Diese Nation wird umkommen

Worte von Jesus an Byron Searle
Jesaja 60:12  Denn welche Heiden oder Königreiche dir nicht dienen wollen, die sollen umkommen und die Heiden verwüstet werden.
Transkript
Mein Sohn, so viele von meinem Volk werden durch lügende Geister getäuscht und sagen, dass diese Nation wieder großartig sein wird. Aber ich sage: Diese Nation wird zugrunde gehen und nie wieder großartig sein! Meine Leute benehmen sich wie ein Mann, der Amerika wieder großartig machen kann, aber sie beschneiden nur die Äste des Baumes. Meine Leute, das Problem mit Amerika liegt in den Wurzeln! Die Wurzeln sind voller Sünde, Morde, Greuel, aber meine blinde Kirche kann oder will nicht sehen! Ich war barmherzig und liebevoll. Wie bei jedem Baum sind die Früchte jedoch verfault, wenn die Wurzeln verfault sind! Amerika, du bist faul !!!
Mein Sohn, ich habe dir starke Worte gegeben, um zu versuchen, mein Volk zu wecken, aber sie ignorieren dich und meine Worte! Meine Axtmenschen hacken jetzt am Baum, und wenn er fällt, werden Meine Abbruchmänner hereinkommen und die Wurzeln abreißen! Amerika wird nie wieder großartig sein, dennoch werden so viele von meinem Volk getäuscht, es zu sagen!

Folgendes kommt (nach Amerika), während Meine Engel den Baum beschneiden:
Die Wirtschaft wird zusammenbrechen - von der es keine Erholung geben wird!
Die Erde wird sich an drei Orten in Amerika aufspalten - von denen es keine Erholung geben wird!
Die Raketen regnen Feuer auf die großen Städte - von denen es keine Erholung gibt!
Der folgende Krieg und die Gefangenschaft werden das Land zerstören - von dem es keine Erholung geben wird!
Sag mir, meine Kinder, wie wird diese Nation großartig sein? ES WIRD NICHT!!! Israel wird zu dieser Zeit aufstehen, denn ihr Vertrauen wird sich jetzt zu mir statt zu Amerika wenden!
Mein Sohn, alles ist nicht Doom und Gloom, wie sie gerne sagen! Während dieser Zeit wird Mein Überrest hell leuchten, und VIELE, VIELE von meinen Kindern werden sich mir wieder zuwenden! Als Vater werde ich zu ihnen laufen und sie zu Hause willkommen heißen! Die größten Wiederbelebungen der Weltgeschichte werden in Amerika stattfinden, während meine Kirche aufwacht, sich erhebt und in meinem Namen marschiert !!!!

 Ich, Elohim, werde mich auf eine Weise bewegen, die nicht gesehen wurde, seit ich die Welt geformt habe! Wie meine Diener sagen, werde ich deine Socken abreißen! Ich bitte euch jetzt, umzukehren, sich von allen bösen Wegen abzuwenden und nicht mehr zu sündigen. Ich habe so sehr auf dich gewartet, weil ich dich so liebe !!!
ICH KOMME AUF WOLKEN DER HERRLICHKEIT sehr bald - sei bereit !!!
Der Vater


BWL - Band 1 - Unterweisung 26

Gerechtigkeit

Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters - Band I - Unterweisungen 1 - 28 
Download-Link Buch des wahren Lebens - Band 1
 
