BWL - Band IX - Unterweisung 263



Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -

Band IX - Unterweisung 242 - 276
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Unterweisung 263

1         Der Friede meines Geistes sei in diesem Augenblicke der Gemeinschaft in euch, in dem das Göttliche Licht euch erleuchtet und eure Seele stärkt.

2         Gesegnet seien die, die von einem Paradies des Friedens und der Harmonie träumen.

3         Wohl jenen, die die Trivialitäten, die Eitelkeiten und Leidenschaften, welche dem Menschen nichts Gutes bringen und noch weniger seiner Seele, verachten und sie gleichgültig betrachtet haben.

4         Gesegnet seien jene, die die fanatischen Kulthandlungen, die zu nichts führen, beseitigt haben, und alte und irrtümliche Glaubensvorstellungen aufgegeben haben, um die absolute, nackte und reine Wahrheit zu umfangen.

5         Ich segne diejenigen, die das Äußerliche ablehnen, um sich statt dessen der geistigen Betrachtung, der Liebe und dem inneren Frieden hinzugeben, weil sie immer mehr erkennen, dass die Welt keinen Frieden schenkt, dass ihr ihn in euch selbst finden könnt.

6         Gesegnet seien jene unter euch, welche die Wahrheit nicht erschreckt hat und die sich nicht über sie empört haben, denn wahrlich, Ich sage euch, das Licht wird wie ein Wasserfall auf eure Seele herabfallen, um für immer euer Verlangen nach Licht zu stillen.

7         Ich breite meinen Mantel des Friedens über euch aus, die ihr an dem einen oder anderen Orte versammelt seid und im Verlangen nach dem Göttlichen Meister in Verzücken geratet. Wenn ihr zu Mir kommt, so betet, betet meine Jünger, denn obwohl ihr noch nicht alles, was Ich euch prophezeit habe, in Erfüllung gehen saht, werdet ihr es noch schauen.

8         Betet weiterhin, damit die Last der Unwissenheit des Menschen weicht und auch die Eitelkeit jener, die behaupten, gelehrt zu sein, weil sie die Kenntnisse anderer Menschen angesammelt haben, und die nicht wissen, dass der wahre Gelehrte nicht jener ist, der sich bemüht, die beste Art und Weise zu entdecken, um zu zerstören, zu herrschen, zu vernichten, sondern jener, der sich erhebt, um schaffen zu können, um das Leben der Menschen harmonischer zu machen, indem er sich in der Liebe zu dem Gott alles Geschaffenen und in der Liebe zu allen Geschöpfen inspiriert.

9         Ich sage euch, Jünger, dass ihr die Wahrheit nicht in der Lüge suchen sollt, dass ihr die Wahrheit in der demütigen Seele, im durch die Liebe zu seinen Nächsten erhobenen Herzen, in der Schlichtheit und in der Reinheit des Lebens suchen sollt.

10     In der Weisheit ist der Heilbalsam und der Trost, den euer Herz ersehnt. Deshalb verhieß Ich euch einst den Geist der Wahrheit als Geist des Trostes.

11     Aber es ist unerlässlich, Glauben zu haben, um nicht auf dem Wege stehenzubleiben noch Furcht zu fühlen angesichts der Prüfungen.

12     Der Glaube ist wie ein Leuchtturm, der euren Lebensweg erhellt, bis ihr im sicheren Hafen der Ewigkeit ankommt.

13     Der Glaube darf nicht der jener lauen und furchtsamen Seelen sein, die heute einen Schritt vorwärts machen und morgen einen zurück, die nicht mit ihrem eigenen Schmerz kämpfen wollen und allein aufgrund der Barmherzigkeit des Vaters an den Sieg des Geistes glauben.

14     Glaube ist jener, den die Seele fühlt, die im Bewusstsein, dass Gott in ihr ist, ihren Herrn liebt und sich freut, Ihn in sich zu fühlen und ihre Mitmenschen zu lieben. So groß ist ihr Glaube an die Gerechtigkeit des Vaters, dass sie nicht erwartet, dass ihre Nächsten sie lieben, dass sie Beleidigungen und Verfehlungen vergibt, aber daran glaubt, dass sie morgen von Licht erfüllt sein wird, weil sie durch ihre Verdienste ihre Läuterung erreichte.

15     Wer Glauben hat, hat Frieden, besitzt Liebe und hat Güte in sich.

16     Er ist reich im Geiste und selbst im Materiellen; aber an wahrem Reichtum, nicht an jenem, den ihr meint.

17     Die Menschen fliehen angsterfüllt vor dem Elend, und in ihrem Schrecken stürzen sie immer wieder in Abgründe und Nöte. Sie denken nicht an die richtigen Mittel, um sich vor diesen Klauen zu retten. Aber wer vor dem Elend der Welt flieht, ist ein Egoist, der alle niederwirft, unterdrückt, zerfetzt und ins Verderben stürzt, die seinen Weg kreuzen. Er denkt nur an sich selbst, hat als einziges Ideal und Ziel seine Sicherheit und Erhaltung. Die anderen sind nicht seine Brüder, sie sind alle Fremde für ihn. Er hat keinen Glauben, kennt dieses Licht nicht, vertraut nicht auf die Wahrheit, weil er sie nicht kennenlernen wollte.

18     Doch was hast du mit jenen Menschen gemacht, Menschheit, die Ich zu dir gesandt habe, damit sie dich an meinen Weg erinnern, den Weg des Glaubens, welcher jener der Weisheit, der Liebe und des Friedens ist?

19     Ihr wolltet nichts von ihren Aufgaben wissen und habt sie mit dem heuchlerischen Glauben bekämpft, den ihr aufgrund eurer Theorien und Konfessionen habt.

20     Eure Augen wollten nicht jenes Licht betrachten, das euch jeder meiner Abgesandten als Botschaft der Liebe brachte, ob ihr sie nun Propheten, Seher, Erleuchtete, Ärzte, Philosophen, Wissenschaftler oder Seelsorger nennt.

21     Jene Menschen haben Licht verbreitet, doch ihr wolltet ihr Licht nicht erkennen, sie sind euch vorangegangen, doch ihr wolltet ihren Schritten nicht folgen; sie hinterließen euch als Vorbild den Weg des Opfers, des Schmerzes, der Barmherzigkeit, doch ihr hattet Furcht davor, ihrem Beispiel zu folgen, ohne euch bewusst zu sein, dass der Schmerz derer, die Mir nachfolgen, Freude des Geistes, ein Weg voller Blumen und ein Horizont voller Verheißungen ist.

22     Doch sie kamen nicht, um den Duft der Blumen der Erde zu riechen noch sich an den flüchtigen Vergnügungen der Welt zu berauschen; denn das Verlangen ihrer Seele war nicht mehr auf das Unreine, sondern auf das Hohe gerichtet.

23     Sie litten, aber sie suchten nicht, getröstet zu werden, weil sie wussten, dass sie gekommen waren, um selbst zu trösten. Sie erwarteten nichts von der Welt, weil sie nach dem Kampfe die Freude erwarteten, die Auferstehung der Seelen zum Glauben und zum Leben zu schauen — all jener, die von der Wahrheit abgefallen waren.

