8. Die neuen Gemeinden Christi, Jünger, Apostel und Gottgesandte

I. Die Wiederkunft Christi - Dritte Offenbarungszeit  
Kapitel 8 - Die neuen Gemeinden Christi, Jünger, Apostel und Gottgesandte
Licht und Schatten in den Offenbarungsgemeinden

1 Wenn Ich mein Wort in allen Nationen gegeben hätte, hätte die Mehrheit es abgelehnt, weil die Eitelkeit, der Materialismus und die falsche Größe der Menschen keine Lehre angenommen hätten, die von Vergeistigung, von Demut und Brüderlichkeit spricht. Die Welt ist noch nicht vorbereitet, um die Liebe zu begreifen, weshalb nicht alle für meine Gegenwart in dieser Form empfänglich gewesen wären.

2 So, wie Christus damals eine Felsenhöhle wählte, um als Mensch geboren zu werden, so entdeckte Ich heute diesen Erdenwinkel, der bereit war, Mich zu hören, und der Ähnlichkeit hat mit der Grotte und der Krippe, die in jener gesegneten Nacht den Gottessohn aufnahmen. (124, 13 - 14)

3 Das Beispiel dieses einfachen Volkes hier, das seinen Weg ohne Geistliche geht, die es leiten, und das Mir Verehrung darbringt ohne Zeremonien und Symbole, soll ein Aufruf sein, der jene erweckt, die noch in ihrer jahrhundertelangen Nacht schlafen, und soll ein Ansporn zur Erneuerung und Läuterung vieler meiner Kinder sein. (94, 39)

4 Unter dem Schatten meiner Lehre werden keine Throne errichtet werden, von denen herab verherrlichte Menschen die Geister ihrer Mitmenschen beherrschen können. Niemand wird gekrönt noch mit einem Purpurmantel bedeckt werden in dem Bestreben, den Platz des Herrn einzunehmen, noch werden Beichtväter auftreten, die richten, vergeben, verdammen oder über die Taten der Menschen Urteile fällen. Ich allein bin in der Lage, einen Geist von einem gerechten und vollkommenen Richterstuhl aus zu beurteilen.

5 Ich kann Menschen senden, die berichtigen, lehren und führen, doch werde Ich niemanden senden, zu richten und zu bestrafen. Ich habe Menschen gesandt, welche Hirten der Menschen gewesen sind, jedoch keine Herren oder Väter. Der einzige Vater dem Geiste nach bin Ich. (243, 13 - 14)

6 Ich werde in dieser Zeit ein Volk heranbilden, das mein Gesetz wirklich befolgt, das die Wahrheit liebt und die tätige Nächstenliebe. Dies Volk wird wie ein Spiegel sein, in welchem die anderen die Fehler, die sie begangen haben, sich widerspiegeln sehen können. Es soll niemandes Richter sein, aber seine Tugenden, Werke und seine geistige Pflichterfüllung sollen den Geist all derer berühren, die seinen Weg kreuzen, und sie sollen allen ihre Fehler aufzeigen, die gegen mein Gesetz verstoßen.

7 Wenn dies Volk einmal stark und zahlreich ist, wird es die Aufmerksamkeit seiner Nächsten auf sich ziehen, denn die Reinheit seiner Werke und die Aufrichtigkeit seiner Gottesverehrung werden die Menschen in Staunen versetzen. Dann werden sich die Menschen fragen: "Wer sind jene, die ohne Tempel zu haben auf solche Weise zu beten verstehen? Wer hat diese Menschenscharen gelehrt, ihren Gott betend zu verehren, ohne dass sie das Bedürfnis fühlen, für ihren Gottesdienst Altäre zu errichten? Woher sind diese Wanderprediger und Missionare gekommen, die gleich den Vögeln weder säen noch ernten noch spinnen und dennoch weiter existieren?"

8 Dann werde Ich ihnen sagen: Dies arme und demütige Volk, das jedoch voll Eifer nach meinem Gesetze lebt und stark ist gegenüber den Leidenschaften der Welt, ist nicht von irgendeinem Menschen herangebildet worden. Diese Scharen, die ihre Freude daran haben, Gutes zu tun, die durch Inspiration erleuchtet sind und die den Herzen die Botschaft des Friedens und einen Tropfen Heilbalsam bringen, sind nicht von Lehrern oder Geistlichen irgendeiner Kultgemeinde der Erde unterwiesen worden. Denn wahrlich, Ich sage euch, in dieser Zeit gibt es auf eurer Welt keinen einzigen Menschen, der die Verehrung Gottes in wahrer Geistigkeit zu lehren vermöchte. Es ist nicht im Glanz von Riten oder Zeremonien, noch im Reichtum oder in der irdischen Macht, worin die Wahrheit ihre Wurzeln hat, welche, da sie demütig ist, die reinen, edlen, aufrichtigen, wahrheitsliebenden Herzen als ihren Tempel sucht. Wo sind jene Herzen? (154, 12 – 14)

9 Ich habe viele meiner Kinder gerufen, um ihnen unterschiedliche Aufträge, verschiedene Aufgaben innerhalb dieses Werkes zu geben, und Ich habe sie euch gemäß eurem Fortschritt und euren Begabungen gegeben. Aus allen zusammen habe ich mein Volk gebildet, meine neue Apostelschar.

10 Einigen habe Ich das Amt von Leitern anvertraut, und damit ihre Aufgabe nicht schwer und mühselig ist, habe Ich das Volk in Gemeinden aufgeteilt.

11 Anderen habe Ich die Gabe eines Stimmträgers anvertraut, damit sie meine zu Menschenwort gewordene Inspiration diesen Scharen übermitteln, die zusammenkommen, um dies Wunder zu empfangen.

12 Einigen habe Ich das Privileg der Hellsichtigkeit gegeben, um sie zu Propheten zu machen und durch ihre Vermittlung das anzukündigen, was kommen wird.

13 Die Aufgabe von "Säulen" haben jene erhalten, die das Volk auf seiner Pilgerschaft unterstützen sollen und den Gemeindeleitern eine Hilfe sind, die die Last des Kreuzes mit den Hörerscharen tragen hilft.

14 Andere sind mit der Gabe der Mittlerschaft begnadet worden, und diese sind als Werkzeuge der Geistigen Welt geschult worden, um deren Botschaften, die Erläuterung meines Werkes zu übermitteln, und auch als Besitzer des Heilbalsams, des Trostes für die Kranken, damit sie mittels ihrer heilsamen geistigen Ausstrahlungen den Notleidenden gemeinsam Barmherzigkeit zuteil werden lassen.

15 "Goldfeder" habe Ich den genannt, er in das Buch, das Ich euch hinterlassen werde, meine Offenbarungen, Unterweisungen und Prophetien dieser Zeit schreibt.

16 Das Amt eines "Fundamentsteines" habe Ich jenen verliehen, die Beispiel von Festigkeit, Stabilität und Stärke unter dem Volke sein sollen. Deren Wort, Rat und Vorbild unter dem Volke soll unwandelbar sein, wie es der Fels ist.

17 Doch nun, da dieser Zeitabschnitt meiner Kundgabe seinem Ende zugeht, richte Ich alle Ämter, und an all jene, die erwählt werden, um so große Aufgaben zu erhalten, lasse Ich einen Ruf ergehen, damit sie sich eingehend erforschen und das Ergebnis ihrer Werke erkennen. In dieser Stunde der Besinnung stehe Ich allen bei. (335, 27 – 28)

18 Wie zu allen Zeiten, gab es viele Berufene und wenige Auserwählte, denn Ich erwähle nur jene, die rechtzeitig bereit sind, ihre Aufgabe zu erfüllen; und den übrigen gebe Ich ein Licht, damit sie die Zeit zu erwarten verstehen, in der sie gleichfalls auserwählt werden.

19 Wie viele, die nur berufen worden sind, ohne dass es schon Zeit gewesen wäre, sie für einen Auftrag zu erwählen, haben sich unter meine Jünger und Werkleute gereiht, ohne dass ihr Geist die unbedingt notwendige Entwicklung hatte, um die Last dieses Kreuzes zu tragen, noch ihr Verstand das nötige Licht, um meine Inspiration aufzunehmen! Was haben viele von ihnen getan, nachdem sie sich in den Reihen der Auserwählten befanden?: Entweihen, die Atmosphäre vergiften, die andern mit ihren schlechten Neigungen anstecken, lügen, Zwietracht säen, mit meinem Namen und mit den Geistesgaben wuchern, die Ich in meine Jünger gelegt habe.

