Göttlicher Tanz



Alles schwingt,  im Himmel der Zeit,
alles tanzt, im Himmel der Ewigkeit,
wenn des Schöpfers Hand zu zupfen beginnt
an den zartesten Saiten der Herzensharfen.

Melodie um Melodie fügt sich zusammen
zu dem  unendlichen Konzert Seiner Schöpfung.
Die Symphonien lösen einander ab Tag und Nacht
Im Himmel der Unendlichkeit.

Es singen die Bächlein, es tanzen die Fischlein,
es schwingen die Wipfel in den Wäldern,
es tanzen die Gräser, es zirpen die Grillen,
es zittern die Halme im säuselnden Wind.

Es jubiliert die Nachtigall, es zwitschert die Lerche,
es röhrt der Hirsch, es pfeift die Haselmaus,
es brüllt der Löwe, es klappert die Klapperschlange,
es quakt der Frosch und es flattert der Schmetterling.

Es tanzt das Licht, es schwingen seine Strahlen,
es kreisen die Sterne auf ihrer nächtlichen Bahn,
es wirbeln Frequenzen, die Herzen bewegen,
es fegen die Winde die Energien durch den Raum.

Atome ziehen einander an,
Moleküle fügen sich zu Systemen zusammen,
Systeme verbinden und verdichten sich,
lösen sich wieder auf und verändern ihr Gesicht.

A. M. Hosta

Warum Reinkarnation ??








Reinkarnation geschieht nicht, um auf Erden zu leiden.
Jene, die heute leiden und weinen, tun dies,
weil sie früher ausschweifend genossen haben.
Aber der heutige Schmerz wird sie läutern und würdig machen,
aufzusteigen und in den Heimstätten des Herrn
in reinerer Form zu genießen.

Seinerzeit lehrte der Meister die Menschen, zu lernen,
auf der Welt mit Lauterkeit und Liebe zu leben.
Heute lehrt er sie, zu lernen, sich darauf vorzubereiten,
morgen im „Geistigen Tal“ unter Wesen des Lichtes zu leben.

Nur dem Körper ist es bestimmt, sich aufzulösen,
nachdem er der Seele als Werkzeug oder Hülle gedient hat.
Die Seele aber, die das Licht seiner Intelligenz, seine Vernunft,
seines Willens, seiner Gefühle ist, kann nicht sterben,
denn sie ist jener Teil, der das Leben des Körpers auf Erden beseelt.

Die Seelen der verschiedenen Konfessionen sollen dazu gebracht werden,
nachzudenken, um die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen.
Rituale, Formen, Traditionen, all das Äußerliche
kann die Seele des Gegenwartsmenschen nicht mehr befriedigen.
Licht, Sinngehalt und Wahrheit lassen ihn auf dem Weg sich sicher fühlen,
um in den Stunden der Prüfung nicht alleingelassen zu sein.

Bei vielen, obwohl sie glauben, ist der Glaube so schwach,
die Kenntnis so verworren, daß sie Lebensschiffen gleichen,
die ohne Kompaß segeln, ohne richtungsweisenden Leitstern
wandern oder wie Schafe ohne Hirten.
Gleichgültigkeit wird sich morgen umkehren und jene,
die dies Werk verachten, werden nach Zeugnissen verlangen,
nach Aufzeichnungen und Beweisen,
die ihnen helfen, ihren Glauben zu stärken.

Dies Wort wird auf der ganzen Welt empfunden werden,
denn alles ist für Gottes geistige Zwiesprache mit allen Menschen
vorbereitet, wovon diese Zeugnis ablegen werden.
Deine Seele hat Gott  immer gesucht, und er hat sie nie allein gelassen.
Er hat all deine Schritte gelenkt , war immer bei dir
und hat mit seiner Liebe über all deiner Schritte gewacht.

Die Seele hat jetzt die Aufgabe, sich gegenüber den Schwachheiten
des Fleisches durchzusetzenund den richtigen Weg
und die Aufgabe in dieser Gnadenzeit zu erkennen.
Dein Auffassungsvermögen wird geschult, Gottes Wort zu erfassen
und deine Seele, um die göttliche Inspiration zu empfangen.

A.M. Hosta
Quelle: Das Buch des Wahren Lebens – Band VII – Unterweisung 194 – Verse 37 ff


Die Rose






Es ist etwas in mein Herz geschrieben,
etwas feines, zartes, gewoben von Meisterhand,
etwas, das, wenn es berührt sich fühlt
von einem Hauche der Lebendigkeit,
sich aufschwingt und  auf die Suche macht
nach demselben, was es ist.

