XII Gericht und Läuterung der Menschheit
Kapitel 55 - Reinigung der Erde und der Menschheit im Gericht
Warnende Stimme Gottes und der Natur vor dem Reinigungsgericht
1 Ich habe
euch gesagt, dass auf die ganze Menschheit eine sehr große Prüfung zukommt- so
groß, dass es in der ganzen Geschichte ihrer Jahrhunderte und Zeitalter nichts
Ähnliches gegeben hat.
2 Jetzt
müsst ihr verstehen, dass Ich zu euer aller Herzen spreche, euch in vielerlei
Formen Botschaften und Warnungen zukommen lasse, damit die Menschen sich
besinnen und meinem Gesetze gegenüber wach sind, wie die klugen Jungfrauen
meines Gleichnisses.
3 Werden
die Völker und die verschiedenen Nationen der Welt auf Mich hören? Wird dies
Volk auf Mich hören, dem Ich Mich in dieser Form kundgebe? Ich allein weiß es;
aber meine Pflicht als Vater ist es, auf dem Wege meiner Kinder alle Mittel zu ihrer
Rettung bereitzustellen. (24, 80 - 81)
4 Wahrlich,
Ich sage euch, wenn die Menschen sich in dieser Zeit nicht von den Flecken
reinigen, die sie in ihrem Geist verursacht haben, werden die Naturgewalten als
Herolde kommen, um mein Gericht und meine Herrlichkeit anzukündigen und die
Menschheit von jeder Unreinheit zu säubern.
5 Selig die
Männer, Frauen und Kinder, die – wenn sie die Nähe jenes Gerichtes begreifen –
meinen Namen preisen, weil sie fühlen, dass der "Tag des Herrn"
gekommen ist. Denn ihr Herz wird ihnen sagen, dass sich das Ende der Herrschaft
des Bösen naht. Ich sage euch, diese werden durch ihren Glauben, ihre Hoffnung
und ihre guten Werke gerettet werden. Doch wie viele derer, die in jenen Tagen leben,
werden Gott lästern! (64, 67 - 68)
6 Das
Paradies der ersten Menschen wurde in ein Tal der Tränen verwandelt, und jetzt
ist es nur noch ein Tal des Blutes. Deshalb wecke Ich heute, da Ich gekommen
bin, das meinen Jüngern gegebene Versprechen zu erfüllen, die Menschheit aus
ihrem geistigen Schlafe auf und gebe ihr meine Liebeslehre, um sie zu retten. Ich
suche die Geistwesen, die die Bestimmung haben, in dieser Zeit meine Kundgebungen
und mein Wort mit ihren Werken zu bezeugen.
7 Wenn
diese durch Mich Gekennzeichneten um mein Gesetz vereint sind, werden die Erde
und die Sterne erschüttert werden, und am Himmel wird es Zeichen geben; denn zu
diesem Zeitpunkt wird die Stimme des Herrn von einem Ende der Erde zum andern gehört
werden, und sein Göttlicher Geist, umgeben von den Geistern der Gerechten, der
Propheten und der Märtyrer, wird die geistige und die materielle Welt richten.
Dann wird die Zeit des Heiligen Geistes ihre Vollkraft erreichen. (26, 43 - 44)
8 Viele
Völker sind in den tiefen Abgrund der Vermaterialisierung gestürzt, und andere
sind nahe daran, zu stürzen; doch der Schmerz ihres Sturzes wird bewirken, dass
sie aus ihrem tiefen Schlafe erwachen.
9 Es sind
jene Nationen, die nach einer Zeit des Glanzes einen Niedergang erlebten und in
die Finsternis des Schmerzes, des Lasters und des Elends sanken. Heute ist es
nicht ein Volk, sondern die ganze Menschheit, die dem Tod und dem Chaos blind
entgegenläuft.
10 Der
Hochmut der Völker wird durch meine Gerechtigkeit heimgesucht werden. Erinnert
euch an Ninive, Babylon, Griechenland, Rom und Karthago. Bei ihnen werdet ihr
tiefe Lehrbeispiele der göttlichen Gerechtigkeit finden.
11 Wann
immer die Menschen das Zepter der Macht ergriffen und zugelassen haben, dass
ihr Herz von Gottlosigkeit, Hochmut und unsinnigen Leidenschaften erfüllt
wurde, wodurch sie ihre Völker mit sich fortrissen in die Entartung, hat sich
meine Gerechtigkeit genaht, um sie ihrer Macht zu entkleiden.
