BWL - Band IV - Unterweisung 90


Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band IV - Unterweisung 83 - 110 
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Unterweisung 90:
 1 Ich bin der Wanderer, der an die Türen eurer Herzen klopft. Ich klopfe, und ihr wisst nicht, wer es ist; ihr öffnet, und erkennt Mich nicht. Ich bin wie der Wanderer, der in ein Dorf kommt und niemanden hat, der ihn kennt, wie der Ausländer, der ein fremdes Land betritt und in seiner Sprache nicht verstanden wird. So fühle Ich Mich unter euch! Wann werdet ihr Meine Gegenwart fühlen? O Menschen, wann werdet ihr Mich erkennen, wie zu seiner Zeit Josef von seinen Brüdern in Ägypten erkannt wurde?
2 Josef, Sohn des Jakob, war von seinen eigenen Brüdern an einige Händler verkauft worden, die auf dem Wege nach Ägypten waren. Josef war noch klein und hatte doch schon Beweise einer großen Gabe der Prophetie gegeben. Der Neid bemächtigte sich seiner Brüder, die sich seiner entledigten in der Meinung, ihn nicht mehr zu sehen. Doch der Herr, der über seinem Diener wachte, beschützte ihn und machte ihn groß beim Pharao von Ägypten. Viele Jahre danach, als die Welt von Dürre und Hunger geplagt wurde, hatte Ägypten, geleitet von den Ratschlägen und Inspirationen Josefs, genügend Vorräte angelegt, um der Heimsuchung standzuhalten. Da geschah es, dass die Söhne Jakobs auf der Suche nach Lebensmitteln nach Ägypten kamen. Groß war ihr Erschrecken, als sie erkannten, dass ihr Bruder Josef zu einem Minister und Berater des Pharao geworden war. Als sie ihn sahen, fielen sie zu seinen Füßen auf ihre Knie nieder voll Reue über ihre Verfehlung, und sie erkannten, dass die Prophezeiungen ihres Bruders in Erfüllung gegangen waren. Jener, den sie für tot hielten, war hier vor ihnen voller Macht, Tugend und Weisheit. Der Prophet, den sie verkauft hatten, bewies ihnen die Wahrheit der Prophetie, die der Herr schon als Kind auf seine Lippen gelegt hatte. Der Bruder, den sie gequält und verkauft hatten, vergab ihnen. Verstehst du, Volk? Jetzt wisst ihr, warum Ich euch an diesem Tage gesagt habe: Wann werdet ihr Mich erkennen, wie Josef seine Brüder erkannten?
3 Ich gab euch einst auch Prophezeiungen, Ich wurde gleichfalls verkauft und dem Tode ausgeliefert. Doch erinnert euch, dass Ich euch sagte, dass Ich wiederkommen würde. Warum also empfangt ihr Mich nicht jetzt, da Ich an eure Türen klopfe? Wird es notwendig sein, dass auf Erden Dürre und Hunger in Erscheinung treten wie bei jener Gelegenheit, damit ihr Mich endlich sucht?
4 Wie viel habe Ich zu euch gesprochen und euch gegeben seit Anbeginn der Zeiten, um euch vom Bösen zu erretten und euch zur Vollkommenheit zu bringen. Aber noch benötigt ihr Zeit, um zum Gipfel des Berges gelangen zu können, wo Ich euch erwarte, um euch wie Kleinode zu hüten, die Meiner Liebe entsprungen sind und die zu Mir zurückkehren.
5 Alle Menschen wissen, dass Ich der Vater alles Geschaffenen bin und dass die Bestimmung der Wesen in Mir ist. Dennoch habe Ich von ihnen weder ihre Aufmerksamkeit noch ihre Achtung empfangen. Sie erschaffen gleichfalls, sind auch Herren, und glauben Macht zu haben über das Geschick ihrer Nächsten — wozu sich also vor Mir beugen?
6 Auf diese Weise hat der Mensch Meine Geduld auf die Probe gestellt und Meine Gerechtigkeit herausgefordert. Ich habe ihm Zeit gegeben, um die Wahrheit zu finden, aber er hat nichts von Mir annehmen wollen. Ich kam als Vater und wurde nicht geliebt; danach kam Ich als Meister und wurde nicht verstanden; doch da es notwendig ist, die Menschheit zu retten, komme Ich jetzt als Richter. Ich weiß, dass der Mensch gegen Meine Gerechtigkeit aufbegehren wird, denn er wird Mich auch als Richter nicht verstehen und wird sagen, dass Gott sich gerächt hat.
7 Ich wollte, alle würden begreifen, dass Gott keine Gefühle der Rache hegen kann, weil Seine Liebe vollkommen ist. Ebenso wenig kann Ich den Schmerz senden; ihr selbst seid es, die ihn durch ihre Sünden anziehen. Meine göttliche Gerechtigkeit steht über eurem Leid und selbst eurem Tod. Der Schmerz, die Hindernisse, die Misserfolge sind die Prüfungen, die der Mensch sich ständig auferlegt, und die Früchte seiner Saat sind das, was er nach und nach erntet. Mir genügt es, bei jeder dieser Lebenskrisen Mein Licht zu eurem Geiste gelangen zu lassen, damit er sein Heil erreicht.
8 Viele Menschen sagen, dass sie die Lehre Christi nicht verstehen, dass sie nicht wissen, wovon sie sich abkehren und wohin sie ihre Schritte lenken sollen. Doch Ich frage sie: Erscheinen euch jene Lehren als allzu hoch? Dann vernehmt Mich jetzt, und ihr werdet sie verstehen.
9 Ich wusste, dass Ich zurückkehren musste, um euch all jene Lehren zu erläutern. Darum sagte Ich euch, dass der Geist der Wahrheit kommen und euch alle Geheimnisse erklären würde, um euch begreifen zu lassen, was ihr nicht verstanden hattet. Dies ist die Zeit, in welcher der Geist der Wahrheit über allem Fleische und über jedem Geiste schwebt. Es genügt, wenn ihr euch auf das Innerste eures Gewissens konzentriert, um Meine Stimme zu hören. Aber Ich wollte euch als Erstlingsfrucht dieser Zeit Meine Kundgabe mittels des menschlichen Verstandesorgans geben, damit diese Botschaft der Same sei, der euch Festigkeit und Glauben gibt auf dem Weg zu eurer Entwicklung.
10 In dieser Zeit gebe Ich euch Liebe, Frieden und geistige Unterweisung, und euer Herz — arm und all dessen bedürftig — läutert sich, um die göttliche Gabe zu empfangen.
11 Was die mächtigen Menschen und jene von großem Wissen verschmäht haben, empfangen die Demütigen, und was in den prächtigen Palästen verachtet wurde, gelangt zu den ärmlichen Hütten und wird mit Freuden aufgenommen.
12 Ihr, die ihr des langen Wartens und so vielen Leidens müde geworden seid, kommt zu Mir. Ich habe alles vorbereitet, und alles ist fertig für diesen Augenblick. Ich habe den Wind mit Wohlgerüchen versehen, damit ihr Meinen belebenden Hauch einatmet, denn Ich will Mich euch mit unendlicher Liebe nahen.
13 Die Kinder der Mächtigen sagen Mir, wenn sie Mein Rufen vor ihrer Türe vernehmen: "Komm morgen wieder, denn heute gibt es keinen Platz für dich", während die Menschen schlichten Gemütes Mir sagen: "Komm zu uns, Meister, komm und beehre unsere Hütte mit Deiner Gegenwart. Blicke nicht auf unsere Schandflecken. Der Du das Haus der Sünderin Magdalena besuchtest, gewähre uns das Glück, Dich zu betrachten."
14 Wenn Mich dieser drängende, aber demütige Ruf erreicht, nähere Ich Mich und trete ein in diese Herzen, die zu dieser Stunde zubereitet sind, als wären sie ein Heiligtum.
15 Ich entdecke unter euch die mit Schmerzenstränen Gesalbten, solche, die Verfolgung erlitten haben, die Demütigungen erduldet haben.
16 Ich komme, weil ihr Mich in der Stille eurer (inneren) Kämpfe und eurer Enttäuschungen gerufen habt; doch sollt ihr es schätzen, dass Ich auf euren Ruf hin ohne Säumen gekommen bin, wie ein Hirte schnell herbeieilt, wenn er das Blöken des Schafes hört, das sich verirrt hat oder sich in Gefahr befindet.
17 Ihr habt Mich mit großem Glauben gerufen, habt Mich unermüdlich gesucht, und wahrlich, Ich sage euch, euer Glaube konnte euch nicht betrügen.
18 Macht euch bewusst, dass Ich Meine Segnungen wie eine Wasserflut der Liebe auf all jene ergieße, die zu glauben und zu warten verstanden. Hört Meine Stimme, die zu euch gelangt, als ob es ein Liebeslied wäre, das euch die Leiden vergessen lässt und euch all das vergibt, was so bitter war und euer Herz nach und nach auf dem Lebensweg geerntet hat.
19 Ihr lernt derzeit, Meine geistige Gegenwart in euren Herzen zu fühlen, und diese Kenntnis ist für die einen wie eine Ruhepause, für die andern wie eine Oase gewesen. Ich bin auf der Suche nach allen, doch zuerst kam Ich eilends herbei, um Mich unter denen kundzutun, die, als sie Mich hörten, Mich nicht verneinten, die den Spott ihrer Geschwister zu ertragen wussten, weil sie bei Mir sind.
20 Habt Geduld in den Prüfungen, und ihr werdet dadurch Zeugnis von Meinem Werke ablegen; doch Ich werde gleichfalls Zeugnis von Meinen treuen Jüngern ablegen, damit die Menschheit begreift, dass sie in der Wahrheit stehen.
21 Nicht nur ihr werdet Zeugen Meines Werkes sein, nicht nur die Männer und Frauen Meines Volkes werden Mein Kommen bezeugen, sondern alles wird von Meinem Kommen sprechen und von Meiner Wahrheit zeugen, wie es in jener Zweiten Zeit geschah, in welcher in der Todesstunde am Kreuze selbst die Sonne sich verbarg, die Erde erbebte und ganz Jerusalem trostlos und traurig war.
22 Geliebte Jünger, weint nicht länger um Mich, eure Tränen werden sich in Seligkeit verwandeln, denn ihr werdet noch vor unendlicher Freude weinen, wenn ihr den Sieg Meiner Lehre auf Erden erlebt, und diese Seligkeit wird euch niemand nehmen können. Nehmt zunächst weiterhin euren Platz bei diesem geistigen Festmahle ein und esst das süße Brot des Lebens.
23 Genießt dies Fest, das in eurem Geiste widerstrahlt, damit ihr in dem Augenblick, da ihr die Gemeinschaft mit Mir erlangt, eure Drangsale vergesst. Eure Wunden sollen heilen, und ihr sollt von euren Mühsalen ausruhen. Euer Herz soll, wenn diese Augenblicke gekommen sind, wie ein Haus erstrahlen, wenn es zum Feste geschmückt ist, und nicht einmal die königlichsten Paläste der Erde werden in dieser Stunde den Glanz haben, der in eurem Geiste aufleuchtet.
24 Gesegnet seien die von Herzen Sanftmütigen, denn ihrer ist das Himmelreich.
25 Selig, die zutiefst leiden, wenn der Hirte beleidigt wird. Doch fürchtet nicht für Mich, fürchtet für euch, die der Schmerz in der Tat niederdrücken und die Versuchung besiegen kann.
26 Ihr erquickt euch, wenn ihr Mir zuhört, und fragt Mich: "Meister, warum hast Du uns erwählt, obschon wir so klein und so schwach sind?" Doch Ich antworte euch: Euer Herr irrt sich niemals.
27 Erkennet: Noch bevor ihr zum ersten Mal hierherkamt, um Mich zu hören — als ihr noch nichts von Meinem Kommen wusstet, wies euch euer Herz bereits darauf hin, dass der Meister dabei war, Sein Licht zur Welt zu senden gleich einem Leuchtfeuer, das die Schiffbrüchigen inmitten des Sturmes leitet.
28 Ich habe euch gerufen, um euch zu Meinen Arbeitern zu machen und euch auf die Wege zu senden, damit ihr diese Gute Nachricht verkündet. Doch zuvor erwarte Ich, dass ihr euren Feinden zu vergeben lernt, all jenen, die euch Dornenkronen aufgesetzt haben, allen, die euch Galle und Essig zu trinken gaben, damit ihr sagen könnt, dass ihr nun stark genug seid, um hinauszuziehen und den Samen der Vergeistigung auszustreuen.
29 Wenn dies einmal zutrifft, sollt ihr euch aufmachen, um zu säen, und obwohl ihr auf eurem schmalen Wege geistiger Missionare Leiden und Bitternissen begegnet, werdet ihr auch große Freuden haben, die euch entschädigen werden. Wenn ihr weggeht, um Meinen Liebessamen zu säen, so betet und habt Vertrauen. Manchmal werdet ihr weinen, aber andererseits wird es vieles geben, das euch Freude bereiten wird, wenn ihr Mein Gesetz erfüllt.
30 Ihr werdet Tränen und Freuden bei eurem Tagewerk begegnen, bis ihr das Ende eures Sühneweges erreicht habt und zum Verheißenen Lande gelangt, wo alles Friede, Harmonie und vollkommenes Glück ist.
31 Zuweilen wird euer Kelch voll Honig sein, ein andermal voll Bitterkeit, aber Ich sage euch nochmals, dass derjenige, welcher betet, wacht und auf Mich vertraut, der Schwachheit nicht unterliegen wird, denn sein Herz wird voller Glauben sein und er wird niemals fähig sein, Mich zu verleugnen, denn seine Lippen werden auf Erden unbeirrbar Meine Wahrheit verkünden.