Unterweisung 26:
 1 Jünger, nachdem ihr Meine Unterweisung gehört und eure Vergangenheit im Lichte Meines Wortes beurteilt hattet, habt ihr geistig gesagt: "Kein Blatt vom Baum bewegt sich ohne den Willen Gottes".
2 Ihr denkt so, weil ihr zu verstehen beginnt, dass die Prüfungen, die ihr nach und nach gleich einem bitteren Kelche leert, wie Stufen gewesen sind, die euch allmählich dem Baume des Lebens näher gebracht haben, wo der Meister euch erwartet, um euch euer Erbe zu übergeben.
3 Als ihr zur Kundgebung Meines Wortes gekommen seid, habt ihr alle euch gefragt, was wohl der Grund Meiner Wiederkunft sei, und beim Vernehmen Meines Grußes, der euch sagt "Mein Friede sei mit euch", sind die voller Freude, welche den Wert erkennen, den der Friede besitzt, während die, welche nur an den Erwerb materieller Güter denken, Mich mit Enttäuschung in ihrem Innern fragen, ob Ich nur gekommen bin, um euch Frieden anzubieten.
4 Die so denken, beleidigen Mich nicht, denn ihr Unverständnis kommt von ihrer Unwissenheit her, und diese ist gerade die Finsternis, die zu bekämpfen Ich gekommen bin, indem Ich die Geister mit dem Lichte Meiner Lehre erleuchte.
5 Herzen, die ihr heute durch die Leidenschaften und Wechselfälle, die euer Leben verbittert haben, verhärtet seid: Begreift, dass ihr den Frieden erreichen werdet, wenn ihr geistige Erhebung erlangt habt.
6 Der Friede im Geiste spricht zu euch von Licht, von Moral, von Tugenden. Wer sich nicht sehnt, diesen Zustand der geistigen Erhebung zu erreichen, träume nicht davon, Meinen Frieden zu genießen; denn noch immer ist er Gefangener der Leidenschaften der Materie und der falschen Traumbilder von Glück, welche ihm die materielle Welt vorgaukelt.
7 Wer angeekelt von den materiellen Vergnügungen in seinem Innern ein heißes Verlangen nach Frieden lebendig erhält, der sucht die Befreiung seines Geistes, begierig, das Ziel zu erreichen, für das er geschaffen wurde.
8 Seit Anbeginn der Menschheit sind es wenige gewesen, die den Frieden gesucht haben oder in ihm verblieben sind, nachdem sie ihn einmal erlangt haben, weil der Mensch ihn nur sucht, wenn der Schmerz ihn besiegt hat. Deshalb seht ihr, wie nach jedem eurer unmenschlichen, brudermörderischen und ungerechten Kriege sich Tausende von Menschen erheben, die nach dem Frieden dürsten, den sie vorher nicht zu schätzen wussten, weil sie sich nicht des Wertes bewusst gewesen sind, den diese göttliche Gabe hat.
9 Ihr müsst begreifen, dass es nicht das Wissen der Menschen ist, in dem ihr inneren Frieden finden werdet, da die Quelle, aus der er stammt, geistig ist. Das Gold, die menschliche Weisheit, die Wissenschaft, die Macht der Menschen haben nicht genügt, um diese Gnade zu erlangen, die ihr nur erreichen werdet, wenn ihr gute Werke tut und euch in eurem Leben auf dem Weg der Liebe bewegt, den euch Mein Gesetz weist.
10 Es wird nichts Erstaunliches an sich haben, dass die Männer, welche die Menschheit Gelehrte nennt — wenn sie Meinen Offenbarungen nachgehen und auf der Suche nach Meinem Frieden sind — den Platz der "Kindlein" einnehmen, um die ersten Lektionen vom Buche des Lebens zu studieren.
11 Niemand kennt besser als Ich den unendlichen Durst, welcher unter der Menschheit herrscht. Mein Erbarmen dringt wie ein Hoffnungsstrahl in jedes Herz, um ihm die Nähe des Kampfes fühlbar zu machen, durch den es den wahren Frieden und die Befreiung des Geistes erreichen wird.
12 Meine Unterweisung ist der Ruf der himmlischen Posaune, welche von den Geistern gehört worden ist, denen sie verkündet hat, dass die Zeit des Gerichts, der Sühne und auch der Erlösung gekommen ist.
13 Alles war vorhergesagt worden; doch ihr habt vorgezogen, die Ereignisse abzuwarten, ohne euch vorzubereiten, um dem Kampf die Stirne bieten und eure Freiheit erringen zu können. Euch fehlte der Glaube, der Gehorsam gegen Mein Gesetz der Liebe, und heute weint ihr über eure Schuld.
14 Die Menschenmengen, die sich versammeln, um Meine göttlichen Unterweisungen zu hören, erscheinen euch groß an Zahl; aber wie klein sind sie, wenn ihr sie mit euren Brüdern vergleicht, die Meinen Frieden entbehren.
15 In die (anwesenden) Scharen habe Ich Meinen Frieden gelegt; einige wussten ihn zu bewahren, andere berauben sich desselben, sobald sie Mein Wort nicht mehr vernehmen und sie in die Gewohnheiten des Alltags zurückfallen. Es sind die, welche Mich bei der Rückkehr zu dem bescheidenen Ort, an dem Ich Mich kundgebe, fragen: "Herr, warum finde ich nur Frieden, wenn ich Dir zuhöre, oder ist es so, dass er nur an diesen Orten vorhanden ist?" Doch Ich antworte ihnen: "Wenn sie nur zu der Stunde Frieden gefunden haben, da sie Meine Lehre hören, so deshalb, weil sie nur in diesem Augenblick ihren Geist vom Einfluss der Materie läutern und, wenn sie die Schwelle dieser Versammlungsräume hinter sich lassen, zu ihrem Leben der Unvollkommenheiten, der Selbstsucht, der Leidenschaften, des Grolles und der Laster zurückkehren, ohne die Weisungen der Lehre, die sie gehört haben, in Anwendung zu bringen; denn Hören heißt nicht Lernen, und nur, wer Meine Lehre erforscht und in die Tat umsetzt, wird sich in Wahrheit Mein Jünger nennen können, weil er immer geistig vorbereitet sein wird, seinen Brüdern das Beispiel zu geben, wie man sein Leben in Befolgung Meiner Unterweisungen auf die rechte Bahn bringt.
16 In diesem Lehrwort werdet ihr die Erkenntnis der sittlichen Verantwortung finden, die ihr dadurch übernommen habt, dass ihr in eurem Herzen die Gabe Meines Friedens empfangt, die ihr mit euren Brüdern teilen müsst.
17 Begreift und macht euch klar, wie oft Ich euch gesagt habe: Seid willkommen in der bescheidenen Versammlungsstätte, die zu einem Haus des Friedens und des Gebets geworden ist, wo Ich Mich als Meister kundgebe.
18 Durch Mein Wort habt ihr eure Aufgabe und die Sühnepflicht begriffen, die auf eurem Geiste lastet. Heute erkennt ihr, dass es, um zu Mir zu kommen, nötig ist, die Reinheit zu erlangen, die euch würdig macht, in das Reich der Gerechten einzugehen, welches das eurem Geist verheißene Land ist.
19 Nicht alle, die Mir zuhören, sind bei Mir, denn die Gedanken einiger sind fern. Dagegen gibt es einige, die körperlich entfernt und im Geiste gegenwärtig sind.
20 So wie ihr an Meine Türen klopft, bin auch Ich zu den euren gekommen, nicht um etwas von euch zu verlangen, sondern um euch das zu geben, was ihr nötig habt.
21 Ich gebe eurem Geiste Licht, denn Ich sehe, dass er nicht länger in der Finsternis bleiben will; er wünscht sich über die Unwissenheit und die Leidenschaften der Materie zu erheben, er möchte den Vater schauen und verstehen und den Zweck seines eigenen Daseins erkennen.
22 Erwacht, werdet euch der Zeit bewusst, in der ihr lebt, damit, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, an dem die Menschen sich anschicken, jeden religiösen Kult des. menschlichen Herzens zu entweihen und auszulöschen, sie von euch nichts zu entfernen haben, weil euer Heiligtum und eure Gottesverehrung geistig sein wird. Dann wird euer Geist sich direkt mit Meiner Göttlichkeit verbinden können; dies wird seine Befreiung sein.
23 Ihr lebt in einer Welt, die durch die menschliche Wissenschaft umgewandelt wurde; dies ist ihre Ära, die Zeit ihrer Herrschaft.
24 Ein neues Babel haben die Menschen aufgerichtet, einen neuen Turm des Hochmuts und der Eitelkeit. Von seiner Höhe herab fordern sie Meine Macht heraus und erniedrigen die Schwachen. Wahrlich, Ich sage euch, auf diesem Wege wird der Mensch nicht zu Mir kommen. Nicht weil Ich die Wissenschaft verleugne — ist sie doch Licht, das Ich, der Schöpfer, in den menschlichen Verstand gelegt habe ─, sondern wegen des bösen Gebrauchs, den die Menschen von ihr gemacht haben. Ich vertraute euch die Wissenschaft an wie einen Baum, den ihr mit Liebe, Achtung und Eifer pflegen solltet, damit aus ihm Früchte von bestem Geschmack hervorgingen, solche, die Leben geben. Glaubt ihr, dass ihr diesen Baum gut gepflegt habt? — Erkennt, dass seine Früchte zerstörerisch und leidbringend waren, dass sie, statt Leben zu geben, Tod gesät haben. Wie verfehlt ist die menschliche Wissenschaft, die im Dienste des Menschen stehen soll! Aber dennoch segne Ich sie, denn sie ist Meiner Kinder Werk.
25 Der Materialismus hat die Menschheit umstrickt. Aus vielen Herzen wurde Mein Name ausgelöscht, die Menschen vergessen zu beten, welches die geistige Form ist, mit Gott zu sprechen. Meine Lehre und Mein Vorbild durch Jesus wurden vergessen, und die, welche versuchen, in Meiner Lehre beständig zu bleiben und Mein Gesetz zu erfüllen, tun es mittels abgöttischer Kulte und suchen Mich durch Figuren und Bilder, von Menschenhand gemacht. Soll Mein Gesetz so erfüllt werden?
26 Viele haben die Natur zu ihrem Gott gemacht, indem sie dieselbe als schöpferische Quelle alles dessen, was existiert, vergöttlichen. Doch wahrlich, Ich sage euch, diese Natur, aus deren Schoße alle Wesen hervorgegangen sind, die materiellen Kräfte und Naturgewalten, die euch umgeben, sie ist nicht Schöpferin; sie wurde zuvor vom göttlichen Schöpfer geplant und gestaltet. Sie ist weder die Ursache noch der Grund des Lebens. Ich allein, euer Herr, bin der Anfang und das Ende, das Alpha und das Omega.
27 Der Schatten des Baumes der menschlichen Wissenschaft hat die Menschheit eingehüllt, die Mehrzahl seiner Früchte hat sie vergiftet, und es naht die Zeit, in der die Sichel der Gerechtigkeit jeden unreinen Zweig und jede schlechte Frucht abschneidet.