12 Aber
gleichzeitig habe Ich eine Fackel vor ihnen entzündet, die den Weg zum Heil
ihres Geistes erhellt. Was würde aus den Menschen, wenn Ich sie im Augenblicke
ihrer Prüfungen ihren eigenen Kräften überließe? (105,45 - 47)
13 Von
Abgrund zu Abgrund sank der Mensch geistig bis zu der Stufe, dass er Mich leugnete
und vergaß– bis zu dem Extrem, sich selbst zu leugnen, indem er seinen
Wesenskern, seinen Geist nicht erkannte.
14 Nur
meine Barmherzigkeit wird den Menschen den Schmerz ersparen können, den Weg
wiederholen zu müssen, um zu Mir zu kommen. Ich allein in meiner Liebe vermag
die Mittel auf dem Wege meiner Kinder bereitzustellen, damit sie den rettenden
Pfad entdecken. (173, 21 - 22)
15 An dem
Tage, da die Wasserfluten (der Sintflut) die Erde nicht mehr bedeckten, ließ
Ich als Zeichen des Bundes, den Gott mit den Menschen schloss, am Firmament den
Regenbogen des Friedens erstrahlen.
16 Jetzt
sage Ich euch: O Menschheit der "Dritten Zeit", die du dieselbe bist,
die durch all diese Prüfungen gegangen ist, in denen du dich gereinigt hast: Du
wirst bald ein neues Chaos erleben.
17 Aber Ich
bin gekommen, das von Mir erwählte Volk und die Menschheit insgesamt, der Ich
Mich in dieser Zeit begreiflich gemacht habe, zu warnen. Hört gut zu, meine
Kinder: Hier ist die Arche, geht in sie hinein, Ich lade euch dazu ein.
18 Für
dich, o Israel, ist die Arche die Befolgung meines Gesetzes. Jeder, der in den
leidvollsten Tagen, in der schwersten Prüfungszeit meine Gebote befolgt, wird
innerhalb der Arche sein, wird stark sein und den Schutz meiner Liebe fühlen.
19 Und der
ganzen Menschheit sage Ich noch einmal: Die Arche ist mein Gesetz der Liebe.
Jeder, der Liebe und Barmherzigkeit an seinem Nächsten und sich selbst übt,
wird gerettet sein. (302, 17 -19 o.)
20 Ich habe
euch immer Zeit gegeben für eure Vorbereitung und euch Mittel bereitgestellt,
um euch zu retten. Bevor Ich euch mein Gericht sandte, um am Ende eines
Zeitalters oder eines Zeitabschnitts von euch Rechenschaft zu fordern, habe Ich
euch meine Liebe bekundet, indem Ich euch warnte, erweckte und zur Reue, zur
Besserung und zum Guten ermahnte.
21 Doch
wenn die Stunde des Gerichts gekommen war, habe Ich Mich nicht mehr
eingestellt, um euch zu fragen, ob ihr bereits bereut habt, ob ihr euch schon
vorbereitet habt, oder ob ihr noch immer im Bösen und im Ungehorsam verharrt.
22 Mein
Gericht ist in der festgesetzten Stunde gekommen, und der, der seine Arche
rechtzeitig zu bauen verstand, war gerettet. Doch der, der spottete, als ihm
die Stunde des Gerichts angekündigt wurde, und der nichts für seine Rettung
tat, musste zugrundegehen. (323, 51)
Die Macht und Herrschaft des Bösen
wird gebrochen
23 Bisher
ist es nicht die menschliche Liebe gewesen, die sich in der Welt durchgesetzt
hat. Es ist, wie es von Anbeginn der Menschheit gewesen war, die Gewalt
gewesen, die herrscht und siegt. Der, welcher geliebt hat, ist als Opfer der
Bosheit unterlegen.
24 Das Böse
hat sein Reich ausgedehnt und ist stark geworden auf der Erde. Doch gerade in
dieser Zeit komme Ich, um jenen Mächten meine Waffen entgegenzusetzen, damit das
Reich der Liebe und der Gerechtigkeit unter den Menschen aufgerichtet wird.
25 Zuvor
werde Ich kämpfen. Denn um euch den Frieden meines Geistes zu geben, ist es
notwendig, dass Ich Krieg führe und jedes Übel beseitige. (33, 32 - 33)
26 Die
Menschen werden ans Ende ihres eigenen Weges gelangen und auf demselben
zurückkehren, wobei sie die Früchte all dessen ernten werden, was sie säten –
die einzige Vorgehensweise, durch die in den Herzen Reue aufsteigt. Denn wer
seine Verfehlungen nicht erkennt, kann nichts tun, um seine Fehler
wiedergutzumachen.
