Spiritualismus - Die Lehre von der Vergeistigung - Das Zweite Kommen Jesu Christi zur Reinigung der Erde und der Menschheit im Gericht. Kommendes, tausendjähriges, Messianisches Friedensreich. Epoche des Heiligen Geistes. Offenbarungen Jesu Christi in Mexiko für die Dritte Zeit von 1884 - 1950. Das Dritte Testament von Jesus Christus für die ganze Menschheit, als Kompendium aus dem Buch des Wahren Lebens.
Das Y auf der Straße
BWL - Band II - Unterweisung 33
Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band II - Unterweisungen 29 - 55
Download-Link Buch des wahren Lebens - Band 2
Unterweisung 33:
2 Ich komme im Geiste, um Mich unter Meinen Jüngern kundzutun. Ihr nennt diese Zeit die des Lichtes, weil jeder Geist und alle Materie Meine geistige Gegenwart empfunden hat.
3 Ich bin das Licht und der Weg, doch ihr seid euch nicht alle des Zweckes Meiner Kundgebung unter euch bewusst. Statt euch an Meiner Göttlichen Unterweisung und Meinen Offenbarungen zu erfreuen, bleibt ihr gefühllos gegenüber Meinen Inspirationen*, weil ihr meint, dass Ich nur gekommen bin, um euren materiellen Bedürfnissen und Kümmernissen abzuhelfen, und ihr beschränkt euch darauf, um Brot, Arbeit, Geld oder Gesundheit zu bitten, ohne zu begreifen, dass Ich euch jede materielle Wohltat obendrein gewähre.
* Siehe Anmerkung 3 im Anhang
4 Einige von euch kommen mit einem Herz voller Dankbarkeit und Freude, weil sie eine Wohltat empfangen haben, die sie für ihr irdisches Leben erbaten, und Ich segne sie. Aber wahrlich, Ich sage euch, größer sind die geistigen Gaben, die in eurem Wesen vorhanden sind, welche euch unter dem Ansporn Meiner Unterweisung ihre ersten Früchte zu geben beginnen, und dafür habt ihr Mir noch nicht gedankt.
5 Öffnet euer Herz, damit ihr in ihm alles empfindet, was Ich euch gewähre. Seht, das ist der Grund, warum Ich euch oft gesagt habe, dass, obwohl Ich unter euch bin, ihr Mich nicht gefühlt habt.
6 Muss Ich noch einmal wie in der Zweiten Zeit die Werke tun, die ihr Wunder nennt, um Glauben zu finden? Muss Ich dem Blinden das Sehvermögen geben, Bewegungsfähigkeit dem Gelähmten und das Leben dem Lazarus, um euren Glauben zu erwecken? Wahrlich, Ich sage euch, viele "Blinde" haben in dieser Zeit das Licht gesehen, viele "Gelähmte" sind wieder gegangen, und viele "Tote" sind zu einem Leben der Gnade auferstanden.
7 Zwei Wege bieten sich aufs neue euren Blicken dar, die gleichen, die ihr vom Beginne eurer Pilgerschaft an kennt. Breit und blumig der eine, der andere schmal und mit Dornen besät. Ihr wollt auf dem schmalen Wege gehen, welcher der der Tugend ist, ohne den andern aufzugeben; doch das ist nicht möglich.
8 Wahrlich, Ich sage euch, ihr kennt Meinen Weg nicht und erkennt nicht, dass trotz seiner zahllosen Prüfungen auf ihm der Friede ist, im Gegensatz zu dem sehr breiten Weg, welcher Vergnügungen beschert, die nur Schmerz und Ekel im Herzen zurücklassen.
9 Ich will, dass euer Geist ewig in Meinem Frieden lebt. Deshalb offenbare Ich Mich ihm, um ihn auf diese Weise zu lehren. Vergesst nicht, dass ihr in dieser Zeit vor der Bundeslade des Neuen Bundes mit eurem Vater von neuem ein Bündnis geschlossen habt.
10 Es ist Mein Wille, dass ihr in den kommenden Zeiten des Schmerzes standhaft bleibt und euch aufmacht, um euren Nächsten Meine Unterweisung zu geben. Wenn ihr unter der Menschheit Mein Wort und euer Zeugnis verbreitet, so verliert nicht den Mut angesichts des Zweifels eurer Brüder. Habt ihr etwa alle geglaubt, als ihr Mir zum ersten Male zuhörtet? — Nützt diesen Körper oder diese Hülle jetzt, da ihr sie besitzt, um euren Auftrag an der Menschheit zu erfüllen. Wie viele von denen, die im geistigen Raum leben, möchten eine Körpermaterie besitzen, die sie als ein Kleinod ansehen!
11 Eurem Geiste sage Ich: "Lass dich vom Gewissen leiten"; und eurer Materie: "Lass dich vom Geiste führen, dann wird Mein Friede mit dir sein". Wenn ihr also tut, wird euer Geist wachen wie die Jungfrauen des Gleichnisses, welche die Ankunft des Bräutigams mit brennender Lampe erwarteten. Selig, die "wachend" leben, denn sie werden achtsam sein, um Mich zu empfangen. Und wenn für sie die letzte Stunde kommt und sie an die Tür des Geistigen Tales klopfen, werde Ich ihnen öffnen.
12 Wenn ihr mit Eifer arbeitet, werdet ihr morgen bei Mir sein. Bereitet euch mit diesen Unterweisungen vor, damit ihr euch wie Meine Jünger der Zweiten Zeit auf den Weg macht, euren Brüdern das Licht bringt und den Bekümmerten Trost spendet. Erwacht aus eurer trägen Gleichgültigkeit! Denn wenn ihr, die ihr das Gesetz habt, Mein Wort nicht begreifen noch Zeugnis von Mir ablegen solltet, werden die Heimsuchungen kommen; ihr werdet ausgefragt werden, und wenn ihr Meine Lehre nicht in euch aufgenommen habt — was wollt ihr antworten? Dann werdet ihr verurteilt werden, werdet Angst und Reue fühlen und euch an das erinnern, was der Meister liebevoll und unablässig zu euch sprach. Doch wenn ihr Mein Wort studiert und darüber nachdenkt, werdet ihr vorbereitet sein, wenn ihr über diese Offenbarung sprechen müsst, und diejenigen, die euch verstehen, werden sagen: "Der Göttliche Meister ist wirklich bei uns gewesen!" — Wenn ihr trotz eurer Erfüllung von euren Brüdern verkannt werden solltet, so seid unbesorgt, denn Ich werde eure Arbeit anerkennen, und nachdem ihr in den großen Prüfungen gesiegt habt, werde Ich euch die höchste Friedenswonne geben.
13 In der Zukunft werden sich viele von euch der Verbreitung dieser Lehre unter der Menschheit widmen, und ihr werdet erleben, dass eure Arbeit Früchte trägt und sich das Göttliche Saatkorn vervielfacht.
14 Ich rufe alle Erdenpilger, damit sie Meine Stimme hören, die sie zum geistigen Aufstieg und zum Besitz des ewigen Lebens einlädt. An diesem Tage, an dem sich Das Göttliche Wort kundtut — nützet Sein Wort und lasst euch durch dasselbe erleuchten, denn im Wissen ist das Licht und eure Erlösung.
15 Wenn Mein Gesetz euch Moral, Rechtschaffenheit und Ordnung in allen Handlungen eures Lebens lehrt — warum sucht ihr dann entgegengesetzte Wege, wodurch ihr euch Schmerzen schafft? Und wenn ihr ins Jenseits abscheidet und euren Körper auf der Erde zurücklasst, weint ihr, weil ihr diese Hülle zu sehr geliebt habt.