Wes‘ Meisterhand ist es, der es gewoben hat,
wer kann so fein zeichnen und malen,
wer hat dieses Wesen erschaffen
und was hat er sich dabei gedacht?
Der Schöpfer war es aus sich selbst heraus,
der auf der Suche war nach seinesgleichen.

Zur Freude für sich selbst und für die Seinen,
hegt und pflegt er es für immer.
Das, was es ist, will sich verschenken,
es wird gesucht und macht sich auf die Suche
und sein Wesen findet sich in seinesgleichen.
Die Rose ist’s, das ist der Sinn
warum er sie erschaffen hat.


A.M. Hosta

Der Spiritualist



Der Spiritualist wird an seinem Worten erkannt werden,
die in der Ausdrucksweise schlicht sind, aber tief in ihrem Sinne.
Der Spiritualist sucht nicht das eigene Wohl,
sondern versteht sich ganz anderen hinzugeben.
Der Spiritualist wird eine Leere in fremden Herzen füllen.
Er wird ihnen helfen, ihre Vorstellung von Gott zu vervollkommnen.

Es ist leicht, zu dienen und mit anderen im Einklang zu leben.
Orte, Kirchen voller Luxus, Formen, Riten  sind nicht nötig Gott anzubieten,
um ihn wegen der begangenen Beleidigungen gnädig zu stimmen.
Wenn der Mensch versteht, daß er mehr Geist als Materie ist,
wird er dem Vater die Blumen seiner ewigen Geistseele darbringen.
Gegenerische Kräfte werden die Entfaltung der Spiritualität begrenzen
aber die  göttliche Unterweisung dringt durch Wahrheit
und Gerechtigkeit in die Seelen ein.

Spiritualist ist der, der geistig betet und sich im Geiste
von jedem beliebigen Orte aus empor schwingt.
Spiritualist ist der, der um die Vervollkommnung seiner Seele ringt,
und auch jener, der lebt, um fremden Schmerz zu lindern.
Der Spiritualist kann überall sein; er wird mehr an seinen Taten
als an seinen Worten erkannt werden: Liebe, Demut und Barmherzigkeit.

Erkennt, dass nicht jeder, der sich Spiritualist nennt, es auch ist.
Geführt vom Licht des Gewissens könnt ihr nicht betrogen werden.
Die Taten des Spiritualisten müssen, um rein zu sein, fühlbar gemacht
und vom Gewissen diktiert sein.
Jeder, der in seiner Art zu leben geistig Gott verehrt, ist Spiritualist.
Er soll alles aus sich eliminieren, was für ihn ein Rückschritt ist.
Der Spiritualist soll die Apostel anerkennen und ihnen nachfolgen,
denn sie waren Sämänner des göttlichen Samens.

Der Spiritualist von morgen ist kein Frömmler oder Mönch,
sondern versteht, gegen die Versuchung zu kämpfen
und vermag mitten im Wirbelsturm den Weg der Wahrheit zu erkennen.
Er ist imstande, einer wohlgewappneten Welt entgegenzutreten,
um als Prophet und Seher anzukündigen, was geschehen wird.
Er wird den zu retten verstehen, der in Gefahr ist, ins Verderben zu stürzen.
Der Spiritualist sagt: "Wie schön ist das Leben!" Der
Uneingeweihte, der Materialist sagt: "Wie bitter, wie traurig und wie
düster ist das Leben!"

Der Mensch ohne innere Erhebung stolpert über alles, alles verletzt ihn.
Der innerlich Erhobene merkt nicht einmal die Widrigkeiten des Weges.
Wenn sich die Hochgesinnten mit anderen beschäftigen,
loben sie deren Tugenden oder entschuldigen deren Fehler.
Niemals verurteilen oder verdammen sie.
Die Niedrig-Gesinnten dagegen verurteilen, verleumden,
machen die Fehler der anderen bekannt und finden Freude daran.
Spiritualist darf  sich nicht nennen, wer aus der Unwissenheit
oder dem Schmerz der Menschen ein Geschäft macht.

Der Spiritualist wird kämpfen müssen, und der Platz für seinen
Kampf wird überall sein – in seinem Heim, bei seiner körperlichen
Arbeit oder unterwegs.
Er braucht das Drama nicht nachzuerleben, denn er hat gelernt,
sich seelisch emporzuschwingen, bis er die Herrlichkeiten fühlt
und schaut, die es im Geiste gibt.

