1
Geliebte Jünger, ihr kommt von verschiedenen
Wegen herbei, und ihr vereint euch im Augenblick des Gebetes, um die Seele zum
Vater zu erheben. Ich empfange euch, vernehmt meine Stimme. Kehrt zu Mir
zurück, wenn ihr den Weg verloren habt. Heute seid ihr bei Mir. Seit langem
schon rufe Ich euch, und wahrlich, Ich sage euch, Ich habe jeden von euch
erwartet.
2
Euch, die ihr hier zusammengekommen seid,
empfange Ich stellvertretend für die Menschheit. Das, was Ich euch zuteilwerden
lasse, habe Ich damit allen euren Mitmenschen zuteilwerden lassen. Die, die in
den Schatten dieses Baumes gekommen sind, und die, die ferne von ihm sind,
werden von Mir in gleicher Weise geliebt.
3
Bete, Volk, dies ist die Sprache der Seele. Aber
lernt diese Sprache, damit, wenn ihr zu Mir sprecht, ihr Mich gleichzeitig zu
vernehmen versteht. Sprecht mit Mir mit Hochachtung und Demut, aber mit dem
Vertrauen, das man zu einem Vater hat — mit der Vertraulichkeit, mit der man
mit einem Freunde spricht.
4
Öffnet euer Herz, dieses ist mein Tempel, und
lasst zu, dass in seinem Innern der Klang meiner Stimme vernehmbar wird, welche
Rat, Inspiration und Offenbarung ist.
5
Wenn ihr in den Sinngehalt meiner Unterweisungen
eindringt, und ihr meine Stimme kennt, so wie ein Schaf die Stimme seines
Hirten kennt, werdet ihr begreifen, dass Ich zu allen Zeiten und in jedem
Augenblick eures Lebens zu euch gesprochen habe. Wenn es nicht so wäre, wäre
"das Wort" nicht ewig.
6
Der Mensch ist in meinen Augen immer wie ein
kleines Kind gewesen, das von Gefahren und Stürzen bedroht ist, und da Ich sein
Vater bin, liebe Ich es und führe es, auch wenn sein Herz manchmal für meine
Ratschläge, meine Rufe und Lektionen taub ist.
7
Heute durchleben die Menschen einen
Zeitabschnitt großer Prüfungen, doch nicht deshalb, weil Ich Mich an ihrem
Schmerz freue, sondern weil die Menschen sich gerechterweise selbst reinigen
müssen, wenn sie sich befleckt haben.
8
Ihr alle wisst, dass Ich das Reine liebe, dass
nur das Reine zu Mir gelangt. Dies sagt euch euer Gewissen.
9
Das Licht meines Geistes ist auf alles Fleisch
und auf jeden Geist ausgegossen, damit ihr die Prüfungen studieren und deuten
könnt, die euch das Leben täglich als Lektionen gibt, damit ihr euch erkennen
und die Aufgabe verstehen könnt, die ihr zur Erde mitgebracht habt.
10 Warum
fürchten viele von euch, dass euer Schicksal von Mir mit Prüfungen, Schmerzen, Strafen oder Unglücksfällen
niedergeschrieben worden ist? Wie könnt ihr zu der Auffassung gelangen, dass
Der, der euch in vollkommener Weise liebt, euch einen Weg voller Dornen
beschert? Wahrlich, Ich sage euch, der unheilvolle und mit Schicksalsschlägen
besäte Weg ist jener, den ihr nach eurem Willen
wählt, in der Meinung, dass auf ihm Freuden, Freiheit, Glückseligkeit zu finden
seien, ohne zu begreifen, dass es gerade der euch bestimmte Weg ist, von dem
ihr euch entfernt, auf dem wahrer Friede, Sicherheit, Kraft und Gesundheit,
Wohlergehen und Überfluss zu finden sind.
11 Dieser
Weg, den Ich euch in meiner Lehre anbiete, ist der eurer Seele von ihrer
Erschaffung an vorbestimmte, damit ihr auf ihm schließlich das findet, was ihr
ersehnt.
12 Gesegnet
seien die, die zum Wege zurückkehren, wenn sie dieses Wort vernehmen, denn auf
ihm werden sie das Erbe wiederfinden, das sie verschmäht hatten.
