5. Grund für die neue Gottesoffenbarung


I. Die Wiederkunft Christi - Dritte Offenbarungszeit  
Kapitel 5- Grund für die neue Gottesofenbarung
Der Erlösungswille Gottes

1 Wenn es auf der Welt keine Unwissenheit gäbe, wenn kein Blut flösse, wenn es nicht Schmerz und Elend gäbe, wäre kein Grund vorhanden, dass mein Geist sich materialisiert, indem er sich euren Sinnen wahrnehmbar macht. Aber ihr braucht Mich. Ich weiß, dass nur meine Liebe euch in diesen Zeiten retten kann, und daher bin Ich gekommen.

2 Wenn Ich euch nicht lieben würde – was würde es schon bedeuten, dass ihr euch zugrunde richtet, und was bedeutete schon euer Schmerz? Doch Ich bin euer Vater – ein Vater, der den Schmerz des Kindes in sich fühlt, weil jedes Kind ein kleiner Teil von ihm ist. Darum gebe Ich euch in jedem meiner Worte und in jeder Inspiration das Licht der Wahrheit, das für den Geist das Leben bedeutet. (178, 79 - 80)

3 Hier bin Ich unter euch und poche an euer Herz. Meint ihr etwa, dass mein Friede vollkommen ist, wenn Ich euch in ständigen Feindschaften verstrickt sehe? Deshalb bin Ich als Großer Streiter gekommen, um gegen die Finsternis und das Böse zu kämpfen, und mit Mir sind gleichfalls die Geister des Guten gekommen, die Geistige Welt, um mein Werk zu vollenden. Wie lange wird dieser Kampf dauern? : Bis alle meine Kinder gerettet sind. Aber Ich habe nicht Schmerz mit Mir gebracht, Ich will euch nur durch Liebe umwandeln. 268, 31)

4 Mein Wort wird den Menschen wie in vergangenen Zeiten wiederum unbequem sein, doch werde Ich ihnen die Wahrheit sagen. Ohne jemanden bloßzustellen, nannte Ich den Heuchler einen Heuchler, den Ehebrecher einen Ehebrecher, und böse den Bösewicht. Die Wahrheit war entstellt worden, und es war notwendig, dass sie wieder erstrahlte, so wie jetzt, wo die Wahrheit verheimlicht worden ist, und deshalb muss sie erneut vor den Augen der Menschen ans Licht kommen. (142, 31o.)

5 Nicht ein Mal, sondern mehrere Male und auf verschiedene Weise verkündete und verhieß Ich meinen Jüngern mein erneutes Kommen. Ich kündigte euch die Zeichen an, die mein Kommen anzeigen würden – Zeichen in der Natur, Ereignisse in der Menschheit, weltweite Kriege, die Sünde auf ihrem Höhepunkt. Damit die Welt nicht einem Irrtum erliege und Mich erneut als Mensch erwarte, ließ Ich sie wissen, dass Christus "auf der Wolke" käme, das heißt im Geiste.

6 Jene Verheißung wurde erfüllt. Hier ist der Meister im Geiste und spricht zur Welt. Hier ist der Herr des Friedens und des Reiches des Lichts, der eine unermesslich große Arche baut, in der die Menschen Zuflucht finden und sich retten können wie in der "Ersten Zeit", als Noah die Arche baute, um den menschlichen Samen zu retten.(122, 52 - 53)

7 Die Art und Weise, in der Ich Mich in dieser Zeit offenbart habe, ist anders als die der "Zweiten Zeit", doch meine Absicht ist die gleiche: Die Menschheit zu retten, sie aus jenem Wirbelsturm zu entfernen, dem sie auf ihrem Weg begegnet ist und dem sie nicht zu entrinnen vermochte.

8 Die Versuchung ist in all ihrer Macht entfesselt, und der Mensch ist wie ein kleines Kind gefallen und hat große Leiden erfahren. Er leert seinen Leidenskelch und ruft nach Mir in seiner tiefen Verwirrung, und der Vater ist bei ihm gewesen.

9 Noch sind in dem Kelch die Hefen übrig geblieben, doch Ich werde euch helfen, jene Schmerzen zu ertragen, welche die Folge eures Ungehorsams sind. Wohl euch, die ihr Mich hört, denn ihr werdet stark sein! Doch was wird mit den andern sein, wenn sie jenes große Leid trifft? Wird ihr Geist aus Mangel an Glauben zusammenbrechen? Das Gebet Israels  muss ihnen Halt geben. (337, 38)

 Dieser Name bezieht sich auf das neue Gottesvolk, das "Geistige Israel", nicht auf die Bewohner des Staates Israel oder das jüdische Volk insgesamt (Näheres siehe Kap. 39)

10 Ich suche euch mit unendlicher Liebe. Ich habe in euren Geist so viel Anmut und so viele Gaben gelegt, dass Ich nicht bereit bin, auch nur ein einziges meiner Kinder zu verlieren. Ihr seid Teil meines Geistes, seid etwas von meinem Wesen – kann es falsch sein, dass Ich euch mit soviel Eifer und solcher Liebe suche?

11 Immer, wenn Ich herabkomme, um euch mein Wort zu geben, finde Ich "Letzte" unter den Scharen; es sind jene, die Mich in ihren Herzen am meisten fragen. Doch Ich bin ihnen zu Gefallen und antworte immer auf ihre Fragen.

12 Heute fragen Mich die zuletzt Gekommenen, was der Zweck meiner Wiederkunft ist, worauf Ich antworte, dass der Sinn der ist, den Menschen zu befähigen, durch sich selbst zu seiner ursprünglichen Reinheit zurückzukehren. (287, 19 - 20)

Die Beseitigung von Irrtümern und veräußerlichten Kultformen

13 Die "Dritte Zeit" ist für die Menschheit voll und ganz angebrochen. Es sind etwa 2000 Jahre vergangen, seit Ich euch mein Wort gegeben habe; doch jene Lehre ist trotz der verstrichenen Zeit noch nicht von der ganzen Menschheit erkannt worden, weil Ich nicht von all meinen Kindern geliebt werde. Dennoch bringen Mir alle Verehrung entgegen, alle suchen einen einzigen Göttlichen Geist, welcher der meine ist. Doch Ich sehe keine Einigkeit unter den Menschen, Ich sehe unter ihnen nicht denselben Glauben, dieselbe Erhebung und Erkenntnis, und daher komme Ich als Heiliger Geist, um sie in Mir zu vereinen, um sie mit meiner Lehre der Wahrheit zu vervollkommnen, mit meinem unwandelbaren Worte, mit meinem Gesetz der Liebe und Gerechtigkeit. (316, 4)

14 Die Trübung des Verstandes, der Mangel an Glauben, die Unkenntnis der Wahrheit sind Finsternis für den Geist, und darum befindet sich die Menschheit heute auf einem Irrweg. Wie haben sich jene Menschen vermehrt, die dahinleben, ohne zu wissen oder wissen zu wollen, wohin sie gehen!