27 Eine
neue Welt ist in Vorbereitung, die neuen Generationen werden bald kommen; doch
zuvor müssen die hungrigen Wölfe beseitigt werden, damit sie die Schafe nicht
zur Beute nehmen. (46, 65 - 66)
28 Ein
Aussatz von nicht körperlicher Art hat sich auf der Erde ausgebreitet, zerfrisst
Herzen und zerstört den Glauben und die Tugend. Mit geistigen Lumpen bedeckt
leben die Menschen dahin, sie meinen, dass niemand diese Erbärmlichkeit
aufdecken kann, weil die Menschen nicht über das hinaussehen, was Materie ist.
29 Doch die
Stunde des Gewissens rückt näher, es ist dasselbe, als ob ihr sagtet, der Tag
des Herrn, oder sein Gericht, steht vor der Tür. Dann wird in den einen Scham
aufsteigen, und Reue bei den anderen.
30 Diejenigen,
die diese innere Stimme vernehmen, brennend heiß und unerbittlich, werden in
ihrem Innern das Feuer spüren, das verzehrt, das vernichtet und läutert. Diesem
Gerichtsfeuer kann weder die Sünde noch irgendetwas widerstehen, das nicht lauter
ist. Nur der Geist kann ihm standhalten, weil er mit göttlicher Kraft begabt
ist. Wenn er daher durch das Feuer seines Gewissens hindurchgegangen ist, wird
er, von seinen Fehlern gereinigt, neu erstehen. (82, 58 - 59)
31 Aller
von Menschen verursachte Schmerz wird in einem einzigen Kelch zusammengefasst,
der von denen getrunken werden wird, die ihn verursacht haben. Und die, welche
sich angesichts des Schmerzes nie erschüttern ließen, werden dann in ihrem
Geist und ihrem Körper erbeben. (141, 73)
32 Es ist
nötig, dass sich für kurze Zeit der Himmel für alle verschließt, und dass er
sich erst wieder öffnet, wenn ein einziger Schrei von der Erde aufsteigt, weil
man erkennt, dass der Vater aller Wesen ein einziger ist.
33
Wahrlich, Ich sage euch, Ich werde diese brudermörderische und selbstsüchtige
Welt dem Gericht unterwerfen und sie läutern, bis Ich Liebe und Licht aus ihr
emporsteigen sehe. Auch denen, die heute ihre Völker ins Verderben führen, die
derzeit alle Laster säen und verbreiten, die ihr Reich der Ungerechtigkeiten
geschaffen haben, werde Ich zur Wiedergutmachung den Auftrag erteilen, die
Verführungen zu bekämpfen, die Verderbnis zu beseitigen und den Baum des Bösen
mit der Wurzel auszureißen. (151, 14 + 69)
34 Der
Mensch hat unter Anwendung seiner Willensfreiheit seinen Entwicklungsweg
verbogen, bis er vergessen hatte, aus wem er hervorgegangen ist; und er ist bis
zu dem Punkt gelangt, dass die Tugend, die Liebe, das Gute, der Friede, die
Brüderlichkeit seiner Wesensnatur befremdlich erscheinen, und er die
Selbstsucht, das Laster und die Sünde als das Natürlichste und Erlaubte
betrachtet.
35 Das neue
Sodom ist auf der ganzen Erde, und eine neue Säuberung ist nötig. Der gute Same
wird gerettet werden, und aus ihm wird sich eine neue Menschheit bilden. Auf
fruchtbare Felder, die mit Tränen der Reue bewässert wurden, wird mein Same niederfallen,
welcher im Herzen der zukünftigen Generationen keimen wird, die ihrem Herrn
eine höhere Form der Verehrung darbringen werden. (161, 21 - 22)
36 Ich
werde zulassen, dass die Hand des Menschen Zerstörung, Tod und Krieg bringt,
aber nur bis zu einer gewissen Grenze. Über diese Grenze wird die
Ungerechtigkeit, die Verderbtheit, die Verblendung und das Machtstreben der
Menschen nicht hinausgehen können.