Auch die geistige Welt bemüht sich um Rettung  und Fortschritt der Menschen;
der  spiritualistische Same wird Früchte tragen in allen Religionsgemeinschaften.
Im „Geistigen Tal“ distanziert man sich nicht voneinander,
niemand wird ausgegrenzt.
Es herrscht eine große Anziehungskraft und großes Mitgefühl unter allen.
Eben dies soll die spiritualistische Gemeinschaft in den Nationen tun,
bis sie die ‚Brüderlichkeit unter den Menschen erreicht.

A.M. Hosta
Quelle:  Das Buch des wahren Lebens – Band VII 

BWL - Band VII - Unterweisung 194


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band VII - Unterweisung 175 - 207
Download-Link - Buch des wahren Lebens - Band 7

Unterweisung 194:

1         Meine Liebe ist bei euch. Kommt herbei zu dieser Quelle, Wanderer des Lebens; kommt und trinkt, o furchtsame Herzen.

Hände, die sich Mir hilfeheischend entgegenstrecken, gebt meine Wohltaten weiter. Ruht euch alle hier im Schatten des Lebensbaumes aus.

2         Nicht ihr alle kommt weinend. Auch unter diesen Scharen hier gibt es jene, die von den letzten empfangenen Wohltaten beglückt herbeikommen und Mir in ihrem Herzen sagen: "Danke, Vater, deine Barmherzigkeit mit uns ist unermesslich."

3         Es ist der ewige Geist der Liebe, der unter euch weilt ─ Jener, der in einer anderen Zeit Mensch wurde, um bei den Menschen zu wohnen und sie vom Laster, von der Sünde und den Finsternissen zu erretten.

4         Ich bin derselbe, für Mich vergeht keine Zeit, sie ist es, die meinem Willen untersteht. Darum erinnere Ich euch an eure Vergangenheit und kündige euch das an, was ihr morgen sein werdet.

5         Ich erinnere euch an jene Worte, die Ich in der Zweiten Zeit in die Herzen der Menschen schrieb, und an die blutigen Spuren auf dem Kalvarienberg, mit denen Ich meine Schritte auf der Welt kennzeichnete.

6         In meinem Worte gibt es den Honig, der euer Dasein versüßen und für immer die Bitternis vertreiben kann, die zu allen Zeiten der triste Geschmack eures Lebens gewesen ist.

7         Wenn ihr früher nicht verstanden habt, wozu Ich euch die Erde anvertraute, so werdet ihr jetzt zur Erkenntnis eurer Bestimmung und euer Aufgabe gelangen, damit ihr euch nicht mehr irrt.

8         Überwindet euren Stillstand. Die Aufgabe aller Seelen ist es, sich beständig zu entwickeln, sich umzuwandeln und zu erneuern, bis sie die Vollkommenheit erlangen.

9         Ich habe euch eine neue Ära angekündigt, eine neue Zeit, in der ihr eure geistige Trägheit abschütteln und einen weiteren Schritt auf dem Pfade machen werdet, der auf den Gipfel des Berges führt. Doch nicht nur mein Wort kündigt euch eine neue Zeit an und spricht zu euch von Entwicklung und von Vervollkommnung. Auch die Natur, die euch umgibt, zeigt euch dies in ihrer Sprache, die ihr weder hören noch verstehen wollt. Auch sie bereitet sich darauf vor, einen Schritt hin zur Vollkommenheit zu tun. Denn je mehr Zeit vergeht, desto mehr wird ihr Schoß höher entwickelte und vollkommenere Wesen beherbergen. Daher muss diese Heimstatt in Einklang mit denen sein, die sie bewohnen werden.

10      Habt ihr kein Zeichen in den Naturreichen, in den Jahreszeiten, am Firmament, auf dem Festland oder auf den Meeren bemerkt? Seid ihr blind und seht ihr nicht jene Zeichen, von denen Ich zu euch spreche, oder taub, so dass ihr deren Rufe nicht vernehmt? Erfahrt es und kündigt es der Menschheit an, wie es die Propheten der alten Zeiten taten. Denn bald wird euer Planet auf allen Gebieten erschüttert werden. Wie ein Baum, wenn ihn der Sturm peitscht, so wird die Erde geschüttelt werden, und auf den Zweigen des Baumes werden nur die Blätter übrig bleiben, die Leben haben, denn die welken werden abgeworfen und vom Wirbelwind mitgerissen.

11      Jene Tage werden für alle Menschen zur Prüfung werden, und nur im Gebet und im guten werden sie Schutz und Frieden finden.

12      Wie schön wäre es, wenn auf der Erde ein Volk erstünde, das wie eine Rettungstür wäre, das wie ein Leuchtturm in der Finsternis und Friede inmitten des Durcheinanders wäre! Würde es euch nicht gefallen, jenes Volk zu sein? Das Wort, das ihr derzeit empfangt, enthält und lehrt alles, was ihr braucht, um in den Augenblicken der Prüfung ein Bollwerk für die Menschheit zu sein.