28 Als der Mensch noch unschuldig war, machte ihn sein Zustand der Reinheit der Gnade des Herrn würdig. Er hatte die Wissenschaft nicht nötig, um die Mittel zum Leben zu finden, es war nicht nötig, dass seine Augen oder seine Intelligenz sich anstrengten, in die Geheimnisse der Schöpfung einzudringen, um das Licht zu finden, das seinen irdischen Lebensweg erleuchten würde.
29 Wie eine liebevolle Mutter brachte die Natur ihren Busen an die Lippen des Kindes, um es zu nähren; doch das Kind wuchs, und von der äußeren Schönheit der Früchte des Lebensbaumes verführt, streckte es seine Hand aus, brach sie ab und kostete sie, wodurch in seinem Herzen und seinem ganzen Wesen das Bedürfnis und das Verlangen nach Wissen erwachte. Das Lebensalter der Unschuld enteilte, und für den Menschen begann ein neuer Abschnitt, jener der Wissenschaft, in welchem der Geist das menschliche Leben und seine Geheimnisse zu erkennen verlangte. Da begann der Kampf, die Erfahrung, die Entfaltung, die Entwicklung, die Sühneleistung.
30 Das Kind, dessen Glück ganz auf das Fühlen der mütterlichen Liebkosung gerichtet war, wurde zum Jugendlichen, welcher — verwundert angesichts der Größe des Lebens, das für ihn ein Geheimnis war — sich voller Neugier und Unruhe wissensdurstig auf den Weg machte. Wer außer Mir bewirkte, dass der Mensch dieses Ideal des Wissens und Erkennens fühlte? Alles war durch Mich vorausgesehen und vorbereitet, um die Schritte des Menschen auf der Erde zu lenken, weshalb er bei jedem Schritt auf eine Überraschung und ein neues Wunder stieß. Es gab kein Hindernis, keine Not noch Pein, für die er keine Lösung finden würde. Wenn der Mensch sein Erwachen für die Welt hatte, so zeigte sich auch in seinem Geiste, aus seiner Ruhelosigkeit und seinem Ahnungsvermögen heraus, die tiefe Sehnsucht, das Leben zu verstehen und zu schauen, das jenseits der materiellen Schöpfung ist, jenseits der Materie und der Wissenschaft.
31 So entstand die geistige Verehrung Gottes, damit der Geist sich durch sie nährt und hohe Erkenntnisse erlangt und er gemäß der Wissenschaft lebt, die von Meinem Gesetz der Liebe inspiriert ist.
32 Nicht alle Menschen haben Mich im Unendlichen, im Geistigen und Unsichtbaren begriffen; während daher seit den Anfängen der Menschheit einige Mich jenseits alles Materiellen gesucht haben, haben andere es mittels äußerlicher Kulte getan. Dies sind jene, welche Mich in den Sternen, in den Naturkräften und in Geschöpfen suchten, bis sie zur Einsicht gelangten, dass Der, welcher alles gestaltet hatte, was sie anbeteten, sich im Unendlichen befand, und Er es war, den sie anbeten sollten.
33 Mit der Zeit hat sich die Menschheit in ihren Glaubensüberzeugungen und in der Erkenntnis des Geistigen weiterentwickelt, wobei sie, durch göttliche Eingebungen erleuchtet, ihre Gottesverehrung vervollkommnete. Dennoch fühlen Mich noch in der heutigen Zeit viele Meiner Kinder nur durch Gebilde der Schöpfung, Riten, Bilder und Symbole. Und zwar deshalb, weil der Geist, noch immer durch die Traditionen abgelenkt, sich mit dem wenigen zufrieden gibt, das er mit seiner geringen Erhebung erlangt. Aber angesichts der Geheimnisse ist für ihn die Stunde der Beunruhigung gekommen, und er erleidet Nöte und macht Prüfungen durch, wie er sie bisher niemals auf seinem Wege angetroffen hatte.
Daraufhin wird er erwachen und sich aufmachen, um zu fragen, um zu forschen, wie er es bereits tat, als er den Grund für das Leben auf der Erde wissen wollte.
34 Was ist es, was ihr in diesen Augenblicken auf der Erde am meisten ersehnt? — Der Friede, die Gesundheit und die Wahrheit. Wahrlich, Ich sage euch, diese Gaben wird euch nicht eure Wissenschaft geben, so wie ihr sie angewendet habt.
35 Die Gelehrten befragen die Natur, und sie antwortet ihnen auf jede Frage; doch hinter jenen Fragen stehen nicht immer gute Absichten, gute Gesinnungen oder Nächstenliebe. Die Menschen sind unmündig und unverständig, die der Natur ihre Geheimnisse entreißen und ihr innerstes Wesen entweihen, nicht um sie zu ehren, indem sie aus ihren Quellen die Grundstoffe entnehmen, um sich gegenseitig Gutes zu tun wie wahre Brüder, sondern um eigensüchtiger und zuweilen verderblicher Ziele willen.
36 Die ganze Schöpfung spricht zu ihnen von Mir, und ihre Stimme ist die der Liebe; doch wie wenige wussten diese Sprache zu hören und zu verstehen!
37 Wenn ihr bedenkt, dass die Schöpfung ein Tempel ist, in dem Ich wohne, fürchtet ihr da nicht, dass Jesus dort erscheint, die Geißel ergreift und die Händler und alle, die sie entweihen, verjagt?
38 O geliebtes Volk, ergründe und begreife Meine Unterweisung, öffne deinen Verstand und lasse Mein Licht in ihn eindringen; dies Licht wird aus euren Werken sprechen, auch wenn euer Wort schwerfällig ist. Es gefällt Mir, dass euer Wort unbeholfen ist, denn euer Geist wird es sein, welcher von Mir Zeugnis ablegt.
39 Das Schicksal eines jeden von euch ist verschieden, doch das Ziel von allen ist das gleiche: zu Gott zu kommen.
40 Einige von euch leiden, und damit sühnt ihr eure Verstöße gegen Mein Gesetz in den vergangenen Zeiten; andere trinken den Leidenskelch durch die Bosheit ihrer Mitmenschen. Die ersteren reinigen sich in den Prüfungen des Lebens, die letzteren haben den gleichen Kelch zu leeren, den sie ihren Mitmenschen zu trinken gaben. Aber wahrlich, Ich sage euch, in den einen wie in den andern zeigt sich die liebevolle und vollkommene Gerechtigkeit eures Herrn.
41 Liebet einander, erfüllt Mein Liebesgesetz, damit das Licht des Friedens und der Eintracht im Osten* erglänzt, der sich zurzeit in den Finsternissen und Leiden des Krieges befindet. Fühlt den Schmerz der Menschen und seht, wie sie einen Retter suchen, wie verirrte Schafe, wenn sie klagend nach ihrem Hirten rufen. * Von Mexiko aus gesehen ist der Osten der europäische Kontinent, auf dem zum Zeitpunkt dieser Unterweisung der Zweite Weltkrieg tobte.
42 Wie viel Schmerz bedrückt die Menschen in dieser Zeit! Kaum wird ein Kind geboren, da beginnt es wegen seiner Mitmenschen bereits den Kelch des Leidens zu trinken. Einige verlieren die Mutter, bevor sie die erste Liebkosung fühlen, andere werden vom Getöse des Krieges taub, statt das süße mütterliche Wiegenlied zu hören.
43 Das Paradies der ersten Menschen wurde in ein Tal der Tränen verwandelt, und jetzt ist es nur ein Tal des Blutes. Deshalb wecke Ich heute, da Ich gekommen bin, das Meinen Jüngern gegebene Versprechen zu erfüllen, die Menschheit aus ihrem geistigen Schlafe auf und gebe ihr Meine Liebeslehre, um sie zu retten. Ich suche die Geister, welche die Bestimmung haben, in dieser Zeit Meine Kundgebungen und Mein Wort mit ihren Werken zu bezeugen. Wenn diese durch Mich Gekennzeichneten um Mein Gesetz vereint sind, werden die Erde und die Sterne erschüttert werden und am Himmel wird es Zeichen geben; denn zu diesem Zeitpunkt wird die Stimme des Herrn von einem Ende der Erde zum andern gehört werden, und Sein Göttlicher Geist, umgeben von den Geistern der Gerechten, der Propheten und der Märtyrer, wird die geistige und materielle Welt richten.
44 Dann wird die Zeit des Heiligen Geistes ihre Vollkraft erreichen. — Damit ihr euren Brüdern diese Prophetie bekannt macht, frage Ich euch: Wann werdet ihr euch zur Erfüllung eurer Aufgabe aufmachen als die Jünger dieser Zeit? Wann werdet ihr es ermöglichen, dass eure Brüder euch hören und vor der Stimme ihres eigenen Gewissens erzittern? Wann werdet ihr der Menschheit dies Wort des Lichtes und der Liebe bringen?
45 Es ist Mein Wille, dass ihr euch vereinigt, damit in jeder Versammlungsstätte und in jeder Bruderschaft der "Geschmack eurer Frucht" einheitlich ist. Warum sollten sie verschiedenen "Geschmack" anbieten, da sie doch alle Reben desselben Weinstocks sind?
46 Lernet, handelt und erhebt euch vereint, damit eure Kraft geachtet wird. Gebt keinen Anlass, dass falsche Kundgebungen Meiner Göttlichkeit im Schoße von Sekten oder Religionen auftauchen, seid nicht der Grund dafür, dass falsche Propheten aufstehen, welche die Menschenmengen mit ihrem Wort überrumpeln.
47 Habt Acht, ihr Seher! Wenn ihr von eurem Vater geprüft worden seid, wenn selbst eure Angehörigen euch verkannt haben, so fürchtet euch nicht; erinnert euch, dass Jesus in Seiner Heimat verleugnet wurde und in andere Gegenden gehen musste, um Glauben zu finden. "Niemand ist Prophet in seinem Vaterland" sagte Er euch.
48 Wenn sie an euren Gaben gezweifelt haben, so werden andere Herzen kommen, welche euch in Wahrheit glauben. Einige von euch werden in fremde Länder gehen, wo ihr mehr Vertrauen in euer Zeugnis antreffen werdet als im Schoße dieses Volkes.
49 Um euch bei eurer Aufgabe zu helfen, hat euch der Meister Seine Unterweisung gegeben, und Er wird niemals müde, es zu tun, denn Er ist "Das Wort" des Vaters.
50 Geliebte Jünger, gebt einem Kranken den heilenden Balsam, tut es mit Liebe, mit wahrer geistiger Zurüstung, damit ihr erreicht, dass der Bedürftige den göttlichen Trost erfährt.
51 Bei einigen Gelegenheiten habe Ich euch gewährt, dass wahre Wunder geschahen, ohne dass eure Zurüstung euch ein Anrecht darauf gegeben hat; doch jetzt sage Ich euch, dass ihr eure Vorbereitung nicht vernachlässigen dürft, denn Ich werde euch überraschen, euch warnen, indem Ich euch das, was ihr erhofft, nicht gewähre, um euch verstehen zu lassen, dass ihr euch nicht vorzubereiten wisst, um ein wahres Werk der Barmherzigkeit zu vollbringen.
