BWL - Band I - Unterweisung 10


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters - Band I - Unterweisungen 1 - 28 
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Unterweisung 10:
 1 Antwortet in dieser gesegneten Stunde auf die Fragen eures Gewissens, denn es ist Gerichtszeit.
2 Ihr befindet euch vor eurem Richter, denn es ist nötig, dass Ich euch für einen Augenblick mit Meiner Gerechtigkeit berühre; aber wahrlich, Ich sage euch, Mein Gericht ist liebevoll und gerecht.
3 Ich gebe euch andauernd große Beweise, dass Ich unter euch weile. Warum glaubt ihr Mir nicht alle? Wollt ihr, dass Ich euch der Willkür menschlicher Bosheit preisgebe? — Verirrt euch nicht auf die Wege der Welt. Kommt zu Mir, Ich bin der Weg, der euch zum wahren Glücke führt.
4 Ich habe eurer Nation eine Mission des Friedens und nicht des Krieges anvertraut; begreift, dass in ihr Mein göttliches Wort ertönt, in welchem Ich euch offenbart habe, dass das Neue Jerusalem sich im Geistigen Tale befindet; und in dieses (das Neue Jerusalem) müssen alle Geister auf dem Wege geistiger Höherentwicklung eingehen und zu dessen Bewohnern werden.
5 Noch bis zum heutigen Tage zeigt ihr Mir eure Kornkammern mit wenig Saatkorn, und zwar, weil ihr die Äcker nicht nützet, die Ich euch nach und nach verschaffe. Eure Brüder "sterben" vor euren Augen, und ihr bleibt unberührt davon.
6 Glaubt ihr nicht, dass ihr auf diese Weise Mein Gesetz verheimlicht? Ihr wisst sehr wohl, dass ihr es seid, die vor langer Zeit ein Bündnis mit Mir schlossen, einen Bund, der im Buche des Lebens niedergeschrieben blieb.
7 Euer Herz bekennt, dass ihr noch immer wie mutlose Soldaten seid.
8 Höre auf Mich, Volk, denn die Prüfungen werden kommen, und sie werden euch aufwecken und euch die Stählung geben, die euch fehlt.
9 Es ist notwendig, dass euer Glaube und euer Wissen groß werden, damit ihr versteht, dass ihr in diesem Leben die Hüter des Friedens sein müsst mittels eurer Gedanken und Gebete.
10 Ein neues Jahr beginnt für euch, für welches ihr Mir Rechenschaft ab legen werdet. Ich gebe euch diese Zeit für eure Zurüstung und für euren Kampf.
11 Wenn ihr euch zubereitet, werdet ihr nicht weinen noch Schmerz in eurem Herzen fühlen. Doch fordert Meine Gerechtigkeit nicht durch Ungehorsam heraus, denn dann werdet ihr mit Sicherheit den Kelch der Bitterkeit trinken müssen.
12 Werdet Meine Arbeiter, denn die Felder erwarten euren Liebessamen. Elias, der unermüdliche Hirte, hat die Wege und Äcker schon vorbereitet, damit ihr eure Ackergeräte ergreift und die Felder zu bearbeiten anfangt.
13 Eure Arbeit ist sehr heikel, doch wird sie weder schwer noch ermüdend sein. Vor die weißglühende Sonne Meiner Gerechtigkeit wird sich immer der mütterliche Mantel Marias wie eine wohltätige Wolke legen, der euch seinen himmlischen Schutz gewährt, während euch Meine Stimme wie das Trillern und Gurren der Vögel ergötzen wird, um eure Arbeit angenehm zu machen.
14 Geliebte Jünger, Meine Stimme hat in der Dritten Zeit unermüdlich zu euch gesprochen, Mein Wort erschien wie ein strahlender Leuchtturm, der den verirrten Schiffbrüchigen den Weg zeigt.
15 Ich habe euch mit Meiner Lehre die geistige Macht gegeben, nicht nur, um die Wechselfälle dieser Welt zu bestehen, sondern auch, um die geistige Aufgabe zu erfüllen, die ihr in dieser Zeit übernommen habt.
16 Nicht alle werden euch mit offenen Armen empfangen, wenn ihr Meine Lehre verbreiten werdet; manche werden euch Schlingen legen, um euch zu Fall zu bringen.
17 Der Kampf wird entbrennen; denn ebenso, wie es welche gibt, die die Macht haben, das Gute zu tun, gibt es auch solche, die die Macht für das Böse haben.
18 Ich läutere euch und bereite euch geistig und körperlich vor, damit ihr die Inspiration des Vaters versteht und sie später euren Brüdern in gleicher Reinheit bringt, in der Ich sie euch übergeben habe.
19 Ihr werdet beweisen, dass diese Lehre keine Theorie ist, dass sie nicht den Büchern entnommen wurde, dass sie in ihrer Wahrheit die Botschaft des Heiligen Geistes enthält.
20 Ich mache euch bereit, denn das Leben auf der Erde wird sich jeden Tag verändern, und was heute "Frieden" ist, wird morgen Krieg sein; was heute den Menschen als "Licht" erscheint, wird sie morgen in die Irre gehen lassen. Die Menschheit stellt ihre vielfältigen Waffen für die Schlacht bereit; haltet ihr die euren bereit.
21 Im Gebet und in der Ausübung Meiner Lehre werden die Menschen das Licht finden. Im Handeln nach Meinem Gesetz werden Meine neuen Soldaten die Kraft finden, und wenn die Tage des Schmerzes kommen, werdet ihr euch vereinigen, um euch Mut zu machen und für alle zu beten.
22 Mein Gesetz wird in dieser Zeit die Arche der Errettung sein. In Wahrheit sage Ich euch: Wenn die Wasser der Sintflut von Schlechtigkeiten, von Schmerzen und Elend entfesselt sind, werden die Menschen anderer Nationen in langen Zügen zu diesem Lande kommen, von seiner Vergeistigung, seiner Gastfreundschaft und seinem Frieden angezogen; und wenn sie diese Offenbarung kennengelernt haben und an das glauben, was Ich bei Meinem neuerlichen Kommen als Heiliger Geist gesprochen habe, werde Ich auch sie "Israeliten nach dem Geist" nennen. Unter diesen Menschenmengen werden Meine Sendboten sein, die Ich zu ihren Völkern zurückkehren lassen werde, um ihren Brüdern die göttliche Botschaft Meines Wortes zu bringen. Doch nicht alle werden zu dieser Nation kommen, um die Lehre kennenzulernen, die Ich euch brachte, denn viele werden sie geistig empfangen.
23 Ihr werdet dann erleben, wie viele, die Mich nie gehört haben, wie die großen Apostel voller Glauben, Liebe und Eifer aufstehen werden, Befürchtungen und Vorurteile, die ihr nicht zu überwinden vermochtet, unbeachtet lassen und überall, wo sich eine Türe auftut, eintreten werden, um von Meinem Worte Zeugnis abzulegen. Sie werden keine Furcht haben vor Sekten und Religionen, denn statt sie für Feinde zu halten, werden sie dieselben als Brüder betrachten.
24 Seht niemanden auf diesem Weg als Fremden an, nehmt eure Brüder mit offenen Herzen auf und übergebt ihnen die Unterweisung, die Ich euch gegeben habe.