Wenn ihr fühlt, dass euch der Körper nicht mehr gehört und dass ihr auf dem Wege weitergehen müsst, bis ihr zu Mir kommt, sage Ich euch: "Mein Sohn, was hast du Mir vorzuweisen? Hast du auf der Erde in Erfüllung Meiner Gebote gelebt?" Doch ihr, beschämt und verzagt, weil ihr kein Geschenk der Liebe habt für Den, der euch so sehr liebt und euch so viel gewährt hat, habt Ketten geschmiedet, die euren Geist niederdrücken, und er erscheint lichtlos, weint und jammert über sich, weil er die Gnade verloren hat. Er hört nur die Stimme des Vaters, die ihn ruft. Doch da er sich nicht entwickelt hat und sich auch nicht wert fühlt, zu Ihm zu kommen, bleibt er stehen und wartet ab.
Die Zeiten vergehen, und der Geist hört wiederum die Stimme, und ganz von seinem Leid erfüllt fragt er, wer zu ihm spricht, und diese Stimme sagt ihm: "Erwache! Weißt du nicht, woher du gekommen bist und wohin du gehst?" Da hebt er seine Augen auf, sieht ein unermessliches Licht, bei dessen Glanze er sich armselig vorkommt. Er erkennt, dass er, bevor er zur Erde gesandt worden war, schon existierte, schon vom Vater geliebt war, von dem die Stimme ausging, und der nun, da Er ihn in dem beklagenswerten Zustand sieht, Leid um ihn trägt. Er erkennt, dass er zu verschiedenen Wohnstätten gesandt worden ist, um den Weg des Kampfes zu durchlaufen und durch seine Verdienste seinen Lohn zu erlangen. Und der Sohn fragt: "Wenn ich, bevor ich zur Erde gesandt wurde, Dein sehr geliebtes Geschöpf gewesen bin — warum bin ich nicht in der Tugend standhaft geblieben und musste fallen, leiden und mich abmühen, um zu Dir zurückzukommen?" Die Stimme hat ihm geantwortet: "Alle Geister sind dem Gesetze der Entwicklung unterstellt worden, und auf diesem Wege behütet sie Mein Vatergeist immerdar, und er hat Wohlgefallen an den guten Werken des Sohnes. Allerdings habe Ich euch zur Erde gesandt, damit ihr aus ihr eine Stätte des Kampfes der geistigen Vervollkommnung, nicht ein Tal des Krieges und des Schmerzes macht. Ich habe euch gesagt, dass ihr euch mehren sollt, dass ihr nicht unfruchtbar sein sollt. Doch wenn ihr ins Geistige Tal zurückkehrt, bringt ihr keine Ernte mit, weint ihr nur und kommt ohne die Gnade, mit der Ich euch ausgestattet habe. Deshalb entsende Ich euch noch einmal und sage euch: Reinigt euch, sucht das, was ihr verloren habt, und erarbeitet euren geistigen Aufstieg.
Der Geist kehrt zur Erde zurück, sucht einen kleinen und zarten menschlichen Körper, um in ihm zu ruhen und die neue Lebensreise zu beginnen. Er findet den kleinen Kindeskörper, der ihm zugewiesen ist, und gebraucht ihn, um seine Verstöße gegen Mein Gesetz wiedergutzumachen. Mit Kenntnis der Ursache kommt der Geist zur Erde, er weiß, dass er Odem des Vaters ist, und kennt den Auftrag, den er von Ihm mitbringt.
16 In den ersten Jahren ist er unschuldig und bewahrt seine Reinheit, er bleibt in Verbindung mit dem Geistigen Leben. Danach beginnt er die Sünde kennenzulernen, sieht aus der Nähe den Stolz, den Hochmut und die Widerspenstigkeit der Menschen gegenüber den gerechten Gesetzen des Vaters, und das von Natur aus widerspenstige Fleisch beginnt sich mit dem Bösen zu beflecken. In Versuchung gefallen, vergisst er den Auftrag, den er zur Erde mitbrachte, und schickt sich an, Werke zu tun, die wider das Gesetz sind. Geist und Materie kosten die verbotenen Früchte, und wenn sie in den Abgrund gefallen sind, überrascht sie die letzte Stunde.
Wieder befindet sich der Geist im (geistigen) Lebensraum, ermattet und gebeugt von der Last seiner Schuld. Da erinnert er sich der Stimme, die einst zu ihm sprach und ihn noch immer ruft, und nachdem er viele Tränen vergossen hat, da er sich verloren fühlt, ohne zu wissen, wer er ist, erinnert er sich, dass er schon einmal an jenem Orte gewesen ist. Und der Vater, der ihn mit soviel Liebe geschaffen hat, erscheint auf seinem Wege und sagt zu ihm: "Wer bist du, woher kommst du und wohin gehst du?" — Der Sohn erkennt in jener Stimme das Wort Dessen, der ihm das Sein, die Intelligenz und die Fähigkeiten gegeben hat, den Vater, der ihm immer wieder vergibt, ihn reinigt, ihn aus der Finsternis wegbringt und zum Lichte führt. Er erzittert, denn er weiß, dass er vor dem Richter steht, und sagt: "Vater, mein Ungehorsam und meine Schuld bei Dir ist sehr groß, und ich kann nicht erwarten, in Deinem Reiche zu leben, denn ich habe keine Verdienste. Heute, da ich zum Geistigen Tale zurückgekehrt bin, sehe ich, dass ich nur Schuld angehäuft habe, die ich sühnen muss." Doch der liebevolle Vater zeigt ihm ein weiteres Mal den Weg, er kehrt wieder ins Fleisch zurück und gehört wieder der Menschheit an. Doch nun macht der schon erfahrene Geist die körperliche Hülle mit größerer Kraft gefügig, um die Oberhand zu gewinnen und den göttlichen Geboten zu gehorchen. Der Kampf beginnt. Er bekämpft die Sünden, die den Menschen zu Fall bringen, und will die Gelegenheit nützen, die ihm für seine Erlösung gewährt worden ist. Er kämpft vom Anfang bis zum Ende, und wenn die weißen Haare an seinen Schläfen erglänzen und sein früher widerstandsfähiger und starker Körper sich unter der Last der Jahre zu beugen beginnt und die Kräfte verliert, fühlt sich der Geist stark, reifer und erfahrener. Wie groß und abstoßend erscheint ihm die Sünde! Er wendet sich von ihr ab und gelangt ans Ziel. Nun wartet er nur noch auf den Augenblick, an dem der Vater ihn ruft, denn er ist zu dem Schluss gekommen, dass das Göttliche Gesetz gerecht und der Wille Gottes vollkommen ist, dass dieser Vater lebt, um Seinen Kindern Leben und Heil zu geben.
Als der letzte Tag kam, spürte er in seinem Fleische den Tod und fühlte keinen Schmerz. Er schied still und ehrfurchtsvoll. Er sah sich im Geiste, und als ob er vor sich einen Spiegel hätte, erblickte er sich schön und strahlend vor Licht. Da sprach die Stimme zu ihm und sagte ihm: "Sohn, wohin gehst du?" Und er, der wusste, wer er war, ging auf den Vater zu, ließ Sein Licht in sein Wesen einströmen und sprach also: "O Schöpfer, o allumfassende Liebe, ich komme zu Dir, um auszuruhen und Dir die Erfüllung zu übergeben." — Die Rechnung war beglichen, und der Geist war gesund, rein und ohne Ketten der Sünde und sah vor sich den hohen Lohn, der ihn erwartete.