13 Auf
meinem Wege gibt es gleichfalls Prüfungen, aber diese sind Anweisungen für die
Seele, sind Licht und Offenbarung, womit das Leben euch einen Anstoß gibt, um
euch in dem rasenden Laufe aufzuhalten, der euch ins Verderben führt.
14 Tausend
Prüfungen seid ihr unterworfen, Jünger, damit alle Fähigkeiten eurer Geistseele
erweckt und alle Saiten eures Herzens in Einklang gebracht werden.
15 Dies
Volk ist der starke Sohn, der die Prophetien und die Unterweisungen besitzt.
Daher sage Ich ihm unablässig, dass er mein Wort ausüben soll, dass er es auf
sein Leben anwenden soll, damit er den Wert seiner Gaben kennenlernt, dass er
den Sinngehalt meiner Lehre eifrig suchen soll, damit er die Lichter entdeckt,
die Ich euch damals versprach, als Ich euch sagte, dass Ich euch den Geist der
Wahrheit senden würde, um euch die früheren Offenbarungen zu erklären.
16 Ich
lasse zu, dass dieses Volk im Verborgenen und unbekannt anwächst, ohne dass die
Menschheit seine Gegenwart bemerkt, bis die Stunde kommt, das Schweigen zu
brechen, was geschehen wird, wenn diese Menschen sich in Wahrheit und im Geiste
vereinigt haben.
17 Wenn
ihr Mich vernehmt, erbebt euer Wesen vor Liebe, und ihr fragt euch: "Wo
habe ich diese Stimme wohl schon einmal vernommen?" Andere sagen, wenn sie
Mich hören: "Mir kommt es so vor, als ob ich den Meister am Ufer eines
Flusses oder auf einem Berge predigen sehe. Wo habe Ich Ihn wohl gesehen?"
18 Ja,
Volk, dein Glaube sagt dir, dass Ich es bin, der zu dir spricht, obwohl du
weißt, dass Ich nicht Mensch geworden bin. Denn Ich sagte euch, dass Ich
"in der Wolke" kommen würde, und so habe Ich es erfüllt.
19 Wenn
Ich das Verstandesvermögen des Menschen benutzt habe, um zu euch zu sprechen,
dann deshalb, weil ihr Mich, wenn Ich zu euch von Geist zu Geist gesprochen
hätte, nicht vernommen und noch weniger verstanden hättet.
20 Aber
diese Art der Kundgabe ist kurz gewesen und geht nun bald zu Ende, weil es
dafür nur nötig war, dass einige Mich vernähmen, damit sie wüssten, wie ihr in
der Zukunft meinem Willen gemäß mit Mir in Verbindung treten sollt und es der
Menschheit anzukündigen verstündet.
21 Ich
will aus euch eine einzige Familie machen. Dafür ist es unbedingt notwendig,
dass ihr eine einzige Anbetungsform habt und das gleiche Gesetz befolgt.
22 Du,
Volk, beginne damit, jenes Beispiel von Brüderlichkeit und Einigkeit zu
präsentieren. Solange ihr dies nicht erreicht, werdet ihr aus der
Verborgenheit, in der ihr euch befindet, nicht zum Lichte des Weges
empordringen können, auf dem euch eure Mission erwartet.
23 Das
Licht, das von dieser geistigen Unterweisung ausstrahlt, erhellt den Geist der
Menschheit, und wenn die Menschen einmal dahin gelangen, eine wahre Erkenntnis
der Zeit zu haben, in der sie derzeit leben, werden sie mit absoluter Klarheit
die Essenz dieser Lehre erkennen, die alle eure Religionen überstrahlen wird.
Ihr fragt Mich: "Meister, sind die Religionen also nicht wahr?"
Darauf sage Ich euch: Wenn sie die Wahrheit wären, so würde nur eine einzige
existieren, weil die Wahrheit eine einzige ist. Jede von ihnen enthält einen
Teil jenes höchsten Lichtes, sie alle sind Wege, die die Seele führen und sie
der Quelle des Wissens näher bringen.
