52. Ungerechtigkeit und Niedergang der Menschheit


XI.  Die Menschheit
Kapitel 52 - Ungerechtigkeit und Niedergang der Menschheit
Die Unterwerfung und Ausbeutung der Schwachen durch die Starken

1 Wenn die Menschen einsehen würden, dass die Erde für alle geschaffen worden ist, und wenn sie die materiellen und geistigen Schätze, mit denen ihr Dasein übersät ist, in gerechter Weise mit ihren Mitmenschen zu teilen verstünden– wahrlich, Ich sage euch, schon hier auf dieser Erde würdet ihr den Frieden des Geistigen Reiches zu fühlen beginnen. (12, 71)

2 Glaubt ihr nicht, dass die Teilung der Menschheit in Völker und Rassen etwas Primitives ist? Denkt ihr nicht darüber nach, dass, wenn der Fortschritt in eurer Zivilisation, auf die ihr so stolz seid, wahrhaftig wäre, nicht mehr das Gesetz der Gewalt und der Bosheit herrschen würde, sondern dass alle Handlungen eures Lebens vom Gesetz des Gewissens regiert würden? – Und du, Volk, schließe dich nicht aus von diesem Urteil, denn auch unter euch entdecke Ich Kämpfe und Spaltungen. (24, 73)

• die mexikanischen Zuhörer

3 Habt das Beispiel Israels vor Augen, von dem die Geschichtsschreibung berichtet, als es lange Zeit durch die Wüste irren musste. Es kämpfte, um der Gefangenschaft und dem Götzendienst Ägyptens zu entkommen, aber auch, um ein Land des Friedens und der Freiheit zu erreichen.

4 Heute gleicht diese ganze Menschheit jenem Volk in der Gefangenschaft des Pharao. Man zwingt den Menschen Glaubensbekenntnisse, Doktrinen und Gesetze auf. Der größte Teil der Nationen sind Sklaven anderer, die stärker sind. Harter Überlebenskampf und Zwangsarbeit unter den Peitschenhieben des Hungers und der Erniedrigung sind das bittere Brot, das heute ein großer Teil der Menschheit isst.

5 All dies bewirkt immer mehr, dass in den Herzen der Menschen eine Sehnsucht nach Befreiung, nach Frieden, nach einem besseren Leben entsteht. (115, 41 - 43)

6 Diese Welt, die das Heim einer einzigen Familie sein sollte, die die ganze Menschheit umfasst, ist Zankapfel und Anlass zu unsinnigem Machtstreben, zu Verrat und Krieg. Dies Leben, das zum Studium, zur geistigen Betrachtung und für das Bemühen genutzt werden sollte, das ewige Leben zu erlangen, indem man die Prüfungen und Lektionen zum Wohle des Geistes nutzt, wird vom Menschen falsch aufgefasst, sodass er sein Herz von Groll, Verbitterung, Materialismus und Unzufriedenheit vergiften lässt. (116, 53)

7 Ihr armen Völker der Erde – die einen versklavt, andere unterdrückt, und die übrigen von ihren eigenen Führern und Repräsentanten ausgebeutet!

8 Euer Herz liebt jene, die euch auf Erden regieren, nicht mehr, weil euer Vertrauen enttäuscht worden ist. Ihr habt kein Vertrauen mehr in die Gerechtigkeit oder Großmütigkeit eurer Richter, ihr glaubt nicht mehr an Versprechungen, an Worte oder lächelnde Gesichter. Ihr habt erlebt, dass die Heuchelei sich der Herzen bemächtigte und auf Erden ihr Reich der Lügen, Falschheiten und Betrügereien errichtet hat.

9 Arme Völker, die ihr auf euren Schultern die Mühsal wie eine unerträgliche Last tragt – jene Mühsal, die nicht mehr jenes gesegnete Gesetz ist, durch das der Mensch alles erhielt, was für seinen Lebensunterhalt nötig war, sondern die sich in einen verzweifelten und angsterfüllten Überlebenskampf verwandelt hat. Und was bekommen die Menschen dafür, dass sie ihre Kraft und ihr Leben opfern? ein gehaltloses Stück Brot, einen Kelch voller Bitternis.

10 Wahrlich, Ich sage euch, dies ist nicht der Lebensunterhalt, den Ich zu eurer Wonne und Erhaltung in die Erde hineinlegte, dies ist das Brot der Zwietracht, der Eitelkeiten, der unmenschlichen Gefühle – kurzum der Beweis für den Mangel oder das Fehlen geistiger Reife bei denen, die euer menschliches Leben bestimmen.

11 Ich sehe, dass ihr einander das Brot entreißt, dass die nach Macht Strebenden nicht ertragen können, dass die andern etwas besitzen, weil sie alles für sich möchten; dass die Starken sich des Brotes der Schwachen bemächtigen und diese sich damit begnügen müssen, die Mächtigen essen und genießen zu sehen.

12 Nun frage Ich euch: Worin besteht der moralische Fortschritt dieser Menschheit? Wo bleibt die Entfaltung ihrer edelsten Gefühle?

13 Wahrlich, Ich sage euch, in der Epoche, in der der Mensch in Höhlen lebte und sich mit Fellen bedeckte, entriss er sich gleichfalls gegenseitig die Nahrung vom Munde weg, nahmen sich die Stärksten ebenfalls den größten Teil, war die Mühsal der Schwachen auch zugunsten derer, die diese sich mit Gewalt untertan machten, töteten sich die Menschen, die Stämme und die Völker gleichfalls gegenseitig.