20 Niemand versuche zu entdecken, welche es sind, denn ihr könntet es nicht. Nur mein durchdringender Richterblick verliert sie nicht aus den Augen, und Ich lasse mein Wort in ihr Gewissen gelangen, das ihnen sagt: Wachet und betet, damit ihr rechtzeitig eure Verfehlungen bereuen könnt; denn wenn ihr dies tut, verspreche Ich euch,dass Ich euch geistigerweise schnell an meinen Tisch setzen und ein Fest der Versöhnung und Vergebung feiern werde. (306, 53 - 55)

21 Dies ist die Wahrheit: Nicht alle lieben einander in meinem Werke, auch wenn sie zu ihm gehören, noch haben es alle begriffen. Deshalb kann Ich euch sagen, dass die einen zu meinem Werke gehören, und die andern das ihre tun.

22 Die Mir aus Liebe nachfolgen, lieben mein Wort, weil sie wissen, dass es sie korrigiert, ohne sie zu verletzen, und ihnen ihre Fehler aufzeigt, ohne sie bloßzustellen. Dies veranlasst sie, bei der Vervollkommnung ihrer Handlungen beharrlich zu bleiben.

23 Jene, die statt dem Streben nach dieser Vervollkommnung nur Lob, Überlegenheitsgefühl, Schmeichelei oder ihren Lebensunterhalt suchen, anstatt die Vervollkommnung des Geistes zu erstreben, ertragen mein Wort nicht, wenn es ihnen ihre Fehler vor Augen führt. Dann müssen sie ein Werk schaffen, das anders als das Meine ist, wo sie frei sind, um ihren Willen zu tun. Sie haben noch nicht begriffen, dass das einzige, was die Zuhörer während der Zeit meiner Kundgebungen zu tun haben, darin besteht, dass sie Mir mit größter Erhebung zuhören, um hernach meine Botschaft auslegen zu können. (140, 72 -74)

24 Ich habe gesagt, dass die Zeit der Verwirrung, des Ungehorsams kommen wird, in welcher der "Arbeiter" sich erheben und behaupten wird, dass meine Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen nicht zu Ende gehen wird. Doch der Zeitpunkt wird kommen, an dem mein Wort in Erfüllung geht, auch wenn der Mensch sich meinem Willen widersetzen möchte.

25 Wie viele Irrtümer auf dem Wege haben viele von jenen begangen, denen Ich einen Auftrag und eine Gnade anvertraut habe. Wie viel Unverständnis sehe Ich, das sich nach dem Jahre 1950 bei meinen Kindern breit macht.

26 Durch die Verständnislosigkeit und die Torheit hält der Mensch meine helfende Liebe und die Vollmacht und die Gnade zurück, und steht abseits des wahren Weges des Gesetzes, der Harmonie und der Wahrheit.

27 Ein weiteres Mal wird Israel sich von Stamm zu Stamm entzweien, es wird sich wiederum entzweien und das reine und lautere Gesetz, das Ich in seine Hände übergab, mit Füßen treten wollen; noch einmal wird Israel die früheren Wege aufsuchen und in Abgötterei und Fanatismus fallen. Es wird sich den Sekten zuwenden und in Verwirrung, in Finsternis geraten und sich an wohltönenden und falschen Worten ergötzen, die ihm der Mensch anbieten wird.

28 Wenn die Kirchen- und Sektenleute sehen, dass Israel sich spaltet, dass Israel sich gegenseitig verleugnet und schwach ist, werden sie nach Gründen suchen, um das Juwel von unschätzbarem Wert an sich zu reißen, um die Lade des Neuen Bundes an sich zu bringen und morgen zu sagen, dass sie die wahren Gottgesandten unter der Menschheit und die Repräsentanten meiner Göttlichkeit sind. (363, 47 – 49,51 , 57)

An die Hörer gerichtete Mahnworte bezüglich des Geistwerkes

29 Ich will, dass ihr nach Beendigung meiner Kundgabe eine klar umrissene Vorstellung von dem habt, was diese Lehre ist, damit ihr sie in rechter Weise befolgt; denn bis heute sind unter den Scharen, die mein Wort gehört haben, noch nicht die wahren Spiritualisten erschienen. Bis jetzt ist es nicht Spiritualismus gewesen, was ihr praktiziert habt, sondern nur eure Vorstellungsweise von dem, was mein Werk ist, was jedoch weit von der echten Spiritualität entfernt ist.

30 Ihr müsst stark sein, um euch einzugestehen, dass ihr euch verirrt habt; müsst euch aufraffen, um eure Gewohnheiten zu verbessern, und mit Eifer danach streben, dass unter euch die Wahrheit und die Reinheit dieser Lehre erstrahlt.

31 Fürchtet euch nicht, den äußerlichen Teil eurer Anbetungsformen und eures Kultus zu verändern, solange ihr nicht die Essenz meiner Unterweisungen verfälscht. (252, 28 - 30)

32 Nutzt die Zeit, die ihr noch habt,

um meine Unterweisung zu hören, damit sie euch mit Licht und mit Gnade erfüllt, damit ihr den festen Schritt auf die Spiritualität zu tut - einen Schritt, den ihr nicht getan habt, weil ihr in einem Kultus voller Materialismus und Irrtümer weitergemacht habt.

33 Bis heute hat euch der Glaube gefehlt, um eure Figuren, Riten und Sinnbilder abzuschaffen und Mich spirituell im Unendlichen zu suchen. Euch hat der Mut dazu gefehlt, Spiritualisten zu sein, und ihr habt euch eine Art von Schein - Spiritualität ausgedacht, hinter der ihr eure materialistische Gesinnung und eure Fehler verbergt.

34 Ich will euch nicht heuchlerisch, sondern aufrichtig und wahrheitsliebend haben. Deshalb spreche Ich mit größter Klarheit zu euch, damit ihr euer Leben gründlich säubert und der Welt die Wahrheit dieses Werkes zeigt. Ihr nennt euch Spiritualisten? Dann seid es wirklich. Sprecht nicht von meiner Lehre, solange ihr ganz und gar das Gegenteil davon tut, denn ihr werdet die Menschen mit euren Werken dann nur verwirren.

35 Habt vor allem die Erkenntnis dessen, was mein Werk ist - dessen, was mein Gesetz bedeutet, was eure Aufgabe ist, und wie ihr sie durchführen müsst, damit - wenn ihr auf eurem Wege keinen Führer habt, der würdig ist, eure Schritte zu lenken - ihr euch durch das Gewissen und durch die Erkenntnis leitet, die ihr in meiner Lehre gewonnen habt. So werdet ihr niemanden für irgendeinen Fehltritt oder Irrtum verantwortlich machen können. (271, 27 - 30)

36 Vom Beginn meiner Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen an war es mein Wille, dass ihr eure Geistesgaben praktisch anwenden und mit eurer geistigen Mission beginnen solltet, damit ihr, wenn der Tag meines Abschieds gekommen ist, einen Teil des Weges bereits zurückgelegt hättet und ihr euch nicht zu schwach fühlen würdet, um mit der Erfüllung eines so schwierigen Auftrags zu beginnen.

37 Einige haben den Göttlichen Gedanken zu deuten verstanden und haben sich bemüht, ihn zu verwirklichen. Aber es gibt auch solche - und diese sind in der Mehrzahl - die den Sinn dieses Werkes falsch aufgefasst haben.

38 Dies sind die Irrtümer, die Ich bei diesem Volk hier beanstande, weil Ich nicht will, dass die Menschheit sich über diejenigen lustig macht, die so lange Zeit hindurch belehrt worden sind. (267, 65 - 67)

39 Während die einen nur der Sinngehalt meines Wortes interessierte und sie immer nach dem Fortschritt und der Entwicklung ihres Geistes verlangten, hatten die anderen mehr am äußerlichen Kult Gefallen. Desgleichen – während die ersteren sich freuten, wenn sie Unterweisungen über Spiritualität erhielten, störte es die andern, dass ihre Fehler erwähnt wurden.

40 Ich allein weiß, welche sich vor Mir werden verantworten müssen wegen all dem, was durch meine Stimmträger hätte bekannt sein müssen und was zurückbehalten wurde.(270, 8 – 9)

41 Denkt nach, und ihr werdet einsehen, dass die Eintracht, die ihr benötigt, geistig ist, und ihr sie erreichen werdet, wenn ihr euch über eure Leidenschaften und Rechthabereien erhebt.

42 Wie könnt ihr Frieden schaffen, wenn jeder das Seine als einzig Wahres verkündet und gleichzeitig das der andern als falsch bekämpft?