52 Lasst es nicht zu, dass sich durch seinen Schmerz allein der Kranke ein Anrecht auf Meine Wohltaten erwirbt; ihr müsst seine Verdienste mit denen eurer Nächstenliebe vereinen, dann wird sich Meine Gnade in beiden bekunden. Wo immer ihr seid, sollt ihr Verdienste erwerben, damit ihr jedes Mal, wenn ihr für eure Brüder Fürbitte einlegt, würdig seid, Mich um das zu bitten, was ihr zum Wohle eurer Nächsten braucht.
53 Bewahrt die geistige und körperliche Zurüstung, denn ihr wisst nicht den Augenblick, an dem ihr ein Werk der Barmherzigkeit tun müsst, und es wird Mein Wohlgefallen finden, euch zu Trägern des Balsams, des Friedens oder dessen zu machen, was euren Brüdern am meisten fehlt. Begreift das Schöne der Aufgabe, die ihr durch eure Sühneleistung erfüllt, damit ihr euer Kreuz mit der ganzen Liebe, deren ihr fähig seid, umarmt.
54 Hier auf der Welt nehmt ihr die Stimme eures Gewissens nicht so klar wahr, wie ihr sie hören werdet, wenn ihr im Geiste seid; deshalb vernachlässigt ihr oft die Erfüllung eurer Aufgabe. Doch denkt daran, dass dieselbe euch immer erwartet, wie ferne auch der Zeitpunkt eures Weggangs in das Jenseits sei, und dass, wenn ihr die Augen in einer neuen Welt öffnet, nur das Licht zu euch gelangen wird, das ihr in eurem Kampfe erreicht habt, und ihr den Frieden besitzen werdet, auf den ihr euch ein Anrecht erworben habt durch die Verdienste, die ihr erlangt habt.
55 Wisst ihr, wie ihr nach Meinem Willen zur nächsten Wohnstätte kommen sollt, wo Ich euch erwarte? — Voller Frieden, erleuchtet durch das Licht der Weisheit, welches in jedem reinen Geiste erstrahlen soll; ohne Ungewissheiten, ohne Tränen.
56 Niemand soll glauben, dass — als er in diese Welt kam — ihn Mein Werk überraschte, indem es ihm eine Aufgabe übertrug; nein, das wäre allzu viel Unwissenheit, wenn man im Lichte lebt. Ich bin nur gekommen, um euch das wiedererkennen zu lassen, was ihr im Geiste erhalten habt, bevor ihr zur Erde gesandt wurdet.
57 Also, geliebte Jünger, wenn euer Geist hierfür gekommen ist, weil Ich es ihm so befohlen habe und jeder von euch es so wünschte und annahm, so denkt daran, dass ihr nicht zu Mir zurückkommen
dürft, ohne den Auftrag erfüllt zu haben, welchen ihr zu erfüllen versprochen habt; denn andernfalls würde es sehr schmerzlich für euren Geist sein.
58 Ergründet Mein Wort, erlaubt nicht, dass irgendetwas oder irgendjemand euch an der Erfüllung eurer Aufgabe hindert, dass irgendetwas euch zum Verzicht auf all das veranlasst, was denen als Lohn zusteht, welche auf der Welt Soldaten Gottes, Apostel Seiner Wahrheit waren.
59 Um euch bei eurer Sühne zu helfen, gebe Ich euch Mein Wort, und sein Licht leitet euch zur Vollkommenheit.
60 Hört Mir unermüdlich zu, lernt von Mir. Hört auf Elias und nehmt euch ein Beispiel an seiner Tugend, damit ihr gleich ihm Hirten einer Anzahl von Geistern seid, die euch Mein Wille zugewiesen hat.
61 Auf alle schaue Ich mit Liebe, und Ich sage euch, dass Ich in dieser Zeit nicht nur gekommen bin, um euch zu liebkosen und euch Meinen Frieden zu geben, sondern um euch zu unterweisen, euch verständlich zu machen, dass ihr Besitzer geistiger Gaben seid, mit denen ihr der Menschheit in ihrer Drangsal helfen sollt, um sie bis zum Ende ihrer Sühne zu fuhren.
62 Die Zeit der großen Prüfungen ist gekommen, und der Geist ist noch immer schwach. Große Schmerzen und Umwälzungen erwarten ihn, und deshalb nähere Ich Mich gleich einem Rettungsboot, um Meine Kinder aufzunehmen, indem Ich ihnen helfe, sich auf dem geistigen Pfade weiterzuentwickeln.
63 Alle Geister haben Mein Gericht verdient, selbst jener der Kinder in den Armen ihrer Mütter hat Schmerz empfunden.
64 Euch, Jünger, rüste Ich zu, damit ihr Meine Lehre der Liebe und des Friedens zu allen Nationen tragt, damit ihr durch eure Erfüllung eure Brüder rettet. Naht euch den Kleinen und den Großen. Häufig werdet ihr vor Wissenschaftlern stehen, und vor ihnen müsst ihr Beweise von Vergeistigung geben. Wie viele werden sich beim Erkennen der Nutzlosigkeit ihres materiellen Wissens beschämt fühlen und werden bekennen, dass das, was die Wissenschaft nicht schaffte bei der Krankenheilung und bei der Lösung der Probleme, welche die Menschen quälen, die Liebe und die Barmherzigkeit Meiner Jünger erreichte.
65 Diese in der Welt wenig bekannte Nation wird verschwenderisch gesegnet sein. Ihr Boden wird ertragreich sein und ihre Truhen werden sich öffnen, um den vom Kriege verwüsteten Nationen Nahrung zu senden. Der Geist ihrer Bewohner wird, von Meiner Liebe angeregt, den Notleidenden Gedanken des Lichtes zusenden, und wenn die Zeit der Verkündigung gekommen ist, wird er Mein Wort bringen, um mit ihm die Leidenden zu beleben und zu heilen.
66 Viele Ausländer werden kommen, um sich euch in euren Ideen von Frieden und Eintracht anzuschließen. Die Vergeistigung wird sich als wohltätiger Same ausbreiten, und die Wahrheit, die sie verkündet, wird bekannt werden. Dann wird der Sohn Mich mit Lauterkeit zu lieben verstehen, und der Quell der Gnade, dem alles Gute entquillt, wird sich über die Menschheit ergießen.
67 Ich will, dass ihr in diesem Zeitabschnitt euren Auftrag erfüllt, und, wenn ihr ins Jenseits hinübergeht, eure geistige Arbeit fortsetzt. Lehrt eure Brüder, dass es ein einziges Gesetz voller Gerechtigkeit ist, das alle Geister regiert, dass alle einen Platz in Meiner Schöpfung einnehmen und jeder durch Mich in seiner Erfüllung angespornt wird. Alles gehorcht unwandelbaren göttlichen Gesetzen.
68 Wenn die Menschheit während dieser Zeit der Prüfungen schlecht über euch urteilt und euch für den Krieg der Ideen, für die Zerstörung der Nationen und für das Ausbleiben des Friedens verantwortlich macht, so verzagt nicht und lasst euch nicht beirren, verharret im Beten und Wachen. Fürchtet euch nicht vor Strafe, wenn ihr Mein Gesetz erfüllt.
69 Begreift, dass Ich den Ausbruch der Kriege zugelassen habe, damit der Geist der Menschen sich läutert. Jede Nation, Institution, und jedes Heim werden von Meiner Gerechtigkeit heimgesucht, um den Grad des Fortschritts aufzudecken, in dem sie sich befinden.
70 Arbeitet, wie Ich euch gelehrt habe; bringt die Sünder zur sittlichen Erneuerung; stellt (zerbrochene) Leben wieder her, bringt die zu Mir, welche sich entfernt haben. Wenn dieser Zeitabschnitt dann vorüber ist, wird in allen Geistern das Licht des Wissens und der Erfahrung sein,
Meine Lehre wird die Menschen anleiten, und es wird keine Verfälschungen oder schlechte Auslegungen in Meinem Gesetze geben.
71 Wenn Ich euch zuweilen "Kinder" nenne, so deshalb, weil ihr vor Meiner Göttlichkeit noch klein seid, und angesichts der Ewigkeit erweist sich euer Dasein als sehr kurz. Seht ihr nicht manchmal euer Glück in einer Kleinigkeit? Weint ihr nicht manchmal wegen etwas, was kein Grund für euren Schmerz sein sollte?
72 Wahrlich, Ich sage euch, Ich suche nicht nur den Armen und Unbedeutenden, sondern auch den, welcher sich in der Welt ausgezeichnet hat, sei es durch seine Macht oder sein Wissen. An alle ergeht Mein Ruf, damit sie die Läuterung ihres Geistes erlangen.
73 Wenn Ich Mich bei den Armen in dem wenigen, das sie besaßen, fühlbar machte, um sie zuzubereiten und aufzurütteln, so werde Ich die, welche materielle Güter angehäuft haben, der Prüfung unterwerfen, damit sie Meinen Ruf beachten. Den, der Meiner Stimme gegenüber taub ist, werde Ich von dieser Welt wegnehmen und ihm im Geistigen Tal die Arbeit zeigen, die er auf der Erde nicht zu erfüllen verstand.
74 Diese Unterweisung soll euch als Lehre dienen. Häufet Verdienste an, bevor ihr euch von dieser Welt entfernt, hinterlasst Trost, Gesundheit und Frieden als Spur eures Lebensweges; wenn ihr es nicht tut, werdet ihr morgen Tränen vergießen.
75 Euer Herz muss stark werden, um den Prüfungen standzuhalten, die es erwarten. Ich habe euch gesagt, dass ihr Verfolgungen und Verleumdungen erleiden werdet, dass euch die Schuld an der religiösen Verwirrung gegeben wird, welche in Erscheinung treten wird; doch Ich werde über euch wachen und euch weiterhelfen.
76 Entfernt aus euren Herzen den Abscheu, den ihr vor jenen empfinden mögt, welche an Krankheiten leiden, die ihr ekelhaft nennt; und bekämpft den Widerwillen, den ihr verspüren könntet, wenn ihr einem Totschläger gegenübersteht oder jemandem, welcher in den Lastern den Verstand verloren hat. Reicht ihnen eure Hand, gebt ihnen tiefstempfundene Worte. Betet für sie. Ich allein weiß, was sich in jeder dieser Existenzen verbirgt. Ich allein kenne die Ursachen ihres Falles.
77 Ich allein kann vergeben und jene freisprechen, welche von der menschlichen Gerichtsbarkeit verfolgt und verurteilt werden.
78 Ich stärke euren Geist mit Meinem Worte; denn vieles ist es, was ihr noch in eurem Herzen erleben und empfinden müsst.
79 Ich mache eure durch euren Materialismus teilnahmslos gewordenen Gefühle wieder empfindsam. Gestern fühltet ihr den fremden Schmerz nicht; aber bald werden eure Augen wegen des Leidens eurer Mitmenschen viele Tränen vergießen.
80 Die Felder sind reichlich vorhanden und die Arbeiter sind knapp. Gehöret ihr zu den Arbeitern, die lernen, diesen gesegneten Samen auszusäen! Tut es jetzt, da ihr auf der Erde lebt, damit ihr mit Verdiensten ins Jenseits kommt.
Mein Friede sei mit euch!