15 Ich wusste, dass für die Menschen eine solche Zeit kommen würde, voller Schmerz, Verwirrung, Unsicherheit und Misstrauen. Ich versprach, euch aus dieser Finsternis zu retten, und hier bin Ich: Ich bin der Geist der Wahrheit. Weshalb wollt ihr Mich erneut als Mensch? Erinnert ihr euch nicht, dass Ich als Mensch starb und euch sagte, dass Ich euch in meinem Reiche erwarten würde? Damit machte Ich euch begreiflich, dass der Geist ewig ist, unsterblich. (99, 7 - 8)

16 Mein Wort in dieser Zeit erinnert euch an das Vergangene, offenbart euch die Geheimnisse und kündigt euch das Kommende an. Es wird alles richtig stellen, was die Menschen verbogen und entkräftet haben; denn Ich als Hüter der Wahrheit komme mit dem Schwert meines Eifers und meiner Gerechtigkeit, um alles Falsche niederzureißen, um die Heuchelei und die Lüge zu zerschlagen, um erneut die Händler aus dem Tempel der Wahrheit zu verjagen.

17 Begreift, dass ihr die Wahrheit nicht in Büchern, Ratschlägen oder Geboten von Menschen zu suchen braucht, euren geistigen Aufstieg zu erlangen.

18 Ihr alle müsst gerettet werden, Ich entdecke nicht einen, der bereits auf festem Boden steht. Ihr seid Schiffbrüchige inmitten einer Sturmesnacht, in der jeder um sein eigenes Leben ringt, ohne an seinen Nächsten zu denken, weil sein Leben in Gefahr ist.

19 Doch wahrlich, Ich sage euch, Ich bin euer einziger Retter, der ein weiteres Mal auf der Suche nach denen herbeikommt, die sich verirrt haben, weil sie sich von der Schifffahrtsroute entfernt haben, welche das Gesetz ist. Ich erhelle euren Weg, damit ihr an Land kommt, zu jenem gesegneten Land, das euch erwartet, weil es in seinem Schoße unendliche Schätze für den Geist birgt. (252, 37 - 40)

20 So, wie man den Göttlichen Weisungeneinst falsche Deutungen gegeben hat, ebenso wurde meine Lehre in dieser Zeit verfälscht; und so wurde es notwendig, dass der Meister erneut kam, um euch zu helfen, euch von euren Irrtümern frei zu machen, da es von sich aus nur sehr wenige schaffen, sich aus ihren Verirrungen zu befreien.

21 Zwar versprach Ich euch schon damals, dass Ich wiederkommen würde; doch muss Ich euch auch dies sagen, dass Ich es tat, weil Ich wusste, dass eine Zeit kommen würde, in der die Menschheit in der Überzeugung, auf dem Wege meiner Lehren zu wandeln, sehr weit von ihnen entfernt sein würde; und dies ist die Zeit, für die Ich meine Wiederkunft ankündigte. (264,35 - 36)

22 In der Zweiten Zeit wurde Christus – derselbe, der in diesem Augenblicke zu euch spricht – Mensch und wohnte auf Erden. Doch jetzt ist er im Geiste bei euch und erfüllt so ein Versprechen, das er der Menschheit gegeben hat: das Versprechen, in einer neuen Zeitepoche wiederzukommen, um euch den höchsten Trost und das Licht der Wahrheit zu bringen und dabei alles zu erhellen und zu erläutern, was den Menschen offenbart worden ist. (91, 33)

23 Die Menschheit ist orientierungslos, doch Ich bin gekommen, um sie durch das Licht des Heiligen Geistes zu führen, und damit sie mein Wort an seinem Sinngehalt erkennt.

24 Im Laufe der Zeit sind jene Schriften, die meine Jünger hinterließen, von den Menschen verändert worden, und darum gibt es Zwietracht unter den Konfessionen. Doch Ich werde alle meine Lehren erläutern, um die Menschheit in einem einzigen Licht und in einem einzigen Willen zu vereinigen. (361, 28 - 29)

25 Heute bricht für die Welt eine neue Etappe an, in der der Mensch größere Freiheit im Denken anstreben wird, in der er kämpfen wird, um die Ketten der Knechtschaft zu sprengen, die sein Geist mit sich geschleppt hat. Es ist die Zeit, in der ihr die Völker im Verlangen nach geistiger Nahrung und wahrem Licht die Schranken des Fanatismus überschreiten sehen werdet, und Ich sage euch, dass keiner der auch nur einen Augenblick das Glück erlebt, sich frei zu fühlen, um nachzudenken, zu forschen und zu handeln, jemals wieder freiwillig in sein Gefängnis zurückkehren wird. Denn nun haben seine Augen das Licht geschaut, und sein Geist war entzückt angesichts der Göttlichen Offenbarungen. (287, 51)

26 Ich wusste, dass die Menschen meine Lehre von Generation zu Generation immer mehr mystifizieren, mein Gesetz verändern und die Wahrheit verfälschen würden. Ich wusste, dass die Menschen meine Verheißung, zurückzukehren, vergessen würden, und dass sie sich nicht mehr als Brüder betrachten, sich gegenseitig mit den grausamsten, feigsten und unmenschlichsten Waffen töten würden.

27 Doch nun ist die Zeit und der verheißene Tag gekommen, und hier bin Ich. Verurteilt nicht die Art und Weise, die Ich gewählt habe, um Mich euch kundzutun; denn nicht die Welt hat Mich zu richten, sondern Ich bin es, der die Menschheit richtet, weil jetzt die Zeit ihres Gerichts ist.

28 Ich errichte ein Reich im Herzen der Menschen – kein irdisches Reich, wie viele es erwarten, sondern ein geistiges – dessen Macht der Liebe und der Gerechtigkeit entspringt und nicht den Mächten der Welt.

29 Ich sehe, dass manche erstaunt sind, Mich so sprechen zu hören; doch Ich frage euch: Warum wollt ihr Mich euch immer mit Seide, Gold und Edelsteinen bekleidet vorstellen? Warum wollt ihr zu allen Zeiten, dass mein Reich von dieser Welt ist, während Ich euch das Gegenteil offenbarte? (279,61 - 64)

30 Ich habe euch bereits vorausgesagt, dass der Kampf heftig sein wird, denn jeder hält seine Religion für vollkommen und seine Art sie auszuüben für untadelig. Doch Ich sage euch, dass wenn es so wäre, Ich keinen Grund gehabt hätte, in dieser Zeit zu kommen und zu euch zu sprechen.

31 Ich gebe euch durch Inspiration eine zutiefst geistige Lehre, weil Ich sehe, dass das Heidentum in euren Kultformen regiert, und dass der schlechte Same des Fanatismus euch mit Unwissenheit und Hassgefühlen vergiftet hat.

32 Mein Schwert des Lichtes ist in meiner Rechten, Ich bin der Streiter und König, der alles Widersetzliche, alles bestehende Übel und alles Falsche zerstört. Wenn mein Kampf zu Ende ist, und die Herzen gelernt haben, sich zu vereinen, um zu beten und zu leben, wird der Blick eures Geistes Mich im unendlichen Licht und im ewigen Frieden entdecken. "Dies ist mein Reich", werde Ich euch sagen, "und Ich bin euer König, denn dazu bin Ich da, und dazu habe Ich euch erschaffen: um zu herrschen." (279, 72 - 74)

Aufklärung über das wahre Leben

33 Alle Menschen wissen, dass Ich der Vater alles Geschaffenen bin, und dass die Bestimmung der Wesen in Mir ist. Dennoch habe Ich von ihnen weder ihre Aufmerksamkeit noch ihre Achtung empfangen. Sie erschaffen gleichfalls, sind auch Herren, und glauben Macht zu haben über das Geschick ihrer Nächsten – wozu sich also vor Mir beugen?

