BWL - Band X - Unterweisung 308


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band X - Unterweisung 277 - 309

Unterweisung 308 

1         Geliebte Jünger: Übt täglich das geistige Gebet und legt euren ganzen guten Willen hinein, euch zu vervollkommnen. Bedenket: Außer dass ihr in eine innige Gemeinschaft mit eurem Meister gelangt und in jenen Augenblicken einen unendlichen Frieden erfahrt, ist es für euch die beste Gelegenheit, meine göttlichen Inspirationen zu empfangen. In ihnen werdet ihr die Erklärung für all das finden, was ihr nicht verstanden oder falsch aufgefasst habt. Ihr werdet den Weg finden, irgendeiner Gefahr vorzubeugen, ein Problem zu lösen, eine Unklarheit zu beseitigen. In jener Stunde gesegneter geistiger Zwiesprache werden sich all eure Sinne erhellen, und ihr werdet euch bereiter und geneigter fühlen, Gutes zu tun.

2         Lernt, in dieser Weise zu beten — jetzt, da eure Welt Gefahren aller Art in sich birgt. Wer mit dem Geiste zu beten lernt, wird die Waffen haben, die ihn im Kampfe unverwundbar machen werden, und die ihm die Kraft geben werden, allen Prüfungen standzuhalten.

3         Ich bringe euch mein Licht, da ihr noch nicht fähig seid, euren Weg mit eurem eigenen Lichte zu erhellen. Doch wenn ihr einmal meine Lehre auf euer Leben anwendet, dann werdet ihr Mir sagen: "Danke, Vater, dass Du uns gelehrt hast, auf dem Weg des Lebens zu wandeln, denn wir werden uns nun nicht mehr zugrunde richten noch zu Fall kommen."

4         Einst sagte Ich euch: "Ich bin das Licht der Welt", weil Ich als Mensch sprach und weil die Menschen nichts von jenseits ihrer kleinen Welt wussten. Jetzt im Geiste sage Ich euch: Ich bin das Universelle Licht, welches das Leben aller Welten, Himmel und Heimstätten erhellt, das alle Wesen und Kreaturen erleuchtet und ihnen Leben schenkt.

5         Ihr seid Kinder des Vaters des Lichtes; doch wenn ihr aufgrund eurer Schwachheit in die Finsternis eines Lebens voller Mühen, Irrtümer und Tränen geraten seid, so werden diese Leiden vorübergehen, weil ihr euch auf meinen Ruf hin erheben werdet, wenn Ich euch rufe und euch sage: "Hier bin Ich und erhelle eure Welt und lade euch dazu ein, den Berg zu ersteigen, auf dessen Gipfel ihr den ganzen Frieden, jenes Glück und jenen Reichtum finden werdet, den ihr auf Erden vergeblich ansammeln wolltet."

6         Meine Vergebung umfängt euch, ihr Völker und Geschöpfe dieser Welt, und mein Licht gelangt wie ein Dieb, der nachts in ein Schlafzimmer eindringt, bis ins Verborgenste aller Herzen, um ihnen meine Gegenwart als Vater fühlbar zu machen, weil Ich euch alle liebe.

7         Ich segne eure Leiden und eure Tränen, geliebtes Volk, aber Ich sage euch, dass ihr noch nicht gelernt habt, den Leidenskelch mit Liebe und Ergebung anzunehmen. Ihr habt euch nicht vorgenommen, Mich zum Vorbild zu nehmen, und daher zeigt ihr in euren Prüfungen oftmals Unwillen und sogar Aufbegehren.

8         Seht, ihr wollt meine Jünger sein, doch als solche müsst ihr euren Kelch so leeren, wie Ich es euch lehrte. Zeigt der Welt nicht eure Schwachheit, und posaunt eure Missgeschicke auch nicht aus. Sträubte Ich Mich etwa auf dem Leidensweg nach Golgatha gegen meine Henker? Nein. Jene Lippen segneten nur und sagten mit leiser Stimme: "Vater, Dein Wille geschehe." "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun."

9         Vergesst nicht, dass das Verdienst nicht im Leiden besteht, sondern darin, mit Liebe zum Vater, mit Glauben und Geduld zu leiden, um vom Leiden den größten Nutzen zu haben und die tiefsten Lektionen zu erhalten. Wenn in euren Prüfungen keine Liebe gegenüber dem Willen des Vaters vorhanden sein sollte, werdet ihr in meinen Augen keine Verdienste erworben haben, werdet ihr die Gelegenheit, euch ein wenig mehr zu erheben, nicht zu nutzen verstanden haben, und daher werdet ihr noch einmal durch jene Prüfung gehen müssen, die eure Seele benötigt.

Anders wäre euer Leben, wenn ihr, statt leidvoll euer Kreuz mit euch zu schleppen, auf dem Pfade voranschreiten würdet und dabei euren Schmerz segnen würdet. Denn sogleich würdet ihr das Gefühl haben, als ob eine unsichtbare Hand zu euch kommen würde, um den Leidenskelch von euren Lippen zu entfernen.

10     Selig, wer den Willen seines Herrn segnet, selig, wer sein eigenes Leiden segnet, weil er weiß, dass es seine Schandflecken abwaschen wird. Denn dieser gibt seinen Schritten Halt, um den Geistigen Berg zu ersteigen.

11     Nicht immer wird es nötig sein, dass ihr den Leidenskelch bis zur Neige leert. Denn es genügt Mir, euren Glauben, euren Gehorsam, euren Vorsatz und eure Absicht zu sehen, meinen Auftrag zu befolgen, dass Ich euch den schwersten Augenblick eurer Prüfung erspare.

Erinnert euch, dass von Abraham das Leben seines Sohnes Isaak gefordert wurde, den er sehr liebte und den der Patriarch unter Überwindung seines Schmerzes und der Liebe zu seinem Sohne in einer Prüfung des Gehorsams, des Glaubens, der Liebe und Demut, die ihr noch nicht begreifen könnt, zu opfern im Begriffe war. Doch es wurde ihm nicht erlaubt, das Opfer an dem Sohne zu Ende zu bringen, weil er auf dem Grunde seines Herzens bereits seinen Gehorsam gegenüber dem göttlichen Willen bewiesen hatte, und dies genügte. Wie groß war der innere Jubel Abrahams, als seine Hand durch eine höhere Macht aufgehalten wurde und ihn an der Opferung Isaaks hinderte! Wie segnete er den Namen seines Herrn und bewunderte seine Weisheit!

12     Also, geliebtes Volk, Ich will, dass euch die großen Lehrbeispiele bewusst sind, die Ich euch zu allen Zeiten gegeben habe, damit ihr Mich wirklich kennenlernt, damit ihr meine Gegenwart in euren Prüfungen, in den entscheidenden Augenblicken fühlt und in allen schwierigen und bitteren Augenblicken meine Barmherzigkeit spürt. Denn bis heute habt ihr keine volle geistige Sensibilität erlangt, die euch ermöglicht, meine Gegenwart zu fühlen. Daher könnt ihr meine Werke der Liebe und Gerechtigkeit nicht einschätzen, die Ich auf Schritt und Tritt in eurem Leben verwirkliche.