43 Der Fanatismus ist Finsternis, ist Blindheit, ist Unwissenheit, und seine Früchte können niemals lichtvoll sein. (289, 8 - 10)

44 Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr euch nicht zusammenschließt, wie es mein Wille ist, wird die Menschheit euch zerstreuen, und sie wird euch aus ihrer Mitte verjagen, wenn sie sieht, dass euer Leben von dem abweicht, was ihr predigt.

45 Was wird geschehen, wenn die Menschen entdecken, dass in jeder Gemeinde eine andere Andachtsform und eine unterschiedliche Art der Ausübung meiner Lehre besteht?

46 Ich vertraue euch die drei letzten Jahre meiner Kundgebung an, damit ihr für die Einigung dieses Volkes arbeitet - ein Zusammenschluss, der das Geistige wie das Äußere umfasst, damit euer Wirken, erfüllt von Harmonie und Einmütigkeit, der größte Beweis dafür ist, dass euch alle, in den verschiedenen Versammlungsstätten und in verschiedenen Landesteilen, ein einziger Meister lehrte: GOTT. (252, 69 - 71)

Wahre Jüngerschaft, neue Apostel

47 Versucht nicht, dies Werk zu begrenzen, welches universell und unendlich ist, noch eurer geistigen Entfaltung Grenzen zu setzen, denn je mehr ihr euch in den Weg der guten Werke und des Studiums vertieft, desto größere Offenbarungen werdet ihr empfangen. Ihr werdet das Göttliche Werk aus dem Unscheinbarsten empor dringen sehen, werdet es in allem Geschaffenen manifestiert sehen, werdet es in eurem Wesen pochen fühlen.

48 Dies ist die Schlichtheit, mit der Ich den spiritualistischen Jünger lehre, damit auch er einfach sei wie sein Meister. Der Jünger soll durch die Wahrheit seiner Worte und die Kraft seiner Werke überzeugen und bekehren, ohne jemanden durch geheimnisvolle Kräfte oder außergewöhnliche Fähigkeiten beeindrucken zu wollen.

49 Der wahre Jünger wird durch seine Schlichtheit groß sein. Er wird seinen Meister verstehen und wird sich gleichzeitig seinen Mitmenschen verständlich machen. (297, 15 - 17)

50 Ein Jünger Jesu ist jener, der durch das Wort bezwingt, der überzeugt und tröstet, der erhebt und erweckt, der aus dem Bezwungenen einen Überwinder seiner selbst und der Widerwärtigkeiten macht.

51 Ein Apostel Christi kann keinen Egoismus in seinem Herzen tragen, indem er nur an seine eigenen Leiden oder Sorgen denkt. Er sorgt sich nicht um das Seine und denkt an die andern, mit dem absoluten Vertrauen, dass er nichts vernachlässigt hat, weil der Vater unverzüglich jenem beisteht, der das Seine zurückgelassen hat, um sich einem Kinde des Herrn zu widmen, das geistigen Beistand benötigt. Und jener, der sich selbst vergaß, um einem Nächsten ein Lächeln der Hoffnung, einen Trost für seine Traurigkeit, einen Tropfen Balsam für seinen Schmerz zu bringen, findet sein Heim bei seiner Rückkehr von einem Licht erhellt, welches Segen, Freude und Frieden ist. (293, 32 - 33)

52 An meinem Tische in dieser Zeit wird sowohl der Mann, als auch die Frau Apostel sein; an diesen Tisch werde Ich euren Geist setzen.

53 Die Frauen sind es gewesen, die in dieser Zeit das spiritualistische Banner hochgehalten haben, sie haben auf dem Wege die Spur des Apostels hinterlassen, der mit Eifer das Gesetz des Herrn beachtet.

54 In meiner neuen Apostelschar wird die Frau neben dem Manne stehen, und es wird keine bestimmten Lebensalter geben, um Mir zu dienen: sowohl der Erwachsene, als auch das Kind oder der Greis werden es tun, das junge Mädchen wie die Mutter. Denn Ich sage euch ein weiteres Mal, dass es euer Geist ist, den Ich suche, und dass er schon seit langem seine Kindheit hinter sich gelassen hat. (69, 16 u. – 17o.)

55 Wenn Ich euch in der "Zweiten Zeit" sagte, dass mein Reich nicht von dieser Welt ist, so sage Ich euch heute, dass sich hier auch nicht das eure befindet, weil diese Welt, wie ihr bereits wisst, für den Menschen nur ein Übergang ist.

56 Ich lehre euch das wahre Leben, das niemals auf Materialismus gegründet gewesen ist. Deshalb werden sich die Mächtigen der Erde erneut gegen meine Lehre erheben. Ich komme zu euch mit meiner ewigen Lehre, mit meiner für immer gültigen Unterweisung, welche aus Liebe, Weisheit und Gerechtigkeit besteht. Dennoch wird sie nicht sofort verstanden werden, die Menschheit wird mich wiederum verurteilen, wird Mich noch einmal ans Kreuz schlagen. Doch Ich weiß, dass meine Lehre durch all dies hindurchgehen muss, um anerkannt und geliebt zu werden. Ich weiß, dass meine schärfsten Verfolger hernach meine treuesten und entsagungsbereitesten Sämänner sein werden, denn Ich werde ihnen sehr große Beweise meiner Wahrheit geben.

57 Jener Nikodemus der "Zweiten Zeit", ein Fürst unter den Priestern, der Jesus aufsuchte um mit ihm über weise und tiefgründige Lehrinhalte zu sprechen, wird in dieser Zeit erneut erscheinen, um mein Werk gewissenhaft zu erforschen und sich zu ihm zu bekehren.

58 Jener Saulus, genannt Paulus, welcher – nachdem er Mich mit Ingrimm verfolgt hatte - zu einem meiner größten Apostel wurde, wird erneut auf meinem Wege erscheinen, und allerorten werden sich meine neuen Jünger zeigen- die einen inbrünstig, andere sich selbst verleugnend. Die gegenwärtige Stunde ist von großer Tragweite, die Zeit, von der Ich zu euch spreche, kommt euch immer näher. (173, 45 – 48)

59 Die Menschen bedürfen derer, die in den Prüfungen standhaft zu bleiben vermögen, derer, die mit den großen Kämpfen der Welt und des Geistes vertraut sind. Sie sind es, die der Menschheit die Richtung weisen und sie führen können, denn in ihren Herzen wird nicht das Verlangen sein, irgendjemanden zu unterdrücken oder zu beherrschen. Sie können der Selbstsucht keine Herberge gewähren, weil sie in ihren Augenblicken der Erhebung die Barmherzigkeit des Herrn empfunden haben, der sie mit Liebe überschüttet, damit sie von dieser Barmherzigkeit an ihre Brüder weitergeben. (54, 53)

Die Gottgesandten in aller Welt und zu allen Zeiten

60 Die Völker der Erde haben niemals des Geistigen Lichtes ermangelt. Wahrlich, Ich sage euch, nicht nur dies Volk hier hat Propheten und Sendboten gehabt, sondern allen habe Ich Boten gesandt, um sie zu erwecken.

61 Aufgrund des Lichtes und der Wahrheit ihrer Lehren sowie der Ähnlichkeit mit dem, was Ich euch offenbart habe, könnt ihr ihre Worte beurteilen.

62 Die einen lebten vor dem Kommen des Messias, die andern wirkten nach meinem Dasein als Mensch, aber alle haben den Menschen eine geistige Botschaft gebracht.

63 Jene Lehren haben - ebenso wie die meine - Entstellungen erfahren; denn wenn man nicht ihren Sinngehalt verändert hat, hat man sie verstümmelt, oder sie wurden den nach Wahrheit hungernden Menschen verheimlicht.

64 Eine einzige Wahrheit und eine einzige Moral ist es, die den Menschen durch Sendboten, Propheten und Diener offenbart wurde. Warum haben die Völker dann unterschiedliche Vorstellungen von der Wahrheit, der Moral und dem Leben?

65 Diese Wahrheit, die zu allen Zeiten von der Menschheit verfälscht wurde, wird wiederhergestellt werden, und ihr Licht wird mit solcher Macht erstrahlen, dass es für die Menschen den Anschein haben wird, als ob es etwas Neues wäre, obwohl es das gleiche Licht ist, das immerdar den Entwicklungsweg der Kinder meiner Göttlichkeit erhellt hat.

66 Viele sind derer, die starben, weil sie die Wahrheit gesagt haben; viele auch derer, die Folterungen unterworfen wurden, weil sie die Stimme, die in ihnen sprach, nicht zum Schweigen bringen wollten.

67 Denkt nicht, dass der Himmel nur jene gesandt hat, die zu euch vom Geiste, von Liebe, von Moral gesprochen haben - nein, er hat auch jene gesandt, die euch gute Früchte der Wissenschaft beschert haben, jene Kenntnisse, welche Licht in das Leben der Menschen bringen, welche ihre Lasten erleichtern und ihre Nöte lindern. Sie alle sind meine Gesandten gewesen.