14 Worin besteht dann der Unterschied zwischen der Menschheit von heute und der Menschheit jener Tage?

15 Ja, Ich weiß schon, dass ihr Mir sagen werdet, dass ihr viele Fortschritte erreicht habt – Ich weiß, dass ihr Mich auf eure Zivilisation und eure Wissenschaft verweisen werdet. Doch dann werde Ich euch sagen, dass dies alles nur die Maske der Heuchelei ist, hinter der ihr eure wahren Gefühle und eure noch immer primitiven Instinkte versteckt, weil ihr euch nicht im Geringsten um die Entfaltung eures Geistes, um die Erfüllung meines Gesetzes bemüht habt.

16 Ich sage euch nicht, dass ihr nicht wissenschaftlich forschen sollt – nein, im Gegenteil: sucht, forscht, wachset und mehret euch an Wissen und Intelligenz im materiellen Leben, aber seid barmherzig miteinander, achtet die geheiligten Rechte eurer Nächsten, begreift, dass es kein Gesetz gibt, das den Menschen dazu ermächtigt, über das Leben seiner Mitmenschen zu verfügen – kurzum, Menschen, tut etwas, um mein Höchstgebot des "liebet einander" auf euer Leben anzuwenden, damit ihr dem moralischen und geistigen Stillstand entkommt, in den ihr geraten seid, und damit, wenn der Schleier der Lüge, der euer Gesicht bedeckte, abfällt, euer Licht durchdringt, die Aufrichtigkeit erstrahlt und in eurem Leben die Wahrhaftigkeit Einzug hält. Dann könnt ihr mit Recht sagen, dass ihr Fortschritte gemacht habt.

17 Werdet geistig stark in der Befolgung meiner Unterweisungen, damit eure Worte in Zukunft immer durch wirkliche Werke der Barmherzigkeit, Weisheit und Brüderlichkeit bestätigt werden. (325, 10 - 20)

18 Ich sende euch meinen Frieden; aber wahrlich, Ich sage euch: solange es Menschen gibt, die alles Notwendige besitzen und jene vergessen, die vor Hunger sterben, wird es keinen Frieden auf der Erde geben.

19 Friede ist nicht in den menschlichen Herrlichkeiten begründet, noch in Reichtümern. Er gründet sich auf guten Willen, auf gegenseitige Liebe– darauf, einander zu dienen und zu respektieren. Ach, wenn die Welt doch diese Weisungen verstünde! Die Feindschaften würden verschwinden, und im menschlichen Herzen würde die Liebe erblühen. (165, 71 - 72)

Die Verderbtheit der Menschheit

20 Die Menschheit erleidet Schiffbruch inmitten eines Sturms von Sünden und von Lastern. Nicht nur der Mensch, wenn er erwachsen wird, befleckt seinen Geist, indem er die Entwicklung seiner Leidenschaften zulässt; auch das Kind im Kindesalter erlebt das Kentern des Bootes, in welchem es fährt.

21 Mein Wort voller Offenbarungen erhebt sich inmitten dieser Menschheit wie ein riesiger Leuchtturm, der den Schiffbrüchigen die wahre Route anzeigt und in jenen die Hoffnung belebt, die nahe daran waren, den Glauben zu verlieren. (62, 44)

22 Zugleich mit der Vermehrung der Menschheit hat sich auch ihre Sünde vermehrt. Es fehlt auf der Welt nicht an Städten wie Sodom und Gomorrha, deren Ärgernis auf der ganzen Erde Widerhall findet und die die Herzen vergiften. Von jenen sündigen Städten blieben nicht einmal Spuren übrig; dennoch waren ihre Bewohner keine Heuchler, da sie am hellen Tage sündigten.

23 Doch diese Menschheit von heute, die sich im Dunkeln verbirgt, um ihren Leidenschaften frönen zu können, und die danach Rechtschaffenheit und Reinheit vortäuscht, wird ein strengeres Gericht haben als Sodom.

24 Es ist das unheilvolle Erbe aller vergangenen Generationen, deren Süchte, Laster und Krankheiten in dieser Zeit ihre Früchte tragen. Es ist der Baum des Bösen, welcher im Herzen der Menschen gewachsen ist – ein Baum, der durch Sünden fruchtbar gemacht worden ist und dessen Früchte weiterhin die Frau und den Mann in Versuchung führen und von Tag zu Tag neue Herzen zu Fall bringen.

25 Unter dem Schatten dieses Baumes liegen Männer und Frauen ohne die Kraft, sich von seinem Einfluss freizumachen. Dort sind zerstörte Tugenden, befleckte Menschenwürde und viele verstümmelte Leben zurückgeblieben.

26 Nicht nur die Erwachsenen werden von den Vergnügungen der Welt und des Fleisches angezogen und laufen ihnen nach; auch die Jugendlichen und selbst die Kinder, zu allen ist das Gift gelangt, das sich im Laufe der Zeit angesammelt hat; und jene, die dem unheilvollen Einfluss des Bösen zu entrinnen vermochten – was tun sie für jene, die sich verirrt haben? Sie richten sie, verdammen sie und empören sich über ihre Handlungen. Wenige sind derer, die für die vom Pfade Abgeirrten beten, und noch weniger sind derer, die einen Teil ihres Lebens darauf verwenden, das Böse zu bekämpfen.

27 Wahrlich, Ich sage euch, mein Reich wird nicht unter den Menschen errichtet werden, solange der Baum des Bösen noch Leben hat. Diese Macht muss zerstört werden; dafür ist es erforderlich, das Schwert der Liebe und der Gerechtigkeit zu besitzen – das einzige, dem die Sünde nicht widerstehen kann. Begreift, dass nicht Urteilssprüche oder Strafen, sondern Liebe, Vergebung und Barmherzigkeit, der Wesenskern meiner Lehre, das Licht sein werden, das eure Pfade erhellt, und die Unterweisung, die der Menschheit das Heil bringt. (108, 10 - 14)

28 Euer Materialismus hat das Eden, das Ich dem Menschen anvertraute, in eine Hölle verwandelt.

29 Falsch ist das Leben, das die Menschen führen, falsch ihre Vergnügungen, ihre Macht und ihr Reichtum, falsch ihre Gelehrsamkeit und ihre Wissenschaft.