24     Wer sind diese Wesen, von denen Ich zu euch spreche? Ich sage euch, es handelt sich um all jene, die euch Botschaften des Lichtes, der Liebe, der Hoffnung, der Gesundheit, des Glaubens, des Heiles gebracht haben — ganz gleich, welchen Namen sie hatten oder auf welchem Wege ihr sie habt in Erscheinung treten sehen oder welchen Titel sie auf Erden getragen haben.

25     So wie sie könnt auch ihr sein, indem ihr die großen Beispiele zum Vorbild nehmt, die Ich euch fortwährend durch meine Abgesandten gebe. Nehmt jedoch die Verständnislosigkeit der Menschen gegenüber euren Werken nicht zum Vorwand. Sagt nicht, dass jene, die euch eine Botschaft der Liebe brachten, nur säten und niemals geerntet haben. Nein, Volk, die Ernte der Seele kommt nicht schnell, wenn ihr bedenkt, dass "das Fleisch" unfruchtbares Land ist, das ständig durch Liebe fruchtbar gemacht werden muss, bis es Früchte trägt.

26     Was soll Ich euch über eure Gelehrten von heute sagen, über die, welche die Natur und deren Kräfte und Elemente herausfordern und damit das Gute als etwas Böses erscheinen lassen? Großes Leid werden sie erfahren, weil sie eine unreife Frucht vom Baume der Wissenschaft gebrochen und gegessen haben — eine Frucht, die sie nur mit Liebe hätten reifen lassen können.

27     Nur meine Liebe kann euch retten! Seht, in den Menschen ist nicht einmal mehr ein Rest von Liebe geblieben. Betet, aber mit wahrem Glauben an die Macht des Gebetes, mit einem so großen Glauben, dass er die Gewalt der Waffen überwindet, mit denen eure Mitmenschen im Leben kämpfen und den Frieden ihrer Nächsten zerstören.

28     Ihr, die ihr jene Gestalten und Bildnisse vor euren Augen entfernt habt, die ihr früher gebraucht habt, um zu beten, könnt das wahre Gebet ausüben, weil ihr Gott nicht mehr auf einen Greis begrenzt, noch zulasst, dass eure Vorstellungskraft dem eine menschliche Gestalt gibt, was keine Gestalt hat, weil es göttlich ist.

29     Wenn euer Körper in der Erde zurückbleibt und eure Seele sich zu den himmlischen Heimstätten erhebt, wenn ihr durch das hindurchgeht, was ihr Tod nennt und euch in die Unendlichkeit erhebt, werdet ihr begreifen, wie viele falsche Vorstellungen euer Verstand geschaffen hat, und dann werdet ihr fühlen, wie die Lüge von eurer Seele weicht, als ob sie eine Binde wäre, die von euren Augen fällt und sie das Licht der Wahrheit schauen lässt.

30     Wie viele hoffen, in den höchsten Himmel zu gelangen, um Maria kennenzulernen, die sie sich immer in der menschlichen Gestalt als Frau vorstellen, die sie auf der Welt war, als Mutter des Mensch gewordenen Christus, und die sie sich als Königin auf einem Thron vorstellen, schön und machtvoll. Doch Ich sage euch, dass ihr dem Göttlichen nicht länger Gestalt verleihen sollt in eurem Verstande. Maria, eure Geistige Mutter, existiert; aber sie hat weder die Gestalt einer Frau noch irgendeine andere Gestalt. Sie ist die heilige und liebevolle Zärtlichkeit, deren Barmherzigkeit sich bis ins Unendliche ausbreitet. Sie regiert in den Seelen, doch ihre Herrschaft ist die der Demut, der Barmherzigkeit und der Reinheit. Aber sie hat keinen Thron, wie die Menschen sich das vorstellen. Sie ist schön, aber von einer Schönheit, die ihr euch nicht einmal mit dem schönsten Angesichte vergegenwärtigen könnt. Ihre Schönheit ist himmlisch, und das Himmlische zu begreifen werdet ihr niemals imstande sein.

31     Ich sage euch: Wenn ihr euch ein wenig der Wahrheit nähern und euch in ihre Betrachtung versenken wollt, so bleibt dabei, aus euren Augen und eurem Verstande alle Gestalten zu entfernen, die ihr bei dem Versuch, dem Göttlichen Gestalt zu geben, geschaffen hattet.

32     Wenn ihr nach und nach begreift, dass der Göttliche Meister noch vieles zu unterweisen und richtigzustellen hat, werdet ihr zulassen, dass meine Wahrheit in euren Verstand eindringt, und dann werdet ihr sehen, wie ein neuer Horizont vor eurer Seele auftaucht und euch Felder, Täler, Wege und Berge zum Wandern anbietet, um zu lernen, um Neues kennenzulernen und euch seelisch höherzuentwickeln.

33     Mein Licht ist in jedem Geiste. Ihr seid nun in der Zeit, in der mein Geist sich auf die Menschen ergießen wird. Darum sage Ich euch, dass ihr alle bald meine Gegenwart fühlen werdet — die Gelehrten ebenso wie die Unwissenden, die Großen wie die Kleinen, die Mächtigen wie die Armen.

34     Die einen wie die anderen werden angesichts der Wahrheit des lebendigen und wahren Gottes erbeben.

35     Hier habt ihr eine neue Lektion, Jünger, damit ihr tief über sie nachdenkt. Begreift, dass Ich nicht nur gekommen bin, um euch Worte hören zu lassen, die eure Ohren entzücken, oder euer Herz liebkosen. Begreift, dass die Absicht des Meister die ist, euch aus der Dunkelheit zu entfernen, um euch das Licht der Wahrheit zu zeigen.

36     Ich bin das ewige Licht, der ewige Friede und die ewige Seligkeit, und da ihr meine Kinder seid, ist es mein Wille und meine Pflicht, euch zu Teilhabern an meiner Herrlichkeit zu machen, und dafür lehre Ich euch das Gesetz als den Weg, der die Seele in die Höhen jenes Reiches leitet.

37     Die Gelegenheiten, um das Gesetz zu erfüllen und Verdienste zu erwerben, gibt es an jedem Tage, zu jeder Stunde. Lasst sie nicht vorübergehen, lasst sie nicht verstreichen, denn danach könnt ihr sie nicht mehr zurückholen. Bereitet euch für einen guten Tag vor, und Ich sage euch, wenn es dann Nacht wird, wird euer Schlaf ruhig und sanft sein. Lebt ein tugendsames Leben, und eure seelische Entfaltung wird ewig währen.

38     Geliebte Jünger, bei zwei Gelegenheiten bin Ich bei den Menschen gewesen: eine in menschlicher Gestalt, und eine andere in geistiger Weise. Es ist nun an der Zeit, dass ihr meine Unterweisungen versteht.

39     Warum kommt ihr meistens weinend und euch beklagend herbei? Als Ich auf der Welt war, lebte Ich nicht unter Annehmlichkeiten und Vergnügungen, noch hatte Ich ein Zepter irdischer Macht. Ich litt, kämpfte und lehnte Mich nicht einmal gegen meinen Schmerz auf. Ich kam dafür, mein Kreuz auf Mich zu nehmen und die Mission zu erfüllen, die Ich Mir freiwillig auferlegte.