32 Leidvoll und weit ist der Weg, aber Meine Liebe wird den Durst eures Herzens stillen. Erinnert euch, dass Ich immer dann zu den Menschen gekommen bin, wenn Ich gesehen habe, dass sie nahe daran sind, vor Hunger oder Durst umzukommen.
33 Es spricht in diesem Augenblick Jener zu euch, der immer zu eurer Rettung gekommen ist: Christus, die Göttliche Verheißung, Mensch geworden in Jesus in der Zweiten Zeit, das zu Menschenwort gewordene Göttliche Wort; der Geist der Liebe, des Lichtes, der Weisheit, begrenzt in einem Strahl, welcher über das Gewissen den Geist und den Verstand des Menschen berührt, um ihn zu lehren, Meine Gedanken zu übermitteln.
34 Einige sagen Mir in ihren Herzen: "Herr, wie konntest Du in dieser Weise bis in unsere Herzen herniederkommen?" — Ach Meine Kinder! Habt ihr nicht zuweilen eine Mutter in ein schmutziges Stadtviertel gehen sehen, wo eines ihrer Kinder seufzt und sie anfleht, verkommen im Schmutz oder im Elend?
35 Nur diese Mütter könnten euch sagen, wie sie es fühlten, dass die Herzschläge des verirrten Kindes sie riefen und um ihre Gegenwart und mütterliche Liebe flehten im Vertrauen darauf, ihre Vergebung zu erlangen.
36 Und Ich, der Ich Jener bin, welcher der Inbegriff jeder Liebe ist, in welchem die Liebe aller Väter und aller Mütter ist, sollte unempfindlich bleiben können beim Rufe eures Geistes? Sollte Ich es unterlassen, zu dem Orte hinzueilen — wie immer dieser beschaffen sein mag — wo eines Meiner Kinder dem Verderben ausgeliefert ist und Mich ruft? Wie wenig wisst ihr doch von Mir, obwohl Ich euch Meine Liebe in so vielen und so unbegrenzten Formen kundgetan habe!
37 Erinnert ihr euch nicht, bei wie vielen Gelegenheiten Ich Meine Liebe zu erkennen gab — nicht nur bei denen, die an Mich glaubten, sondern auch bei jenem, der Mich verriet, und bei denen, die Mich verfolgten und richteten? Jetzt könntet ihr Mich fragen, was der Grund war, der Mich bewog, all jene Verhöhnungen zuzulassen. Doch Ich antworte euch: Es war notwendig, dass Ich ihnen völlige Freiheit der Gedanken und des Handelns ließ, damit es passende Gelegenheiten gab, Mich zu offenbaren, und damit alle die Barmherzigkeit und Liebe erfahren würden, die Ich die Welt lehrte.
38 Ich bewog das Herz des Judas nicht, Mich zu verraten; er war Werkzeug eines bösen Gedankens, als sein Herz von Finsternis erfüllt war. Doch angesichts der Untreue jenes Jüngers offenbarte Ich Meine Vergebung.
39 Es wäre nicht nötig gewesen, dass einer der Meinen Mich verriet, um euch jenes Beispiel von Demut zu geben. Der Meister hätte sie bei jeder beliebigen Gelegenheit bewiesen, die Ihm die Menschen geboten hätten. Jenem Jünger fiel es zu, das Werkzeug zu sein, durch das der Meister der Welt Seine Göttliche Demut zeigte, und auch wenn ihr dachtet, dass die Schwachheit jenes Menschen es war, die den Tod Jesu herbeiführte, so sage Ich euch, dass ihr im Irrtum seid, denn Ich kam, um Mich euch ganz hinzugeben, und wenn es nicht auf diese Art gewesen wäre, so könnt ihr sicher sein, dass es auf andere Weise geschehen wäre. Darum habt ihr kein Recht, jenen zu verfluchen oder zu richten, der euer Bruder ist, welchem in einem Augenblick der Verfinsterung die Liebe und die Treue fehlte, die er seinem Meister schuldete. Wenn ihr ihm die Schuld an Meinem Tode gebt — warum segnet ihr ihn nicht, da ihr wisst, dass Mein Blut für die Rettung aller Menschen vergossen wurde? Es wäre besser für euch, zu beten und zu bitten, dass niemand von euch in Versuchung fällt; denn die Heuchelei der Schriftgelehrten und Pharisäer existiert noch immer in dieser Welt.
40 Euch kommt es zu, zu beten und zu wachen, um immer Werkzeug des Lichtes zu sein und niemals der Finsternis zu dienen. Ich werde immer Gelegenheit haben, dieser ungläubigen und materialistischen Menschheit die Wahrheit all dessen vor Augen zu führen, was Ich ihr offenbart habe.
41 Ebenso wie früher lasse Ich dem Menschen heute die Freiheit seiner eigenen Willensentscheidung, damit er Gebrauch macht von der Gabe seines Willens und von sich aus zu Mir kommt.
42 Ich habe euch frei erschaffen — nicht für das Böse, sondern frei wie der Lauf des Wassers, wie das Wachsen der Pflanzen, wie der Gesang der Vögel.
43 Ich verlockte die Menschen seinerzeit nicht dazu, Mich zu rufen oder Mich zu suchen, noch leistete Ich Widerstand, wenn sie Mich zurückwiesen. Ich ließ zu, dass sie ihren Willen taten, um hernach über alles Geschaffene hinweg nach Meinem Willen zu tun. Damit will Ich euch sagen, dass Ich euch zu Mir kommen lassen werde, indem ihr Gebrauch von eurem Willen macht. Denn wenn man versucht, diese wunderbare Kraft, welche die Menschheit in Bewegung hält, in eine andere Richtung zu zwingen, erreicht man keine Vollkommenheit. Achtet also darauf, dass euer Wille der Meine ist, und ihr werdet zum Endziel des Weges gelangen, welches Mein Vaterherz ist.
44 Ich werde euch rufen, wie Ich es immer getan habe, ohne jemals müde zu werden, und Meine Stimme wird Tag für Tag liebevoll wiederholen: "Kommet zu Mir." Doch damit ihr Meinen
Ruf vernehmt, müsst ihr euer Herz reinigen, damit die unheilvollen Kräfte, die der Tugend, der Reinheit und dem Guten entgegengesetzt sind, in euch keine Verwandtschaft finden und, obschon sie euch versuchen, euch nicht zu Fall bringen.
45 Die Tore Meines Reiches stehen offen, durch sie strömen große Lichtfluten hinaus, deren Helligkeit bis zu dieser Welt gelangt auf der Suche nach Herzen, Verstandesorganen und Geistern, um sich auf ihnen niederzulassen.
46 Ich warne euch im voraus vor allem, denn Ich habe euch bereits gesagt, dass es Kampf geben wird und dass Meine Lehre auf vielerlei Arten bekämpft werden wird. Viele sind derer, die sich Mühe geben werden, sie von der Erde verschwinden zu lassen; doch bevor Meine Lehre verschwindet, müsste zuvor die letzte der Seelen verschwinden, das heißt der letzte Mensch auf dieser Welt.
47 Fürchtet euch nicht, falls sie euch Gotteslästerer nennen sollten, wenn ihr sagt, dass Der, welcher im Geiste zu euch sprach, Christus Selbst war. Auch als Jesus in der Zweiten Zeit sagte, dass Er der Sohn Gottes sei, empörten sich die Menschen. Ich werde ihre Ungläubigkeit vergeben und zulassen, dass sie Mich nennen, wie es ihnen am besten gefällt.
48 Viele werden verneinen, dass Ich zu euch durch den Mund sündiger Menschen gesprochen habe. Doch dann werde Ich ihnen sagen: Richtet euer Augenmerk nicht auf das Gefäß, bewertet den Inhalt, und dann werde Ich die Reinheit Meiner Unterweisung auf das Herz Meiner Leugner ausgießen. Sie werden Mich erkennen, denn Ich habe ein Kennzeichen, um Meine Schafe zu rufen, und diese erkennen die Stimme ihres Hirten.
49 Sie werden kommen und Mich auf die Probe stellen, weil sie euch beweisen wollen, dass ihr euch in einem Irrtum befindet. Wenn Ich ihnen Meinen Namen nicht nenne, werden sie sagen, dass Ich nicht
Ich bin, und wenn Ich ihre in schlechter Absicht gestellten Fragen beantworte, werden sie Mich mit noch größerem Eifer leugnen.
50 Dann werde Ich ihnen sagen: Wer das Reich des Lichtes betreten will, muss es mit dem Herzen suchen. Doch jener, der ohne Mich anzuerkennen leben möchte, wird seinem eigenen Geiste das göttliche Wissen vorenthalten haben und so bewirken, dass alles, was klare und lichtvolle Offenbarung ist, für ihn Geheimnis und Mysterium ist.
51 Ich gebe euch Meinen Frieden, nicht jenen, den die Welt verspricht, denn dieser ist nicht wahrhaftig, sondern nur der, den Ich euch fühlen lasse. Tragt Meinen Frieden mit euch, denn der Weg, den ihr betretet, ist mit Dornen besät, Ich weiß das. Die Menschheit segelt in einem Ozean des Leidens. Die Sünde ist entfesselt, und ihr habt nicht genügend Kräfte, um gegen all diese Nöte anzukämpfen. Darum bin Ich gekommen, um euch Kraft zu geben und euch aus diesem Chaos herauszubringen. Wann immer ihr den Weg verloren habt und Unruhe fühlt, fragt ihr euch in eurer tiefen Verwirrung, ob dies Mein Weg ist; doch Ich antworte euch, dass Ich euch immer den rechten Weg weise.
52 Irgendein ungläubiges Herz fragt Mich an diesem Tage: "Bist Du es, Meister, der zu uns spricht?" Und Ich antworte ihm: Ich bin es, im Geiste und in der Wahrheit, und zeige Mich euch in Demut innerhalb der Grenzen eures Begriffsvermögens, damit ihr Mich erkennt und euch durch dies Licht erleuchten lasst, auf dass es euch läutere und euer Herz zubereite, es wiederbelebe und ihm das Geistige Leben zeige, das es erwartet.
53 Ich öffne in dieser Zeit das Buch Meiner Unterweisung. Ich will, dass es vor euren Herzen aufgeschlagen bleibt und ihr euch unermüdlich seine Lehren einprägt. Ich gebe euch Anweisungen, denn nun ist die von Meiner Liebe angezeigte Stunde, in der Ich euch zu Besitzern der Weisheit machen werde, die euch zukommt.
54 Rein seid ihr aus Mir hervorgegangen, doch im Laufe der Zeit habt ihr eure Seele befleckt, und nach Läuterungen und Mühsalen kommt ihr zu Mir, und Ich gebe euch den Wert und die Gnade zurück, die ihr verloren habt. Ich kennzeichne euch mit einem Siegel aus Licht, damit ihr von euren Mitmenschen erkannt werdet. Ich habe euch Jünger genannt und will, dass ihr jenen der Zweiten Zeit nacheifert. Seid ihr nicht einverstanden damit, dass Ich euch erwählt habe? — Ihr sagt Mir im Stillen: "Dein Wille geschehe". Noch kann Ich euch nicht an Meine Stelle lassen, noch seid ihr nicht genügend zugerüstet, um zu lehren. Was könnte ein Stimmträger weitergeben, auch wenn er die Gabe des Wortes hat, wenn Mein Strahl ihn nicht erleuchten würde? Noch sind sie unbeholfen und nur dafür vorbereitet, Meine Inspiration zu empfangen und sie zu übermitteln; doch ihr Herz ist noch kein Born der Barmherzigkeit und Liebe, weil sie unerfahren sind. Wohl denen, die beim Hören Meines Wortes Glauben empfunden haben und die, ohne dass Ich ihnen große Beweise gewährt habe, Mir ihre Dankbarkeit darbringen.
55 Niemand ist zufällig gekommen, Ich habe euch hierhergebracht. Doch wenn ihr mit Mir gesprochen habt, seid ihr es Mir schuldig, Mich zu erkennen und Mich zu lieben. — Männer und Frauen, die ihr bis heute in prächtigen Wohnungen gelebt habt: Wollt ihr Mir nachfolgen? Wisst ihr nicht, dass ihr als Meine Auserwählten gekennzeichnet seid und es Mein Wille ist, dass ihr in Meinem Werke dient? Auch wenn ihr die Welt sehr geliebt habt, sollt ihr heute das Geistige Leben lieben, euren Geschwistern dienen und darauf eure Lebensfreude gründen. Doch wenn euch eure Verwandten und Freunde um dieser geistigen Erfüllung willen verkennen, so fühlt keinen Schmerz, seid stark und nehmt Mich zum Vorbild.
56 Als Ich in der Zweiten Zeit unter euch lebte, fand Ich Meine Kinder hochmütig geworden durch ihr Wissen und ihre Macht. Ich wollte Mein Wort in ihre Herzen gelangen lassen und fand bei ihnen Gleichgültigkeit gegenüber den Gaben des Geistes. Doch deshalb wandte Ich Mich nicht ab von ihrem Weg. Um ihnen zu helfen, ihre harten Herzen umzuwandeln, bereitete Ich Prüfungen vor, die sie erleuchten sollten.