24 Die
absolute Wahrheit besitzt kein Mensch, noch ist sie in irgendeinem Buche
enthalten. Diese göttliche Klarheit, diese allmächtige Kraft, diese unendliche
Liebe, diese uneingeschränkte Weisheit, diese vollkommene Gerechtigkeit ist in
Gott. Er ist die einzige Wahrheit.
25 Versteht
mein Lehrwort. Jede Religion ist eine
Art, die Wahrheit zu begreifen, aber nicht die Wahrheit selbst. Daher seht ihr
die Unterschiede, die zwischen ihnen existieren. Ich sage euch noch einmal,
dass, wenn sie die höchste Wahrheit enthielten, sie alle gleich wären und eine
einzige Vorstellung, eine
Weltanschauung, einen einzigen Weg darstellen würden, um zu Mir zu gelangen.
26 Wenn
daher meine Lehre einmal auf der Welt anerkannt ist, wird das Verständnis des
Menschen sie über jede Religion stellen, weil er begreift, dass er sie nicht in
irgendeiner Weise darstellen oder vermaterialisieren darf, da er sie dann nicht
auf das Leben selbst anwendet. Ihr sollt nun begreifen, dass diese Lehre nicht
dazu da ist, um sie durch Symbole sinnlich wahrnehmbar zu machen, sondern um
sie in der Seele zu fühlen. Wenn ihr sie einmal so versteht, dann werdet ihr in
der Lage sein, dem Vater die innerliche Verehrung darzubringen, welche die
wahre ist, welche ohne Zurschaustellung, ohne Heuchelei, ohne eigennützige
Interessen geschieht.
27 Die
Geistlehre ist keine Theorie, sie ist eine praktische Unterweisung sowohl für
das menschliche Leben als auch für das Leben der Seele. Es gibt keine andere,
umfassendere und vollkommenere Unterweisung als sie. Sie begleitet euch, noch
bevor ihr zur Erde kommt, sie folgt euch während des ganzen Tagewerks auf
dieser Welt und verschmilzt mit eurer Seele, wenn sie zu ihrer vorigen
Heimstatt zurückkehrt.
28 Nicht
Ich werde es sein, der aus euren Gottesdiensten die Liturgie und die
Traditionen entfernt — es wird der Geist des Menschen sein, der sich
unwillkürlich über seine alten Vorstellungen erhebt angesichts der
Notwendigkeit größeren Lichtes, das seinen Entwicklungsweg erhellt. Bald wird
der Mensch begreifen, dass das einzige, was er Gott darbringen kann, die
Ausübung der Liebe ist, denn Liebe bedeutet das Gute, Barmherzigkeit, Weisheit
und Gerechtigkeit.
29 Der
Spiritualismus löscht kein einziges der Worte aus, die Christus einst
verkündete. Wenn es nicht so wäre, dürfte er sich nicht diesen Namen geben, da
er sich der Wahrheit entgegenstellen würde. Wie könnte dies Wort gegen jenes
sein, da es doch derselbe Meister ist, der es ausspricht. Wenn ihr wirklich in
den Sinngehalt dieser Lehre eindringen würdet, würdet ihr sehen, dass mein Wort
von heute die Erklärung oder Erläuterung all dessen ist, was Ich einst sagte.
Daher ist die Menschheit von heute und die der Zukunft in der Lage, mehr zu
verstehen als die vergangener Generationen und deswegen auch das Gesetz auf
eine reinere, höhere und wahrhaftigere Weise zu erfüllen.
30 Wenn
ihr eure Mitmenschen bei ihrer Religionsausübung genau beobachtet, werdet ihr
sehen, dass sie das, was früher Gegenstand ihrer Anbetung war, jetzt ohne
innere Anteilnahme betrachten. Der Grund dafür ist, dass die Seele von selbst
erwacht und nach dem verlangt, was sie wirklich nähren kann. Darum sage Ich
euch, dass die äußerliche Kultausübung dieser Menschheit dazu bestimmt ist, zu
verschwinden.
31 Euch,
die ihr dieses Wort empfangt, kommt es zu, mein Werk in seiner ganzen
Schlichtheit, Geistigkeit, Reinheit und Einfachheit zu präsentieren, ohne
irgendeine Möglichkeit zu lassen, dass man in ihm in den Fehler verfällt, Riten
zu schaffen, neue Traditionen oder neue Sinnbilder zu schaffen, die euch vom
wahren Wege abbringen.