34 Auf diese Weise hat der Mensch meine Geduld auf die Probe gestellt und meine Gerechtigkeit herausgefordert. Ich habe ihm Zeit gegeben, um die Wahrheit zu finden, aber er hat nichts von Mir annehmen wollen. Ich kam als Vater und wurde nicht geliebt; danach kam Ich als Meister und wurde nicht verstanden; doch da es notwendig ist, die Menschheit zu retten, komme Ich jetzt als Richter. Ich weiß, dass der Mensch gegen meine Gerechtigkeit aufbegehren wird, denn er wird Mich auch als Richter nicht verstehen und wird sagen, dass Gott sich gerächt hat.

35 Ich wollte, alle würden begreifen, dass Gott keine Gefühle der Rache hegen kann, weil Seine Liebe vollkommen ist. Ebenso wenig kann er den Schmerz senden; ihr selbst seid es, die ihn durch eure Sünden anziehen. Meine Göttliche Gerechtigkeit steht über eurem Leid und selbst eurem Tod. Der Schmerz, die Hindernisse, die Misserfolge sind die Prüfungen, die der Mensch sich ständig auferlegt, und die Früchte seiner Saat sind das, was er nach und nach erntet. Mir genügt es, bei jeder dieser Lebenskrisen mein Licht zu eurem Geiste gelangen zu lassen, damit er sein Heil erreicht. (90,5 - 7)

36 Es ist der Geist der Wahrheit, der hernieder kommt, um Geheimnisse aufzuklären und euch das notwendige Wissen zu offenbaren, um euch des wahren Lebens zu erfreuen. Er ist der Göttliche Trost, der sich auf eure Leiden ergießt, um euch ein Zeugnis dafür zu geben, dass das Göttliche Gericht nicht Strafe noch Rache ist, sondern ein Gericht der Liebe, um euch zum Licht, zum Frieden und zur Seligkeit zu bringen. (107, 24)

37 Wisset, dass der, der etwas von dem versteht und erkennt, das jenen vorbehalten ist, die sich emporschwingen, seinen Geist nicht mehr von jenem Lichte losreißen kann, das ihm offenbart wurde. Ob er unbekannte Welten betritt oder ein ums andere Mal zur Erde zurückkehrt: was er einmal als einen göttlichen Lichtfunken empfing, wird immer wieder aus dem Reinsten seines Wesens empor dringen als Ahnung, als eine Göttliche Inspiration. Zuweilen wird es wie ein süßes Erwachen oder wie ein himmlischer Gesang aufleben, welcher das Herz mit Wonne überfluten wird, wie eine Sehnsucht nach Rückkehr in die geistige Heimat. Das ist es, was meine Lehre für die Geistwesen bedeutet, die in dieses Leben zurückkehren. Dem Anschein nach vergisst der Geist seine Vergangenheit, aber in Wahrheit verliert er die Kenntnis meiner Unterweisung nicht.

38 Denen, die daran zweifeln, dass es das Göttliche Wort ist, das in diesem Augenblick und in dieser Form zu ihnen spricht, sage Ich, dass, wenn sie Mir nicht jenen Namen geben wollen, wenn sie dies Wort nicht dem Göttlichen Meister zuschreiben wollen, sie sich den Sinngehalt dieser Unterweisung vornehmen, jedem seiner Gedanken auf den Grund gehen sollen; und wenn sie beim Nachdenken über das, was sie vernommen haben, zu dem Schluss kommen, dass es Licht und Wahrheit für die Menschheit enthält, sollen sie es als Maßstab für ihre Schritte auf Erden verwenden und damit ihr Leben umwandeln.

39 Ich weiß, dass Ich euch die wahre Weisheit übergebe; was die Menschen glauben, ändert nicht das Geringste an meiner Wahrheit. Doch es ist notwendig, dass der Mensch die Gewissheit dessen hat, was er glaubt, was er weiß und was er liebt. Nur deswegen stelle Ich Mich bisweilen in meinen Kundgebungen auf das Niveau der Menschheit, um so zu erreichen, dass sie Mich erkennt. (143, 54 - 56)

40 Die Vorstellung, die die Menschen von Mir haben, ist sehr begrenzt, ihre Erkenntnis über das Geistige sehr gering, ihr Glaube sehr klein.

41 Die Religionen schlummern in einem jahrhundertelangen Traum, ohne einen Schritt voranzukommen, und wenn sie erwachen, sind sie nur in ihrem Innern rege und wagen nicht, den Kreis zu durchbrechen, den sie sich durch ihre Traditionen geschaffen haben.

42 Es werden die Geringgeachteten, die Armen, die Einfachen und Unwissenden sein, die im Verlangen nach Licht, nach einem reinen geistigen Umfeld, nach Wahrheit und Fortschritt jenen Kreis verlassen. Sie sind es, die die Glocke und den Weckruf erschallen lassen werden, wenn sie die Zeit meiner neuen Offenbarungen im Zeitalter der Vergeistigung kommen fühlen.

43 Die Menschen möchten das Geheimnis des Geistigen Lebens entdecken - jenes Daseins, in das sie unwiderruflich eingehen müssen und welches kennen zu lernen sie eben deshalb interessiert.

44 Die Menschen fragen, betteln, bitten um Licht aus Barmherzigkeit, weil sie die Notwendigkeit zur Vorbereitung fühlen; doch als Antwort auf alles sagt man ihnen, dass das Geistige Leben ein Geheimnis sei und dass der Wunsch, den Schleier zu lüften, der es bedeckt, eine Anmaßung und eine Gotteslästerung sei.

45 Wahrlich, Ich sage euch, jene nach Wahrheit und nach Licht Dürstenden werden die Quelle, deren Wasser ihren Durst löscht, nicht auf der Welt finden. Ich werde es sein, der jenes Wasser der Weisheit, das die Geistwesen zu trinken verlangen, vom Himmel herabsendet. Ich werde meinen Brunnquell der Wahrheit auf jeden Geist und jeden Verstand ergießen lassen, damit die "Geheimnisse" zunichte werden. Denn Ich sage euch noch einmal, dass nicht Ich es bin, der sich für die Menschen in Geheimnisse hüllt, sondern ihr es seid, die sie erschaffen.

46 Zwar wird es in eurem Vater immer etwas geben, das ihr niemals erkennen werdet, wenn ihr bedenkt, dass Gott unendlich ist, und dass ihr nur Partikelchen seid. Aber dass ihr nicht wissen sollt, wer ihr in der Ewigkeit seid, dass ihr für euch selbst ein undurchdringliches Geheimnis sein sollt, und dass ihr warten müsst, bis ihr in das Geistige Leben eintretet, um es kennen zu lernen - dies ist von Mir nicht vorgeschrieben.

47 Es ist richtig, dass in den vergangenen Zeiten nicht in dieser Weise zu euch gesprochen wurde und auch keine weitreichende Aufforderung dazu erging, in das Licht geistiger Erkenntnisse vorzudringen; aber nur deshalb nicht, weil die Menschheit in der Vergangenheit nicht die dringende Notwendigkeit, zu wissen, fühlte, die sie heute fühlt, noch geistig und verstandesmäßig befähigt war, zu verstehen. Wenn sie auch immer suchte und herumstocherte, so geschah dies doch mehr aus Neugierde als aus wirklichem Verlangen nach Licht.