Danach fühlte er, dass er mit dem Lichte jenes Vaters verschmolz, dass seine Wonne größer wurde, und er erblickte eine Stätte des Friedens, ein heiliges Land, empfand eine tiefe Stille und ruhte im Schoße Abrahams." —
17 Ich spreche zu euch von den Wundern, die das Geistige Leben enthält, und biete euch Meine Unterweisung an. Willst du auf Erden deine Aufgabe erfüllen, um zu Mir zu kommen, o Volk Israel, o Menschheit, Meine Tochter? Durch Verdienste werdet ihr in das Himmlische Reich eingehen, und durch die Ausübung der Tugenden den Frieden auf Erden erreichen.
18 Ihr seid wieder und wieder ins Fleisch gekommen, und bei jeder Wiedereinkörperung habt ihr eure Schuld und Sühnepflicht vergrößert. Gebt nicht Mir die Schuld an euren Leiden, denn Ich strafe euch nicht, ihr selbst fällt euer Urteil.
19 Jetzt habt ihr die letzte Gelegenheit, eure Verfehlungen wiedergutzumachen.
20 Ich bin zu euch aufgrund des Versprechens zurückgekehrt, das Ich euch gab. Von den Ersten Zeiten an habe Ich einen Bund mit euch geschlossen, und Ich werde euch bis ans Ende führen. Denn ihr seid das Volk, das sich vorbereitet hat, um sich an Meinen Tisch zu setzen. Ich bin die Speise und die Frucht, das Brot und der Wein.
21 Unermüdlich kommt ihr herbei, um Mir zuzuhören und euren Hunger und Durst nach Gerechtigkeit zu stillen, wie in der Zweiten Zeit, in der Mir die nach Liebe hungernden Menschen ebenfalls nachfolgten. Ich übergab Mein Wort in den Tälern und auf den Bergen, selbst auf das Meer und in die Wüste folgten Mir die Menschenscharen nach. Ihr Glaube kannte keine Müdigkeit, ihre Gewissheit war unzerstörbar. Da breitete sich Mein Erbarmen über jene Menschen aus und umhüllte sie mit dem innersten Wesen Meines Wortes. Die Mütter trugen ihre Kinder auf den Armen, die Männer verließen ihre Arbeit, um Mich zu hören, die Greise, auf ihre Stöcke gestützt, folgten der Menge.
22 Bei einer dieser Gelegenheiten vollbrachte der Meister das Wunder der Brote und der Fische als einen Beweis dafür, dass jedes Brot ausreicht, wenn es mit Liebe und ohne Ansehen der Person verteilt wird. Denn die Einmütigkeit und die Brüderlichkeit werden ebenfalls eine Nahrung sein.
23 Selbst die Jünger hatten daran gezweifelt, dass so karge Vorräte ausreichen würden, eine so große Menge zu speisen. Doch als sie sahen, dass das Wunder Wirklichkeit geworden war, sagten sie beschämt zu sich: "Wahrlich, dies ist der Messias!"
24 Jetzt, in der Dritten Zeit, habt ihr Mich aufs neue. Ich gebe euch das Brot des ewigen Lebens, von dem die Menschheit essen wird.
25 Ich gebe euch dies Wort mittels des menschlichen Verstandes. Um Mich in dieser Weise kundzutun, musste Ich die geistige und intellektuelle Entwicklung des Menschen abwarten, um Mich seiner in dieser Zeit zu bedienen. Mein Wille hat sich erfüllt, und dieses Geheimnis wird sich für alle jene, die es einstweilen nicht richtig verstehen, in Klarheit verwandeln.
26 Fürchtet nicht die Urteile und Spöttereien der Sekten und Konfessionen. Sie sind es, die, obwohl sie die Bücher der Weissagung in ihren Händen haben, diese nicht (richtig) ausgelegt haben und Mich daher nicht zu erwarten verstanden. Ihr dagegen, die ihr die Prophetien nicht kanntet, die von Meiner Wiederkunft als Heiliger Geist sprachen, habt Mich erwartet. Nun ist die Dritte Zeit da, doch die Menschheit hat es nicht verstanden, das Evangelium zu deuten.
27 Wie viele Völker gehen dahin wie Schafe ohne Hirten. Doch Ich bin bei euch, und um Mich erkennbar zu machen, habe Ich Mich wie in der Zweiten Zeit in der Armut und in der Niedrigkeit offenbart. Wenn die Menschheit Mich durch die, die Mir folgen, identifizieren will, kann ihr dies gelingen: die Kranken, die Betrübten, die Erniedrigten, die Erschöpften, die nach Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden, die dem Glauben nach Toten, sie sind es, die Mir nachfolgen.
28 Niemand wundere sich, dass Ich in dieser Zeit nicht im Schoße irgendeiner Kirche erschienen bin, so wenig wie Ich in der Zweiten Zeit aus einer Religion hervorging.
29 Ich werde Mich nicht da aufhalten, wo Eitelkeit, Materialismus und Abgötterei herrschen. Ich will Mich im Schoße der größten Einfachheit und Bescheidenheit kundtun, wo es keine Riten gibt, die euch den Kern Meines Gesetzes vergessen lassen. Darum soll es euch nicht wundernehmen, Mich von Bedürftigen, Ungebildeten und Sündern umgeben zu sehen; denn Ich habe Meine Barmherzigkeit in sie gelegt und sie so in nützliche Wesen verwandelt, sie beschenkt, damit sie viele bekehren; und durch sie — welches ihr seid — habe Ich deutliche Beweise Meiner Macht gegeben. Doch wenn ihr trotzdem noch Bedenken habt, so seid unbesorgt, denn "niemand ist Prophet in seinem Vaterland". Morgen werden die Ausländer kommen, und sie werden euch glauben, oder ihr werdet in unbekannte Länder gehen, und sie werden euch aufnehmen; denn nicht alle zweifeln an euch. Es gibt auch solche, die euch nachfolgen und sich auf eure Liebe und Hilfsbereitschaft stützen, womit sie euch als Anreiz und Ansporn auf dem beschwerlichen Anstieg des Weges dienen. — Was soll aus jenen werden, die euch folgen und in euch Kraft finden, wenn ihr schwankend werden solltet? Wenn ihr euch verzagt fühlt, so sucht Mich, und Ich werde euch stärken. Wenn ihr dem Schmerz begegnet, so denkt nicht, dass Ich euch gezüchtigt habe. Zieht aus jener Prüfung den Nutzen, den sie für eure Entwicklung enthält.
30 Ich bräuchte es nur zu wollen, und schon wäret ihr rein. — Welches Verdienst bestünde, wenn Ich es wäre, der euch reinigt? Jeder soll seine Verstöße gegen Mein Gesetz wiedergutmachen, dies ist Verdienst. Denn dann werdet ihr in Zukunft die Stürze und Irrtümer zu vermeiden wissen, weil der Schmerz euch daran erinnern wird.
31 Wenn sich zwischen der begangenen Verfehlung und ihren natürlichen Folgen eine aufrichtige Reue einstellt, wird euch der Schmerz nicht erreichen, denn dann werdet ihr bereits stark genug sein, um die Prüfung mit Ergebung zu ertragen.
Die Welt trinkt einen sehr bitteren Kelch; doch Ich habe sie nie gestraft. Aber nach ihrem Schmerz wird sie zu Mir kommen, der Ich sie rufe. Dann werden die, welche undankbar waren, Dem zu danken wissen, welcher nur Wohltaten in ihr Dasein ausgegossen hat.