30 Reiche und Arme, euch alle beschäftigt das Geld, dessen Besitz trügerisch ist. Ihr macht euch Sorgen wegen Schmerzen und Krankheiten und erschreckt beim Gedanken an den Tod. Die einen fürchten, das zu verlieren, was sie haben, und die andern sehnen sich danach, das zu bekommen, was sie nie besessen haben. Einige haben alles im Überfluss, während anderen alles fehlt. Aber all diese Bemühungen, Leidenschaften, Bedürfnisse und ehrgeizigen Ziele betreffen nur das materielle Leben, den Hunger des Körpers, die niederen Leidenschaften, die menschlichen Wünsche, so als ob der Mensch tatsächlich keinen Geist besäße.

31 Die Welt und die Materie haben den Geist vorübergehend besiegt, haben ihn nach und nach wieder in Knechtschaft geführt und schließlich seine Mission im menschlichen Leben zunichte gemacht. Weshalb merkt ihr nicht allmählich selbst, dass jener Hunger, jenes Elend, jener Schmerz und jene Angst, die euer Leben bedrücken, nichts anderes als die getreue Widerspiegelung des Elends und des Schmerzes eures Geistes sind? (272, 29 - 32)

32 Die Welt bedarf meines Wortes, die Völker und Nationen benötigen meine Liebeslehren. Der Regierende, der Wissenschaftler, der Richter, der Seelsorger, der Lehrer – sie alle benötigen das Licht meiner Wahrheit, und eben darum bin Ich in dieser Zeit gekommen, den Menschen in seinem Geist, seinem Herzen und seinem Verstande zu erleuchten. (274, 14)

33 Noch immer ist euer Planet kein Ort der Liebe, der Tugend, noch des Friedens. Ich sende eurer Welt reine Geistwesen, und ihr gebt sie Mir unrein zurück, weil das Leben der Menschen von Sünde und Verderbtheit durchdrungen ist.

34 Ich sehe die Tugenden wie kleine, vereinzelte Lichter unter den Geistwesen, die von den Stürmen des Egoismus, der Rache - und Hassgefühle gepeitscht werden. Das ist die Frucht, die Mir die Menschheit darbringt. (318, 33 - 34)

Die verkehrte Welt einer unreifen Menschheit

35 Ihr habt Regierende, in deren Herzen nicht die Gerechtigkeit und Hochherzigkeit vorhanden ist, um ihr Volk zu regieren, weil sie hinter dem armseligen Ziel nach Macht und Reichtum her sind – Menschen, die von sich behaupten, dass sie meine Repräsentanten sind, und die nicht einmal die Liebe zu ihren Nächsten kennen – Ärzte, die das Wesentliche ihrer Mission nicht kennen, welches die Barmherzigkeit ist – und Richter, die Gerechtigkeit mit Rache verwechseln und das Gesetz zu verderblichen Zwecken missbrauchen.

36 Keiner, der krumme Wege geht und seinen Blick von jenem Lichte abwendet, das er als Leuchtfeuer seines Gewissens in sich hat, hat eine Vorstellung von dem Gericht, das er sich selbst bereitet.

37 Es gibt auch solche, die Aufgaben an sich gerissen haben, die ihnen nicht zustehen, und die mit ihren Irrtümern Beweise dafür geben, dass ihnen absolut die erforderlichen Fähigkeiten fehlen, um die Aufgabe durchzuführen, die sie von sich aus übernommen haben.

38 Ebenso könnt ihr Diener Gottes finden, die es nicht sind, weil sie dafür nicht gesandt wurden – Menschen, die Völker führen und die nicht einmal fähig sind, ihre eigenen Schritte zu lenken – Lehrer, denen die Gabe zu lehren fehlt und die, statt Licht zu verbreiten, den Verstand verwirren – Ärzte, in deren Herz kein Gefühl des Mitleids geschlagen hat angesichts des fremden Schmerzes und die nicht wissen, dass der, welcher diese Gabe wahrhaft besitzt, ein Apostel Christi ist.

39 Alle meine Grundprinzipien wurden von den Menschen geschändet, doch nun ist die Stunde gekommen, in der alle ihre Werke gerichtet werden. Dies ist mein Gericht, da es Mir zukommt, es zu vollziehen. Deshalb sage Ich euch: Wachet und erfüllet meine Gebote der Liebe und Vergebung. (105, 16 - 19)

40 Seht euch diese Welt an – stolz, herausfordernd und eingebildet auf alle Menschenwerke, mit denen sie die Generationen dieses Jahrhunderts in Erstaunen setzen. In ihrer Mehrheit glauben sie nicht an das Geistige, noch lieben sie es. Daher beten sie nicht, noch befolgen sie mein Gesetz. Dennoch sind sie zufrieden und stolz darauf, eine von Wunderwerken erfüllte Welt vorweisen zu können, die sie mit Hilfe ihrer Wissenschaft geschaffen haben.

41 Doch diese Staunen erregende Welt der Menschen, die sie während Jahrhunderten der Wissenschaft, der Kämpfe, Kriege und Tränen errichtet haben, werden sie noch mit ihren eigenen Händen und Waffen zerstören. Schon naht der Zeitpunkt, an dem die Menschheit sich der Unhaltbarkeit und Gebrechlichkeit ihrer Werke bewusst wird, welchen die Liebe, die Gerechtigkeit und der echte Wunsch nach Vervollkommnung fehlte.