40     Ich musste euch lehren, wie die Seele, die den Willen des Vaters tut, wenn sie einmal ihr Werk vollbracht hat, sich im Verlangen nach dem Unendlichen emporschwingt und alles hinter sich lässt, was Materie ist, um der himmlischen Region zuzustreben.

41     In eurem Elend oder bei euren Entbehrungen fragt ihr euch oftmals, warum euer Vater euch nicht alles gibt, was ihr wünscht, da ihr nach eurer Vorstellung nur Gnadengaben zu eurem Wohle begehrt. Doch Ich sage euch: Wenn Ich euch alles geben würde, was ihr wünscht, und euch jede Wonne gewähren würde, die ihr auf Erden ersehnt, so würdet ihr es später bedauern, weil ihr euch von eurem Stillstand überzeugen würdet.

Ja, Jünger, wenn ihr das alles besäßet, würdet ihr es vergeuden, würdet ihr es nicht bewahren, weil es euch keine Anstrengung noch Arbeit gekostet hat, es zu erhalten. Wenn ihr dagegen das, was ihr heute erbittet, ohne es zu verdienen, aufgrund von Verdiensten erhaltet, werdet ihr sehen, mit welcher Liebe ihr es bewahren werdet.

42     Wann wird mein Wort verstanden werden? Wann werdet ihr zulassen, dass es in eurem Herzen erblüht und in eurer Seele Früchte trägt? Denkt an Mich, so wie Ich an euch denke. Wer fühlt sich allein auf der Welt? Wer sagt, dass er ein Waise ist? Wenn ihr euch zubereitet, werdet ihr nicht mehr sagen, dass ihr allein seid, denn überall werdet ihr meinen Beistand fühlen.

Sucht das Licht meines Weges, und ihr werdet nichts zu befürchten haben. Bindet euch nicht an das Licht der Wissenschaft oder der menschlichen Kenntnisse, denn das Licht des Verstandes ist zu schwach, um eine Seele in die Gegenwart Gottes zu führen.

43     Wahrlich, Ich sage euch, was euch emporheben kann, ist die Liebe, weil ihr Weisheit, Gefühl und Erhebung innewohnt. Die Liebe ist eine Zusammenfassung aller Eigenschaften der Göttlichkeit, und Gott hat diese Flamme in jedem geistigen Geschöpf entzündet.

44     Wie viele Lektionen habe Ich euch gegeben, damit ihr lernt, zu lieben! Wie viele Gelegenheiten, Leben und Reinkarnationen hat euch die Göttliche Barmherzigkeit zugeteilt! Die Lektion wurde wiederholt, sooft es nötig war, bis sie gelernt war. Einmal erfüllt, gibt es keinen Grund zur Wiederholung, denn sie kann auch nicht mehr vergessen werden.

45     Wenn ihr meine Lektionen schnell lernen würdet, bräuchtet ihr nicht mehr zu leiden, noch über Fehler zu weinen. Ein Wesen, das auf Erden die Lektionen nutzt, die es auf ihr empfangen hat, mag zur Welt zurückkehren, aber immer wird es mit größerer Reife und unter besseren Lebensbedingungen geschehen. Zwischen einem Leben und dem nächsten wird es immer eine Erholungspause haben, die notwendig ist, um nachzudenken und sich auszuruhen, bevor es das neue Tagewerk beginnt.

46     Jemand sagt Mir in seinem Herzen: "Vater, ist dieses Tagewerk oder diese Erholungspause dazu da, um uns erneut auszusenden, um neue Mühsal auf der Welt zu suchen? Wie lange geht das so?"

47     Ach, Kleiner, Ich vergebe deine Unwissenheit und sage dir, dass Ich auf der Lebensreise, die ihr zurücklegen müsst, nichts Ungerechtes noch Unvollkommenes vorgesehen habe. Die GeistSeele ist unermüdbar. Nur wenn sie in der Materie lebt, fühlt sie die Einwirkung der Müdigkeit, die ihr der Körper übermittelt. Doch wenn sie wieder zur geistigen Freiheit und zum geistigen Lichte zurückkehrt, legt sie ihre Müdigkeit ab und wird wieder unermüdbar.

48     Seid stark gegenüber den Versuchungen der Welt und des Fleisches. Erinnert euch an mein Vorbild, wenn ihr gerade eine Prüfung durchlebt.

49     Ihr fragt Mich, wie es möglich war, dass Jesus die Versuchungen der Welt berührten? Darauf antworte Ich euch, dass es keine niederen Versuchungen waren, die das Herz eures Meisters berührten.

50     Der Körper, den Ich auf der Welt hatte, war menschlich und empfindsam, war das Instrument meines Geistes, um der Menschheit meine Lektionen zu geben. Er kannte die Prüfung, die ihn erwartete, weil mein Geist es ihm offenbarte, und jener Körper litt wegen des Schmerzes, der ihn erwartete.

51     Ich wollte, dass jener Körper euch jene Merkmale wirklichen Mensch-Seins geben würde, damit ihr überzeugt sein würdet, dass mein Schmerz real und mein Opfertod als Mensch wahr gewesen ist.

52     Wenn es nicht so gewesen wäre, hätte mein Opfertod bei den Menschen keinen Wert gehabt. Daher rief Jesus drei Male die Macht meines Geistes an, der Ihn beseelte, um in der schweren Prüfung zu bestehen. Das erste Mal war in der Wüste, das zweite Mal im Garten Gethsemane, das dritte Mal am Kreuze.

53     Es ist notwendig gewesen, dass Ich Mensch wurde und euch mein Fleisch und mein Blut opferte, damit der Schmerz, den die Menschheit ihm zufügen würde, Eindruck auf sie machen würde. Wenn Ich jedoch im "Geiste" gekommen wäre — welchen Opfertod hätte Ich dann durch euch erlitten? Worauf hätte Ich Verzicht leisten können, und welchen Schmerz hättet ihr Mich fühlen lassen können?

54     Der Göttliche Geist ist unsterblich, der Schmerz erreicht Ihn nicht. Das "Fleisch" jedoch ist empfindlich gegenüber dem Schmerz, es ist in seinen Fähigkeiten begrenzt, ist von Natur aus sterblich. Darum wählte Ich dieses Mittel, um Mich der Welt zu offenbaren und ihr meinen wirklichen Opfertod anzubieten, dafür, dass Ich ihr den Weg zu ihrem Heile zeigte.

55     Nehmt Mich in jener Passion zum Vorbild, solange ihr Sünder seid, und gedenkt jenes Blutes, damit ihr euch, eure Verfehlungen bereuend, in jenem Beispiel unendlicher Liebe läutert, das Ich euch gab.

56     Solange ihr Menschen seid, erinnert euch an Mich an jenem Kreuz, wie Ich meinen Henkern vergab, sie segnete und heilte, damit ihr während eures ganzen schweren Lebensweges gleichfalls jene segnet, die euch Unrecht tun, und ihr denen alles nur mögliche Gute tut, die euch Böses angetan haben. Wer so handelt, ist mein Jünger, und wahrlich, Ich sage ihm, dass sein Schmerz immer nur kurz sein wird, denn Ich werde ihn in den Augenblicken seiner Prüfung meine Kraft fühlen lassen.