13      Meine Gegenwart unter euch und die Kundgabe meines Wortes sind kein bloßer Zufall gewesen. All dies hat seine Bedeutung, und diese besteht darin, dass ihr gerufen wurdet, um die Stimme zu hören, die die neue Zeit eröffnet, damit ihr voll Liebe und Glauben aufbrecht, um die empfangene Botschaft zu verbreiten.

14      Wenn diese Lehre einmal in all ihrer Lauterkeit und Wahrhaftigkeit in der Welt zur Geltung gelangt, werden die Menschen ihr entgegenstreben, wie ein dürstender und müder Wanderer durch die Wüste der Oase zustrebt.

15      Ihr könnt noch nicht sagen, dass sich diese Unterweisung auf der Erde schon fühlbar gemacht hat, denn ihr habt euch damit begnügt, meine göttlichen Botschaften zu empfangen.

16      Bevor dies Volk sich aufmacht und den geistigen Samen mit all dem Licht und dem Sinngehalt, mit dem Ich ihn euch anvertraut habe, weiterträgt, wird es zuvor viele Verwirrungen durchleben, wird es Fehler, Widersetzlichkeiten und Entweihungen begehen.

17      Die gute Handlungsweise, die wahre Anbetung und die gute Aufgabenerfüllung werden erst kommen, wenn die Jünger der Dritten Zeit meinem Worte die richtige Auslegung geben und mit ihren Werken Zeugnis von meinen Unterweisungen ablegen.

18      Die Spiritualität hat sich unter diesem Volke noch nicht durchgesetzt, weil es nicht erreicht hat, sich von alten Traditionen und Bräuchen frei zu machen, und indem es meiner Geistlehre ihre äußerlichen Handlungsweisen und Kultformen beimengt, verhindert es damit, dass die Menschen die Wahrhaftigkeit dieses Werkes erkennen.

19      In meiner Schatzkammer halte Ich große Wunder und Werke bereit, um sie durch dies Volk auf die Welt zu ergießen, sobald es zubereitet ist.

20      Ich warte auf die Vergeistigung dieser Menschenscharen, die Ich lange genug gelehrt und inspiriert habe für ihre Zurüstung. Bis heute sehe Ich nicht die Frucht, die Ich erwarte. Wo bleibt eure Harmonie und Brüderlichkeit? Wo der Gehorsam, die Demut und die Wohltätigkeit ohne jedes Eigeninteresse?

21      Wie fern ist dies Volk davon, der Welt die Vergeistigung lehren zu können, und wie ferne davon, der meines Wortes würdige Zeuge zu sein!

22      Ich habe euch gesagt, dass in der Menschheit ein Durst und ein Hunger der Seele herrscht, dass nur eine reine und klare Lehre wie diese ihre Drangsal lindern und sie retten können wird. Aber wenn dies Wort und dies Werk nicht in ihrer ganzen Lauterkeit vorgestellt werden ─ welches Rettungswerk könnten dann jene vollbringen, die es lehren? Aus diesem Grunde werde Ich, wenn meine Kundgabe einmal zu Ende ist, diesem Volke eine Zeit gewähren, um zu meditieren, zu beten, sich zu vergeistigen und vorzubereiten. So wird es, wenn es sich aufmacht und zu einem Boten meines Wortes geworden ist, ein Jünger sein, der sich der Aufgabe bewusst ist, die er erfüllen soll, und sein Zeugnis wird wahr sein.

23      Jede Botschaft, die dies Volk der Welt bringen wird, soll Trost enthalten. In ihr werden die Menschen das Geheimnis entdecken, das jede Seele in sich birgt, mit ihrem Reichtum an Eigenschaften und Fähigkeiten, die bisher unbekannt waren. In ihr werden die Menschen die Offenbarung finden, die sie die Zwiesprache von Geist zu Geist lehren wird.

24      Die guten Sämänner des Spiritualismus werden sich nie durch etwas Äußerliches oder Materielles auszeichnen. Weder Gehabe noch Abzeichen, noch irgendeine besondere Sprechweise wird es bei ihnen geben. Alles an ihren Handlungsweisen wird schlicht und einfach sein. Dennoch ─ wenn sie sich durch etwas auszeichnen, so wird es durch ihre tätige Nächstenliebe und ihre Vergeistigung sein.

25      Die wahren Prediger des Spiritualismus werden sich nicht durch Redegewandtheit, sondern durch die Weisheit und Schlichtheit ihres Wortes auszeichnen, aber vor allem durch die Wahrhaftigkeit ihrer Werke und die Rechtschaffenheit ihres Lebens.