13     Wie viele Prüfungen weist ihr aus Unwissenheit zurück, ohne euch des Lichtes bewusst zu sein, die sie eurer Seele brachten! Wie viele Lektionen haben ihr Ziel nicht erreicht, weil euer Widerstreben, euer Mangel an Glaube oder eure Feigheit es nicht zugelassen haben!

14     Es ist nicht so, dass Ich euch sage, dass ihr den Schmerz lieben sollt — nein, es ist der Frieden, es ist das Glück, es ist das Licht, das ihr lieben sollt. Aber da der Schmerz als Folge eurer Unvollkommenheiten zu euren Lippen gelangt ist als ein Kelch der Erlösung, so leert ihn mit Geduld und segnet ihn — im Wissen, dass ihr durch ihn eure Läuterung erlangen könnt, sowie die Offenbarung vieler Wahrheiten.

15     Ihr kleingläubigen Männer und Frauen: Warum verlässt euch der Mut in den Prüfungen? Habt ihr nie erlebt, wie Ich Mich beeile, um den Gefallenen wiederaufzurichten, wie Ich die Tränen dessen, der weint, trockne, wie Ich dem Einsamen beistehe und den Kranken besuche?

16     Männer und Frauen, die ihr im Leben viel geweint habt — euch ist diese Lektion gewidmet. Denkt tief darüber nach, und ihr werdet erleben, welch süßer Trost in euer Herz einzieht. Im Verborgensten eures Wesens wird sich ein Lichtlein entzünden, und eine Sensibilität, die ihr nie zuvor erfahren habt, wird die erschlafften Saiten eures Herzens zum Schwingen bringen und euch meine geistige Gegenwart fühlen lassen — sowohl in euren Leiden, als auch in euren Freuden und in euren Augenblicken des Friedens.

17     Lasst in diesen Augenblicken jede Klage und jeden Schmerz bei Mir zurück. Weinet und schluchzet, denn beim Weinen wird eure Seele ihre drückende Last abwerfen, und danach wird das Herz freier sein.

18     Weine, geliebtes Volk, denn das Weinen ist eines der aufrichtigsten Gebete, die sich dem Herzen für Gott entringen. Morgen, wenn ihr den Schmerz besiegt und die Vergeistigung erreicht habt, wird nicht mehr das Weinen euer bestes Gebet sein, sondern der Friede eurer Seele, durch den ihr euch Mir nähert, um Mich zu segnen.

19     Heute erscheine Ich im Geiste bei euch und spreche zu euch im Geiste, damit ihr Mich ein wenig besser kennenlernen könnt.

20     Als Ich auf der Welt war, sah Mich das Volk als Mensch undkannte meinen Namen: Jesus. Erst nach meiner Himmelfahrt begannen die Menschen zu begreifen, dass Jener, der in Jesus gesprochen hatte, der von den Propheten angekündigte Christus gewesen war, und von da an nannten sie Jesus "Christus".

21     Wahrlich, Ich sage euch, Christus wurde nicht auf eurer Welt geboren, denn Er war vor allen Welten, da Er mit dem Vater eins ist.

22     Wer auf eurer Welt geboren wurde und im Schoße einer Mutter Fleisch annahm, war Jesus, der Mensch, der gesegnete Körper, der mein Werkzeug und mein Sprachrohr war, damit die Menschheit Mich sehen und vernehmen würde.

23     Ich, Christus, der zu euch spricht, war in Jesus. Ich gab ihm Leben, stärkte ihn und inspirierte ihn. Er war dazu bestimmt, eine göttliche Mission zu erfüllen, und dass sein Leben, sein Körper und sein Blut, die Dem geweiht waren, der ihn geistig beseelte, alles besiegeln würden, was "Das Wort" durch seine Lippen sprechen würde.

24     Jesus war ein menschliches Geschöpf, das aber ohne Befleckung, ohne Unreinheit empfangen worden war, um Gott als Werkzeug zu dienen. Inkarniert in ihn war "Das Wort", welches das göttliche Wort ist. Im Alter von 30 Jahren, als er das volle Mannesalter erreicht hatte, offenbarte sich Christus, der in ihm wohnte, in der ganzen Pracht seiner Herrlichkeit, seiner Wahrheit und seiner Liebe.

25     Jesus, der liebevolle und demütige Nazarener, der auf die Stunde gewartet hatte, in der das göttliche Wort aus seinem Munde kommen würde, suchte Johannes an den Ufern des Jordan auf, um das Wasser der Taufe zu empfangen. Ging Jesus im Verlangen nach Reinigung hin? Nein, mein Volk. Ging er etwa, um einen Ritus zu vollziehen? Auch nicht. Jesus wusste, dass die Stunde gekommen war, in der er selbst aufhörte zu sein, in der der Mensch verschwand, um den Geist sprechen zu lassen, und er wollte jene Stunde durch eine Handlung kennzeichnen, die sich in das Gedächtnis der Menschen einprägen würde.

26     Das symbolische Wasser hatte keinerlei Makel abzuwaschen, wohl aber machte es jenen Körper — als Beispiel für die Menschheit — frei von jeder Bindung an die Welt, um zu ermöglichen, dass er willensmäßig mit dem Geiste eins werden würde. Dies geschah, als jene, die zugegen waren, eine göttliche Stimme vernahmen, die mit Menschenworten sprach: "Dies ist mein geliebter Sohn, an dem Ich Wohlgefallen habe. Hört auf ihn."

27     Von jenem Augenblick an wurde das Wort Gottes zum Worte des ewigen Lebens auf den Lippen Jesu, weil sich Christus in der Fülle durch Ihn kundgab. Die Menschen nannten ihn Rabbi, Meister, Sendbote, Messias und Sohn Gottes.

28     Drei Jahre lang sprach Ich zur Welt durch Jesu Mund, ohne dass eines meiner Worte oder einer meiner Gedanken von jenem Verstande entstellt wurde, ohne dass eine seiner Handlungen nicht mit meinem Willen übereingestimmt hätte. Der Grund dafür war, dass Jesus und Christus, Mensch und Geist eins waren, so wie Christus mit dem Vater eins ist.

29     Jünger: Jetzt habe Ich zu euch gesprochen, indem Ich Mich geistig durch Menschen kundgab. Aber diese sind nicht mein Körper, wie es Jesus war, noch bin Ich in dieser Zeit Mensch geworden, und daher seht ihr, dass, wenn Ich durch unreine Geschöpfe wie ihr alle es seid, spreche, ihr euch zubereiten müsst, um Mich zu vernehmen, um meinen Göttlichen Sinngehalt und meine Wahrheit zu entdecken, jenseits der unbeholfenen und unvollkommenen Ausdrucksweise meiner Stimmträger.

30     Gesegnet seien, die meinen Sinngehalt entdecken und ihn von den Unvollkommenheiten der menschlichen Ausdrucksweise trennen, denn sie werden meine besten Ausleger sein, die nicht in Verwirrung geraten wie jene, die beim Studium meines Wortes und meiner Werke der Zweiten Zeit nicht zu unterscheiden verstehen, wenn es Jesus, der Mensch ist, der spricht, und wann es Christus, der Geist ist, der unterweist.

31     Studiert meine Lektionen mit Liebe, damit ihr später, wenn ihr von meiner Kundgebung Zeugnis ablegen müsst, zu euren Mitmenschen wahrhaftig und einfach zu sprechen versteht.