68 Es gibt auch andere, die zwar keine Lehren geistiger Moral oder wissenschaftliche Entdeckungen bringen, die jedoch die Botschaft mitbringen, welche lehrt, die Schönheiten der Schöpfung zu fühlen und zu bewundern. Es sind Botschafter von Mir, die die Aufgabe haben, den Herzen der Betrübten Freude und Balsam zu bringen.

69 Sie alle haben einen bitteren Kelch getrunken, als sie das Unverständnis einer für die Wahrheit blinden Welt gewahr wurden, einer für das Schöne und das Gute gefühllosen Menschheit. Und dennoch - wenn Ich euch gesagt habe, dass in dieser Epoche alles wiederhergestellt werden wird - wenn Ich euch angekündigt habe, dass alles auf die rechte Bahn zurückkehren wird, und all meinen Lehren ihr ursprünglicher Sinngehalt zurückgegeben werden wird, so könnt ihr glauben, dass für diese Welt eine Zeit geistigen Glanzes nahe ist, obschon ihr nicht vergessen dürft, dass - bevor dies eintritt - alles gerichtet und geläutert werden wird. (121, 9 - 16)

70 Immer, wenn eine Gottesoffenbarung im Begriffe ist, die Menschen zu erleuchten, habe Ich ihnen Wegbereiter oder Propheten gesandt, um sie vorzubereiten, damit jenes Licht von ihnen erkannt werden kann. Doch glaubt nicht, dass nur jene meine Boten sind, die Botschaften für den Geist bringen. Nein, Jünger, ein jeder, der unter den Menschen das Gute sät in irgendeiner seiner Formen, ist ein Bote von Mir.

71 Diese Sendboten könnt ihr auf allen Wegen eures Lebens antreffen, sowohl in den Religionsgemeinschaften, als auch in den Wissenschaften – unter den Menschen, die regieren, oder bei denen, die gute Lehren erteilen.

72 Ein guter Diener von mir weicht niemals von dem Pfade ab, den er zurückzulegen hat; er stirbt lieber unterwegs, als dass er zurückweicht. Sein Vorbild ist ein Same des Lichtes im Leben seiner Nächsten, und seine Werke sind Beispiele für die andern. Ach, wenn die Menschheit doch die Botschaften verstehen könnte, die Ich ihr durch sie zusende! Doch es ist nicht so, weil es viele Menschen gibt, die heikle Missionen auf der Welt haben, die jedoch ihre Blicke von jenen großen Vorbildern abirren lassen, um einen Weg einzuschlagen, der ihnen besser gefällt. (105, 13 – 15)

73 Doch was hast du mit jenen Menschen gemacht, Menschheit, die Ich zu dir gesandt habe, damit sie dich an meinen Weg erinnern, den Weg des Glaubens, welcher jener der Weisheit, der Liebe und des Friedens ist?

74 Ihr wolltet nichts von ihren Aufgaben wissen und habt sie mit dem heuchlerischen Glauben bekämpft, den ihr aufgrund eurer Theorien und Konfessionen habt.

75 Eure Augen wollten das Licht nicht schauen, das euch jeder meiner Gesandten als Liebesbotschaft brachte, ob ihr sie nun Propheten, Seher, Erleuchtete, Ärzte, Philosophen, Wissenschaftler oder Seelsorger nennt.

76 Jene Menschen hatten Charisma, doch ihr wolltet ihr Licht nicht erkennen. Sie sind euch vorangegangen, doch ihr wolltet ihren Schritten nicht folgen.

77 Sie hinterließen euch das Beispiel eines Lebensweges voller Opfer, Schmerz und Wohltätigkeit, doch ihr hattet Angst davor, ihnen nachzueifern, weil euch nicht bewusst war, dass der Schmerz derer, die Mir nachfolgen, Freude für den Geist ist, ein Weg voller Blumen und ein Horizont voller Verheißungen.

78 Sie kamen nicht, um den Duft der Blumen auf Erden einzuatmen, noch sich an den flüchtigen Vergnügungen der Welt zu berauschen, denn das Verlangen ihres Geistes war nicht mehr auf das Unreine gerichtet, sondern auf das Hohe.

79 Sie litten, aber sie suchten nicht, getröstet zu werden, weil sie wussten, dass sie gekommen waren, um selbst zu trösten. Sie erwarteten nichts von der Welt, weil sie nach dem Lebenskampf die Freude erwarteten, die Auferstehung der Geistwesen zum Glauben und zum Leben mitzuerleben - all jener, die der Wahrheit abgeschworen hatten.

80 Wer sind jene Menschen, von denen Ich zu euch spreche? Ich sage euch, es handelt sich dabei um all jene, die euch Botschaften des Lichtes, der Liebe, der Hoffnung, der Gesundheit, des Glaubens, des Heils gebracht haben. Der Name, den sie hatten, ist nicht wichtig, noch der Lebensweg, auf den ihr sie habt in Erscheinung treten sehen, noch der Titel, den sie auf Erden getragen haben. (263, 18- 24)

81 Ich muss euch ein weiteres Mal sagen, dass dies Volk, das sich um meine Kundgaben bildet, kein Volk ist, das der Vater in seiner Liebe über die anderen Völker der Erde stellt. Der Herr hat nur deshalb seinen Blick auf es gerichtet, weil er es aus Geistwesen gebildet hat, die schon immer auf der Welt gewesen sind, wenn eine neue Göttliche Offenbarung hernieder gekommen ist. Es sind geistige Kinder jenes Volkes Israel, dem Volk von Propheten, Sendboten, Sehern und Patriarchen.

82 Wer könnte Mich besser als sie in dieser Zeit empfangen, die neue Form meiner Offenbarung begreifen und die Erfüllung meiner Verheißungen bezeugen? (159, 51 – 52)

83 Ich bin in den Schoß des Volkes Israel herabgekommen, das in seiner Mehrzahl in dieser Nation zuhause ist. Die übrigen sind in alle Nationen verstreut, von Mir gesandt, und ihnen habe Ich Mich geistig kundgetan. Dies sind meine Auserwählten, die Mir treu geblieben sind. Ihr Herz hat sich nicht angesteckt, und ihr Geist kann meine Inspirationen aufnehmen. Durch ihre Vermittlung gebe Ich der Welt derzeit einen großen Schatz an Weisheit. (269,2 u.)

 gemeint ist Mexiko.

84 Geliebte Kinder, die ihr in geringer Zahl herbeigekommen seid, wahrlich, Ich sage euch: mein durchdringender Blick entdeckt überall meine Erwählten, die in ihrem Geiste fühlen, dass nun die Zeit meiner Gegenwart ist. Sie haben mein Wort nicht wie ihr gehört; doch in ihrem Geiste vernehmen sie eine Stimme, die ihnen sagt, dass Ich erneut unter der Menschheit bin, dass Ich geistig "auf der Wolke" gekommen bin. Den einen werde Ich gewähren, Mich mit den Augen des Geistes zu schauen, anderen mittels des Ahnungsvermögens, den übrigen mache Ich meine Liebe stark fühlbar, damit sie die Gegenwart meines Geistes spüren. (346, 13)

85 Bald werden sich die Intuitiven, die Inspirierten, die geistig Empfindsamen erheben und in den Nationen das bezeugen, was sie mit dem Geiste sehen, was sie empfinden, was sie vernehmen und empfangen. Ich sage euch nochmals, dass mein Volk sich nicht auf die beschränkt, die Mich durch diese Stimmträger vernommen haben, sondern dass Ich meine Diener zu verschiedenen Punkten der Erde gesandt habe, um die Wege zu bereiten und die Felder zu bereinigen, zu denen später die Sämänner kommen müssen.

86 Ich stärke sie und segne sie, denn ihr Tagewerk ist leidvoll, ihr Pfad mit Dornen gespickt. Spott, Hohn, Verleumdung und Niedertracht folgen ihnen überallhin. Aber sie – ahnungsvoll und inspiriert - wissen, dass sie von Mir gesandt worden sind, und sind willens, in Erfüllung ihrer Mission bis ans Ende des Weges zu gelangen. (284,50 - 51)

87 Ich lade euch ein, mein Reich zu betreten. Ich rufe alle Völker der Erde ohne irgendeine Bevorzugung; doch Ich weiß, dass nicht alle auf Mich hören werden.