48 Damit die Menschen den Weg finden, der sie zu jenem Lichte führt, und damit sie in der Lage sind, jenes Wasser der Quelle des Lebens und der Weisheit zu empfangen, müssen sie zuvor jeden äußerlichen Kult aufgeben und aus ihren Herzen jeden Fanatismus beseitigen. Wenn sie dann in ihren Herzen die Gegenwart des lebendigen und allmächtigen Gottes zu fühlen beginnen, werden sie aus dem Innersten ihres Wesens eine neue unbekannte Andächtigkeit aufsteigen fühlen, voll Empfindung und Aufrichtigkeit, voll Erhebung und Herzlichkeit, welche das wahre Gebet sein wird, offenbart durch den Geist.

49 Dies wird der Beginn seines Aufstiegs zum Lichte sein, der erste Schritt auf dem Wege zur Durchgeistigung. Wenn der Geist dem Menschen das echte Gebet offenbaren kann, wird er ihm auch alle Fähigkeiten offenbaren können, die er besitzt, sowie die Art und Weise, sie zu entfalten und auf den Weg der Liebe zu leiten. (315, 66 - 75)

50 Ihr könnt in meiner Kundgebung dieselben Unterweisungen wie die der "Zweiten Zeit" finden; aber in dieser Ära habe Ich euch durch das Licht meines Heiligen Geistes das Unergründliche offenbart, und in der Zwiesprache von Geist zu Geist werde Ich euch weiterhin neue und sehr große Lehren offenbaren. Den ganzen Inhalt des Sechsten Siegels werde Ich euch in dieser Offenbarungsepoche bekannt machen, die euch für die Zeit vorbereiten wird, in der Ich das Siebte Siegel lösen werde. So werdet ihr das "Unergründliche" immer mehr erkennen; so werdet ihr entdecken, dass die Geistige Welt die Heimstätte aller Geistwesen ist, das unendliche und wunderbare Vaterhaus, das euch im hohen Jenseits erwartet, wo ihr den Lohn für die Werke empfangen werdet, die ihr mit Liebe und Barmherzigkeit an euren Mitmenschen getan habt. (316, 16)

Die Entwicklung, Vergeistigung und Erlösung des Menschen

51 Ich gebe euch Meine Unterweisung nicht nur als einen moralischen Zügel für eure materielle Natur; vielmehr könnt ihr mit ihr die größeren Höhen eurer geistigen Vollendung ersteigen.

52 Ich gründe keine neue Religion unter euch, diese Lehre verleugnet die vorhanden Religionen nicht, wenn sie auf Meiner Wahrheit gegründet sind. Dies ist eine Botschaft der Göttlichen Liebe für alle, ein Ruf an alle gesellschaftlichen Einrichtungen. Wer die Göttliche Absicht versteht und meine Gebote erfüllt, wird sich zum Fortschritt und zur Höherentwicklung seines Geistes hingeführt fühlen.

53 Solange der Mensch nicht die Vergeistigung begreift, die er in seinem Leben haben muss, wird der Friede noch lange nicht zu einer Realität auf der Welt werden. Wer dagegen mein Liebesgesetz erfüllt, wird weder den Tod noch das Gericht fürchten, das seinen Geist erwartet. (23, 12 - 13o.)

54 Ich will euch mit diesen Offenbarungen nicht nur den Frieden der Welt bringen und euch die Leiden durch körperliche Linderung erleichtern. Ich gebe euch mit dieser Kundgebung die großen Lehren, die zu euch von eurer geistigen Entwicklung sprechen. Denn wenn Ich euch nur die Güter der Welt hätte bringen wollen - wahrlich, Ich sage euch, dafür hätte genügt, die Wissenschaftler zu beauftragen, die ich durch Intuition erleuchte, und denen Ich die Geheimnisse der Natur offenbart hätte, damit sie aus ihr den Heilbalsam nähmen, um euch von euren körperlichen Leiden zu heilen.

55 Mein Werk will euch weitere Horizonte zeigen, jenseits eures Planeten, mit jener unendlichen Zahl von Welten, die euch umgeben - Horizonte, die kein Ende haben, die euch den Weg zur Ewigkeit weisen, die euch gehört. (311,13 - 14)

56 Meine geistige Lehre hat verschiedene Ziele oder Aufgaben: eine ist jene, den Geist in seiner Verbannung zu trösten und ihr begreiflich zu machen, dass der Gott, der sie schuf, sie ewig in seinem Reich des Friedens erwartet. Eine andere ist, sie wissen zu lassen, über wie viele Gaben und Fähigkeiten sie verfügen kann, um ihre Rettung und ihre Erhebung oder Vervollkommnung zu erreichen.

57 Dies Wort bringt die Botschaft der Vergeistigung, die den Menschen die Augen öffnet, damit sie die Wirklichkeit von Angesicht schauen, die sie nur in dem, was sie sehen, in dem, was sie berühren, oder in dem, was sie mit ihrer menschlichen Wissenschaft beweisen, zu finden glauben, ohne sich bewusst zu werden, dass sie dabei das Vergängliche "Realität" nennen, und das Ewige, wo die wahre Realität existiert, verkennen und leugnen.

58 Lasst diese Botschaft von Nation zu Nation, von Haus zu Haus gehen und ihre Saat des Lichtes, des Trostes und des Friedens hinterlassen, damit die Menschen einige Augenblicke innehalten und ihrem Geist eine Ruhepause gönnen, die unerlässlich ist, damit er sich besinnt und sich erinnert, dass jeder Augenblick der seiner Rückkehr zur geistigen Welt sein kann, und dass von seinen Werken und seiner Saat auf der Welt die Frucht abhängt, die er bei seiner Ankunft im geistigen Leben erntet. (322, 44 - 46).

Das DritteTestament

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BdWL - Band I - Unterweisung 5


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters - Band I - Unterweisungen 1 - 28 
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Unterweisung 5