57     Sehr wenige sind es, die ihre Mitmenschen durch die Beispiele des Meisters unterweisen möchten. So ist es auch unter diesem Volke, das in der Mehrheit der Gemeinschaften die Unterweisung mit Worten lehrt, die ohne Kraft sind, weil sie nicht durch Werke und Beispiele bekräftigt werden.

58     Jetzt habt ihr Gelegenheit, die Erklärung meiner Lehre zu vernehmen, die euer Herz nach und nach bearbeitet, bis es vorbereitet ist, um die Mission durchzuführen, die Ich eurem Geiste anvertraut habe.

59     Fürchtet nicht, meinen Schritten zu folgen, Ich werde von niemandem verlangen, dass er die gleichen Leiden durchlebt, wie Ich sie auf der Welt erlitten habe, noch dass er meine Opferung in derselben Weise vollbringt. Auch muss Ich euch sagen, dass nur jener Körper einen Leidenskelch leeren konnte, wie ihn mein Geist ihm darbot, ein anderer Mensch hätte es nicht ertragen. Denn mein Körper schöpfte Lebenskraft aus der Tugend und stärkte sich in der Reinheit Jener, die ihren Schoß anbot, um ihn zu empfangen: Maria.

60     Sammle dich, Volk, und nutze diese gesegnete Stille, in die ihr eintretet, wenn ihr meine Unterweisungen vernehmt. Wahrlich, Ich sage euch, in diesen Augenblicken der Sammlung und Vergeistigung keimt mein Same im Verborgensten eures Herzens.

61     Wohl euch, die ihr die letzten Zeiten meiner Kundgabe in dieser Form nutzt, im Bewusstsein, dass ihr diese Gnade nicht noch einmal erhalten werdet.

62     Die Zeit meiner Kundgebung ist eine Zeit der Begnadungen gewesen. Ich habe die Enterbten mit Gaben überhäuft, habe die im Lebenskampfe Besiegten aufgerichtet und habe den Sündern und den Parias eine neue Gelegenheit gegeben.

63     Es waren glückliche Zeiten, an die man sich mit Sehnsucht erinnern wird, wenn sie vorüber sind. Denn obschon mein Wort durch den Stimmträger vernommen worden ist, fühlten die Herzen meine Gegenwart und wurden die Seelen von meiner göttlichen Essenz erfüllt.

64     Ihr Menschenscharen, bewahret immer die Vergeistigung, die ihr in dieser gesegneten Stunde zeigt. Sie soll bei euren Zusammenkünften, in den Augenblicken eures Gebetes und bei jedem eurer Werke immer gegenwärtig sein.

65     Trinkt von diesem Weine, esst von diesem Brote, bis ihr satt seid. Denn meine Kundgabe wird vorübergehen, da ihr euch in der Endphase dieser Vorbereitungszeit befindet.

66     Der Jünger, der sich wirklich zubereitet, wird immer das Zeugnis auf den Lippen haben, und es wird ihm unmöglich sein, die Wahrheit zu verheimlichen, die er von seinem Meister ererbte. Das Licht wird in ihm sein, und sein ganzes Wesen wird ein lebendes Zeugnis des Wortes und der Werke sein, die Ich euch offenbarte.

67     Wer mein Wort und die Gaben, die Ich ihm anvertraute, in seinem Herzen verbergen sollte, wird nicht die Beglückung erfahren, die er damit verloren hat. Denn auf meinen Feldern zu säen, zu kämpfen und selbst zu leiden ist Wohlgefallen und Glück für die Seele.

68     Der Kampf muss nicht immer leicht sein. Es wird Tage oder Augenblicke bitterer Prüfungen geben. Aber auch in ihnen soll die Seele mit Demut und mit Liebe auf den Willen des Vaters reagieren, denn gerade in dieser Sanftmut werde Ich meinen Frieden in den guten Jüngern, in den treuen Zeugen offenbaren.

69     Meint ihr, dass für meine Apostel der Zweiten Zeit der Weg müheloser und der Kampf leichter war? Nein, Volk, sie hatten wie ihr Meister auch ihren Passionsweg und ihr Golgatha. Aber in all ihren Leiden richteten sie ihre Seele voll Frieden empor, im Bewusstsein, dass alles, was sie erlitten, aus Liebe zu ihren Mitmenschen, den nach Wahrheit Verlangenden geschah.

70     Wenn ihr jene Befolger meiner Unterweisung fragen würdet, ob sie schwach wurden oder Furcht vor ihren Verfolgern und Henkern fühlten, so würden sie euch sagen, dass ihr Glaube nicht einen Augenblick lang erlahmte, dass ihr Vertrauen in die göttliche Macht absolut war, und dass sie aufgrund dieses Glaubens gleichgültig gegenüber Verlusten, Verspottungen, Prüfungen und selbst dem Tode waren.

71     Dies ist die Spur, die vor euch liegt, das lebendige Zeugnis dafür, dass es dem Menschen nicht unmöglich ist, den Schritten Jesu zu folgen und Ihm an Macht, an Liebe, an Stärke, an Barmherzigkeit ähnlich zu werden.

72     Ich will euch damit nicht sagen, dass ihr, um mein Jünger zu sein, notwendigerweise eine Verfolgung und einen Todeskampf wie den jener Märtyrer erleiden müsst. Ich mache euch begreiflich, dass ihr, um eure Nächsten zu lieben, die Liebe, die ihr für euch selbst fühlt, hintanstellen müsst, dass ihr in bestimmten Augenblicken das Eure vergessen müsst, um an die anderen zu denken. Denn nur aus der wahren Liebe werden die unsterblichen Taten hervorgehen können, die wert sind, dass sie als Beispiel für andere bestehen bleiben, so wie die jener Jünger, den Boten des göttlichen Wortes, die in ihrem Eifer, die Frohe Botschaft zu verbreiten, in ihrem Verlangen, den Herzen das Licht ihres Meisters zu bringen, alles hingaben.

73     Es war das Beispiel, das sie aus nächster Nähe erhalten hatten, und sie versuchten mit allen Kräften, derer sie fähig waren, so wie dieses zu sein. Wer von euch geht auf dem Wege der Entsagung, der Sanftmut und Barmherzigkeit? Der Weg ist offen, der Pfad erwartet euch, zur Seite des Weges sind die Felder, die nach Wasser dürsten und nach Saat hungern.

Mein Friede sei mit euch!

BWL - Band IX - Unterweisung 262



Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -

Band IX - Unterweisung 242 - 276
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Unterweisung 262

1         Mein Geist ist erfreut, wenn Er euch im gleichen Verlangen vereint sieht, euch dem Meister zu nähern. Hier, bei der Kundgebung meines Wortes, vergesst ihr Elend, Groll, Neid und Leiden.

2         Ihr tut gut daran, euer Herz zu reinigen, denn mein Wort soll zu ihm gelangen, wenn ihr es als ein Heiligtum vorbereitet habt.