88 Die Menschheit hat ihre Lampe ausgelöscht und wandelt im Dunkeln. Doch dort, wo sich Irrtum bemerkbar macht, wird ein Erleuchteter von Mir auftreten, der in seiner Umgebung Licht verbreitet - ein geistiger Wächter, der wacht und auf mein Zeichen wartet, um den Alarmruf erschallen zu lassen, der erweckt und erschüttert.

89 Lasst die Liebe jener Sendboten in euren Herzen fruchttragender Same sein. Lehnt sie nicht ab, wenn sie sich vor euch in äußerlicher Armut zeigen. Hört auf sie, denn sie kommen in meinem Namen, um euch eine Fähigkeit zu vermitteln, die ihr derzeit nicht kennt. Sie werden euch das vollkommene Gebet lehren, werden euch von den Banden des Materialismus befreien, mit denen ihr gefesselt seid, werden euch helfen, die geistige Freiheit zu erlangen, die euch zu Mir erhebt. (281,33)

90 Falls irgendwer auftreten und behaupten sollte, dass er der erneut Mensch gewordene Christus sei, so glaubt ihm nicht. Denn als Ich euch ankündigte, dass Ich wiederkommen würde, ließ Ich euch wissen, dass es im Geiste sein würde. Falls euch jemand sagen sollte: ich bin der Gesandte Gottes - misstraut ihm, denn die wahren Boten prahlen nicht und posaunen die ihnen anvertraute Mission nicht aus. Sie weisen sich nur durch ihre Werke aus. Es ist Sache der Menschen, zu sagen, ob jener ein Bote des Herrn ist. Erinnert ihr euch daran, dass Ich euch sagte, dass der Baum an seinen Früchten erkannt würde?

91 Ich verbiete euch nicht, die "Früchte der Bäume" zu probieren, aber ihr müsst zugerüstet sein, damit ihr die gute Frucht von der schlechten zu unterscheiden vermögt.

92 Jene, die die Wahrheit lieben, werde Ich als Leuchter aufstellen, damit sie den Pfad ihrer Mitmenschen erhellen. (131, 5 - 7).

93 Die Zeiten, in denen ihr auf der Welt einen geistigen Führer nötig hattet, sind vorüber. Von nun an wird jeder, der diesem Pfade folgt, keinen anderen Weg als den meines Gesetzes haben, noch einen anderen Führer als den seines eigenen Gewissens.

94 Dennoch wird es immer Männer und Frauen von großem Lichte und großer geistiger Kraft geben, die durch ihr Vorbild und ihre Inspiration den Menschenscharen beistehen.

95 Wenn es anders wäre, hätte Ich euch bereits Geister wie Mose oder wie Elia zur Erde gesandt, damit sie euch den Weg vorzeichnen und euch immerzu an das Gesetz erinnern würden. Sie stehen euch auch bei, behüten und begleiten euch, aber nicht mehr in menschlicher Gestalt, sondern vom Geistigen aus.

96 Wer sieht sie?: Niemand. Aber wenn ihr euch zurüstet, werdet ihr über euch die Gegenwart großer Geister fühlen, die immer mit der Menschheit in Verbindung standen und große Missionen in ihr zu erfüllen hatten. (255,40–41)

Das DritteTestament

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BdWL - Band I - Unterweisung 8


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters - Band I - Unterweisungen 1 - 28 
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Unterweisung 8:

