BWL - Band XI - Unterweisung 312


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -

Band XI - Unterweisung 310 - 338

Unterweisung 312

1         Der Meister befindet sich erneut unter euch in Erfüllung seiner Verheißung. Er will euch ein weiteres Blatt des Buches anvertrauen, das Er als ein Liebesgeschenk für sein Volk hinterlassen wird ─ ein weiteres Blatt, geliebte Jünger, das von den zukünftigen Generationen gelesen, studiert und verstanden werden wird.

2         Wer außer Mir hätte euch offenbaren können, dass ihr in der Dritten Zeit lebt? Wer außer Mir hätte euch sagen können, dass ihr das Volk Israel seid? Ihr wisst dies und glaubt daran, weil Ich es euch gelehrt habe. Ihr seid diese, jene und dieselben im Geiste, und Ich will euch in einer einzigen Familie vereinen.

3         Ich bin es, der eure Familie geschaffen hat, und in ein einziges Heim habe Ich Seelen verschiedener Stämme verteilt. In einer ein- und derselben Familie gibt es Seelen vom Stamme Levi, Simeon, Ruben, Juda ─ Glieder verschiedener Stämme, und wenn in ihnen Frieden herrscht und sie sich untereinander lieben, hat sich in Wahrheit und im Geiste die Sehnsucht des Vaters auszukristallisieren begonnen: die Vereinigung aller Menschen.

4         Heime und Familien Israels: Wann immer ihr fühlt, dass sich in eurer Mitte die Versuchung spürbar macht, suchet die Einsamkeit auf, ruft Mich an und sagt Mir: "Meister, komm und gibt uns Deine Stärke, gib uns Dein Schwert und lasse nicht zu, dass Ich als Vater meine Kinder verkenne; erlaube nicht, dass ich als Ehemann meine Gefährtin verkenne, oder dass ich als Gefährtin meinen Gatten verkenne." Ich werde euer Gebet hören, euch verteidigen und euch weiterhelfen, denn dies ist mein Wille.

5         Heute komme Ich zu den Meinen und habe die laute Glocke geläutet, die euch zur Zusammenkunft in dieser Dritten Zeit ruft. Erneut wird die Menschheit geistig die vereinigten Stämme schauen, die das Volk Israel bilden.

6         Schon in der Ersten Zeit erwies Ich euch viele Wohltaten. Die Nationen oder Länder in jener Ära hatten keine größeren Weisen als Salomon, keine erleuchtenderen Boten als meine Propheten, keine schöneren und keuscheren Frauen als die Israels, noch vollkommenere Männer als die meines Volkes. Ich ließ in ihrer Mitte die Gabe der Weisheit, der Inspiration, der Schönheit erstehen. Ich bewirkte, dass die Gaben des Heiligen Geistes erblühten, und ihr wusstet damals, dass ihr das Auserwählte Volk Gottes wart ─ ihr wusstet, dass euer Herr mit euch war und euch liebkoste ─ wusstet, dass Ich euer starker Held war. Und dennoch habt ihr euch an meine Gaben, an meine Liebkosung und an meine Gegenwart gewöhnt. Daher kam die Gerechtigkeit des Vaters über euch.

7         Sehr zahlreich sind die "Stämme Israels nach dem Geist".

Aus jedem davon werde Ich zwölftausend erwählen und sie an ihrer Stirne kennzeichnen. Doch das "Volk Israel" beschränkt sich nicht auf 144.000. Das Auserwählte Volk ist unermesslich groß.

8         Der Meister lehrte euch in der Zweiten Zeit, dass viele zu den Berufenen gehören und wenige zu den Auserwählten; doch das ganze "Volk Israel" wird berufen, und Ich werde unter ihnen 144.000 kennzeichnen. In alle werde Ich Frieden, Geistigkeit und den Beginn der Zwiesprache von Geist zu Geist legen.

9         Es naht die Zeit, in der die Menschen der Seele mehr Bedeutung beimessen und von der materialistischen Wissenschaft enttäuscht sind, die sie in Schmerz, Enttäuschung und Lethargie verfallen lassen wird. Aber dann wird das Volk Israel kommen, die Schlafenden wachrütteln, die zu Fall Gekommenen aufrichten und die "Toten" auferwecken, so wie es die Stimme Jesu tat, die zu Lazarus sagte: "Steh auf und wandle."

Wenn die Menschen einmal vergeistigt sind, wenn ihr Verstand und ihre Gefühle sich emporrichten, werden sie das wissen, was sie durch die Wissenschaft niemals erfahren haben. Dann werden sie sich in Harmonie, mit Brüderlichkeit, mit edlen Gedanken aufrichten, um in dem Reiche zu leben, das Ich den Menschen inspiriert habe.

10     Im Hause eures Vaters gibt es viele "Wohnungen", welche die unendlich vielen Stufen der Leiter sind, die zur Vollkommenheit führt. Von dort steigt die "Geistige Welt" herab, um sich unter euch kundzutun. Ihr habt Mich viele Male von Geist zu Geist nach dem Grund für das Vorhandensein jener unermesslich großen Zahl von Sternen gefragt und jener Planeten, die über eurer Welt strahlen, und habt Mir gesagt: "Meister, sind jene Welten leer?" Doch Ich sage euch: Die Zeit ist noch nicht gekommen, in der Ich es euch völlig offenbare. Wenn der Mensch Spiritualität erlangt, dann erst werden ihm große Offenbarungen gegeben werden, und er wird mit jenen geliebten Wesen meiner Göttlichkeit von Geist zu Geist Zwiesprache halten können, und dann wird der Gedankenaustausch zwischen allen Brüdern stattfinden.

11     Doch sollt ihr schon heute erfahren: Alle Welten sind von meinen Geschöpfen bewohnt, nichts ist leer, alle sind gesegnete Gefilde und Gärten, betreut von Maria, der Verkörperung göttlicher Zärtlichkeit.

12     Der Heilige Geist wird durch euren Mund erneut hohe Lehren übermitteln, die euch und der Menschheit unbekannt sind. Wann, geliebtes Volk? Dann, wenn bei euch Vergeistigung herrscht und Hingabe an eure Mission.

13     Ich sehen, dass das Brot, mit dem sich der Mensch geistig nährt, nicht das Brot meines Tisches ist. Alles wurde im Laufe der Zeit verunreinigt, alles ist befleckt und hat das Herz und die Hand des Menschen unrein hinterlassen. Doch Ich bin zu dir gekommen, Volk, und habe Mich durch sündige Körper wie die euren kundgetan, um euch ein im Kern unverfälschtes und reines Wort zu übergeben. Beurteilt mein Wort und meine Kundgebungen jedoch nicht oberflächlich, denn in ihnen gibt es viel an menschlicher Unvollkommenheit. Sucht den Sinngehalt meiner Kundgebungen, und ihr werdet das liebevolle Gesicht eures Meisters erblicken, werdet den Ton seiner Stimme vernehmen, an den sich eure Seele noch erinnert.

14     Meine Apostel der Zweiten Zeit, die ihr euch zum Vorbild nehmen müsst, baten flehentlich darum, dass der Heilige Geist auf ihren Geist herabkomme, und sprachen unter seiner Inspiration. Ebenso sollst du dich zubereiten, Volk. Denn der Geist kann unter der Inspiration des Heiligen Geistes durch den Körper sprechen.

15     Wachet also über euch ─ wachet, damit sich euer Verstandesvermögen nicht verunreinigt. Bewahrt euer Herz rein, damit ihr jenen Tau der Gnade empfangen könnt, den Ich euch sende ─ jenes kristallklare Wasser, das im Brunnquell eures eigenen Wesens bewahrt werden muss, damit ihr den Durst der Welt stillt.