3         Demut und Schlichtheit ist es, was in eurer geistigen Gottesverehrung existieren soll, damit nicht Materielles und zur Schau Gestelltes euch vom Wesentlichen ablenkt, das die Liebe zu eurem Vater und die Barmherzigkeit gegenüber euren Nächsten ist. Wenn ihr soweit seid, diese Augenblicke der Erhebung zu haben, dann hat sich euer Denken dem göttlichen Gedanken angepasst.

4         Bildet ein einiges, brüderliches und die Wahrheit und gute Handlungen liebendes Volk, das sich über die Ankunft neuer Geschwister freut, das sie mit einem Lächeln auf den Lippen willkommen heißt, mit wahrer Nächstenliebe im Herzen und einem Gebet im Geiste. Ihr werdet ihnen das geben, was ihr in der Zeit, in der ihr Mich vernommen habt, angesammelt habt. Ihr werdet ihnen den wahren Pfad weisen, den Ich für euch vorgezeichnet habe, und werdet euch bei dem Gedanken freuen, dass ihr Mich zum Vorbild nehmt. Es ist nicht von Bedeutung, dass eure Kenntnisse noch nicht sehr tiefgehend sind. Wenn eure Nächstenliebe groß ist, werdet ihr wahre Wunder vollbringen.

5         Niemals wird diese Mission mühsam erscheinen, wenn der, der sie ausführt, seine Werke durch die Liebe erhellt. Jenem dagegen, der sie einfach als eine Pflicht ausübt, könnte sie als ein schweres Kreuz erscheinen.

6         Seid nicht entmutigt, wenn ihr der Meinung seid, dass ihr noch zu unvollkommen seid, um eine so heikle Mission durchzuführen. Der gute Wille überwindet alles.

7         Ich lehre euch nun eine bestimmte Art, euch vorzubereiten, damit eure täglichen Werke allesamt von edlen Gefühlen inspiriert sind und damit die Heimsuchungen und Schwierigkeiten euch nicht aufhalten noch zurückweichen lassen: Wenn ihr eure Augen dem Lichte eines neuen Tages öffnet, so betet, nähert euch Mir durch euer Denken, bildet dann euren Tagesplan, inspiriert von meinem Lichte, und erhebt euch nun zum Lebenskampf. Nehmt euch dabei vor, stark zu sein und nicht einen einzigen Augenblick lang gegen den Gehorsam und den Glauben zu verstoßen.

8         Wahrlich, Ich sage euch, schon bald wird euch eure Standhaftigkeit und das Resultat eurer Werke in Erstaunen setzen.

9         Sorgt dafür, dass eure Handlungen Wahrhaftigkeit und Reinheit enthalten, und befürchtet nicht, von euren Mitmenschen verspottet zu werden. Denn in jenem Augenblick der Unbesonnenheit werden sie nicht wissen, was sie tun.

10     Ich sehe, dass ihr die abfälligen Urteile und Kritiken fürchtet. Ich will nicht, dass ihr verspottet werdet. Aber wenn euer Gewissen euch nichts vorwirft, werde Ich denen vergeben, die euch verletzt haben mögen, und werde bewirken, dass in ihrem Verstande das Licht der Wahrheit erstrahlt.

11     Habt eine wahre Erkenntnis dessen, was Barmherzigkeit ist, wie man sie fühlt und sie zuteilwerden lässt, damit sie lauter ist und ihr sie ohne Zurschaustellung betätigt. Immer soll "eure Linke nicht wissen, was die Rechte tut", das heißt, dass ihr nicht mit Zurschaustellung geben sollt, weil ihr damit jedes Werk der Barmherzigkeit zerstören würdet.

12     Ich wollte mit jeder dieser Gemeinden eine echte Familie bilden, in der ihr euch alle liebt, in der ihr euch in euren Leiden und in euren Nöten beisteht, damit ihr unter euch lernt, Barmherzigkeit auszuüben. Wenn jenes Gefühl sich entfaltet hat und in eurem Herzen gereift ist, werdet ihr euch auf den Weg des Kampfes machen können, um seine guten Früchte dem Liebe- und Lichtbedürftigen anzubieten, die zu Tausenden euren Weg kreuzen werden.

13     Der Tag wird kommen, an dem ihr nicht mehr ein Teil dieser Jüngerscharen seid, die heute zusammenkommen, um meine Unterweisung zu vernehmen. Aber obwohl ihr auf verschiedene Punkte der Erde verstreut seid, werdet ihr im Kampfe und bei der Durchführung eures Auftrags im Geiste vereint bleiben. Diese Bande der geistigen Zusammengehörigkeit wird niemand zerreißen können.

14     Seid gesegnet, weil ihr mit eurem Vater in Einklang gewesen seid. Nicht ein unreiner Gedanke hat euren Verstand in dieser Stunde der Gemeinschaft mit eurem Gotte gestört. Alles ist Harmonie gewesen, und in ihr habt ihr mein Wort im Schoße der Natur vernommen, fern jeder Versammlungsstätte.

15     Seht die Herrlichkeit dessen, was euch umgibt: die hohen Berge, welche Altäre in ständiger Huldigung für den Schöpfer darstellen; das Sonnengestirn als unermesslich große Leuchte, die das Leben der Menschen erhellt; der harmonische Gesang der Vögel, die ihre Triller zum Vater emporsenden, die wie Bittgesänge sind, und inmitten dieser Herrlichkeit eure Seele in Verzückung beim Konzerte des göttlichen Wortes.

16     Mein Tröstergeist ist bei euch, mein Licht ergießt sich in Strahlen, und gleichzeitig empfange Ich von euren Herzen die Opfergabe, die ihr für Mich mitgebracht habt.

17     Daher werdet ihr in dieser Atmosphäre von Erhebung und Geistigkeit die größten Wunder unter euch Wirklichkeit werden sehen. Bittet, bittet für die Kranken, für die Notleidenden, für die Abwesenden, für die Verirrten, denn dann werden sie in reichem Maße empfangen.

18     Geliebtes Volk, das die beste Opfergabe sucht, um sich damit vor Mir zu präsentieren: Du hast dich gesäubert und die Verfehlungen abgewaschen, die euer Gewissen euch aufzeigt, und nachdem du bereut hast, gesündigt zu haben, bereitest du das Heiligtum, um in Gemeinschaft mit Mir zu sein.

19     Wachet und betet, lehrt euch der Meister, damit ihr gegenüber der Versuchung stark seid und nicht mehr sündigt. Betet für euch und für die, die nicht zu beten verstehen. Wie viel Zeit werdet ihr benötigen, um täglich zu beten? Etwa lange Stunden, um eure Seele zu Mir zu erheben? Nein, Volk, fünf Minuten werden genügen. Diese kurze Zeit der Liebe, der Hingabe an Mich, ist die Zeit, die ihr braucht, um Mir eure Ergebung und euren Gehorsam gegenüber meinen Vorausplanungen für den Tag, den ihr gerade erlebt, darzubringen. Ich werde euch in euren Nöten trösten, euch bei eurer Arbeit ermutigen und euch für das Gedeihen eurer Vorhaben erleuchten.