1 Das Licht Meines Heiligen Geistes kommt auf euch herab; doch warum stellt ihr Mich in der Gestalt einer Taube dar? Jene Bilder und Symbole dürfen von Meinen neuen Jüngern nicht mehr verehrt werden.
2 Verstehe Meine Lehre, Volk: In jener Zweiten Zeit manifestierte sich Mein Heiliger Geist bei der Taufe Jesu in Gestalt einer Taube, weil dieser Vogel in seinem Fluge Ähnlichkeit hat mit dem Wehen des Geistes, sein Weiß spricht von Reinheit, und in seinem sanften und milden Blick liegt ein Abglanz von Unschuld. — Wie konnte man jenen ungebildeten Menschen das Göttliche begreiflich machen, wenn man nicht die Gestalten der Wesen zu Hilfe nahm, die ihnen in der Welt bekannt waren?
3 Christus, der in diesem Augenblick zu euch spricht, wurde durch ein Lamm dargestellt, und selbst Johannes sah Mich in seinem prophetischen Gesichte so. Dies alles ist darauf zurückzuführen, dass, wenn ihr Mich in jedem Meiner Werke sucht, ihr in der ganzen Schöpfung immer ein Bild des Urhebers des Lebens finden werdet.
4 In Meiner Offenbarung durch Jesus kündigte Ich euch das Kommen des Heiligen Geistes an, und die Menschen glaubten, dass es sich um eine Gottheit handle, die, von ihnen unerkannt, sich in Gott befinde, ohne begreifen zu können, dass, wenn Ich vom Heiligen Geiste sprach, Ich zu euch von dem alleinigen Gott sprach, welcher die Zeit vorbereitete, in der Er sich den Menschen über den menschlichen Verstand geistig mitteilen sollte.
5 Mit diesen Unterweisungen vertraue Ich euch das Schwert des Lichtes und der Wahrheit an, damit ihr mit ihm in der Schlacht kämpft, die Ich euch so oft angekündigt habe; doch Ich sage euch noch einmal, dass diese Waffen, die Ich euch anvertraue, aus Liebe und Gerechtigkeit, Vergebung und Barmherzigkeit gegenüber euren Brüdern bestehen.
6 Nur noch ein paar Jahre verbleiben, um euch Meine Lehre in dieser Form zu geben. Bewahrt Meine Unterweisungen auf, denn Ende 1950 werden diese Kundgebungen enden, und es ist notwendig, dass ihr in der Demut und im Gehorsam stark werdet, damit ihr alle Prüfungen übersteht.
7 Glaubt nicht, dass ihr nur auf geistigem Gebiete kämpfen werdet; nein, Mein Volk: der kommende Kampf wird sich auf allen Gebieten abspielen, damit, was aus seiner Bahn geraten ist, in diese zurückkehre, was stehengeblieben ist, von neuem zur Entwicklung ansetze, und was sich befleckt hat, seine Reinigung erlange.
8 Dann werdet ihr erleben, wie die menschlichen Institutionen selbst in ihren Grundfesten erschüttert werden, wie die Elemente der Natur in heftige Bewegung geraten, wobei sie Verheerungen anrichten und den Glauben der Menschheit auf die Probe stellen.
9 All dies wird nach 1950 geschehen, und wenn ihr diesem Gesetze treu bleiben werdet, werdet ihr alle wechselvollen Geschicke heil überstehen; doch wenn ihr ungehorsam werdet, indem ihr euch von dem abwendet, was Ich euch befohlen habe, so sage Ich euch schon heute: ihr werdet den Prüfungen und entfesselten Elementen preisgegeben sein, und diese werden euren Befehlen nicht mehr gehorchen.
10 Diesen Schmerz will Ich nicht für Mein Volk, das Ich während einer so langen Zeit gelehrt habe; Ich will seinen Frieden, damit es in den Stunden der Prüfung den Gepeinigten ein Wort des Lichtes und des Trostes zu bringen vermag.
11 Wer sehnt sich in dieser Zeit nicht danach, durch den Heiligen Geist erleuchtet zu werden?
12 Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr euch vorzubereiten versteht, werden die Manifestationen groß sein, die ihr nach 1950 schauen werdet.
13 Als Ich Mich in der Zweiten Zeit Meinen Jüngern zum letzten Male sichtbar machte zwischen Wolken, war Traurigkeit in ihnen, als Ich ihrem Blick entschwand, weil sie sich in diesem Augenblick alleingelassen fühlten; aber danach hörten sie die Stimme des Engelsboten des Herrn, der zu ihnen sprach: "Ihr Männer aus Galiläa, wonach haltet ihr Ausschau? Dieser Jesus, den ihr heute in die Himmel habt auffahren sehen, werdet ihr in der gleichen Weise herabkommen sehen."
14 Da verstanden sie, dass der Meister, wenn Er zu den Menschen zurückkehren würde, dies geistig tun würde.
15 Einige Tage nach Meiner Kreuzigung, als Meine Jünger um Maria versammelt waren, ließ Ich sie Meine Gegenwart fühlen, die in der geistigen Schau einer Taube versinnbildlicht war. In jener gesegneten Stunde wagte sich niemand zu bewegen noch irgendein Wort zu sprechen. Es herrschte eine wahre Verzückung bei der Betrachtung jenes geistigen Bildes, und die Herzen schlugen voller Kraft und Zuversicht, weil sie wussten, dass der Meister, der augenscheinlich von ihnen gegangen war, immerdar im Geiste bei ihnen gegenwärtig sein werde.
16 Jünger, denkt eingehend über diese Belehrungen nach und lasst Meine Gnade in euch wirksam werden wie in jenen Zeiten.
17 Heute komme Ich zu euch in strahlendem Lichte herab, so, wie Ich Meinen Jüngern in der Zweiten Zeit erschien, als Ich vor Meiner Himmelfahrt im Geiste bei ihnen war, um sie zu stärken und sie von ihrer Bestürzung infolge der Ereignisse, denen sie beigewohnt hatten, zu befreien. In gleicher Herrlichkeit erscheine Ich bei euch, um euch zu sagen: Ewig wiederholt sich Mein Opfer, immer wieder stehe Ich von den Toten auf und gieße Mein Licht auf euch aus, damit ihr das Tagewerk beginnt und all das ausführt, was Ich euch gelehrt habe.
18 Arbeitet an euch, damit ihr von Meinem Reiche die geistigen Güter herabkommen seht, die Ich euch gewähren will.
19 Das Gastmahl ist zubereitet, das Lamm ist geopfert worden, und reiche Speisen stehen bereit. Schart euch um Mich, Jünger, und nähret euch. Ich öffne das Buch der Weisheit, damit ihr die Lektion lest, die diesem Tage entspricht. Kommt zu Mir und nehmt die Speise, die Ich euch anbiete, denn kurz ist die Zeit der Gnade, die Ich euch gewähre.
20 Warum versetzt euch Mein Wort in Erstaunen, das Ich euch mittels eines menschlichen Sprachrohrs übergebe, da Ich Mich zu allen Zeiten der Menschen bedient habe, um zu euch zu sprechen und euch zu führen? Als Ich in der Zweiten Zeit zu euch kam, wurde Ich Mensch, damit ihr beim Anblick Meiner Werke Meinen Schritten folgen würdet. Ihr habt Mich geboren werden, heranwachsen, kämpfen und leiden sehen. Es war notwendig, dass die Menschheit Meine Liebe und Meine Macht kennenlernte, damit Mein Vorbild in allen Meinen Kindern unauslöschlich wäre. Darum weint ihr, wenn ihr euch an diese Begebenheiten erinnert, und fühlt Gewissensbisse, weil Ich weder voll erkannt noch geliebt worden bin von der Menschheit. Auch jetzt noch, in der Dritten Zeit, gebe Ich euch eine weitere Unterweisung, die euch Mein früheres Wirken erklären und euch für die neue Zeit vorbereiten soll, in der ihr leben werdet.
21 Ich will, dass ihr morgen, wenn ihr Mich in dieser Form nicht mehr hört, Meinem Vorbild nachlebt und als Meister der Menschheit zurückbleibt. Wer werden jene sein, die sich aufmachen, um die Menschen zu retten, wenn diese sich inmitten des Chaos befinden? Wer wird Mich in der Dritten Zeit vertreten und Zeugnis von Mir ablegen? Wer werden die sein, die das Vordringen der Elemente der Zerstörung aufhalten, wenn sie in der Welt losbrechen? Wer wird Meinen Aposteln nacheifern und Meine Lehre verbreiten? — Ihr seid es, die Ich mit Meinem Wort, mit Gaben der Heilung und der Stärke vorbereite, damit ihr Ärzte, Sendboten und Tröster seid, denn die Menschheit wird vor und nach Meinem Weggange sehr weinen. Die kommenden Zeiten werden die bittersten Hefen des Kelches anbieten, und in jenen Tagen wird Mein Geist in jedem Verstand Schwingungen hervorrufen, die alle Geschöpfe erleuchten, um die herrschende Verwirrung zu beseitigen. In jener Zeit wird das Leid alle Geister vereinen, und diese werden das Licht und den Weg suchen, der zu Mir führt.
22 Werdet ihr Meinen Willen befolgen, um die zu führen, die auf der Suche nach Mir herbeikommen? — Ihr sagt Mir, dass dies euer Vorsatz ist, und bittet Mich um Beistand, um alle Hindernisse zu überwinden, die sich euch in den Weg stellen. Ja, Meine Kinder, Ich habe euch gesagt, dass Ich bereit bin, euch beizustehen, denn ohne diese Kraft könntet ihr nichts tun. Ihr seid schwach, arm und unwissend, doch Ich mache euch zu Erben eines Reiches von wahrer Größe, und nichts werde Ich in
Meiner geheimen Schatzkammer zurückbehalten; alles, was euch als Meinen Kindern gehört, werde Ich euch geben, und Ich beauftrage euch, diesen Reichtum unter euren Geschwistern zu verteilen.
23 Ich spreche zu euch von Zusammenschluss, von Harmonie und Verständnis, weil Ich will, dass das Haus Israel Arche der Rettung, Quelle des Friedens und des Trostes sei für alle erschöpften Wanderer. Ich habe euch die Starken genannt, und dies werdet ihr sein durch die Macht der Tugenden, die Ich in euch gelegt habe. Denkt daran, dass Ich in allen euren Kämpfen vor euch hergehe und euch Meine Spur hinterlasse. Begreift, dass in eurem Geiste weder Friede noch Freude sein kann, solange ihr nicht einig seid. Ich will euch frei von allem Leiden sehen, denn schon seid ihr dem Ende eurer Sühneleistung nahe, steht ihr vor den Toren des Verheißenen Landes, in das ihr siegreich und heil gelangen werdet, weil dies Mein Wille ist.
24 Ich will nicht, dass ihr durch Mein Wort fanatisch werdet oder dass ihr einem neuen Götzendienst Gestalt gebt. Ich verlange nicht das Opfer eures Lebens, noch dass ihr die Blumen und die Früchte eurer Gärten darbringt, denn sie sind Mein Werk, und ihr habt kein Verdienst, wenn ihr sie Mir gebt. Es ist nicht Mein Wille, dass ihr mit euren eigenen Händen Bilder herstellt und sie hernach anbetet, noch dass ihr voller Eitelkeit und Hochmut einen zweiten Turm von Babel baut. Was Ich als Gabe von euch sehnlichst wünsche, ist ein Heiligtum, das bis zu Mir emporreicht, gebildet aus euren Werken der Liebe, aus Gebeten und Worten, die euren Herzen entspringen, und die ihr in Meinem Namen den nach Wahrheit hungernden Geistern zuteil werden lasst. Dies ist der "Gottesdienst", den Ich von euch verlange.
25 Ihr seid dem Gesetz der Entwicklung unterworfen, dies ist der Grund für eure Reinkarnationen. Nur Mein Geist braucht sich nicht zu entwickeln: Ich bin unwandelbar.
26 Von Anbeginn habe Ich euch die Stufenleiter gezeigt, auf welcher die Geister emporsteigen müssen, um zu Mir zu gelangen. Heute wisst ihr nicht, auf welcher Seinsebene ihr euch befindet; doch wenn ihr eure Hülle ablegt, werdet ihr euren Entwicklungsgrad erkennen. Bleibt nicht stehen, denn ihr würdet für die nach euch Kommenden ein Hindernis sein.
27 Seid einig im Geiste, auch wenn ihr verschiedene Ebenen bewohnt, und eines Tages werdet ihr auf der siebten Stufe, der höchsten, vereinigt sein und Meine Liebe genießen.
28 Ihr Männer, die ihr nach Meinem Bild und Gleichnis gestaltet seid, hört auf Mich. Macht euch nicht schon morgen auf, um von dieser Lehre zu sprechen, wenn ihr keinen guten Samen bei euch habt, wenn ihr nicht wisst, was demütige Unterordnung ist und das Gegenteil dessen tut, was Mein Gesetz gebietet. Ich berate euch heute, damit ihr morgen nicht auf dem Wege strauchelt.
29 Ihr sollt für die Frau sorgen, die Ich euch zur Gattin gebe, sollt sie in Ehren halten, und in ihr wird euer Same Frucht bringen. Ich will nicht, dass ihr von Wahrheit und Rechtschaffenheit redet und dabei die Rosen entblättert und sie danach verlasst, denn ihr werdet damit Mein Gesetz schänden. Habt Achtung sowohl vor dem, was euer ist, als auch vor dem, was den andern gehört. Seid gerecht und fördert den Frieden auf Erden. Der Zeitpunkt wird kommen, in dem ihr vorbereitet seid, um von unbedingtem Gehorsam, von Liebe und Vergebung zu sprechen.