16     Fürchte nicht das Urteil der Menschen, geliebtes Volk, fürchte das Göttliche Gericht, falls du es durch deine Verfehlungen verdienen solltest.

17     Schämt euch niemals, euch an so bescheidenen Orten wie diesem hier zu versammeln, wo ihr mein Wort vernehmt.

18     Wenn man euch fragen sollte, ob diese Versammlungsorte eure Tempel sind, sollt ihr ganz wahrheitsgemäß sagen, dass dies nicht der Fall ist, dass ihr euren Tempel derzeit in der Seele errichtet.

19     Die einen werden über eure Offenbarung staunen, und die anderen werden sich über euer Wort lustig machen.

20     Fühlt euch nicht verletzt durch den Spott eurer Mitmenschen, da ihr euch bewusst seid, dass der, der dies tut, aufgrund seiner Unwissenheit die Wahrheit nicht zu erkennen vermag. Den Ausgleich dafür werdet ihr bei denen finden, die zu euch kommen, um euch zu erforschen, und dann überrascht sind von dem inneren Frieden, welcher jeden meiner wahren Jünger durchstrahlt.

21     Ihr dagegen sollt euch niemals über jene lustig machen, die in ihrem religiösen Fanatismus Götzendiener sind. Denn wenn sie Mich auch in materiellen Formen suchen, so beten sie Mich doch in ihnen an. Ihr braucht eure Mitmenschen nicht auf ihre Irrtümer hinzuweisen, um zu erreichen, dass sie beseitigt werden. Vielmehr würdet ihr damit ihren Zorn erregen und ihren Fanatismus noch verstärken. Es wird genügen, meine Lehre mit der Geistigkeit, die sie verlangt, in die Praxis umzusetzen, um die Irrtümer eurer Mitmenschen ans Licht der Wahrheit zu bringen.

22     Ihr werdet viel Geduld, große Barmherzigkeit und wahre Liebe aufbringen müssen, wenn ihr wollt, dass die Menschheit bald den geistigen Gehalt meines Wortes zu erkennen und ihm wahre Verehrung entgegenzubringen lernt sowie in jedem menschlichen Geschöpf einen geistigen und irdischen Bruder in Gott erkennt.

23     Wer hat euch gesagt, dass ihr nur geistig Geschwister seid? Gewiss werdet ihr euch nun den Kopf zerbrechen, um zu verstehen, dass derselbe Ursprung, den ihr geistig habt, auch euer körperlicher Ursprung ist, da alles aus Mir hervorgegangen ist. Außerdem erinnere Ich euch daran, dass auf der Erde die ganze Menschheit aus einem einzigen Vater und einer einzigen Mutter hervorgegangen ist.

24     Warum liebt und anerkennt ihr euch dann nicht als Geschwister, obwohl eure geistigen Bande ewig und eure menschlichen Bande so tief sind? Wahrlich, Ich sage euch, dies ist so aus Mangel an geistigem Wissen unter den Menschen ─ trotz ihrer Religionen.

25     An dem Tage, an dem die Menschen durch Selbstbetrachtung ─ inspiriert von dem Lichte, das vom Geiste ausgeht, um das Gehirn und das Herz des Menschen zu erleuchten ─ ihren Wesenskern entdecken, wird unter den Menschen der Friede zu keimen beginnen. Auch sage Ich euch, dass ─ wenn der Mensch einmal zum geistigen Lichte erwacht ─ es nichts und niemanden geben wird, der ihn auf seinem Wege eines unermüdlichen Suchers nach Wahrheit aufhalten wird. Niemals wieder wird er seine Geistesfreiheit verlieren, die er nach vielen Schmerzen und vielen Tränen erlangt hat.

26     Es wird nicht nötig sein, dass Ich Mich auf der ganzen Welt durch Stimmträger kundgebe, damit die Völker erwachen und die Menschen sich aus der Finsternis befreien. Diejenigen, die meinen, dass Ich mein Wort verstärken muss, bis die ganze Welt sie vernimmt, befinden sich im Irrtum. Denn dies würde bedeuten, dass das Gehirn des Menschen das einzige Mittel ist, über das Ich verfüge, um meine Botschaften zur Seele der Menschen gelangen zu lassen. Doch Ich beweise euch nun die Wahrheit jener alten Prophetie, in der euch offenbart wurde, dass eine Zeit kommen würde, in der der Göttliche Geist auf alles "Fleisch" und jeden Geist ausgegossen würde.

27     Wahrlich, Ich sage euch, diese durch den Propheten angekündigte Zeit ist gerade diese, in der ihr lebt ─ dieses jetzt beginnende Zeitalter, das ihr als die Dritte Zeit kennt.

28     Das Verdienst dieses Volkes wird darin bestehen, diese göttliche Botschaft von Herz zu Herz und von Provinz zu Provinz zu tragen, damit jene, die beim Lichte dieser neuen Morgenröte erwacht sind, in ihrem Herzen den Samen meines Wortes empfangen, sobald das Erdreich durch den Tau meiner Gnade fruchtbar geworden ist.

29     In jener Zweiten Zeit ließ Ich Mich nur von einem Volke vernehmen, und es waren nur drei Jahre, die Ich darauf verwandte, der Welt mein Wort zu geben.

30     Ich brachte euch den Samen und unterwies meine Jünger, wie sie ihn aussäen müssten. Nachdem sie von Mir gelernt hatten, vertraute Ich ihnen die weiten Felder an, damit sie diese bestellen würden.

Das Verdienst jener Sämänner besteht darin, dass sie ihren Meister nicht bedrängten, dass Er längere Zeit bei ihnen bleiben solle, als es geschrieben stand, noch Einwände vorbrachten, indem sie sagten, dass es noch viele Völker und Nationen gäbe, die diesen Samen kennenlernen mussten. Sie wussten, dass sie von ihrem Meister die Wahrheit geerbt hatten, und dass diese ihnen genügte, um die Finsternis zu besiegen, um die Welt zu bekehren und zu bewirken, dass jener göttliche Same in allen menschlichen Generationen fortdauern würde.

31     Entfernt aus eurem Verstande jede irrige Vorstellung, die ihr zuweilen bildet, und beschränkt euch nur auf das, was Ich euch von den ersten Tagen meiner Kundgabe an offenbart habe, da ihr wisst, dass jedes meiner Worte ein Gesetz ist, und dass jedes Gesetz befolgt werden muss.

32     Geliebtes Volk: Eure Herzen sind von Genugtuung erfüllt bei dem Gedanken, dass ihr meine Jünger in dieser Dritten Zeit seid. Doch Ich sage euch, dass ihr niemals zulassen dürft, dass euch die Eitelkeit verblendet. Denn wenn ihr dieser Schwäche erliegen würdet, würdet ihr selbst auf euer Gewissen nicht mehr hören, wenn dieses euch eure Verfehlungen vorhält. Wer sein menschliches Leben nicht zu säubern und zu veredeln beginnt, kann nicht erwarten, sich seelisch aufwärts zu entwickeln, denn seine Schritte werden irreführend sein und seine Werke keinen Wahrheitssamen haben.

33     Bedenkt also, dass Ich in meinen Lektionen manchmal von der geistigen Unterweisung zum Ratschlag herabsteige, damit ihr euch in eurem menschlichen Leben richtig verhaltet. Ich spreche dann zum Herzen des Menschen, ermahne es zur Erneuerung, mache ihm den Schaden begreiflich, den die Laster dem Körper zufügen, und das Übel, das sie der Seele antun. Ich habe euch gesagt, dass der Mensch, der sich von einem Laster beherrschen lässt, vergessen hat, dass der Geist nicht besiegt werden darf ─ dass er vergessen hat, dass die wahre Stärke darin besteht, das Böse durch die Tugend zu überwinden.