57 Bei einer Gelegenheit kam einer jener Männer, die Mein Wort gehört hatten, ohne ihm Glauben zu schenken. Er kam voller Angst, und Verzweiflung spiegelte sich auf seinem Angesicht wider, weil er nicht die Mittel fand, um seiner Frau, die im Sterben lag, die Gesundheit zurückzugeben. Vom Schmerz besiegt wandte er sich an Mich, nachdem er vergeblich seine Wissenschaft zu Rate gezogen hatte, ohne ein Heilmittel für die Krankheit zu entdecken, welche im Begriffe war, das Leben seiner Gefährtin zu beenden, und sagte: "Bist Du Der, der heilt?" Und Ich antwortete ihm: "Was ist es, das dir am Herzen liegt, guter Mann?" Da sprach er und flehte um Genesung für seine Frau. Ich sagte ihm: "Vielleicht ist
Mein Wissen unnütz, und die Kraft, mit der Ich ausgestattet bin, ist unwirksam?" Doch Ich folgte seinen Schritten und gelangte zum Lager der Todkranken und berührte ihre Stirne. Der Gatte blickte ungläubig drein, während sie die Gesundheit zurückgewann. Die Frau erhob sich und war gesund, und in voller Erkenntnis weinte sie vor Freude, warf sich zu Boden und sprach zu Mir: "Meister, Du bist der Göttliche Arzt, unser Gott. Warum erkennen sie Dich nicht und folgen Dir nicht nach, obwohl Du solche Wunder tust?" "Warte, Frau", antwortete Ich ihr, "es ist notwendig, dass Ich von euch gehe, um verstanden zu werden; doch die, die Meine Wahrheit schon jetzt erkennen, sind Auserwählte."
58 Ebenso wird es in der Dritten Zeit sein. Viele, die Meine Kundgebungen und Wunder direkt miterlebt haben, haben nicht geglaubt. Doch die Zeit vergeht und die Ereignisse, die eintreten werden, werden sprechen und Zeugnis ablegen von all diesen Wundern, und selbst dann werden sie noch neue Beweise fordern. Andere sind Mir vom ersten Augenblick an nachgefolgt und sind bei Mir. Dies sind solche, die mehr für ihren Geist als für ihren Körper leben und die nicht gewartet haben, bis Ich zu sprechen aufhöre, um zu verstehen, Wer sie gelehrt hat.
59 Wenn ihr, Meine Jünger, euch mit ein wenig Glauben aufmacht und für die Menschheit wirkt, werdet ihr Wunder vollbringen, denn Ich werde euch dazu gebrauchen, jenen Beweise zu geben nach Meinem Willen, die diese erbitten.
60 Wenn die Zeit gekommen ist, werden keine Bücher in den Händen Meiner Auserwählten sein, denn ihr Glaube und ihre guten Werke werden sie zur Erfüllung ihrer Bestimmung führen.
61 Keiner, der Mir nachfolgen will, fürchte das Urteil seiner Geschwister. Viele Furchtsame sagen Mir: "Wie kann ich Dir nachfolgen? Wenn meine Eltern, meine Verwandten, meine Freunde erfahren, dass ich dies Wort höre, werden sie mich nicht mehr kennen, werden sie mich aus ihrer Mitte ausstoßen." Der Meister spricht zu diesen Herzen und sagt ihnen: Nicht alle, die bei Mir sind, sind in Frieden mit den Ihren; um Mir nachzufolgen, haben sie einen Leidensweg durchlebt. Doch Ich frage jene, die ihnen Qual bereiteten: Was an Bösem haben euch diese Geschöpfe angetan? Warum habt ihr sie zum Weinen gebracht?
62 Es kommt nun eine Zeit größerer Gerechtigkeit und Strenge. Ich will, dass ihr bis dahin Güte und Werke der Wahrhaftigkeit bei euren Nächsten ausgesät habt, damit ihr ihre Früchte erntet. Erwartet nicht, dass die Welt eure Werke der Barmherzigkeit bezahlt. Lasst Mich eure Liebe zu den Menschen mit Meinem Segen belohnen.
Mein Friede sei mit euch!

ZEIT


Worte von Jesus an Byron Searle
I Könige 21:25
(Also war niemand, der sich so gar verkauft hätte, übel zu tun vor dem HERRN, wie Ahab; denn sein Weib Isebel überredete ihn also.
Transkript
Mein Sohn, hol dir deinen Stift und schreibe diese Worte. So spricht der Herr: DIE ZEIT AN DER HAND IST HIER! Ich werde jetzt meine Armeen aufstellen, denn die Zeit des Krieges ist da! Schaut nicht nach Osten oder Westen, sondern die Pfeile kommen aus dem Norden! (USA) Ich habe Warnung über  Warnung verschickt! Ich habe viele Tränen über diese Nation geweint, als sie mir den Rücken zugekehrt hat! Ich komme, und ich schüttele die ganze Welt !!!
Mein Sohn, wie Ahab Isebel hatte, die ihm ins Ohr flüsterte, hat König Trump einen Isebel (eine enge spirituelle Beraterin), der in sein Ohr flüstert! Sie ist böse und ihre Gedanken sind im Status und sie führt den König in Gebeten, die nicht zu mir sind, sondern den König in eine bestimmte Richtung lenken. Diese böse Prophetin wird viele in die Hölle führen, weil sie von ihrer Schönheit und ihren Worten fasziniert sind. Sie ist dem König so nah wie Jezebel Ahab. Der König wird von ihren Worten verführt, die nur sein Ego und seinen Stolz nähren, den er liebt.
Mein Sohn, die Tage der Unentschlossenheit sind jetzt hier. Viele haben die Warnungen gehört und ihre Häuser vorbereitet, aber viele haben es  nicht. Diejenigen in der schlafenden Kirche werden überrascht sein, und viele werden umkommen und viele werden mich verleugnen!
Schaue !! Ich sage, schaue !! Denn der junge Prinz istnun auf der Bühne, UND ER WIRD ALLE TÄUSCHEN, SEINEM PLAN ZU FOLGEN !! BEREITET EUCH!! Denn das SAGT DER HERR, ICH BIN DABEI DAS ERSTE SIEGEL ZU BRECHEN, UND DIE GANZE WELT WIRD SICH AN EINEM TAG ÄNDERN !! Ich werde mir MIR DIE MEINEN SAMMELN UND DIE ERNTEZEIT BEGINNEN !!!
Mein Sohn, ich habe dir die Geheimnisse offenbart, die du mit meinem Überrest teilen kannst, denn sie sind die einzigen, die hören werden! Seid  bereit, meine starken Hände zu fühlen, die diejenigen schnappen, die ich während meiner großen Ernte verwenden werde!
DIE ZEIT IST JETZT!! Bleibt in meinem Wort! Lasst euch nicht von lügenden Geistern ablenken wenn sie sagen, es sei nicht die Zeit! Ich sage, ich bin die Zeit und ich komme !!! Sage den Leuten, dass sie bereuen sollen, bevor es zu spät ist! Die Menschen hören nicht, wenn sie ums Überleben kämpfen!
BEREUEN!!! BEREUEN!!! DENN JETZT IST DIE ZEIT !!! Ich liebe dich!
Amen.
Messias Jesus

BWL - Band IV - Unterweisung 89



Buch des Wahren Lebens - Lehren des Göttlichen Meisters -
Band IV - Unterweisung 83 - 110 
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Unterweisung 89:
 1 Ihr habt auf dem Rücken euer Kreuz getragen; die Probleme des Lebens sind wie eine Last auf eurer Seele gewesen, aber das geistige Kreuz, das es in eurer Bestimmung gibt, habt ihr noch nicht aufgenommen, um Mir zu folgen.
2 Die Stunde ist gekommen, in der die Menschen sich erheben, um immer mehr ihre geistige Passion zu durchleben und ihr Kreuz zu umarmen.
3 Jener Ausspruch, den Ich euch lehrte und den Ich mit Meinem Blut auf Golgatha besiegelte: "Liebet einander", wird letztendlich im Herzen der Menschheit erblühen.
4 Meine Liebe zu euch konnte es nicht erlauben, dass ihr verlorengeht, und deswegen gab Ich euch in Jesus ein Wort mit Ewigkeitswert, das euch zu jeder Zeit seinen Beistand leisten sollte, damit ihr das Heil erreicht. Das Göttliche Wort wurde Mensch, um euch zu retten. Wisst ihr etwa, ob nicht euer Geist in dieser Zeit inkarnierte, um seine Geschwister zu retten?
5 Jesus war "Das Wort" Gottes auf dieser Erde; alles an Ihm sprach — nicht nur Seine Worte, auch Seine Werke, Seine Blicke, Seine Gedanken. Das sagt euch euer Meister, weil ihr jenem Vorbild nacheifern könnt. Fähigkeiten hierfür fehlen euch nicht; es genügt, dass ihr liebt und dass euer Herz von gutem Willen erfüllt ist, damit diese in eurem Wesen schlummernden Fähigkeiten erwachen und sich äußern.
6 Nehmt euer Kreuz und folgt Mir in Demut. Vertraut darauf, dass während ihr jemandem Trost zusprecht, einem Herzen Frieden oder einem Geiste Licht bringt, Ich auf alles achten werde, was mit eurem materiellen Leben in Beziehung steht, und Ich werde nichts vernachlässigen.
7 Glaubet daran, dass wenn Ich zu eurem Geiste spreche, Ich auch einen Blick in euer Herz werfe, um in ihm seine Sorgen, seine Bedürfnisse und seine Wünsche zu entdecken.
8 Die neue Morgenröte erleuchtet die Menschen, ihr Licht wird in den Herzen der Menschen den Glauben entzünden.
9 Vielgeliebte Jünger, gewöhnt euch nicht an Mein Wort, damit euer Herz jedes Mal, wenn ihr es hört, das Gefühl hat, dass dieser göttliche Same in sein tiefstes Empfinden gefallen ist.
10 Ihr Seelen, die ihr das Licht sucht, kommet zu Mir und höret dies Wort. Ihr traurigen Herzen, lasst Meine Stimme euch die Hoffnung zurückbringen. Ihr von einem schweren Lebensweg gekrümmten Körper, sucht in Mir die Kraft und richtet euch wieder auf.
11 O Seelen, die ihr Mich hört, erlaubt nicht, dass die Probleme des irdischen Lebens ihre Spur in euch hinterlassen, und noch weniger, dass sie euch beugen. Sucht das Licht, das jede Prüfung beinhaltet, auf dass dieses euch hilft, stark und maßvoll zu werden.
12 Wenn die Seele es nicht schafft, sich den Körper untertan zu machen, wird dieser sie beugen und sie beherrschen; aus diesem Grunde werden die Seelen schwach und glauben, dass sie mit dem Fleische sterben.
13 Was Ich jetzt suche sind Geister, so wie Ich einstmals Herzen suchte, damit sie sich untereinander lieben sollten.
14 Heute komme Ich, um euch eine Liebe zu lehren, die jenseits des Menschlichen ist, eine Liebe, die alle Welten verbinden wird.
15 Mein Wort offenbart euch, dass eure Bestimmung sich nicht nur auf das irdische Leben beschränkt, sondern dass ihr eure Mission im Geistigen fortsetzen müsst.
16 Ich bilde ein Volk heran, das sich wie ein großes Heer erheben soll, das von den hundertvierundvierzigtausend durch Mein Licht Gekennzeichneten wie von Fackeln, die den Weg erhellen, angeführt wird.
17 Soldaten des Friedens werden dieses Volk bilden, Propheten und Seher werden das Kommende ankündigen; Ärzte ohne menschliche Wissenschaft werden die Kranken mit dem Balsam der Barmherzigkeit und der Liebe heilen; von Meinem Lichte inspirierte Ratgeber werden von göttlichen Unterweisungen sprechen, und ihre Spur auf der Welt wird von Wiederherstellung, von Erneuerung und von Geistigkeit zeugen.
18 Dieses Volk wird nicht nur aus Menschen bestehen; auch große Heere von Geistern des Lichtes werden ein Teil davon sein, deren unsichtbare Waffen jenen beistehen werden, die auf Erden kämpfen.
19 Wollt ihr ein Teil dieses Volkes sein? Höret Meine Stimme, betet, setzet euch hinweg über die Schwäche des Körpers und fangt damit an, Meine Lehrsätze unter euren Mitmenschen zur Anwendung zu bringen.
20 Wie könnten jene, die sich müde fühlen, Kräfte weitergeben? Wie könnten Kranke ihre Mitmenschen, die die Gesundheit verloren haben, heilen? Stärket und nähret euch bei Mir, damit ihr euer Kreuz mit Freuden tragt.
21 Geliebtes Volk, Ich breite Meinen Mantel der Liebe über alle Herzen aus.
22 Ich strahle derzeit Mein Licht von der Unendlichkeit her und bereite euch zu, damit ihr morgen Mein Wort zu verstehen vermögt; denn euer Glauben ist noch nicht echt. Wie oft habt ihr euch selbst gefragt, ob die Ausstrahlung Jesu in diese Welt und in diese Zeit Wirklichkeit ist. Ihr erweckt in eurem Inneren einen Kampf, in welchem — während der Geist euch sagt, dass Meine Offenbarung wirklich ist — das widerspenstige Fleisch mit seinem Herzen und seinem kleinen Gehirne zweifelt, schwanket und oftmals Meine Gegenwart in dieser Form verleugnet.
23 Fürchtet euch nicht, denn Ich segne euch sowohl wenn ihr glaubt und Mich liebt, als auch dann, wenn ihr an Mir zweifelt und euch vom Wege entfernt. Ich bevorzuge niemanden und zeichne auch niemanden aus, Ich komme nur, um der Menschheit das Licht zu geben, damit alle die Wahrheit haben.
24 Diese Botschaft, die Ich euch gesandt habe, als die Dritte Zeit angebrochen ist, wird euch Klarheit und Gewissheit über das bringen, was Meine göttliche Liebe birgt, und über das, was ihr von Meiner vollkommenen Gerechtigkeit zu erwarten habt.
25 Ich bin der Sämann des Lichtes und kenne die beste Zeit zum Säen und zum Ernten genau. Nachdem die Winde die Bäume geschüttelt und die Erde getrocknet haben, ist die Zeit zum Säen gekommen, und die heutige Zeit ist genau die Zeit, in der die Winde die Welt peitschen und die Bäume entblättern. Dies ist eine Zeit des Schmerzes, in der ihr anfangt, euren Leidenskelch zu trinken. Der Kampf zwischen Materie und Geist ist nah, die Schlacht des Guten gegen das Böse, des Lichtes gegen die Finsternis, der Wahrheit gegen die Lüge.
