machen, auch wenn sie für ihre Brüder als die Eifrigsten, Inbrünstigsten und Beharrlichsten erscheinen.

28     Die lauterste, die aufrichtigste Arbeit und daher die, die euch am meisten zu Mir erhebt ist jene, die ihr im Stillen vollbringt, auch wenn eure Mitmenschen sie nicht kennen.

29     "Eure rechte Hand soll nicht wissen, was die linke tut", sagte Ich meinen Jüngern in jener Zweiten Zeit. Daher sage Ich euch heute, da das Licht meines Geistes alles erklärt: Seid demütig ohne Heuchelei, weint wirklich um des fremden Schmerzes willen und freut euch wirklich wegen des Guten, das eure Mitmenschen genießen. Nur der, der meine Lehre in dieser Weise fühlt, wird bereit sein können, sein Leben für seine Nächsten hinzugeben.

30     Volk: Wenn es euch bestimmt gewesen ist, das Ackerland vorzubereiten und es zu besäen zu beginnen, und es andere sein mussten, die die Frucht ernten würden, so seid damit einverstanden. Denn nicht nur ihr habt das Recht, die Freuden zu genießen, auf den Feldern eures Vaters zu arbeiten, sondern alle eure Geschwister.

31     Ich bin der Weg, und ihr seid die Wanderer, die auf ihm herbeikommen.

32     Wenn ihr einmal zum Gipfel des Berges gelangt, werdet ihr eure Augen zurückwenden und all das sehen, was eure Seele durchlief, und werdet dem Vater danken.

33     Der Weg ist weit. Wer kann sagen, dass er schon alles durchlaufen hat, dass er alle Geheimnisse kennt, und dass er in alles eingedrungen ist, was jenseits von dem ist, was er sieht und hört?

34     Es ist nicht so, dass der Meister eure Arbeit geringschätzt oder das verkennt, was ihr auf dem Pfade erreicht habt — nein, Volk. Ich bin der Erste, der eure Verdienste schätzt. Wenn es nicht so wäre, gäbe es keine Gerechtigkeit in Mir.

Wenn Ich so zu euch spreche, dann deshalb, weil Ich euch begreiflich machen will, dass, obschon eure Befähigung groß ist, um sowohl im Menschlichen, als auch im Geistigen an eure Grenzen zu gelangen, euch noch vieles fehlt — dass, je mehr ihr im Unendlichen das sucht, was jenseits eurer körperlichen Sinne existiert, ihr desto mehr Lerngebiete entdecken werdet, die zu erkennen und zu lernen sind.

35     So, wie Ich euch im Fassungsbereich eurer Intelligenz eine Natur überlassen habe, damit ihr sie erforscht, habe Ich euch die Existenz einer Welt offenbart, die jenseits dieser Natur ist, damit ihr mittels der Seele in sie eindringt. Ich habe euch forschen und untersuchen lassen, damit ihr das Geistige Leben kennenlernt. Doch Ich sage euch, dass ihr euch nicht auf das Wenige beschränken sollt, was ihr bis heute wisst. Seid lernbegierig, schult euch, um in jene unendliche Welt einzudringen, arbeitet fleißig, damit ihr am Ende eures Tagewerkes befriedigt ausrufen könnt: "Wir haben unseren Auftrag erfüllt."

36     Meine Lehre lässt die Seele nicht stillstehen, meine Lehre hält die Entwicklung des Menschen auch nicht auf — im Gegenteil, sie macht ihn frei von Ängsten und Vorurteilen und lässt ihn den Lichtweg schauen, der ihn erwartet.

37     Betrachtet diese Menschheit, die den Anschein erweckt, den Höhepunkt ihrer Wissenschaft und ihrer Forschungen erreicht zu haben, und die in Wirklichkeit nur am Anfang der Wissenschaft steht, die sie morgen erreichen wird, wenn sie ihrem Verlangen nach Wissen das Ideal der Brüderlichkeit hinzufügt.

38     Heute durchleben die Menschen eine Epoche der Verwirrung, weil sie nicht begriffen haben, dass ihr ganzes Leben und all ihre Mühen sie zur Entfaltung ihres Geistes führen sollen, dessen Ziel die Zwiesprache ihres Geistes mit dem des Schöpfers sein soll.