32 Die
Zeit, das Göttliche oder das Geistige durch materielle Formen darzustellen, ist
vorbei. Wenn die Menschheit Symbole und Bildnisse geschaffen hat, weil in jenen
Zeiten das Gesetz in Stein gemeißelt war und die Propheten menschliche Wesen
waren, und aufgrund der Tatsache, dass "das Wort" Mensch wurde und
mit den körperlichen Augen gesehen wurde, so komme Ich heute im Geiste, und
meine Boten kommen gleichfalls im Geiste zu euch. Welche neue Sinnbilder oder
neue Formen könntet ihr vom Unendlichen, vom Nichtdarstellbaren schaffen?
33 Die
Geistlehre ist der Ausdruck und die wahre Nahrung der Geistseele. Daher trennt
sie sich von jeder Vermaterialisierung und jedem prunkhaften Kult.
34 Aufgrund
all dessen, was Ich euch an diesem Tage gesagt habe, werdet ihr begreifen, wie
groß eure Verantwortung gegenüber euren Mitmenschen ist.
35 Befolgt
das, was euch mein Wort aufzeigt, und es wird die beste Art und Weise sein, mein
Werk vor den anderen zu präsentieren.
36 Übt
die Barmherzigkeit aus, spendet Licht, befreit den von Irrtümern, der in ihnen
zu Fall gekommen ist. Schafft ein Werk des Friedens, der Brüderlichkeit und
Einigkeit, dann wird meine Liebe eure Schritte begleiten.
37 Begreift,
dass Ich Licht im Verstande der Menschen bin, die die Entfaltung ihrer Seele
anstreben. Ich bin der Trost für jene, die von Leiden niedergedrückt werden.
38 Seit
langem habe Ich Mich der Welt nicht mehr in Worte offenbart, und daher kommt
ihr jetzt, da es sich erneut hören lässt, begierig herbei, den Meister zu
vernehmen und seine neue Botschaft kennenzulernen.
39 Von
Zeit zu Zeit ist es notwendig, dass sich mein Geist in irgendeiner für euer
Auffassungsvermögen zugänglichen und verständlichen Weise offenbart. Diese
Notwendigkeit, zu euch zu sprechen, ist in eurem Ungehorsam gegenüber meinem
Gesetz, in eurem Abweichen vom wahren Wege begründet.
40 Der
Mensch ist aufgrund der Willensfreiheit, die er genießt, das rebellischste
Geschöpf der Schöpfung. Bis heute hat er sich nicht den Weisungen des Gewissens
unterwerfen wollen.
41 Mein
Wort möchte die einen zurückhalten, anderen Orientierung geben, alle in der
Wahrheit bestärken und euch aus den Abgründen retten.
42 Nehmt
keinen Anstoß an der Art und Weise, in der Ich Mich jetzt offenbare, die so
anders ist als die der "Zweiten Zeit". Wisset, dass Ich niemals
zweimal die gleiche Form gebraucht habe, da es bedeuten würde, euch bei ein und
derselben Unterweisung verharren zu lassen, und Ich komme immer, um euch neue
Lektionen zu lehren und um euch zu helfen, neue Schritte zu gehen.
43 Mich
erreicht die Wonne, die eure Seele fühlt, wenn sie Mich vernimmt, weil sie
weiß, dass jede Unterweisung von Mir Licht, Ermutigung, Erkenntnis und
Zurüstung für den ist, der sie zu nutzen versteht.
44 Zweifellos
ist der Jünger, der sie nutzt, ein Mensch, der sich im Leben sicher fühlt, der
Glauben an seine Bestimmung hat, der den Tod nicht mehr fürchtet und sich
stattdessen an dem Gedanken an jenes geistige Leben, das ihn erwartet, erfreut.
45 Selig,
wer meine Unterweisungen vernimmt, sie sich zu eigen macht und sie befolgt,
denn er wird auf der Welt zu leben verstehen, wird der Welt abzusterben
verstehen und, wenn seine Stunde gekommen ist, in der Ewigkeit auferstehen.