32 Bisher ist es nicht die menschliche Liebe gewesen, die sich in der Welt durchgesetzt hat. Es ist, wie es von Anbeginn der Menschheit an gewesen war, die Gewalt gewesen, die herrscht und siegt. Der, welcher geliebt hat, ist als Opfer der Bosheit unterlegen.
33 Das Böse hat sein Reich ausgedehnt und ist stark geworden auf der Erde. Doch gerade in dieser Zeit komme Ich, um jenen Mächten Meine Waffen entgegenzusetzen, damit das Reich der Liebe und der Gerechtigkeit unter den Menschen aufgerichtet wird. Zuvor werde Ich kämpfen. Denn um euch den Frieden Meines Geistes zu geben, ist es notwendig, dass Ich Krieg führe und alles Übel zerstöre.
34 Der Tag der Gerechtigkeit ist schon bei euch, Lebende und Tote hören in dieser Zeit die Stimme des Gewissens.
35 Diese Welt ist nicht die ewige Heimat für euren Geist. Wenn es so wäre, würdet ihr euren Körper, den ihr so sehr liebt, nicht sterben sehen, würdet ihr nicht das Leben eurer Eltern verlöschen sehen, jener, die euch das Dasein schenkten. Alles ist vergänglich, nichts ist beständig in dieser Welt. Wenn hier alles Glück und Vergnügen wäre, würdet ihr euch nie an euren Geist erinnern, würdet ihr nicht an die andern denken, noch euch Meiner erinnern.
36 Sehr lange ist der Schmerzensweg gewesen, den eure Seele zurückgelegt hat, und Ich will nicht, dass ihr noch größeren Schmerzen begegnet als denen, die ihr bereits erfahren habt. Kehrt auf der Suche nach Frieden zu Mir zurück, trachtet nach eurer Vervollkommnung, dann werde Ich euch in Meister verwandeln, welche die in der Finsternis der Unwissenheit Verlorenen unterweisen und retten.
37 Männer, die ihr bei Meinen Worten der Vergebung geweint habt — warum ist die Gerechtigkeit noch nicht zu euch gekommen, obwohl sich Mir eure rechte Hand vom Blute eures Bruders befleckt gezeigt hat? — Fürchtet euch nicht, denn eure wahrhaftige Reue wird wie ein Mantel sein, der euch beschützt, und Meine Vergebung wie kristallklares Wasser, das euch bei eurer Sühne stärken soll. Doch wehe dem, der getötet hat und seine Schuld nicht beglichen hat! Wehe dem, der betrogen hat, der Schande verursacht hat, oder der gegenüber seinen Eltern nicht seine Pflicht getan hat! Denn dann wird das Leben und der Schmerz sie als ein weiser Richter richten und als Meister lehren.
38 Heute seid ihr zu Mir gekommen, indem ihr alle Widerstände besiegt habt, und weil euch sehr danach verlangt, aufs neue Mein Wort zu hören. Denn ihr habt das Verlangen, zu Meinen Jüngern zu werden, und darum kommt ihr, um Meine göttliche Lehre zu hören und zu studieren.
39 Ihr wisst, dass es nichts Besseres gibt, um euch zu erneuern und Kräfte zu finden zur Überwindung eurer Leidenschaften, als Mein Wort, das euren Geist erleuchtet und in euch die wahre Liebe zu eurer geistigen Reinheit erweckt.
40 Dies ist die Zeit, in der Mein Wort mit größerer Ausführlichkeit dargeboten wird, damit ihr nicht unwissend seid in dem, was Ich euch offenbare. Doch wenn Ich manchmal in Sinnbildern zu euch spreche, geschieht es, damit ihr euch Meine Lehren besser einprägt.
41 Ich bin das Rettungsboot, das in Reichweite des Schiffbrüchigen erschienen ist, der am Ertrinken war. Diejenigen, die heil ans Ufer gesetzt worden sind, wo der Friede wohnt, fühlen später in ihrem Innern die Verpflichtung, dasselbe an ihren Nächsten zu tun, wenn diese in Gefahr sind, umzukommen.
42 Die Schiffe haben nicht ausgereicht, und es sind viele Schiffbrüchige, die nach Hilfe verlangen. Seht die Menschheit, wie sie in den Lastern, in der Verderbtheit und im Verbrechen zugrundegeht! Seht die Männer, hingegeben an ein Leben des Materialismus und der Selbstsucht! Die Frauen haben sich an die Sünde gewöhnt, die überall herrscht, sie verlieren ihre Tugend und ihr Zartgefühl, das Heim, das der Tempel des Menschen ist, ist entweiht, weil das Licht, die Wärme und der Friede aus ihm entschwindet.
43 Ich komme zu diesem Planeten und suche auf ihm die Seele des Menschen, welche der Tempel Gottes ist, und entzünde in ihr den Glauben, indem Ich zu ihr von einer neuen Welt spreche, einer Welt des Friedens, zu der sie durch die sittliche Erneuerung und die Brüderlichkeit gelangen kann.
Die einen fühlen ihr Herz mit Macht pochen und machen das göttliche Ideal zu dem ihren; die andern beklagen sich über Hindernisse und Schwierigkeiten als Vorwände, um Mir nicht zu folgen. Diesen fehlt der Glaube, und sie haben nicht begriffen, dass, wer sich von seiner Bestimmung abwendet, immer wieder an den gleichen Punkt gelangen muss, bis er den ganzen Weg zurückgelegt hat.
44 Ich sage euch nicht, dass ihr euch von euren materiellen Pflichten oder von den gesunden Freuden des Herzens und der Sinne abwenden sollt. Ich verlange nur von euch, dass ihr auf das verzichtet, was eure Seele vergiftet und euren Körper krank macht.
45 Wer innerhalb des Gesetzes lebt, erfüllt das, was ihm sein Gewissen vorschreibt. Wer die erlaubten Freuden verschmäht, um sich in die verbotenen Vergnügungen zu stürzen, fragt sich sogar in den Augenblicken größten Vergnügens, warum er nicht glücklich ist noch Frieden findet. Denn von Genuss zu Genuss sinkt er immer tiefer, bis er im Abgrund umkommt, ohne wahre Befriedigung für sein Herz und seinen Geist zu finden.
46 Manche müssen unterliegen und den Kelch, in welchem sie das Vergnügen suchten, ohne es zu finden, bis zum letzten Tropfen leeren, damit sie die Stimme Dessen vernehmen können, der sie immerdar zum Festmahle des ewigen Lebens einlädt.
47 Ich empfange die Opfergabe Meiner Jünger. Elias hat euch vorbereitet und hat Fürbitte bei Mir eingelegt, damit ihr würdig seid, Mein Wort zu hören, und ihr seinen geistigen Sinn zu nutzen versteht. Mein Versprechen ist, dass jeder, der Mich in seinem Herzeleide sucht, getröstet werden wird.
48 Es ist die Zeit des Heiligen Geistes, in der Ich mit dem Menschen in Verbindung trete. Von denen, die Mich gehört haben, beginnen einige Mich zu erkennen, und andere lieben Mich schon. Wenn diese Zeit Meiner Kundgabe vorüber ist, wird die Menschheit erfahren, Wer gekommen ist. Sie wird Elias als Vorläufer voller Gnade und Macht erkennen, und ebenso den Meister, der aus Liebe zum Menschengeschlechte herabgekommen ist.
49 Geliebte Jünger, nehmt Mich zum Vorbilde, damit ihr bald ans Ende eurer Wiedergutmachung gelangt, an dem Elias, der Hirte, der euch zu allen Zeiten geführt hat, euch Mir vorstellen wird.