42 Schon bald werdet ihr erfahren, dass ihr ohne Gott nichts seid, dass ihr nur von Mir die Kraft, das Leben und die Intelligenz empfangen könnt, um zwischen dem Geist und dem körperlichen Teil des Menschen ein harmonisches Dasein zu schaffen. (282, 9 - 11)

43 Die Menschen sprechen von vergangenen Zeiten, vom Altertum, von langen Jahrhunderten und endlos langen Zeitaltern, doch Ich sehe euch noch immer klein. Ich sehe, dass ihr geistig sehr wenig gereift seid. In meinen Augen befindet sich eure Welt noch immer in ihrer Kindheit, auch wenn es für euch den Anschein hat, als ob ihr zur Reife gelangt wäret.

44 Nein, Menschheit, solange es nicht der Geist ist, der jene Beweise von Reife, Aufwärtsentwicklung, Vervollkommnung und Fortschritt auf den verschiedenen Gebieten eures Lebens gibt, werdet ihr Mir zwangsläufig menschliche Werke präsentieren, die nur dem Anschein nach groß sind, aber aufgrund des Mangels an Liebe ohne moralischen Gehalt und nicht von Dauer sind. (325, 62 - 63)

45 Jetzt ist eine für die Geistwesen entscheidende Zeit, wahrlich eine Zeit des Kampfes. Alles ist Streit und Kampf. Dieser Krieg findet im Herzen eines jeden Menschen statt, im Schoße der Familien, im Innern aller Institutionen, in allen Völkern, in allen Rassen.

46 Nicht nur auf dem Erdenplan, auch im Geistigen Tale wird gekämpft. Es ist die Große Schlacht, die in symbolischer Form von den Propheten anderer Zeiten geschaut wurde, und die auch in den Gesichten der Propheten oder Seher dieser Zeit erblickt wird.

47 Doch diese Schlacht, die geschlagen wird und die alles erschüttert, wird von der Menschheit nicht verstanden, obwohl sie Bestandteil und Zeuge eben dieser Schlacht ist.

48 Der Gang der Menschheit ist heutzutage beschleunigt – doch wohin geht sie? Wohin geht der Mensch in solcher Eile? Findet er auf diesem schwindelerregenden Wege etwa sein Glück, erreicht er den ersehnten Frieden, das herrliche Leben, das jedes Herz selbstsüchtig wünscht?

49 Ich sage euch, dass das, was der Mensch mit seinem Gehetze tatsächlich erreicht, die totale Erschöpfung ist. Dem Lebensüberdruss und der Ermattung gehen der Geist und das Herz des Menschen entgegen, und dieser Abgrund wurde vom Menschen selbst geschaffen.

50 In diesen Abgrund wird er stürzen, und in dieser totalen Erschöpfung, in diesem Chaos von Hassgefühlen, von Vergnügungen, von unbefriedigten Machtgelüsten, von Sünde und Ehebruch, von Schändung der geistigen und menschlichen Gesetze, wird sein Geist einen scheinbaren "Tod", sein Herz einen vorübergehenden "Tod" erleiden.

51 Aber Ich werde bewirken, dass der Mensch sich von diesem "Tode" zum Leben erhebt. Ich werde dafür sorgen, dass er seine Auferstehung erlebt und in jenem neuen Leben für die Wiedergeburt aller Ideale kämpft, für die Wiederbelebung aller Prinzipien und aller Tugenden, welche Eigenschaften und Erbgut des Geistes sind, welche ihr Ursprung ist. Denn aus Mir ging der Geist hervor, von Mir nahm er Leben, aus meiner Vollkommenheit trank er, von meiner Gnade wurde er gesättigt. (360,6-8)

Die 7 Paul-ide-Gesetze


I Thessalonicher 5:16-22
16 Seid allezeit fröhlich
17 betet ohne Unterlaß,
18 seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christo Jesu an euch.
19 Den Geist dämpfet nicht,
20 die Weissagung verachtet nicht;
21 prüfet aber alles, und das Gute behaltet.
22 Meidet allen bösen Schein.
Transkript
Meine Kinder, ihr habt von meinen 10 Geboten auf Steintafeln gehört. Ihr wissst von meinen neuen Geboten, die auf die Herzen der Menschen geschrieben sind. Ihr habt von den 7 Noah-ide-Gesetzen gehört, die von bösen Männern geschrieben wurden, um die Welt unter die Unterwerfung der bösen Sanhedrin und der zionistischen mystischen Juden zu bringen.

Aber ich sage euch, ich habe euch 7 von Paulus geschriebene Gesetze gegeben, die von Mir gegeben wurden. Hier sind sie:
1. Freue dich für immer.
2. Bete ohne Unterlass.
3. In allem danke, denn dies ist Mein Wille über dich.
4. Lösche nicht den Geist.
5. Verachte es nicht, zu prophezeien.
6. Beweise alles, halte dich an das Gute.
7. Von allem Schein des Bösen fernhalten.
Da sind sie, die Paul-Ide-Gesetze. Diese finden sich in Meinem Wort.
Mein Sohn, ich weiß, dass viele in Meinem Körper diese Gesetze nicht einhalten, meistens aus Unwissenheit gegenüber Meinem Wort und weil die Hirten sie nicht predigen.
Meine Kinder, ihr werdet feststellen, wenn ihr in Mir bleibt und ich in euch bleibe, werdet ihr euch an diese Gesetze halten und sie befolgen, durch Meinen Geist in euch. Wenn ihr euch  jedoch nicht an mich haltet, werden diese Gesetze sehr schwer zu halten sein. Ich sage zu euch  Buße, sucht Vergebung eurer Sünden und wendet euch von euren bösen Wegen ab, und ich werde euch vergeben, denn meine Gnade ist grenzenlos und Meine Liebe zu euch ewig.
Viele Dinge nähern sich jetzt der kritischen Masse und die Reaktion wird Krieg sein. Der König wird versagen und daran ist er nicht gewöhnt. Bereitet euch auf diese Reaktion vor.