25 Später, wenn Meine Sendboten sich über die Welt verstreut haben, werden sie sich alle in ihrer Mission vereint fühlen.
26 Der "Arbeiter" wird das Land bebauen, die Furche ziehen und dahinein seinen Samen legen, mit dem Glauben und Sehnen, eine reiche Ernte einzuholen. Doch der Meister sagt euch: erinnert euch stets daran, das Erdreich zu wählen, das geeignet ist, damit die Saat nicht misslingt. Immer werdet ihr Früchte ernten, die der Liebe entsprechen, mit der ihr sie gepflegt habt.
27 Ihr alle werdet "Arbeiter auf Meinen Feldern" sein können, aber es ist notwendig, diese Aufgabe vorher zu fühlen und zu begreifen.
28 Diese Arbeit besteht darin, die dunkle Binde von den Unwissenden und Fanatikern wegzunehmen, sie zu lehren, dass Ich der Eine Gott bin, dem alle dienen müssen. Ich bereite euch zu, um euch den andern als ein Vorbild zu zeigen, da ihr fähig wart, eure Augen dem Lichte zu öffnen und demütig zu bekennen, dass ihr Unwissende wart.
29 Durch euch werde Ich Meinen Samen aussäen und später die Früchte der Erfüllung Meines Gesetzes ernten. Eure Brüder werden euch fragen, wie ihr diese Lehre erhalten habt, welcher Art Meine Kundgebungen waren, und warum ihr diesem Wege folgt; und auf jede Frage sollt ihr mit absoluter Wahrheit antworten. Denn wenn ihr euch nicht mit der Wahrheit zu verteidigen versteht, werdet ihr nicht stark sein und als Verlierer dastehen; dann wird der Samen nicht keimen können.
30 Ich will nicht, dass ihr am Ende des Kampfes keine Ernte einbringen könnt, nachdem ihr euch von den Versuchungen der Welt abgewandt habt, um Mich zu hören, und Meine Jünger genannt wurdet. Es wäre nicht gerecht, wenn ihr Enttäuschungen und Bitternisse ernten würdet, nur weil ihr nicht rechtzeitig gelernt habt, Mein Werk zu verteidigen, indem ihr es studiert und ergründet, um den Prüfungen die Stirne bieten zu können.
31 Meine Unterweisung ist eine einzige Lehre, wohlweislich in vielerlei Formen mitgeteilt, damit ihr sie verstehen könnt, und der ihr nichts hinzuzufügen habt. Und obgleich sie Gesetz ist, will Ich euch dieselbe nicht aufzwingen, denn ihr würdet in Heuchelei geraten; ihr würdet Erfüllung zur Schau tragen, während ihr mit euren Handlungen gegen Mein Gesetz verstoßen würdet.
32 Ich habe das Gewissen in eure Wesenheit gelegt, damit es die Richtschnur auf all euren Wegen sei, da das Gewissen das Gute vom Bösen zu unterscheiden vermag und das Gerechte von dem, was ungerecht. Mit diesem Lichte werdet ihr nicht getäuscht werden noch unwissend genannt werden können. Wie könnte der Spiritualist seinen Nächsten betrügen oder sich selbst zu täuschen suchen, so er die Wahrheit kennt?
33 In der Zweiten Zeit nahte sich Jesus ein reicher Jüngling und sprach zu Ihm: "Meister, ich glaube das Reich zu verdienen, das Du versprichst, denn ich handle nach Deiner Lehre." Jesus fragte ihn: "Erfüllst du das Gesetz?" Und der Jüngling antwortete: "Ja, Herr, ich faste, behandle meine Brüder gut, tue niemandem Böses und gebe einen Teil meines Vermögens zur Unterstützung des Tempels." Da sprach Jesus zu ihm: "Wenn du Mir folgen willst, so gib den Armen, was du besitzest, und folge Mir nach." — Doch es war so viel, was der Jüngling besaß, dass er seine Reichtümer nicht aufgeben wollte und es vorzog, sich vom Herrn zu trennen. Er glaubte zu erfüllen und betrog sich selbst.
34 Wie oft habe Ich euch gesagt: Übt tätige Nächstenliebe, lasst diese Tugend offenbar werden, doch tragt sie nicht zur Schau, denn dann wird es keine selbstlose Hilfe mehr sein, und ihr werdet euch selbst betrügen.
35 Jünger, wenn ihr bei der Ausübung Meiner Lehre keinen Irrtümern erliegen wollt, so prüft eure Handlungen mit Hilfe des Gewissens; wenn es euch anklagt, so erforscht euch von Grund auf, findet den Fehler und berichtigt ihn. Euer Gewissen ist ein Spiegel, in welchem ihr sehen könnt, ob ihr lauter seid oder nicht.
36 Der Spiritualist soll an seinen Handlungen erkannt werden, welche, um lauter zu sein, vom Gewissen diktiert sein müssen. Wer so handelt, wird in seinem Geiste die Berechtigung fühlen, sich Mein Jünger zu nennen.
37 Wer wird Mich täuschen können? — Niemand. Aber Ich richte euch nicht nach dem, was ihr tut, sondern nach der Absicht, mit der ihr es tut. Ich bin in eurem Gewissen und jenseits desselben. Meint ihr, dass Ich eure Handlungen und deren Absicht nicht wissen kann?
38 Bereitet euch vor auf den Kampf, damit Mein Volk nicht aufgrund eurer schlechten Handlungen falsch verstanden wird, denn oftmals wird die Anerkennung oder Nichtanerkennung Meiner Lehre von euch abhängen. Doch Ich frage euch: Was wird Mein Wort verdunkeln können, da es die Wahrheit selbst ist, da es Reinheit und Vollkommenheit ist? — Nichts. Doch durch euren Mangel an Erfüllung werdet ihr sehr wohl Gelegenheiten versäumen, Verdienste zu erwerben und euren Geist zu heben.
39 Wenn jemand Meine Wahrheit nicht kennt, so deshalb, weil er nicht herbeigekommen ist, um aus dem Quell der Weisheit zu trinken, welcher Mein Wort ist und welcher seine kristallklaren Wasser für jeden Dürstenden überquellen lässt.
40 Die Wahrheit, die Ich den "Ersten" offenbarte, den Patriarchen, Propheten und Gerechten, ist dieselbe, die Ich euch heute darlege, denn Meine Lehre, die ihr derzeit empfangt, ist das Gesetz aller Zeiten. Ich lehre euch nur den Weg, damit ihr eure Lebensreise bis zum Ziele fortsetzt.
41 Jünger, hier ist Mein Wort, in welchem ihr immer Meine Wahrheit finden werdet; falls ihr jedoch irrtümliche oder komplizierte Auslegungen geben solltet, wenn ihr Meine Lehre verändert oder den (geistig) Bedürftigen eine verworrene Darstellung derselben gebt, werdet ihr eine schlechte Ernte einbringen.
42 Achtet darauf, wie ihr Meine Lehre weitergebt und wie ihr von ihr sprecht, denn ihr seid für ein sehr großes Erbe verantwortlich.
43 Ich bin der Eigentümer des Saatkorns, ihr seid die Arbeiter, sorgt dafür, dass es keimt, blüht und Frucht bringt, wie Ich es euch gelehrt habe.