34     Jener vom Fleisch besiegte Mensch hat sich selbst herabgewürdigt, hat gegen seine Selbstachtung verstoßen, ist von seinem hohen Stand eines Menschen zu einem armen Wesen herabgesunken, das zu feige ist, um zu kämpfen.

35     Anstatt seinem Heime Licht, Brot und Wein zu bringen, bringt jener Mann Schatten, Leid und Tod, macht sein Kreuz und das seiner Gattin und seiner Kinder schwer und hemmt den seelischen Entwicklungsweg aller, die um ihn sind.

36     Ich habe zum Herzen der Frau, Mutter und Gattin gesprochen, die im Herzen nicht die Reinheit zu erhalten verstand, noch dem Lebensgefährten und den Kindern die Wärme der Zärtlichkeit und des Verständnisses zu geben vermochte.

37     Wie könnten Männer und Frauen ihr Seelenleben erhöhen, wenn sie nicht zuvor die schweren Fehler korrigiert haben, die in ihrem menschlichen Leben existieren?

38     Mein Werk macht es erforderlich, dass seine Jünger durch die Lauterkeit und die Wahrhaftigkeit der Handlungsweisen in ihrem Leben davon Zeugnis abzulegen verstehen.

39     Die einen wie die anderen frage Ich: Habt ihr Kinder? Dann habt Erbarmen mit ihnen. Wenn ihr auch nur für einen Augenblick deren Seelen erblicken könntet, würdet ihr euch unwürdig fühlen, euch ihre Eltern zu nennen. Gebt ihnen keine schlechten Beispiele, hütet euch davor, in Gegenwart der Kinder ein Geschrei zu erheben.

40     Ich weiß, dass es in dieser Zeit wie nie zuvor Probleme innerhalb der Ehen gibt ─ Probleme, für die die Betreffenden nur eine Lösung finden: die Trennung, die Scheidung.

41     Wenn der Mensch vom geistigen Wissen die nötige Kenntnis hätte, würde er keine so schweren Fehler begehen, denn er würde im Gebet und in der Vergeistigung die Inspiration finden, um die schwierigsten Verwicklungen zu lösen und die härtesten Prüfungen zu bestehen.

42     Mein Licht erreicht alle Herzen, auch die betrübten und niedergeschlagenen, um ihnen neuen Lebensmut zu geben.

43     Meine Stärke wird den Schwachen zuteil, damit sie sich bald aufrichten ─ mit dem eisernen Willen, ihr dunkles und leeres Dasein durch Wissen, durch Tugend und Vergeistigung in ein strahlendes Leben zu verwandeln.

44     Jünger, Ich will, dass ihr alle durch das Beispiel predigt, dass ihr nicht vortäuscht, dass ihr nicht Wahrhaftigkeit ausposaunt und das Gegenteil tut, dass die Frucht, die ihr erntet, statt bitter zu sein, wohlschmeckend ist.

45     Volk, vergiss daher nicht, dass du zuerst deinem Leben auf der Erde gerecht werden musst, damit du danach in meinem Werke Erfüllung zu finden vermagst.

46     Bevor ihr weiterhin eure Leiden auf der Welt beklagt, haltet inne, um einige Augenblicke nachzudenken, damit ihr den Grund für eure Kümmernisse entdeckt.

47     Ich bin damit einverstanden, dass ihr sucht, bis ihr die Ursache eures Schmerzes findet, damit ihr ein Heilmittel anwendet. Denn es ist eure Sache, zu vermeiden, dass der Schmerz in euer Heim eindringt. Ich versichere euch, dass ihr nicht nur den Grund für alles, was euch leiden lässt, finden werdet, sondern dass gleichzeitig die Vorgehensweise, eure Leiden zu heilen, offenbart werden wird. Meine Barmherzigkeit wird auf die herabtauen, die zu beten und zu meditieren verstanden haben, und diese Barmherzigkeit wird in eurer Seele und in eurem Körper wie Balsam sein.

48     Ich werde euch beweisen, dass der verheißene Tröster zu euch gekommen ist, um eure Tränen zu trocknen und euren Schmerz in Frieden zu verwandeln.

49     Kommt alle zu Mir, die ihr ein verborgenes Leid im Herzen tragt. Ihr tragt heimlich einen Schmerz in euch, den euch ein Verrat zugefügt hat, und eure Verbitterung ist sehr groß, weil es ein sehr geliebtes Wesen war, das euch tief verletzt hat.

50     Werdet stille in euch, damit das Gebet euch erleuchtet und ihr erfahren könnt, ob nicht ihr irgendeinmal der Grund dafür wart, dass man euch verraten hat. Dann wird das Gebet euch in dem Gedanken bestärken, dass ihr denen vergeben müsst, die euch in eurer Liebe, eurem Glauben, eurem Vertrauen verraten.

51     Wahrlich, Ich sage euch, im selben Augenblick, da ihr dem vergebt, der euch beleidigt hat, werdet ihr meinen Frieden voll fühlen; denn in diesem Augenblicke wird sich euer Geist mit dem meinen vereint haben, und Ich werde meinen Mantel ausbreiten, um euch zu vergeben und euch beide in meine Liebe zu hüllen.

52     Ich stähle euch für die Zeit des Kampfes. Denkt daher niemals, dass eure Leiden von heute unfruchtbar sind. Was willst du, Volk? Noch immer hast du es nötig, dass es der Schmerz ist, der euch seine Lektionen erteilt.

53     Diese Zeit der Prüfung und der Lehren für eure Seele wird vorübergehen, aber sie wird ihre Saat des Glaubens, der Erfahrung, der Weisheit und der Stärke in jedem meiner Jünger hinterlassen. Danach werden die Zeiten des Kampfes kommen, in denen ihr verfolgt, verleumdet und verspottet werdet ─ selbst von denen, die sich eure Freunde nennen. Doch überrascht werdet ihr feststellen, dass ihr angesichts des Verrates nicht kleinmütig werdet, dass euch dann niemand mehr enttäuschen kann, weil ihr gelernt haben werdet, zu vergeben und gegenüber euren Mitmenschen verständnisvoll und nachsichtig zu sein.

54     Ich werde meine Jünger segnen, wann immer sie vergeben, und werde die mit Segnungen beglücken, denen von euch vergeben worden ist.

55     Ihr seid nicht allein auf der Welt, in euer Umgebung schweben Wesen in unendlicher Zahl, die euch bei allen Schritten eures Lebens beistehen und inspirieren.

56     Damit ihr diesen geistigen Einfluss und dieses Licht aufnehmen könnt, ist es notwendig, dass ihr betet, damit ihr immer ein Anrecht auf den Beistand hoher Wesen habt.

57     Seid empfindsam für die geistigen Einflüsse, und es wird keinen Grund mehr dafür geben, auf dem Wege zu straucheln.

58     Es ist ein schmaler Weg, der sich euren Augen darbietet, und es ist notwendig, zu wachen und zu beten, um seine Ränder nicht zu überschreiten. Auf ihm will Ich euch immer antreffen, denn die auf diesem Pfade zu Mir kommen, sind wirklich frei von Lastern und von Falschheit.

59     Wollt ihr euch des unsichtbaren Besuches sowie des Einflusses der geistigen Lichtwesen erfreuen? Wollt ihr euch ebenso von denen befreien, die in den Schatten ihres Materialismus und ihres Irrtums zu Hause sind. Dann sage Ich euch, dass das Geheimnis darin besteht, ein ruhiges, einfaches Leben zu führen, mit Liebe zu leben, in eurem Heim die Saat der Tugend zu pflegen.