Ich bin im Begriff zu kommen – sei bereit, mein Überrest !!!
Amen.
Messias Jesus

51. Machthaber; Machtmißbrauch und Kriege


XI.  Die Menschheit
Kapitel 51 - Machthaber; Machtmissbrauch und Kriege
Der vergängliche Wahn irdischer Macht und Größe

1 Ich bin es, der euch die Prüfungen in den Weg legt, um euren Geist aufzuhalten, wenn er sich vom Wege meines Gesetzes entfernt und allein nach seinem Gutdünken leben will. Erforscht den Grund für die Prüfungen, Ich erlaube es euch, damit ihr bestätigt, dass jede von ihnen wie ein Meißel ist, der euer Herz bearbeitet. Dies ist einer der Gründe, weshalb der Schmerz euch Mir näher bringt.

2 Doch der Mensch hat immer die Vergnügungen gesucht, war auf Macht und Pracht aus, um sich auf Erden zum Herrn aufzuwerfen und Herrscher über seine eigenen Brüder zu sein.

3 Da Ich euch alle mit der gleichen Liebe geschaffen habe – warum hat es dann immer welche gegeben, die vorgeben, etwas Höheres zu sein? Warum hat es solche gegeben, die die Menschen unter Erniedrigung mit der Peitsche regieren? Warum gibt es den, der den Geringen von sich weist und dessen Herz ungerührt bleibt, wenn er seinem Nächsten Schmerz bereitet? Weil dies Geistwesen sind, die Mich noch nicht als Vater erkannt haben, der alle seine Geschöpfe liebt, und auch nicht als den einzigen Herrn aller lebenden Wesen.

4 Deshalb gibt es Menschen, die die Macht an sich reißen und die geheiligten Rechte des Menschen missachten. Sie dienen Mir als Werkzeuge für meine Gerechtigkeit, und obwohl sie meinen, große Herren und "Könige" zu sein, sind sie nur Knechte. Vergebt ihnen! (95, 7 - 8)

5 Seht die Menschen und die Herrscher der Erde. Wie kurz ist ihre Herrlichkeit und ihre Herrschaft. Heute werden sie von ihren Völkern emporgehoben, und morgen stoßen sie sie von ihrem Throne.

6 Niemand suche seinen Thron in diesem Leben, denn in der Meinung, vorwärts zu kommen, wird er seinen Lauf hemmen, und eure Bestimmung ist, voranzukommen ohne stehen zu bleiben, bis ihr zu den Toren meines Reiches gelangt. (124, 31)

7 Wahrlich, Ich sage euch, mit den Mächtigen von heute wird es zu Ende gehen, um denen Platz zu machen, die aufgrund der Liebe und Barmherzigkeit zu ihren Nächsten groß und stark, mächtig und weise sein werden. (128,50)

8 Jene Menschen, die derzeit nur ehrgeiziges Streben nach Macht und irdischen Herrlichkeiten nähren, wissen, dass ihr mächtigster Gegner die Spiritualität ist, deshalb bekämpfen sie sie. Und da sie den Kampf, der bereits näherrückt- die Schlacht des Geistes gegen das Böse vorausfühlen, fürchten sie, ihre Besitztümer zu verlieren, und widersetzen sich daher dem Lichte, das sie in Form von Inspiration fortwährend überrascht. (321, 12)

9 Wie bedürftig kommen jene, die groß und mächtig auf Erden waren, bei meiner Himmelstür an, weil sie die geistigen Schätze und den Weg zum ewigen Leben vergaßen! Während die Wahrheit meines Reiches den Demütigen offenbart ist, ist sie den Gelehrten und Gebildeten verborgen, weil sie mit der geistigen Weisheit dasselbe machen würden, was sie mit der irdischen Wissenschaft getan haben: sie würden in diesem Lichte Throne für ihre Eitelkeit und Waffen für ihre Streitigkeiten suchen. (238, 68)

Die angemaßte Gewaltausübung über Menschen und Völker

10 Seht euch die Menschen an, die die Völker führen, Doktrinen schaffen und sie den Menschen aufzwingen. Jeder verkündet die Überlegenheit seiner Doktrin, doch Ich frage euch: Was ist die Frucht all dessen gewesen? Die Kriege mit ihrem Gefolge von Verelendung, Leiden, Zerstörung und Tod. Dies ist die Ernte gewesen, die die Vertreter solcher Theorien hier auf Erden geerntet haben.

11 Beachtet, dass Ich Mich der Willensfreiheit der Menschheit nicht entgegengestellt habe, obschon Ich euch sagen muss, dass unbeschadet jener Freiheit das Gewissen unaufhörlich zum Herzen dessen spricht, der sich von der Gerechtigkeit, der Nächstenliebe und der Vernunft entfernt. (106,11)

12 Wenn Christus in dieser Zeit als Mensch zur Erde zurückkäme, würde Er nicht mehr auf Golgatha sagen: "Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun", denn jetzt empfangt ihr in Fülle das Licht des Geistes, und die Geistwesen haben sich weit entwickelt. Wer weiß nicht, dass Ich der Geber des Lebens bin, dass darum niemand das seines Mitmenschen rauben darf? Wenn der Mensch das Dasein nicht geben kann, ist er auch nicht dazu berechtigt, das zu nehmen, was er nicht zurückgeben kann.