26 Geschrieben steht seit langer Zeit, dass wenn die Menschheit sich auf dem Höhepunkt der Verderbtheit befinden würde, wenn die Welt der Sünde verfallen wäre, euer Gott kommen würde, um euch Sein Licht zu geben.
27 Während die Menschen in dieser Zeit tötend triumphieren, werde Ich siegen, indem Ich ihnen das Leben gebe. Meine göttliche Aufgabe ist es, die Seelen zu retten, ihr habt noch nicht zu begreifen vermocht, was "Heiland der Welt" bedeutet.
28 Das Leben schlägt in euren Herzen, ohne dass ihr Mich dort fühlt, und trotzdem wundert ihr euch noch immer, dass Mein Geist Licht auf euren Verstand ausstrahlt. Was ist für euch daran seltsam, dass der Heiland auf der Suche nach den verirrten Seelen ist? Habt ihr euch etwa gewundert, wenn ein Hirte sich auf die Suche nach einem Schafe macht, das er verloren hat?
29 Schon vor eurer Erschaffung wusste Ich, dass ihr Mir nicht gehorchen würdet, und dass Ich euch durch die Liebe retten würde. Ich wusste, dass Ich Meine Göttliche Liebe in Jesus inkarnieren müsste, welchen die Menschen ein Kreuz zum Throne geben würden.
30 Ich war in Jesus, um euch die Kraft der Liebe zu lehren, welche keine Grenzen hat, und die Ich beständig in Worten, Heilungen, mit Meinem Blut und Meiner Vergebung verströmt habe. Diese Liebe erweckte Lazarus und vergab Magdalena. Dennoch denkt ihr, dass es unmöglich ist, dass Ich zur Welt zurückgekehrt bin, weil ihr Mir in ihr den Tod gegeben habt. Doch Ich bin zum Schoß des Vaters zurückgekehrt und ihr habt nicht begriffen, dass ihr Mich nicht mehr als Mensch fühlen und euch vorstellen sollt, sondern nur als Liebe.
31 Es ist zwar richtig, dass die Göttliche Liebe in jener Zeit durch ganz reine Lippen sprach, wie es die Lippen von Jesus waren, und dass sie sich jetzt durch die Lippen von Sündern offenbart, durch die Ich euch Mein Wort verkünde, um euch Meine Lehre zu übermitteln. Doch Ich muss euch auch sagen, dass der Wesensgehalt in beiden Fällen derselbe ist, und dass sich Meine Liebe in dieser Zeit in vollkommenerer Form offenbart, da Ich euch selbst zu Meinen Sprachrohren mache, womit Ich euch einen Beweis dafür gebe, dass eure Makel Mich nicht dazu bringen können, euch zu verachten.
32 Während einige behaupten, dass die Menschen, durch die Ich Mich kundtue, Gotteslästerer sind, sage Ich euch: Sie sind Lerchen, die mit ihrem Gesang das Kommen eines neuen Tages verkünden.
33 Schon in vielen Lektionen habe Ich euch über Meine geistige Ausstrahlung auf die Menschen aufgeklärt, und trotzdem dauert noch euer Zweifel an. Ihr hättet gerne, dass Ich euch materielle Beweise gebe wie jene, die Ich euch in der Zweiten Zeit gab, welche von kleingläubigen Menschen gefordert wurden, damit sie an Mich glauben könnten.
34 Wenn die Sonne auf die ganze Natur und auf alle Wesen Lebenslicht ausstrahlt, und wenn auch die Sterne Licht auf die Erde ausstrahlen, — warum sollte dann nicht der Göttliche Geist Licht auf den Geist des Menschen ausstrahlen?
35 Jetzt sage Ich euch: Menschen, geht in euch, lasst das Licht der Gerechtigkeit, das seinen Ursprung in der Liebe hat, sich auf der Welt verbreiten. Lasst euch durch Meine Wahrheit davon überzeugen, dass ihr ohne wirkliche Liebe das Heil eurer Seelen nicht erlangen werdet.
36 Ihr wisst, wozu Ich aufs neue gekommen bin. Haltet euch also an Meine Lehre, die euch an den rechten Weg erinnert. Bis die Welt die wirkliche Geistigkeit erreicht hat, werde Ich nicht aufhören, Mich den Menschen zu nähern und dabei alle materiellen und menschlichen Mittel zu nutzen, um Mich mit ihnen zu verständigen. Ich erwarte eure Inspiration und eure Aufwärtsentwicklung, sowie eure Ankunft in der Ewigkeit.
37 Ihr könnt den geistigen Aufstieg schon hier in dieser Welt erreichen, welche euch so feindlich erscheint und die in Wirklichkeit ein geeigneter und günstiger Ort ist, für den, der es versteht, von der Tugend und der Liebe Gebrauch zu machen.
38 Es gibt viele Seelen, die leiden, viele Mütter, die weinen, und viele gramvolle Herzen. Die Welt ist voll von Blut, Krankheit und Trauer. Helft der Menschheit, veredelt eure Gefühle, übt mehr Barmherzigkeit. Streckt eure Hand aus, um euren Nächsten zu helfen, als ob sie eure Kinder wären, hört sie an, als ob sie eure Geschwister wären, dann werdet ihr der Welt Liebe geben, und im Tiefsten eures Herzens werdet ihr den Widerschein der Liebe eures Vaters fühlen, als eine Liebkosung, die über euch kommt, um euch zu ermutigen, den Kampf fortzuführen.
39 Schritt um Schritt, Augenblick für Augenblick nähert sich die dafür bestimmte Zeit, in der Ich komme, um in Meinem Heiligtum zu wohnen, welches bisher im Herzen der Menschen verschlossen war.
40 Wer denkt, dass er, um sich Mir zu nähern, sein Leben nur dem Geben widmen muss, ohne zu erwarten, etwas dafür zu bekommen, oder dass er sich ohne eine unmittelbare Belohnung opfern muss, ist im Irrtum; denn weil ihr so seid, wie ihr seid — unvollkommen und sündig — wird jener, der euch aufsucht, um euch um etwas zu bitten, derjenige sein, der euch einen Gefallen tut. Denn dadurch, dass er euch braucht, gibt er euch die Möglichkeit, dem Vater auf dem Wege der Barmherzigkeit näherzukommen.
41 Geht also, Jünger, hinaus in die Welt, um euren Mitmenschen zu sagen, dass sie Mich in dieser Zeit — falls sie etwa auf Meine Ankunft warten — nicht als Mensch sehen werden. Falls sie auf Erden die Ankunft des Meisters erwarten, um wie in der Zweiten Zeit Blinde, Gelähmte, Unheilbare und Besessene zu Ihm zu bringen, werden sie Mich nicht als Mensch sehen, denn Meine Gegenwart unter den Menschen ist rein geistig. Trotzdem können sie Mir ihre Kranken anbefehlen, ihre Sorgen und Leiden erzählen, denn Ich bin all Meinen Kindern nah und gegenwärtig.
42 Dies Licht, dies Wort, durch welches Ich euch in dieser Zeit Meine Lehre gegeben habe, wird euch die geistige und einfache Art und Weise zeigen, in der ihr euch untereinander heilen, trösten und auf dem Lebensweg helfen könnt. Dies wird dann sein, wenn die Kranken ihre Heilung durch die Liebe untereinander erreichen.
43 Ja, Menschheit, du hast das Feuer der Leidenschaften entfacht, und danach habt ihr zum Himmel geschrien, um zu bitten, dass er euch nicht bestraft, ohne dass ihr infolge eurer Blindheit verstehen konntet, dass der Vater euch nicht bestraft. Ihr seid es, die es nicht verstanden haben, den Weg zu finden, um das Feuer eures Hasses und eurer Kriege mit dem kristallklaren Wasser der Wiedergutmachung und der Tugend zu löschen. Denn ihr habt diese Tugend nicht in euch gehabt, und ihr müsst nun das Feuer mit euren Tränen und sogar mit Blut zu löschen beginnen.
44 Ich bin Derjenige, der es vermeiden wollte, dass ihr weint, dass ihr Schmerz fühlt. Ich bin Derjenige, der will, dass ihr euch erhebt und über euch selbst siegt.
45 Machet aus der Demut einen von euren besten Verbündeten, um den geistigen Aufstieg zu erreichen. Denn die Pforten des Himmels, welcher das Reich des Geistes ist, sind für den Hochmütigen
völlig verschlossen. Er hat sie nie durchschritten, noch wird ihm dies je gelingen, aber wenn er demütig wird, werde Ich der erste sein, der ihn lobt, und es wird Meine Barmherzigkeit sein, die ihm die Tür zur Ewigkeit öffnet.
46 Indem Ich in dieser Weise durch Verstandesorgane zu euch spreche, welche unfähig sind, sich selbst zu inspirieren, gebe Ich euch den besten Beweis für Meine Gegenwart und für die Wahrheit Meiner Einstrahlung. Warum verlangt ihr dann von Mir in unlauterer Absicht Beweise? Seht, gerade sagte Ich euch, dass nur die Demütigen in Mein Reich eingehen werden. Seid demütig, dann werdet ihr die Liebe und die Barmherzigkeit verstehen, welche Mein Wort in sich birgt.
47 Fordert Mich nicht heraus, denn dann werde Ich euch fragen, welches Recht ihr hattet, wenn Ich euch jemandem die Barmherzigkeit verweigern sah, der euch darum gebeten hatte.
48 Lasst Mein Wort in euren Herzen blühen; ihr wisst noch nicht, wie viele von euch Meine Sämänner werden. Setzt euch über die Furcht hinweg, die ihr vor den Vorurteilen der Menschen fühlt, denn diejenigen, die solche Furcht empfinden sollten, werden Mir nicht dienen, um diesen Samen in die Herzen ihrer Brüder zu säen. Die Furcht ist nur eine Schwäche der materiellen Natur, das Vertrauen und der Glaube hingegen sind Eigenschaften des Geistes.
49 Bedenkt, dass ihr sehr kalt gegenüber der Liebe Christi wart, eures Meisters und Herrn, doch Ich frage euch: Was ist der Grund für diese Gefühlskälte gewesen?
50 Ich habe euch in der Zweiten Zeit gesagt: "Die Füchse haben Höhlen, die Vögel ihre Nester, doch der Sohn Gottes hat keine Stätte, wo er sein Haupt niederlegen kann"; und heute, da Ich an die Türen eurer Herzen klopfe, wollt ihr Mir nicht aufmachen. Aber Ich werde aus euch allen Meine Jünger machen, denn Meine Liebe wird nie besiegt werden.
51 Dieser Planet, der vom Vater als ein Abbild des Geistigen Lebens bereitet wurde, damit die Menschenwesen inmitten seiner Wunder ihren Schöpfer verehrend und verherrlichend lebten, wurde später von den Menschen in ein Tal der Tränen und des Blutes verwandelt. Seitdem ist diese Welt für jene Wesen, die durch eine Feuerprobe aus Prüfungen und Läuterungen gehen mussten, ein Tal der Sühne geblieben. Und dennoch — wie viele Menschen sehen noch in dieser Erde das Himmelreich und die Ewigkeit!
52 Hier hat die menschliche Eitelkeit ihre Paläste und ihre Throne errichtet, hier hat sich der Mensch zum König gekrönt und sich in seiner Blindheit für Gott haltend anbeten lassen. Ich habe seine Wünsche nicht vereitelt, noch habe Ich ihn jemals der Gabe der Willensfreiheit beraubt. Ich wollte, dass er von sich selbst aus das Licht der Wahrheit entdeckt und die Essenz des Lebens erkennt.
53 Meine Macht hat niemals eine Welt, eine Heimstatt oder einen Ort der Sühne geschaffen, um die Kinder, die sich versündigen, zu bestrafen. Wenn die Erde ein Schmelztiegel des Schmerzes und der Bitterkeit ist, ist das ein Werk der Menschen gewesen.
54 Ich sage euch erneut, dass diese Welt mit ihrem Frieden, ihren Wundern und ihren Offenbarungen im Anbeginn eine Ähnlichkeit mit dem Geistigen Reiche bewahrte.
55 Wisst ihr, was Ich euch sagen wollte, wenn Ich zu euch von Wiedergutmachung sprach?: Der Seele und dieser Welt ihre Reinheit zurückgeben, damit sie für Meine Kinder das ist, was Ich von Ewigkeit her für euch bestimmt habe: Eine Welt der Brüderlichkeit zwischen den Menschen, wo man einen Kult der Harmonie mit allem Geschaffenen und eine geistige Verehrung für den Herrn ausübt.
56 Bin Ich nun euer Richter oder nicht? Ja, Menschheit, Mein Urteil ist mit euch unerbittlich und streng, aber es ist aus der Liebe Dessen geboren, welcher der Urheber des Lebens ist. Ich hätte all jene vernichten können, die Meine Gesetze entweiht, gegen sie gesündigt oder ihnen nicht gehorcht haben; aber welchen Wert hätte es, euch durch den Tod zu besiegen? Hat die Wahrheit und die Liebe etwa keine Kraft?
57 Ich will keine Toten, Ich will nicht ewig die Klagen jener hören, die wegen einer Sühne weinen.
58 In den Anwesenden empfange Ich die Abwesenden; morgen, wenn dies Wort nicht mehr zu hören ist, wird es durch die Lippen Meiner Zeugen jenen mitgeteilt werden, die es nicht hörten. Liebt euch, Jünger, auf dass euer Herz wie ein Rettungsboot für eure Brüder sei.
59 Die Gute Botschaft dieser Zeit wird zu jedem Herzen und in jeden Winkel der Erde gelangen. Die Botschaft, die Ich euch in der Zweiten Zeit durch Jesus gab, ist bereits zum Wissensgut der Menschheit
geworden. Auf jenen gesegneten Samen wird der fruchtbar machende Regen des Spiritualismus niedergehen, um die Botschaft vergangener Zeiten zu erhellen und zu erklären.