60     Mein Segen kommt auf alle herab. Aber während die einen ihn anzunehmen verstehen und seine Wohltaten nutzen, weisen ihn die anderen zurück und berauben sich so der ganzen Gnade, die er enthält.

61     Jene geistigen Heerscharen, von denen Ich gesprochen habe, stellen gleichfalls einen Teil meiner Segnungen dar, die Ich euch sende. Meine Boten und Diener beeilen sich in dem Augenblicke, in dem sie die göttliche Eingebung empfangen, ihren Geschwistern beizustehen, die die Erde bewohnen ─ diesen Planeten, der durch die Menschen in ein Tränental verwandelt worden ist.

62     Nur meine Lehre wird euch in Kontakt mit der Geistigen Welt bringen können und euch einander annähern, wie es allen Kindern des Herrn zukommt, die ─ da sie Geist besitzen ─ nicht voneinander getrennt sein können, noch zulassen sollen, dass die Materie eine Barriere bildet zwischen denen, die die Erde bewohnen, und denen, die sich im Geistigen befinden.

63     Lasst zu, dass mein Wort weiterhin eure Herzen bearbeitet, bis es euch wirklich empfindsam gemacht hat für fremden Schmerz.

64     Ihr werdet eure geistige Mission niemals vollkommen erfüllen können, solange die Saiten eures Herzens nicht feinfühlig geworden sind.

65     Lasst euch bei eurer Zubereitung nicht aufhalten, denkt daran, dass in jeder Sekunde, die vergeht, Schmerzensschreie ertönen, die diese Menschheit, eure Schwester ausstößt.

66     Als ihr erstmals zur Kundgebung meines Wortes gekommen seid, habt ihr Mir die Last eurer Leiden, euer Klagen präsentiert und habt viele Tränen vergossen, weil ihr glaubtet, dass niemand auf Erden soviel leide wie ihr. Der Grund dafür war, dass euer Herz nur für sich selbst lebte, und eure Augen gegenüber jeder Not oder jedem Leiden anderer geschlossen waren. Es war notwendig, dass ihr mein Wort vernehmen würdet, welches ewige Quelle von Wahrheit und Licht ist, damit die dunkle Binde, die eure Augen bedeckte, fallen würde und euch die Wirklichkeit erblicken ließe.

Doch die Wahrheit ist, dass euch eure Leiden, obwohl sie groß waren, klein erschienen, als ihr andere Völker der Erde zu betrachten begannet, durch die der Krieg gezogen war, der durch Feindschaften, Machtstreben und Rachedurst der Menschen entstanden war. Dann habt ihr euren Kopf beschämt gesenkt und Mir gesagt: "Herr, vergib mir. Heute erkenne Ich, dass ich, als der Schmerz in meinem Herzen heftig wurde, zu lästern begann, obwohl ich Dir hätte danken müssen, weil meine Leiden unvergleichlich geringer waren als die anderer Menschen. Aber es war meine Unwissenheit, die mich Dir gegenüber ungerecht sein ließ. Heute sehe ich meinen Irrtum ein, bitte ich Dich um Vergebung für alle meine Beleidigungen und bitte Dich inständig, dass du alles, was ich für mich erbat, nun denen zuteilwerden lässt, die eine unermesslich schwerere Last mit sich schleppen als jene, die ich trug."

67     Wie anders ist eure heutige Art zu beten, wenn ihr sie mit jener vergleicht, die ihr gebrauchtet, bevor ihr dieses Wort gehört habt! Warum? Weil eure Art zu fühlen und die göttlichen Unterweisungen auszulegen anders wurde.

68     Jetzt sage Ich euch, Jünger, dass ihr nicht stehenbleiben noch euch einreden dürft, dass es, um wahre Barmherzigkeit auszuüben, bereits genügt, Mitleid zu fühlen, wie ihr es bis heute getan habt. Nein, Volk, denn vieles ist zu säubern, empfindsam zu machen. Es gibt noch viel Egoismus, der bekämpft werden muss, als ob es Unkraut wäre. Es gibt noch viel Kälte, die in seelische Wärme umgewandelt werden muss, damit in eurer Seele schließlich das Gefühl von Liebe aufsteigt, das die Quelle ist, aus der das Mitgefühl, die Barmherzigkeit und alle edlen und hohen Gefühle entspringen.

69     Dann werdet ihr fähig sein, Arbeiten und Aufgaben in Angriff zu nehmen, denen ihr euch heute nicht gewachsen fühlen würdet, weil euch noch die Kraft dazu fehlt, die der wahren Liebe entspringt.

70     Also, Volk: Glaubst du, dass du untätig auf die Stunde warten musst, in der eure Seele von dieser Inspiration erleuchtet und euer Herz von diesem Ideal erfüllt wird? Glaubt ihr, dass ihr durch das bloße Vernehmen meines Wortes die Saiten eures Herzens ausreichend empfindsam machen könnt? Nein, Volk. In derselben Zeit, in der ihr meine Lektionen vernehmt, müsst ihr euch denen zuwenden, die leiden, um mit dem Schmerz in Kontakt zu sein, um von dem Leidenskelch eurer Mitmenschen zu kosten und mit euren Sinnen das Elend, die Verwaistheit, die abstoßenden Laster, die Krankheiten, die euch mit Schrecken erfüllen, die Finsternis, die die verwirrten Verstandesorgane verdunkelt, den Hunger, den Durst und die Erneuerung der Seelen direkt mitzuerleben.

71     Nur so werdet ihr zu Meistern derer werden können, die im Leben viel leiden. Denn wenn ihr euch nur durch Studium in meinem Worte und durch Gebete vorbereiten solltet, werdet ihr, wenn ihr euch der Wirklichkeit stellen wollt und die Absicht habt, zu trösten, zu bekehren und zu heilen, betrübt feststellen, dass ihr gegenüber denen, die das erlitten habe, was ihr euch nicht vorstellen könnt, armselig dasteht, und dass diese vielmehr Meister von euch sein könnten aufgrund dessen, was sie erlitten haben, was sie erlebt und erfahren haben. Dann würden eure Lippen verstummen müssen, und ihr könntet denken, dass meine Lehre nicht genügend trostreich und stark ist, um den Menschen ihre Leiden zu lindern und in ihnen den Glauben und die Hoffnung auf meine Gerechtigkeit, auf meine Vergebung und auf meine Liebe zu erwecken.

72     Wo könnt ihr die Lektion ausüben, die ihr empfangt, um euch immer mehr vorzubereiten? Die Gelegenheiten dazu gibt es so reichlich, dass ihr ─ wenn ihr zu beobachten versteht ─ werdet feststellen können, dass kein Tag eures Lebens vergeht, ohne dass sich nicht mindestens eine Gelegenheit bietet, Barmherzigkeit auszuüben in irgendeiner der vielerlei Formen, in denen sie ausgeübt werden kann.

73     Durch die Gabe der Intuition, die Ich allen Menschen zuteil werden ließ, könnt ihr viele Dinge entdecken, die im Geheimnis der Herzen verborgen sind ─ viele Tragödien, die nicht nur das irdische Leben eurer Mitmenschen betreffen, sondern auch ihre Seele.

74     Wie kann man in die Intimität jener Herzen eindringen, ohne sie zu verletzen und ohne ihre Geheimnisse zu entweihen? Wie jene verborgenen Leiden entdecken, die das Leben eurer Mitmenschen überschatten? Ich habe es euch bereits gesagt: Die Intuition, jene Fähigkeit, die Teil der geistigen Sehergabe ist und die ihre volle Entfaltung in euch durch das Gebet erhalten soll, zeigt euch die Vorgehensweise, den Schmerz eines jeden eurer Mitmenschen zu lindern.

Mein Friede sei mit euch!