26      Erinnert euch daran, dass Ich auf Erden keine äußerlich schöne Sprechweise benötigte, um die Herzen der Menschenscharen gefangen zu nehmen, sondern dass Ich sie durch Liebe, Wahrhaftigkeit, Heilkraft und Weisheit zu erreichen verstand. Dies ist das Vorbild, das ihr nach meinem Willen beherzigen und befolgen sollt.

27      Auch will Ich nicht, dass ihr eure Religionsausübung auf materielle Andachtsorte beschränkt, denn dann werdet ihr eure Seele gefangen nehmen und sie nicht ihre Flügel ausspannen lassen, um die Ewigkeit zu erobern.

28      Der Altar, den Ich euch hinterlasse, um auf ihm den Gottesdienst zu feiern, den Ich erwarte, ist das Leben ohne irgendeine Begrenzung, jenseits aller Konfessionen, aller Kirchen und Sekten, weil er im Geistigen, im Ewigen, im Göttlichen gründet.

29      Jünger: Obwohl viele von euch das Alter mit einem Herzen voller Erfahrung erreicht haben, musstet ihr beim Vernehmen meines Wortes in dieser Zeit und beim Empfangen meiner neuen Offenbarungen bekennen, dass ihr angesichts meiner Weisheit nur kleine Kinder seid.

30      Ihr musstet zu Beginn der Dritten Zeit auf der Erde sein und Mich in dieser Form vernehmen, damit ihr die getreuen Zeugen des Geistes der Wahrheit sein könntet, die fähig sind, der Welt meine Lehre zu erklären.

31      Diese Zeit, die von Mir die des geistigen Lichtes genannt wird, wird bei ihrem Beginn von großen Verwirrungen gekennzeichnet sein. Im Menschen werden große Fragen, tiefe Zweifel, Unsicherheiten und Seelenkämpfe entstehen. All dies wird ein Zeichen dafür sein, dass der Mensch zum geistigen Leben erwacht.

32      Ich will, dass dann alle meine Jünger wach und vorbereitet sind, denn es wird nötig sein, dass von ihren Lippen das Wort kommt, das alle Unwissenheit beseitigt, oder das den Sturm besänftigt. Ihr werdet dann erleben, mit welcher Geschwindigkeit sich die Geistlehre ausbreitet, denn sie wird in jedem Herzen empfunden werden und wird den Schmerz lindern, wie das Wasser den Durst eines Dürstenden stillt.

33      Dann wird sich das Leben ändern. Die Konfessionen, die Moral, die Wissenschaften, die Philosophie, alle Vorstellungen werden eine große Umwandlung erfahren, und die Menschen, die endlich den wahren Sinn des Lebens erkennen, werden sich der Erfüllung meiner Gesetze der Liebe, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit anzunähern versuchen.

34      Der Mensch wird schließlich begreifen, dass sein Reich auch nicht von dieser Welt ist, dass sein Körper oder seine menschliche Hülle nur das Instrument ist, durch dessen Sinne seine Seele diese Welt der Prüfungen und der Wiedergutmachung wahrnimmt. Er wird schließlich erfahren, dass dies Leben nur eine großartige Lektion ist, die mit wunderbaren Gestalten und Bildern illustriert ist, damit die Schüler, das heißt alle Menschen, die Lektionen, die das Leben ihnen gibt, besser verstehen können, durch die sie, wenn sie diese recht zu bewerten vermögen, die Entwicklung ihrer Seele erreichen und den Sinn des Kampfes, der sie stark macht, begreifen werden ─ den Schmerz, der sie abschleift, die Mühsal, die veredelt, das Wissen, das erleuchtet, und die Liebe, die erhebt.

35      Wenn dies Dasein das einzige wäre ─ wahrlich, Ich sage euch, Ich hätte schon längst den Schmerz aus ihm beseitigt, denn es wäre ungerecht, wenn ihr nur deshalb auf die Welt gekommen wäret, um einen Leidenskelch zu trinken. Doch die, die heute leiden und weinen, tun dies, weil sie früher ausschweifend genossen. Aber dieser Schmerz wird sie läutern und würdig machen, aufzusteigen und in den Heimstätten des Herrn in reinerer Form zu genießen.

36      Seinerzeit lehrte Ich die Menschen, damit sie lernen sollten, auf der Welt mit Lauterkeit und Liebe zu leben. Heute lehre Ich euch, damit ihr lernt, in der Vergeistigung zu leben, damit ihr euch darauf vorbereitet, morgen im "Geistigen Tale" unter Wesen des Lichtes zu leben.