50 Ich will nicht, dass die Geister, wenn sie sich von dieser Erde lösen, sich in der Unermesslichkeit des Geistigen Tales, das alle erwartet, einsam oder verloren fühlen. Daher spricht Elias zu euch und bereitet euch für diesen Übergang vor, und ihr sollt eure Brüder mit jenem Geiste bekanntmachen, welcher Hirte und Mittler ist zwischen dem Menschen und seinem Schöpfer.
51 Ihr durchlebt einen Zeitabschnitt der Härte und der Gerechtigkeit, ihr alle erntet jetzt die Früchte eurer Arbeit. Diese Zeit musste kommen, es stand so geschrieben. Ich habe euch warnend darauf hingewiesen, dass ihr beten und Buße tun sollt; doch habe Ich euch schlafend gefunden, ohne Erinnerung an Meine Worte. Aber Ich wache über euch und bin noch einmal gekommen, um euch Meine Lehre zu bringen, die euch sehr weite Horizonte zeigt. Wenn ihr sie zu begreifen vermögt, werdet ihr mutig und willensstark sein, und wenn dies Licht in euren Geist eingedrungen ist, so geht zu den andern und helft ihnen, sich von ihrer Lethargie freizumachen. Habt Erbarmen mit denen, die aus Unwissenheit sündigen, und weist ihnen den Weg, der sie zu ihrer Erlösung führt.
52 Die, welche früher "Kindlein" waren, mache Ich zu Jüngern, und die Jünger ziehe Ich noch näher zu Mir. Euch alle habe Ich auf eine einzige Himmelsleiter gestellt, und Ich habe an euren Drangsalen teilgehabt. Der Schmerz der Menschheit gelangt zu Mir, Elias kämpft für die geistige Einigkeit der Menschen. Der neue Turm von Babel ist im Hochmut und Zwist gewachsen, doch ihm gegenüber errichte Ich den Turm Israels mit Fundamenten aus Demut und Liebe. Der Kampf wird groß sein, aber zuletzt wird die Tugend die Sünde niederwerfen und der Friede wiederhergestellt sein. Dann werden die, die schwach gewesen sind, stark werden, die Blinden werden ihre Augen öffnen, und das wahre Erwachen der Seele wird erfolgen, damit sie in ein Leben der Entwicklung eintritt.
53 Das Gold und die Macht, die der Mensch so sehr erstrebt, werden seinem Geiste nicht den Frieden geben, noch Trost auf seinem Krankenlager; sie werden nur sein Herz verhärten. Wie oft habe Ich den Reichen Bilder des Schmerzes vor Augen gestellt, um ihre Gefühle zu prüfen, und sie sind gleichgültig gegenüber den Waisen, dem Elend und dem Schmerz ihrer Mitmenschen gewesen und haben nicht begriffen, dass Ich sie nur zu Sachwaltern materieller Güter gemacht habe, damit sie diese mit Gerechtigkeit und Liebe verteilen.
54 Es gibt viele Wesen, die auf eine mitleidige Hand warten, die sie heilt, auf ein Wort des Trostes oder ein Vorbild, das sie erlöst. Der Geist leidet Hunger nach Liebe, nach Aufrichtigkeit und nach Gerechtigkeit, und du, Israel, kannst geben, denn Ich habe dir ein Übermaß an geistigen Gütern gegeben, die du austeilen sollst.
55 Nicht alle Zeiten werden solche des Friedens für euch sein. Daher sollt ihr heute, da ihr noch Handlungsfreiheit habt, mit Eifer arbeiten und eure Brüder von andern Nationen durch das Gebet vorbereiten. Ihr wisst bereits, dass der Geist keine Entfernungen kennt, und daher werden an dem Tage, da Meine Lehre durch Meine Boten überbracht wird, diese nicht straucheln, sondern Freunde, Brüder finden, die ihre Mission verstehen und ihnen Unterstützung und Wärme geben.
56 Wem diese Botschaft anvertraut ist und wer in Gemeinschaft mit Mir lebt, dem werde Ich vollkommene Werke eingeben, und Ich werde Meinen Geist in seinen Worten offenbaren.
57 Viele von euch haben die Verachtung der Menschen empfunden, weil sie dem Meister folgen. Andere sind im Heime ihrer Eltern abgelehnt worden, und wieder andere sind von ihrer Gattin oder ihrem Gatten verstoßen worden. Doch denkt daran, dass Ich all dies sehe und dass Ich euer Opfer reichlich vergüten werde.
58 Seht nicht Feinde, sondern Brüder in allen, die euch umgeben. Verlangt für niemanden Bestrafung, seid nachsichtig, damit ihr ein Beispiel von Vergebung gebt und keine Gewissensbisse in eurem Geiste entstehen. Verschließt eure Lippen und lasst Mich eure Sache richten.
59 Heilt die Kranken, gebt den Verwirrten die Vernunft zurück. Vertreibt die Seelen, die den Verstand trüben, und sorgt dafür, dass beide* das Licht, das sie verloren haben, wiedergewinnen.
* Siehe Anmerkung 4 im Anhang
60 Betet für die Nationen, denn über euch werde Ich wachen. Bringt Mein Wort zu allen Herzen. Dankt Mir hernach für die Wohltaten, die ihr empfangen habt, denn ihr werdet dann erkannt haben, dass kein Blatt vom Baume sich ohne Meinen Willen bewegt.
61 Wahrlich, Ich sage euch: Die, die sich am meisten von Mir entfernt haben, werden sich bewusst, dass Gerichtszeit ist, denn sie haben Ahnungen und Beunruhigungen.
62 Meine Stimme ruft und erweckt die Geister wie eine Trompete. Doch wenn die Menschheit Sorge getragen hätte, die Prophetien der Ersten und Zweiten Zeit zu studieren und zu ergründen, würde sie nichts von dem, was jetzt geschieht, überraschen oder verwirren, denn alles war schon vorhergesagt.
63 Mein Wort von gestern erfüllt sich heute; denn eher würde der Königsstern zu leuchten aufhören, als dass sich dasselbe nicht erfüllte.
64 Ertragt die Bitterkeit, die der Krieg der Völker euch verursacht, fordert nicht die (göttliche) Gerechtigkeit über sie, denn ihr Leidenskelch ist schon bitter genug. Seid barmherzig in euren Urteilen, Gedanken und Gebeten.
65 Die, welche noch etwas Frieden genießen, haben die Pflicht, zu beten, um denen beizustehen, die die Härten und Nöte des Krieges erleiden.
66 Wenn ihr statt Mitleid Zorn oder Verachtung gegenüber denen fühlt, die der Menschheit so große Leiden bereiten — wahrlich, Ich sage euch, dann beraubt ihr euch jeder geistigen Erhebung und jeden Verständnisses.
67 Lasst Meine Stimme Widerhall in eurem Herzen finden, setzt Mein Wort in die Tat um: Dies wird die Art und Weise sein, durch die Meine Lehre auf der Erde Macht gewinnt. Sie ist das Licht, das den Ideen entgegentreten wird, die aus einer kranken und im Verfall begriffenen Menschheit hervorgegangen sind.
68 Alle Gerechtigkeit, alle Größe und alles Licht, das die Menschen sich für die Entwicklung ihres Geistes wünschen können, werden sie in Meiner Lehre zu finden vermögen. Doch damit der Mensch innehält, um Meine Unterweisung zu erforschen, und damit er sich für ihren Inhalt interessiert, muss er zuvor die ersten Früchte derselben in der Erneuerung und in den Tugenden Meiner Jünger gewahr werden.
69 Ich verspreche, euch große Geheimnisse zu offenbaren, wenn ihr in Frieden lebt. Denn dann wird Mein Licht in eurem Wesen erstrahlen können.