1 Dies ist ein Augenblick der Freude für den Göttlichen Geist, weil sich das Volk Israel vor der Arche des Neuen Bundes versammelt hat.
2 Ich bin von neuem gekommen, euch Meine Spur zu hinterlassen, und ihr seid derselben gefolgt. Ich habe euch genährt und euch geschmückt mit Meiner Gnade.
3 Dies ist ein Tag, den Elias vorbereitet und sehnlichst erhofft hat; der Augenblick ist gekommen, in dem sein Geist sich freut. Rein zeigt Elias seine Schafe, weil er sie zuvor im Quell der Gnade baden ließ, welcher die Reue, die Erneuerung und die Erhebung ist. Die Zahl derer, die Mir der Hirte heute vorweist, ist klein, es ist kaum der Anfang in der Gestaltwerdung Meines Volkes, doch Ich möchte, dass "die Ersten" vereinigt sind, damit sie "den Letzten" ein gutes Beispiel geben.
4 Ich will nicht, dass ihr zu Mir mit gesenktem Haupte und von Scham erfüllt kommt wie der verlorene Sohn. Ich will, dass ihr das Haus eures Vaters als euer eigenes Heim betrachtet.
5 Die Glocke läutet, die Stunde ist gekommen, die Menschenmengen nähern sich. Die schlafenden Schafe werden erwachen, weil sich Elias naht, um den Geist der Kinder, der Jünglinge und Erwachsenen vorzubereiten, das Licht Meines Wortes zu empfangen, und sie für die Verbindung mit Meinem Geiste zuzurüsten.
6 Die Menschenmengen haben auf Mein Rufen gehört und kommen herbei im Verlangen nach Meinem Wort, was für sie wie das Erreichen des Gelobten Landes ist. Begierig darauf, Meine Stimme zu hören, die Friede und Trost ist, kommen sie, weil Heimsuchungen, Ängste und Schmerzen ihren Weg leidvoll machen. Es sind die, welche statt einer Opfergabe Bittgesuche bringen. Einige stellen Mir ihre Krankheiten vor Augen, andere ihre Arbeitslosigkeit, und wieder andere Armut und Tränen. Sie alle werde Ich zusätzlich beschenken und sie begreifen lassen, dass der Geist vor dem Körper kommt. Heute sind sie noch Meine Kindlein, doch infolge dieser Wohltaten werden sie Mir folgen, bis sie sich zuletzt in Meine Jünger verwandeln.
7 Ich gebe euch Meine Kraft, damit ihr nicht durch die Versuchungen besiegt werdet, die euch auf diesem Wege sehr auflauern werden. Ich will, dass unter euch die Liebe, die Hilfsbereitschaft und die Eintracht herrschen. Es ist Mein Wille, dass die Menschheit in dieser Zeit des Sechsten Siegels Mich mit ihrem Geiste sucht.
8 Ich will euch zu Mir erheben. Wenn Ich dafür in der Zweiten Zeit Mensch wurde und Mein Leben für euch gab, so werde Ich euch jetzt, da Ich Mich durch den menschlichen Verstand mitteile, Mein Göttliches Wesen geben. Doch Ich werde euch bei eurer rfüllung nicht schlafen lassen, während Ich das Kreuz auf dem Rücken trage. Ich werde euch darin unterweisen, den Teil auf euren Schultern zu tragen, der jedem einzelnen zukommt. Der Weg wird von euch erkannt werden, er ist mit Spuren von Blut und Aufopferung markiert. Wenn ihr einen mit Blumen besäten Weg voller Vergnügungen begehrt, so wird euch dieser nicht auf den Gipfel des Berges führen, wo eure Lebensreise ihre Krönung finden soll.
9 Ich habe euch "das Marianische Volk" genannt, weil ihr die Göttliche Mutter zu lieben und anzuerkennen versteht und zu ihr kommt wie das Kind, das nach Zärtlichkeit verlangt, oder wie der Sünder, der Fürsprache sucht.
10 Die Gegenwart Marias in der Welt ist ein Beweis Meiner Liebe zu den Menschen. Ihre Reinheit ist ein himmlisches Wunder, das euch offenbart wurde. Von Mir kam sie herab auf die Erde, um Frau zu werden, und damit in ihrem Schoße der göttliche Same keimen konnte, der Körper von Jesus, durch welchen "Das Wort" sprechen würde. In der heutigen Zeit offenbart sie sich von neuem.
11 Wie eine himmlische Arche wird die Liebe Marias für euch sein. Um sie werdet ihr euch versammeln, wie sich die Kinder um ihre Mutter scharen. Hört auf ihr liebliches Wort und lasst sie eure Herzen nicht verhärtet vorfinden; geht in euch und fühlt Reue, damit ihr Licht in euch eindringt und ihr ihre Zärtlichkeit empfindet. Wenn ihr so vorbereitet seid, dann gelobt vor eurem Gott, vor Maria und vor Elias, dass ihr einen einzigen Körper und einen einzigen Willen bilden werdet; gelobt bei der Arche des Neuen Bundes, dass ihr unermüdlich darum ringen werdet, aus euren Herzen die Selbstsucht, den Hass und den Fanatismus auszureißen. Wahrlich, Ich sage Euch, wenn ihr euer Versprechen erfüllt, wird die Läuterungszeit, die ihr im Schmerz erlebt, vorübergehen.
12 Mein Volk, wenn selbst die Felsen das Gericht Meines Wortes fühlen, wie solltet dann ihr es nicht fühlen? Wenn schon durch Meine Stimme die Erde erbebt und die Gewässer in Bewegung geraten, wie sollte da euer Geist nicht erschüttert werden, wo er doch das höchste Geschöpf der Schöpfung ist?
13 Der Meister wird unermüdlich kommen, um zu lehren und euch mit den schönsten Unterweisungen Seine Güte mitzuteilen.
14 Versucht den Sinn zu erkennen, welcher der Arche des Neuen Bundes innewohnt, denn die Zeit des Kampfes rückt näher. Wenn Jesus vom Kreuze herab sprach: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun", und euch um eurer Unwissenheit willen vergeben wurde, so ist heute Mein Wille, dass ihr Mein Licht betrachtet, damit ihr nicht länger gegen das Gesetz verstoßt.
15 Die Zeit ist nahe, in der jene, die ihr Ausländer nennt, auf der Suche nach Meinem Worte herbeikommen, und in der die neuen Generationen mit größerer Vergeistigung heranwachsen. Bald werdet ihr unter euch Menschen von verschiedenen Hautfarben und Sprachen sehen, die Mir mit Liebe zuhören und sich in Meine Jünger verwandeln werden; denn Mein Wort wird bis ans Ende der Erde Widerhall finden müssen. Wenn sie dann unterrichtet worden sind, werden sie in ihre Heimatländer zurückkehren und diese Botschaft mitnehmen.
16 Jünger, die ihr verzückt Meinem Worte lauscht, weil es eurem Geiste gelang, sich zu erheben: dort, wo ihr geistig eingetreten seid, ist das Heiligtum, der Tempel des Heiligen Geistes. Ihr habt euch in Demut bereitet, ihr betrachtet euch als Geschwister, ihr liebt euch in Meiner Göttlichkeit und habt diese Gnade erlangt.
17 Seid Apostel dieser Sache, um für die Wiederherstellung alles dessen zu arbeiten, was Ich errichtet habe und ihr entweiht habt. Seid nicht schwach, denn jeder, der das göttliche Zeichen aufweist, wird unbesiegbar sein. Wenn ihr diese Gnade für immer behalten wollt, so verirrt euch nicht auf die Wege des Morastes. Dringt nicht mehr in die dunklen Wälder ein, weil der Göttliche Hirte euch sonst klagend wie verirrte Schafe antreffen wird.