37      Menschheit: Nur dem Körper ist es bestimmt, sich aufzulösen, nachdem er seine Aufgabe gegenüber der Seele erfüllt hat, ihr als Werkzeug oder Hülle zu dienen. Aber die Seele, die in jenem Wesen war, das Licht ihrer Intelligenz, die Vernunft, der Wille, die Gefühle, all dies stirbt niemals, kann nicht sterben, weil es ein Teil der unsterblichen Seele ist, die das Leben jenes Wesens auf Erden beseelte.

38      Geliebte Kinder, die ihr Seelen auf den Wegen der verschiedenen Konfessionen für euch gewinnen wollt, Ich sage euch, dass ihr die Menschen unterweisen müsst, zu denken, dass ihr sie zum Nachdenken bringt, dass ihr ihnen helfen sollt, richtige Schlussfolgerungen zu ziehen. Der Ritus, die Form, die Tradition, das Äußerliche kann die Seele des Gegenwartsmenschen nicht mehr befriedigen. Es ist notwendig, ihm Licht, Sinngehalt, Wahrheit zu geben, damit er sich auf seinem Wege sicher fühlt, damit er in den Stunden der Prüfung nicht meint, dass er alleingelassen ist.

39      Ich sehe Menschen aller Art, bei denen, obwohl sie an Mich glauben, der Glaube so schwach und die Kenntnisse so verworren sind, dass sie im Leben jenen Schiffen gleichen, die ohne Kompass segeln, Wanderern ohne Leitstern, der ihnen die Richtung anzeigt, oder wie Schafe ohne Hirten.

40      Ich gebe euch diese Unterweisungen durch einige eurer Geschwister, die Ich unter den Menschenscharen ausgewählt habe, um Mich ihres Verstandesvermögens zu bedienen, um euch diese Botschaft zu übermitteln.

41      Heute beginnt sich um dies Wort eine Gemeinschaft zu bilden. In den Winkeln der Städte, in der Verborgenheit der Armut und in der Stille des einfachen Lebens öffnen die Versammlungsräume ihre Tore, in denen Ich meine Lehre als Vater, als Richter und als Meister hören lasse.

42      In der Zukunft wird die Gleichgültigkeit, mit der viele diese

Botschaft betrachtet haben, die Gleichgültigkeit, mit der viele die Nachricht von meiner neuen Gegenwart unter den Menschen vernommen haben, ins Gegenteil umschlagen. Und die Verachtung anderer gegenüber diesem Werke wird danach zu Interesse werden und bewirken, dass die Menschen sich aufmachen im Verlangen nach Zeugnissen, Aufzeichnungen und Beweisen, die ihnen helfen, ihren Glauben zu stärken.

43      Ich werde dafür sorgen, dass jene Herzen die Spuren meiner Schritte in dieser Zeit finden, und wenn sie vor Mir stehen, werde Ich ihnen sagen: Sei willkommen, geliebtes Volk, sammle dich innerlich und höre mein Wort.

44      Liebe ist das, was Ich euch zu allen Zeiten offenbart habe, und heute bei der Kundgabe durch das Verstandesvermögen meiner Erwählten könnte Ich Mich nicht in anderer Weise offenbaren.

45      Diese Unterweisung von heute bringt euch auf den Weg, die Lehre zu verstehen, die Ich euch durch Jesus in der Zweiten Zeit gab, damit ihr ihre Essenz wachsam in eurem Herzen bewahrt und sie von ihm ausstrahlt, wann immer es notwendig ist.

46      Dies Wort wird auf der ganzen Welt empfunden werden, denn alles ist für meine geistige Zwiesprache mit allen Menschen vorbereitet, wovon diese Zeugnis ablegen werden.

47      Eure Seele hat Mich immer gesucht, und Ich habe sie nie alleingelassen. Wohin ihr auch eure Schritte gelenkt habt, überall bin Ich bei euch gewesen, hat meine Liebe über euren Schritten gewacht.

48      In allen Zeitaltern habe Ich euch aufgesucht und habe gesehen, dass eure Seele Mich zu erkennen vermochte. Jetzt hat die Seele die Aufgabe, sich gegenüber den Schwachheiten des Fleisches durchzusetzen, um ihm begreiflich zu machen, was der richtige Weg ist und was seine Aufgabe in dieser Gnadenzeit ist.

49      Ich habe euch gerufen, habe euch gelehrt und ihr werdet die Verbreiter meiner Unterweisung, dieses Wortes sein, das ihr bald nicht mehr vernehmen werdet. Der Augenblick ist nahe, in dem Christus aufhört, sein Wort mittels eines menschlichen Gehirns zu übermitteln. Aber euer Auffassungsvermögen wird genügend geschult sein, um mein Wort zu erfassen, und eure Seele, um meine Inspiration zu empfangen.