70 Ihr alle möchtet zu denen gehören, die Meine Wahrheit bezeugen und auf dem Wege der Menschheit wie ein Leuchtturm für den Seefahrer oder wie ein Stern für den Pilger sind.
71 Heute habt ihr Mich mittels dieser Kundgabe unter euch. Nutzt Mein Verweilen und werdet aus Kindlein zu Jüngern, damit ihr mit Meinem Worte in würdiger Weise predigen könnt, wenn Ich aufgehört habe, zu sprechen.
72 Lernet, wachet und betet, sät Liebe und Barmherzigkeit unter eure Brüder, damit Ich den Menschen durch eure Werke sage: Liebet einander!
Mein Friede sei mit euch!
22. Liebe, Fürsorge und Gnade Gottes
V. Offenbarungsformen und Wirken Gottes
Kapitel 22 - Liebe, Fürsorge und Gnade Gottes
Die Liebe des Himmlischen Vaters
1 Wundert euch nicht, dass meine Liebe euch trotz eurer Sünden überallhin folgt. Ihr alle seid meine Kinder. Auf dieser Welt habt ihr ein Abbild der göttlichen Liebe in der Liebe eurer Eltern gehabt. Ihr könnt ihnen den Rücken kehren, ihre Autorität nicht anerkennen, ihren Anordnungen nicht gehorchen und ihren Ratschlägen kein Gehör schenken; ihr könnt mit euren bösen Handlungen eine Wunde in ihren Herzen verursachen, könnt Anlass geben, dass ihre Augen von so vielem Weinen austrocknen, dass sich auf ihren Schläfen weiße Haare zeigen und ihre Gesichter von den Spuren des Leides gezeichnet werden; doch niemals werden sie aufhören, euch zu lieben, und sie werden nur Segen und Vergebung für euch haben.
2 Doch wenn diese Eltern, die ihr auf der Erde gehabt habt und die nicht vollkommen sind, euch so große Beweise einer reinen und erhabenen Liebe gegeben haben – warum seid ihr dann erstaunt, dass Der, welcher diese Herzen schuf und ihnen jene Aufgabe, Eltern zu sein gab, euch mit vollkommener Liebe liebt? – Die Liebe ist die höchste Wahrheit. Um der Wahrheit willen wurde Ich Mensch, und um der Wahrheit willen starb Ich als Mensch. (52, 27)
3 Meine Liebe soll euch nicht in Erstaunen setzen, doch zweifelt auch nicht an ihr, wenn ihr erlebt, dass ihr in der Welt oft einen sehr bitteren Kelch leert.
4 Der Mensch kann tief sinken, von Finsternis erfüllt sein oder zögern, zu Mir zurückzukehren. Doch für alle wird der Zeitpunkt kommen, an dem sie Mich in ihrem eigenen Wesen spüren, Mich nicht mehr ferne fühlen und Mich auch nicht als einen Fremden betrachten oder mein Dasein, meine Liebe und meine Gerechtigkeit leugnen können. (52, 30)
5 Ich will euch nicht als Angeklagte vor Mir sehen, will euch immer als meine Kinder betrachten, für die meine Vaterliebe immer zur Hilfe bereit ist. Ich habe euch zum Ruhme meines Geistes geschaffen, und damit ihr in Mir glücklich seid. (127, 41)
6 Lernt, Mich zu lieben, erkennt, wie meine Liebe euch trotz eurer Verstöße und Sünden überallhin folgt, ohne dass ihr euch ihrem Einfluss entziehen oder ihr ausweichen könnt. Erkennt: je schwerer eure Verfehlungen sind, desto größer ist mein Erbarmen mit euch.
7 Die Bosheit der Menschen möchte meine Liebe abwehren, aber sie kommt nicht gegen sie an, weil die Liebe die universelle Kraft, die göttliche Macht ist, die alles erschafft und alles bewegt.
8 Der Beweis für alles, was Ich euch sage, ist der, den Ich euch gegeben habe, als Ich Mich unter euch in dieser Zeit kundtat, in der die Menschheit sich im Abgrund ihrer Sünde verirrt hat. Meine Liebe kann keinen Ekel vor der menschlichen Sünde empfinden, wohl aber Mitleid.
9 Erkennt Mich, kommt zu Mir, um eure Flecken im kristallklaren Brunnquell meiner Barmherzigkeit abzuwaschen. Bittet, bittet, so wird euch gegeben werden. (297, 59 - 62)
10 Für Augenblicke glauben die Menschen, meiner so unwürdig zu sein, dass sie nicht begreifen, dass Ich sie so sehr lieben kann. Und wenn sie sich einmal damit abgefunden haben, ferne von ihrem Vater zu leben, erbauen sie sich ein Leben nach ihren eigenen Vorstellungen, schaffen ihre Gesetze und gründen ihre Religionsgemeinschaften. Daher ist ihre Überraschung groß, wenn sie Mich kommen sehen. Dann fragen sie: "Liebt uns unserer Vater wirklich so sehr, dass er auf solche Weise eine Möglichkeit sucht, Sich uns mitzuteilen?"
11
Menschen, Ich kann euch nur sagen, dass Ich das, was mein ist, nicht zugrunde
gehen lasse, und ihr seid mein. Ich liebte euch, noch bevor ihr wart, und werde
euch ewig lieben. (112, 14 - 15)
Die Fürsorge und Hilfe Gottes
12 Jünger, Ich habe euch alle Unterweisungen gegeben, die der Geist in seiner Entwicklung benötigt.
13 Wohl denen, die die Wahrheit erkennen, denn sie werden "den Weg" schnell finden. Andere weisen die göttlichen Unterweisungen immer zurück, weil ihnen ihre Werke den meinen überlegen erscheinen.
14 Ich liebe euch alle. Ich bin der Hirte, der seine Schafe ruft, der sie vereint und zählt und täglich mehr haben möchte – der sie nährt und liebkost, für sie sorgt und sich freut, wenn er sieht, dass es viele sind, obwohl er manchmal weint, wenn er sieht, dass nicht alle folgsam sind.
15 Dies sind eure Herzen: viele von euch kommen zu Mir, aber wenige sind es, die Mir wirklich nachfolgen. (266,23 - 26)
16 Nehmt euer Kreuz und folgt Mir in Demut. Vertraut darauf, dass – während ihr jemandem Trost zusprecht, einem Herzen Frieden oder einem Geist Licht bringt - Ich auf alles achten werde, was mit eurem materiellen Leben in Beziehung steht, und Ich werde nichts vernachlässigen.
17 Glaubet daran, dass, wenn Ich zu eurem Geiste spreche, Ich auch einen Blick in euer Herz werfe, um in ihm seine Sorgen, seine Bedürfnisse und seine Wünsche zu entdecken. (89, 6 - 7)
18 Es gib keine Rassen oder Stämme, so unkultiviert sie euch auch erscheinen mögen – auch jene, die ihr nicht kennt, weil sie in unzugänglichen Wäldern wohnen – die nicht Bekundungen meiner Liebe erfahren hätten. Sie haben im Augenblick der Gefahr himmlische Stimmen vernommen, die sie beschützen, behüten und beraten.
19 Ihr habt niemals verlassen gelebt. Seit Anbeginn, da ihr zum Leben erstandet, seid ihr unter dem Schutzschild meiner Liebe gewesen.
20 Ihr Menscheneltern, die ihr eure Kinder zärtlich liebt: wärt ihr fähig, sie ihrem Schicksal zu überlassen, wenn sie kaum in dieses Leben hineingeboren worden sind, wenn sie eure Fürsorge, eure Hingabe, eure Liebe am meisten benötigen?