37 Dann
wird meine Sichel kommen, und sie wird mit Weisheit das abschneiden, was mein
Wille bestimmt. Denn meiner Sichel ist Leben, Liebe und wahre Gerechtigkeit
eigen. Aber du, Volk, wache und bete! (345,91)
38 Früher
war die Erde ein Tal der Tränen, derzeit ist sie ein Tal des Blutes. Was wird
sie morgen sein? Eine Walstatt rauchender Trümmer, über die das Gerichtsfeuer
hinweggegangen ist, das die Sünde verzehrte und den Hochmut der lieblosen
Menschen niederwarf, weil sie ihren Geist vernachlässigten.
39 Ebenso
werden aus dem Tempel der Weisheit die Händler der Wissenschaft hinausgeworfen
werden, weil sie mit dem Lichte Wucher trieben, weil sie die Wahrheit
schändeten. (315, 61 -62)
40 Voll
Hochmut erheben sich die großen Nationen, prahlen mit ihrer Macht, bedrohen die
Welt mit ihren Waffen, sind stolz auf ihre Intelligenz und ihre Wissenschaft,
ohne sich der Zerbrechlichkeit der falschen Welt, die sie geschaffen haben,
bewusst zu sein; denn ein leichter Hauch meiner Gerechtigkeit wird genügen,
damit diese gekünstelte Welt verschwindet.
41 Doch es
wird die Hand des Menschen selbst sein, die sein eigenes Werk zerstört; es wird
sein Verstand sein, der die Art und Weise, das zu vernichten, was er zuvor
erschuf, erfinden wird.
42 Ich
werde dafür sorgen, dass nur jene menschlichen Werke, die den Menschen gute
Früchte beschert haben, überdauern, damit sie weiterhin zum Wohle der kommenden
Generationen verwendet werden. Doch alles, was einem verderblichen oder
egoistischen Zwecke dient, wird im Feuer meines unerbittlichen Gerichtes
zerstört werden.
43 Auf den
Ruinen einer Welt, die von einer materialistischen Menschheit geschaffen und
zerstört wurde, wird sich eine neue Welt erheben, deren Fundamente die
Erfahrung sein wird, und die das Ideal ihrer geistigen Aufwärtsentwicklung zum
Ziele haben wird. (315, 55 - 56)
Apokalyptische Kriege, Seuchen,
Plagen und Zerstörungen
44 Ihr lebt
in Zeiten der Angst, in welchen die Menschen sich läutern, indem sie ihren
Leidenskelch bis zur Neige leeren. Doch jene, die die Prophetien erforscht haben,
wussten bereits, dass der Zeitpunkt unmittelbar bevorstand, an dem überall
Kriege ausbrechen würden, weil die Nationen sich nicht verstehen.
45 Noch
steht aus, dass die unbekannten Krankheiten und Seuchen unter der Menschheit in
Erscheinung treten und die Wissenschaftler verwirren. Doch wenn der Schmerz
seinen Höhepunkt bei den Menschen erreicht, •
vor 1950, werden sie immer noch die
Kraft haben, um zu schreien: "Strafe Gottes!" Aber Ich strafe nicht,
ihr seid es, die sich strafen, wenn ihr von den Gesetzen abweicht, die euren
Geist und euren Körper regieren.
46 Wer hat
die Naturgewalten entfesselt und herausgefordert, wenn nicht die Unvernunft des
Menschen? Wer hat meinen Gesetzen getrotzt? der Hochmut der Wissenschaftler!
Doch wahrlich, Ich sage euch, dieser Schmerz wird dazu dienen, das Unkraut, das
im Herzen des Menschen hochgewachsen ist, mit der Wurzel auszureißen.
47 Die
Felder werden sich mit Leichen bedecken, auch Unschuldige werden umkommen. Die
einen werden durch das Feuer, andere durch Hunger, und wieder andere durch den
Krieg sterben. Die Erde wird beben, die Naturkräfte werden in Bewegung geraten,
die Berge werden ihre Lava ausspeien, und die Meere werden empor wogen.
48 Ich
werde zulassen, dass die Menschen ihre Verderbtheit bis zu der Grenze treiben,
bis zu welcher es ihnen ihr freier Wille erlaubt, damit sie – vor ihrem eigenen
Werke entsetzt - in ihrem Geist wahre Reue fühlen. (35, 22 - 26)
49 Der Baum
der Wissenschaft wird beim Wüten des Orkans durchgerüttelt werden und seine
Früchte auf die Menschheit fallen lassen. Doch wer hat die Ketten jener
Elemente gelöst, wenn nicht der Mensch?