50      Ich spreche zu eurem Geist, jenem Atom, das aus Mir geboren wurde, und das, weil es aus Mir hervorgegangen ist, Mir gehört. So wie Ich seinerzeit sagte: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt", so sage Ich euch: Euer Reich ist auch nicht auf Erden. Es ist jenseits all dessen, was stirbt, all dessen, was sich wandelt, und jenseits eures Verstandes.

51      Jetzt ist die Zeit, in der jede Seele wachen und zum wahren Leben erwachen soll. Damit will Ich euch nicht zu verstehen geben, dass ihr das missachten sollt, was Ich euch auf dieser Welt gegeben habe. Denn solange ihr auf ihr wohnt, müsst ihr ihre Gesetze befolgen. Ich verlange nur von euch, dass ihr Mir eine kurze Zeit des Tages widmet, um an eurer Schwester, der Menschheit, ein gutes Werk zu tun.

52      Mein Segen sei mit euch, denn in euch segne Ich alle meine Kinder.

53      Lasst eure Seele sich an diesem Tage der Zusammenkunft aller Gemeinden ausruhen. Wie in jener Zeit, in der Ich meine Jünger erwählte, in der Ich jedoch mein Wort auch all jenen gab, die es vernehmen wollten, so erwähle Ich in dieser Zeit jene, die Mir heute nachfolgen sollen. Doch Ich lasse zu, dass mein Wort auch von den großen Menschenmassen vernommen wird. Der Weg ist für alle bestimmt, mein Brot ebenso. Doch nicht alle werden gleichzeitig kommen können. Die einen werden es früher tun, andere später. Doch wendet eure Blicke niemals zurück.

54      Diejenigen, die in ihrem Herzen ein Heiligtum errichtet haben, sind jene, die Schritt für Schritt ihrem Meister folgen.

55      Der Same, den Ich euch heute gebe und anzubauen lehre, kommt aus dem Hause eures Vaters. Er wird geeignetes Ackerland im Herzen der Menschen finden. Vorher wird meine Gerechtigkeit, als ob sie eine Sichel wäre, das Unkraut, das die Felder überzogen hat, abschneiden, damit die Saat aufgehen kann. Die Felder werden wieder ertragreich sein, auf ihnen werdet ihr meine Spuren entdecken, die weder die Welt, noch die Menschen, noch die Sünden, noch die Leidenschaften auszulöschen vermochten. Meine Spuren werden die Zeitalter überdauern und sich in der Ewigkeit frisch erhalten.

56      Die Menschen werden aus ihrer tiefen Lethargie erwachen und werden, wenn sie in ihr Inneres blicken, ihr geistiges Ich entdecken, und da sie die Stimme ihres Gewissens vernehmen, werden sie meine göttliche Spur entdecken, durch die sie eilends zu Mir kommen werden. Ihr werdet meinen Samen über die Welt verstreuen müssen, und wenn ihr dann zu Mir kommt, um euren Lohn zu empfangen, so kommt zu eurem Vater, auch wenn es nur mit einer Ähre ist; aber diese soll von guter Beschaffenheit sein. Auch wenn ihr nichts mitbringt, werde Ich euch empfangen, denn Ich bin Liebe und Barmherzigkeit. Aber denkt daran, dass ihr die Aussaat, die ihr halbfertig zurücklasst, später wieder aufnehmen müsst, um eure Arbeit zu vollenden. Wisst ihr etwa, ob das Unkraut dann nicht aufs Neue die Felder überzogen hat, und ob nicht Ungezieferplagen dort eingedrungen sind?

57      Damit will Ich euch sagen, dass ihr, wenn ihr meinen Ruf fühlt, sogleich folgen sollt, damit ihr die Zeit nutzen könnt, die Ich euch für die Erfüllung eurer Aufgabe anvertraut habe. Denkt über all dies nach, und ihr werdet erkennen, dass ihr selbst es seid, die sich sowohl einen Lohn des Wohlergehens und des Friedens erarbeiten können, als auch mit ihrer Rechten ihre Verurteilung unterschreiben können.

58      Trotz der Rechtsprechung meines Wortes ist es ein liebevoller Vater, der zu euch spricht. Seht, wie mein Mantel sich ausbreitet, um alle zu bedecken, ohne eure Verfehlungen zu beachten.

59      Studiert mein Wort, es ist Licht, das eure Seele erhellt, damit sie die Stimme des Gewissens vernimmt. Jetzt ist eine Gnadenzeit, in der dies Licht eindringlich zu jedem Menschen gelangt.