20     Wann immer ihr einen Vertrauten, einen gütigen Freund braucht, wendet euch an Mich und legt bei Mir die Leiden ab, die es in euren Herzen geben mag, und ich werde euch den besten Weg anraten — die Lösung, die ihr sucht. Wenn eure Seele von den Lasten niedergedrückt ist, so deshalb, weil ihr gesündigt habt. Ich werde euch empfangen und in meinem Urteil wohlwollend sein, werde euren Vorsatz zur Besserung bestärken und euch die verlorenen Kräfte zurückgeben.

21     Nur die Befolgung meiner Unterweisungen wird euch in der Gnade bewahren und eure seelische und körperliche Gesundheit erhalten. Die Erfahrung, die ihr gewinnt, wird Licht sein, das ihr nach und nach in eurer Seele ansammelt.

22     Mein Urteilsspruch und mein Gesetz sind unerbittlich, und wenn ihr eure Schuld in dieser Zeit zu bezahlen habt, so tut es in Liebe, geduldig. Doch wenn ihr erschöpft seid, werde Ich euer Kreuz tragen helfen, damit ihr neue Kräfte gewinnt, um weiterzukämpfen.

23     Wenn ihr wisst, dass eure Bestimmung niedergeschrieben ist, dass die Prüfungen nur das Herz abschleifen und die Fleischesnatur beugen — weshalb begehrt ihr dann auf?

24     Eure Seele ist mit große Kraft ausgestattet worden, und die Prüfungen, die Ich euch sende, sind nicht größer als die Befähigung und Energie, die ihr besitzt. Sie sind Wohltaten, die euch helfen, Verdienste zu erwerben und euch zu retten.

25     Mein Vater-Geist leidet, wenn er den Schmerz der Menschheit sieht. Ich habe sie nicht bestraft. Meine Gesetze der Liebe und Gerechtigkeit, zur Anwendung gebracht, bringen nur Wohlergehen und Frieden.

26     Durch den Menschen wurden die Kräfte der Zerstörung entfesselt. Der Krieg hat seinen Samen in alle Herzen gesät. Wie viel Schmerz hat die Menschheit erfahren! Wie viel Verlassenheit, Elend, Verwaistheit und Trauer hat er auf seiner Bahn zurückgelassen! Meint ihr, dass die Seelen jener, die im Kampf gefallen sind, zugrunde gegangen sind oder dass jener Teil des Lebens, die Ewigkeit, die im Menschen wohnt, nicht mehr existiert?

27     Nein, Volk: Die Seele überlebt den Krieg und den Tod. Dieser Teil meines eigenen Geistes hat sich von den Feldern des Schmerzes erhoben und sucht auf meinem Wege einen neuen Horizont, um weiterhin zu leben, sich zu entfalten und zu entwickeln.

28     Und denen, die auf der Erde geblieben sind, und die ihre Heimatländer verheert, ihre Felder verwüstet, Seuchen und Hunger, die Prinzipien der Moral und des Guten mit Füßen getreten sahen, habe Ich ihren Lebensmut bewahrt, und habe über ihnen allen gewacht.

29     In kommenden Zeiten werde Ich Mich ihrer bedienen, um das Licht meines Wortes zu anderen Völkern zu tragen. Ich werde ihnen eine große geistige Mission anvertrauen.

30     Sie haben so zu beten gelernt, wie Ich euch angewiesen habe. Es besteht kein Schmerz, kein Elend in diesen Seelen, sondern Seelengröße, weil sie Mich inmitten ihrer Prüfung geliebt haben, Mich verstanden haben und Mir gehorsam gewesen sind. Sie haben sich im Schmerze geläutert.

31     Volk, vereine dein Gebet mit dem jener Seelen. Ihr seid nicht im Schmerz geläutert worden, euer Schmelztiegel ist der Friede gewesen, den Ich euch in dieser Zeit in meinem Liebesworte angeboten habe. Wenn ihr einmal zubereitet seid — die einen durch den Schmerz und andere durch die Liebe — werdet ihr zusammenrücken, euch vereinen und gemeinsam in der Befolgung meiner Unterweisungen mein Wort ergründen. Ihr werdet diesen Liebeskelch trinken und bestätigen, dass alles, was ihr empfangen habt, wohltätig gewesen ist. Ich werde mein Werk voranbringen und euch das Endziel zeigen, das Ergebnis desselben. Auf den seelischen und moralischen Trümmern, die die Menschheit darbietet, werde Ich eine heile und starke Welt errichten.

32     Dein Urteilsspruch kommt noch, Volk, und so, wie die anderen Völkern die Last meines Gerichtes ertragen haben, so werdet ihr es gemäß euren Werken in der angezeigten Zeit empfangen.

33     Alle heiße Ich willkommen, sowohl den, der begierig, Mich zu hören, kommt, als auch den, der eintritt, um zu erkunden, oder den, der mit viel Selbstgefälligkeit alles leugnet, was er vernommen hat, und nur aus Neugierde kommt.

34     Wahrlich, Ich sage euch, meine Einstrahlung ist immer gewesen und wird immer sein — früher in einer Weise, heute in einer anderen, morgen in wieder einer anderen, und so für eine Ewigkeit.

35     Zwischen dem Vater und den Kindern gibt es ein Band, das niemals zerreißen kann, und dies Band ist die Ursache dafür, dass zwischen dem Göttlichen Geist und dem von euch allen eine Zwiesprache stattfindet.

36     Gesegnet sei, wer die Wahrheit sucht, denn er ist ein nach Liebe, Licht und Güte Dürstender. Suchet, so werdet ihr finden, sucht die Wahrheit, und sie wird euch entgegenkommen. Denkt weiterhin nach, befragt auch fernerhin das Buch der Göttlichen Weisheit, und es wird euch antworten, denn niemals ist der Vater schweigsam oder gleichgültig geblieben gegenüber jenem, der Ihn inständig befragt.

37     Wie viele derer, die die Wahrheit in Büchern, bei den Gelehrten und in den verschiedenen Wissenschaften suchen, werden sie schließlich in sich selbst entdecken, da Ich in das Innerste eines jeden Menschen einen Samen der Ewigen Wahrheit gelegt habe.

38     Hier ist mein Licht, das in einem menschlichen Gehirn erstrahlt und zum Worte wird. Weshalb haltet ihr diese Kundgabe für unmöglich? Meint ihr, dass die Menschen mehr Befähigung haben können als Gott, wenn sie mittels ihrer Wissenschaft untereinander die Verständigung auf Distanz erreichen?

39     Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr nicht die Fähigkeiten kennt, mit denen die Seele des Menschen befähigt ist, so werdet ihr Mich noch weniger kennen.

40     Ich tue Mich durch das menschliche Verstandesorgan kund, weil das Gehirn der durch den Schöpfer vollkommen geschaffene "Apparat" ist, damit sich in ihm die Intelligenz offenbare, welche das Licht der Seele ist.

41     Dieser "Apparat" ist ein Modell, das ihr mit all eurer Wissenschaft niemals nachmachen könnt. Ihr werdet seine Form und seinen Aufbau als ein Vorbild für eure Schöpfungen verwenden; aber ihr werdet niemals die Vollkommenheit erreichen, welche die Werke eures Vaters haben. Warum zweifelt ihr dann daran, dass Ich das, was Ich geschaffen habe, benutzen kann?