44 Fühlt euch jedoch nicht als Knechte oder Sklaven. Fühlt euch frei, um innerhalb Meines Werkes zu lieben und zu arbeiten. Ich bin das Licht, das die Wege beleuchtet, und ihr die Wanderer, die den Pfad auswählen.
45 Wenn jemand wie ein Blinder geht und dies Licht nicht sieht, wenn jemand träge ist und es deshalb nicht findet, wenn jemand vom Weg abirrt, so gebe er nicht Mir die Schuld; denn wo immer ihr
seid, bin Ich, um in verschiedenen Formen zu euch zu sprechen. Erkennt, dass der, welcher Mich finden will, eine Anstrengung machen muss.
46 Mein Wort dringt in euer Herz wie der Weizen in fruchtbares Erdreich, und wenn ihr es empfangt, müsst ihr es zum Blühen und Sich Vervielfältigen bringen.
47 Erforscht dies Wort, damit ihr seinen Inhalt erkennen könnt, und handelt danach, damit ihr seines Wertes inne werdet; und behaltet die Erkenntnis, die ihr durch die Erforschung gewinnt, nicht nur für euch, macht sie der Menschheit bekannt. Ihr werdet mit Freude erleben, dass sie von euren Brüdern gut aufgenommen wird, und ihr werdet sie zur Liebe und zum Glauben erwachen sehen.
48 Nach dieser Zeit werden die Menschen auf der Suche nach Meiner Lehre zu euch kommen und, ohne Mein durch die "Sprachrohre" übermitteltes Wort gehört zu haben, werden sie wissen, dass Ich noch einmal gekommen bin, und werden die Gewissheit haben, dass Ich in dieser Form zur Menschheit gesprochen habe.
49 Der Augenblick wird kommen, in dem Mein Wort sich in allen Nationen ausbreitet, und Meine in dieser Zeit gegebenen Gebote erlangen über die Zeiten hin Leben und Kraft. Jeder, der sich vorbereitet, wird Meine Gegenwart in seinem Geiste fühlen, und schließlich wird der Mensch Meinem Gesetze gehorchen. Der freie Wille wird von ihm recht verstanden werden, und er wird im Rahmen Meines Göttlichen Gesetzes gerechte Werke vollbringen.
50 Noch einmal hinterlasse Ich euch die Spur, damit ihr Mir nachfolgt. Wenn ihr euch auf der Suche nach Menschen aufmacht, um die Gute Botschaft zu bringen, so fleht nicht, dass sie euch anhören.
Tragt eure Aufgabe mit Würde, und jene, welche euch glauben, werden diejenigen sein, die Ich erwählt habe, um aus ihnen Meine Jünger zu machen. — Gerüchte werden umgehen, dass der Meister wiedergekommen ist, um Seine neuen Apostel zu berufen, und ihr werdet diese Kundgebungen bezeugen und ihnen darüber hinaus offenbaren, dass auch ihr zur Erde zurückgekommen seid, die ihr in der Zweiten Zeit bei Mir wart und Mein Wort in Galiläa und Judäa gehört habt. Doch wenn sie an euch zweifeln, so sagt ihnen, dass sie über Meine Worte und über die Meinen Aposteln gegebenen Prophezeiungen nachdenken sollen, dann werden sie wissen, dass dies die Wahrheit ist.
51 Euch, die ihr Mich hört, übergebe ich Mein Wort durch Vermittlung der Stimmträger; später werden andere Generationen kommen, die alles studieren werden, was Ich gesprochen habe und was gedruckt erhalten bleiben und dicke Bände füllen wird.
52 Ich bin das Leben und belebe euch in jedem Augenblick; aber Ich muss mit euren Ideen und Gedanken kämpfen. Eure Werke bringen euch den Schmerz und den Tod und ihr versteht es nicht, Mich zu suchen, um im Guten stark zu werden. Warum kommt ihr nicht zu Mir? Wer hat Mich angerufen und nicht Meine Gegenwart gefühlt? Wie sehr liebe Ich euch und habe euch immer geliebt! Schon bevor Ich euch erschuf, habe Ich euch in Mir geliebt, und von dem Augenblick an, in dem ihr aus Meinem Geiste hervorgegangen seid, habt ihr Meine Gaben und Gebote für alle Zeiten empfangen.
53 Die Erde, über die ihr heute schreitet, ist nicht euer ewiges Zuhause, ist nicht das Land der Verheißung; deshalb sehnt ihr euch immer nach anderem, höherem Leben, trachtet ihr nach Vollkommenheit, denn sie kommt euch als ewiges Erbe zu; es ist der Zustand der Erhöhung, den euer Geist nach großen Kämpfen erringen wird. Gebt euch nicht mit den irdischen Gütern zufrieden, denn ihr wisst, dass ihr dazu bestimmt seid, das vollkommene, geistige Leben kennenzulernen, mit all seinen Gnaden und Schönheiten.
54 Erwartet nicht, dass sich eure Brüder allein durch Mein göttliches Werk erneuern, ohne dass ihr dafür gekämpft hättet. Eure Aufgabe ist es, zu arbeiten, um die Grundmauern einer neuen Menschheit zu errichten, die Mein Gesetz liebt und befolgt. Dafür ist das Gebet eure beste Waffe.
55 Ich spreche zum Geist und Herzen aller Menschen; Ich hege und pflege sie, und es wird ein Zeitpunkt kommen, da sie sich mit Mir von Geist zu Geiste zu verbinden vermögen, und dann wird es keine Geheimnisse zwischen dem Vater und dem Sohne geben. Bereitet euch auf diese Zeit vor, in der Ich Mich nicht mehr über den menschlichen Verstand kundgeben werde.
56 Schreibt Mein Wort für die kommenden Generationen nieder und nehmt euch davor in Acht, Meine Aufträge nicht richtig auszuführen. Ich will nicht, dass Meine neuen Jünger, jene, die Mein Wort nur durch die Schriften kennen werden, in Meiner Lehre Unvollkommenheiten finden infolge eures Mangels an Zurüstung. Es ist Mein Wille, dass auf diesen Seiten der ganze Gehalt und die ganze Wahrheit Meines Werkes enthalten ist. In diesem Buch, das Ich euch anvertraute, habe Ich Mein in drei Zeiten geoffenbartes Wort vereinigt, und alles, was verborgen oder in Geheimnis gehüllt geblieben ist, werdet ihr verstehen, wenn ihr euch von Geist zu Geist mit Meiner Göttlichkeit verbindet.
57 Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr glaubt, dass Meine Kundgebung in dieser Zeit kein Ereignis ist und dass mit eurem Verschwinden Mein Werk zu Ende sein wird, so habt ihr keine Ahnung von seiner Tragweite, noch habt ihr das Licht des Sechsten Siegels geschaut, das alles Geschaffene erleuchtet und belebt und für die Vollkommenheit des Geistes eine neue Etappe kennzeichnet.
58 Wenn ihr beim Hören Meines Wortes die Demut eures Geistes sehen würdet, so würde sich eure "Materie" mit demselben vereinen, um einen einzigen Willen zu bilden; aber die Körperhülle ist ein Hindernis für euren geistigen Fortschritt. Seht hierin den Kampf und in ihm die notwendigen Verdienste für euren geistigen Aufstieg.
59 Wenn ihr euch durch die Prüfungen des Lebens niedergeschlagen fühlt, so haltet euch an Mich, und ihr werdet stark sein, und keiner wird euren Frieden zerstören noch euch eures Erbes berauben.