60      Ich bin Christus, der sich euch in Liebe zuwendet, damit ihr Mir den Schmerz der Menschheit vor Augen führt. Denn ihr seid diejenigen, die an diese Kundgebung glauben. Ich sage euch: Ich will in euren Herzen wohnen.

61      Wie viel menschliches Blut hat sich in dieser Zeit über die Erde ergossen! Seht meine Kinder in ihrem unermesslichen Schmerz, wie sie Mich auf unterschiedliche Weise suchen und anrufen, während eine innerste Ahnung ihnen sagt, dass die Zeit gekommen ist, in der meine Sendboten sich den Völkern und den Menschen nähern, um Frieden zu schaffen.

62      Jede Religionsgemeinschaft erwartet das Wunder meiner Rückkehr im Schoße ihres Kultes, im Rahmen ihres Glaubensbekenntnisses oder in ihren Anbetungsformen Wirklichkeit werden zu sehen.

63      Doch euch sage Ich, dass ihr an mein Kommen glaubt, dass ihr mit Mir in Verbindung zu treten versteht, und dass ihr gerettet seid. Ihr seid die dafür Geeigneten, euren Mitmenschen diese Liebesbotschaft zu bringen.

64      Seht, die Menschen finden keine Lösung für ihre Konflikte, weder in ihren Gesetzen, noch in ihren Kirchen, und sie fühlen sich von einer Atmosphäre der Finsternis umgeben.

65      Der Schmerz hat genügend Macht in sich, um sie in ihrem Laufe aufzuhalten und sie dazu zu bringen, ihre Blicke zu Mir zu erheben, um meine Stimme zu vernehmen, so wie ihr auf eurem Wege angehalten wurdet, damit ihr die Augen des Geistes öffnen würdet und Mich von neuem erblicktet. Doch jetzt seid ihr die damit Beauftragten, allen Menschen mein Wort ─ bekannt zu machen ─ sowohl dem, der durch seine Begabung aufgestiegen ist, als auch dem, der nur eine geringe Entwicklung aufweist.

66      Nur im ersten Augenblicke wird der, der die gute Nachricht vernimmt, erstaunt sein, denn hernach wird er sich daran erinnern, dass schon bevor der Messias in der Zweiten Zeit kam, sein Kommen durch die Propheten angekündigt worden war, so wie mein Kommen in dieser Zeit. Ich selbst kündigte es euch durch den Mund Jesu an und gab euch die Anzeichen bekannt, die als Beweis meiner Ankunft erscheinen würden.

67      Da alles eingetroffen ist, werden die Menschen überzeugt sein. Hier ist das Licht des Heiligen Geistes, das euch zu allen Zeiten erleuchtet hat. Denn das göttliche Licht war, ist, und wird immer sein.

68      Aufs Neue wird meine Wahrheit die Unwissenheit bekämpfen, aus der der Fanatismus, die Abgötterei und die religiöse Schwärmerei entspringen. Denn der Fanatismus ist blind, die Abgötterei ist materialistisch, und der Schwärmer ist scheinheilig.

69      Ich werde die Tiefen des Abgrundes erhellen, damit alle Seelen rein und erleuchtet daraus emporsteigen.

70      Niemals wird in der Ewigkeit die Entfaltung oder Entwicklung der Seele aufgehalten werden. Denn ihr alle seid dem Gesetze der Vervollkommnung unterworfen.

71      Wenn die Seele manchmal auf ihrem Wege nicht vorankommt, so geschieht dies durch den Einfluss des Leibes. Dann muss sie die verlorene Zeit wieder einholen, indem sie ihre Schritte beschleunigt, oder durch neue Einkörperungen. Erkennt, dass, wenn Ich euch richte, mein Gericht aus Liebe geschieht, aber niemals als Strafe. Liebet immerdar, und ihr werdet in Frieden in das ewige Leben eingehen. Wenn einmal der Tod kommt, soll eure Seele sich nicht beunruhigen, denn er wird nur für den Körper eintreten, der in den sanften Schoß des Grabes sinken wird.

72      Geht in Frieden zur geistigen Heimstatt, im Bewusstsein, dass unter den Menschen das Zeitalter des Heiligen Geistes, des Geistes der Wahrheit gegründet ist.

Mein Friede sei mit euch!

Empfohlene Posts

Gebt euren Nächsten, den Bedürftigen

Der Garten kann nur gedeihen, wenn er bewässert wird  DE _BW   -   20.8.26    -     Anna Maria Hosta  BWL IX - U 243 – Verse 32 - 37    ...