13 Menschen, meint ihr, mein Gesetz zu erfüllen, nur weil ihr sagt, dass ihr Religion habt und ihr den äußerlichen Gottesdienst einhaltet? Im Gesetz wurde euch gesagt? "Du sollst nicht töten", doch ihr verletzt dies Gebot, da ihr auf dem Altar eurer Sünde das Blut eurer Mitmenschen in Strömen vergießt. (119, 27 - 28)

14 Ich biete der Welt den Frieden an, aber der Stolz der groß gewordenen Nationen mit ihrer falschen Macht und ihrem falschen Glanz weist jeden Ruf des Gewissens zurück und lässt sich nur von seinen ehrgeizigen Zielen und seinen Hassgefühlen fortreißen.

15 Noch neigt sich der Mensch nicht zur Seite des Guten, der Gerechtigkeit und der Vernunft, noch immer erheben sich die Menschen und verurteilen die Sache ihrer Nächsten; noch glauben sie, Gerechtigkeit schaffen zu können. Meint ihr nicht, dass sie sich statt Richter eher Mörder und Henker nennen sollten?

16 Die Männer der Macht haben vergessen, dass es einen Eigentümer über alles Leben gibt; doch sie nehmen das Leben ihrer Nächsten, als ob es ihnen gehöre. Die Menschenmassen rufen nach Brot, Gerechtigkeit, Heim, Kleidung. Die Gerechtigkeit werde Ich schaffen, nicht die Menschen noch ihre Lehren. (151, 70 - 72)

17 Gesegnetes Volk: Jene Männer, die sich voll Selbstherrlichkeit und Machtanspruch in den Nationen, in den Völkern der Erde erheben, sind große Geistwesen, mit Macht ausgerüstet und Inhaber großer Missionen.

18 Sie stehen jedoch nicht im Dienste meiner Göttlichkeit. Sie haben ihre großen Anlagen und Fähigkeiten nicht in den Dienst der Liebe und der Barmherzigkeit gestellt. Sie haben sich ihre Welt, ihr Gesetz, ihren Thron, ihre Vasallen, ihre Herrschaftsbereiche und alles, was sie sich zum Ziel setzen können, geschaffen.

19 Doch wenn sie spüren, dass ihr Thron unter den Heimsuchungen erbebt, wenn sie fühlen, dass der Einfall eines mächtigen Feindes bevorsteht, wenn sie ihre Schätze und ihren Namen in Gefahr sehen, brechen sie mit all ihrer Macht auf, erfüllt von Größenwahn, von irdischer Eitelkeit, von Hass und Übelwollen und werfen sich dem Feind entgegen, ohne Rücksicht darauf, ob ihr Werk, ihre Idee nur eine Spur des Schmerzes, der Zerstörung und des Bösen hinter sich lässt. Sie haben nur die Vernichtung des Feindes im Sinn, die Errichtung eines noch größeren Thrones, um größtmögliche Herrschaft über die Völker, über die Reichtümer, über das tägliche Brot und selbst über das Leben der Menschen zu haben. (219, 25)

20 Es wäre an der Zeit, dass auf der Erde keine Königreiche oder starken Völker mehr existierten, die die schwachen unterdrücken, und dennoch gibt es sie als einen Beweis dafür, dass im Menschen immer noch die primitiven Tendenzen überwiegen, den Schwachen durch Machtmissbrauch zu berauben und mit Gewalt zu erobern. (271, 58)

21 Wie weit sind die Menschen noch davon entfernt, den geistigen Frieden zu begreifen, der auf der Welt herrschen soll! Sie suchen ihn mittels Gewalt und Drohungen zu erzwingen, und mit der Frucht ihrer Wissenschaft, mit der sie prahlen.

22 Ich verkenne keineswegs die Fortschritte der Menschen oder bin gegen sie, denn sie sind auch ein Beweis für ihre geistige Entwicklung. Aber dennoch sage Ich euch, dass ihr Stolz auf Gewaltanwendung und irdische Macht nicht wohlgefällig ist vor Mir. Denn anstatt das Kreuz der Menschen leichter zu machen, schänden sie damit die heiligsten Prinzipien, vergreifen sie sich an den Leben, die ihnen nicht gehören, und säen Schmerz, Tränen, Trauer und Blut statt Frieden, Gesundheit und Wohlergehen. Weshalb offenbaren ihre Werke gerade das Gegenteil, obwohl der Brunnen, aus dem sie ihr Wissen schöpfen, meine eigene Schöpfung ist, welche an Liebe, Weisheit, Gesundheit und Leben unerschöpflich ist?

23 Ich will Gleichheit unter meinen Kindern, wie Ich sie schon in der "Zweiten Zeit" predigte. Aber nicht nur materiell, wie sie die Menschen auffassen. Ich inspiriere euch die Gleichheit aus Liebe, womit Ich euch begreiflich mache, dass ihr alle Geschwister, Kinder Gottes seid. (246, 61 - 63)

Betrachtungen zum Zweiten Weltkrieg

24 Dies sind Zeiten der Prüfungen, der Schmerzen und der Leiden – Zeiten, in denen die Menschheit die Folgen von so viel gegenseitigem Hass und Übelwollen erleidet.

25 Seht die Schlachtfelder, wo man nur das Getöse der Waffen und die Angstschreie der Verwundeten hört, die Berge verstümmelter Leichen, die zuvor starke Körper junger Menschen waren. Könnt ihr euch diese vorstellen, als sie zum letzten Mal die Mutter, die Frau oder den Sohn umarmten? Wer kann den Schmerz dieser Abschiede ermessen, der nicht selbst diesen Kelch getrunken hat?

26 Tausende und Abertausende angsterfüllter Eltern, Frauen und Kinder haben die geliebten Angehörigen zu den Feldern des Krieges, des Hasses, der Rache aufbrechen sehen, genötigt durch die Habsucht und den Hochmut von einigen Menschen ohne Licht und ohne Liebe zu ihren Nächsten.