60 Ich will euch immer in eurer Liebe brennen sehen, damit ihr nicht gleich den Grabmälern seid, die nur heiß sind, solange die Sonne ihre Strahlen herab sendet, und gegen Abend, wenn sie sich verbirgt, wieder erkalten.
61 Seid nicht nur bewegt, wenn ihr Mein Wort hört, sondern liebt Mich und liebt einander immerdar, so wie Ich euch liebe.
62 In den dankbaren Herzen habe Ich dieses Gebet vernommen: "Herr, unermüdlich gewährst Du uns so viele Wohltaten." Doch Ich sage euch: Ich bin euer Vater und sehe eure Bedürftigkeit. Wie sollte Mein Geist bei eurem Gebete nicht bewegt werden? Ich habe euch in der Einsamkeit eures Schlafgemachs getröstet und euch erleuchtet, damit euer geistiges Gebet von Nutzen ist.
63 Ich lasse im Herzen Meiner Jünger ein Gedenkbuch zurück, damit nach 1950, wenn Mein Wort nicht mehr über den menschlichen Verstand gehört wird, sie es sind, die der Menschheit Meine Botschaft bringen.
64 Wie viele Lehren habt ihr in diesen unscheinbaren Gebetshäusern, in denen sich Mein Wort kundtut, gehört und gelernt, obwohl es in ihnen keine Riten, Altäre noch Bildnisse gibt; hier habt ihr keine Leere mehr in euren Herzen empfunden.
65 Seid gesegnet, die ihr Mir mit Sanftmut und Demut zugehört habt, denn morgen werdet ihr die Menschenmengen durch den tiefen Sinn eures Wortes in Staunen versetzen.
66 Jünger, jetzt ist es Zeit, dass ihr die Größe und Reinheit Meines Werkes erkennt, damit, wenn ihr es in der Zukunft verkündet, eure Handlungen im Einklang mit Meiner Lehre sind.
67 Die Menschenmengen nähern sich diesem Volke; seid zugerüstet; Ich will nicht, dass sie euch bei unlauterem Tun überraschen, denn sie könnten sagen: "Sind das die neuen Jünger des Herrn?"
68 Nachdem Ich so vieles zu euch gesprochen habe, will ich nicht, dass sie eure Kornkammer leer finden an guten Werken.
69 Ihr werdet morgen ausgeforscht und auf die Probe gestellt werden durch die Menschen, welche sich wünschen, euch schwach werden zu sehen, um euch anzuklagen und Meine Wahrheit zu leugnen.
70 Erwartet nicht, dass Mein in Büchern niedergeschriebenes Wort allein das Wunder vollbringt, die Menschheit zu bekehren; es ist notwendig, dass große Soldaten Meiner Sache aufstehen, um mit ihrem Glauben, ihrem Mut und ihrer Liebe als Waffen Meine Wahrheit zu besiegeln und zu bestätigen.
71 Es wird nicht nötig sein, nachzuforschen, ob der Weg frei ist oder nicht, noch braucht ihr auf die Suche nach den Menschenmengen gehen; denn Ich werde es übernehmen, die Bedürftigen auf euren Weg zu stellen.
72 Es ist notwendig, dass sich unter der Menschheit Menschen erheben, welche die Größe Meines Gesetzes erkennen und bewirken, dass es erkannt wird.
73 Ihr, die ihr Mich in dieser Zeit gehört habt — seid groß durch die Demut, durch Mein Wort, durch eure Tugend und gute Erfüllung Meines Gesetzes! Doch glaubt nicht, dass ihr die Größten unter der Menschheit sein werdet, weil ihr Mich gehört habt. Wie vielen, die Meiner Lehre fernstehen, wird an dem Tag, da sie euch hören, euer Zeugnis genügen, um größere Werke als die euren zu vollbringen.
Darüber werdet ihr euch sehr freuen, denn diese Werke werden die Frucht eurer Erfüllung sein.
74 Jetzt stärke Ich euch und schließe die Wunden, welche die Menschheit euch früher schlug, damit ihr die nötige Stählung habt, wenn der Kampf beginnt.
75 Seid euch bewusst, dass das Licht des Sechsten Siegels euch erleuchtet, der Sechste Leuchter die Menschheit erhellt; doch obgleich alle von diesem Lichte bestrahlt werden, werden die einen sich bewusst, dass sie in einer bedeutungsvollen Zeit leben, während die andern alle Lehren unbeachtet vorübergehen lassen.
76 Warum, wenn ihr alle gleich erschaffen worden seid, besitzt ihr nicht alle Glauben? — Aufgrund eures freien Willens und der unterschiedlichen Entwicklung eures Geistes. Während daher die einen hoffen, dass ein höheres Licht und eine höhere Macht sie führt, vertrauen die andern auf das, was sie für ihre eigenen Kräfte halten, und wenn ihnen diese fehlen, fühlen sie sich verloren.
77 Vor langer Zeit ist euer Geist aus Mir hervorgegangen; dennoch sind nicht alle in gleicher Weise auf dem geistigen Entwicklungswege fortgeschritten.
78 Alle Schicksale sind verschieden, ob schon sie euch zum gleichen Ziele bringen. Den einen sind diese, den andern jene Prüfungen vorbehalten. Das eine Geschöpf durchläuft den einen Weg, das andere folgt einem anderen. Ihr seid weder alle im selben Augenblick ins Dasein getreten, noch werdet ihr alle zum gleichen Zeitpunkt zurückkehren. Die einen wandern vorne, die andern hinten, doch das Ziel erwartet euch alle. Niemand weiß, wer ihm nahe ist, oder wer ferne von ihm wandert, weil ihr noch zu klein seid, um diese Kenntnis zu besitzen; ihr seid menschlich, und eure Eitelkeit würde euch zum Verderben gereichen.
79 Der Vater sagt euch allen, dass ihr ausharren sollt, und denen, die Glauben haben, sagt Er, dass sie den Weg derer erleuchten sollen, die im Finstern wandeln.
80 Denkt eingehend nach über euren Lebenslauf, und ihr werdet sehen, dass ihr zuweilen kraftvoll, zuweilen langsam gewandert seid; bei anderen Gelegenheiten seid ihr gestürzt und hernach wieder aufgestanden, bis es euch endlich gelang, einen sichereren und festeren Schritt zu tun.
81 Ich allein kenne eure Entwicklung, obschon Ich euch sagen muss dass der wahrhaft hochstehende Geist Kenntnis von seinem Fortschritt besitzt, ohne darum eingebildet zu sein.
82 Durch die Gabe der Intuition könnt ihr wissen, ob euer Gang übermäßig langsam ist, oder ob ihr in atemberaubendem Lauf begriffen seid, ob ihr stehengeblieben seid, oder ob ihr nach eurer Meinung festen Tritt gefasst habt.
83 Durch euer Gewissen könnt ihr wissen, ob der Weg, auf dem ihr geht, erlaubt ist, oder ob ihr ihn verfehlt habt.
84 Um denen, die nach euch kommen, eine wohltätige Spur eures Ganges durch die Welt zu hinterlassen, ist es notwendig, dass ihr Mein Gesetz erfüllt; mit ihm werdet ihr große Werke hinterlassen, und euer Andenken und Vorbild werden unauslöschlich sein.