46 Gesegnet
sei, wer sich in mein Wort vertieft, denn er hat den Grund für den Schmerz, den
Sinn der Wiedergutmachung und der Sühne begreifen gelernt, und statt zu
verzweifeln oder zu lästern, womit er seine Pein noch vermehren würde, erhebt
er sich voller Glauben und Hoffnung, um zu kämpfen, damit die Last seiner
Verschuldungen täglich leichter wird und sein Leidenskelch weniger bitter.
47 Frohsinn
und Frieden ist den Menschen des Glaubens zu eigen — denen, die mit dem Willen
des Vaters einverstanden sind.
48 Wie
lichtvoll wäre euer Leben und wie großartig und wegweisend wäre eure
Wissenschaft, wenn ihr eure Nächsten lieben und den Willen eures Vaters tun
würdet — wenn ihr etwas von eurer Willensfreiheit opfern und gemäß dem, was
euch das Gewissen befiehlt, wirken würdet. Eure Wissenschaft würde dann beim
Überschreiten der Grenzen des Materiellen das Überirdische berühren; denn
bisher hat sie sich jenen Grenzen nicht einmal genähert.
49 Welche
Bestürzung fühlt die Seele des Wissenschaftlers, wenn sie diese Welt verlässt
und schließlich der göttlichen Wahrheit gegenübersteht! Dort senkt sie
schamerfüllt ihr Angesicht und bittet darum, dass ihr ihr Hochmut vergeben
werde. Sie glaubte alles zu wissen und zu können, leugnete, dass etwas
existiere, was jenseits ihres Wissens oder ihres Begreifens liege. Aber nun, da
sie vor dem Buch des Lebens steht, vor dem unendlichen Werk des Schöpfers, muss
sie ihre Armseligkeit erkennen und sich in Demut hüllen vor Dem, der absolute
Weisheit ist.
50 Warum
nicht schon hier dieses Buch durchblättern, da es von Mir erlaubt und
anbefohlen ist? Warum sich nicht durch Vergeistigung vorbereiten, um zu ihm zu
gelangen und auf seinen Seiten die Lektion zu lernen, die erleuchtet, oder die
Offenbarung, die die Geheimnisse erklärt?
51 Wisse,
Volk, dass nicht nur ihr imstande seid, geistige Botschaften und Inspirationen
empfangen zu können. Es gibt viele Menschen auf der Welt, die, ohne zu wissen,
dass Ich mein Wort durch diese Stimmträger verströme, die Nähe eines Lichtes
ahnen, das bereit ist, sich in Offenbarungen auf die Menschheit zu ergießen.
Sie werden von meinem Geiste die nötige Vorbereitung erhalten, damit, wenn sie
euer Zeugnis vernehmen und ihr ihnen meine göttliche Botschaft übermittelt, sie
jubelnd sagen: "Das ist es, was ich erhofft habe."
52 Ich
bereite euch auf diese Weise vor, damit ihr, wenn der Augenblick gekommen ist,
dass ihr einander begegnet, Bande der Vereinigung zu knüpfen und euch zu
verstehen vermögt.
53 Ich
sage euch noch einmal, dass nicht ihr allein es seid, die in dieser Zeit von
meinem Geiste die Erleuchtung empfangen. Denn der Zeitpunkt wird kommen, an dem
alle in unterschiedlichen Formen empfangenen Botschaften zusammen eine einzige
geistige Macht auf dieser Welt darstellen.
Ihr werdet das Eure beitragen — das, was Ich euch übergebe,
das heißt: meine neuen Offenbarungen. Denn das Gesetz ist nicht neu, es ist
dasselbe wie das, das Ich euch in den vergangenen Zeiten gab — das Erbe der
großen Wahrheit, an die Ich euch erinnert habe, damit ihr nicht vom Pfade
abirrt. Das Gesetz, geliebtes Volk, ist die Saat der Welt von morgen.
54 Heute
durchlebt ihr noch eine Epoche des Zweifels, des Skeptizismus' und des
Misstrauens. Aber dies göttliche Licht, das auf jede Seele ausstrahlt, wird
selbst den letzten Schatten von Ungewissheit zerstreuen, und die Wahrheit wird
dann im Leben der Menschen regieren.