21. Allmacht, Allgegenwart Gottes und seine Gerechtigkeit

Ausgleichende Gerechtigkeit

V. Offenbarungsformen und Wirken Gottes
Kapitel 21 - Allmacht, Allgegenwart Gottes und seine Gerechtigkeit
Die Macht Gottes 

1 Wenn der gegenwärtige Mensch mit all seiner Wissenschaft nicht imstande ist, die Elemente der Natur seinem Willen zu unterwerfen – wie könnte er dann seine Macht den geistigen Kräften aufzwingen?

2 Ebenso, wie die Gestirne im Kosmos ihrer unwandelbaren Ordnung folgen, ohne dass der Wille des Menschen sie ihre Bahn oder ihre Bestimmung verändern lassen kann, so kann auch die Ordnung, die im Geistigen existiert, von niemandem verändert werden.

3 Ich schuf den Tag und die Nacht, das heißt, Ich bin das Licht, und niemand anderer als Ich kann es zurückhalten. Dasselbe gilt für das Geistige. (329, 31 - 33)

4 Wenn ihr an Mich glaubt, dürft ihr darauf vertrauen, dass meine Macht unendlich größer ist als die Sünde der Menschen, und dass daher der Mensch und sein Leben sich wandeln müssen, sobald die Sünde vor dem Lichte der Wahrheit und der Gerechtigkeit weicht.

5 Könnt ihr euch das Leben auf dieser Welt vorstellen, wenn die Menschen einmal den Willen Gottes tun? (88, 59 - 60)

6 Für Mich kann die Reue eines Menschenwesens, seine Erneuerung und seine Rettung nicht unmöglich sein. Ich wäre dann nicht allmächtig und der Mensch wäre stärker als Ich. Haltet ihr meine Macht der Kraft unterlegen, die das Böse in den Menschen besitzt? Betrachtet ihr das Dunkle im Menschen als dem göttlichen Lichte überlegen? Niemals! sagt Mir euer Herz.

7 Bedenkt: meine Aufgabe ist, nachdem Ich euch das Sein gegeben habe, euch zur Vollkommenheit zu führen und euch alle in einer einzigen geistigen Familie zu vereinen; und vergesst nicht, dass mein Wille über alles hinweg in Erfüllung geht.

8 Ich, der Göttliche Sämann, lege meinen Liebessamen unmerklich in jeden Geist. Ich allein weiß, zu welcher Zeit dieser Same in der ganzen Menschheit aufkeimen wird, und Ich allein vermag mit unendlicher Geduld auf die Früchte meiner Werke zu warten. (272, 17 - 19)

9 Ich will euch nicht durch meine Größe erniedrigen, noch mit derselben prahlen, aber Ich zeige sie euch dennoch, soweit es mein Wille ist, damit ihr die höchste Wonne darüber empfindet, einen Gott aller Macht, Weisheit und Vollkommenheit zum Vater zu haben.