39     Der Kult, zu dem sich heute die Mehrheit der Menschen bekennt, ist der Materialismus.

40     Solange die Glaubenslehren und Religionen auf ihren Unterschiedlichkeiten bestehen, wird die Welt weiterhin ihren Hass nähren und nicht den entscheidenden Schritt hin zur wahren Gottesverehrung tun können. Doch wann werden sich die Menschen verstehen und vereinigen und so den ersten Schritt zur Liebe untereinander tun, wenn es noch immer Menschen gibt, die in der Meinung, den Schlüssel oder das Geheimnis zur Rettung der Seelen und die Schlüssel des ewigen Lebens zu besitzen, all jene nicht anerkennen, die auf anderen Wegen gehen, weil sie ihrer Auffassung nach nicht würdig sind, zu Gott zu kommen?

41     Macht euch also das wahre Ziel des Spiritualismus bewusst, dessen Lehre über jeder Konfession, jeder menschlichen Ideologie und jeder Sekte steht.

42     Studiert den Sinngehalt dieser Botschaft, die das Gesetz Gottes enthält, und ihr werdet erkennen, dass sie auf alle Menschen, alle Völker und alle Lebensumstände anwendbar ist, in denen ihr euch befinden könnt.

43     Seht, wie angesichts der Wahrheit dieser Unterweisung Unterschiede, Entfremdungen, Feinschaften und Widerstände verschwinden, weil ihr alle bei ihrem Lichte gleich erscheint, ihr alle angesichts ihrer Liebe Geschwister seid, ihr alle gegenüber ihrer Gerechtigkeit unvollkommen seid.

44     Dieses Wort stammt von Mir, ist Lebensquell, ist Alpha und Omega, Anfang und Ende. Daher werden die Menschen, um ihre Unwissenheit zu überwinden, ihre Konventionen und ihren religiösen Fanatismus hinter sich lassen und zu Mir kommen müssen, der Ich im Geiste bin — nicht unter den Anbetungsformen, die jeder Mir darbringen wollte. Doch wenn sie zur wahren Quelle gelangen, werde Ich alle empfangen, ihre Schmerzen beseitigen, sie von ihrer schweren Last befreien und sie miteinander versöhnen.

45     Bedenkt: Wenn ihr alle eure Rolle in diesem Leben verstehen könntet, hätte die Menschheit bereits darauf verzichtet, egoistisch zu sein, und wenn jeder einzelne Mensch seine Herkunft, seine Bestimmung verstehen würde, würde er alle seine Werke mit dem Ziel in Beziehung setzen, für das er geschaffen wurde.

46     Es besteht keine Notwendigkeit mehr für vielerlei Religionen auf der Welt, ihr seid nun alle an dem Punkt angelangt, euch in einem einzigen Glauben und in einer einzigen Art der Gottesverehrung zu vereinen. Nur in der Vereinigung der Gedanken und in der seelischen Verbundenheit werdet ihr das Licht finden können, das euch zum Fortschritt, zur Harmonie und zum Frieden bringt.

47     Ihr werdet nun erleben, dass keine Religion den Frieden der Menschen und ihre geistige Freiheit erreichen wird. Stattdessen werdet ihr Zeugen sein, wie meine Göttliche Botschaft, die zu den einen durch Schriften und zu anderen durch Inspirationen gelangt, die Rettung, die Vereinigung und die Vergeistigung der Menschen erreichen wird.

48     Der Spiritualismus schafft keine Ungleichheiten, der Spiritualismus ist die Lehre, die die Menschheit benötigt und die sie unbewusst ersehnt. Denn sie ist der Friede, ist die Liebe, ist die Gerechtigkeit, ist das Licht, wonach die Menschen hungern.

49     Meint ihr, die ihr diese Worte vernehmt, dass Ich in eure Herzen Abneigung oder Übelwollen gegenüber denen eurer Mitmenschen säen könnte, die sich zu anderen Konfessionen bekennen? Niemals, Jünger, ihr seid es, die beginnen sollen, das Beispiel von Brüderlichkeit und Harmonie zu geben, indem ihr alle mit der gleichen Zuneigung betrachtet und liebt, mit der ihr die anblickt, die eure Art zu denken teilen.

50     Diesen Schritt werden alle Religionsgemeinschaften tun müssen. Sie werden sich von der Sehnsucht inspirieren lassen müssen, einander in einem Akt der Liebe zu ihrem Vater zu lieben, den zu verehren alle behaupten.