 

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BWL - Band XI - Unterweisung 311


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -

Band XI - Unterweisung 310 - 338

Unterweisung 311 

1         Geliebte Jünger: Ihr habt das Heiligtum vorbereitet, um Mich zu empfangen, und hier bin Ich, gegenwärtig im Geiste und in Wahrheit.

Jeder von euch zeigt Mir sein eigenes Heiligtum. Aber dem Meister gefällt jenes, das ihr durch eure Einigkeit, durch eure geistige Harmonie bildet. Dafür habe Ich euch die Liebe gelehrt, damit ihr durch sie im Geiste zur Ära der geistigen Vereinigung gelangt. Wahrlich, Ich sage euch, erst dann werdet ihr Mir das wahre Heiligtum vorzeigen können, in dem man das göttliche Konzert vernimmt.

2         Heute bin Ich dabei, diesen Tempel durch mein Wort, durch die Inspirationen meines Gesetzes in der Seele meines Kinder aufzubauen. Aber noch immer seid ihr meine Schüler, fortwährend kommen Kinderschüler in meine Gegenwart. Die einen habe Ich über lange Jahre hinweg gelehrt, die anderen beginne Ich die ersten Lektionen in der Dritten Zeit zu lehren.

3         Mein Wort durch diese Kundgebung wird bald enden. Doch welche werden es sein, die den Menschen die Lektion nach Mir weitergeben sollen? Welche werden die sein, die die Unterweisung weitergeben, die das Große Buch des Lebens enthält?: Meine Jünger, die Ich seit langem vorbereitet habe, damit sie an meine Stelle treten können. Doch nicht, damit sie sich nur bemühen, meine Worte zu wiederholen. Denn dann würdet ihr nur den Wortlaut des

Stimmträgers wiedergeben. Es ist jedoch nicht das menschliche Wort, das Ich euch vermache, sondern der Sinngehalt meiner Botschaft.

4         Ihr habt mein Wort durch meine Stimmträger vernommen. In ihm habt ihr Unvollkommenheiten entdeckt, die einige dem Körper des Stimmträgers zugeschrieben haben, und andere Mir. Ich will meine Kinder, durch die Ich Mich kundgebe, nicht anklagen, aber Ich sage euch dennoch: Ich habe euch bei dieser Kundgebung nicht betrogen, habe dies nie getan. Ich habe euch meine Offenbarungen und die Inspiration des Heiligen Geistes mittels des menschlichen Verstandesvermögens gebracht, und zusammen mit meiner vollkommenen Unterweisung hat es die Unvollkommenheiten des Menschen gegeben. Der Meister sagt euch: Diese Etappe meiner Kundgabe wird vorübergehen, und dann werdet ihr, durch das Licht meines Heiligen Geistes erleuchtet, klar zu unterscheiden verstehen, wo meine Essenz zum Ausdruck kommt, und was menschliche Unzulänglichkeit ist.

Wie es die Landarbeiter auf der Erde machen, die, wenn sie ihre Weizenernte eingebracht haben, die Spreu zu trennen verstehen, so sollt ihr den Weizen meiner Unterweisung von der Spreu trennen und in der Kornkammer eurer Herzen verwahren. Doch die Spreu, die die Unvollkommenheit der Stimmträger ist, soll der Vergessenheit anheimfallen, während der Sinngehalt meiner Unterweisungen ewig in eurer Seele bleiben wird.

5         Um Mich in dieser Zeit, in dieser Form kundzutun, habe Ich den Ruf an große Menschenscharen ergehen lassen. Unter ihnen habe Ich Männer und Frauen verschiedenen Alters, Standes und der Rasse erwählt. Diese Erwählten, von denen ihr ein Teil seid, sind Seelen, die Ich kenne. Denn es gibt nicht eine einzige Seele, die Mir fremd ist. Ihr alle seid meine Kinder.

6         Ich habe den Entwicklungsweg eines jeden von euch verfolgt, denn Ich habe eure Bestimmung vorgezeichnet. Und als Ich den Ruf an euch ergehen ließ, damit ihr bei diesen Kundgebungen anwesend seid, habe Ich meine Erwählten ausgesucht. Ich habe sie mit Gaben und Fähigkeiten ausgestattet, und sie werden in ihrer Aufgabe durch Lichtgeister, durch meine Friedensboten unterstützt ─ Seelen voll des Wortes, die euch Schritt für Schritt auf den Weg des Spiritualismus gebracht und euch dabei geholfen haben, in euch selbst die Gaben und die Begnadungen zu entdecken und eure Seelen für das Jenseits, für die Ewigkeit zu erwecken.

7         Durch meine göttlichen Unterweisungen und durch durch die Prüfungen, die Ich weise auf euer ganzes Leben verteile, habe Ich eure Seele immer mehr entfaltet, sie für den Kampf gestählt und ihr das enthüllt, was zuvor ein Mysterium für sie war, ein undurchdringliches Geheimnis. Ihr habt euch an meinem Werke erfreut, und durch meine Lektionen lernt ihr nach und nach, die Unterweisungen der Ersten und der Zweiten Zeit auszulegen, die die Theologen nicht zu begreifen vermochten.

8         Die Prüfungen, denen ihr auf eurem Lebensweg begegnet, drücken euch nieder. Aber sofort denkt ihr daran, dass mein Göttlicher Geist in eurem Wesen ist ─ wie ein Stern, wie ein Leuchtturm, und immer wendet ihr euch diesem Lichte zu, um euch zu retten.

9         Viele der Erwählten, die Ich mit Gnadengaben überschüttet habe, sind gegenüber ihrer Aufgabe in meinem Werke kalt gewesen.

Die Ideale der Welt, die Versuchungen und die mangelnde Zubereitung haben sie von Mir getrennt. Doch wie viele, die meinen Unterweisungen treu geblieben sind, sehe Ich mit meiner Gnade bekleidet, obwohl sie nicht zu den Erwählten gehörten, noch durch den Stimmträger das Siegel und die Gaben empfangen haben. Denn Ich habe ihnen ihre Gaben von Geist zu Geist gegeben, und in ihnen ist die Gnade vorhanden, die in euch allen seit Anbeginn der Zeiten latent besteht.

10     Wohl den Getreuen, Segen denen, die bis zum Ende ihrer Prüfungen standhaft bleiben. Gesegnet seien, die die Kraft, die ihnen meine Unterweisung zuteil werden lässt, nicht vergeudet haben, denn sie werden in den kommenden Zeiten der Bitternis die Wechselfälle des Lebens kraft- und lichtvoll überstehen.

11     Seid getreu, Jünger, denn mein Werk wird euch niemals enttäuschen, der Meister wird seine Verheißung erfüllen und nicht einen Augenblick lang abwesend sein bei euren Kämpfen mit der Menschheit.

12     Meine Unterweisung, von der sich eure Seele nährt, will euch in Meister, in treue Apostel des Heiligen Geistes verwandeln.

13     Ich will euch mit diesen Offenbarungen nicht nur den Frieden der Welt bringen und euch die Leiden durch körperliche Linderung erleichtern. Ich gebe euch mit dieser Kundgebung die großen Lehren, die zu euch von eurer seelischen Entwicklung sprechen. Denn wenn Ich euch nur die Güter der Welt hätte bringen wollen ─ wahrlich, Ich sage euch, dafür hätte genügt, die Wissenschaftler zu beauftragen, die ich durch Intuition erleuchte und denen Ich die Geheimnisse der Natur offenbart hätte, damit sie aus ihr den Heilbalsam nähmen, um euch von euren körperlichen Leiden zu heilen.

14     Mein Werk will euch weitere Horizonte zeigen, jenseits eures Planeten, mit jener unendlichen Zahl von Welten, die euch umgeben ─ Horizonte, die kein Ende haben, die euch den Weg zur Ewigkeit weisen, die euch gehört.