60 Sucht nicht nur diejenigen auf, die glücklich leben, die wenig von Sünde oder Schmerz wissen; kommt zum Aussätzigen, zum Totschläger, zum Gotteslästerer und zu dem, der in seinem Leben in Verwirrung geraten ist. Schreckt nicht vor dem Elend zurück, das jenes Wesens euch äußerlich darbietet, denkt sogleich daran, dass in jenem Menschen ein Geist wohnt, dass in jenem Wesen ein Kind des Herrn wohnt, eines eurer Geschwister, mit euch verbunden durch ewige und göttliche Bande. Haltet Mein Wort immer in euch lebendig, damit ihr den Schmerz nicht an euch vorbeigehen lasst, ohne ihn zu fühlen oder zu mildern.
61 Wer den Schmerz seines Nächsten fühlt, wer die Prüfungen seines Bruders innerlich mitlebt, dem wird gewährt werden, dass durch sein Gebet und durch seine Worte die schwere Sühne aufgehoben wird, die auf jenen liegt, für die er sich verwendet oder mit denen er leidet.
62 Sorget dafür, dass die Notleidenden euch nicht unvorbereitet antreffen, wenn sie an eure Tür klopfen, denn dann wird euer Geist kein Zeugnis ablegen können von Dem, der ihn zur Erde sandte, um diese so schwere Mission zu erfüllen.
63 Euer Geist muss eine neue Menschheit schaffen, und dazu muss er gegen das Böse, das die Welt umfangen hält, kämpfen. Wachet für die Kinder, stärkt das Gute in der Jugend, denn die neuen Generationen werden diejenigen sein, die eure hochherzigen Werke fortsetzen sollen.
64 Glaubt ihr, dass Mein Blick die Abgründe nicht entdeckt, in die jene stürzen, die zu leben beginnen, und die Gefahren, die jenen auflauern, die keine Waffen haben, um sich zu verteidigen?
65 Volk, gewöhne dich nicht länger an die Verderbtheit, bekämpfe sie, ohne mit Reinheit zu prahlen, empört euch auch nicht über die Verfehlungen eurer Mitmenschen. Seid taktvoll, treffsicher und wohlwollend beim Sprechen und in eurem Handeln, so wird die Welt auf euch hören und wird auch euren lehrenden Worten Aufmerksamkeit schenken. Ist es nötig, dass Ich euch noch einmal sage, dass bevor ihr diese Lehre weitergebt, ihr sie leben müsst?
66 Studiert Mein Wort, Jünger, damit ihr seinen Wesensgehalt entdeckt. Ich mache euch zu ersten Hütern dieser Offenbarung, die ihr morgen der Welt bekannt machen sollt.
67 Dem Anschein nach enthält diese Offenbarung nichts Großartiges, aber ihr werdet in der Zukunft noch erleben, welche Bedeutung sie unter der Menschheit haben wird.
68 Unter diesem Volk gibt es Jünger aller Art; einige ahnen die Größe dieses Werks und fühlen bereits die Erschütterung, die sein Erscheinen in der Welt verursachen wird; andere geben sich damit zufrieden, zu glauben, dass dies ein guter Weg ist, und es gibt auch solche, die die Größe dieser Lehre nicht entdecken können und die an ihrem Sieg und ihrem Einzug in die Herzen der Menschen zweifeln. Ich sage euch, es ist ein Juwel, das Ich euch anvertraut habe, dessen göttliche Lichtstrahlen ihr nicht erkennen wolltet, weil ihr Meine Unterweisung nicht ergründet habt.
69 Vergesst nicht, dass auch zu Seiner Zeit am Worte Christi gezweifelt wurde, denn die Menschen beurteilten Jesus aufgrund Seiner Herkunft und Seiner Kleidung, und als sie erfuhren, dass Er der Sohn eines Zimmermanns aus Nazareth und einer armen Frau war — der sich später in Begleitung von armen galiläischen Fischern aufmachen sollte, um eine Lehre zu predigen, die ihnen seltsam erschien — da konnten sie nicht glauben, dass jener Wanderprediger, der von Dorf zu Dorf zog und die Dürftigkeit seiner Kleidung darbot, der König sei, welchen der Herr dem Volk Israel versprochen hatte.
70 Ich gebe euch diese Hinweise, weil die Menschen den äußerlichen Glanz suchen, der die Sinne blendet, um an die Größe dessen glauben zu können, was nur mit dem Geiste gesehen und gefühlt werden soll.
71 Ich musste Mein Blut vergießen, Mein Leben geben und auferstehen, damit die Menschen die Augen öffneten. Welchen Kelch soll Mein Geist jetzt trinken, damit ihr an Mich glaubt? Menschheit: Was würde Ich nicht tun, um euch gerettet zu sehen?
72 Es bleibt noch eine kurze Zeitspanne, um zu euch zu sprechen. Ich weiß, dass diejenigen, die Meine Kundgebung noch nicht zur Kenntnis genommen haben, später zum Verständnis derselben gelangen werden, um dann ihre Mission mit felsenfestem Glauben zu umarmen.
73 Ich komme mit Geduld gewappnet; Ich bin Lehrer für den, der um Meiner Lehre willen herbeikommt; Ich bin Arzt für den, der nur die Gesundheit in Mir sucht; Ich bin ein nachsichtiger Richter für den, der viel gesündigt hat und danach mit demütig gebeugtem Haupte vor Mein Angesicht tritt, um Meine Vergebung zu erbitten. Morgen, wenn sie ihr Verlangen erfüllt sehen, werden gerade ihre Lippen sprechen, um die Unwissenden zu lehren. Sie werden zum Göttlichen Arzt kommen, aber nur, um Balsam und Trost für die Leiden ihrer Nächsten zu erbitten, und sie werden sich auch an Meine Gerechtigkeit wenden, um für jenen einzutreten, der sie beleidigt hat.
74 Ich habe euch gesagt, dass ihr, um Meister zu werden, erst Lehrlinge und Jünger sein müsst.
75 Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallet.
Mein Friede sei mit euch!

Welt Verschiebung

Welt Verschiebung
Worte von Jesus an Glynda  Lomax vom 26.2.2019
Meine Kinder, eine Weltverschiebung kommt bald in eure Welt. (Ich weiß nicht, was das bedeutet, aber ich habe buchstäblich Planeten gesehen, als er dies sagte.) Dies wird massive Veränderungen bewirken - anders als alles, was die Menschheit seit der Erschaffung Ihrer Welt gesehen hat.
Es gibt keine Vorbereitung, die ihr für diese Änderung vorbereiten könnt. Die einzige Hilfe wird darin bestehen, Mich innig zu kennen, damit ihr nach dem fragt, was ihr braucht, und dann werde ich es liefern. Wenn ihr mir jetzt gehorcht und mit mir geht, werde ich für euch sorgen.
Betet, meine Kinder. Betet um Schutz vor allem, was für eure Angehörigen und euch selbst böse ist. Betet um Meine Barmherzigkeit für alle, die noch verloren sind, denn das Ende für sie kommt bald. Das Ende für die ganze Erde kommt bald.
Genesis  1:1-5
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.  2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. 3  Und Gott sprach: Es werde Licht! und es ward Licht. 4  Und Gott sah, daß das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis.  5  und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.

Jesus erklärt… Die Erdgeschichte
DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM Band 8, aus den Kapiteln 69 bis 75
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber
Wann wird die Wissenschaft endlich den Herrn als Schöpfer erkennen?
Kapitel 69 – Der Römer Markus frägt nach der Erdgeschichte
Der Herr spricht:
69,1. Da wir aber nun ganz in aller Ruhe wohlgemut beisammensassen, da sagte der Römer Markus, den wir schon als einen tiefen Denker haben kennengelernt, zu Mir: „Herr und Meister, erlaubst Du es mir, weil wir gerade Musse haben, an Dich noch eine Frage zu stellen? Es drückt mich noch etwas, und ich möchte darüber eine noch nähere Aufklärung haben, als Du sie uns auf dem Ölberge hast zukommen lassen.“
69,2. Sagte Ich: „Rede und frage du nur immer zu, denn in dir wohnt eine helle Seele! Ich weiss zwar wohl, was du noch hast, aber Ich habe der andern wegen gern, dass eben du redest und fragst, auf dass auch sie wissen, um was es sich handelt; denn es ist das stets ein grosser Fehler bei den Menschen, dass nur wenige in sich merken, was und wo es ihnen fehlt. Denn würden die Menschen das merken und fühlen, so würden sie auch mit grossem Fleiss und Eifer das Abgängige suchen und zu finden trachten und würden auch vieles finden. Weil sie aber träge sind und nicht wissen und fühlen, was ihnen noch mangelt, so suchen sie das Mangelnde auch nicht und finden es auch nicht. Wer aber sucht, der findet, und wer da bittet, dem wird gegeben, und wer da anklopft, dem wird aufgetan! Und so sage du nun nur, über was du noch ein helleres Licht haben möchtest, als es euch auf dem Ölberge gegeben worden ist!“
69,3. Sagte nun unser Römer Markus: „Siehe, Herr und Meister, Du Selbst hast es laut gesagt, dass der Mensch Gott nicht völlig über alles lieben könne, der Ihn nicht, soweit es ihm nur immer möglich ist, zu erkennen trachtet; und da habe ich nun nach längerem Nachdenken gefunden, dass mir noch gar manches mangelt!
69,4. Siehe, ich habe in Illyrien und auch in unseren weiten Länderstrichen mehrere Bergwerke und gewinne da allerlei Metalle, wie Gold, Silber, Blei und eine grosse Menge Eisen, das wir gar wohl gebrauchen können!
69,5. Aber beim Baue in den Bergen habe ich schon so Seltsames und Denkwürdiges aufgefunden, und das sehr tief unter dem gewöhnlichen Erdboden. Es waren das Knochen und Gerippe von einst auf der Erde lebenden riesenhaft grossen Tieren. Wann haben diese die Erde bewohnt, und wie konnten sie so tief unter – sage – sogar hohe Berge geraten? Also fand man in Ägypten und auch in Hispania sogar Knochen und Gerippe, die mit denen eines Menschen eine grosse Ähnlichkeit hatten; nur waren sie auch wenigstens ums Vier- bis Fünffache grösser und stärker als die eines jetzigen Menschen. Also fand ich noch gar manche Seltenheiten, deren ich hier näher zu gedenken nicht für nötig finde.
69,6. Du hast uns auf dem Berge wohl ganz kurz eine Erwähnung davon gemacht, dass es vor Adam auf der Erde schon gar lange eine Art Menschen gegeben habe, die aber noch wenig freien Willen hatten, sondern sich mehr den Tieren ähnlich instinktmässig bewegten und auch nach dem Instinkte handelten. Erst vor etwa viertausend Jahren erscheint nach der Juden Schrift der erste Mensch Adam mit einem vollends freien Willen und mit einem auch ebenso freien Verstande und gibt selbst aus sich seinen Nachkommen weise Gesetze und Anordnungen.
69,7. Hier wage ich eine grosse Frage zu stellen, und diese besteht darin: War diese Erde zur Zeit Adams hie und da noch von den Vormenschen bewohnt, und hat sich dieses Geschlecht vielleicht auch irgendwo an gewissen Punkten der Erde bis auf unsere Zeiten erhalten, und wird es sich vielleicht auch noch länger forterhalten? Und wie kamen die Knochenüberreste der Vorwelttiere sogar unter die Grundfesten der Berge und ebenso auch die riesigen Überreste der Präadamiten?
69,8. Herr, darüber gib mir noch einen näheren Aufschluss; denn was wir forschenden Römer bis jetzt schon aufgefunden haben, das und sicher noch ein mehreres werden unsere Nachkommen finden.
69,9. Die uns bekannten Bücher Mosis geben uns über die Bestandsverhältnisse der Erde vor Adam gar keinen Aufschluss. Moses beginnt gleich mit der höchst mystischen Schöpfungsgeschichte, die aber mit dem, was wir nun auf der Erde finden, in gar keinem Zusammenhang steht, – ja, nur die höchsten Widersprüche aufstellt.
69,10. Wenn Du uns über das nun kein höheres Licht zukommen lässt, so wird das besonders bei den späteren Nachkommen grosse Wirrnisse erzeugen, und Deine Lehre wird grossen Spaltungen unterworfen werden. Denn Deine Lehre ruht auf der mosaischen; ist aber jene in irgend etwas dunkel, so kann Dein Licht nicht zur vollen Helle auf der Erde kommen. Darum gib Du uns auch da noch einen helleren Aufschluss; wir bitten Dich darum!“
Kapitel 70 – Vom naturwissenschaftlichen Inhalt des 6. und 7. Buches Mosis. Das Alter der Erde
70,1. Sagte Ich: „Höre, du Mein Mir sehr liebgewordener Markus! Gar vieles habe Ich euch schon gesagt und gezeigt und werde euch auch noch das sagen und zeigen; aber alles das euch nun Gesagte und Gezeigte wird nicht viel über eure nächsten Nachkommen hinauskommen, weil die Weltmenschen das nicht fassen, nicht begreifen und somit auch nicht glauben werden. Du hast wohl einen ganz guten Grund aufgestellt, demzufolge eine von dir beanspruchte Erklärung über die Dinge und Bestandsverhältnisse dieser Erde zur wahren Festigung des Glaubens der Menschen an Meine Lehre besonders als notwendig erscheint. Doch habe Ich es euch aber auch gesagt, dass über alles in Meiner Schöpfung Vorkommende einem jeden, der im Geiste wiedergeboren wird, eben der Geist es offenbaren wird. Wem es aber der Geist offenbaren wird, der wird es dann auch im wahren Lichte lebendig begreifen, wie sich alle die dir nun noch so unbegreiflich scheinenden Dinge verhalten.