42     Ich sage euch noch einmal, dass ihr euch nicht kennt. Denn wenn ihr euch in seelischer Hinsicht kennen würdet, würdet ihr nicht nur diese göttliche Kundgabe durch euer Verstandesvermögen bejahen, sondern begreifen, dass noch größere Überraschungen auf euch warten. Wenn ihr euch kennen würdet, würdet ihr euch nicht beklagen, von euren Mitmenschen nicht verstanden zu werden, da ihr euch nicht einmal selbst kennt. Lernt euch selbst kennen, damit ihr nicht eine ewige Frage für euch selbst seid — damit ihr nicht überall die Antwort sucht, die ihr in eurem Inneren tragt.

43     Meine ganze Lehre hat den Zweck, euch all das vor Augen zu führen, was euer Wesen enthält, denn aus diesem Wissen wird das Licht geboren, um den Weg zu finden, der zum Ewigen, zum Vollkommenen, zu Gott führt.

44     Meine Lehre zielt darauf ab, in euch ein Wesen zu schaffen, das höher steht als alles, was es auf der Welt gibt — ein Wesen, das Hochherzigkeit, Licht und seelische Schönheit, Tugend, Weisheit und Macht ist. Wie groß wird dann eure Wonne und euer innerer Friede sein! Euer Geist wird euch sagen: "Dies ist die wahre Essenz deines Wesens."

Wie anders wird das Verhalten derer sein, die aus ihrem Herzen jeden guten Samen vertrieben haben und ihr Wesen einem egoistischen Leben, einem materialistischen und lasterhaften Leben gewidmet haben. Wenn sie einmal dazu gekommen sind, in ihr Inneres zu blicken, wenn sie einmal einen Augenblick der Zwiesprache mit ihrem Gewissen gehabt haben, haben sie sich in jenem Spiegel erblickt, der niemals trübe wird, der niemals lügt, und sie haben sich vor dem Ungeheuer entsetzt, das sie in sich tragen und das sie nicht als ihr eigenes Werk erkennen können.

45     O Ungläubige! Kommt und hört Mir oft zu, mein Wort wird euren Zweifel überwinden. Wenn ihr den Eindruck habt, dass die Ausdrucksweise meines Wortes nicht die gleiche ist, die Ich einst hatte, so sage Ich euch, dass ihr euch nicht an die Form, an das Äußerliche halten sollt, sondern den Sinngehalt suchen sollt, welcher der gleiche ist. Die Essenz, der Sinngehalt ist immer nur einer, weil das Göttliche ewig und unwandelbar ist; aber die Form, in der die Offenbarung zu euch gelangt, oder durch welche Ich euch einen weiteren Teil der Wahrheit wissen lasse, zeigt sich immer im Einklang mit der Aufnahmefähigkeit oder der Entwicklung, die ihr erreicht habt.

46     Ein großer Teil meiner Unterweisung hatte den Zweck, dass ihr euch selbst entdeckt, dass ihr euch kennenlernt, damit ihr nicht mehr auf dem Wege stürzt und nicht mehr nach Erbarmen ruft, wenn ihr euch verloren oder elend fühlt.

47     Warum Tränen vergießen, da ihr doch so viele Reichtümer und verborgene Schätze in eurem Wesen tragt? Eines der Ziele eures Lebens, das ihr schon seit langem vergessen hattet, ist dieses: Ihr müsst euch kennenlernen, um alles zu entdecken, was die Seele in sich birgt.

48     Fragt, forscht, ergründet, und je mehr ihr in euer Wesen eindringt, desto größere Schätze und Überraschungen werdet ihr entdecken.

49     Ihr Menschenscharen, kommt mit Mir, Ich werde euch retten. Wenn eure Welt euch ermüdet, wenn eure Mitmenschen euch verkennen, wenn eure Angehörigen euch nicht verstehen, so kommt zu Mir und Ich werde euch empfangen. Ich werde euch beweisen, dass Ich alles weiß, was euch geschah.

50     Kommt herbei, damit Ich euch zum wahren Leben auferwecke und euch daran erinnere, dass ihr erschaffen wurdet, um zu geben. Aber solange ihr nicht wisst, was ihr in euch tragt, wird es euch unmöglich sein, dem zu geben, der dessen bedarf.

51     Seht, wie alles, was euch umgibt, den Auftrag erfüllt, zu geben. Die Elemente, die Sterne, die Wesen, die Pflanzen, die Blumen und die Vögel — alles, vom Größten bis zum nicht mehr Wahrnehmbaren hat die Fähigkeit und die Bestimmung zu geben. Warum macht ihr eine Ausnahme, obwohl ihr am meisten mit der göttlichen Gnade zu lieben ausgestattet seid?

52     Wie sehr müsst ihr noch an Weisheit, an Liebe, an Tugend und Können zunehmen, damit ihr Licht seid auf dem Wege eurer jüngeren Geschwister! Welch hohe und schöne Bestimmung hat euch euer Vater zugedacht!

53     Fühlt meinen Frieden und tragt ihn im Tiefsten eures Herzens. Lasst nicht zu, dass euch irgendjemand meinen Frieden raubt. Er ist ein Schatz — der größte, den der Mensch besitzen kann.

54     Weder die Macht noch die Wissenschaft waren imstande, euch den Frieden zu geben. Dennoch sage Ich euch, dass ihr nicht verzweifeln sollt, wenn ihr ihn nicht findet. Denn es wird nicht mehr lange dauern, bis ihr begreift, dass der Friede wirklich in den Menschen guten Willens ist, um zu lieben, um zu dienen und um die von Gott diktierten Gesetze zu befolgen.

55     Hört meine Lehre, die euch die praktischste, schlichteste und einfachste Art und Weise lehrt, das Gesetz zu erfüllen. Begreift, dass euer Gott, seine Werke und das Leben einfach und schlicht sind, dass es eure Unwissenheit und eure Unreife ist, die euch das, was einfach ist, kompliziert erscheinen lässt, und als geheimnisvoll das, was offensichtlich ist.

56     Gott ist nicht kompliziert, geheimnisvoll, noch ohne Ordnung in seiner Schöpfung, weil das Vollkommene einfach ist. Die Geschöpfe dagegen auf ihren verschiedenen Stufen sind umso komplizierter, je unvollkommener sie sind.

57     Versucht Mich kennenzulernen, in den Sinngehalt des Geistigen einzudringen, bis ihr eine wahrheitsgemäße Vorstellung von eurem Vater haben könnt. Auch wenn eure Kenntnis von Mir gering ist, so soll sie doch zutreffend sein.

58     Wenn ihr eine reale Vorstellung von meinem Dasein, von meinem Wesenskern, von meiner Macht und meiner Gerechtigkeit habt, werdet ihr, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, euren Mitmenschen eine wahrheitsgemäße Vorstellung von dem bringen können, was euer Vater ist.

59     Ihr werdet dann erleben, wie jener Gott, den die Menschen sich ferne, unzugänglich, geheimnisvoll und unbegreiflich vorgestellt haben, verschwinden wird, damit an seiner Statt der wahre Gott erscheint, dessen Herz ewig offen ist für seine Kinder, der an jedem Orte und in jedem Augenblicke gegenwärtig ist.