85 Jünger, Ich bin die Lerche, unter deren Flügel ihr wie junge Vöglein lebt. Auch sage Ich euch, dass das Sechste Siegel das einzige ist, das geöffnet ist und euch in dieser Zeit erleuchtet.
86 Erkennt, dass viele Meiner Arbeiter, welche die ersten Schüler des Spiritualismus waren, dem schweren Irrtum verfallen sind, zu glauben, dass die Siegel Versammlungsstätten sind, dass die Siegel in dieser Nation gelöst worden sind, und dass sie ihre Besitzer sind.
87 Ich lasse sie unablässig Meine Gerechtigkeit fühlen, denn sie sind in dieser Zeit wie Erstgeborene, die Ich rief und an Meinen Tisch lud, denen Ich Mein Wort der Liebe vorbehalten hatte. Sie gehen auf
den Straßen der Welt dahin und tragen ihre Gaben und Aufträge mit sich, ohne wissen zu wollen, was sie mit sich tragen. Sie glauben Mein Gesetz zu erfüllen und verurteilen ihre Brüder.
88 Sie wissen nicht, wohin sie gehen, noch ahnen sie die Größe Meines Werkes, und als Ich sie gerufen habe, damit sie Mich über den menschlichen Verstand hören, und Ich sie fragte: Glaubt ihr an Meine Gegenwart in dieser Form?, da haben viele von ihnen Mich geleugnet.
89 Ich habe ihnen gesagt: Zeigt Mir eure Anhängerscharen, zählt Mir die Wunder auf, die ihr vollbracht habt; doch sie haben Mir sehr wenig Früchte gezeigt. Ich habe sie auf die großen Menschenmengen hingewiesen, die sich versammeln, wo Mein Wort zu hören ist, auf die Unzahl der Zeugnisse Meiner Macht, und habe sie daran erinnert: "Der Baum wird an seinen Früchten erkannt werden." — Dies ist das Sechste Siegel, unter dessen Licht ihr alle Mir folgen müsst. Heute erleuchtet euch der Sechste Leuchter, welcher das Göttliche Wort ist.
90 Seht, unter Meinem Volke sind die Kinder des Zweifels neben den Kindern des Glaubens, solche, die Mich leugnen, und solche, die Mir nachfolgen: Die einen dem Materialismus zugetan, und die andern sich bemühend, die Vergeistigung zu erlangen. Das ist der Hauptgrund eures Zwistes in dieser Zeit.
91 Aber Meine Lehre ist hell wie das Licht des Tages.
92 Das Lamm Gottes löste die Siegel, und dieses allein wird sie von neuem versiegeln können.
93 Das Neue Jerusalem ist nicht in dieser und auch in keiner andern Nation; diese Stadt ist geistig, auch wenn ihr sie vom jetzigen Zeitpunkt an werdet bewohnen können.
94 Nicht Elias ist es, der die Siegel löste; er war der Vorläufer, damit das Sechste Siegel zur rechten Zeit gelöst und offenbart werden sollte. Elias repräsentiert das Sechste Siegel, und seine Mission ist eine sehr hohe; er offenbarte euch, dass für euch eine neue Zeit der Offenbarung ihren Anfang nahm.
95 Die sieben Gemeinden Asiens, die Heiligtümer waren, in denen die Stimme Meiner Apostel ertönte als eine Botschaft an alle Völkergenerationen, sind ein schönes Bild des Buchs der Sieben Siegel.
96 Roque Rojas kam mit der Mission auf die Welt, das erste Verständigungsorgan zu sein, durch welches Elias die ersten Arbeiter der Dritten Zeit berief, und unter jenen ersten, die Aufträge erhielten, erhob sich eine Jungfrau mit der notwendigen Vergeistigung und Hingabe, damit sich in ihr das Wunder Meiner Kundgabe durch den menschlichen Verstand vollzieht. Seit damals und durch diese Vermittlung zeigte Mein Wort die Zeitspanne dieser Kundgabe an, welche mit der Kundgebung von Elias angefangen hat und die von 1866 bis 1950 dauern wird.
97 Viele Verstandesorgane wurden zubereitet, damit ihr Mein unerschöpfliches Wort haben solltet, welches bis zum letzten Augenblicke Meiner Kundgabe Quelle der Weisheit und der Offenbarungen ist.
98 Später wird die Zeit der Vergeistigung kommen, und obwohl ihr Mein Wort nicht mehr hören werdet, werdet ihr Mich näher bei euch fühlen.
99 Ungeachtet der guten Vorbereitung der einen und der schlechten Vorbereitung der andern werde Ich weiterhin herabkommen, um Mich kundzutun. Um der guten Absicht der einen und der mangelnden Zurüstung der andern willen wird Mein Geist bis 1950 in dieser Form gegenwärtig sein; denn nichts wird verhindern können, dass Mein Wille sich erfüllt.
100 Doch jene, welche dieser Speise etwas Fremdes beimischen und den Volksmengen Wasser zu trinken geben, das nicht kristallklar und rein ist, werden Mir dafür verantwortlich sein.
101 Es ist Mein Wille, dass ihr an die Orte zurückkehrt, an denen ihr unterlassen habt, irgendeine Aufgabe zu erfüllen.
102 Die Wege sind geebnet, die Felder erwarten das Saatkorn. Macht euch bereit und lasst die Stunde eures Kampfes kommen. Dann werdet ihr euch brüderlich umarmen, werdet aufbrechen und Meinen Willen sich in euch erfüllen lassen.
103 Vergesst nicht, dass Mein Werk rein ist und ihr es bis ans Ende lieben sollt.
104 Ihr sollt auf eurem ganzen Lebensweg tätige Nächstenliebe üben; dies ist eure Aufgabe. Ihr besitzt viele geistige Gaben, um auf verschiedene Arten selbstlose Hilfe zu leisten. Wenn ihr euch vorzubereiten versteht, werdet ihr das, was ihr unmöglich nennt, vollbringen.
105 Die Liebestätigkeit, die ihr mit einem Geldstück ausübt — obgleich auch sie Liebestätigkeit ist — wird doch die weniger hochstehende sein.
106 Liebe, Vergebung und Frieden müsst ihr den Herzen eurer Brüder bringen.
107 Ich will keine in Meinem Gesetz geschützten Pharisäer und Heuchler mehr. Ich will Jünger, die den Schmerz ihrer Mitmenschen fühlen. Allen, die sich reuevoll erheben, werde Ich vergeben, ganz gleich, zu welcher Sekte oder Religion sie sich bekennen, und werde ihnen den wahren Weg klar vor Augen führen.
108 Gesegnet seien, die Meine Lehren in fremde Länder bringen, denn Mein Gesetz und Meine Schutzengel werden sie behüten. Ich habe euch gesagt, dass durch eines Meiner Kinder, das zugerüstet ist, ein weiter Landstrich gerettet werden kann. Macht euch dieser Gnade würdig, dann werde Ich euch vieles gewähren.
109 Ich spreche auf vielerlei Arten zu euch, damit euch Mein Wort stärkt und ihr nicht schwach werdet, wenn ihr den Glauben am meisten nötig habt.
110 Liebt euch, wenn ihr beisammen seid, liebt euch, wenn ihrfern voneinander seid, dann wird der Segen des Vaters auf diese Brüderlichkeit herabkommen.
Mein Friede sei mit euch!