32     Ihr zeigt Mir freudig eure Werke, sprecht mit Mir über eure Siege und auch eure Niederlagen, und Ich, der Vater, der euer Leben lenkt und ewig über euch wacht, ermutige euch, weiterzumachen, mit Eifer zu kämpfen, damit ihr bei allen euren Handlungen Tugend und Gerechtigkeit erlangt.

33     Ihr habt zu beten gelernt, bevor ihr einen Schritt tut, wollt in striktestem Gehorsam gegenüber meinen Gesetzen wirken, und ihr denkt jederzeit an eure Verantwortung als meine Jünger, die ihr seid. Ihr bereitet euch auf eine solche Weise vor, dass ihr eure Pflichten auf der Erde erfüllen könnt, ohne dass diese eure ganze Zeit und Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen, um die besten Stunden, eure Energien und euer Herz der Erfüllung eurer geistigen Mission zu widmen.

Ihr denkt darüber nach, dass die Lebenszeit, die euch gewährt ist, gerade ausreicht, ein großes Werk zu vollbringen, das eures Geistes würdig ist. Wenn ihr eure Gaben kennenlernt, macht ihr euch daher bereit, mit allen Kräften eures Wesens zu arbeiten. Dann ist Freude in euch und Befriedigung in eurem Vater.

34     Ich habe euch gerufen und euch als ein reines Gefäß bereitet, das die ganze Essenz dieser Lehre zu fassen vermag. Wenn ihr diesen Behälter gefüllt habt, bringt ihr ihn zu euren Mitmenschen, damit auch sie an eurer Freude teilhaben.

Ihr erblickt bereits einen weiten Horizont vor euch, einen Weg, der bei Mir beginnt und auch bei Mir endet. Erinnert euch daran, dass Ich euch gesagt habe: "Ich bin der Weg", und wenn ihr ihn gehorsam annehmt, wenn ihr das, was Ich euch anbiete, liebevoll entgegennehmt, werdet ihr mit Befriedigung und Frieden, die sich in eurem Wesen widerspiegeln, zum Ziele gelangen. Ihr werdet keinerlei Klage vor Mich bringen, weil ihr alles, was ihr besaßet, weggegeben habt. Ihr werdet euch ganz hingegeben haben, um einem Teil der Menschheit auf ihrem Wege zur Vergeistigung beizustehen — jenem Teil, der euch in diesem Werk der Wiederherstellung zugewiesen war.

35     Zerstreut euch nicht, bevor ihr euch stark fühlt, studiert, bevor ihr zu anderen Provinzen aufbrecht, damit ihr auf dem Wege eurer Mitmenschen ein Leuchtturm seid. Bereitet euch vor, wie es meine Jünger der Zweiten Zeit taten. Auch sie fühlten sich, nachdem sie mit ihrem Meister zusammengelebt hatten, begierig meine Worte in sich aufgenommen und meine Wundertaten miterlebt hatten, zu schwach und unbedeutend, um mein Werk fortzusetzen, und so baten sie Mich, dass Ich noch länger bei ihnen bleiben solle.

Aber je mehr sich der Tag meines Abschieds näherte, desto mehr waren sie damit einverstanden, dass ihr so geliebter Meister scheiden und einen so schwer erfüllbaren Auftrag für sie hinterlassen würde. Ich drang in ihr Herz und sah den Schmerz, der sie niederdrückte, und meine Worte tropften wie ein Balsam auf sie, um sie in ihrem großen Leid zu trösten, und so sagte Ich ihnen: "Fürchtet euch nicht, denn Ich werde bei euch sein, und mein Licht wird immer herabstrahlen, um euch zu erleuchten."

Ebenso bin Ich auch jetzt nur für eine bestimmte Zeitspanne gekommen, in der ihr meine Wohltaten erhalten habt, und auch dies Wort wird zu Ende gehen, um danach ohne Vermittlung eines Menschen von Geist zu Geist weiterhin zu fließen.

36     Ich will nicht, dass ihr unzufrieden über das Verschwinden dieser Kundgebungen klagt, sondern dass ihr ebenso, wie ihr euch sehr an meinem Worte erfreut habt, auch akzeptiert, dass diese Form endet, um einer neuen von höherer Art Platz zu machen, die euch Mir noch näher bringt.

37     Erblickt Mich mit eurem Geiste und überlasst euch liebeerfüllt der Feierlichkeit dieses Augenblicks. Mein Strahl erleuchtet einen Stimmträger und mein Wort strömt, um auf den Grund eures Herzens herabzufallen, welches ein Garten ist, den Ich mit liebevoller Sorgfalt pflege. Mein Wort ist das Wasser, das ihn bewässert, um ihn fruchtbar und ertragreich zu machen, und danach die neuen Samen auf die nach Liebe begierigen Felder dieser Menschheit zu verströmen.

38     Lasst zu, dass Ich euch führe, dann werdet ihr am Ende des Weges entdecken, dass euer Werk groß ist, weil ihr meinem Willen zu gehorchen und ihn zu befolgen verstandet.

39     Schon naht das Ende meiner Kundgabe, da dieses Jahr 1950 zu Ende geht. Danach wird der Wirbelsturm kommen, um den mächtigen Baum zu peitschen, damit die trockenen Blätter ohne Leben und die schlechten Früchte von ihm abfallen.

40     Infolge dieser großen Prüfung, die über mein Volk kommen wird, werden viele Herzen wie trockene Blätter, die von dem Baume, der ihnen Saft gab, losgelöst sind, herabfallen. Sie werden aus Mangel an Glauben oder an Liebe, aus Verwirrtheit oder aufgrund eines fehlenden Ideals abfallen. Aber die Lücken, die sie hinterließen, werden später durch inbrünstige Gläubige und Jünger mit gutem Willen gefüllt werden.

41     Die neuen Jünger werden von jenen stammen, die heute mein Werk nicht einmal dem Namen nach kennen. Manche werden vom ersten Augenblick an demütig und inbrünstig sein, und sobald sie meine Stimme vernehmen, die ihnen sagt: "Folge Mir nach", werden sie Mir nachfolgen und so den Jüngern gleichen, die Ich in der Zweiten Zeit am Meer fischend antraf.

42     Es wird auch solche geben, die sich gegen mein Werk erheben und mein Volk wütend verfolgen. Doch auch unter ihnen werden meine großen Sämänner, meine treusten und hochherzigsten Jünger erstehen, die mit ihrer Bekehrung an Saulus, meinen geliebten Paulus erinnern werden, der mit seiner Liebeshingabe an seinen Meister den Platz ausfüllte, den unter den zwölf Jüngern jener leer hinterlassen hatte, der Mich verkaufte.

43     Ebenso werden in der heutigen Zeit die neuen Menschenscharen zu meinem Volke gelangen müssen, um den leeren Platz derer auszufüllen, die Mir den Rücken zugekehrt, Mich geleugnet oder Mich verraten haben.

44     O ihr Herzen, die ihr Mir in der Stunde der Prüfung untreu werden werdet! Bewahrt in euren Seelen den unsterblichen Samen meines Wortes, damit ihr eines Tages in ihm eure Rettung findet!