18 Arbeitet alle bei der Errichtung dieses Heiligtumes mit, denn kein Verdienst wird vor Mir unbekannt bleiben. Mein Wort wird euch lehren, euer Gewissen euch führen, und eure Intuition euch sagen, in welchem Augenblick und an welchem Ort ihr Meinem Worte Ausdruck verleihen und Gutes tun müsst.
19 Suchet die "Felder" auf, um zu säen, und macht sie urbar, indem ihr die Felsblöcke entfernt. Macht die unfruchtbaren Felder fruchtbar, denn Ich erwarte von eurer Arbeit große Früchte. So wird Freude sein sowohl in dem, der gibt, als auch in dem, der empfängt. Ich nenne euch Meine Soldaten und segne euch.
20 Die Posaune, die der Engel des Sechsten Siegels hält, hat sich hören lassen, und euer Gelöbnis, das ihr geistig vor Mir abgelegt habt, bleibt im Buche des Lebens niedergeschrieben.
21 Arbeitet, denn der Lohn erwartet euch, wenn ihr euer Werk vollendet habt.
22 Ihr seid die Arbeiter, die in den Drei Zeiten Meinen Samen empfangen haben. Doch ihr seid auch jene, die in Lethargie verfallen sind, als sie ihre Felder vom Weizen vergoldet sahen, und die zulassen, dass der Wurm die Wurzel der Pflanzen annagt und dadurch deren Früchte taub macht.
23 Erinnert euch eures Zwistes in den Ersten Zeiten, eurer Untreue, eurer Stürze. Das ist es, warum Ich euch in dieser Zeit zerstreut und geschwächt antreffe. Erinnert euch, dass Ich euch angekündigt habe, wiederzukommen, um euch von neuem zu versammeln; und seht, da bin Ich. Als Meister bin Ich nicht gekommen, eure Schandflecken oder eure Beleidigungen anzusehen. Ich bin gekommen, euch zu vergeben, euch zu weihen und euch nochmals Meine Weisheit zu schenken.
24 Dies ist das neue Bündnis, das ihr mit Meiner Göttlichkeit schließt. Diese Offenbarung ist die Arche des Neuen Bundes. Wenn ihr euren Weg gehen wollt, ohne jemals wieder abzuirren, so gehet hin und tröstet die Traurigen, "salbt" den Kranken,* rettet den Verlorenen, führt den Blinden und gebt Nahrung dem, der nach Gerechtigkeit, Verständnis und Frieden hungert. Macht den an Körper oder Geist
Kranken den Weg frei, lasst sie zu Mir kommen, und Ich werde ihnen den Heilbalsam schenken; aber Ich werde ihnen nicht sagen, dass ihre Sünde die Ursache ihres Schmerzes ist.
* Bedeutet nicht nur Anwendung eines Heilmittels, sondern in erster Linie Handauflegung unter Gebet.
25 Wenn Ich zur Hütte des Armen gekommen bin, werde Ich auch zum Wohnsitz des Mächtigen kommen. Wahrlich, Ich sage euch, in beiden habe Ich die brudermörderische Feindschaft angetroffen, und auf diesen Feldern werde Ich den Samen des Friedens säen.
26 Ich gebe euch diese Unterweisung, die Gesetz und Gerechtigkeit umfasst, damit ihr in der Nachfolge eures Meisters den Frieden dort hinbringt, wo die Feindschaft ist, und die Nächstenliebe, wo die Selbstsucht regiert. Seid im Leben eurer Brüder wie Sterne, die ihren Weg erhellen.
27 Verfälscht niemals Meine Lehren. Legt Mein Werk als ein Buch vor, das nur Reinheit enthält, und wenn ihr euren Weg beendet habt, werde Ich euch empfangen. Ich werde nicht die Flecken in eurem Geiste ansehen und werde euch Meinen göttlichen Kuss geben, welches der größte Lohn sein wird, wenn ihr im Verheißenen Lande ankommt. Denn euch habe Ich in dieser Zeit eine Handvoll Samen gegeben, damit ihr lernen solltet, auf fruchtbare Felder zu säen, und ihr ihn dort vervielfältigen solltet.
28 Ich habe euch gelehrt, dass ihr die Frucht nicht vor der Zeit ernten sollt, sondern sie an der Pflanze lasst, bis sie reif ist.
29 Ihr wisst nicht, wie viele Jahrhunderte es gedauert hat, bis ihr wieder von Mir gerufen und zu Arbeitern auf Meinen Feldern wurdet. Irrend seid ihr durch die Straßen der Welt gezogen, bis Meine Liebe euch aus der großen Menge heraussuchte.
30 Heute habe Ich euch geschmückt und euch euer Erbe erkennen lassen.
31 Niemand habe Verlangen, nochmals wie der verlorene Sohn zu sein, weil jede Rückkehr schmerzlicher sein wird.
32 Erlaubt nicht, dass die Selbstsucht von neuem in euer Herz eindringt und ihr dies Erbe nur für euch bewahrt.
33 Lebt nicht geistig getrennt und nur dem Anschein nach einig; denn ihr könnt zwar die Menschen täuschen, Mich jedoch könnt ihr nicht belügen.
34 Wenn ihr zu beten versteht, werdet ihr euch nicht verirren, weil außer Elias, dem Geistigen Hirten, der für euch sorgt und euch führt, noch eure Brüder da sind, jene, die Ich euch auf Erden vorangestellt habe, damit sie euch beraten und berichtigen.
35 Strebt nach der Vereinigung aller Gemeinden und dass dieselbe das Banner des Friedens, der Einigkeit und des guten Willens bilde. Niemals sollen in euren Händen brudermörderische Waffen sein. Die Waffen, die Ich euch gegeben habe, bestehen aus Liebe.
36 Ihr lernt derzeit, wie man die Kranken "salbt" und den, der für das Leben der Gnade tot ist, zu neuem Leben erweckt. Allmählich lernt ihr auch zu kämpfen und Meine Lehre zu verbreiten; doch gibt es solche, die selbst auf diesem Wege noch Reichtümer, äußeren Glanz und Ehren suchen, weil sie nicht wissen, mit wie viel Schmerz diese Flecken gereinigt werden.
37 Wie groß ist die Gabe, die dem Wortvermittler anvertraut wurde! Welch ein Strom von Weisheit, Liebe und Trost fließt durch seinen Verstand und über seine Lippen! Er ist der "Mittler" zwischen Gott und den Menschen, damit sie Mich hören können. In ihnen darf nicht die Eitelkeit oder der Hochmut nisten, denn wenn dies der Fall wäre, würden sie in Versuchung fallen. Ihr Beispiel muss das der Sanftmut, Einfachheit und Hilfsbereitschaft sein, damit sie die Fülle der göttlichen Inspiration genießen. Jedoch wird es unter ihnen welche geben, die sich als Könige fühlen, ihre Diener suchen und sich mit Schmeichlern umgeben. Doch werden die Menschen ihnen glauben können? Werden sie "Tote" zum Leben der Gnade erwecken und betrübten Herzen Trost geben können? — Nein, sie werden nur Spott hervorrufen, der nicht ihnen, sondern Meiner Lehre gelten wird.
38 Eure Aufgabe ist es, zu lehren. Doch wenn ihr nicht von Mir lernt, was könnt ihr dann lehren?
39 Ich liebe euch alle gleichermaßen; sowohl den, der Mich liebt und eifrig Mein Gesetz befolgt, als auch den, der es verfälscht oder verletzt. Die letzteren werde Ich heimsuchen, sie bessern, und schließlich werden sie Meine guten Arbeiter sein.
40 Ich werde euch helfen, jenes Gelöbnis zu erfüllen, das ihr vor der Arche des Neuen Bundes abgelegt habt, und dies wird sein, wenn ihr die Aufgabe, die ihr mit euch zur Welt brachtet, beendet habt.
41 Immerzu mache Ich Mich in euch fühlbar, damit ihr wachsam lebt und euer Verstand und Herz immer für die geistigen Weisungen empfänglich bleibt.