30 Selig, wer sich auf Erden demütigt, denn Ich werde ihm vergeben. Selig, wer verleumdet wird, denn Ich werde seine Unschuld bezeugen. Selig, wer Zeugnis von Mir ablegt, denn Ich werde ihn segnen. Und wer aufgrund der Ausübung Meiner Lehre verkannt wird, den werde Ich anerkennen.
31 Wer von euch hat Meine Gegenwart nicht empfunden und hat sich durch Mein Wort nicht genährt? "Bittet, so wird euch gegeben." — Wenn ihr Mich früher in den Sternen und in materiellen Dingen gesucht habt, so sucht Mich heute mit eurem Geiste im Unendlichen. Nähert euch Mir durch die Liebe, durch den Gehorsam, und ihr werdet Frieden haben.
32 Liebt Mich und vergöttert nicht diese Stimmträger, durch die Ich Mich kundgebe. Liebt Mein Wort und Meine Werke, sie sind jenseits des Menschlichen. Diese Sprachrohre sind nur Meine Werkzeuge und sind euch nicht überlegen, sondern sind euch gleich.
33 Stillt euren Durst in Meinem unerschöpflichen Quell, damit ihr nicht länger durstig seid. Ich will nicht, dass Meine Kinder weiterhin Hunger oder Durst leiden. Darum nähere Ich Mich euch und bringe
euch das Brot des ewigen Lebens, damit ihr nicht einen Augenblick lang Mangel an geistigen Gütern fühlt. Ich hingegen habe Durst nach eurer Liebe, nach eurem Frieden, und ihr habt Mir das Wasser eures Verständnisses verweigert. Bis zum heutigen Tage habt ihr den brennenden Durst nach Anerkennung Meines Gesetzes, welche ihr Mir als Kinder schuldet, nicht gestillt. Ich werde jedoch weiter auf euch warten, denn Meine Geduld ist unerschöpflich. Kommt zu Mir und Ich verspreche euch, dass euch Mein Schutz nicht fehlen wird; denn wenn ihr Mich heute zu lieben versteht, werdet ihr eines Tages zu Mir gelangen und Mich endlich verstehen.
34 Lebt und nehmt von allem, was Ich für euer Wohlbefinden auf Erden geschaffen habe, auf dass der Friede nicht von euch gehe. Lasst nicht nach im Kampfe, damit ihr eure geistige Erlösung erreicht.
35 Wenn der Geist vorbereitet ist, gibt es für ihn keine Nacht, keine Müdigkeit noch Schlaf; im Tätigsein gewinnt er seine Stärke, und jede Prüfung ist für ihn eine kostbare Gelegenheit, seine Kraft und Ausdauer zu beweisen. Andere Geister, obschon sie schwach sind, verstehen es, Mich in der Stunde der Prüfung zu suchen; ihr Glaube und ihr Vertrauen lassen sie durchkommen. — Ich will euch demütig und gehorsam haben, damit ihr euch durch euer Gewissen leiten lasst, welches der göttliche Funke ist, der euren Geist führt.
36 Um was wollt ihr Mich bitten und um wen weint ihr? Ihr sagt Mir, dass nur Ich allein euch das geben kann, was ihr benötigt. Seid gesegnet, die ihr Mich also sucht und Mich in Demut für eure geliebten Angehörigen bittet und für jene, die ihr zärtlich liebt, und um deren geistigen Fortschritt ihr besorgt seid, ohne dass sie mit euch blutsverwandt sind. Ihr bittet Mich für die, welche im Gefängnis leben und eine Strafe verbüßen, und für die, welche als Unschuldige ebenfalls eingesperrt sind. Ihr betet für die Kranken, die fern von ihrem Heime leiden. Dies Verlangen entsteht in euch, weil ihr zu lieben beginnt und in dieser Empfindung immer mehr die höchste Wonne findet. Lasst euch von der Liebe inspirieren, um all eure Werke zu verwirklichen, dann werden sie geistigen Gehalt haben.
37 Wenn ihr betet, so sucht Mich im Unendlichen jenseits alles Irdischen. Setzt euch mit Mir in Verbindung, und wenn ihr in eure Welt zurückkehrt, wird jeder Zweifel zerstreut sein, wird es keine Hindernisse auf dem Wege geben, und ihr werdet euch voll Meiner Weisheit fühlen.
38 Ich habe euch diese Zeit gegeben, damit ihr sie zum Studium Meiner Unterweisung nutzt, damit ihr euch in Mein Wort vertiefen könnt, abgewandt von den Vergnügungen der Welt. Heute habt ihr Mich sehr nahe bei euch, Mein Licht hat euren Geist beschienen; Mein Wesen nährt euch, und Mein Vorbild habt ihr ewig gegenwärtig. Glaubt nicht, dass Ich euch nur in der Zweiten Zeit Beweise der Liebe gab; Meine Gegenwart ist ewig bei euch. Ich verlange von euch nur, dass ihr euch zubereitet, um Mich in allen Meinen Werken zu fühlen. In den Prüfungen, welche heute die Menschheit beugen, könnt ihr die Geradlinigkeit Meiner Gerechtigkeit erkennen.
39 Ihr alle werdet das Ziel erreichen durch die Erfüllung eurer Aufgabe; deshalb bin Ich gekommen, euch Meine unerschöpflichen Lehren zu geben, damit ihr auf der Stufenleiter eurer Entwicklung aufsteigt. Nicht Mein Blut ist es, das euch errettet, sondern Mein Licht in eurem Geiste wird euch erlösen.
40 In der Zweiten Zeit, nach Meinem Weggange, gab Ich euch Meine Lehre durch Meine Apostel; jetzt gebe Ich sie euch durch Vermittlung Meiner Stimmträger, und in ihr biete Ich euch die göttliche Weisheit an, die euren Geist ernährt und tröstet.
41 Ich bitte euch, euer Herz in eine geistige Blume zu verwandeln, um sie Maria darzubringen, die ihr als Mutter sucht und die ihr liebt, weil ihrem Schoße die gesegnete Frucht entspross, welche euch das Brot des ewigen Lebens brachte: Jesus.
42 Maria ist die Blume Meines Himmlischen Gartens, deren Wesenheit immer in Meinem Geiste gewesen ist.
43 Seht ihr diese Blumen hier, die ihre Schönheit in Demut verbergen? Ebenso war und ist Maria: ein unerschöpflicher Born der Schönheit für den, der sie in Reinheit und Ehrfurcht zu schauen vermag, und ein Schatz an Güte und Zärtlichkeit für alle Wesen.
44 Ich gab sie Jesus als Mutter; sie war die in eine Frau inkarnierte göttliche Zärtlichkeit. Sie ist es, die ihr als Fürsprecherin sucht, die ihr als Trost in euren Leiden anruft, und diese göttliche Liebe breitet sich wie ein Mantel über die Menschheit.
45 Sie ist jene, die der Engel des Herrn "Gesegnete unter allen Frauen" nannte. Sie ist dieselbe, die Christus am Kreuze als geistige Mutter aller Menschen zurückließ.
46 Maria ging durch die Welt und verbarg ihre göttliche Wesenheit; sie wusste, wer sie war und wer ihr Sohn war, und statt sich mit jener Gnade zu brüsten, erklärte sie sich nur für eine Dienerin des Höchsten, für ein Werkzeug der Ratschlüsse des Herrn.
47 Maria ging still durch die Welt, doch sie erfüllte die Herzen mit Frieden, legte für die Bedürftigen Fürbitte ein, betete für alle und vergoss zuletzt ihre Tränen der Vergebung und des Mitleids über die Unwissenheit und Schlechtigkeit der Menschen. Warum solltet ihr euch nicht an Maria wenden, wenn ihr zum Herrn kommen wollt, da ihr durch Sie Jesus empfangen habt? Waren nicht Mutter und Sohn in der erhabenen Todesstunde des Erlösers vereint? Vermischte sich nicht in jenem Augenblick das Blut des Sohnes mit den Tränen der Mutter?
48 So ist es nicht verwunderlich, dass ihr sie in dieser Zeit sucht, damit sie euch führt und dem Meister näherbringt.
49 Selig, die diese Blume der Demut und Reinheit im himmlischen Garten zu entdecken verstehen; aber Ich sage euch noch einmal, dass nur der reine Blick sie wird finden können.
50 Heute stellt ihr Mir eure Leiden vor Augen, damit Ich sie lindere, und in Wahrheit sage Ich euch, dass dies Meine Aufgabe ist, dass Ich hierfür gekommen bin, weil Ich der Göttliche Arzt bin. Doch bevor Mein Heilbalsam in euren Wunden wirksam wird, bevor Meine Liebkosung zu euch gelangt, konzentriert euch auf euch selbst und prüft euren Schmerz, erforscht ihn, denkt die ganze Zeit, die dazu nötig ist, gründlich darüber nach, damit ihr aus dieser Betrachtung die Lehre entnehmt, welche diese Prüfung enthält, ebenso wie die Erkenntnis, die sich darin verbirgt und die ihr kennen müsst. Diese Erkenntnis wird Erfahrung, wird Glaube, wird ein Blick ins Angesicht der Wahrheit sein, wird die Erklärung für viele von euch unverstandene Prüfungen und Lektionen sein.
51 Erforscht den Schmerz, als ob er etwas Greifbares wäre, und ihr werdet in ihm den schönen Samen der Erfahrung entdecken, die große Lehre eures Daseins, denn der Schmerz ist zum Lehrmeister in eurem Leben geworden.
52 Wer den Schmerz als einen Lehrmeister betrachtet und mit Sanftmut seine Mahnrufe befolgt, die er zur Erneuerung, zur Reue und zur Besserung macht, der wird später das Glücksgefühl, den Frieden und die Gesundheit kennenlernen.
53 Prüft euch sorgfältig, und ihr werdet erleben, wie viel Nutzen ihr daraus zieht. Ihr werdet eure Mängel und Unvollkommenheiten erkennen, sie berichtigen und deshalb aufhören, Richter der andern zu sein.
54 Ihr bittet Mich, dass Ich euch heile; doch wahrlich, Ich sage euch, dass niemand besser als ihr selbst euer Doktor sein kann.
55 Was nützt es, dass Ich euch heile und euren Schmerz beseitige, wenn ihr nicht eure Irrtümer, Sünden, Laster und Unvollkommenheiten ablegt? Nicht der Schmerz ist der Ursprung eurer Übel, sondern eure Sünden. Seht, das ist der Ursprung des Schmerzes! Bekämpft also die Sünde, entfernt sie von euch, und ihr werdet gesund sein. Doch dies zu tun ist eure Aufgabe; Ich lehre euch nur und helfe euch dabei.
56 Wenn ihr durch euer Gewissen die Ursache eurer Kümmernisse entdeckt und alles daran setzt, Sie zu bekämpfen, würdet ihr die göttliche Kraft in der Fülle empfinden, die euch hilft, im Kampfe zu siegen und eure geistige Freiheit zu gewinnen.
57 Wie groß wird eure Befriedigung sein, wenn ihr fühlt, dass ihr durch eure eigenen Verdienste erreicht habt, euch vom Schmerze zu befreien, und ihr Frieden gewonnen habt. Dann werdet ihr sagen: "Mein Vater, Dein Wort war meine Heilung, Deine Lehre war meine Rettung."
58 Hört jetzt damit auf, in einer Welt von Vermutungen zu leben. Ihr dürft weder als Menschen und noch weniger als Geister in Unkenntnis der Wahrheit sein. Wie wollt ihr im materiellen Kampfe siegreich sein, ohne das geistige Leben zu kennen? Wie wollt ihr groß, gesund, weise und stark sein, wenn ihr eure Augen dem ewigen Lichte hartnäckig verschließt?
59 Lebt nicht mehr im Dämmerlicht! Wacht auf und kommt ins volle Tageslicht! Seid keine kleinen Kinder mehr und wachset geistig!
60 Noch könnt ihr sagen, dass ihr im Frieden lebt, wenn ihr euch mit anderen Nationen vergleicht; doch wenn ihr euch verzagt fühlt, so schöpft aus Meinem Werk die Kraft; wenn euch die Lehren des Materialismus beherrschen wollen, so nehmt aus Meinem Wort das Licht. Wahrlich, Ich sage euch, falls ihr euch nicht vorbereiten solltet, wie Ich es euch lehre, werden viele von euch in Verwirrung geraten, viele Mir den Rücken kehren, und viele Gläubige von heute werden morgen Meine Feinde sein und aufstehen, um diese Wahrheit zu verneinen. Schon im voraus vergebe Ich euch, aber Ich mache euch auch im voraus darauf aufmerksam und halte euch wach.
61 Noch einmal sage Ich euch, dass ihr euch sorgfältig prüfen sollt; auf diese Weise werdet ihr anfangen, ein wenig brüderlicher mit den andern zu fühlen, mitleidiger und verständnisvoller mit euren Nächsten zu sein. Heute stoßen euch noch viele Handlungen der andern ab, weil ihr eure eigenen Fehler vergesst. Doch wenn ihr eure Flecken und Fehler kennt, werdet ihr die Liebe verstehen, mit der Ich euch vergebe und euch erwarte. Dann könnt ihr nur noch sagen: "Wenn Mein Vater mir vergeben hat, nachdem ich Ihn so sehr verletzt habe, ist es meine Pflicht, meinen Brüdern zu vergeben."
62 Der Mensch versteht es nicht, in sein Inneres zu blicken, seine Handlungen und Gedanken zu prüfen.
63 Geistige Zurüstung ist es, was euch nottut; aber wenn ihr nach Meinem Worte handelt, werdet ihr im Leben eurer Brüder Erregung verursachen, weil sich in euch der Geist mit all seinen Gaben und Kräften kundtun wird.
64 Wahrlich, Ich sage euch, die Geschichte des Spiritualismus wird in der Menschheitsgeschichte mit leuchtenden Buchstaben geschrieben werden.
65 Machte sich Israel nicht unsterblich durch die Befreiung vom ägyptischen Joch? Machten sich die Christen auf ihrem Siegeszug nicht durch die Liebe unsterblich? Ebenso werden sich die Spiritualisten unsterblich machen in ihrem Kampfe für die Freiheit des Geistes.
Mein Friede sei mit euch!