45     Und denen, die Mir treu sein werden — denen, die Mir bis ans Ende nachfolgen werden, sage Ich, dass sie sich vorbereiten sollen, dass sie sich an der Essenz meines Wortes stärken sollen, damit sie nicht einen Augenblick der Schwachheit angesichts jener haben, die euch verurteilen, euch kritisieren, verleumden oder verfolgen.

46     Vergesst nicht die Sache mit Petrus, meinem Jünger, als er bis auf den Tod von Saulus verfolgt wurde. Ich bewies dem treuen Apostel, dass er nicht allein in seiner Prüfung war und dass, wenn er meiner Macht vertraute, Ich ihn vor seinen Verfolgern schützen würde. Saulus wurde von meinem göttlichen Licht überrascht, als er auf der Suche nach Petrus war, um ihn zu verhaften. Mein Licht gelangte bis auf den Herzensgrund des Saulus, welcher — angesichts meiner Gegenwart zu Boden geworfen, besiegt von meiner Liebe, unfähig, die Aufgabe zu Ende zu führen, die er gegen meinen Jünger vorhatte, in seinem tiefsten Innern die Umwandlung seines ganzen Wesens fühlend und nun, zum Glauben an Christus bekehrt — sich beeilte, nach Petrus zu suchen; aber nicht mehr, um ihn zu töten, sondern um ihn zu bitten, dass er ihn im Worte des Herrn unterweise und ihn an seinem Werke teilhaben lasse.

47     Von da an war Saulus Paulus, wobei jener Namenswechsel die vollständige seelische Umwandlung jenes Menschen anzeigte, seine völlige Bekehrung.

48     Auch in dieser Zeit sage Ich meinem Volke, dass, wenn es wirklich auf Mich vertraut wie jene Jünger, es sich nicht einmal gegen seine Verleumder oder Verfolger wird verteidigen müssen. Denn Ich werde sie mitten auf ihrem Wege überraschen und sie meine Stimme im Reinsten ihrer Seele vernehmen lassen — eben jene Stimme, die zum Herzen von Saulus sprach und ihm sagte: "Warum verfolgst du Mich?"

Wie viele Fälle von Bekehrung werdet ihr miterleben! Von wie vielen Wundertaten werden eure Augen Zeugen sein! Doch versteht euch vorzubereiten und zu warten. Wache und bete, Volk. Die Unwetter werden den Baum durchrütteln, und Ich will, dass ihr alle mit ihm vereint bleibt. Dann werdet ihr alle meine Prophetien erfüllt sehen können.

49     Sorgt euch nicht wegen der Schwäche eures Erinnerungsvermögens, weil ihr denkt, dass ihm der größte Teil meiner Worte entfällt. Ich kann euch in Wahrheit sagen, dass, wenn ihr euch zum Zeitpunkt einer Prüfung zuzubereiten und zu versenken verstündet, mein scheinbar vergessenes Wort in eure Erinnerung zurückkehren würde.

50     Dort, in der Stille und inneren Sammlung euer Meditation wird es euch so vorkommen, als ob ihr dieses Wort vernehmt, und es wird geschehen, dass ihr wirklich seinen Sinngehalt geistig empfangen werdet.

51     Diese Erfahrung wird euch mit Vertrauen erfüllen, weil ihr nun wisst, dass mein Wort in jedem Augenblick eures Kampfes auf eure Lippen gelangen wird, und mein Licht euren Verstand erleuchten wird.

52     Roque Rojas, der Wegbereiter, schrieb, vom Geiste Elias' inspiriert, folgenden Satz: "Barmherzigkeit und nochmals Barmherzigkeit mit euren Mitmenschen, dann werdet ihr meinen Vater in all seiner Herrlichkeit schauen."

Wahrheit und Licht liegt in diesen Worten, Jünger, denn wer in seinem Leben nicht Barmherzigkeit ausübt, wird niemals in mein Reich eingehen. Im Gegensatz dazu versichere Ich euch, dass sich selbst der hartherzigste und hartnäckigste Sünder durch die Barmherzigkeit zu retten vermag.

53     Verschiebt die Ausübung der Barmherzigkeit nicht auf den letzten Augenblick, damit ihr nicht mit sehr geringen Verdiensten vor die Tür des Geistigen Reiches gelangt und nicht eintreten könnt.

54     Ich rate euch, dass ihr auf dem ganzen Lebensweg, den ihr noch zurücklegen müsst, diesen Samen sät und kultiviert, damit ihr eine überreiche Ernte einbringen könnt.

55     Seid darauf bedacht, dass die Liebestätigkeit unter euren Bestrebungen an erster Stelle steht, und bereut niemals, wohltätig gewesen zu sein; denn durch diese Tugend werdet ihr die größten Befriedigungen und Glücksgefühle eures Daseins haben und zugleich alle Weisheit, Kraft und Erhebung, die jede edle Seele ersehnt, erreichen.

56     Durch die Barmherzigkeit gegenüber euren Mitmenschen werdet ihr eure Seele läutern und auf diese Weise alte Schulden begleichen. Ihr werdet euer menschliches Leben veredeln und euer geistiges Leben erhöhen. Wenn ihr dann einst an die Pforte gelangt, an die ihr alle einmal klopfen werdet, wird eure Seligkeit sehr groß sein, weil ihr den Willkommensruf vernehmen werdet, den euch die Geistige Welt entbieten wird, die euch segnen und zum Werke der Erneuerung und Vergeistigung berufen wird.

57     Kommt zu Mir, ihr Menschenscharen, und lernt in meinem Worte, Barmherzigkeit auszuüben. Kommt und hört Mich und empfanget alles, was Ich auf euch ausgießen will, damit ihr begreift, dass der Ärmste von euch geistig einen Schatz an Gütern besitzt, die sich durch eure Barmherzigkeit in Leben, in Gesundheit, in Trost, in Frieden, in Weisheit verwandeln können.

58     Niemand sage, dass er in Anbetracht seiner materiellen Armut nicht in der Lage ist, Werke der Barmherzigkeit zu tun. Denn es wird seine Unwissenheit, sein Mangel an Glauben und seine seelische Kleinmütigkeit sein, die so sprechen.

59     Hier, in meinem Volke, kann es keine Armen geben, weil mein Reich sich den Menschen genähert hat, um seine Schätze auf sie zu ergießen.

60     Mein Wort ist wie ein an kristallklarem und reinem Wasser reicher Fluss, der zu euren Ländereien gelangt ist, um die Felder zu bewässern und fruchtbar zu machen. Reinigt euer Herz und eure Seele in ihm, damit ihr euren Weg frei von der Last eurer Fehler geht, die ihr Sünden nennt.

61     Wenn ihr euch nicht zuvor läutert, werdet ihr nicht das Gefühl der Barmherzigkeit zu euren Mitmenschen erfahren können, und noch weniger werdet ihr mit ihnen zusammen weinen und euch in ihren Schmerz hineinversetzen können. Seid euch immer bewusst, dass dies Volk die Mission zur Erde mitgebracht hat, die Menschheit geistig in einer einzigen Familie zu vereinen.

62     Ihr seid bereits im Jahre 1950, dem letzten meiner Kundgabe in dieser Form. Ihr werdet nicht leugnen können, dass ihr Mich oft vernommen habt, und dass, wenn meine Botschaft endet, alles von Mir gesagt worden ist.