10. Als die Zeit erfüllt war

II Rückschau auf die erste und zweite Offenbarungszeit
Kapitel 10 - Als die Zeit erfüllt war
Prophetische Weissagungen

1 Euer Vater bereitete alles vor, damit "Das Wort" Gottes unter den Menschen wohne und ihnen an den erhabenen Beispielen seiner Liebe den Weg ihrer Wiedergutmachung zeige.

2 Zuerst inspirierte Er die Propheten, die die Form anzukündigen hatten, in welcher der Messias zur Welt kommen würde, welcher Art sein Werk, seine Leiden und sein Tod als Mensch sein würde, damit, wenn Christus auf der Erde erschiene, derjenige, der die Prophetien kannte, Ihn augenblicklich erkennen würde.

3 Jahrhunderte vor meiner Gegenwart in Jesus sagte der Prophet Jesaia: "Darum wird der Herr euch dies Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären, den wird man nennen Imanuel".

(Das bedeutet: Gott mit uns).

Mit dieser Weissagung unter anderen kündigte er mein Kommen an.

4 David besang viele Jahrhunderte vor meiner Ankunft in Psalmen voller Schmerz und prophetischem Sinn die Leiden des Messias während der Kreuzigung. In jenen Psalmen spricht er von einem meiner sieben Worte am Kreuz, zeigt die Verachtung an, mit der die Menschenmenge Mich zur Kreuzigung führen würde, die Ausdrücke des Spottes der Menschen, wenn sie Mich sagen hören, dass in Mir der Vater ist; die Verlassenheit, die mein Körper angesichts der menschlichen Undankbarkeit fühlen würde, alle Marter, denen ich unterworfen werden würde, und sogar die Art, in der sie über mein Gewand das Los werfen würden.

5 Jeder meiner Propheten kündigte mein Kommen an, bereitete die Wege und gab genaue Merkmale, damit, wenn der Tag kommen würde, niemand sich irrte. (40, 1-5)

Die Messiaserwartung im jüdischen Volk

6 Die Welt war in der gegenwärtigen Zeit nicht bereit, Mich so zu erwarten, wie Mich das Volk Israel in jener "Zweiten Zeit" erwartete. Meine großen Propheten hatten einen Messias angekündigt, einen Heiland, den Sohn Gottes, welcher kommen würde, um die Unterdrückten zu befreien und die Welt durch das Licht des "Wortes" zu erleuchten. Je mehr jenes Volk litt, desto mehr sehnte es das Kommen des Verheißenen herbei; je mehr es vom Kelch der Erniedrigung und der Unterdrückung trank, desto mehr sehnte es sich nach der Gegenwart des Messias, und überall suchte es nach Hinweisen und Zeichen, die zu ihm von der Nähe der Ankunft ihres Erlösers sprechen würden.

7 Von Generation zu Generation und von Eltern auf Kinder wurde die Göttliche Verheißung weitergegeben, die das auserwählte Volk des Herrn lange Zeit hindurch zum Wachen und Beten veranlasste

8 Endlich kam Ich zu meinen Volke, aber nicht alle vermochten Mich zu erkennen, obwohl Mich alle erwarteten: die einen taten es in vergeistigter Weise und die anderen in einer materialistischen Auslegung.

9 Aber Mir genügte die Lauterkeit und die Liebe derer, die meine Gegenwart fühlten und im Lichte meines Wortes das Himmelreich erblickten, und an meine Kundgebung glaubten. Mir genügten jene, die Mir getreulich nachfolgten und in Mir ihren geistigen Erlöser sahen, denn sie waren es, die meine Wahrheit bezeugten, nachdem Ich von dieser Welt geschieden war.

10 Obwohl meine Botschaft für alle Völker der Erde bestimmt war, ging mein Ruf an das Herz des Auserwählten Volkes, damit es hernach zum Sprachrohr meines Wortes würde. Dennoch - nicht nur jenes Volk fühlte meine Gegenwart, auch in anderen Nationen vermochten die Menschen die Zeichen meiner Ankunft zu entdecken und erahnten die Zeit meiner Gegenwart auf Erden. (315, 17 - 19)

11 In jedem Zeitalter und bei jeder Göttlichen Offenbarung erscheint Elia bei den Menschen.

12 Noch war der Messias nicht zur Erde gekommen, nicht mehr lange, so würde er als Mensch geboren werden, und schon war der Geist des Propheten in Johannes inkarniert, welcher später der Täufer genannt wurde, um die Nähe des Himmelreiches anzukündigen, welches die Gegenwart des "Wortes" unter den Menschen sein würde. (31, 61-62)

Maria, die Leibesmutter Jesu

13 Schon in der "Ersten Zeit" begannen die Patriarchen und Propheten von der Ankunft des Messias zu sprechen. Doch der Messias kam nicht nur im Geiste - er kam, um aus einer Frau geboren zu werden, um Mensch zu werden, um von einer Frau einen Körper zu erhalten.

14 Der mütterliche Geist Gottes musste gleichfalls Mensch werden, zur Frau werden, als eine Blume der Reinheit, damit ihrer Blütenkrone der Duft des "Wortes" Gottes entströme, welches Jesus war. (360,26)

15 In Nazareth lebte eine Blume der Reinheit und Zärtlichkeit, eine verlobte Jungfrau mit Namen Maria, welche gerade die vom Propheten Jesaia Angekündigte war, weil aus ihrem Schoße die Frucht des wahren Lebens hervorgehen sollte.

16 Zu ihr kam der Geistige Bote des Herrn, um ihr die Mission zu verkünden, die sie zur Erde mitgebracht hatte, indem er sprach: "Sei gegrüßt, du Hochbegnadete, der Herr ist mit dir, du bist gesegnet unter den Frauen."

17 Die Stunde, da das Göttliche Geheimnis offenbart werden sollte, war gekommen, und alles, was über die Gegenwart des Messias, des Heilands, des Erlösers gesagt worden war, sollte nun unmittelbar in Erfüllung gehen. Aber wie wenige Herzen waren es, die meine Gegenwart fühlten, wie wenige Geistwesen, die vorbereitet waren, um im Lichte meiner Wahrheit das Himmelreich zu erkennen. (40,6-7)

Die Anbetung des Jesuskindes

18 Die Menschheit gedenkt heutzutage jenes Tages, an dem einige Weise aus dem Morgenland zur Krippe von Bethlehem kamen, um das Göttliche Kind anzubeten. Heute fragen Mich einige Herzen: "Herr, ist es wahr, dass jene mächtigen und weisen Herren sich vor Dir verneigten und Deine Göttlichkeit anerkannten?"

19 Ja, meine Kinder, es war die Wissenschaft, die Macht und der Reichtum, die vor meiner Gegenwart niederknieten.

20 Auch waren dort die Hirten, ihre Frauen und ihre Kinder mit ihren bescheidenen, gesunden und schlichten Gaben, mit denen sie den Erlöser der Welt empfingen und begrüßten, und auch Maria, als Verkörperung himmlischer Zärtlichkeit. Sie repräsentierten die Demut, die Unschuld, die Schlichtheit. Doch jene, die in ihren Pergamentrollen die Prophetien und Verheißungen besaßen, die vom Messias sprachen, schliefen tief, ohne auch nur zu ahnen, wer zur Welt gekommen war. (146,9 - 11)

Das Band der Liebe zwischen Jesus und Maria

21 Jesus verbrachte Seine Kindheit und Jugend an der Seite Marias, und auf ihrem Schoße und an ihrer Seite genoss er mütterliche Liebe. Die zur Frau gewordene Göttliche Zärtlichkeit versüßte dem Heiland die ersten Jahre seines Lebens auf der Welt, da Er, als die Stunde gekommen war, so große Bitternis trinken musste.

22 Wie ist es möglich, dass jemand meinen kann, dass es Maria, in deren Schoße sich der Körper Jesu bildete und an deren Seite der Meister lebte, an geistiger Erhebung, an Reinheit und Heiligkeit hätte mangeln können?

23 Wer Mich liebt, muss zuvor all das Meine lieben - alles, was Ich liebe. (39,52-54)

Jesu Wissen und Weisheit

24 Die Menschen behaupten in ihren Büchern, dass Jesus bei den Essenern gewesen sei, um sein Wissen zu erlangen. Doch Jener, der alles wusste, und lebte, bevor die Welten entstanden, hatte nichts von den Menschen zu lernen. Das Göttliche konnte nichts vom Menschlichen lernen. Wo immer Ich Mich aufhielt, geschah es, um zu lehren. Kann es auf Erden jemanden geben, der weiser ist als Gott? Christus kam vom Vater, um den Menschen die Göttliche Weisheit zu bringen. Gab euch euer Meister nicht einen Beweis dafür, als er mit zwölf Jahren Theologen, Philosophen und Gesetzeslehrer jener Zeit in höchstes Staunen versetzte?