21 Ich habe euch um eure Kinder besorgt gesehen, selbst wenn sie das Erwachsenenalter erreicht hatten; selbst um jene, die sich vergehen, die euch verletzt haben, sorgt ihr euch mit der größten Liebe.
22 Doch wenn ihr auf die Nöte eurer Kinder in dieser Weise reagiert – wie wird dann wohl die Liebe eures Himmlischen Vaters sein, der euch liebte, noch bevor ihr existiert habt?
23 Immer bin Ich euch zu Hilfe gekommen; und in dieser Zeit, in der Ich euch mit einer größeren geistigen Entwicklung antreffe, habe Ich euch gelehrt, wie ihr kämpfen müsst, um die unheilvollen Kräfte zunichte zu machen, und die Art und Weise, die Schwingungen des Guten zu vermehren. (345, 39 - 42)
24 Ihr tretet nun in einen neuen Abschnitt eures Lebens ein; der Weg ist gebahnt. Nehmt euer Kreuz auf euch und folgt Mir. Ich sage euch nicht, dass es auf diesem Wege keine Prüfungen gibt; aber immer, wenn ihr eine schwierige Wegstrecke durchquert oder einen Leidenskelch leert, werdet ihr eine Stimme vernehmen, die euch ermutigt und euch berät, wird meine Liebe bei euch sein, die euch beisteht und euch erhebt, und ihr werdet die sanfte Liebkosung meines Heilbalsams fühlen. (280, 34)
25 Wenn Ich sehe, dass ihr euch vom Schmerz besiegen lasst und dass ihr, anstatt aus ihm die Lehren zu ziehen, die jede Prüfung enthält, euch damit begnügt, zu weinen, zu fluchen oder einfach auf den Tod zu warten als das Ende eurer Leiden, dann nahe Ich Mich euch, um euer Herz liebevoll anzusprechen, ihm Trost und Hoffnung zu geben und es zu stärken, damit es sich selbst, seine Schwachheit und seinen Mangel an Glauben überwindet, und es über die Prüfungen triumphieren kann; denn in diesem Triumph liegt der Friede, das Licht und das geistige Glücklichsein, welches das wahre Glück ist. (181, 10)
26 Wenn ihr bedenkt, dass Ich selbst in den kleinsten Wesen der Natur bin – wie sollte Ich euch da verleugnen und Mich von euch trennen, nur weil ihr Unvollkommenheiten an euch habt, da ihr Mich gerade dann am meisten benötigt?
27 Ich bin das Leben und bin in allem, deshalb kann nichts sterben. Denkt gründlich nach, damit ihr nicht an die Ausdrucksweise gebunden bleibt. Bringt eure Sinne zur Ruhe und entdeckt Mich im Kern des Wortes. (158, 43 - 44)
28 Kehrt in euer Inneres ein, und ihr werdet dort das Heiligtum, die Bundeslade finden. Ihr werdet eine Quelle, einen Born der Gnaden und Segnungen entdecken.
29 Es gibt keinen hilflosen Geist, niemand ist enterbt. Angesichts meiner Göttlichen Barmherzigkeit gibt es im ganzen Universum keinen einzigen, der sich arm nennen kann, von seinem Vater verstoßen; keinen, der sich aus den Landen des Herrn verbannt nennen könnte.
30 Wer sich enterbt fühlt, tut dies, weil er in sich selbst nicht die Gnadengaben entdeckt hat, oder weil er sich gerade in der Sünde verirrt hat, weil er verblendet ist, oder weil er sich unwürdig fühlt.
31 Ihr sollt diese Gnadengaben immer in euch entdecken; dann werdet ihr erleben, dass euch meine Gegenwart niemals fehlen wird, dass immer "Brot", "Heilbalsam", "Waffen", "Schlüssel" und alles, was ihr benötigt, in euch selbst vorhanden sein wird, weil ihr die Erben meines Reiches und meiner Herrlichkeit seid. (345, 87)
32 Zwischen dem Vater und den Kindern gibt es ein Band, das niemals zerreißen kann, und dies Band ist die Ursache dafür, dass zwischen dem Göttlichen Geist und dem von euch allen eine Zwiesprache stattfindet. (262, 35)
33 Die Menschheit benötigt meine Liebe, mein Wort, das bis auf den Grund ihrer Herzen gelangen muss. Der Meister kämpft unermüdlich darum, dass eure Geister täglich mehr erleuchtet werden, damit sie sich, von Unwissenheit befreit, zu höheren Regionen erheben können.
34 Die Tore meines Reiches stehen offen, und das "Wort" des Vaters kommt mit unendlicher Liebe zu euch, um euch erneut den Weg zu zeigen.
35 Ich bin nochmals zur Menschheit gekommen, doch sie hat Mich nicht gefühlt, weil Ich geistig erschienen bin, und ihr Materialismus groß ist. Da euer Geist meinem Göttlichen Geiste entsprang – weshalb haben die Menschen Mich dann nicht empfunden?: Weil sie ihren Geist an den Materialismus gebunden haben, an die niederen Leidenschaften.
36 Doch
hier ist das Lamm Gottes, das als Licht zu euch gelangt, um euch zu erleuchten
und die Wahrheit zu bringen. (340, 13 - 15)
Die Demut des Allerhöchsten
37 Begreift, dass mein Wort euren Verstand nicht mit eitlen Philosophien erfüllt, es ist die Essenz des Lebens. Ich bin kein Reicher, der euch weltlichen Reichtum anbietet. Ich bin der Alleinige Gott, der euch das Reich des wahren Lebens verheißt. Ich bin der demütige Gott, der sich ohne Gepränge seinen Kindern naht, um sie mit seiner Liebkosung und seinem wundertätigen Wort auf dem Sühneweg aufzurichten. (85, 55)
38 Seid meine Diener, und ihr werdet niemals von Mir gedemütigt werden.
39 Seht: Ich bin nicht als König gekommen, noch trage Ich Szepter oder Krone. Ich bin unter euch als Beispiel von Demut, und mehr noch: als euer Diener.
40 Bittet Mich, und Ich werde euch geben; befehlt Mir, und Ich werde gehorchen, um euch einen weiteren Beweis meiner Liebe und meiner Demut zu geben. Ich bitte euch nur, dass ihr Mich erkennt und meinen Willen tut; und wenn ihr auf Hindernisse stoßt bei der Erfüllung eurer Pflichten, so betet und überwindet in meinem Namen, und eure Verdienste werden größer sein. (111, 46)
41 Der Vater spricht zu euch – Jener, der niemanden hat, um sich vor ihm im Gebet zu verneigen. Doch wahrlich, Ich sage euch, wenn es über Mir jemand Größeren gäbe, würde Ich Mich vor ihm verneigen, denn in meinem Geiste wohnt die Demut.
42 Bedenkt, wie ihr – obwohl ihr meine kleinen Kinder seid – Mich dazu veranlasst hernieder zu kommen, um zu euch zu sprechen, euch anzuhören und zu trösten, anstatt dass ihr darum ringt, zu Mir emporzusteigen. (125, 19)
43 Erlebt
in euren Herzen die Wonne, euch von eurem Vater geliebt zu fühlen, der euch
niemals durch seine Größe erniedrigt hat, sondern diese in seiner vollkommenen
Demut offenbart hat, um euch groß zu machen und euch dahin zu bringen, euch des
wahren Lebens in Seinem Reiche zu erfreuen, welches weder Anfang noch Ende hat.