70,2. Was Ich euch aber nun mündlich darüber sagen werde, das werdet ihr Mir wohl glauben, weil Ich es euch sage; aber in der Tiefe begreifen werdet ihr es auch nicht, und noch weniger werdet ihr imstande sein, den andern nun im Geiste noch völlig blinden Menschen einen rechten Begriff davon beizubringen. Und so werden die Menschen noch lange zu warten haben, bis für sie alle die sogenannten grossen Fragen werden beantwortet werden können, auf eine solche Weise, dass sie ihnen verständlich werden.
70,3. Siehe, auch die Juden sind als einst das erleuchtetste Volk der Erde, abgesehen, dass ihnen Moses selbst alles erklärt hatte durch den Mund seines Bruders Aaron in zwei nachgetragenen Büchern, nun dahin gekommen, dass sie von allen dergleichen urweltlichen Dingen rein nichts mehr wissen und verstehen. Alles, was sie irgend von solchen Urüberresten finden, bezeichnen sie als eine Wirkung der von ihnen nicht mehr verstandenen noachischen Sündflut. Lehre sie etwas anderes, so werden sie dich als einen Ketzer verdammen!
70,4. Ihr Heiden habt in eurer Götterlehre die mythische Kunde gleich von zwei grossen Erdüberflutungen und schreibt ihnen zunächst den ursächlichen Grund der Erscheinungen zu, und das Volk hängt fest daran. Saget ihm nun die Wahrheit, so wird es euch verlachen und, wenn es gut geht, dazu sagen: ,Ei, wer kann das wissen? Das wissen nur die Götter!‘ Was könnet ihr ihm dann entgegnen? Sieh, darum werden die Menschen in dieser Hinsicht erst dann die Wahrheiten zu fassen imstande sein, wenn sie erstens in allerlei Wissenschaften werden bewandert sein, und zweitens, so es ihnen ihr geweckter Geist offenbaren wird!
70,5. Euch aber will Ich nun gleichwohl einige Winke geben, wie sich die Sachen etwa verhalten, obschon Ich es nur zu klar einsehe, dass ihr das alles mit eurem gegenwärtigen Verstande nicht fassen werdet, weil fürs erste euch dazu der Begriff von überaus grossen Zahlen mangelt, und weil ihr fürs zweite von den Sternen und ihren Grössen, Entfernungen und Bewegungen nun nur das wisset und glaubet, was Ich euch darüber gesagt habe; aber es ist alles das so lange auch bei euch nur ein äusseres Wissen, bis es sich in eurem Geiste als eine selbständige und selbstgeschaffene lichtvolle Wahrheit gestalten wird.
70,6. Dass diese Erde ein derartig hohes Alter hat, dass ihr die Zahl ihrer Bestandjahre gar nicht fassen könntet, wenn Ich sie euch auch darstellen würde, das habe Ich euch schon auf dem Ölberge gezeigt. Kurz aber und gut, die Erde besteht als ein Weltkörper für eure Begriffe schon nahezu unendlich lange und hat viele Veränderungen auf ihrer Oberfläche zu erleiden gehabt, bis sie zu ihrer gegenwärtigen Gestalt gediehen ist. Feuer, Wasser, Erdbeben und andere grosse Stürme, besonders in ihren Urzeiten, waren die Handlanger, die aus ihr nach Meinem Willen das gemacht haben, was sie nun ist. Und damit sie fortbesteht und zur zeitweiligen Ernährung von noch viel mehr Menschen und anderen Kreaturen noch fähiger wird, so müssen Feuer, Fluten, Erdbeben und kleine und grosse Stürme noch in ihr, auf ihr und über ihr nach rechtem Bedarf tätig sein.“
Kapitel 71 – Die ersten beiden Erdbildungsperioden
71,1. (Der Herr:) „Als die Erde in ihren Urzeiten nur so weit gediehen war, dass sich über ihren Gewässern nur einige grössere und kleinere Inseln erhoben, die mit dem Meeresschlamme überdeckt waren, da legte Ich auch bald aus Meiner Weisheit und aus Meinem Willen allerlei Pflanzensamen in den fruchtbaren Schlamm. Und siehe, da wurden solche Inseln denn auch bald bepflanzt, und zwar zuerst mit allerlei seltenen Gräsern, Kräutern und kleinen und später auch überaus grossen Bäumen!
71,2. Als solche Inseln also bewachsen waren, da legte Ich dann auch Eier oder Samen zur Bildung einer für jenen Erdzustand tauglichen Tierwelt, die zuerst nur in allerlei kleinen und dann grösseren Würmern bestand und im Verfolge aus Insekten und endlich, als der trockener gewordene Boden schon des Futters in grosser Fülle hatte, auch aus riesig grossen Tieren, deren Aufgabe es war, sich mit den noch sehr rohen Kräutern und Baumästen zu nähren und mit ihrem Kote den Boden mehr und mehr zu düngen, und endlich auch mit ihren umgestandenen (verendeten) riesig grossen Leibern, von deren Knochen ihr auch noch in den tiefen Höhlen und Schächten der Erde Überreste finden möget.
71,3. Aus der Verwesung solcher Tiere entwickelten sich nach Meinem Willen auch wieder eine Menge neuer Tiere in der Gestalt von kleineren und grösseren Würmern und aus ihnen allerlei Insekten.
71,4. Nennen wir nun das einen Erdbildungsabschnitt. Es versteht sich aber schon von selbst, dass der Erdkörper vordem schon beinahe zahllose Male allerlei Vorveränderungen unterworfen werden musste, weil dieser Zustand ohne jene Vorgänge nie hätte stattfinden können. Allein alle solche Vorgänge gehen euch ebensowenig etwas an wie jene zum Beispiel eines ins Erdreich gelegten Weizenkornes bis dahin, wo endlich aus dem Keime eine vollreife und sehr gesegnete Frucht zum sicher sehr brauchbaren Vorschein kommt. Kurz, Ich habe euch nun die Erde in ihrer ersten Befruchtungsblüte gezeigt, wo in ihrem Oberboden allerlei Samen für Kräuter und Bäume gelegt worden sind und Eier für allerlei Getier, für was alles schon lange zuvor im Wasser der Grund gelegt worden ist; denn gewisse und sehr verschiedenartige Wasserpflanzen und -tiere sind offenbar in allem um sehr vieles älter als die Tiere der festen Erde und die Tiere der Luft.
71,5. Ihr habt nun einen ersten Abschnitt der ersten Fruchtbodenbildung der Erde in Meinen Worten angeschaut und habt dabei euch selbst denken müssen, dass auf diesem Urfruchtboden für ein besseres Getier, geschweige erst für einen Menschen, ein Sein nicht stattfinden konnte. Aber es war dieser sauere Zustand dennoch notwendig, da ohne ihn kein zweiter und vollendeterer hätte folgen können, so wenig, als ohne die vorgängige Magersauerknospe je auf einem Baume eine reifere und endlich ganz reife Frucht zum Vorschein kommen kann.
71,6. Zum Vollreifwerden einer Baumfrucht aber gehören nach dem Magersauerknospenbilden doch sicher noch eine Menge Vorgänge, die freilich nur Mein Auge ganz genau beobachten kann; und das ist sicher bei der Reifebildung eines Weltkörpers noch um so mehr der sehr bedingt notwendige Fall.
71,7. Wir haben nun die Erde in ihrer Magersauerknospengestaltung gesehen. Was geschieht denn bei einem Baume im ersten Frühjahre, wenn die Magersauerknospe so recht geschwollen und grünsaftig wird? Sehet, sie springt, von innen gedrängt, auf, wirft ihre erste Umhüllung gewisserart über Bord ins Meer der Vergänglichkeit und Auflösung und entfaltet sich zu einer grösseren Vollkommenheit, damit aus ihrer Mitte sich dann die Blätter als die notwendigen Begleiter der nachfolgenden Blüte zur Entwicklung der Frucht entfalten können. Obschon aber, wie schon bemerkt, ein Baum nur ein höchst magerer Vergleich zur Entwicklung eines Weltkörpers ist, so kann er euch aber dennoch als ein gutes Bild dienen, dem ihr in einem sehr verjüngten Masse entnehmen könnet, wieviel dazu gehört, bis ein Weltkörper tauglich wird, um Menschen eurer Gattung zu tragen und zu ernähren.
71,8. Diese erste Periode oder der erste Abschnitt der Erdbefruchtung in der noch allerrohesten und unkultiviertesten Art geht nach sehr vielen tausendmal tausend Jahren, wie sie nun auf dieser Erde gerechnet werden, unter; denn damals gab es für diese Erde noch keine bestimmten Jahreszeiten, und die schon da waren, die dauerten ein wenig länger als die nunmaligen.
71,9. Was wir in der ersten Periode gesehen haben, das ging durch zugelassene und, noch besser, fest angeordnete Feuerstürme aus dem Innern der Erde unter, und nach einer grossen Anzahl von jetzigen Erdjahren erhoben sich grössere Landstrecken, schon mit Bergen geziert, aus den grossen Tiefen der Meere der Erde, mit einem schon um vieles fruchtbareren Schlamme überdeckt.
71,10. Zur rechten Zeit wurden aus Meiner Weisheit und aus Meinem Willen vollkommenere Sämereien in diesen Schlamm gelegt, und bald ward es eines schon gar üppigen Aussehens auf den grösseren Länderstrecken der noch immer jungen Erde.
71,11. Als es nun abermals des Futters in grosser Menge auf den verschiedenen grösseren Länderstrecken gab, da ward von Mir aus auch gleich in der weisesten Ordnung für eine grössere und schon vollkommenere Anzahl der kleinen und grossen Konsumenten gesorgt. Da ward das Wasser zwischen den Länderstrecken von grösseren Tieren belebt, und die grösseren Länderstrecken hatten ihre grossen Verzehrer dessen, was ihr Boden an neuen Pflanzen, Kräutern und Bäumen bot.
71,12. Gräser, Pflanzen, Kräuter, Gesträuche und gar riesige Bäume erzeugten teilweise schon Samen und konnten sich fortpflanzen; doch der grössere Teil wuchs immer noch den Pilzen gleich aus dem fruchtschwangeren Boden der Länderstrecken, und die Tiere entstanden auf nahezu die Art und Weise wie die euch bekannten Drachen des Nilstromes in Ägypten, nämlich aus den Eiern, und konnten in der Luft wie auch im Wasser leben und sich auch nähren von Pflanzen im Wasser und auf den Länderstrecken, auf denen es aber auch noch lange nicht irgend zu trocken aussah.
71,13. Denn in dieser gewisserart für das fruktitive Pflanzen- und Tierleben fortschreitenden Bildungsperiode der Erde konnte es ebensowenig wohnlich trocken aussehen wie bei den sich mehr und mehr entfaltenden Baumknospen; denn so es bei diesen ein trockenes Aussehen hat, dann sieht es mit der Blüte und mit der nachfolgenden Frucht sicher eben nicht am besten aus.“
Kapitel 72 – Die Entwicklung der Erde bis zu den Voradamiten
72,1. (Der Herr:) „Die zweite Vorbildungsperiode dauerte wieder eine für euch nicht aussprechbare Zeit von jetzigen Erdjahren. Aber die Erde war noch lange nicht tauglich, warmblütige Tiere, geschweige Menschen von noch so unterer Art, zu tragen; daher ging sie auch wie die erste unter, und es dauerte dann wieder lange, bis eine dritte Vorbildungsperiode zum Vorschein kam.
72,2. Natürlich gingen zwischen einer und der andern Hauptvorbildungsperiode eine Menge auch sehr stürmischer Zwischenperioden vor sich, deren Bedeutung zunächst nur Ich als der Schöpfer am besten kenne und endlich auch der Geist, dem Ich es offenbaren will.
72,3. Es entstand aus den vielen notwendigen Vorgängen wieder eine dritte Periode. Nun treten schon gar bedeutend grosse Länder aus dem Meere hervor, getrieben durch das innere Feuer der Erde, natürlich nach Meinem Willen. Die Vegetation wird noch um vieles reichhaltiger und immer noch riesiger Art; die Tiere ebenso wie die Vegetation. Aber auch diese Periode, die ebenfalls überaus lange angedauert hat, und die man gewisserart mit der Blüte eines Baumes vergleichen könnte, war so wie die beiden früheren noch lange nicht geeignet, dem Menschen zu einem Wohnorte zu dienen; daher ging auch diese unter und begrub so wie die erste und zweite ihre Produkte sowohl in der vegetabilen wie in der animalischen Sphäre, nur nicht so tief wie die erste.
72,4. Darauf gab es wieder eine Menge Zwischenperioden, und es kam nach langen Zeiten eine vierte Vorbildungsperiode zum Vorschein. Die Landteile wurden wieder um vieles grösser, die Vegetation abermals auch um vieles üppiger, und es fing an, im Wasser, auf den schon trockeneren Landen, wie auch in der Luft von allerlei kleinen und daneben auch von grösseren Tieren sehr lebendig zu werden, und es gab darunter schon sogar warmblütige Säugetiere, die nicht mehr mittels der Eier in diese Welt kamen, sondern auf dem Wege der natürlichen Zeugung, und sonach lebendige Junge zur Welt brachten, mit Ausnahme der Wassertiere, einiger grosser Amphibien, der Vögel, Würmer und Insekten.
72,5. Diese vierte Hauptvorbildungsperiode dauerte ungemein lange, und der Boden der Erde wurde da schon von Zeit zu Zeit von den Strahlen der Sonne beleuchtet, und an einigen Bäumen fing sich schon eine Frucht zu zeigen an, die euch aber freilich eben noch nicht besonders gemundet hätte; aber sie diente der damaligen Tierwelt doch zu einem guten Futter.