25 Manche haben Jesus die Schwachheiten aller Menschen zugeschrieben und ergötzen sich daran, Jenen Menschen, der göttlich und ohne Fehl ist, mit dem Schmutz zu bewerfen, den sie in ihren Herzen tragen. Diese kennen Mich nicht.

26 Wenn alle Wunder der Natur, die ihr betrachtet, nichts anderes als die materielle Verkörperung Göttlicher Gedanken sind - meint ihr dann nicht, dass der Körper Christi die Materialisation eines erhabenen Gedankens der Liebe eures Vaters war? Daher liebte euch Christus nur mit dem Geiste, nicht mit dem Fleische. Meine Wahrheit wird niemals verfälscht werden können, weil sie ein absolutes Licht und eine unumschränkte Macht in sich birgt. (146,35 - 36)

27 Ich gab euch in der "Zweiten Zeit" ein Beispiel dafür, wie ihr die rechte Stunde abwarten müsst, um die Aufgabe zu erfüllen, die euch zur Erde brachte.

28 Ich wartete, bis mein Körper - jener Jesus, den die Menschen vor Augen hatten - sein bestes Alter erreicht haben würde, um durch ihn die Göttliche Mission zu erfüllen, euch die Liebe zu lehren.

29 Als jener Körper - das Herz und der Verstand - seine volle Entfaltung erlangt hatte, sprach mein Geist durch seine Lippen, meine Weisheit durchflutete seinen Verstand, meine Liebe ließ sich in seinem Herzen nieder, und die Harmonie zwischen jenem Körper und dem Göttlichen Licht, das ihn erleuchtete, war so vollkommen, dass Ich oft zu den Menschenscharen sprach: "Wer den Sohn kennt, kennt den Vater."

30 Christus machte Gebrauch von der Wahrheit in Gott, um die Menschen zu lehren. Er bezog sie nicht von der Welt. Weder von den Griechen, Chaldäern, Essenern oder Phöniziern, noch von sonst jemandem bezog er das Licht. Sie kannten den Weg zum Himmelreich noch nicht, und Ich lehrte das, was auf Erden noch unbekannt war.

31 Jesus hatte seine Kindheit und Jugend der tätigen Nächstenliebe und dem Gebet gewidmet, bis die Stunde kam, um das Himmelreich, das Gesetz der Liebe und der Gerechtigkeit, die Lehre des Lichtes und des Lebens zu verkünden.

32 Sucht den Sinngehalt meines in jener Zeit verkündeten Wortes und sagt Mir, ob er aus irgendeiner menschlichen Lehre oder irgendeiner damals bekannten Wissenschaft stammen konnte.

33 Ich sage euch, wenn Ich wirklich die Gelehrsamkeit jener Menschen in Anspruch genommen hätte, dann hätte Ich meine Jünger unter ihnen gesucht und nicht unter den ungebildeten und unwissenden Menschen, aus denen Ich Meine Apostelschar bildete. (169,62 -68)

Das Unverständnis der menschlichen Umwelt in Nazareth

34 Ich musste den Schoß eines Volkes wie Ägypten aufsuchen, da das Volk, zu dem Ich gekommen war, Mir keine schützende Herberge zu geben vermochte. Aber dies war nicht der einzige Schmerz, den mein Herz erleiden musste.

35 Als Ich aus Ägypten zurückkehrte, und dann in Nazareth lebte, wurde Ich fortwährend verspottet und durch Äußerungen von Unglauben und Missgunst verletzt.

36 Ich tat dort Wunder, bezeigte meine Nächstenliebe und meine Macht – und wurde verkannt. Nicht einer von denen, die mein Leben und meine Werke aus der Nähe kannten, glaubte an Mich.

37 Als daher die Stunde des Predigens gekommen war, musste Ich beim Verlassen Nazareths sagen: "Wahrlich, Ich sage euch, kein Prophet findet Glauben in seinem Vaterland. Er muss es verlassen, damit sein Wort Gehör findet." (299, 70 - 72)

Gewaltenteilung !!!


Frage von Anna Maria an Joshua, während sie um ein Rhema bittet:
Ist mein Auftrag beendet, weil du mir nichts mehr sagst?
Das Rhema: Psalm 91:9-10
Denn der Herr ist deine Zuversicht, der Höchste ist deine Zuflucht.
Es wird dir kein Übel begegnen und keine Plage wird zu deiner Hütte sich nahen.
„Mach weiter.“
Danke.