Daher ist die Stunde gekommen, dass Ich euch sage, dass ihr eure Passivität hinter euch lasst und zu aktiven Arbeitern auf diesen gesegneten Feldern werdet — dass ihr nun nicht mehr nur solche seid, die sich damit begnügen, bei meinem Worte anwesend zu sein, um es zu vernehmen oder darüber nachzudenken. Es ist an der Zeit, dass eure Seele frei von Banden, Fesseln oder Ketten sich erhebt und in dieser Zeit in Erscheinung tritt und der Welt die Botschaft bringt, die ihr anvertraut worden ist.

63     Es ist nötig, dass viele, die sich nur damit begnügen, diesen geistigen Kundgebungen beizuwohnen, mit der Erfüllung ihrer Mission beginnen und diese Versammlungsorte, in denen das Worte des Meisters ertönt und der Rat der Geistigen Welt vernommen wird, als Schule auffassen. Auch ist es notwendig, dass die Arbeiter, die sich lange Zeit hindurch darauf beschränkt haben, nur in diesen Versammlungsstätten zu wirken, begreifen, dass bald die Stunde kommt, in der sie sich in verschiedene Gegenden der Erde verstreuen müssen, um den Licht- und Liebes-Samen zu verbreiten, mit dem mein Geist sie beschenkt hat.

64     Ihr werdet noch viel unter euch kämpfen müssen, und Ich werde euch noch oft prüfen müssen, damit ihr jene Zurüstung erreicht, die für die Durchführung eurer Mission erforderlich ist.

65     Die Prüfungen haben eure Vereinigung zum Zweck. Denn solange keine geistige Einigkeit im Schoße dieses Volkes existiert, wird der Same, den es erntet, taub sein.

66     Daher habe Ich euch rechtzeitig gesagt, dass ihr damit beginnen sollt, untereinander in Einklang zu kommen, wenn ihr später mit der ganzen Menschheit in Einklang kommen wollt, und wurde euch von den ersten Tagen an gesagt: "Barmherzigkeit und nochmals Barmherzigkeit mit euren Mitmenschen, und ihr werdet meinen Vater in seiner ganzen Herrlichkeit schauen."

Mein Friede sei mit euch!


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BWL - Band X - Unterweisung 307


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band X - Unterweisung 277 - 309

Unterweisung 307

1         Es ist mein Wort, das eurem Herzen Ruhe und eurer Seele Frieden schenkt. Das Größte, was Ich für sie bestimmt habe, ist der Frieden. Wer diesen Schatz besitzt, hat alles — wer diesen seelischen Zustand kennt, würde ihn nicht für die größten Besitztümer und Schätze der Erde vertauschen.

2         Wenn ihr Mich fragt, was das Geheimnis ist, um den Frieden zu erlangen und zu bewahren, dann sage Ich euch, dass das Geheimnis darin besteht, den Willen eures Vaters zu tun. Und wenn ihr Mich fragen würdet, wie man den göttlichen Willen erfüllt, würde Ich euch antworten, indem ihr mein Gesetz und meine Lehre auf euer Leben anwendet.

3         Manche erleben eine Enttäuschung, wenn sie Mich sagen hören, dass das Größte, was Ich euch gebe, der Friede ist. Denn ihnen würde es gefallen, Mich sagen zu hören, dass Ich gekommen bin, um Schätze und Güter dieser Welt zu verteilen. Der Grund dafür ist, dass sie nicht wissen, was Frieden ist — doch nicht nur sie. Wer kennt den Frieden? Welches Menschenwesen kann behaupten, dass es ihn besitzt? Niemand, Volk. Daher sehe Ich viele, denen es wenig erscheint, was Ich als größtes Geschenk für euch mitbringe: den Frieden.

Wenn ihr einmal das kennenlernt, was dieser Zustand der Seele ist, werdet ihr eurerseits alles daransetzen, um diese Gnade nicht zu verlieren, da ihr durch sie eine Vorstellung von dem haben werdet, was das geistige Leben im Reiche des Lichtes sein wird.

4         Da ihr nicht wisst, was der wahre Friede ist, begnügt ihr euch damit, euch nach ihm zu sehnen, und versucht mit allen möglichen Mitteln und auf alle nur erdenkliche Art ein wenig Seelenfrieden, Annehmlichkeiten und Befriedigungen zu erlangen, aber niemals das, was wirklich Friede der Seele ist. Ich sage euch, dass ihn nur der Gehorsam des Kindes gegenüber dem Willen des Herrn erringt.

5         Auf der Welt fehlen gute Erklärer meines Wortes, gute Ausleger meiner Unterweisungen. Daher lebt die Menschheit, auch soweit sie sich christlich nennt, geistig rückständig, weil niemand da ist, der sie mit meiner wahren Lehre erschüttert, es niemanden gibt, der die Herzen mit der Liebe pflegt, mit der Ich die Menschen lehrte.

6         Tag für Tag — in Gemeindesälen, Kirchen und Kathedralen — spricht man meinen Namen aus und wiederholt man meine Worte, doch niemand ist innerlich bewegt, niemand erbebt durch ihr Licht, und zwar deshalb, weil die Menschen den Sinn derselben falsch verstanden haben. Die meisten glauben, dass die Wirkungskraft des Wortes Christi darauf beruht, es wieder und wieder mechanisch zu wiederholen, ohne zu begreifen, dass es nicht nötig ist, es aufzusagen, sondern es zu studieren, darüber nachzudenken, es auszuüben und zu leben.

7         Wenn die Menschen den Sinngehalt im Worte Christi suchen würden, so wäre es für sie immer wieder neu, frisch, lebendig und lebensnah. Aber sie kennen es nur oberflächlich, und so können sie sich nicht von ihm nähren, noch werden sie es auf diese Weise jemals können.

8         Arme Menschheit — im Dunkeln umherirrend, obwohl das Licht ihr so nahe ist, ängstlich klagend, obwohl der Friede in Reichweite ist! Doch die Menschen können jenes göttliche Licht nicht erblicken, weil es welche gegeben hat, die ihnen mitleidslos die Augen verbunden haben. Ich, der Ich euch wahrhaft liebe, komme euch zu Hilfe, indem Ich euch aus der Finsternis befreie und euch beweise, dass all das, was Ich euch seinerzeit sagte, für alle Zeiten bestimmt war, und dass ihr jenes göttliche Wort nicht als eine alte Lehre einer vergangenen Epoche betrachten dürft. Denn die Liebe, die die Essenz meiner ganzen Unterweisung war, ist ewig, und in ihr liegt das Geheimnis eurer Rettung in dieser Zeit der Verirrungen, unermesslichen Leides und zügelloser Leidenschaften.

9         Es ist auch keine neue Lehre, die Ich euch in dieser Zeit bringe, sondern ein Licht, damit ihr alles verstehen könnt, was euch seit den frühesten Zeiten bis zur Gegenwart offenbart worden ist.

10     Die Menschheit wird überrascht sein, wenn sie diese geistige Botschaft erhält und wird sich von der unendlichen Liebe meiner früheren Unterweisungen überzeugen — einer Liebe, die sie nicht einmal ahnte. Dann wird sie begreifen, dass sie undankbar, untreu, gleichgültig gegenüber ihrem Vater gewesen ist, dem sie sich nur zuwandte, wenn sie irgendeine Not oder materielle Notlage peinigte.