72,6. Auch in dieser vierten Vorbildungsperiode gab es noch nichts Menschenähnliches auf der Erde.
72,7. Es kamen wieder grosse Erdumwälzungen und begruben auch zum grössten Teil alles, was ihr damals als eine Kreatur benamset hättet, und ihr findet aus dieser Periode auch gar vieles und manches unter dem Boden der Erde begraben, das sich aber von den Produkten der ersten drei Perioden hier und da schon sehr wesentlich unterscheidet.
72,8. Nach langen Zeiten, in deren Verlauf nun auf der Erde schon eine grössere Ruhe und Ordnung eintrat, und nach vielen noch immer sehr grossen Erdstürmen sehen wir nun eine fünfte Erdvorbildungsperiode auftauchen. Aus dem tiefen Meeresgrunde erheben sich von neuem grosse Länder, schliessen sich an die aus den früheren Perioden schon bestehenden an und bilden schon ordentliche Festlande.
72,9. In dieser fünften Periode entstehen die meisten und höchsten Berge der Erde. Ihre überhohen Spitzen werden von den Blitzen zertrümmert und dann durch gewaltige Erdbeben und durch mächtige Wolkenbrüche entstandene Strömungen in die tiefen Täler und Gräben der Erde geschoben. Dadurch werden weitgedehnte Ebenen und minder breite Täler und Triften gebildet, auf denen dann alles besser gedeihen kann.
72,10. Mit dem Beginn dieser Periode wird die Erde auch in eine geordnete Umbahnung um die Sonne gebracht. Tag und Nacht wechseln schon regelrecht, auch des Jahres Zeiten, obschon noch unter allerlei Veränderungen, weil die Schwankungen der Erdpole noch immer bedeutend sind und in dieser Periode auch noch sein müssen.
72,11. In dieser Periode, in der sich schon ein bleibendes Festland gebildet hat, beginnen die regelmässigen Meeresströmungen von 14000 zu 14000 Erdjahren. Durch diese wird nach und nach einmal die südliche Erdhälfte und darauf wieder die nördliche vom Meer überschwemmt zur weiteren Fruchterdbildung über die oft sehr weitgedehnten Steingeröllwüsten. Denn nach ungefähr 14000 Jahren hat das Meer so viel fruchtbaren Schlamm über die wüsten Steingeröllflächen und Täler gelegt, dass sie dann, so das Meer wieder zurücktritt und der zurückgelassene Schlamm zu einem gediegeneren Boden wird, überaus fruchtbar sind.
72,12. Es bedurfte bei dieser fünften Periode wohl mehr denn tausendmal tausend Jahre, bis aller gut gelegene Erdboden vollends für eine neue Schöpfung von einer grossen Anzahl der verschiedenartigsten Pflanzen, wie Gräser, Kräuter, Sträucher und Bäume, und dann auch für allerlei Tiere und voradamitische Menschen geeignet war.
72,13. In dieser Periode sehen wir schon eine grosse Menge von allerlei Fruchtbäumen und anderen Fruchtgewächsen aller Art und Gattung für Tiere und für die damaligen Vormenschen. Doch von einem Ackerbau ist da noch keine Rede, wohl aber benutzen die Vormenschen schon gewisse Tierherden und führen ein rohes Nomadenleben, haben kein Gewand und bauen sich auch keine Häuser und Hütten; aber auf den dicken Baumästen errichten sie sich den Vögeln gleich gewisse feste Wohn- und Ruhenester und schaffen sich Vorräte von Nahrungsmitteln, die sie nach und nach verzehren. Ist der Vorrat aufgezehrt, so gehen sie wieder scharenweise auf neue Jagd nach Nahrungsmitteln aus. Wenn es frostig wird, weil in dieser Periode auch der Schnee zum gedeihlichen Vorschein kommt, so ziehen diese Menschen samt ihren Haustieren, die in Mammuts, grossen Hirschen, Kühen, Ziegen und Schafen bestehen – auch der Elefant, das Nas- und Einhorn, allerlei Affen und auch Vögel gehören dazu –, in wärmere Gegenden.
72,14. Mehr gegen das Ende dieser Periode erscheint auch der Esel, das Kamel, das Pferd und das Schwein, welche Tiere auch von diesen Vormenschen beherrscht werden. Denn so viel höheren Vernunftinstinkt besitzen sie, dass sie die benannten Tiere beherrschen und auch gebrauchen können teils zum Tragen, teils zur Jagd und teils zur Gewinnung der Milch und der Wolle, mit der sie sich ihre Nester wohl auslegen und sich so ein weiches Lager bilden.
72,15. Sprache haben sie eigentlich in der Art, wie sie nun unter Menschen gang und gäbe ist, keine; aber sie haben dennoch gewisse artikuliertere Laute, Zeichen und Gebärden als selbst die vollkommensten Tiere und können sich gegenseitig verständigen, was sie für ein Bedürfnis haben, und kommen dann auch einander zu Hilfe. Wird jemand krank, gewöhnlich wegen hohen Alters, so kennt er schon das Kraut, das ihm hilft; kann er nicht mehr gehen und es suchen, so tun das die andern für ihn.
72,16. Nur ein Feuer machen und es benutzen, das können sie nicht; so sie es aber hätten sehen können, wie es die Adamiten später machten, so würden sie es ihnen nachgemacht haben, weil bei ihnen der Nachahmungstrieb ein sehr vorherrschender ist und ihre Intelligenz mit einem gewissen Grade des freien Willens schon weit über die Intelligenz eines noch so vollkommenen Affen ragt. Also würden sie auch reden erlernen können nach unserer Weise, doch aus sich nie eine weise Rede erschaffen.
72,17. Als Menschen aber waren sie riesig gross und überaus stark und hatten auch ein so starkes Gebiss, dass sie sich dessen statt der Schneidewerkzeuge bedienen konnten. Ebenso hatten sie auch einen höchst starken Geruchs- und Gefühlssinn und gewahrten schon von weitem, wenn sich ihnen etwas Feindliches nahte; mit ihren Augen und mit ihrem Willen bändigten sie die Tiere und mitunter auch die Naturgeister.
72,18. Obschon aber diese fünfte Vorbildungsperiode gar sehr viel tausendmal tausend Jahre währte, so war unter diesen Menschen doch keine wie immer geartete Fortschrittskultur bemerkbar, sondern sie lebten ihr einförmiges Nomadenleben fort und waren somit nur eine Vordüngung der Erde fürs gegenwärtige Mir in allem völlig ähnliche Menschengeschlecht.
72,19. Die Farbe ihrer noch ziemlich behaarten Haut war zwischen dunkel- und lichtgrau; nur im Süden gab es auch haarlose Stämme. Ihre Form hatte eine bedeutende Ähnlichkeit mit den Mohren der Jetztzeit. Sie pflanzten sich bis zu Adam in den Niederungen und dichten Wäldern fort; aber auf die Berge verpflanzten sie sich niemals.“
Kapitel 73 – Die beiden letzten Entwicklungsperioden der Erde
73,1. (Der Herr:) „Zu den Zeiten Adams, mit dem die sechste Periode beginnt, hatte die Erde wieder teilweise grosse Umwälzungen zu bestehen durchs Feuer und durchs Wasser, und da ging bei dieser Gelegenheit das beschriebene Voradamitengeschlecht samt ihren Haustieren nahezu ganz unter, so auch die vielen Wälder und deren andere Tiere, die nicht zu den Haustieren zu rechnen sind; nur einige Gattungen der Vögel blieben, wie auch die Tiere der Berge und der Gewässer der Erde.
73,2. Es erhielten sich hier und da die beschriebenen Vormenschen wohl noch, aber höchst schütter mit den Adamiten bis in die Zeiten Noahs in Asien; aber sie verkümmerten nach und nach, weil sie keine ihnen entsprechende Nahrung in rechter Genüge mehr fanden. Doch in einigen tiefen Gegenden des südlichen Afrika und auf einigen grösseren Inseln der weiten Erde sind noch einige verkümmerte Nachkommen aus der fünften Periode anzutreffen. Sie sind aber noch ganz wild; nur haben sie sich von den Nachkommen Kains doch hier und da eine etwas grössere Kultur angeeignet. Sie können zu verschiedenen Arbeiten abgerichtet werden, aber aus sich im Grunde doch nichts erfinden. Ein Teil steht ja etwas besser, weil er aus der Vermischung der Kainiten und später auch der Lamechiten hervorging; aber auch dieser Teil ist zu einer höheren und tieferen Geistesbildung nicht geeignet.
73,3. Diese Art von Menschen aber wird sich alldort, wo sie nun ist, noch lange forterhalten und fortpflanzen und nach und nach von den Adamiten auch noch mehr Bildung annehmen, aber dabei doch nie zu einem grossen Volke werden. – Da habt ihr nun die Präadamiten aus der fünften Erdvorbildungsperiode.
73,4. Bei deren Beginn hatte diese Erde auch den Mond zu ihrem Begleiter und Regulator ihrer Bewegung um die Sonne und um ihre eigene Achse bekommen; freilich hatte auch der Mond nicht sogleich die Gestalt, die er jetzt hat. Bis er zu dieser kam, hatte er auch für ihn grosse und sturmvolle Perioden durchzumachen, die freilich wohl nicht so lange andauerten wie die der Erde.
73,5. Fraget Mich aber nun nicht, warum denn das Ausbilden eines Weltkörpers eine so undenkbar lange Zeit vonnöten hat, denn das liegt in Meiner Weisheit und Ordnung. Wenn aber der Herr eines Weinbergs alle Arbeit in einem Augenblick könnte fertig haben, was würde er dann das ganze Jahr hindurch tun? Der kluge Weinbergsbesitzer aber teilt sich die Arbeit ein, hat alle Jahre etwas zu tun, und diese tägliche Tätigkeit bereitet ihm auch stets eine neue Seligkeit. Und sehet, also ist es auch bei Mir der Fall; denn Ich bin in der ganzen Unendlichkeit ewig das allertätigste, aber darum auch das allerseligste Wesen.
73,6. So im Frühjahre die Kinder eines Hausvaters im Garten die Kirschen, Pflaumen, Birnen und Äpfel blühen sehen, so haben sie wohl zwar auch eine Freude darüber, aber sie möchten doch schon gleich die reifen Früchte sehen und geniessen, als sich pur nur an den schönen Blüten ergötzen. Aber der weise Vater sagt zu den noch sehr von der Ungeduld befangenen Kindern: ,Nur Geduld, meine lieben Kinder! Alles in dieser Welt hat nach der Anordnung Gottes seine Zeit, und alles kommt in ihr zu seiner Reife! Darum habet auch ihr nur Geduld; auch diese nun blühenden Bäume werden in wenigen Monden mit reifen und süssen Früchten voll behangen dastehen, und wir werden sie dann mit dem Vater im Himmel geniessen!‘ Das beruhigt dann die Kinder.
73,7. Und so möget auch ihr beruhigt sein, wenn ihr auch nicht schon allenthalben auf dieser Erde die vollreifen Früchte Meiner Lehre erschauet; zur rechten Zeit werden sie schon zur Reife gelangen. Denn das könnet ihr euch wohl denken, dass Ich nicht umsonst und vergebens den lebendigen Samen Meines Wortes unter euch ausgestreut habe. Von heute aber bis morgen kann die Vollreife noch nicht erfolgen.
73,8. Und sehet, was schon bei einem Baume eine gewisse Zeit braucht nach Meiner Ordnung, das benötigt es nach derselben sicher um so mehr bei einer Erde! Denn es ist da nicht hinreichend, dass eine Welt nur als ein übergrosser Klumpen von Steinen, Erde und Wasser im grossen Ätherraume sich befindet, denn ein solcher Klumpen wäre völlig tot, und es könnte auf ihm nichts wachsen und leben. Eine Welt aber, die Lebende tragen und ernähren soll, muss zuvor selbst lebend werden. Dazu aber gehört, dass sie zuvor unter allerlei Einflüssen und Prozessen innerlich gleich einem grossen Tier organisch völlig ausgebildet wird.
73,9. Es hat zwar jeder werdende Weltkörper, gleich wie ein Embryo im Mutterleibe, schon alle Anlagen zu einer vollkommenen tierisch-organischen Lebensform, aber sie liegen im Anfange der Bildung wie chaotisch untereinandergemengt; erst nach und nach ordnen sie sich und werden dann zu einem organisch lebenden Ganzen. Wie aber dieses Ordnen vor sich geht, das weiss Ich, weil Ich allein in allem der Grundordner bin. Wenn ihr aber selbst im Geiste werdet vollendet sein, da werdet es auch ihr einsehen, wie dieses Ordnen vor sich geht.
73,10. Nach und aus den euch nun so einfach und klar als möglich dargestellten Bildungsperioden könnet ihr aber noch etwas entnehmen, und zwar den eigentlichen Urgrund, aus dem der Prophet Moses die Schöpfung in sechs Tage eingeteilt hat.
73,11. Diese sechs Tage sind demnach die euch gezeigten sechs Perioden, die ein jedes geschaffene Wesen einmal naturmässig und dann, wie es bei euch Menschen der Fall ist, auch seelisch und geistig zu seiner Reife und Vollendung durchzumachen hat.
73,12. Nach diesen erst kommt die siebente Periode der Ruhe, welche ist das seligste, ewige Leben. Ruhe aber heisst die siebente Periode darum, weil den vollendeten Geist kein Zwang, kein Gericht und keine ängstliche Sorge mehr drückt, sondern sein Sein in die vollste Wissenserkenntnis- und freieste Willensmacht übergeht für ewig.