27 Diese Legionen junger und kräftiger Männer haben nicht in ihr Heim zurückkehren können, weil sie zerfetzt auf den Feldern liegengeblieben sind; doch seht, die Erde, die Mutter Erde, barmherziger als die Menschen, welche die Völker regieren und glauben, die Herren über das Leben ihrer Mitmenschen zu sein, hat ihren Schoß geöffnet, sie zu empfangen und liebevoll zu bedecken. (9, 63 - 66)

28 Mein Geist wacht über jedem Wesen, und Ich achte selbst auf den letzten eurer Gedanken.

29 Wahrlich, Ich sage euch, Ich habe dort inmitten der Heere, die für irdische Ideologien und Machtansprüche kämpfen, in den Augenblicken der Ruhe friedliebende und gutwillige Menschen entdeckt, die mit Gewalt zu Soldaten gemacht worden waren. Ihren Herzen entringen sich Seufzer, wenn mein Name über ihre Lippen kommt, und Tränen rinnen über ihre Wangen bei der Erinnerung an ihre Angehörigen, an Eltern, Frauen, Kinder oder Geschwister. Dann schwingt sich ihr Geist zu Mir empor, ohne einen andern Tempel als das Heiligtum seines Glaubens, ohne einen andern Altar als den seiner Liebe, noch mit einem andern Licht als dem seiner Hoffnung, im Verlangen nach Vergebung für die Vernichtungen, die er unfreiwillig mit seinen Waffen verursacht haben. Sie suchen Mich, um Mich mit allen Kräften ihres Wesens zu bitten, dass Ich ihnen erlaube, zu ihrem Heim zurückzukehren, oder dass Ich, wenn sie unter dem Schlag des Feindes fallen müssen, wenigstens mit meinem Mantel der Barmherzigkeit diejenigen bedecke, die sie auf Erden zurücklassen.

30 Alle, die in dieser Weise meine Vergebung suchen, segne Ich, denn sie haben keine Schuld am Töten; andere sind die Mörder, welche sich, wenn die Stunde ihres Gerichts gekommen ist, vor Mir für alles werden verantworten müssen, was sie mit den Menschenleben gemacht haben.

31 Viele von denen, die den Frieden lieben, fragen sich, warum Ich zugelassen habe, dass sie sogar zu den Schlachtfeldern und Stätten des Todes geführt wurden. Darauf sage Ich euch: Wenn ihr menschlicher Verstand den Grund nicht zu begreifen vermag, der im Innersten all dessen vorhanden ist, so weiß doch ihr Geist, dass er eine Sühne erfüllt. (22, 52 - 55)

32 Denen, die Mir folgen, lege Ich den Frieden der Welt ans Herz, damit sie für ihn einstehen und beten. Die Nationen werden bald ihre Gebete empor senden, um Mich um Frieden zu bitten, den Ich ihnen zu jeder Zeit angeboten habe.

33 Vorher habe Ich zugelassen, dass die Menschen die Frucht ihrer Werke kosten, dass sie Ströme von Menschenblut fließen sehen und Bilder des Schmerzes schauen, Berge von Leichen und in Trümmer verwandelte Städte. Ich wollte, dass die Menschen mit versteinerten Herzen die Verwüstung der Heime, die Verzweiflung bei den Unschuldigen, die Mütter sehen, die außer sich vor Schmerz die zerfetzten Körper ihrer Kinder küssen, dass sie die ganze Verzweiflung, Angst und alles Wehklagen der Menschen aus nächster Nähe erleben, damit sie in ihrem Hochmut die Demütigung empfinden und ihr Gewissen ihnen sagt, dass ihre Größe, ihre Macht und ihre Weisheit Lügen sind, dass das einzig wahrhaft Große dem Göttlichen Geiste entstammt.

34 Wenn diese Menschen ihre Augen der Wahrheit öffnen, werden sie sich entsetzen – nicht über die Schreckensbilder, die ihre Augen schauen, sondern über sich selbst, und da sie dem Blick und der Stimme ihres Gewissens nicht entfliehen können, werden sie in sich die Finsternis und das Feuer der Gewissensbisse fühlen; denn sie werden für jedes Leben, für jeden Schmerz und selbst für den letzten Tropfen Blut, der ihretwegen vergossen wurde, Rechenschaft ablegen müssen. (52, 40)

35 Schritt für Schritt gehen die Völker dem Tal (des Todes) entgegen, wo sie sich versammeln, um gerichtet zu werden.

36 Doch noch immer wagen jene Männer, die Krieg führen und deren Hände mit dem Blut ihrer Mitmenschen befleckt sind, meinen Namen auszusprechen. Sind dies etwa die Blüten oder Früchte der Lehre, die Ich euch gelehrt habe? Habt ihr nicht von Jesus gelernt, wie er vergab, wie er den segnete, der ihn verletzte, und wie er noch im Sterben seinen Henkern Leben schenkte?

37 Die Menschen haben an meinem Worte gezweifelt und den Glauben vernachlässigt; deshalb haben sie ihr ganzes Vertrauen auf die Gewalt gesetzt. Da habe Ich zugelassen, dass sie selbst ihren Irrtum einsehen, indem sie die Frucht ihrer Werke ernten, denn nur so werden sie ihre Augen öffnen, um die Wahrheit zu begreifen. (119, 31 - 33)

Die Verwerflichkeit und Sinnlosigkeit von Kriegen

38 Es ist Zeit, dass den Herzen der Menschen Liebe, Vergebung und Demut entspringen, als wahre Waffen, die sich dem Hass und dem Hochmut entgegenstellen. Solange Hass auf Hass und Hochmut auf Hochmut stoßen, werden sich die Völker vernichten und wird es in den Herzen keinen Frieden geben.