11     Ich vergebe euch, liebe euch und habe wahres Erbarmen mit euch. Wohl dem, der sich geistig, seelisch und verstandesmäßig zubereitet, denn er wird mein Licht direkt empfangen, das ihn von diesem Zeitpunkt an auf Wegen führen wird, die sehr weit von denen entfernt sind, die ihm seine Mitmenschen auf der Welt vorgezeichnet haben.

12     Ich lasse euch meine Liebe fühlen, damit euch im Kampfe nicht der Mut fehlt.

13     Die Dritte Zeit bedeutet geistiger Kampf, sie ist ein Prüfstein und auch ein Erbe, denn Ich habe euch ein Göttliches Testament hinterlassen.

14     Die Arbeiter, die auf meinen Feldern gearbeitet haben, inspiriere Ich dazu, ihre Aussaat zu pflegen, um sie Mir an jenem Gnadentag vor Augen zu führen, der bereits näherrückt und am Ende des Jahres 1950 sein wird, dem letzten meiner Kundgabe bei euch. Ich will, dass ihr dann die goldene Ähre mitbringt, die reinste und schönste, die ihr auf den Feldern geerntet habt. Dann werde Ich eure Ernte annehmen, um sie zu segnen und euch zu sagen: "Dieser Same soll es sein, den ihr weiterhin auf meinen Feldern aussäen sollt."

15     Ist es nicht so, Jünger, dass, wenn ihr auf diesem Wege gut gekämpft habt, ihr gleichzeitig Freuden geerntet habt, und dass, wenn ihr den Leidenskelch getrunken habt, ihr dadurch Jesus, euren Meister besser verstanden habt? Ist es nicht so, dass ihr Mich nach euren Prüfungen mehr geliebt habt? Ja, Volk, wahrlich, Ich sage dir, es ist ein großer Unterschied zwischen bitten und empfangen, um zu geben.

16     Der Tag rückt näher, an dem ihr ohne mein Wort sein werdet, damit ihr es seid, die von meiner Unterweisung sprechen und sie durch Werke und mit einer klaren und überzeugenden Sprache erklären.

17     Betet, damit ihr mit festem Schritt in die Zeit eurer Taten eintretet — in die Zeit eures Kampfes. Aber betet mit jener Schlichtheit, mit der Ich die Menschenscharen beten ließ, als sie Mir in die Wüste, ins Jordantal oder auf den Berg nachfolgten.

18     Betet für die ganze Menschheit, betet auch für euch, Spiritualisten, denn die Stunde eurer Prüfung rückt näher.

19     Seid nicht bestürzt, wenn Ich euch sage, dass es bei meinem Abschied in eurer Gemeinde Verwirrungen geben wird, die euch zeitweilig entzweien werden. Eine Zeitlang werdet ihr in drei Gruppen geteilt sein, bis ihr alle zum Verständnis meines Gebotes gelangt. Doch schon heute segne Ich die, die meinen Willen verstehen, ihn mit Liebe und gutem Willen befolgen, denn Ich werde ihre Seelen reichlich mit meinen Inspirationen beschenken. Sie werden die Verantwortung auf sich nehmen, sich vorzubereiten, ihre Handlungsweisen zu vergeistigen und in allem meinem Werke treu zu sein, damit sie, wenn die Prüfung kommt, die alle erneut vereinigen soll, ihr Herz ohne Vorwürfe, ohne Eitelkeit, ohne Überlegenheit gegenüber ihren Geschwistern zu fühlen, zu öffnen vermögen.

20     Eine Wolke von Traurigkeit hat den Frieden eurer Herzen überschattet, als ihr die Ankündigung dieser kommenden Ereignisse vernommen habt. Möge dieser Schmerz, den ihr fühlt, dazu dienen, dass ihr nicht zu denen gehört, die untreu werden — zu denen, die sich über mein Wort hinwegsetzen, indem sie ihren Willen zu tun versuchen.

21     Denen, die Mir den Rücken zukehren, sage Ich schon jetzt, dass sie viel werden weinen müssen, bevor sie ihren Irrtum bekennen und zum Weg des Gehorsams zurückkehren. Und denen, die Mir treu sein werden, kündige Ich an, dass der Kampf, der sie erwartet, groß sein wird, und dass, solange die anderen sich nicht dem göttlichen Gebot unterwerfen, das ihr alle kennt, weil es in eurem Gewissen geschrieben steht, ihr wegen der Uneinigkeit viele Tränen vergießen müsst, vieles erdulden, erleiden und erhoffen müsst.

22     Wohl denen, die durchhalten, denn sie werden die Vereinigung dieses Volkes und den Beginn des geistigen Kampfes erleben.

23     Betet, Jünger, damit ihr mit Licht und Kraft erfüllt werdet und nicht der Versuchung erliegt.

24     Lernt, euren Leidenskelch mit Liebe zu trinken, darin liegt das Verdienst des Jüngers. Geht euren Weg festen Schrittes und gelangt zum Gipfel des Kalvarienberges, euren Vater und die Menschheit segnend. Ich sage euch: Wer gläubig und gehorsam auf meinem Wege zu bleiben versteht, wird nicht stürzen noch sich verirren. Dieser fühlt auf der ganzen Lebensreise meine Gegenwart und erfährt meinen Frieden.

25     Wieso wollen manche im Augenblicke ihres körperlichen Todes gerettet werden, nachdem sie ein Sündenleben geführt haben? Wieso wollen viele im Schmutz leben und über Disteln gehen, ohne sich zu beschmutzen oder zu verletzen?

26     Ich bringe euch eine klare und einfache Unterweisung, damit ihr lernt, unter Sündern zu leben, ohne euch anzustecken; euren Weg zwischen Dornen zurückzulegen, ohne euch zu verletzen; Gräueltaten und Schändlichkeiten mitanzusehen, ohne in Wut zu geraten; in einer Welt voller Erbärmlichkeiten zu leben, ohne aus ihr zu entfliehen zu versuchen, sondern vielmehr danach zu verlangen, in ihrer Mitte zu bleiben, um den Notleidenden alles nur mögliche Gute zu tun und auf allen Wegen den Samen des Guten auszustreuen.

27     Da das irdische Paradies durch die Sünde der Menschen in eine Hölle verwandelt wurde, ist es notwendig, dass diese ihre Schandflecken abwaschen und so ihrem Leben seine ursprüngliche Reinheit zurückgeben.

28     Jünger, achtet darauf, wie Ich euch mit jeder dieser Unterweisungen meinen göttlichen Plan mehr und mehr verdeutliche und euch eure Mission bekanntmache, und aufgrund dessen versteht ihr den Sinngehalt dieser Botschaft immer mehr.

29     Meine Lehre wird sich verbreiten und viele Herzen erobern. Dennoch werden jene reichlich vorhanden sein, die sich darüber lustig machen, die sie ablehnen, die sie bekämpfen. Aber dies wird nichts Neues sein, es wird das Gleiche sein wie das, was zu allen Zeiten gegen die Wahrheit unternommen wurde.