50 Zwar
haben die ersten Menschenwesen auch den Schmerz kennen gelernt, um zur
Wirklichkeit zu erwachen, um zum Lichte des Gewissens erweckt zu werden und
sich einem Gesetze anzupassen. Aber der entwickelte, bewusste und gebildete
Mensch dieser Zeit – wie kann er es wagen, den Baum des Lebens zu schänden?
(288,28)
51 Auf der
Welt werden Epidemien ausbrechen, und ein großer Teil der Menschheit wird daran
zugrundegehen. Es werden unbekannte und seltene Krankheiten sein, denen
gegenüber die Wissenschaft machtlos sein wird.
52. Die
ganze Welt wird vom Unkraut befreit werden. Mein Gericht wird die Selbstsucht,
den Hass, das unersättliche Machtstreben beseitigen. Grosse Naturphänomene
werden in Erscheinung treten.
53 Nationen
werden verheert werden und ganze Landstriche verschwinden. Es wird ein Alarmruf
für eure Herzen sein. (206, 22 - 24)
Natur und Erdkatastrophen
54
Menschheit, wenn du alles, was du dazu verwendet hast, blutige Kriege zu
führen, darauf verwandt hättest, humanitäre Werke zu vollbringen, wäre dein
Dasein voll der Segnungen des Vaters. Aber der Mensch hat die Reichtümer, die
er angehäuft hat, dazu benutzt, Zerstörung, Schmerz und Tod zu säen.
55 Dies
kann nicht das wahre Leben sein, das die führen sollen, die Geschwister und
Kinder Gottes sind. Diese Art zu leben ist nicht im Einklang mit dem Gesetz,
das Ich in euer Gewissen schrieb.
56 Um euch
den Irrtum, in dem ihr lebt, zu Bewusstsein zu bringen, werden Vulkane
ausbrechen, Feuer wird aus der Erde strömen, um das Unkraut zu vernichten. Die
Winde werden entfesselt sein, die Erde wird sich schütteln, und die
Wasserfluten werden ganze Landstriche und Nationen verheeren.
57 Auf
diese Weise werden die Naturreiche ihren Unwillen gegenüber dem Menschen zum
Ausdruck bringen. Sie haben mit ihm gebrochen, weil der Mensch ein Band der
Freundschaft und Brüderlichkeit nach dem anderen zerstört hat, die ihn mit der
Natur, die ihn umgibt, verbanden. (164, 40 - 42)
58 Viel
Unheil wird über die Menschheit kommen; in der Natur wird es Umwälzungen geben,
die Elemente werden ihre Fesseln sprengen: Das Feuer wird ganze Landstriche
verheeren, die Wassermassen der Ströme werden über die Ufer treten, die Meere werden
Veränderungen erfahren.
59 Es wird
Gegenden geben, die unter den Wassermassen begraben bleiben, und neue Länder
werden auftauchen. Viele Geschöpfe werden ihr Leben verlieren, und auch die
tiefer als der Mensch stehenden Wesen werden umkommen. (11, 77)
60 Die
Naturgewalten warten nur auf die Stunde, um auf die Welt einzustürmen und die
Erde zu reinigen und zu läutern. Je sündiger und hochmütiger eine Nation ist,
desto schwerer wird mein Gericht über sie kommen.
61 Hart und
taub ist das Herz dieser Menschheit. Es wird notwendig sein, dass der
Leidenskelch zu ihr kommt, damit sie die Stimme des Gewissens, die Stimme des
Gesetzes und der göttlichen Gerechtigkeit vernimmt. Alles wird um der Rettung
und des ewigen Lebens des Geistes willen geschehen. Er ist es, den Ich suche.
(138, 78 - 79)
62 Jene
Sintflut, welche die Erde von den menschlichen Unreinheiten säuberte, und das
Feuer, das auf Sodom herabfiel, kennt ihr heutzutage als Sagen. Dennoch werdet
ihr auch in dieser Zeit erleben, wie die Menschheit erschüttert werden wird,
wenn die Erde unter der Gewalt der Luft, des Wassers und des Feuers erbebt.
Doch sende Ich euch aufs neue eine Arche, welche mein Gesetz ist, damit sich
rettet, wer sie betritt.