10 Freut euch bei dem Gedanken, dass ihr niemals das Ende meiner Macht erleben werdet und dass, je höher die Entwicklung eures Geistes ist, ihr Mich desto besser erkennen werdet. Wer könnte sich nicht damit einverstanden zeigen, zu wissen, dass er niemals die Größe seines Herrn erreichen wird? Wart ihr auf Erden etwa nicht damit einverstanden, im Vergleich zu eurem irdischen Vater jünger an Jahren zu sein? Habt ihr ihm etwa nicht bereitwillig Erfahrung und Autorität zugebilligt? Habt ihr euch nicht gefreut, zu sehen, dass ihr einen stärkeren Mann als ihr zum Vater habt – stolz, tapfer und voller Tugenden? (73, 41 - 42)

11 Was bedeutet die Kraft der Menschen gegenüber meiner Macht? Was vermag schon die Gegnerschaft der materialistischen Völker gegen die unendliche Kraft der Vergeistigung? Nichts!

12 Ich habe zugelassen, dass der Mensch bis an die Grenze seines Machtstrebens und bis zum Gipfel seines Hochmuts geht, damit er selbst feststellt, dass die Gabe der Willensfreiheit, mit der er vom Vater ausgestattet wurde, eine Wahrheit darstellt.

13 Doch wenn er dann bis an die Grenze gelangt ist, wird er seine Augen dem Lichte und der Liebe öffnen und sich angesichts meiner Gegenwart beugen, bezwungen von der einzigen absoluten Macht und der einzigen universellen Weisheit, welche die eures Gottes ist. (192, 53)

Die Gegenwart Gottes in allem Geschaffenen

14 Ich habe keine bestimmte oder begrenzte Stätte, an der Ich im Unendlichen wohne, denn meine Gegenwart ist in allem, was existiert, sowohl im Göttlichen, als auch im Geistigen oder im Materiellen. Ihr könnt von Mir nicht sagen, in welcher Richtung mein Reich liegt; und wenn ihr euren Blick zu den Höhen erhebt und er gen Himmel gerichtet ist, so tut dies nur als etwas Symbolisches. Denn euer Planet dreht sich unaufhörlich und bietet euch mit jeder Bewegung neue Himmelsabschnitte und neue Höhen dar.

15 Mit all dem will Ich euch sagen, dass es zwischen euch und Mir keine Entfernung gibt und dass das einzige, was euch von Mir trennt, eure unerlaubten Werke sind, die ihr zwischen mein vollkommenes Gesetz und euren Geist stellt.

16 Je größer eure Reinheit, je hochstehender eure Werke und je beständiger euer Glaube ist, desto näher, inniger, eurem Gebete zugänglicher werdet ihr Mich fühlen.

17 Ebenso auch: Je mehr ihr euch vom Guten, vom Gerechten, vom Erlaubten entfernt und euch dem Materialismus eines dunklen und egoistischen Lebens hingebt, desto mehr werdet ihr Mich immer ferner von euch fühlen müssen. Je mehr sich euer Herz von der Erfüllung meines Gesetzes entfernt, desto unempfindlicher wird es für meine göttliche Gegenwart werden.

18 Begreift, warum Ich in dieser Zeit mein Wort in dieser Form kundtue und euch für die Zwiesprache von Geist zu Geist vorbereite.

19 Da ihr Mich unendlich ferne glaubtet, verstandet ihr nicht, zu Mir zu kommen. Ich habe euch aufgesucht, um euch meine göttliche Gegenwart fühlbar zu machen und euch zu beweisen, dass es zwischen dem Vater und seinen Kindern keine Räume oder Entfernungen gibt, die sie trennen. (37, 27 -32)

20 Falls ihr denkt, dass Ich meinen Thron verlassen habe, um Mich euch kundzutun, so befindet ihr euch in einem Irrtum; denn jener Thron, den ihr euch vorstellt, existiert nicht. Die Throne sind etwas für die eitlen und hochmütigen Menschen.

21 Da mein Geist unendlich und allmächtig ist, wohnt Er nicht an einem bestimmten Ort: Er ist überall, an allen Orten, im Geistigen und im Materiellen. Wo soll dann jener Thron sein, den ihr Mir zuschreibt?

22 Hört auf damit, Mir eine materielle körperliche Gestalt auf einem Thron gleich denen der Erde zu geben, befreit Mich von der menschlichen Gestalt, die ihr Mir immer gebt, hört auf, von einem Himmel zu träumen, den euer menschlicher Verstand nicht zu erfassen vermag. Wenn ihr euch von alledem befreit, wird es sein, als ob ihr die Ketten zerbrächet, die euch banden, als ob eine hohe Mauer vor euren Blicken einstürzte, als ob ein dichter Nebel sich lichtete und euch erlauben würde, einen Horizont ohne Grenzen und ein unendliches, strahlendes Firmament zu schauen, das jedoch zugänglich ist für euren Geist.

23 Die einen sagen: Gott ist im Himmel, andere: Gott wohnt im Jenseits. Aber sie wissen nicht, was sie sagen, noch verstehen sie, was sie glauben. Zwar "wohne" Ich im Himmel; aber nicht an dem bestimmten Ort, den ihr euch vorgestellt habt: Ich wohne im Himmel des Lichtes, der Macht, der Liebe, der Weisheit, der Gerechtigkeit, der Seligkeit, der Vollkommenheit. (130, 30, 35 - 36)

24 Meine universelle Gegenwart erfüllt alles, an keinem Ort oder Lebensraum des Universums gibt es eine Leere, alles ist von Mir durchdrungen. (309, 3)

25 Ich habe euch gesagt, dass Ich euch so nahe bin, dass Ich selbst das Geheimste eurer Gedanken kenne, dass Ich überall bin, wo ihr seid, weil Ich allgegenwärtig bin. Ich bin das Licht, das euren Verstand durch Inspirationen oder lichtvolle Ideen erleuchtet.

26 Ich bin in euch, denn Ich bin der Geist, der euch beseelt, das Gewissen, das euch richtet. Ich bin in euren Sinnen und in eurem Körper, denn Ich bin in der ganzen Schöpfung.

27 Fühlt Mich immer mehr in euch und in allem, was euch umgibt, damit, wenn der Augenblick kommt, diese Welt zu verlassen, ihr voll und ganz in das Geistige Leben eingeht, und es keine Verstörtheit in eurem Geist gibt durch die Eindrücke, die die Sinnenwelt hinterlassen könnte; und ihr euch Mir einen weiteren Schritt nähert, der Ich die Quelle von unendlicher Reinheit bin, aus der ihr ewig trinken werdet. (180, 50 -52)

28 Wisst ihr, was der Ursprung jenes Lichtes ist, das in dem von den Lippen der Stimmträger gesprochenen Worte enthalten ist? Sein Ursprung ist im Guten, in der göttlichen Liebe, im universellen Lichte, das von Gott ausgeht. Es ist ein Strahl oder ein Funke jenes leuchtenden All-Seins, das euch das Leben gibt; es ist ein Teil der unendlichen Kraft, die alles bewegt und unter der alles schwingt, sich regt und unaufhörlich seine Kreise zieht. Es ist das, was ihr göttliche Ausstrahlung nennt, es ist das Licht des Göttlichen Geistes, das Geistwesen erleuchtet und belebt.

29 Jene Ausstrahlung hat sowohl auf den Geist, als auch auf den Körper Einfluss, sowohl auf die Welten, als auch auf die Menschen, die Pflanzen und alle Wesen der Schöpfung. Sie ist geistig für den Geist, ist materiell für die Materie, ist Intelligenz für das Verstandesvermögen, ist Liebe in den Herzen. Sie ist Wissen, ist Talent und ist Selbstbesinnung, ist Instinkt, ist Intuition und steht über den Sinnen aller Wesen gemäß ihrer Ordnung, ihrer Beschaffenheit, ihrer Art und ihrem Entwicklungsgrad. Aber der Ursprung ist ein einziger: Gott; und ihre Essenz eine einzige: die Liebe. Was kann also unmöglich daran sein, dass Ich den Verstand dieser Geschöpfe erleuchte, um euch eine Botschaft geistigen Lichtes zu senden?