30     Damit dies Volk inmitten des Unwetters, das es überraschen wird, voranschreitet, wird es seinen Schritt auf dem Wege meines Gesetzes bestärken müssen, wird es in seinem Herzen die Flamme des Glaubens erstrahlen lassen müssen. Sein Geist wird als Rettungsboot die wahre Verehrung des Geistes erstreben müssen, und sein Herz wird seine Zuflucht in die Hingabe an die Familie nehmen müssen, welche der zweite Tempel im Leben des Menschen ist.

31     An diesem Tage spreche Ich besonders zu den Mädchen, die morgen durch ihre Gegenwart das Leben eines neuen Heimes erhellen müssen, die wissen sollen, dass das Herz der Gattin und das der Mutter Leuchten sind, die jenes Heiligtum erhellen, so wie der Geist den inneren Tempel erhellt.

32     Bereitet euch schon jetzt darauf vor, damit euch euer neues Leben nicht überrascht; bereitet schon jetzt den Weg, auf dem eure Kinder gehen werden — jene Seelen, die auf die Stunde warten, sich eurem Schoße zu nähern, um Gestalt und menschliches Leben anzunehmen, um eine Aufgabe zu erfüllen.

33     Seid meine Mitarbeiter bei meinen Plänen der Wiederherstellung, in meinem Werke der Erneuerung und der Gerechtigkeit.

34     Wendet euch ab von den vielen Versuchungen, die eure Schritte in dieser Zeit umlauern. Betet für die sündigen Städte, wo so viele Frauen zugrunde gehen, wo so viele Heiligtümer geschändet werden, und wo so viele Lampen erlöschen.

35     Verbreitet durch euer Beispiel den Samen des Lebens, der Wahrheit und des Lichtes, der den Folgen des Mangels an Vergeistigung in der Menschheit Einhalt gebietet.

36     Jungfrauen dieses Volkes: Erwacht und rüstet euch zum Kampfe! Werdet nicht blind durch die Leidenschaften des Herzens, lasst euch nicht vom Unwirklichen verblenden. Entfaltet eure Gaben der Intuition, der Inspiration, eure Empfindsamkeit und euer Zartgefühl. Werdet stark in der Wahrheit, und ihr werdet eure besten Waffen zugerüstet haben, um dem Kampf dieses Lebens gewachsen zu sein. Um mit eurem Blute die Liebe weiterzugeben, um euren Kindern mit der Essenz des Lebens beizustehen, welches die Liebe ist, von der Ich so viel zu euch spreche, müsst ihr sie zuvor erleben, euch von ihr durchdringen lassen und sie zutiefst fühlen. Das ist es, was meine Unterweisung in euren Herzen bewirken will.

37     Glücklich sei das Herz der Ehefrau, weil es die Zuflucht des Mannes ist. Gesegnet sei das Herz der Mutter, weil es Quelle der Zärtlichkeit für ihre Kinder ist. Doch sage Ich euch auch, dass die Jungfrauen gesegnet sind, die unter ihrem Mantel die Notleidenden beschützen, weil ihre Zärtlichkeit wie eine Verlobung und wie eine Mütterlichkeit sein wird, die jenseits des Menschlichen sind. Wie wenige haben die Pflichten der Welt zurückzuweisen verstanden, um die Pflichten des Geistes zu erfüllen.

38     Nicht alle Frauen und Männer haben die Aufgabe auf der Welt Eltern zu sein. Die Kinder sind wie Ketten für ihre Mütter, und es gibt Seelen, die Freiheit benötigen für die Durchführung irgendeiner Mission, die nicht mit Kindern vereinbar ist.

39     Wann wird diese Menschheit eine einzige und wahre Familie bilden, in der jeder — wenn sie sich mit ihrem Vater zu Tische setzt oder betet und sich zu Mir erhebt — Mir seine Freude darüber zeigt, dass er gerade seine Mission erfüllt?

40     Noch lebt ihr ferne jenes Gehorsams, jener Zustimmung und jener Harmonie. Denn während die einen den Pfad verfehlen, zeigen sich andere mit ihrer Bestimmung nicht einverstanden.

41     Es ist notwendig, dass die Geistlehre, die Ich euch durch das Verstandesvermögen dieser Stimmträger offenbart habe, auf der Erde verbreitet wird, damit die Finsternis dem Lichte der Vergeistigung weicht, damit die Menschheit das Wasser der Wahrheit trinkt.

42     Heute beschränkt sich meine Unterweisung darauf, euch auf den Kampf vorzubereiten, meine Prophetie kündigt euch nur die großen Prüfungen an. Mein Wort warnt euch, korrigiert euch und richtet euch. Aber die Gnadenzeit wird kommen, wenn der Mensch sich von Geist zu Geist verständigt. Dann wird er im Höchsten seines Wesens das göttliche Wort ertönen fühlen — jenes, das ohne menschliche Ausdrucksweisen oder Akzente von denen verstanden wird, die es empfangen.

43     Jenes Wort wird keinen Urteilsspruch mehr mit sich bringen, noch Vorwürfe, noch Warnungen. Jene Botschaft wird voll Weisheit und Liebe sein.

44     Ihr möchtet das Kommen jener Zeit erleben, doch ihr werdet euch noch gedulden müssen — nicht in passiver Erwartung, sondern mit unablässiger Bemühung und Arbeit.

45     Ich habe euch gelehrt, zu beten, und habe euch die Art und Weise offenbart, die Vergeistigung zu erreichen. Denn in ihr liegt der Schlüssel, der die Tür zur vollkommenen Zwiesprache zwischen Gott und dem Menschen mittels des Geistes öffnen wird.

46     Um dies zu erlangen, geliebtes Volk, erwerbet Verdienste, um den Sünden der Welt zu widerstehen. Verstärkt eure Anstrengung, geht bis zur Aufopferung, wenn es nötig ist. Wenn euer Kelch bitter ist, so seid geduldig.

47     Vertraut auf Mich. Bedenkt, dass ihr meine Jünger seid und ihr Mich zum Vorbild nehmen müsst. Wenn ihr geglaubt habt, wenn euer Glaube groß ist, dann nehmt die Prüfungen an, durchlebt die Missgeschicke voller Mut. Wenn ihr von Mir Zeugnis ablegt, werde Ich von euch Zeugnis ablegen.

48     Mein Geist hat sich auf alle Menschen ergossen, aber ihr seid das Volk, das meine Gegenwart zu fühlen vermochte. Die anderen Völker der Erde kennen die Offenbarungen dieser Zeit nicht, sie wissen nicht, dass das Dritte Zeitalter angebrochen ist. Daher ist eure Mission noch größer, weil ihr diejenigen sein müsst, die den Weckruf erschallen lassen — diejenigen, die die Frohe Botschaft verbreiten.

49     Zwar haben schon viele Menschen die Zeichen meiner Wiederkunft erkannt, durchforschen die Schriften auf der Suche nach den Prophetien — fühlen, dass die Prüfungen, die heute auf der Menschheit lasten, vom Gericht des Herrn sprechen. Sie suchen Mich, erwarten Mich, ersehnen Mich, aber sie wissen nicht, dass meine göttliche Ausstrahlung bereits unter den Menschen ist. Sie kennen nicht die Art und Weise, in der Ich Mich diesem Volke kundgetan habe, und die Vorgehensweise, in der Ich die ganze Materie und jede Seele durchstrahle.