63 Nicht
alle, die in der Stunde der Heimsuchung "Vater, Vater" sagen, werden
Mich lieben, sondern jene, die an ihren Nächsten immer meine Liebe üben. Diese
werden gerettet werden. (57, 61 - 62)
64 Eine
neue Sintflut wird hereinbrechen, die die Erde von der menschlichen Verderbnis
reinwaschen wird. Sie wird die Altäre der falschen Götter umstürzen, wird Stein
um Stein die Fundamente jenes Turms des Hochmuts und der Gottlosigkeit
zerstören und wird jede falsche Lehre und jede verkehrte Philosophie
auslöschen.
65 Doch
diese Sintflut wird nicht nur aus Wasser bestehen wie einstens; denn die Hand
des Menschen hat alle Elemente gegen sich entfesselt, sowohl sichtbare, als
auch unsichtbare. Er spricht sich selbst sein Urteil, straft und richtet sich
selbst. (65, 31)
66 Die
Naturreiche werden nach Gerechtigkeit rufen, und wenn sie entfesKapitel selt
sind, werden sie bewirken, dass Teile der Erdoberfläche verschwinden und zu
Meer werden, und dass Meere verschwinden und an ihrer Stelle Land auftaucht.
67 Die
Vulkane werden ausbrechen, um die Zeit des Gerichts zu verkünden, und die ganze
Natur wird in heftige Bewegung geraten und erschüttert werden.
68 Betet,
damit ihr euch wie gute Jünger verhaltet, denn dies wird die passende Zeit
sein, in der sich die Trinitarisch-Marianische Geistlehre in den Herzen
ausbreitet. (60, 40 - 41)
69 Drei
Viertel der Erdoberfläche werden verschwinden, und nur ein Teil wird übrig
bleiben, um Zuflucht derer zu sein, die das Chaos überleben. Ihr werdet die
Erfüllung vieler Prophetien miterleben. (238, 24)
70 Irret
euch nicht; denn bevor das "Sechste Siegel" zu Ende geht, werden große
Ereignisse eintreten: die Sterne werden bedeutungsvolle Zeichen geben, die
Nationen der Erde werden stöhnen, und von diesem Planeten werden drei Teile
verschwinden und nur einer wird übrigbleiben, auf dem die Saat des Heiligen
Geistes als neues Leben empor sprießen wird.
71 Die
Menschheit wird dann ein neues Dasein beginnen, in einer einzigen Lehre, einer
einzigen Sprache und einem einzigen Bande des Friedens und der Brüderlichkeit
vereint. (250, 53)
72 Ich
spreche zu euch von dem Schmerz, den ihr verdient, den ihr immer mehr vermehrt,
und der, wenn die Stunde gekommen ist, überbordet.
73 Ich
würde meinen Kindern niemals einen solchen Kelch reichen; aber in Meiner
Gerechtigkeit kann Ich dennoch zulassen, dass ihr die Frucht eurer Bosheit,
eures Stolzes und eurer Unbesonnenheit erntet, damit ihr reuig zu Mir
zurückkehrt.
74 Die
Menschen haben meine Macht und meine Gerechtigkeit herausgefordert, als sie mit
ihrer Wissenschaft den Tempel der Natur entweihten, in welchem alles Harmonie
ist, und ihr Gericht wird nun unerbittlich sein.
75 Die
Elementarkräfte werden entfesselt sein, der Kosmos wird erschüttert werden und
die Erde wird erzittern. Dann wird Entsetzen in den Menschen sein, und sie
werden fliehen wollen, doch es wird kein Entkommen geben. Sie werden die
entfesselten Kräfte bändigen wollen und werden es nicht vermögen. Denn sie
werden sich schuldig fühlen und, ihre Vermessenheit und Torheit zu spät
bereuend, werden sie den Tod suchen, um der Strafe zu entgehen. (238, 15 - 17)
76 Wenn die
Menschen ihre Geistesgaben kennen würden – wie viele Leiden würden sie sich
erleichtern! Aber sie haben es vorgezogen, blind oder träge zu bleiben, während
sie Zeiten größten Schmerzes auf sich zukommen lassen.
77 Meine
Lehre soll euch erleuchten, damit ihr euch jene großen Leiden erspart, die der
Menschheit durch die Propheten vergangener Zeiten angekündigt wurden.