42 Die Menschenmengen werden dem Lauf der Zeit entsprechend herbeikommen, und der Blick der "Letzten" wird immer durchdringender werden, um das Wesen Meines Wortes und eure Zurüstung zu beurteilen.
43 Läutert euch! Ohne Erneuerung könnt ihr keine guten Früchte tragen. Das Licht Meines Heiligen Geistes ist in eurem Gewissen, damit eure Werke das Zeugnis Meiner Wahrheit sind.
44 Nützet die Jahre, Jahrhunderte, Zeitalter, um Mir näher zu kommen.
45 Dies sage Ich euch, weil Ich euch gleichgültig gegenüber Meiner Lehre sehe; wenn ihr hingegen fühlt, dass der Tod sich naht, so weint ihr, weil ihr erfüllen und die verlorene Zeit wieder einholen möchtet.
46 Fürchtet euch nicht, den Berg zu ersteigen. Ihr wisst ja, dass Ich euch auf seiner Höhe erwarte.
47 Ich stieg in Jesus den Kalvarienberg hinauf, wohl wissend, dass Mich auf seinem Gipfel das Kreuz erwartete, und blieb tapfer; vergesst diese Meine Lehre nicht!
48 Ich bediene Mich eurer, um Mich der Menschheit zu offenbaren; durch euren Mund spreche Ich Mein himmlisches Wort. Doch wenn die Menschen beim Hören desselben an ihm zweifeln sollten, wird dies nicht wegen seines Inhalts sein, sondern wegen eurer Unvollkommenheiten.
49 Ich lehre euch, mittels des Gebets und der Gedanken euch im Geiste an jeden beliebigen Ort zu versetzen, wohin ihr Hilfe senden wollt. Auch körperlich müsst ihr euch hinbegeben, um Meine Lehre in die verschiedenen Gegenden zu bringen.
50 Ich muss Mich eures ganzen Seins bedienen.
51 Um dieses Volk zu bilden, musste Ich die Herzen aus Stein erweichen, hinter denen ihr euren Geist verbarget, und Mein Wort der Liebe ist es gewesen, das euch besiegt hat. Später gab Ich euch Waffen — dies sind Meine Lehren — damit ihr in eurem Kampfe die Hindernisse überwinden solltet, und machte euch begreiflich, dass es notwendig ist, Meine Lehre in Reinheit auszuüben und Mein Gesetz unverändert zu lehren, damit ihr euch Kinder Israels nennen könnt.
52 Was ihr Mich fragt und was ihr Mir antwortet, geschieht in der Stille, im Innersten eures Herzens. Die Jahre sind vorbei, in denen Ich erlaubte, dass jeder Meiner Jünger körperlich vor seinen Brüdern aufstand, um Mein Wort zu erörtern und Meine Fragen zu beantworten.
53 Wie könnt ihr zulassen, dass die Zeit die Erinnerungen auslöscht und Mein Wort aus eurem Gedächtnis hinwegnimmt.
54 Meine Unterweisung glättet euch wie ein feiner Meißel, während das Leben mit seinen Wechselfällen und Prüfungen euch vorbereitet.
55 Tröstet euch in den bitteren und schwierigen Augenblicken eures Lebens mit dem Gedanken, dass Mein weises und vollkommenes Gesetz alles richtet.
56 Ich bin in eurem Schmerze gewesen, damit ihr Mich durch ihn sucht. Ich habe euch mit der Armut heimgesucht, damit ihr lernt, zu bitten, demütig zu sein und die andern zu verstehen.
57 Ich habe euch sogar das tägliche Brot vorenthalten, um euch zu zeigen, dass, wer vertrauensvoll bleibt, gleich den Vögeln ist, die sich nicht um das Morgen sorgen; sie sehen das Morgenrot als ein Symbol Meiner Gegenwart aufgehen, und beim Erwachen ist das erste, was sie tun, dass sie ihre Triller als ein Dankgebet und als Beweis ihres Vertrauens emporsenden.
58 Ich habe Mich in den geliebtesten Angehörigen von euch spürbar gemacht, um euch zu prüfen, damit der Geist stark wird und er mit dieser Stärke seinen Körper in den großen Prüfungen dieses Lebens stützen kann.
59 Groß ist die Widerspenstigkeit der Menschheit, und jeder Mensch trägt in seinem Herzen einen Felsen; aber zu allen werde Ich mit der geistigen Liebkosung Meines Wortes kommen.
60 Unter den unermesslichen Scharen sind jene überreichlich vorhanden, die es nicht erschüttern würde, Jesus aufs neue ans Holz genagelt und verbluten zu sehen. Noch weniger berühren sie die Schmerzensschreie und die Ströme von Blut, die in diesen Stunden der Prüfung für die Menschheit aus ihren Nächsten hervorbrechen.
61 Nichts mehr berührt die Menschen. Alles sehen sie oberflächlich und über nichts denken sie nach.
62 Es ist notwendig, dass das Licht Meines Wortes zu den Geistern gelangt, damit sie zur Wahrheit, zur Liebe und Barmherzigkeit erwachen. Dann werden sie die Ursache so großen Leids verstehen.
63 Ihr alle müsst begreifen, dass Ich für jeden von euch in der Ewigkeit einen Platz bereitet habe, und dass dieser Platz nicht in dieser Welt ist.
64 Ein Gebot des Vaters erfüllt ihr auf eurem Lebenswege, jenes, das lautet: "Wachset und mehret euch". Aber nun ist es Zeit, dass euer Geist seine Rückkehr zu Mir vorbereitet.
65 Viele Unterweisungen werde Ich euch geben und sie in dieser Zeit geschrieben zurücklassen, denn bald werdet ihr Mich in dieser Form nicht mehr hören. Danach werdet ihr euch zurüsten und Mein Licht wird direkt zu eurem Geiste gelangen. Dies wird die Zeit sein, in der ihr euch als die wahren Jünger des Heiligen Geistes aufmachen sollt.
66 Ihr wart der Meinung, dass die Gabe der Weissagung, des Wortes und der Inspiration das Vorrecht von Gerechten und Heiligen gewesen ist; in dieser Zeit nahm Ich euch diesen Irrtum, indem Ich zu den Parias sagte: Auch ihr könnt Meine Propheten, Meine Sendboten und Meine Jünger sein.
67 Wenn die Menschheit euch wegen eurer materiellen Dürftigkeit verachtet, so lade Ich euch an Meinen Tisch, damit ihr euch von Mir geliebt fühlt. — Womit wirst du die Liebe vergelten, Mein Volk, die Ich zu dir hege? Mit deiner Treue oder etwa mit Undank?
68 Gebt euch nicht mit dem Ersterfolg zufrieden, trachtet nach immer mehr, denn Ich warte auf die Zugerüsteten, um sie mit dieser Guten Botschaft ins weite Land zu senden.
69 Fürchtet ihr euch etwa, Vater, Gattin oder Kinder zurückzulassen? Seid ihr besorgt, das zu verlassen, was euch auf Erden gehört? Wer Mein Jünger sein will, muss sich Meiner Apostel der Zweiten Zeit erinnern, um sie sich dann zum Vorbild zu nehmen.
70 Selig, wen der körperliche Tod bei der Verkündigung Meiner Lehre überrascht, denn das Licht in seinem Geiste wird sehr groß sein.
71 Seid immer vorbereitet, weil diese Stunde nicht einmal die Engel wissen.
72 Dies göttliche Buch, welches Mein Wort ist, wird die Geister vervollkommnen. Vor ihm wird es weder Greis, noch Erwachsenen, noch Kind geben, sondern nur Schüler.
73 Lest in diesem Buche und begreift es, denn große Lehren wird es euch geben. Ihr seid die, welche nicht müde geworden sind, Mein Wort zu hören, das Ich euch durch Vermittlung derer, die Ich "Nachtigallen" nannte, gegeben habe.
74 Wie oft habt ihr euch schwach gefühlt auf eurem Wege, und durch das bloße Erinnern an einige Meiner Worte habt ihr wieder Kraft gewonnen.