15     Es ist eure Seele, zu der Ich spreche, damit sie durch mein Licht, mein Gesetz, das sich im Geiste befindet, ihre Vollkommenheit erstrebt. Verwandelt dieses Gesetz in eine Stufenleiter, einen Weg, damit ihr zu Mir gelangt. Denn es ist eure Ankunft, die Ich mit Sehnsucht erwarte, damit ihr, o vielgeliebte Kinder, euch meines Reiches erfreuen könnt, meine Liebe versteht, und Ich meinerseits die eure empfangen kann, die vollkommen sein muss, damit eure Geistseele sich an der universellen Herrlichkeit meines Werkes erfreuen kann.

16     Erringt dieses Reich, Jünger, wobei Ich euch beistehe. Denn wie viele Feinde, wie viele Versuchungen werden sich eurem Schritt entgegenstellen, und wie vielen Abgründen werdet ihr entgehen müssen!

17     Ihr seid das Volk Israel, das im Verlagen nach dem Land der Verheißung durch die Wüste wandert. Ihr habt nicht mehr Moses als Führer ─ es ist euer Vater, der diesem Volke voranzieht, der euch ermutigt und euch aufrichtet. Obwohl Ich euch durch meine Erwählten führe ─ erkennet, dass über ihnen der Universelle Führer ist, welcher Gott ist, welcher euer Vater ist, der zu euch spricht und euch sagt: Schreitet weiter voran, besiegt eure Feinde, werdet nicht schwach in den Prüfungen, damit ihr nicht unterwegs umkommt. Vorwärts! Werdet eurer Bestimmung nicht untreu, denn ihr wisst nicht, ob ihr nicht gerade in jenem Augenblick am Horizont bereits das Gelobte Land erspähen könnt.

18     Ich habe meinen Erwählten große Gaben anvertraut. Eine davon ist die der Heilung ─ der Heilbalsam, um mit dieser Gabe eine der schönsten Aufgaben unter den Menschen erfüllen zu können, da euer Planet ein Tal der Tränen ist, wo es immer Schmerz gibt. Mit dieser Befähigung habt ihr ein weites Feld vor euch, um nach meinem Willen Trost zu spenden. Diesen Balsam habe Ich in euer Wesen gelegt, in die zartesten Saiten eures Herzens, und ihr habt euch an ihm erquickt, vor seinen Wunderwerken hat sich euer Nacken gebeugt, euer Herz ist durch den Schmerz der Menschen weich geworden, und ihr seid immer auf dem Pfade der Barmherzigkeit gewandelt. Spendet fernerhin diesen Heilbalsam, der nicht in euren Händen ist, weil er durch Blicke des Mitgefühls, des Trostes, des Verständnisses übertragen, durch gute Gedanken weitergegeben wird und sich in heilsame Ratschläge, in Worte des Lichtes verwandelt.

19     Die Gabe der Heilung hat keine Grenzen. Vergesst niemals, dass ihr von ihr durchdrungen seid; und falls der Schmerz euch zur Beute machen sollte, weil ihr einer Prüfung unterworfen werdet, falls ihr ihn mit diesem Balsam nicht beseitigen könnt, so vergesst nicht meine Unterweisungen, vergesst euer Leiden und denkt an die anderen, bei denen die Qual größer ist. Dann werdet ihr bei euch und bei euren Mitmenschen Wunder erleben.

20     Ich habe erlaubt, dass meine Geistige Welt sich im gleichen Zeitabschnitt wie dem meiner Kundgebung in dieser Zeit durch die Gabenträger bei euch bekundet, damit sie diese mit meinem Heilbalsam gesättigten Wesen empfangen und sie als Meister der Liebe und Barmherzigkeit unter euch wären. Einige von euch haben ihre Geduld, ihre Demut zu würdigen verstanden, andere haben sie zum Objekt von Demütigungen, Schikanen, Vermaterialisierungen gemacht.

Doch diese Lichtwesen haben ihre Klagen, ihre Vorwürfe nicht vor Mich gebracht. Es sind verständnisvolle Seelen, die ─ um euch aus eurem seelischen Elend zu reißen ─ angesichts eurer Bedürftigkeit und Armseligkeit herabgekommen sind und dabei oftmals ihre eigene Vergeistigung geopfert haben ─ mit dem Ziel, euch der Finsternis zu entreißen, euch ins Licht zu bringen. Aber dieser Zeitabschnitt wird bald zu Ende sein.

21     Meine Geistige Welt, Fürsprecher von "Arbeitern" und Menschenscharen, wird Mir sagen: "Herr, richte unsere Geschwister nicht wegen der Beleidigungen, die sie uns zugefügt haben." Doch wenn sie in dieser Weise für euch eintreten und euch vergeben ─ was wird der Vater dann nicht alles tun, wenn Er euch seine Vergebung gewährt?

Sie haben selbst die ärmlichsten Heime betreten, indem sie euren Spuren des Elends und des Schmerzes folgten. Sie sind auf den Ruf meiner Arbeiter und der Kranken hin zu jedem Ort geeilt, ohne Angst, sich zu beflecken, wobei sie sich nur um die Wunde kümmerten, um sie zu heilen, um die Trübsal, um Trost zu hinterlassen, um die Krankheit, um sie in Gesundheit zu verwandeln.

Der Vater sagt euch: Das Beispiel, das meine Geistige Welt euch gegeben hat, müsst ihr eurer Seele einprägen. Vergesst es nicht. Ich will, dass ihr so seid, wie sie sind, damit ihr, wenn diese Manifestationen zu Ende sind, diesen Heilbalsam zu allen euren Mitmenschen bringt, ohne Unterscheidung nach Gesellschaftsklassen, Rassen und Weltanschauungen ─ dass ihr königliche Paläste, als auch die armseligsten Hütten oder den schmutzigsten Ort betretet, ohne dass ihr Angst vor Ansteckung, vor Kritik oder Spott habt.

22     Geht immer zu denen, die leiden, und hinterlasst als Spur eures Ganges die besten Früchte eurer Liebe. Wenn ihr so handelt, werdet ihr euch meine Geistige Welt zum Vorbild genommen haben, die mein treuer Jünger und euer Lehrmeister ist. Und so, wie sie keinerlei Lohn suchen und, wenn sie euch die größten Wohltaten erwiesen haben, es immer in meinem Namen getan haben, ebenso sollt ihr nach meinem Willen auf den Wegen der Welt gehen und dabei Trost, Gesundheit und Liebe aussäen, auch wenn ihr für all das wie meine Geistige Welt und wie euer Meister in jener Zweiten Zeit nur Beleidigungen, Bedrängnisse und Undank erntet. Ihr sollt keinerlei Lohn auf dieser Welt erwarten. Doch wenn ihr schon eine Belohnung haben wollt, soll sie die Befriedigung, die Freude sein, den, der weinte, zum Lächeln gebracht zu haben, den "Toten" zu meiner Wahrheit auferweckt zu haben, und den Betrübten getröstet zu haben.

23     Ich habe euch in meinem Gesetze den ewigen Frieden übergeben, und Ich will, dass jeder von euch wie eine Friedenstaube ist, dass eure Flügel sich niemals schließen, dass ihr euch durch eure Gebete in alle Orte zu versetzen versteht, sei es körperlich oder gedanklich, und da wo Krieg herrscht und Zwietracht, wo sich Ungerechtigkeit zeigt, sollt ihr wie Friedensengel, wie Schutzengel und Boten des Heiligen Geistes sein.