30 Die Pflanzen empfangen die Lebensstrahlung, die ihnen mein Geist sendet, damit sie Früchte tragen. Die Sterne empfangen die Kraft, die mein Geist auf sie ausstrahlt, um auf ihren Umlaufbahnen kreisen zu können. Die Erde, die das gegenwärtige, lebendige Zeugnis ist, all euren Sinnen zugänglich, empfängt unaufhörlich die Ausstrahlung von Leben, die so viele Wunder aus ihrem Schoße hervorgehen lässt. Weshalb sollte es dann unmöglich sein, dass der Mensch, in dessen Wesen wie ein Juwel die Gegenwart eines Geistes strahlt, worin seine Ähnlichkeit mit Mir begründet ist, direkt von meinem Geist zu seinem Geist die göttliche Ausstrahlung empfängt, welche der geistige Same ist, der in ihm Frucht bringen soll? (329, 42 - 44)

31 Kein einziger eurer Seufzer wird im Himmel ungehört bleiben, jedes Gebet findet seinen Widerhall in Mir, keine eurer Trübsale oder Lebenskrisen bleiben von meiner Vaterliebe unbeachtet. Alles weiß Ich, höre Ich, sehe Ich, und in allem bin Ich gegenwärtig.

32 Weil die Menschen meinen, dass Ich Mich wegen ihrer Sünden von ihnen zurückgezogen habe, fühlen sie sich schließlich fern von Mir. O menschliche Unwissenheit, die so viel Bitternis auf ihre Lippen gebracht hat! Wisset, dass wenn Ich Mich von irgendeinem meiner Geschöpfe entfernen würde, dieses augenblicklich zu existieren aufhören würde. Doch dies ist nicht geschehen, noch wird es geschehen, denn als Ich euch den Geist gab, versah Ich euch alle mit ewigem Leben. (108, 44 - 45)

Schicksalsschläge

33 Verflucht nicht die Prüfungen, die euch und das ganze Menschengeschlecht bedrücken, sagt nicht, dass sie Strafe, Zorn oder Rache Gottes sind, denn dann lästert ihr. Ich sage euch, dass es gerade diese Heimsuchungen sind, die die Menschheit dem rettenden Hafen immer näher bringen.

34 Nennt sie Gerechtigkeit, Sühne oder Lektionen, dann wird es zutreffend und richtig sein. Der Zorn und die Rache sind menschliche Leidenschaften, die solchen Wesen eigen sind, die noch dem Seelenfrieden, der Harmonie und der Vollkommenheit ferne sind. Es ist nicht gerecht, dass ihr meiner Liebe zu euch, die alle meine Werke bestimmt, den vulgären Namen "Strafe" gebt oder den unwürdigen Namen "Rache".

35 Bedenkt, dass ihr euch freiwillig auf dornige Wege oder in finstere Abgründe begeben habt, und dass ihr nicht auf meinen liebevollen Ruf gehört, noch auf die Stimme eures Gewissens gelauscht habt, weshalb es notwendig wurde, dass der Schmerz euch zu Hilfe kam, um euch aufzuwecken, euch aufzuhalten, euch zur Besinnung zu bringen und zum wahren Weg zurückkehren zu lassen. (181, 6 - 8)

36 Ich bestrafe euch nicht; aber Ich bin Gerechtigkeit, und als solche lasse Ich sie jeden fühlen, der gegen meine Gebote verstößt. Denn der Ewige hat euch sein Gesetz bekannt gemacht, das niemand abändern kann.

37 Seht, wie der Mensch in einer schweren Prüfung klagt, wenn er in einen unermesslich tiefen Abgrund stürzt, wenn er sieht, wie seine Frau beim Verlust von geliebten Wesen weint, die Kinder ihres Unterhaltes beraubt werden, und die Heime in Elend und Trübsal versinken. Er ist bestürzt angesichts seines Unglücks, er verzweifelt; doch anstatt zu beten und seine Sünden zu bereuen, begehrt er gegen Mich auf und sagt: "Wie ist es möglich, dass Gott mich in dieser Weise züchtigt?", während der Göttliche Geist in Wahrheit gleichfalls Tränen vergießt wegen des Schmerzes seiner Kinder, und seine Tränen sind Blut der Liebe, der Vergebung und des Lebens.

38 Wahrlich, Ich sage euch: Aufgrund der Entwicklung, die die Menschheit erreicht hat, hängt die Verbesserung ihrer Situation in dieser Zeit nicht nur von meiner Barmherzigkeit ab. Sie ist Opfer ihrer selbst, doch nicht meiner Strafe. Denn mein Gesetz und mein Licht erstrahlen in jedem Gewissen.

39 Meine Gerechtigkeit kommt herab, um jedes Unkraut mit der Wurzel auszureißen, und selbst die Naturgewalten offenbaren sich als Vollstrecker dieser Gerechtigkeit. Dann scheint es, als ob sich alles vereint, um den Menschen auszurotten, obwohl es seiner Läuterung dienen soll. Aber manche werden daran irre und sagen: "Wenn wir so großen Schmerz zu ertragen haben – wozu kommen wir dann überhaupt auf diese Welt?", ohne zu bedenken, dass der Schmerz und die Sünde nicht von Mir stammen.

40 Der Mensch ist dafür verantwortlich, dass er in Unwissenheit darüber bleibt, was Gerechtigkeit und was Sühne ist. Daher kommt zunächst sein Aufbegehren und danach seine Blasphemie. Nur wer meine Unterweisung erforscht hat und mein Gesetz beachtet, ist nicht mehr fähig, seinen Vater zu beschuldigen. (242, 19 - 21)

 Aus einem anderen, ähnlichen Worte Christi geht hervor, dass mit diesem "Unkraut" nicht Menschen gemeint sind, sondern deren böse und lasterhafte Triebe und Neigungen.

Die Gerechtigkeit Gottes

41 Ihr seid wie Sträucher, die manchmal so dürre und kranke Zweige haben, dass sie eine schmerzhafte Beschneidung benötigen, um eure kranken Teile zu entfernen, damit ihr wieder gesunden könnt.

42 Wenn meine Liebesgerechtigkeit vom menschlichen Baume die kranken Äste entfernt, die sein Herz schädigen, richtet sie ihn auf.

43 Wenn einem Menschen ein Glied seines Körpers abgeschnitten werden soll, seufzt er, zittert er und wird feige, auch wenn er weiß, dass es geschieht, um das zu entfernen, was krank ist, was tot ist und bedroht, was noch leben kann.

44 Auch die Rosen, wenn sie beschnitten werden, vergießen ihren Lebenssaft wie Schmerzenstränen; aber danach bedecken sie sich mit den schönsten Blüten.

45 Meine Liebe beschneidet auf eine unendlich höhere Weise das Böse im Herzen meiner Kinder, wobei Ich Mich manchmal selbst opfere.

46 Als die Menschen Mich kreuzigten, bedeckte Ich meine Henker mit meiner Güte und meiner Vergebung und gab ihnen Leben. Mit meinen Worten und in meinem Schweigen erfüllte Ich sie mit Licht, verteidigte und rettete Ich sie. So beschneide Ich das Böse, wehre Ich ihm durch meine Liebe und verteidige und rette ich den Übeltäter. Jene Vergebungen waren, sind noch immer und werden ewiglich Quellen der Erlösung sein. (248, 5)

47 Ich kann kein Urteil über euch fällen, das schwerer ist als das Gewicht eurer Verfehlungen. Daher sage Ich euch, dass ihr von Mir nichts zu befürchten habt, sondern von euch selbst.