50     Die Frohe Botschaft wird auf den Lippen derer zu den Nationen gebracht werden, die Mich während meiner Kundgabe vernommen haben. Dann wird die ganze Welt von meinem Kommen erfahren, wird meine Botschaft kennenlernen. Wenn die Menschen die Zeit, in der diese Kundgebung begann, und die Zeit, in der sie endete, erfahren, werden sie erstaunt sein, wenn sie feststellen, dass jede Nation, jedes Volk und jeder Mensch Prüfungen und Ereignisse durchlebte, die meine Gegenwart ankündigten.

51     Wahrlich, ich sage euch, Ich werde Mich nicht mehr in der Form kundgeben, in der ihr Mich erlebt habt — weder hier noch in anderen Völkern, weil das Verdienst darin bestehen wird, dass dies Volk das Zeugnis von meinem Worte über die Erde verbreitet, und darin, dass die Menschheit an meine Botschaft glaubt.

52     Wahrlich, Ich sage euch, wenn einstmals selbst Könige sich über die Armseligkeit, in der Ich geboren wurde, wunderten, so wird man in dieser Zeit gleichfalls überrascht sein, wenn alle die unscheinbare Art und Weise erfahren, die Ich wählte, um euch mein Wort zu bringen.

53     Um meine Botschaft werden Streitigkeiten ausbrechen: Die einen werden bestätigen, dass sie wahr ist, andere werden versuchen, sie zu verleugnen — die einen werden Zeugnis von ihren eigenen geistigen Erfahrungen geben, und andere werden die Existenz solcher Manifestationen leugnen. Aber die Wahrheit wird sich durchsetzen, denn jetzt ist die Zeit, in der die in der Seele schlummernden Gaben und Fähigkeiten aufbrechen und sich durch die Menschen bekunden. Denn die Körper haben in dieser Zeit bereits die unbedingt notwendige Entwicklung und Feinfühligkeit für die Kommunikation mit dem Geistigen erreicht.

54     Von den Kindern angefangen, über die Jugendzeit hinweg bis zu den Erwachsenen werden alle Manifestationen haben, die ihnen anfänglich seltsam erscheinen werden, weil die Menschen schon seit langem dem Geistigen ferne leben. Aber danach werden sie diese als etwas völlig Natürliches im höheren Leben des Menschen betrachten.

Dies wird geschehen, wenn schon die Kinder von tiefgründigen Dingen sprechen, wenn die Männer und die Frauen geistige Gesichte und prophetische Träume haben, und wenn sich die Gabe der Heilung auf der ganzen Erde ausbreitet.

55     Wie sehr werden die Ersten, die das Erwachen ihrer Geistesgaben bekunden, bekämpft werden! Doch Ich werde ihnen Kraft und Geduld geben, um den Kritiken, Verurteilungen und dem Spott standzuhalten.

56     Seid unbesorgt, geliebte Zeugen. Ich kündige euch an, dass diese materialistische Menschheit, die so lange Zeit hindurch nur an das geglaubt hat, was sie berührt, sieht und mit ihrer begrenzten Verstandesfähigkeit begreift, und an das, was sie mit ihrer Wissenschaft beweist, spirituell werden wird und fähig, Mich mit ihrem geistigen Blick zu schauen und die Wahrheit zu suchen.

57     Groß wird die Bestürzung bei den Herren und Mächtigen der Erde sein, wenn sie die Wahrheit meiner Wiederkunft feststellen. Denn in ihrem Herzen werden sie sich fragen, wozu Ich gekommen bin. Bei den Armen dagegen wird der Jubel groß sein, weil ihnen ihr Herz sagen wird, dass nun der Augenblick der Gnade, der Freiheit und des Friedens für die Unterdrückten und für diejenigen naht, die unendlichen Hunger nach Liebe und Gerechtigkeit gehabt haben.

58     Dies Werk, das ihr heute noch auf eure gesellschaftliche Bedeutungslosigkeit begrenzt und in eurer Armseligkeit verborgen seht, wird als ein göttlicher Lichtschein aufleuchten, die ganze Erde erhellen, die schlafenden Seelen erwecken, den Glauben in den Herzen entzünden, und vor dem Auffassungsvermögen der Menschen das Buch des Wahren Lebens, das Buch der Wahrheit aufschlagen.

59     Volk: Wenn ihr einen der Gründe wissen wollt, weshalb meine Kundgabe bei euch so lange gewesen ist, so ist es der, dass ihr, die ihr Mich vernommen habt, in euren Herzen mein Wort bewahren und es in Büchern niederschreiben würdet. Ihr werdet die Boten und Beauftragten sein, es den Herzen zu bringen.

60     Ihr werdet nun bald frei sein, mit eurer Vorbereitung dafür zu beginnen, denn meine Kundgabe geht 1950 zu Ende.

61     Bald wird ein neuer Zeitabschnitt anbrechen, und in ihm werdet ihr das Erblühen eurer Gaben anstreben, damit die Inspiration fließt, die Gabe des (inneren) Wortes einsetzt, die Gabe des Sehertums sich vervollkommnet und euer Herz mit Liebe und Barmherzigkeit gegenüber euren Mitmenschen erfüllt wird.

62     Ihr werdet die drei Testamente als ein einziges Erbe empfangen, und wenn ihr auf eurem Wege denen begegnet, die das Kommen des Heiligen Geistes erwarten, sollt ihr ihnen meine Botschaft aufzeigen und ihnen sagen, dass sie nicht wie das jüdische Volk sein sollen, das den Messias erwartete und ihn nicht zu erkennen vermochte, als Er zu ihnen kam, und Ihn noch immer erwartet.

Geht auf den Wegen eurer geistigen Mission — in der Weise, dass eure Mitmenschen, wenn sie eure Art zu leben sehen und euer Wort vernehmen, euch als die Saat für eine neue Welt erkennen, als die Generationen, die als Fundament für eine neue Menschheit dienen.

63     Väter und Mütter, die ihr das Privileg gehabt habt, diese Generationen und die, die bald kommen werden, auf der Erde zu führen: Wachet und betet für sie! Bereitet ihnen den Weg! Ich will sie vorbereitet finden, um meine neuen Offenbarungen zu empfangen. Unter ihnen werden die Propheten erstehen, die die Welt mit ihren Voraussagen erschüttern, so wie es die großen Propheten der alten Zeiten taten, die in den Stunden der Prüfung wie Herolde waren und wie Fackeln inmitten der Finsternis.

64     Die Geistige Welt wird wie ein unermesslich großer Schutzengel über den Schritten dieser Geschöpfe wachen und damit denen beistehen, die diese Menschen, die Ich euch ankündige und verheiße, in ihrer Mitte wie Kinder empfangen.

65     Ich segne dich, Volk, weil du dich für kurze Zeit von allem, was zur Welt gehört, entfernt hast und dich der geistigen Wonne hingegeben hast, Mich zu hören, und dabei erkannt hast, dass in meinem Worte aller Friede, die Freude und der Trost liegt, den ihr benötigt, um die Last eures Kreuzes zu ertragen.

66     Meine Liebe umgibt euch, mein Friede liebkost euch, mein Geist lädt euch ein, für diejenigen zu beten, die leiden und auf Erden nicht einen Tropfen Balsam oder ein Wort des Trostes und der Liebe finden.

Mein Friede sei mit euch!


 

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