78 Nur in
der Besserung eures Lebens könnt ihr jene Macht oder Fähigkeit finden, euch von
der Auswirkung der entfesselten Elemente zu befreien. Denn nicht nur der Glaube
oder das Gebet sind die Waffen, die euch den Sieg über die Schicksalsschläge
und Widrigkeiten des Lebens geben: jener Glaube und jenes Gebet müssen von einem
tugendsamen, reinen und guten Leben begleitet werden. (280, 14 - 15+17)
79 Bald
wird eine Zeit großer Ereignisse für die Welt beginnen. Die Erde wird beben,
und die Sonne wird brennendheiße Strahlen auf diese Welt herabsenden, die ihre
Oberfläche versengen. Die Kontinente werden von einem Pol zum andern von Schmerz
heimgesucht werden, der ganze Erdkreis wird gereinigt werden, und es wird kein Geschöpf
geben, das nicht die Härte und die Sühne fühlt.
80 Doch
nach diesem großen Chaos werden die Nationen die Ruhe zurückgewinnen, und die
Naturkräfte werden sich beruhigen. Nach jener "Sturmnacht", in der
diese Welt lebt, wird der Regenbogen des Friedens erscheinen, und alles wird zu
seinen Gesetzen, seiner Ordnung und Harmonie zurückfinden.
81 Von
neuem werdet ihr den Himmel klar und die Felder fruchtbar sehen. Die Wasserläufe
werden wieder ungetrübt und das Meer ruhig sein. Es wird Früchte auf den Bäumen
und Blumen auf den Wiesen geben, und die Ernten werden überreich sein. Der Mensch,
geläutert und gesund, wird sich wieder würdig fühlen und den Weg zu seinem
Aufstieg und seiner Rückkehr zu Mir geebnet sehen.
82 Jeder
wird von Grund auf rein und geläutert sein, um würdig zu sein, das kommende
Neue Zeitalter mitzuerleben. Denn Ich muss die neue Menschheit auf feste
Fundamente gründen. (351, 66 - 69)
Die Liebesgerechtigkeit und das
Erbarmen Gottes
83 Es naht
die Stunde, in der sich das Gericht auf der Welt voll fühlbar macht. Jedes
Werk, jedes Wort und jeder Gedanke werden gerichtet werden. Von den Mächtigen
der Erde, die die Völker regieren, bis zu den Geringsten – sie alle werden auf
meiner Göttlichen Waage gewogen.
84 Doch
verwechselt nicht Gerechtigkeit mit Vergeltung, noch Wiedergutmachung mit
Strafe. Denn Ich lasse nur zu, dass ihr die Früchte eurer Saat erntet und sie
esst, damit ihr an ihrem Geschmack und ihrer Wirkung erkennt, ob sie gut oder
schädlich sind, ob ihr Gutes oder Schlechtes gesät habt.
85 Das
durch menschliche Übeltat vergossene unschuldige Blut, die Trauer und die
Tränen von Witwen und Waisen, des Geächteten, der Elend und Hunger erleidet –
sie alle rufen nach Gerechtigkeit, und meine vollkommene und liebevolle, aber
unerbittliche Gerechtigkeit kommt auf alle herab. (239,21 - 23)
86 Meine
Gerechtigkeit wird über jedes Geschöpf kommen und jedes menschliche Wesen
berühren, so wie der Engel des Herrn über Ägypten kam und mein Gericht
ausführte, bei dem sich nur jene retteten, welche ihre Tür mit dem Blut eines
Lammes gekennzeichnet hatten.
87
Wahrlich, Ich sage euch, in dieser Zeit wird jeder gerettet werden, der wacht
und Glauben hat an das Wort und die Verheißungen des Heilands; des Göttliches
Lammes, das sich opferte, um euch beten zu lehren und mit vollkommener Liebe
die Aufgaben eures Sühneweges zu erfüllen, weil mein Blut euch wie ein Mantel
aus Liebe beschützen wird. Doch wer nicht wacht, wer nicht glaubt oder wer
lästert, der wird heimgesucht werden, damit er aus seiner Lethargie erwacht. (76,
6 - 7)
88 Wenn aus
dem Innersten der Menschen der Hilfeschrei zu Mir empor dringt, der Mir sagt:
"Mein Vater, unser Heiland, komm zu uns, wir verderben", dann werde
Ich sie meine Gegenwart fühlen lassen, werde ihnen mein unendliches Erbarmen
offenbaren und es ihnen ein weiteres Mal beweisen. (294, 40)
89 Der
gewohnheitsmäßige Ablauf eures Lebens wird plötzlich von starken Stürmen
gepeitscht werden. Aber danach wird in der Unendlichkeit das Licht eines Sterns
aufleuchten, dessen Strahlen den Frieden, das Licht und die Ruhe schenken
werden, die der inkarnierte Geist zum Nachdenken über die Ewigkeit benötigt.