24     Erkennt, dass diese Menschheit Mir niemals Früchte des Friedens dargebracht hat. Von ihren Anfängen an hat sie in Kriegen gelebt, unablässig hat sie gekämpft, um unsinnige Ziele zu erreichen, um ausschweifend zu leben und Hass und Rache zu nähren. Dies ist die Frucht, die die Menschen Mir anbieten, und auch heute haben diese Kämpfe noch nicht geendet. Die Menschheit macht sich bereit, ihren größten Kampf zu beginnen, sie bereitet ihre mächtigsten Waffen vor, die Waffen ihres Verstandes.

25     Die Menschen gehen auf ihre eigene Vernichtung zu. Über ihnen agieren die Wesen des Jenseits. Die einen sind Boten meiner Liebe und inspirieren die Menschen zum Frieden, zur Gerechtigkeit, zur Eintracht. Die anderen inspirieren sie nur zum Hass, zu Kriegen und offenbaren den Wissenschaftlern die Mittel zur Zerstörung, die das menschliche Gehirn allein nicht zu entdecken fähig wäre.

Schon vor langer Zeit kündigte Ich den Menschen diese Geschehnisse durch meinen Apostel Johannes an, damit wie wachend und betend sein würden. Aber sie haben nur geschlafen, und daher gibt es die Feinde des Friedens, die im Herzen der Menschheit kämpfen, um sie ins Verderben zu führen. Daher mache Ich euch zu meinen Liebesboten, damit ihr mit den Legionen des Friedens vereint seid und das Gute siegt ─ damit ihr an der Erfüllung der Prophetie des Johannes mitwirkt.

26     Wenn diese Kampfzeit kommt, die Ich euch angekündigt habe, in der ihr Provinzen, Länder und Meere durchqueren müsst, dann lasst euch nicht vom Getöse der Kriege Angst einjagen und lasst auch nicht zu, dass ihr angesichts der Gegenwart des Todes den Mut verliert, sondern ihr sollt die Flügel eures Friedensideals ausbreiten, damit dieses Gebet die Menschen beschützt. Ihr sollt von allen Gaben eures Geistes Gebrauch machen, um meinen Liebessamen auszusäen.

27     Meine Kundgebung in dieser Zeit hat euch das Bedeutungsvolle erkennen lassen, das in dem Kampfe und in den Prüfungen enthalten ist, die euch erwarten: Wird eure Liebe die Hartherzigkeit der Menschen überwinden? Wird euer Friede die Grausamkeit der Kriege überwinden? Wahrlich, Ich sage euch: Mein Friede muss siegen. Aber Ich werde ihn nicht mit Gewalt aufzwingen, er wird durch die Überzeugungskraft kommen, die meine Unterweisungen ausstrahlen. Wenn er einmal in das Herz des am meisten im Bösen verblendeten Kindes eindringt, so wird dieses Herz endlich Frieden finden.

28     Der Meister sagt euch: Es wird ein Schmerz kommen, der größer als alle Leiden und Sünden der Menschen ist. Dieser Schmerz wird der Kelch ihrer Reue sein. Vor ihm werden sie ihren Nacken beugen, und wenn sie dann meine Vergebung und meinen Balsam empfangen, werden sie sich als meine Diener bekennen.

29     Ich habe euch, o meine Kinder, die Gabe des Wortes gegeben, weil Ich "das Ewige Wort" bin. Ich bin das Göttliche Wort, das niemals endet. Ich bin das göttliche Konzert, und Ich habe euch einen Teil von ihm überantwortet. Dieses Wort, das Ich in eure Seele gelegt habe, wird sprechen, und eure Lippen, die heute zu unbeholfen sind, um die Eingebungen und Inspiration auszudrücken, die Ich euch gewähre, werden beredsam sein, werden willige und treue Übermittler des göttlichen Konzertes sein. Es wird eine Gabe sein, die euch in Staunen versetzen wird, durch die ihr in Verzückung geraten werdet, und durch die Menschen sich meiner Gegenwart erfreuen und sie fühlen werden. Ihr habt diese Gabe zu entfalten begonnen. Denn Ich sage euch noch einmal: Eure Lippen werden aus der Überfülle heraus sprechen, die in eurem Herzen und in eurer Seele vorhanden ist.

30     Bewahrt und liebt das, was aus eurem Herzen geboren wird, und wenn ihr es weitergebt, wird es Essenz und Leben haben. Wenn ihr dagegen sprechen solltet, ohne die Wahrheit zu sagen, wird es wie ein tauber Same sein, der im Herzen eurer Mitmenschen nicht aufgehen wird.

31     Jünger: Groß sind die Lektionen, die Ich euch gewährt habe. Doch das Ende dieser Kundgebung ist schon sehr nahe, und ihr dürft nicht vergessen, dass mein Wort erst nach diesem Zeitabschnitt in euren Versammlungen erblühen wird durch die Zwiesprache von Geist zu Geist. Erst dann werden eure Lippen die großen Offenbarungen meines Reiches weitergeben, und werdet ihr mit meiner Liebesbotschaft in alle Herzen dringen. Dann werden die Menschen sagen: "Wie kommt es, dass dieser das in meinem Herzen lesen kann, was in ihm verwahrt war?" Doch erinnert euch daran, dass nicht ihr es sein werdet ─ Ich werde es sein, der durch eure Vermittlung spricht.

Wegen dieser Gaben sollt ihr euch nicht als Herren fühlen, sollt ihr euch unter den Menschen nicht aufspielen, denn euer Körper soll nichts von jener geistigen Größe anzeigen. Ihr sollt wie alle anderen sein, sollt keine Insignien tragen, die euch unterscheiden. Ihr werdet dem Anschein nach wie alle sein, aber in den Augenblicken, die dafür geeignet sind, wird sich mein Weisheitsschatz in eure Seele ergießen.

32     Ihr habt dank der Gnade des Heiligen Geistes die Gabe des Sehertums, die nicht darauf beschränkt ist, im Geistigen die Botschaften des Jenseits zu schauen. Das Sehertum ist eine weitergehende Gabe, ist Intuition, ist Vorahnung, ist Prophetie; es sind auch Botschaften, die ihr in euren Träumen empfangt. Das Sehertum ist der geistige Blick, der die Vergangenheit, die Gegenwart und selbst die Zukunft schauen kann, soweit es mein Wille ist. Wie oft wird der Seher, wenn er eine Vision erblickt, nicht wissen, was er gesehen hat. Doch jene, die sein Zeugnis vernehmen, werden jene Botschaft dennoch verstehen.

33     Derzeit sind die Seher noch in einer Phase der Vorbereitung.Doch wahrlich, Ich sage euch: Ihr alle seid Seher. Die einen haben sich auf die eine Weise entwickelt, die anderen in einer anderen, aber ihr alle habt das geistige Gesicht in latentem Zustand. Jene, die das, was mein Wille ist, bei ihrem Gebet in Form von symbolischen Bildern sehen, bereite Ich weiter zu. Denn nach 1950 wird die Mission, die Ich ihnen anvertrauen werde, sehr groß sein, und ihre Verantwortung wird dann größer sein.

Daher sage Ich euch: Bereitet euch vor, denn wenn dieses Wort nicht mehr durch die Stimmträger ertönt, werden die Menschenscharen, Gläubige wie Ungläubige, einen großen Verlust spüren. Euer Zeugnis, euer Ruf zum Erwachen und zur inneren Einkehr soll dann wie eine Fackel mitten in der Nacht sein. Ihr sollt wie Herolde sein, die die Völker, die noch schlafen, aufwecken. Bereite dich vor, Volk, damit ihr nach 1950 in eurer Seele die Botschaften zu empfangen vermögt, die von meiner Liebe herabkommen.