39 Die Menschen wollten nicht begreifen, dass sie ihr Glück und ihren Fortschritt nur im Frieden finden können, und laufen ihren Idealen von Macht und falscher Größe nach, wobei sie das Blut ihrer Mitmenschen vergießen, Leben vernichten und den Glauben der Menschen zerstören. (39, 29 - 30)

40 Das Jahr 1945 nahm die letzten Schatten des Krieges mit sich. Die Sichel mähte Tausende von Existenzen nieder und Tausende von Geistwesen kehrten zur Geistigen Heimat zurück. Die Wissenschaft setzte die Welt in Erstaunen und ließ die Erde durch ihre Vernichtungswaffen erbeben. Die Sieger machten sich zu Richtern und Henkern der Besiegten. Schmerz, Elend und Hunger breiteten sich aus und ließen in ihrem Gefolge Witwen, Waisen und Kälte zurück. Seuchen wandern von Nation zu Nation, und selbst die Naturgewalten lassen ihre Stimme der Gerechtigkeit und Empörung über so viele Übeltaten vernehmen. Ein Trümmerfeld der Zerstörung, des Todes und der Verheerung ist die Spur, die der Mensch, der sich zivilisiert nennt, auf dem Antlitz des Planeten hinterließ. Das ist die Ernte, die Mir diese Menschheit darbringt. Doch Ich frage euch: Ist diese Ernte wert, in meine Kornkammern zu kommen? Verdient es die Frucht eurer Bosheit, von eurem Vater angenommen zu werden? Wahrlich, Ich sage euch, dieser Baum ist alles andere als jener, den ihr hättet pflanzen können, wenn ihr jenes göttliche Gebot befolgt hättet, das euch heißt, einander zu lieben. (145, 29)

41 Wann werdet ihr den Frieden des Geistes erlangen, wenn ihr nicht einmal den Frieden des Herzens erlangt habt? – Ich sage euch, solange nicht die letzte brudermörderische Waffe zerstört ist, wird es keinen Frieden unter den Menschen geben. Brudermörderische Waffen sind all jene, mit denen die Menschen einander das Leben nehmen, die Moral zerstören, sich der Freiheit, der Gesundheit, des Friedens des Geistes berauben oder den Glauben vernichten. (119, 53)

42 Ich werde der Menschheit beweisen, dass ihre Probleme nicht mit Gewalt gelöst werden, und, solange sie von zerstörerischen und mörderischen Waffen Gebrauch macht, nicht imstande sein wird, unter den Menschen Frieden zu schaffen, so furchtbar und gewaltig diese Waffen auch erscheinen. Im Gegenteil, sie werden als Konsequenz nur größeren Hass und mehr Rachegelüste erwecken. Nur das Gewissen, die Vernunft und die Gefühle der Nächstenliebe werden die Fundamente sein können, auf denen das Zeitalter des Friedens ruht. Doch damit dies Licht im Innern der Menschen erstrahlt, müssen sie zuvor den Leidenskelch bis zum letzten Tropfen leeren. (160, 65)

43 Wenn das Herz der Menschen nicht so sehr verhärtet gewesen wäre, hätte der Schmerz des Krieges genügt, um ihn über seine Irrtümer nachdenken zu lassen, und er wäre zum Wege des Lichtes zurückgekehrt. Aber obwohl er noch die bittere Erinnerung an jene Menschenschlächtereien hat, bereitet er sich auf einen neuen Krieg vor.

44 Wie könnt ihr annehmen, dass Ich, der Vater, die göttliche Liebe fähig wäre, euch durch Kriege zu strafen? Glaubt ihr wirklich, dass jemand, der euch mit vollkommener Liebe liebt und der wünscht, dass ihr euch untereinander liebt, euch Verbrechen, Brudermord, Tötung, Rache und Zerstörung eingeben kann? Begreift ihr nicht, dass all dies auf den Materialismus zurückzuführen ist, den die Menschen in ihren Herzen angesammelt haben? (174, 50 - 51)

45 Ich habe den Menschen von Anbeginn frei geschaffen, doch seine Freiheit war immer vom Lichte des Gewissens begleitet. Dennoch hat er nicht auf die Stimme seines inneren Richters gehört und sich vom Wege des Gesetzes entfernt, bis er jene mörderischen, blutigen und monströsen Kriege geschaffen hat, in denen sich das Kind gegen den Vater erhoben hat, weil es sich von jedem Gefühl von Menschlichkeit, Barmherzigkeit, Achtung und Geistigkeit abgewandt hat.

46 Die Menschen müssten längst Zerstörung und Kriege vermeiden, um sich eine leidvolle Sühnepflicht zu ersparen. Wisset, dass, wenn es ihnen nicht gelingt, sich im Guten zu läutern, bevor sie bei Mir ankommen, Ich sie erneut zu diesem Tal der Tränen und des Blutes senden muss. Denn wer in einem gegen die Vollkommenheit gerichteten Sinne lebt, wird nicht zu Mir kommen können. (188, 6 - 7)

47 Nicht alle Menschen stehen auf derselben Höhe des Verständnisses. Während die einen auf Schritt und Tritt Wunder entdecken, betrachten andere alles als unvollkommen. Während die einen vom Frieden träumen, als dem Gipfel der Vergeistigung und der Moral der Welt, verkünden andere, dass es die Kriege sind, die die Entwicklung der Menschheit vorantreiben.

48 Dazu sage Ich euch: Die Kriege sind nicht notwendig für die Entwicklung der Welt. Wenn die Menschen sie für ihre ehrgeizigen und egoistischen Ziele benützen, dann aufgrund der Vermaterialisierung, in der sich jene befinden, die sie begünstigen. Unter diesen glauben manche nur an das Dasein auf dieser Welt, da sie das Geistige Leben nicht kennen oder es leugnen; doch bei den Menschen werden sie für Gelehrte gehalten. Daher ist es notwendig, dass alle diese Offenbarung kennen lernen. (227, 69-70)

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