75 Wenn ihr heute vor einer Prüfung steht, sucht ihr die direkte Verbindung mit Meiner Göttlichkeit mittels des geistigen Gebetes und kämpft in eurem Innern, um euren Sinn frei zu machen, damit ihr die Gnade empfanget, die ihr vom Vater erfleht.
76 Was ihr mir bekennt, weiß nur Ich. Und der Vertraute, den ihr in Mir besitzt, wird eure Vergehen niemals bekanntgeben und euch noch viel weniger anklagen. Ich lehre euch aufs neue, zu vergeben.
77 Nehmt die Heimsuchungen als Lektionen auf und macht euch Meine Unterweisungen zunutze. Schnell vergeht die Zeit. Die als Kinder herkamen, sind nun Jugendliche; die in ihrer Jugend diesen Lehrgang antraten, sind zur Reife gelangt, und die im mittleren Lebensalter damit begannen, haben sich in Greise verwandelt.
78 Wer imstande war, sich innerlich zu sammeln, um Mein Wort zu hören, der hat es in sich aufgenommen. Wer jedoch beim Zuhören seine Gedanken zu Dingen abschweifen ließ, die nicht zu Meinem Werke gehören, dessen Geist war beim Weggehen ohne Belehrung und sein Herz leer.
79 Erkennt, dass Ich euch nicht nur deshalb gerufen habe, um euch zu begnaden, sondern damit ihr auf diese Weise mit eurem Meister und euren Geschwistern die Verpflichtung übernehmen solltet, etwas von dem Vielen weiterzugeben, das ihr empfangen habt.
80 Ich werde euch Mein Werk nicht bekanntmachen lassen, solange ihr befleckt seid. Was könntet ihr so euren Brüdern geben?
81 Bereitet euch vor, denn gemeinsam werdet ihr das beschützen müssen, was Ich euch anvertraut habe. Fühlt ihr nicht Dank gegenüber eurem Vater, der als höchster Richter euch die Gelegenheit gibt, eure Flecken durch Ausübung der Liebe abzuwaschen, statt es durch den Schmerz zu tun?
82 Wenn ihr dies Buße nennt, so sage Ich euch, dass es die einzige Buße ist, die Ich von euch annehme. Der Tag wird für euch kommen, an dem das Zurückweisen des Unnützen und Bösen, um das Gute und Erlaubte zu tun, für euch statt eines Opfers ein wahrer Genuss ist, nicht nur geistig, sondern auch menschlich.
83 Ich bin dabei, die Wege zu ebnen, damit Meine Sendboten auf ihnen zu den verschiedenen Provinzen und Nationen gelangen.
84 Mein Wort in dieser Zeit hat in den letzten Jahren Früchte getragen, denn die Versammlungsstätten haben sich vervielfacht, und die Menschenmengen sind gewachsen.
85 Ihr fühlt euch zu unbeholfen, um an die Ausführung einer so heiklen Mission heranzugehen. Aber in Wahrheit sage Ich euch, Meine zahllosen Lehren und Eingebungen werden auf eure Lippen die Gabe des Wortes legen. Damit ihr jedoch die Erfüllung dieses Versprechens erlangt, ist es notwendig, dass ihr zu Mir und zu euch selbst Vertrauen habt. Wer dies Vertrauen besitzt und Mein Gesetz erfüllt, brüste sich nicht mit seinen Gaben, denn sonst wird seinem Worte das Wesentliche fehlen.
86 Warum ist Mein Wort Menschen aller Art zu Herzen gegangen? — Wegen seiner Demut, Reinheit und Einfachheit.
87 Mein Volk, lehre die Kinder, für die Menschheit zu beten; ihr unschuldiges und reines Gebet wird wie der Duft von Blumen zu Mir emporschweben und auch den Weg zu solchen Herzen finden, die leiden.
88 Bereitet die Kinder vor, zeigt ihnen den Weg, die Hinterhalte zu meistern, dann werden sie morgen einen Schritt weiterkommen als ihr. Denn ihr würdet nicht so schüchtern sein, von diesem Werk zu sprechen, wenn ihr Mein Wort begreifen würdet, wenn ihr schon den Kern jedes einzelnen der Gedanken erkennen würdet, welche durch die verschiedenen Wortvermittler Gestalt annehmen, durch die Ich Mich kundgebe, und wenn ihr wüsstet, was eine einzige Meiner Unterweisungen wert ist. Ihr würdet euch fähig fühlen, bis zu einem Schlachtfeld vorzudringen, damit jene Menschen den Inhalt einer Meiner Lehrreden hören könnten.
89 Wahrlich, Ich sage euch, ihr würdet sie weinen sehen, die einen aus Reue und die andern voller Hoffnung. Warum bleibt ihr bisweilen so unberührt? — O harte Herzen, die ihr euch an die Liebkosung Meines Wortes gewöhnt habt! Ihr seid eingeschlafen, zufrieden, Friede und Trost erlangt zu haben, ohne daran zu denken, dass es viele gibt, die nicht einmal ein Krümelchen dieses Brotes haben, das ihr verschwendet.
90 Ihr wolltet euch nicht am Anblick der Wirkung erfreuen, die das Trostwort des Meisters in vielen Herzen auslösen würde.
91 O ihr kleinen Kindlein! Wann werdet ihr endlich im Geiste wachsen? Wann werdet ihr soweit sein, die Schwächen eures Körpers zu beherrschen? Ich bin der, welcher die Wüste durchquert, wobei Ich Mein göttliches Wort verkünde und die verirrten Wanderer suche. Aber Ich will, dass die Menschen lernen, das weiterzugeben, was sie von Mir empfangen. Deshalb sage Ich dir, Mein Volk, dass du dich vorbereiten sollst, die Nächstenliebe auszubreiten und zu bewirken, dass diese Lehren bis ans Ende der Welt gelangen. Setzt euch ein, dass sie alle Nationen erreichen, indem ihr die Menschen auf den verschiedenen Wegen sucht.
92 Dies ist das beste Wasser, das ihr den nach Liebe und Wahrheit Dürstenden anbieten könnt.
93 Ihr habt euch noch nicht an die Arbeit gemacht, denn ihr verbergt die geistigen Schätze, die Ich euch anvertraut habe, während die Menschen in andern Nationen umkommen, weil sie diese Botschaft nicht empfangen konnten. Es sind Menschenscharen, die ohne Richtung dahingehen, Wanderer, die Wasser und Licht entbehren.
94 Wenn du dich nicht aufmachst, Mein Volk, wozu soll dir dann dein Wissen dienen? Was gedenkst du an Nützlichem und an Gutem für dein zukünftiges Leben zu tun, jenes, das dich in der Geistigen Welt erwartet?
95 Habt Erbarmen mit euch selbst! Keiner weiß, wann der Augenblick kommen wird, in dem sein Geist sich von der Materie trennt. Niemand weiß, ob am folgenden Tage seine Augen sich noch dem Lichte öffnen werden. Ihr alle gehört dem einzigen Eigentümer alles Geschaffenen und wisst nicht, wann ihr abgerufen werdet.
96 Bedenkt, dass nicht einmal die Haare auf eurem Haupte euch gehören, noch der Staub, auf den ihr tretet; dass ihr selbst nicht euch gehört, dass ihr keine vergänglichen Besitztümer benötigt, da auch euer Reich nicht von dieser Welt ist.
97 Vergeistigt euch, und alles werdet ihr mit Gerechtigkeit und mit Maß besitzen, solange ihr es benötigt. Wenn dann der Augenblick des Verzichtes auf dieses Leben gekommen ist, werdet ihr vom Lichte erfüllt aufsteigen, um das in Besitz zu nehmen, was euch in der andern Welt zukommt.
98 Mein ganzes geistiges Werk über die Zeiten hin hatte zum Ziel, in der Ewigkeit ein Reich der Glückseligkeit und des Lichtes für alle Meine Kinder zu errichten.
Mein Friede sei mit euch!

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