(87, 52)
Die Wirkung des Gerichts
90 Wenn es
den Anschein hat, dass für den Menschen alles aus ist, der Tod gesiegt hat oder
das Böse triumphiert, werden sich aus der Finsternis die Wesen zum Licht
erheben. Vom Tode werden sie zum wahren Leben auferstehen, und aus dem Abgrund
des Verderbens werden sie sich aufrichten, um das ewige Gesetz Gottes zu
befolgen.
91 Nicht
alle werden den Abgrund kennen lernen; denn manche waren darauf bedacht, sich
von jenem Krieg der Leidenschaften, des Ehrgeizes und des Hasses fernzuhalten,
und haben nur am Rande des neuen Sodom gelebt; und andere, die viel gesündigt
haben, werden rechtzeitig innehalten, und durch ihre zeitige Reue und völlige Erneuerung
werden sie sich viele Tränen und viel Schmerz ersparen. (174,53 - 54)
92 Von
jener ganzen moralischen und materiellen Struktur der Menschheit wird
"kein Stein auf dem andern bleiben". Denn damit auf dieser Erde der
"neue Mensch" erscheint, ist es unumgänglich, dass jeder Schandfleck getilgt,
jede Sünde beseitigt und nur das übriggelassen wird, was guten Samen enthält.
93 Der
Lichtglanz meiner Gegenwart und meiner Gerechtigkeit wird auf dem ganzen
Erdkreis wahrgenommen werden, und angesichts jenes Lichtes werden die
Götzenbilder stürzen, werden die gewohnten Traditionen der Vergessenheit
anheimfallen, und die unfruchtbaren Riten aufgegeben werden. (292, 33 - 34)
94 Eine
einzige Tür wird für die Rettung des Menschen offen bleiben: die der
Vergeistigung. Wer sich retten will, wird seinen Hochmut, seine falsche Größe,
seine niederen Leidenschaften, seine Selbstsucht aufgeben müssen.
95 Sehr
bitter wird der Kelch sein, den die Menschen in der großen Schlacht werden
trinken müssen. Dennoch sage Ich euch: wohl denen, die von jenem Kelche trinken
und dann als Geläuterte die Erde verlassen. Denn wenn sie in anderen Körpern
auf diese Welt zurückkehren, wird ihre Botschaft von Licht, von Frieden und
Weisheit durchdrungen sein. (289, 60 - 61)
96 Noch
sind die "letzten Gefechte" mit ihren Bitternissen und die
"letzten Wirbelstürme" nicht eingetroffen. Noch steht aus, dass alle
Kräfte in Aufruhr geraten, und die Atome in einem Chaos herumwirbeln, damit
nach alledem eine Lethargie, eine Erschöpfung, eine Traurigkeit und ein Ekel
eintritt, die den Anschein des Todes erwecken.
97 Doch
dies wird die Stunde sein, in der in den empfindsam gewordenen Gewissen der
vibrierende Widerhall einer Posaune vernommen wird, der euch vom Jenseits aus
ankündigt, dass unter den Menschen guten Willens das Reich des Lebens und des
Friedens naht.
98 Bei
jenem Schall werden "die Toten auferstehen" und Reuetränen vergießen,
und der Vater wird sie als die "Verlorenen Söhne" empfangen, die von
der langen Reise ermüdet und vom großen Kampfe ermattet sind, und wird ihren
Geist mit dem Kuss der Liebe besiegeln.
99 Von
diesem "Tage" an wird der Mensch den Krieg verabscheuen. Er wird den
Hass und den Groll aus seinem Herzen verjagen, wird die Sünde verfolgen und ein
Leben der Wiedergutmachung und des Wiederaufbaus beginnen. Viele werden sich
von einem Lichte inspiriert fühlen, das sie zuvor nicht schauten, und werden
aufbrechen, um eine Welt des Friedens zu schaffen.
100 Es wird
erst der Anfang der Zeit der Gnade sein, des Zeitalters des Friedens.
101 Die
Steinzeit liegt bereits weit zurück. Das Zeitalter der Wissenschaft wird auch
vorübergehen, und dann wird unter den Menschen das Zeitalter des Geistes
erblühen.
102 Der
Brunnquell des Lebens wird große Geheimnisse offenbaren, damit die Menschen
eine Welt errichten, die stark ist in der Wissenschaft des Guten, in der
Gerechtigkeit und in der Liebe. (235, 79 - 83)