34     Ich habe zu euch über die Geistesgaben gesprochen, und wenn ihr Mich nicht mehr in dieser Form vernehmt, werdet ihr in ihnen immer mehr die ganze Herrlichkeit entdecken, die in eurem eigenen Wesen vorhanden ist. Ihr werdet Mich erneut vernehmen und werdet verwundert über soviel Liebe, soviel Gnade, mit der Ich euch beschenkt habe, Tränen vergießen. Doch von der Fähigkeit, euch durch euer Verstandesvermögen mit der Geistigen Welt in Verbindung zu setzen, dürft ihr keinen Gebrauch mehr machen, nachdem das Jahr 1950 zu Ende ist.

Die geistigen Lichtwesen werden sich weiterhin durch die Gabenträger und solche, die es nicht waren, bemerkbar machen, aber ihre Bekundung wird sich durch Inspiration fühlbar machen. Ebenso werden sie euch weiterhin ihren Heilbalsam übergeben und Wunder tun, und ihr Wort wird unerschöpflich unter euch sein.

35     Doch wenn ihr, nachdem einige Zeit nach diesen Kundgebungen verstrichen ist, Gerüchte zu hören beginnt, dass der Meister oder die Geistige Welt zurückgekehrt sind, um sich durch das menschliche Verstandesvermögen kundzutun, könnt ihr es dementieren, weil mein Wort ein einziges ist und mein Gesetz sich niemals ändert.

36     Du sollst wachsam leben, o Volk, damit du die Stimme der wahren Propheten und das Zeugnis der Apostel vom Betrug zu unterscheiden verstehst! Ihr sollt wachsam leben, damit ihr nicht in die Netze der Falschheit geratet, und ihr die Starken dieser Zeiten des Kampfes und derer seid, die noch kommen werden. Denn eine Gruppe meiner Jünger, die meinen Unterweisungen treu bleiben werden, wird sich nicht beflecken, noch wird sie der Soldat sein, der seine Fahne geistiger Lauterkeit im Stich lässt. Die Wahrheit wird in ihnen sein, und Ich werde Mich den anderen Völkern kundgeben, zu ihnen sprechen und ihnen sagen: Dies ist mein Werk, dies sind meine Jünger, und das beste Merkmal, das Ich der Welt darüber geben werde, welche meine Boten sind, wird darin bestehen, dass die Falschen in den großen Prüfungen zu Fall kommen werden, und die Treuen standhaft bleiben werden. Die Falschen werden angesichts des Schmerzes fluchen, und die Getreuen werden Mich segnen. Die Falschen werden meinem Gesetze den Rücken kehren, doch die Treuen werden immer an ihm festhalten.

37     Ich will, dass ihr alle meine treuen Zeugen und meine geliebten Jünger seid, und dafür bereite Ich euch vor. Aber bevor Ich meine Lektion dieses Tages beende, werde Ich euch etwas sagen, das euch nicht überraschen soll: Ich habe in meinen Unterweisungen von Berufenen und von Auserwählten gesprochen. Glaubt ihr, dass ein Vater, der vollkommen ist wie Ich, Vorlieben oder Bevorzugungen unter seinen Kindern haben kann? Könnte eine entwickelte Seele akzeptieren, dass sein Vater einige seiner Kinder beschenkt und die anderen ohne Erbe lässt?

38     Wenn ihr eure Mission zu erfüllen beginnt und ihr zu den Nationen, zu den entferntesten Völkern, selbst in die Urwälder gelangt, werdet ihr menschlichen Wesen begegnen, und ihnen sollt ihr begreiflich machen, dass ihr alle Brüder seid, sollt ihnen Zeugnis geben von meiner spirituellen Lehre. Ihr werdet dann verwundert sein über die Liebesbeweise, die Ich euch geben werde.

39     Dort, unter jenen von der Zivilisation abgeschnittenen, aber auch von der menschlichen Verderbtheit sehr weit entfernten Menschen, werdet ihr große Seelen entdecken, die die Reihen des Volkes Israel vermehren werden.

40     Die Kranken werden auf eurem Wege den Heilbalsam empfangen und genesen; die Betrübten werden zum letzten Mal weinen, aber ihre Tränen werden Freudentränen sein. Angesichts jener Beweise, die ihr geben sollt, werden die Menschenscharen den Herrn und seine Jünger segnen, ihr werdet umjubelt werden, wie es an jenem Tage geschah, an dem euer Meister in Jerusalem einzog. Aber auch unter jenen, die euch zujubeln, wird es Männer und Frauen geben, die voll der Geistesgaben sind, die ihr besitzt. Bei den einen wird euch deren Gabe der Weissagung in Staunen versetzen; bei anderen wird mein Heilbalsam unerschöpflich sein; bei wieder anderen wird mein Wort wie kristallklares Wasser hervorquellen. So werdet ihr unter euren Geschwistern, gleich einer unerschöpflichen Aussaat, die Gaben des Heiligen Geistes in Erscheinung treten sehen.

41     Dann werdet ihr erkennen, dass ihr nicht die Einzigen seid, dass ihr nur die Stimmträger Gottes, die damit Beauftragten seid, die Menschheit wachzurütteln und ihr zu sagen, dass der Mensch in seiner Seele einen unerschöpflichen Schatz an Fähigkeiten hat, und dass Ich ihnen die Gaben als ihr Herr und als Vater übereignet habe. Ihr werdet entdecken, dass ihr vor der Gerechtigkeit der Liebe Gottes alle gleich seid, dass ihr alle im Geiste und in Wahrheit mit der gleichen Gnade beschenkt seid. Erst dann werden die Menschen das Geheimnis ihrer Existenz in sich selbst aufzuklären versuchen, werden sie in ihr Inneres eindringen und ihre eigene Seele erkennen. Danach werden sie ihr Gesicht zum Unendlichen emporrichten und all das erfragen, was sie nicht zu begreifen vermögen.

42     All das, was ihr sie lehren könnt, sollt ihr sie wissen lassen, und im Hinblick auf all das, was ihr ihnen nicht erklären könnt, weil dessen Kenntnis eurem Vater entspricht, sollt ihr euch zubereiten, damit Ich es ihnen durch eure Vermittlung offenbare. Aber zuvor müsst ihr eure Mission erkennen.

Obwohl Ich euch "Volk Israel" nenne, wird ein Tag kommen, an dem alle ─ indem sie ihre eigenen Gaben entfalten ─ vor Mir, vor ihrem Herrn, gleich sein werden und schließlich ein einziges Volk bilden werden, welches das Volk Gottes sein wird.

43     Wenn meine Lehransprache endet, wird eure Seele vom Jenseits aus, wo sie sich an meiner Gegenwart erquickt, zusammen mit den geistigen Heerscharen des Friedens ihre Gefühle der Liebe, ihre Gedanken des Friedens und der Barmherzigkeit auf diese Menschheit herabsenden, die das Licht für ihre Seele nicht vollständig zu erlangen vermochte. Doch worum könnt ihr den Vater bitten, obwohl Er euch seit Anbeginn schon alles gegeben hat? Es ist euer Geist, der eurer Seele erlaubt, die Frucht zu sich zu nehmen, auf die sie ein Anrecht erworben hat.

44     Wann immer ihr eure Kampfeswege zurücklegt, wird auf ihnen bereits alles bereitgestellt sein, was ihr benötigen werdet. Ihr müsst nur Verdienste erwerben, die euch meiner Liebe würdig machen.

45     Warum spreche Ich so zu euch, meine Kinder? Weil Ich euch liebe, weil Ich Mich nicht an euren Leiden ergötze. Der Vater möchte auf eurem Gesichte immer das geistige Lächeln des Friedens sehen.

46     Ich segne euch und sage euch noch einmal: Seid die würdigen Boten meines universellen Friedens!

Mein Friede sei mit euch!

 

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