60     Wenn ihr Mich einmal wirklich kennt — denn noch ist eure Vorstellung von Mir mehr menschlich als geistig, und euer Glaube klein — werdet ihr Mich tiefer als heute lieben. Wenn ihr Mich einmal in vollkommenerer Weise liebt, werdet ihr unermüdlich sein, das Licht überall dorthin zu tragen, wo ihr Finsternis antrefft. Euer Mitgefühl für all jene, die nicht den wahren Vater kennen, wird aufrichtig sein — für jene, die in der Meinung, Mich zu lieben und Mich zu kennen, Mich in Wahrheit nicht wirklich kennen, noch Mich in Lauterkeit lieben.

61     In der Zweiten Zeit hatte Ich Gefallen daran, durch die Feldfluren zu wandern, auf denen die Landarbeiter, wenn sie Mich vorbeiziehen sahen, zu meinem Empfang herbeikamen und mit ihrem Herzen zu Mir sprachen. Mein Geist freute sich, sie rein und schlicht zu sehen.

Ich betrat die Heime, manchmal in dem Augenblick, in dem die Eltern sich mit ihren Kinderchen zu Tische setzten. Wenn sie meinen Ruf vernahmen, kamen sie freudig zu Mir, luden sie Mich ein, mit ihnen zu essen, öffneten sie Mir ihr Herz, um Mich um irgendeine Gnadengabe zu bitten. Ich segnete sie alle, und wenn Ich Mich mit meinen Jüngern wieder vereinigte, sagte Ich ihnen: Diese Familien sind ein Abbild des Himmelreiches, und diese Heime sind wie Heiligtümer.

62     Gelegentlich, wenn Ich einmal allein war, wurde Ich von Kindern entdeckt, die zu Mir kamen, um Mir kleine Blumen entgegenzustrecken, Mir irgendeinen kleinen Kummer zu erzählen und Mich zu küssen.

63     Die Mütter waren ängstlich besorgt, wenn sie ihre Kleinen in meinen Armen fanden, wie sie meinen Worten lauschten. Die Jünger, die meinten, dass dies einen Mangel an Respekt gegenüber dem Meister bedeute, versuchten, sie aus meiner Nähe zu vertreiben. Da musste Ich ihnen sagen: "Lasset die Kinder zu Mir kommen; denn um ins Himmelreich zu gelangen, müsst ihr die Reinheit, die Einfachheit und Einfalt von Kindern haben."

64     Ich freute Mich über jene Unschuld und Unbefangenheit, so wie jemand vom Anblick einer Blütenknospe erfreut wird, die sich gerade öffnet.

65     Auch sie sind Seelen im Erblühen, Verheißungen für die Zukunft, Leben, die zu erstrahlen beginnen.

66     Ich liebe die Seelen, weil sie Knospen sind, die zum Leben erblühen müssen, zum Ruhme des Vaters.

67     Bei einer bestimmten Gelegenheit wurde Ich zusammen mit Maria, meiner irdischen Mutter, zu einer Hochzeit eingeladen. Ich wollte in jenem bedeutsamen Augenblick im Leben der beiden Menschen, die sich aus Liebe vereinen, bei meinen Kindern sein. Ich wollte die Freude jener Herzen sehen und mit ihnen ihr Fest erleben, womit Ich euch begreiflich machte, dass Mir keine eurer heilsamen Freuden gleichgültig ist, und dass meine Gegenwart bei keinem der wichtigen oder bedeutsamen Augenblicke eures Lebens fehlen darf, und auch Maria, die liebevolle Mutter und eure Fürsprecherin, gab einen Beweis dafür, was ihre Aufgabe gegenüber dieser Menschheit ist, als sie Jesus bat, dass Er, von seiner Macht Gebrauch machend, den Wein des Festes vermehren solle, der für kurze Zeit knapp wurde. Ich gewährte jenes Wunder um jener gesegneten Fürsprache willen, um jenes Frauenherzens willen, dessen Glaube an meine Macht und Eingebung, zu bitten, für euch ein vollkommenes Beispiel sind.

68     Lasst Mich — wenn auch nur kurz — jene Vorkommnisse erwähnen. Sagt jedoch nicht, dass es unbedingt notwendig ist, dass Ich auf die Welt zurückkehre. Denn dann muss Ich euch sagen, dass all das, was Ich erlebte und sprach, niedergeschrieben ist und in eurem Geiste gegenwärtig ist. Andererseits sollt ihr erkennen, dass dieses Leben, wunderbar in all seinen Entwicklungsstufen, ein tiefes und unendliches Lehrbuch ist, das ewig von Mir zu euch spricht.

69     Beobachtet es, fühlt es, und ihr werdet in ihm den Meister, den Vater und den Richter entdecken, werdet die Stimme hören, die schon hier von einem anderen, höheren, lichtvolleren und vollkommeneren Leben zu euch spricht.

70     Jünger: Ich habe euch aus dem Staub der Erde, in dem ihr, vom Schmerz besiegt, darniederlagt, zu einem Leben der Hoffnungen und Verwirklichungen erhoben. Ich habe euch in euren Prüfungen meine Kraft spürbar gemacht, habe euch gelehrt, selbst in den größten Leiden nicht zu zweifeln, nicht zu verzweifeln.

71     Heute wisst ihr, dass die ganze Menschheit zurzeit den Leidenskelch trinkt, dass ihr nicht die einzigen seid, die leiden, noch die einzigen, die Tränen vergießen, oder die den Leidenskelch mit größerer Intensität leeren. Dafür dankt ihr Mir und richtet ihr eure Gedanken auf eure Mitmenschen und vergesst ein wenig euch selbst.

72     Ihr alle tragt eine Wunde im Herzen. Wer könnte wie Ich in euer Inneres eindringen? Ich kenne euer Leid, eure Trauer und Niedergeschlagenheit angesichts so großer Ungerechtigkeit und Undankbarkeit, die auf eurer Welt herrscht. Ich weiß um die Erschöpfung derer, die lange auf Erden gelebt und sich abgemüht haben und deren Dasein für sie wie eine schwere Last ist. Ich weiß um die Unausgefülltheit derer, die in diesem Leben alleingelassen wurden. Euch allen sage Ich: "Bittet, so wird euch gegeben werden"; denn Ich bin dafür gekommen, euch das zu geben, dessen ihr von Mir bedürft, sei es Gesellschaft, Seelenfrieden, Heilung, Aufgaben oder Licht.

73     Schämt euch nicht, vor Mir zu weinen, Männer, denn Tränen sind nicht nur etwas für Kinder und Frauen. Wohl denen, die vor Mir weinen, denn meine Hand wird ihre Tränen trocknen, und mein Trostwort wird in ihr Herz herabsinken. Wer schwach zu Mir kommt, wird hernach gegenüber seinen Mitmenschen stark sein, weil er in der Kraft seines Vaters stark zu werden verstand.

74     Wisset, dass Ich Mich nicht darauf beschränke, eure Trübsale zu fühlen, sondern dass Ich sie beseitigen will. Aber es ist notwendig, dass ihr dies nicht nur wisst, sondern dass ihr Liebe und Glauben an mein Gesetz habt, dass ihr zu bitten und zu beten versteht und in den Prüfungen Geduld habt.

Mein Friede sei mit euch!

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