48 Ich allein kenne die Schwere, die Größe und die Bedeutung eurer Verfehlungen. Die Menschen lassen sich ständig vom äußeren Anschein beeindrucken, denn sie vermögen nicht in das Herz ihrer Nächsten einzudringen. Ich dagegen blicke in die Herzen und kann euch sagen, dass Menschen zu Mir gekommen sind, die sich schwerer Verfehlungen angeklagt haben und die voll Reue waren, weil sie Mich beleidigt haben, doch Ich habe sie für rein befunden. Im Gegensatz dazu sind andere gekommen und haben Mir gesagt, dass sie niemals jemandem etwas Böses getan haben, doch Ich wusste, dass sie lügen. Denn obwohl ihre Hände sich nicht mit dem Blut ihres Nächsten befleckt haben, ist das Blut ihrer Opfer, denen das Leben zu nehmen sie befohlen hatten, auf ihren Geist herabgeströmt. Es sind jene, die den Stein werfen und dabei die Hand verbergen. Wenn Ich in meiner Kundgabe die Worte "feige", "falsch" oder "Verräter" ausgesprochen habe, ist ihr ganzes Wesen erbebt, und oft haben sie sich aus meiner Lehrstunde entfernt, weil sie einen Blick auf sich fühlten, der sie gerichtet hat. (159, 42 - 43)

49 Wenn in der Göttlichen Gerechtigkeit nicht die größte Liebe des Vaters vorhanden sein würde, wenn seine Gerechtigkeit nicht diesen Ursprung hätte, würde diese Menschheit nicht mehr existieren, ihre Sünde und ihre unaufhörlichen Vergehen hätten die göttliche Geduld erschöpft; aber dies ist nicht geschehen. Die Menschheit lebt weiterhin, die Geistwesen inkarnieren immer noch, und auf Schritt und Tritt, in jedem menschlichen Werk bekundet sich meine Gerechtigkeit, welche Liebe und unendliche Barmherzigkeit ist. (258, 3)

50 Ergründet Mein Wort, damit ihr nicht, wie viele, an den Taten meiner göttlichen Gerechtigkeit irre werdet, wenn Ich jene, die nur eine leichte Verfehlung begehen, mit Macht heimsuche, und dagegen anscheinend denen vergebe, die ein schweres Vergehen begangen haben.

51 Der Meister sagt euch: Wenn Ich den, der dem Anschein nach nur eine leichte Verfehlung begangen hat, mit Macht heimsuche, so deshalb, weil Ich die Schwäche der Geistwesen kenne, und wenn diese vom Wege der Gesetzeserfüllung abweichen, kann es der erste Schritt sein, der sie ins Verderben führt. Doch wenn Ich anderen ein schweres Vergehen nachsehe, geschieht es, weil Ich weiß, dass eine große Verfehlung für den Geist Grund für eine gleichfalls große Reue ist.

52 Richtet nicht, verurteilt nicht, wünscht nicht einmal in Gedanken, dass meine Gerechtigkeit auf jene fällt, die unter den Völkern Blutvergießen verursachen. Denkt nur, dass sie wie ihr gleichfalls meine Kinder sind, meine Geschöpfe, und sie ihre großen Verbrechen mit großen Sühneleistungen werden büßen müssen. Wahrlich, Ich sage euch: gerade die, auf die ihr mit Fingern zeigt als jene, die den Frieden erbarmungslos zerstört haben und euch ins Chaos stürzen, werden in den kommenden Zeiten zu den großen Friedensstiftern werden, den großen Wohltätern der Menschheit.

53 Das Blut von Millionen Opfern schreit von der Erde aus nach meiner göttlichen Gerechtigkeit, doch über die menschliche Rechtsprechung hinweg wird es die meine sein, die jeden Geist, jedes Herz erreicht.

54 Die Rechtsprechung der Menschen vergibt nicht, erlöst nicht, liebt nicht. Die meine liebt, vergibt, erlöst, erweckt zu neuem Leben, erhebt und erleuchtet; und gerade jene, die für die Menschheit soviel Schmerz verursacht haben, werde Ich erlösen und retten, indem Ich sie durch ihre große Sühne gehen lasse, welche der Schmelztiegel sein wird, in dem sie geläutert und völlig wach werden für die Stimme ihres Gewissens, um bis auf den tiefsten Grund ihrer Werke schauen zu können. Ich werde sie den gleichen Weg zurücklegen lassen, den sie ihre Opfer, ihre Völker gehen ließen. Aber schließlich werden sie die geistige Reinheit erreichen, um zur Erde zurückkehren zu können, um alles Zerstörte wiederaufzubauen, um alles Zugrundegerichtete wiederherzustellen. (309, 16 -18)

55 Ihr sollt wissen, dass nicht erst, wenn der Tod zu euch kommt, euer Vater euch richtet, sondern dass dieses Gericht beginnt, sobald ihr euch eurer Werke bewusst werdet und ihr den Ruf eures Gewissens empfindet.

56 Mein Gericht ist immer über euch. Auf Schritt und Tritt, sei es im menschlichen Leben oder in eurem geistigen Leben, seid ihr meinem Gerichte unterworfen; aber hier auf der Welt, in der Körperhülle, wird der Geist unempfindlich und taub für die Rufe des Gewissens.

57 Ich richte euch, um euch zu helfen, eure Augen dem Lichte zu öffnen, um euch von Sünde zu befreien und vom Schmerz zu erlösen.

58 In meinem Urteil rechne Ich niemals die Beleidigungen an, die ihr Mir angetan haben könntet, denn bei meinem Gericht tritt niemals der Groll, die Rache, nicht einmal die Strafe in Erscheinung.

59 Wenn der Schmerz in euer Herz dringt und euch an der empfindlichsten Stelle trifft, so geschieht es, um euch auf irgendeinen Fehler hinzuweisen, den ihr begeht, um euch meine Unterweisung verstehen zu lassen und euch eine neue und weise Lehre zu erteilen. Auf dem Grunde jeder dieser Prüfungen ist immer meine Liebe gegenwärtig.

60 Bei einigen Gelegenheiten habe Ich euch erlaubt, dass ihr die Ursache einer Prüfung versteht, bei anderen könnt ihr den Sinn jener Warnung meiner Gerechtigkeit nicht finden, und zwar deshalb, weil es im Werke des Vaters und im Leben eures Geistes tiefe Geheimnisse gibt, die der menschliche Verstand nicht zu enträtseln vermag. (23, 13 - 17)

61 Fern ist die Zeit, in der euch gesagt wurde: "Mit der Elle, mit der ihr messt, werdet ihr gemessen werden." Wie oft wurde jenes Gesetz benutzt, um hier auf der Erde Rache zu nehmen und jedes Gefühl von Nächstenliebe  beiseite zu schieben!

62 Jetzt sage Ich euch, dass Ich diese Gerechtigkeitselle ergriffen habe und euch mit ihr messen werde, je nachdem wie ihr gemessen habt, obschon Ich erklärend hinzufügen muss, dass in jedem meiner Gerichte der Vater gegenwärtig sein wird, der euch sehr liebt, und der Erlöser, der zu eurer Rettung gekommen ist.

63 Der Mensch ist es, der mit seinen Werken sein Urteil fällt, furchtbare Urteile bisweilen, und euer Herr ist es, der euch Hilfe verschafft, damit ihr die Art und Weise findet, in der ihr eure Sühne ertragen könnt.

64 Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr eine allzu schmerzliche Sühne vermeiden wollt, so bereut rechtzeitig und gebt eurem Leben durch eine aufrichtige Erneuerung eine neue Richtung mit Werken der Liebe und Barmherzigkeit für eure Brüder.

65 Versteht, dass Ich das rettende Tor bin - das Tor, das für alle, die Mich mit wahrem Glauben suchen, niemals verschlossen sein wird. (23, 19 - 23)

66 Nun seht ihr, dass die göttliche Gerechtigkeit aus Liebe besteht, nicht aus Bestrafung wie die eure. Was würde aus euch, wenn Ich eure eigenen Gesetze anwenden würde, um euch zu richten – vor Mir, vor dem kein äußerer Anschein noch falsche Argumente gelten?

67 Wenn Ich euch gemäß eurer Schlechtigkeit richten und eure schrecklich harten Gesetze anwenden würde – was würde aus euch? Dann würdet ihr Mich zu Recht bitten, Gnade walten zu lassen.

68 Doch ihr braucht euch nicht zu fürchten, denn meine Liebe welkt niemals, noch ändert sie sich, noch vergeht sie. Ihr dagegen vergeht bestimmt, ihr sterbt und werdet wiederum geboren, ihr geht und kommt dann wieder, und so geht ihr euren Pilgerweg, bis der Tag kommt, an dem ihr euren Vater erkennt und euch seinem göttlichen Gesetze unterstellt. (17, 53)

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