73,13. Und nun sage du, Mein lieber Markus, Mir, wie du nun diese Meine Erklärung verstanden hast!“
Kapitel 74 – Die seelische Entwicklung der Voradamiten
74,1. Sagte Markus ganz voll Staunens: „Herr und Meister von Ewigkeit! Ich und hoffentlich auch alle die andern haben Deine gnädige Erklärung wohl aufgefasst, von einem durchdringenden Vollverständnisse aber kann bei uns nun darum sicher keine Rede sein, weil uns eben das mangelt, was Du Selbst uns angezeigt hast. Aber wir sind in uns dennoch dahin zu einer klaren Anschauung gelangt, dass wir erstens nun wissen, für was wir die in den Tiefen der Erde aufgefundenen Reliquien zu halten haben, und wie sie durch die mehrfachen periodischen Umwälzungen der Erde und ihre nachherigen Meereswanderungen in solche Tiefen gekommen sind, und zweitens erkannte zum wenigsten ich, was der grosse Prophet Moses mit seinen sechs Schöpfungstagen so im Hinterhalte angedeutet hat. Und das genügt uns vorderhand, und wir können ganz ruhig nun abwarten, bis wir durch unsere eigene geistige Vollendung ein Weiteres erfahren werden. Aber das sehe ich auch ein, dass das nur eine Lehre für wenige ist und auch bleiben wird.
74,2. Nur eine Frage ist mir, wenigstens für mich, noch übriggeblieben, und Du, o Herr und Meister, wirst es mir gnädigst erlauben, Dir damit noch einmal zur Last zu fallen?“
74,3. Sagte Ich: „Du weisst es ja, dass Ich dich gern vernehme, und so magst du wohl reden!“
74,4. Sagte der Römer Markus: „Herr und Meister! Die besprochenen Voradamiten, obschon nur mit einer instinktartigen Intelligenz und mit nur wenig freiem Willen begabt, hatten ja doch auch Seelen, die als solche nicht sterblich, obwohl vielleicht wandelbar sein können. Was hat es nun mit diesen Seelen für eine Bewandtnis? Wo und was sind sie nun in dieser sechsten Erdperiode, und was wird etwa noch fürder aus ihnen werden? Man könnte das freilich wohl schon eine anmassende und frevelhafte Frage nennen; aber da ich noch immer ein wissbegieriger Römer und kein schläfriger Jude bin, so magst Du mir diese Frage auch noch zugute halten und mir darüber eine ganz kurze Antwort geben!“
74,5. Sagte Ich: „O ja, warum sollte Ich das nicht? Haben wir ja doch der Zeit noch zur Genüge dazu, und so magst du Mich nun wohl anhören! Siehe! So sogar die Stein-, Pflanzen- und Tierseelen fortleben und in ihrem von der Materie freien Zustande durch die Einung schon in – sage – Menschenseelen übergehen und dann im Leibe eines Menschen zu wahren Menschen werden können, so werden die Seelen der Voradamiten doch auch ein Fortleben haben, gleichwie auch die Seelen der Menschen aller anderen Welten im endlosen Schöpfungsraume ein ewiges Fortleben haben.
74,6. Als im Reiche der Geister fortlebende Seelen aber werden sie auf irgendeinem grossen Weltkörper, das heisst auf seinem entsprechenden geistigen Boden, in tiefere Erkenntnisse über Gott und Seine Macht und Weisheit geleitet, leben so auch ganz selig fort und können auch noch immer seliger werden. Doch wo sich in dieser Hülsenglobe solch ein grosser Weltkörper befindet, das wäre wohl sehr unnütz, so Ich dir auch das anzeigte, weil du solch einen Weltkörper mit deinen Sinnen nicht wahrnehmen könntest, und von einer Überzeugung dessen, ob es dort wohl also aussehe, wie Ich es dir beschriebe, könnte bei deinen Leibeslebzeiten ohnehin so lange keine Rede sein, solange du in deinem Geiste nicht völlig wiedergeboren werden würdest; und so musst du dich bis dahin nun schon mit dem begnügen, dass Ich dir sage: In Meines Vaters Hause gibt es gar viele Wohnungen! Einst in Meinem Reiche wird euch allen alles klar werden. – Hast du Mich verstanden?“
74,7. Sagte Markus: „O ja, Herr und Meister! Aber nun noch etwas, weil da eins so das andere gibt!
74,8. War zur Zeit der Voradamiten diese Erde auch schon das gewisse Lebenskämmerlein im Herzen des Grossen Schöpfungsmenschen?“
74,9. Sagte Ich: „Wenn auch nicht völlig in der handelnden Wirklichkeit, so doch in der Bestimmung dazu; als handelnd war in jener Vorzeit ein anderer Weltkörper, dessen Menschen aber zu sehr in den grössten Hochmut und in die vollste Gottvergessenheit übergingen, und die noch an einen Gott glaubten, die achteten Seiner nicht, boten Ihm Trotz und suchten Ihn in ihrer Blindheit gewisserart vom Throne Seiner ewigen Macht zu stürzen. Sie suchten Ihn, und arge Weltweise sagten, dass Gott im Zentrum ihrer Erde Wohnung habe; man müsse dahin Minen machen und Ihn dort gefangennehmen. Sie gruben denn auch entsetzlich tiefe Löcher in jene Erde, wobei gar viele zugrunde gingen.
74,10. So Ich zu ihnen Boten sandte und sie warnte, so wurden diese allzeit erwürgt, und die Menschen besserten sich nicht. Und siehe, da liess Ich zu, dass jene Erde von innen aus in viele Stücke zerrissen wurde! Und das geschah zu Anfang der sechsten Periode dieser Erde, und diese Erde ward zum Lebenskämmerlein. Wo aber jene Erde sich auch um diese Sonne kreisend befand, darüber wollen wir noch etwas Näheres bestimmen. Aber lasse du, Lazarus, einen frischen Wein bringen; dann wollen wir weiterreden!“
Kapitel 75 – Vom Weintrinken. Die Belehrung über den zerstörten Weltkörper
75,1. Lazarus ging nun mit einigen Dienern und brachte frischen Wein, der von einem ganz besonders guten Geschmack war. Mit diesem wurden die Becher wieder angefüllt, und wir tranken alle davon und wurden gestärkt im ganzen Leibe, und alle wurden voll des besten Mutes und priesen Mich, dass Ich so gute und stärkende Dinge auf diese Erde gesetzt habe.
75,2. Ich aber sagte: „Ja, ja, es ist solch ein Wein ein stärkendes Getränk, aber nur dann, so er mit Mass und Ziel getrunken wird! Wer den Wein aber unmässig zu sich nimmt und sich berauscht, für den ist er dann kein stärkendes, sondern ein sein ganzes Wesen schwächendes Getränk. Darum geniesset dieses Getränk allzeit mässig in Meinem Namen, so wird es euch stärken auch zum ewigen Leben der Seele; im übermässigen Genusse dieses Getränkes aber ruht der arge Geist der Geilheit und der Unzucht. Dieser Geist aber belebt die Seele nicht, sondern tötet sie für den wahren Lebensgeist aus den Himmeln und macht auf dieser Erde die geistige Wiedergeburt der Seele in dem Geiste aus den Himmeln nahe zu einer Unmöglichkeit. Dieses merket euch auch!“
75,3. Ich sagte aber das nun eben nicht der guten Wahrheit willen allein, da Ich solches schon mehrere Male gesagt hatte, sondern weil Judas Ischariot zu gewaltige Züge tat und dem vollen Berauschtwerden nahestand. Er merkte das wohl, stand vom Tische auf und zog sich ins Freie und besichtigte das Städtchen Bethanien.
75,4. Als er draussen war, sagte der Jünger Andreas: „Bin recht froh, dass der unheimliche Mensch sich entfernt hat; denn er kommt mir seit einiger Zeit immer verdächtiger vor, und Deine Lehren und grossen Zeichen machen auf ihn keinen Eindruck. Er gewinnt sonach nichts und doch will er uns nicht verlassen! Wenn ich, o Herr, Deine Macht hätte, da wäre der schon lange nicht mehr in unserer Gesellschaft!“
75,5. Sagte Ich: „Er hat aber auch einen freien Willen, und demzufolge kann er auch bleiben oder gehen, wie und wann er will. Ihr habt aber gesehen, dass Ich sogar den Teufeln nach ihrem Willen gestattete, in die Säue zu fahren, und so gestatte Ich auch diesem Menschen, der unter euch auch ein Teufel ist, zu bleiben oder zu gehen; denn von Mir aus ist jeder Mensch und Geist vollkommen frei. Ein jeder aber wird sich durch sein Handeln auch seinen Lohn bereiten. Will er ein Engel werden oder ein Teufel, das steht jedem frei. – Doch nun nichts mehr von dem, denn wir haben über andere Dinge noch viel zu reden!
75,6. Wir hatten zu Anfang der sechsten Periode gesehen, wie ein Weltkörper von innen aus zerstört, und wie mit Adam diese Erde zum Lebenskämmerlein im Grossen Schöpfungsmenschen wurde. Ich aber werde euch nun den Stand jener zerstörten Welt zeigen, und zwar wie sie früher war, und wie sie jetzt aussieht; dann aber werde Ich euch auch zeigen, in welchem Verhältnisse diese Erde ehedem zum Grossen Menschen stand, das heisst, nur in geistiger Entsprechungsweise, aber nicht in der materiellen Wirklichkeit. Da euch aber solches ohne eine bildliche Versinnlichung mit puren Worten nicht gezeigt werden kann, so werde Ich euch nun durch Meinen Willen die Sonne mit allen ihren Planeten in einem kleinen Massstabe darstellen, und ihr werdet bei dem Anschauen solch eines Bildes Meine Worte bald und leicht fassen, und so denn habet nun alle wohl acht!“
75,7. Als Ich solches ausgesprochen, da entstand im freien Luftraume eine Kugel von einer Handspanne Durchmesser; diese stellte die Sonne vor. In möglich annähernd guten Verhältnissen der Grössen und Entfernungen – für welch letztere der Saalraum freilich zu klein war, um sie in voller verhältnismässiger Richtigkeit darzustellen – wurden auch alle Planeten mit ihren Monden dargestellt, und zwar so wie damals, als der zu Anfang der sechsten Periode zerstörte Planet mit seinen vier Monden noch nicht zerstört war. Ich erklärte allen die Stellungen der Planeten, benannte sie sowohl in der jüdischen wie auch in der griechischen Sprache, und sie sahen den Planeten, von dem nun die Rede ist, zwischen Mars und Jupiter schweben und seine vier Monde um ihn kreisen. An Grösse kam er dem Jupiter gleich, nur hatte er mehr Festland als der Jupiter und auch einen höheren Luftkreis über sich und eine stärkere Polneigung und darum auch eine schiefere Bahnlinie um die Sonne.
75,8. Als alle das nun wohl begriffen hatten, da sagte Ich weiter: „Sehet, also stand die Ordnung von jetzt an zurückgezählt vor ungefähr viertausend Jahren. Dann aber geschah die euch angezeigte Zerstörung dieses Planeten. Wie und warum sie geschah, das habe Ich euch schon gesagt. Nun aber sehet, wie es mit dem Planeten nach der erfolgten Zerstörung aussieht!“
75,9. Alle sahen nun nach dem Planeten, der sich nun in viele grössere Stücke auseinanderteilte. Nur die vier Monde blieben ganz; da sie aber ihren Zentralkörper verloren hatten, so gerieten sie in Unordnung, und sie entfernten sich voneinander mehr und mehr auch aus dem Grunde, weil sie durch die Berstung des Hauptplaneten einen sehr merklichen Stoss erhalten hatten.
75,10. Die Stücke des Planeten aber zerteilten sich in dem sehr breiten Raume zwischen der Mars- und Jupiterbahn. Eine grosse Menge kleinerer Trümmer entfernte sich auch über die beiden angezeigten Bahnen, und es fielen etliche in den Jupiter, etliche in den Mars, etliche sogar auf diese Erde, in die Venus, in den Merkur und auch in die Sonne.
75,11. (Der Herr:) „Ja sogar die körperlich sehr riesenhaft grossen Menschen wurden bei der Berstung des Planeten in grosser Anzahl in den freien Himmelsraum hinausgeworfen, gleichwie auch die anderen Kreaturen. Einige verdorrte Leichname schweben noch im weiten Ätherraume umher, einige sitzen und liegen tot und ganz verdorrt in ihren Häusern, die auf den grösseren Planettrümmern noch bestehen; etliche von jenen Menschenleichen fielen sogar auch auf diese Erde, auf der sie aber schon nach etlichen hundert Jahren aufgelöst wurden, und so auch in andere Planeten.
75,12. Dieses Planeten grosse Meere verteilten sich bei der Berstung auch mit ihren Einwohnern aller Art und Gattung in grössere und kleinere Tropfen, von denen einige viele Stunden Durchmass haben, auch festeres Erdreich in sich bergen und auch von manchen Tieren noch bewohnt werden. Auf den vier Monden aber leben noch die früheren Geschöpfe, nur in einem schon mehr verkümmerten Zustande, also auch auf etlichen wenigen grössten Stücken des Planeten, aber in einem noch mehr verkümmerten Zustande; auf den kleineren Trümmern aber waltet kein organisches Leben ausser dem der Verwitterung und langsamen Auflösung.“
Als Video:  https://www.youtube.com/watch?v=Tmi1mkEbDNA

Jared Kushner (Trumps Schwiegersohn) besucht 6 Länder der Golfstaaten - Oman, Bahrain, Saudiarabien, Katar, Arabische Emirate und Türkei, um Teile des noch strikt geheimen Peace Plan für Jerusalem/Palästinenser zu diskutieren und vorab bekannt zu machen. https://www.youtube.com/watch?v=kLaTh0FxIm0&t=195s

Es sieht so aus, dass der Dritte Tempel mit auf dem Tisch ist bei diesem Peace Deal (Papst hat ja in Saudia Arabien auch ein Schriftstück unterschrieben zusammen mit den moslemischen Führern für die eine Weltreligion) https://www.youtube.com/watch?v=1o6JLHyxuIU&feature=em-uploademail

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