(101, 63)
Das Mitgefühl und Mit-Leiden Gottes
44 Wenn ihr glaubt, dass Jesus, weil er Gottes Sohn war, keinen Schmerz spürte, irrt ihr euch. Wenn ihr glaubt, dass Ich frei von Schmerz bin, weil Ich heute im Geiste komme, so seid ihr gleichfalls in einem Irrtum befangen. Wenn ihr denkt, dass – weil Ich weiß, dass ihr schließlich alle bei Mir sein werdet – Ich heute nicht leide, so habt ihr auch darin nicht recht. Wahrlich, Ich sage euch, es gibt kein anderes Wesen, das empfindsamer ist als der Göttliche Geist.
45 Ich frage euch: Wer gab allen Wesen die Empfindsamkeit? Was könnt ihr Gutes tun, das nicht Freude bei Mir auslöst? Und was könnt ihr Böses tun, das nicht wie eine Wunde für meine Empfindsamkeit ist? Seht, das ist der Grund, weshalb Ich euch sage, dass die Menschheit Mich von neuem gekreuzigt hat. Wann werde Ich von meinem Kreuze herabgenommen und von der Dornenkrone befreit? (69,34)
46 Wenn manche sich als meine Feinde erheben, sehe Ich sie nicht als solche an, sondern nur als Bedürftige. Diejenigen, die sich für Gelehrte halten und mein Dasein leugnen, blicke Ich mit Mitleid an. Jene, die versuchen, Mich im Herzen der Menschen zu vernichten, betrachte Ich als Unwissende, da sie glauben, die Macht und die Waffen zu haben, um Den zu vernichten, welcher der Urheber des Lebens ist. (73, 33)
47 Ich zeige Mich euch als ein liebevoller Vater, als ein demütiger Meister, niemals gleichgültig gegenüber euren Leiden und immer nachsichtig und barmherzig gegenüber euren Unvollkommenheiten, denn ihr werdet in meinen Augen immer Kinder sein.
48 Ich muss euch richten, wenn Ich sehe, wie die Kinder, die mit soviel Liebe geschaffen und für das Ewige Leben bestimmt wurden, auf Erden hartnäckig den Tod suchen, ohne sich um das geistige Leben zu kümmern, noch den Wunsch haben, die Vollkommenheiten kennen zu lernen, die jenes Dasein für sie bereithält. (125, 59 - 60)
49 Da Ich euer Vater bin, muss Ich notwendigerweise mitfühlen, was die Kinder fühlen. Nur so werdet ihr begreifen, dass – während jeder von euch leidet und seinen eigenen Schmerz fühlt - der Göttliche Geist den Schmerz all seiner Kinder miterleidet.
50 Als
Beweis dieser Wahrheit kam Ich zur Welt, um Mensch zu werden und ein Kreuz zu
tragen, das allen Schmerz und alle Sünde der Welt darstellte. Doch wenn Ich als
Mensch die Last eurer Unvollkommenheiten auf meinen Schultern trug und all
euren Schmerz fühlte – könnte Ich Mich dann als Gott gefühllos zeigen
angesichts der Trübsale meiner Kinder? (219, 11 - 12)
Vergebung; Gnade und Erbarmung Gottes
51 Ich bin der einzige, der die Bestimmung aller kennt, der Einzige, der den Weg kennt, den ihr zurückgeleg habt und den ihr noch durchlaufen müsst. Ich bin es, der eure Leiden und eure Freuden versteht. Ich weiß, wie viel ihr gewandert seid, um die Wahrheit und die Gerechtigkeit zu finden. Meine Barmherzigkeit ist es, die den angsterfüllten Ruf dessen empfängt, der Mich innerlich um Vergebung für seine Verfehlungen bittet.
52 Und als Vater erfülle Ich jede inständige Bitte, sammle eure Tränen, heile eure Gebrechen, lasse euch fühlen, dass euch vergeben ist und ihr von euren Schandflecken losgesprochen seid, damit ihr euer Leben neu gestaltet.
53 Auch bin Ich der Einzige, der euch die Beleidigungen, die Mir von euch, die ihr meine Kinder seid, zugefügt werden, vergeben kann. (245, 39 - 41)
54 In dieser Zeit erleuchtet euch mein Wort aufs neue. Ich will meine Gnade im Überfluss ausgießen, damit ihr rein und zugerüstet seid. Doch wenn ihr erneut in Sünde fallt, so erkenne, Volk, dass nicht Ich es bin, der euch von meinem Schoße entfernt, sondern dass ihr es seid, die sich von Mir entfernen, obwohl dies nicht mein Wille ist. Doch meine Vergebung und meine Liebe sind wie offene Tore, um jeden zu empfangen, der reuevoll zu Mir zurückkehren möchte. (283, 69)
55 In der Liebe, mit der Ich euch vergebe und euch korrigiere, gebe Ich Mich zu erkennen. Als ihr nach eurem Willen gelebt und dabei fortwährend den Vater verletzt habt, schnitt Ich den Faden jenes Sündendaseins nicht ab, versagte Ich euch weder die Luft, noch das Brot; Ich verließ euch nicht im Schmerz, noch überhörte Ich eure Klage. Und die Natur umgab euch weiterhin mit ihrer Fruchtbarkeit, ihrem Licht und ihren Segnungen. So gebe Ich Mich den Menschen zu erkennen und offenbare Mich ihnen. Niemand kann euch auf Erden mit dieser Liebe lieben, und niemand kann euch so vergeben, wie Ich es tue.
56 Euer Geist ist ein Same, den Ich von Ewigkeit her pflege und vervollkommne, bis er die schönsten Blüten und die vollkommensten Früchte trägt. Wie könnte Ich euch absterben lassen oder der Gewalt der Unwetter überlassen? Wie euch auf eurem Wege im Stich lassen, wo Ich doch der Einzige bin, der die Bestimmung aller Geschöpfe kennt? (242, 31 - 33)
57 Ihr, die ihr auf Irrwegen geht: Ich bin bereit, euch zu empfangen und euch meine Kraft und mein Licht zu geben, wenn ihr Mich ruft. Es ist nicht von Bedeutung, wenn ihr auf eurer Seele und eurem Geist die Spur dergroßen Sünder tragt. Ich werde bewirken, dass ihr jene segnet, die euch beleidigt haben, und dass ihr Gott segnet, weil Er jenes Wunder in euch für möglich gehalten hat. Dann werdet ihr die Liebe Christi in eurem Herzen zu fühlen beginnen.
58 Manche werden beim Hören dieser Worte denken: Wie ist es möglich, dass die großen Sünder diese Gnade ebenso empfangen können wie die Gerechten, die sie für ihre Verdienste besitzen?
59 O Menschen, Menschen, die ihr nicht weiter als eure Augen seht! Ich habe euch meine Wohltaten immer aus Gnade gegeben, noch bevor ihr sie verdient habt.
60 Ich antworte sowohl auf einen reinen Gedanken, als auch auf die traurige Klage dessen, der sich Mir befleckt naht, wann immer sich ihm ein – wegen seines Mangels an Liebe zu seinen Mitmenschen – noch so kleiner Funke von Demut oder Erkenntnis entringt.
61 Ich bin der Verteidiger der Schwachen, die in ihrer großen Unfähigkeit und Unwissenheit Tränen vergießen. Ich bin die göttliche Hoffnung, die die Weinenden ruft und tröstet; Ich bin der gütige Jesus, der den in seinem Schmerz und in seiner Sühne Stöhnenden sanft liebkost.
62 Ich bin euer Heiland, euer Erlöser; Ich bin die für den Menschen begreifliche Wahrheit. (248, 18 - 21)Empfohlene Posts
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