55 Ihr,
die ihr mein Wort des Friedens, meine Liebeslektion vernehmt, sollt niemals ein
Werk der Zwietracht schaffen. Im Gegenteil: euer Streben soll immer sein, zu
vereinigen, Frieden zu stiften, die Erfüllung des Gebotes zu erreichen, das
euch lehrt, einander zu lieben.
56 In
der Natur werden Ereignisse eintreten, die die Wissenschaftler der Menschheit
nicht werden erklären können. Dann soll euer Wort voller Demut, aber zugleich
voller Gewissheit und Selbstvertrauen die Ursache vieler Ereignisse und
Erscheinungen erklären, für die man keine Lösung gefunden hatte.
57 Was
ist die Natur anderes als ein großes Geschöpf? Ja, Jünger, ein Geschöpf, das
sich gleichfalls entwickelt, läutert, entfaltet und vervollkommnet, um in
seinem Schoße die Menschen von morgen beherbergen zu können.
58 Wie
oft seid ihr verdrossen über ihre natürlichen Übergangserscheinungen zur
Erreichung jener Vollkommenheit und haltet sie für Strafen Gottes, ohne euch
bewusst zu machen, dass auch ihr euch zusammen mit der Natur und der Schöpfung
läutert, entwickelt und der Vollkommenheit entgegengeht.
59 Auch
wenn ihr heute nicht versteht, was Ich euch sage, so werdet ihr zu seiner Zeit
genügend Erkenntnis haben — bis zu dem Grade, dass ihr auf solche Weise mit
allem, was euch umgibt, in Einklang seid, dass euch nichts schadet, dass euch
nichts niederdrückt oder euch krank macht, weil ihr dann erreicht habt, über
dem Materiellen zu stehen und nicht unter der Herrschaft der Naturkräfte.
60 Ihr
seid so unreif, dass ihr euch oftmals, anstatt die Zeichen, die die Natur gibt,
zu bewundern, euch fürchtet.
61 Wann
werdet ihr wie Fürsten inmitten dieser Schöpfung sein und keine Sklaven, wie
ihr es jetzt seid?
62 Meint
ihr, es gefällt Mir, euch voller Entsetzen beten und Gott um Erbarmen mit euch
anflehen zu sehen, wenn ihr die Naturgewalten entfesselt seht? Ich will euch
voller Seelenfrieden sehen, die Werke eures Vaters bewundern sehen, ohne dass
eure Leben allmählich verkümmern. Ich will solche Gebete von euch empfangen,
die einem Herzen voller Frieden, Gehorsam, Verständnis entspringen.
63 Ach,
wenn ihr doch von dem Augenblicke an, da sich eure Augen öffnen, um das Licht
dieses Lebens zu schauen, euch darum bemühen würdet, die wahre Harmonie mit dem
Geistigen und mit der Natur zu erlangen! Ihr würdet begreifen, wie schön das
Dasein ist, das der Schöpfer euch gegeben hat, dessen Weg ins Ewige Leben
führt! Um euch zu helfen, es zu erreichen, bin Ich in dieser Dritten Zeit
gekommen, um euch meine früheren Unterweisungen zu wiederholen.
Erinnert euch, dass Ich euch sagte: "Ich werde noch
einmal zu euch kommen." Doch mein Kommen ist nicht in einem Körper gewesen
wie in der Zweiten Zeit, Ich bin im Geiste gekommen, um euch meine Essenz,
Gegenwart und Macht zu offenbaren. Unter Ungläubigen und Sündern gebe Ich Mich
derzeit kund, um ihnen erneut meine Unterweisung zu geben, meine Lehre. Wie in
der Zweiten Zeit haben Mir die einen geglaubt und die anderen meine Gegenwart
geleugnet. Doch aus jenen, die Mich erkannt haben, werden meine neuen Jünger
hervorgehen, die von Mir Zeugnis ablegen werden.
64 Seht,
die Menschheit ist erneut verwirrt. Doch Ich lehre sie keine sinnenhaften
Kulthandlungen, Ich gebe ihr nur eine Liebeslehre, damit sie begreift, was der
Wille des Vaters ist.
65 Der
Heilige Geist hat sich unter Männern, Frauen und Kindern kundgegeben. Auf sie
hat sich meine Gnade ergossen, damit sie es sind, die Zeugnis von meiner
Gegenwart in dieser Zeit geben.