Murmeln

Worte von Jesus an Byron Searle
Numeri 14:27-28
27 Wie lange murrt diese böse Gemeinde wider mich? Denn ich habe das Murren der Kinder Israel, das sie wider mich gemurrt haben, gehört
28  Darum sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht der HERR, ich will euch tun, wie ihr vor meinen Ohren gesagt habt.
Transkript
Mein Sohn, wie lange werden diese steifen Nacken murmeln und an mir zweifeln? Habe ich ihnen nicht alles gegeben? Habe ich nicht mit meinem Leben freiwillig für die Sünde bezahlt, die Sie so lieben? Sagt nicht: "Aber ich liebe die Sünde nicht!" Ich sage dir, ihr lügt !!! Es gibt keine wahren Worte, die aus dem offenen Abwasserkanal Ihres Mundes ausgehen !!! Ich habe mein ALLES für euch gegeben, aber ihr könnt mir nicht einmal 1 Stunde pro Tag geben !!! Sie murmeln und sagen, warum hat mich der Herr nicht gesegnet? Ich bin gut! Ich gehe am Sonntag in die Kirche, ich gebe meinen Zehnten, ich unterrichte sogar die Sonntagsschule! Ich sage euch: Werke ohne Glauben sind tot! Ich brauche dein Geld nicht, aber ich bitte dich, mit einem freundlichen und liebevollen Herzen zu geben, aber alles, was du tust, ist Murmeln!
Mein Sohn, diese sündigen, hasserfüllten Menschen, die sich mit Meinem Namen bezeichnen, sind so stolz, dass sie NIEMALS die von mir verkündeten Warnungen hören oder beachten werden! Wenn die Urteile plötzlich passieren, werden zwei Personen in Mein Haus sein - diejenigen, die gegen mich murmeln, und diejenigen, die nicht murren! Zu murmeln ist so einfach, denn es geht aus deinem Herzen hervor. Wenn dein Herz nicht Mir gehört, ist es natürlich, gegen mich zu murmeln. Murmeln kostet viel. Sie schaden jungen Babys mit Zweifel, und viele wenden sich von mir ab. Seien Sie nicht wie die Kinder Israels, die ständig gemurmelt haben, sie wollten nach Ägypten zurückkehren, wo das Leben einfach war - zumindest leichter als durch die Wüste zu streifen!
Mein Sohn, das will meine Kirche heute - sie wollen nach Ägypten zurück! Sie wollen nur einen Gottesdienst besuchen, Mein Wort für 10 Minuten aufschlagen, ein kurzes Gebet beten, ihre Arme in einem auffälligen Gottesdienst hochheben! Sie wollen nicht stundenlang auf die Knie gehen und nach einer Nation unter Gericht schreien, die weint, ich bereue! Ich bereue diese sündige Nation und Welt !!!

Meine Kirche werde ich es so machen, wie ich es zuvor getan habe - ich werde Leute erwecken, die nur  mich lieben werden und niemals nach Ägypten zurückkehren wollen !!!
Amerika, deine Zeit ist jetzt! Kirche, deine Zeit ist jetzt! Ich sage, komm auf Knien zu mir, und ich werde dir vergeben und dein Herz erneuern! Ich liebe dich - ich bin für dich gestorben !!! Ich komme bald, um das Murmeln zu beenden!
Messias Jesus

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