24.11.2018

Gewaltenteilung
Anna Maria atmet in der Nacht in ihren schmerzenden Nacken, während die Kopfstellung geradeaus ist. Da kommt von innen:
„Neglect“
Anna Maria negiert etwas…?
„Heiraten… Spinner … Ja …. Du sagst jedesmal nein, wenn ich dich frage….“???
Was muß ich denn sagen, wenn ich nicht ja sagen soll??
„Donnern …. Was wilsch denn du …. Ich bin doch schon lang mit dir verheiratet.
Levitikus. ….. Tanzlied. Mich heiraten. Nicht den….“ (nicht Anna Marias Mann).
Was willsch denn du von mir. Wir sind doch schon lang verheiratet. Wieso fragsch du mich das denn. Ich bin längst deine Frau. Nicht dem seine.
„Langt.“
„Geyser. Wenn der hochgeht, sind alle hin.“
„Wendehals, hin und her, wie es dir grad paßt.“
Mach kein Theater. Ich bin bereits deine Frau.
„Bist du sicher, daß du es willst?“
Wieso. Zweifelst du etwa daran?
„Jetzt hasch es.“
Wieso zweifelst du das an, daß du mich das dauernd fragst. Wieso fragst du dauernd, wenn ich es doch schon bin. Du bist komisch.
„Nur Jesaja war vorbereitet. Er kann dir helfen. Noch.“
Jesaja. Meinst du Byron ? War er Jesaja ?
„Äther. Fuel (Treibstoff, Flammen). Atem. Kannst dich an mir festhalten.“
Warum fragst du mich? Warum MICH?
„Königin“
Was Du nicht sagst.
„Findest du?“  (soll Anna Maria da sagen)
„Familie“  Warum das?  „Frei“ (soll sie sagen)
Byron war Jesaja. Sag mir die Wahrheit.
„..führt zu Jesaja!)“
„Lied der Könige“
Levitikus?
Schriftstellen zu Lied der Könige:
3 Lieder Samuel Kap. 6, 22
6 Lieder 1. Könige Kap. 8, 17, 18, 19
1 Lied 2. Könige Kap. 18
Hohelied Salomos, das Hohelied, GL 259; GL 748
Du hast mich geküsst. Das ist das Lied.
„Narden. Das sind Düfte. Salben.“
„Anna. In alle Winde zerstreut. Weil du so verblendet warst.“
„Ruh dich aus. Du wirst es nötig haben.“
Der Traum: (Version A)
Es geht um eine Hochzeit.Eine ist Braut. Kommt in Konflikt mit einer zweiten. Beide sind es nicht. Es ist eine dritte, die du nicht kennst.
 „Hast genascht… H…“
Anna Maria überlegt: Wenn die beiden nicht die Braut sind, welche ist es dann? Ist es die gereinigte Form als die dritte Möglichkeit, die genommen wird?
„Wenn’s warm wird!“
Anna Maria erinnert sich zuerst nicht an den Traum, alles ist verdunkelt. Sie bittet:
Vater, gib mir die Bedeutung dieses Traums und dass ich mich daran erinnere.
„Du schaffst es. Hin und Her.“
Die Möglichkeit ‚GERADE AUS‘ ist es. Das Paradox des „GOLDENEN VOGELS“ ist es. (Tiefenpsychologische Deutung von Eugen Drewermann des Märchens: „DER GOLDENE VOGEL“
Wo der Fuchs an der Schwelle zwischen beidem als Schlaumeier die neutrale Lösung findet und wo der Bräutigam die Jungfrau im Bad erwischt und nimmt, als sie völlig nackt und schutzlos ist und nicht damit gerechnet hat, aber im gereinigten Zustand sich befindet!)
„Die Nase“!
Weil er die gleiche hat??
DER TRAUM  (Version B)
Eine Frau kommt von rechts, deutlich zu sehen, voller Begeisterung und Zuversicht und Optimismus betritt sie die Mitte des Raumes. Da ist eine andere Frau ihr gegenüber, die von links gekommen ist. Diese ist in Dunkel gehüllt, dass man sie nicht sehen kann. Es ist, also ob nur ihr Schatten da ist, ihre Gedanken kann man nicht sehen. Beide geraten miteinander in einen Kinflikt. Beide sind nicht die Braut.
Hinter den beiden in der Mitte zeigt sich die Mutter. Sie beobachtet das Schauspiel, zieht ihre Schlüsse daraus und sagt: ‚Ah… So geht das!‘ .. und sie stand gefestigt da und war als Person sichtbar und hatte die Einsicht, die Erkenntnis.
„Glückwunsch“
Jetzt hast du mich aber aufgeklärt.
„Behalten“
Wenn du meinst.
Ja- ; Nein-Antworten sind dualistisch! Paraphrasieren und in der Mitte bleiben!
Paraphrasieren ist eine Methode der Gesprächsführung. Der eine macht eine Aussage und der andere bestätigt sie dadurch, daß er einen ähnlichen Satz sagt, der der gemachten Aussage entspricht. Dadurch wird der Dualismus (der Konflikt oder Widerspruch) vermieden. Man bewahrt auf diese Weise die Unschuld und Reinheit des Geistes, indem man sozusagen NEUTRAL antwortet und sich weder links noch rechts orientiert und festlegt.
Nun folgen einige Übungsbeispiele, wo Jesus Anna Maria auf diese Fähigkeit trainiert oder prüft:
„Willkomen“  Wie du meinst
„Dumm. Krank.“  Heile mich. Du kannst das.
„Empfangen“ Wenn du willst. Wenn du das brauchst.
„Hau ab“  Wohin? Wo soll ich hin?
„Die Neue“  Seit Anbeginn bin ich bei dir
„Ufer“  Gras
„Familie“  Da sind viele
„Weihe“  konsekrieren
Zwei vergessen ……
„Israel“   dein Volk
„Kaffee“   Getränk. Trinken.
„Holland“  Andere Gegend
„Wasser“   flüssig, es fließt
„gestrandet“  anfangen. Regenerieren.
„Willsch heiraten?“  Gute Idee. Ich denk darüber nach
„Soldat“  Ich mach was ich kann
„Eile“  mit Weile
„Hochzeit“  Willsch feiern?
„Drama“    auflösen
„Folge mir“  Ich bin unterwegs
„Lebe. Liebe.“   So gut wie es geht.
„Bleib bei mir“   Für was brauchst du mich?
„Service“  Du meinst ackern
„Still“   Lächeln
„Quite“  Smile
„Ich hab genug“  Ich ruh mich aus.
Anna Maria will sich hinlegen und ausruhen. Es ist mitten in der Nacht. Da kommt:
„Gewaltenteilung!“
Aha. Die richtige Einstellung macht den Unterschied. Nämlich neutral bleiben.
Die Drei Frauen im Traum stehen für:
1. Von rechts kommend, sichtbar, hörbar = Bewußtsein, Körper, Verstand, Denken, Wissen
2. Von links kommend, Schatten, nicht sichtbar, nicht hörbar = Unterbewußtsein, Seele, außerhalb von Körperkontrolle, arbeitet unkontrollierbar durch den Menschen, wurde aber vom Menschen programmiert durch Gedankenmuster
3. Dahinter, in der Mitte und zwischen 1. und 2.  =  der Geist (Gewissen, Herz), die Mutter.
„Es gibt noch mehr als nur den Verstand oder das logische Denken“
Unterbewußtsein (Seele) und Herz (Gewissen, Geist) sind jenseits der Kontrolle durch den vordergründigen Verstand.
Sie kann man nur erlauschen in der Stille, wenn man in sie hineinatmet, in sie hineinhört, in sie hineinspürt und horcht, ob sich was zeigen will, ob sich was verändert, z.B. der Schmerz, während man ihn liebevoll annimmt und ihm nachspürt, oder ob sich die innere Stimme zu Wort meldet. Diese spricht immer die Wahrheit, kann aber durch den Verstand fehlinterpretiert werden, weil der Verstand nur das gelten läßt, was er gelernt hat. Die innere Stimme kann auch ein Antrieb, eine Intuition, eine Inspiration sein oder die Erinnerung an etwas, das aus Erfahrung gelernt wurde.
„Dämonisch“
Die Stimmen von Bewußtsein Verstand) und Unterbewußtsein (Seele, feinstoffliche Natur) können auch dämonisch sein, weil sie irren, sich täuschen und zur Unklarheit führen.
„Gestaltwandler“
Sie sind der ständigen Veränderung unterworfen, driften hierhin und dorthin, ohne Rast und Ruh, weil sie ständig miteinander im Konflikt sind (Dualität), ohne daß sie eine gemeinsame Lösung finden.
Die DRITTE PERSON im Traum in der MITTE, zwischen und hinter den beiden ersten, bietet neutrale Lösungsansätze an auf der Grundlage von Gerechtigkeit und Wahrheit.
Der GEIST (Herz, Gewissen) ist ein Schiedsgericht, ein wahrer und gerechter Richter, der kein Urteil spricht, sondern die Lösungsansätze zum Ausdruck bringt, die auf der Hand liegen, nachdem er das Gerangel zwischen den ersten beiden mit angesehen hat und daraus ein Fazit gezogen hat auf einer höheren Ebene. Daher ist sein Wirken als schöpferisch zu betrachten, weil es nicht in die Blokade, sondern aus ihr heraus und um sie herum führt, in die erlösende Befreiung durch eine höhere Einsicht.
„Du hast tief geschlafen!“
Du machst mich wach.
Anna Maria sagt zu ihrem Mann: Ich fange jetzt mal an zu regieren!  Weißt du, was GEWALTENTEILUNG bedeutet?
‚Judikative, Legislative, Exekutive‘
Nein!
Gewaltenteilung bedeutet:
Wir brauchen eine Schiedsgerichtstelle. Jemanden, der als Schlichter fungiert, wenn zwei eine Auseinandersetzung miteinander haben. Die beiden müssen ihre Sache vor dem Schiedsrichter vortragen, jeder aus seiner Sicht. Dann werden sie aufgefordert, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Finden sie keine Lösung, muß der Schiedsrichter ihnen einen Lösungsansatz anbieten, der dem Grundsatz Gerechtigkeit und Wahrheit entspricht.
Die Kontrahenten müssen nichts bezahlen. Der Schiedsrichter wird von Vergnügungs- und Konsumsteuern des Volkes entlohnt.

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