66 Ich
bin gekommen, um euch das gleiche Gesetz aufzuzeigen und euch an dieselbe
Unterweisung zu erinnern wie die, die Ich euch in vergangenen Zeiten gegeben
habe. Denn der Vater mit seiner erhabenen Weisheit ist zu keiner Zeit gekommen,
um euch zu verwirren. Das Licht des Heiligen Geistes hat euch erleuchtet, um
euch alle meine Unterweisungen zu erläutern, damit ihr und danach die ganze
Menschheit sie mit Liebe, mit Vollkommenheit in ihren Handlungen und Gedanken
zur Anwendung bringen können.
67 Der
Mensch lebt auf dem Höhepunkt seiner Verderbtheit. Er strebt nur nach
Materiellem, nach Gold und der Macht auf Erden, doch seine Geistseele sehnt
sich nach meinem Frieden.
Auch du, Israel, hast im Laufe der Zeit steinige Wege
zurückgelegt und hast noch nicht zum Gelobten Lande gelangen können, weil ihr
euch nicht zu lieben und euch zu vereinigen verstanden habt und euch gegenseitig
abgelehnt habt. Doch in dieser Dritten Zeit habe Ich euch an meinem Tische den
besten Platz angewiesen und habe Ich euch liebkost, damit ihr wisst, dass Ich
als Vater bei euch bin, damit ihr alle eine einzige Familie bildet.
68 Volk,
pflege die Herzen der gesegneten Kinder, damit sie einander von ihrer zarten
Kindheit an lieben und den Weg der Liebe und der Gerechtigkeit zu erkennen
vermögen.
69 In
dieser Zeit erleuchtet euch mein Wort aufs neue. Ich will meine Gnade im
Überfluss ausgießen, damit ihr rein und anmutig seid. Doch wenn ihr erneut in
Sünde fallt, so erkenne, Volk, dass nicht Ich es bin, der euch von meinem
Schoße entfernt, sondern dass ihr es seid, die sich von Mir entfernen, obwohl
dies nicht mein Wille ist. Doch meine Vergebung und meine Liebe sind wie offene
Tore, um jeden zu empfangen, der reuevoll zu Mir zurückkehren möchte.
70 Israel:
Ihr seid die Sendboten dieser Zeit, und Ich habe euch ausgewählt, damit ihr
meine treuen Diener seid. Ich sehe, dass ihr, obwohl ihr Schmerz in eurem
Herzen tragt, ergeben und gehorsam seid, und Ich sage euch: Ich werde euch
aufrichten, gesegnete Kinder, fürchtet weder die Menschen noch die
Naturgewalten, fürchtet nicht, Entfernungen zurückzulegen, denn Ich bin es, der
euch erwählt hat und euch mit meiner Gnade bekleidet hat, damit ihr euch erhebt
und zu allen Zeiten für die Spiritualisten den Weckruf erschallen lasst, damit
sie sich von der Verwirrung und dem Fanatismus der Welt abwenden. Zeigt ihnen
durch eure Taten voller Spiritualität meine wahre Lehre.
71 "Höre
Mich, geliebtes Israel! Öffnet eure geistigen Augen und schaut die Herrlichkeit
eures Vaters. Vernehmt meine Stimme durch euer Gewissen, hört mit euren
geistigen Ohren die himmlischen Melodien, damit euer Herz und Geist sich
erfreut, damit ihr Frieden fühlt; denn Ich bin der Friede und lade euch ein, in
ihm zu leben. Ich offenbare euch die Liebe, die Ich zu allen Zeiten für die
Menschheit empfunden habe — der Grund dafür, dass Jesus in der 'Zweiten Zeit'
sein kostbarstes Blut vergoss, um euch von der Sünde zu erlösen, euch die Liebe
zu lehren und eurem Geist und Herzen die wahrhaftige Lehre einzuprägen."
72 Geliebtes
Volk: Wenn auf deinem Wege deine Heimsuchungen und dein Schmerz groß sein
sollten, so erhebe dich im Gebete zum Vater, mit jenem wahren Gebet, das sich
deinem Herzen entringt. Dann wirst du dich stark fühlen und den Namen deiner
Vaters verherrlichen.
Mein Friede sei mit euch!