51     Fürchtet euch nicht, wenn man euch Verirrte nennt — reicht allen die Hand. Bedenkt, dass dieses Werk, das für euch wahrhaftig ist, anderen als falsch erscheinen könnte, weil ihm in ihren Augen die Weihe fehlt, die die Religionen erhalten haben, um anerkannt zu werden.

52     Wenn ihr an Mich glaubt, wenn ihr glaubt, dass Ich Mich im Worte dieser Stimmträger kundtue, so fürchtet nicht das Urteil eurer Mitmenschen. Denn meine Lehre ist so beredsam, und meine Botschaft enthält so viele Wahrheiten, dass ihr, wenn ihr diese Waffen gut zu gebrauchen versteht, schwerlich besiegt werden könnt.

53     Niemand wird euch dafür verurteilen können, dass ihr mit Eifer die Wahrheit, das Vollkommene sucht. Dazu habt ihr alle ein heiliges Recht, und dafür ist euch die Freiheit gegeben worden, dem Lichte zuzustreben.

54     Volk, du hast lange Zeit an meinem Tische gegessen und getrunken. Wenn ihr noch geistigen Hunger spürt, ist dies ungerechtfertigt, denn euch wurden Tag für Tag Speisen angeboten. Ich habe Durst nach eurer Liebe, doch was gebt ihr Mir zu trinken? Die Galle und den Essig eurer Zwistigkeiten und eures Unverständnisses!

55     Ich sage euch an diesem Gnadentage: Lasst meine göttliche Ausstrahlung in euer Herz dringen, damit ihr meine Gegenwart fühlt und euer Leben umwandelt.

56     Ich bin zwar als Richter gekommen, doch die Wahrheit ist, dass, wenn ihr im Worte des Richters sucht, ihr euch notwendigerweise in der Gegenwart des Vaters befinden müsst — jenes Vaters, der euch liebt und Der sich daher auf so vielerlei Weise offenbart, damit ihr Ihn besser kennenlernt.

57     Ich weiß, je größer eure Erkenntnis wird, desto größer wird eure Liebe zu Mir sein.

58     Wenn Ich euch sage: "Liebt Mich" — wisst ihr, was Ich euch damit sagen will? Liebt die Wahrheit, liebt das Gute, liebt das Licht, liebt einander, liebt das Wahre Leben.

59     Lernt, Mich zu lieben, erkennt, wie meine Liebe euch trotz eurer Verstöße und Sünden überallhin folgt, ohne dass ihr euch ihrem Einfluss entziehen oder ihr ausweichen könnt. Erkennt: Je schwerer eure Verfehlungen sind, desto größer ist mein Erbarmen mit euch.

60     Die Bosheit der Menschen möchte meine Liebe abwehren, aber sie kommt nicht gegen sie an, weil die Liebe die universelle Kraft, die göttliche Macht ist, die alles erschafft und alles bewegt.

61     Der Beweis für alles, was Ich euch sage, ist der, den Ich euch gegeben habe, als Ich Mich unter euch in dieser Zeit kundtat, in der die Menschheit sich im Abgrund ihrer Sünde verirrt hat. Meine Liebe kann keinen Ekel vor der menschlichen Sünde empfinden, wohl aber Mitleid.

62     Erkennt Mich, kommt zu Mir, um eure Flecken im kristallklaren Brunnquell meiner Barmherzigkeit abzuwaschen. Bittet, bittet, so wird euch gegeben werden.

63     Was könnt ihr vor Mir präsentieren, sei es in eurem Herzen oder in eurer Seele, was Ich nicht sehe? Welches Leiden, welche Sehnsüchte, Sorgen oder Geheimnisse könntet ihr vor Mir verbergen? Keine. Lernt daher, geistig zu beten, euch innerlich vor Mir zu bekennen, auf meine Vorhersehung und meine Barmherzigkeit zu vertrauen, damit ihr jenen Frieden in euer Herz strömen lasst, der ihm so sehr fehlt.

64     Ich habe euch gesagt, dass das Gebet die Sprache der Seele ist, mit der euer Herz zu Mir spricht, klagt, Mich bittet, weint und gestärkt wird. Aber manchmal, wenn euer Wesen voller Wonne ist oder sich von Frieden durchflutet fühlt, wird das Gebet zu einem geistigen Hymnus, der bis in die Höhe meines Reiches gelangt.

65     Vertraue auf Mich, Volk, vertraue auf Mich, Menschheit, überzeugt davon, dass es auf der Erde keinen Menschen, kein Volk, kein Gesetz gibt, dem ihr eure Rettung anvertrauen könntet. Kommt zu Mir, sucht Mich, sucht die Wahrheit, dann werdet ihr eines Tages alle in einem einzigen "Tale", unter ein-und-demselben Lichte vereint sein.

66     Menschen, Nationen, Rassen und Völker, sie alle werden dem göttlichen Rufe folgen müssen, wenn der Geist des Menschen, seiner Gefangenschaft auf Erden überdrüssig, sich erhebt, die Ketten des Materialismus zerbricht und den Jubelschrei der geistigen Befreiung ausstößt.

67     Heute mag euch die Erfüllung meines Wortes sehr ferne erscheinen, ebenso wie die moralische und geistige Umwandlung dieser Menschheit. Doch es ist eure Sache, den Weg zu bahnen und den Teil zu erfüllen, der euch zukommt. Wenn ihr es nicht tut, habt ihr kein Recht, die Erfüllung meines Wortes zu beurteilen.

68     Es wird eine Zeit kommen, in der das Verlangen des Menschen, seine Seele höher zu entwickeln, so brennend sein wird, dass er alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel anwenden wird, um dies Tränental in eine Welt zu verwandeln, in der die Harmonie regiert, dass er "Unmögliches" vollbringen wird, dass er bis zur Aufopferung und übermenschlichen Anstrengung gehen wird, um Kriege zu verhindern.

69     Jene Menschen werden es sein, die diese Welt emporbringen, die aus dem menschlichen Leben den Leidenskelch entfernen, die alles wiederaufbauen, was die vergangenen Generationen in ihrem blinden Machtstreben, in ihrer Vermaterialisierung und Unbesonnenheit zerstört haben. Sie werden es sein, die über der wahren Anbetung für Mich wachen — jener Verehrung ohne Fanatismus oder äußerliche und unnütze Kulthandlungen. Sie werden versuchen, der Menschheit begreiflich zu machen, dass die Harmonie zwischen den menschlichen Gesetzen und den geistigen und deren Erfüllung der beste Gottesdienst ist, den die Menschen Gott darbringen können.

70     Möchtet ihr nicht zu deren Zahl gehören? Möchtet ihr nicht, dass eure Kinder zu jenen Menschen mit hochstehender Seele gehören? Ihr könnt diese Sehnsucht stillen. Es liegt an euch, den Weg derer zu ebnen, die Ich eurer Erziehung und Fürsorge anvertraut habe, damit, wenn die Stunde gekommen ist, den entscheidenden Kampf des Geistes gegen die Herrschaft der Materie zu beginnen, sie sich im Bewusstsein ihrer Mission, stark in ihrem Glauben und von dem Wissen erfüllt, das mein Wort vermittelt, vereinigen können und einen einzigen Körper, ein einziges Volk, einen einzigen Geist bilden, der auf seinem Wege Mauern niederreißt und Hindernisse überwindet, so wie Israel, als es das Gelobte Land suchte.

71     Ich weiß: Wenn ihr eure Kinder nicht genügend vorbereitet zurücklasst, wird eure Seele vom Jenseits aus das Los derer beweinen, die verlassen auf der Erde zurückblieben, weil sie sie unterliegen sehen werden, ohne sich gegen die Invasion von Missgeschicken und Plagen verteidigen zu können, die kommen werden, um die Völker der Erde zu geißeln.

72     Könnt ihr euch die Sühne und den Schmerz der Seele vorstellen, die bei ihrer Ankunft in der Geistigen Welt, anstatt süße Früchte zu ernten, nur Dornengestrüpp und Brennnesseln antrifft?

73     Das ist es, was ihr rechtzeitig vermeiden müsst — jetzt, da ihr das Licht einer Unterweisung, die Ich euch für die Rettung aller Menschen übergebe, in Hülle und Fülle habt.

Mein Friede sei mit euch!

 

Holen Sie sich unsere APP "Spiritualismus" kostenlos im Google Playstore unter diesem Link: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.app.spiritualismus

Empfohlene Posts

Der Vorläufer

Der Beginn eines neuen Zeitalters DE_BW    -   2.8.2026   -  Anna Maria Hosta  BWL Bd. VIII _ U 234: 26. Jetzt ist ein Augenblick der Gnad...